Nr. 81: März - April - Mai 2013 - Evangelische ...

trinitatis.kirche.de

Nr. 81: März - April - Mai 2013 - Evangelische ...

Gemeindebrief

Nr.81

derevangelischen

Trinitatiskirchengemeinde

inWehrda

MärzAprilMai2013

•TippsundTerminefürdieOsterzeit

• ZurfinanzielenSituationderGemeinde

• Konfirmationim April


Krippenspiele 2012 / Sternsinger 2013

- 2 -


Liebe Leserin, lieber Leser,

Skifahren, das wissen die echten Fans dieser Sportart,

ist schön, kann aber auch schön anstrengend sein. Auf

dem Weg zur Unterkunft kommt mir ein Mädchen

entgegen, das ungefähr 12 Jahre alt ist. Auf seinem

Rücken klammert sich ein kleiner Junge in voller Skimontur

wie ein Äffchen fest und wippt müde im Gang des Mädchens

hin und her. Beeindruckt sage ich zu dem Mädchen: „Du bist aber fit -

trägst ja ´ne ganz schön schwere Last nach Hause!“ - „Wieso Last? -

Das ist doch mein Bruder!“, antwortet das Mädchen ohne anzuhalten

und lässt mich sprachlos zurück.

Heute - acht Wochen nach dem Skiurlaub - kommt mir diese Begebenheit

wieder in den Sinn und erinnert mich daran, wie unterschiedlich

Menschen den objektiv gleichen Sachverhalt wahrnehmen können. Da

wird die Last zur Seifenblase und zerplatzt, weil es doch der Bruder ist,

der getragen wird.

In diesem Gemeindebrief wird Herr Lehmann auch kurz über die finanzielle

Lage unserer Kirchengemeinde sprechen. Bei rückläufigen

Mitteln ist es nicht leicht, alle Aufgaben abzudecken, denen wir uns als

Kirche gegenüber verpflichtet sehen. Wie entlastend mag da der Perspektivenwechsel

sein: Wir tragen einander ans Ziel.

Es gibt viele Möglichkeiten tragen zu helfen: ob finanzielle Unterstützung,

ehrenamtliche Mitarbeit oder punktueller zeitlicher Einsatz - der

getragene Bruder ist dankbar für alles!

Joachim Striepecke

IMPRESSUM

Redaktionskreis:

Pfarrerin Bettina Mohr (V.i.S.d.P.), Stefan

Aumann, Dr. Hans-Gerd-Lehmann, Heinz

Rau, Dr. Erich Seitz, Joachim Striepecke

Anschrift:

Pfarrerin Bettina Mohr,

Magdeburgerstr. 3, 35041 Marburg

E-Mail:

Nutzen Sie bitte das Kontaktformular auf

unserer Internetseite.

Internet: www.trinitatis-kirche.de

Bankverbindung:

Trinitatiskirche Wehrda (Kirchenkreisamt),

Sparkasse Marburg, Kto. 12467,

BLZ 53350000

Auflage:

2.200 Exemplare

Druck:

Gemeindebriefdruckerei, Groß Oesingen

Titelbild:

Osterschmuck in einem Hildesheimer Café

Redaktionsschluss (nächste Ausgabe):

19. Mai 2013

- 3 -


Weißt Du, wo der

Himmel ist,

außen oder innen?

Pfarrerin Bettina Mohr

Diese Frage stellt Wilhelm

Willms in seinem

Lied, das in unserem

Evangelischen Gesangbuch

abgedruckt ist.

Weißt du, wo der

Himmel ist?

An Christi Himmelfahrt

hören wir, dass der auferstandene

Jesus sich von seinen Jüngern

verabschiedete und in den

Himmel auffuhr.

Doch wohin ist Jesus gegangen?

Wo ist der Himmel? Und wie

sieht es da aus?

Schüler und Schülerinnen der 3.

Klasse hatten im Religionsunterricht

die Aufgabe, den Himmel

zu malen, so wie sie ihn sich

vorstellen.

Viele Kinder verzichteten ganz

bewusst darauf, auf ihren Bildern

Gott darzustellen. Schließlich

hatten sie ja schon über die

Zehn Gebote gesprochen und

gelernt: Man soll sich kein Bild

von Gott machen. Dass Gott

aber im Himmel lebt, stand für

die Kinder außer Frage.

Der Himmel war für die meisten

Schüler ein Meer aus Wolken.

Und auf jeder einzelnen

Wolke saß ein Engel. Manche

Engel beobachteten von dort

aus ganz genau, was auf Erden

geschieht, um im Notfall schützend

eingreifen zu können.

Andere Engel hielten sich in

einem wunderschönen Garten

auf. Und wieder andere spielten

im Himmel mit der PlayStation

oder Fußball und hatten großen

Spaß dabei.

Als die Schüler sich ihre Bilder

gegenseitig vorstellten, fragte ein

Kind, warum wir die Engel

nicht sehen können, wenn wir

in den Himmel schauen?

Ein Junge meinte: „Die Engel

sind unsichtbar! Schließlich

können doch auch Flugzeuge

durch die Wolken fliegen!“

Dieses Argument überzeugte

zunächst nicht alle. „Vielleicht

sehen die Flugzeugpiloten ja

manchmal einen Engel, sie dürfen

aber nicht darüber sprechen“,

meinte ein anderes Kind

„Oder sie leben ganz weit über

den Wolken, wo kein Flugzeug

hinfliegen kann!“

„Aber dann müssten doch Menschen,

die ins Weltall fliegen, die

Engel sehen“, gab ein Mädchen

zu bedenken.

- 4 -


Schließlich einigte man sich

doch darauf: Engel sind unsichtbar

und deshalb kann man

sie nicht sehen.

Auch wenn man über diese

Diskussion schmunzeln kann,

so konnten die Schüler doch

sehr viel Wichtiges über den

Himmel sagen: Gott und Jesus

leben im Himmel mit zahlreichen

Engeln. Viele von ihnen

sind verstorbene Menschen, die

nach ihrem Tod als Engel im

Himmel weiterleben.

Der Himmel ist ein wunderschöner

Ort.

Und es gibt eine Verbindung

zur Welt der lebenden Menschen.

Weißt du, wo der Himmel ist –

außen oder innen?

Können wir den Himmel sehen

oder ist er so unsichtbar wie die

Engel? Ist der Himmel an einem

für uns unerreichbaren Ort?

März

Gott ist nicht ein Gott

der Toten, sondern der

Lebenden;

denn ihm leben sie alle.

Lukas 20,38

April

Wie ihr nun den Herrn

Christus Jesus angenommen

habt, so lebt

auch in ihm und seid in

ihm verwurzelt und

gegründet und fest im

Glauben,

wie ihr gelehrt worden

seid, und seid reichlich

dankbar.

Kolosser 2,6.7

Jesus gab den Menschen, die

ihm folgten, das Versprechen:

„Wo zwei oder drei versammelt

sind in meinem Namen, da bin

ich mitten unter ihnen.“

Jesus Christus bindet seine Gegenwart

an uns. Er ist da, wo

seine Gemeinde versammelt ist.

Wenn wir Gottesdienst feiern,

singen und beten und einander

als Schwestern und Brüder im

Glauben wahrnehmen, dann ist

Christus gegenwärtig. Dann ist

der Himmel auch hier auf Erden

für uns spürbar und erlebbar.

Weißt du, wo der Himmel ist,

nicht so hoch da oben,

sag doch ja zu dir und mir, du

bist aufgehoben.

Viele himmlische Erfahrungen

wünscht Ihnen

Ihre

Pfarrerin Bettina Mohr

Mai

Öffne deinen Mund für

den Stummen, für das

Recht aller Schwachen!

Sprüche 31,8

- 5 -


Tipps und Termine

Minigottesdienste

Die Kleinsten in unserer Gemeinde, Kinder von

0 bis 6 Jahren, laden wir ganz herzlich zusammen

mit ihren Eltern und großen Geschwistern zum

Mini-Gottesdienst ein.

Einmal im Monat an einem Samstag findet er um

16.30 Uhr in der Trinitatiskirche statt.

Folgende Termine sind für die kommenden Monate

geplant:

16. März 20. April 1. Juni

Gottesdienste an Ostern

Unseren Osternachtsgottesdienst beginnen wir auch in

diesem Jahr wieder um 6 Uhr in der dunklen Trinitatiskirche.

Im Anschluss daran laden wir ganz herzlich zu einem

Osterfrühstück ein.

Auch um 10 Uhr feiern wir einen

weiteren Ostergottesdienst.

- 6 -


Tipps und Termine

Himmelfahrtgottesdienst

Am 9. Mai feiern alle Wehrdaer Kirchengemeinden

wieder gemeinsam den Himmelfahrtgottesdienst auf

dem Grillplatz unterhalb der Burgruine Weißer Stein.

Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr. Bei schlechtem

Wetter findet er in der Trinitatiskirche statt. Wer sicher

gehen will, wo der Gottesdienst stattfindet wird, kann

sich auf unserer Homepage (www.trinitatis-kirche.de)

informieren.

Himmelfahrtsgottesdienst beim Weißen Stein

Begrüßungsgottesdienst

der neuen Konfirmanden

Am Trinitatissonntag, dem 26. Mai, begrüßen wir

unsere neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden im

Gottesdienst um 10 Uhr.

- 7 -


Tipps und Termine

Seniorennachmittag am 23. Mai 2013

Besuch in der Marburger Synagoge

Für den nächsten Seniorennachmittag haben wir einen

Ausflug innerhalb von Marburg vorbereitet. Mit dem

Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Marburg, Herrn

Amnon Orbach, ist eine Besichtigung der Synagoge in

Marburg vereinbart. Nach der Zerstörung der alten Synagoge

und verschiedenen Behelfsunterkünften wurde

die neue Synagoge in der Liebigstraße vom 25. bis 27.

November 2005 eingeweiht. Herr Orbach wird uns eingehend

über das Gemeindeleben

berichten.

Im Anschluss wollen wir

im benachbarten Café

Klingelhöfer einkehren.

Modell der ehemaligen Synagoge

(1897-1938) in der Universitätsstraße

in Marburg, Foto: Heinrich Stürzl

Treffpunkt:

Donnerstag, 23. Mai 2013 um 14 Uhr vor der Trinitatiskirche

Die Führung wird um 14 Uhr 30 beginnen.

Interessierte Gemeindeglieder, die sich noch nicht

zum Kreis der Senioren zählen, sind ebenfalls willkommen!

- 8 -


Tipps und Termine

Krabbeltreff Wehrda

Für Eltern mit Kindern im Krabbelalter!

Wir treffen uns zum gemeinsamen Spielen,

Singen und Austauschen

jeden Donnerstag von

10 - 11.30 Uhr

im Gemeinderaum der Trinitatiskirche

(Magdeburger Straße)

Dieses Angebot wird koordiniert von der Kindertagesstätte

Unter dem Gedankenspiel und läuft im Rahmen der Entwicklung

zum Familienzentrum.

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Sandra

Frommhold oder direkt an die Kindertagesstätte Unter dem

Gedankenspiel. ( 81532)

- 9 -


Anzeige

- 10 -


Zur finanziellen Lage der Trinitatiskirchengemeinde

Liebe Gemeinde,

könnten Sie sich vorstellen, dass

bei unseren Gottesdiensten kein

Orgelspiel mehr erklingt? Würden

Sie es akzeptieren, wenn die

Kirche und die Gemeinderäume

nicht mehr sauber gehalten

werden? Dass das Grundstück

verkäme? Wäre es denkbar, dass

uns Gas, Wasser und Strom

abgeschaltet würden?

Was sollen diese Fragen, denken

Sie sicherlich zu Recht. Das alles

ist doch unverzichtbar und gehört

ganz selbstverständlich

dazu! Richtig, und genauso

selbstverständlich ist es, dass

diese Leistungen bezahlt werden

müssen – womit wir beim Thema

sind.

Für jedes Jahr wird ein Haushaltsplan

für die Kirchengemeinde

erstellt, in dem die Ausgaben

für die einzelnen Bereiche

(z.B. Gottesdienste, Kirchenmusik,

Kinderarbeit,

Konfirmandenarbeit, Pflege der

Gebäude und Grundstücke,

Heizung, Strom und Wasser

und anderes) angesetzt werden.

Dem gegenüber müssen in gleicher

Höhe die Einnahmen veranschlagt

werden. Wenn zum

Jahresabschluss alle Ausgaben

durch die Einnahmen gedeckt

sind, hat man einen ausgeglichenen

Haushalt. Wie sich das

für unsere Gemeinde darstellt,

möchten wir Ihnen hier aufzeigen.

Als feste Einnahmen hat

man die Zuweisungen von der

Landeskirche und dem Kirchenkreis

(Kirchensteuern).

Diese werden nicht etwa nach

den Bedürfnissen oder gar

Wünschen bemessen, sondern

ergeben sich aus einem Schlüssel,

der im Wesentlichen von

der Zahl der Gemeindeglieder

abhängt.

Für alle weiteren Kosten, die bei

einer aktiven Gemeindearbeit

anfallen – Inventarunterhaltungen,

Reparaturen, Fremdreinigung,

Grundstücksarbeiten,

Kerzen, Blumen, Materialien für

Kinder-, Jugend und Konfirmandenarbeit,

Kirchenkaffee,

Gemeindefest, Gemeindebriefe,

Schaukästen und vieles mehr –

besteht bei weitem keine Kostendeckung

aus den Zuweisungen.

Als zusätzliche Einnahmequellen

kommen Teilnehmerbeiträge

für eventuelle Freizeiten hinzu,

gelegentlich Verkaufserlöse

sowie Kollekten, Klingelbeutel

und Spenden. Auf letzteres sind

wir ganz besonders angewiesen.

Wir danken allen Gemeindegliedern,

die uns damit Sonntag

für Sonntag und darüber hinaus

unterstützen und setzen weiterhin

auf Ihre Großzügigkeit.

- 11 -


Zur finanziellen Lage der Trinitatiskirchengemeinde

Haushalt Trinitatisgemeinde 2012

in Tsd. €

(mit Kirchensteuereinnahmen 2003 zum Vergleich)

60

50

40

30

20

10

0

Fixkosten

2012

Ausgaben

gesamt 2012

Kirch.-

Steuern 2012

Kirch.-

Steuern 2003

Zum Diagramm:

Für das Etatjahr 2012 betrugen

unsere Fixkosten (Personalstellen,

Heizung, Wasser,

Strom, Müll, Telefon und

Tilgung Pfarrhaus) ca.

31.000 €. Demgegenüber

standen Einnahmen aus den

Kirchensteuern in der Größenordnung

von 29.000 €,

womit die Fixkosten nicht

einmal abgedeckt werden

konnten. (In 2003 betrugen

die entsprechenden Einnahmen

aus Kirchensteuern noch

ca. 43.500 €)

Nicht selten hatten wir in den

vergangenen Jahren immer noch

eine Unterdeckung von bis zu

10.000 €, insbesondere dann,

wenn ungeplante Reparaturen

und/oder Anschaffungen anstanden.

In solchen Fällen hilft

nur noch eine Restfinanzierung

aus unseren Rücklagen. Wenn

sich unsere Haushalte weiter so

entwickeln sollten wie in den

zurückliegenden Jahren, könnten

die Rücklagen in wenigen

Jahren aufgezehrt sein.

Wir bitten um Ihr Verständnis,

wenn wir uns zu Sparmaßnahmen

gezwungen sehen und

bitten weiterhin um Ihre großzügige

Unterstützung.

Ihr Kirchenvorstand

- 12 -


Kirchenmusik

Ein besonderer

Chor übt in den

Räumen

der Trinitatiskirche

Irene Lämmle

Etwa alle vier Wochen kommen

neun Blinde und Sehbehinderte,

bepackt mit Rucksack oder

Tasche, zum Gemeinderaum

und treffen sich zum Singen mit

Chorleiter Bernhard Orlich. Das

ist der Chor der Bezirksgruppe

Marburg des Blinden- und Sehbehindertenbundes

in Hessen e.

V. (BSBH). Im Gepäck sind

dicke Ordner mit Noten und

Texten in Blindenschrift. Schön

ist, dass wir uns die Texte nicht

abschreiben, diktieren oder die

Noten vorspielen lassen müssen,

sondern sie schon vorbereitet

bekommen. Wir singen zu

unserer Freude Volkslieder und

geistliche Lieder. Ab und zu

treffen wir uns auch zum geselligen

Essen, um den Kontakt

zueinander zu pflegen. Zur

Adventsfeier der Bezirksgruppe

und einmal pro Jahr im Gottesdienst

in der Trinitatiskirche

treten wir auf.

Angeregt wurde die Gründung

eines solchen Chores 1975

durch das Ehepaar Rupp und

einige Mitglieder der Bezirksgruppe,

die gerne sangen. Herr

Rupp war blind und leitete damals

den Kirchenchor in seinem

Heimatdorf Wenkbach. Gerne

übernahm er bis zu seinem Tod

die Leitung des Bezirksgruppenchores.

Der Chor ist also wirklich

eine Selbsthilfe-Initiative.

Seit 2009 ist Herr Orlich unser

Chorleiter.

- 13 -


Gelesen und für gut befunden

Wilhelm Raabe

„Stopfkuchen – Eine

See- und Mordgeschichte“

Dorle und Helmut Wilke

In Verdacht zu geraten, dann

geschnitten zu werden – selbst

wenn man sich unschuldig weiß,

aber nicht in der Lage ist, dies

anderen klarzumachen – ein

solcher Verruf weitet sich immer

mehr aus und kann dem

Unglücklichen den Lebensnerv

treffen: er selbst wird für die

Verleumder in seiner Bitternis

unzugänglich und nährt durch

sein ungebärdiges Verhalten nur

noch den Verdacht. So schafft

die Gesellschaft sich selbst ihre

Außenseiter. Den Betroffenen

aus dieser Rolle zu befreien –

wie wird das möglich sein?

Das ist heute noch ein akutes

Problem und war es immer

schon, für einzelne, für Gruppen,

für ganze Völker. Einen

besonders überzeugenden literarischen

Ausdruck hat es in einem

Roman gefunden, der vor

122 Jahren entstanden ist und

heute vergessen wäre, wenn es

nicht immer wieder Leser (und

Verleger!) gäbe, die ihn zu den

schönsten Werken der deutschen

Literatur zählten. Er

stammt von Wilhelm Raabe, der

vielen höchstens von seinem

„Hungerpastor“ bekannt ist,

und heißt „Stopfkuchen“.

In Kürze das Geschehen dieses

Romans: Ein Auswanderer

kehrt nach vielen Jahren in sein

Heimatdorf zurück und trifft

dort seinen alten Schulkameraden,

der wegen seiner Körperfülle

allgemein „Stopfkuchen“

genannt wird. Einst hatte er zu

den größten Hoffnungen gezählt,

jetzt lebt er mit seiner

Frau und seinem Schwiegervater

seitab über dem Dorf in einem

Bauernhof, der „Rote Schanze“

genannt wird, weil man hier

- 14 -


Gelesen und für gut befunden

einem längst vergangenen Krieg

diese Anhöhe zu einer befestigten

Stellung ausgebaut hatte.

Doch noch zur Zeit des Erzählens

hat dieser Bauernhof seine

Bestimmung als Schanze in

einem übertragenem Sinne beibehalten.

Denn ihr Besitzer und

Schwiegervater Stopfkuchens

steht im Verdacht, einen Viehhändler

ermordet zu haben. Alle

Beteuerungen seiner Unschuld

haben ihm nichts geholfen, obwohl

keine deutliche Spur auf

ihn zuläuft. Er hat sich also

„verschanzt“ mitsamt seiner

Tochter und seinem Schwiegersohn.

Von diesem erfährt der

zeitweilige Heimkehrer den

Vorfall und auch die Gründe,

deretwegen er sich – selbst als

„Stopfkuchen“ mit Zügen eines

Außenseiters – dem Ausgestoßenen

durch seine Heirat an die

Seite gestellt hat. Noch während

seines „Heimaturlaubes“ kann

der Auswanderer miterleben,

dass Stopfkuchen den Kriminalfall

löst und so seinen Schwiegervater

von der Last des Verdachtes

befreien kann. Auf der

Rückfahrt nach Afrika schreibt

er den Bericht darüber, also den

Roman „Stopfkuchen“.

Wilhelm Raabe hat seinem Roman

den Untertitel „Eine Seeund

Mordgeschichte“ gegeben

und hat so selbst auch zur Fehleinschätzung

des Erzählwerks

beigetragen. Denn dieses hat

nichts Reißerisches an sich.

Eher könnte man ihn beim

Lesen zunächst als umständlich

und gemütlich einschätzen.

Dann freilich wird man mehr

und mehr in das bedachte Erzählen

einbezogen und erlebt

ein Zeugnis hoher nachdenklicher

Menschenfreundlichkeit.

Der Roman „Stopfkuchen“ ist

gegenwärtig durchaus preiswert

zu erwerben, beim Reclam-

Verlag zu 7 Euro, im Deutschen-Taschenbuch-Verlag

zu

8,90 Euro. Die zur Zeit schönste

gebundene Ausgabe gibt es

im Manesse-Verlag (zu 19.95

Euro), diese mit einem Nachwort

von Arno Geiger.

Sternsinger 2013

- 15 -


Kirchenvorstandswahlen 2013

In den kommenden Gemeindebriefen werden Sie über die Kirchenvorstandswahlen

am 29. September 2013 von uns auf dem Laufenden

gehalten. Heute geht es um Richtig oder Falsch!

Machen Sie den Kirchenvorstandswahlentest! Welche Aussagen richtig

sind, erfahren Sie auf unserer Website.

Kreuzen Sie die richtigen Aussagen an!

Wählen kann man nur am 29. September 2013.

Jede/r ab dem 14. Lebensjahr kann wählen.

Bei dieser Wahl gibt es die Möglichkeit der Briefwahl.

Bei dieser Wahl gibt es die Möglichkeit der Online-Wahl.

Als Kandidaten können sich alle Frauen und Männer zur Verfügung

stellen, die Mitglied der Evangelischen Kirche sind.

Kandidaten können sich noch bis zum 15. Juni für die Wahl

zum Kirchenvorstand aufstellen lassen.

Der Termin der Kirchenvorstandswahlen fällt mit der Bundestagswahl

und der Landtagswahl in Hessen zusammen.

Der Kirchenvorstand der Trinitatiskirche wird zukünftig nur

noch aus 7 Mitgliedern bestehen.

Am Wahltag findet in der Trinitatiskirchengemeinde ein Gottesdienst

für Jung und Alt statt.

Der Kirchenvorstand wird für die Dauer von 5 Jahren gewählt.

Lösung:

http://www.trinitatis-kirche.de/aktuelles/kv-raetsel.html

- 16 -


Name

Aus den Kirchenbüchern

Taufen

Tauftag

Isabella – Psalm 139,14

Name

Felix –

Hurra 10 Jahre

Geburtstag

Trauungen

Name Hochzeitstag Trauspruch

Burkhard D. und Sandra

K.

– Psalm 31,9

Beerdigungen

Name Trauerfeier Spruch

Karl Heinz G. 14.12.2012 Jesaja 9,1

Magdalena Katharine

Sch.

02.01.2013 1. Petrus 1,6 u. 7

Wilhelmine Kreszenzia

S.

15.02.2013 1. Korinther 13, 8a

Schnappschuss: Krippenspiel 2012

- 17 -


Anzeige / Meldungen zum…

Computing

wir bringen Ihre EDV auf den

NTComputing Günther & Mattern GbR

Anneliese Pohl Allee 5 35037 Marburg

info@ntcomputing.de +49 6421 69006-0

Posaunenchor

Joachim Striepecke

In der Trinitatiskirche wird

Musik gemacht. Die Art der

musikalischen Beiträge unterliegt

jedoch einem ständigen

Wandel. So hat unsere Kirchengemeinde

momentan keinen

eigenen Posaunenchor mehr.

Die verbliebenen fünf Mitglieder

haben bzw. werden sich

voraussichtlich dem Posaunenchor

der Elisabethkirche anschließen,

verbunden mit der

Hoffnung, dass dieser Chor

dann auch einmal bei uns in

Trinitatis spielen wird. Für das

gemeinsame Jahr mit dem Posaunenchor

in Warzenbach sind

wir sehr dankbar und versuchen

dort den Kontakt nicht ganz

abreißen zu lassen.

Spontanchor

Judith Rödiger

Hallo liebe Sängerinnen und

Sänger!

Am 14. April ist die diesjährige

Konfirmation. Wir möchten sie

wieder musikalisch mitgestalten

und laden deshalb alle zum

Spontanchor ein, die gerne

- 18 -


Konfirmation 2013

singen. Richtig toll wäre es, wenn auch viele Eltern der Konfirmandinnen

und Konfirmanden mitmachten und ihren Kindern auf diese Weise

ein musikalisches Geschenk überreichten.

Wir treffen uns zum Üben immer sonntags nach den Gottesdiensten

für etwa eine dreiviertel Stunde am 17.3., 24.3. und 7.4. Den Termin

für die Generalprobe sprechen wir in den Proben ab.

Wir werden ein oder zwei leichtere, mehrstimmige Lieder einstudieren.

Wir freuen uns auf Sie!

Gerhard und Judith Rödiger (06421/85646)

Konfirmiert werden am 14. April 2013

Niklas D.

Julia G.

Frederic H.

Kimberly K.

Julian L.

Aurora P.

Timon Sch.

Achtung:

Der Konfirmationsgottesdienst am 14.4. beginnt bereits um 9.30 Uhr!

Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden

Am 24. März stellen sich unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden

im Gottesdienst um 10 Uhr der Gemeinde vor.

- 19 -


Kinderseite

Liebe Kinder,

habt Ihr auch Zwillinge in Eurer

Klasse? Also, ich meine eineiige

Zwillinge, die man nicht

auseinander halten kann, wenn

sie sich dementsprechend

anziehen und zurechtmachen?

Ich bin dann immer unsicher.

Was, wenn ich den Namen verwechsle?

Wie doof muss das erst für die

Zwillinge sein, manchmal mit

der Schwester oder dem Bruder

verwechselt zu werden.

Daher möchte ich heute allen

Zwillingen sagen, dass auch Ihr

einzigartig seid. Gott hat Euch

wunderbar gemacht! - Und nun

macht Euch schon ans Rätsel.

Viel Spaß!

- 20 -


Gottesdienste in Trinitatis

März 2013

1. 19:30 Uhr

Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen in

der Ev. Martinskirche

3. 10:00 Uhr Lektor Dr. H.-G. Lehmann K

10. 10:00 Uhr Pfarrer F.-K. Voll

16. 16:30 Uhr Pfarrerin B. Mohr und Team, Minigottesdienst

17. 10:00 Uhr Pfarrer H. Kellner T

24. 10:00 Uhr

Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandinnen

und Konfirmanden

28. 19:00 Uhr Pfarrerin B. Mohr, Gründonnerstag

29. 10:00 Uhr Pfarrerin B. Mohr und Kantorei, Karfreitag

31. 6:00 Uhr Pfarrerin B. Mohr, Osternachtsgottesdienst mit

anschließendem Frühstück

10:00 Uhr Pfarrerin B. Mohr, Ostergottesdienst

April 2013

7. 10:00 Uhr Pfarrerin B. Mohr

14. 9:30 Uhr

Pfarrerin B. Mohr,

Konfirmation mit dem Spontanchor

20. 16:30 Uhr Mini- und Kindergottesdienst +K

21. 10:00 Uhr Lektor Dr. H.-G. Lehmann

28. 10:00 Uhr Prädikantin A. Kellner


Teeny- Minigottesdienst

Kindergottesdienst

Gottesdienst

3. März 17. März 16. März

20. April 20. April.

5. Mai 5. Mai

9. Juni 1. Juni

- 21 -


Gottesdienste in Trinitatis

Mai 2013

5. 10:00 Uhr Pfarrer F.-K. Voll mit Kantorei

K T

9. 10:00 Uhr

Pfarrer A. Wehrmann, Himmelfahrtsgottesdienst

aller Wehrdaer Gemeinden am Weißen Stein

12. 10:00 Uhr Lektor Dr. H.-G. Lehmann

19. 10:00 Uhr Pfarrerin B. Mohr, Pfingstsonntag

20. 10:00 Uhr Pfarrerin B. Mohr, Pfingstmontag

26. 10:00 Uhr

Pfarrerin B. Mohr, Begrüßung der neuen Konfirmandinnen

und Konfirmanden

Juni 2013

1. 16:30 Uhr Pfarrerin B. Mohr und Team, Minigottesdienst

2. 10:00 Uhr Pfarrerin B. Mohr

9. 10:00 Uhr Pfarrerin B. Mohr K

Erläuterungen zu den Gottesdiensten


Gottesdienst mit besonderem

Musikbeitrag

Gottesdienst für Jung und Alt

Literaturgottesdienst


Gottesdienst mit

anschl. Kirchenkaffee

Abendmahlsgottesdienst

Gottesdienst für Kinder im Alter

von 0-6 Jahren mit ihren Eltern

K Kindergottesdienst (6-10) T Teeny-Gottesdienst (ab 11)

Zitat:

Gott wird uns nicht glaubhaft, wenn wir nicht ein großes

Werk vor Augen haben, das von ihm stammt, und das erste

Werk Gottes, das wir zu sehen haben, ist die Natur.

Adolf Schlatter, Evangelisches Gesangbuch

- 22 -


SO MO DI MI DO FR SA

10:00 Uhr Gottesdienst

10:00 Uhr Kindergottesdienst, Dorothee Mattern, 86683

Termine: 3. März, 20. April, 5. Mai, 9. Juni

10:00 Uhr Teeny-Gottesdienst, Dorothee Mattern, 86683

Termine: 17. März, 5. Mai

20:15 Uhr Hauskreis „Rödiger“, Fam. Rödiger, 85646

SO MO DI MI DO FR SA

16:00 Uhr Konfirmandengruppe

SO MO DI MI DO FR SA

16:30 Uhr Mittwochsandacht im Haus Käte (1 x im Monat)

Termine:

27. März mit Abendmahl

24. April

29. Mai mit Abendmahl

19:30 Uhr Kirchenvorstandssitzungen, monatlich

SO MO DI MI DO FR SA

14:00 Uhr Seniorennachmittag,

Dr. Hans-Gerd Lehmann, 84126,

Termin: 23. Mai

18:40 Uhr Bibelgesprächskreis (14-täglich),

Erich Seitz, 82522

20:00 Uhr Kantorei,

Leitung: Dr. B. Orlich, 81311

SO MO DI MI DO FR SA

18:00 Uhr Jungbläserchor (Brass-Kids),

Stefan Aumann, 982061

20:00 Uhr Web-und Gemeindebriefredaktion nach Absprache

Stefan Aumann, 982061

SO MO DI MI DO FR SA

16:30 Uhr Minigottesdienst, Pfarrerin Bettina Mohr, 84985

Termine:

16. März, 20. April, 1. Juni

- 23 -


Kirchenvorstand der Trinitatiskirche

Stefan Aumann

Magdeburger Straße 46

982061

Beate Clasani

Magdeburger Straße 5

6970085

Erwin Henkel

Freiherr v. Stein Str. 73

84122

Stellv. Vorsitzender

Dr. Hans-Gerd Lehmann

Waldweg 5a

84126

Dorothee Mattern

Freiherr v. Stein Str. 31

86683

Heinz Rau

In der Görtzbach 2

81824

Irmi Rauff

Am Kornacker 43

81308

Ute Schwarz

Am Weißenstein 2

81838

Joachim Striepecke

Unter d. Gedankenspiel 22

871004

Pfarrerin Bettina Mohr

Magdeburger Straße 3

84985

Kirchenälteste

Dr. Erich Seitz

Mecklenburgerstr. 3

82522

Gemeindebüro

Gertrud Henkel

Trinitatiskirche

81886

Dorle Wilke

Grüner Weg 20

81997

Öffnungszeiten des Gemeindebüros:

MO DI MI DO FR

17-18 10-11 --- 10-11 17-18

Hausmeisterin

Zeljka Heuser

85348

- 24 -

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine