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travel. one<br />

das Magazin für Reiseprofis<br />

Ausgabe sieben 5. April 2013<br />

Specials in<br />

dieser Ausgabe:<br />

Versicherungen<br />

Kroatien<br />

Schwellenländer gewinnen<br />

als Quellmärkte massiv<br />

an Bedeutung. Die Folgen<br />

für Destinationen und die<br />

deutsche Touristik. Ab Seite 10<br />

Handtuchkrieg 3.0<br />

Interview<br />

Dietmar Gunz<br />

prescht im Orient vor<br />

Der FTI-Chef will Oman zum<br />

Badeziel machen. Seite 8


2<br />

rubrik.thema


ausgabe sieben.editorial<br />

Allianzen werden<br />

Nebensache<br />

Das war deutlich – in einem Interview mit dem »Handelsblatt«<br />

erklärte Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer, eine Airline-<br />

Allianz sei »wie ein Club, in dem man sich die Partner suchen<br />

kann, mit denen man enger zusammenarbeitet«. Und er fügte<br />

hinzu: »So halten wir das auch.« Damit sprach der Österreicher<br />

aus, was viele ohnehin bereits vermuteten: Die Bedeutung<br />

von Bündnissen wie der Star Alliance, Oneworld oder Skyteam<br />

ist massiv gesunken. Von ihren Mitgliedern einst als zukunftsweisend<br />

gefeiert und von Verbraucherorganisationen als<br />

kartellähnliche Gebilde gebrandmarkt, werden die Allianzen<br />

nun zu losen Bündnissen eingedampft, in denen die Partner<br />

miteinander kooperieren oder eben nicht. Beteiligungen wie<br />

die von Etihad Airways an Air Berlin und bilaterale Bündnisse<br />

wie das zwischen Air Berlin, Etihad und Air France/KLM sind<br />

deutlich wichtiger. Auch bei Lufthansa spielt die Allianz keine<br />

große Rolle mehr, wenn von strategischen Entscheidungen<br />

die Rede ist. Zwar hilft es bei den Planspielen zu einem<br />

möglichen Bündnis mit Turkish Airlines, dass auch die Türken<br />

Mitglied der Star Alliance sind, eine Grundvoraussetzung ist<br />

dies aber wohl nicht mehr.<br />

Christian Schmicke<br />

Chefredakteur<br />

Der Hauptgrund für die Schwäche der Allianzen liegt darin,<br />

dass die aggressiv auftrumpfenden Carrier aus den Golfstaaten<br />

sie konsequent ignorieren. Hinzu kommt ein Geburtsfehler,<br />

den die Allianzen nie beheben konnten: Eine halbwegs<br />

homogene Produktqualität unter ihren Mitgliedern ist für die<br />

Kunden ein Wunschtraum geblieben.<br />

Mailen Sie uns Ihre Meinung.<br />

c.schmicke@travel-one.net<br />

travel.one 5.4.2013 3


ausgabe.sieben 2013<br />

Inhalt<br />

16<br />

34<br />

Foto: ollyy/Shutterstock<br />

puls<br />

titelthema <br />

10 Neue Märkte.<br />

Chinesen in Interlaken, Brasilianer in der Karibik:<br />

Urlauber aus den BRIC-Staaten erobern die Welt<br />

und verändern die touristische Landschaft.<br />

6 <strong>Travel</strong> Industry Day. Sonderkonditionen für Abonnenten.<br />

8 Interview. FTI-Chef Dietmar Gunz über seinen<br />

neuen Vollcharter in den Oman und Parallelen zur<br />

Dominikanischen Republik.<br />

produkt<br />

16 Versicherungen. Betrugsfälle sind keine Seltenheit.<br />

Vor allem bei Reisegepäck- und Reisekrankenversicherung<br />

wird viel getrickst.<br />

24 Reiserücktritt. Gute Noten von »Finanztest«.<br />

25 Hanse Merkur. Mehr Sicherheit für Online-Käufer.<br />

32 Airlines/Airports. Neuer Transfertunnel in Düsseldorf +++<br />

SAS ändert Serviceklassen +++ Maastricht Airlines verschiebt<br />

Flugbetrieb +++ Stuttgart beschleunigt Bordkartenkontrolle.<br />

Foto: <strong>Travel</strong> One<br />

sales<br />

34 Schulung. 30 Reiseprofis erkunden beim »Top Favourite<br />

Expertenworkshop« von Thomas Cook, Neckermann Reisen<br />

und <strong>Travel</strong> One die türkische Riviera.<br />

36 RTK. Neuer Partner in Belgien.<br />

38<br />

destination<br />

38 Kroatien. Nach dem kräftigen Gästeplus des vergangenen<br />

Jahres schmiedet Kroatien für 2013 große Pläne.<br />

42 Valamar. Erstes Fünf-Sterne-Hotel in Dubrovnik geplant.<br />

Foto: Croatian National Tourist Board<br />

exit<br />

46 Peps. Schnäppchen für Touristiker.<br />

47 TV-Tipps.<br />

48 Leute. Kirsten Feld-Türkis verlässt<br />

TUI Deutschland.<br />

49 Leserbriefe. Impressum.<br />

50 Persönlich. Dietmar Malcherek,<br />

Bereichsleiter Mittelmeer bei Dertour.<br />

4


Anzeige<br />

thema.rubrik<br />

JERUSALEM<br />

EINE 3.000 JAHRE<br />

ALTE KULTURMETROPOLE<br />

Die Heilige Stadt bietet das ganze Jahr über ein sehr<br />

breites Angebot an kulturellen und musikalischen Events<br />

Jerusalem ist nicht nur das Zentrum der drei<br />

monotheistischen Weltreligionen, es ist<br />

gleichzeitig eine einzigartige Metropole mit<br />

einer sehr lebendigen Kulturszene und mitreißenden<br />

Events das ganze Jahr über.<br />

Das Zusammenspiel von Antike und Moderne,<br />

von Heiligem und Weltlichem, von alten Traditionen<br />

und modernem Lifestyle macht den besonderen<br />

Reiz Jerusalems aus.<br />

Schrein des Buches, Israel Museum<br />

Open-Air-Bühne Sultan‘s Pool<br />

www.itraveljerusalem.com/de<br />

2013 wurde das Kulturangebot der Stadt weiter<br />

ausgeweitet. Über das ganze Jahr verteilt,<br />

bietet Jerusalem ein sehr abwechslungsreiches<br />

Programm. Eines der absoluten Highlights in<br />

Jerusalems Kulturkalender ist das Israel Festival<br />

im Mai und Juni. Dabei handelt es sich um eine<br />

dreiwöchige Gala für Kunst, Tanz, Musik und<br />

Theater in Jerusalems Top-Locations wie dem<br />

Davidsturm in der Altstadt. Als alternative Veranstaltung<br />

fi ndet im Mai das Musrara Mix Festival<br />

statt, das als fachübergreifende Veranstaltung<br />

Teil des UNESCO-Netzwerks der Kulturprogramme<br />

ist und jungen Künstlern die Möglichkeit<br />

gibt, ihre Werke auf die Bühne zu bringen.<br />

Ein weiteres Highlight ist die am 15. Juni beginnende<br />

Season of Culture, die jeden Sommer ein<br />

umfangreiches Angebot an kulturellen Events<br />

bietet – viele davon auf einer der zahlreichen<br />

Open-Air-Bühnen.<br />

Im September kommen die Liebhaber der Klassikmusik<br />

bei den Kammermusikfestspielen voll<br />

auf ihre Kosten. Jedes Jahr wird eine Reihe von<br />

faszinierenden Klassikkonzerten veranstaltet.<br />

Israel ist das Land mit der größten Anzahl von<br />

Museen pro Einwohner und Jerusalem ist dabei<br />

die Kulturhauptstadt des Landes mit 150 Museen<br />

und kulturellen Einrichtungen. Wenn eines<br />

dabei herausgestellt werden sollte, ist es sicherlich<br />

das Israel Museum, das als Nationalmuseum<br />

des Landes zu den globalen Spitzenreitern<br />

in den Bereichen Kunst und Archäologie gehört.<br />

Bis Oktober 2013 wird im Israel Museum die<br />

Ausstellung Herodes der Große: die letzte Reise<br />

eines Königs im Mittelpunkt stehen.<br />

Auch in Sachen Sport-Events hat Jerusalem immer<br />

mehr zu bieten. Der Internationale Jerusalem<br />

Marathon 2013 am 1. März mit rund 20.000<br />

Läufern war ein voller Erfolg und die Tendenz<br />

ist weiter steigend. Für die vierte Aufl age am<br />

21. März 2014 werden sogar noch mehr Läufer<br />

aus der ganzen Welt erwartet. Außerdem wird<br />

im Juni die U21-Europameisterschaft im Fußball<br />

stattfi nden. Am 13. und 14. Juni wird ein<br />

Formel-1-Show-Run der Scuderia Ferrari ein<br />

einmaliges Szenario der PS-Boliden unterhalb<br />

der Jerusalemer Altstadtmauern bieten.<br />

Beim perfekten Jerusalem-Erlebnis dürfen natürlich<br />

die klassischen Sehenswürdigkeiten nicht<br />

fehlen. Die Grabeskirche, die Klagemauer und<br />

den Tempelberg mit Felsendom, die sich alle innerhalb<br />

der Altstadtmauern befi nden, muss man<br />

einfach gesehen haben. Direkt vor den Altstadtmauern<br />

liegt mit der City of David das älteste<br />

besiedelte Wohnviertel Jerusalems mit einer großen<br />

archäologischen Ausgrabungsstätte.<br />

Jerusalem ist die Stadt der Kontraste und bietet<br />

für jeden Besucher etwas. Die Möglichkeiten<br />

sind unbegrenzt und überwältigend.<br />

Marketingaktivitäten:<br />

Jerusalem ist mit seinem Facettenreichtum, seinen<br />

Attraktionen und einem nur vierstündigen<br />

Flug von Deutschland aus das perfekte Ziel für<br />

eine besondere Städtereise. Um einen Jerusalem-Aufenthalt<br />

noch attraktiver zu machen, hat<br />

die Jerusalemer Tourismusbehörde die sog.<br />

City-Break Gutschein-Coupons aufgelegt. Besucher,<br />

die mindestens vier Nächte in einem der<br />

ausgewählten Hotels der Stadt bleiben, werden<br />

mit einer Reihe von Gutscheinen und Ermäßigungen<br />

für attraktive Sehenswürdigkeiten, Restaurants,<br />

Bars und Cafés belohnt. Zusätzlich<br />

gibt es noch eine einmalige Abendshow, ein<br />

Dinner und eine Stadtführung gratis.<br />

Bei Fragen rund um die Stadt Jerusalem, steht Ihnen die Vertretung der Jerusalemer<br />

Tourismusbehörde in Deutschland zur Verfügung. Ihr Ansprechpartner: Thomas Gigla<br />

Tel.: 02104 - 95 24 129<br />

travel.one E-Mail: jerusalem@travelmarketing.de<br />

5.4.2013 5


ubrik.thema<br />

puls<br />

Günstiger zum <strong>Travel</strong> Industry Day<br />

n <strong>Travel</strong> One-Abonnenten, die beim ersten<br />

<strong>Travel</strong> Industry Day am 27. Mai in Dreieichenhain<br />

mit von der Partie sein wollen, aber nicht<br />

Mitglied des <strong>Travel</strong> Industry Clubs sind, können<br />

zum gleichen Tarif an der Veranstaltung teilnehmen<br />

wie die Mitglieder des Clubs. Wer sich<br />

auf der Website des <strong>Travel</strong> Industry Clubs online<br />

und zusätzlich per E-Mail an daniela.gerdes@<br />

travelindustryclub.de als Abonnent des Magazins<br />

für Reiseprofis anmeldet und ausweisen kann, zahlt<br />

den ermäßigten Tarif von 260 Euro für die hochkarätig<br />

besetzte Veranstaltung.<br />

Denn auf dieser diskutieren in der Event-Location<br />

The Aircraft at Burghof unter anderem Sören<br />

Hartmann, Chef der Rewe Touristik, Wolfgang<br />

Altmüller, Vorstandsvorsitzender VR meine Raiffeisenbank,<br />

Traffics-Chef Salim Sahi, Thomas-Cook-<br />

Vertriebsgeschäftsführer Georg Welbers, Expedia-Deutschland-Chef<br />

Andreas Nau und FTI-Geschäftsführer<br />

Boris Raoul über die Zukunft von<br />

Veranstaltern und Vertrieb. Weitere Foren widmen<br />

sich Themen aus Luftfahrt, Hotellerie und Business<br />

<strong>Travel</strong>.<br />

www.travelindustryclub.de/go/<br />

travel-industry-day<br />

The Aircraft at Burghof heißt der Veranstaltungsort des <strong>Travel</strong> Industry Days<br />

Foto: The Aircraft at Burghof<br />

Neuer Reisebüro-Verbund<br />

n Unter dem Slogan »So geht Reisebüro gestern, heute und morgen« hat sich die »Inhaber Geführte<br />

Reisebüro Organisation« (IGRO) gegründet. Das Bündnis aus stationären Reisebüros<br />

versteht sich als Netzwerk und wurde ausschließlich von Agenturen der RTK-Kooperation initiiert.<br />

Der neue Verbund umfasst derzeit 38 Mitglieder. Zu den Zielen der IGRO gehört die Interessenvertretung<br />

gegenüber Veranstaltern, Politik, Wirtschaft und der Öffentlichkeit. Denn die<br />

Wahrnehmung der Veranstalter konzentriere sich zunehmend auf den eigenen Internetauftritt<br />

und Direktvertrieb, dem wolle man künftig mit gemeinsamen Auftritten und kreativem Marketing<br />

entgegentreten, um so »mehr Lust auf Reisebüro« zu wecken, wie der Vorsitzende des Vereins,<br />

Manuel Larios (Foto) erklärt. Weitere Schwerpunkte will die Initiative auf die Vernetzung<br />

mit regionalen Interessengemeinschaften und Vereinen sowie auf das Thema Aus- und Fortbildung<br />

legen. RTK-Büros können dem Verein online beitreten unter www.igroev.de<br />

6<br />

5.4.2013 travel.one


Anzeige<br />

Mit Bar-Reserve<br />

nach Zypern<br />

n Das Auswärtige Amt rät Reisenden,<br />

die Zypern besuchen,<br />

mehr Bargeld mitzunehmen,<br />

als sie es bei Reisen innerhalb<br />

der EU normalerweise täten.<br />

Zwar unterliegen Abhebungen<br />

von deutschen Konten sowie<br />

Zahlungen mit Kredit- oder<br />

EC-Karte keinen staatlichen Beschränkungen.<br />

Es sei jedoch<br />

damit zu rechnen, dass Kartenzahlungen<br />

an einigen Stellen,<br />

vor allem an Tankstellen und<br />

in kleineren Hotels und Restaurants,<br />

nur eingeschränkt akzeptiert<br />

werden.<br />

Anzahlung<br />

erhöht<br />

n TUI Cruises hat für Reisen,<br />

die vom 24. April 2014 an starten,<br />

die Höhe der Anzahlung<br />

für die sogenannten »Wohlfühlpreise«<br />

um fünf auf 25 Prozent<br />

angehoben. In dieser Buchungsklasse<br />

können Kunden<br />

ihre Wunschkabine wählen sowie<br />

Suiten und Familienkabinen<br />

buchen. In der Kategorie<br />

»Flex-Preis«, in der die Reederei<br />

Kunden die konkrete Kabine<br />

zuweist, ändert sich nichts.<br />

Hier liegt die Anzahlungshöhe<br />

bei 35 Prozent. Mit der Anzahlung<br />

ändert sich zur Saison<br />

2014/15 auch die Höhe<br />

der Stornokosten. Sie steigen<br />

bis 50 Tage vor der Abreise<br />

bei Wohlfühlpreis-Buchungen<br />

ebenfalls von bisher 20 auf 25<br />

Prozent des Reisepreises.<br />

tuicruises.com/preismodelle<br />

Sabine Hornig<br />

Premium Reisebüro, Leipzig<br />

BEST-RMG-Mitglied seit 2008<br />

ICH HABE MEINE<br />

BEST-<br />

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…seit ich Mitglied in unserer<br />

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1-Jahres-<br />

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Die Kooperation, die den<br />

Reisebüros gehört.<br />

Die neue Infobroschüre ist da!<br />

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Informationen unter: www.best-rmg.de<br />

Katar verschiebt<br />

Airport-Eröffnung<br />

n Zum vierten Mal wurde die am<br />

1. April geplante Eröffnung des<br />

neuen Hamad International Airports<br />

in Doha verschoben. Der<br />

neue Flughafen erfülle nicht die<br />

kürzlich neu eingeführten Sicherheitsauflagen<br />

des Innenministeriums,<br />

heißt es in Medien<br />

aus der Region. Ursprünglich<br />

sollte der Airport bereits 2010<br />

den Betrieb aufnehmen.<br />

Luxuswoche<br />

in Kemer<br />

n Maria Telle vom Reiseland in<br />

Magdeburg reist mit Begleitung<br />

für eine Woche ins Fünf-Sterne-<br />

Hotel Crystal Deluxe Resort &<br />

Spa in Kemer. Sie gewann den<br />

Hotelaufenthalt, gesponsert von<br />

Schauinsland Reisen, durch ihre<br />

Teilnahme an der großen Barometer-Umfrage<br />

zur Qualität des<br />

Telefonservices von 32 Airlines.<br />

travel.one 5.4.2013 7


puls.interview<br />

Wird der Oman ein<br />

neues Massenziel, Herr Gunz?<br />

Das Interview führte Christian Schmicke.<br />

Dietmar Gunz (53) ist Gründer,<br />

Gesellschafter und CEO der<br />

FTI Group. Das Unternehmen<br />

erreichte im Geschäftsjahr<br />

2011/12 einen konsolidierten<br />

Umsatz von 1,8 Milliarden Euro.<br />

Das Interview führte<br />

xxxxxxxxxxxxxx xxxxxx.<br />

FTI ist einst mit der Erschließung<br />

der Dominikanischen Republik für<br />

breite Kundenschichten aus<br />

Deutschland groß geworden. Nun<br />

bieten Sie Charterflüge nach<br />

Salalah im Oman an. Sehen Sie für<br />

das Land eine ähnliche Perspektive?<br />

Gunz: Es gibt tatsächlich Dinge, die<br />

an die Dominikanische Republik vor<br />

20 Jahren erinnern. Zum Beispiel<br />

eine endlos lange Küste mit tollen<br />

Stränden, die es mit denen in der<br />

Karibik und im Indischen Ozean<br />

durchaus aufnehmen können. Allerdings<br />

ist der Oman schneller erreichbar,<br />

es herrscht nur eine geringe<br />

Zeitverschiebung von zwei<br />

Stunden im Sommer und drei Stunden<br />

im Winter zu Deutschland und<br />

die Region um Salalah ist bis auf die<br />

Regenzeit im Sommer auch klimatisch<br />

ein perfektes Reiseziel.<br />

Das Tourismusministerium des<br />

Landes hat stets betont, dass man<br />

eine schnelle Entwicklung zum<br />

Massentourismus ablehne. Ist Ihr<br />

Charter-Engagement ein Zeichen<br />

für einen Strategiewechsel?<br />

Das Tourismusministerium unterstützt<br />

uns. Ich bin mir auch sicher,<br />

dass die Regierung keinesfalls etwas<br />

gegen zahlreiche Gäste hat, die die<br />

Hotelkapazitäten auslasten. In der<br />

Region um Salalah ist das passende<br />

Hotelangebot für eine größere Zahl<br />

von Gästen ja durchaus vorhanden.<br />

Von Massentourismus sind wir allerdings<br />

weit entfernt, und das ist auch<br />

nicht unser Ziel. Dass die Entwicklung<br />

im Oman bedächtiger voranschreitet<br />

als etwa in den Vereinigten<br />

Arabischen Emiraten, liegt daran,<br />

dass man hier alle Dinge wesentlich<br />

gemütlicher angeht. Die Uhren ticken<br />

einfach langsamer. Der Oman<br />

ist das pure Gegenteil von Dubai, wo<br />

an sieben Tagen in der Woche und<br />

24 Stunden am Tag Geschäftigkeit<br />

herrscht.<br />

Als Badeziele erfolgreich sind<br />

heute vor allem Destinationen mit<br />

einem ausgeprägten Angebot an<br />

All-inclusive-Hotels. Das gibt es<br />

bislang im Oman nicht. Sehen Sie<br />

darin einen Wettbewerbsnachteil?<br />

Das wäre es zweifellos. Aber wir haben<br />

gemeinsam mit den Hoteliers<br />

All-inclusive-Konzepte entwickelt<br />

und bieten wahlweise Übernachtung<br />

mit Frühstück, Halbpension und Allinclusive<br />

an. Im Hilton Salalah zum<br />

Beispiel, einem unserer wichtigsten<br />

Partnerhotels, wird eins zu eins das<br />

All-inclusive-Konzept des Hilton Ras<br />

Al Khaimah umgesetzt.<br />

Der Oman ist bislang eher ein Ziel<br />

für kultur- und naturinteressierte<br />

Besucher oder für Taucher. Wie haben<br />

Sie die Potenziale des Landes<br />

als Badeziel entdeckt?<br />

Unsere Incoming-Tochter Meeting<br />

Point ist seit fünf Jahren im Land aktiv.<br />

Seit dieser Zeit betreut sie auch<br />

skandinavische Gäste, die bereits<br />

mit Charterflügen aus Stockholm<br />

dort landen. Wir haben die Entwicklung<br />

der touristischen Infrastruktur<br />

aufmerksam verfolgt und sind sicher,<br />

dass jetzt der richtige Zeitpunkt<br />

gekommen ist, um auch mit<br />

dem deutschen Markt einzusteigen.<br />

Die neuen Hotelprojekte in der<br />

Region um Salalah rangieren durch<br />

die Bank im hochwertigen<br />

Segment. Haben Sie nicht die<br />

Sorge, dass das Preisniveau zu<br />

hoch sein könnte, um Ihre<br />

Charterkapazitäten zu füllen?<br />

8<br />

5.4.2013 travel.one


interview.puls<br />

Nein, ganz und gar nicht. Die Preise liegen<br />

weit unter denen in der Karibik und im Indischen<br />

Ozean. Und sie sind auch günstiger<br />

als etwa in Dubai. Wir bewegen uns in der<br />

Hotellerie bei guten Qualitätsstandards auf<br />

einem Preisniveau, das durchaus mit Ländern<br />

wie der Türkei vergleichbar ist. Unser<br />

Charterflug-Angebot für den Oman versetzt<br />

Kunden in die Lage, für weniger als 1.000<br />

Euro eine Fernreise zu machen.<br />

Wie sehen Sie die mittel- und langfristige<br />

touristische Zukunft für den Oman?<br />

Das Land hat eine Riesenentwicklung vor<br />

sich, denn alle wichtigen Parameter für eine<br />

Badedestination stimmen. Natürlich müssen<br />

wir bei Vertriebspartnern und Kunden<br />

erst einmal Überzeugungsarbeit leisten<br />

und sie über die Besonderheiten der Region<br />

informieren. Dabei wird es uns helfen, dass<br />

der Oman in Deutschland ein positives<br />

Image als orientalisches Land mit geradezu<br />

mystischen Zügen genießt.<br />

Vorstoß im Orient<br />

FTI bietet von September an einmal<br />

pro Woche samstags von München,<br />

Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf,<br />

Berlin Tegel, Zürich und Wien<br />

Charterflüge Flüge nach Salalah an.<br />

Flugpartner ist Sun Express. Bei einem<br />

Stopp in Izmir steigen die Gäste<br />

in eine Chartermaschine von Sun Express<br />

um, die sie nach Salalah bringt.<br />

Die Rückflüge erfolgen am Sonntag.<br />

Vor Ort hat sich der Veranstalter Kapazitäten<br />

im Hilton Salalah, dem<br />

Crowne Plaza Salalah oder dem Salalah<br />

Marriott Resort gesichert. Letzteres<br />

ist Teil des neuen Hotelprojekts<br />

Mirbat Beach, rund 70 Kilometer von<br />

Salalah entfernt. Zum Portfolio zählt<br />

auch das Juweira Boutiquehotel,<br />

das dem neuen Ferienresort Salalah<br />

Beach angehört. Neben eigenen<br />

Golfplätzen, Marinas und Geschäften<br />

sind dort insgesamt fünf Strandhotels<br />

geplant. Das Fünf-Sterne Juweira<br />

Boutiquehotel ist bereits eröffnet,<br />

als nächstes soll Mitte Dezember<br />

das Rotana Salalah Beach Gäste<br />

empfangen und bei FTI buchbar sein.<br />

Weitere Hotels sollen folgen. FTI-<br />

Chef Dietmar Gunz strebt mit seinem<br />

Charterflugprojekt, für das der<br />

Vertrag zunächst bis Mitte Juni 2014<br />

läuft, nach eigener Aussage rund<br />

10.000 Gäste an.<br />

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und schenken Sie Ihnen viele unvergessliche Momente an Bord<br />

unserer Schiffe, die jetzt alle mit den beliebtesten Einrichtungen<br />

der Oasis Klasse ausgestattet wurden. Und währenddessen<br />

können Sie sich über ein sattes Umsatzplus freuen.<br />

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Schauinsland, sondern hrs.de und booking.com.«<br />

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Reisebüro Hotline 069/92 00 71 - 0 • royalcaribbean.de/extranet<br />

travel.one 5.4.2013 9<br />

*Angebotsbedingung siehe Extranet


titelthema.markt<br />

Den Luxus des Reisens haben längst nicht mehr Europäer und Nordamerikaner für sich<br />

gepachtet. Bürger von Schwellenländern erobern die Welt – das hat vielfältige Folgen.<br />

Die Neuen<br />

kommen<br />

Würden die 250 Frauen und<br />

Männer heute am Frankfurter<br />

Flughafen landen, niemand<br />

würde ihnen Beachtung schenken.<br />

Am 15. Februar 2003 aber umringt<br />

ein Tross Journalisten die Ankömmlinge<br />

aus China. Sie sind die ersten Touristen<br />

aus dem Reich der Mitte.<br />

Zehn Jahre später tummeln sich tausende<br />

Chinesen in Heidelberg, Neuschwanstein<br />

und München. Sie gehören<br />

in Deutschlands Top-Zielen – wie<br />

auch anderswo auf dem Globus – zum<br />

alltäglichen Bild. Reisefreiheit und<br />

zunehmender Wohlstand haben dafür<br />

gesorgt, dass das Milliarden-Volk<br />

nun Urlaub außerhalb seines Landes<br />

macht. Und auch andere Nationen, denen<br />

der Luxus des Reisens lange verwehrt<br />

blieb, erobern als Touristen die<br />

Welt. Brasilianer, Russen und Inder –<br />

sie sind wie die Chinesen Angehörige<br />

aufstrebender Volkswirtschaften, den<br />

sogenannten BRIC-Staaten – spielen<br />

10 <br />

5.4.2013 travel.one


markt.titelthema<br />

Foto: Interlaken Tourismus<br />

auf der Bühne des Tourismus eine immer<br />

wichtigere Rolle. Mit Folgen für<br />

Destinationen und Reiseindustrie.<br />

Reiseströme nach Deutschland.<br />

Für rund 50.000 Landsleute organisiert<br />

Li Jingxue, Produktmanager bei Caissa<br />

Touristic in Hamburg, inzwischen jedes<br />

Jahr Reisen nach Europa. Der deutschchinesische<br />

Veranstalter verdient sein<br />

Geld längst nicht nur mit Deutschen,<br />

die er nach China schickt. Er ist ebenso<br />

im Incoming stark.<br />

Caissa Touristic betreute im Februar<br />

2003 einen Teil der so viel Aufmerksamkeit<br />

auf sich ziehenden Gruppe. Die<br />

Volksrepublik hatte damals Deutschland<br />

als ersten europäischen Staat<br />

in die Liste der »genehmigten Ziele«<br />

aufgenommen, sodass ihre Bürger mit<br />

einem Touristenvisum einreisen konnten.<br />

Bis dahin durften Chinesen lediglich<br />

aus beruflichen Gründen in die<br />

Bundesrepublik.<br />

Heute kommt die Mehrzahl zum<br />

Sightseeing und Shoppen, weiß Li.<br />

»Doch Deutschland ist häufig nur eine<br />

Zwischenstation«, sagt er. Beliebt sind<br />

Frankfurt & Co. aber weiterhin. Knapp<br />

3,8 Millionen Chinesen reisten im vergangenen<br />

Jahr nach Europa, so das Beratungsunternehmen<br />

IPK. Machten sie<br />

Urlaub, dann ging es meist in die Bundesrepublik<br />

– oder nach Frankreich<br />

und Italien. Oder in die Schweiz.<br />

Schweizer Höhenrausch.<br />

Interlakens Hoteliers reiben sich derzeit<br />

die Augen. Jungfraujoch, Uhren<br />

und selbst Skipisten sorgen für einen<br />

anhaltenden Besucheransturm. 2012<br />

entfielen doppelt so viele Übernachtungen<br />

auf chinesische Gäste wie im<br />

Jahr zuvor, rund 87.500 der knapp<br />

BRIC im<br />

Ausland<br />

Laut IPK reisen rund 54,3 Millionen<br />

Bürger der vier BRIC-Nationen<br />

derzeit ins Ausland. 23,8 Millionen<br />

Russen, 18,3 Millionen Chinesen<br />

aus der Volksrepublik (ohne Reisen<br />

nach Hongkong und Macau), sieben<br />

Millionen Inder und 5,2 Millionen<br />

Brasilianer besuchen Länder<br />

fern ihrer Heimat.<br />

In den BRIC-Staaten leben knapp<br />

drei Milliarden Menschen, Europa<br />

dagegen hat nur 500 Millionen<br />

Einwohner. Diese unternahmen<br />

2012 rund die Hälfte der weltweit<br />

840 Millionen Auslandsreisen.<br />

travel.one 5.4.2013 11


titelthema.thema<br />

Foto: Karen Katrjyan/Shutterstock<br />

Neue Schlüsselmärkte: Südafrikas<br />

Tourismusminister van Schlakwyk<br />

in China, Brasilien und Indien<br />

Foto: SAT<br />

843.000 Logiernächte. China inklusive<br />

Hongkong ist seither der wichtigste internationale<br />

Markt für den Schweizer<br />

Ferienort. Bettina Bhend von Interlaken<br />

Tourismus bezeichnet das Land gar<br />

als Beschleuniger für ganz Asien.<br />

Deutschland steht abgeschlagen auf<br />

Rang drei. Und nicht nur das: Es wäre<br />

nicht verwunderlich, wenn Indien dem<br />

Traditionsmarkt irgendwann diesen<br />

Platz streitig machen würde. Interlaken<br />

zählte im vergangenen Jahr immerhin<br />

56.500 Übernachtungen, die auf das<br />

Konto von Indern gingen – also lediglich<br />

8.500 Nächte weniger als deutsche<br />

Gäste buchten.<br />

Afrikanische Visionen.<br />

Doch nicht nur in Europa werden die<br />

Karten neu gemischt. Überall auf der<br />

Welt schielen Destinationen auf die<br />

BRIC-Staaten. So auch in Afrika. Ägypten<br />

und Tunesien denken laut über eine<br />

Kooperation mit Griechenland und der<br />

Türkei nach. Die Idee: Die Mittelmeer-<br />

Anrainer wollen grenzüberschreitende<br />

Pakete für Chinesen, Inder und Brasilianer<br />

schnüren, weil sich diese nicht<br />

nur wegen eines Landes ins Flugzeug<br />

setzen. Viele Gäste aus Moskau, St. Petersburg<br />

& Co. haben die vier Destinationen<br />

bereits. Die Türkei zum Beispiel<br />

empfing 2012 rund 3,6 Millionen Russen.<br />

Und in Ägypten liegen in zahlreichen<br />

Resorts vor allem russische Urlauber<br />

am Roten Meer. Sie lockt Sonne und<br />

Strand, einen Trip an das andere Ende<br />

Afrikas dagegen erwägen bislang wenige.<br />

Im Gegensatz zu den Einwohnern<br />

Chinas, Brasiliens und Indiens.<br />

Südafrika überlegt seit einigen<br />

Jahren, wie das Land von der neuen<br />

Reiselust profitieren kann. Tourismusminister<br />

Marthinus van Schalkwyk<br />

will China, Brasilien und Indien zu<br />

den wichtigsten Quellmärkten seiner<br />

12 <br />

5.4.2013 travel.one


markt.titelthema<br />

thema.titelthema<br />

Immer mehr chinesische Touristen<br />

sonnen sich an den Stränden der Malediven<br />

Heimat machen und investiert dort<br />

in Fremdenverkehrsämter sowie<br />

Werbung. Offenbar mit Erfolg: In<br />

den ersten elf Monaten vergangenen<br />

Jahres reisten knapp 122.500<br />

Chinesen aus der Volksrepublik und<br />

Hongkong an die Spitze Afrikas, 58<br />

Prozent mehr als 2011. Zudem verdoppelte<br />

sich die Zahl der Brasilianer<br />

(70.500), und aus Indien kamen<br />

18 Prozent mehr Gäste (97.600).<br />

Die drei Länder haben damit für<br />

Südafrika zwar noch immer nicht<br />

die gleiche Bedeutung wie Großbritannien,<br />

die USA oder Deutschland.<br />

Doch China mutierte in kurzer Zeit<br />

zum viertwichtigsten Überseemarkt.<br />

»Die aufstrebenden Märkte<br />

sind der Schlüssel zum derzeitigen<br />

Erfolg von Südafrikas Tourismusindustrie<br />

und ihrem künftigen Wachstum«,<br />

meint van Schalkwyk.<br />

Liebling Malediven.<br />

In Botswana äußert derzeit vermutlich<br />

noch niemand solch eine<br />

Ansicht. »Man muss auf die neuen<br />

Touristen auch vorbereitet sein«,<br />

sagt Myra Sekgororoane, Chefin der<br />

Botswana Tourism Organisation,<br />

und ergänzt: »Es fehlen uns häufig<br />

schlichtweg die Sprachkenntnisse.«<br />

Trotzdem liebäugelt auch Südafrikas<br />

Nachbar mit den BRIC-Staaten. Sekgororoane<br />

und ihr Team nahmen im<br />

Januar erstmals an einer Tourismusmesse<br />

in Brasilien teil. Und diesen<br />

Monat feiern sie auf einer Messe in<br />

China mit einem Stand Premiere.<br />

Ein Stück weiter östlich, im Indischen<br />

Ozean, geht es bereits um<br />

andere Dinge. Etwa um die Frage, ob<br />

sich Chinesen im Hotelzimmer Instantnudeln<br />

zubereiten dürfen oder<br />

nicht. Die Touristen aus dem Reich<br />

der Mitte sind auf den Malediven<br />

mit großem Abstand die wichtigste<br />

Besuchergruppe. Deutsche und<br />

Briten, die Nummer zwei und drei,<br />

kommen gemeinsam nicht auf ihre<br />

Zahl: Knapp 230.000 chinesische Urlauber<br />

sonnten sich im vergangenen<br />

Jahr an den Stränden des Archipels.<br />

China in Australien.<br />

Spitzenreiter ist China inzwischen<br />

auch in Australien. Das Land registrierte<br />

2012 allein aus der Volksrepublik<br />

rund 626.400 Besucher, zudem<br />

entschieden sich 176.600 Hongkong-<br />

Chinesen für einen Aufenthalt auf<br />

dem Roten Kontinent. Lediglich aus<br />

dem nahen Neuseeland reisten noch<br />

mehr Touristen ein.<br />

So ist es nicht verwunderlich,<br />

dass Tourism Australia in China<br />

kräftig ins Marketing investiert.<br />

Die etablierten Märkte in Europa<br />

vernachlässige das Land trotzdem<br />

nicht, heißt es seitens des Fremdenverkehrsamts.<br />

Und gleichzeitig sehe<br />

man sehr genau auf den wachsenden<br />

Markt in Südamerika. Noch fallen<br />

Brasilianer in Australien kaum<br />

auf. Ihre Zahl beziffert Tourism Australia<br />

für 2012 mit 31.000.<br />

Aufholjagd in den USA.<br />

Ganz anders sieht das auf dem amerikanischen<br />

Kontinent aus. Ob New<br />

York oder die Nationalparks – die<br />

Sehenswürdigkeiten der USA ziehen<br />

weiterhin mehr Deutsche und<br />

Briten als Bürger der BRIC-Staaten<br />

an. Zwei Nationen holen aber kräftig<br />

auf. In den ersten zehn Monaten des<br />

vergangenen Jahres tourten 1,4 Millionen<br />

Brasilianer und 1,3 Millionen<br />

TOLLE FERIEN<br />

AM MEER!<br />

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer<br />

Marmaris • Bodrum • Kusadasi<br />

Türkei<br />

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer<br />

Marmaris • Bodrum • Kusadasi<br />

Türkei<br />

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer<br />

Marmaris • Bodrum • Kusadasi<br />

APRIL – OKTOBER 2013<br />

Türkei<br />

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer<br />

Marmaris • Bodrum • Kusadasi<br />

APRIL – OKTOBER 2013<br />

travel.one 5.4.2013 13


titelthema.markt<br />

»Hohe Auslastungen lassen in Brasilien<br />

kaum Preisdiskussionen zu.« Jörn Krausser<br />

Neue Kreuzfahrer<br />

Chinesen durch die Vereinigten Staaten.<br />

Das Bemerkenswerte dabei: das Plus aus<br />

Brasilien betrug 16,8 Prozent und der Zuwachs<br />

aus China sogar 37 Prozent.<br />

Für die Brasilianer ist auch die Karibik<br />

ein beliebtes Urlaubsziel. Die Asiaten allerdings<br />

haben die Inseln noch nicht für sich<br />

entdeckt. Beispiel Dominikanische Republik:<br />

Lediglich 2.070 Chinesen genossen im<br />

vergangenen Jahr Karibik-Feeling – aber<br />

81.500 Brasilianer und 168.000 Russen. Und<br />

184.000 Deutsche.<br />

Etliche Hochseereedereien versprechen sich Zuwächse aus den<br />

BRIC-Staaten. Sie haben dabei insbesondere den chinesischen<br />

und den brasilianischen Markt im Visier. Drei Beispiele:<br />

Royal Caribbean Cruises geht davon aus, dass die Zahl der<br />

Kreuzfahrtpassagiere aus Asien stark wächst. Die Reederei verlagerte<br />

daher einen Teil ihrer Kapazität von Europa nach China. Sie<br />

setzt diesen Sommer zwei Schiffe der Marke Royal Caribbean International<br />

– die Voyager of the Seas und die Mariner of the Seas<br />

– für Kreuzfahrten ab Schanghai ein. Vor drei Jahren fuhr dort<br />

noch kein RCC-Schiff.<br />

Costa Kreuzfahrten ist dieses Jahr regelmäßig mit der Costa<br />

Atlantica und der Costa Victoria vor der chinesischen Küste unterwegs.<br />

Die Reisen starten in Schanghai und in Tianjin. Costa ist<br />

bereits seit etlichen Jahren in China aktiv und hat nach eigenen<br />

Angaben dort ambitionierte Ziele. In Südamerika setzt die Reederei<br />

die Costa Favolosa und die Costa Fascinosa für Kreuzfahrten<br />

ab Buenos Aires ein.<br />

MSC schickt die Poesia im Winter nach Brasilien. Rund 80 Prozent<br />

der Passagiere stammen bei den Reisen ab Buenos Aires<br />

aus dem Land. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2014<br />

fungieren die Sinfonia und die Musica als Hotelschiffe.<br />

Mehr Konkurrenz.<br />

»In der Hochsaison kommt es inbesondere<br />

auf den Großen Antillen zu einem stärkeren<br />

Wettbewerb um Hotels und Betten«,<br />

weiß Roland Junker, als Senior-Produktmanager<br />

bei Thomas Cook für die Fernstrecke<br />

West verantwortlich. Doch nicht nur in der<br />

Karibik sorgen Urlauber aus den BRIC-Staaten<br />

dafür, dass sich die Spielregeln für deutsche<br />

Veranstalter ändern. In Brasilien belegen<br />

die Brasilianer selbst inzwischen einen<br />

großen Teil der Betten. »Wir bekommen<br />

durchaus noch die notwendigen Verfügbarkeiten«,<br />

sagt Jörn Krausser, Lateinamerika-<br />

Produktleiter bei Dertour. Aber: »Die hohen<br />

Auslastungen lassen kaum Preisdiskussionen<br />

zu.« Das betreffe auch die Flüge innerhalb<br />

des Landes und nach Europa.<br />

Und auf den Malediven, dem chinesischen<br />

Boom-Ziel? »Wir stellen nicht fest,<br />

dass die Kapazitäten in den asiatischen<br />

Markt fließen«, betont Mahpar Azazpira,<br />

TUI-Produktleiterin für den Indischen Ozean.<br />

Eine andere Beobachtung macht Muriel<br />

Sadek: »Manche Resorts konzentrieren sich<br />

verstärkt auf China, dadurch reduzieren<br />

sich die Kontingente für europäische Veranstalter«,<br />

erklärt die Managerin, die sich<br />

innerhalb der FTI-Gruppe um den Indischen<br />

Ozean kümmert.<br />

Dass deutsche Urlauber deshalb den<br />

Kürzeren ziehen, ist laut Anantara nicht<br />

der Fall. Die Hotelkette ist mit vier Resorts<br />

auf den Malediven vertreten. In den Kihavah<br />

Villas zum Beispiel gebe es immer<br />

genügend Zimmer für Besucher aus der<br />

Bundesrepublik, unterstreicht sie. Wie viele<br />

chinesische Gäste das Resort in der Regel<br />

hat, darüber schweigt sich Anantara allerdings<br />

aus.<br />

Verlässlichkeit als Plus.<br />

Doch ob die BRIC-Nationen den Deutschen<br />

dort oder anderswo auf der Welt künftig<br />

ernsthaft das Handtuch auf der Strandliege<br />

streitig machen – die Veranstalter rechnen<br />

14 <br />

5.4.2013 travel.one


markt.titelthema<br />

Neue Gäste für Hotels<br />

In der Hotellerie ändert sich durch die zunehmende Reiselust der<br />

BRIC-Nationen der Gästemix. Ein Beispiel:<br />

Für Kempinski sind die Deutschen noch immer die wichtigste<br />

Gästegruppe. Auf Platz zwei stehen die Chinesen (2012: elf Prozent<br />

der Übernachtungen), gefolgt von den Russen (2012: sechs Prozent<br />

der Übernachtungen). Nur wenige Inder und Brasilianer übernachten<br />

in den Häusern der international agierenden Hotelgruppe.<br />

Um mehr Kunden aus China zu gewinnen (Chinesen sind bei Auslandsreisen<br />

bereit, mehr für ein Hotelzimmer zu zahlen als andere<br />

Nationen), will Kempinski seine Vertriebskanäle ausbauen, so Riko<br />

van Santen, Vize-Präsident Digitale Strategie und Vertrieb.<br />

Foto: Gary Yim/Shutterstock<br />

nicht damit. »Eine Konkurrenzsituation<br />

mit anderen Ländern ist nicht neu«,<br />

unterstreicht Heike Niederberghaus,<br />

Geschäftsführerin der FTI Touristik.<br />

Verlässlichkeit lautet das Zauberwort,<br />

mit denen deutsche Touristiker beim<br />

Einkauf weiterhin punkten wollen.<br />

»Durch eine langjährige Zusammenarbeit<br />

haben wir bei unseren Leistungsträgern<br />

noch immer eine bevorzugte<br />

Stellung«, meint Dertour-Fernreisen-<br />

Chef Günter Rücker. Und Thomas-Cook-<br />

Manager Junker betont: »Der deutsche<br />

Markt reist ganzjährig und bringt somit<br />

in allen Nebensaison-Monaten den<br />

Hoteliers Auslastung.«<br />

Und dann gibt es natürlich noch<br />

einen anderen Aspekt: Nicht nur Caissa<br />

Touristic schlägt Kapital aus der gut<br />

verdienenden Mittelschicht der BRIC-<br />

Staaten. Die US-amerikanische DER-<br />

Tochter schneidert für Brasilianer Reisen<br />

durch die USA. Und TUI umgarnt<br />

russische und chinesische Touristen –<br />

erste Erfahrungen sammelte der Konzern<br />

übrigens 2003, als einer der drei<br />

Veranstalter, welche die 250 Gäste aus<br />

China betreuten. <br />

Petra Hirschel<br />

travel.one 5.4.2013 15


produkt.thema<br />

produkt.versicherungen<br />

Trau, schau,<br />

wem<br />

Die Liste der Betrügereien bei Reiseversicherungen ist<br />

lang. Vor allem bei Reisegepäck- und Reisekrankenversicherungen<br />

wird immer wieder versucht, zu tricksen.<br />

Wolfgang Mayrhofer (ERV): »Oft<br />

sehr plumpe Versuche«<br />

Kristina Düring (MDT): »Auch bei<br />

Reiseversicherungen gibt es so<br />

etwas wie eine ›schwarze Liste‹«<br />

Die eigene Versicherung zu betrügen,<br />

wird oft nicht als Vergehen angesehen.<br />

Denn viele betrachten die<br />

Auszahlung der (angeblichen) Schadenssumme<br />

als Gegenleistung für die selbst<br />

eingezahlte Prämie. Für 20 Prozent stellt<br />

ein Betrug nur ein Kavaliersdelikt dar, so<br />

das Ergebnis einer Studie der GfK im Auftrag<br />

des Gesamtverbandes der Deutschen<br />

Versicherungswirtschaft im Sommer 2011.<br />

In fünf Prozent der Haushalte wurde bereits<br />

ein solches Vergehen begangen. Die<br />

am meisten betroffenen Sparten sind Haftpflicht-<br />

und Hausratversicherung. Und immer<br />

wieder treten Fälle auf, in denen Einbrüche<br />

nicht wahrheitsgemäß dargestellt<br />

werden, um zu verschleiern, dass das Haus<br />

nicht richtig abgeschlossen war. Meist wird<br />

der Schaden auch von vornherein frei erfunden.<br />

Die Versicherungsdetektive haben<br />

alle Hände voll zu tun. Die Untersuchung<br />

der GfK hat aber auch festgestellt, dass<br />

die Mehrzahl der Versicherungsbetrüger<br />

durchaus weiß, dass mit einem Betrug allen<br />

Versicherten geschadet wird.<br />

Viele Betrugsfälle bei Gepäck.<br />

Auch in der Reisebranche kommt es immer<br />

wieder zu Betrugsversuchen oder<br />

-fällen. Der Anteil an allen Schadenfällen<br />

ist mit einem Wert zwischen 0,1 und 0,3<br />

Foto: ollyy/Shutterstock<br />

Prozent allerdings noch niedrig. Dennoch<br />

müssen die Versicherer in ihren Schadensabteilungen<br />

oft zu genauen Überprüfungen<br />

der Sachverhalte schreiten. »Wir konnten<br />

einige Male feststellen, dass es den<br />

Kunden nur darum geht, dass sie ihr Geld<br />

ausgezahlt bekommen. Das Gespür für<br />

den Betrug und das Unrechtsbewusstsein<br />

fehlen«, berichtet Wolfgang Döring, Leiter<br />

der Schadensabteilung der AGA. Sehr oft,<br />

erklärt Kristina Düring, Bereichsleiterin<br />

Reiseversicherungen und Marketing bei<br />

MDT, verlören die Versicherungsnehmer<br />

die »Hemmungen« und argumentierten<br />

so: »Ich habe seit Jahren Prämien gezahlt<br />

und nie ist etwas passiert« oder »ich habe<br />

eine Leistung vom Versicherer bekommen<br />

– nun nehme ich mir ein Teil meiner ein-<br />

16 <br />

5.4.2013 travel.one


versicherungen.produkt<br />

thema.produkt<br />

Die Versicherungen sind gegen Versuche ihrer Kunden,<br />

durch Lügen die Schadenssumme erstattet zu bekommen, gut vorbereitet<br />

gezahlten Prämie eben wieder durch<br />

eine etwas nicht so ganz korrekte Schadensmeldung<br />

wieder zurück.«<br />

Eine hohe Zahl an Fällen stellen alle<br />

Anbieter bei Reisegepäckversicherungen<br />

fest. Der Betrug ist meist ohne größere<br />

Probleme möglich. Es komme auf<br />

den Flughäfen ja auch nur sehr selten<br />

vor, dass beim Verlassen der Gepäckausgabe<br />

der Gepäckschein an der Bordkarte<br />

und der am Koffer miteinander<br />

verglichen werden, gibt Dr. Wolfgang<br />

Mayrhofer, Leiter der Schadensabteilung<br />

der ERV, zu bedenken.<br />

»Es ist manchmal erstaunlich, mit<br />

wie viel und mit welcher Art von Gepäck<br />

die Kunden unterwegs sein wollen.<br />

Betrugsfälle erfolgen hier sehr direkt«,<br />

meint Claudia Seel, Leiterin der<br />

Schadensabteilung der Hanse Merkur<br />

Reiseversicherung. »Bei der Gepäckversicherung<br />

ist die Entdeckungsrate aber<br />

auch hoch. Es gibt einige Möglichkeiten<br />

für eine interne Plausibilitätsüberprüfung«,<br />

sagt AGA-Experte Döring. So gebe<br />

es einen umfangreichen Fragenkatalog.<br />

Das Gewicht des Koffers oder auch die<br />

travel.one 5.4.2013 17


produkt.thema<br />

produkt.versicherungen<br />

geflogene Strecke könnten mit Hilfe<br />

von Informationen der Airline abgeglichen<br />

werden. »Man muss findig sein«,<br />

weiß Döring.<br />

Rücktritt stark betroffen.<br />

Versuche, sich den eigenen Vorteil zu<br />

»ergaunern«, tauchen auch immer<br />

wieder in den Sparten der Reiserücktrittskosten<br />

(RRV)- und der Reisekrankenversicherungen<br />

(RKV) auf. Die<br />

Betrüger nutzen Mediziner, die den<br />

Versicherungskunden fingierte Atteste<br />

und Rechnungen ausstellen. Eine<br />

oft genutzte Krankheit im Vorfeld einer<br />

Reise, die zum Einsatz der RRV<br />

verhelfen soll, ist die Gastroenteritis<br />

(Magen-Darm-Entzündung). Einige der<br />

Foto: stockxpert<br />

Versicherungen konstatieren bei den<br />

RRV eine Zunahme der Betrugsfälle in<br />

den vergangenen zehn Jahren. Bei den<br />

sogenannten »Gefälligkeitsattesten«<br />

fällt der Schadensumfang stärker ins<br />

Gewicht als der von fingierten Rechnungen,<br />

die im Ausland während der<br />

Reise ausgestellt und dann nach Ankunft<br />

eingereicht werden, heißt es von<br />

Seiten der ERV. Diese Atteste trudeln oft<br />

nach besonderen Ereignissen in den<br />

Urlaubsländern ein, etwa nach Unwettern<br />

oder politischen Unruhen, berichtet<br />

Torsten Haase, Vorstand Marketing<br />

und Vertrieb der ERV. Ein starker Anstieg<br />

sei beispielsweise in der Zeit nach<br />

dem 11. September 2001 zu verzeichnen<br />

gewesen.<br />

Ohne Wissen der Kunden.<br />

Ein großes und breit gestreutes Feld<br />

von Täuschungen findet sich bei der<br />

Reisekrankenversicherung. Reisende<br />

kommen oft aus dem Ausland mit<br />

überhöhten oder falschen Rechnungen<br />

nach Hause zurück. »Oft kann der<br />

Kunde bei den hohen Rechnungen<br />

nichts dafür, denn es handelt sich um<br />

»Übermaßhandlungen« der Mediziner,<br />

also Untersuchungen, die über nor-<br />

Reisegepäck – Fallbeispiele<br />

Kunden reichen gefälschte Belege oder Rechnungen,<br />

die sie sich von Bekannten besorgen, über<br />

Gegenstände ein, die sich angeblich im Koffer befunden<br />

haben sollen. Dazu gehören dann teure Kameras,<br />

Laptops oder iPads. Die technischen Geräte<br />

sind aber registriert und können nachverfolgt<br />

werden. Andere Variante: Im Koffer haben sich<br />

statt normaler Jeans oder Pullover angeblich teure<br />

Abendkleider oder Markenanzüge befunden.<br />

Kunden melden Koffer nach der Ankunft als gestohlen.<br />

Dabei hat der Reisepartner den Flughafen<br />

bereits mit beiden Koffern verlassen.<br />

Nach der Ankunft werden Schäden an Gepäckstücken<br />

gemeldet, die aber bereits vor Antritt der<br />

Reise bestanden haben.<br />

In den Koffern befindliche technische Geräte werden<br />

nach Autoeinbrüchen als gestohlen gemeldet.<br />

Auf der Fahrt von Land A nach Land B brennt ein<br />

mit Gepäck voll beladener Pkw aus. Das Reisegepäck<br />

ist mehr als gut versichert, alles wird durch Fotos<br />

und Quittungen transparent und nachvollziehbar<br />

belegt. Durch entsprechende Recherche kommt<br />

heraus, dass das Fahrzeug nicht existiert.<br />

18 <br />

5.4.2013 travel.one


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produkt.versicherungen<br />

Foto: stockxpert<br />

Reisekrankenversicherung – Fallbeispiele<br />

In vielen Fällen stellen Ärzte ohne das Wissen<br />

der Reisenden eine überhöhte Rechnung für<br />

die Vorlage bei den Versicherungen aus. Oft werden<br />

dabei auch Angestellte der Hotels oder Fahrer<br />

von Krankenwagen eingebunden, die von den<br />

Ärzten dann »Provisionen« erhalten.<br />

Nach einer Wellness-Reise nach Sri Lanka werden<br />

für die Ayurveda-Behandlungen Rechnungen<br />

von einem »Arzt« über die Behandlung akuter<br />

Rückenprobleme eingereicht.<br />

Patienten erhalten von den »Ärzten« – immer wieder sind<br />

dies Heilpraktiker, die in dem Land keine Zulassung haben –<br />

schmerzstillende Injektionen, beispielsweise bei Rückenschmerzen.<br />

Für diese werden dann überhöhte Rechnungen von<br />

600 bis 700 Euro ausgestellt; die Patienten kennen die normalen<br />

Preise nicht.<br />

Iranurlauber wollen den Versicherungen auffallend häufig<br />

Nasenkorrekturen unterjubeln, in Brasilien sind es Schönheitsoperationen.<br />

Im ehemaligen Jugoslawien werden Barrechnungen<br />

über nicht durchgeführte Blinddarmoperationen ausgestellt.<br />

male Behandlungsmethoden<br />

hinausgehen. »Dann<br />

müssen wir gegen die Ärzte<br />

und Krankenhäuser vorgehen,<br />

denn diese versuchen<br />

mit ihren Rechnungen von<br />

den Versicherungen zusätzliches<br />

Geld zu bekommen«,<br />

stellt Düring von der AGA<br />

klar. So gebe es Fälle, in denen<br />

bei Rückenbeschwerden<br />

schmerzstillende Spritzen<br />

verabreicht werden, die<br />

dann 600 bis 700 Euro kosten.<br />

Eines der Probleme sei<br />

dabei natürlich, dass die Patienten<br />

die normal üblichen<br />

Preise nicht kennen.<br />

Es gebe aber auch Beispiele<br />

für Fälle, in denen Ärzte<br />

und Patienten gemeinsame<br />

Sache machen, weiß Mayrhofer.<br />

Patienten kämen immer<br />

wieder mit Rechnungen von<br />

falschen Kliniken zurück. Oft<br />

seien es hohe Barrechnungen.<br />

»Wenn ein Kunde von<br />

einem All-inclusive-Urlaub<br />

auf der Dominikanischen Republik<br />

eine Barrechnung in<br />

Höhe von 4.000 Euro vorlegt,<br />

fällt dies den Mitarbeitern in<br />

der Schadensabteilung gleich<br />

auf.« Je höher die Rechnung<br />

und je detaillierter sie sei,<br />

desto höher der Verdachtsmoment<br />

bei dem geschulten<br />

Team. »Oft sind dies sehr<br />

plumpe Versuche, bei denen<br />

nur einige Zahlen verändert<br />

wurden«, sagt Mayrhofer.<br />

Es gebe bei der RKV eine<br />

Reihe von besonders »anfälligen<br />

Ländern«, die in der<br />

Branche bekannt seien, erklärt<br />

Claudia Seel von der<br />

Hanse Merkur. So waren in<br />

einem dieser Länder in der<br />

»Wir weisen Reisebüros darauf hin, dass wir<br />

erst einmal grundsätzlich davon ausgehen, dass<br />

wir es mit ehrlichen Kunden zu tun haben.«<br />

Kristina Düring, MDT<br />

jüngeren Vergangenheit<br />

Serienbetrüger am Werk,<br />

die gefälschte Rechnungen<br />

eines Krankenhauses vorlegten,<br />

berichtet Döring. Bei<br />

der Überprüfung durch die<br />

20 <br />

5.4.2013 travel.one


versicherungen.produkt<br />

thema.produkt<br />

Versicherungen meinten die<br />

Mitarbeiter des Krankenhauses<br />

dann verwundert:<br />

»Sie sind schon die dritte<br />

Versicherungsgesellschaft,<br />

die bei uns anruft.«<br />

erwiesen, wird mindestens<br />

ein Versicherungsverbot<br />

ausgesprochen und gegebenenfalls<br />

ein laufender<br />

Vertrag gekündigt«, erklärt<br />

Hanse-Merkur-Frau Seel die<br />

Folgen. Zu zivilrechtlichen<br />

Prozessen kommt es immer<br />

wieder, den letzten Schritt<br />

eines strafrechtlichen Vorgehens<br />

gehen die Versicherer<br />

aber nur sehr selten.<br />

Bei den Maklern bearbeiten<br />

TAS und MDT die Fälle zuerst<br />

selbst, bevor sie dann an die<br />

Versicherer weiter gegeben<br />

werden. Kaera hat keine eigene<br />

Schadensabteilung, die<br />

Null Toleranz.<br />

Nicht allein durch solche<br />

Fälle werden die Versicherungen<br />

immer genauer in<br />

der Untersuchung, wenn es<br />

auch keine Änderungen in<br />

der Häufigkeit der Betrügereien<br />

gegeben hat. »Die<br />

Dunkelziffer ist hoch«, sagt<br />

Mayrhofer von der ERV. Bei<br />

der AGA gibt es ein eigenes<br />

Betrugs-Team, das sich auch<br />

auf internationaler Ebene<br />

mit den Schwestergesellschaften<br />

der Versicherung<br />

in den anderen Ländern<br />

austauscht. »Wir haben<br />

Vorteile durch unser internationales<br />

Netz und eine<br />

große weltweite Datenbank.<br />

Deutsche reisen in ähnliche<br />

Zielgebiete wie Urlauber<br />

aus Skandinavien, Großbritannien<br />

oder den Niederlanden.<br />

Dadurch haben wir<br />

eine hohe Informationsdichte«,<br />

stellt AGA-Spezialist<br />

Döring fest. Wichtig sei es,<br />

eine Null-Toleranz-Haltung<br />

zu verfolgen: »Die Betrüger<br />

sollen wissen, wir sind nicht<br />

naiv.« Eine Betrugsabteilung<br />

hat auch die ERV, an<br />

die die verdächtigen Fälle<br />

aus der Leistungsabteilung<br />

weitergeleitet werden.<br />

Zu dem internationalen<br />

Netzwerk gehören bei<br />

allen Assekuranzen aber<br />

auch Vertrauensärzte in den<br />

Zielgebieten oder ein Team<br />

von Ermittlern. So arbeitet<br />

die ERV mit einem Detektivbüro<br />

zusammen. »Ist ein<br />

Betrugsversuch zweifelsfrei<br />

travel.one 5.4.2013 21


produkt.thema<br />

produkt.versicherungen<br />

Reiserücktritt – Fallbeispiele<br />

Hier wird häufig mit sogenannten Gefälligkeitsattesten gearbeitet,<br />

um einen Schaden vorzutäuschen. Dies wird oft versucht, wenn<br />

sich ein Paar kurz vor der Reise trennt und die Reise nicht mehr gemeinsam<br />

antreten will.<br />

Ein Veranstalter storniert kostenfrei eine Reise, die wegen Schwangerschaft<br />

nicht angetreten werden kann. Der Versicherungsnehmer<br />

erhält eine Stornorechnung über 0 Euro. Doch er manipuliert diese,<br />

nennt einen Betrag von 2.014 Euro und reicht die Rechnung bei der<br />

Versicherung zur Erstattung ein. Damit begeht er Urkundenfälschung.<br />

Der Betrugsversuch wird von der Versicherung entdeckt und zur Anzeige<br />

bei der Staatsanwaltschaft gebracht.<br />

Foto: stockxpert<br />

Betrugsfälle gehen direkt an die Risikoträger.<br />

Natürlich werden auch Reisebüros,<br />

nicht zuletzt, da sie die Policen verkaufen,<br />

mit den Fällen konfrontiert.<br />

Kunden wenden sich an sie, um die<br />

Schadensmeldung bei der Versicherung<br />

einzuleiten. Doch die Agenturen sind<br />

nicht entsprechend ausgebildet, und<br />

die Problematik ist bei den Schulungen<br />

der Versicherer nur ein Randthema.<br />

Allerdings werden Fragen dazu von<br />

den Außendienstlern in den regulären<br />

Workshops und Seminaren angesprochen<br />

und behandelt. »Es wird darauf<br />

hingewiesen, aber nicht über Gebühr,<br />

dass wir erst einmal grundsätzlich davon<br />

ausgehen, dass wir es mit ehrlichen<br />

Kunden zu tun haben«, sagt MDT-Managerin<br />

Düring.<br />

Die ERV bietet eigene Aufklärungsschulungen<br />

wegen der vergleichsweise<br />

geringen Zahlen nicht an, informiert<br />

die Agenturen aber über Verdachtsmomente<br />

und Präventionsmöglichkeiten.<br />

Dazu zählen die Versicherungen gute<br />

Produktschulungen, sodass die Expedienten<br />

ihre Kunden über die Leistung<br />

der Reiseversicherung im Notfall oder<br />

die Stornoberatung der Mediziner im<br />

Vorfeld der Reise informieren können.<br />

Die Hinweise und Ratschläge an die<br />

Reisebüros kommen aber offensichtlich<br />

an, denn wie ERV-Fachmann Mayrhofer<br />

berichtet, gibt es auch in der anderen<br />

Richtung Tipps von Reisebüros über<br />

potenzielle Betrugsfälle.<br />

Nicht selbst aktiv werden.<br />

»Reisebüros werden von Kunden mit<br />

›Halbwahrheiten‹ versorgt, um doch<br />

noch über sie eine Erstattung zu erschleichen.<br />

Dieser Sachverhalt trifft in<br />

erster Linie auf die Reiserücktrittsversicherung<br />

zu«, berichtet Seel. »Reisebüros<br />

müssen aufpassen, dass sie sich<br />

nicht von ihren Kunden vor den Karren<br />

spannen lassen.« Die Agenturen sollen<br />

aber nicht selbst aktiv werden, sondern<br />

alle Hinweise an die Versicherer weiter<br />

geben, rät Döring von der AGA.<br />

»Unser Außendienst weist in Schulungen<br />

oder Ersteinweisungen in den<br />

Reisebüros auf die Problematik und<br />

das richtige Vorgehen hin«, sagt Düring<br />

von MDT. »Immer wieder erklären<br />

wir auch, dass sich die Prämie nach<br />

dem Volumen der Versichertengemeinschaft<br />

richtet und die Schäden dementsprechend<br />

ebenso in der Gesamtheit<br />

betrachtet werden. Je höher also die<br />

Schadenszahlungen, auch durch solche<br />

Fälle, desto schlechter ist es insgesamt<br />

für die Versichertengemeinschaft und<br />

als Konsequenz erfolgt meist eine Prämienerhöhung.<br />

Jede Prämienerhöhung<br />

bewirkt aber, dass der Erklärungsbedarf<br />

in den Reisebüros steigt.«<br />

<br />

Wolfram Marx<br />

22 <br />

5.4.2013 travel.one


versicherungen.produkt<br />

thema.produkt<br />

MDT hat die Versicherungen um einige Sicherheitsleistungen ergänzt<br />

Reisen mit Schutzengel<br />

n »MDT-Schutzengel-Ausweis«<br />

heißt eine neue Notfallkarte, die<br />

MDT nun bei allen Versicherungskategorien<br />

der Linien »Optimal«,<br />

»Premium« und »Exzellent« anbietet.<br />

Auf der Karte sind die wichtigsten<br />

medizinischen Daten des<br />

Reisenden vermerkt. Auf der Rückseite<br />

der Karte ist zudem ein Notfallpasswort<br />

eingetragen, mit dessen<br />

Hilfe der Arzt online oder per<br />

Telefon Infos zu weiteren Daten,<br />

Medikamenten, Krankheiten oder<br />

Auf der Notfallkarte sind<br />

medizinische Daten des<br />

Infektionen des Reisenden einholen<br />

kann.<br />

Reisenden eingetragen<br />

Ebenfalls zu den neuen kostenfreien<br />

Zusatzleistungen, die<br />

der Makler seit Anfang April durch<br />

VERS4U_TO_ET0504. pdf Sei t e 1 21. 03. 2013, 11: 00<br />

eine Kooperation mit der Engelcard<br />

Deutschland ins Programm<br />

aufgenommen hat, gehört der Dokumentensafe.<br />

Er wird im persönlichen<br />

Mitgliederbereich im Internet<br />

eingerichtet und enthält Daten<br />

zu Kreditkarten, Führerschein<br />

oder anderen Dokumenten. Für<br />

den Zugriff ist ebenfalls ein Passwort<br />

erforderlich. Zur Kette der<br />

Premium-Produkte gehört nun<br />

zusätzlich eine »Impf-Boxx«, in der<br />

alle Impfdaten hinterlegt sind. In<br />

der »Vertragsboxx«, die es für Nutzer<br />

der Exzellent-Verträge gibt,<br />

sind die Vertragsdaten abrufbar.<br />

MDT-Agenturen haben online nun<br />

Zugriff auf einen Expertenmodus.<br />

Sommer, Sonne,<br />

Sicherheit!<br />

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travel.one 5.4.2013 23


produkt.thema<br />

produkt.versicherungen<br />

Bei einem Test der Reiserücktrittspolicen gab es ein Dutzend Mal »sehr gut«<br />

Rücktritt mit guten Noten<br />

Stornos, zum Beispiel aus<br />

medizinischen Gründen, sind<br />

gut abgesichert<br />

Foto: Photocase<br />

n Bei einer Überprüfung<br />

der auf dem Markt angebotenen<br />

Reiserücktrittsversicherungen<br />

der Zeitschrift<br />

Finanztest erhielten<br />

zwölf der 116 Policen<br />

die Note »sehr gut«. Mehr<br />

als ein Drittel hat mit »gut«<br />

abgeschnitten, durchgefallen<br />

ist keine. Die Tester<br />

weisen auf die Bequemlichkeit<br />

beim Abschluss einer<br />

Jahresversicherung hin<br />

und darauf, dass bei hochpreisigen<br />

Reisen ein Jahresvertrag<br />

günstiger sein<br />

kann als eine Einzelversicherung.<br />

Wie meist bei Überprüfungen<br />

raten die Tester<br />

auch hier zum genauen<br />

Lesen des Kleingedruckten.<br />

Beispielsweise sollte<br />

auf Ausschlüsse von Leistungen<br />

wie die Übernahme<br />

von Bearbeitungsgebühren<br />

bei Stornos geachtet<br />

werden.<br />

Empfohlen werden<br />

auch Tarife, bei denen der<br />

Reiseabbruch oder die<br />

verspätete Rückreise mit<br />

abgesichert sind. Zudem<br />

sollten Kunden beachten,<br />

dass einige Anbieter das in<br />

Streitfällen mögliche Ombudsmannverfahren<br />

ausschließen.<br />

Insgesamt wird eine<br />

Reiser ücktritts- und Reiseabbruch<br />

versicherung bei<br />

teuren und lange im Voraus<br />

gebuchten Reisen<br />

angeraten. Dies gilt nach<br />

Einschätzung von Finanztest<br />

auch beim Urlaub<br />

mit Kindern.<br />

www.test.de<br />

Paare-Begriff neu definiert<br />

Für den Familientarif müssen Kunden nicht mehr zusammenleben.<br />

n Bei der ERV hat sich die Definition<br />

von Familien und Paaren in der<br />

Jahresversicherung verändert. Nun<br />

kann die Police auch für Kunden gebucht<br />

werden, die nicht in einer häuslichen<br />

Gemeinschaft leben. »Wir bieten<br />

damit Kunden und Vertriebspartnern<br />

günstigere Tarife und eine<br />

niedrigere Komplexität«, begründet<br />

Torsten Haase, Vorstand Vertrieb<br />

und Marketing der ERV. Er hofft, für<br />

diese Versicherung damit neue Kundengruppen<br />

zu gewinnen. Es besteht<br />

weiterhin die Wahl zwischen Tarifen<br />

für Familien oder für Einzelpersonen.<br />

ERV-Vorstand Haase hat den Kundenkreis<br />

für die Familien- und Paar-Jahrespolicen<br />

erweitert<br />

Zufrieden zeigt sich Haase auch mit<br />

den Änderungen der vergangenen Monate.<br />

»Die im vergangenen Mai durchgeführte<br />

Tarifreform hat sich bewährt.<br />

Durch die Kombination von Reiseabbruch<br />

und Storno in der Reiserücktrittskostenversicherung<br />

hat sich die<br />

Zahl der Tarife um rund ein Drittel verringert.«<br />

Gut angelaufen sei auch der im Januar<br />

wieder eingeführte Sun-and-Fun-<br />

Reiseschutz, der nur bis Ende September<br />

eingekauft werden kann. Allerdings<br />

gebe es aus dem Vertrieb Fragen wegen<br />

der Altersgrenze von 64 Jahren.<br />

24 <br />

5.4.2013 travel.one


versicherungen.produkt<br />

thema.produkt<br />

Online sicherer mit Hanse Merkur<br />

n Die Hanse Merkur Versicherung hat die<br />

Sicherheitsstandards für den Online-<br />

Verkauf enger gefasst. Dafür ist die Website<br />

des Versicherers wieder mit dem Zertifikat<br />

»Safer Shopping« des TÜV Süd ausgezeichnet<br />

worden. Dieses basiert auf<br />

rund 100 Kriterien in Bezug auf Qualität<br />

und Sicherheit des Verkaufs. Alle Kreditkartenzahlungen<br />

werden nun nach der<br />

Norm PCI-DSS abgewickelt, technischer<br />

Partner ist Ypsilon Payment Solutions.<br />

Im vergangenen Jahr steigerte sich die<br />

Beitragssumme der verkauften Policen um<br />

14,7 Prozent auf 120 Millionen Euro, damit<br />

wurde im fünften Jahr in Folge die Grenze<br />

von 100 Millionen Euro überschritten. Der<br />

Anteil der Reiserücktrittskostenversicherung<br />

erhöhte sich um 16,9 Prozent auf 60<br />

Millionen Euro, der Umsatz mit Reisekrankenversicherungen<br />

nahm um 14,8 Prozent<br />

zu und stieg auf 46,2 Millionen Euro. Nach<br />

Unternehmensangaben verteilen sich die<br />

Einnahmen zu 54 Prozent auf den touristischen<br />

Mittelstand und zu 46 Prozent auf<br />

das Segment der Geschäftsreisen.<br />

Neue touristische Partner sind seit Anfang<br />

2013 der niedersächsische Busunternehmer<br />

Der Schmidt mit sechs Reisebüros,<br />

der Maritim-Hotel-Reisedienst und L'tur.<br />

www.hmrv.de<br />

Dr. Andreas Gent, Vorstand<br />

der Hanse Merkur, setzt auf<br />

mehr Online-Sicherheit<br />

TAS-Chefin<br />

Claudia Beckord<br />

erwartet für 2013<br />

eine Fort setzung des<br />

Aufwärtstrends für<br />

den Versicherungsmakler<br />

Auf dem Weg nach oben<br />

n Nach einigen nicht ganz einfachen Jahren geht es für TAS<br />

wieder deutlich bergauf. »Wir sind mit dem Abschluss für 2012<br />

zufrieden und setzen auch für dieses Jahr auf ein weiter ansteigendes<br />

Niveau«, lautet das Fazit von Geschäftsführerin Claudia<br />

Beckord. Der Makler habe mehrere Veranstalter, Reisebüros und<br />

die Lufthansa City Center als Partner gewonnen.<br />

Für ein neues Produkt zur Absicherung von Haftpflichtansprüchen<br />

bei Urheberrechtsverletzungen, beispielsweise bei<br />

Fotos, ist ein Versicherungspartner gefunden. Der Vertrag stehe<br />

kurz vor der Unterzeichnung, so Beckord.<br />

Die Jahres-<br />

Reiserücktritt plus<br />

Das entscheidende Teil für einen sorgenfreien Urlaub:<br />

Ab 54,50 € pro Person bei zwei gemeinsam reisenden Erwachsenen<br />

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travel.one 5.4.2013 25


produkt.thema<br />

produkt.versicherungen<br />

Bausteine für Busreisen<br />

Union Reiseversicherung hat ein modulares System für Busreiseveranstalter entwickelt.<br />

Für jede Busreise können sich Veranstalter nun ein<br />

individuelles Versicherungspaket bauen<br />

Foto: MAN Truck & Bus AG<br />

n Die Union Reiseversicherung bietet<br />

Busreiseveranstaltern nun einzelne<br />

Versicherungsleistungen als<br />

Bausteine an. Die Anbieter könnten<br />

sich mit den einzelnen Leistungsbausteinen<br />

ihr individuelles Versicherungspaket<br />

zusammenstellen,<br />

wirbt die Versicherung. »Wir gehen<br />

weg von den starren Paketen, sodass<br />

jeder Busreiseveranstalter das<br />

für seine Klientel passende Produkt<br />

aufbauen kann«, erklärt Alexander<br />

Piwonski, Leiter Vertriebsintensivierung<br />

der URV. Zu den Bausteinen gehören<br />

eine Reiserücktrittskosten-,<br />

eine Auslandsreisekrankenversicherung,<br />

auch für Tagesausflügler, die<br />

Reisegepäck- sowie Reiseabbruchversicherung,<br />

Krankenrücktransport,<br />

Notfall-Service und Unfallversicherung.<br />

Alle Produkte sind frei miteinander<br />

kombinierbar und ohne<br />

Selbstbehalt buchbar.<br />

Für jeden einzelnen Baustein werden<br />

Tagesbeiträge berechnet, die<br />

Gesamtsumme ergibt sich dann aus<br />

der Anzahl der jeweiligen Reisetage.<br />

»Es geht dabei auch um mehr Kundengerechtigkeit,<br />

denn künftig werden<br />

nur noch sinnvolle Pakete geschnürt«,<br />

stellt Piwonski klar. Mehrere<br />

Partner hätten sich den nunmehr<br />

eingeführten modularen Aufbau der<br />

Produkte gewünscht.<br />

»Die neuen Produkte können in<br />

die Kataloge ab Herbst 2013 aufgenommen<br />

werden, von diesem Zeitpunkt<br />

an sind sie auch buchbar.« Die<br />

Verhandlungen über konkrete Konditionen<br />

und Tarife für die neuen<br />

Produkte werden in diesen Wochen<br />

aufgenommen. Ab 2014 ist auch ein<br />

geschlossener Buchungsbereich im<br />

Internet geplant, kündigt Piwonski<br />

an. Bis dahin laufen die Buchungen<br />

noch manuell. www.urv.de<br />

Neues Angebot für Veranstalter<br />

n Reiseveranstalter können bei der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung von Kaera<br />

nun auch Minderungs-, Rettungs- und Mehrkosten absichern. »Die All-Risk-Deckung<br />

schützt Reiseveranstalter vor unerwarteten Zusatzkosten, die eventuell während einer Reise<br />

anfallen können. Der Baustein zur Abdeckung von Reisepreis-Minderungskosten deckt<br />

zudem zum Teil das unternehmerische Risiko ab und schützt die Veranstalter somit vor finanziellen<br />

Folgekosten«, erläutert Geschäftsführer Gerhard Lorkowski.<br />

Beim »Comfort-Package« für Reisebüros, das von der Haftpflicht- bis zur Unfallversicherung<br />

ein umfangreiches Absicherungspaket für Agenturen beinhaltet, arbeiten Lorkowski<br />

und sein Team an der Erweiterung des Deckungsumfangs. »Viele Agenturen befinden<br />

sich noch in laufenden Einzelverträgen und möchten gerne die kostengünstige Variante<br />

unseres Comfort-Packages in Anspruch nehmen. Das wird in Zukunft möglich sein«, kündigt<br />

der Kaera-Chef an.<br />

Kaera-Chef Lorkowski baut die<br />

Angebotspalette für Veranstalter<br />

und Reisebüros aus<br />

26 <br />

5.4.2013 travel.one


versicherungen.produkt<br />

thema.produkt<br />

Foto: Allianz Global Assistance<br />

Mit sieben Stammtischen haben die regionalen Verkaufsleiter<br />

der AGA angefangen, nun gibt es Touristikertreffs in 20 Städten<br />

Mehr Stammtische<br />

n Die Allianz Global Assistance<br />

(AGA) will die Zahl der Touristikertreffs<br />

in diesem Jahr kräftig<br />

ausbauen. In 20 Städten will die<br />

Versicherung Touristikern nun die<br />

Möglichkeit bieten, sich in lockerer<br />

Atmosphäre über das Unternehmen<br />

zu informieren. In den<br />

meisten Fällen sind Fremdenverkehrsämter<br />

und weitere touristische<br />

Partner vor Ort. Die Organisation<br />

mit Auswahl des jeweiligen<br />

Veranstaltungsortes,<br />

Unterstützung während der Veranstaltung<br />

und den Versand der<br />

Einladungen übernehmen die regionalen<br />

Verkaufsleiter der AGA.<br />

Für dieses Jahr sind 80<br />

Stammtische geplant, in der Regel<br />

finden sie in der jeweiligen Region<br />

bis zu viermal pro Jahr mit 40<br />

bis 120 Teilnehmern statt. Weitere<br />

Infos zu Standorten, Kosten und<br />

Terminkoordination unter<br />

www.allianz-assistance.de/<br />

touristiktreff<br />

Das richtige Datum<br />

n Im April bringt TUI die Version 8.0 von Iris Plus auf den Markt. Inke<br />

Rasmussen (Foto), Leiterin Kundenkarten und Reiseversicherungen<br />

bei TUI, hat das darin integrierte Modul Vers4U mit einer neuen Funktion<br />

ausgestattet. »Es gibt nun ein neues Pflichtfeld für das Datum der<br />

Reisebuchung«, sagt sie. Mit dessen Hilfe erfolge im Hintergrund eine<br />

automatische Überprüfung der Buchungsfristen für alle Policen mit<br />

Reiserücktritt aller Versicherungsunternehmen. In der Angebotsliste<br />

werden dann ausschließlich Produkte angezeigt, die auch gebucht<br />

werden können. www.tui-newsnet.de<br />

MDT24.de<br />

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Jetzt in allen MDT-<br />

Reiseversicherungen<br />

enthalten<br />

Mehr Sicherheit für die Reise Ihrer Kunden:<br />

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Produktlinien Optimal, Premium und Exzellent<br />

enthalten.<br />

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des Services im Internet.<br />

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travel.one 5.4.2013<br />

www.mdt24.de<br />

27


produkt.thema<br />

Gaddafis<br />

Nachlass<br />

Fotos: MSC Cruises (8), <strong>Travel</strong> One (3)<br />

MSC Cruises tauft mit der Preziosa ein einst von Libyen geordertes Kreuzfahrtschiff.<br />

MSC-CEO Vago: Eine Flotte<br />

von zwölf Kreuzfahrtschiffen<br />

aus drei Baureihen<br />

Als im Dezember 2010 in Tunesien<br />

die Menschen auf die Straße gehen,<br />

ahnt Pierfrancesco Vago nicht, dass<br />

sein Unternehmen deshalb rund drei Jahre<br />

später ein neues Schiff erhält. Denn ohne<br />

den Arabischen Frühling, in dessem Zuge<br />

sich auch die Libyer ihres Despoten entledigten,<br />

hätte der CEO von MSC Cruises<br />

dieses Jahr die Kapazität nicht aufgestockt.<br />

So aber fährt nun ein weiterer Ozeanriese<br />

unter der Flagge der Reederei.<br />

MSC taufte jetzt in Genua die Preziosa.<br />

Sie sollte ursprünglich an Libyens Staatsreederei<br />

GNMTC gehen. Doch mit Muammar<br />

al-Gaddafi starben auch die Kreuzfahrt-Ambitionen<br />

des nordafrikanischen<br />

Landes. MSC übernahm das noch nicht<br />

fertige Schiff – auch weil die französische<br />

Werft STX France es nach den Plänen der<br />

Italiener gebaut hatte. Die Preziosa glich<br />

von Beginn an den MSC-Schiffen Fantasia,<br />

Splendida und Divina. Abgesehen von<br />

einigen Extra-Wünschen der Libyer: Wäre<br />

der Neubau nach den Vorstellungen des<br />

Gaddafi-Clans fertiggestellt worden, würde<br />

sich heute an Bord ein Haifischbecken<br />

befinden. Nun jedoch ähnelt die Preziosa<br />

ihren älteren Schwestern noch mehr. Und<br />

lediglich der Phoenician Plaza erinnert<br />

an die einstigen Auftraggeber. Die Lounge<br />

wurde mit Palmen und römischen Säulen<br />

dekoriert. Und drumherum sind Geschäfte<br />

angesiedelt – wie in einer Wüstenoase.<br />

Neue Baureihe?<br />

Die Preziosa gehört mit 1.751 Kabinen<br />

und Suiten für maximal 4.345 Passagiere,<br />

18 Decks sowie einer Länge von 333 Metern,<br />

einer Breite von 38 Metern und einer<br />

Größe von 140.000 Bruttoregistertonnen<br />

zu den Riesen der Weltmeere. Doch MSC<br />

denkt offenbar über noch größere Einheiten<br />

nach. Architekt Marco de Jorio, der<br />

auch die Preziosa geplant hat, spricht von<br />

Kreuzfahrtschiffen für 5.000 Gäste. Sie sollen<br />

vergleichsweise kurz und breit sein, um<br />

so mehr Platz für den öffentlichen Bereich<br />

zu schaffen. Einen Termin für die neue<br />

Baureihe nennt die Reederei derzeit nicht.<br />

Vago drückt sich noch vage aus: »Wenn wir<br />

wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen<br />

wir investieren.« <br />

Petra Hirschel<br />

28 <br />

5.4.2013 travel.one


kreuzfahrt.produkt<br />

MSC Preziosa<br />

Kabinen<br />

Bei den 1.654 Kabinen handelt es<br />

sich größtenteils um Außenkabinen<br />

mit Balkon (1.134). Sie sind 17 bis 26<br />

Quadratmeter groß. Daneben gibt<br />

es 115 Außenkabinen ohne Balkon<br />

sowie 405 Innenkabinen.<br />

Jachtclub<br />

67 der 97 Suiten (21 bis 53 Quadratmeter)<br />

liegen im Jachtclub. Zu<br />

dem exklusiven Areal gehören eine<br />

Bar, eine Lounge und ein Pool. Für<br />

die Gäste ist zudem ein Gourmet-<br />

Restaurant (Foto) reserviert.<br />

Restaurants<br />

Die Passagiere essen in zwei<br />

Tischzeiten im Hauptrestaurant<br />

»Golden Lobster« (Foto) zu Abend.<br />

Oder alternativ im Restaurant im<br />

Heck oder in den zwei Buffet-Restaurants.<br />

Slow Food<br />

MSC kooperiert erstmals mit der<br />

Restaurantkette Eataly, die sich<br />

Slow Food verschrieben hat. Gäste<br />

speisen in dem kleinen italienischen<br />

Restaurant mit angeschlossenem<br />

Bistro (Foto) gegen Aufpreis.<br />

Bars<br />

Die Preziosa verfügt über neun Bars<br />

und Lounges, in denen die Passagiere<br />

zum Teil mit Live-Musik<br />

unterhalten werden – wie zum<br />

Beispiel im Phoenician Plaza (Foto)<br />

auf Deck sechs.<br />

Theater<br />

1.603 Zuschauer können die Shows<br />

auf der Bühne verfolgen. Das<br />

Theater liegt im Bug und ist drei<br />

Decks hoch. Zum Unterhaltungsangebot<br />

gehören ferner ein 4D-Kino<br />

und ein Formel-1-Simulator.<br />

Spa<br />

20 verschiedene Massagen werden<br />

in den Behandlungsräumen des<br />

Spas ausgeführt. In dem Wellnessbereich<br />

gibt es auch eine Sauna, ein<br />

Dampfbad und Whirlpools. Angeschlossen<br />

ist ein Fitnesscenter.<br />

Pools<br />

Damit die Passagiere auch bei<br />

kühler Witterung baden können,<br />

schwebt über einem Schwimmbad<br />

(Foto) ein Schiebedach. Die beiden<br />

anderen öffentlichen Pools befinden<br />

sich im Freien.<br />

Rutsche<br />

Vertigo heißt die Wasserrutsche,<br />

mit der MSC erstmals ein Schiff<br />

bestückt hat. Die Röhre ist 120<br />

Meter lang und an einer Stelle<br />

transparent. Die Rutsche ist Teil<br />

eines neuen Wasserparks.<br />

travel.one 5.4.2013 29


produkt.mix<br />

Aldiana verkauft weiter über Thomas Cook<br />

Keine neue Liaison<br />

n Die Mitteilung ließ auf eine reine<br />

Formsache schließen: Die Thomas<br />

Cook AG und die Aldiana GmbH haben<br />

ihre Zusammenarbeit im Vertrieb<br />

bis zum 31. Oktober 2014 verlängert.<br />

Aldiana bleibt damit auch<br />

im Geschäftsjahr 2013/14 Bestandteil<br />

des Thomas Cook Provisionsmodells.<br />

Doch die eigentliche Botschaft<br />

hinter der Meldung lautet:<br />

Aldiana wird – zumindest vorerst –<br />

nicht von einem Wettbewerber von<br />

Thomas Cook übernommen.<br />

In der Gerüchteküche wurden<br />

immer wieder Rewe und zuletzt<br />

Schauinsland Reisen als mögliche<br />

Interessenten an einer Übernahme<br />

des 24,9-prozentigen Aldiana-Anteils<br />

gehandelt, die die spanische<br />

Grupo Santana Cazorla im Oktober<br />

2012 von Thomas Cook übernommen<br />

hat.<br />

Damit steigt die Wahrscheinlichkeit,<br />

dass Jürgen Marbach, der<br />

über seine Beteiligungsgesellschaft<br />

MIC 26,1 Prozent der Aldiana<br />

GmbH hält, von der Option Gebrauch<br />

macht, im Oktober die Anteile<br />

der Spanier zu übernehmen.<br />

Marbach, dem unter anderem der<br />

Aldiana Hochkönig gehört, wäre<br />

dann Mehrheitsgesellschafter.<br />

Jürgen Marbach kann im Oktober zum<br />

Mehrheitsgesellschafter von Aldiana werden<br />

Endpreis ist Pflicht<br />

Foto: Misfitmind<br />

n Das Oberlandesgericht<br />

Schleswig-Holstein hat entschieden,<br />

dass Vermieter<br />

von Ferienwohnungen in ihrer<br />

Werbung im Preis für die<br />

Wohnungen auch die zwingend<br />

anfallenden Kosten für<br />

die Endreinigung einrechnen<br />

müssen. Im konkreten Fall<br />

warb ein Vermieter von Ferienwohnungen<br />

an der Ostseeküste<br />

online für verschiedene<br />

Wohnungen. Unter jedem der<br />

Objekte befand sich eine Tabelle<br />

mit den pro Woche zu<br />

zahlenden Preisen. Erst ganz<br />

am Ende der Werbung wurde<br />

separat auf die Zusatzkosten<br />

für die Endreinigung<br />

hingewiesen. Die Zentrale<br />

zur Bekämpfung unlauteren<br />

Wettbewerbs wertet das<br />

als Verstoß gegen die Preisangabenverordnung.<br />

Es sei<br />

der Endpreis anzugeben, der<br />

Umsatzsteuer und sonstige<br />

Preisbestandteile enthält.<br />

updates<br />

Autovermieter Sixt nimmt die legendäre Sportwagenmarke<br />

Aston Martin in die Flotte auf. Die Fahrzeuge sollen<br />

als Teil der »Sixt Luxury Cars« an Stationen in Deutschland,<br />

der Schweiz, Frankreich und Spanien erhältlich sein.<br />

www.sixt.de/fahrzeugmodelle<br />

Iberostar hat das Hotel Jardín del Sol Suites an der Costa<br />

de la Calma auf Mallorca einer Renovierung unterzogen.<br />

100 Zimmer wurden vollständig renoviert.<br />

Jachtvercharterer und TUI-Tochter Moorings bündelt in<br />

der neuen Broschüre zum Produkt Jachtcharter mit Crew<br />

auf 50 Seiten das komplette Angebot mit allen Routen,<br />

Details und Jachtbeschreibungen. Reisebüros finden darin<br />

auch Infos über das neue Reiseziel St. Thomas auf den<br />

US Virgin Islands. Die Broschüre kann per Telefon unter<br />

0 61 01/55 79 15 30 bestellt oder online auf der Website<br />

www.moorings.de angesehen werden.<br />

Hyatt Hotels & Resorts ist nun in Südkorea mit einem<br />

zweiten Hotel der Marke Park Hyatt vertreten. Der Neuzugang<br />

befindet sich in Busan, einer Stadt im Südosten des<br />

Landes. Es hat 200 Zimmer und 69 Suiten.<br />

www.parkhyatt.com<br />

30 <br />

5.4.2013 travel.one


mix.produkt<br />

Expeditionen zu neuen Zielen<br />

n Im Katalog »Expeditionskreuzfahrten<br />

2014/2015«<br />

präsentiert Hapag-Lloyd<br />

Kreuzfahrten neue Reiserouten<br />

der Bremen und Hanseatic.<br />

Die Fahrten führen die<br />

Bremen zwischen November<br />

und Februar zum Beispiel<br />

neu nach Nordgrönland<br />

und in die kanadische Arktis,<br />

nach Brasilien und zu den Inselwelten<br />

Europas zwischen<br />

Reykjavik und Porto. Für die<br />

Hanseatic sind Primorje im<br />

Südosten Sibiriens, die Wrangelinsel,<br />

die Tschuktsche<br />

Halbinsel sowie die Nordostpassage<br />

hinzugekommen.<br />

Insgesamt legen die beiden<br />

Hapag-Lloyd-Kreuzer im<br />

nächsten Jahr von 66 neuen<br />

Häfen ab. Buchbar für die Saison<br />

sind zudem auch wieder<br />

drei ausgewählte »Reisen für<br />

junge Entdecker« für Familien<br />

mit Kindern. Im Katalog<br />

finden Reisebüros darüber<br />

hinaus nun auch einen QR-<br />

Code, der einen Film über die<br />

Eiswelt zeigt.<br />

Die Bremen baut 2014<br />

ihr Routennetz weiter<br />

aus und fährt auch<br />

nach Nordgrönland<br />

Foto: Hapag-Lloyd Kreuzfahrten<br />

Weiteres Luxushotel<br />

in Schanghai<br />

n Die Hotelkette Mandarin Oriental<br />

expandiert in Asien kräftig weiter. Mitte<br />

2013 eröffnet das Mandarin Oriental Pudong<br />

in der Harbour City in Schanghai<br />

seine Pforten. Es bietet 233 Zimmer, 30<br />

Suiten sowie 24 Apartments. Darüber hinaus<br />

sollen in diesem Jahr noch neue Hotels<br />

in Peking und Chengdu folgen, informiert<br />

das Unternehmen. Die Hotelkette<br />

wird dann mit den bereits bestehenden<br />

Anlagen in Hongkong, Sanya und Macau<br />

und einem Neuzugang in Taipeh, der<br />

dieses Jahr an den Start geht, insgesamt<br />

elf Unterkünfte in China und Taiwan im<br />

Portfolio haben.<br />

So soll das neue Mandarin Oriental in der<br />

Harbour City in Schanghai aussehen<br />

Foto: Mandarin Oriental<br />

Andere machen<br />

es doch auch!<br />

Der Bau des neuen Flughafens von Doha in Katar ist nun bereits<br />

zum vierten Mal verschoben worden. Schuld daran seien<br />

die noch nicht abschließend fertig gestellten neuen Sicherheitsvorkehrungen,<br />

erklärt Flughafen-Chef Abdulaziz al-Noaimi.<br />

Unwillkürlich erinnert dieses Eröffnungs-Chaos in der arabischen<br />

Wüste an unseren neuen Hauptstadtflughafen. Nicht<br />

nur, dass auch hier dank der Sicherheitsbestimmungen der<br />

Zeit- und Kostenplan mittlerweile völlig aus dem Rahmen fällt,<br />

auch die Leidtragenden in der Bevölkerung kommen angesichts<br />

der Organisationsstruktur aus dem Kopfschütteln nicht<br />

mehr heraus. Die Katari fordern inzwischen sogar lautstark in<br />

den Medien ein »Ende dieses Dramas, das dem einer mexikanischen<br />

Telenovela gleicht«.<br />

Da bleibt nur, den arabischen Leidensgenossen viel Glück<br />

zu wünschen – und den nötigen Humor. Denn sie sind schließlich<br />

nicht die einzigen, die »alles außer Flughafen« können.<br />

Außerdem: Als Gastgeber der überübernächsten Fußballweltmeisterschaft<br />

hat Doha mit der Eröffnung ja noch bis 2022<br />

Zeit...<br />

Kendra Mietke, Redakteurin<br />

K.Mietke@travel-one.net<br />

travel.one 5.4.2013 31


produkt.thema<br />

airlines.airports<br />

Kürzere Umsteigezeiten und mehr Komfort in Düsseldorf<br />

Das Drehkreuz am Rhein<br />

Airport-Chef Christoph Blume<br />

eröffnet mit Flughafen-Mitarbeitern<br />

den neuen Transfertunnel<br />

Foto: Flughafen Düsseldorf<br />

n Am 12. April ist es soweit. American Airlines<br />

startet zum Erstflug von Düsseldorf<br />

nach Chicago. Gleichzeitig erhöht Air Berlin<br />

in der Sommersaison die Flugfrequenzen zu<br />

den Hubs des Oneworld-Partners in New York,<br />

Los Angeles und Miami. Der Flughafen Düsseldorf<br />

wird damit zum Oneworld-Drehkreuz im<br />

Trans atlantik-Verkehr.<br />

Um sich bei den Passagieren als Umsteige-<br />

Airport zu empfehlen, hat der Flughafen 11,6<br />

Millionen Euro investiert. Unter anderem wurden<br />

die drei Flugsteige durch Transfertunnel<br />

verbunden. Das soll für kürzere Wege und damit<br />

für mehr Reisekomfort für die Passagiere<br />

sorgen. Noch wichtiger ist allerdings, dass sich<br />

die Umsteigezeiten verkürzen.<br />

Der erste Transfergang zwischen den<br />

Flugsteigen B und C wurde bereits 2009 eröffnet.<br />

Ende März hat der Airport nun auch<br />

den Tunnel zwischen den Flugsteigen A und<br />

B in Betrieb genommen. Dadurch können die<br />

Passagiere künftig die Flugsteige wechseln,<br />

ohne erneut eine Sicherheitskontrolle passieren<br />

zu müssen. Das spart Zeit und zuweilen<br />

auch Nerven. Vorteile ergeben sich auch<br />

für die wichtige Kundengruppe der Premium-Passagiere,<br />

die die flughafeneigene Hugo<br />

Junkers Lounge im Flugsteig B und weitere<br />

vier Airline-Lounges künftig leichter erreichen<br />

können.<br />

»Mit den Verbindungsgängen erreicht das<br />

Drehkreuz Düsseldorf einen neuen Qualitätsstandard«,<br />

freut sich Airport-Chef Christoph<br />

Blume. Außerdem könne man nun die Passagierführung<br />

flexibilisieren, um besser auf ein<br />

erhöhtes Passagieraufkommen zu reagieren.<br />

Auch im Terminal 1 sollen die Sicherheitskontrollen beschleunigt werden<br />

Schneller durch die Kontrollen<br />

n Am Flughafen Stuttgart gibt es künftig in allen Terminals zusätzlich<br />

zur manuellen Bordkartenkontrolle eine automatische Kontrolle per<br />

Scanner. Dadurch sollen die Passagiere schneller zu den Sicherheitskontrollen<br />

gelangen. Gescannt werden Barcodes von Papiertickets, Smartphones<br />

und anderen Endgeräten. Zusätzlich verbessert wird der Zugang<br />

zum Sicherheitsbereich durch zwei neue Kontrollspuren für Passagiere im<br />

Terminal 2. Bis zum Sommer sollen zu den bisher 19 Fluggastkontrollen<br />

insgesamt sechs weitere Kontrollstellen eingerichtet werden.<br />

Foto: Flughafen Stuttgart<br />

Aufnahme des Flugbetriebs<br />

verschoben<br />

n Das nennt man einen klassischen<br />

Fehlstart: Die Regionallinie<br />

Maastricht Airlines muss die<br />

Aufnahme des Flugbetriebs um<br />

mehrere Wochen verschieben. Ursprünglich<br />

wollte die neu gegründete<br />

Airline am 25. März zum Erstflug<br />

vom Flughafen Maastricht-Aachen<br />

abheben. Neuer Termin ist<br />

jetzt der 1. Mai. Als Grund für die<br />

Verschiebung gibt die Gesellschaft<br />

die verspätete Lieferung der ersten<br />

von zwei Fokker 50 an, was wiederum<br />

zu Verzögerungen bei der<br />

Erteilung der Betriebserlaubnis<br />

geführt habe. Die betroffenen Passagiere<br />

können auf einen späteren<br />

Termin umbuchen oder sich ihr Ticket<br />

erstatten lassen. Die Airline<br />

will Maastricht mit Amsterdam,<br />

Berlin und München verbinden.<br />

32 <br />

5.4.2013 travel.one


thema.produkt<br />

Schalter für<br />

Familien mit Kindern<br />

n Der Flughafen Wien hat am 1. April<br />

einen Schalter für »Mobilitäts- und Familienservice«<br />

im Check-in 3 eröffnet.<br />

Dorthin können sich Passagiere mit<br />

Handicap sowie Familien mit Kindern<br />

wenden, wenn sie Unterstützung benötigen.<br />

Der rund um die Uhr besetzte<br />

Schalter organisiert unter anderem<br />

kostenlos Rollstühle und Kinderwagen.<br />

Menschen mit Handicap werden<br />

auf Wunsch mit Elektrofahrzeugen<br />

zum Gate gebracht.<br />

Neue Sitze in der<br />

Business-Class<br />

n KLM hat ihre World Business-Class<br />

neu gestaltet und mit einem neuen<br />

Full-Flat-Sitz ausgestattet. Die neue<br />

Kabine wird von Juli an schrittweise auf<br />

den 22 Boeing 747-400 eingesetzt. Für<br />

mehr Privatsphäre verringert KLM die<br />

Bestuhlung in den Maschinen von 42<br />

auf 35 Business-Class-Sitze. Bis April<br />

2014 soll die gesamte B747-400-Flotte<br />

umgerüstet sein. Im Sommer 2014 sollen<br />

die 15 Boeing B777-200ER folgen.<br />

Serviceklassen geändert<br />

Rickard Gustafson: Die<br />

Kunden sollen genau das<br />

bekommen, was sie brauchen<br />

Foto: SAS<br />

n SAS führt im Juni ein neues Servicekonzept<br />

für die Flüge in Europa und Skandinavien ein.<br />

Die bisherigen Serviceklassen werden durch die<br />

neuen Klassen »SAS Go« und »SAS Plus« ersetzt.<br />

Bei SAS Go verspricht das Star-Alliance-Mitglied<br />

»guten Service ohne Extras«. Dazu gehören ein<br />

freies aufgegebenes Gepäckstück, Kaffee oder<br />

Tee an Bord und mobiler Check-in. SAS Plus enthält<br />

darüber hinaus zwei freie aufgegebene Gepäckstücke,<br />

Nutzung des Fast Tracks, Zutritt zur<br />

SAS-Lounge, Essen und Trinken an Bord sowie<br />

die doppelte Anzahl von Euro-Bonus-Punkten.<br />

Gleichzeitig führt der Star-Alliance-Carrier einen<br />

neuen Service an Bord ein. Dabei wird das<br />

traditionelle Essensangebot durch neue Gerichte<br />

ersetzt, die allen Reisenden angeboten<br />

werden sollen.<br />

Das neue Konzept ist Bestandteil des im November<br />

vorgestellten Plans »4 Excellence Next<br />

Generation« (4XNG), mit dem die SAS-Führung<br />

zum Beispiel durch die Zentralisierung von administrativen<br />

Aufgaben die Wettbewerbsfähigkeit<br />

der Fluggesellschaft sicherstellen will.<br />

Im Mittelpunkt steht dabei der Gedanke, das<br />

Reisen für die Kunden einfacher zu machen.<br />

»Für SAS bedeutet Einfachheit, dass die Kunden<br />

genau das bekommen, was sie brauchen«,<br />

sagt Rickard Gustafson, CEO und Group President<br />

von SAS. Deshalb habe man sich bei der<br />

Entwicklung des neuen Konzepts an den Wünschen<br />

und Erwartungen der Kunden orientiert<br />

und nicht an sogenannten Industriestandards.<br />

updates<br />

Air Astana erhöht die Flugfrequenz auf der Strecke zwischen<br />

Almaty und Hongkong. Zusätzlich zu den Flügen am<br />

Dienstag und Freitag gibt es künftig eine dritte Verbindung<br />

am Sonntag.<br />

Vom 27. Oktober an fliegt Swiss täglich von Zürich nach<br />

Kiew. Anschlussflüge gibt es von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt,<br />

Hamburg, Hannover, München, Nürnberg und Stuttgart.<br />

Singapore Airlines und Sixt haben eine umfassende<br />

Partnerschaft vereinbart. Mitglieder im Vielfliegerprogramm<br />

Krisflyer erhalten künftig Bonusmeilen für jede Anmietung<br />

eines Sixt-Mietwagens.<br />

Germanwings hat die neuen Flüge von Berlin-Tegel<br />

nach Bastia zur Buchung freigegeben. Die Airline übernimmt<br />

die Strecke am 25. Mai von Lufthansa.<br />

travel.one 5.4.2013 33


01<br />

Besuch bei den Favoriten<br />

30 <strong>Travel</strong> One-Leser informieren sich in der Türkei über die neuen Hotelkonzepte<br />

»Top Favourite« und »Favourite« von Thomas Cook und Neckermann Reisen.<br />

01 Gruppenfoto in<br />

Antalya unter<br />

türkischer<br />

Frühlingssonne<br />

Zwar zeigt sich die Sonne im türkischen Alanya<br />

nicht immer von ihrer freundlichsten Seite,<br />

doch der Stimmung unter den rund 30 Teilnehmer<br />

des »Top Favourite Expertenworkshops«<br />

von <strong>Travel</strong> One, Thomas Cook und Neckermann Reisen<br />

tut das keinen Abbruch. Unermüdlich erkunden<br />

die Reiseprofis, teilweise zum ersten Mal, die Hotellerie<br />

der türkischen Riviera. Im Mittelpunkt stehen<br />

natürlich die Unterkünfte, die sich seit Kurzem mit<br />

den beiden neu eingeführten Labels »Favourite«<br />

und »Top Favourite« schmücken dürfen.<br />

Unter dieser Bezeichnung bündeln Neckermann<br />

Reisen und Thomas Cook nun Häuser mit<br />

besonderen Zusatzleistungen, die sich zudem<br />

durch eine hohe Kundenzufriedenheitsrate auszeichnen.<br />

Marina Schöbel, Bezirksverkaufsleiterin<br />

Region Nord-West bei Thomas Cook, nennt die Unterkünfte<br />

liebevoll »Blumen- und Pralinenhotels«,<br />

wie sie im Workshop erklärt. Denn viele Kunden<br />

seien nach dem Aufenthalt in einem dieser Hotels<br />

so zufrieden, dass sie ihrem Reisebüro mit Blumen<br />

oder Pralinen für die Empfehlung dankten, weiß<br />

die Vertriebsexpertin – und verteilt passend zum<br />

Thema Schokolade und Blumenketten an die Teilnehmer.<br />

Thomas-Cook-Kollegin Claudia Löhr setzt<br />

dagegen auf Farben statt auf Süßes und stellt die<br />

neue Produktlinie »Smartline« von Neckermann<br />

Reisen vor, eine Hotellinie, die sich durch bunte<br />

34 <br />

5.4.2013 travel.one


schulung.sales<br />

Farben und ein gutes Preis-Leistungs-Konzept<br />

auszeichnet.<br />

Um die neuen Konzepte den wissbegierigen<br />

Teilnehmern auch in der Realität<br />

näher zu bringen, erkunden die Reiseprofis<br />

in einem Mix aus Kultur, Spaß und Wissenswertem<br />

die Türkische Riviera. Dabei erhalten<br />

sie einen Einblick in die Sehenswürdigkeiten<br />

Alanyas, etwa bei einem Besuch der<br />

berühmten Tropfsteinhöhle Damlatas und<br />

des traditionellen Bauernmarktes. Um sich<br />

darüber hinaus ein Bild von der in diesem<br />

Winter erstmals angebotenen Erlebniswelt<br />

zu machen, toben sich die Teilnehmer<br />

zudem kräftig beim Ballooning aus, einer<br />

Sportübung mit einem Gummiball.<br />

Nach so viel intensiver Wissensvermittlung<br />

ist es anschließend nicht verwunderlich,<br />

dass die Counterkräfte bei einer spontanen<br />

Quizrunde während der Busfahrt von<br />

Alanya nach Antalya alle wichtigen Fragen<br />

rund um die Türkei und die Hotelkonzepte<br />

richtig beantworten können. Und ihre Energie<br />

reicht auch noch für die Karaokeparty<br />

am Abschiedsabend in Antalya.<br />

Am Ende der Reise gibt es viel Lob zu<br />

den »Favoriten« und der Türkei. »Das Konzept<br />

ist gut, denn es garantiert eine gewisse<br />

Qualität in der jeweiligen Hotelkategorie«,<br />

findet Beate Schwartz vom Reisebüro<br />

Schügner. Kollegin Sabine Sauer vom Holiday<br />

Land Rather Reisebüro ist von der<br />

Gastfreundschaft und dem tollen Essen<br />

überrascht. Beide Reiseprofis haben sich<br />

während der Reise von Hotels und Qualität<br />

überzeugt und wollen die Türkei nun noch<br />

offensiver verkaufen. <br />

Kendra Mietke<br />

02 Die neue Männermodel-<br />

Generation unterwegs in<br />

Antalya 03 Feilschen um den<br />

besten Preis auf dem Bauernmarkt<br />

von Alanya 04 Erkundung<br />

der Tropfsteinhöhle Damlatas<br />

05 Erster Gastgeber der Reise:<br />

Das Sentido Gold Island nahe<br />

Alanya 06 Claudia Löhr erklärt<br />

Lars Heinemann das Prinzip<br />

des Ballooning im Workshop<br />

07 Gute Stimmung unter den<br />

Teilnehmern 08 Kreativer<br />

Workshop mit Bezirksverkaufsleiterin<br />

Region<br />

Nord-West Marina Schöbel<br />

09 Karaoke-Einlage am<br />

Abschiedsabend im Rixos<br />

Downtown Antalya<br />

Fotos: <strong>Travel</strong> One<br />

02<br />

03<br />

04<br />

05<br />

07<br />

06 08<br />

09<br />

travel.one 5.4.2013 35


sales.mix<br />

RTK hat mit Avitour einen weiteren internationalen Partner gefunden<br />

RTK wächst in Belgien<br />

RTK-Chef Thomas Bösl freut sich über<br />

einen weiteren Partner für RTK International<br />

n Die luxemburgische RTK-Tochter<br />

RTK International hat mit Belgiens<br />

größter Reisebürokooperation<br />

unabhängiger Reisebüros, Avitour,<br />

ein Partnerschaftsabkommen<br />

geschlossen. Die Zusammenarbeit<br />

werde »alle relevanten Bereiche«<br />

umfassen, kündigt RTK-Chef Thomas<br />

Bösl an. Dazu gehöre die Koordination<br />

bei Einkaufsgesprächen<br />

mit internationalen Veranstaltern,<br />

aber auch der Bereich Technik sowie<br />

die Zusammenarbeit mit Hotels,<br />

Hotelketten und den Destinationen.<br />

Darüber hinaus wollten RTK International<br />

und Avitour Erfahrungen<br />

austauschen und sich bei »Problemlösungen<br />

gegenseitig unterstützen,<br />

die den internationalen Reisevertrieb<br />

betreffen«.<br />

Avitour vertritt rund 200 Mitglieder<br />

in Belgien und Luxemburg. Die Kooperation<br />

wurde vor rund 20 Jahren<br />

gegründet, um selbstständigen Reisebüros<br />

ein größeres Marktgewicht<br />

gegenüber Reiseveranstaltern zu<br />

geben. Der Marktanteil von Avitour<br />

am touristischen Vertrieb liege in<br />

Belgien bei 14 Prozent, teilt die Kooperation<br />

mit.<br />

Erst im vergangenen November<br />

hatte RTK International einen Ausbau<br />

der Zusammenarbeit mit der<br />

niederländischen Toerkoop Groep,<br />

zu der rund 150 Reisebüros gehören,<br />

angekündigt. RTK International<br />

haben sich rund 500 Reisebüros in<br />

den Niederlanden, Belgien, Luxemburg,<br />

Schweiz und Frankreich angeschlossen.<br />

Alles rund ums E-Recht<br />

n Muss beim Bau einer eigenen Firmenwebsite, eines Newsletters<br />

oder einer Facebook-Fanpage eigentlich auf rechtliche<br />

Grundlagen geachtet werden? Wenn ja, auf welche? Gibt es überhaupt<br />

Regeln für die Nutzung sozialer Netzwerke? Und wie sehen<br />

die juristischen Folgen bei Verstößen aus? Antworten auf diese<br />

Fragen liefert das Seminar »E-Recht in der Touristik« im Rahmen<br />

einer neuen Schulungsrunde der Social Media Akademie für Reise<br />

und Touristik in Kooperation mit <strong>Travel</strong> One. Das Ganztagesseminar<br />

unter Anleitung eines Rechtsanwaltes findet zwischen dem<br />

27. und 29. Mai in Nürnberg, München und Frankfurt statt.<br />

Wer noch nicht fit in Sachen Social Media ist, kann seine Kenntnisse<br />

beim Seminar »Social Media im Tourismus« vertiefen. Termine<br />

sind am 15., 16. und 17. April in Bremen, Köln und Frankfurt.<br />

<strong>Travel</strong> One-Leser, die bei der Buchung den Code »<strong>Travel</strong> One« eingeben,<br />

erhalten auf beide Events 20 Euro Ermäßigung – auch in<br />

Kombination mit dem 50-Euro-Frühbuchererrabatt. www.socialmediafruehlingstour.de;<br />

www.smart-workshops.de/termine<br />

Im April und Mai startet eine neue<br />

Schulungsrunde zu den Themen<br />

»E-Recht« und »Social Media«<br />

36 <br />

5.4.2013 travel.one


mix.sales<br />

Fam-Trip für Romantiker<br />

n Schauinsland Reisen hat erstmals eine Infotour für Expedienten<br />

aufgelegt, an der auch eine Begleitperson teilnehmen kann. Unter<br />

dem Motto »romantische Inforeise« führt der Trip vom 11. bis 18.<br />

Mai von Düsseldorf aus für eine Woche nach Lanzarote. Dort wohnen<br />

die Teilnehmer in den Romantic Bungalows des Iberostar La<br />

Bocayna Village. Vor Ort ist zunächst ein Info- und Besichtigungsprogramm<br />

vorgesehen, anschließend können die Touristiker die Kanareninsel<br />

auf eigene Faust erkunden. Infos sowie Anmeldemodalitäten<br />

finden Reiseprofis auf dem neu strukturierten Expedientenportal<br />

www.slr-info.de<br />

Eine »romantische« Info-Reise bringt Reiseprofis in das<br />

Iberostar La Bocayna auf Lanzarote<br />

Foto: Schauinsland Reisen<br />

Last-Minute-Einigung<br />

mit British Airways und Iberia<br />

Wie funktioniert das Reiseveranstaltergeschäft?<br />

Antworten liefert dieses Fachbuch<br />

Neues<br />

Nachschlagewerk<br />

n Das neue Fachbuch »Reiseveranstalter-Management<br />

– Funktionen, Strukturen,<br />

Management« bündelt auf 350<br />

Seiten Grundlagen, Tipps und Marktstrukturen<br />

rund um das Reiseveranstaltergeschäft.<br />

Zudem zeigt es anhand von<br />

verschiedenen Beispielen die Marktentwicklung<br />

und damit verbundene Herausforderungen<br />

der Zukunft auf. Das Buch<br />

solle sich in erster Linie an Studierende,<br />

Lehrende und Fachkräfte aus der Reisebranche<br />

richten, erklären die drei Autoren<br />

Professor Adrian von Dörnberg, Professor<br />

Walter Freyer und Werner Sülberg.<br />

ISBN: 9783486705805, 39,80 Euro<br />

n Auf ein »langfristiges Content-Abkommen« hat sich das GDS Amadeus mit<br />

der International Airlines Group (IAG), der Holding von British Airways und<br />

Iberia, geeinigt. Die Vereinbarung umfasse die Fluggesellschaften British Airways,<br />

Iberia und Iberia Express und ermögliche Amadeus-Nutzern »weiterhin<br />

Zugriff auf den gleichen Umfang von Tarifen, Verfügbarkeiten und Funktionalitäten<br />

wie bisher«, heißt es in einer Mitteilung.<br />

Die Einigung erfolgte offenbar auf den letzten Drücker. Am 31. März liefen<br />

die Amadeus-Verträge mit British Airways aus, die Vereinbarung mit Iberia<br />

endete am 5. April. Wäre es nun zu keinem Konsens gekommen, hätten Flüge<br />

mit den IAG-Airlines möglicherweise gar nicht oder nur gegen eine GDS-Gebühr<br />

gebucht werden können. Daher loben sowohl Holger Taubmann, Senior<br />

Vice President Distribution Amadeus, als auch Silvia Cairo, Head of Group<br />

Commercial Planning and Policy der IAG, den neuen Deal und ihre »seit Langem<br />

bestehende erfolgreiche Partnerschaft«. Details zu Inhalten und Laufzeit<br />

des Vertrags werden aber nicht genannt. Zudem fällt auf, dass der bisher<br />

bei derartigen Verträgen als Standard genutzte Begriff »Full Content« fehlt.<br />

Taubmann: Amadeus-Nutzer<br />

haben weiter Zugriff auf IAG-Tarife<br />

– aber auch auf alle?<br />

travel.one 5.4.2013 37


destination.thema<br />

destination.kroatien<br />

Die Stadt Rovinj gilt als<br />

einer der Höhepunkte Istriens<br />

Startklar für 2013<br />

Foto: Croatian National Tourist Board<br />

Kroatien ist bei Urlaubern beliebter denn je. Für den zukünftigen EU-Mitgliedsstaat<br />

Grund genug, in diesem Jahr kräftig in das touristische Portfolio zu investieren.<br />

Darko Lorencin ist seit 19. März<br />

Tourismusminister in Kroatien<br />

und folgt auf Veljko Ostojić. Der<br />

neue Mann engagiert sich seit<br />

rund 20 Jahren für die touristische<br />

Entwicklung Kroatiens, unter<br />

anderem war er Projektleiter beim<br />

Tourismusverband Istrien<br />

Foto: Croatian National Tourist Board<br />

Das vergangene Jahr wird als »Rekordjahr«<br />

in die Tourismusgeschichte<br />

Kroatiens eingehen. Denn 2012<br />

hat das Urlaubsland am Mittelmeer fast<br />

63 Millionen Übernachtungen verzeichnet,<br />

davon entfallen alleine 14 Millionen auf<br />

Deutschland, den »wichtigsten Markt«, wie<br />

Tourismusminister Darko Lorencin betont.<br />

Die deutschen Urlauber hätten 2012 mehr<br />

als ein Fünftel des gesamten touristischen<br />

Verkehrs ausgemacht.<br />

Woher dieser plötzliche Touristenboom<br />

in dem Land an der Adria kommt, das wissen<br />

vor allem die Reiseveranstalter. »Ein<br />

Grund ist sicherlich das stark ausgebaute<br />

und modernisierte Angebot im Zielgebiet,<br />

insbesondere in der Region um Dubrovnik«,<br />

glaubt Daniela Köhler, Produktmanagerin<br />

Flug und Nah bei Thomas Cook und Neckermann<br />

Reisen. Und auch das sinkende<br />

Interesse an Griechenland könnte sich positiv<br />

auf Kroatiens Gästezufluss ausgewirkt<br />

haben, vermutet FTI-Destinationsmanager<br />

Mitja Kocevar. Ein wesentlicher Aspekt sei<br />

in Zeiten der Nachwehen der Arabischen<br />

Revolution natürlich auch die politische<br />

Stabilität und Sicherheit im Land, die ihren<br />

Teil zur Beliebtheit Kroatiens beigetragen<br />

habe, sagt Lothar Münzenthaler, Produktmanager<br />

Mittelmeer Ost bei Dertour.<br />

Dass die Probleme anderer Länder einer<br />

der Hauptgründe für Kroatiens Rekordjahr<br />

sein könnten, ist auch die Überzeugung<br />

von ID-Riva-Tours-Geschäftsführer<br />

Selimier Ognjenovic, der seit mehr als 20<br />

Jahren in Kroatien tätig ist. »Die Gästenachfrage<br />

hat sich klar zu unseren Gunsten verschoben«,<br />

erklärt er. Doch für den Kroatien-<br />

Experten spielen noch andere Faktoren<br />

eine entscheidende Rolle. »Kroatien hat in<br />

den vergangenen Jahren den Tourismus<br />

und dessen Weiterentwicklung stark gefördert<br />

und unterstützt. Das zahlt sich nun<br />

aus«, weiß er.<br />

Neue Investitionen.<br />

Für den frischgebackenen Tourismuschef<br />

Lorencin liegt die Messlatte für dieses Jahr<br />

damit sehr hoch. Doch der Kroatien-Werber<br />

hat bereits große Pläne gefasst, um die im<br />

38 <br />

5.4.2013 travel.one


kroatien.destination<br />

thema.destination<br />

»Der Eintritt Kroatiens in die EU<br />

stellt das bedeutendste Ereignis des bisherigen<br />

kroatischen Tourismus dar.« Selimir Ognjenovic<br />

vergangenen Jahr erreichte Marke von<br />

fast zwei Millionen deutschen Gästen<br />

2013 zu knacken. »Wir wollen wettbewerbsfähiger<br />

sein, Kroatien soll in die<br />

Top 20 der touristisch wettbewerbsfähigsten<br />

Länder aufsteigen. Derzeit sind<br />

wir auf Rang 34», erklärt Lorencin. Dazu<br />

müsse aber zunächst die Struktur der<br />

Unterkünfte verändert und mehr in<br />

Richtung kleine und Business-Hotels<br />

gegangen werden, sagt er. Generell<br />

sollten die Unterkunftskapazitäten im<br />

ganzen Land erhöht werden. Deshalb<br />

hat der Tourismuschef dieses Jahr ein<br />

Budget von mehr als 32 Millionen Euro<br />

eingeplant. Diese Gelder sollen vor allem<br />

in das Destinationsmanagement,<br />

die Verbesserung eines touristischen Informationssystems,<br />

den Start eines Reiseblogs<br />

sowie in die Einrichtung eines<br />

zentralen Reservierungssystems fließen,<br />

heißt es. Auch sollen ehemalige Militärobjekte<br />

– sie befinden sich überwiegend<br />

zwischen Istrien und Dubrovnik<br />

– nicht mehr länger ungenutzt bleiben,<br />

sondern zu »touristischen Zwecken« erschlossen<br />

werden. Weitere Pläne sehen<br />

zudem vor, die 13 Hotelunternehmen,<br />

die sich noch mehrheitlich im Staatseigentum<br />

befinden, zu privatisieren. Für<br />

potenzielle Investoren sollen zudem<br />

neue, niedrigere Zinssätze, die von der<br />

Kroatischen Bank für Aufbau und Entwicklung<br />

(HBOR) für die Finanzierung<br />

von Tourismusprojekten festgelegt wurden,<br />

einen Anreiz schaffen.<br />

Kroatien als EU-Mitglied.<br />

Doch damit nicht genug. Das wohl wichtigste<br />

politische Ereignis aus kroatischer<br />

Sicht ist der Beitritt in die Europäische<br />

Union (EU). Ein Schritt, der zugleich<br />

auch eine große Herausforderung für<br />

den Tourismus ist, wie Lorencin unterstreicht.<br />

Aber der Beitritt spült auch Geld<br />

in die Landeskassen. Denn als neues<br />

Mitglied der Staatengemeinschaft erhält<br />

Kroatien in den kommenden zwei Jah-<br />

Vorteile für Badegäste: Kroatien wirbt damit, aus deutscher Sicht ein sehr schnell<br />

erreichbares Mittelmeerziel zu sein<br />

Foto: stockxpert<br />

Frankfurt am Main<br />

Telefon: 069 238535-0<br />

E-Mail: info@visitkroatien.de<br />

München<br />

Telefon: 089 223344<br />

E-Mail: kroatien-tourismus@t-online.de<br />

travel.one 5.4.2013 39


destination.thema<br />

destination.kroatien<br />

an Kroatien zu rechnen. Wir erwarten viele<br />

neue und auch junge Touristen«, sagt ID-Riva-Tours-Chef<br />

Ognjenovic. Zudem sei durch<br />

die Zuschüsse mit sinnvollen Investitionen<br />

in Hotellerie und Infrastruktur zu rechnen,<br />

ist Constanze Köhler, Leiterin Produktmanagement<br />

Kroatien bei TUI, überzeugt. Von<br />

einem klaren »Nachfrageschub« nach dem<br />

Beitritt, spricht Dertour-Manager Münzenthaler.<br />

Allerdings müsse man auch die<br />

Preisentwicklung nach der Einführung des<br />

Euro – das Datum ist noch offen – abwarten,<br />

räumt er ein.<br />

Die dalmatinische Insel Korkula ist vor allem<br />

für Segelurlauber und Dubrovnik-Gäste ein<br />

lohnendes Ausflugsziel<br />

ren rund 150 Millionen Euro aus europäischen<br />

Strukturfonds. Sie sollen vor allem<br />

in die Qualität und Angebotsvielfalt des<br />

kroatischen Tourismusproduktes fließen,<br />

heißt es. Darüber hinaus rührt das Ministerium<br />

unter dem Slogan »Kroatien – neuer<br />

touristischer Stern der Europäischen Union«<br />

noch einmal kräftig die Werbetrommel.<br />

Schließlich eröffne sich Kroatien nach<br />

dem Beitritt »ein Markt mit 500 Millionen<br />

Menschen«, so Lorencin. Für sie werde die<br />

Anreise einfacher. Dank verringerter Kontrollen<br />

gebe es auch weniger Staus an den<br />

Grenzübergängen nach Slowenien und Ungarn,<br />

betont der Minister.<br />

Doch nicht nur für Kroatien verspricht<br />

der EU-Beitritt ein spannendes Ereignis<br />

zu werden. Auch Veranstalter hoffen, von<br />

dem Großereignis zu profitieren. »Durch<br />

die gesteigerte Medienaufmerksamkeit ist<br />

sicherlich mit einem erhöhten Interesse<br />

»Kroatien war der Shootingstar<br />

der Sommersaison 2012.« Constanze Köhler<br />

Foto: Croatian National Tourist Board<br />

Steigende Preise.<br />

Das Preisbild in Kroatien hat sich in den<br />

vergangenen Jahren mit der steigenden<br />

Qualität der Unterkünfte und dem immer<br />

breiter werdenden Portfolio vor allem im<br />

Vier- und Fünf-Sterne-Segment stark verändert.<br />

Zwar gilt das Mittelmeerziel laut<br />

der aktuellen Studie des ADAC-Reisemonitors<br />

bei Urlaubern immer noch als »preisbewusstes<br />

Reiseland«, doch in der Realität<br />

sieht das inzwischen anders aus, wissen<br />

Experten. »Die Preise in Kroatien sind in<br />

den vergangenen Jahren deutlich gestiegen<br />

und haben sich fast schon mitteleuropäischen<br />

Verhältnissen angenähert«, erläutert<br />

Dertour-Mann Münzenthaler. Sollte<br />

sich diese Preisspirale weiter nach oben<br />

drehen, bestehe die Gefahr, dass das Land<br />

den Deutschen trotz großer Beliebtheit zu<br />

teuer werde, befürchtet er. Cook-Frau Köhler<br />

glaubt dagegen, dass gerade die erweiterte<br />

Angebotspalette im hochwertigen<br />

Bereich vergangenes Jahr viele Gäste ins<br />

Land brachte. Michael Lehnus, Produktmanager<br />

bei Thomas Cook begründet den<br />

Preisanstieg vor allem mit dem Verhältnis<br />

zwischen Nachfrage und Bettenkapazität.<br />

Hinzu komme, dass auch die Lebenshaltungskosten<br />

nicht wesentlich günstiger als<br />

in Deutschland seien, meint er.<br />

Problemkind Fluganbindung.<br />

Ein weiteres Problem aus Sicht der Veranstalter<br />

ist das Thema Fluganbindung. »Insbesondere<br />

von Nord- und Westdeutschland<br />

aus nach Split sind die Verbindungen noch<br />

verbesserungswürdig«, findet TUI-Frau<br />

Köhler. Und auch für die Region Pula, in der<br />

40 <br />

5.4.2013 travel.one


kroatien.destination<br />

thema.destination<br />

eine sehr hohe Hoteldichte herrscht,<br />

müsse das Flugangebot ausgebaut werden,<br />

fordert ID-Riva-Tours-Chef Ognjenovic.<br />

Gleiches gelte auch für die Transfers<br />

von den Flughäfen Pula, Rijeka und<br />

Zadar. Denn derzeit seien Gäste meist<br />

auf teure Taxifahrten angewiesen, sagt<br />

Cook-Manager Lenus. »Shuttles zu vernünftigen<br />

Preisen würden dem Flugtourismus<br />

in diesen Regionen sehr weiterhelfen«,<br />

ist er überzeugt.<br />

Auch für die Mittelklasse-Hotellerie<br />

im Land sehen viele Reiseveranstalter<br />

noch Nachholbedarf. »Es werden mehr<br />

Betten im Drei- und Vier-Sterne-Segment<br />

benötigt«, urteilt Thomas-Cook-<br />

Selection-Managerin Arlett Walleck. Zudem<br />

müsse das All-inclusive-Angebot<br />

erweitert werden. Die Produktvielfalt<br />

außerhalb der Hochsaison stößt ebenso<br />

auf Kritik. »Einige Städte müssen verstehen,<br />

dass Urlaubern in der Vor- und<br />

Nachsaison ein Top-Hotel nicht ausreicht.<br />

Dann sind auch eine lebendige<br />

Altstadt sowie kulturelle Angebote und<br />

Events wichtig«, moniert FTI-Manager<br />

Kocevar.<br />

Den Wünschen deutscher Veranstalter<br />

will der frischgebackene Tourismusminister<br />

nachkommen. »Wir müssen<br />

daran arbeiten, neue Inhalte und Besuchsmotive<br />

zu erschaffen, auch für diejenigen,<br />

die noch nicht in Kroatien waren«,<br />

erklärt er. Darüber hinaus verstehe<br />

er das Anliegen deutscher Urlauber, auch<br />

in der Nebensaison nach Kroatien zu reisen.<br />

»Wir wollen die Saison insgesamt<br />

verlängern und planen deshalb mehr<br />

Anbindungen für diese Zeit«, verspricht<br />

Lorencin. Zwar habe das Ministerium<br />

keinen Einfluss auf die Flugverbindungen,<br />

sagt er, aber einige Airlines hätten<br />

ihm bereits zusätzliche Flüge angekündigt.<br />

<br />

Kendra Mietke<br />

Foto: Croatian National Tourist Board<br />

In Zagreb erhalten Besucher seit Neuestem<br />

Informationen zu Sehenswürdigkeiten über<br />

QR-Codes an Wegweisern<br />

Premium-<br />

Familienurlaub an der<br />

kroatischen Adria<br />

Hotel & Casa Valamar Sanfior, Rabac, Istrien<br />

Das frisch renovierte Hotel & Casa Valamar Sanfi or mit<br />

seiner atemberaubenden Lage ist eine erstklassige Wahl<br />

für einen gelungenen Kroatienurlaub. Einen traumhaften<br />

Romantikurlaub genießen Gäste des Hotels Valamar Sanfi or<br />

mit seinen neu renovierten Zimmern, dem spektakulären<br />

Ausblick und zahlreichen Wellnessmöglichkeiten.<br />

Das Casa Valamar Sanfi or bietet spannende Aktivitäten<br />

für alle Altersgruppen und eignet sich hervorragend für<br />

einen unvergesslichen Familienurlaub.<br />

* Im Doppelzimmer mit Zustellbett- Kinder bis 10 Jahre sind im<br />

Zimmerpreis inbegriffen. Kurtaxe ist im Preis enthalten.<br />

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Hotel & Casa Valamar Sanfior<br />

Casa Valamar Sanfior<br />

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Informationen und Reservierungen:<br />

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E Katherina.Nitsch@valamar.com<br />

www.valamar.com<br />

travel.one 5.4.2013 41


destination.thema<br />

destination.kroatien<br />

Auf<br />

Erfolgskurs<br />

In diesem Jahr investiert<br />

Valamar Hotels & Resorts<br />

kräftig ins Hotelportfolio.<br />

Mehr hochwertige<br />

Unterkünfte sollen<br />

vor allem die deutschen<br />

Gäste ansprechen.<br />

Blick auf die modernisierte Vier-Sterne-Anlage Casa Sanfior in Rabac<br />

Der Besucherboom in Kroatien<br />

bescherte auch der kroatischen<br />

Hotelgruppe Valamar Hotels &<br />

Resorts enorme Zuwächse. Geschäftsführer<br />

Peter Fuchs spricht sogar von<br />

einem »Rekordjahr« für die nationale<br />

Hotelmarke. Schließlich wuchs der<br />

Umsatz des Unternehmens um elf<br />

Prozent auf rund 132 Millionen Euro.<br />

»Das ist ein neuer Rekord für uns. Zudem<br />

haben wir unseren Umsatz damit<br />

in den vergangenen zehn Jahren verdoppeln<br />

können«, berichtet Fuchs. Der<br />

Valamar-Chef hat derzeit 39.000 Betten<br />

im Portfolio.<br />

Und auch die Anzahl der Übernachtungen<br />

konnte die Hotelkette steigern.<br />

16,4 Prozent mehr Gäste aus Deutschland<br />

entschieden sich 2012 für eine<br />

Nacht in einer Valamar-Unterkunft.<br />

Deshalb unterstreicht Sandra Enders,<br />

Vertriebsvorstand von Valamar: »Gerade<br />

die deutschsprachigen Länder sind<br />

Foto: Hotel & Casa Valamar Sanfior<br />

für uns wichtige Quellmärkte, auf die<br />

wir in Zukunft noch stärker unseren<br />

Fokus legen wollen.«<br />

Erstes Fünf-Sterne-Hotel.<br />

In diesem Jahr investiert Valamar<br />

rund 23 Millionen in das Hotelportfolio.<br />

Vor allem bestehende Häuser sollen<br />

renoviert und modernisiert werden.<br />

Ein besonderes Augenmerk legt<br />

die Hotelgruppe dabei auf das Valamar<br />

Dubrovnik President, das im April<br />

2014 als erstes Fünf-Sterne-Haus der<br />

Marke und neues Flaggschiff eröffnen<br />

wird. Die rund sechs Kilometer von der<br />

Altstadt Dubrovniks gelegene Anlage<br />

wurde dafür umgebaut, modernisiert<br />

und kann nun einen privaten Strand,<br />

ein Sonnendeck und einen Panorama-<br />

Aufzug bis zum Strand vorweisen.<br />

Als weiteres Vorzeigeobjekt soll<br />

sich in diesem Jahr die Vier-Sterne-<br />

Hotel- und Bungalowanlage »Hotel &<br />

Casa Valamar Sanfior« in Rabac etablieren.<br />

Das Hotel wartet dabei mit<br />

neuer Restaurantterrasse, geräumigeren<br />

Zimmern mit Balkon und Meerblick,<br />

einem Fitnessraum sowie einer<br />

großen Sonnenterrasse und Internet-<br />

Lounge auf. Das komplett renovierte<br />

Casa dagegen will künftig mit großen<br />

»Premiumfamilienzimmern« vor allem<br />

bei jungen Gästen punkten.<br />

Als besonderen Clou vermarktet<br />

Valamar im kommenden Jahr die hoteleigene<br />

Insel St. Nikola – sie ist von<br />

PoreČ aus in fünf Minuten mit dem<br />

Boot zu erreichen – als »Family Resort<br />

St. Nikola Island«. Die bestehenden<br />

vier Anlagen der Insel wurden renoviert,<br />

saniert und ins Vier-Sterne-Segment<br />

gehoben. Neue Schwimmbäder<br />

und Wellness-Einrichtungen sollen<br />

noch folgen. Von Juni 2014 an können<br />

Urlauber dann auf der in zwei Abschnitte<br />

unterteilten Insel zwischen<br />

der Relax-Zone – sie verfügt über drei<br />

Hotels – und der Club-Zone mit einer<br />

Bungalow-Anlage wählen. Alle 30 Minuten<br />

verkehrt zudem ein kostenloser<br />

Bootsshuttle nach PoreČ.<br />

<br />

Kendra Mietke<br />

42 <br />

5.4.2013 travel.one


thema.destination<br />

Ihr<br />

Destination.kroatien<br />

Geheimtipp für den Herbst<br />

Kroatien - im Herbst am Schönsten<br />

Besonders für Aktivurlauber und Gourmets bietet Kroatien im Herbst viele Möglichkeiten, die Ursprünglichkeit<br />

und Authentizität besonders in Istrien, der Kvarner Bucht und in Dalmatien zu erleben. Sightseeing mit Inselflair bei<br />

herzlicher Gastfreundschaft, ausgezeichneter Gastronomie und Blick auf glasklares Wasser genießen.<br />

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travel.one 5.4.2013 43


destination.thema<br />

destination.kroatien<br />

Segel setzen als Gruppenerlebnis<br />

Foto: Sunsail Croatia<br />

Segeltouren<br />

für mehrere<br />

Segler sind<br />

2013 besonders<br />

nachgefragt<br />

Kroatien ist nach wie vor ein beliebtes Ziel für Segelurlauber.<br />

Besonders gefragt sind sogenannte Flotillen.<br />

n Die Form der Gruppenreise mit mehreren<br />

Segeljachten, im Fachjargon Flotillen,<br />

wird bei Segelurlaubern immer beliebter<br />

und erfreut sich starker Nachfrage. Deshalb<br />

hat Segelreiseanbieter und TUI-Tochter<br />

Sunsail nun für Kroatien eine neue Segelgruppenreise<br />

unter dem Namen »Hvar<br />

Flotille« aufgelegt und damit das Portfolio<br />

für die Mittelmeerdestination auf<br />

fünf Touren aufgestockt. Die neue Fahrt<br />

führt innerhalb einer Woche von Kremik<br />

aus nach Trogir, Brac, Hvar, St. Celements<br />

und über Rogoznica wieder zurück. Unterstützt<br />

werden die Segelurlauber durch<br />

eine Begleitcrew in einem Führungsschiff,<br />

die aus Skipper, Hostess und Mechaniker<br />

besteht. Bei den Familienflotillen ist zudem<br />

stets ein Kinderanimateur mit von<br />

der Partie. Am Abend kann jede der Crews<br />

für sich entscheiden, ob sie mit anderen<br />

Flotillen-Teilnehmern zusammen etwas<br />

unternehmen oder lieber unter sich bleiben<br />

möchte.<br />

Wichtig zu wissen: Für die Flotillen-<br />

Reisen wird neben dem Charterpreis der<br />

Jacht auch ein Zuschlag erhoben, der von<br />

der Jachtgröße abhängig ist. Er enthält<br />

eine Tankfüllung, eine Jachtschadensversicherung<br />

sowie ein Frühstück am ersten<br />

Tag, eine Punsch-Party und eine 24-Stunden-Betreuung<br />

durch die Begleitcrew.<br />

Neue Projekte<br />

in Dalmatien<br />

n Dalmatien widmet sich derzeit vielen neuen Projekten, um mehr Gäste<br />

an die Südostküste Kroatiens zu bringen. So soll zum Beispiel an der<br />

Spliter Bucht Poljud die neue Stadt Splitorina entstehen. Das 750 Millionen<br />

Euro teure Projekt richtet sich vor allem an Segel- und Kreuzfahrtgäste.<br />

Sie sollen dort unter anderem 850 Liegeplätze, eine Marina für Mega-Jachten,<br />

einen Hafen für Kreuzfahrtschiffe, eine Geschäfts- und Hotelzone,<br />

eine Promenade für Spaziergänger sowie Badestrände vorfinden.<br />

Ein weiteres Projekt in Dalmatien heißt »Augusta Insula« und ist auf<br />

der Insel Lastovo beheimatet. Dort baut die Regierung oberhalb des<br />

Hafenortes Ubli für 75 Millionen Euro das »Europäische Zentrum«. Das<br />

Zentrum widmet sich der Kultur der mediterranen Länder und soll ein<br />

Kongresszentrum, Amphitheater, Planetarium, Aquarium und einen botanischen<br />

Garten erhalten. Bis zu 500 Gäste können in speziellen Pavillons<br />

wohnen.<br />

Erstes Sentido<br />

in Kroatien<br />

n Im April eröffnet auf der Insel Brac ein<br />

neues Hotel der Marke Sentido. Das Sentido<br />

Kaktus erstreckt sich über eine Fläche<br />

von rund 150.000 Quadratmetern und<br />

liegt direkt am Strand von Supetar, umgeben<br />

von Pinienwäldern und Olivenhainen.<br />

Das komplett renovierte Hotel besitzt<br />

140 Zimmer, darunter 15 Suiten. Für kleine<br />

Gäste bietet das Sentido Kaktus zudem<br />

zwei Kinderbecken und einen Spielplatz.<br />

Urlauber können das Resort auch mit der<br />

Fähre erreichen. In der Hochsaison verbindet<br />

ein Fährservice die Insel Brac mit der<br />

Stadt Split etwa 20-mal am Tag. Das Sentido<br />

Kaktus ist das erste Sentido in Kroatien.<br />

www.sentidohotels.de/hotels/<br />

uebersicht/kroatien/brac/kaktus/<br />

44 <br />

5.4.2013 travel.one


individuell<br />

kroatien.destination<br />

thema.destination<br />

Croatia Airlines<br />

fliegt ab Kassel<br />

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dem Alltag für eine Weile auszubrechen. Erstellen Sie Ihren Kunden<br />

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Programm Ihres Kroatien-Experten.<br />

Erholsame Auszeit<br />

mit der ganzen Familie<br />

Kroatiens Inselwelt<br />

von ihrer schönsten Seite<br />

n Mit Beginn des Sommerflugplans 2013 wird Croatia<br />

Airlines erstmals vom neuen Flughafen Kassel-<br />

Calden aus abheben. Der kroatische Nationalcarrier<br />

baut damit das Streckennetz ab Deutschland weiter<br />

aus und fliegt einmal pro Woche immer donnerstags<br />

in die zweitgrößte kroatische Stadt Split. Der Premierenflug<br />

steht am 2. Mai im Flugplan.<br />

Neben Croatia Airlines haben auch Germania,<br />

Tailwind und Onur Air den ausgebauten Regionalflughafen<br />

in Nordhessen ins Programm genommen.<br />

Villen, Ferienhäuser und<br />

-wohnungen<br />

• tolle Auswahl in Istrien und Dalmatien,<br />

auf Krk und Rab, an den<br />

Plitvicer Seen und im Gorski Kotar<br />

• komfortable, großzügige Villen<br />

mit Pool für bis zu 14 Personen<br />

• Ferienhäuser und -wohnungen<br />

von traditionell bis modern,<br />

so individuell wie Ihre Gäste<br />

Kreuzfahrten<br />

auf klassischen Motorseglern<br />

• 27 verschieden ausgestattete<br />

Motorsegler für 13 bis 38 Personen<br />

• ein- und zweiwöchige Baderouten<br />

ab Rijeka, Zadar, Trogir, Dubrovnik<br />

• sechs geführte Radrouten unterschiedlicher<br />

Schwierigkeitsgrade<br />

• drei geführte Wanderrouten und<br />

zwei „Aktiv & Cappuccino“ Routen<br />

Neuzugang bei Alltours: Das Luxushotel Admiral Grand in Slano<br />

Portfolio<br />

weiter ausgebaut<br />

n Für den kommenden Sommer finden Kroatien-Urlauber bei<br />

Alltours neue Hotels im Programm. Zum Beispiel das Fünf-<br />

Sterne-Luxushaus Admiral Grand an der Bucht von Slano im<br />

Süden des Landes. Die Anlage liegt direkt am flachen Strand<br />

und bietet neben einem Wellnessbereich auch ein Hallenbad.<br />

Ein weiterer Neuzugang im Portfolio der Duisburger ist das Hotel<br />

Miramare nahe Vodice. Die Vier-Sterne-Anlage wurde erst<br />

2011 erbaut und besitzt ebenfalls ein Hallenbad.<br />

Mit »Dalmatiens Highlights« hat Alltours zudem eine neue<br />

Schiffsrundreise aufgelegt. Sie führt auf zwei verschiedenen<br />

Routen, entweder von Dubrovnik oder Split aus, eine Woche<br />

durch die kroatische Inselwelt. Übernachtet wird an Bord.<br />

Foto: Admiral Grand<br />

über 70 Mitarbeiter<br />

direkt vor Ort<br />

Kompetenz und<br />

Erfahrung seit 1994<br />

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Tel.: 089 / 23 11 000 • Fax: 089 / 23 11 00 22<br />

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ubrik.thema<br />

peps<br />

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fernweh<br />

Ferien auf Fuerteventura<br />

Foto: Castillo Beach Resort<br />

Sunpromotions verhilft Reisebüromitarbeitern zum vergünstigten Aufenthalt<br />

im Barcelo Castillo Beach Resort auf Fuerteventura. Das Pep-Angebot gilt für<br />

eine Woche bis 22. Dezember, einschließlich der Ferienzeiten. Alle Infos und<br />

weitere Pep-Angebote der Barcelo Hotels auf den Kanarischen Inseln sowie<br />

Buchung über www.sunpromotions.de<br />

ab 192 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Halbpension<br />

Tuifly zum Pep-Tarif<br />

Über Meinpep können Mitarbeiter aus der Touristikbranche nun auch Flüge<br />

von Tuifly zum Pep-Tarif buchen. Die Reisezeit ist begrenzt bis zum 31. Juli; gestartet<br />

wird derzeit von zwölf deutschen Abflughäfen sowie von Basel aus zu<br />

26 Zielflughäfen in Europa und Nordafrika, beispielsweise von Frankfurt nach<br />

Palma de Mallorca. www.meinpep.de<br />

ab 128 Euro pro Person<br />

Foto: Tuifly<br />

Kurzreise auf dem Schiff<br />

Foto: Transocean<br />

In sechs Tagen von Bremerhaven nach Kiel fährt Transocean mit der Astor. Die<br />

Reise führt als erstes nach List auf Sylt, wo der erste Tag mit einer Wattwanderung<br />

oder einer Inselrundfahrt verbracht werden kann. Es folgt eine Tagespassage<br />

durch den Nord-Ostsee-Kanal, die Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen<br />

und somit den nächsten Landausflug zum Ziel hat. www.vas.travel<br />

ab 240 Euro pro Person<br />

Eine Woche Kroatien<br />

Im Valamar Hotel Lacroma checken Expedienten über Wingtips sieben Nächte<br />

zum Sonderpreis ein. Das Hotel befindet sich nahe der Altstadt von Dubrovnik<br />

am Meer. Im Angebot enthalten sind diverse Specials, unter anderem WLAN<br />

im gesamten Hotel. Buchbar ist es für die Zeit vom 24. Oktober bis 29. Dezember<br />

über www.wingtips.de<br />

ab 266 Euro pro Person im Doppelzimmer mit Halbpension<br />

Foto: Valamar Lacroma Dubrovnik Hotel<br />

46 <br />

5.4.2013 travel.one


im fernsehen<br />

SA 6.4. l La Palma – Schönheit im Wolkenmeer,<br />

7:30 Uhr, Phoenix l Wasser, Wälder, wilde Täler:<br />

Obersteiermark, 9:40 Uhr, 3sat l Iquitos, Regenwaldmetropole<br />

am Amazonas, 10:05 Uhr, Arte l<br />

Fahrt ins Risiko (1) – Highway im Himalaya, 14:15<br />

Uhr, Phoenix l Fahrt ins Risiko (2): Im Labyrinth von<br />

Daka, 15:00 Uhr, Phoenix l Fahrt ins Risiko (3): Die<br />

Eisstraße durch Sibirien, 15:45 Uhr, Phoenix l Moskau<br />

bei Nacht, 16:00 Uhr, ARD.<br />

So 7.4. l Lappland, Rushhour im hohen Norden,<br />

13:30 Uhr, Arte l Expedition Schatzinsel, 16:05 Uhr,<br />

3sat l Myanmar, 16:15 Uhr, BR l Zermatt, da will ich<br />

hin!, 16:45 Uhr, SWR l Polarfieber – Kanadas eisiger<br />

Norden, 17:15 Uhr, SWR l Saisonstart an der Nordseeküste,<br />

18:00 Uhr, NDR.<br />

Mo 8.4. l Lettlands Küste – Slitere, 20:15 Uhr,<br />

ARD l Der TUI-Check, 20:15 Uhr, WDR.<br />

Di 9.4. l Worms – Die Nibelungenstadt, 14:15 Uhr,<br />

NDR l Vom Schwarzen Meer bis zur Ostsee: Von Rostow<br />

am Don bis nach Gorodez, 15:15 Uhr, NDR l<br />

mareTV: Sizilianische Nächte, 15:15 Uhr, Hessen l<br />

Die magische Mitte Italiens – Umbrien, 18:50 Uhr,<br />

Hessen.<br />

mi 10.4. l Die Mosel von Zell bis Koblenz, 14:15<br />

Uhr, NDR l Der große Bahn-Check – Markt-Reporter<br />

decken auf, 21:00 Uhr, RBB.<br />

Do 11.4. l Kreaturen der Finsternis – Die Movile-<br />

Höhle, 13:15 Uhr, 3sat l Südschweden, 14:15 Uhr,<br />

NDR l Mit dem Zug durch die Highlands, 15:15 Uhr,<br />

RBB.<br />

Fr 12.4. l Mit dem Zug durch die Pyrenäen, 8:25<br />

Uhr, Arte l Australiens Nationalparks – Die Rote<br />

Wüste, 15:15 Uhr, NDR l Mayotte – Neues Inselparadies<br />

für Europa, 15:15 Uhr, RBB.<br />

SA 13.4. l Perlen vor Kroatiens Küste: Losinj, Susak<br />

und Srakane, 12:45 Uhr, NDR l mareTV: Kanadas<br />

St. Lorenz Strom, 14:00 Uhr, RBB l Der Ärmelkanal<br />

zwischen Calais und Dover, 14:30 Uhr, 3sat l<br />

Kreta, die Wiege Europas, 16:00 Uhr, ARD.<br />

So 14.4. l Norderney – Meer als Urlaub, 11:30<br />

Uhr, NDR l Die Marmorberge von Italien, 13:40 Uhr,<br />

Arte l Irland, 16:15 Uhr, BR l Palma de Mallorca, da<br />

will ich hin!, 16:45 Uhr, SWR l Die Toskanischen Inseln,<br />

17:15 Uhr, SWR l Gefälscht, geschmuggelt<br />

und getrickst! Der Zoll am Frankfurter Flughafen,<br />

18:00 Uhr, ZDF l Der Elberadweg – Von der Sächsischen<br />

Schweiz nach Dresden, 20:15 Uhr, WDR l<br />

Meer, Strand und Wind – Brasiliens Traumküste Piaui,<br />

21:45 Uhr, Phoenix.<br />

Mo 15.4. l Am Schweizer Bodensee, 14:15 Uhr,<br />

NDR l Neuseeland – so leben wir: Pferde, Wind und<br />

Freiheit, 15:15 Uhr, NDR l mareTV: Island, 15:15<br />

Uhr, Hessen l Saisonstart im Nationalpark Wattenmeer<br />

– Mit dem Ranger unterwegs, 17:00 Uhr, 3sat.<br />

Di 16.4. l Mit dem Zug durch Skandinavien, 14:30<br />

Uhr, Hessen l Von Sibirien nach Japan (1): Wildes<br />

Kamschatka, 15:15 Uhr, NDR l Azoren, 18:50 Uhr,<br />

Hessen.<br />

mi 17.4. l Der Linzgau am Bodensee, 14:15 Uhr,<br />

NDR l Mit dem Zug durch Japan, 14:30 Uhr, Hessen l<br />

Von Sibirien nach Japan, 15:15 Uhr, NDR.<br />

Do 18.4. l Mit dem Zug durch Graubünden, 15:15<br />

Uhr, RBB l Mexikos Karibik-Küste – Yucatan und die<br />

Riviera Maya, 20:15 Uhr, NDR.<br />

Fr 19.4. l Nordseeinsel Föhr, 14:15 Uhr, NDR l<br />

New Brunswick – Kanadas unbekannter Osten,<br />

15:15 Uhr, RBB l Argentinien, der Norden – Berge,<br />

Wein und Wasserfälle, 15:25 Uhr, 3sat.<br />

travel.one 5.4.2013<br />

47


ubrik.thema<br />

leute<br />

Abschied von<br />

TUI Deutschland<br />

Airtours-Managerin Feld-Türkis will<br />

sich mehr Zeit für die Familie nehmen<br />

n Kirsten Feld-Türkis verlässt nach rund 17 Jahren die TUI.<br />

Der Abschied von ihrem langjährigen Arbeitgeber erfolge auf<br />

eigenen Wunsch, betont die 49-Jährige, die zuletzt als Markenchefin<br />

für die Edelmarke Airtours verantwortlich zeichnete. Die<br />

Trennung soll in den nächsten Wochen vonstatten gehen. Voraussichtlich<br />

werde es »kurzfristig eine interne Nachfolgeregelung<br />

geben«, teilt TUI Deutschland mit.<br />

Feld-Türkis sagt, sie plane eine »kleine Auszeit« und wolle<br />

sich mehr Zeit für die Familie, für Freunde und für Ideen nehmen.<br />

Sie kam am 1. März 1996 zur TUI. Dort verantwortete sie<br />

das neu gegründete Produktmanagement für Nordamerika,<br />

bevor sie 1998 die Gesamtverantwortung für die Fernreisen<br />

übernahm. Im Jahr 2003 wurde ihr das »Profit Center Touristik<br />

West« unterstellt, zu dem unter anderem Spanien gehörte.<br />

2006 wechselte sie als Geschäftsbereichsleiterin in die Spezialtouristik<br />

und war zuletzt für das gesamte Luxusgeschäft zuständig.<br />

Die Managerin hat Airtours in den vergangenen Jahren<br />

modernisiert und einem Markenrelaunch unterzogen. Mit Erfolg:<br />

Die Marke legte zuletzt im Wintergeschäft 20 Prozent, im<br />

Sommer 18 Prozent beim Umsatz zu.<br />

01 02 03 04<br />

01 Dr. Jörn W. Mundt,<br />

Professor und Studiengangsleiter<br />

für Tourismus<br />

an der Dualen Hochschule<br />

Ravensburg, geht nach 22<br />

Jahren in den Ruhestand.<br />

Jürgen Strauch verlässt<br />

als Geschäftsführer LMX<br />

Touristik zum 31. Mai auf<br />

eigenen Wunsch.<br />

02 Klaus Tusche verantwortet<br />

nun beim Autovermieter<br />

Avis als neuer Commercial<br />

Director zusätzlich<br />

zu Marketing, Partnerschaften<br />

und dem touristischen<br />

Vertrieb auch den<br />

Bereich Corporate Sales in<br />

Deutschland, Österreich,<br />

der Schweiz und der Tschechischen<br />

Republik.<br />

03 Hervé Bellaiche ist<br />

neuer Vertriebschef der<br />

Compagnie du Ponant. Er<br />

wird als Executive Vice President<br />

Sales zudem auch<br />

Mitglied des Vorstands der<br />

französischen Reederei<br />

sein. Bellaiche soll sich um<br />

die weltweiten Vertriebsaktivitäten<br />

kümmern.<br />

04 Stefan Lauer, Personalvorstand<br />

der Lufthansa,<br />

scheidet Ende Juni aus<br />

dem Unternehmen aus. Er<br />

wolle sich beruflich neu<br />

orientieren, heißt es. Lauer<br />

ist seit rund 16 Jahren im<br />

Vorstand der Airline tätig<br />

und betreut unter anderem<br />

auch Swiss, Brussels<br />

Airlines und AUA.<br />

48 <br />

5.4.2013 travel.one


Name baErcil<br />

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Führungswechsel bei AF/KLM<br />

n Ein halbes Jahr früher als geplant gibt Jean-Cyril Spinetta seinen<br />

Posten als CEO von Air France/KLM auf. Am 1. Juli übernimmt<br />

Alexandre de Juniac (rechtes Foto), bislang Chairman<br />

und CEO von Air France, die Leitung der Airline. Neben Spinetta<br />

verlässt auch dessen Stellvertreter Leo van Wijk das Führungsgremium.<br />

Sein Nachfolger ist Peter Hartman (links), bislang Vorstandschef<br />

von KLM. CEO von Air France wird Frédéric Gagey,<br />

der Nachfolger von Hartman steht noch nicht fest.<br />

Spinetta sollte ursprünglich Anfang 2014 ausscheiden, da<br />

er dann die Altersgrenze von 70 Jahren erreicht.<br />

TUI Cruises baut<br />

Vertrieb aus<br />

n Udo Lutz hat bei TUI Cruises<br />

die neu geschaffene Position<br />

des Senior Head of Sales <strong>Travel</strong><br />

Agencies übernommen und leitet<br />

die Abteilungen Sales Support,<br />

Außendienst, Inside Sales<br />

und International Sales. Ebenfalls<br />

neu im Team ist Daniela<br />

Zill. Sie kümmert sich künftig<br />

um die Agenturbetreuung, Seminarreisen<br />

und Schiffsbesichtigungen<br />

für Reisebüros.<br />

www.travel-one.net<br />

T&M Media GmbH & Co. KG<br />

Postfach 10 07 51, 64207 Darmstadt<br />

Hilpertstraße 3, 64295 Darmstadt<br />

Telefon: 06151/39 07-0<br />

Fax: 06151/39 07-939<br />

Redaktion<br />

Telefon: 06151/39 07-930<br />

Fax: 06151/39 07-939<br />

E-Mail: redaktion@travel-one.net<br />

Chefredakteur<br />

Christian Schmicke<br />

Redaktion<br />

Yannick Fiedler, Tanja Franke,<br />

Klaus Göddert, Petra Hirschel,<br />

Wolfram Marx, Kendra Mietke<br />

Redaktionsassistenz<br />

Martina Zang<br />

Anzeigen<br />

Telefon: 06151/39 07-920<br />

Fax: 06151/39 07-929<br />

E-Mail: anzeigen@travel-one.net<br />

Geschäftsführer<br />

Richard Redling<br />

Anzeigenverkaufsleitung<br />

Ute-Marie Weis<br />

Michaela Lettow<br />

Marketingassistenz<br />

Kerstin Grimm<br />

Anzeigenservice<br />

Ayse Dönmez, Vanessa Schütz<br />

leserbriefe redaktion@travel-one.net<br />

»Gebühren-Dschungel«<br />

<strong>Travel</strong> One Morning News, 21. März 2013,<br />

»Höhere Gebühren bei Tuifly und TUI«<br />

Es wird Zeit, dass man den Airlines auf<br />

die Finger »haut« mit ihrem Gebühren-<br />

Dschungel. Freut man sich mal ein paar Monate<br />

über einheitliche Regelungen, werden<br />

diese schon wieder ausgehebelt. Und zu wessen<br />

Lasten? Zu denen des Vertriebs, der sich<br />

mit unaufgeklärten Kunden und der Meinung,<br />

man zocke den Kunden nach Strich und<br />

Faden ab, herumschlagen muss. Diese Mehrarbeit<br />

wird dann auch, das ist der Hohn dieser<br />

Branche, noch nicht einmal vergütet (mit<br />

Ausnahme der TUI-Sitzplatzreservierung).<br />

Ich als Kunde würde mich fragen, ob der Sitz<br />

bei Tuifly in die Türkei besser ist als der nach<br />

Mallorca – muss ich doch dafür vorab mehr<br />

bezahlen.<br />

Jens Oszvald, Reisebüro Hartmann, Wiesbaden<br />

»Kunden darauf hinweisen«<br />

Achtung! Bei Tuifly zahlt der Kunde bei<br />

Sportgepäckbeförderung nicht für die entstehenden<br />

Kosten (Transport, Sprit) sondern<br />

»nur« eine Bearbeitungsgebühr, die nicht erstattbar<br />

ist! Auf der Website Tuifly heißt es:<br />

»Die Reservierung von Extras (wie z.B. Sportgepäck,<br />

Haustiere, Sondermahlzeiten) ist nur<br />

für Flüge mit der Fluggesellschaft Tuifly<br />

(Flugnummer X3) möglich. Bei Flügen mit anderen<br />

Fluggesellschaften, wenden Sie sich bitte<br />

direkt an die jeweilige Fluggesellschaft.<br />

Wählen Sie dann in den nächsten Schritten,<br />

die gewünschte Leistung aus. Nach der Bezahlung<br />

der nicht erstattungsfähigen Bearbeitungsgebühr,<br />

erhalten Sie eine Bestätigung<br />

über die gebuchte Zusatzleistung per E-Mail.«<br />

Pieter Veenstra, Reisebüro Albrecht, Karlsruhe<br />

»Dürftige Haltung«<br />

<strong>Travel</strong> One sechs, 22. März 2013,<br />

»Auf der Suche nach der klaren Linie«<br />

Selten ist so deutlich geworden, wie dürftig<br />

die Haltung der Parteien zu Fragen ist, an<br />

denen Hunderttausende von Arbeitsplätzen<br />

hängen. Und – in der Fortführung dieses Gedankens<br />

– wie mager dann auch die Bilanz<br />

von BDL, BTW etc. ist, wenn es nicht einmal<br />

gelingt, die Parteien dazu zu bekommen, Positionen<br />

zu beziehen. Ihr PDF dazu ist heute bei<br />

uns in der Mittagspause intensiv diskutiert<br />

worden. Martin Pundt, Holiday Extras, München<br />

VERTRIEB<br />

Telefon: 06151/39 07-941<br />

Fax: 06151/39 07-949<br />

E-Mail: vertrieb@travel-one.net<br />

Leserservice<br />

Beatrix Kwetkus<br />

Grafik<br />

Uta Seubert (verantw.),<br />

Silke Oray, Ulrike Schreiner<br />

Geschäftsführender<br />

Gesellschafter<br />

Dr. Dieter Flechsenberger<br />

Geschäftsführung<br />

Richard Redling<br />

Druck<br />

L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG<br />

DruckMedien, 47608 Geldern<br />

<strong>Travel</strong> One erscheint 14-tägig freitags<br />

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 46<br />

gültig ab Januar 2013<br />

Abonnementpreis Inland 23,36 Euro<br />

pro Jahr inkl. Porto, zzgl. 7% MwSt.<br />

Einzelheft 2 Euro<br />

Abonnementpreis Ausland<br />

48 Euro pro Jahr inkl. Porto<br />

(innerhalb der EU zzgl. Mwst. bei<br />

fehlender UID/VAT-Nr.)<br />

Die Mitglieder des AJT e.V.<br />

erhalten die Zeitschrift im Rahmen<br />

ihrer Mitgliedschaft.<br />

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)<br />

Nachdruck, auch auszugsweise,<br />

nur mit Genehmigung des Verlages.<br />

Für unverlangt eingesandte<br />

Manuskripte und Fotos wird keine<br />

Gewähr übernommen.<br />

<strong>Travel</strong> One ist eine Aktivität der<br />

DVV Media Group GmbH, Hamburg<br />

travel.one 5.4.2013 49


ubrik.thema<br />

leute.persönlich<br />

Bereichsleiter Mittelmeer Dertour<br />

Dietmar Malcherek<br />

Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?<br />

Eigentlich wollte ich nach der Ausbildung Lehramt oder Architektur studieren,<br />

dann bekam ich aber einen Studienplatz in München. Während des<br />

Praktikums bei Dertour habe ich dann ein Jobangebot bekommen, es hat mir<br />

unglaublich viel Spaß gemacht und so hat die Geschichte angefangen.<br />

Ihr Traumberuf als Kind?<br />

Landwirt, Zoodirektor oder Reiseerfinder.<br />

Dietmar Malcherek, 47, Sternzeichen<br />

Löwe, seit 15 Jahren in<br />

fester Partnerschaft, ist Bereichsleiter<br />

Mittelmeer bei Dertour.<br />

Nach seiner Ausbildung<br />

zum Hotelkaufmann und dem<br />

Besuch der Hotelfachschule<br />

studiert er in München BWL<br />

mit dem Schwerpunkt Touristik.<br />

Sein Einstieg in die Touristik<br />

ist ein Praktikum bei Dertour.<br />

Malcherek wird dort<br />

Produktmanager Italien und<br />

baut in den folgenden Jahren<br />

das Mittelmeerprodukt des<br />

Bausteinveranstalters auf. Der<br />

Musikfan, der gerne auf Konzerte<br />

und in die Oper geht, hat<br />

Anfang des Jahres die Leitung<br />

des neuen Bereichs Mittelmeer<br />

bei Dertour übernommen.<br />

Zu seiner Freizeitbeschäftigung<br />

gehört es, Frankfurt und<br />

die Umgebung der Stadt auf<br />

Ausflügen und Wandertouren<br />

zu erkunden. Gerne verbringt<br />

er die Zeit aber auch mit seinen<br />

Freunden bei gemütlichen<br />

Abenden im Restaurant oder<br />

zu Hause. Auch privat stehen<br />

Reisen und das Kennenlernen<br />

der Welt ganz oben auf seiner<br />

Beliebtheitsskala.<br />

Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?<br />

Endlich mal nach Australien reisen und den Rest der Zeit einfach mal<br />

nichts tun.<br />

Wie schalten Sie ab?<br />

Definitiv nicht beim Faulenzen. Auf Reisen in fremden Ländern, daheim<br />

beim Kochen.<br />

Wo haben Sie Ihren vergangenen Urlaub verbracht?<br />

Vergangenes Jahr auf Capri, ein paar Tage in Kroatien mit Freunden, rund<br />

um Island und in Kenia mit einer super Safari.<br />

Welches Souvenir haben Sie sich mitgebracht?<br />

Ich bin leider gar kein Souvenirkäufer, nur ab und an mal was mit Kunst,<br />

wenn ich spontan etwas sehe.<br />

Was sammeln Sie?<br />

Musik auf altmodischen CDs und im iPod, alles von Mylène Farmer.<br />

Worüber können Sie lachen?<br />

Gott sei Dank oft über mich selbst.<br />

Welche Filmrolle hätten Sie gerne mal gespielt?<br />

Die männliche Hauptrolle in irgendeinem Film von Pedro Almodóvar.<br />

Wen würden Sie gerne einmal treffen?<br />

Jesus, Mohammed, Moses und Buddha an einem runden Tisch.<br />

Ihr Lieblingsessen?<br />

Italienisch, asiatisch, gutbürgerlich.<br />

Ihre erste Entscheidung, wenn Sie Bundeskanzler wären?<br />

Ehegattensplitting abschaffen, weder für Hetero- noch Homo-Ehe ohne Kinder<br />

notwendig, und Geld an Familienwillige umverteilen.<br />

Wofür geben Sie gerne Geld aus?<br />

Mit Freunden essen gehen, Kleidung, Reisen, meine Putzfrau.<br />

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thema.rubrik<br />

Jobs mit Fernweh<br />

www.touristikcareer.de


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