Sieger der Kategorie Brandschutz - TrockenBau Akustik

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Sieger der Kategorie Brandschutz - TrockenBau Akustik

© Verlagsgesellschaft Rudolf Müller GmbH & Co. KG, Köln 2008. Jede Vervielfältigung und Verbreitung ohne Zustimmung des Verlags ist unzulässig.

BRANDSCHUTZ

WAND / DECKE

Foto: Olaf Möldner

Neu im Altbau.

Nach einem

Brandschaden

wurden die Praxisräume

in modernem

Design

neu gestaltet.

Kaum jemand

vermutet aufwendige

Brandschutzlösungen

hinter diesen

Decken und

Wänden.

Foto: Boris Golz

Dem Feuer den Zahn gezogen

Nach dem Brand seiner Praxis ging der Zahnarzt methodisch vor. Die Holzbalkendecke

des Altbaus sowie die Wände und die Haustechnik ließ er zum Teil mit Sonderkonstruktionen

dämmen und kapseln. Der fertige Ausbau lässt aber in seiner leichten

Gestaltung die aufwendige Brandschutztechnik kaum erahnen. Die Jury der Rigips

Trophy kürte dieses Objekt deshalb auch zum Sieger der Kategorie Brandschutz.

Nach einem Einbruch mit

anschließender Brandstiftung

stand ein Zahnarzt

aus Potsdam vor der Aufgabe,

seine Praxisräume ebenso brandschutzsicher

wie ansprechend

sanieren zu lassen. Der gesamte

Altbau, in dessen Erdgeschoss

sich die zahnärztliche Praxis befand,

war erst Anfang der 1990er

Jahre saniert worden, im November

2006 aber bis auf die Grundmauern

niedergebrannt.

Zielsetzung war es, die nun mit

erhöhten Anforderungen definierten

Sanierungsarbeiten so schnell

wie möglich umzusetzen, damit

der Praxisbetrieb zeitnah wieder

aufgenommen werden konnte.

Das Zeitfenster zur Erledigung

anspruchsvoller Bauaufgaben wie

die Montage von Sichtdecken und

Abstufungen in verschiedensten

Formen war also denkbar klein.

Aufgrund des Zeitdrucks

wurde ohne Ausschreibung gearbeitet.

Das Team der Fassaden-

Roland OHG um Geschäftsführer

Dipl.-Ing. Roland Tschörtner

wurde ausgewählt und übernahm

die Aufgabe, alle Vermaßungen

eigenständig vorzunehmen, die

Gegebenheiten nach der Brandkatastrophe

vor Ort selbst zu

prüfen und sich während der

Bauphase im Wesentlichen auf

persönliche Absprachen mit allen

Beteiligten zu verlassen. Bei allen

Trockenbaulösungen an Wand

und Decke griff er auf die Materialien

und die Systemberatung

von Rigips zurück.

Brandschutzdecken sind

auch Gestaltungselemente

Im Deckenbereich der Praxis

wurde zunächst eine diffusionsoffene

Unterspannbahn auf die

Holzbalken aufgebracht, bevor

die Unterkonstruktion für die

F 30-Decke aus CD-Profilen

drucksteif an der Holzbalkendecke

mittels Direktabhängern

montiert wurde. Anschließend

wurde der gesamte Hohlraum

des Deckenbereichs mit einer

Zellulose-Einblasdämmung ausgefüllt.

Gleichzeitig montierten

die Experten die Halterungen

für die späteren, abgehängten

Sichtdecken, die durch die Feuerschutzdecke

durchgeführt werden

mussten.

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© Verlagsgesellschaft Rudolf Müller GmbH & Co. KG, Köln 2008. Jede Vervielfältigung und Verbreitung ohne Zustimmung des Verlags ist unzulässig.

Folie vor den

Balken. Vor

Montage der

F 30-Decke

wurde auf

die Holzbalkendecke

des

Altbaus eine

diffusionsoffene

Unterspannbahn

aufgebracht.

Mitten durch.

Die Abhänger

für die späteren

Sichtdecken

wurden

durch die

F 30-Decke

hindurchgeführt.

Eingehaust.

Für die Abschottung

von Kabeln

und Rohen

unter der Decke

wurden

dreiseitig

geschlossene

Verkofferungen

erstellt.

Schott. Kabelschotts

sorgen für

eine sichere

Durchführung

der Kabel

in F 90 vom

Hausanschlussraum

in die Praxis.

„An den Brandschutzdecken

selbst durften maximal Lasten

bis zu 15 kg/m 2 abgehängt werden.

Da wir nicht genau wussten,

wie schwer die Decken sein würden,

haben wir die Abhängungen

für die Sichtdecken direkt an der

Balkendecke befestigen müssen“,

erklärt Roland Tschörtner. „Wir

mussten ständig Änderungen

während der Bauphase berücksichtigen,

um die Abhänger genau

zu positionieren. Wurde beispielsweise

die Position der Empfangstheke

geändert, so mussten

wir auch die Abhängungen neu

setzen, da die Vorderkanten von

Sichtdecke und Theke präzise

übereinander verlaufen sollten.“

Die Beplankung der F 30-Decke

9/08


© Verlagsgesellschaft Rudolf Müller GmbH & Co. KG, Köln 2008. Jede Vervielfältigung und Verbreitung ohne Zustimmung des Verlags ist unzulässig.

BRANDSCHUTZ

WAND / DECKE

Foto: Boris Golz

Schicker Brandschutz.

Brandschutzkonstruktionen

wurden

in der Praxis

zu attraktiven

Gestaltungselementen.

erfolgte mit einer Lage Feuerschutzplatten

RF 12,5 mm.

Auch der Flurbereich vor der

Praxis wurde durch das Feuer

zerstört und erhielt eine neue

Decke in Trockenbauweise. Die

F 90-Decke wurde ebenfalls mit

einer Unterkonstruktion abgehängt

und mit zwei Lagen Feuerschutzplatten

RF 20 mm beplankt.

Auch der Wandanschluss

wurde in F 90 ausgeführt. In der

Zahnarztpraxis Niemeyer, Potsdam

Bauherr: Allianz Handwerker

Services GmbH, Berlin

Architekt: Focke Architekten,

Potsdam

Trockenbau: Fassaden-Roland OHG,

Werder

Systemberatung: Michael Zettelmann,

Saint-Gobain Rigips GmbH

Decke wurden zwei Revisionsklappen

in F 90 für die Sicherung

von Absperrhähnen der Heizung

installiert.

Haustechnik in GK-Wänden

zuverlässig abgeschottet

Im so genannten Hausanschlussraum,

in dem sich alle

wichtigen Gas-, Wasser- und

Elektroanschlüsse befanden,

Für die fachgerecht ausgeführten

Brandschutzkonstruktionen und die

erstklassige handwerkliche Umsetzung

der gewünschten Gestaltung

wurde das Objekt im Rahmen der

Rigips Trophy ’07 zum Sieger des

Anwendungsbereiches Brandschutz

gekürt.

waren besondere Maßnahmen

erforderlich. An einer der Wandinnenseiten

dieses Raumes waren

alle Anschlüsse und Zähler

angebracht, was die Demontage

der kompletten Wand unmöglich

machte. Um der Bauordnung

dennoch gerecht zu werden und

die Wand in F 90 zu ertüchtigen,

musste eine Sonderkonstruktion

her.

Der geforderte Brandschutz

wurde durch einen Brandüberschlag

von 1 m mit einer F 90-Decke

erreicht. Dazu musste die

Decke im Raum selbst auf F 90

aufgerüstet und mindestens 1 m

in die Praxis hineingeführt werden.

Hierfür wurde die Wand zur

Praxisseite hin geöffnet und dort

der Deckenanschluss entfernt.

Anschließend verschraubten

die Monteure zwei Lagen Feuerschutzplatten

RF 20 mm unter

die Decke.

Danach wurde die Wand mit

einer doppelten Beplankung mit

25 mm dicken Feuerschutzplatten

von Rigips wieder an die ertüchtigte

Decke angeschlossen.

Zusätzlich mussten einige der Kabel

aus dem Hausanschlussraum

brandschutzsicher in die Praxisräume

geführt werden. Hierfür

kamen eigene Kabelschotts von

Rigips zum Einsatz, mit denen

die Kabeldurchführungen auf

F 90 ertüchtigt werden konnten.

Da die Hauptgasleitungen

sowie neu installierte Elektrokabel

des Hauses an den Decken

der Praxis verlegt waren, sollten

diese fachgerecht und brandschutzsicher

bekleidet werden.

Hierfür schufen die Experten

von Fassaden-Roland dreiseitig

geschlossene Verkofferungen in

F 30 unter der Brandschutzdecke,

gefertigt aus Rigips Feuerschutzplatten

RF, die zusätzliche

Lüftungssiebe erhielten. Zur optischen

Anpassung schließen die

Unterseiten der Verkofferungen

mit den Sichtdecken ab.

www.trockenbau-akustik.de

Brandschutzdecke

Brandschutzabschottung

Brandschutzwand

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