Provisionsmodelle unter der Lupe - Travel ONE

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Provisionsmodelle unter der Lupe - Travel ONE

28. MAI 2008 l AUSGABE 11

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www.travel-one.net

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

Provisionsmodelle

unter der Lupe

Was planen die großen Veranstalter? Mit welchen Änderungen

Reisebüros zum nächsten Geschäftsjahr rechnen müssen ➤ 10

T&M Media GmbH & Co. KG ∙ Pf 10 07 51 ∙ 64207 Darmstadt

PVST ∙ DPAG ∙ Entgelt bezahlt

INTERVIEW

TSS-Geschäftsführer

Manuel Molina

Über faire Vergütung

und den Charme der

Unabhängigkeit ➤ 8

28.5.2008 TRAVEL ONE 1


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Greifen Sie nach den Sternen!

Unsere Jubiläums-Highlights hts Winter 08/09

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Winterkataloge 08/09 ab 13.06.08 im

Reisebüro.

Winter 2008/2009

Winter 2008/2009

Kanaren

Mallorca

Madeira

Ägypten

Tunesien

Türkei

Winter 2008/2009

Fernreisen

Dom. Republik

Kuba

Jamaika

Mexiko

Thailand

2 TRAVEL ONE 28.5.2008

Katalog-Hotline: 0203/99 40 50


11 l 2008 editorial

■ Das ärgert die Kunden, setzt Reisebüros unter Erklärungsdruck und

beschert ihnen damit zusätzliche Arbeit: Der Gepäcktransport im Flugzeug

kostet Geld, und zwar künftig nicht mehr nur beim erfindungsreichen

Vorreiter Ryanair. Germanwings folgt und auf der anderen Seite des

Atlantik kassiert mit American Airlines nun die erste klassische Linienfluggesellschaft

für das erste Gepäckstück. Beliebt macht man sich so als

Airline nicht. Die Preismodelle werden noch undurchsichtiger, und bei den

Fluggästen verstärkt sich der Eindruck, sie würden erst mit niedrigen

Preisen angelockt, um anschließend bei jeder sich bietenden Möglichkeit

abgezockt zu werden: mit Steuern, Gebühren, Kerosinzuschlägen, kostenpflichtiger

Bordverpflegung und nun eben auch noch beim Gepäck.

Erst angelockt,

dann abgezockt?

Christian Schmicke

Chefredakteur

Dabei ist der Ansatz durchaus logisch: Was Kosten verursacht, muss auch

Geld kosten. Wenn man die Kosten, die am Airport und in der Luft beim

Gepäcktransport entstehen, nicht mehr auf alle Fluggäste verteilt, sondern

nur auf diejenigen, die auch welches mitnehmen, wird der »nackte« Flug

dadurch billiger – jedenfalls in der Theorie. Dieser Ansatz müsste auch den

Kunden einleuchten. Blöd nur, dass man durch die absurden Sicherheitsbestimmungen

bei Dingen wie Flüssigkeiten, Feuerzeugen und gefährlichen

Waffen wie Nagelscheren oft gezwungen ist, auch kleinere Gegenstände

einzuchecken. Das nährt den Verdacht, dass es vielleicht doch eher

ums Zusatzgeschäft mittels Taschenspielertrick geht als um die verursachergerechte

Aufteilung von Kostenblöcken.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

Sicherheit mit Provisionen –

der ELVIA Jahres-Reiseschutz.

Ihre Kunden sind bestens abgesichert –

und Sie können sich auf gleichbleibend

hohe Folgeprovisionen freuen.

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28.5.2008 TRAVEL ONE 3


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„Fast so bequem wie

ein Langstreckenflug.“

Peking, Shanghai, New York –

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schnell und zuverlässig via Düsseldorf.

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In der airberlin Business Class kann man

es sich richtig bequem machen – mit

einer Beinfreiheit von über 157 cm und dem

ausgezeichneten Bordservice. Ob sich Ihre

Kunden ganz entspannt zurücklehnen oder

in Ruhe ihrer Arbeit widmen: Sie werden

den Flug genießen. Und bekommen 200 %

der echten Entfernungsmeilen auf ihrem

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Weitere Informationen unter: partner.airberlin.com

4 TRAVEL ONE 28.5.2008


46

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Foto: TRAVEL ONE

14

Das SÜDLICHE AFRIKA verzaubert Besucher

mit unvergesslichen Naturerlebnissen.

inhalt

titelthema

10 PROVISIONSRUNDE. Die Rewe Pauschaltouristik

will Reisebüros enger an sich binden. Details stehen

noch aus. Ansonsten sind bei den Veranstaltern

wenig grundlegende Änderungen zu erwarten.

puls

6 Vorabkataloge. Die Veranstalter starten in die

nächste Wintersaison.

6 Jahn Reisen. Der Anbieter soll sich zur Edelmarke

mausern – oder verschwinden.

8 Interview mit Manuel Molina. Der TSS-Chef

über faire Provisionen und seine Erwartungen.

produkt

14 MIETWAGEN. Immer noch hakt es beim Verkauf

von Urlaubsautos. Dabei gibt es viele Gründe für

den Counter, das Produkt aktiv anzubieten.

18 Topziel Spanien. Das Urlaubsland ist in

puncto Mietwagen nach wie die Nummer eins.

19 Kurzzeitmieten. Hertz vermietet Autos nun

auch stundenweise.

20 Meier‘s Weltreisen. Der Katalog »Traumreisen

zu Traumpreisen« kommt am Counter an.

22 Airlines / Airports. Swiss bietet in der

Business bald Luftkissenbetten auf der Fernstrecke.

sales

Menschen machen Meinungen.

Wir zeigen die Köpfe.

24 LÄNDERSPECIAL. 150 Reiseprofis erkunden auf

Einladung von Dertour in sechs Touren Australien.

Schwerpunkt war das tropische Queensland.

26 Internette Reisebüros. Holiday and more

unterstützt Agenturen mit Werbematerial.

27 LCC. Die Reisebürokette kooperiert nun auch

mit Australien und Südafrika.

destination

28 SÜDLICHES AFRIKA. Limpopo führt zu Unrecht

ein Schattendasein. Die südafrikanische Provinz

wartet mit Kultur und aufregender Natur auf.

32 Kampagne. Südafrika rührt für 150 Millionen

Euro die Werbetrommel. 34 SAA. Die Airline will

die Nonstop-Verbindung nach Kapstadt einstellen.

36 GOLFSTAATEN. Außer Dubai investieren nun auch

die Nachbarn kräftig in luxuriöse Häuser.

40 Korea. Kurzbesuche im Norden des Landes.

exit

42 Peps. Schnäppchen für Touristiker.

43 TV Tipps.

44 Feedback.

45 Impressum.

46 Menschen. Heiner Giese, Offährte Sprachreisen.

06

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28.5.2008 TRAVEL ONE


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puls mix

Ab ins Warme! Früher Buchungsstart für Winterziele wie Teneriffa

Foto: Kessler Medien

Viele Vorab-Angebote

und ein Vollprogramm

■ Noch bevor der Juni anbricht, sind eine ganze Reihe von Veranstaltern

schon mit Angeboten für den nächsten Winter auf dem

Markt. Neckermann startete mit den Dynamic-Packaging-Offerten

schon Anfang Mai. Bei 1-2-Fly sind von morgen, 29. Mai, an

80 Hotels auf Mallorca und auf den Kanaren, in der Türkei, in

Ägypten und in Tunesien inklusive Flug via Webkatalog buchbar.

Rund ein Viertel des geplanten Gesamtangebots hat auch Ecco

Reisen bereits zur Buchung freigegeben. Bei GTI Travel ist die

Produktpalette in der Türkei ebenfalls bereits buchbar.

Einer Vorreiterrolle in dieser Hinsicht wird Schauinsland Reisen

zum Winter gerecht. Der Duisburger Veranstalter macht seine

Angebote nicht nur online früh buchbar, sondern bringt die drei

Winterkataloge Kanaren, Ägypten/Tunesien/Türkei und Fernreisen

bereits am 13. Juni in die Reisebüros. Neben den üblichen

Frühbucherrabatten wartet Schauinsland dabei mit Sonderangeboten

zum 90. Firmenjubiläum auf.

+++ TRAVEL ONE Morning News – die aktuellsten Nachrichten der Branche. Jeden Morgen um

Punkt neun auf Ihrem Rechner. Anmeldung unter www.travel-one.net/morning_news.html +++

Jahn Reisen wird veredelt

■ Den Anfang macht zum Winter ein neuer Katalogauftritt. Ralph Schiller, Geschäftsführer

Marketing und Vertrieb der Rewe Pauschaltouristik, will Jahn Reisen

klarer von ITS abgrenzen und im oberen Marktsegment positionieren. Mittelfristig

soll die Marke gegen Thomas Cook Reisen und Airtours ins Rennen

gehen. Denkbar ist allerdings auch, dass die aufgepeppten Winterkataloge der

Marke mit dem Namen des 1998 verstorbenen Brathendl-Königs Friedrich Jahn

die letzten sein könnten. Denn ob die Rewe Touristik künftig mit einer, zwei

oder drei Marken an den Start geht, lässt Schiller offen. »Erste Ergebnisse einer

Markenkernanalyse zeigen, dass alle drei Marken zu unprofiliert und beim Verbraucher

nur mäßig bekannt sind«, sagt er. Das müsse sich ändern – so oder so.

Für eine Fortsetzung der Drei-Marken-Strategie spricht, dass man damit die drei

wichtigsten Segmente – Luxus, Massenmarkt und Low Budget – besetzen könnte,

ohne eine Marke zu stark zu strapazieren. Die Profilierung und Führung der

Marken sowie der Bereich Produktentwicklung ist bei Carsten Voss (Foto) als

Chef der neu geschaffenen Abteilung Markenmanagement angesiedelt.

6 TRAVEL ONE 28.5.2008


Verstärkung für

TRAVEL ONE

■ Zusätzliches Know-how beim Magazin für Reiseprofis:

Das Anzeigenteam bekommt Verstärkung von Verkaufsleiterin

Michaela Lettow (links), die zuletzt als stellvertretende

Anzeigenleiterin für den Touristik Report arbeitete. Die Redaktion

hat Maren Cornils (Mitte) und Simone Spohr als

ständige freie Mitarbeiterinnen gewonnen. Beide verfügen

über fundiertes Branchenwissen – Spohr schrieb unter anderem

für FVW und Touristik Report, Cornils für Touristik Report,

Start Magazin und Travel Talk.

Unverändert

24%

Schlechter 34%

Besser 42%

Wie beurteilen Sie die aktuelle

wirtschaftliche Situation Ihres Reisebüros?

Zwiespältiges Bild: Von 301 Reisebüros, die sich am Online-Trendmesser von

TRAVEL ONE beteiligten, sagen 126, ihre Situation habe sich verbessert. 103 Büros stellen

eine Verschlechterung fest, bei 72 Büros ist die Lage gegenüber 2007 unverändert.

Asia

28.5.2008 TRAVEL ONE 7


puls im gespräch

Wie sehen die Provisionsmodelle

nächstes Jahr aus, Herr Molina?

Das Interview führte Christian Schmicke.

Die Veranstalter werden in wenigen

Wochen die Provisionsmodelle für das

nächste Geschäftsjahr vorstellen. Rechnen

Sie mit größeren Veränderungen?

■ Nein. Ich vermute, dass sich 2008/09 bei

keinem der großen Veranstalter wirklich viel

ändert.

Rewe-Geschäftsführer Ralph Schiller hat

angekündigt, dass er die Vergütung

künftig stärker an der Bindung orientieren

will. Wird das nicht zwangsläufig zu

größeren Verschiebungen führen?

■ Die Rewe Touristik hat vor allem angekündigt,

dass sie den Umsatz steigern will.

Das wird nur mit Unterstützung der Reisebüros

möglich sein und sicher nicht mit

Provisionskürzungen. Dass es im Detail zu

Verschiebungen kommt, ist durchaus möglich.

Aber dem sehe ich sehr gelassen entgegen

– schließlich arbeiten wir seit langem

ausgezeichnet mit den Rewe-Veranstaltern

zusammen.

Wären Sie zufrieden, wenn der Status

quo insgesamt erhalten bliebe?

■ Besser als Provisionskürzungen wäre das

natürlich allemal. Aber von optimalen Vergütungsmodellen

sind wir aus unserer Sicht

dennoch weit entfernt.

Manuel Molina (43) führt seit 1993 die Reisebürokooperation

TSS, die seit 2002 zusammen mit der

Kooperation AER die Touristik Multi Channel Vertriebs

GmbH (TMCV) bildet. Molina gilt als Vertreter eines

veranstalterunabhängigen Vertriebs.

Was fehlt Ihnen denn, mal abgesehen

von höheren Provisionssätzen im

Allgemeinen?

■ Ein Schwachpunkt aller Modelle liegt darin,

dass immer der nationale Markt als Maßstab

genommen wird. Dabei sind regionale

Entwicklungen für die einzelnen Büros oft

viel entscheidender. Ein faires Vergütungssystem

müsste deshalb das lokale Umfeld in

Vorjahresvergleiche einbeziehen.

8 TRAVEL ONE 28.5.2008


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Geschäftsfreunde:

Auf der TSS-Jahrestagung

2008 kürt

Molina Schauinsland-Chef

Gerald

Kassner zum »Manager

des Jahres«

Wie stehen die Veranstalter

zu dieser Forderung?

■ Das häufigste Argument lautet, man habe

dazu gar nicht die technischen Möglichkeiten.

Allerdings erscheint mir das in Zeiten, in denen

die Technik eine so wichtige Rolle spielt,

eher unwahrscheinlich. Man will offensichtlich

an den antiquierten Modellen festhalten,

die eine faire Betrachtung des Umfeldes, in

dem ein Reisebüro arbeitet, ausschließen.

Wie ist denn die wirtschaftliche Lage

Ihrer Mitglieder in diesem Jahr?

■ Alles deutet darauf hin, dass wir das Geschäftsjahr

mit Umsatzzuwächsen abschließen

werden, wie übrigens schon im vergangenen

Jahr.

TSS im Überblick

»Ein faires Vergütungssystem müsste

das lokale Umfeld mit einbeziehen«

Und wie sind die mittelfristigen

Perspektiven?

■ Eigentlich bin ich ganz optimistisch. Aber

jedes Jahr höher gesteckte Umsatzziele zu erreichen,

ist in einem Markt, der nicht gerade

rasant wächst, schon eine erhebliche Herausforderung.

Mit welcher Strategie wollen Sie

der Herausforderung begegnen?

■ Wir bleiben bei unserer Position der Unabhängigkeit.

Natürlich bilden auch wir strategische

Allianzen – mit Veranstaltern, aber

auch mit Zielgebieten wie in diesem Jahr Andalusien.

Aber vor einer zu engen Anlehnung

an einen Partner kann ich nur warnen. Da

brauchen nur eine Saison lang Preise oder

Produkte nicht zu stimmen und schon geht es

bergab. Und dann hilft dir der Veranstalter

auch nicht aus der Bredrouille. Das haben vor

allem viele Franchisebüros schon leidvoll erleben

müssen.

Was tun Sie als Kooperationszentrale,

um Ihre Mitglieder fit für die Zukunft

zu machen?

■ Wir investieren viel in Schulungen – zu

Produktthemen, aber auch zum Umgang mit

Technik und zur Intensivierung der Kundenbeziehungen.

Außerdem ebnen wir unseren

Reisebüros mit Onlineweg.de den Weg ins

Internet.

■ Gründungsjahr: 1993

■ Gesellschafter: Manuel Molina (70%),

Luis Molina (10 Prozent), Prof. Ingo Heinlein (10%),

Stefan Kohout (10%)

■ Beteiligungen: TMCV (50%), Onlineweg.de GmbH (76%),

TSS Polska (20%), AEK Reisebüroservice GmbH (20%),

TSS Aerticket Service GmbH (25%)

■ Mitglieder: 2.094

■ Vermittelter Umsatz: rund 1,5 Milliarden Euro

Wo sehen Sie Nachholbedarf?

■ Wie der gesamten Branche droht auch den

TSS-Büros ein Nachwuchsproblem. Wenn

sich der Trend der vergangenen Jahre fortsetzt,

werden wir einen dramatischen Mangel

an jungen, qualifizierten Mitarbeitern erleben.

Um das zu verhindern, genügt eine

Kampagne des Verbandes nicht, sondern es

bedarf dauerhafter Anstrengungen. Deshalb

werden wir uns künftig noch intensiver in

der Nachwuchsarbeit engagieren. Ob das

Früchte trägt, hängt natürlich am Ende von

der Bereitschaft jedes einzelnen Reisebüros

ab, in seine Zukunft zu investieren.

28.5.2008 TRAVEL ONE 9


titelthema xxxxx

Bares für Bindung

Mit der Rewe Pauschaltouristik will ein

weiterer Großveranstalter ein Bindungsmodell

im Vertrieb einführen. Massive

Änderungen sind für die nächste

Provisionsrunde aber nicht zu erwarten.

■ Wenn der Erfolg von Provisionsmodellen an ihrer Beliebtheit

im Vertrieb gemessen würde, wäre die Sache klar. 28 Prozent

der 555 TRAVEL ONE Leser, die in der »Trendmesser«-

Umfrage auf unserer Homepage die Provisionssysteme der

größten Veranstalter beurteilten, entschieden sich für das Modell

von FTI. Auf Rang zwei landet die Rewe Pauschaltouristik

mit 27 Prozent, gefolgt von TUI mit 23 Prozent. Abgeschlagen

folgen Alltours (8%), die Bausteinmarken der Rewe Touristik

(7%) und Thomas Cook (6%).

Rewe sucht engere Partnerschaften. Doch Popularität

und messbarer Erfolg hängen nur bedingt zusammen. So konnte

das vom Vertrieb oft gelobte Vergütungsmodell von ITS,

Jahn Reisen und Tjaereborg nicht verhindern, dass die Kölner

Rewe-Marken in letzter Zeit gemessen am Umsatz der Marktentwicklung

hinterherhinkten. Im laufenden Geschäftsjahr erreicht

der Umsatz allenfalls das Vorjahresniveau, die Volumenmarke

ITS liegt – gemessen an der Gästezahl – um 6,6 Prozent

unter dem Vorjahr.

Das will Ralph Schiller, Geschäftsführer Marketing und

Vertrieb bei den Kölner Rewe-Veranstaltern, ändern. Wachstumskurs

lautet sein Auftrag. Nicht das aktuelle Provisionsmo-

10 TRAVEL ONE 28.5.2008


provision titelthema

vorschau

Foto: stockXpert

dell sei für die schwache Entwicklung verantwortlich, stellt er

klar, sondern Schwächen beim Produkt. Dass sich zum nächsten

Geschäftsjahr am Provisionsmodell etwas ändern soll,

macht er dennoch deutlich. Ähnlich wie die Mitbewerber will

auch Schiller den Bindungsgrad der Reisebüros an die Rewe

Touristik stärker in die Vergütung einbeziehen. Wie konsequent

er dabei vorgehen will, lässt er allerdings noch offen.

Eine Vorreiterrolle für den Einsatz und die Weiterentwicklung

eines Bindungsmodells sollen die Büros der RSG spielen,

deren Mitgliedsorganisationen Reisering, Protours, Tourcontact,

RCE und Prima Urlaub Schiller enger an die Rewe Touristik

anbinden will. »Wir wollen die RSG damit handlungsfähig

machen«, kündigt Schiller an. Das solle bis zum Ende des laufenden

Geschäftsjahres erfolgen. Gleichzeitig soll ein »neues

mehrstufiges Bindungsmodell gemeinsam mit den Mitgliedern

und der Rewe Bausteintouristik erarbeitet werden«.

Ein gemeinsames Provisionsmodell mit den Frankfurter

Kollegen wird Schiller zum neuen Geschäftsjahr noch nicht parat

haben. Ein grundlegendes Ziel bleibe es aber, Agenturen, die

bei einem der Rewe-Veranstalter stark seien, auch enger an den

jeweils anderen zu binden. Neben der Provision sollen auch die

Marketingprogramme für die Vertriebspartner stärker nach

dem Bindungsgrad gestaffelt werden.

Sinken soll die Reisebürovergütung insgesamt nicht: »Wir

wollen vom nächsten Jahr an wieder wachsen, und dafür brauchen

wir einen aktiven Vertrieb. Eine Provisionskürzung wäre

unter diesen Vorzeichen kontraproduktiv«, sagt der Rewe-Manager,

der zuvor die Reisebürokette Reiseland geführt hat.

Hasso von Düring, TUI Günter Geske, Thomas Cook Ralph Schiller, Rewe Touristik

TRAVEL ONE Prognose: TUI wird

das Horizonte-Modell, um das den

Marktführer manche beneiden, beibehalten

und weiter ausbauen. Der Malus

bleibt. Die Produktincentives werden

modifiziert.

TRAVEL ONE Prognose: Thomas

Cook wird keine einschneidenden Veränderungen

vornehmen. Die Bindungsmodelle

für den kontrollierten

Vertrieb werden zu Lasten »loserer«

Partner weiter ausgefeilt.

TRAVEL ONE Prognose: Provisionsmodell

und Marketingmaßnahmen

differenzieren stärker nach Bindungsgrad.

Gut für enge Partner, schlecht

für Büros, die die Rewe-Marken »nebenbei«

verkaufen.

28.5.2008 TRAVEL ONE 11


titelthema provision

vorschau

Richard Reindl, FTI Ralph Michaelsen, Alltours Rewe Baustein, Kevin Keogh

TRAVEL ONE Prognose: FTI setzt

weiter auf relativ hohe Provisionssätze,

um im Frühbuchergeschäft am Ball zu

bleiben. Die Provisionsstaffeln werden

angesichts des überdurchschnittlichen

Wachstums erhöht.

TRAVEL ONE Prognose: Alltours

strafft die Staffeln und definiert – direkt

oder indirekt – die Umsatzziele für

die neue Dynamic-Packaging Marke

Byebye. Denkbar ist, dass für Byebye-

Umsätze eine eigene Staffel gilt.

TRAVEL ONE Prognose: Dertour

passt die Staffel- und Superprovision

an die Entwicklung des Umsatzes an.

Insgesamt lässt die wachsende Konkurrenz

im Bausteinsegment aber keine

Beschneidung der Vergütung zu.

TUI will noch mehr Bindung. Die konsequenteste Umsetzung

eines Bindungsmodells ist bei TUI zu erkennen. Dezidiert listet der

Marktführer in seinen Provisionstabellen auf, wie die Agenturen in

den einzelnen Bindungsstufen vergütet und für welche Produktgruppen

zusätzlich Incentives ausgeschüttet werden. Daran wird

sich zum nächsten Geschäftsjahr nichts ändern. Auch der Malus,

der in diesem Jahr für

Agenturen, die das

Das TUI-Modell findet

weitere Nachahmer

Produktincentive erreicht

haben, etwas gemildert

wurde, steht

nicht zur Disposition.

Am ehesten sind Veränderungen

bei den

Umsatz- und Wachstumshürden

sowie im Bereich der Produktincentives zu erwarten.

Und wie immer dürfte dabei eine »sportlichere« Staffelung einzelner

Hürden herauskommen, die den Reisebüros durch zusätzliche

Anreize an anderer Stelle versüßt wird.

Keine Experimente. Mit Ambitionen zum großen Wurf ist auch

bei Thomas Cook nicht zu rechnen. Die Schlappe des Geschäftsjahres

2006/07 können die Cook-Marken in diesem Jahr gerade mal so

ausbügeln. Vertriebschef Günter Geske wird sich daher sicher hüten,

den Vertrieb erneut gegen die Nummer zwei im deutschen

Markt aufzubringen. Denkbar ist allerdings, dass er das Bindungsmodell,

das er im Vorjahr vorsichtig eingeführt

hat, ausbaut und die Konditionen

für Holiday Land und Neckermann Reisen

Team und Partner Büros verbessert.

Wachsen wird Geskes Gesamtbudget

nicht. Wenn er also den Anreiz zur Bindung

erhöht, werden Büros außerhalb der

Partnerprogramme mit geringeren Cook-

Umsätzen dafür die Zeche zahlen.

Lässt Byebye die Kassen klingeln?

Alltours-Chef Willi Verhuven verkündet

gerade mal wieder Wachstumserfolge.

Dies lässt durchaus die Annahme zu, dass

Vertriebs-Geschäftsführer Ralph Michaelsen

die Grenzen zum Erreichen einzelner

Umsatzstufen anheben könnte. Außerdem

steht Michaelsen vor der Aufgabe,

die neue Marke Byebye im Vertrieb voranzubringen.

Ob das über die Anhebung

der Umsatzstaffeln um einen angestrebten

Umsatz des Dynamic-Packaging-Veranstalters

oder durch einen separaten Provisionstopf

für Byebye geschehen soll, wollen

Verhuven und Michaelsen allerdings

noch nicht verraten.

12 TRAVEL ONE 28.5.2008


provision titelthema

Wer verdienen will, muss mitwachsen. Starke Umsatzzahlen

könnten auch FTI und den DER-Veranstaltern ein Argument

liefern, die Umsatzstaffeln anzuheben. Fundamentale Änderungen

sind von beiden nicht zu erwarten. Das FTI-Modell kommt

im Vertrieb gut an. Vergleichsweise hohe Provisionssätze motivieren

die Reisebüros, schon in der Frühbucherphase einen Blick auf

die FTI-Kataloge zu werfen und sich nicht ausschließlich auf die

Umsatzsicherung beim jeweiligen Leitveranstalter zu konzentrieren.

Daran will Vertriebschef Richard Reindl nichts ändern.

Gleichzeitig muss er aber dafür sorgen, dass ihm bei anhaltendem

Erfolg die Vertriebskosten nicht aus dem Ruder laufen. Ob die

Umsatzstaffeln im nächsten Jahr tatsächlich anspruchsvoller werden,

ist aber laut Reindl noch »völlig offen«.

Marketing- und Vertriebschef Kevin Keogh hat für die Rewe-

Bausteinmarken bereits im Vorjahr die Schwellen zum Erreichen

der Staffel- und Superprovision höher gelegt. Da Dertour und

Meier's Weltreisen auch in diesem Jahr gut im Rennen sind, liegt

es nahe, diesen Schritt zu wiederholen. Wie im vergangenen Jahr,

als er im Gegenzug die Preise der IATA-Tickets in den Gesamtumsatz

mit einfließen ließ, ist auch diesmal mit einer Versüßung zu

rechnen, wenn er sich für die bittere Pille entscheidet. Richtig

spannend wird es erst, wenn ein gemeinsames Provisionsmodell

mit den Pauschalveranstaltern kommt. Wie groß Keoghs Interesse

daran ist, steht in den Sternen – schließlich laufen »seine« Marken

auch so ausgezeichnet.

Christian Schmicke

Thomas

Cook 6%

Rewe

Baustein 7%

Alltours 8%

TUI 23%

555 Leser von TRAVEL ONE haben im

Trendmesser unter www.travel-one.net

darüber abgestimmt, welcher Veranstalter das

fairste Provisionsmodell bietet.

159 Reiseprofis entschieden sich für FTI,

150 für die Pauschalreisemarken der Rewe.

TUI erhielt 128 Stimmen, Alltours 46,

die Rewe Bausteinmarken 37 und

Thomas Cook 35

FTI 29%

Rewe

Pauschal 27%


28.5.2008 TRAVEL ONE 13


produkt autovermieter

Immer noch hakt es beim Vertrieb von Mietwagen über Reisebüros. Dabei bieten die

Unternehmen den Agenturen diverse Hilfsmittel und Schulungen.

Die Crux mit den Autos

Foto: SXP

■ »Sie möchten vom Urlaubshotel aus

Ausflüge unternehmen? Da empfehle ich

Ihnen einen Mietwagen.« Dieser Hinweis

ist bei vielen Beratungsgesprächen immer

noch die Ausnahme. Dadurch entgeht den

Reisebüros aber ein lukratives Geschäft.

Schließlich punkten Mietwagenanbieter

bei Reisebüros mit hohen Provisionen und

recht hohen Durchschnittspreisen.

Es lohnt sich also, die Kunden von einer

Mietwagenbuchung zu überzeugen.

Doch seien viele Urlauber der Ansicht,

dass ein organisierter Ausflug günstiger

als ein Mietwagen ist, klagt Sunny-Cars-

Chef Kai Sannwald. »Dies trifft aber oftmals

schon ab zwei Personen nicht mehr

zu«. Sein Tipp: Die Frage nach dem Mietwagen

sollten Agenturen nicht erst am

Schluss des Buchungsprozesses stellen,

sondern möglichst in die Beratung einfließen

lassen, beispielsweise wenn sich das

Gespräch gerade um Ausflugsziele dreht.

Denn wenn Kunden ihren Urlaub erkennbar

flexibel und individuell gestalten wollen,

sind sie für eine Mietwagenofferte

aufgeschlossen. »Schließlich lassen sich so

abseits von ausgetrampelten Touristenpfa-

In der Ferne gelten die USA als klassisches

Mietwagenziel. Dort werden gerne auch

Minivans, Jeeps und Cabrios gebucht.

14 TRAVEL ONE 28.5.2008


autovermieter produkt

Argumente für

den Counter

■ Sicherheit: Sämtliche Kilometer,

Haftpflicht-, Diebstahl-,

Vollkaskoversicherung ohne

Selbstbeteiligung sollten im Preis

enthalten sein. Das bieten die

Unternehmen vor Ort nur selten.

Foto: Hertz

Wichtig ist der Hinweis auf die besseren Konditionen bei Buchungen in Deutschland.

Versicherungsleistungen sind bei lokalen Anbietern nämlich oft deutlich beschnitten

den und vollen Busparkplätzen schöne Landschaften und Sehenswürdigkeiten entdecken,

die man sonst nicht zu sehen bekäme«, so Sannwald. Expedienten sollten

deshalb gezielt fragen, ob die Urlauber bereits an ein Ferienauto gedacht haben, rät

Dertour-Produktleiter Christian Scholz. Dabei sollten sie gleich auf Vorteile wie Airport-Stationen

verweisen, die lästige Shuttles und Wartezeiten überflüssig machen.

Reiseprofis sollten Mietwagen einfach aktiv anbieten, unterstreicht Remy Keijzer,

Hertz-Geschäftsführer. Zu Unrecht würden die Urlaubsautos als unwichtiges Beiwerk

abgetan, so Oliver Albrecht, Produktmanager von Drive FTI. Und Nathalie

Dörschuck, Leiterin Mietwagen, Camper und Reiseversicherungen New Markets bei

TUI weist darauf hin, dass TUI vor kurzem die Stornogebühren abgeschafft habe –

und der Counter TUI Cars nun wirklich jedem erst mal verkaufen könne.

Bedarfsermittlung ist das A und O. Ganz entscheidend ist dabei das individuelle

Angebot. Nicht immer ist das billigste Produkt auch das beste. »Expedienten

müssen die richtige Wagenklasse für den jeweiligen Kundentyp ermitteln«, betont

Klaus Tusche, Director Marketing, Partnerships & Leisure Sales bei Avis. »Wir bekommen

immer wieder Kommentare von Kunden, die klagen, dass die gebuchte Kategorie

zu klein war«, berichtet Sannwald. Reisebüros können sich bei der Wahl des

richtigen Autos durch hohe Beratungskompetenz profilieren. Deshalb sollten sie unbedingt

prüfen, ob die vom Kunden ausgesuchte Kategorie tatsächlich passt – und

gegebenenfalls eine höhere anbieten, rät Dertour-Manager Scholz: »Meist ist die

805008_Anz_Drive_TravelOne 08.05.2008 10:18 Uhr Seite 1

■ Auswahl: Durch große Kontingente

bei mehreren Vermietern

bieten vor allem die Broker eine

breite Palette von Fahrzeugen.

Das Reisebüro hilft, das passende

Fahrzeug zu finden.

■ Preis: Die Einschätzung, Mietwagen

seien am Urlaubsort billiger,

stimmt in den seltensten Fällen.

Oft locken Anbieter vor Ort

mit Preisen ohne Vollkaskoversicherung

und mit Kilometerlimit.

■ Bequemlichkeit: Wer vor

der Reise bucht, kann den Mietwagen

in der Regel gleich am

Flughafen in Empfang nehmen.

Viele Anbieter warten außerdem

mit kostenloser Hotelzustellung

und Flexi-Drive-Angeboten auf,

bei denen die Kunden den Anmietzeitraum

spontan und flexibel

bestimmen können.

Echtes FahrFairGnügen

28.5.2008 TRAVEL ONE 15


produkt autovermieter

Preisdifferenz nicht so hoch.« Viel Potenzial

sieht Hertz-Mann Keijzer auch in der

Vermittlung von Zusatzprodukten. Menschen,

die über einen wenig ausgeprägten

Ortssinn verfügen, ließen sich prima für

ein Navigationssystem begeistern. »Damit

kann man Kunden die Sorge nehmen, sich

zu verfahren«, so Keijzers Erfahrung.

Tücken der Technik. Als Hürde für einen

besseren Verkauf steht den Reisebüros

manchmal offenbar die Technik im Weg.

»Im Mittelpunkt unserer Schulungen stehen

daher Tricks und Kniffe, die zeigen,

dass die Buchung eines Mietwagens über

die Systeme unkompliziert ist«, so der

Hertz-Manager. Jeanette Buller, Verkaufsleiterin

von Holiday Autos, hält die kontinuierliche

Weiterentwicklung der CRS

deshalb für maßgeblich: »Wir machen es

den Reisebüros immer einfacher«, betont

sie. So würden Buchungsdaten im CRS

nun automatisch in die Mietwagenmaske

übernommen, Expedienten müssten In-

Dertour-Mann Scholz (links) und FTI-Auto-Spezialist Albrecht

ermuntern Reisebüros zum aktiven Mietwagen-Verkauf; FTI

hat in einer Zweitauflage des Drive-FTI-Katalogs neue Preise

und Partner, etwa mit »Hiper« auf Mallorca

formationen nicht doppelt eingeben. Und alle Anbieter unterstützen Reisebüros mit

jeder Menge Hilfsmittel. So liefert TUI Blöcke und Erinnerungskarten, um Kunden

noch einmal schriftlich ein Angebot zu unterbreiten, Sunny Cars bastelt an einem

Reminder bei Buchung einer Pauschal- oder Flugreise sowie anderen CRS-Features,

Avis bietet bald in Neuauflage den Amadeus-Guide an und FTI gibt unter www.ftiservice.de

Buchungshilfen. Schließlich sollen immer mehr Reisebüromitarbeiter

fragen: »Wollen Sie nicht gleich einen Mietwagen buchen?«

MX/TRO

Foto: SXP

Wenn Familienurlaub gebucht wird, sollten Reisebüros den Mietwagen

lieber eine Kategorie größer empfehlen – und gleich den Kindersitz mit anbieten

16 TRAVEL ONE 28.5.2008


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Preisgünstig mobil im Urlaub!

Wählen Sie für Ihre Kunden das passende Ferienauto aus unserem umfangreichen Angebot weltweit, mit besonderen

Vorteilen. Zum Beispiel auf Mallorca bieten wir:

• direkte Airport-Station – kein Zeitverlust

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Glas und Unterboden

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28.5.2008 TRAVEL ONE 17


produkt autovermieter

Spanien, hier Lloret de Mar

an der Costa Brava, ist bei

deutschen Mietwagenkunden

in Europa das Top-Ziel

Spanien ist Top-Ziel

für Urlaubsautos

Foto: Kessler Medien

■ Spanien ist die Nummer eins bei den deutschen Autovermietern.

Bei der Mehrzahl von ihnen gehen die meisten Buchungen für die

iberische Halbinsel ein, gefolgt von anderen Warmwasserzielen wie

Italien oder Griechenland. Auch die USA und hier besonders Florida

stehen bei den Kunden ganz weit oben auf der Popularitätsskala – ein

Beleg dafür, dass die USA ein stark nachgefragtes Ziel für Individualreisende

ist. Neben Florida sind auch Kalifornien, Hawaii, sowie die

Ostküste um New York beliebte Regionen.

Einen klaren Aufwärtstrend verzeichnen auch einige Länder, die

früher als klassisches Ziel für Eigenanreise per Auto angesehen wurden.

So belegt etwa Italien inzwischen bei allen Vermietern einen Spitzenplatz.

Verantwortlich für diese Entwicklung dürfte vor allem das

wachsende Angebot der Billigflieger sein. Zudem machen auch die hohen

Spritkosten die Anreise mit dem Auto im Vergleich zum Flug immer

teurer. Einen Aufwärtstrend verzeichnet die Vermietung von Urlaubsautos

auch im Inland. Das Modell der Anreise mit Bahn oder

Flugzeug und Mietwagen vor Ort gewinnt auch hier an Popularität.

Mehr Service für

USA-Urlauber

■ TUI Cars hat gemeinsam

mit dem Partner Alamo die

Leistungspalette in den USA

erweitert. Nathalie Dörschuck

(Foto), die bei TUI das Mietwagengeschäft

leitet, bietet Reisenden

zwischen 19 und 24

Jahren nun einen »Under 25«-

Tarif mit eingeschlossenen

Zusatzversicherungen an.

»Deutschsprachige Navigationsgeräte

mit GPS können

hinzugebucht werden«, berichtet

Dörschuck.

»Neben inkludierten

Versicherungen

offerieren wir

zwischen den

meisten der Stationen

und für die

meisten Fahrzeugkategorien

Einwegmieten.«

Mehr Fahrspaß für

Mietwagenkunden

■ Der Trend zu sogenannten Fun Cars wie Cabrios geht auch an den Autovermietern

nicht spurlos vorüber. »Die Nachfrage nach Fahrzeugen wie Cabrios oder Jeeps

nimmt bei uns zu«, sagt Kai Sannwald, Geschäftsführer von Sunny Cars. »Generell

ist zu beobachten, dass man sich im Urlaub immer mehr gönnt und nicht mehr so

genau aufs Geld schaut«, so seine Einschätzung.

Die Partner des Brokers reagierten auf die steigende Nachfrage und erweiterten

den Bestand solcher Fahrzeuge in ihrem Fuhrpark jedes Jahr, registriert Sannwald.

Der Mietwagenexperte fordert den Vertrieb deshalb auch auf, diese Autos aktiver

anzubieten. »Es macht viel mehr Spaß, mit einem Cabrio bei herrlichem Wetter

über Mallorca zu fahren als im unklimatisierten Polo«, lautet eines seiner Argumente.

Auch Hertz-Geschäftsführer Remy Keijzer findet, dass ein »besonderes mobiles

Erlebnis, wie die Fahrt mit einem Cabrio oder einem Offroader, eine Reise perfekt

abrunden kann«. Diese Wagentypen seien besonders in südeuropäischen Ländern

und den USA sehr beliebt. Neben den klassischen Kategorien finden auch Mini-

Vans und Vans bei allen Anbietern verstärkt Abnehmer.

Wachsende Nachfrage sei auch für Autos mit Navigationsgeräten festzustellen, berichtet

Klaus Tusche, Director Marketing, Partnerships & Leisure Sales bei Avis. In

den ersten vier Monaten waren Autos der Kompaktklasse mit garantiertem Navigationsgerät

die am zweistärksten gebuchte Kategorie.

18 TRAVEL ONE 28.5.2008


autovermieter produkt

Analyse-Tool

für Firmenkunden

Foto: Hertz

Bei Hertz können Kunden nun schon für drei Stunden einen Wagen mieten

Kurzzeitmieten bei Hertz

■ Hertz hat in Europa ein neues Tarifkonzept gestartet. Mietwagen können nun

auch in Stundenpaketen gemietet werden und zwar für drei, sechs und neun Stunden.

Zur Wahl steht »Hertz 369« in acht europäischen Ländern, nämlich in Deutschland,

Belgien, den Niederlanden, der Schweiz, Großbritannien, Italien, Spanien und

Frankreich. Zum Leistungsumfang gehören Versicherung und Steuern, auch Einweg-

Mieten sind möglich. Allerdings gelten Kilometerbeschränkungen. Bei drei Stunden

liegen sie bei 100, bei sechs Stunden bei 200 und bei neun Stunden bei 300 Kilometern.

Bei einer Unterschreitung der Mietzeit wird automatisch der niedrigere Stunden-

Tarif berechnet. Das Produkt ist nicht rabattfähig und von allen entsprechenden Programmen

ausgenommen.

■ Mit einem neuen Analyse-Instrument

will HRG Consulting, eine

Geschäftssparte der Hogg Robinson

Group, Firmenkunden bei der Wahl

des richtigen Mietwagens unterstützen.

Das Beratungsunternehmen verspricht

durch die Nutzung des »Car

Management Systems« Einsparungen

von bis zu 35 Prozent. Zum Leistungsumfang

gehören eine Analyse der aktuellen

Mietwagennutzung und eine

Bewertung aller Anbieter. Ein Vergleichsinstrument

listet dann die Vorund

Nachteile neuer Angebote gegenüber

den bestehenden Verträgen auf.

HRG Consulting übernimmt auch die

Verhandlungen mit Anbietern und unterstützt

bei Anfragen nach neuen

Angeboten. Dabei werden auch die

Reiserichtlinien analysiert und nach

Einsparpotenzialen durchforstet.




Rent a smile



















28.5.2008 TRAVEL ONE 19


produkt mix

Neuer Katalog von

Meier‘s kommt an

■ Der seit 21. April freigegebene Katalog »Traumreisen zu Traumpreisen«

von Meier’s Weltreisen, der mit günstigen Sommerpreisen

von Kanada bis Südafrika Kunden auf die Fernstrecke locken

soll, ist nach Veranstalterangaben ein Erfolg: »In der ersten Buchungswoche

haben wir gleich 200.000 Euro Umsatz erwirtschaftet

– und es läuft weiterhin bombig«, verkündet Meier’s-Chef

Matthias Rotter stolz. Offenbar hat der Veranstalter den Nerv der

Kunden getroffen. Der neue Themenkatalog, der 144 Hotels in 21

Zielen auf 216 Seiten bündelt, will vor allem Familien eine Fernreise

schmackhaft machen und weist 100 familienfreundliche

Häuser aus. Neben dem Katalog Studien- und Erlebnisreisen ist

das neue Programm das einzige gesondert präsentierte Themenangebot

bei Meier’s. Rotter will in der Auflage des zweiten themenspezifischen

Programms aber keine strategische Entscheidung

sehen. Weitere Spezialkataloge seien bislang nicht in der

Pipeline. Auch an eine Neuauflage des Familienangebots für den

Winter sei derzeit nicht gedacht. Aber: »Wir werden innerhalb der

Meier‘s-Chef Matthias Rotter freut sich über den Erfolg des erstmals

aufgelegten Spezialkatalogs »Traumreisen zu Traumpreisen«

Kataloge einzelne Themen immer mal wieder aufgreifen«, hält er

sich die Publikation weiterer Sonderprogramme offen. TRO

Foto: TRAVEL ONE

TUI-Hotel

in Russland

Luxuriöse

Ferien in Italien

■ TUI Hotels & Resorts baut ein Hotel

im russischen Kaluga. Dort soll in den

nächsten zwölf Monaten auf einem

350 Hektar großen Areal auf einer Fläche

von 18.000 Quadratmetern eine

Vier-Sterne-Anlage mit 136 Zimmern

entstehen. Geplant ist zudem ein Boardinghouse

mit 74 Apartments, also

Wohnungen auf Zeit als Alternative

zum Hotelzimmer. TUI wird Betreiber

des auf Geschäftsreisen ausgerichteten

Hauses sein, das unter dem Namen TUI

Kaluga auf den Markt kommen soll.

Investor ist eine russisch-deutsche Gesellschaft.

Kaluga, das rund 160 Kilometer

südwestlich von Moskau liegt,

werde künftig einer der führenden

Standorte der Automobilindustrie in

Russland sein, erläutert TUI- Bereichsvorstand

Karl J. Pojer das Engagement.

Erst Anfang dieses Jahres hatte dort

die Volkswagen AG ein neues Produktionswerk

in Betrieb genommen.

Foto: Langenscheidt

Mit dem Last-Minute-Coach in

Chinesisch fit für die Olympischen Spiele

Chinesisch

in 30 Tagen

■ Im Juni erscheint der Kompaktkurs

von Langenscheidt, der China-

Reisende rechtzeitig vor den Olympischen

Spiele noch fit für die richtigen

Worte im Reich der Mitte machen

kann. Das Komplett-Set aus Buch und

zwei Audio-CDs soll binnen eines Monats

solide Grundkenntnisse vermitteln,

heißt es. ISBN:3-468-28054-2

Foto: ODYSSEUS

■ Der Luxusanbieter Odysseus hat

einen Italien-Katalog herausgebracht.

Darin stellt der Veranstalter 142 Hotels

vor – von Traditionshäusern bis zu

edler Spitzenhotellerie und kleinen,

persönlich geführten Häusern. Bislang

haben 130 Agenturen den Anbieter

im Portfolio, Ziel sind 400 Reisebüros.

Odysseus zahlt elf Prozent Provision.

Odysseus vertreibt im Italien-Katalog

auch die Villa Mangiacane bei Florenz

20 TRAVEL ONE 28.5.2008


Alltours:

Sommer läuft gut

■ Diesen Sommer bleiben die Deutschen

nicht zu Hause. Diesen Schluss

legt jedenfalls Willi Verhuven

nahe. Laut dem Alltours-Chef liegt der

Umsatz im Quellmarkt Deutschland

»im hohen einstelligen Bereich« über

dem Vorjahr. Einschließlich der noch

jungen Alltours-Märkte Niederlande,

Österreich und Schweiz bewege sich

der Zuwachs um elf Prozent. Allein im

April sei der Umsatz im Vergleich zum

Vorjahresmonat um 30 Prozent gestiegen,

so der Veranstalter.

Besonders gefragt sind demnach die

Türkei, Tunesien, Ägypten, Portugal

und Bulgarien. Auch Griechenland

werde stärker als im Vorjahr gebucht.

Eine positive Entwicklung bescheinigt

der Alltours-Chef auch Spanien inklusive

der Balearen. Rückgänge seien in

keinem Zielgebiet zu verzeichnen.

Foto: SXC

Im Angelmagazin von Novasol finden

Urlauber ausgewählte Angelferienhäuser

Spezielle Häuser

für Angelfreunde

■ Beim Ferienhausanbieter Novasol

können sich Angler in einem eigenen

Magazin ein für ihre Bedürfnisse geeignetes

Haus auswählen. Diese sind mit

Boot, Gefrierschrank oder separatem

Platz zum Fische ausnehmen ausgestattet.

Neben Norwegen, Dänemark

und Schweden sind erstmals auch

Finnland, Island sowie Deutschland,

Polen, Ungarn und Kroatien mit dabei.

Drei

moment

X

Tanja Ronge, Redakteurin

Nichts als heiße Luft

■ Bravo, Enrico Heß. Klappe zu, Affe tot – Mission dennoch geglückt. In Eigenmarketing

macht dem Veranstalter www.ossiurlaub.de sicher niemand so

schnell etwas vor. Sein Nacktflug-Projekt, bei dem FKK-Fans Anfang Juli von

Erfurt nach Usedom fliegen sollten, sicherte ihm allerorten Schlagzeilen.

Zu mehr war die Sache sicher auch nicht gedacht. Wegen angeblicher moralischer

Bedenken soll der Flug nun nämlich doch nicht stattfinden. Wahrscheinlich

gibt es aber ganz einfach nicht genug Nacktflugpassagiere. Zudem

gestaltete sich offenbar die Fliegerbeschaffung schwierig. Die Ostfriesische

Luftfahrt- und Transportgesellschaft hatte jedenfalls schon im April

kundgetan, dass sie ihre Maschine dafür nicht verchartern würde.

starke Themen in

einer Ausgabe.

Kooperationen

Tunesien

Sportreisen

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Ausgabe 13 vom 25. Juni.

Anzeigenschluss ist der

6. Juni.

Aber das ist ja eigentlich auch wurscht. Hauptsache, drüber geredet.

t.ronge@travel-one.net

28.5.2008 TRAVEL ONE

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produkt airlines autovermieter / airports

Swiss: Massagebett über den Wolken

Schlafen auf Luftkissen: Swiss setzt in der Business neue Maßstäbe

Foto: Swiss

■ Vom nächsten Frühjahr an will Swiss auf allen Interkontinenalstrecken

ein neues Sitzkonzept in der Business Class einführen.

Dann dürfen die Kunden auf einem waagrechten, zwei Meter langen,

in der Härte individuell verstellbaren Luftkissen schlummern.

Besagtes Luftkissen über die ganze Länge des Bettes sei weltweit

einzigartig, lobt die Fluggesellschaft die neuen Business-Schlafplätze.

Passagiere könnten selbst entscheiden, ob sie sich ihr Bett

»hart wie ein Futon oder

Die Business-Sitze

werden ab 2009 nach

und nach eingebaut

weich wie ein Himmelbett«

einstellen. Außerdem soll

der neue Sitz über eine integrierte

Massagefunktion

verfügen. Die Sitze sind so

konfiguriert, dass sämtliche

Plätze direkt vom Gang erreichbar sind, sofern die Auslastung

nicht über 90 Prozent liegt. Die Fluggäste finden die Luxussitze

zuerst in den neuen Airbus A330-300, die von nächstem Jahr an

die Swiss-Flotte ergänzen sollen. Im Laufe des Jahres 2010 sollen

dann alle Flieger mit der neuen Bestuhlung ausgestattet sein. Daneben

werde die Innenausstattung verbessert, so Swiss weiter. Extras

sind etwa USB- und iPod-Anschluss sowie ein Bildschirm im

16:9-Format.

Foto: British Airways

British Airways will

Teil der Flotte parken

■ British-Airways-Chef Willie Walsh plant

offenbar, den älteren Teil der Flotte

wegen der hohen Ölpreise aus dem

Flugplan zu nehmen. Aus dem Verkehr

gezogen werden sollen über den Winter

laut Sunday Times von Oktober an die

ältesten Flugzeuge mit dem größten

Spritverbrauch. Denkbar wäre das

beispielsweise für Boeing-Maschinen

vom Typ 747, 767 und 737, so Walsh.

Aus für Spritfresser: BA will Kerosin sparen

und lässt sie im Winter nicht in die Luft

Neue Regelungen

rund ums Gepäck

■ Als ob die Gepäckbestimmungen nicht schon verwirrend genug wären,

gibt es nun zwei weitere Änderungen. So hat Germanwings nach der

Gebühr für den Wunsch-Sitzplatz auch eine Gepäckgebühr eingeführt.

Künftig müssen Passagiere für jedes vorab angemeldete Gepäckstück, das

beim Check-in aufgegeben wird, fünf Euro bezahlen. Wird der Koffer erst am

Flughafen angemeldet, kostet es pro Stück zehn Euro (plus Mehrwertsteuer

bei innerdeutschen Flügen). Wiegt das Gepäck mehr als 23 Kilogramm,

berechnet Germanwings sieben Euro pro Kilo Übergepäck.

Auch bei American Airlines (AA) wird Gepäck teuer. Als erste große US-

Fluggesellschaft führt AA eine generelle Gepäckgebühr bei inneramerikanischen

Flügen ein. Vom 15. Juni an müssen Passagiere der günstigen

Buchungsklassen in der Economy nicht nur für das zweite, sondern bereits für

das erste aufgegebene Gepäckstück bezahlen. Für den ersten Koffer verlangt

die Airline15 US-Dollar, für den zweiten 25 Dollar pro Strecke. Macht für Hinund

Rückflug zusammen 80 Dollar. Wer mehr als zwei Koffer mitnimmt, zahlt

bis zu 200 Dollar oneway. Vielflieger sowie Passagiere der First und Business

Class sind von der Regelung ausgenommen. Die Gebühr wird auch bei

Zubringerflügen von American Eagle und American Connection fällig.

Foto: SXC

22 TRAVEL ONE 28.5.2008


autovermieter produkt

Zehn weitere Airlines neu

über Low-Fare buchbar

■ Das Bremer IT-Unternehmen Partners Software hat in

diesem Jahr zehn weitere internationale Fluggesellschaften in

das Buchungssystem Low-Fare integriert. Buchbar sind darüber

nun auch Click4Sky, Darwin Airlines, European Air Express, Itali

Airlines, Martinair, Silverjet, Spicejet, Alma de Mexico, Go Air

und Indigo Airlines. Damit können Partners-Kunden die Flüge

von rund 120 Low-Cost-Airlines buchen.

Die Freischaltung erfolge nach regionalen und geschäftlichen

Bedürfnissen der Kunden, informiert das Unternehmen. Zu den

Low-Fare-Kunden zählen derzeit unter anderem Carlson Wagonlit

Travel, American Express, die Lufthansa City Center und

Worldspan.

Foto: LAN

LAN verkürzt die Abfertigungszeit am Airport durch die

Möglichkeit zum Online-Check-in

LAN bietet Check-in

via Internet an

■ Für Flüge auf der Strecke zwischen Frankfurt und Madrid

können Passagiere der lateinamerikanischen Fluggesellschaft

LAN nun auch online einchecken und sich so in fast allen

Buchungsklassen ihren Sitzplatz vorher reservieren.

Fluggäste, die ohne Gepäck reisen, haben zudem die

Möglichkeit, die Bordkarte zwischen 48 und zwei Stunden vor

Abflug selbst ausdrucken. Dadurch müssen sie sich erst eine

Stunde vor dem Start am Flughafen einfinden.

LAN Peru fliegt neuerdings täglich mit einem Airbus A319 von

Lima über Quito in die kolumbianische Stadt Medellin.

Kolumbiens Hauptstadt Bogotá gehört schon länger zum

Streckennetz. Die Airline bietet derzeit Flüge zu zwölf

innerperuanischen Zielen und zu 14 internationalen Gateways.

www.lan.com

Seit März 2008 ist TOURISTIKCAREER online.

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28.5.2008 TRAVEL ONE 23


sales verkaufsförderung

Wo Wombats

und Wallabys wohnen

Beim Dertour-Länderspecial bereisen 150 Reiseprofis Australien und treffen sich zum

Workshop in Cairns. Die typischen Tiere des Kontinents sind für viele die Stars des Famtrips.

■ Rückwärts watscheln die Schnorchler mit ihren Flossen ins türkisfarben

glitzernde Meer und stürzen sich mit einem Platsch ins

Wasser. Eine kurze Einweisung – und schon paddeln sie umher,

um die Unterwasserwelt am Great Barrier Reef rund um Bird Island

im australischen Queensland zu bestaunen. Die unbewohnte

Insel macht ihrem Namen alle Ehre: Jede Menge Seevögel liefern

den in der Sonne dösenden Reiseprofis ein geräuschvolles Vogelstimmenkonzert.

Wer nicht taucht, schnorchelt, mit dem Glasbodenboot

hinausfährt und dabei neben bunten Fischen sogar zwischen

den Korallen schwimmende Schildkröten bestaunt, nutzt

die seltene Gelegenheit im eng getakteten Programm des Dertour-

Länderspecials in Australien, die Seele baumeln zu lassen.

150 Reisebüromitarbeiter hatte der Frankfurter Bausteinspezialist

in Kooperation mit Tourism Queensland, Tourism Australia, Tourism

Tropical North Queensland und Qantas Airways eingeladen,

um die Reize des Kontinents zu erkunden. Der Schwerpunkt des

erstmals in Down Under organisierten Länderspecials lag auf

Queensland; drei der sechs Vor- und Nachtouren führten durch

den Sonnenscheinstaat. Dabei erkundeten die Reiseprofis den

südlichen Teil des neuen Great Sunshine Way mit Stopps auf Fraser

Island und im Lamington Nationalpark. Die Reise entlang des

Great Tropical Drive im Norden bot Gelegenheit zum Besuch des

Undara Volcanic Nationalparks und der Stadt Townsville; zudem

gab es eine Tour zu den Whitsunday Islands. Queensland, genauer

1 2

3

24 TRAVEL ONE 28.5.2008


4 5

Fotos: TRAVEL ONE

6

7

1 Entspannung Wombat-Dame Molly kuschelt sich an Tierpflegerin

Peita Harrisson, die sich im Cairns Tropical Zoo unter anderem um das

Wohl der knuffigen Beutelsäuger kümmert

2 Spaß Queensland-Werber Kai Ostermann und die Tourismusministerin

des Sonnenscheinstaats, Desley Boyle, freuen sich auf der

Eröffnungsveranstaltung im Tjapukai Aboriginal Culture Park über die

gute Stimmung bei den Reisebüroverkäufern

3 Fachgespräche Bei den Veranstaltungen gab es für die Reiseprofis

jede Menge Gelegenheiten, mit den Dertour-Managern zu

fachsimpeln und ihre Ansichten einzubringen, hier mit Petra Fraatz,

Dertour-Produktleiterin Afrika/Orient/Asien/Pazifik

4 Aborigine-Tanz Maria Rosskopf von Spangler Touristik in Neuburg

lernt beim Eröffnungsabend traditionelle Schritte

5 Faszination Great Barrier Reef Beim Bootsausflug mit Ocean

Spirit Cruises von Cairns aus gab es die Möglichkeit, beim

Schnuppertauchen die Unterwasserwelt zu erkunden

6 Mit dem Zug nach Kuranda Vorbei an Wasserfällen und über

Schluchten ratterte die Bahn in das Touristenstädtchen; nach einem

Bummel dort gondelten die Reiseprofis mit der Skyrail über den

tropischen Regenwald

7 Meer und mehr Unter den insgesamt sechs Vor- und Nachtouren

stand eine ganz im Zeichen von Segelurlaub in Queensland;

22 Teilnehmer lernten die Schönheiten der Whitsunday Islands

kennen, darunter Hamilton Island (Foto) und das exklusive Hayman

Island

Cairns, war zudem Gastgeberort für die Workshops, die von

Dertour-Partnern wie Mietwagenanbieter Avis oder Camperunternehmen

THL angeboten wurden. 35 weitere Leistungsträger

präsentierten sich in Kurzvorträgen.

05

»Das ist der erste Famtrip nach Australien in dieser Größenordnung«,

freut sich Kai Ostermann, Regionaldirektor

Europa bei Tourism Queensland in München – und lobt die

»exzellente Zusammenarbeit« mit Dertour. Dass Queensland

bei der Reiseplanung eine wichtige Rolle spielt, belegen die

Zahlen: Im vergangenen Jahr besuchten 74.000 Deutsche den

Staat – und damit rund die Hälfte aller Australien-Reisenden.

Künftig vielleicht noch mehr: Die Reisebüroprofis zeigen sich

jedenfalls vom Kontinent allesamt begeistert. »Wir können

uns alle vorstellen, dort zu leben«, sagt gar Tatjana Trenz vom

Reisebüro Hauns in Butzbach. »Die Aussies sind einfach

klasse«, schwärmt Manfred Uebelacker vom DER-Büro in

Puchheim. Nicht nur Landschaft und Menschen, auch die

Tierwelt begeistert. Koalas, Wombats und Wallabys, wie die

kleinen Kängurus heißen, sind die erklärten Lieblinge vieler

Teilnehmer. Für Steffi Fels vom Reisecenter Drensteinfurt

steht fest: »Für mich persönlich war es das absolute Highlight,

mit Kängurus und Koalas zu kuscheln.« Tanja Ronge

28.5.2008 TRAVEL ONE 25


sales mix

Werbe-Offensive:

»Internette Büros«

■ Der Dynamic-Packaging-Anbieter Holiday and more will Reisebüros

mit einer neuen Initiative zu mehr Selbstbewusstsein gegenüber

vermeintlich günstigeren Internetangeboten verhelfen.

Mit dem Slogan »Internettes Reisebüro« zeichnet der Münchener

Veranstalter alle rund 5.000 Agenturen aus, die eine Holiday-andmore-Agentur

angemeldet haben. Mit Werbematerial wie Handzetteln,

Mousepad, Fensteraufklebern und Mitarbeiter-Ansteckbuttons

sollen die Reisebüros selbstbewusst herausstellen, dass sie

sich mit ihrem Leistungsprofil nicht hinter dem World Wide Web

verstecken müssen. Kunden sollten durch die Initiative erkennen,

dass sie zusätzlich zu genauso günstigen Preisen und der Flexibilität

des Internets die nette, kompetente Beratung »ihres« Reisebüros

erhalten, so Holiday and more. Wichtigster Wiedererkennungsfaktor

der Kampagne pro Reisebüro ist ein lächelnder Smiley,

der statt einem Mund den Titel »internettes Reisebüro« trägt.

Die Bruttopreise für Angebote des Anbieters können Reisebüros

selbst festlegen (Aufschläge von fünf bis 18 Prozent möglich).

Material: holiday and more

Mit einer Palette an Werbematerialien können Reisebüros mit

Holiday-and-more-Agentur sich gegenüber dem Internet profilieren

www.holidayandmore.de

(unter »Reisebüros« Online-Registrierung möglich)

Online-Tool für

Kartenmailings

■ Swiss Post Card will mit

Postkartenmailings auch den

touristischen Markt in Deutschland

für sich gewinnen. Das

leicht zu bedienende Online-

Tool biete Unternehmen eine

einfache Möglichkeit individuell

mit seinen Zielgruppen zu kommunizieren,

wirbt der Anbieter

aus der Schweiz. Die Preise pro

Karte liegen zwischen 74 Cent

und 1,30 Euro, je nach Auflage.

www.swisspostcard.de

Foto: SwissPostcard Mailinglösung

moment

X

Klaus Göddert, Redakteur

Kokolores

Der Sommer naht, Zeit für das alljährliche Ritual der Reisebürotests. Den

Anfang hat der Hessische Rundfunk mit der Sendung Mex gemacht. Bei 30

Anfragen in zehn Agenturen gab es nur fünfmal das billigste Angebot. Andere

Erfahrungen hat der SWR in der Sendung Infomarkt gemacht. Auf der Suche

nach dem billigsten Bahnticket waren die Reisebüros in fast allen Fällen

günstiger als das Internet.

Man mag sich über das eine ärgern oder über das andere freuen. Im Grunde

bleiben solche Tests das, was sie immer schon waren: Kokolores. Auch wenn

man zehn Einzelfälle addiert, bleiben es Einzelfälle. Und wer morgen in

dasselbe Reisebüro, aber zu einem anderen Mitarbeiter geht, macht vielleicht

ganz andere Erfahrungen. Das ist im Supermarkt, in der Autowerkstatt und im

Hi-Fi-Laden nicht anders. Immerhin haben die Tests einen gewissen

Unterhaltungswert. So kann man sich als Zuschauer wieder einmal so richtig

sinnlos aufregen.

k.goeddert@travel-one.net

26 TRAVEL ONE 28.5.2008


Reisebüros fit beim

Bahnkartenverkauf

■ Wenn Kunden schon mal im Internet

bei der Deutschen Bahn eine

Bahnfahrkarte gekauft haben, wissen

sie, wie nervtötend das mitunter sein

kann. Und offenbar manchmal auch

noch teurer. Das ist jedenfalls das Ergebnis

eines im Fernsehen ausgestrahlten

Tests des Fernsehverbrauchermagazins

Infomarkt (Südwestrundfunk).

Dabei verglich die Redaktion

die Preise beim Kauf über

Bahnautomat, via Internet oder übers

Reisebüro. Die Frage lautete: Was kostet

eine Fahrkarte ohne Bahncard-Ermäßigung

von Freiburg nach Mannheim

für zwei Erwachsene und zwei

Kinder? Am günstigsten gab es die

Karten in einem privaten Reisebüro –

trotz Servicegebühr. Auch andere Testbeispiele

ergaben, dass meist die Büros

den günstigsten Preis ermittelten.

LCC-Partnerbüros werden künftig

stärker auf Australien geschult

LCC kooperiert mit

zwei neuen Zielen

■ Lufthansa City Center haben

mit Südafrika und Australien ein Marketingabkommen

geschlossen. In Planung

sind E-Learning-Tools und Informationsreisen

zur Schulung der LCC-

Mitarbeiter. Auch die Schaufenster

der Büros sollen entsprechend gestaltet

werden. Mailing-Aktionen, eine

Sonderreise nach Südafrika, Online-

Kampagnen und Kundenabende sollen

das Marketing abrunden.

Foto: TRAVEL ONE

Amadeus hilft

bei Fährbuchungen

■ Amadeus führt das Revenue Management

System for Ferries

ein. Die Lösung für das Pricing und

Revenue/ Yield-Management (RMS)

soll Anbietern helfen, für jede Überfahrt

den bestmöglichen Ertrag zu erzielen.

Die Lösung gibt Empfehlungen

zu Kapazität und Verfügbarkeit und

stützt sich dabei auf vergangene, aktuelle

und in Zukunft zu erwartende

Reservierungen.

Erstkunde der Lösung ist die Isle of

Man Steam Packet Company, eine

britische Fährgesellschaft. Amadeus

RMS for Ferries kann verschiedene

Abfahrten für unterschiedliche Routen

steuern und optimiert die Platzvergabe

für Fahrzeuge und Passagiere, um

den besten Mix zu erreichen. Das System

liefert auch Ranglisten der profitabelsten

Kunden.











28.5.2008 TRAVEL ONE 27


destination südliches afrika

Unbekannter Norden

Limpopo fristet zu Unrecht ein Schattendasein.

Denn Südafrikas nördlichste Provinz

bietet Besuchern sowohl afrikanische Kultur

als auch eine aufregende Natur.

■ Kevin Johnston begreift nicht gleich, was da im Dunkeln auf der

Straße liegt. Erst als er zum zweiten Mal den Handschweinwerfer

über das Tier streifen lässt, sieht er, dass sich auf dem warmen

Asphalt ein Leopard genüsslich rekelt. Fasziniert beobachtet er im

Licht der Leuchte die Raubkatze. Und auch seine fünf Begleiter,

die hinter ihm im offenen Geländewagen sitzen, greifen zum

Fernglas. Als der Leopard dann im Gebüsch verschwindet und

kurz darauf ein Honigdachs über die Straße läuft, kann die Gruppe

ihr Glück kaum fassen. Zwei so seltene Tiere zu Gesicht bekommen,

ist schließlich alles andere als selbstverständlich.

Bereits seit einigen Stunden steuert Johnston den Wagen auf

abgelegenen Wegen durch den Norden des Krüger Nationalparks.

Der Guide zeigt seinen Schützlingen, Urlaubern aus Deutschland,

dabei Flecken, die nur wenige Touristen sehen – wie etwa die grüne

Senke, in der eine riesige Büffelherde grast, oder den im dichten

Wald versteckten Limpopo, der Fluss, der die Grenze zu Simbabwe

bildet und auf dessen Sandbänken Krokodile ruhen. Der

gesamte Norden des bekanntesten Nationalparks Südafrikas zählt

zu den weniger besuchten Regionen des Naturschutzgebietes. Hier

wälzen sich keine Kolonnen von Autos und Bussen durch den

Busch – vor allem nicht nahe der Landesgrenze.

28 TRAVEL ONE 28.5.2008


südliches afrika destination

Jahrtausendalte Affenbrotbäume

recken ihre Äste wie gespreizte

Finger in den Himmel

Bei den Makuleke. Lediglich eine asphaltierte Straße führt

durch die Region, nur hin und wieder zweigen unbefestigte Wege

rechts und links ab. Im äußersten Norden aber dürfen ausschließlich

Leute wie Johnston die Pisten benutzen. Denn hier gelten andere

Regeln. Das 24.000 Hektar große Gebiet zwischen den Flüssen

Luvuvhu und Limpopo ist zwar Teil des Krüger Nationalparks,

gehört inzwischen aber wieder den Makuleke und ist sozusagen in

privater Hand. Der Stamm lebte rund 140 Jahre nahe Simbabwes

– bis 1969, als das Apartheid-Regime den Grenzstreifen zum Militärgebiet

erklärte und die Makuleke kurzerhand umsiedelte.

Erst vor zehn Jahren erhielten sie ihr Land zurück und fällten

damals eine weise Entscheidung: Statt ihr altes Dorf wieder aufzubauen,

beschlossen sie, ihren Besitz touristisch zu nutzen. So entstanden

zwei Lodges (Details Seite 31). Betreiber ist jedoch nicht

der Stamm selbst. Dafür fehlen sowohl die finanziellen Mittel als

auch die Erfahrung. Vielmehr kooperieren die Makuleke mit Investoren

aus der Hotellerie. Sie handelten mit ihnen Verträge aus,

die das Volk zum Nutznießer der Unterkünfte macht. »Die Angestellten

müssen Stammesmitglieder sein und von den Betreibern

ausgebildet werden«, erzählt Thomas Ndobe. Der junge Makuleke

arbeitet in The Outpost, einer der beiden Lodges, als rechte Hand

von Guide und Hotelmanager Johnston, einem Buren. Acht Prozent

der Einnahmen aus dem Tourismus fließen in die Kassen des

Stamms. »So konnten wir in unseren Dörfern Strom verlegen und

Schulen bauen«, sagt Ndobe. Und nach 30 Jahren treten die Lodge-

Betreiber die Häuser an die Makuleke ab.

kompakt

Limpopo

■ Die Provinz Limpopo liegt im Norden Südafrikas

und grenzt an Simbabwe und Mosambik. Sie hat rund

fünf Millionen Einwohner. Zu der Provinz gehört der

nördliche Teil des Krüger Nationalparks.

■ Der Krüger Nationalpark ist der älteste Nationalpark

Südafrikas. Er wurde bereits 1926 eingerichtet. Er

erstreckt sich auf einer Länge von 350 Kilometern entlang

der Grenze zu Mosambik und ist im Schnitt 60 Kilometer

breit. Mehr als eine Millionen Besucher kommen

jährlich in das Naturschutzgebiet. Die meisten besuchen

den Süden, der touristisch erschlossener ist.

Auch ist die Tierwelt etwas vielfältiger als im Norden.

Doch auch dort sehen Reisende die »Big Five« (Elefant,

Büffel, Leopard, Löwe, Nashorn). Außerdem gilt der

Norden als Paradies für Vogelfreunde.

■ Die meisten Besucher kommen zwischen Oktober

und März, im südafrikanischen Sommer. Dabei hat

der Winter seine Vorteile: Die Tiere sind leichter zu

beobachten, da weniger Laub an den Bäumen ist und

sie in der winterlichen Trockenzeit zu den Wasserlöchern

kommen. Zudem ist es noch immer angenehm

warm, aber nicht so feucht wie im Sommer. Nur nachts

kann es kühler werden. Und es gibt weniger (oft fast

keine) Moskitos (der Park ist Malaria-Gebiet).

Simbabwe

Botswana

Johannesburg

Thohoyandou

Krüger

Nationalpark

Mosambik

Südafrika

Durban

Fotos: TRAVEL ONE

Indischer

Ozean

Begegnug mit einem Elefanten: Im Norden des Krüger Nationalparks sind die Tiere in großer Zahl anzutreffen

28.5.2008 TRAVEL ONE 29


destination südliches afrika

Foto: TRAVEL ONE

Sie zählt zu den besten

Töpferinnen Südafrikas: die

knapp 90-jährige Sarah

Munyai vom Volk der Venda

Künstler lassen sich von Besuchern

über die Schulter blicken

Thomas Ndobe begrüßt seine Gäste herzlich. Viele sind es nicht:

In The Outpost kommen höchstens 24 Urlauber unter. Und in der

zweiten Lodge, Pafuri Camp, wohnen nie mehr als 48 Besucher.

Frühmorgens, nachmittags und abends gehen sie in kleinen Gruppen

auf Safari. Manchmal begegnen sie sich dabei, ansonsten aber

gehört ihnen der Busch hier allein, da Nicht-Lodge-Bewohner abseits

der befestigten Straße nichts verloren haben.

Alle paar Wochen fahren Ndobe und seine Kollegen nach

Hause. Mit höchstens 50 Stundenkilometern geht es dann durch

den Park gen Süden, an Elefanten, Giraffen und Zebras vorbei.

Nach rund 80 Kilometern verlassen sie das Naturschutzgebiet und

befinden sich im ehemaligen Homeland des Volkes der Venda, seit

39 Jahren auch Heimat der Makuleke. Manchmal sehen sie dann

vielleicht die wenigen Touristen, die dort unterwegs sind.

Besuch bei den Vendas. Weiße, türkis und orange gestrichene

Rundhäuser liegen verstreut in der hügeligen Landschaft, am

Straßenrand preisen Frauen in bunter Kleidung an Ständen Papayas,

Mangos und Makadamia-Nüsse an. Es ist das andere Gesicht

Afrikas – neben der aufregenden Natur im benachbarten Park.

Abel Baloyi zeigt es Gästen, die nicht nur Tiere beobachten, sondern

auch die Kultur Limpopos, der nördlichsten Provinz Südafrikas

kennenlernen wollen. Der 29-Jährige führt Besucher durch

das Umland des Städtchens Thohoyandou. Er ist selbst Venda und

arbeitet für Kuvona Cultural Tours, eine kleine Incoming-Agentur,

die für ihren sozialverträglichen Tourismus mit dem To-Do-

Preis 2005 des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung

ausgezeichnet wurde.

Baloyi bringt seine Gäste an diesem Tag erst zu einer kleinen

Frauenkooperative, die Teppiche webt, später auf einen Markt und

schließlich zu Sarah Munyai. Die fast 90-jährige Frau sitzt mit Kolleginnen

auf dem Boden vor einem Rundhaus und töpfert. Flugs

haben ihre Hände aus Ton einen Topf geformt, sie erzählt und

lacht dabei, wackelt mit ihrer Zunge hin und her und stößt gleichzeitig

einen lang anhaltenden Ton aus – die typische Begrüßung

der Venda. Man sieht es ihr nicht an, aber Sarah Munyai ist eine

der bedeutendsten Töpferinnen Südafrikas.

Bei einer anderen Sarah, der Großmutter Baloyis, essen die

Besucher zu Mittag. Die Familie bewirtet sie in einem Rundhaus

mit typisch afrikanischen Speisen: Polenta, Spinat, Hühnchen.

Abel Baloyi kaut genüsslich einen »Mopane-Wurm«. Er grinst, als

nur zwei seiner Gäste es wagen, die gekochten Raupen eines Nachfalters

auch zu probieren, die für die einen wie Pilze, für andere

wie Grünkohl schmeckt.

Zwei Nachbarinnen in traditioneller Kleidung gesellen sich

hinzu. Bald sind auch sämtliche Kinder aus der Straße im Hof versammelt.

Drei Jungen rappen für die Besucher aus Deutschland zu

fetziger Musik. Schließlich fordern Abel Baloyi und sein Bruder

ihre Gäste zum Tanz auf. Und ein Junge im Affenkostüm wackelt

zur Freude aller lustig mit dem Po.

Petra Hirschel

30 TRAVEL ONE 28.5.2008


südliches afrika destination

Ausgefallene Lodges im Nationalpark

Wohnen im »Freien«: Ein Zimmer von The Outpost

Foto: TRAVEL ONE

■ Wer die Tür öffnet, traut seinen Augen nicht: Statt gegen Wände,

blickt der Gast in ein weites, einsames Flusstal. Denn das kleine Haus

steht nach drei Seiten offen und gleicht damit mehr einer Terrasse als

einem Zimmer. Die Urlauber schlafen, duschen und baden sozusagen

im Freien – sofern sie nicht die Wände aus Stoffbahnen herunterlassen.

Nötig ist das nicht: Das Haus steht erhöht auf Eisenstelzen, so

dass kein unerwarteter tierischer Besucher vorbeischauen kann.

Das »Zimmer« gehört zur Lodge The Outpost, die aus zwölf derartigen

Einheiten besteht. Die Unterkunft befindet sich im nördlichsten

Teil des Krüger Nationalparks, im Gebiet der Makuleke. Die Gäste

wohnen mitten in der Natur – und dennoch sehr komfortabel:

Zwischen den zwei Safaris am Tag speisen sie in einem ebenso offenen

Restaurant, baden im Swimmingpool oder lassen sich massieren.

Neben The Outpost gibt es lediglich eine weitere Lodge in diesem

Gebiet des Parks: das rund 20 Kilometer weiter westlich gelegene Pafuri

Camp. Zu ihm gehören 20 mit Betten bestückte Zelte für zwei bis

vier Personen. Sie stehen jeweils auf einer zwei Meter hohen Plattform.

Ähnlich wird das Zeltcamp aussehen, das The Outpost plant.

Die Betreiber wollen in der Nähe der Lodge sechs Zelte aufbauen.

www.theoutpost.co.za

www.pafuri.com

Travel_One_106x132_11.qxp 19.05.2008 15:08 Uhr Seite 1

Limpopo-Anbieter

vermarkten sich gemeinsam

■ Als Limpopo-Collection treten Lodges und Veranstalter

in der gleichnamigen Provinz an die Öffentlichkeit. Darunter

befindet sich etwa die Shiluvari Lakeside Lodge. Sie liegt an

einem Stausee bei Elim, nördlich von Polokwane. Die Gäste

nächtigen in von Künstlern gestalteten Rundhäusern und

Zimmern. Die Lodge kooperiert mit Studien-Kontakt-Reisen,

ist von Reisebüros aber auch direkt buchbar.

www.limpopo-collection.co.za

Foto: TRAVEL ONE

Afrikanische Kunst prägt die Shiluvar Lakeside Lodge

Südafrika - „Das schönste Ende der Welt“.

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28.5.2008 TRAVEL ONE 31

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destination südliches afrika

Durban aus

indischer Sicht

■ Touristen Durban aus der Perspektive der Inder näher zu bringen,

ist für Brenda Roopai neu. Die Südafrikanerin zeigte Gästen

bislang die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, vermittelte

Wellness-Unterkünfte oder organisierte Touren durch die Provinz

Kwazulu Natal. Nun folgt die Nachfahrin indischer Einwanderer

aus Bangalore mit Urlaubern auch den Spuren ihrer eigenen Kultur.

Schließlich leben in Südafrika 2,9 Millionen Inder, rund 1,2

Millionen davon allein an der nördlichen Ostküste des Landes.

Zu der Tour gehören ein Besuch von Mahatma Gandhis wieder

aufgebautem Wohnhaus – der indische Unabhängigkeitskämpfer

lebte 21 Jahre in Durban. Zudem geht es in den, einer

Lotosblüte gleichenden, Hare Krishna Tempel. Auch fährt Roopai

mit den Teilnehmern durch mehrere indische Stadtviertel. Höhepunkt

ist der Abend im Haus der Reiseleiterin: Sie serviert ihren

Gästen indische Speisen. Eine Tänzerin und Musiker treten auf.

Und Roopai und ihre Familie erzählen von ihrem Leben.

www.cityofchoicetours.co.za

Fotos: TRAVEL ONE

Gestern und heute: Gandhi setzte sich in Durban für Menschenrechte

ein, die Nachfahren der indischen Einwanderer pflegen ihre Kultur

Foto: TRAVEL ONE

Südafrika startet Kampagne

TV-Spots sollen zu einem Urlaub in Südafrika

animieren, wie etwa in Kapstadt

■ Egal wen man fragt – die Südafrikaner

fiebern mit freudiger

Erwartung der Fußball-Weltmeisterschaft

im Jahr 2010 entgegen.

Und auch die Touristiker

des Landes erhoffen sich von

dem Großereignis in ihrer Heimat

nur Positives. So rechnet

Moeketsi Mosola, Chef von

South African Tourism (SAT), mit

mindestens zehn Millionen Besuchern

im WM-Jahr. Gepusht

werden soll dies durch eine 150-

Millionen-Euro teure Kampagne:

Von Herbst an wirbt SAT drei

Jahre lang weltweit in Fernsehen und im Kino. Dabei wird je nach Land ein

anderer Schwerpunkt gelegt. In Deutschland, wo die Spots vor allem in Kinos

zu sehen sein werden, sollen die Themen Safari und Mythen im Mittelpunkt

stehen. Zudem will die SAT-Vertretung in Frankfurt unter dem Motto »Khaki

Fever« die Werbetrommel für Südafrika rühren.

www.southafrica.net

Wellness auf

afrikanische Art

■ Entspannung zwischen Safari und

Stadtbesichtigung verspricht der Spa-

Betreiber Mangwanani. Er ist in Südafrika

in acht Orten vertreten und bietet

dort Wellness-Anwendungen mit

afrikanischen Produkten an. Die Gäste

buchen Tagespakete. Mangwanani

zählt auch deutsche Urlauber zu seinen

Kunden. Reisebüros erhalten Provision.

www.mangwanani.co.za

Massagen mitten im Busch –

in Südafrika ist dies möglich

Foto: TRAVEL ONE

32 TRAVEL ONE 28.5.2008


südliches afrika destination

Zu Besuch

bei Mandela

■ Wer sich nicht in das Flugzeug

setzt, um von Port Elizabeth

nach Durban zu gelangen,

sondern die Strecke

durch Eastern Cape mit dem

Auto fährt, übernachtet meist

in Umtata. Die Stadt selbst

hat nicht viel zu bieten, doch

gibt es ein interessantes

Museum. Dieses widmet

sich dem Leben Nelson Mandelas.

Der ehemalige südafrikanische

Präsident wuchs in

der Nähe der Hauptstadt des

einstigen Homelands Transkei

auf. Das Museum besteht aus

drei Einheiten: dem Parlamentsgebäude

Bunga in Umtata

sowie Arealen in Mzezo

und Qunu.

www.mandelamuseum.

org.za

m o m e n t

Petra Hirschel, Redakteurin

Noch viel zu tun

Südafrikas Touristiker sind fest davon überzeugt, dass der Tourismus von der Fußball-Weltmeisterschaft

im eigenen Land stark profitieren wird. Ob dies auf den Zeitraum der WM

zutrifft, ist jedoch zu bezweifeln. Denn dass die Fans, wie Fremdenverkehrsamtschef Moeketsi

Mosola glaubt, morgens auf Safari gehen und nachmittags im Stadion sitzen, ist

eher unwahrscheinlich. Schließlich kommt das Gros der Zuschauer – so ist das nun mal

mit Fußballanhängern – nicht wegen der touristischen Attraktionen.

Langfristig betrachtet können die Südafrikaner aber Recht behalten. Vorausgesetzt natürlich,

das Sportereignis bleibt positiv in Erinnerung. Gehen wir einmal davon aus, dass trotz

aller Unkenrufe die Stadien bis 2010 fertig sind und die Infrastruktur entsprechend ausgebaut

ist. Doch bekommt das Land die Kriminalität in den Griff? Angesichts der aktuellen

Bilder von fremdenfeindlich motivierten Gewalttaten bedarf es mehr als des Appells Mosolas,

dass jeder Einzelne seinen Beitrag leisten müsse. Da beruhigt es nur wenig, dass dabei

selten ausländische Besucher Ziel der Übergriffe sind. p.hirschel@travel-one.net

Nr.11 / ET: 28.05.08 19-05-2008

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Es gibt keinen besseren

Weg nach Südafrika

28.5.2008 Täglich nonstop TRAVEL von ONE Frankfurt und München nach Johannesburg

33

und von dort aus zu vielen weiteren Destinationen im Südlichen Afrika


destination südliches afrika

SAA konzentriert sich auf Hub

Ziel Südafrika: SAA wickelt bald alle Flüge über Johannesburg ab

Foto: SAA

■ Von Frankfurt aus nonstop nach Kapstadt zu fliegen – diese Möglichkeit

haben Kunden von South African Airways (SAA) künftig aller

Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr. Die Fluggesellschaft erwägt,

die Verbindung zum Herbst hin zu streichen. Denn, so Deutschland-

Chef Michael Bentele, die Flüge rentieren sich nicht.

SAA verbindet seit September 2004 Deutschland mit Südafrikas

äußerstem Süden. Täglich hebt derzeit eine Maschine in Frankfurt ab.

Doch voll sind viele Flieger nicht. Die Auslastung liegt im Jahresschnitt

bei 70 Prozent – mit »starken saisonalen Schwankungen«, sagt

Bentele. Das heißt: Vor allem im südafrikanischen Winter nutzen wenige

Urlauber die Nonstop-Verbindung. Hinzu kommt, dass Kapstadt

laut Bentele nur selten ein Ziel von Geschäftsreisenden ist.

Wer künftig mit SAA nach Kapstadt will, muss somit in Johannesburg

umsteigen. In der Hauptsaison startet auf dem Drehkreuz des

südafrikanischen Carriers alle 30 Minuten ein Flugzeug ans Kap. In

der Nebensaison fliegen die Maschinen im Stunden-Takt.

Als Ausgleich für die wegfallende Kapstadt-Verbindung soll die

Zahl der Flüge von Frankfurt nach Johannesburg erhöht werden. SAA

plant, wöchentlich statt sieben Stück zehn anzubieten. Zudem geht es

ab Oktober von München aus täglich nach Johannesburg.

www.flysaa.com

Foto: TRAVEL ONE

Südafrika für

Vogelfreunde

■ Bird Life South Africa stellt auf Wunsch

Touren zusammen, bei denen der

Schwerpunkt auf Vogelbeobachtung

liegt. Die Organisation vermittelt Führer

und Unterkünfte in verschiedenen Regionen

Südafrikas. Reisebüros wenden sich

per E-Mail an Sue Anderson.

travel@birdlife.org.za

www.birdingroutes.co.za

Über 900 Vogelarten leben in Südafrika,

so auch der Gelbschnabeltoko

Ein Blick hinter die

Kulissen von Soweto

■ Anfangs nutzte Lebo Malepa nur ein Zimmer. Später, als die Nachfrage

immer weiter stieg, bat er seine Eltern auszuziehen und funktionierte

das komplette Haus um: Der Südafrikaner betreibt erfolgreich

ein Gästehaus in Soweto. Seine Kunden sind vor allem junge Reisende,

die mehr über das Leben in der ehemaligen Township der südafrikanischen

Metropole Johannesburg wissen wollen.

»Lebo‘s Soweto Backpackers« verfügt über Einzel-, Doppel- und

Mehrbettzimmer. Malepa bietet Frühstück und Abendessen an. Außerdem

haben seine Gäste die Möglichkeit, selbst zu kochen. Für Interessenten

organisiert er Touren durch Soweto – mit dem Auto, zu

Fuß oder mit dem Fahrrad. »Es ist leichter, mit jemandem, der sich

auskennt, den Stadtteil zu besuchen«, meint Malepa. Gefährlich sei

ein Besuch auf eigene Faust trotz der hohen Kriminalität aber auch

nicht. »Für Touristen ist Soweto sicherer als für Einheimische.«

Reisebüros, die »Lebo‘s Soweto Backpackers« für Kunden buchen,

erhalten eine Provision.

www.sowetobackpackers.de

34 TRAVEL ONE 28.5.2008


südliches afrika destination

Neues Zeltcamp in

der Etoscha-Pfanne

■ Diesen Sommer soll im Etoscha-Nationalpark

in Namibia eine exklusive

Unterkunft eröffnen. Namibia Wildlife

Resorts errichtet am östlichen Rand

der Salzpfanne das Zeltcamp Onkoshi.

Es besteht aus 15 Zeltchalets auf Holzpfählen

und einem Restaurant. Eine

Anreise mit dem eigenen Auto ist

nicht erlaubt. Die Gäste werden am

»Von Lindequist Gate« abgeholt.

Zwei weitere

Radisson-Hotels

■ Radisson SAS ist künftig neben

Kapstadt in zwei weiteren südafrikanischen

Städten vertreten. Von Ende

des Jahres an können Gäste der Hotelkette

in Port Elizabeth in einem

290-Zimmer-Haus nächtigen und sich

in Johannesburg in einem 173-

Zimmer-Hotel einquartieren.

Exklusive Safari

in Botswana

■ CC Africa ergänzt am 1. August

das Portfolio in Botswana um das

Zeltcamp Xaranna. Die neun Luxus-

Zelte stehen im Okavango Delta und

dort in einem 250 Quadratkilometer

großen Areal, zu dem neben dem Personal

des Anbieters nur höchstens 18

Gäste Zugang haben. Sie gehen auf

Safari mit Kanu, Jeep und zu Fuß.

www.ccafrica.com

Foto: CC Africa

Foto: SATOUR

Vielfältige Tierwelt: Der Spießbock ist

das Wahrzeichen des Transfrontier Parks

Afrikas Westen

grenzenlos

■ Urlauber müssen nicht mehr in den

Süden zurückfahren, um die Grenze

zwischen Namibia und Südafrika zu

passieren: Der Übergang Mata-Mata

im Kgalagadi Transfrontier Park

ist nun geöffnet. Damit können Besucher

des gemeinsamen Naturschutzgebietes

von Südafrika und Botwana

in der Kalahari ohne Umwege die

Länder miteinander kombinieren.

Die Grenze ist jedoch nur für diejenigen

offen, die im Park mehr als zwei

Nächte in den Camps oder Lodges

verbringen. So soll verhindert werden,

dass die Straße durch das Gebiet zur

Abkürzung für Touristen oder Lkw

wird. Auch Urlauber, die aus Namibia

kommen, können den Mata-Mata-

Grenzübergang nutzen. Wollen sie

länger als einen Tag in Südafrika bleiben,

müssen sie aber im Park zur

Passkontrolle in Twee Rivieren.

Mosambik investiert

in Strandhotels

■ Rund eine Milliarde US-Dollar

sollen in den nächsten Jahren in den

Ausbau des Tourismus an Mosambiks

Küste fließen. Die Regierung plant die

Errichtung von zwei größeren Resorts

und zwei kleineren Einheiten für Öko-

Tourismus. Das Land hofft, dass das

Projekt die Touristenzahlen steigen

lässt sowie rund 25.000 direkte und

indirekte Arbeitsplätze schafft. Das

Vorhaben wird von der Internationalen

Finanz-Corporation, einer Gesellschaft

der Weltbank, unterstützt.

Foto: Helmut Gries

Und über Nacht

sieht die Welt

ganz anders aus.

In nur 9,5 Stunden Nachtflug

non-stop von Frankfurt nach Windhoek.

5 mal wöchentlich zu den Big 5

Air Namibia fliegt an fünf Tagen

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Abenteuer und unvergessliche Begegnungen

mit der Natur Namibias. Air Namibia fliegt

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Windhoek, und weiter nach Kapstadt und

Johannesburg. Und damit schon die Anreise

zum Urlaub wird, gibt es Rail&Fly kostenlos.

So kommen Ihre Kunden entspannt am

Flughafen an und können die Reise von

Anfang an genießen.

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28.5.2008 TRAVEL ONE 35


destination golfstaaten

Wahrzeichen: Das Burj al Arab in Dubai;

im Vordergrund das Madinat Jumeirah Resort

Hotels der Superlative

Dubai hat vorgemacht, wie es geht, nun ziehen

andere Emirate und Golfstaaten nach: Überall sollen

spektakuläre Bauprojekte realisiert werden.

■ Das Zählen kann man sich auf der größten

Baustelle der Welt eigentlich sparen.

Denn in Dubai ist, was heute aktuell ist,

morgen schon Vergangenheit. Das gilt

auch für die Zahl der Hotels, die beinahe

im Wochentakt eröffnen. Knapp 500 sind

es derzeit, doch allein in den nächsten zwei

Jahren sollen 70 Häuser hinzukommen

und die verwöhnten Gäste mit neuen Superlativen

überraschen. Geht es nach Dubais

Tourismusverantwortlichen, so können

die Projekte gar nicht groß, luxuriös

und spektakulär genug sein, schließlich

hat das kleine Emirat große Pläne und

kann bislang eine touristische Entwicklung

vorweisen, die ihresgleichen sucht. Entsprechend

ehrgeizig sind die Pläne: 15 Millionen

Gäste möchte man 2010 in Dubai

begrüßen – 2007 waren es noch 6,9 Millio-

36 TRAVEL ONE 28.5.2008


Für Luxusliebhaber

■ Burj al Arab, Dubai

Sieben Sterne, Suiten statt Zimmer,

eigener Hubschrauberlandeplatz,

Rolls-Royce-Chauffeurservice, Gold,

wohin das Auge blickt und ein

Restaurant im Aquarium-Look –

auch fast zehn Jahre nach seiner

Eröffnung gilt das einem

aufgeblähten Segel nachempfundene

Gebäude in Dubai als der

Inbegriff von Luxus. Unbedingt

anschauen: die Lobby – nicht

jedermanns Geschmack, dafür aber

garantiert einmalig!

www.burj-al-arab.com

Für Märchenfans

■ Sharq Village & Spa, Qatar

Das kleine, im landestypischen Stil erbaute und von Ritz-Carlton

betriebene Hoteldorf erinnert mit seiner liebevollen Dekoration und

dem authentischen Orient-Styling an einen Palast aus Tausendundeiner

Nacht: Überall laden Kissen und Sitznischen zum Relaxen ein. Ob an

den beiden Pools, im wunderschönen Spa oder bei einem Cocktail in

der romantischen Bar »Al Jalsa«: Entspannen fällt hier ganz leicht!

http://www.ritzcarlton.com/en/Properties/SharqVillage/

Default.htm

Foto: stockXpert

nen. Um diese unterzubringen, sind größere

Hotelkapazitäten erforderlich. Geplant

ist, die Zahl der Zimmer und Apartments

von 47.000 auf 70.000 im Jahr 2010

und 130.000 im Jahr 2016 zu erhöhen.

Ein riesiger Wachstumsmarkt für die

Hotellerie, die immer neue Häuser – vorzugsweise

im Luxussegment – eröffnet.

So wird mit dem »Atlantis Dubai« noch

im Herbst 2008 das erste Hotel auf »The

Palm Jumeirah« an den Start gehen. Wie

schon die gleichnamige, ebenfalls im Besitz

von Kerzner International befindliche

Anlage auf den Bahamas, ist auch das

1.539-Zimmer-Resort in Dubai Teil einer

Erlebniswelt, zu der unter anderem

ein Wasserpark und die künstliche Ausgrabungsstätte

»The Dig« gehören. Absoluter

Clou: eine gläserne Wasserrutsche,

die von einer aztekischen Pyramide

aus durch ein Haifischbecken führt.

Modezaren investieren. 2009 stehen

die Zeichen weiter auf Wachstum.

Allein Marriott plant die Eröffnung von

vier Häusern, zwei davon in der Dubai

Lifestyle City, sowie ein Renaissance Hotel

in Dubais Motorsport-Erlebniswelt

Motorcity. Sogar die Modebranche hat

Dubai entdeckt: Während Giorgio Armani

im Januar 2009 sein erstes Hotel in

dem noch im Bau befindlichen Burj Dubai,

dem höchsten Gebäude der Welt,

eröffnen will, plant Versace im Juni 2009

28.5.2008 TRAVEL ONE 37


Für Unternehmungslustige

das Opening eines Hauses, das am Ufer

des Dubai Creek liegen und über einen

Pool mit exotischen Fischen sowie einen

gekühlten Sandstrand verfügen soll.

Damit nicht genug, stehen jede Menge

weitere Fünf-Sterne-Vertreter in den Startlöchern,

darunter Ritz Carlton und Four

Seasons mit je einem Haus beziehungsweise

Golf Club in Dubai Festival City.

Und weil man in Dubai Superlative liebt,

soll mit dem »Asia Asia Hotel« das größte

Hotel der Welt entstehen. Mit über 6.500

Zimmern übertrifft es sogar das MGM

Grand Hotel in Las Vegas. Die Eröffnung

ist für 2010 vorgesehen. Danach geht es in

großen Schritten weiter, denn das »Asia

Asia« ist Teil eines gigantischen Bauvorhabens

namens Bawadi-Projekt mit 31

Hotels. Geplant sind auch Themenhotels,

die ägyptischen Palästen und dem englischen

Parlament nachempfunden sind.

Für Wüstenfreunde

■ Al Maha Desert

Resort & Spa, Dubai

Wo Onyx-Antilope und

Wüstenfuchs sich Gute Nacht

sagen, liegt Dubais schönstes

Wüsten-Juwel, eingebettet in

das Gelände des Dubai

Desert Conservation Center.

Ein paar Schritte nur sind es

von hier in die Wüste, doch

wer Glück hat, kann den

einen oder anderen

Wüstenbewohner sogar von

seinem Pool aus beobachten.

Und der gehört zu jeder der

an ein Beduinenzelt

erinnernden Suiten dazu.

www.al-maha.com

■ Kempinski Hotel

Mall of the Emirates

Dubai, Dubai

Shoppen oder Ski fahren? Wer

im noblen Kempinski absteigt,

hat die Qual der Wahl, denn

das Hotel ist Teil einer Anlage,

die eine riesige Mall mit 426

Shops sowie eine Indoor-

Skipiste und eine Winter-

Themenlandschaft beherbergt.

Besonders schräg: die urigen

Ski-Chalets im Alpin-Stil mit

Blick auf die Ski-Piste –

Gänsehautgarantie bei 40 Grad

Außentemperatur!

Die Nachbarn legen nach. Dubai

boomt, und so ist es nicht verwunderlich,

dass auch seine Nachbarn verstärkt auf

den Wirtschaftsfaktor Tourismus setzen

und immer ausgefallenere Projekte – zum

Beispiel einen klimatisierten Radweg in

Qatar – planen, um dem großen Vorbild

Dubai nachzueifern. Innerhalb der nächsten

zwei Jahre will allein Qatar 1,5 Millionen

Besucher – 30 Prozent davon Urlauber

– empfangen und dafür 10.000 zusätzliche

Hotelbetten schaffen. Bislang verfügt

der Staat im Nordosten der arabischen

Halbinsel über 7.000 Betten, und erst zehn

Prozent der Besucher kommen aus dem

Leisure-Segment. Zu den Hotels, die in

den kommenden drei Jahren eröffnen,

zählen unter anderem das in einem 60

Stockwerke hohen Luxustower untergebrachte

Intercontinental Doha West Bay,

ein Shangri-La sowie ein zweites Four-

Seasons-Hotel. Die Luxuskette entschied

sich dabei für einen Standort auf der

künstlichen Insellandschaft »The Pearl«.

Auch das touristisch noch recht wenig

erschlossene Emirat Ras Al-Khaima will

mit Desert Snow Village in großem Stil ins

Urlaubsgeschäft einsteigen. Innerhalb von

zehn Jahren, so die Planung, soll inmitten

der Wüste eine künstliche Stadt inklusive

Wasserpark, Achterbahn, 24 Themenhotels

und einer arktischen Landschaft mit

Wintersportmöglichkeiten entstehen. 15

Millionen Besucher pro Jahr will man mit

diesen Attraktionen anlocken.

Abu Dhabi steht diesem Größenwahn

nicht nach. Die einheimische Investmentgesellschaft

Aldar steckt Milliardenbeträge

in den Ausbau der touristischen Infrastruktur.

Zu ihren Projekten zählen das Al

Gum Resort, ein in einen Mangroven-

Wald eingebettetes Luxus-Hideaway, die

Insel Yas Island mit gigantischem Motorgelände,

der Ferrari Themenpark, Marinas,

Polo Club, ein Wasserpark sowie diverse

Hotels und Gastronomiebetriebe. Zu

den ersten Hotelketten, die einen Vertrag

für die Insel unterschrieben haben, gehört

Rezidor, das ein Radisson SAS betreiben

will. Doch Aldar hat noch viel mehr in der

Pipeline: die Küstensiedlung Al Raha

Beach, mit Wohnanlagen, Hotels und Geschäften,

und Coconut Island an der Westküste

Abu Dhabis, wo Ritz-Carlton im

Jahr 2011 sein erstes Haus in dem Emirat

eröffnen möchte.

Wer Ruhe statt Action und Natur statt

Großstadttrubel sucht, ist im Qasr Al

38 TRAVEL ONE 28.5.2008


golfstaaten destination

Sarab Desert Retreat richtig. Das in der

Rub Al-Khali-Wüste gelegene Resort mit

Observatorium ist ideal für Romantiker

und all jene, die die Faszination Wüste erleben

sowie etwas über Geschichte und

Kultur des Gastlandes erfahren möchten.

Dabei hilft das »Zeitdorf«, das Besuchern

einen authentischen Eindruck vom Beduinenleben

vermittelt. Die Eröffnung des

Hideaways ist für 2009 geplant.

Im nicht zuletzt aufgrund seiner Formel-1-Rennstrecke

bekannten Bahrain

setzt man dagegen auf konsumfreudige

Kunden und Motorsportfans. Sie sollen

sich künftig auf einem in der Hauptstadt

des Inselkönigreichs entstehenden Erlebnisareal

austoben können. Dieses wird

nicht nur den obligatorischen Freizeitund

Wasserpark sowie mehrere Kinos und

zahlreiche Restaurants und Bars beherbergen,

sondern auch die größte Shopping

Mall Bahrains. Ein attraktiver Standort für

Kempinski, das mit seinem Luxushotel in

den Dubai Mall of the Emirates (dazu

mehr im Kasten) bereits sehr gute Erfahrungen

gemacht hat. Maren Cornils

Für Romantiker

■ Six Senses Hideaway

Zighy Bay, Oman

Wer in dieser omanischen Oase

der Ruhe nicht auftankt, ist

selber schuld, denn in Zighy Bay

stimmt einfach alles. Während im

Spa die Seele nach allen Regeln

der Kunst gestreichelt wird, ist

bei einem Kerzenlicht-Dinner auf

dem Balkon der Gaumen an der

Reihe – der Blick auf die hohen

Berge der idyllischen Musandam-

Halbinsel und das Meer sind

inklusive. Romantischer geht

nicht!

www.sixsenses.com/Six-

Senses-Hideaway-Zighy-Bay/

index.php

28.5.2008 TRAVEL ONE 39


destination mix

Kurzbesuche

im Norden

■ Die Korea Tourism Organization will die Möglichkeit zu Tagesbesuchen

im abgeriegelten Norden des Landes offensiver vermarkten.

Neben den bereits bekannten Trips in die Geumgang-

Berge an der Ostküste bietet die Firma Hyundai Asan, die die

meisten interkoreanischen Kooperationsprojekte durchführt,

auch Touren in die historische Stadt Gaeseong an. Die Touristen

besuchen den Parkyeun-Wasserfall, den Kwaneum-Tempel, das

Goryeo-Museum und die Seonjuk-Brücke. Separate Touren werden

zu den Gräbern von Wang Geon, dem Gründer der Goryeo-

Dynastie, organisiert. Die Teilnahme kostet 115 Euro pro Person.

Pyung-Sup Shin, Leiter des Fremdenverkehrsamts in Frankfurt,

will nun auch Reiseveranstalter für die Abstecher in den Norden

gewinnen. Gaeseong sei wegen seiner Nähe zu Seoul gut für

einen Tagesbesuch geeignet, sagt er. In naher Zukunft plane Hyundai

Asan außerdem Reisen in die nordkoreanische Hauptstadt

Pyeongyang und zum Berg Baekdu an der Grenze zu China.

www.tour2korea.com

Foto: Korea Tourism Organisation

Gaeseong ist das zweite nordkoreanische Ziel für Korea-Reisende

Foto: Skybury

Kaffeefahrt in Queensland

■ Wenn Kunden mit dem Auto im australischen

Bundesstaat Queensland unterwegs

sind, bietet sich ein Stopp in den

Atherton Tablelands in Mareeba an. Der

Ort liegt rund eine Autostunde von Cairns

oder Port Douglas aus im Landesinneren.

Dort hat der größte australische Kaffee-

Produzent Skybury‘s Australian Coffee

Centre eine neue Tour aufgelegt. Beim

Ausflug durch die riesigen Kaffee-Plantagen

der Firma (Foto) geht es auch ins Kaffee-Labor,

in dem die Gäste frischen Kaffee

verkosten können. Außerdem wird ein Mittagessen serviert, bei

dem als Nachspeise hauseigenes Cappuccino-Eis und natürlich Kaffee

in allen Variationen gereicht wird. Die Tour kostet 35 Euro; wer nur die

Plantagen besichtigen will, muss zehn Euro bezahlen. Details unter

www.skybury.com.au. Wem dann das Farmleben Lust auf intensivere

Erfahrungen damit gemacht hat, der kann sich für einen Farmstay

einquartieren. Zwar nicht auf der Kaffeeplantage, aber auf jeder Menge

anderer Farmen. Eine Übersicht über die alle mit Vollpension angebotenen

Aufenthalte gibt die neue Webseite www.bbfq.com.au.

Geschichten in

und um Ecuador

■ Wer sich für Ecuador begeistert,

kann sich im erst kürzlich erschienenen

Merian-Heft über Facetten des Landes

informieren. Neben den Galapagos-Inseln

werden etwa die Schönheiten

Quitos vorgestellt, außerdem gibt

es Hinweise auf Öko-Urlaub, zudem

eine Reportage über den Stamm der

Cófanes im Amazonas-Tiefland. Ein

20-seitiger Serviceteil liefert praktische

Tipps.

Cuenca, die Kolonialstadt im Süden des

Landes, wird im Heft ebenfalls beschrieben

Foto: TRAVEL ONE

40 TRAVEL ONE 28.5.2008


Leuchtende

Wassermassen

■ Die Ostschweiz wartet pünktlich

zum Sommer mit aussichtsreichen Attraktionen

auf. So lockt der Rheinfall

in Schaffhausen in diesem Jahr mit

magischer Stimmung: Die Wassermassen

des größten Wasserfalls Europas

werden durch die Lichtinstallationen

des St. Galler Künstlers Charles Keller

kunstvoll beleuchtet. Der Clou: Den

Strom für die Beleuchtung produziert

der Rheinfall durch seine Wasserkraft

selbst. Eine traumhafte Aussicht verspricht

auch der Besuch des neuen

Drehrestaurants mit Panoramablick

auf dem 1.795 Meter »Hohen Kasten«

im Appenzellerland. Dort kann

der Besucher auf den Bodensee, ins

Rheintal, auf die Vorarlberger Alpen

und die Appenzeller Bergwelt blicken.

Schon die Fahrt dorthin mit der Luftseilbahn

von Brülisau aus lohnt sich.

Ausstellung

für Schlagerfans

■ Unter dem Motto Melodien für Millionen. Das Jahrhundert des

Schlagers präsentiert das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in

Bonn noch bis zum 5. Oktober einen Rundumblick über dieses Thema – von den

Anfängen des Schlagers im 19. Jahrhunderts bis hin zur Gegenwart. Attraktionen

unter den rund 1.500 Exponaten sind dabei der gläserne Flügel von Udo Jürgens,

die Gitarre von Caterina Valente, der Motorroller von Cornelia Froboess und

ähnliches mehr. Außerdem haben Besucher die Qual der Wahl: Sie können aus über

1.000 Schlagertiteln wählen sowie Ausschnitte ausgewählter Schlagerfilme in

einem Kino betrachten. Die unterschiedlichen Themen der Schlagerwelt werden auf

verschiedenen Bühnen präsentiert, die für bestimmte Zeitabschnitte stehen und den

Besucher chronologisch leiten. Themen der Bühnen sind die Weimarer Republik, die

Zeit des Nationalsozialismus, das SED-Regime sowie fünf Bühnen vom Ende des

Zweiten Weltkriegs bis hin zur Gegenwart. Die Ausstellung kann kostenlos besucht

werden und ist Dienstag bis Sonntag von neun bis 19 Uhr geöffnet.

www.hdg.de

updates

Foto: Staatliches Museum Schwerin

Nashorn Clara

ist der Star der

Oudry-

Ausstellung

Monster und Biester in Schwerin

■ Die Sonderausstellung »Biester, Monster, Ungeheuer« im

Schloss Schwerin zeigt noch bis zum 29. Juni Fabelwesen und

nie gesehene, fremdländische Tiere in frühen zoologischen

Buchdrucken aus dem 14. Jahrhundert. Sie begleitet die Ausstellung

»Oudrys gemalte Menagerie« im Staatlichen Museum

Schwerin, bei der Porträts des französischen Hofmalers Jean-

Baptiste Oudry von exotischen Tieren im Europa des 18. Jahrhunderts

noch bis 27. Juli ausgestellt sind.

■ Im vergangenen Jahr besuchten rund 49.300 deutsche

Urlauber Peru, rund 16 Prozent mehr als 2006. ■ In der

FAZ-Reihe Reisehörbücher gibt es eine Neuerscheinung,

und zwar »Rom und Latium. Auf vielen Wegen zur

ewigen Stadt«. www.faz-archiv.de/hoerbuch ■ Wer

auf Jamaika Rad fahren möchte, kann neu an der Tour

»Lucea in the Sky« teilnehmen. Sie soll Einblick in das Leben

vor Ort geben. ■ Vom 19. bis 22. Juni werden auf

Teneriffa auf dem Golfplatz Costa Adeje im Inselssüden

die Tenerife Ladies Open mit 120 Profispielerinnen ausgerichtet.

■ In Sachsen-Anhalt gibt es für Mittelalter-Fans

entlang der Straße der Romanik mehr Hingucker; die Route

wurde um acht Stationen erweitert. www.sachsenanhalt-tourismus.de

■ Unter www.gotopuertorico.com

sind Informationen zu Puerto Rico jetzt auch in

deutscher Sprache erhältlich. ■ Im norwegischen Lillehammer

können Bobfans auch im Sommer auf rollenden

Viersitzern durch die Bob- und Rodelbahn der Olympischen

Winterspiele 1994 rasen. www.olympiaparken.no

28.5.2008 TRAVEL ONE 41


exit peps

Nix wie weg…

Ziel & Zeit Leistung Preis Kontakt

Bahamas ■

bis 27.6. und 18.8. bis

31.10.2008

Flug und drei Übernachtungen im Drei-Sterne-Hotel 581 €

(plus Steuern)

Lawson International

T. 06131/9 22 90

www.lawson-international.de

Emirate ■ Dubai

bis 15.8.2008

Flug und fünf Nächte im Doppelzimmer im Le Royal

Meridien Grosvenor House, mit Frühstück

798 € Neher Reisen

T. 069/82 36 34 02

www.ntour-reisen.de

Madagaskar ■

27.6. bis 14.7.2008

18-tägige Lemuren-Tour ins Vakona-Reservat,

zum Andraikiba-See, zum Ranomafana Nationalpark

und zum Andringitra Nationalpark, Doppelzimmer

1.799 €

(ohne Flug)

Colibri Umweltreisen

T. 03322/1 29 90

verkauf@colibri-berlin.de

Türkei ■

bis 3.11.2008

Eine Woche mit Vollpension im Doppelzimmer

im Club Resort Select Marmaris

273 € Sunpromotions

www.sunpromotions.com

Nordland ■

4.7.2008

Kreuzfahrt mit der Century ab/bis Amsterdam nach

Alesund, Alta, Honnigsvag, Tromsoe und Bergen

658 €

(Innen kabine)

Vacation at Sea

vas@vacationatsea.de

Thailand ■ Krabi

bis 31.10.2008

Sechs Übernachtungen im Doppelzimmer im Vier-

Sterne-Hotel Vogue Resort & Spa, mit Frühstück

ab 139 €

Pepxpress

www.pepxpress.com

Indonesien ■

bis 19.6. und

11.8. bis 10.12.2008

Flüge mit Malaysia Airlines nach Denpasar, Jakarta,

Yogyakarta und Surabaya

ab 350 €

450 €

(plus Steuern

und Gebühren)

Malaysia Airlines

info@malaysiaairlines.de

Deutschland ■

Düsseldorf

bis 31.12.2008

Übernachtung im Sheraton Airport Hotel,

mit Frühstücksbuffet

ab 30 €

Arabella Starwood

T. 0211/4 17 37 37

Stichwort: Pep Newsletter

Weitere Angebote finden Sie unter www.travel-one.net


tv-tipps exit

Programm vom 31.5. bis 6.6.

■ SAMSTAG, 31.5. l Wo Tansania am

schönsten ist – Der Nationalpark Serengeti

und das Naturschutzgebiet Ngorongoro,

8:15 Uhr, 3sat l Die Wasserfälle des

Iguazu, Brasilien, 10:00 Uhr, 3sat l Finnland:

Von Helsinki nach Karelien, 12:45

Uhr, NDR l Mittelmeer am Oberrhein,

13:30 Uhr, SWR l Ol‘ Man River – Mit dem

Lastschiff auf dem Mississippi, 16:00

Uhr, ARD l 100 % Urlaub: Irland, 16:00

Uhr, SWR l Eschede Zug 884, 23:15 Uhr,

Phoenix.

■ SONNTAG, 1.6. l Landsberg, 9:30

Uhr, MDR l Menschen am Wasser: Die

Wassercowboys, 9:35 Uhr, Hessen l

Triest, 18:45 Uhr, Phoenix.

■ MONTAG, 2.6. l Brunei, 13:30 Uhr,

Hessen l Sulawesi – Die Regenwaldinsel

(1/2) und (2/2), 14:00 Uhr, 3sat l Kufstein

und das Grenzland, 14:15 Uhr, NDR

l Dänemark – Rund um Tondern und

Fanö, 15:15 Uhr, Hessen l Sardinien,

Foto: StockXpert

highlight

Ol‘ Man River – Mit dem Lastschiff

auf dem Mississippi, Samstag,

31.5., 16:00 Uhr, ARD.

15:15 Uhr, RBB l Biarritz und San Sebastian,

17:00 Uhr, 3sat.

■ DIENSTAG, 3.6. l Radtour durch das

Allgäu, 8:20 Uhr, WDR l Am Inle-See in

Burma, 13:30 Uhr, Hessen l Macau,

14:45 Uhr, 3sat l Flüsse, Schluchten, Wasserfälle

– Von der Kraft des Wassers,

15:00 Uhr, SWR l Von Schwerin bis Wismar,

15:15 Uhr, Hessen l Tessin, 18:50

Uhr, Hessen.

■ MITTWOCH, 4.6. l Die Eisenbahn vom

Baikal zum Amur, 12:00 Uhr, ARTE l

Nordvietnam: Bizarre Küste – einsames

Bergland, 13:30 Uhr, Hessen l Zwischen

Arnsberg und Bruchhausen, 14:15 Uhr,

NDR l Der Rhein von Lorsch bis Rüdesheim,

15:15 Uhr, RBB l Hansestädte an der

Ostsee, 21:00 Uhr, SWR l Nach Hause mit

dem Rettungsflieger, 22:30 Uhr, NDR.

■ DONNERSTAG, 5.6. l Dänemark –

Zwischen Tondern und Fanö, 14:15 Uhr,

NDR l Norderney, 15:15 Uhr, Hessen l

Vulkanland Eifel, 15:15 Uhr, RBB.

■ FREITAG, 6.6. l Die Pfalz – Rund um

Bad Dürkheim, 13:15 Uhr, 3sat l Kiel und

die Kieler Förde, 14:15 Uhr, NDR l Venezuela,

15:15 Uhr, RBB l Bulgarien –

Durch den wilden Balkan, 21:00 Uhr,

RBB.

Programm vom 7.6. bis 13.6.

■ SAMSTAG, 7.6. l Geheimnisvolle Adria,

9:40 Uhr, 3sat l Das Tennengebirge,

11:45 Uhr, BR l Mit Otto von Habsburg im

kaiserlichen Wien, 12:30 Uhr, NDR l Die

polnische Ostseeküste, 16:00 Uhr, ARD

l Eisenbahn-Romantik: Wohin fährt die

Börsenbahn?, 16:10 Uhr, RBB.

■ SONNTAG, 8.6. l Der Spreewald,

9:30 Uhr, MDR l Heidelberg, 12:30 Uhr,

SWR l Abteiland, 13:45 Uhr, ARD l Trolle,

Fjorde und ein Postschiff (1) und (2),

14:30 Uhr, 3sat l Naturwunder Iguazu,

16:00 Uhr, ARD l Unterwegs auf dem

Nordseeküstenradweg, 18:00 Uhr, NDR

l Die Millau-Brücke, 19:10 Uhr, n-tv.

■ MONTAG, 9.6. l Rund um den Ammersee,

14:15 Uhr, NDR l Molukken

(1/2) und (2/2), 14:45 Uhr, 3sat l Rund um

die Wahner Heide, 15:15 Uhr, Hessen l

Chiloé, 15:15 Uhr, RBB l Deutsche Nordseeinseln

von Sylt bis Norderney, 17:00

Uhr, 3sat l Der Hafen von New York,

18:30 Uhr, Phoenix l Aufbruch im Nordmeer

(1), 19:00 Uhr, ARTE l Auf der Kurischen

Nehrung, 20:15 Uhr, RBB.

■ DIENSTAG, 10.6. l Lombok, 13:30

Uhr, Hessen l Zwischen Meißen und Wittenberg,

14:15 Uhr, NDR l Bahnhöfe,

14:30 Uhr, MDR l Im Reich des Gelben

Berges, 20:15 Uhr, WDR.

■ MITTWOCH, 11.6. l Das Tessin,

11:00 Uhr, Hessen l Ko Samui, 13:30

Uhr, Hessen l Verden, 15:15 Uhr, RBB l

Der Hafen von Shanghai, 18:30 Uhr,

Phoenix l Dänemark (1/2), SWR.

■ DONNERSTAG, 12.6. l Englands

Südwesten, 8:55 Uhr, Hessen l Das Steinhuder

Meer, 11:30 Uhr, NDR l Malaysia,

12:45 Uhr, 3sat l Ostfriesland, 14:15

Uhr, NDR l Kambodscha, 15:00 Uhr,

WDR l Thailand – Die letzten Mlabri,

18:00 Uhr, ARTE l Ostpreußens Norden

(1) und (2), 20:15 Uhr, NDR.

Foto: Kessler Medien

■ FREITAG, 13.6. l Die albanische Riviera,

11:00 Uhr, 3sat l Der Spreewald,

13:15 Uhr, 3sat l Worpswede und das

Teufelsmoor, 14:15 Uhr, NDR l Künstlergärten

der Provence, 15:40 Uhr, 3sat l

Schienenwege durch Afrika, 16:00 Uhr,

Hessen l Montana, weites Land, 17:15

Uhr, 3sat l Der Hafen von Wladiwostok,

18:30 Uhr, Phoenix.

highlight

Blaue Donau, Blaues Blut – Mit Otto

von Habsburg im kaiserlichen Wien,

Samstag, 7.6. 12:30 Uhr, NDR.

28.5.2008 TRAVEL ONE 43


exit menschen

karrieren

■ Karl Gladeck verlässt

den Sportreiseveranstalter

West Travel und wird Leiter

der neu gegründeten Teamsport

& Event Reisen GmbH

Co KG in Aschaffenburg.

Der Veranstalter will sich

ebenfalls vorrangig mit Reisen

für Sportmannschaften,

Verbände und Vereine befassen.

■ Syed Yahya bin Syed

Othman ist neuer Direktor

von Tourism Malaysia in

Frankfurt. Er ist für die

deutschsprachigen sowie

die osteuropäischen Märkte

verantwortlich.

■ Laura Valencia unterstützt

als Sales Managerin

für Gruppen und Incentives

das Team von Mandarin Oriental

in Frankfurt.

■ Jürgen Marbach, bis

vor kurzem LTU-Gesellschafter,

hat mit seiner Firma MIC

GmbH 55 Prozent von LTU

plus übernommen. Die Servicegesellschaft

war bisher

eine LTU-Tochter. Die übrigen

45 Prozent hat die »Intro

Aviation GmbH« von

Rudolf Wöhrl erworben, der

bis zum Verkauf an Air Berlin

Mehrheitsgesellschafter

der LTU war.

■ Peter Voit will als Geschäftsführer

die Hotelmarke

Penta wiederbeleben, die

1992 eingestellt wurde. Bisher

gehören der Kette, die

die Hotels pachtet und im

Besitz einer Familie aus

Hongkong ist, acht Hotels in

Deutschland an. Die Häuser

werden derzeit umgebaut.

feedback redaktion@travel-one.net

Unflexible Arbeitgeber TRAVEL ONE 10,

14. Mai 2008, Titelstory »Kreative Pause«, Editorial »Vorsicht

vor der Hamsterrad-Falle«

■ Seit 38 Jahren arbeite ich ohne Unterbrechung am Counter. In dieser

Zeit hat natürlich auch der Arbeitgeber öfters gewechselt. Mit nun

56 Jahren kann ich sagen, dass ich ganz schön »verbraucht« bin. Eine

Auszeit bedeutet allerdings – das »Aus«. Im Leben nimmt mich mein

Arbeitgeber nach einem Jahr nicht wieder auf , dazu bin ich zu alt. So

wie mir wird es den meisten meines Alters gehen. Die Arbeitgeber

haben kein Interesse, ältere Mitarbeiter so lange wie möglich zu beschäftigen,

auch wenn diese »vollen Einsatz« zeigen und ihre Buchungszahlen

nach wie vor bringen.

Josi Schimmel, DER Reisebüro, Bonn

Ayurveda nicht nur vegetarisch TRAVEL ONE 10,

14. Mai 2008, »Guten Appetit«

■ Der Infokasten »Wege zur gesunde Ernährung« enthält einen weit

verbreiteten Irrtum und leider immer wieder zu lesenden Fehler, der

Menschen von einer Ayurveda-Kur oder -reise abhalten kann. Ayurvedisches

Essen ist nicht von Natur aus und daher nicht zwangsläufig

vegetarisch. Fleisch ist absolut normaler Bestandteil ayurvedischer

Ernährung. Natürlich kann man sie auch als vegetarisches Essen gestalten;

ebenso wie man natürlich auch spezielle Diäten zusammenstellen

kann. So vermehrt zum Beispiel Rindfleisch Pitta und Kapha,

vermindert Vata, wirkt stärkend und verdauungsanregend. Schweinefleisch

vermehrt alle drei Doshas und wirkt appetitanregend und

schweißtreibend.

Georg Mörtter, Die Wohlfühl-Firma, Berlin

Ärger vorprogrammiert TRAVEL ONE Morning News,

23. Mai 2008, »American kassiert schon für den ersten Koffer«

■ Ich denke, die Gäste werden dafür wenig Verständnis aufbringen.

Und die Sache sorgt für zusätzlichen Ärger. American ist schließlich

kein No-Frill-Carrier. Außerdem: Wohin mit Flüssigkeiten, Cremes

und Pasten? Der Fluggast muss doch einen Koffer aufgeben, und das

schon, wenn er nur übers Wochenende die Verwandschaft besucht.

Andreas Mitterer, DER Reisebüro, Peissenberg

■ Was für eine Abzocke. Die günstigen Tarife werden nun indirekt

wieder erhöht.

Claudia Klakow

44 TRAVEL ONE 28.5.2008


Zurück zur Technik:

Der studierte

Ingenieur Kurth

geht zu Air Berlin

Kurth verstärkt Air-Berlin-Spitze

■ Wolfgang Kurth tritt als Technik-Chef in die Führungsspitze von

Air Berlin ein. Der 60-Jährige startete seine Karriere 1977 bei Lufthansa.

Zwei Jahre später wechselte er zur Charterfluggesellschaft Hapag

Lloyd, wo er 1982 Technischer Direktor und 1990 Geschäftsführer

wurde. Von 2001 an war er als Bereichsvorstand bei der TUI AG

für deren sechs europäische Airlines verantwortlich. 2002 übernahm

er die Geschäftsführung der neu gegründeten Hapag-Lloyd Express.

Vom Juli 2007 bis zum März 2008 trieb Kurth als Geschäftsführer

von DBA deren Integration in die Air Berlin-Gruppe voran.

Seiler

steigt auf

■ Expedia ernennt Jürgen

Seiler zum General Manager

Marketing. Damit ist er für alle

Marketingaktivitäten in Deutschland,

Frankreich, Italien und

Großbritannien verantwortlich.

Zudem wurde er zum General

Manager für Expedia Deutschland

berufen. In dieser Funktion

berichtet an Alex Zivoder, Senior

Vice President.

Rath verlässt

Arabella-Starwood

www.travel-one.net

T&M Media GmbH & Co. KG

Postfach 10 07 51, 64207 Darmstadt

Stephanstraße 3, 64295 Darmstadt

Telefon: 06151/39 07-0

Fax: 06151/39 07-939

REDAKTION

Telefon: 06151/39 07-930

Fax: 06151/39 07-939

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Chefredakteur

Christian Schmicke

Redaktion

Yannick Fiedler, Klaus Göddert,

Petra Hirschel

Wolfram Marx, Tanja Ronge

ANZEIGEN

Telefon: 06151/39 07-920

Fax: 06151/39 07-929

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Geschäftsführer

Richard Redling

Anzeigenverkaufsleitung

Ute-Marie Weis

Anzeigenverkauf

Kerstin Grimm

Anzeigenservice

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VERTRIEB

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Fax: 06151/39 07-949

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Leserservice

Nina Griesmer

GRAFIK

Uta Seubert

Tamara Walter

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Richard Redling

DRUCK

Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG,

Kassel

Carsten K. Rath: Der bisherige

Arabella-Chef will ein eigenes

Unternehmen gründen

■ Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arabella-Starwood

Hotels hat seinen Vertrag, der im Oktober ausläuft,

nicht verlängert und ist von seinem Arbeitgeber daraufhin freigestellt

worden. Nach eigener Aussage will sich Carsten K. Rath

im nächsten Jahr mit einem eigenen Projekt im Hotelleriebereich

selbstständig machen. Einen Nachfolger hat die Schörghuber-

Gruppe, zu deren Unternehmensleitung Rath gehörte, noch nicht

benannt. Schörghuber betreibt die 41 Arabella-Starwood Hotels

und Resorts in Deutschland, der Schweiz, auf Mallorca und in

Südafrika im Joint Venture mit dem US-Hotelgiganten Starwood.

Für dieses Joint Venture, das Rath mit vorangetrieben hatte, erhielt

die Kette 2007 den Innovationspreis des Bundesverbandes

der Deutschen Tourismuswirtschaft.

Der 41-jährige Hotellerie-Manager war in den vergangenen

20 Jahren für diverse Hotelgesellschaften aktiv. Zu seinen Stationen

zählen etwa die Kempinski Hotels – unter anderem das Kempinski

Lufthansa Center Beijing, das Taschenbergpalais Kempinski

Dresden und das Hotel Adlon in Berlin. Über Ritz-Carlton

führte Raths Weg zur TUI-Clubmarke Robinson, für die er zwei

Jahre lang verantwortlich war.

TRAVEL ONE

erscheint 14-tägig mittwochs

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 38

gültig ab Januar 2008

Abonnementspreis Inland 25 Euro pro Jahr

inklusive Porto und MwSt, Einzelheft 2 Euro

Abonnementspreis Ausland 48 Euro pro Jahr

inklusive Porto, ohne Luftpostzuschlag

Reisebüros erhalten TRAVEL ONE kostenlos.

Die Mitglieder des Arbeitskreises

Aktiver Counter und des AJT e.V.

erhalten die Zeitschrift im Rahmen

ihrer Mitgliedschaft.

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos wird

keine Gewähr übernommen.

TRAVEL ONE ist eine Aktivität

der DVV Media Group GmbH, Hamburg

28.5.2008 TRAVEL ONE 45


exit menschen

Geschäftsführer Offährte Sprachreisen

Heiner Giese

■ Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Das Interesse an Sprachen, Kulturen und anderen Menschen – und

sicherlich auch die fehlenden Möglichkeiten in meiner Schulzeit,

Sprachkenntnisse einmal anders zu erwerben als in der Schule Grammatik

und Vokabeln zu pauken.

■ Ihr Traumurlaub?

Ganz alter Traum – mit dem Wohnmobil durch Südamerika.

■ Was ist Ihre größte »Macke«?

Just-in-time-Ankünfte zu Zugfahrten und Flügen.

Heiner Giese, 49, Schütze, ledig,

ist Geschäftsführer von Offährte

Sprachreisen IP Internationale

Projekt GmbH. Nach seinem

Studium der Sozialpädagogik in

Bielefeld, das er 1984 mit dem Diplom

abschließt, übernimmt er unterschiedliche

Tätigkeiten im Bereich

der Sozialarbeit. 1986 gründet

Giese dann den Veranstalter

Offährte Sprachreisen.

Der Freund guter Bücher verbringt

seine Freizeit gerne beim

Kochen und Essen mit Freunden,

aber auch Reisen und Wandern

gehören zu seinen Hobbys. Der

Vater der 13-jährigen Charlotte ist

auch ehrenamtlicher Vorsitzender

des Fachverbandes Deutscher

Sprachreisenveranstalter (FDSV).

■ Wo möchten Sie gerne leben?

Unter der Sonne Spaniens oder in Chile zwischen Pazifik und Anden.

■ Wie schalten Sie ab?

Bei einem Fußballspiel von Werder Bremen.

■ Worüber können Sie lachen?

Über schlagfertige Kommentare.

■ Was nervt Sie?

Phlegmatisches Verhalten – Geduld ist meine Stärke nicht!

■ Was sagen Ihre Freunde über Sie?

Sicherlich, dass ich zu wenig Zeit für sie habe.

■ Welche Filmrolle hätten Sie gerne mal gespielt?

Mr. Delaney in »America« von T.C. Boyle. Den Film gibt’s noch nicht,

vielleicht fragt mich mal jemand, wenn Hollywood das verfilmen will.

■ Was lesen Sie gerade?

»Nachtzug nach Lissabon« von Pascal Mercier.

■ Was hören Sie im Auto?

Ich nutze die öffentlichen Verkehrsmittel.

■ 20 Stunden Fliegen, neben wem möchten Sie nicht sitzen?

Ottfried Fischer. Da würde mir die Luft wegbleiben, so wenig Platz bliebe.

■ Wen würden Sie gerne einmal treffen?

Keith Jarrett – um mit ihm eine Klaviersession zu spielen.

46 TRAVEL ONE 28.5.2008


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Wo sich die Welt trifft.

Dubai. Im Herzen der globalen Verkehrsströme.

Im Unterwasser-Restaurant essen, Ski fahren auf echtem Schnee,

ein eigenes “Land" erwerben oder kilometerweit draußen im Meer

auf der spektakulären Halbinsel Palm Jumeirah wohnen: Dubai

ist einzigartig. Kein Wunder, dass auch Emirates hier zu Hause ist.

Fly Emirates. Keep discovering.

ekagents.de

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* bei Buchung bis 8 Tage vor Reiseantritt


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48 TRAVEL ONE 28.5.2008

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