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travel. one

das Magazin für Reiseprofis

Ausgabe sieben 5. April 2013

Specials in

dieser Ausgabe:

Versicherungen

Kroatien

Schwellenländer gewinnen

als Quellmärkte massiv

an Bedeutung. Die Folgen

für Destinationen und die

deutsche Touristik. Ab Seite 10

Handtuchkrieg 3.0

Interview

Dietmar Gunz

prescht im Orient vor

Der FTI-Chef will Oman zum

Badeziel machen. Seite 8


2

rubrik.thema


ausgabe sieben.editorial

Allianzen werden

Nebensache

Das war deutlich – in einem Interview mit dem »Handelsblatt«

erklärte Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer, eine Airline-

Allianz sei »wie ein Club, in dem man sich die Partner suchen

kann, mit denen man enger zusammenarbeitet«. Und er fügte

hinzu: »So halten wir das auch.« Damit sprach der Österreicher

aus, was viele ohnehin bereits vermuteten: Die Bedeutung

von Bündnissen wie der Star Alliance, Oneworld oder Skyteam

ist massiv gesunken. Von ihren Mitgliedern einst als zukunftsweisend

gefeiert und von Verbraucherorganisationen als

kartellähnliche Gebilde gebrandmarkt, werden die Allianzen

nun zu losen Bündnissen eingedampft, in denen die Partner

miteinander kooperieren oder eben nicht. Beteiligungen wie

die von Etihad Airways an Air Berlin und bilaterale Bündnisse

wie das zwischen Air Berlin, Etihad und Air France/KLM sind

deutlich wichtiger. Auch bei Lufthansa spielt die Allianz keine

große Rolle mehr, wenn von strategischen Entscheidungen

die Rede ist. Zwar hilft es bei den Planspielen zu einem

möglichen Bündnis mit Turkish Airlines, dass auch die Türken

Mitglied der Star Alliance sind, eine Grundvoraussetzung ist

dies aber wohl nicht mehr.

Christian Schmicke

Chefredakteur

Der Hauptgrund für die Schwäche der Allianzen liegt darin,

dass die aggressiv auftrumpfenden Carrier aus den Golfstaaten

sie konsequent ignorieren. Hinzu kommt ein Geburtsfehler,

den die Allianzen nie beheben konnten: Eine halbwegs

homogene Produktqualität unter ihren Mitgliedern ist für die

Kunden ein Wunschtraum geblieben.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

travel.one 5.4.2013 3


ausgabe.sieben 2013

Inhalt

16

34

Foto: ollyy/Shutterstock

puls

titelthema

10 Neue Märkte.

Chinesen in Interlaken, Brasilianer in der Karibik:

Urlauber aus den BRIC-Staaten erobern die Welt

und verändern die touristische Landschaft.

6 Travel Industry Day. Sonderkonditionen für Abonnenten.

8 Interview. FTI-Chef Dietmar Gunz über seinen

neuen Vollcharter in den Oman und Parallelen zur

Dominikanischen Republik.

produkt

16 Versicherungen. Betrugsfälle sind keine Seltenheit.

Vor allem bei Reisegepäck- und Reisekrankenversicherung

wird viel getrickst.

24 Reiserücktritt. Gute Noten von »Finanztest«.

25 Hanse Merkur. Mehr Sicherheit für Online-Käufer.

32 Airlines/Airports. Neuer Transfertunnel in Düsseldorf +++

SAS ändert Serviceklassen +++ Maastricht Airlines verschiebt

Flugbetrieb +++ Stuttgart beschleunigt Bordkartenkontrolle.

Foto: Travel One

sales

34 Schulung. 30 Reiseprofis erkunden beim »Top Favourite

Expertenworkshop« von Thomas Cook, Neckermann Reisen

und Travel One die türkische Riviera.

36 RTK. Neuer Partner in Belgien.

38

destination

38 Kroatien. Nach dem kräftigen Gästeplus des vergangenen

Jahres schmiedet Kroatien für 2013 große Pläne.

42 Valamar. Erstes Fünf-Sterne-Hotel in Dubrovnik geplant.

Foto: Croatian National Tourist Board

exit

46 Peps. Schnäppchen für Touristiker.

47 TV-Tipps.

48 Leute. Kirsten Feld-Türkis verlässt

TUI Deutschland.

49 Leserbriefe. Impressum.

50 Persönlich. Dietmar Malcherek,

Bereichsleiter Mittelmeer bei Dertour.

4


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thema.rubrik

JERUSALEM

EINE 3.000 JAHRE

ALTE KULTURMETROPOLE

Die Heilige Stadt bietet das ganze Jahr über ein sehr

breites Angebot an kulturellen und musikalischen Events

Jerusalem ist nicht nur das Zentrum der drei

monotheistischen Weltreligionen, es ist

gleichzeitig eine einzigartige Metropole mit

einer sehr lebendigen Kulturszene und mitreißenden

Events das ganze Jahr über.

Das Zusammenspiel von Antike und Moderne,

von Heiligem und Weltlichem, von alten Traditionen

und modernem Lifestyle macht den besonderen

Reiz Jerusalems aus.

Schrein des Buches, Israel Museum

Open-Air-Bühne Sultan‘s Pool

www.itraveljerusalem.com/de

2013 wurde das Kulturangebot der Stadt weiter

ausgeweitet. Über das ganze Jahr verteilt,

bietet Jerusalem ein sehr abwechslungsreiches

Programm. Eines der absoluten Highlights in

Jerusalems Kulturkalender ist das Israel Festival

im Mai und Juni. Dabei handelt es sich um eine

dreiwöchige Gala für Kunst, Tanz, Musik und

Theater in Jerusalems Top-Locations wie dem

Davidsturm in der Altstadt. Als alternative Veranstaltung

fi ndet im Mai das Musrara Mix Festival

statt, das als fachübergreifende Veranstaltung

Teil des UNESCO-Netzwerks der Kulturprogramme

ist und jungen Künstlern die Möglichkeit

gibt, ihre Werke auf die Bühne zu bringen.

Ein weiteres Highlight ist die am 15. Juni beginnende

Season of Culture, die jeden Sommer ein

umfangreiches Angebot an kulturellen Events

bietet – viele davon auf einer der zahlreichen

Open-Air-Bühnen.

Im September kommen die Liebhaber der Klassikmusik

bei den Kammermusikfestspielen voll

auf ihre Kosten. Jedes Jahr wird eine Reihe von

faszinierenden Klassikkonzerten veranstaltet.

Israel ist das Land mit der größten Anzahl von

Museen pro Einwohner und Jerusalem ist dabei

die Kulturhauptstadt des Landes mit 150 Museen

und kulturellen Einrichtungen. Wenn eines

dabei herausgestellt werden sollte, ist es sicherlich

das Israel Museum, das als Nationalmuseum

des Landes zu den globalen Spitzenreitern

in den Bereichen Kunst und Archäologie gehört.

Bis Oktober 2013 wird im Israel Museum die

Ausstellung Herodes der Große: die letzte Reise

eines Königs im Mittelpunkt stehen.

Auch in Sachen Sport-Events hat Jerusalem immer

mehr zu bieten. Der Internationale Jerusalem

Marathon 2013 am 1. März mit rund 20.000

Läufern war ein voller Erfolg und die Tendenz

ist weiter steigend. Für die vierte Aufl age am

21. März 2014 werden sogar noch mehr Läufer

aus der ganzen Welt erwartet. Außerdem wird

im Juni die U21-Europameisterschaft im Fußball

stattfi nden. Am 13. und 14. Juni wird ein

Formel-1-Show-Run der Scuderia Ferrari ein

einmaliges Szenario der PS-Boliden unterhalb

der Jerusalemer Altstadtmauern bieten.

Beim perfekten Jerusalem-Erlebnis dürfen natürlich

die klassischen Sehenswürdigkeiten nicht

fehlen. Die Grabeskirche, die Klagemauer und

den Tempelberg mit Felsendom, die sich alle innerhalb

der Altstadtmauern befi nden, muss man

einfach gesehen haben. Direkt vor den Altstadtmauern

liegt mit der City of David das älteste

besiedelte Wohnviertel Jerusalems mit einer großen

archäologischen Ausgrabungsstätte.

Jerusalem ist die Stadt der Kontraste und bietet

für jeden Besucher etwas. Die Möglichkeiten

sind unbegrenzt und überwältigend.

Marketingaktivitäten:

Jerusalem ist mit seinem Facettenreichtum, seinen

Attraktionen und einem nur vierstündigen

Flug von Deutschland aus das perfekte Ziel für

eine besondere Städtereise. Um einen Jerusalem-Aufenthalt

noch attraktiver zu machen, hat

die Jerusalemer Tourismusbehörde die sog.

City-Break Gutschein-Coupons aufgelegt. Besucher,

die mindestens vier Nächte in einem der

ausgewählten Hotels der Stadt bleiben, werden

mit einer Reihe von Gutscheinen und Ermäßigungen

für attraktive Sehenswürdigkeiten, Restaurants,

Bars und Cafés belohnt. Zusätzlich

gibt es noch eine einmalige Abendshow, ein

Dinner und eine Stadtführung gratis.

Bei Fragen rund um die Stadt Jerusalem, steht Ihnen die Vertretung der Jerusalemer

Tourismusbehörde in Deutschland zur Verfügung. Ihr Ansprechpartner: Thomas Gigla

Tel.: 02104 - 95 24 129

travel.one E-Mail: jerusalem@travelmarketing.de

5.4.2013 5


ubrik.thema

puls

Günstiger zum Travel Industry Day

n Travel One-Abonnenten, die beim ersten

Travel Industry Day am 27. Mai in Dreieichenhain

mit von der Partie sein wollen, aber nicht

Mitglied des Travel Industry Clubs sind, können

zum gleichen Tarif an der Veranstaltung teilnehmen

wie die Mitglieder des Clubs. Wer sich

auf der Website des Travel Industry Clubs online

und zusätzlich per E-Mail an daniela.gerdes@

travelindustryclub.de als Abonnent des Magazins

für Reiseprofis anmeldet und ausweisen kann, zahlt

den ermäßigten Tarif von 260 Euro für die hochkarätig

besetzte Veranstaltung.

Denn auf dieser diskutieren in der Event-Location

The Aircraft at Burghof unter anderem Sören

Hartmann, Chef der Rewe Touristik, Wolfgang

Altmüller, Vorstandsvorsitzender VR meine Raiffeisenbank,

Traffics-Chef Salim Sahi, Thomas-Cook-

Vertriebsgeschäftsführer Georg Welbers, Expedia-Deutschland-Chef

Andreas Nau und FTI-Geschäftsführer

Boris Raoul über die Zukunft von

Veranstaltern und Vertrieb. Weitere Foren widmen

sich Themen aus Luftfahrt, Hotellerie und Business

Travel.

www.travelindustryclub.de/go/

travel-industry-day

The Aircraft at Burghof heißt der Veranstaltungsort des Travel Industry Days

Foto: The Aircraft at Burghof

Neuer Reisebüro-Verbund

n Unter dem Slogan »So geht Reisebüro gestern, heute und morgen« hat sich die »Inhaber Geführte

Reisebüro Organisation« (IGRO) gegründet. Das Bündnis aus stationären Reisebüros

versteht sich als Netzwerk und wurde ausschließlich von Agenturen der RTK-Kooperation initiiert.

Der neue Verbund umfasst derzeit 38 Mitglieder. Zu den Zielen der IGRO gehört die Interessenvertretung

gegenüber Veranstaltern, Politik, Wirtschaft und der Öffentlichkeit. Denn die

Wahrnehmung der Veranstalter konzentriere sich zunehmend auf den eigenen Internetauftritt

und Direktvertrieb, dem wolle man künftig mit gemeinsamen Auftritten und kreativem Marketing

entgegentreten, um so »mehr Lust auf Reisebüro« zu wecken, wie der Vorsitzende des Vereins,

Manuel Larios (Foto) erklärt. Weitere Schwerpunkte will die Initiative auf die Vernetzung

mit regionalen Interessengemeinschaften und Vereinen sowie auf das Thema Aus- und Fortbildung

legen. RTK-Büros können dem Verein online beitreten unter www.igroev.de

6

5.4.2013 travel.one


Anzeige

Mit Bar-Reserve

nach Zypern

n Das Auswärtige Amt rät Reisenden,

die Zypern besuchen,

mehr Bargeld mitzunehmen,

als sie es bei Reisen innerhalb

der EU normalerweise täten.

Zwar unterliegen Abhebungen

von deutschen Konten sowie

Zahlungen mit Kredit- oder

EC-Karte keinen staatlichen Beschränkungen.

Es sei jedoch

damit zu rechnen, dass Kartenzahlungen

an einigen Stellen,

vor allem an Tankstellen und

in kleineren Hotels und Restaurants,

nur eingeschränkt akzeptiert

werden.

Anzahlung

erhöht

n TUI Cruises hat für Reisen,

die vom 24. April 2014 an starten,

die Höhe der Anzahlung

für die sogenannten »Wohlfühlpreise«

um fünf auf 25 Prozent

angehoben. In dieser Buchungsklasse

können Kunden

ihre Wunschkabine wählen sowie

Suiten und Familienkabinen

buchen. In der Kategorie

»Flex-Preis«, in der die Reederei

Kunden die konkrete Kabine

zuweist, ändert sich nichts.

Hier liegt die Anzahlungshöhe

bei 35 Prozent. Mit der Anzahlung

ändert sich zur Saison

2014/15 auch die Höhe

der Stornokosten. Sie steigen

bis 50 Tage vor der Abreise

bei Wohlfühlpreis-Buchungen

ebenfalls von bisher 20 auf 25

Prozent des Reisepreises.

tuicruises.com/preismodelle

Sabine Hornig

Premium Reisebüro, Leipzig

BEST-RMG-Mitglied seit 2008

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1-Jahres-

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Katar verschiebt

Airport-Eröffnung

n Zum vierten Mal wurde die am

1. April geplante Eröffnung des

neuen Hamad International Airports

in Doha verschoben. Der

neue Flughafen erfülle nicht die

kürzlich neu eingeführten Sicherheitsauflagen

des Innenministeriums,

heißt es in Medien

aus der Region. Ursprünglich

sollte der Airport bereits 2010

den Betrieb aufnehmen.

Luxuswoche

in Kemer

n Maria Telle vom Reiseland in

Magdeburg reist mit Begleitung

für eine Woche ins Fünf-Sterne-

Hotel Crystal Deluxe Resort &

Spa in Kemer. Sie gewann den

Hotelaufenthalt, gesponsert von

Schauinsland Reisen, durch ihre

Teilnahme an der großen Barometer-Umfrage

zur Qualität des

Telefonservices von 32 Airlines.

travel.one 5.4.2013 7


puls.interview

Wird der Oman ein

neues Massenziel, Herr Gunz?

Das Interview führte Christian Schmicke.

Dietmar Gunz (53) ist Gründer,

Gesellschafter und CEO der

FTI Group. Das Unternehmen

erreichte im Geschäftsjahr

2011/12 einen konsolidierten

Umsatz von 1,8 Milliarden Euro.

Das Interview führte

xxxxxxxxxxxxxx xxxxxx.

FTI ist einst mit der Erschließung

der Dominikanischen Republik für

breite Kundenschichten aus

Deutschland groß geworden. Nun

bieten Sie Charterflüge nach

Salalah im Oman an. Sehen Sie für

das Land eine ähnliche Perspektive?

Gunz: Es gibt tatsächlich Dinge, die

an die Dominikanische Republik vor

20 Jahren erinnern. Zum Beispiel

eine endlos lange Küste mit tollen

Stränden, die es mit denen in der

Karibik und im Indischen Ozean

durchaus aufnehmen können. Allerdings

ist der Oman schneller erreichbar,

es herrscht nur eine geringe

Zeitverschiebung von zwei

Stunden im Sommer und drei Stunden

im Winter zu Deutschland und

die Region um Salalah ist bis auf die

Regenzeit im Sommer auch klimatisch

ein perfektes Reiseziel.

Das Tourismusministerium des

Landes hat stets betont, dass man

eine schnelle Entwicklung zum

Massentourismus ablehne. Ist Ihr

Charter-Engagement ein Zeichen

für einen Strategiewechsel?

Das Tourismusministerium unterstützt

uns. Ich bin mir auch sicher,

dass die Regierung keinesfalls etwas

gegen zahlreiche Gäste hat, die die

Hotelkapazitäten auslasten. In der

Region um Salalah ist das passende

Hotelangebot für eine größere Zahl

von Gästen ja durchaus vorhanden.

Von Massentourismus sind wir allerdings

weit entfernt, und das ist auch

nicht unser Ziel. Dass die Entwicklung

im Oman bedächtiger voranschreitet

als etwa in den Vereinigten

Arabischen Emiraten, liegt daran,

dass man hier alle Dinge wesentlich

gemütlicher angeht. Die Uhren ticken

einfach langsamer. Der Oman

ist das pure Gegenteil von Dubai, wo

an sieben Tagen in der Woche und

24 Stunden am Tag Geschäftigkeit

herrscht.

Als Badeziele erfolgreich sind

heute vor allem Destinationen mit

einem ausgeprägten Angebot an

All-inclusive-Hotels. Das gibt es

bislang im Oman nicht. Sehen Sie

darin einen Wettbewerbsnachteil?

Das wäre es zweifellos. Aber wir haben

gemeinsam mit den Hoteliers

All-inclusive-Konzepte entwickelt

und bieten wahlweise Übernachtung

mit Frühstück, Halbpension und Allinclusive

an. Im Hilton Salalah zum

Beispiel, einem unserer wichtigsten

Partnerhotels, wird eins zu eins das

All-inclusive-Konzept des Hilton Ras

Al Khaimah umgesetzt.

Der Oman ist bislang eher ein Ziel

für kultur- und naturinteressierte

Besucher oder für Taucher. Wie haben

Sie die Potenziale des Landes

als Badeziel entdeckt?

Unsere Incoming-Tochter Meeting

Point ist seit fünf Jahren im Land aktiv.

Seit dieser Zeit betreut sie auch

skandinavische Gäste, die bereits

mit Charterflügen aus Stockholm

dort landen. Wir haben die Entwicklung

der touristischen Infrastruktur

aufmerksam verfolgt und sind sicher,

dass jetzt der richtige Zeitpunkt

gekommen ist, um auch mit

dem deutschen Markt einzusteigen.

Die neuen Hotelprojekte in der

Region um Salalah rangieren durch

die Bank im hochwertigen

Segment. Haben Sie nicht die

Sorge, dass das Preisniveau zu

hoch sein könnte, um Ihre

Charterkapazitäten zu füllen?

8

5.4.2013 travel.one


interview.puls

Nein, ganz und gar nicht. Die Preise liegen

weit unter denen in der Karibik und im Indischen

Ozean. Und sie sind auch günstiger

als etwa in Dubai. Wir bewegen uns in der

Hotellerie bei guten Qualitätsstandards auf

einem Preisniveau, das durchaus mit Ländern

wie der Türkei vergleichbar ist. Unser

Charterflug-Angebot für den Oman versetzt

Kunden in die Lage, für weniger als 1.000

Euro eine Fernreise zu machen.

Wie sehen Sie die mittel- und langfristige

touristische Zukunft für den Oman?

Das Land hat eine Riesenentwicklung vor

sich, denn alle wichtigen Parameter für eine

Badedestination stimmen. Natürlich müssen

wir bei Vertriebspartnern und Kunden

erst einmal Überzeugungsarbeit leisten

und sie über die Besonderheiten der Region

informieren. Dabei wird es uns helfen, dass

der Oman in Deutschland ein positives

Image als orientalisches Land mit geradezu

mystischen Zügen genießt.

Vorstoß im Orient

FTI bietet von September an einmal

pro Woche samstags von München,

Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf,

Berlin Tegel, Zürich und Wien

Charterflüge Flüge nach Salalah an.

Flugpartner ist Sun Express. Bei einem

Stopp in Izmir steigen die Gäste

in eine Chartermaschine von Sun Express

um, die sie nach Salalah bringt.

Die Rückflüge erfolgen am Sonntag.

Vor Ort hat sich der Veranstalter Kapazitäten

im Hilton Salalah, dem

Crowne Plaza Salalah oder dem Salalah

Marriott Resort gesichert. Letzteres

ist Teil des neuen Hotelprojekts

Mirbat Beach, rund 70 Kilometer von

Salalah entfernt. Zum Portfolio zählt

auch das Juweira Boutiquehotel,

das dem neuen Ferienresort Salalah

Beach angehört. Neben eigenen

Golfplätzen, Marinas und Geschäften

sind dort insgesamt fünf Strandhotels

geplant. Das Fünf-Sterne Juweira

Boutiquehotel ist bereits eröffnet,

als nächstes soll Mitte Dezember

das Rotana Salalah Beach Gäste

empfangen und bei FTI buchbar sein.

Weitere Hotels sollen folgen. FTI-

Chef Dietmar Gunz strebt mit seinem

Charterflugprojekt, für das der

Vertrag zunächst bis Mitte Juni 2014

läuft, nach eigener Aussage rund

10.000 Gäste an.

YEAH!

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und schenken Sie Ihnen viele unvergessliche Momente an Bord

unserer Schiffe, die jetzt alle mit den beliebtesten Einrichtungen

der Oasis Klasse ausgestattet wurden. Und währenddessen

können Sie sich über ein sattes Umsatzplus freuen.

»Unsere Gegner heißen nicht FTI, Alltours oder

Schauinsland, sondern hrs.de und booking.com.«

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travel.one 5.4.2013 9

*Angebotsbedingung siehe Extranet


titelthema.markt

Den Luxus des Reisens haben längst nicht mehr Europäer und Nordamerikaner für sich

gepachtet. Bürger von Schwellenländern erobern die Welt – das hat vielfältige Folgen.

Die Neuen

kommen

Würden die 250 Frauen und

Männer heute am Frankfurter

Flughafen landen, niemand

würde ihnen Beachtung schenken.

Am 15. Februar 2003 aber umringt

ein Tross Journalisten die Ankömmlinge

aus China. Sie sind die ersten Touristen

aus dem Reich der Mitte.

Zehn Jahre später tummeln sich tausende

Chinesen in Heidelberg, Neuschwanstein

und München. Sie gehören

in Deutschlands Top-Zielen – wie

auch anderswo auf dem Globus – zum

alltäglichen Bild. Reisefreiheit und

zunehmender Wohlstand haben dafür

gesorgt, dass das Milliarden-Volk

nun Urlaub außerhalb seines Landes

macht. Und auch andere Nationen, denen

der Luxus des Reisens lange verwehrt

blieb, erobern als Touristen die

Welt. Brasilianer, Russen und Inder –

sie sind wie die Chinesen Angehörige

aufstrebender Volkswirtschaften, den

sogenannten BRIC-Staaten – spielen

10

5.4.2013 travel.one


markt.titelthema

Foto: Interlaken Tourismus

auf der Bühne des Tourismus eine immer

wichtigere Rolle. Mit Folgen für

Destinationen und Reiseindustrie.

Reiseströme nach Deutschland.

Für rund 50.000 Landsleute organisiert

Li Jingxue, Produktmanager bei Caissa

Touristic in Hamburg, inzwischen jedes

Jahr Reisen nach Europa. Der deutschchinesische

Veranstalter verdient sein

Geld längst nicht nur mit Deutschen,

die er nach China schickt. Er ist ebenso

im Incoming stark.

Caissa Touristic betreute im Februar

2003 einen Teil der so viel Aufmerksamkeit

auf sich ziehenden Gruppe. Die

Volksrepublik hatte damals Deutschland

als ersten europäischen Staat

in die Liste der »genehmigten Ziele«

aufgenommen, sodass ihre Bürger mit

einem Touristenvisum einreisen konnten.

Bis dahin durften Chinesen lediglich

aus beruflichen Gründen in die

Bundesrepublik.

Heute kommt die Mehrzahl zum

Sightseeing und Shoppen, weiß Li.

»Doch Deutschland ist häufig nur eine

Zwischenstation«, sagt er. Beliebt sind

Frankfurt & Co. aber weiterhin. Knapp

3,8 Millionen Chinesen reisten im vergangenen

Jahr nach Europa, so das Beratungsunternehmen

IPK. Machten sie

Urlaub, dann ging es meist in die Bundesrepublik

– oder nach Frankreich

und Italien. Oder in die Schweiz.

Schweizer Höhenrausch.

Interlakens Hoteliers reiben sich derzeit

die Augen. Jungfraujoch, Uhren

und selbst Skipisten sorgen für einen

anhaltenden Besucheransturm. 2012

entfielen doppelt so viele Übernachtungen

auf chinesische Gäste wie im

Jahr zuvor, rund 87.500 der knapp

BRIC im

Ausland

Laut IPK reisen rund 54,3 Millionen

Bürger der vier BRIC-Nationen

derzeit ins Ausland. 23,8 Millionen

Russen, 18,3 Millionen Chinesen

aus der Volksrepublik (ohne Reisen

nach Hongkong und Macau), sieben

Millionen Inder und 5,2 Millionen

Brasilianer besuchen Länder

fern ihrer Heimat.

In den BRIC-Staaten leben knapp

drei Milliarden Menschen, Europa

dagegen hat nur 500 Millionen

Einwohner. Diese unternahmen

2012 rund die Hälfte der weltweit

840 Millionen Auslandsreisen.

travel.one 5.4.2013 11


titelthema.thema

Foto: Karen Katrjyan/Shutterstock

Neue Schlüsselmärkte: Südafrikas

Tourismusminister van Schlakwyk

in China, Brasilien und Indien

Foto: SAT

843.000 Logiernächte. China inklusive

Hongkong ist seither der wichtigste internationale

Markt für den Schweizer

Ferienort. Bettina Bhend von Interlaken

Tourismus bezeichnet das Land gar

als Beschleuniger für ganz Asien.

Deutschland steht abgeschlagen auf

Rang drei. Und nicht nur das: Es wäre

nicht verwunderlich, wenn Indien dem

Traditionsmarkt irgendwann diesen

Platz streitig machen würde. Interlaken

zählte im vergangenen Jahr immerhin

56.500 Übernachtungen, die auf das

Konto von Indern gingen – also lediglich

8.500 Nächte weniger als deutsche

Gäste buchten.

Afrikanische Visionen.

Doch nicht nur in Europa werden die

Karten neu gemischt. Überall auf der

Welt schielen Destinationen auf die

BRIC-Staaten. So auch in Afrika. Ägypten

und Tunesien denken laut über eine

Kooperation mit Griechenland und der

Türkei nach. Die Idee: Die Mittelmeer-

Anrainer wollen grenzüberschreitende

Pakete für Chinesen, Inder und Brasilianer

schnüren, weil sich diese nicht

nur wegen eines Landes ins Flugzeug

setzen. Viele Gäste aus Moskau, St. Petersburg

& Co. haben die vier Destinationen

bereits. Die Türkei zum Beispiel

empfing 2012 rund 3,6 Millionen Russen.

Und in Ägypten liegen in zahlreichen

Resorts vor allem russische Urlauber

am Roten Meer. Sie lockt Sonne und

Strand, einen Trip an das andere Ende

Afrikas dagegen erwägen bislang wenige.

Im Gegensatz zu den Einwohnern

Chinas, Brasiliens und Indiens.

Südafrika überlegt seit einigen

Jahren, wie das Land von der neuen

Reiselust profitieren kann. Tourismusminister

Marthinus van Schalkwyk

will China, Brasilien und Indien zu

den wichtigsten Quellmärkten seiner

12

5.4.2013 travel.one


markt.titelthema

thema.titelthema

Immer mehr chinesische Touristen

sonnen sich an den Stränden der Malediven

Heimat machen und investiert dort

in Fremdenverkehrsämter sowie

Werbung. Offenbar mit Erfolg: In

den ersten elf Monaten vergangenen

Jahres reisten knapp 122.500

Chinesen aus der Volksrepublik und

Hongkong an die Spitze Afrikas, 58

Prozent mehr als 2011. Zudem verdoppelte

sich die Zahl der Brasilianer

(70.500), und aus Indien kamen

18 Prozent mehr Gäste (97.600).

Die drei Länder haben damit für

Südafrika zwar noch immer nicht

die gleiche Bedeutung wie Großbritannien,

die USA oder Deutschland.

Doch China mutierte in kurzer Zeit

zum viertwichtigsten Überseemarkt.

»Die aufstrebenden Märkte

sind der Schlüssel zum derzeitigen

Erfolg von Südafrikas Tourismusindustrie

und ihrem künftigen Wachstum«,

meint van Schalkwyk.

Liebling Malediven.

In Botswana äußert derzeit vermutlich

noch niemand solch eine

Ansicht. »Man muss auf die neuen

Touristen auch vorbereitet sein«,

sagt Myra Sekgororoane, Chefin der

Botswana Tourism Organisation,

und ergänzt: »Es fehlen uns häufig

schlichtweg die Sprachkenntnisse.«

Trotzdem liebäugelt auch Südafrikas

Nachbar mit den BRIC-Staaten. Sekgororoane

und ihr Team nahmen im

Januar erstmals an einer Tourismusmesse

in Brasilien teil. Und diesen

Monat feiern sie auf einer Messe in

China mit einem Stand Premiere.

Ein Stück weiter östlich, im Indischen

Ozean, geht es bereits um

andere Dinge. Etwa um die Frage, ob

sich Chinesen im Hotelzimmer Instantnudeln

zubereiten dürfen oder

nicht. Die Touristen aus dem Reich

der Mitte sind auf den Malediven

mit großem Abstand die wichtigste

Besuchergruppe. Deutsche und

Briten, die Nummer zwei und drei,

kommen gemeinsam nicht auf ihre

Zahl: Knapp 230.000 chinesische Urlauber

sonnten sich im vergangenen

Jahr an den Stränden des Archipels.

China in Australien.

Spitzenreiter ist China inzwischen

auch in Australien. Das Land registrierte

2012 allein aus der Volksrepublik

rund 626.400 Besucher, zudem

entschieden sich 176.600 Hongkong-

Chinesen für einen Aufenthalt auf

dem Roten Kontinent. Lediglich aus

dem nahen Neuseeland reisten noch

mehr Touristen ein.

So ist es nicht verwunderlich,

dass Tourism Australia in China

kräftig ins Marketing investiert.

Die etablierten Märkte in Europa

vernachlässige das Land trotzdem

nicht, heißt es seitens des Fremdenverkehrsamts.

Und gleichzeitig sehe

man sehr genau auf den wachsenden

Markt in Südamerika. Noch fallen

Brasilianer in Australien kaum

auf. Ihre Zahl beziffert Tourism Australia

für 2012 mit 31.000.

Aufholjagd in den USA.

Ganz anders sieht das auf dem amerikanischen

Kontinent aus. Ob New

York oder die Nationalparks – die

Sehenswürdigkeiten der USA ziehen

weiterhin mehr Deutsche und

Briten als Bürger der BRIC-Staaten

an. Zwei Nationen holen aber kräftig

auf. In den ersten zehn Monaten des

vergangenen Jahres tourten 1,4 Millionen

Brasilianer und 1,3 Millionen

TOLLE FERIEN

AM MEER!

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer

Marmaris • Bodrum • Kusadasi

Türkei

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer

Marmaris • Bodrum • Kusadasi

Türkei

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer

Marmaris • Bodrum • Kusadasi

APRIL – OKTOBER 2013

Türkei

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer

Marmaris • Bodrum • Kusadasi

APRIL – OKTOBER 2013

travel.one 5.4.2013 13


titelthema.markt

»Hohe Auslastungen lassen in Brasilien

kaum Preisdiskussionen zu.« Jörn Krausser

Neue Kreuzfahrer

Chinesen durch die Vereinigten Staaten.

Das Bemerkenswerte dabei: das Plus aus

Brasilien betrug 16,8 Prozent und der Zuwachs

aus China sogar 37 Prozent.

Für die Brasilianer ist auch die Karibik

ein beliebtes Urlaubsziel. Die Asiaten allerdings

haben die Inseln noch nicht für sich

entdeckt. Beispiel Dominikanische Republik:

Lediglich 2.070 Chinesen genossen im

vergangenen Jahr Karibik-Feeling – aber

81.500 Brasilianer und 168.000 Russen. Und

184.000 Deutsche.

Etliche Hochseereedereien versprechen sich Zuwächse aus den

BRIC-Staaten. Sie haben dabei insbesondere den chinesischen

und den brasilianischen Markt im Visier. Drei Beispiele:

Royal Caribbean Cruises geht davon aus, dass die Zahl der

Kreuzfahrtpassagiere aus Asien stark wächst. Die Reederei verlagerte

daher einen Teil ihrer Kapazität von Europa nach China. Sie

setzt diesen Sommer zwei Schiffe der Marke Royal Caribbean International

– die Voyager of the Seas und die Mariner of the Seas

– für Kreuzfahrten ab Schanghai ein. Vor drei Jahren fuhr dort

noch kein RCC-Schiff.

Costa Kreuzfahrten ist dieses Jahr regelmäßig mit der Costa

Atlantica und der Costa Victoria vor der chinesischen Küste unterwegs.

Die Reisen starten in Schanghai und in Tianjin. Costa ist

bereits seit etlichen Jahren in China aktiv und hat nach eigenen

Angaben dort ambitionierte Ziele. In Südamerika setzt die Reederei

die Costa Favolosa und die Costa Fascinosa für Kreuzfahrten

ab Buenos Aires ein.

MSC schickt die Poesia im Winter nach Brasilien. Rund 80 Prozent

der Passagiere stammen bei den Reisen ab Buenos Aires

aus dem Land. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2014

fungieren die Sinfonia und die Musica als Hotelschiffe.

Mehr Konkurrenz.

»In der Hochsaison kommt es inbesondere

auf den Großen Antillen zu einem stärkeren

Wettbewerb um Hotels und Betten«,

weiß Roland Junker, als Senior-Produktmanager

bei Thomas Cook für die Fernstrecke

West verantwortlich. Doch nicht nur in der

Karibik sorgen Urlauber aus den BRIC-Staaten

dafür, dass sich die Spielregeln für deutsche

Veranstalter ändern. In Brasilien belegen

die Brasilianer selbst inzwischen einen

großen Teil der Betten. »Wir bekommen

durchaus noch die notwendigen Verfügbarkeiten«,

sagt Jörn Krausser, Lateinamerika-

Produktleiter bei Dertour. Aber: »Die hohen

Auslastungen lassen kaum Preisdiskussionen

zu.« Das betreffe auch die Flüge innerhalb

des Landes und nach Europa.

Und auf den Malediven, dem chinesischen

Boom-Ziel? »Wir stellen nicht fest,

dass die Kapazitäten in den asiatischen

Markt fließen«, betont Mahpar Azazpira,

TUI-Produktleiterin für den Indischen Ozean.

Eine andere Beobachtung macht Muriel

Sadek: »Manche Resorts konzentrieren sich

verstärkt auf China, dadurch reduzieren

sich die Kontingente für europäische Veranstalter«,

erklärt die Managerin, die sich

innerhalb der FTI-Gruppe um den Indischen

Ozean kümmert.

Dass deutsche Urlauber deshalb den

Kürzeren ziehen, ist laut Anantara nicht

der Fall. Die Hotelkette ist mit vier Resorts

auf den Malediven vertreten. In den Kihavah

Villas zum Beispiel gebe es immer

genügend Zimmer für Besucher aus der

Bundesrepublik, unterstreicht sie. Wie viele

chinesische Gäste das Resort in der Regel

hat, darüber schweigt sich Anantara allerdings

aus.

Verlässlichkeit als Plus.

Doch ob die BRIC-Nationen den Deutschen

dort oder anderswo auf der Welt künftig

ernsthaft das Handtuch auf der Strandliege

streitig machen – die Veranstalter rechnen

14

5.4.2013 travel.one


markt.titelthema

Neue Gäste für Hotels

In der Hotellerie ändert sich durch die zunehmende Reiselust der

BRIC-Nationen der Gästemix. Ein Beispiel:

Für Kempinski sind die Deutschen noch immer die wichtigste

Gästegruppe. Auf Platz zwei stehen die Chinesen (2012: elf Prozent

der Übernachtungen), gefolgt von den Russen (2012: sechs Prozent

der Übernachtungen). Nur wenige Inder und Brasilianer übernachten

in den Häusern der international agierenden Hotelgruppe.

Um mehr Kunden aus China zu gewinnen (Chinesen sind bei Auslandsreisen

bereit, mehr für ein Hotelzimmer zu zahlen als andere

Nationen), will Kempinski seine Vertriebskanäle ausbauen, so Riko

van Santen, Vize-Präsident Digitale Strategie und Vertrieb.

Foto: Gary Yim/Shutterstock

nicht damit. »Eine Konkurrenzsituation

mit anderen Ländern ist nicht neu«,

unterstreicht Heike Niederberghaus,

Geschäftsführerin der FTI Touristik.

Verlässlichkeit lautet das Zauberwort,

mit denen deutsche Touristiker beim

Einkauf weiterhin punkten wollen.

»Durch eine langjährige Zusammenarbeit

haben wir bei unseren Leistungsträgern

noch immer eine bevorzugte

Stellung«, meint Dertour-Fernreisen-

Chef Günter Rücker. Und Thomas-Cook-

Manager Junker betont: »Der deutsche

Markt reist ganzjährig und bringt somit

in allen Nebensaison-Monaten den

Hoteliers Auslastung.«

Und dann gibt es natürlich noch

einen anderen Aspekt: Nicht nur Caissa

Touristic schlägt Kapital aus der gut

verdienenden Mittelschicht der BRIC-

Staaten. Die US-amerikanische DER-

Tochter schneidert für Brasilianer Reisen

durch die USA. Und TUI umgarnt

russische und chinesische Touristen –

erste Erfahrungen sammelte der Konzern

übrigens 2003, als einer der drei

Veranstalter, welche die 250 Gäste aus

China betreuten.

Petra Hirschel

travel.one 5.4.2013 15


produkt.thema

produkt.versicherungen

Trau, schau,

wem

Die Liste der Betrügereien bei Reiseversicherungen ist

lang. Vor allem bei Reisegepäck- und Reisekrankenversicherungen

wird immer wieder versucht, zu tricksen.

Wolfgang Mayrhofer (ERV): »Oft

sehr plumpe Versuche«

Kristina Düring (MDT): »Auch bei

Reiseversicherungen gibt es so

etwas wie eine ›schwarze Liste‹«

Die eigene Versicherung zu betrügen,

wird oft nicht als Vergehen angesehen.

Denn viele betrachten die

Auszahlung der (angeblichen) Schadenssumme

als Gegenleistung für die selbst

eingezahlte Prämie. Für 20 Prozent stellt

ein Betrug nur ein Kavaliersdelikt dar, so

das Ergebnis einer Studie der GfK im Auftrag

des Gesamtverbandes der Deutschen

Versicherungswirtschaft im Sommer 2011.

In fünf Prozent der Haushalte wurde bereits

ein solches Vergehen begangen. Die

am meisten betroffenen Sparten sind Haftpflicht-

und Hausratversicherung. Und immer

wieder treten Fälle auf, in denen Einbrüche

nicht wahrheitsgemäß dargestellt

werden, um zu verschleiern, dass das Haus

nicht richtig abgeschlossen war. Meist wird

der Schaden auch von vornherein frei erfunden.

Die Versicherungsdetektive haben

alle Hände voll zu tun. Die Untersuchung

der GfK hat aber auch festgestellt, dass

die Mehrzahl der Versicherungsbetrüger

durchaus weiß, dass mit einem Betrug allen

Versicherten geschadet wird.

Viele Betrugsfälle bei Gepäck.

Auch in der Reisebranche kommt es immer

wieder zu Betrugsversuchen oder

-fällen. Der Anteil an allen Schadenfällen

ist mit einem Wert zwischen 0,1 und 0,3

Foto: ollyy/Shutterstock

Prozent allerdings noch niedrig. Dennoch

müssen die Versicherer in ihren Schadensabteilungen

oft zu genauen Überprüfungen

der Sachverhalte schreiten. »Wir konnten

einige Male feststellen, dass es den

Kunden nur darum geht, dass sie ihr Geld

ausgezahlt bekommen. Das Gespür für

den Betrug und das Unrechtsbewusstsein

fehlen«, berichtet Wolfgang Döring, Leiter

der Schadensabteilung der AGA. Sehr oft,

erklärt Kristina Düring, Bereichsleiterin

Reiseversicherungen und Marketing bei

MDT, verlören die Versicherungsnehmer

die »Hemmungen« und argumentierten

so: »Ich habe seit Jahren Prämien gezahlt

und nie ist etwas passiert« oder »ich habe

eine Leistung vom Versicherer bekommen

– nun nehme ich mir ein Teil meiner ein-

16

5.4.2013 travel.one


versicherungen.produkt

thema.produkt

Die Versicherungen sind gegen Versuche ihrer Kunden,

durch Lügen die Schadenssumme erstattet zu bekommen, gut vorbereitet

gezahlten Prämie eben wieder durch

eine etwas nicht so ganz korrekte Schadensmeldung

wieder zurück.«

Eine hohe Zahl an Fällen stellen alle

Anbieter bei Reisegepäckversicherungen

fest. Der Betrug ist meist ohne größere

Probleme möglich. Es komme auf

den Flughäfen ja auch nur sehr selten

vor, dass beim Verlassen der Gepäckausgabe

der Gepäckschein an der Bordkarte

und der am Koffer miteinander

verglichen werden, gibt Dr. Wolfgang

Mayrhofer, Leiter der Schadensabteilung

der ERV, zu bedenken.

»Es ist manchmal erstaunlich, mit

wie viel und mit welcher Art von Gepäck

die Kunden unterwegs sein wollen.

Betrugsfälle erfolgen hier sehr direkt«,

meint Claudia Seel, Leiterin der

Schadensabteilung der Hanse Merkur

Reiseversicherung. »Bei der Gepäckversicherung

ist die Entdeckungsrate aber

auch hoch. Es gibt einige Möglichkeiten

für eine interne Plausibilitätsüberprüfung«,

sagt AGA-Experte Döring. So gebe

es einen umfangreichen Fragenkatalog.

Das Gewicht des Koffers oder auch die

travel.one 5.4.2013 17


produkt.thema

produkt.versicherungen

geflogene Strecke könnten mit Hilfe

von Informationen der Airline abgeglichen

werden. »Man muss findig sein«,

weiß Döring.

Rücktritt stark betroffen.

Versuche, sich den eigenen Vorteil zu

»ergaunern«, tauchen auch immer

wieder in den Sparten der Reiserücktrittskosten

(RRV)- und der Reisekrankenversicherungen

(RKV) auf. Die

Betrüger nutzen Mediziner, die den

Versicherungskunden fingierte Atteste

und Rechnungen ausstellen. Eine

oft genutzte Krankheit im Vorfeld einer

Reise, die zum Einsatz der RRV

verhelfen soll, ist die Gastroenteritis

(Magen-Darm-Entzündung). Einige der

Foto: stockxpert

Versicherungen konstatieren bei den

RRV eine Zunahme der Betrugsfälle in

den vergangenen zehn Jahren. Bei den

sogenannten »Gefälligkeitsattesten«

fällt der Schadensumfang stärker ins

Gewicht als der von fingierten Rechnungen,

die im Ausland während der

Reise ausgestellt und dann nach Ankunft

eingereicht werden, heißt es von

Seiten der ERV. Diese Atteste trudeln oft

nach besonderen Ereignissen in den

Urlaubsländern ein, etwa nach Unwettern

oder politischen Unruhen, berichtet

Torsten Haase, Vorstand Marketing

und Vertrieb der ERV. Ein starker Anstieg

sei beispielsweise in der Zeit nach

dem 11. September 2001 zu verzeichnen

gewesen.

Ohne Wissen der Kunden.

Ein großes und breit gestreutes Feld

von Täuschungen findet sich bei der

Reisekrankenversicherung. Reisende

kommen oft aus dem Ausland mit

überhöhten oder falschen Rechnungen

nach Hause zurück. »Oft kann der

Kunde bei den hohen Rechnungen

nichts dafür, denn es handelt sich um

»Übermaßhandlungen« der Mediziner,

also Untersuchungen, die über nor-

Reisegepäck – Fallbeispiele

Kunden reichen gefälschte Belege oder Rechnungen,

die sie sich von Bekannten besorgen, über

Gegenstände ein, die sich angeblich im Koffer befunden

haben sollen. Dazu gehören dann teure Kameras,

Laptops oder iPads. Die technischen Geräte

sind aber registriert und können nachverfolgt

werden. Andere Variante: Im Koffer haben sich

statt normaler Jeans oder Pullover angeblich teure

Abendkleider oder Markenanzüge befunden.

Kunden melden Koffer nach der Ankunft als gestohlen.

Dabei hat der Reisepartner den Flughafen

bereits mit beiden Koffern verlassen.

Nach der Ankunft werden Schäden an Gepäckstücken

gemeldet, die aber bereits vor Antritt der

Reise bestanden haben.

In den Koffern befindliche technische Geräte werden

nach Autoeinbrüchen als gestohlen gemeldet.

Auf der Fahrt von Land A nach Land B brennt ein

mit Gepäck voll beladener Pkw aus. Das Reisegepäck

ist mehr als gut versichert, alles wird durch Fotos

und Quittungen transparent und nachvollziehbar

belegt. Durch entsprechende Recherche kommt

heraus, dass das Fahrzeug nicht existiert.

18

5.4.2013 travel.one


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produkt.versicherungen

Foto: stockxpert

Reisekrankenversicherung – Fallbeispiele

In vielen Fällen stellen Ärzte ohne das Wissen

der Reisenden eine überhöhte Rechnung für

die Vorlage bei den Versicherungen aus. Oft werden

dabei auch Angestellte der Hotels oder Fahrer

von Krankenwagen eingebunden, die von den

Ärzten dann »Provisionen« erhalten.

Nach einer Wellness-Reise nach Sri Lanka werden

für die Ayurveda-Behandlungen Rechnungen

von einem »Arzt« über die Behandlung akuter

Rückenprobleme eingereicht.

Patienten erhalten von den »Ärzten« – immer wieder sind

dies Heilpraktiker, die in dem Land keine Zulassung haben –

schmerzstillende Injektionen, beispielsweise bei Rückenschmerzen.

Für diese werden dann überhöhte Rechnungen von

600 bis 700 Euro ausgestellt; die Patienten kennen die normalen

Preise nicht.

Iranurlauber wollen den Versicherungen auffallend häufig

Nasenkorrekturen unterjubeln, in Brasilien sind es Schönheitsoperationen.

Im ehemaligen Jugoslawien werden Barrechnungen

über nicht durchgeführte Blinddarmoperationen ausgestellt.

male Behandlungsmethoden

hinausgehen. »Dann

müssen wir gegen die Ärzte

und Krankenhäuser vorgehen,

denn diese versuchen

mit ihren Rechnungen von

den Versicherungen zusätzliches

Geld zu bekommen«,

stellt Düring von der AGA

klar. So gebe es Fälle, in denen

bei Rückenbeschwerden

schmerzstillende Spritzen

verabreicht werden, die

dann 600 bis 700 Euro kosten.

Eines der Probleme sei

dabei natürlich, dass die Patienten

die normal üblichen

Preise nicht kennen.

Es gebe aber auch Beispiele

für Fälle, in denen Ärzte

und Patienten gemeinsame

Sache machen, weiß Mayrhofer.

Patienten kämen immer

wieder mit Rechnungen von

falschen Kliniken zurück. Oft

seien es hohe Barrechnungen.

»Wenn ein Kunde von

einem All-inclusive-Urlaub

auf der Dominikanischen Republik

eine Barrechnung in

Höhe von 4.000 Euro vorlegt,

fällt dies den Mitarbeitern in

der Schadensabteilung gleich

auf.« Je höher die Rechnung

und je detaillierter sie sei,

desto höher der Verdachtsmoment

bei dem geschulten

Team. »Oft sind dies sehr

plumpe Versuche, bei denen

nur einige Zahlen verändert

wurden«, sagt Mayrhofer.

Es gebe bei der RKV eine

Reihe von besonders »anfälligen

Ländern«, die in der

Branche bekannt seien, erklärt

Claudia Seel von der

Hanse Merkur. So waren in

einem dieser Länder in der

»Wir weisen Reisebüros darauf hin, dass wir

erst einmal grundsätzlich davon ausgehen, dass

wir es mit ehrlichen Kunden zu tun haben.«

Kristina Düring, MDT

jüngeren Vergangenheit

Serienbetrüger am Werk,

die gefälschte Rechnungen

eines Krankenhauses vorlegten,

berichtet Döring. Bei

der Überprüfung durch die

20

5.4.2013 travel.one


versicherungen.produkt

thema.produkt

Versicherungen meinten die

Mitarbeiter des Krankenhauses

dann verwundert:

»Sie sind schon die dritte

Versicherungsgesellschaft,

die bei uns anruft.«

erwiesen, wird mindestens

ein Versicherungsverbot

ausgesprochen und gegebenenfalls

ein laufender

Vertrag gekündigt«, erklärt

Hanse-Merkur-Frau Seel die

Folgen. Zu zivilrechtlichen

Prozessen kommt es immer

wieder, den letzten Schritt

eines strafrechtlichen Vorgehens

gehen die Versicherer

aber nur sehr selten.

Bei den Maklern bearbeiten

TAS und MDT die Fälle zuerst

selbst, bevor sie dann an die

Versicherer weiter gegeben

werden. Kaera hat keine eigene

Schadensabteilung, die

Null Toleranz.

Nicht allein durch solche

Fälle werden die Versicherungen

immer genauer in

der Untersuchung, wenn es

auch keine Änderungen in

der Häufigkeit der Betrügereien

gegeben hat. »Die

Dunkelziffer ist hoch«, sagt

Mayrhofer von der ERV. Bei

der AGA gibt es ein eigenes

Betrugs-Team, das sich auch

auf internationaler Ebene

mit den Schwestergesellschaften

der Versicherung

in den anderen Ländern

austauscht. »Wir haben

Vorteile durch unser internationales

Netz und eine

große weltweite Datenbank.

Deutsche reisen in ähnliche

Zielgebiete wie Urlauber

aus Skandinavien, Großbritannien

oder den Niederlanden.

Dadurch haben wir

eine hohe Informationsdichte«,

stellt AGA-Spezialist

Döring fest. Wichtig sei es,

eine Null-Toleranz-Haltung

zu verfolgen: »Die Betrüger

sollen wissen, wir sind nicht

naiv.« Eine Betrugsabteilung

hat auch die ERV, an

die die verdächtigen Fälle

aus der Leistungsabteilung

weitergeleitet werden.

Zu dem internationalen

Netzwerk gehören bei

allen Assekuranzen aber

auch Vertrauensärzte in den

Zielgebieten oder ein Team

von Ermittlern. So arbeitet

die ERV mit einem Detektivbüro

zusammen. »Ist ein

Betrugsversuch zweifelsfrei

travel.one 5.4.2013 21


produkt.thema

produkt.versicherungen

Reiserücktritt – Fallbeispiele

Hier wird häufig mit sogenannten Gefälligkeitsattesten gearbeitet,

um einen Schaden vorzutäuschen. Dies wird oft versucht, wenn

sich ein Paar kurz vor der Reise trennt und die Reise nicht mehr gemeinsam

antreten will.

Ein Veranstalter storniert kostenfrei eine Reise, die wegen Schwangerschaft

nicht angetreten werden kann. Der Versicherungsnehmer

erhält eine Stornorechnung über 0 Euro. Doch er manipuliert diese,

nennt einen Betrag von 2.014 Euro und reicht die Rechnung bei der

Versicherung zur Erstattung ein. Damit begeht er Urkundenfälschung.

Der Betrugsversuch wird von der Versicherung entdeckt und zur Anzeige

bei der Staatsanwaltschaft gebracht.

Foto: stockxpert

Betrugsfälle gehen direkt an die Risikoträger.

Natürlich werden auch Reisebüros,

nicht zuletzt, da sie die Policen verkaufen,

mit den Fällen konfrontiert.

Kunden wenden sich an sie, um die

Schadensmeldung bei der Versicherung

einzuleiten. Doch die Agenturen sind

nicht entsprechend ausgebildet, und

die Problematik ist bei den Schulungen

der Versicherer nur ein Randthema.

Allerdings werden Fragen dazu von

den Außendienstlern in den regulären

Workshops und Seminaren angesprochen

und behandelt. »Es wird darauf

hingewiesen, aber nicht über Gebühr,

dass wir erst einmal grundsätzlich davon

ausgehen, dass wir es mit ehrlichen

Kunden zu tun haben«, sagt MDT-Managerin

Düring.

Die ERV bietet eigene Aufklärungsschulungen

wegen der vergleichsweise

geringen Zahlen nicht an, informiert

die Agenturen aber über Verdachtsmomente

und Präventionsmöglichkeiten.

Dazu zählen die Versicherungen gute

Produktschulungen, sodass die Expedienten

ihre Kunden über die Leistung

der Reiseversicherung im Notfall oder

die Stornoberatung der Mediziner im

Vorfeld der Reise informieren können.

Die Hinweise und Ratschläge an die

Reisebüros kommen aber offensichtlich

an, denn wie ERV-Fachmann Mayrhofer

berichtet, gibt es auch in der anderen

Richtung Tipps von Reisebüros über

potenzielle Betrugsfälle.

Nicht selbst aktiv werden.

»Reisebüros werden von Kunden mit

›Halbwahrheiten‹ versorgt, um doch

noch über sie eine Erstattung zu erschleichen.

Dieser Sachverhalt trifft in

erster Linie auf die Reiserücktrittsversicherung

zu«, berichtet Seel. »Reisebüros

müssen aufpassen, dass sie sich

nicht von ihren Kunden vor den Karren

spannen lassen.« Die Agenturen sollen

aber nicht selbst aktiv werden, sondern

alle Hinweise an die Versicherer weiter

geben, rät Döring von der AGA.

»Unser Außendienst weist in Schulungen

oder Ersteinweisungen in den

Reisebüros auf die Problematik und

das richtige Vorgehen hin«, sagt Düring

von MDT. »Immer wieder erklären

wir auch, dass sich die Prämie nach

dem Volumen der Versichertengemeinschaft

richtet und die Schäden dementsprechend

ebenso in der Gesamtheit

betrachtet werden. Je höher also die

Schadenszahlungen, auch durch solche

Fälle, desto schlechter ist es insgesamt

für die Versichertengemeinschaft und

als Konsequenz erfolgt meist eine Prämienerhöhung.

Jede Prämienerhöhung

bewirkt aber, dass der Erklärungsbedarf

in den Reisebüros steigt.«


Wolfram Marx

22

5.4.2013 travel.one


versicherungen.produkt

thema.produkt

MDT hat die Versicherungen um einige Sicherheitsleistungen ergänzt

Reisen mit Schutzengel

n »MDT-Schutzengel-Ausweis«

heißt eine neue Notfallkarte, die

MDT nun bei allen Versicherungskategorien

der Linien »Optimal«,

»Premium« und »Exzellent« anbietet.

Auf der Karte sind die wichtigsten

medizinischen Daten des

Reisenden vermerkt. Auf der Rückseite

der Karte ist zudem ein Notfallpasswort

eingetragen, mit dessen

Hilfe der Arzt online oder per

Telefon Infos zu weiteren Daten,

Medikamenten, Krankheiten oder

Auf der Notfallkarte sind

medizinische Daten des

Infektionen des Reisenden einholen

kann.

Reisenden eingetragen

Ebenfalls zu den neuen kostenfreien

Zusatzleistungen, die

der Makler seit Anfang April durch

VERS4U_TO_ET0504. pdf Sei t e 1 21. 03. 2013, 11: 00

eine Kooperation mit der Engelcard

Deutschland ins Programm

aufgenommen hat, gehört der Dokumentensafe.

Er wird im persönlichen

Mitgliederbereich im Internet

eingerichtet und enthält Daten

zu Kreditkarten, Führerschein

oder anderen Dokumenten. Für

den Zugriff ist ebenfalls ein Passwort

erforderlich. Zur Kette der

Premium-Produkte gehört nun

zusätzlich eine »Impf-Boxx«, in der

alle Impfdaten hinterlegt sind. In

der »Vertragsboxx«, die es für Nutzer

der Exzellent-Verträge gibt,

sind die Vertragsdaten abrufbar.

MDT-Agenturen haben online nun

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travel.one 5.4.2013 23


produkt.thema

produkt.versicherungen

Bei einem Test der Reiserücktrittspolicen gab es ein Dutzend Mal »sehr gut«

Rücktritt mit guten Noten

Stornos, zum Beispiel aus

medizinischen Gründen, sind

gut abgesichert

Foto: Photocase

n Bei einer Überprüfung

der auf dem Markt angebotenen

Reiserücktrittsversicherungen

der Zeitschrift

Finanztest erhielten

zwölf der 116 Policen

die Note »sehr gut«. Mehr

als ein Drittel hat mit »gut«

abgeschnitten, durchgefallen

ist keine. Die Tester

weisen auf die Bequemlichkeit

beim Abschluss einer

Jahresversicherung hin

und darauf, dass bei hochpreisigen

Reisen ein Jahresvertrag

günstiger sein

kann als eine Einzelversicherung.

Wie meist bei Überprüfungen

raten die Tester

auch hier zum genauen

Lesen des Kleingedruckten.

Beispielsweise sollte

auf Ausschlüsse von Leistungen

wie die Übernahme

von Bearbeitungsgebühren

bei Stornos geachtet

werden.

Empfohlen werden

auch Tarife, bei denen der

Reiseabbruch oder die

verspätete Rückreise mit

abgesichert sind. Zudem

sollten Kunden beachten,

dass einige Anbieter das in

Streitfällen mögliche Ombudsmannverfahren

ausschließen.

Insgesamt wird eine

Reiser ücktritts- und Reiseabbruch

versicherung bei

teuren und lange im Voraus

gebuchten Reisen

angeraten. Dies gilt nach

Einschätzung von Finanztest

auch beim Urlaub

mit Kindern.

www.test.de

Paare-Begriff neu definiert

Für den Familientarif müssen Kunden nicht mehr zusammenleben.

n Bei der ERV hat sich die Definition

von Familien und Paaren in der

Jahresversicherung verändert. Nun

kann die Police auch für Kunden gebucht

werden, die nicht in einer häuslichen

Gemeinschaft leben. »Wir bieten

damit Kunden und Vertriebspartnern

günstigere Tarife und eine

niedrigere Komplexität«, begründet

Torsten Haase, Vorstand Vertrieb

und Marketing der ERV. Er hofft, für

diese Versicherung damit neue Kundengruppen

zu gewinnen. Es besteht

weiterhin die Wahl zwischen Tarifen

für Familien oder für Einzelpersonen.

ERV-Vorstand Haase hat den Kundenkreis

für die Familien- und Paar-Jahrespolicen

erweitert

Zufrieden zeigt sich Haase auch mit

den Änderungen der vergangenen Monate.

»Die im vergangenen Mai durchgeführte

Tarifreform hat sich bewährt.

Durch die Kombination von Reiseabbruch

und Storno in der Reiserücktrittskostenversicherung

hat sich die

Zahl der Tarife um rund ein Drittel verringert.«

Gut angelaufen sei auch der im Januar

wieder eingeführte Sun-and-Fun-

Reiseschutz, der nur bis Ende September

eingekauft werden kann. Allerdings

gebe es aus dem Vertrieb Fragen wegen

der Altersgrenze von 64 Jahren.

24

5.4.2013 travel.one


versicherungen.produkt

thema.produkt

Online sicherer mit Hanse Merkur

n Die Hanse Merkur Versicherung hat die

Sicherheitsstandards für den Online-

Verkauf enger gefasst. Dafür ist die Website

des Versicherers wieder mit dem Zertifikat

»Safer Shopping« des TÜV Süd ausgezeichnet

worden. Dieses basiert auf

rund 100 Kriterien in Bezug auf Qualität

und Sicherheit des Verkaufs. Alle Kreditkartenzahlungen

werden nun nach der

Norm PCI-DSS abgewickelt, technischer

Partner ist Ypsilon Payment Solutions.

Im vergangenen Jahr steigerte sich die

Beitragssumme der verkauften Policen um

14,7 Prozent auf 120 Millionen Euro, damit

wurde im fünften Jahr in Folge die Grenze

von 100 Millionen Euro überschritten. Der

Anteil der Reiserücktrittskostenversicherung

erhöhte sich um 16,9 Prozent auf 60

Millionen Euro, der Umsatz mit Reisekrankenversicherungen

nahm um 14,8 Prozent

zu und stieg auf 46,2 Millionen Euro. Nach

Unternehmensangaben verteilen sich die

Einnahmen zu 54 Prozent auf den touristischen

Mittelstand und zu 46 Prozent auf

das Segment der Geschäftsreisen.

Neue touristische Partner sind seit Anfang

2013 der niedersächsische Busunternehmer

Der Schmidt mit sechs Reisebüros,

der Maritim-Hotel-Reisedienst und L'tur.

www.hmrv.de

Dr. Andreas Gent, Vorstand

der Hanse Merkur, setzt auf

mehr Online-Sicherheit

TAS-Chefin

Claudia Beckord

erwartet für 2013

eine Fort setzung des

Aufwärtstrends für

den Versicherungsmakler

Auf dem Weg nach oben

n Nach einigen nicht ganz einfachen Jahren geht es für TAS

wieder deutlich bergauf. »Wir sind mit dem Abschluss für 2012

zufrieden und setzen auch für dieses Jahr auf ein weiter ansteigendes

Niveau«, lautet das Fazit von Geschäftsführerin Claudia

Beckord. Der Makler habe mehrere Veranstalter, Reisebüros und

die Lufthansa City Center als Partner gewonnen.

Für ein neues Produkt zur Absicherung von Haftpflichtansprüchen

bei Urheberrechtsverletzungen, beispielsweise bei

Fotos, ist ein Versicherungspartner gefunden. Der Vertrag stehe

kurz vor der Unterzeichnung, so Beckord.

Die Jahres-

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travel.one 5.4.2013 25


produkt.thema

produkt.versicherungen

Bausteine für Busreisen

Union Reiseversicherung hat ein modulares System für Busreiseveranstalter entwickelt.

Für jede Busreise können sich Veranstalter nun ein

individuelles Versicherungspaket bauen

Foto: MAN Truck & Bus AG

n Die Union Reiseversicherung bietet

Busreiseveranstaltern nun einzelne

Versicherungsleistungen als

Bausteine an. Die Anbieter könnten

sich mit den einzelnen Leistungsbausteinen

ihr individuelles Versicherungspaket

zusammenstellen,

wirbt die Versicherung. »Wir gehen

weg von den starren Paketen, sodass

jeder Busreiseveranstalter das

für seine Klientel passende Produkt

aufbauen kann«, erklärt Alexander

Piwonski, Leiter Vertriebsintensivierung

der URV. Zu den Bausteinen gehören

eine Reiserücktrittskosten-,

eine Auslandsreisekrankenversicherung,

auch für Tagesausflügler, die

Reisegepäck- sowie Reiseabbruchversicherung,

Krankenrücktransport,

Notfall-Service und Unfallversicherung.

Alle Produkte sind frei miteinander

kombinierbar und ohne

Selbstbehalt buchbar.

Für jeden einzelnen Baustein werden

Tagesbeiträge berechnet, die

Gesamtsumme ergibt sich dann aus

der Anzahl der jeweiligen Reisetage.

»Es geht dabei auch um mehr Kundengerechtigkeit,

denn künftig werden

nur noch sinnvolle Pakete geschnürt«,

stellt Piwonski klar. Mehrere

Partner hätten sich den nunmehr

eingeführten modularen Aufbau der

Produkte gewünscht.

»Die neuen Produkte können in

die Kataloge ab Herbst 2013 aufgenommen

werden, von diesem Zeitpunkt

an sind sie auch buchbar.« Die

Verhandlungen über konkrete Konditionen

und Tarife für die neuen

Produkte werden in diesen Wochen

aufgenommen. Ab 2014 ist auch ein

geschlossener Buchungsbereich im

Internet geplant, kündigt Piwonski

an. Bis dahin laufen die Buchungen

noch manuell. www.urv.de

Neues Angebot für Veranstalter

n Reiseveranstalter können bei der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung von Kaera

nun auch Minderungs-, Rettungs- und Mehrkosten absichern. »Die All-Risk-Deckung

schützt Reiseveranstalter vor unerwarteten Zusatzkosten, die eventuell während einer Reise

anfallen können. Der Baustein zur Abdeckung von Reisepreis-Minderungskosten deckt

zudem zum Teil das unternehmerische Risiko ab und schützt die Veranstalter somit vor finanziellen

Folgekosten«, erläutert Geschäftsführer Gerhard Lorkowski.

Beim »Comfort-Package« für Reisebüros, das von der Haftpflicht- bis zur Unfallversicherung

ein umfangreiches Absicherungspaket für Agenturen beinhaltet, arbeiten Lorkowski

und sein Team an der Erweiterung des Deckungsumfangs. »Viele Agenturen befinden

sich noch in laufenden Einzelverträgen und möchten gerne die kostengünstige Variante

unseres Comfort-Packages in Anspruch nehmen. Das wird in Zukunft möglich sein«, kündigt

der Kaera-Chef an.

Kaera-Chef Lorkowski baut die

Angebotspalette für Veranstalter

und Reisebüros aus

26

5.4.2013 travel.one


versicherungen.produkt

thema.produkt

Foto: Allianz Global Assistance

Mit sieben Stammtischen haben die regionalen Verkaufsleiter

der AGA angefangen, nun gibt es Touristikertreffs in 20 Städten

Mehr Stammtische

n Die Allianz Global Assistance

(AGA) will die Zahl der Touristikertreffs

in diesem Jahr kräftig

ausbauen. In 20 Städten will die

Versicherung Touristikern nun die

Möglichkeit bieten, sich in lockerer

Atmosphäre über das Unternehmen

zu informieren. In den

meisten Fällen sind Fremdenverkehrsämter

und weitere touristische

Partner vor Ort. Die Organisation

mit Auswahl des jeweiligen

Veranstaltungsortes,

Unterstützung während der Veranstaltung

und den Versand der

Einladungen übernehmen die regionalen

Verkaufsleiter der AGA.

Für dieses Jahr sind 80

Stammtische geplant, in der Regel

finden sie in der jeweiligen Region

bis zu viermal pro Jahr mit 40

bis 120 Teilnehmern statt. Weitere

Infos zu Standorten, Kosten und

Terminkoordination unter

www.allianz-assistance.de/

touristiktreff

Das richtige Datum

n Im April bringt TUI die Version 8.0 von Iris Plus auf den Markt. Inke

Rasmussen (Foto), Leiterin Kundenkarten und Reiseversicherungen

bei TUI, hat das darin integrierte Modul Vers4U mit einer neuen Funktion

ausgestattet. »Es gibt nun ein neues Pflichtfeld für das Datum der

Reisebuchung«, sagt sie. Mit dessen Hilfe erfolge im Hintergrund eine

automatische Überprüfung der Buchungsfristen für alle Policen mit

Reiserücktritt aller Versicherungsunternehmen. In der Angebotsliste

werden dann ausschließlich Produkte angezeigt, die auch gebucht

werden können. www.tui-newsnet.de

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travel.one 5.4.2013

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27


produkt.thema

Gaddafis

Nachlass

Fotos: MSC Cruises (8), Travel One (3)

MSC Cruises tauft mit der Preziosa ein einst von Libyen geordertes Kreuzfahrtschiff.

MSC-CEO Vago: Eine Flotte

von zwölf Kreuzfahrtschiffen

aus drei Baureihen

Als im Dezember 2010 in Tunesien

die Menschen auf die Straße gehen,

ahnt Pierfrancesco Vago nicht, dass

sein Unternehmen deshalb rund drei Jahre

später ein neues Schiff erhält. Denn ohne

den Arabischen Frühling, in dessem Zuge

sich auch die Libyer ihres Despoten entledigten,

hätte der CEO von MSC Cruises

dieses Jahr die Kapazität nicht aufgestockt.

So aber fährt nun ein weiterer Ozeanriese

unter der Flagge der Reederei.

MSC taufte jetzt in Genua die Preziosa.

Sie sollte ursprünglich an Libyens Staatsreederei

GNMTC gehen. Doch mit Muammar

al-Gaddafi starben auch die Kreuzfahrt-Ambitionen

des nordafrikanischen

Landes. MSC übernahm das noch nicht

fertige Schiff – auch weil die französische

Werft STX France es nach den Plänen der

Italiener gebaut hatte. Die Preziosa glich

von Beginn an den MSC-Schiffen Fantasia,

Splendida und Divina. Abgesehen von

einigen Extra-Wünschen der Libyer: Wäre

der Neubau nach den Vorstellungen des

Gaddafi-Clans fertiggestellt worden, würde

sich heute an Bord ein Haifischbecken

befinden. Nun jedoch ähnelt die Preziosa

ihren älteren Schwestern noch mehr. Und

lediglich der Phoenician Plaza erinnert

an die einstigen Auftraggeber. Die Lounge

wurde mit Palmen und römischen Säulen

dekoriert. Und drumherum sind Geschäfte

angesiedelt – wie in einer Wüstenoase.

Neue Baureihe?

Die Preziosa gehört mit 1.751 Kabinen

und Suiten für maximal 4.345 Passagiere,

18 Decks sowie einer Länge von 333 Metern,

einer Breite von 38 Metern und einer

Größe von 140.000 Bruttoregistertonnen

zu den Riesen der Weltmeere. Doch MSC

denkt offenbar über noch größere Einheiten

nach. Architekt Marco de Jorio, der

auch die Preziosa geplant hat, spricht von

Kreuzfahrtschiffen für 5.000 Gäste. Sie sollen

vergleichsweise kurz und breit sein, um

so mehr Platz für den öffentlichen Bereich

zu schaffen. Einen Termin für die neue

Baureihe nennt die Reederei derzeit nicht.

Vago drückt sich noch vage aus: »Wenn wir

wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen

wir investieren.«

Petra Hirschel

28

5.4.2013 travel.one


kreuzfahrt.produkt

MSC Preziosa

Kabinen

Bei den 1.654 Kabinen handelt es

sich größtenteils um Außenkabinen

mit Balkon (1.134). Sie sind 17 bis 26

Quadratmeter groß. Daneben gibt

es 115 Außenkabinen ohne Balkon

sowie 405 Innenkabinen.

Jachtclub

67 der 97 Suiten (21 bis 53 Quadratmeter)

liegen im Jachtclub. Zu

dem exklusiven Areal gehören eine

Bar, eine Lounge und ein Pool. Für

die Gäste ist zudem ein Gourmet-

Restaurant (Foto) reserviert.

Restaurants

Die Passagiere essen in zwei

Tischzeiten im Hauptrestaurant

»Golden Lobster« (Foto) zu Abend.

Oder alternativ im Restaurant im

Heck oder in den zwei Buffet-Restaurants.

Slow Food

MSC kooperiert erstmals mit der

Restaurantkette Eataly, die sich

Slow Food verschrieben hat. Gäste

speisen in dem kleinen italienischen

Restaurant mit angeschlossenem

Bistro (Foto) gegen Aufpreis.

Bars

Die Preziosa verfügt über neun Bars

und Lounges, in denen die Passagiere

zum Teil mit Live-Musik

unterhalten werden – wie zum

Beispiel im Phoenician Plaza (Foto)

auf Deck sechs.

Theater

1.603 Zuschauer können die Shows

auf der Bühne verfolgen. Das

Theater liegt im Bug und ist drei

Decks hoch. Zum Unterhaltungsangebot

gehören ferner ein 4D-Kino

und ein Formel-1-Simulator.

Spa

20 verschiedene Massagen werden

in den Behandlungsräumen des

Spas ausgeführt. In dem Wellnessbereich

gibt es auch eine Sauna, ein

Dampfbad und Whirlpools. Angeschlossen

ist ein Fitnesscenter.

Pools

Damit die Passagiere auch bei

kühler Witterung baden können,

schwebt über einem Schwimmbad

(Foto) ein Schiebedach. Die beiden

anderen öffentlichen Pools befinden

sich im Freien.

Rutsche

Vertigo heißt die Wasserrutsche,

mit der MSC erstmals ein Schiff

bestückt hat. Die Röhre ist 120

Meter lang und an einer Stelle

transparent. Die Rutsche ist Teil

eines neuen Wasserparks.

travel.one 5.4.2013 29


produkt.mix

Aldiana verkauft weiter über Thomas Cook

Keine neue Liaison

n Die Mitteilung ließ auf eine reine

Formsache schließen: Die Thomas

Cook AG und die Aldiana GmbH haben

ihre Zusammenarbeit im Vertrieb

bis zum 31. Oktober 2014 verlängert.

Aldiana bleibt damit auch

im Geschäftsjahr 2013/14 Bestandteil

des Thomas Cook Provisionsmodells.

Doch die eigentliche Botschaft

hinter der Meldung lautet:

Aldiana wird – zumindest vorerst –

nicht von einem Wettbewerber von

Thomas Cook übernommen.

In der Gerüchteküche wurden

immer wieder Rewe und zuletzt

Schauinsland Reisen als mögliche

Interessenten an einer Übernahme

des 24,9-prozentigen Aldiana-Anteils

gehandelt, die die spanische

Grupo Santana Cazorla im Oktober

2012 von Thomas Cook übernommen

hat.

Damit steigt die Wahrscheinlichkeit,

dass Jürgen Marbach, der

über seine Beteiligungsgesellschaft

MIC 26,1 Prozent der Aldiana

GmbH hält, von der Option Gebrauch

macht, im Oktober die Anteile

der Spanier zu übernehmen.

Marbach, dem unter anderem der

Aldiana Hochkönig gehört, wäre

dann Mehrheitsgesellschafter.

Jürgen Marbach kann im Oktober zum

Mehrheitsgesellschafter von Aldiana werden

Endpreis ist Pflicht

Foto: Misfitmind

n Das Oberlandesgericht

Schleswig-Holstein hat entschieden,

dass Vermieter

von Ferienwohnungen in ihrer

Werbung im Preis für die

Wohnungen auch die zwingend

anfallenden Kosten für

die Endreinigung einrechnen

müssen. Im konkreten Fall

warb ein Vermieter von Ferienwohnungen

an der Ostseeküste

online für verschiedene

Wohnungen. Unter jedem der

Objekte befand sich eine Tabelle

mit den pro Woche zu

zahlenden Preisen. Erst ganz

am Ende der Werbung wurde

separat auf die Zusatzkosten

für die Endreinigung

hingewiesen. Die Zentrale

zur Bekämpfung unlauteren

Wettbewerbs wertet das

als Verstoß gegen die Preisangabenverordnung.

Es sei

der Endpreis anzugeben, der

Umsatzsteuer und sonstige

Preisbestandteile enthält.

updates

Autovermieter Sixt nimmt die legendäre Sportwagenmarke

Aston Martin in die Flotte auf. Die Fahrzeuge sollen

als Teil der »Sixt Luxury Cars« an Stationen in Deutschland,

der Schweiz, Frankreich und Spanien erhältlich sein.

www.sixt.de/fahrzeugmodelle

Iberostar hat das Hotel Jardín del Sol Suites an der Costa

de la Calma auf Mallorca einer Renovierung unterzogen.

100 Zimmer wurden vollständig renoviert.

Jachtvercharterer und TUI-Tochter Moorings bündelt in

der neuen Broschüre zum Produkt Jachtcharter mit Crew

auf 50 Seiten das komplette Angebot mit allen Routen,

Details und Jachtbeschreibungen. Reisebüros finden darin

auch Infos über das neue Reiseziel St. Thomas auf den

US Virgin Islands. Die Broschüre kann per Telefon unter

0 61 01/55 79 15 30 bestellt oder online auf der Website

www.moorings.de angesehen werden.

Hyatt Hotels & Resorts ist nun in Südkorea mit einem

zweiten Hotel der Marke Park Hyatt vertreten. Der Neuzugang

befindet sich in Busan, einer Stadt im Südosten des

Landes. Es hat 200 Zimmer und 69 Suiten.

www.parkhyatt.com

30

5.4.2013 travel.one


mix.produkt

Expeditionen zu neuen Zielen

n Im Katalog »Expeditionskreuzfahrten

2014/2015«

präsentiert Hapag-Lloyd

Kreuzfahrten neue Reiserouten

der Bremen und Hanseatic.

Die Fahrten führen die

Bremen zwischen November

und Februar zum Beispiel

neu nach Nordgrönland

und in die kanadische Arktis,

nach Brasilien und zu den Inselwelten

Europas zwischen

Reykjavik und Porto. Für die

Hanseatic sind Primorje im

Südosten Sibiriens, die Wrangelinsel,

die Tschuktsche

Halbinsel sowie die Nordostpassage

hinzugekommen.

Insgesamt legen die beiden

Hapag-Lloyd-Kreuzer im

nächsten Jahr von 66 neuen

Häfen ab. Buchbar für die Saison

sind zudem auch wieder

drei ausgewählte »Reisen für

junge Entdecker« für Familien

mit Kindern. Im Katalog

finden Reisebüros darüber

hinaus nun auch einen QR-

Code, der einen Film über die

Eiswelt zeigt.

Die Bremen baut 2014

ihr Routennetz weiter

aus und fährt auch

nach Nordgrönland

Foto: Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

Weiteres Luxushotel

in Schanghai

n Die Hotelkette Mandarin Oriental

expandiert in Asien kräftig weiter. Mitte

2013 eröffnet das Mandarin Oriental Pudong

in der Harbour City in Schanghai

seine Pforten. Es bietet 233 Zimmer, 30

Suiten sowie 24 Apartments. Darüber hinaus

sollen in diesem Jahr noch neue Hotels

in Peking und Chengdu folgen, informiert

das Unternehmen. Die Hotelkette

wird dann mit den bereits bestehenden

Anlagen in Hongkong, Sanya und Macau

und einem Neuzugang in Taipeh, der

dieses Jahr an den Start geht, insgesamt

elf Unterkünfte in China und Taiwan im

Portfolio haben.

So soll das neue Mandarin Oriental in der

Harbour City in Schanghai aussehen

Foto: Mandarin Oriental

Andere machen

es doch auch!

Der Bau des neuen Flughafens von Doha in Katar ist nun bereits

zum vierten Mal verschoben worden. Schuld daran seien

die noch nicht abschließend fertig gestellten neuen Sicherheitsvorkehrungen,

erklärt Flughafen-Chef Abdulaziz al-Noaimi.

Unwillkürlich erinnert dieses Eröffnungs-Chaos in der arabischen

Wüste an unseren neuen Hauptstadtflughafen. Nicht

nur, dass auch hier dank der Sicherheitsbestimmungen der

Zeit- und Kostenplan mittlerweile völlig aus dem Rahmen fällt,

auch die Leidtragenden in der Bevölkerung kommen angesichts

der Organisationsstruktur aus dem Kopfschütteln nicht

mehr heraus. Die Katari fordern inzwischen sogar lautstark in

den Medien ein »Ende dieses Dramas, das dem einer mexikanischen

Telenovela gleicht«.

Da bleibt nur, den arabischen Leidensgenossen viel Glück

zu wünschen – und den nötigen Humor. Denn sie sind schließlich

nicht die einzigen, die »alles außer Flughafen« können.

Außerdem: Als Gastgeber der überübernächsten Fußballweltmeisterschaft

hat Doha mit der Eröffnung ja noch bis 2022

Zeit...

Kendra Mietke, Redakteurin

K.Mietke@travel-one.net

travel.one 5.4.2013 31


produkt.thema

airlines.airports

Kürzere Umsteigezeiten und mehr Komfort in Düsseldorf

Das Drehkreuz am Rhein

Airport-Chef Christoph Blume

eröffnet mit Flughafen-Mitarbeitern

den neuen Transfertunnel

Foto: Flughafen Düsseldorf

n Am 12. April ist es soweit. American Airlines

startet zum Erstflug von Düsseldorf

nach Chicago. Gleichzeitig erhöht Air Berlin

in der Sommersaison die Flugfrequenzen zu

den Hubs des Oneworld-Partners in New York,

Los Angeles und Miami. Der Flughafen Düsseldorf

wird damit zum Oneworld-Drehkreuz im

Trans atlantik-Verkehr.

Um sich bei den Passagieren als Umsteige-

Airport zu empfehlen, hat der Flughafen 11,6

Millionen Euro investiert. Unter anderem wurden

die drei Flugsteige durch Transfertunnel

verbunden. Das soll für kürzere Wege und damit

für mehr Reisekomfort für die Passagiere

sorgen. Noch wichtiger ist allerdings, dass sich

die Umsteigezeiten verkürzen.

Der erste Transfergang zwischen den

Flugsteigen B und C wurde bereits 2009 eröffnet.

Ende März hat der Airport nun auch

den Tunnel zwischen den Flugsteigen A und

B in Betrieb genommen. Dadurch können die

Passagiere künftig die Flugsteige wechseln,

ohne erneut eine Sicherheitskontrolle passieren

zu müssen. Das spart Zeit und zuweilen

auch Nerven. Vorteile ergeben sich auch

für die wichtige Kundengruppe der Premium-Passagiere,

die die flughafeneigene Hugo

Junkers Lounge im Flugsteig B und weitere

vier Airline-Lounges künftig leichter erreichen

können.

»Mit den Verbindungsgängen erreicht das

Drehkreuz Düsseldorf einen neuen Qualitätsstandard«,

freut sich Airport-Chef Christoph

Blume. Außerdem könne man nun die Passagierführung

flexibilisieren, um besser auf ein

erhöhtes Passagieraufkommen zu reagieren.

Auch im Terminal 1 sollen die Sicherheitskontrollen beschleunigt werden

Schneller durch die Kontrollen

n Am Flughafen Stuttgart gibt es künftig in allen Terminals zusätzlich

zur manuellen Bordkartenkontrolle eine automatische Kontrolle per

Scanner. Dadurch sollen die Passagiere schneller zu den Sicherheitskontrollen

gelangen. Gescannt werden Barcodes von Papiertickets, Smartphones

und anderen Endgeräten. Zusätzlich verbessert wird der Zugang

zum Sicherheitsbereich durch zwei neue Kontrollspuren für Passagiere im

Terminal 2. Bis zum Sommer sollen zu den bisher 19 Fluggastkontrollen

insgesamt sechs weitere Kontrollstellen eingerichtet werden.

Foto: Flughafen Stuttgart

Aufnahme des Flugbetriebs

verschoben

n Das nennt man einen klassischen

Fehlstart: Die Regionallinie

Maastricht Airlines muss die

Aufnahme des Flugbetriebs um

mehrere Wochen verschieben. Ursprünglich

wollte die neu gegründete

Airline am 25. März zum Erstflug

vom Flughafen Maastricht-Aachen

abheben. Neuer Termin ist

jetzt der 1. Mai. Als Grund für die

Verschiebung gibt die Gesellschaft

die verspätete Lieferung der ersten

von zwei Fokker 50 an, was wiederum

zu Verzögerungen bei der

Erteilung der Betriebserlaubnis

geführt habe. Die betroffenen Passagiere

können auf einen späteren

Termin umbuchen oder sich ihr Ticket

erstatten lassen. Die Airline

will Maastricht mit Amsterdam,

Berlin und München verbinden.

32

5.4.2013 travel.one


thema.produkt

Schalter für

Familien mit Kindern

n Der Flughafen Wien hat am 1. April

einen Schalter für »Mobilitäts- und Familienservice«

im Check-in 3 eröffnet.

Dorthin können sich Passagiere mit

Handicap sowie Familien mit Kindern

wenden, wenn sie Unterstützung benötigen.

Der rund um die Uhr besetzte

Schalter organisiert unter anderem

kostenlos Rollstühle und Kinderwagen.

Menschen mit Handicap werden

auf Wunsch mit Elektrofahrzeugen

zum Gate gebracht.

Neue Sitze in der

Business-Class

n KLM hat ihre World Business-Class

neu gestaltet und mit einem neuen

Full-Flat-Sitz ausgestattet. Die neue

Kabine wird von Juli an schrittweise auf

den 22 Boeing 747-400 eingesetzt. Für

mehr Privatsphäre verringert KLM die

Bestuhlung in den Maschinen von 42

auf 35 Business-Class-Sitze. Bis April

2014 soll die gesamte B747-400-Flotte

umgerüstet sein. Im Sommer 2014 sollen

die 15 Boeing B777-200ER folgen.

Serviceklassen geändert

Rickard Gustafson: Die

Kunden sollen genau das

bekommen, was sie brauchen

Foto: SAS

n SAS führt im Juni ein neues Servicekonzept

für die Flüge in Europa und Skandinavien ein.

Die bisherigen Serviceklassen werden durch die

neuen Klassen »SAS Go« und »SAS Plus« ersetzt.

Bei SAS Go verspricht das Star-Alliance-Mitglied

»guten Service ohne Extras«. Dazu gehören ein

freies aufgegebenes Gepäckstück, Kaffee oder

Tee an Bord und mobiler Check-in. SAS Plus enthält

darüber hinaus zwei freie aufgegebene Gepäckstücke,

Nutzung des Fast Tracks, Zutritt zur

SAS-Lounge, Essen und Trinken an Bord sowie

die doppelte Anzahl von Euro-Bonus-Punkten.

Gleichzeitig führt der Star-Alliance-Carrier einen

neuen Service an Bord ein. Dabei wird das

traditionelle Essensangebot durch neue Gerichte

ersetzt, die allen Reisenden angeboten

werden sollen.

Das neue Konzept ist Bestandteil des im November

vorgestellten Plans »4 Excellence Next

Generation« (4XNG), mit dem die SAS-Führung

zum Beispiel durch die Zentralisierung von administrativen

Aufgaben die Wettbewerbsfähigkeit

der Fluggesellschaft sicherstellen will.

Im Mittelpunkt steht dabei der Gedanke, das

Reisen für die Kunden einfacher zu machen.

»Für SAS bedeutet Einfachheit, dass die Kunden

genau das bekommen, was sie brauchen«,

sagt Rickard Gustafson, CEO und Group President

von SAS. Deshalb habe man sich bei der

Entwicklung des neuen Konzepts an den Wünschen

und Erwartungen der Kunden orientiert

und nicht an sogenannten Industriestandards.

updates

Air Astana erhöht die Flugfrequenz auf der Strecke zwischen

Almaty und Hongkong. Zusätzlich zu den Flügen am

Dienstag und Freitag gibt es künftig eine dritte Verbindung

am Sonntag.

Vom 27. Oktober an fliegt Swiss täglich von Zürich nach

Kiew. Anschlussflüge gibt es von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt,

Hamburg, Hannover, München, Nürnberg und Stuttgart.

Singapore Airlines und Sixt haben eine umfassende

Partnerschaft vereinbart. Mitglieder im Vielfliegerprogramm

Krisflyer erhalten künftig Bonusmeilen für jede Anmietung

eines Sixt-Mietwagens.

Germanwings hat die neuen Flüge von Berlin-Tegel

nach Bastia zur Buchung freigegeben. Die Airline übernimmt

die Strecke am 25. Mai von Lufthansa.

travel.one 5.4.2013 33


01

Besuch bei den Favoriten

30 Travel One-Leser informieren sich in der Türkei über die neuen Hotelkonzepte

»Top Favourite« und »Favourite« von Thomas Cook und Neckermann Reisen.

01 Gruppenfoto in

Antalya unter

türkischer

Frühlingssonne

Zwar zeigt sich die Sonne im türkischen Alanya

nicht immer von ihrer freundlichsten Seite,

doch der Stimmung unter den rund 30 Teilnehmer

des »Top Favourite Expertenworkshops«

von Travel One, Thomas Cook und Neckermann Reisen

tut das keinen Abbruch. Unermüdlich erkunden

die Reiseprofis, teilweise zum ersten Mal, die Hotellerie

der türkischen Riviera. Im Mittelpunkt stehen

natürlich die Unterkünfte, die sich seit Kurzem mit

den beiden neu eingeführten Labels »Favourite«

und »Top Favourite« schmücken dürfen.

Unter dieser Bezeichnung bündeln Neckermann

Reisen und Thomas Cook nun Häuser mit

besonderen Zusatzleistungen, die sich zudem

durch eine hohe Kundenzufriedenheitsrate auszeichnen.

Marina Schöbel, Bezirksverkaufsleiterin

Region Nord-West bei Thomas Cook, nennt die Unterkünfte

liebevoll »Blumen- und Pralinenhotels«,

wie sie im Workshop erklärt. Denn viele Kunden

seien nach dem Aufenthalt in einem dieser Hotels

so zufrieden, dass sie ihrem Reisebüro mit Blumen

oder Pralinen für die Empfehlung dankten, weiß

die Vertriebsexpertin – und verteilt passend zum

Thema Schokolade und Blumenketten an die Teilnehmer.

Thomas-Cook-Kollegin Claudia Löhr setzt

dagegen auf Farben statt auf Süßes und stellt die

neue Produktlinie »Smartline« von Neckermann

Reisen vor, eine Hotellinie, die sich durch bunte

34

5.4.2013 travel.one


schulung.sales

Farben und ein gutes Preis-Leistungs-Konzept

auszeichnet.

Um die neuen Konzepte den wissbegierigen

Teilnehmern auch in der Realität

näher zu bringen, erkunden die Reiseprofis

in einem Mix aus Kultur, Spaß und Wissenswertem

die Türkische Riviera. Dabei erhalten

sie einen Einblick in die Sehenswürdigkeiten

Alanyas, etwa bei einem Besuch der

berühmten Tropfsteinhöhle Damlatas und

des traditionellen Bauernmarktes. Um sich

darüber hinaus ein Bild von der in diesem

Winter erstmals angebotenen Erlebniswelt

zu machen, toben sich die Teilnehmer

zudem kräftig beim Ballooning aus, einer

Sportübung mit einem Gummiball.

Nach so viel intensiver Wissensvermittlung

ist es anschließend nicht verwunderlich,

dass die Counterkräfte bei einer spontanen

Quizrunde während der Busfahrt von

Alanya nach Antalya alle wichtigen Fragen

rund um die Türkei und die Hotelkonzepte

richtig beantworten können. Und ihre Energie

reicht auch noch für die Karaokeparty

am Abschiedsabend in Antalya.

Am Ende der Reise gibt es viel Lob zu

den »Favoriten« und der Türkei. »Das Konzept

ist gut, denn es garantiert eine gewisse

Qualität in der jeweiligen Hotelkategorie«,

findet Beate Schwartz vom Reisebüro

Schügner. Kollegin Sabine Sauer vom Holiday

Land Rather Reisebüro ist von der

Gastfreundschaft und dem tollen Essen

überrascht. Beide Reiseprofis haben sich

während der Reise von Hotels und Qualität

überzeugt und wollen die Türkei nun noch

offensiver verkaufen.

Kendra Mietke

02 Die neue Männermodel-

Generation unterwegs in

Antalya 03 Feilschen um den

besten Preis auf dem Bauernmarkt

von Alanya 04 Erkundung

der Tropfsteinhöhle Damlatas

05 Erster Gastgeber der Reise:

Das Sentido Gold Island nahe

Alanya 06 Claudia Löhr erklärt

Lars Heinemann das Prinzip

des Ballooning im Workshop

07 Gute Stimmung unter den

Teilnehmern 08 Kreativer

Workshop mit Bezirksverkaufsleiterin

Region

Nord-West Marina Schöbel

09 Karaoke-Einlage am

Abschiedsabend im Rixos

Downtown Antalya

Fotos: Travel One

02

03

04

05

07

06 08

09

travel.one 5.4.2013 35


sales.mix

RTK hat mit Avitour einen weiteren internationalen Partner gefunden

RTK wächst in Belgien

RTK-Chef Thomas Bösl freut sich über

einen weiteren Partner für RTK International

n Die luxemburgische RTK-Tochter

RTK International hat mit Belgiens

größter Reisebürokooperation

unabhängiger Reisebüros, Avitour,

ein Partnerschaftsabkommen

geschlossen. Die Zusammenarbeit

werde »alle relevanten Bereiche«

umfassen, kündigt RTK-Chef Thomas

Bösl an. Dazu gehöre die Koordination

bei Einkaufsgesprächen

mit internationalen Veranstaltern,

aber auch der Bereich Technik sowie

die Zusammenarbeit mit Hotels,

Hotelketten und den Destinationen.

Darüber hinaus wollten RTK International

und Avitour Erfahrungen

austauschen und sich bei »Problemlösungen

gegenseitig unterstützen,

die den internationalen Reisevertrieb

betreffen«.

Avitour vertritt rund 200 Mitglieder

in Belgien und Luxemburg. Die Kooperation

wurde vor rund 20 Jahren

gegründet, um selbstständigen Reisebüros

ein größeres Marktgewicht

gegenüber Reiseveranstaltern zu

geben. Der Marktanteil von Avitour

am touristischen Vertrieb liege in

Belgien bei 14 Prozent, teilt die Kooperation

mit.

Erst im vergangenen November

hatte RTK International einen Ausbau

der Zusammenarbeit mit der

niederländischen Toerkoop Groep,

zu der rund 150 Reisebüros gehören,

angekündigt. RTK International

haben sich rund 500 Reisebüros in

den Niederlanden, Belgien, Luxemburg,

Schweiz und Frankreich angeschlossen.

Alles rund ums E-Recht

n Muss beim Bau einer eigenen Firmenwebsite, eines Newsletters

oder einer Facebook-Fanpage eigentlich auf rechtliche

Grundlagen geachtet werden? Wenn ja, auf welche? Gibt es überhaupt

Regeln für die Nutzung sozialer Netzwerke? Und wie sehen

die juristischen Folgen bei Verstößen aus? Antworten auf diese

Fragen liefert das Seminar »E-Recht in der Touristik« im Rahmen

einer neuen Schulungsrunde der Social Media Akademie für Reise

und Touristik in Kooperation mit Travel One. Das Ganztagesseminar

unter Anleitung eines Rechtsanwaltes findet zwischen dem

27. und 29. Mai in Nürnberg, München und Frankfurt statt.

Wer noch nicht fit in Sachen Social Media ist, kann seine Kenntnisse

beim Seminar »Social Media im Tourismus« vertiefen. Termine

sind am 15., 16. und 17. April in Bremen, Köln und Frankfurt.

Travel One-Leser, die bei der Buchung den Code »Travel One« eingeben,

erhalten auf beide Events 20 Euro Ermäßigung – auch in

Kombination mit dem 50-Euro-Frühbuchererrabatt. www.socialmediafruehlingstour.de;

www.smart-workshops.de/termine

Im April und Mai startet eine neue

Schulungsrunde zu den Themen

»E-Recht« und »Social Media«

36

5.4.2013 travel.one


mix.sales

Fam-Trip für Romantiker

n Schauinsland Reisen hat erstmals eine Infotour für Expedienten

aufgelegt, an der auch eine Begleitperson teilnehmen kann. Unter

dem Motto »romantische Inforeise« führt der Trip vom 11. bis 18.

Mai von Düsseldorf aus für eine Woche nach Lanzarote. Dort wohnen

die Teilnehmer in den Romantic Bungalows des Iberostar La

Bocayna Village. Vor Ort ist zunächst ein Info- und Besichtigungsprogramm

vorgesehen, anschließend können die Touristiker die Kanareninsel

auf eigene Faust erkunden. Infos sowie Anmeldemodalitäten

finden Reiseprofis auf dem neu strukturierten Expedientenportal

www.slr-info.de

Eine »romantische« Info-Reise bringt Reiseprofis in das

Iberostar La Bocayna auf Lanzarote

Foto: Schauinsland Reisen

Last-Minute-Einigung

mit British Airways und Iberia

Wie funktioniert das Reiseveranstaltergeschäft?

Antworten liefert dieses Fachbuch

Neues

Nachschlagewerk

n Das neue Fachbuch »Reiseveranstalter-Management

– Funktionen, Strukturen,

Management« bündelt auf 350

Seiten Grundlagen, Tipps und Marktstrukturen

rund um das Reiseveranstaltergeschäft.

Zudem zeigt es anhand von

verschiedenen Beispielen die Marktentwicklung

und damit verbundene Herausforderungen

der Zukunft auf. Das Buch

solle sich in erster Linie an Studierende,

Lehrende und Fachkräfte aus der Reisebranche

richten, erklären die drei Autoren

Professor Adrian von Dörnberg, Professor

Walter Freyer und Werner Sülberg.

ISBN: 9783486705805, 39,80 Euro

n Auf ein »langfristiges Content-Abkommen« hat sich das GDS Amadeus mit

der International Airlines Group (IAG), der Holding von British Airways und

Iberia, geeinigt. Die Vereinbarung umfasse die Fluggesellschaften British Airways,

Iberia und Iberia Express und ermögliche Amadeus-Nutzern »weiterhin

Zugriff auf den gleichen Umfang von Tarifen, Verfügbarkeiten und Funktionalitäten

wie bisher«, heißt es in einer Mitteilung.

Die Einigung erfolgte offenbar auf den letzten Drücker. Am 31. März liefen

die Amadeus-Verträge mit British Airways aus, die Vereinbarung mit Iberia

endete am 5. April. Wäre es nun zu keinem Konsens gekommen, hätten Flüge

mit den IAG-Airlines möglicherweise gar nicht oder nur gegen eine GDS-Gebühr

gebucht werden können. Daher loben sowohl Holger Taubmann, Senior

Vice President Distribution Amadeus, als auch Silvia Cairo, Head of Group

Commercial Planning and Policy der IAG, den neuen Deal und ihre »seit Langem

bestehende erfolgreiche Partnerschaft«. Details zu Inhalten und Laufzeit

des Vertrags werden aber nicht genannt. Zudem fällt auf, dass der bisher

bei derartigen Verträgen als Standard genutzte Begriff »Full Content« fehlt.

Taubmann: Amadeus-Nutzer

haben weiter Zugriff auf IAG-Tarife

– aber auch auf alle?

travel.one 5.4.2013 37


destination.thema

destination.kroatien

Die Stadt Rovinj gilt als

einer der Höhepunkte Istriens

Startklar für 2013

Foto: Croatian National Tourist Board

Kroatien ist bei Urlaubern beliebter denn je. Für den zukünftigen EU-Mitgliedsstaat

Grund genug, in diesem Jahr kräftig in das touristische Portfolio zu investieren.

Darko Lorencin ist seit 19. März

Tourismusminister in Kroatien

und folgt auf Veljko Ostojić. Der

neue Mann engagiert sich seit

rund 20 Jahren für die touristische

Entwicklung Kroatiens, unter

anderem war er Projektleiter beim

Tourismusverband Istrien

Foto: Croatian National Tourist Board

Das vergangene Jahr wird als »Rekordjahr«

in die Tourismusgeschichte

Kroatiens eingehen. Denn 2012

hat das Urlaubsland am Mittelmeer fast

63 Millionen Übernachtungen verzeichnet,

davon entfallen alleine 14 Millionen auf

Deutschland, den »wichtigsten Markt«, wie

Tourismusminister Darko Lorencin betont.

Die deutschen Urlauber hätten 2012 mehr

als ein Fünftel des gesamten touristischen

Verkehrs ausgemacht.

Woher dieser plötzliche Touristenboom

in dem Land an der Adria kommt, das wissen

vor allem die Reiseveranstalter. »Ein

Grund ist sicherlich das stark ausgebaute

und modernisierte Angebot im Zielgebiet,

insbesondere in der Region um Dubrovnik«,

glaubt Daniela Köhler, Produktmanagerin

Flug und Nah bei Thomas Cook und Neckermann

Reisen. Und auch das sinkende

Interesse an Griechenland könnte sich positiv

auf Kroatiens Gästezufluss ausgewirkt

haben, vermutet FTI-Destinationsmanager

Mitja Kocevar. Ein wesentlicher Aspekt sei

in Zeiten der Nachwehen der Arabischen

Revolution natürlich auch die politische

Stabilität und Sicherheit im Land, die ihren

Teil zur Beliebtheit Kroatiens beigetragen

habe, sagt Lothar Münzenthaler, Produktmanager

Mittelmeer Ost bei Dertour.

Dass die Probleme anderer Länder einer

der Hauptgründe für Kroatiens Rekordjahr

sein könnten, ist auch die Überzeugung

von ID-Riva-Tours-Geschäftsführer

Selimier Ognjenovic, der seit mehr als 20

Jahren in Kroatien tätig ist. »Die Gästenachfrage

hat sich klar zu unseren Gunsten verschoben«,

erklärt er. Doch für den Kroatien-

Experten spielen noch andere Faktoren

eine entscheidende Rolle. »Kroatien hat in

den vergangenen Jahren den Tourismus

und dessen Weiterentwicklung stark gefördert

und unterstützt. Das zahlt sich nun

aus«, weiß er.

Neue Investitionen.

Für den frischgebackenen Tourismuschef

Lorencin liegt die Messlatte für dieses Jahr

damit sehr hoch. Doch der Kroatien-Werber

hat bereits große Pläne gefasst, um die im

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5.4.2013 travel.one


kroatien.destination

thema.destination

»Der Eintritt Kroatiens in die EU

stellt das bedeutendste Ereignis des bisherigen

kroatischen Tourismus dar.« Selimir Ognjenovic

vergangenen Jahr erreichte Marke von

fast zwei Millionen deutschen Gästen

2013 zu knacken. »Wir wollen wettbewerbsfähiger

sein, Kroatien soll in die

Top 20 der touristisch wettbewerbsfähigsten

Länder aufsteigen. Derzeit sind

wir auf Rang 34», erklärt Lorencin. Dazu

müsse aber zunächst die Struktur der

Unterkünfte verändert und mehr in

Richtung kleine und Business-Hotels

gegangen werden, sagt er. Generell

sollten die Unterkunftskapazitäten im

ganzen Land erhöht werden. Deshalb

hat der Tourismuschef dieses Jahr ein

Budget von mehr als 32 Millionen Euro

eingeplant. Diese Gelder sollen vor allem

in das Destinationsmanagement,

die Verbesserung eines touristischen Informationssystems,

den Start eines Reiseblogs

sowie in die Einrichtung eines

zentralen Reservierungssystems fließen,

heißt es. Auch sollen ehemalige Militärobjekte

– sie befinden sich überwiegend

zwischen Istrien und Dubrovnik

– nicht mehr länger ungenutzt bleiben,

sondern zu »touristischen Zwecken« erschlossen

werden. Weitere Pläne sehen

zudem vor, die 13 Hotelunternehmen,

die sich noch mehrheitlich im Staatseigentum

befinden, zu privatisieren. Für

potenzielle Investoren sollen zudem

neue, niedrigere Zinssätze, die von der

Kroatischen Bank für Aufbau und Entwicklung

(HBOR) für die Finanzierung

von Tourismusprojekten festgelegt wurden,

einen Anreiz schaffen.

Kroatien als EU-Mitglied.

Doch damit nicht genug. Das wohl wichtigste

politische Ereignis aus kroatischer

Sicht ist der Beitritt in die Europäische

Union (EU). Ein Schritt, der zugleich

auch eine große Herausforderung für

den Tourismus ist, wie Lorencin unterstreicht.

Aber der Beitritt spült auch Geld

in die Landeskassen. Denn als neues

Mitglied der Staatengemeinschaft erhält

Kroatien in den kommenden zwei Jah-

Vorteile für Badegäste: Kroatien wirbt damit, aus deutscher Sicht ein sehr schnell

erreichbares Mittelmeerziel zu sein

Foto: stockxpert

Frankfurt am Main

Telefon: 069 238535-0

E-Mail: info@visitkroatien.de

München

Telefon: 089 223344

E-Mail: kroatien-tourismus@t-online.de

travel.one 5.4.2013 39


destination.thema

destination.kroatien

an Kroatien zu rechnen. Wir erwarten viele

neue und auch junge Touristen«, sagt ID-Riva-Tours-Chef

Ognjenovic. Zudem sei durch

die Zuschüsse mit sinnvollen Investitionen

in Hotellerie und Infrastruktur zu rechnen,

ist Constanze Köhler, Leiterin Produktmanagement

Kroatien bei TUI, überzeugt. Von

einem klaren »Nachfrageschub« nach dem

Beitritt, spricht Dertour-Manager Münzenthaler.

Allerdings müsse man auch die

Preisentwicklung nach der Einführung des

Euro – das Datum ist noch offen – abwarten,

räumt er ein.

Die dalmatinische Insel Korkula ist vor allem

für Segelurlauber und Dubrovnik-Gäste ein

lohnendes Ausflugsziel

ren rund 150 Millionen Euro aus europäischen

Strukturfonds. Sie sollen vor allem

in die Qualität und Angebotsvielfalt des

kroatischen Tourismusproduktes fließen,

heißt es. Darüber hinaus rührt das Ministerium

unter dem Slogan »Kroatien – neuer

touristischer Stern der Europäischen Union«

noch einmal kräftig die Werbetrommel.

Schließlich eröffne sich Kroatien nach

dem Beitritt »ein Markt mit 500 Millionen

Menschen«, so Lorencin. Für sie werde die

Anreise einfacher. Dank verringerter Kontrollen

gebe es auch weniger Staus an den

Grenzübergängen nach Slowenien und Ungarn,

betont der Minister.

Doch nicht nur für Kroatien verspricht

der EU-Beitritt ein spannendes Ereignis

zu werden. Auch Veranstalter hoffen, von

dem Großereignis zu profitieren. »Durch

die gesteigerte Medienaufmerksamkeit ist

sicherlich mit einem erhöhten Interesse

»Kroatien war der Shootingstar

der Sommersaison 2012.« Constanze Köhler

Foto: Croatian National Tourist Board

Steigende Preise.

Das Preisbild in Kroatien hat sich in den

vergangenen Jahren mit der steigenden

Qualität der Unterkünfte und dem immer

breiter werdenden Portfolio vor allem im

Vier- und Fünf-Sterne-Segment stark verändert.

Zwar gilt das Mittelmeerziel laut

der aktuellen Studie des ADAC-Reisemonitors

bei Urlaubern immer noch als »preisbewusstes

Reiseland«, doch in der Realität

sieht das inzwischen anders aus, wissen

Experten. »Die Preise in Kroatien sind in

den vergangenen Jahren deutlich gestiegen

und haben sich fast schon mitteleuropäischen

Verhältnissen angenähert«, erläutert

Dertour-Mann Münzenthaler. Sollte

sich diese Preisspirale weiter nach oben

drehen, bestehe die Gefahr, dass das Land

den Deutschen trotz großer Beliebtheit zu

teuer werde, befürchtet er. Cook-Frau Köhler

glaubt dagegen, dass gerade die erweiterte

Angebotspalette im hochwertigen

Bereich vergangenes Jahr viele Gäste ins

Land brachte. Michael Lehnus, Produktmanager

bei Thomas Cook begründet den

Preisanstieg vor allem mit dem Verhältnis

zwischen Nachfrage und Bettenkapazität.

Hinzu komme, dass auch die Lebenshaltungskosten

nicht wesentlich günstiger als

in Deutschland seien, meint er.

Problemkind Fluganbindung.

Ein weiteres Problem aus Sicht der Veranstalter

ist das Thema Fluganbindung. »Insbesondere

von Nord- und Westdeutschland

aus nach Split sind die Verbindungen noch

verbesserungswürdig«, findet TUI-Frau

Köhler. Und auch für die Region Pula, in der

40

5.4.2013 travel.one


kroatien.destination

thema.destination

eine sehr hohe Hoteldichte herrscht,

müsse das Flugangebot ausgebaut werden,

fordert ID-Riva-Tours-Chef Ognjenovic.

Gleiches gelte auch für die Transfers

von den Flughäfen Pula, Rijeka und

Zadar. Denn derzeit seien Gäste meist

auf teure Taxifahrten angewiesen, sagt

Cook-Manager Lenus. »Shuttles zu vernünftigen

Preisen würden dem Flugtourismus

in diesen Regionen sehr weiterhelfen«,

ist er überzeugt.

Auch für die Mittelklasse-Hotellerie

im Land sehen viele Reiseveranstalter

noch Nachholbedarf. »Es werden mehr

Betten im Drei- und Vier-Sterne-Segment

benötigt«, urteilt Thomas-Cook-

Selection-Managerin Arlett Walleck. Zudem

müsse das All-inclusive-Angebot

erweitert werden. Die Produktvielfalt

außerhalb der Hochsaison stößt ebenso

auf Kritik. »Einige Städte müssen verstehen,

dass Urlaubern in der Vor- und

Nachsaison ein Top-Hotel nicht ausreicht.

Dann sind auch eine lebendige

Altstadt sowie kulturelle Angebote und

Events wichtig«, moniert FTI-Manager

Kocevar.

Den Wünschen deutscher Veranstalter

will der frischgebackene Tourismusminister

nachkommen. »Wir müssen

daran arbeiten, neue Inhalte und Besuchsmotive

zu erschaffen, auch für diejenigen,

die noch nicht in Kroatien waren«,

erklärt er. Darüber hinaus verstehe

er das Anliegen deutscher Urlauber, auch

in der Nebensaison nach Kroatien zu reisen.

»Wir wollen die Saison insgesamt

verlängern und planen deshalb mehr

Anbindungen für diese Zeit«, verspricht

Lorencin. Zwar habe das Ministerium

keinen Einfluss auf die Flugverbindungen,

sagt er, aber einige Airlines hätten

ihm bereits zusätzliche Flüge angekündigt.


Kendra Mietke

Foto: Croatian National Tourist Board

In Zagreb erhalten Besucher seit Neuestem

Informationen zu Sehenswürdigkeiten über

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kroatischen Adria

Hotel & Casa Valamar Sanfior, Rabac, Istrien

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travel.one 5.4.2013 41


destination.thema

destination.kroatien

Auf

Erfolgskurs

In diesem Jahr investiert

Valamar Hotels & Resorts

kräftig ins Hotelportfolio.

Mehr hochwertige

Unterkünfte sollen

vor allem die deutschen

Gäste ansprechen.

Blick auf die modernisierte Vier-Sterne-Anlage Casa Sanfior in Rabac

Der Besucherboom in Kroatien

bescherte auch der kroatischen

Hotelgruppe Valamar Hotels &

Resorts enorme Zuwächse. Geschäftsführer

Peter Fuchs spricht sogar von

einem »Rekordjahr« für die nationale

Hotelmarke. Schließlich wuchs der

Umsatz des Unternehmens um elf

Prozent auf rund 132 Millionen Euro.

»Das ist ein neuer Rekord für uns. Zudem

haben wir unseren Umsatz damit

in den vergangenen zehn Jahren verdoppeln

können«, berichtet Fuchs. Der

Valamar-Chef hat derzeit 39.000 Betten

im Portfolio.

Und auch die Anzahl der Übernachtungen

konnte die Hotelkette steigern.

16,4 Prozent mehr Gäste aus Deutschland

entschieden sich 2012 für eine

Nacht in einer Valamar-Unterkunft.

Deshalb unterstreicht Sandra Enders,

Vertriebsvorstand von Valamar: »Gerade

die deutschsprachigen Länder sind

Foto: Hotel & Casa Valamar Sanfior

für uns wichtige Quellmärkte, auf die

wir in Zukunft noch stärker unseren

Fokus legen wollen.«

Erstes Fünf-Sterne-Hotel.

In diesem Jahr investiert Valamar

rund 23 Millionen in das Hotelportfolio.

Vor allem bestehende Häuser sollen

renoviert und modernisiert werden.

Ein besonderes Augenmerk legt

die Hotelgruppe dabei auf das Valamar

Dubrovnik President, das im April

2014 als erstes Fünf-Sterne-Haus der

Marke und neues Flaggschiff eröffnen

wird. Die rund sechs Kilometer von der

Altstadt Dubrovniks gelegene Anlage

wurde dafür umgebaut, modernisiert

und kann nun einen privaten Strand,

ein Sonnendeck und einen Panorama-

Aufzug bis zum Strand vorweisen.

Als weiteres Vorzeigeobjekt soll

sich in diesem Jahr die Vier-Sterne-

Hotel- und Bungalowanlage »Hotel &

Casa Valamar Sanfior« in Rabac etablieren.

Das Hotel wartet dabei mit

neuer Restaurantterrasse, geräumigeren

Zimmern mit Balkon und Meerblick,

einem Fitnessraum sowie einer

großen Sonnenterrasse und Internet-

Lounge auf. Das komplett renovierte

Casa dagegen will künftig mit großen

»Premiumfamilienzimmern« vor allem

bei jungen Gästen punkten.

Als besonderen Clou vermarktet

Valamar im kommenden Jahr die hoteleigene

Insel St. Nikola – sie ist von

PoreČ aus in fünf Minuten mit dem

Boot zu erreichen – als »Family Resort

St. Nikola Island«. Die bestehenden

vier Anlagen der Insel wurden renoviert,

saniert und ins Vier-Sterne-Segment

gehoben. Neue Schwimmbäder

und Wellness-Einrichtungen sollen

noch folgen. Von Juni 2014 an können

Urlauber dann auf der in zwei Abschnitte

unterteilten Insel zwischen

der Relax-Zone – sie verfügt über drei

Hotels – und der Club-Zone mit einer

Bungalow-Anlage wählen. Alle 30 Minuten

verkehrt zudem ein kostenloser

Bootsshuttle nach PoreČ.


Kendra Mietke

42

5.4.2013 travel.one


thema.destination

Ihr

Destination.kroatien

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destination.thema

destination.kroatien

Segel setzen als Gruppenerlebnis

Foto: Sunsail Croatia

Segeltouren

für mehrere

Segler sind

2013 besonders

nachgefragt

Kroatien ist nach wie vor ein beliebtes Ziel für Segelurlauber.

Besonders gefragt sind sogenannte Flotillen.

n Die Form der Gruppenreise mit mehreren

Segeljachten, im Fachjargon Flotillen,

wird bei Segelurlaubern immer beliebter

und erfreut sich starker Nachfrage. Deshalb

hat Segelreiseanbieter und TUI-Tochter

Sunsail nun für Kroatien eine neue Segelgruppenreise

unter dem Namen »Hvar

Flotille« aufgelegt und damit das Portfolio

für die Mittelmeerdestination auf

fünf Touren aufgestockt. Die neue Fahrt

führt innerhalb einer Woche von Kremik

aus nach Trogir, Brac, Hvar, St. Celements

und über Rogoznica wieder zurück. Unterstützt

werden die Segelurlauber durch

eine Begleitcrew in einem Führungsschiff,

die aus Skipper, Hostess und Mechaniker

besteht. Bei den Familienflotillen ist zudem

stets ein Kinderanimateur mit von

der Partie. Am Abend kann jede der Crews

für sich entscheiden, ob sie mit anderen

Flotillen-Teilnehmern zusammen etwas

unternehmen oder lieber unter sich bleiben

möchte.

Wichtig zu wissen: Für die Flotillen-

Reisen wird neben dem Charterpreis der

Jacht auch ein Zuschlag erhoben, der von

der Jachtgröße abhängig ist. Er enthält

eine Tankfüllung, eine Jachtschadensversicherung

sowie ein Frühstück am ersten

Tag, eine Punsch-Party und eine 24-Stunden-Betreuung

durch die Begleitcrew.

Neue Projekte

in Dalmatien

n Dalmatien widmet sich derzeit vielen neuen Projekten, um mehr Gäste

an die Südostküste Kroatiens zu bringen. So soll zum Beispiel an der

Spliter Bucht Poljud die neue Stadt Splitorina entstehen. Das 750 Millionen

Euro teure Projekt richtet sich vor allem an Segel- und Kreuzfahrtgäste.

Sie sollen dort unter anderem 850 Liegeplätze, eine Marina für Mega-Jachten,

einen Hafen für Kreuzfahrtschiffe, eine Geschäfts- und Hotelzone,

eine Promenade für Spaziergänger sowie Badestrände vorfinden.

Ein weiteres Projekt in Dalmatien heißt »Augusta Insula« und ist auf

der Insel Lastovo beheimatet. Dort baut die Regierung oberhalb des

Hafenortes Ubli für 75 Millionen Euro das »Europäische Zentrum«. Das

Zentrum widmet sich der Kultur der mediterranen Länder und soll ein

Kongresszentrum, Amphitheater, Planetarium, Aquarium und einen botanischen

Garten erhalten. Bis zu 500 Gäste können in speziellen Pavillons

wohnen.

Erstes Sentido

in Kroatien

n Im April eröffnet auf der Insel Brac ein

neues Hotel der Marke Sentido. Das Sentido

Kaktus erstreckt sich über eine Fläche

von rund 150.000 Quadratmetern und

liegt direkt am Strand von Supetar, umgeben

von Pinienwäldern und Olivenhainen.

Das komplett renovierte Hotel besitzt

140 Zimmer, darunter 15 Suiten. Für kleine

Gäste bietet das Sentido Kaktus zudem

zwei Kinderbecken und einen Spielplatz.

Urlauber können das Resort auch mit der

Fähre erreichen. In der Hochsaison verbindet

ein Fährservice die Insel Brac mit der

Stadt Split etwa 20-mal am Tag. Das Sentido

Kaktus ist das erste Sentido in Kroatien.

www.sentidohotels.de/hotels/

uebersicht/kroatien/brac/kaktus/

44

5.4.2013 travel.one


individuell

kroatien.destination

thema.destination

Croatia Airlines

fliegt ab Kassel

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Programm Ihres Kroatien-Experten.

Erholsame Auszeit

mit der ganzen Familie

Kroatiens Inselwelt

von ihrer schönsten Seite

n Mit Beginn des Sommerflugplans 2013 wird Croatia

Airlines erstmals vom neuen Flughafen Kassel-

Calden aus abheben. Der kroatische Nationalcarrier

baut damit das Streckennetz ab Deutschland weiter

aus und fliegt einmal pro Woche immer donnerstags

in die zweitgrößte kroatische Stadt Split. Der Premierenflug

steht am 2. Mai im Flugplan.

Neben Croatia Airlines haben auch Germania,

Tailwind und Onur Air den ausgebauten Regionalflughafen

in Nordhessen ins Programm genommen.

Villen, Ferienhäuser und

-wohnungen

• tolle Auswahl in Istrien und Dalmatien,

auf Krk und Rab, an den

Plitvicer Seen und im Gorski Kotar

• komfortable, großzügige Villen

mit Pool für bis zu 14 Personen

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von traditionell bis modern,

so individuell wie Ihre Gäste

Kreuzfahrten

auf klassischen Motorseglern

• 27 verschieden ausgestattete

Motorsegler für 13 bis 38 Personen

• ein- und zweiwöchige Baderouten

ab Rijeka, Zadar, Trogir, Dubrovnik

• sechs geführte Radrouten unterschiedlicher

Schwierigkeitsgrade

• drei geführte Wanderrouten und

zwei „Aktiv & Cappuccino“ Routen

Neuzugang bei Alltours: Das Luxushotel Admiral Grand in Slano

Portfolio

weiter ausgebaut

n Für den kommenden Sommer finden Kroatien-Urlauber bei

Alltours neue Hotels im Programm. Zum Beispiel das Fünf-

Sterne-Luxushaus Admiral Grand an der Bucht von Slano im

Süden des Landes. Die Anlage liegt direkt am flachen Strand

und bietet neben einem Wellnessbereich auch ein Hallenbad.

Ein weiterer Neuzugang im Portfolio der Duisburger ist das Hotel

Miramare nahe Vodice. Die Vier-Sterne-Anlage wurde erst

2011 erbaut und besitzt ebenfalls ein Hallenbad.

Mit »Dalmatiens Highlights« hat Alltours zudem eine neue

Schiffsrundreise aufgelegt. Sie führt auf zwei verschiedenen

Routen, entweder von Dubrovnik oder Split aus, eine Woche

durch die kroatische Inselwelt. Übernachtet wird an Bord.

Foto: Admiral Grand

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ubrik.thema

peps

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fernweh

Ferien auf Fuerteventura

Foto: Castillo Beach Resort

Sunpromotions verhilft Reisebüromitarbeitern zum vergünstigten Aufenthalt

im Barcelo Castillo Beach Resort auf Fuerteventura. Das Pep-Angebot gilt für

eine Woche bis 22. Dezember, einschließlich der Ferienzeiten. Alle Infos und

weitere Pep-Angebote der Barcelo Hotels auf den Kanarischen Inseln sowie

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ab 192 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Halbpension

Tuifly zum Pep-Tarif

Über Meinpep können Mitarbeiter aus der Touristikbranche nun auch Flüge

von Tuifly zum Pep-Tarif buchen. Die Reisezeit ist begrenzt bis zum 31. Juli; gestartet

wird derzeit von zwölf deutschen Abflughäfen sowie von Basel aus zu

26 Zielflughäfen in Europa und Nordafrika, beispielsweise von Frankfurt nach

Palma de Mallorca. www.meinpep.de

ab 128 Euro pro Person

Foto: Tuifly

Kurzreise auf dem Schiff

Foto: Transocean

In sechs Tagen von Bremerhaven nach Kiel fährt Transocean mit der Astor. Die

Reise führt als erstes nach List auf Sylt, wo der erste Tag mit einer Wattwanderung

oder einer Inselrundfahrt verbracht werden kann. Es folgt eine Tagespassage

durch den Nord-Ostsee-Kanal, die Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen

und somit den nächsten Landausflug zum Ziel hat. www.vas.travel

ab 240 Euro pro Person

Eine Woche Kroatien

Im Valamar Hotel Lacroma checken Expedienten über Wingtips sieben Nächte

zum Sonderpreis ein. Das Hotel befindet sich nahe der Altstadt von Dubrovnik

am Meer. Im Angebot enthalten sind diverse Specials, unter anderem WLAN

im gesamten Hotel. Buchbar ist es für die Zeit vom 24. Oktober bis 29. Dezember

über www.wingtips.de

ab 266 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Halbpension

Foto: Valamar Lacroma Dubrovnik Hotel

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5.4.2013 travel.one


im fernsehen

SA 6.4. l La Palma – Schönheit im Wolkenmeer,

7:30 Uhr, Phoenix l Wasser, Wälder, wilde Täler:

Obersteiermark, 9:40 Uhr, 3sat l Iquitos, Regenwaldmetropole

am Amazonas, 10:05 Uhr, Arte l

Fahrt ins Risiko (1) – Highway im Himalaya, 14:15

Uhr, Phoenix l Fahrt ins Risiko (2): Im Labyrinth von

Daka, 15:00 Uhr, Phoenix l Fahrt ins Risiko (3): Die

Eisstraße durch Sibirien, 15:45 Uhr, Phoenix l Moskau

bei Nacht, 16:00 Uhr, ARD.

So 7.4. l Lappland, Rushhour im hohen Norden,

13:30 Uhr, Arte l Expedition Schatzinsel, 16:05 Uhr,

3sat l Myanmar, 16:15 Uhr, BR l Zermatt, da will ich

hin!, 16:45 Uhr, SWR l Polarfieber – Kanadas eisiger

Norden, 17:15 Uhr, SWR l Saisonstart an der Nordseeküste,

18:00 Uhr, NDR.

Mo 8.4. l Lettlands Küste – Slitere, 20:15 Uhr,

ARD l Der TUI-Check, 20:15 Uhr, WDR.

Di 9.4. l Worms – Die Nibelungenstadt, 14:15 Uhr,

NDR l Vom Schwarzen Meer bis zur Ostsee: Von Rostow

am Don bis nach Gorodez, 15:15 Uhr, NDR l

mareTV: Sizilianische Nächte, 15:15 Uhr, Hessen l

Die magische Mitte Italiens – Umbrien, 18:50 Uhr,

Hessen.

mi 10.4. l Die Mosel von Zell bis Koblenz, 14:15

Uhr, NDR l Der große Bahn-Check – Markt-Reporter

decken auf, 21:00 Uhr, RBB.

Do 11.4. l Kreaturen der Finsternis – Die Movile-

Höhle, 13:15 Uhr, 3sat l Südschweden, 14:15 Uhr,

NDR l Mit dem Zug durch die Highlands, 15:15 Uhr,

RBB.

Fr 12.4. l Mit dem Zug durch die Pyrenäen, 8:25

Uhr, Arte l Australiens Nationalparks – Die Rote

Wüste, 15:15 Uhr, NDR l Mayotte – Neues Inselparadies

für Europa, 15:15 Uhr, RBB.

SA 13.4. l Perlen vor Kroatiens Küste: Losinj, Susak

und Srakane, 12:45 Uhr, NDR l mareTV: Kanadas

St. Lorenz Strom, 14:00 Uhr, RBB l Der Ärmelkanal

zwischen Calais und Dover, 14:30 Uhr, 3sat l

Kreta, die Wiege Europas, 16:00 Uhr, ARD.

So 14.4. l Norderney – Meer als Urlaub, 11:30

Uhr, NDR l Die Marmorberge von Italien, 13:40 Uhr,

Arte l Irland, 16:15 Uhr, BR l Palma de Mallorca, da

will ich hin!, 16:45 Uhr, SWR l Die Toskanischen Inseln,

17:15 Uhr, SWR l Gefälscht, geschmuggelt

und getrickst! Der Zoll am Frankfurter Flughafen,

18:00 Uhr, ZDF l Der Elberadweg – Von der Sächsischen

Schweiz nach Dresden, 20:15 Uhr, WDR l

Meer, Strand und Wind – Brasiliens Traumküste Piaui,

21:45 Uhr, Phoenix.

Mo 15.4. l Am Schweizer Bodensee, 14:15 Uhr,

NDR l Neuseeland – so leben wir: Pferde, Wind und

Freiheit, 15:15 Uhr, NDR l mareTV: Island, 15:15

Uhr, Hessen l Saisonstart im Nationalpark Wattenmeer

– Mit dem Ranger unterwegs, 17:00 Uhr, 3sat.

Di 16.4. l Mit dem Zug durch Skandinavien, 14:30

Uhr, Hessen l Von Sibirien nach Japan (1): Wildes

Kamschatka, 15:15 Uhr, NDR l Azoren, 18:50 Uhr,

Hessen.

mi 17.4. l Der Linzgau am Bodensee, 14:15 Uhr,

NDR l Mit dem Zug durch Japan, 14:30 Uhr, Hessen l

Von Sibirien nach Japan, 15:15 Uhr, NDR.

Do 18.4. l Mit dem Zug durch Graubünden, 15:15

Uhr, RBB l Mexikos Karibik-Küste – Yucatan und die

Riviera Maya, 20:15 Uhr, NDR.

Fr 19.4. l Nordseeinsel Föhr, 14:15 Uhr, NDR l

New Brunswick – Kanadas unbekannter Osten,

15:15 Uhr, RBB l Argentinien, der Norden – Berge,

Wein und Wasserfälle, 15:25 Uhr, 3sat.

travel.one 5.4.2013

47


ubrik.thema

leute

Abschied von

TUI Deutschland

Airtours-Managerin Feld-Türkis will

sich mehr Zeit für die Familie nehmen

n Kirsten Feld-Türkis verlässt nach rund 17 Jahren die TUI.

Der Abschied von ihrem langjährigen Arbeitgeber erfolge auf

eigenen Wunsch, betont die 49-Jährige, die zuletzt als Markenchefin

für die Edelmarke Airtours verantwortlich zeichnete. Die

Trennung soll in den nächsten Wochen vonstatten gehen. Voraussichtlich

werde es »kurzfristig eine interne Nachfolgeregelung

geben«, teilt TUI Deutschland mit.

Feld-Türkis sagt, sie plane eine »kleine Auszeit« und wolle

sich mehr Zeit für die Familie, für Freunde und für Ideen nehmen.

Sie kam am 1. März 1996 zur TUI. Dort verantwortete sie

das neu gegründete Produktmanagement für Nordamerika,

bevor sie 1998 die Gesamtverantwortung für die Fernreisen

übernahm. Im Jahr 2003 wurde ihr das »Profit Center Touristik

West« unterstellt, zu dem unter anderem Spanien gehörte.

2006 wechselte sie als Geschäftsbereichsleiterin in die Spezialtouristik

und war zuletzt für das gesamte Luxusgeschäft zuständig.

Die Managerin hat Airtours in den vergangenen Jahren

modernisiert und einem Markenrelaunch unterzogen. Mit Erfolg:

Die Marke legte zuletzt im Wintergeschäft 20 Prozent, im

Sommer 18 Prozent beim Umsatz zu.

01 02 03 04

01 Dr. Jörn W. Mundt,

Professor und Studiengangsleiter

für Tourismus

an der Dualen Hochschule

Ravensburg, geht nach 22

Jahren in den Ruhestand.

Jürgen Strauch verlässt

als Geschäftsführer LMX

Touristik zum 31. Mai auf

eigenen Wunsch.

02 Klaus Tusche verantwortet

nun beim Autovermieter

Avis als neuer Commercial

Director zusätzlich

zu Marketing, Partnerschaften

und dem touristischen

Vertrieb auch den

Bereich Corporate Sales in

Deutschland, Österreich,

der Schweiz und der Tschechischen

Republik.

03 Hervé Bellaiche ist

neuer Vertriebschef der

Compagnie du Ponant. Er

wird als Executive Vice President

Sales zudem auch

Mitglied des Vorstands der

französischen Reederei

sein. Bellaiche soll sich um

die weltweiten Vertriebsaktivitäten

kümmern.

04 Stefan Lauer, Personalvorstand

der Lufthansa,

scheidet Ende Juni aus

dem Unternehmen aus. Er

wolle sich beruflich neu

orientieren, heißt es. Lauer

ist seit rund 16 Jahren im

Vorstand der Airline tätig

und betreut unter anderem

auch Swiss, Brussels

Airlines und AUA.

48

5.4.2013 travel.one


Name baErcil

ilissit landio od et

vel eu feuissequate

ver se doloreet

Führungswechsel bei AF/KLM

n Ein halbes Jahr früher als geplant gibt Jean-Cyril Spinetta seinen

Posten als CEO von Air France/KLM auf. Am 1. Juli übernimmt

Alexandre de Juniac (rechtes Foto), bislang Chairman

und CEO von Air France, die Leitung der Airline. Neben Spinetta

verlässt auch dessen Stellvertreter Leo van Wijk das Führungsgremium.

Sein Nachfolger ist Peter Hartman (links), bislang Vorstandschef

von KLM. CEO von Air France wird Frédéric Gagey,

der Nachfolger von Hartman steht noch nicht fest.

Spinetta sollte ursprünglich Anfang 2014 ausscheiden, da

er dann die Altersgrenze von 70 Jahren erreicht.

TUI Cruises baut

Vertrieb aus

n Udo Lutz hat bei TUI Cruises

die neu geschaffene Position

des Senior Head of Sales Travel

Agencies übernommen und leitet

die Abteilungen Sales Support,

Außendienst, Inside Sales

und International Sales. Ebenfalls

neu im Team ist Daniela

Zill. Sie kümmert sich künftig

um die Agenturbetreuung, Seminarreisen

und Schiffsbesichtigungen

für Reisebüros.

www.travel-one.net

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Hilpertstraße 3, 64295 Darmstadt

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Chefredakteur

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»Gebühren-Dschungel«

Travel One Morning News, 21. März 2013,

»Höhere Gebühren bei Tuifly und TUI«

Es wird Zeit, dass man den Airlines auf

die Finger »haut« mit ihrem Gebühren-

Dschungel. Freut man sich mal ein paar Monate

über einheitliche Regelungen, werden

diese schon wieder ausgehebelt. Und zu wessen

Lasten? Zu denen des Vertriebs, der sich

mit unaufgeklärten Kunden und der Meinung,

man zocke den Kunden nach Strich und

Faden ab, herumschlagen muss. Diese Mehrarbeit

wird dann auch, das ist der Hohn dieser

Branche, noch nicht einmal vergütet (mit

Ausnahme der TUI-Sitzplatzreservierung).

Ich als Kunde würde mich fragen, ob der Sitz

bei Tuifly in die Türkei besser ist als der nach

Mallorca – muss ich doch dafür vorab mehr

bezahlen.

Jens Oszvald, Reisebüro Hartmann, Wiesbaden

»Kunden darauf hinweisen«

Achtung! Bei Tuifly zahlt der Kunde bei

Sportgepäckbeförderung nicht für die entstehenden

Kosten (Transport, Sprit) sondern

»nur« eine Bearbeitungsgebühr, die nicht erstattbar

ist! Auf der Website Tuifly heißt es:

»Die Reservierung von Extras (wie z.B. Sportgepäck,

Haustiere, Sondermahlzeiten) ist nur

für Flüge mit der Fluggesellschaft Tuifly

(Flugnummer X3) möglich. Bei Flügen mit anderen

Fluggesellschaften, wenden Sie sich bitte

direkt an die jeweilige Fluggesellschaft.

Wählen Sie dann in den nächsten Schritten,

die gewünschte Leistung aus. Nach der Bezahlung

der nicht erstattungsfähigen Bearbeitungsgebühr,

erhalten Sie eine Bestätigung

über die gebuchte Zusatzleistung per E-Mail.«

Pieter Veenstra, Reisebüro Albrecht, Karlsruhe

»Dürftige Haltung«

Travel One sechs, 22. März 2013,

»Auf der Suche nach der klaren Linie«

Selten ist so deutlich geworden, wie dürftig

die Haltung der Parteien zu Fragen ist, an

denen Hunderttausende von Arbeitsplätzen

hängen. Und – in der Fortführung dieses Gedankens

– wie mager dann auch die Bilanz

von BDL, BTW etc. ist, wenn es nicht einmal

gelingt, die Parteien dazu zu bekommen, Positionen

zu beziehen. Ihr PDF dazu ist heute bei

uns in der Mittagspause intensiv diskutiert

worden. Martin Pundt, Holiday Extras, München

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Gesellschafter

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Geschäftsführung

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L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

DruckMedien, 47608 Geldern

Travel One erscheint 14-tägig freitags

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 46

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Travel One ist eine Aktivität der

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travel.one 5.4.2013 49


ubrik.thema

leute.persönlich

Bereichsleiter Mittelmeer Dertour

Dietmar Malcherek

Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Eigentlich wollte ich nach der Ausbildung Lehramt oder Architektur studieren,

dann bekam ich aber einen Studienplatz in München. Während des

Praktikums bei Dertour habe ich dann ein Jobangebot bekommen, es hat mir

unglaublich viel Spaß gemacht und so hat die Geschichte angefangen.

Ihr Traumberuf als Kind?

Landwirt, Zoodirektor oder Reiseerfinder.

Dietmar Malcherek, 47, Sternzeichen

Löwe, seit 15 Jahren in

fester Partnerschaft, ist Bereichsleiter

Mittelmeer bei Dertour.

Nach seiner Ausbildung

zum Hotelkaufmann und dem

Besuch der Hotelfachschule

studiert er in München BWL

mit dem Schwerpunkt Touristik.

Sein Einstieg in die Touristik

ist ein Praktikum bei Dertour.

Malcherek wird dort

Produktmanager Italien und

baut in den folgenden Jahren

das Mittelmeerprodukt des

Bausteinveranstalters auf. Der

Musikfan, der gerne auf Konzerte

und in die Oper geht, hat

Anfang des Jahres die Leitung

des neuen Bereichs Mittelmeer

bei Dertour übernommen.

Zu seiner Freizeitbeschäftigung

gehört es, Frankfurt und

die Umgebung der Stadt auf

Ausflügen und Wandertouren

zu erkunden. Gerne verbringt

er die Zeit aber auch mit seinen

Freunden bei gemütlichen

Abenden im Restaurant oder

zu Hause. Auch privat stehen

Reisen und das Kennenlernen

der Welt ganz oben auf seiner

Beliebtheitsskala.

Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Endlich mal nach Australien reisen und den Rest der Zeit einfach mal

nichts tun.

Wie schalten Sie ab?

Definitiv nicht beim Faulenzen. Auf Reisen in fremden Ländern, daheim

beim Kochen.

Wo haben Sie Ihren vergangenen Urlaub verbracht?

Vergangenes Jahr auf Capri, ein paar Tage in Kroatien mit Freunden, rund

um Island und in Kenia mit einer super Safari.

Welches Souvenir haben Sie sich mitgebracht?

Ich bin leider gar kein Souvenirkäufer, nur ab und an mal was mit Kunst,

wenn ich spontan etwas sehe.

Was sammeln Sie?

Musik auf altmodischen CDs und im iPod, alles von Mylène Farmer.

Worüber können Sie lachen?

Gott sei Dank oft über mich selbst.

Welche Filmrolle hätten Sie gerne mal gespielt?

Die männliche Hauptrolle in irgendeinem Film von Pedro Almodóvar.

Wen würden Sie gerne einmal treffen?

Jesus, Mohammed, Moses und Buddha an einem runden Tisch.

Ihr Lieblingsessen?

Italienisch, asiatisch, gutbürgerlich.

Ihre erste Entscheidung, wenn Sie Bundeskanzler wären?

Ehegattensplitting abschaffen, weder für Hetero- noch Homo-Ehe ohne Kinder

notwendig, und Geld an Familienwillige umverteilen.

Wofür geben Sie gerne Geld aus?

Mit Freunden essen gehen, Kleidung, Reisen, meine Putzfrau.

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5.4.2013 travel.one


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