Teufel News 02 2014/15

planetsimon

Stadionmagazin des DEL2 Eishockey-teams EC Bad Nauheim

WARM UP

Am komfortabelsten gestaltet sind naturgemäß die

neuen Eisarenen in Weißwasser (Eröffnungsspiel am

23. August 2013), in Bremerhaven (eingeweiht im März

2011) und - mit Abstrichen - in Bietigheim (seit Dezember

2012). Von einer solchen Infrastruktur kann

man im Ostallgäu derzeit nur träumen. Die SparkassenArena

am Berliner Platz ist marode

und steht nur noch bis Mitte 2017 zur

Verfügung.

Über Alternativen bis hin zu einem

Neubau wurde beim ESVK, der Stadt

und den Kommunalpolitikern ebenso

heftig diskutiert wie bei den Bürgern

vor Ort. 82 Prozent von über 2.200 Lesern

der „Allgäuer Zeitung“ und Umfrage-Teilnehmern

sprachen sich im

Frühjahr für ein neues Eisstadion in

Kaufbeuren aus. Bereits im Dezember

2012 blieb die Arena wegen möglicher

Einsturzgefahr für Monate geschlossen.

vom Olympia-Eissportzentrum Garmisch-Partenkirchen

(6.926), dem Eisstadion am Gutenbergweg in

Landshut (6.737) und der Kasseler Eissporthalle (6.100).

Die kleinsten Stadien stehen in Ravensburg (3.300),

Weißwasser (3.038) und Kaufbeuren (2.600).

Von der Bayerischen Landesregierung kam dann

Mitte Juli die Nachricht, dass es keine staatliche

Förderung für einen Stadion-Neubau geben werde

und somit aus München keine Gelder für dieses

Projekt fließen. Silberstreif am Horizont: Die

Option, den favorisierten Standort in unmittelbarer

Nähe des jetzigen Stadions zu nutzen, blieb

zwischenzeitlich bestehen, nachdem sich bei einem

Bürgerbegehren knapp 70 Prozent der Einwohner

gegen eine Bebauung als Wohngebiet

aussprachen.

Für große Erleichterung sorgte schließlich eine

Stadtrat-Sitzung, in der entschieden wurde, eine

neue, geschlossene Halle auf dem Trainingsgelände

der Fußballer der Spvgg. Kaufbeuren zu bauen.

27 Stadträte votierten nach dreistündiger

Debatte für das Vorhaben. Damit bleibt die sportliche

Heimat der Buron Joker im Ortszentrum,

nachdem sich die Freien Wähler bis zuletzt für ein

Areal in der „Unteren Au“ am Stadtrand an der

Bundesstraße 16 stark gemacht hatten, weil sie

dort größere Entwicklungspotenziale sahen. Dieser

Antrag wurde abgelehnt. Die Geamtkosten für

das Projekt sollen ca. 20 Millionen Euro betragen

– bei einem Fassungsvermögen von etwa 3.500

Zuschauern. Drei Kreuze dürften nach diesem Beschluss

auch die ESVK-Verantwortlichen gemacht

haben, zumal sich für den Traditionsverein an der

Wertach wieder Perspektiven für die Zukunft eröffnen.

Kontrovers debattiert wird die Stadion-Frage auch

in Rosenheim. Im Oberbayerischen Volksblatt äußerte

Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl vor geraumer

Zeit, dass das Städtische Kathrein-Stadion

Teufel News 7

2014/15

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