Download - Deutscher Bundesverband der Landwirte im ...

nebenerwerbslandwirte.de

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Unser Land

Magazin für Agrarpolitik und ländliche Räume

Mitteilungsblatt des Deutschen Bundesverbandes der Landwirte im Nebenberuf e.V. (DBN)

7. Jahrgang - Juli/August 2008 (Ausgabe 4/2008)

Was brachte uns der Milchgipfel? - Seite 14

DBN-Jahrestagung 2008 - Seite 12/13

Rock for Nature - Seiten 4-7

Ankündigung

Jahrestagung

2008

am 22./23. November

in Hann. Münden

Einladung und vorläufiges Programm DBN-Jahrestagung S. 12/13

Weitere Informationen unter: www.nebenerwerbslandwirte.de


Seite 3 Unser Land - Infobrief Ausgabe Juli/Aug. ´08

Der Wahlkampf hat begonnen und

wieder kommen die alten Phrasen

Liebe Bäuerinnen

und Bauern!

Glaubt man den Politikern, dann wird

alles besser. Die einen versprechen

Steuersenkungen (die Union), die

anderen Entlastungen bei den Sozialabgaben

(die SPD). Also, wählen

wir wieder beide für eine Große Koalition

und wir bekommen beides und

noch mehr, das haben wir ja schon

vor drei Jahren gesehen, als die einen

erklärten, die Mehrwertsteuer

um zwei Prozentpunkte erhöhen zu

wollen, die anderen dies ablehnten.

Rausgekommen ist dann eine Erhöhung

um drei Prozentpunkte - wenn

das kein echter Mehrwert ist, oder?

Dabei könnten wir Bauern am leichtesten

die Ernsthaftigkeit der Versprechungen

prüfen:

Bsp.: Steuersenkungen

Wenn wir in der Landwirtschaft wenig

verdienen, weil uns trotz gestiegener

Erzeugerpreise die Kosten

auffressen, wenn auch von außerlandwirtschaftlichen

Bruttoeinkommen

nicht mehr viel übrig bleibt,

dann würde unseren Familien eine

Senkung der Mehrwertsteuer, der

Mineralölsteuer und die Abschaffung

einiger Steuerarten, wie z.B. der Kfz-

Steuer, der Erbschaftssteuer, der

Grunderwerbssteuer und der Zinsabschlagssteuer/Abgeltungssteuer,

sowie einiger anderer Bagatellsteuern

richtig helfen.

Das leuchtet sicher jedem ein. Doch

es wird darüber gestritten, wie die

Einkommensteuer und Körperschaftssteuer

gesenkt werden könnte

- zum Nutzen derer, die viel Einkommen

haben oder hohe Gewinne

machen.

Bsp.: Sozialabgaben

Eine echte Reform des Sozialversicherungssystems

hat es bislang

nicht gegeben. Ein Gesundheitsfonds,

der von allen Versicherten

15% als Beitrag abverlangt, macht

das Bestehen mehrerer Krankenkassen

nebeneinander überflüssig. Eine

bundesweite Krankenkasse - das

reicht! Und die Landwirtschaftlichen

Krankenkassen - abschaffen!

Auch das Rentensystem sollte völlig

neu gestaltet werden. Eine Grundrente

für alle, finanziert aus Steuern.

Bis die Umstellung auf ein solches

zukunftsfähiges Rentenmodell gelingt,

bis dahin ist eines unablässig:

Die Abschaffung der Versicherungspflicht

für Ehegatten in nebenberuflichen

Betrieben!

So, nun kann der Wahlkampf beginnen.

Fragen wir doch mal alle die,

die wieder in den Bundestag wollen,

die wieder an die Regierung wollen,

fragen wir sie nach der Nachhaltigkeit

ihrer Aussagen.

Genau: Nachhaltigkeit! Fällt Ihnen

da etwas auf? Uns Landwirten verlangt

man die Nachhaltigkeit seit

Jahren ab, führt umfangreiche Kontrollsysteme

und Sanktionsmechanismen

ein, Stichwort Cross Compliance

(CC).

CC-Kontrollen für unsere Politiker

mit einkommenswirksamen Sanktionsmaßnahmen

- Was für den einen

gilt, muss der andere auch ertragen

können!

Na ja, zugegeben, meine Fantasie

ging vielleicht mal wieder mit mir

durch, genauso wie mit meiner Forderung

nach Alterskassenpflicht für

Politiker und Beamte. Nicht das man

annehmen sollte, ich würde beginnen

zu spinnen, nein so unlogisch

sind meine Vorstellungen nicht. Aber

sie scheitern an dem Willen und den

Fähigkeiten unserer Volksvertreter.

Ihr Jens Reichardt

Impressum

Herausgeber:

Deutscher Bundesverband der

Landwirte im Nebenberuf e.V.

(DBN), gegr. 1972

Vereinsregister:

AG Frankfurt am Main - VR 6323

Vorstand:

Jens Reichardt (Bundesvors. / Sa.-Anh.)

Albrecht Löblein (Baden-Württemberg)

Elmar Albrecht (Hessen)

Gerhard Gompelmann (Rheinl-Pf-Saar)

Ludger Toben (Nordrhein-Westfalen)

Alois Schneider (Ehrenvors. / Bayern)

Redaktion:

„Unser Land“

Tel.: (03 90 34) 9 43 45

Fax.: (03 90 34) 94 49 88

Funk: (01 74) 2 97 76 70

Büro Berlin (nur nach Absprache):

(0 30) 97 86 63 53

Internet und E-Mail:

www.nebenerwerbslandwirte.de

bundesgeschaeftsstelle

@nebenerwerbslandwirte.de

Sanner Dorfstraße 27

39606 Sanne-Kerkuhn

Redaktion:

Jens Reichardt (Chefredakteur / VDAJ)

Albrecht Löblein (stellv. Chefredakteur)

Christian Lange (Internetredaktion)

Stefanie Salzmann (Fotoreporterin)

____________________________

Sie erreichen die Landesverbände:

Schleswig-Holstein-Hamburg

(0 46 63) 2 76

Mecklenburg-Vorpommern

(03 96 01) 2 13 16

Niedersachsen-Bremen

(0 58 41) 32 13

Brandenburg-Berlin

(03 30 53) 7 03 88

Nordrhein-Westfalen

(0 52 47) 85 61

Rheinland-Pfalz-Saar

(0 65 56) 9 30 60

Bayern (0 79 32) 2 24

Thüringen (0 36 47) 41 60 71

Baden-Württemberg (0 79 32) 2 24

Sachsen (0 37 74) 32 90 73

Sachsen-Anhalt (03 90 34) 9 43 45

Hessen (0 66 22) 71 89


Seite 4 Unser Land - Infobrief Ausgabe Juli/Aug. ´08

Inhalt

20 Jahre Bäuerliche Erzeugergemeinschaft

Schwäbisch Hall

Seite 5

DBN unterstützt „Rock for Nature“

2008 Seite 6

Rock for Nature - Der Natur

eine Stimme geben Seite 7

Kooperation des DBN mit Delta

Lloyd: Risiken richtig abschätzen

- gut beraten sein - Sparpotentiale

nutzen

Seite 8/9

Tagung zur Situation der nebenberuflichen

Landwirtschaft

am 23.09.08 Seite 10

Position des DBN zum Agrarbericht

2008 Seite 11

Vorankündigung und Einladung

zur Jahrestagung 2008

Seite 12/13

Was brachte uns der Milchgipfel?

Seite 14

Programm zum Weidefest 2008

in Schrönbronn Seite 15

Alterskasse? -

Nein Danke!

Die Unterschriftenaktion ist

wichtiger Bestandteil der Aktion

zur Einführung einer generellen

LAK-Befreiung für

Ehegatten in nebenberuflichen

Betrieben.

Nur wenn es uns jetzt gelingt,

eine breite Front aufzubauen

und eine hohe Beteiligung

Betroffener zu erreichen,

haben wir eine Chance

etwas zu ändern!

Mach mit!

Rudolf Bühler erwartet tausende

Besucher in Wolpertshausen

Schwäbisch Hall/Wolpertshausen

(hgü). Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft

Schwäbisch Hall lädt

die Musikbegeisterten zum großen

Rockkonzert nach Wolpertshausen.

Rudolf Bühler erwartet

rund 30.000 Musikfans auf einer

Wiese am Ortsrand.

Am 22. August startet in Wolpertshausen

das Musikfestival Rock for

Nature mit internationalen Stars der

Rock- und Popszene, unter ihnen

Nena, Ich&Ich, Joe Cocker und andere

bekannte Musiker und Newcomer

Bands (wir berichteten). Ein Wochenende

lang wird eine rund 5 ha

große Wiese am Ortsrand tausenden

Fans ein zuhause bieten. Ein

Rockfestival wie damals im August

1969 in Woodstock, so drückte es

auch Joe Cocker aus: „In Woodstock

we made good music for love and

peace. This summer lets join us a-

gain with love and peace for nature

in Hohenlohe“, so das amerikanische

Rockurgestein.

Auch als „Rockmanager“ alles fest im Griff: Rudolf Bühler

auf der Festivalwiese am Ortsrand von Wolpertshausen

Alles fest im Griff hat Rudolf Bühler,

der rührige Nebenerwerbslandwirt

aus dem hohenlohischen Wolpertshausen

bei Schwäbisch Hall. Unterstützt

wird der Geschäftsführer der

Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft

Schwäbisch Hall dabei unter anderem

vom Deutschen Bundesverband

der Landwirte im Nebenberuf e.V.

(DBN), dessen Mitglied Bühler ist.

„Bei der Unterstützung des Events

geht es aber auch vor allem um die

Inhalte und Ziele die hinter Rock for

Nauture stehen.“, betonte Jens Reichardt,

Bundesvorsitzender des

DBN. „In unserer heutigen Zeit, wo

mit Agrarchemie und Gentechnik

immer mehr Natur einem scheinbar

grenzenlosen Raubbau zum Opfer

fällt, wollen wir gemeinsam ein Zeichen

setzen. Mit einer nachhaltigen

und naturnahen oder ökologischen

Landwirtschaft geben wir der Schöpfung

nur einen Teil von dem zurück,

was wir ihr vorher nahmen.“ so Reichardt

weiter.

Am Wochenende vom 22. bis 24.

August erwarten Bühler und Reichardt

über 30.000 Rockfans aus

ganz Deutschland und angrenzenden

Nachbarländern wie die

Schweiz, Österreich und Frankreich.

Es wird ein tolles Fest sind sich die

Organisatoren sicher.

Ob richtiges

Woodstockfeeling

dabei aufkommen

wird, das wird vom

Wetter abhängen,

meinte Reichardt

noch schmunzelnd,

denn in

Woodstock versanken

1969 die

Fans bei strömenden

Regen im

Schlamm der Wiese.

„Aber hoffen

will ich mal auf

gutes Wetter.“, so

Reichardt weiter,

der für die Natur

viel übrig hat, aber

die Musik doch lieber bei einem trockenen

Open Air erleben möchte.

Haben auch Sie Interesse an dem

Konzert, dann rufen Sie uns an, oder

gehen ins Internet unter

www.rockfornature.de.

Wir bitten um Ihre Unterstützung und

freuen uns auf Ihren Besuch! ■


Seite 5 Unser Land - Infobrief Ausgabe Juli/Aug. ´08

20 Jahre Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall

Schwäbisch Hall (bad). Joe Cocker,

Scorpions, Nena, Ich+Ich und »Wir

sind Helden« auf einem Festival in

Hohenlohe? Was auf den ersten

Blick beinahe unglaubwürdig klingt,

ist Realität. Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft

Schwäbisch Hall um

ihren Vorsitzenden Rudolf Bühler

begeht mit einem Benefiz Open Air

ihr 20-jähriges Jubiläum, das es so

noch nicht gegeben hat.

Begonnen hat alles im Jahre 1988,

als man feststellte, dass von der

Rasse des Schwäbisch Hällischen

Landschweins nur noch sieben Sauen

existieren. Zuvor galt diese Rasse

sogar als ausgestorben. Deshalb

trafen sich in Schwäbisch Hall - Hessental

etwa 25 Förderer der alten

Landrasse und gründeten mit 17

Mitglieder die „Züchtervereinigung

Schwäbisch-Hällisches Schwein“.

Nun war ein organisatorischer Rahmen

für die Aufbauarbeit der alten

Traditionsrasse geschaffen. Mittlerweile

wird das Schwäbisch-Hällische

Landschwein wieder auf über 300

Betrieben gehalten. Zusammengeschlossen

sind sie in der Bäuerlichen

Erzeugergemeinschaft Schwäbisch

Hall. Vorsitzender ist Rudolf

Bühler.

Zwischen 1978 und 1984 arbeitete

Bühler als Entwicklungshelfer in Afrika

und Asien. Dabei merkte er, dass

die alten, einheimischen Landrassen

mit Klima und Futter viel besser zurecht

kommen, als die aus den Industrieländern

eingeführten

„Turbotiere“. Dieses Wissen setzte

er erfolgreich in die Tat um. Diese

Erfolgsstory soll nun mit Rock for

Nature gebührend gefeiert werden.

Mit nationalen und internationalen

Top-Gruppen und Solo-Interpreten

wie Megastar Joe Cocker soll 40

Jahre nach Woodstock Rock for

Nature Menschen auf fröhliche Weise

zusammenbringen und sie in ihrer

Einigkeit und dem Widerstand gegen

die Vernichtung ihrer natürlichen

Lebensgrundlagen bestärken und

ermutigen, für ihre eigene Zukunft

einzustehen. Bei dem auch vom

Welt-Bioverband IFOAM und Slow

Food Deutschland präsentierten

Festival steht deshalb Nachhaltigkeit

und Glaubwürdigkeit an erster Stelle.

Wir lassen die Sau raus!

„Wir wollen mit diesem Festival nicht

nur unser 20-jähriges Jubiläum begehen,

sondern auch auf sympathische

Art und Weise Zeichen setzen

für eine nachhaltige, gentechnikfreie

Landwirtschaft und vor allem auch

den Blick nach vorne richten“, so

Rudolf Bühler, Vorstandsvorsitzender

der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft

Schwäbisch Hall.

Joe Cocker äußert sich zu Rock for

Nature: „In Woodstock haben wir

gute Musik für Liebe und den Frieden

gemacht. Lasst uns diesen

Sommer in Liebe und Frieden mit

der Natur zusammenkommen. Lasst

uns zu Rock for Nature nach Hohenlohe

kommen.“ Megastar Joe

Cocker ist in dieser Zeit auf Welttournee

und fliegt deshalb nach seinem

Auftritt im Madison Square Garden

(New York) direkt nach Hohenlohe.

Das zeigt auch, dass er voll

hinter der Idee der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft

steht. Aber

Rock for Nature soll nicht nur ein

regionales Ereignis werden, sondern

es soll deutschlandweit für Furore

sorgen. Deshalb fand im Juni eine

Pressekonferenz in Berlin zusammen

mit den Scorpions statt, um das

Festival noch bekannter zu machen.

Komplettiert wird das Line-Up durch

Nena, Ich+Ich und Wir sind Helden

sowie über 30 Newcomer-Bands aus

der Region. Rudolf Bühler: „Wir

rechnen mit 30.000 bis 35.000 Festivalbesucher.“

Deshalb sollte man

sich frühzeitig das Festival-Ticket

sichern, um auch sicher dabei zu

sein.

Für bereits 88 Euro ist das Drei-

Tages-Ticket erhältlich. 5 Euro jedes

Tickets gehen an Bio-Projekte in

Indien.


Mehr Informationen

unter:

www.besh.de

Damit fing alles an: Um den Erhalt der regionalen Schweinerasse „Schwäbisch

Hällisches Landschwein“ zu sichern, schlossen sich hohenloher Bauern vor 20

Jahren zur Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, die heute über

1.000 Mitglieder zählt und über 300 Mitarbeiter beschäftigt, zusammen


Seite 6 Unser Land - Infobrief Ausgabe Juli/Aug. ´08

DBN unterstützt „Rock for Nature“ vom 22.-24.08.08

Eine gute Sache unterstützen, anderen

Menschen helfen und dabei

Spaß haben, wer will das nicht?

Geht nicht meinen Sie? Der Deutsche

Bundesverband der Landwirte

im Nebenberuf meint: Das geht!

Um Sie davon zu überzeugen, unterstützt

der DBN das Rockfestival

„Rock for Nature“ vom 22. bis 24.

August 2008 in Wolpertshausen bei

Schwäbisch Hall.

Eigentlich ist es ganz einfach, meint

Jens Reichardt, Bundesvorsitzender

des DBN. Musik ist ein hervorragendes

Medium um eine Botschaft zu

transportieren. Musik macht Menschen

froh, und das ist auch gut so.

Denn es geht darum, Hoffnung zu

vermitteln - Hoffnung, dass wir noch

immer mit den natur- und sozialfeindlichen

Auswüchsen einer sogenannten

„modernen“ Landwirtschaft

Schlussmachen können und uns der

Weg zur Umkehr noch nicht verschlossen

ist. Darum geht es bei

„Rock for Nature“, um deutlich zu

Weil wir mit einer naturnahen und

artgerechten Landwirtschaft der Umwelt

ein Stück von dem zurückgeben,

was wir ihr zuvor genommen haben:

Jens Reichardt, Bundesvorsitzender

des DBN präsentiert das Plakat von

„Rock for Nature“

machen, welche gesellschaftlichen

Zusammenhänge zwischen der Bewahrung

von Frieden und Natur und

Gerechtigkeit bestehen.

Auf unseren Feldern herrscht Krieg

und zu oft lassen wir Landwirte uns

davon anstecken, wenn wir um den

Acker des Nächsten streiten.

Zugleich vergessen wir unsere

christlichen Wurzeln und gesellschaftliche

Werte und öffnen damit

den eigentlichen „Kriegstreibern“ im

Hintergrund Tür und Tor.

Es ist doch nicht in unserem bäuerlichen

Interesse, die Grüne Gentechnik

in die Landwirtschaft einzuführen.

Aber einzelne Kollegen lassen

es zu, lassen sich blenden und merken

nicht, wie sie sich selbst damit

an die Interessen von Konzernen

und Spekulanten verkaufen.

Der DBN steht für eine nachhaltige

und familienbäuerliche Landwirtschaft

und das geht nur ohne „Grüne

Gentechnik“! Unterstützen sie wie

wir diese Botschaft!


Wir gratulieren!

Wir gratulieren!

Wir gratulieren!

Detlef

Gürgen

im Juni zum 60.

Lothar

Tiedemann

im Juli zum 70.

Gerhard

Stirnkorb

im Juli zum 50.


Seite 7 Unser Land - Infobrief Ausgabe Juli/Aug. ´08

Rudolf Bühler zur Story von „Rock for Nature“ in Wolpertshausen:

Der Natur eine Stimme geben!

Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft

Schwäbisch Hall (BESH), eine

bäuerliche Solidargemeinschaft von

fast 1000 Bauern aus dem Hohenloheschen

im Norden Baden-

Württembergs, veranstaltet ein friedliches

Festival für die Liebe zur Natur,

für Respekt vor der Schöpfung,

für die „Ehrfurcht vor dem Leben“,

wie es einst Albert Schweizer als

ethischen und moralischen Imperativ

formulierte.

Internationale Stars der Rockszene

feiern gemeinsam mit uns Bauern

auf einem Öko-Weizenfeld und protestieren

mit uns auf friedlich Art gegen

die fortlaufende Zerstörung unserer

natürlichen Lebensgrundlagen.

Ein Novum! Seien es Klimawechsel,

Erosion der Artenvielfalt oder sich

verbietende Eingriffe in die Information

des Lebens mittels „Gentechnik“,

der Natur auf neuer gesellschaftlicher

Ebene eine Stimme zu geben,

dies ist unser Anliegen mit „Rock for

Nature“.

Wir Bauern lehnen die Gentechnik

ab weil wir sie nicht brauchen. Weil

sie uns in die Abhängigkeit von der

chemischen Industrie führt und weil

sie ethisch und ökologisch nicht zu

verantworten ist. Die klassischen

Methoden der Tierzucht und Pflanzenzucht,

welche von uns Bauern

seit vielen Generationen und seit

Menschengedenken angewandt werden

zum nachhaltigen bewirtschaften

der Natur, reichen völlig aus für

die Sicherstellung einer gesunden

und wertigen Ernährung unserer Mitbürger,

und dies weltweit! Eine Ethik

der Verantwortung für unsere

Schöpfung und ein nachhaltiges

Denken für ökologisch vertretbares

wirtschaften mit der Natur und nicht

deren Verwirtschaften! Ernst-Ulrich

von Weizsäcker hat es in seiner

These vom „Faktor 4“ nachgewiesen:

ökologisch verträgliche Landwirtschaft

ist auf lange Sicht 4-fach

besser als die agrotechnische Landwirtschaft.

Zu diesem Ergebnis

kommt eine bilanzierende und die

volkswirtschaftlichen Wirkungen berücksichtigende

Wertung und ganzheitliche

Betrachtungsweise einer

nachhaltigen Nutzung der Natur und

unserer natürlichen Ressourcen.

Dass gentechnische Eingriffe

oder besser technische

Manipulation des

Saatguts bereits erste

Menschenopfer gefordert

hat, ist der Öffentlichkeit

weitgehend unbekannt

geblieben. In Nord-Indien

haben sich bereits mehrere

Tausend Kleinbauern -

die alternative Nobelpreisträgerin

Vandana

Shiva berichtet von 15

000 Fällen - in den

Selbstmord gestürzt, weil

sie gentechnisch manipuliertes

Saatgut von Monsanto

angebaut haben,

welches im zweiten Jahr

dann nicht mehr gekeimt

hat. Sie sind verarmt,

konnten ihren Kreditverpflichtungen

nicht mehr

nachkommen und ihre

Familien nicht mehr ernähren, haben

dann aus Scham und Verzweiflung

den Tod vorgezogen. Unser Festival

wendet sich in Solidarität gerade

auch an diese verarmten Familien

mit einer Spende von 5.-€ aus jedem

verkauften Festivalticket und 2.-€

aus jedem verkauften Tagesticket.

Weltweit beginnt sich nun ein Netzwerk

von Bauern unter dem Dach

von „Farmers Rights“ zu formieren,

welche sich gegen die gentechnische

Manipulation und Patentierung

des Saatguts durch Agrochemiekonzerne

wendet und den freien Zugang

zu Saatgut und Tierzucht als ein

bäuerliches Naturrecht fordert und

zu verteidigen bereit ist.

Mit dem Festival „Rock for Nature“

protestieren wir nun auf friedliche Art

gegen die Gentechnik und setzen

uns gemeinsam mit den großen

Stars für die Erhaltung unserer natürlichen

Lebensgrundlagen ein. Die

„Green Hereos“ der ökobewegten

Welt haben sich angesagt, um im

begleitenden „Rock For Nature Forum“

mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen

und Pressekonferenzen dabei

zu sein: Carlo Petrini als Gründer

und Weltpräsident von Slow Food,

die alternativen Nobelpreisträger

Percy Schmeiser und Vandana Shiva,

der Präsident des Welt-

Bioverbands IFOAM als auch die

Repräsentanten der nationalen Umweltverbände.

Diese zeichnen auch

als Kooperationspartner und unterstützen

mit ihrem Schulterschluss

unsere bäuerlichen Anliegen für die

Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen.

Eine zusammenfassende

Botschaft wird in dem „Rock For

Nature Manifest“ veröffentlicht werden.

Wir veranstalten unser ökologisches

Festival auch klimaneutral und haben

hierzu erstmals eine CO2-

neutrale Zertifizierung für eine Großveranstaltung

dieser Art veranlasst.

Auch bleiben Mc Donalds und Coke

außen vor, stattdessen gibt es Bionade

und Öko-Festivalbier als auch

ökologische und gentechnisch freie

Spezialitäten aus der Region mit

dem Besten was regionale Küche

und Keller zu bieten haben. Denn:

Naturschutz geht auch durch den

Magen und gutes Essen und Trinken

begreifen wir doch Alle auch als Kulturhandlung,

oder etwa nicht mehr?

Kommen Sie zu uns nach Hohenlohe

und Schwäbisch Hall, feiern Sie

mit uns und „Rock for Nature“ als ein

friedliches Festival für die Liebe und

den Frieden mit der Natur!

Ihr Rudolf Bühler


Seite 8 Unser Land - Infobrief Ausgabe Juli/Aug. ´08

Kooperation des DBN mit Delta Lloyd: Risiken richt

gut beraten sein - Sparpotentiale nutz

Zum Nutzen der Mitglieder eines

Verbandes ist es heute üblich, neben

den direkten Leistungen des

Verbandes auch besondere Angebote

über Rahmenverträge mit Unternehmen

anzubieten. Diese Rahmenverträge

bieten Möglichkeiten, über

deren Nutzung jedes Mitglied frei

und eigenständig entscheiden kann.

Der DBN hat einen solchen Rahmenvertrag

mit der Delta Lloyd Lebensversicherung

AG in Wiesbaden

abgeschlossen, der deutliche Vorteile

für seine Mitglieder gegenüber

Einzelverträgen bietet. Neben diesen

Vorteilen haben wir jedoch auch

noch andere wichtige Aspekte zum

Vorteil der Mitglieder im Auge.

Die Einkommenssituation der nebenberuflichen

Landwirte erfordert sorgfältige

Abwägungen auch bei Versicherungsbeiträgen.

Generell können

alle Absicherungen in drei Bereiche

eingestuft werden – je nach Auswirkungen

auf den Landwirt im Schadenfall:

• Schaden kann die berufliche

und/oder private Existenz finanziell

ruinieren

• Schaden beeinflusst die berufliche

und/oder private Existenz

finanziell erheblich

• Schaden kann ohne deutliche

Folgen aus Eigenmitteln getragen

werden

Je nach Einstufung ergeben sich

unbedingt erforderliche, nach persönlicher

Situation sinnvolle und

letztendlich auch nicht versicherungswürdige

Risiken.

Die Betrachtung von

„Pflichtversicherungen“ gehört hier

nicht dazu – zwar sind Alternativen

sicherlich rein theoretisch möglich,

aber eben wegen der „Pflicht“ nicht

zu realisieren.

Für den optimalen Versicherungsschutz

gibt es kein Patentrezept

Es ist sehr wichtig, Fehler zu vermeiden.

Hierzu einige typische Beispiele:

Fehleinschätzungen im Bereich

der Sachversicherungen; Fehlberatungen

durch mangelnde Branchenkenntnisse;

unzureichende Deckungssummen

u.a.m. – alle diese

Punkte führen zu Lücken im Risikoschutz.

Ein Beispiel ist dabei dem

DBN in den letzten Jahren verstärkt

aufgefallen: die Haftpflichtversicherung.

Die oftmals vorhandene private

Haftpflichtversicherung deckt keine

Schäden ab, die im landwirtschaftlichen

Nebenerwerbsbetrieb entstehen,

z.B. durch ausgebrochene Rinder.

Ebenso wichtig ist es heute, den

landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb

nach Umweltrisiken zu bewerten

und auch hier ggf. eine Umwelthaftpflichtversicherung

abzuschließen.

Zahlreiche gesetzliche Änderungen

und Neuerungen erfordern zur Absicherung

gegen finanzielle Nachteile

eine Überprüfung und ggf. auch eine

Anpassung bestehender Verträge

sowie ggf. zusätzlichen Versicherungsschutz.

Ein Beispiel dafür ist im

Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung

die Zahnersatzzusatzversicherung.

Aber auch die Abschaffung

von Widerspruchsverfahren

in immer mehr Bundesländern

(gegen einen Behördenbescheid

kann kein Widerspruch mehr eingelegt

werden), wodurch sofort der

Weg zum Verwaltungsgericht erforderlich

ist, führt zu Überlegungen

über Anpassung bzw. Notwendigkeit

einer Rechtsschutzversicherung.

Nebenerwerbslandwirte müssen bedenken,

dass in ihren Betriebe und

Felder z. T. erhebliche Werte darstellen,

die z.B. durch einen Brand

zerstört werden können. Eine Betriebsinhaltsversicherung

– richtig

gestaltet – schützt vor dem finanziellen

Risiko.

Auch der Bereich der Lebensversicherungen

und Altersvorsorge ist für

Nebenerwerbslandwirte wichtig. Je

nach Lebensabschnitt lassen sich

unbedingt notwendige Policen von

durchaus nützlichen und weniger

empfehlenswerten unterscheiden. In

diesem Zusammenhang spielen allerdings

viele Faktoren eine Rolle,

die individuell verschieden sind –

und genau hier können wir Ihnen

eine wichtige Hilfestellung geben.

Schon für viele berufsständische

Vereinigungen konnte die Delta

Lloyd Lebensversicherung AG Lösungen

bei der Altersvorsorge und

dem zunehmend wichtiger werdenden

Thema der finanziellen Absicherung

für den Fall der Berufsunfähigkeit

anbieten. Profitieren wir also von

diesen langjährigen Erfahrungen!

Ein Beispiel dafür, wie wichtig gute

Beratung ist, zeigt die Frage nach

der Risikoeinschätzung von Nebenerwerbslandwirten.

Sind diese z. B.

außerlandwirtschaftlich in einem

kaufmännischen Bereich tätig und

ereignet sich der schwere Unfall mit

erheblichen gesundheitlichen Folgen

aber in der Landwirtschaft, steht die

Frage im Raum, ob eine Leistung

nach Prüfung der Versicherungspflicht

vom Versicherer auch erbracht

wird. Hier kann es nach falscher

Beratung, entstanden durch

die unzureichende Berücksichtigung

der besonderen Arbeits- und Lebensform

der nebenberuflichen

Landwirte, schnell zu Problemen

oder gar dem Ablehnen einer Leistung

kommen. Mit der Kooperation

zwischen DBN und Delta Lloyd wollen

wir dies für Sie ausschließen.

Nutzen Sie dieses spezielle Knowhow

unseres Unternehmens und

sichern Sie sich Vorteile, die für Sie

als Mitglied des DBN gelten.

Die Initiative Alterskasse? – Nein

Danke! des DBN ist Ihnen sicherlich

bekannt. Die Problematik, dass die

In eigener Sache: Ausga

Bei der Umwandlung der Erstellungsdatei v

Druckformat verschob sich das Layout in d

Zwischenbilanz widerlegt LSV-Argume

„Kindererziehungszeiten“ ging verlore

folgend abgedruckt aussehen. Wir bitte

Versicherungszeiten der Ehefrau (38)

Berufsausbildung

Berufsausübung (ggf. Arbeitslosigkeit)

Kindererziehungszeiten

Summe:

Tabelle 3: Durchschnittliche Versiche

erwerbslandwirtschaftsfamilien nach


Seite 9 Unser Land - Infobrief Ausgabe Juli/Aug. ´08

ig abschätzen -

en

gesetzliche Absicherung ihrer gesundheitlichen

Risiken und der Altersvorsorge

im landwirtschaftlichen

Bereich nicht auf die besondere Situation

nebenberuflicher Landwirte

passt, ist inzwischen allgemein bekannt

und wird zurecht vom DBN

kritisiert – auch hier werden wir Sie

unterstützen und können Ihnen im

Bereich der sinnvollen und notwendigen

zusätzlichen Absicherung auf

privater Ebene Lösungen anbieten.

Als Nebenerwerbslandwirt gehen Sie

zwei beruflichen Tätigkeiten nach –

Ihrem Haupterwerb und eben dem

landwirtschaftlichen Nebenerwerb.

Bei der Gestaltung einer Altersvorsorge

wie auch des Berufsunfallrisikos

muss daher diese spezielle Situation

berücksichtigt werden um die

Möglichkeiten über beide beruflichen

Tätigkeiten optimal zu nutzen.

Zu einem Gespräch über Ihre ganz

persönliche Situation und die daraus

resultierenden Möglichkeiten werden

wir Sie über entsprechende, von uns

ausgesuchte Partner noch informieren.

Wir werden ein bundesweites

Netz von entsprechenden Möglichkeiten

schaffen und bieten Ihnen

bereits ab heute als Anlaufstelle

Bundesgeschäftsstelle des DBN an

– wir leiten Ihre Fragen, Wünsche

und Anforderungen an einen geeigneten

Partner weiter.


be „Unser Land“ 2/2008

on „Unser Land“, Ausgabe 2/2008, in das

er Tabelle 3 zum Artikel: „Repräsentative

nte“ auf der Seite 11 und die Zeile

. Richtig muss die Tabelle wie nachn

um Entschuldigung.

Jahre

3

8

6

Versicherungsträger

Deutsche Rentenversicherung

Deutsche Rentenversicherung

Deutsche Rentenversicherung

17 Jahre

ungszeiten der Ehegatten in Neben-

Anspruchsart ohne LAK


Seite 10 Unser Land - Infobrief Ausgabe Juli/Aug. ´08

Einkommenskombination als Chance für den ländlichen Raum

Die Bedeutung des Nebenerwerbs

Erwerbsarbeit im Wandel - Was

können wir vom Nebenerwerb lernen

Prof. Dr. Alois Heißenhuber

Leiter des Lehrstuhls Wirtschaftslehre des

Landbaus, TU München

Nebenerwerbslandwirtschaft ist die

häufigste Betriebsform in Deutschland.

Als klassische Form der Einkommenskombination

kann sie ein

Baustein für eine zukunftsfähige Entwicklung

des ländlichen Raumes

sein. Um dies zu vertiefen, laden wir

Sie zu unserer Tagung ein am:

23. September 2008 um 10.00 Uhr

im Anthroposophischen Zentrum

Wilhelmshöher Allee 261

34131 Kassel (Lageplan Bild oben)

Mit der Tagung und ihrer Aufbereitung

sollen:

• die zahlreichen positiven Effekte

für den ländlichen Raum stärker in

den Blickpunkt von Gesellschaft

und Politik gerückt und vertieft

analysiert werden

• Handlungsempfehlungen für Verwaltung

und Politik zur Stärkung

der Einkommenskombination in

der Landwirtschaft entwickelt werden

Tagesordnung

10.00 Uhr Anreise

10.30 Uhr Begrüßung und

Einführung ins Thema

Siegfried Jäckle,

Vorstand AgrarBündnis

Jens Reichardt

Bundesvorsitzender des DBN

Die Bedeutung des Nebenerwerbs

im ländlichen Raum - Ansätze zu

seiner Stärkung durch die Agrarpolitik

Wolfgang Reimer

Unterabteilungsleiter Strukturpolitik, Ländliche

Entwicklung, Ökologischer Landbau, Bundesministerium

Ernährung, Landwirtschaft und

Verbraucherschutz

Frauen und Nebenerwerb - eine

Feminisierung der Landwirtschaft?

Prof. Dr. Heide Inhetven

Department für Agrarökonomie und Rurale

Entwicklung Universität Göttingen

12.45 - 13.30 Uhr Mittagspause

Durch Hofübergabe vom Hauptzum

Nebenerwerb

Gerd Katenstroh

Haupterwerbslandwirt

Nebenerwerb in Ostdeutschland –

etwas Besonderes?

Prof Dr. Theodor Fock

Hochschule Neubrandenburg, Fachbereich

Agrarwirtschaft u Lebensmittelwissenschaften

14.30 - 14.45 Uhr Kaffeepause

Nebenerwerb zwischen Daimler

und Filder

Prof. Dr. Reiner Doluschitz

Fakultät Agrarwissenschaften, Leiter des

Fachgebietes Agrarinformatik und Unternehmensführung,

Universität Hohenheim

Abschlussdiskussion

16.00 Uhr Ende der Tagung

Die Veranstaltung wird mit Mitteln

der Landwirtschaftlichen Rentenbank

gefördert.

Kosten für Teilnahme am Mittagessen: 12,00€

Anmeldung per Fax: (05 61) 70 16 59 40 per E-Mail: schekahn@kasseler-institut.org

Hiermit melde ich mich für die Tagung „Einkommenskombinationen als Chance für den ländlichen Raum - Die Bedeutung

des Nebenerwerbs“ am 23. September 2008 in Kassel an.

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Titel, Name, Vorname

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Straße Nr.

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Telefon / Fax

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Institution

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Postleitzahl, Ort

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E-Mail / Internet

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Datum, Unterschrift

□ Ich nehme am Mittagessen teil


Seite 11 Unser Land - Infobrief Ausgabe Juli/Aug. ´08

Agrarbericht beweist: LPG-Strukturen weiter begünstigt

Hammelburg/Diebach (als). Wer

den Agrarbericht der Bundesregierung

genau liest, dem fallen

zwei Dinge ins Auge:

1. Von den nebenberuflichen Betrieben

- immerhin 60% aller landwirtschaftlichen

Unternehmen und 25%

der bewirtschafteten Fläche - wird

sehr wenig berichtet. Keine konkrete

Aussage zu dieser besonderen Arbeits-

und Lebensform im ländlichen

Raum, über ihre Bedeutung und Entwicklungsaussichten.

2. Auch nach der Wiedervereinigung

bestehen LPG-Strukturen fort, haben

sich aber von ihrer sozialen Verantwortung

im ländlichen Raum gelöst

und agieren - wie jedes Großunternehmen

in der Wirtschaft - im Interesse

der Erzielung maximalen Profits.

Dabei erhalten sie größtmögliche

Unterstützung von der Politik.

LPG-Struktur profitiert von Beihilfen

Wer die Zahlen auswertet stellt fest,

dass juristische Personen in den

neuen Bundesländern, meist LPG-

Nachfolgeunternehmen, im Durchschnitt

21.300 € je Arbeitskraft Direktbeihilfen

erhalten und damit etwa

doppelt soviel wie Klein- und Nebenerwerbsbetriebe

und die kleineren

und mittleren Haupterwerbsbetriebe.

Gleichzeitig liegt der ausgewiesene

Gewinn im Durchschnitt um ein Drittel

unter dem Gewinn der deutlich

kleiner strukturierten Haupterwerbsbetriebe

und GbR.

Dieser Umstand ist Ursache für den

desolaten Zustand weiter ländlicher

Gebiete in den neuen Bundesländern,

verschärft durch Abwanderung

und der allgemeinen demographische

Entwicklung. Gleichzeitig ist es

ein Argument für die Kappung und

Modulation der Direktbeihilfen. ■

Einladung zur Information und Diskussion mit

Vertretern des DBN an den folgenden Terminen:

Weidefest

Erntedankfest

Muswiese

am

15. bis 17.

August

2008

am

20. und 21.

September

2008

am

11./12. und

14.-16. Okt.

2008

Informationsstand auf

der Ausstellungsfläche

Infostand des DBN im

Elbauenpark

Gemeinschaftsstand

im Gewerbezelt

in 91592

Schönbronn

in 39114 Magdeburg

in 74585 Rot am See


Seite 12 Unser Land - Infobrief Ausgabe Juli/Aug. ´08

Vorläufige Tagesordnung zur DBN-Jahrestagung 2008 am:

22./23. November in Hannoversch Münden

Hannoversch Münden (jrs). Der

Deutsche Bundesverband der

Landwirte im Nebenberuf e.V.

(DBN) lädt seine Mitglieder und

alle Interessierten in diesem Jahr

zur traditionellen Jahrestagung

nach Hannoversch Münden.

Die niedersächsische Kleinstadt an

der Landesgrenze zu Hessen, zwischen

Göttingen und Kassel gelegen,

ist vor allem durch die wunderschöne

historische Altstadt mit den

zahlreichen Fachwerkbauten bekannt.

In der Region, wo Werra und

Fulda zur Weser zusammenfließen,

ist die Agrarstruktur traditionell durch

kleinere familienbäuerliche Betriebe

und insbesondere durch die nebenberufliche

Landwirtschaft geprägt.

In diesem Rahmen eingebettet, wird

die Jahrestagung 2008 des Deutschen

Bundesverbandes der Landwirte

im Nebenberuf e.V. im November

stattfinden.

Zu der Jahrestagung sind Sie herzlich

eingeladen. Werben Sie auch in

der Bekanntschaft und bei benachbarten

nebenberuflichen Landwirten

für die Teilnahme.

Der DBN bietet auch in diesem Jahr

ein attraktives Vorprogramm, welches

insbesondere für Teilnehmer

die in Busgruppen anreisen von Interesse

sein dürfte. Am Freitag, den

21. November, sowie am Samstagvormittag,

bieten wir verschiedene

Betriebs- und Stadtbesichtigungen

an. Fragen Sie bei Interesse nach! ■

Sonnabend

22. November 2008

14.00 Uhr Begrüßung

14.30 Uhr Grußworte

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr Agrarpolitische

Podiumsdiskussion

18.00 Uhr Diskussion

ab 19.30 Uhr

Abendveranstaltung

Sonntag

23. November 2008

09.00 Uhr Begrüßung

09.30 Uhr Fachreferat zu

aktuellem Thema

der Landwirtschaft

11.00 Uhr Kaffeepause

11.30 Uhr 1 Jahr Aktionsprogramm:

Alterskasse?

- Nein Danke!

13.00 Uhr Mittagessen

anschl. Abreise

Mehr Informationen

unter:

www.

nebenerwerbslandwirte.de

Marktplatz in Hann. Münden

Anfahrt zum Tagungsort

Rathaus von Hann. Münden

- aus Richtung Norden:

A7 Hamburg-Hannover-Kassel, Ausfahrt Göttingen, weiter

B 3 oder Hann.-Münden-Hedemünden

-aus Richtung Süden:

A 7 Frankfurt - Kassel, Ausfahrt Hann.-Münden /

Lutherberg

- aus Richtung Westen:

A 44 Dortmund-Kassel, dann auf die A 7

Richtung Hannover, Ausfahrt Hann.-Münden / Lutherberg

- aus Richtung Osten:

A 4 Dresden-Eisenach, dann auf die A 7

Richtung Kassel, Ausfahrt Hann.-Münden / Lutherberg


Seite 13 Unser Land - Infobrief Ausgabe Juli/Aug. ´08

Anmeldeformular zur DBN-Jahrestagung 2008 am:

22./23. November in Hannoversch Münden

Anmeldung per Fax: (03 90 34) 94 49 88

per E-Mail: bundesgeschaeftsstelle@nebenerwerbslandwirte.de

Hiermit melde ich mich verbindlich für die Jahrestagung des DBN am 22./23. November 2008 in

Hannoversch Münden an (Teilnehmerbeitrag 65,00 € p.P.):

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Titel, Name, Vorname

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Straße Nr.

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Telefon / Fax

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Tätigkeit / Mitglied im DBN (ja/nein) / Institution

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Postleitzahl, Ort

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E-Mail / Internet

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Datum, Unterschrift

Bitte ankreuzen:

Deutscher Bundesverband der

Landwirte im Nebenberuf e.V.

Bundesgeschäftsstelle

Sanner Dorfstraße 27

39606 Sanne-Kerkuhn

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Name, Vorname der Begleitperson

□ Ich bitte um ein EZ

□ Ich reise mit Begleitung und benötige ein DZ

□ Ich reise allein, möchte aber Unterbringung im DZ

□ Ich reise mit einer Busgruppe an

□ Ich möchte an der Lehrfahrt am 21.11.08 teilnehmen

Tagungshotel in Hann. Münden

Für die Teilnahme an der Jahrestagung

des DBN in Hannoversch Münden

wird, wie in den letzten Jahren

üblich, ein Teilnehmerbeitrag entsprechend

der Kostenkalkulation des

DBN unter Berücksichtigung der beantragten

Förderung aus Mitteln des

Bundesministeriums für Ernährung,

Landwirtschaft und Verbraucherschutz

in Höhe von 65,00 € pro Person

erhoben. Der Beitrag ist bei Anreise

an der Anmeldung im Tagungssaal

zu entrichten. Für Kinder/Schüler/Studenten

wird ein ermäßigter

Beitrag in Höhe von 40,00

€ erhoben. Im Beitrag sind das A-

bendessen am Sonnabend, die Ü-

bernachtung, das Frühstück und das

Mittagessen am Sonntag, sowie

zwei Kaffeepausen enthalten. Fahrkostenzuschüsse

nicht gezahlt. ■


Seite 14 Unser Land - Infobrief Ausgabe Juli/Aug. ´08

Was brachte uns der Milchgipfel?

Berlin (haf). Beim Milchgipfel, der

am 29. Juli 2008 mit zahlreichen

Teilnehmern aus Milchindustrie,

Handel, Politik und Erzeuger-

Verbänden unter Leitung von Bundesagrarminister

Horst Seehofer in

Berlin stattfand, konnte für die Milcherzeuger

ein wichtiger Teilerfolg in

den Bemühungen um eine nachhaltige

und langfristige Verbesserung

der Milcherzeugerpreise

erzielt werden.

Kurzfristig sollen die Forderungen

des Bundesverbands Deutscher

Milchviehhalter BDM e.V.

nach Anpassung des Umrechnungsfaktors

und die Abschaffung

der Molkereisaldierung umgesetzt

werden. Mit diesen Maßnahmen

wird eine Entlastung des

Marktes um ca. 1,5 % der Milchmenge

möglich.

Mittelfristig soll nach Willen Seehofers

auch die Bundessaldierung

abgeschafft werden, ob

dies noch dieses Jahr möglich sein

wird, ist aber unter anderem eine

Frage des Vertrauensschutzes, die

noch zu prüfen sein wird.

Für die Erzeuger bedeutet dies, dass

sie im verbleibenden Jahr strikte

Quotendisziplin halten müssen, um

nicht das Risiko einzugehen, keine

Saldierungsmöglichkeit zu haben.

Auch die Einführung der vom BDM

geforderten Umlage wird weiterverfolgt,

hierzu muss aber EU-Recht

geändert werden. Um hierfür die

Grundlagen zu schaffen, soll eine

Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern

des Bundesministeriums und

der Länderministerien sowie BDM

und Bauernverband gebildet werden.

Im Rahmen der Diskussion um die

geplanten jährlichen Quotenaufstockungen

verständigten sich Seehofer

und die Vertreter der Länderagrarministerien

dahingehend, diesen

Quotenaufstockungen von 1% pro

Jahr nur dann zuzustimmen, wenn

der Markt dies auch „vertrage“.

„Wenn man es genau nimmt, ist dies

ein erster Einstieg in eine Flexibilisierung

der Mengensteuerung“, zeigt

sich Romuald Schaber, Vorstandsvorsitzender

des BDM, überzeugt.

„Dies sind wichtige erste Schritte, die

zu einem Anstieg der Preise führen

können, dennoch warne ich vor einer

zu großen Erwartungshaltung, da

noch viele weitere Schritte umgesetzt

werden müssen, um unser Ziel

eines existenzsichernden Milchpreises

für die Erzeuger nachhaltig zu

erreichen.“

Trotz Milchlieferstopp: Die Regale im Einzelhandel

sind wieder gut gefüllt und die anhaltende Überproduktion

lässt die Milchpreise wieder fallen

„Wir hätten die bis jetzt erzielten Ergebnisse

niemals ohne den Einsatz

der Milcherzeuger erreichen können“,

bedankt sich Schaber zum

Schluss bei all denen, die mit ihrem

Engagement diesen Milchgipfel ü-

berhaupt erst ermöglicht haben.

Resolution an die Agrarminister

Die Situation der deutschen Milchviehhalter

ist nach wie vor angespannt.

Dies ist durch viel zu niedrige

Milchpreise und einem permanenten

Anstieg der Produktionskosten

bedingt. Die Milcherzeuger stehen

heute schlechter da als vor einem

Jahr. Als Reaktion fand in

sechs europäischen Ländern Ende

Mai/ Anfang Juni 2008 ein Milchlieferstopp

durch die Milchbauern statt.

Durch den Milchlieferstopp wurden

dem Markt ca. 500.000 to Milch entzogen.

Dennoch steht der Milchmarkt

nach kurzer Zeit schon wieder

enorm unter Druck und ist von einem

zu hohen Angebot gekennzeichnet.

Um das Ziel kostendeckender Milchpreise

nachhaltig zu erreichen, fordert

der Bundesverband Deutscher

Milchviehhalter dringend Sofortmaßnahmen

zur Reduzierung der Milchproduktion

sowie deren flexibler

Steuerung. Diese sind:

Anpassung des Umrechnungsfaktors

auf 1,03, Abschaffung der Molkereiund

Bundessaldierung sowie die

Einführung einer erzeugerfinanzierten

Umlage.

Die von der EU beschlossene 2%ige

Quotenerhöhung muss in der nationalen

Reserve geparkt und darf

nur dann zur Produktion freigegeben

werden, wenn kostendeckende

Milchpreise sichergestellt werden

können.

Der BDM fordert sowohl die Politik,

als auch die Molkereiwirtschaft

mit allem Nachdruck auf, die vorgeschlagenen

Maßnahmen so

schnell wie möglich zu beschließen

und umzusetzen.

Vorläufiges Ergebnis der

deutschlandweiten Umfrage

des BDM bei Milcherzeugern

Der BDM führt eine Befragung

aller Milcherzeuger in Deutschland

durch. Die Milchproduzenten werden

gefragt, ob sie die Forderungen des

BDM:

1. Änderung des Umrechnungsfaktors

in Deutschland von 1,02

kg/l Milch auf 1,03 kg/l Milch

2. Abschaffung bzw. Einschränkung

der Molkerei- und Bundessaldierungsmöglichkeiten

und

damit verbunden das Parken der

2%igen Quotenerhöhung in der

nationalen Reserve

3. Einführung einer Umlage zur

Feinsteuerung des Milchmarktes

unterstützen und eine flexible Mengensteuerung

über das Jahr 2015

hinaus wünschen.

Trotz guter Erntebedingungen haben

allein in der ersten Woche der Umfrage

rund 20.000 Milchviehhalter ihr

Votum abgegeben. Dreiviertel der

Teilnehmerzahl sind Mitglieder, die

anderen Nichtmitglieder. Dennoch ist

das Stimmungsbild unter beiden

Gruppen fast identisch:

90% der Mitglieder

bejahen beide Fragen

80% der Nichtmitglieder

bejahen beide Fragen

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