Die Inselzeitung Mallorca Oktober 2014

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Die Inselzeitung Oktober 2014 - Am besten, man nimmt es gar nicht erst in Anspruch. Gemeint ist das Notfall-Rettungssystem auf Mallorca, das wir uns in dieser Ausgabe einmal genauer angesehen haben. IZ-Redakteur Marc Fischer machte bei seinen Recherchen zum Teil unglaubliche Entdeckungen. Unter anderem, dass für einen Notfall auf der gesamten Insel eigentlich nur sechs Krankenwagen zur Verfügung stehen. Ein besonderes Augenmerk gilt in dieser Ausgabe auch den Insel Österreichern, die ihren Nationalfeiertag am 26. Oktober auf der Kultur- Finca Son Bauló von Will Kaufmann mit einem deftigen „Heurigen“ begehen – und dazu natürlichdie ganze Insel herzlich einlädt! Zudem haben wir uns einmal auf Mallorcas Golfplätzen umgeguckt – allerdings nicht, um dort womöglich Holz und Eisen zu schwingen, sondern vielmehr um in den Club Restaurants zu essen und zu trinken. Ein Genuss, das versprechen wir, auch für Nicht-Golfer. Apropos Golf! DIE INSELZEITUNG veranstaltet zusammen mit dem International Golfclub Mallorcaam 1. November das vielleicht schaurig-schönste Golfevent aller Zeiten, zu dem wir sowohl Golfspieler als auch Nicht-Golfer jetzt schon einmal einladen. Zudem wirft ein anderer großer Sportevent seine Schatten voraus: der 11. „Tui Marathon“ in Palma, zum dem über 10.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet werden. Gewinnen Sie mit der INSELZEITUNG einen von 20 Start -Plätzen sowie zahlreiche Runner-Shirts. Sie sehen schon: Es gibt auf denkommenden Seiten mal wieder je - de Menge Nachrichten, Hintergründe, Preise, Tratsch und Klatsch sowie zahl reiche Veranstaltungs- und Einkaufstipps zu entdecken. Wir wünschen Ihnen beim Lesen beste Unterhaltung! IHRE INSELZEITUNG

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LIFESTYLE

AUSGABE 17 | OKTOBER 2014

von Martin Benjamin Kreiten

fotolia

HILFE

IN DER NOT

Andrea Nonn hat nach ihrer Tätigkeit als

examinierte Krankenschwester

in der Anästhesie und Notaufnahme,

Ausbildungen zur Heilpraktikerin

und zum Business Coach absolviert.

Ihr Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der

Wellness- und Anti-Aging-Medizin.

Sie ist als Referentin für orthomolekulare

Medizin tätig.

Kontakt: andrea.nonn@freenet.de

Tel. 0049 176 19 79 28 12

MÄNNER...

In dieser Ausgabe möchte ich mal über Männer

schreiben. Und zwar deshalb, weil mich immer häufiger

Männer aufsuchen, um sich zu öffnen und sehr

reflektiert ihre mal mehr mal weniger großen Sorgen

offenzulegen. Denn dies ist – geprägt durch die Erziehung

„Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ oder „Wer jammert ist

ein Weichei” – leider immer noch nicht selbstverständlich

bei Männern.

Nach jahrelanger Unterdrückung der eigenen Gefühle sollte

nun langsam die Zeit für einen Umdenkungsprozess

kommen. Männer sind nämlich auch nur Menschen – mit

all ihren Gefühlen, Gedanken und Sehnsüchten und den

Wunsch nach Liebe, Geborgenheit und Anerkennung.

Die Unterdrückung der eigenen Gefühle führt gerade bei

Männern zu Depressionen. Symptome wie tiefe Traurigkeit,

Interessenverlust, Antriebslosigkeit sowie Unentschlossenheit

werden oft durch typisch männliches Stressverarbeitungsverhalten

abgewehrt, wie z. Bsp. durch vermehrten

Alkoholkonsum, exzessives Sporttreiben und Arbeiten oder

auch durch Onlineaktivitäten.

Dem Betroffenen fällt es auch schwer rein physiologisch zu

entspannen, da sein Cortisolspiegel permanent (zu) hoch

ist. Falsch wäre es nun, den Mann auf sein psychisches

Leiden anzusprechen, denn dies würde ihn zusätzlich noch

unter Spannung setzen. Es ist vielmehr ratsam, ihn zum

„Durchchecken“ zum Arzt zu bewegen. Dieser hat dann die

Aufgabe, den „Richtigen“ zu finden, der Fragen stellt und

herausfindet, was hinter den körperlichen Problemen steckt.

Erkannte seelische Defizite sind relativ gut behandelbar.

Unerkannt und nicht behandelt enden sie nicht selten im

Suizid. Offiziellen Zahlen zufolge leiden rund 3,6 Millionen

Männer in Deutschland an Depression. Dies ist zwar deutlich

weniger als bei Frauen, jedoch ist die Dunkelziffer um

ein Vielfaches höher. So stieg die Selbstmordrate zwischen

2011 und 2013 um 9 Prozent. 7.600 Männer – und damit

dreimal mehr als Frauen – wählten den Freitod. 100.000

Männer versuchten zudem, sich das Leben zu nehmen.

Ursachen seien Leistungsdruck, ständige Erreichbarkeit,

befristete Arbeitsverhältnisse und psychosoziale Krisen,

ausgelöst z. Bsp. durch Trennungen.

Es ist daher sehr wichtig, dass gesellschaftliche Bild

„der männlichen Stärke“ neu zu definieren. Nämlich, dass

es gerade STARK ist, sich seine Schwäche einzugestehen.

„Seien Sie mal schwach, denn das macht Sie

auf lange Sicht stark!“

Herzlichst, Ihr Martin Benjamin Kreiten

Praxis: Calle 15, Germans Vera N°9, 07157 Port Andratx

www.mbk-mental-coaching.com/

Tel: 634 334 248 - (0049) 172 242 0074

Im Ernstfall können Erste-Hilfe-Maßnahmen Leben retten.

Doch wie verhält man sich am besten am Unfallort?

Jeder der den Führerschein

gemacht hat,

hat ihn einmal absolviert:

Den Erste-Hilfe-

Kurs. Dennoch ist es für vie le

die Albtraum-Vorstellung

schlechthin: Man kommt als

Ersthelfer an einen Unfallort

und weiß nicht so recht,

womit man beginnen und

was man tun soll. Meine

Tipps können natürlich keinen

Erste-Hilfe-Kurs und

schon gar nicht praktische

Übungen in Erster Hilfe und

Wiederbelebungsmaßnahmen

ersetzen. Sie sollen Ih nen

aber einen ersten Überblick

geben und eine Motivation

sein, Ihre Kenntnisse regel -

mäßig aufzufrischen.

Zahlreiche Rettungsdienst -

organisationen bieten Kurse in

erster Hilfe an, bei denen Sie

nicht nur Wissenslücken

schließen, sondern mithilfe

von Puppen auch die prak -

tische Umsetzung trainieren

können. Das kann helfen,

Ängste und Unsicherheiten

abzubauen. Denn wichtig ist

im Notfall vor allem, dass Sie

etwas unternehmen. Merken

Sie sich daher vor allem auch

die Notrufnummer 112 auf

Mallorca. Denn zu den ersten

Maßnahmen gehört es, die

Unfallstelle abzusichern und

gegebenenfalls weitere (professionelle)

Helfer zu alar -

mieren.

Der Inhalt des Notrufes

folgt der Systematik

der „5 W“s:

NOTFALL / UNFALL

Wo ist es geschehen?

Angabe des Ortes

Was ist geschehen?

z.B. Verkehrsunfall, Sturz im

Haushalt, Vergiftung

Wie viele Verletzte? Anzahl

der verletzten Personen

Welche Verletzungen? Was

können Sie erkennen?

Person eingeklemmt?

Warten auf Rückfragen!

FEUER

Wo brennt es?

Angabe des Ortes

Was brennt? z.B. Brand im

Haus, Fahrzeug, Wald…

Erste Hilfe –

Maßnahmen bei

Herzinfarkt

Plötzlich einsetzende Schmerzen

in der Brust, Beklemmungen,

Angst und Atemnot – bei

solchen Symptomen ist sofort

an einen Herzinfarkt zu denken.

Es besteht möglicherweise

Lebensgefahr. Es muss

sofort ein Notarzt alamiert

werden.

Die wichtigste Regel beim Verdacht

auf einen Herzinfarkt

lautet: Nicht warten, sondern

unverzüglich den Notarzt verständigen.

Dabei zählt praktisch

jede Minute, keinesfalls

darf bis zum Morgen gewartet

werden, wenn die Schmerzen

und möglicherweise weitere

Infarktsymptome nachts einsetzen.

Oder bis zum Montag,

wenn am Wochenende Symptome

auftreten,

die einen Herzinfarkt

wahrscheinlich

machen.

Denn wenn sich ein Herzkranzgefäß

verschließt und

das Herz nicht mehr richtig

durchblutet wird, sterben bereits

nach wenigen Minuten

Teile des Herzmuskels infolge

des Sauerstoffmangels ab. Der

Untergang des Muskelgewebes

verursacht seinerseits Störung

im Herzrhythmus, was

eine Störung der Pumpfunktion

nach sich zieht und eventuell

sogar das komplette

Pumpversagen und somit den

Herzstillstand bedeuten.

Man sollte sich keinesfalls von

Angehörigen, Freunden oder

Bekannten mit dem Auto in

die Klinik fahren lassen. Dies

kann durch die Aufregung gefährlich

werden und man erhält

zudem rasche Hilfe,

wenn man den Notruf unter

112 verständigt. Der herbeigerufene

Notarzt wie auch die

Rettungssanitäter können zu -

dem direkt schon vor Ort eine

Diagnose stellen und die Behandlung

für den Herzinfarkt

einleiten. Je früher der Infarkt

ärztlich behandelt wird, desto

besser sind die Chancen, dass

der Betreffende den Infarkt

überlebt. Wird sehr rasch gehandelt

und die Sauerstoff -

versorgung wieder hergestellt,

kann zudem der durch den

Infarkt ausgelöste Gewebeschaden

sogar wieder behoben

werden.

Trotz der notwendigen Eile

reagieren Sie bitte nicht panisch,

sondern bewahren sie

Ruhe. Es ist wichtig, den Rettungsdienst

richtig zu informieren,

ihm den Verdacht auf

einen Notfall mitzuteilen und

die Symptome zu schildern.

Erstmaßnahmen

vor Ort

Es ist ratsam, in ruhigem Ton

mit dem Herzinfarkt-Patienten

zu sprechen, bis der Notarzt

eintrifft. Außerdem sollten

Sie seinen Oberkörper hochlagern

und ihm gegebenenfalls

Krawatte und Hemd lockern,

damit er besser Luft bekommt.

Öffnen sie ggf. das Fenster, sorgen

sie für frische Luft.

Ist der Herzkranke bewusstlos,

lagern sie ihn in stabile Seitenlage,

achten Sie darauf, dass

die Atemwege frei sind. Bitte

bleiben Sie unbedingt bis zum

Eintreffen des Notarztes in

seiner Nähe. Kommt es zu

einem Herz- und Atemstillstand,

muss unverzüglich mit

einer Herzdruckmassage begonnen

werden Dabei gilt das

Verhältnis 30:2, was bedeutet,

dass zwei Beatmungen

nach 30

Herzdruckmassagen

er folgen.

Andrea Nonn

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