Februar

csaconnect.com

Februar

www.stadtblatt-ruhr.de 1 | 2007 Februar - März

stadtblatt:

Servicemagazin für Lebens- und Konsumqualität im Ruhrgebiet

im Mittelpunkt:

Leben Sie wohl!

Gesundheit & Naturkosmetik

Joy Denalane

...über Soul,

Familie

& Südafrika

Erscheinungsdatum: 7. Feb. 2007 | Nr. 10


Für Aktive ab 60

„Ich muss Kultur

hautnah erleben

– überall.“

Das BärenTicket bietet unglaublich viele Vorteile:

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BärenTicket-Inhaberin Sybille Hoch aus Solingen.


10

1 | 2007 Februar - März

Liebe Leserinnen und Leser,

das Stadtblatt geht nun tatsächlich schon ins Dritte Jahr – wer hätte das

gedacht J. Also heißen wir Sie vor allem und auch uns selbst im neuen

Jahr willkommen und freuen uns auf die Zeit, die vor uns liegt.

Über den Jahreswechsel haben wir unseren Internet-Auftritt runderneuert

und möchten Sie einladen, das Stadtblatt auch einmal online zu besuchen.

Wir entwickeln unsere Internet-Präsenz stetig weiter und wollen Ihnen

dort einen aktuellen Service rund ums Ruhrgebiet inkl. Newsletter bieten.

Besuchen Sie uns! www.stadtblatt-ruhr.de

Zum Unsymp in der letzten Ausgabe „Materialschlacht im Hausfl ur“, der

sich um „Einkauf Aktuell“, einen „Service“ Ihrer Deutschen Post, drehte,

haben wir zahlreiche LeserInnenbriefe erhalten. Fast alle mit dem Tipp,

der Post ihren unerwünschten Service doch einfach zurückzuschicken. Ein

paar gelbe Briefkästen gibt es ja noch. Die LeserInnen baten uns, diesen

Hinweis an Sie weiterzugeben, was wir hiermit gern erledigen.

Eine gute Zeit und viel Spaß beim Lesen wünschen das Stadtblatt-Team

und

Herausgeberin & Chefredakteurin

Aufruf an unsere Leserinnen und Leser!

Alternative Wohnformen – Wohnen im Alter

In einer der nächsten Ausgaben wollen wir uns ausführlicher dem Thema „Alternative

Wohnformen“ widmen. Nicht nur, aber auch mit besonderem Blick

auf das Wohnen im Alter. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Initiativen

und Projekten, von Ideen und Möglichkeiten, die vor dem klassischen Seniorenheim

bewahren. Und viele Menschen im Ruhrgebiet, die sich mit diesem

Themenfeld, einfach weil sie selbst älter werden, zu befassen beginnen.

Wenn Sie ein Wohnprojekt verwirklicht haben, das auch andere interessieren

könnte, wenn Sie Architektin sind oder Stadtplaner oder Bauherr oder ein

Grundstück haben, mit dem sie gern etwas Sinnvolles machen möchten, oder

wenn Sie auf der Suche nach Gleichgesinnten sind – dann melden Sie sich bei

uns! E-Mails an leserbriefe@stadtblatt-ruhr.de Stichwort: Wohnprojekte

inhalt:

4 Fritz Eckenga – kolumne:

Zwölf Zille Stach

5 kurzgemeldet:

stadtgespräch:

6 Joy Denalane

9 delikatessen:

Rezepte: Lachs im grünen Bett &

Knusprige Tofu-Bällchen

10 Rösters CoffeeCorner, Bio-Bier, Slowfood

11 Geschmackschule, Wintergemüse

12 mittelpunkt:

Leben Sie wohl!

Gesundheit & Naturkosmetik

Homöopathie bei Kindern.

14 Männer & Kosmetik

15 Stadtblatt-Test: Naturkosmetik für Männer

16 vorgestellt:* Kinderzahnheilkunde

17 vorgestellt:* Bronchitis & Co kindgerecht behandeln

18 Misteltherapien gegen Krebs

Die Familienklinik

19 ruhrgebiet:

Borussia Dortmund: Profi t durch Umweltschutz

Loremo: 1,5-Liter-Auto

20 Gewaltprävention für Kinder und Jugendliche

22 mehrwert:

Gasgeben mit Autogas

24 Vom Papier-Recycling zum Recycling-Papier

26 tipps & termine:

28 kleinanzeigen:

30 unsymp:

Weniger Mehdorn wäre Mehrwert

Impressum, Vorschau

* Artikel in der Rubrik „vorgestellt:“ sind in Zusammenarbeit

mit den jeweiligen Unternehmen erstellt worden.

stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März 3


Foto: Philipp Wente

kolumne:

Zwölf Zille Stach

Die faszinierende Welt

des Autoquartetts

Bevor ich ungefähr zehn Jahre später den Führerschein

dritter Klasse machte, besaß ich schon einen

gewaltigen Fuhrpark. Meine Mutter nannte ihn

„Staubfän-ger“, denn ich parkte meine etwa fünfzig

Kraftfahrzeuge auf den Fensterbänken von Kinder-

und Ess-Zimmer, hinter den Gardinen mit der

Goldkante, für die Frau Marianne Koch im Fernsehen

Werbung machte.

Mit der Größe meiner Matchbox-Auto-Sammlung

lag ich im gehobenen Mittelfeld meines Matchbox-

Autos-Sammler-Bekannten-Kreises. Unsere Väter

fuhren VW-Käfer, Fiat 600 und Ford Taunus. Wir

waren die Söhne, denen sie immer damit drohten,

dass sie es später mal besser haben sollten als sie

selbst. Im PKW-Segment hatten wir sie aber schon

überholt, bevor wir mit den Füßen an die Gaspedale

ihrer Kleinwagen reichten. Wir fuhren nämlich

beidhändig, und zwar Jaguar-E-Type, Ford

Mustang und die Citroen DS, die aber in unserer

Vorpubertät noch dem männlichen Geschlecht angehörte

und deswegen „Der Zitröhn“ hieß. Autotheoretisch

konnten unsere Alten uns schon längst

nicht mehr an die Karre pinkeln. Wir besaßen nicht

nur die heißeren Kisten, wir hatten auch die besseren

Karten.

„300 SEL sechstausendfünfhundert Kubik“. Der

dicke Benz schlug mit seinem versoffenen Hubraum

alle anderen. Damit kassierte man ab. Beim Autoquartett

kommt es darauf an, dass man weiß, was

unter der Haube steckt. Wir hatten keine Ahnung,

was Hubraum bedeutet, dass aber die sechseinhalb

Liter des 300 SEL viel mehr waren als die pisseligen

Einskommadrei des Alfa Romeo Giulietta Sprint,

das war klar wie Kraftstoff. Deswegen reichte uns

Experten auch die kurze Ansage „300 Hub“, damit

die anderen ihre Karten rausrückten. Jeder wusste,

das ist der goldene Mercedes mit den Doppelscheinwerfern,

der stach mit „sechseinhalb Hub“.

4 stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März

dung so oft und so immer,

dass er irgendwann zum

Allgemeinsprachgut

aufstieg.

Rüdiger-Ro-80-gebraten-160,

ich und die anderen Jungs

spielten immer Auto-quartett.

Die affi gen Blockfl ötenzicken aus

der Mädchen-Parallelklasse spielten Komponistenquartett.

Keine Ahnung, was da Trumpf war,

wahrscheinlich „Mozart 10.000 Noten Stach“.

Wir Jungens aber spielten Autoquartett. Immer.

Auf dem Schulhof in der Pause. Vor und nach der

Pause im Unterricht im Klassenraum der Schule.

Vor und nach der Schule in der immer von uns mit

der Ansage „Letzte Reihe!!!“ reservierten letzten

Reihe im Schulbus, spielten wir: Autoquartett. Es

sei denn, wir spielten Flugzeugquartett. Oder

Schiffequartett. Es sei denn, wir schingelten.

„Schingeln“ war ein anderes Spiel, das anderswo

auch „Schangeln“ genannt wurde. Karten

spielten dabei nicht mit. Beim Schingeln und/oder

Schangeln warfen wir kleine Geld-Münzen vor

Hauswände und dann ... na ja, die Regeln sind

schon arg kompliziert. Ihre Erläuterung würde Sie

möglicherweise überfordern. Aber nicht nur Sie.

Auch mich. Ich muss mich nämlich jetzt auf etwas

anderes konzentrieren. Auf eine Niederlage. Ich

bin zum Autoquartett spielen verabredet.

Mit ein paar Achtjährigen

aus meinem Bekanntenkreis.

Wir spielen zu ihren Bedingungen,

das heißt: Mit einem

neuen Blatt, Jahrgang 2006. Und ich

bezweifel‘ sehr stark, dass da noch irgendeine mir

bekannte „Zille-Hub-UM-Stach“-Karte vorkommt,

mit der ich im Teilnehmerfeld ganz weit vorne fahren

könnte.

Eckenga live

Du bist Deutschland?

Ich bin Einkaufen

10. Feb., Witten, Werkstatt

1. März, Bottrop,

Joseph Albers Gymnasium

weitere Live-Auftritte

fi nden Sie in unserem

Terminkalender ab Seite 26.

4 www.eckenga.de


Museumsplattform NRW im Internet

Virtuelle Museumsbesuche ermöglicht die neue

„museumsplattform nrw“, deren Pilotversion nun

freigeschaltet wurde. An dem Projekt beteiligen sich

bislang das Ludwig Forum für Internationale Kunst

Aachen, das Museum Bochum, das Museum am

Ostwall Dortmund, das Wilhelm Lehmbruck Museum

Duisburg, das Städtische Museum Abteiberg

Mönchengladbach sowie das Clemens-Sels-Museum

Neuss.

4 www.nrw-museum.de

Kulturportal NRW online

Musik, Theater und Tanz in NRW gibt es künftig

auf einen Klick: 25 Bühnen präsentieren sich neuerdings

auf einem gemeinsamen Internetportal. Das

Portal soll als komfortable Datendrehscheibe alle

Veranstaltungsinformationen der Partner bündeln

und aktuelle Informationen liefern. Über individuell

anpassbare Download-Funktionen kann sich

jeder Nutzer sein persönliches Informations-Profi l

erstellen.

Aus dem Ruhrgebiet beteiligt sind bisher die

Theater in Bochum, Dortmund, Essen, Mülheim,

Oberhausen, das Prinz Regent Theater

Bochum, aalto ballett theater essen, Aalto-

Musiktheater Essen, Philharmonie Essen,

PACT Zollverein Essen, Musiktheater im Revier

Gelsenkirchen sowie das Westfälische

Landestheater Castrop-Rauxel.

4 www.nrw-buehnen.de

GLS: Ethisch-ökologische Bank weiter auf Erfolgskurs

Mit 18 Prozent übertraf das Bilanzwachstum der

GLS Bank 2006 den Zuwachs des Vorjahres um

mehr als die Hälfte. Auch die Kundenzahl stieg

deutlich von 47.500 auf 52.000. Das Wachstum der

GLS Bank, die ihren Hauptsitz in Bochum hat, als

Marktführer im ethisch-ökologischen Geldbereich

spiegelt nicht zuletzt den Wertewandel in der Gesellschaft

wider.

Valentinstag am 14. Februar: Blumen fairschenken

Wenn Sie auf Blumen mit dem Flower Label achten, haben alle was davon:

Das Gütesiegel steht für menschengerechte und umweltweltfreundlichen

Blumenanbau. Das FLP (Flower Label Program) begeht den Valentinstag mit

dem Projekt „Valentin küsst fair“, das im Rahmen eines Programms der Aktion

Mensch gefördert wird. Es nimmt den 14. Februar zum Anlass, FloristInnen

davon zu überzeugen, FLP-zertifi zierte Ware in ihr Sortiment aufzunehmen.

Fragen Sie Ihre Floristin nach Blumen mit dem FLP-Siegel und erzählen

Sie ihr, dass Sie faire Blumen kaufen möchten - Nachfrage erzeugt Angebot.

4 www.fairfl owers.de

Die GLS Bank ist bundesweit tätig und fi nanziert

ausschließlich ökologische, soziale und nachhaltige

Projekte. Eines der wichtigen Elemente der Bank ist

die hohe Transparenz, auch im Kreditbereich. Die

GLS bietet alle banküblichen Angebote wie Geldanlage,

Darlehen, Investmentfonds, Girokonten und

Beteiligungen und hat darüber hinaus einen speziellen

Stiftungs- und Schenkungsbereich.

4 www.gls.de

kurzgemeldet:

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stadtblatt: Jobs

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wir ab sofort:

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Erfahrung im Printmedienbereich erwünscht. Sie recherchieren,

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Schriftliche Kurzbewerbungen bitte per E-Mail an:

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oder an: Stadtblatt Alsenstr. 55 44789 Bochum.

stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März 5


stadtgespräch:

Joy Denalane

über Soul, Familie

& Südafrika

Interview: Barbara Underberg

Fotos: Philipp Wente

Als Tochter einer deutschen Mutter und eines südafrikanischen Vaters 1973 geboren, wuchs Joy Denalane mit

fünf Geschwistern in Berlin-Kreuzberg auf. Mit sechzehn Jahren zog sie von zu Hause aus und begann sich auf die

Musik zu konzentrieren. Joys südafrikanischer Nachname Denalane [sprich: Dinalani] bedeutet soviel wie „strahlender

Stern“. Die 33Jährige ist verheiratet mit dem ebenfalls bekannten Musiker Max Herre.

6 stadtblatt: 01 | 2007 Februar-März


Ihr erstes Solo-Album „Mamani“ ist 2002 erschienen.

Es war sehr erfolgreich und wurde auch von

der Kritik gefeiert als famoses Debüt - Soul und

R&B mit guten deutschen Texten. Das aktuelle

Album „Born & Raised“ ist im Sommer 2006 erschienen,

alle Titel sind englisch gesungen. Wie

kam es dazu?

Das hat sich in der Schreibphase ergeben. Ursprünglich

hatte ich geplant, ein deutschsprachiges

Album zu machen mit drei, vier englischsprachigen

Songs. Auch „Mamani“ hatte ich ja schon gemischt

mit anderen Sprachen. So wollte ich es mit

dem Folgealbum im Grunde wieder machen. Aber

dann wurden die englischsprachigen Titel einfach

immer mehr, weil wir die Musik und die Texte in

einer Konstellation geschrieben haben, die wahnsinnig

viel Output gebracht hat. Sékou Neblett,

mein Mann Max Herre und ich sind lange befreundet

und hatten auch jeweils schon zu zweit gearbeitet,

aber zu dritt hatten wir bis dahin noch nie

produziert. Dass dabei soviel Output herauskommen

würde, wussten wir vorher gar nicht.

Wollen Sie mit den englischsprachigen Titeln über

Deutschland hinaus Europa erobern?

Das war nicht der Ansatz bei der Produktion der

Platte, aber natürlich bin ich offen für andere Märkte.

Es gibt auch Interesse. Europa zu bereisen fi nde

ich sehr interessant. In diesem Jahr werde ich in einigen

Ländern spielen, und dann sehen wir einfach

mal weiter.

In welchen Ländern ist das Album bisher

erschienen?

In Südafrika, in den Niederlanden und ... hm, ich

vergesse das immer wieder ... dann noch in Italien

und Griechenland. In diesem Jahr kommt es in

Frankreich, England und Japan raus.

Wie würden Sie Ihre Musik charakterisieren?

Es ist Blackmusic, sehr an Soul, HipHop und R&B

orientiert. Soulmusik.

Vor einigen Jahren haben Sie eine Konzertreihe mit

dem bekannten Jazz-Trompeter Till Brönner gemacht.

Steht etwas ähnliches auch in Zukunft an?

Jazzmusik ist natürlich etwas, das mich beschäftigt.

Aber ich habe nicht vor, in den nächsten Jahren

zum Beispiel eine Jazzplatte zu machen. Jazz und

Soul, HipHop und R&B sind Musiken, die voneinander

und durcheinander leben. Sie unterscheiden

sich natürlich durch bestimmte Merkmale, trotzdem

gibt es keinen Jazz ohne Soul, keinen Hiphop

ohne R&B und umgekehrt. All das fasse ich im

Grunde unter den Begriff Blackmusic. Jeder R&B-

Sänger hat auch die Techniken drauf, die ein Jazzsänger

beherrscht.

Ihr Vater ist Südafrikaner, das Album „Mamani“ hat

deutliche Bezüge zu Südafrika. Wie ist Ihr Verhältnis

zu diesem Land?

Der Großteil meiner Familie lebt in Südafrika. Ich

sage bewusst „Großteil“, weil die Familie väterlicherseits

wahnsinnig groß ist und alle leben in Südafrika.

Trotzdem haben wir einen sehr engen Kontakt.

Demnächst heiratet meine Cousine, und wir

wollen mit der ganzen Familie aus Deutschland rüberfl

iegen und dabei sein.

Als ich 2002 „Mamani“ aufgenommen habe,

waren mir meine südafrikanischen Wurzeln extrem

wichtig, so wichtig wie vorher nie. In dem

Jahr bin ich selbst Mutter geworden und habe in

der gleichen Zeit meine Mutter verloren. Es gab

„Es gab viele Gründe nachzuforschen und richtig

einzutauchen in die südafrikanische Musik ...“

viele Gründe nachzuforschen und richtig einzutauchen

in die südafrikanische Musik. Denn nun hatte

ich ein eigenes Kind, mein erstes, und habe natürlich

auch die Verantwortung wahrgenommen. Ich

wollte meinem Kind – und zwar im Detail - erzählen

können, wo es herkommt. Deswegen bin ich

in die südafrikanische Geschichte der Denalanes

eingetaucht.

stadtgespräch

Joy Delanane bei ihrem Auftritt in der Jahrhunderthalle bei der Verleihung der 1Live-Krone im letzten Jahr

Wo ist diese Geschichte genau verortet?

In Johannesburg und in Soweto. Ursprünglich

kommt mein Vater aus Johannesburg, aber dann

gab es in den sechziger Jahren die Gesetzeserlasse,

durch die die gesamte schwarze Bevölkerung in die

Townships ziehen musste. Mein Vater ist dann zum

Studieren nach Deutschland gegangen, seine Familie

musste nach Soweto ziehen. Dort leben heute

immer noch die meisten von ihnen, auch wenn einige

mittlerweile nach Johannesburg zurückgezogen

sind. Wenn wir in Südafrika sind, dann auch

immer in Soweto. Wir ziehen dann von Tante zu

Tante, ein paar Tage hier, ein paar Tage dort. Ich

fühle mich da sehr wohl.

Haben Sie auch Kontakt zu südafrikanischen

Musikern?

Mein sogenannter Onkel zum Beispiel, ein Cousin

meines Vaters, ist Hugh Masekela. Das ist einer der

berühmtesten südafrikanischen Musiker weltweit.

Da gibt es natürlich einen Kontakt, der einfach

auch familiär bedingt ist.

Rührt Ihr Engagement gegen Aids von Ihren südafrikanischen

Wurzeln?

Ja natürlich. Ich unterstütze eine Gruppe, die sich

„Wolanani“ nennt. Das sind Frauen, die HIV-positiv

sind und die nicht angewiesen sein wollen auf

Spenden, sondern die durch Arbeit ihr Geld verdienen

wollen. Damit vermitteln sie auch ihren Kindern,

dass man als Mensch eine Würde hat, dass

es einen Arbeitsmarkt gibt, auf dem man bestehen

kann und soll.

Diese Frauen leben in Townships in Südafrika, alle

sind HIV-positiv. In der Regel haben sie keine Män-

stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März 7


8 stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März

Born & Raised

ner mehr, zum Teil leben sie mit ihren HIV-positiven

oder aidskranken Kindern auf engstem Raum in

sehr ärmlichen Verhältnissen. Dennoch wollen sie

ihren Kindern ein Vorbild sein und arbeiten. Bei dieser

Gruppe leiste ich quasi Hilfe zur Selbsthilfe. Die

Frauen stellen Perlenarbeiten her, sie machen viel

mit Perlenkunsthandwerk. Ich nehme ihnen das zu

ihren Konditionen ab und verkaufe die Arbeiten

hier als Merchandise-Artikel.

Im letzten Jahr haben Sie u.a. mit ihrem Mann Max

Herre ein neues Label gegründet, „Nesola“ (Esperanto:

„nicht allein“). Was ist der Hintergrund?

Max und ich waren beide vorher bei Four Music,

und da sind die Verträge irgendwann ausgelaufen.

Da wir beide sehr autark arbeitende Künstler sind

und Max außerdem einen guten Überblick übers

Geschäft und gute Visionen hat, war einfach der

nächste Schritt, unser eigenes Label zu gründen.

Wir arbeiten nach wie vor eng mit Four Music zusammen,

aber wir haben uns ein Stück selbständiger

gemacht. Nesola ist ein Label, das gute

Musik und Inhalte transportieren will.

Was planen Sie als nächstes?

In diesem Jahr werde ich einfach mal ein paar

Länder in Europa bereisen und bespielen. Aber

vor allem ist Max jetzt mit seiner Platte dran.

Max und ich wechseln uns mit der Familienarbeit

immer ab. Wenn meine aktuelle Kampagne

zu Ende geht, ist Max wieder unterwegs

und ich bin Zuhause und erziehe die Kinder.

Für das Gespräch herzlichen Dank. n

Die aktuelle CD

erschienen bei Four Music (Sony BMG)

4 www.joydenalane.de

4 www.wolanani.co.za


Zutaten für 2 Personen:

Für das Lachsfilet

· 100 g Spinat (frisch o. gefroren)

· 100 g Lauch

· 2 Stiele Bleichsellerie

· 1/2 Biozitrone

· 2 Scheiben Lachsfilet à 130 g

(z.B. von Deutsche See)

· Salz

· Chilipulver (z.B. von Lebensbaum)

· 1 TL frischer, gehackter Ingwer

· 2 TL gerösteter Sesam

Für den Asia-Dip

· 3 EL helle Sojasauce

(z.B. von Arche)

· 3 EL Medium Sherry oder

Tawny-Portwein

· 3 EL passierte Tomaten

· 1/2 TL Honig (z.B. von Allos)

· 1 Prise Chilipulver

· 1/2 TL geröstetes Sesamöl

Gesund essen, Säure-Basen-

Kochbuch, 100 Genuss-Rezepte

E. Fischer, Dr. I. Kührer /

128 Seiten / Softcover /

12,90 EUR / ISBN 3-7742-8798-8

Lachs im grünen Bett

Zubereitung: ca. 30 Min. ı Nährwert/Portion: ca. 385 kcal

1. Den frischen Spinat verlesen, waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Den

Lauch und den Bleichsellerie waschen und putzen. Den Lauch längs halbieren und

in feine Streifen schneiden. Den Bleichsellerie in feine Stifte schneiden.

2. Die Zitronenschale dünn abschneiden und in feine Streifen schneiden (oder mit dem

Zestenreißer feine Streifen abreißen). Die Zitrone auspressen.

3. Die Lachsfilets abwaschen, trockentupfen, mit Salz und Chilipulver würzen.

4. Spinat und Lauch auf einem großen Teller verteilen. Die Lachsfilets darauf legen,

mit Zitronensaft beträufeln, mit Ingwer und Bleichselleriestiften bestreuen.

5. Eine Tasse in einen Wok oder einen großen, flachen Topf stellen. Den Wok ca. 5 cm

hoch mit Wasser füllen. Das Wasser zum Kochen bringen.

6. Den Teller mit dem Lachsfilet im grasgrünen Bett auf die Tasse stellen. Den Fisch

zugedeckt im Wasserdampf 10–12 Min. garen.

7. Für den Asia-Dip die Sojasauce mit Sherry, passierten Tomaten, Honig, Chilipulver

und geröstetem Sesamöl vermischen.

8. Die gedämpften Lachsfilets portionsweise auf dem Gemüsebett anrichten. Den Asia-

Dip und die gerösteten Sesamkörner auf das Lachsfilet geben.

Knusprige Tofu-Bällchen

Zubereitung: 40 Min. ı Nährwert/Portion: 320 kcal

1. Die Karotten und die Kohlrabi putzen und in feine Stifte scheiden. Die Frühlingszwiebeln

waschen, putzen und in dicke Ringe schneiden. (Zubereitet wird das Gemüse erst am

Schluss – minutenschnell. Wenn die Tofu-Bällchen schon fertig sind.)

2. Den Backofen auf 70°C (Umluft 50°C) vorheizen. Für die Tofu-Bällchen die Schalotte

und die Knoblauchzehe abziehen und hacken. Den Tofu kalt abspülen, trockentupfen

und mit der Gabel fein zerdrücken.

3. Den Tofu mit Schalotte, Knoblauch, Ingwer, Petersilie, Currypulver, Sojasauce u. Mehl vermischen.

Alles mit den Händen zu einer festen Masse verkneten. Mit Salz abschmecken.

4. Aus der Tofumasse kleine Bällchen mit 2,5 cm Durchmesser formen. Im Wok oder einer

Pfanne reichlich Öl erhitzen. Die Tofu-Bällchen darin rundum knusprig braun braten und

auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Dabei nicht zu viele Bällchen auf einmal ausbraten.

5. Fertige Bällchen im Ofen warm halten, bis die gesamte Masse verbraucht ist.

6. Wenn die Tofu-Bällchen fertig sind, wird das Gemüse zubereitet. Dafür im Wok oder

einer beschichteten Pfanne 1 EL Öl erhitzen. Die Karotten darin 1 Min. unter Rühren

braten. Kohlrabi und Frühlingszwiebeln dazugeben, leicht salzen und kurz braten.

7. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und das Gemüse zugedeckt 3 Min. dünsten. Das

Gemüse vom Herd nehmen, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

8. Das Wokgemüse portionsweise mit den Tofu-Bällchen anrichten.

Als Lieferant für hochwertiges Eiweiß ist Tofu eines der wertvollsten

pflanzlichen Nahrungsmittel. Er besitzt eine höhere biologische

Wertigkeit als Fleisch, Fisch oder Milch. Tofu ist frei von Cholesterin,

kalorienarm und mineralstoffreich. Tofu ist kein Säurebildner, was

sich positiv für das Säure-Basen-Verhältnis auswirkt.

Der SuperBioMarkt-Weinexperte empfiehlt:

Zum Lachsfilet: 2005er Terra Vita Rosé, Qualitätswein trocken,

Weingut Sander, Mettenheim/ Rheinhessen. Intensive Aromen

nach Erdbeere und Nüssen; runder, fruchtiger Geschmack und

harmonische Säurestruktur.

Zu den Tofu-Bällchen: 2005er TIL Gutscuvée, Qualitätswein

halbtrocken, Weingut Brüder Dr. Becker, Ludwigshöhe/ Rheinhessen.

Frische fruchtige Nase, helle Früchte, auf der Zunge belebendes

Spiel von Fruchtsüße und -säure, harmon. Abgang.

Beide Weine erhalten Sie natürlich in Ihrem SuperBioMarkt.

Ihr Einkaufszettel

Das brauchen Sie, je nach Rezept:, z.B.:

. je 100 g Spinat u. Lauch

. 2 Stiele Bleichsellerie

. 2 Scheiben Lachsfilet

. Ingwer u. Sesam

. Sojasauce u. Sherry

. Honig

. je 200 g Tofu, Karotten u.

Kohlrabi

. 4 Fru¨hlingszwiebeln

. Zitrone

. Ingwer u. Petersilie

. Sojasauce

Ihr SuperBioMarkt

in Dortmund:

Do-Hombruch, Harkortstr. 18

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Zutaten für 2 Personen:

Für das Gemüse

· 200 g Karotten

· 200 g Kohlrabi

· 4 Frühlingszwiebeln

· 1 EL Öl (z.B. von Davert)

· 5 EL Gemüsebrühe

(z.B. Würzl von Bruno Fischer)

· 1 EL Zitronensaft

· Salz, Pfeffer

Für die Tofu-Bällchen

· 1 Schalotte

· 1 Knoblauchzehe

· 200 g Tofu (z.B. von Taifun)

· 1/2 TL frischer, gehackter

Ingwer

· 2 EL gehackte Petersilie

· 1/2 TL Currypulver

(z.B. von Lebensbaum)

· 1-2 EL Sojasauce

· 1-2 EL Mehl

· Salz, Öl zum Ausbacken

Balance zwischen Säuren und Basen

Man sieht ihn nicht, man fühlt ihn nicht – trotzdem

hat der Säure-Basen-Haushalt einen Einfluss

auf unser Wohlbefinden. Ist er im Gleichgewicht,

können alle Stoffwechselvorgänge optimal ablaufen

und die Organe haben die besten Voraussetzungen,

um reibungslos zu funktionieren.

Ein Säure-Basen-Haushalt, der nicht im Gleichgewicht

ist, kann für dauerhaftes körperliches

Unbehagen verantwortlich sein.

delikatessen:

Eine latente Übersäuerung kann auch das Immunsystem

schwächen und zu frühzeitiger Alterung

führen. Hauptursache für eine Störung der Balance

zwischen Säuren und Basen ist einseitiges

Essen. Der Geschmack eines Lebensmittels sagt

jedoch nichts darüber aus, ob es sauer oder basisch

ist. Viel Obst und vor allem Gemüse tragen

zu einer ausgewogenen Ernährung bei und halten

den Körper im Gleichgewicht.

stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März 9


delikatessen:

Von Profi tbohnen zu Kanonen

Essen im 18. Jahrhundert: „Durch das Limbecker

Tor kamen die Planwagen herein, die am Weseler

Stapel die aus Holland kommenden Schiffsladungen

eingefrachtet hatten: Kaffee, Zucker, Tabak...“

Dieser holländische Kaffee stammte aus Java. Zusammen

mit anderen Kolonialwaren bildete er den

Grundstock für die spätere Industrialisierung im

Ruhrgebiet, so der Essener Historiker Lappenbusch.

Vom Ertrag der „Profi tbohnen“ kaufte z.B. Kolonialwarenhändlerin

Helene Amalie Krupp 1800 die

Gutehoffnungshütte. Napoleons Kontinentalsperre

eröffnete zudem die Möglichkeit, mit Kaffeeschmuggel

erheblichen Extraprofi t einzustreichen.

Eingesehene Dokumente im Firmenarchiv von

Krupp über die „Umgehung der Linie“, also die

Schmuggelrouten und Kontakte, wurden aber nicht

freigegeben. Später tauchten Krupps Kanonen vor

den Küsten der Kaffeeländer auf - z.B. als Bordgeschütze

imperialer Kanonenboote vor Ostafrika.

Helene-Amalias Java-Bohnen wurden unter mörderischer

Sklavenarbeit von der holländischen „Ostindischen

Kompagnie“ produziert. Für Kaffee-Export-Plantagen

wurden Nahrungsmittelfelder der

Einheimischen konfi sziert. Der Niederländer E. Dekkar

enhüllte die fürchterlichen Zustände in seinem

1860 erschienen Buch „Max Havelaar“, das zum

antikolonialen Bestseller wurde. Es ist dort heute

noch ungemein populär. Die niederländische und

die Schweizer Fairtrade-Organisationen heißen zu

seinem Andenken „Fairtrade/Max Havelaar“. Um

1900 war Dekker ein recht bekannter Schriftsteller

auch in Deutschland, er hatte lange in Ingelheim

gelebt. Wer sich mit ihm beschäftigen will, liest einfach

das Buch – oder kauft Fairtrade-Kaffee. Man

kann auch beides tun.

Der RÖSTER heißt Alex Kunkel.

4 www.derroester.de

10 stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März

(Alkoholfreies Bio-) Bier ist gesund!

Das Wissenschaftszentrum Weihenstephan an der TU München erbrachte erstmals den wissenschaftlichen

Nachweis über die gesundheitsfördernden Eigenschaften eines alkoholfreien

Bieres. Die Wissenschaftler attestieren den alkoholfreien Biobieren der Neumarkter Lammsbräu,

der weltweit führenden Ökobrauerei, ein hohes gesundheitsförderndes Potenzial. Das

bedeutet: Die alkoholfreien Biobiere wirken entzündungshemmend, entgiftend und schützen

vor freien Radikalen. Darüber hinaus wirkt das alkoholfreie Bioweissbier immunstimulierend

und allergievorbeugend.

Die ernährungsphysiologischen Eigenschaften des Lebensmittels Bier sind seit langem bekannt.

Gesundheitsbezogenen Aussagen stehen jedoch wettbewerbsrechtliche Einschränkungen

und nicht zuletzt der Alkoholgehalt im Wege. Zusätzlich sind ab 2007 gesundheitsund

nährwertbezogene Aussagen im Lebensmittelsektor durch die so genannte „Health

Claims Verordnung“ der Europäischen Union erheblich eingeschränkt – es sei denn, sie sind

wissenschaftlich untermauert. Diese hohe Hürde hat die Neumarkter Lammsbräu jetzt als

erste Brauerei für ihre alkoholfreien Biere genommen.

4 www.lammsbraeu.de

Schokoladenseiten

Slowfood Mittleres Ruhrgebiet

Das nächste Treffen von Slowfood Mittleres Ruhrgebiet fi ndet statt am 28. Februar in Herne,

Weinrestaurant Julius, Bahnhofstr. 62. Thema an diesem Abend ist „Schokolade“. Andreas

Meyer, Geschäftsführer der Eco Finia GmbH, die die Bio-Schokoladen-Marke „Vivani“

herstellt, trägt vor und steht zur Diskussion bereit. Um Anmeldung übers Internet wird

gebeten.

4 www.slowfood.de


Geschmackschule für Kinder und

Jugendliche

Die Geschmackschule ist eine neu gegründete Initiative für eine genussvolle,

gesunde und nachhaltige Ernährung von Kindern, Jugendlichen und jungen

Erwachsenen. Mit Sitz in Dortmund ist sie ein gemeinnütziger Verein, der

kostenlose Workshops rund um das Thema gesunde Ernährung anbieten

will. Zur Zeit befi ndet sich die Initiative noch im Aufbau und freut sich über

Unterstützung.

Tel. 0231.728 2071

4 www.geschmackschule.net

Wintergemüse

Bio statt Treibhaus

Der mitteleuropäische Winter gilt bei Meteorologen zwar als relativ mild,

aber selbst in diesem ungewöhnlich warmen Winter gab es im Ruhrgebiet

schon einige Tage unter null Grad. Und dann wächst buchstäblich kein Gras

mehr. Umso erstaunlicher, dass manche Gemüsearten doch noch ausharren.

Rosenkohl und Feldsalat schmecken gerade im Winter besonders gut, und

Grünkohl wird überhaupt erst nach den ersten Frostnächten bekömmlich.

Eine Sonderrolle spielt der Chicorée, der Spross der Zichorie, der nur bei

völliger Finsternis und in kühlen Innenräumen schmackhaft gedeiht. Auch

für ihn ist der Winter die beste Saison.

Natürlich wäre dieses Angebot allein wenig abwechslungsreich. Deshalb ist

bei uns traditionell - und das heißt seit den alten Germanen - Vorratshaltung

angesagt. Viele Gemüsearten, die im Herbst geerntet werden, halten sich

bei guter Lagerung bis zum Frühjahr: beispielsweise Kartoffeln, Möhren und

die meisten Kohlsorten.

Bio ist besser lagerfähig

Bio-Gemüse hat unter dem Aspekt der Vorratshaltung übrigens einen klaren

Vorteil gegenüber konventionellem Grünzeug: Durch die angemessene,

natürliche Düngung speichern die Früchte weniger Wasser und sind umso

besser lagerfähig. Auch beim Einlegen von milch- oder essigsaurem Gemüse

im eigenen Haushalt sind Bio-Produkte deshalb die beste Garantie für gutes

Gelingen und lange Haltbarkeit.

Im Winter ist Saison für Chicorée, Grünkohl, Feldsalat, Hülsenfrüchte, Rosenkohl,

Lager- und Tiefkühlgemüse sowie für viele andere regionale Spezialitäten.

Es gibt also keinen Grund, auf Treibhausgemüse auszuweichen, das

auch durch lange Transportwege schon einige Vitamine eingebüßt hat.

Qualität trägt

unseren Namen.

Gelb wie die Sonne, rein wie die Natur und

so vielfältig wie Ihr Geschmack – das ist das

Eigenmarken-Programm von basic, das unser

Gesamtsortiment von über 8000 Bioprodukten

abrundet. Und weil wir Frische genauso

groß schreiben wie Qualität und Auswahl,

finden Sie an unseren Frischetheken

für Wurst, Fleisch, Fisch und Käse regionale

Spezialitäten und Köstlichkeiten aus aller

Herren Länder. Den täglichen Vitaminschub

liefern Obst und Gemüse aus heimischem

Anbau und aus der ganzen Welt. Probieren

Sie selbst! Wir freuen uns auf Sie.

www.basicbio.de

Der frische Bio-Supermarkt.

Dortmund City

Weddepoth 2– 4 / Kampstraße 102

Essen City

Kettwiger Straße 64

Hagen, in der Volme Galerie

Friedrich-Ebert-Platz 3

Mo.–Sa. 8.00–20.00 Uhr

www.glanzer-partner.de


mittelpunkt:

Leben Sie wohl!

Gesundheit & Naturkosmetik

Wahre Schönheit kommt von

innen. An diesem alten Spruch

ist sicher viel dran. Wahr ist

auch, dass sanfte Heilmethoden

manchmal mehr bewirken als

eine chemische Keule. In diesem

Schwerpunkt beleuchten wir einige

gesellschaftliche Trends,

die mit unserem Wohlbefi nden

zu tun haben - von der Naturheilkunde

bis zur Naturkosmetik

für Männer.

Krötengift, Mondlicht, Arsen und

die Krankheit muss gehen

Homöopathie bei Kindern

Klingt ein bisschen gefährlich, ein bisschen

nach Hokuspokus: Homöopathie ist umstritten

und hilft doch heilen. Bei Kindern wirkt

sie Wunder. Homöopathie heißt „Ähnliches

mit Ähnlichem behandeln“- similia similibus

curentur. Der Vater der Homöopathie, Samuel

Hahnemann, wendete diese Art der

Therapie schon 1796 an, indem er verschiedenste

Substanzen aus der Natur in einem

speziellen Verfahren, der „Potenzierung“, so

oft verdünnte und verschüttelte, dass auch

Gifte wie Arsen oder Blausäure ungefährlich,

aber höchst wirksam wurden. Damit

legte der Chemiker vor über 200 Jahren den

Grundstein unserer heutigen Homöopathie.

Sinn der Homöopathie ist es, den kranken Körper zu

stärken und ihn zur Selbstheilung zu mobilisieren. Im

Gegensatz zu Antibiotika, die dem Körper die Abwehrarbeit

abnehmen, unterstützen die homöopathischen

Mittel ihn nur dabei. Besonders bei Kindern

ist dies gut möglich, da sie noch nicht so vorbelastet

durch Umwelteinfl üsse sind und die hoch potenzierten

Globuli bei den kleinen Körpern schnell wirken können.

Immer mehr Eltern greifen für ihren Nachwuchs

zu homöopathischen Mitteln. Bei hohem Fieber und

Infektionskrankheiten sind jedoch viele noch skeptisch

und geben den kleinen Patienten altbewährte Arzneien.

Dabei vergessen sie, dass Fieber und Husten gesunde

Abwehrreaktionen des Körpers sind.

12 stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März

Eine Glaubensfrage?

Angelika Müller hat mit ihrem Sohn

schon einige Erfahrungen in der Anwendung

der Homöopathie gemacht.

Florian ist drei Jahre alt und

ein alter Hase in Sachen Globuli. Als

er mit einem Jahr seine ersten Zähne

bekam, griff Angelika Müller zur Homöopathie.

„Florian hörte fast unmittelbar

danach auf zu weinen.“

Kann Homöopathie eine Glaubensfrage

sein, wenn Kinder die Wirkung

noch gar nicht in Frage stellen

können? „Homöopathie ist keine Philosophie,

sondern Therapie. Nach meiner

Erfahrung hilft sie eindeutig“, sagt

Angelika Müller überzeugt. Ob Asthma,

Neurodermitis, Bettnässen oder Hyperaktivität

– gegen alles ist ein Kraut gewachsen.

Homöopathie ist aber nicht gezwungenermaßen

pfl anzlich, sondern basiert auch auf tierischen

und mineralischen Substanzen. Bei einigen Inhaltsstoffen

ist jedoch Skepsis geboten. Vakuum

und Mondlicht sind laut vielen Ärzten keine seriösen

homöopathischen Mittel. Auch bei Versprechungen,

Homöopathie helfe bei Schulproblemen

oder Eifersucht auf Geschwisterkinder, sollte man

aufpassen. Soziale Probleme müssen auch auf sozialer

Ebene lösen werden. Kein Kügelchen kann

die Zuneigung der Eltern ersetzen.

Chemisch nicht nachweisbar

Die Wirkstoffe der Mittel sind im Endprodukt chemisch

nicht mehr nachzuweisen, keine Spur mehr

von Muttermilch oder Blei. Auch vom oft enthaltenen

Alkohol ist nach der Potenzierung nichts

mehr übrig, also gibt es laut Herstellern auch

keine Nebenwirkungen für Kinder. Wieso Homöopathie

trotzdem funktioniert? „Die Schwerkraft

gab es auch, bevor man einen Namen für

sie hatte“, sagt Gerlinde Heeren, Heilpraktike-


in aus Bochum. „Auch die Erstverschlimmerung

tritt nach der Globuli-Gabe nicht zwingend

auf. Wenn doch, ist dies eine natürliche Reaktion

des Körpers, die den Kindern heilen hilft“, so

Gerlinde Heeren. Damit der Homöopath stets

das passende Mittel verordnet, sind vorherige

Informationen über Schlaf- und Essgewohnheiten

sowie bestimmte Charaktereigenschaften

und Verhaltensmuster des Kindes unerlässlich.

Bei Kleinkindern ist der Homöopath auf die

Hilfe der Eltern angewiesen, Kindergarten- und

Schulkinder können selbst von sich erzählen.

„Homöopathie ist Ganzheitsmedizin. Deshalb

können auch psychosomatische und chronische

Krankheiten ausgeheilt werden“, so Heeren. In

akuten Fällen wie zum Beispiel Blinddarmentzündung

gehört ein Kind natürlich ins Krankenhaus,

und auch bestimmte Kinderkrankheiten

wie Masern oder Mumps sollten schulmedizinisch

behandelt werden.

Immer mehr Schulmediziner, auch Kinderärzte,

bieten zusätzlich Naturheilverfahren an. So

kann man durchaus schulmedizinische Behandlung

und Homöopathie kombinieren.

Wellness Führer Rhein-Ruhr

Auch Schweinen hilft’s

Dass Schulmedizin und Homöopathie keine Gegensätze

sind, beweist auch Doktor Michael Teut. Er ist

praktischer Arzt für beide Behandlungsmethoden

in Berlin. Zusammen mit einem Kollegen hat er die

„Sandkastenfi bel“ geschrieben, in der Eltern Tipps

rund um die Homöopathie für und mit Kindern erhalten.

Bei Verletzungen und Insektenstichen bekommen

die kleinen Patienten zum Beispiel „Arnica“. „Tabacum“

wird bei Übelkeit und Kaltschweiß, „Okoubaka“

bei Nahrungsmittelvergiftungen verabreicht.

Die Liste der Anwendungsgebiete für Kinder ist lang,

die Liste der Studien über Homöopathie wird immer

länger. Michael Teut versteht die Skepsis gegenüber

der Homöopathie nur bedingt. „Es gibt heute

viele Studien, die die Wirksamkeit homöopathischer

Mittel bei einer Reihe von Erkrankungen belegen.

Zum Beispiel ist die Wirksamkeit der Homöopathie

bei kindlichem Durchfall in mehreren hochrangigen

Studien gezeigt worden. Sogar bei Schweinen helfen

die Mittel.“ Und sicher nicht deshalb, weil die

Vierbeiner von der Wirksamkeit der Mittel überzeugt

sind. Solange es Skeptiker gibt, wird jedoch

weiter geforscht. Und das heißt für alle kleinen Patienten,

dass stets nach der besten Heilmethode für

sie gesucht wird. (ah) n

Fitness, Schönheit und Wellness mit 200 Top-Adressen. Der Ratgeber wendet sich an Frauen ab 35, die

auch ihren Alltag angenehm und schön gestalten wollen. Das Buch dreht sich um die neuesten Trends,

klassische Methoden und Tipps rund um Körper und Geist.

Klartext-Verlag, 175 Seiten, 14,95 Euro, ISBN/ISSN: 3-89861-537-5

Karl und Veronica Carstens-Stiftung

Die Stiftung arbeitet dafür, dass Ärzte zunehmend

beides, Naturheilkunde und Homöopathie

sowie die konventionelle Medizin,

beherrschen, um im Einzelfall entscheiden

zu können, welches Vorgehen am besten

hilft.

4 www.carstens-stiftung.de

Natur und Medizin e.V.

Fördergemeinschaft der Karl und Veronica

Carstens-Stiftung. Patientenberatung und Forschungsförderung:

Seit 1985 liefert der Natur

und Medizin e.V. Verbraucherinformationen

zu Naturheilverfahren und Homöopathie. Sitz

des Vereins ist Essen.

4 www.naturundmedizin.de

Die Sandkastenfi bel

Das Buch macht auf 100 Seiten Vorschläge

zur homöopathischen und naturheilkundlichen

Behandlung der 50 häufi gsten Kinderkrankheiten

von A (wie Ausschlag) bis Z (wie

Zahnung). Neu: Die homöopathische Schülerfi

bel inkl. Reiseapotheke.

4 www.sandkastenfi bel.de

Deutscher Zentralverein homöopathischer

Ärzte

4 www.dzvhae.de

Bundesverband Patienten für

Homöopathie

4 www.bph-online.de

Heilpraktikerin Gerlinde Heeren

4 www.naturheilpraxis-heeren.de

Arzt für Homöopathie, Michael Teut

4 www.michael-teut.de

Firmen, die homöopathische Mittel

herstellen und über Homöopathie

und Naturmedizin informieren:

4 www.wala.de

4 www.weleda.de

4 www pfl ueger.de

4 www.dhu.de

4 www.pascoe.de

stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März 13


mittelpunkt:

Kosmetik für Männer

Harte Kerle,

weiche Haut

Laut einer Umfrage im Auftrag der

MSD würden 18 Prozent der Männer

ihr Haar gegen einen Sportwagen

eintauschen. Es sieht also so aus,

als seien viele Männer völlig uneitel.

Und es heißt, Männer würden

- im Gegensatz zu Frauen - im Alter

attraktiver.

Bekanntestes Beispiel des in die Jahre gekommenen,

aber immer noch attraktiven Mannes ist Sean Connery.

In den letzten Jahren haben markante Typen wie

er allerdings Konkurrenz bekommen. Dieser neue

„Prototyp“ ist David Beckham als Verkörperung des

metrosexuellen Mannes: Er scheut sich nicht, Körperpfl

ege und Kosmetik in einer Weise einzusetzen, wie

es das gesellschaftliche Klischee eigentlich nur Frauen

zugesteht. Und nach Informationen des Industrieverbandes

Körperpfl ege und Waschmittel (IKW) sind

in 2006 die Umsätze im Bereich Herren-Kosmetik

um 4,5 Prozent auf 676 Millionen Euro gewachsen.

Ist dies also Ergebnis geschickter Werbestrategien

und geht es dabei ausschließlich ums Geldverdienen,

oder gibt es handfeste Gründe für speziell auf Männer

abgestimmte Kosmetikprodukte?

Der kleine Unterschied

Zunächst unterscheiden sich Pfl egeprodukte für Männer

durch ihren Duft. Der ist bei Shampoos, Deos oder

Duschgels „pour homme“ herber und markanter als

bei Frauenprodukten. Nicht zu vergessen ein ganzes

Sortiment, auf das Männer - zumindest wenn es um

die Gesichtshaut geht - ein Monopol haben: alles

Naturkosmetik auf einen Blick

14 stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März

rund um die Rasur. Gerade das Rasieren ist häufi g

eine Ursache für Hautprobleme von Männern. Ein

Mann verbringt durchschnittlich 3000 Stunden bzw.

140 Tage seines Lebens damit, sich zu rasieren. Eine

Strapaze für die Haut, sie ist stark gereizt und gerötet,

manchmal bilden sich Pickelchen, die so genannte

„Rasurfollikulitis“, oder Haare wachsen ein.

Neben dem Bartwuchs weist die Gesichtshaut bei

Männern weitere Besonderheiten auf. Sie ist im Vergleich

zur Haut von Frauen zwanzig Prozent dicker

und sie kann Feuchtigkeit besser speichern. Dadurch

ist sie lange Zeit widerstandsfähiger und hält dem

Zahn der Zeit länger stand. Darüber hinaus ist die

Talgproduktion in der Haut hormongesteuert und

männliche Hormone bewirken eine höhere Talgproduktion.

Aus diesem Grund sind für Frauen konzipierte

Pfl egecremes oft zu reichhaltig und führen bei

Männern zu fettig glänzender, unreiner Haut.

Eine speziell abgestimmte Zusammensetzung von

Lotionen und Cremes für Männer macht also durchaus

Sinn, denn Rasur und Hautstruktur bieten bereits

gute Argumente für speziell männliche Kosmetikar-

• pfl anzliche Rohstoffe aus biologischem Anbau

• keine Tierversuche

• Verzicht auf organisch-synthetische Farbstoffe, synthetische

Duftstoffe, Silikone, Paraffi ne und andere Erdölprodukte

• natürliche und naturidentische Konservierungsmittel

• keine radioaktive Bestrahlung

• Kontrollen durch unabhängige Prüfi nstitute

• Aktiver Einsatz gegen Gentechnik

• Ökologische und soziale Verträglichkeit im

Herstellungsprozess

4 www.kontrollierte-naturkosmetik.de

4 www.bdih.de

Preisvergleich

tikel. Milde, reizarme Inhaltsstoffe bewirken eine

deutlich bessere Verträglichkeit. So empfi ehlt sich,

auf Alkohol, Farbstoffe und synthetische Duftstoffe

zu verzichten. Ein Produkt, das nicht direkt zur Rasur

gehört, diese aber erheblich erleichtern kann, ist das

Peeling. Vor dem Rasieren angewendet, hilft es, das

Einwachsen von Barthaaren zu verhindern. Männer,

die zu Rasurfollikulitis neigen, sollten außerdem

häufi g die Rasierklinge wechseln. So vermeiden sie,

dass sich bei der Rasur über eine verbrauchte Klinge

Keime verbreiten.

Naturkosmetik für Männer

Auch die Naturkosmetik-Hersteller haben sich mittlerweile

der Männerhaut angenommen und Produkte

konzipiert, die die Haut nach der Rasur beruhigen

und mit Feuchtigkeit versorgen. Zehn Männer

aus dem Stadtblatt-Umfeld haben die speziellen

Männerprodukte der großen Naturkosmetik-Hersteller

am eigenen Leib getestet. Die Ergebnisse lesen

Sie auf Seite xx.

Tipp von Frau zu Mann: Der schickste Sportwagen

hilft nichts, wenn ein Stinkmops hinterm

Steuer sitzt. (ive) n

Weleda Rasierwasser 100 ml ca. 11.95 Euro

Logona mann Aftershave Lotion 100 ml ca. 9.95 Euro

Santé Homme Aftershave 100 ml ca. 9.95 Euro

Dr. Hauschka Gesichtstonikum 100 ml ca. 14.90 Euro

4 www.weleda.de

4 www.logona.de

4 www.sante.de

4 www.dr.hauschka.de

4 www.naturalbeauty.de


Großer Stadtblatt-Test:

Naturkosmetik für Männer

Gepfl egt verduftet

Nein, dies ist natürlich kein Beitrag

gegen männliche Eitelkeit oder gar

gegen die Männer selbst. Ganz im

Gegenteil. Wir mögen es ja, wenn

die Jungs um uns herum nett anzusehen

sind und schön riechen, dezent

natürlich. Und wir Frauen wissen es

nun wirklich: Von nix kommt nix.

Also mussten unsere Männer ran zum Test. 13 Männer

aus dem Stadtblatt-Team und –Umfeld haben

sich durch die mittlerweile zahlreichen Naturkosmetik-Produkte

speziell für Männer getestet. Die Männer,

zwischen 31 und 61 Jahren und ausgestattet

mit Haut und Haar von trocken über empfi ndlich

bis fettig, stellen einen guten Querschnitt durch

die Stadtblatt-Leserschaft dar. Vier Wochen lang

cremten, sprayten und salbten sie im Auftrag der

Stadtblatt-Forschungsabteilung.

Getestet wurde von Rasierprodukten über Hautcreme

bis zu Deo und Haarwasser alles, was die vier

großen Naturkosmetik-Marken zu bieten haben. Mit

dabei waren Weleda, Logona, Santé und Dr. Hauschka,

wobei Dr. Hauschka „Unisex“-Produkte anbietet

und keine eigene Männerserie hat. Wir lenken das

Interesse bewusst auf Naturkosmetik, da sie einerseits

spezielle Qualitäten (siehe Kasten) bietet und

andererseits in diesem Kosmetik-Segment Männerserien

noch relativ neu und nicht so bekannt sind.

Im Großen und Ganzen waren unsere Tester mit den

Produkten recht zufrieden, komplett durchgefallen

ist kein Produkt. Eher ist es so, dass einige Männer

einige Vorurteile (unmodern, unhandlich) ein wenig

revidiert haben und durch diesen Test auf die Idee

gekommen sind, demnächst weiterhin Naturkosmetik

zu benutzen. Hier reiben wir Ihnen nun die Ergebnisse

unter die Nase.

Weleda

Die Duschgels Salbei und Citrus kamen gut an, kritisiert

wurde, dass sie nicht gleichzeitig als Shampoo

deklariert sind („Soll ich etwa zwei Flaschen mit mir

herumtragen?“). Die Deos Salbei und Citrus wurden

überwiegend positiv aufgenommen, bemängelt

wurde der auf einen halben Tag begrenzte Schutz

vor Schweißgeruch. Das liegt wohl daran, dass Naturkosmetik

auf die sonst in Deos oft üblichen Aluminiumsalze

verzichtet. Packungshinweis von Weleda:

Das Deo kann mehrmals täglich angewendet

werden. Das scheint jedoch an der Lebensrealität

vieler Männer vorbeizugehen, die Fläschchen und

Tübchen nicht in Handtäschchen mit sich tragen

möchten.

Die Weleda-Rasierprodukte Rasierwasser und After

Shave Balsam wurden in der Hautverträglichkeit

recht gut bewertet. Minuspunkte gab es für Verpackung

und Packungsbeilage. Die Weleda-typischen

Glasfl aschen sind in der Benutzung direkt am Waschbecken

nicht ohne Tücke. Schnell wird mal was umgestoßen

oder fällt herunter. Die Flaschen können

zersplittern und z.B. Kinder verletzen. Die Beschreibungen

in der Packungsbeilage sind nicht unbedingt

männer-kompatibel. Begriffe wie „adstringierend“

(„zusammenziehend, bei Poren beliebt) oder „tonisieren“

(kräftigen) mögen wir Frauen durch jahrzehntelange

Schulung durch Kosmetikindustrie und

Frauenzeitschriften (Q 10 & Co) kennen – Männer

aber verstehen teilweise nur Bahnhof.

Kleiner Exkurs: Bei Frauenprodukten ist dies noch

viel extremer – und je teurer, desto französischer.

Wissen Sie etwa mit „Créme Riche Peaux Très

Sèches“ etwas anzufangen? Unsere Meinung: Solche

Namen sind schon Grund genug, den Quatsch

im Regal stehen zu lassen. Übrigens scheint es da

einen Zusammenhang zu geben: Je unverständlicher

der Name eines Produkts, desto schlechter sein Ergebnis

bei Ökotest.

Logona

Die Serie „mann“ bietet alles, was Mann so

braucht: Duschgel & Shampoo, diverse Rasierprodukte,

Lotionen für Gesicht und Körper, Haar-

wasser und Haargel. Die Verträglichkeit war bei

unseren Testern allgemein recht gut, überwiegend

kritisiert wurde jedoch der sehr holzige,

herbe Duft („riecht wie Klosterfrau Melissengeist“,

„nicht Freundin-kompatibel“).

Weiterer Kritikpunkt war die Produktbeschreibung

(„Was zum Teufel sind PEGs?“). Da erkennt

man ihn wieder, den Unterschied zwischen kosmetikinteressierter

Testheft-Leserin und Neuland

betretendem Test-Mann. Bei PEGs handelt es sich

um PolyEthylenGlykole, die als Emulgatoren Wasser

und Fett verbinden. Sie können die Haut für

Fremdstoffe durchlässig machen und sind daher

als Kosmetik-Inhaltsstoff umstritten.

Santé

Die Bewertung der Santé-Linie „Homme“ (franz.:

Mann, was sonst) liegt im mittleren Bereich. Der

Duft wird teilweise als angenehm, teilweise als zu

penetrant wahrgenommen. Beim Rasierschaum

war die Dosierung nicht ganz einfach, da das Produkt

nicht so stark schäumt wie konventionelle

Rasierprodukte. Sehr gut bewertet wurde das Rasurergebnis

– glatt wie ein Kinderpopo.

Dr. Hauschka

Eine eigene Männerserie hat Dr. Hauschka nicht

im Programm, aber die Unisex-Produkte kommen

auch bei Männern gut an. Das Fitness Körperöl

wird als sehr angenehm empfunden, das Gesichtstonikum

und die Gesichtscreme Quitte eignen

sich gut im Anschluss an die Rasur.

Tja, Jungs, Ihr seht, auch die kosmetischen Angebote

für Euch werden immer größer und spezieller.

Mann muss ja nicht gleich übertreiben und

den ganzen Tag mit Tuben und Tigeln herumlaufen,

aber die Zeiten, dass ein eingecremter Mann

„uncool“ ist, sind lange vorbei. (bu) n

stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März 15


vorgestellt:

mittelpunkt:

Kinder - die ganz

besonderen Patienten

Kinderzahnheilkunde: höchste Ansprüche an

psychologisches und praktisches Arbeiten zugleich

Interview mit Dr. Yvonne Knyhala

Was macht Kinderbehandlung aus?

Bei der Behandlung von Kindern muss man mit viel

Feingefühl arbeiten. Neben der professionellen,

praktischen Arbeit ist bei Kindern die psychologische

Arbeit ein ganz wichtiger Faktor. Das Kind

soll sich bei uns wohl fühlen und Vertrauen zu uns

entwickeln. Dabei ist es ganz wichtig, Kinder für

gute Mitarbeit viel zu loben. Eines unserer Ziele ist,

den Zahnarztbesuch für das Kind in sein alltägliches

Leben zu integrieren und die so häufi g beschriebene

Angst vor dem Zahnarzt erst gar nicht aufkommen

zu lassen.

Wann sollte ein Kind zum ersten Mal zum

Zahnarzt?

In der Regel gilt: je früher, desto besser. Die kleinen

Patienten werden in unseren Praxis kompetent

und liebevoll behandelt. Mit circa zweieinhalb Jahren

ist das Milchgebiss der Kinder vollständig vorhanden.

Zu diesem Zeitpunkt sollte eine erste Kon-

16 stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März

trolluntersuchung stattfi nden. Ab dann vereinbaren

wir halbjährliche Zahnarztbesuche, die auch

der Gewöhnung der Kinder an die erst noch fremde

Situation dienen sollen. Ungünstige Vorraussetzung

für einen ersten Besuch sind vor allem vorhandene

Zahnschmerzen, die eine sofortige Behandlung

notwendig machen, weil wir dann keine Gewöhnungsmöglichkeiten

haben. Wenn Eltern kariöse

Stellen bei ihren Kindern entdecken, sollten sie

möglichst schnell ihren Zahnarzt konsultieren.

Können auch kleinere Kinder bereits behandelt

werden?

Diese Frage lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten.

Wir versuchen, jedes Kind an eine Behandlung

zu gewöhnen. Dabei kommt es nicht selten

vor, dass sich auch zweijährige Kinder schon

behandeln lassen. Man darf die Kinder dabei allerdings

keinesfalls überfordern. Deswegen gilt:

Je kleiner der Patient, umso kleiner müssen auch

die Behandlungsschritte sein.

Unterstützend dazu gibt es

Möglichkeiten, das Fortschreiten

der Karies zu verlangsamen,

indem man mit

Chlorhexidinlacken arbeitet,

wie z.B. EC 40.

Wo setzen Sie Ihren

Schwerpunkt?

Der Schwerpunkt unserer Arbeit

liegt in der Prophylaxe,

die der Verhinderung von Erkrankungen

dient. Bausteine

der Prophylaxe sind Instruktion

und Motivation der

Kinder, professionelle Reinigung

der Zähne, Fluoridierungsmaßnahmen,Versiegelungen

und Speicheltests

zur Ermittlung des individuellen

Kariesrisikos. Auswertung

von Ernährungsplänen

runden das Gebiet der Prophylaxe

ab. Zweimal jährlich

wird bei jedem Kind in

einer individuellen Sitzung

der Status Quo der Putztechnik ermittelt und

das Kind wieder neu instruiert und motiviert.

Sollte es dennoch zu einer Karies gekommen sein,

arbeiten wir mit schonenden Verfahren mit dem

Ziel, möglichst viel gesunde Zahnhartsubstanz

zu erhalten. Neuste Füllungsmaterialien ersetzen

dabei konventionelle (Amalgam). Lasertechnik setzen

wir bei Kindern vor allem zur Kariesdiagnostik

sehr erfolgreich ein.

Was ist das große Ziel?

Unser Ziel ist, die kleinen Patienten angstfrei durch

ihr Zahnarztleben zu geleiten und die Kinder durch

die intensive Betreuung ihre Zähne so pfl egen und

schätzen lernen, dass sie bis ins hohe Alter ihre natürlichen

Zähne behalten. Der lebenslange Erhalt

der Zähne sollte erklärtes Ziel eines jeden Zahnarztes,

Kindes und Elternteils sein. n

Dr. Yvonne Knyhala

Seit 1998 führt Yvonne Knyhala ausschließlich

Kinderbehandlungen durch und ist seit 2001

niedergelassen in der Mülheimer Gemeinschaftspraxis.

Anerkannter Tätigkeitsschwerpunkt:

Kinderzahnheilkunde.

Gemeinschaftspraxis Dres. Weber,

Hildebrand, Althoff & Partner

Friedenstraße 2a/Ecke Werdener Weg,

Mülheim/Oppspring

Tel. 0208.38 00 31

4www.zahnarztpraxis-oppspring.de


Bronchitis &

Co. kindgerecht

behandeln

„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“ -

daran sollte man vor allem denken, wenn die

Kleinen einen Infekt wie beispielsweise eine

akute Bronchitis haben. Warum das so ist? Kinder

haben in diesem Zusammenhang ganz

andere Voraussetzungen als Erwachsene:

Kurze Atemwege

Die Atemwege sind bei Kindern enger als bei Erwachsenen.

Ein Problem entsteht im Falle einer Infektion:

Die Schleimhaut der Atemwege schwillt

bei Kindern im gleichen Umfang wie bei Erwachsenen

an: Der Durchmesser der Atemwege verringert

sich dramatisch. Eine schlechtere Belüftung

sowie Atemnot sind die Folgen.

Unreifes Immunsystem

So wie das Kind lernen muss, in unserer Welt zu

leben, so muss sein Immunsystem lernen, mit den

Krankheitserregern seiner Umwelt umzugehen.

Für ein Neugeborenes ist nach Verlust des mütterlichen

Nestschutzes jedes Bakterium und jeder

Virus eine neue, unbekannte Bedrohung. Mit zunehmender

Erfahrung steigt auch die Leistungsfähigkeit

des Immunsystems. Deshalb sind bei Kindern

bis zu zwölf Infekte pro Jahr noch durchaus

im Rahmen des Normalen.

Enge Kontakte

Kinder kommen sich beim Spielen und Toben naturgemäß

sehr nah, trinken gerne mit der besten

Freundin aus einem Becher oder teilen sich mit

dem besten Freund die Spielsachen… Ganz schnell

haben sie sich dann gegenseitig angesteckt.

Für Kinder geeignet: Infektabwehr

aus der Natur

In der Behandlung von Infekten der Atemwege

greifen viele Eltern auf altbekannte Hausmittel zurück:

Tee mit Honig, Inhalation von ätherischen

Ölen oder verschiedene Wickel. Diese bringen

häufi g Linderung. Was aber tun, wenn der Infekt

hartnäckig ist? Eine kindgerechte Behandlung von

Bronchitis & Co. sollte möglichst wirksam, dabei

jedoch auch sanft und sicher sein. Umckaloabo®,

der Wurzelextrakt aus der südafrikanischen Kapland-Pelargonie,

überzieht die Schleimhäute der

Atemwege mit einem Schutzfi lm, der das Anheften

von Krankheitserregern verhindert. Außerdem

mobilisiert Umckaloabo® körpereigene Abwehrzellen,

die Viren abtöten, hindert Bakterien an der

Vermehrung und wirkt schleimlösend.

Das ist gut für die Kleinen und die Eltern: Denn

eine schnelle Besserung bedeutet kürzere Fehlzeiten

im Kindergarten und in der Schule. Ein ganz

wichtiges Plus: Umckaloabo® ist sehr gut verträglich

- auch bei Kindern ab einem Jahr. n


mittelpunkt:

Misteltherapien gegen Krebs

Tod den Leukämiezellen

Die Kelten kannten sie, die Druiden schrieben ihr

heilende Kräfte zu. Heute ist die Mistel eine Heilpfl

anze, die es vor allem in der Behandlung von

Krebserkrankungen zu besonderer Berühmtheit

gebracht hat: sie ist in vielen Fällen Teil komplementärmedizinischer

Behandlungen und viele

Krebspatienten greifen auf Arzneimittel zurück, die

unter Verwendung der Mistelpfl anze hergestellt

werden. Gerade Eltern erkrankter Kinder fragen,

ausgerüstet mit dem Wissen über die oft erheblichen

Nebenwirkungen von Medikamenten, nach

Therapiealternativen.

„Wir beobachten eine wachsende Nachfrage nach

komplementären und alternativen Behandlungsmethoden.

Besonders in prognostisch ungünstigeren

Behandlungssituationen wollen bis zu 50 Prozent

aller betroffenen Familien in Deutschland komplementäre

Behandlungsmethoden anwenden“, so Dr.

Alfred Längler, Leitender Arzt der Kinder- und Jugendmedizin

am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke.

Zusammen mit Fachleuten von der Universitätsklinik

Charité in Berlin hat der Herdecker Spezialist

Tel. 02975 96700

ÜF ab 33 €

Wandern

Ski fahren

Ayurveda

Kosmetik

Massagen

Ruhig, tolles Panorama

www.landhaus-harbecke.de

57392 Westfeld, b. Winterberg

18 stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März

für Hämatologie und Onkologie kürzlich auf dem

Kongress der Amerikanischen Gesellschaft für Blutund

Krebserkrankungen eine Studie präsentiert, die

belegt, dass Mistelpräparate den Zelltod von Leukämiezellen

positiv beeinfl ussen. Zurückzuführen ist

das auf Wirkstoffe der Mistel, die das Wachstum von

Krebszellen hemmen und darüber hinaus das körpereigene

Immunsystem anregen. Dieses Ergebnis

auf dem weltgrößten Krebsforschungskongress in

San Diego hat Konsequenzen für die weitere Forschung:

auf Basis dieser neuen Daten läuft hierzu ein

Projekt an sechs deutschen Uni-Kliniken.

Die Misteltherapie soll nicht die schulmedizinischen

Therapien ersetzen, sondern kommt ergänzend für

den Patienten dazu. Die Kinderärzte am Gemeinschaftskrankenhaus

haben langjährige und durchaus

positive Erfahrungen mit integrativen Behandlungsansätzen,

in denen sowohl konventionelle wie auch

komplementäre Verfahren angewendet werden.

Trotz dieses Durchbruchs und obwohl die Misteltherapie

von den Krankenkassen in der Regel übernommen

wird, fi ndet sie noch nicht durchweg Akzeptanz.

Dies wird sich demnächst ändern, hofft Dr. Längler.

„Unsere Studie ist wasserdicht, an den Ergebnissen

kommt man heute nicht mehr vorbei.“ n

Die Familienklinik im

Gemeinschaftskrankenhaus

Herdecke

„Eltern werden, Eltern sein, Kindheit behüten, Jugend

fördern“ – das sind die Lebenssituationen, auf

die sich die Angebote der Abteilungen Geburtshilfe,

Kinder- und Jugendmedizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie

des Gemeinschaftskrankenhauses

Herdecke beziehen. In der Familienklinik werden Eltern,

Kinder und Jugendliche beraten und begleitet.

Bei der Geburt, bei Krankheit und bei seelischen

Belastungen des Kindes bzw. Jugendlichen wird

umfassende und ganzheitliche Versorgung gewährleistet,

indem Mitarbeiter der Geburtshilfe,

der Kinderheilkunde und der Kinder- und Jugendpsychiatrie

in interdisziplinären Teams zusammenarbeiten.

Die Arbeit der Familienklinik

orientiert sich an der naturwissenschaftlichen

sowie der anthroposophisch erweiterten Medizin.

Ausdrücklich werden die Geschichte der Familie

und ihr Entwicklungspotenzial in Diagnostik

und Behandlung einbezogen. n

4 www.gemeinschaftskrankenhaus.de


Fußball ökologisch

Borussia Dortmund:

Profi t durch Umweltschutz

Der Fußball-Bundesligaclub Borussia Dortmund ist

der prominenteste Teilnehmer der aktuellen Ökoprofi

t-Runde in Dortmund. Die Profi -Fußballer wollen

ein Umweltmanagementsystem einführen um damit

den Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Davon profi

tiert nicht nur das Unternehmen, sondern auch die

Umwelt.

Der Signal-Iduna-Park ist das größte reine Fußballstadion

Deutschlands. Die Spielstätte des Ballsportvereins

Borussia ist eine Kapazität in Sachen Zuschauerzahlen,

mehr als 81.264 Besucher fi nden Platz. Bei

dieser Größenordnung fallen auch die Kosten für die

Versorgung ins Gewicht. Energie, Wasser- und Abwasser,

Abfall und weitere Stoffströme zählen in der

Kostenrechnung zu den Umweltkosten, nicht nur im

ehemaligen Westfalenstadion. Diese Betriebskosten

zu reduzieren und damit gleichzeitig Ressourcen und

Klima zu schonen, ist Aufgabe des Ökoprofi t-NRW-

Programms, an dem Städte, Gemeinden und Unter-

nehmen mit Unterstützung des Landes teilnehmen

können. In Dortmund läuft mittlerweile die fünfte

Runde des Beratungs- und Qualifi zierungsprogramms,

mit dem Unternehmen fi t für den Umweltschutz

gemacht werden.

Bereits bei der Vorbereitung zur FIFA Weltmeisterschaft

in Deutschland hatten sich die Dortmunder

in der Aktion „Green Goal“ mit den Umweltauswirkungen

von Großveranstaltungen beschäftigt. Mit

der Teilnahme am Ökoprofi t-Programm will der BVB

nun ein weiteres gutes Beispiel für ökologisch verantwortliches

Handeln geben und gleichzeitig sparen.

„Wir wollen unsere Öko-Effi zienz verbessern“,

erklärt Dr. Christian Hockenjos, Leiter der Verwaltung

und Organisation beim BVB. Erste Erfolge gibt

es schon: Als größere Projekte wurde die Mülltrennung

im Verwaltungsgebäude sowie ein teilweiser

Austausch von Leuchtkörpern (LED) im Stadion umgesetzt.

(rb) n

ruhrgebiet:

4 www.bvb.de 4 www.oekoprofi t-nrw.de 4www.wirtschaftsfoerderung-dortmund.de

Sparmobil Loremo

1,5-Liter-Auto aus dem Ruhrgebiet

Noch zwei Jahre, dann ist es soweit: Die ersten „Low

Resistance Mobile“ (Loremo) sollen dann im Industriepark

Dorsten/Marl in Serie gehen. Der clevere Spaßfl

itzer mit einem Verbrauch von 1,5 Litern Diesel auf

100 Kilometer hat das Zeug zum Bestseller: Er wird ab

2009 für rund 10.900 Euro in mehreren Modellvarianten

zu haben sein. An Komfort, Spaß und Design

bietet der Loremo schon jetzt mehr als bisherige Sparautos,

die kaum über das Konzeptstadium hinausgekommen

sind.

Mit Hilfe der EU-Gebietsförderung

entsteht im nördlichen

Ruhrgebiet zunächst

ein Prototyp, der im

Herbst auf der IAA

in Frankfurt vorgestellt

werden

soll. Gebaut

wird er vom

Münchener

Auto-entwickler

Loremo AG,

der seinen Sitz

dazu nach Marl

verlegt hat. Die Idee hinter dem schnittigen Konzeptauto

ist die Frage, warum 1,5 Tonnen Stahl notwendig

sind, um einen Menschen von 80 Kilogramm zu

befördern. Seit 1993 ist Entwickler Uli Sommer dieser

Idee auf der Spur und konnte nach Gründung der Loremo

AG erstmals 2006 seine Umsetzung vorstellen.

Das schnittige Design-Auto ist eine Mischung aus

Porsche und Toyota, aufgebaut auf einer stabilen

stählernen Struktur mit einem puristischen, aber

komfortablen Interieur. Dadurch wiegt das futuristische

Individualmobil nur 450 Kilogramm und ist je

nach Modell mit 20 bis 50 PS motorisiert bis zu 160

oder 220 km/h schnell. Um Stabilität und Sicherheit

zu erhalten, wird vorn eingestiegen, hinten haben

entgegen der Fahrtrichtung sogar noch zwei kleinere

Personen Platz.

Dem unkonventionellen

Flitzer mangelt

es jedoch an

nichts: Rußfi lter,

On-Board-PC, Klimaanlage,

MP3-

Player und Navigationssystemgehö-

Weiterbildung Naturund

Wildnispädagogik

9 Monate in Kooperation mit

der VHS

Raum Köln März 2007

Raum Mainz Juni 2007

Raum Herford Oktober 2007

Aktuelles Kursprogramm

für Erwachsene, Jugendliche,

Kinder, Familien, Gruppen

Teutoburger Wald

Mödsiek 42, 33790 Halle

Tel. 05201-7352-70 Fax: -71

info@natur-wildnisschule.de

www.natur-wildnisschule.de

ren zur Serienausstattung, und ohne Hardtop wird er

sogar zum Cabrio. (rb) n

Interesse, Investoren und Ingenieursbewerbungen

nimmt Loremo entgegen unter:

4www.loremo.com

stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März 19


uhrgebiet:

Friedlich

miteinander leben

lernen

Gewaltpräventionsprogramme

für Kinder und Jugendliche

Die Gewaltbereitschaft von Kindern

und Jugendlichen steigt. Im Ruhrgebiet

gibt es daher seit etlichen Jahren

Gewaltpräventionsprogramme

und -trainings, die langfristig für

das Thema sensibilisieren und potenziellen

Tätern und Opfern Handlungsalternativen

vermitteln.

In den vergangenen Monaten verübten Jugendliche

einige spektakuläre Gewalttaten, die in den Medien

breit diskutiert wurden. Immer wenn Jugendliche

mit derart blinder Wut angreifen und töten, überschlägt

sich die Berichterstattung der Medien, Politiker

und Experten fordern ein „Frühwarnsystem“,

mehr Psychologen an den Schulen und ein Verbot

von „Killerspielen“. Dabei handelt es sich hier um

die traurigen Spitzen einer Entwicklung, die bei Kindern

und Jugendlichen allgemein bereits seit Mitte

der 90er Jahre manifest zu beobachten ist und der

nicht mit (punktuellen) Forderungen genüge getan

werden kann: Die Gewaltbereitschaft von Kin-

20 stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März

dern und Jugendlichen und die Intensität der Gewaltdelikte

nimmt deutlich zu, die Hemmschwelle

zu Straftaten sinkt. Das bestätigt die polizeiliche

Kriminalstatistik und das bestätigen vor allem Lehrer,

Pädagogen und Sozialarbeiter, die täglich mit

Kindern und Jugendlichen arbeiten und zum Teil

bereits seit etlichen Jahren durch Gewaltpräventionsprogramme

konkrete und effektive Hilfe holen

und anbieten.

Busbegleiter-Ausbildung

Auch im Ruhrgebiet gibt es von Seiten öffentlicher

und privater Einrichtungen, der Kirche und freiberufl

ichen Trainern ein breites Angebot an Präven-

tionsprogrammen und -trainings. In Duisburg bei-

spielsweise hat die Polizei bereits 1994 mit Gewalt-

prävention begonnen und bietet aktuell Lehrer-

fortbildungen und eine Busbegleiter-Ausbildung

für Schüler ab der 8. Klasse an – kostenlos für jede

interessierte Schule. „Die Busbegleiter-Ausbildung

dauert mindestens ein halbes Jahr und fi ndet ein-

mal pro Woche statt“, erklärt Kriminalhauptkom-

missar Wolfgang Thomas, verantwortlich für den

Bereich Gewaltprävention im Kommissariat Vor-

beugung. „Die Schüler lernen in Rollen- und Ver-

trauensspielen, wie sie während der Busfahrt Mit-

schüler ansprechen, die sich gewalttätig verhalten,

d.h. Mitschüler anpöbeln, mit ihren Schuhen die

Sitze verschmutzen oder auf die Scheiben sprayen.“

Ignoriert der betreffende Mitschüler die Aufforde-

rung, sein gewalttätiges Verhalten zu unterlassen,

entscheidet jeder Busbegleiter für sich, ob und bei

wem er den Vorfall meldet. Sowohl die instruierten

Busfahrer als auch verantwortliche Lehrer, Schulso-

zialarbeiter und Schuldirektoren stehen den Busbe-

gleitern in dieser Situation zur Verfügung und ent-

scheiden über die Strafe für den Täter. Diese kann

von einer Verwarnung oder Klassenkonferenz bis

hin zu einem Schulverweis, einem Hausverbot bei

der Duisburger Verkehrsgesellschaft DVG oder

einer Strafanzeige reichen. „Kinder unter 14 Jah-

ren sind im Sinne des Strafrechts zwar schuldunfähig.

Die wenigsten wissen aber, dass bereits Kinder

ab acht Jahren angezeigt und zivilrechtlich für ihre

Taten haftbar gemacht werden können.

Das bedeutet, dass entweder ihre Eltern Schmerzensgeld

oder Schadensersatz leisten müssen -

oder aber der Kläger holt sich einen so genannten

‚Titel’ auf das betreffende Kind. Der Titel gilt

30 Jahre, so dass das Kind als Heranwachsender

bzw. Erwachsener seine Schulden inklusive Zinsen

zahlen muss“, erklärt Wolfgang Thomas und fügt

hinzu: „Wenn ich ihnen das erzähle, kriegen die

Kinder große Augen!“

Selbstbewusstsein aufbauen

Eine der vielen Schulen, die das Angebot der Polizei

wahrnehmen, ist derzeit die Duisburger Gemeinschaftshauptschule

„In den Haesen“. Um ihren zukünftigen

Busbegleitern ein Höchstmaß an Sicherheit

und Rückendeckung zu geben, arbeiten Schule,

Duisburger Verkehrsgesellschaft DVG und Polizei

hier Hand in Hand: Die Busbegleiter werden in

jeder Klasse der Schule offi ziell vorgestellt, sie erhalten

von Seiten der DVG einen Ausweis, den sie

ihren Mitschülern vorzeigen können, und am Ende

der Ausbildung ein Zertifi kat. Um die fachliche

Qualität der Ausbildung zu sichern, wird jede Unterrichtsstunde

zudem gemeinsam von Wolfgang

Thomas (Polizei), Sigrun Oesterwind (Lehrerin) bzw.

Helmut Stockhecke (Sozialarbeiter) und Andreas

Grehl (DVG) geleitet. Zum einen bekommen die

Busbegleiter durch diese intensive Betreuung einen

fundierten Einblick in die unterschiedlichen Perspektiven

dieser Interessensvertreter, zum anderen

wird so eine gründliche Aufarbeitung und Supervision

der Erfahrungen garantiert, die die Busbegleiter

bei ihren ersten „Einsätzen“ machen.

Von entscheidender Bedeutung für den langfristigen

Erfolg dieses Präventionsprogramms ist außerdem

die Tatsache, dass das Selbstbewusstsein der


Schüler aufgebaut wird: „Oft haben sie zu Beginn

das Gefühl, ihre Mitschüler zu verpfeifen oder zu

bespitzeln - und es ist schwer aus ihren Köpfen herauszukriegen,

dass nicht sie die Buhmänner sind,

sondern die Schüler, die sich gewalttätig verhalten“,

erklärt Wolfgang Thomas. Hier gilt es, über Aufklärungsarbeit

das Bewusstsein der Schüler für Recht

und Unrecht zu schärfen und der Gewalt durch

einen Prozess des Umdenkens langfristig entgegen

zu wirken. Gewalt beginnt nämlich nicht erst da,

wo Kinder „ausrasten“ und brutal zuschlagen oder

töten – da also, wo Gewalt eskaliert. Gewalt beginnt

im „Kleinen“ und laut polizeilicher Defi nition folgerichtig

da, wo „eine Person an Körper oder Seele

verletzt bzw. eine Sache beschädigt wird“. Ein Kind

verhält sich deshalb bereits in dem Moment gewalttätig,

wo es andere Kinder beleidigt, bedroht, erpresst

oder wenn es „nur“ im Bus an den Sitzen

„herumschnitzt“.

Grenzen setzen, Strukturen schaffen

Und genau an diesem Punkt setzen Gewaltpräventionsprogramme

wie die Busbegleiterausbildung

sinnvoller Weise an: Ziel ist es auf der einen Seite,

den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, dass

sie bereits ein Opfer von Gewalt sind, wenn sie beleidigt

oder bedroht werden - ein Verhalten, was

die Täter in eigenem Interesse gern verharmlosen.

Und es gilt, diesen Kindern so viel Selbstvertrauen

und Zivilcourage zu vermitteln, dass sie sich dagegen

zur Wehr setzen und bei Bedarf aktiv Hilfe

holen - und nicht erst dann, wenn es „zu spät“

ist und sie geschlagen oder beraubt worden sind.

Auf der anderen Seite ist es dringend notwendig,

den Tätern rechtzeitig klare Grenzen zu setzen und

Strukturen zu schaffen, die es ermöglichen, ihre

Taten von offi zieller Seite öffentlich zu machen und

zu bestrafen. Denn auf diese Weise lernen sie, dass

selbst minimal gewalttätiges Verhalten nicht ohne

negative Konsequenzen bleibt und werden dazu

herausgefordert, sich zukünftig frühzeitig mit friedlicheren

Möglichkeiten der Konfl iktbewältigung

auseinanderzusetzen.

Es mag sein, dass die Busbegleiter-Ausbildung als

Gewaltpräventionsprogramm, vordergründig betrachtet,

wenig „spektakulär“ erscheint. Als Medienkonsument

hat man sich ja inzwischen an die

eindrucksvollen Bilder gewöhnt, die beispielsweise

das bekannte Anti-Aggressivitäts-Training (AAT)

von Prof. Jens Weidner illustrieren, das als Behandlungsmaßnahme

für Mehrfachauffällige sogar bei

Serienmördern eingesetzt wird. Auf dem so genannten

„heißen Stuhl“ werden hier die meist zur

Brutalität neigenden Straftäter von mehreren Anti-

Aggressivitäts-Trainern, Mitgefangenen und Psy-

chologen bewusst provoziert

und mit ihren Tatverharmlosungen,Rechtfertigungen,

den Folgen

ihrer Tat und ihren Schwächen

konfrontiert. Sie sollen

auf diese Weise lernen,

mit Provokationen

umzugehen und ruhiger

und überlegter darauf zu

reagieren.

Schwerverbrecher

verhindern

Bei Präventionsprogrammen

wie der Busbegleiter-

Ausbildung geht es nicht

um diese schwere Art von

Straftätern. Es geht vielmehr

darum zu verhindern,

dass sich grundsätzlich

gewaltbereite Kinder

und Jugendliche in Zukunft

zu „Schwerverbrechern“

entwickeln. Und

auch, wenn neben dem

Interesse der Lehrer und

Pädagogen an den Kindern berechtigterweise die

Sachschadenreduzierung als rein fi nanzieller Aspekt

aus Sicht der DVG eine Rolle spielt, so handelt

es sich hier dennoch um ein langfristig erfolgreiches

Programm, das sich in der Vergangenheit nicht nur

in Duisburg, sondern darüber hinaus in Städten wie

Gelsenkirchen, Bochum und Essen aufgrund der

deutlich sinkenden Straftaten in den betreffenden

Buslinien bewährt hat.

Dass man die zunehmende Gewaltbereitschaft von

Kindern und Jugendlichen nicht allein auf den steigenden

Medienkonsum oder „Killerspiele“ zurückführen

kann, liegt auf der Hand. Faktoren wie familiäre

Erziehungsbedingungen, Gruppeneinfl üsse,

Wohn- und Lebensbedingungen, gesellschaftliche

und persönliche Faktoren spielen hier eine entscheidende

Rolle. Es bedarf daher weniger eines

weiteren Verbotes von „Killerspielen“, denn einer

gesamtgesellschaftlichen Anstrengung, um dieses

Problem an der Wurzel aktiv anzugehen. Kinder

und Jugendliche an die Hand nehmen, ihnen zuhören,

ihre Probleme verstehen und Lösungen anbieten

- von einer vermeintlich emanzipierten und kultivierten

Gesellschaft ist das ist im Grunde nicht zuviel

verlangt: „Kinder wollen eigentlich friedlich miteinander

leben, wissen aber nicht, wie das geht“,

bekräftigt Klaus Wendorff, der die 1. Pfarrstelle Gewaltprävention

der evangelischen Kirche im Rhein-

land bekleidet und auf der Basis seiner langjährigen

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sein eigenes

erfolgreiches Training entwickelt hat.

Weichenstellungen

Bei seinem Konzept der Gruppenstreitschlichtung

steht nicht das „Reden über Gewalt“ im Mittelpunkt,

sondern der in einer Schulklasse oder anderen

Gruppe konkret bestehende Konfl ikt, der mit

Hilfe von gruppendynamischen Prozessen bearbeitet

wird: „Mein Training hat die Funktion einer Weichenstellung.

Die Klasse ‚biegt ab’ und hat sodann

die Möglichkeit, selbständig den Prozess der Veränderung

weiterzuführen.“

Die Nachfrage nach Gewaltprävention ist von Seiten

der Schulen - ob Hauptschulen, Gymnasien, Förderschulen

etc. - so hoch, dass sowohl Wolfgang Thomas

als auch Klaus Wendorff bis 2008 ausgebucht sind.

Nichtsdestotrotz verfügt jede Stadt über ein breites

Netz an Angeboten: Wer sich für konkrete Gewaltpräventionsprogramme

und –trainings interessiert, kann

sich an die örtlichen Polizeidienststellen und Jugendämter

wenden. Dort erhält man eine Übersicht über

aktuelle Angebote und Ansprechpartner. (fp) n

4 www.gewaltakademie.de

4 www.polizei-beratung.de

4 www.prof-jens-weidner.de

stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März 21


mehrwert:

Verkehr & Energie

Gasgeben mit

Autogas

Alternative Kraftstoffe sind in aller Munde,

sie sollen den Klimaschutz verbessern und

die Energieabhängigkeit verringern. Flüssiggas

– auch Autogas genannt und LPG

abgekürzt – ist eine kostengünstige und

umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen

Treibstoffen, denn bis 2018

bleibt Flüssiggas nun wie Erdgas steuervergünstigt.

Während unsere Nachbarn massiv

auf den günstigen Kraftstoff setzen,

steckt Autogas hierzulande noch in den

Startlöchern.

Kleines Rätsel zu Beginn: Geruchlos, günstiger als Benzin

oder Diesel, emittiert weniger Schadstoffe und verlängert

die Lebensdauer des Motors? Genau, Autogas.

Im Unterschied zum stark beworbenen Erdgas kann

Autogas als Flüssiggas bereits an rund 2100 Tankstellen

im Land gezapft werden – das sind 1400 Gelegenheiten

mehr als bei Erdgas. Einzige Voraussetzung: Nur

Fahrzeuge mit Ottomotor können das Gasgemisch aus

Propan und Butan nutzen und müssen dafür umgerüstet

werden. Der Umbau ist unkompliziert und kostet je

nach Fahrzeug zwischen 1500 und 3000 Euro.

Seinen Platz fi ndet der Tank in der Reserveradmulde

oder wird „unterfl ur“ angebaut, ein Pannenspray

ersetzt das Reserverad. Je nach Verbrauch verlängert

sich die Reichweite des Fahrzeugs um bis zu

500 Kilometer – denn der Benzintank bleibt bei den

„bivalenten“ (zweiwertigen) Fahrzeugen erhalten.

Während der Fahrt kann problemlos zwischen den

Treibstoffen umgeschaltet werden. Die Kosten für

den Umstieg haben besonders Vielfahrer schnell

wieder heraus, beim Autogas gilt die Faustformel:

„Tanken für die Hälfte.“ Und das wird so bleiben,

denn seit Juli 2006 steht fest, dass Flüssiggas bis

2018 steuervergünstigt ist.

Autogas ist Flüssiggas - und eigentlich ein Abfallprodukt.

Es entsteht als erstes fl üchtiges Produkt bei

der Raffi nierung des Rohöls. Früher wurde es abgefackelt,

heute können die Raffi nerien den Bedarf

Flüssiggas ist u. a. abseits von Versorgungsnetzen interessant

Bei bivalenten Fahrzeugen wird mit einem Schalter zwischen

Autogas- und Benzintank gewechselt

22 stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März

Fotos: Progas

Das Tankstellennetz wächst schnell

nicht mehr decken. Progas, Deutschlands größter

Flüssiggas-Lieferant mit Sitz in Dortmund, bezieht

das Gas von den Ölförderern in der Nordsee. 60

Prozent des deutschen Bedarfs werden importiert,

tiefkalt in Kesseltanks auf Schiffen und Zügen.

Weiterer Vorteil: Flüssiggas ist nicht leitungsgebunden,

Erdgas benötigt dagegen Pipelines und städtische

Leitungsnetze. Genau das macht Flüssiggas

als Heiz- oder Prozessenergie für alle Gewerbe und

Haushalte interessant, die abseits von Versorgungsnetzen

arbeiten und leben oder sich davon unabhängig

machen wollen. Für Haushalte interessant ist

Der Autogastank wird platzsparend in der Reserveradmulde

montiert

eine Heizungskombination aus Flüssiggas und Solarwärme

– sie gilt als wirtschaftliche und zukunftsfähige

Lösung. Allerdings hat beim Heizen Erdgas

mit 22 Prozent Marktanteil gegenüber ein Prozent

Flüssiggas noch die Nase vorn.

Damit das beim umweltfreundlichen Kraftstoff Autogas

auch so bleibt, hätten die Erdgaskonzerne auf

eine Ungleichbehandlung bei der Steuervergünstigung

zu Lasten von Autogas gedrängt, erzählt Wolfgang

Macholz, Geschäftsführer der Dortmunder

Progas. Vor einem Jahr wollten die Staatssekretäre

bei der Novellierung des Energiesteuergesetzes eine

Förderung von Erdgas bis 2020, bei Autogas bis 2009

erreichen – obwohl das Gesetz bereits eine Gleichbehandlung

bis 2015 vorsah. Die vorwiegend mittelständisch

geprägte Flüssiggasindustrie mit ihren rund

50 Unternehmen protestierte gegen den Einfl uss der

Konzerne, sie sah ihre Investitionen gefährdet.

„Allein in den letzten zwei Jahren haben die Flüssiggasversorger

knapp 40 Millionen Euro in den Ausbau

des Tankstellennetzes investiert und die Zahl der

Umrüstungen auf Flüssigasbetrieb ist auf Grund der

hohen Benzinpreise sprunghaft angestiegen“, betont

Macholz. Während die Zahl der gesamten Erdgas-

Tankstellen bei rund 700 stagniert, kamen im letzten

Jahr 1000 Autogas-Tankstellen hinzu. Die Zahl

der mit Flüssiggas betriebenen Fahrzeuge hat sich in

2006 mit über 100.000 mehr als verdoppelt. Autogas

entpuppt sich als Job- und Branchenmotor – den

die großen Erdgaskonzerne kritisch beäugen. Hinzu

kommen die technischen Vorteile von Auto- gegenüber

Erdgas. Durch die deutlich geringeren Druckverhältnisse

(Erdgas benötigt 250 bar, Autogas 9 bar)

sind Tankstellen schneller errichtet, die Antriebe sind

einfacher und kostengünstiger einzubauen.


Der Protest der mittelständischen Flüssiggas-Branche

hatte Erfolg: Seit Juli 2006 steht fest, dass sowohl Autogas

als auch Erdgas bis 2018 steuerbegünstigt bleiben

und gleichbehandelt werden. „Zwar haben wir nicht

die Finanzmacht der Konzerne und auch unsere Kunden

sind vorwiegend Mittelständler“, sagt Macholz,

„aber nun können die Autofahrer frei wählen, welche

Antriebsart sie bevorzugen und werden nicht durch fi -

nanzielle Anreize zugunsten von Erdgas manipuliert.“

Auf EU-Ebene wird ohnehin nicht zwischen den beiden

Kraftstoffen unterschieden. Denn in Ländern wie

Polen, Italien oder den Niederlanden ist das Fahren mit

Flüssiggas schon lange auf der Tagesordnung. Allein

in den unmittelbar angrenzenden Nachbarländern sind

rund drei Millionen Flüssiggasfahrzeuge unterwegs.

Die Vorteile von Autogas erkennen jetzt auch hierzulande

immer mehr Menschen. Schließlich kostet

Autogas im Überblick

Autogas ist Flüssiggas (Propan, Butan und deren Gemische) und wird vorwiegend bei der Förderung

von Erdgas und Rohöl als Begleitgas bzw. Bestandteil von nassem Erdgas gewonnen. Autogas

ist ein Kohlenwasserstoff, der sich bereits bei geringem Druck selbständig verfl üssigt und

dann nur etwa 1/260 seines gasförmigen Volumens einnimmt. Da keine aufwändige Verfl üssigung

erforderlich ist, ist Autogas recht kostengünstig. Das Autogas wird bei einem Druck von nur 6

bis 8 bar in einem Autogastank gespeichert. Der Prüfdruck der Tanks beträgt mind. 30 bar.

Flüssiggas zeichnet sich durch einen hohen Energiegehalt aus. Gleichzeitig verbrennt es schadstoffarm

und lässt sich gut lagern. Autogas eignet sich als Kraftstoff ebenso gut wie Benzin, Diesel oder Erdgas.

Die Qualitätsanforderungen an Autogas sind europaweit einheitlich geregelt und ermöglichen somit

einen problemlosen grenzüberschreitenden Einsatz der Autogasfahrzeuge. Eine der prägnantesten Eigenschaften

von Autogas ist seine hohe Klopffestigkeit, die den Zusatz von Additiven unnötig macht.

4 www.autogas-forum.de 4 www.progas.de

Autogas im Vergleich zu Benzin nur etwa die Hälfte.

Hinzu kommen geringere Wartungskosten, da Autogasantriebe

eine längere Lebensdauer besitzen.

Im Gegensatz zu Erdgas können auch Altfahrzeuge

umgerüstet werden. 2500 Euro kostet

der Umbau, bei jährlichen 15.000 Kilometern

rechnet sich die Investition bereits nach drei

Jahren. Feinstaub ist für die Autogas-Fahrer kein

Autogas kostet im Vergleich zu Benzin nur etwa die Hälfte, die

Abgasemissionen sind um 80 Prozent geringer

Thema: Schwefeldioxid, Benzol, Ruß und andere

Partikel treten erst gar nicht auf – zukünftige

Umweltzonen wären kein Problem. Die Abgasemissionen

sind im Vergleich zu Benzin oder Diesel

um 80 Prozent reduziert, die Belastung der

Umwelt durch das klimaschädliche Kohlendioxid

geht um 15 Prozent zurück. Neben den Kosten

ein Grund mehr, mit Autogas endlich Gas zu

geben. (rb) n

Die Ökumenische Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit fördert seit mehr

als 30 Jahren Entwicklung durch Darlehen.

� Oikocredit vergibt faire Kredite und bietet so Zehntausenden die Chance,

sich eine menschenwürdige Existenz aufzubauen.

� Oikocredit ist weltweit einer der größten privaten Finanziers von Mikrokreditprogrammen.

� In Nordrhein-Westfalen investieren 4.000 Anleger rund 40 Millionen Euro

in Oikocredit, mit zwei Prozent Rendite und hohem sozialem Gewinn.

Oikocredit –

in Menschen investieren

Zur Zeit 42 Autogastankstellen

im Ruhrgebiet:

Bochum: 2

Bottrop: 3

Dortmund: 8

Duisburg: 2

Essen: 5

Gelsenkirchen: 3

Hattingen: 1

Herne: 2

Kreis Recklinghausen: 15

Mülheim: 1

Die genauen Standorte fi nden Sie

unter

4 www.autogastanken.de

Faire Geldanlage

Informationen bei:

Oikocredit Westdeutscher Förderkreis

Adenauerallee 37

53113 Bonn

Tel.: 0228/68 80-280

E-Mail: oikocredit.bonn@t-online.de

Internet: www.oikocredit.org/sa/westdt

stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März 23


mehrwert:

Steinbeis Temming Papier GmbH & Co

Vom Papier-Recycling

zum Recycling-Papier Fotos:

Die Wurzeln des heutigen Unternehmens Steinbeis

Temming reichen tief: 1866 wurde in Gemmrigheim

am Neckar eine Mahlmühle und Holzstofffabrik

gegründet; Peter Gerhard Temming gründete

1895 den Standort in Glückstadt an der Elbe. Aufgrund

des hohen Wasserbedarfs suchen Papierfabriken

immer die Nähe zu Flüssen. Glückstadt als

Unternehmenszentrale und Gemmrigheim sind auch

heute noch die Standorte

des Unternehmens, insgesamt

mit 700 Beschäftigten.

Mittlerweise gilt

Steinbeis Temming seit

drei Jahrzehnten als führend

in der europäischen

Recyclingpapier-Industrie.

Hier werden – und zwar

ausschließlich - grafi sche

Recyclingpapiere aus 100

Prozent Altpapier entwickelt

und produziert. Von 1931 bis 2001 Aktiengesellschaft,

erwarben Steinbeis & Consorten

1974 eine maßgebliche Beteiligung an der

Peter Temming AG. Das Unternehmen konzentriert

sich seither auf die Herstellung von Recyclingpapier

auf der Basis von Altpapier. Aktueller

denn je ist der schonende Umgang mit der Ressource

Papier. Internet und E-Mail haben vieler Vorhersagen

zum Trotz nicht zu einem geringeren Papierverbrauch

geführt – im Gegenteil.

Die besondere Kompetenz von Steinbeis Temming

liegt in der fortwährenden Perfektionierung der stofflichen

Aufbereitung von Altpapier und der technisch

herausragenden Fähigkeit, daraus wieder neue Katalog-,

Büro- und Farbpapiere zu entwickeln. Die Produktion

von Recyclingpapier gliedert sich in vier Bereiche:

1. Altpapierannahme

Sortiertes Altpapier wird in Ballen und in loser Form

klassifi ziert auf dem Betriebsgelände gelagert.

2. Altpapieraufbereitung

Unter Einsatz umweltverträglicher Hilfsstoffe wird

das Altpapier nach selbstentwickelten Verfahren energie-

und wassersparend aufgelöst und mechanisch

von Verunreinigungen befreit. Im anschließenden

Deinking-Verfahren werden die Druckfarben ent-

24 stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März

fernt. Es folgt eine schonende Bleiche. Zuletzt

wird der Faserbrei neutralisiert.

3. Papierproduktion

Die aufbereiteten Altpapierfaserngelangen

dann

zu den Pa-

Lasse Brinck,

Leiter der

Abteilung

Verkauf &

Marketing,

im Interview:

piermaschinen. Nach einer

mechanischen Entwässerung werden

die Papierbahnen über dampfbeheizte

Zylinder geführt und getrocknet. Je nach

Papierart wird das Papier gestrichen oder geleimt.

4. Ausrüstung und Versand

Das fertige Recyclingpapier wird anschließend zu

Rollen oder Riesen verarbeitet und Just-in-time für

den Versand vorbereitet.

Steinbeis Temming

Wie sehen Sie – sowohl technisch als auch

ökonomisch - die Zukunft auf dem Markt für

Recyclingpapiere?

Recyclingpapiere sind in den letzten Jahren durch

massive Forschungsaktivitäten und große Investitionen

sehr weit gekommen. Weiße und Sauberkeit

moderner Recyclingpapiere genügen höchsten

Anforderungen. Trotz dieser Qualitiät sind moderne

Recyclingpapiere im punkto Umwelt den nichtrecycelten

Papieren weit überlegen.

Herkömmliches Papier verbraucht dreimal so viel

Energie in der Produktion wie Recycling-Papier

und stößt dabei natürlich signifi kant mehr CO2

aus. Auch der Wasserverbrauch bei der Herstellung

von gewöhnlichem Papier ist fünfmal so hoch

wie bei uns. Hinzu kommt, dass das Abwasser bei

der Herstellung von einfachem Papier etwa viermal

so stark verschmutzt wird wie bei der Herstellung

von Recyclingpapier. Die Forschung geht natürlich

weiter und wird dazu führen, dass die Vorteile von

Recycling-Papier noch größer werden.

Welche Pläne hat Steinbeis Temming als mittelständisches

Unternehmen im Wettbewerb

mit den Global Playern der Papierindustrie?

Steinbeis Temming ist ein spezialisiertes Unternehmen

in einer sehr großen Industrie. Dennoch sind

wir durch unsere Fokussierung und unsere Erfahrung

das führende Unternehmen in der Recycling-


Kreislauforientierte Produktion

Das Produktionskonzept von Steinbeis Temming

ist in hohem Maße kreislauforientiert - sowohl in

Bezug auf die Wasserversorgung als auch beim

Energiebedarf. Große

Summen

Papier-Branche. Die großen bekannten Papierkonzerne

sind stark an ihre Forstbetriebe gebunden.

Steinbeis Temming wird in diesem Wettbewerb

weiterhin die technologische Führungsposition

halten und ausbauen.

Was kann künftig weltweit das Alleinstellungsmerkmal

von Steinbeis Temming sein?

Ich glaube, dass wir unser heutiges Alleinstellungsmerkmal

in Zukunft verlieren werden. Heute sind

wir nämlich die einzigen mit einem kompletten

Sortiment in Büropapieren und Magazinpapieren

aus 100 Prozent Recycling-Faser. Dieser Trend wird

auch von anderen Hersteller gesehen und sicherlich

nachgeahmt werden. Dafür wird unser Vorsprung

von den Wettbewerbern nur mit sehr viel

Mühe einholbar sein. Dies wird sich sowohl qualitativ

für unsere Kunden als auch monetär für Steinbeis

auszahlen.

Gibt es Unterschiede zwischen Deutschland

resp. Europa und dem amerikanischen Markt?

Alle Märkte sind unterschiedlich in ihren Bedürfnisse

und Gewohnheiten. Einige Beispiele für die

Sensibilitäten der verschiedenen Länder in Europa:

Für England ist das Thema der Deponie-Kapazität

sehr aktuell, für Österreich eher der Wassermangel,

für die meisten Länder wiederum die Verwunderung

über den Klimawandel.

Amerika ist ein großes Land mit großen regionalen

Unterschieden – die auch jeweils ihre besonderen

Themen haben. Interessanterweise wundern sich

auch die Amerikaner über den Klimawandel. Mitt-

werden daher in die kontinuierliche Verbesserung

der Technologien investiert. Zum Beispiel bei der

Wasserversorung:

Der gesamte Wasserbedarf wird ausschließlich durch

Oberfl ächenwasser gedeckt, mehr als 50 Prozent

durch Recyclingwasser. Elbwasser wird ausschließlich

dort verwandt, wo es im Produktionsprozess unverzichtbar

ist. Ein konsequenter Wasserkreislauf mit

lerweile werden die Stimmen,

die endlich Veränderungen

fordern, deutlich lauter. Bei

uns steht die Umwelt schon

länger sehr weit oben auf

der Agenda von Bevölkerung,

Wirtschaft und Politik.

Die Unterschiede liegen also

eher in der Tradition als in

der aktuellen Sicht der Dinge:

Die Amerikaner haben sich

bisher nicht sehr intensiv auf

das Thema Ressourcenschonung

und Recycling gestürzt

– aber genau dies verändert

sich stark in der letzten Zeit.

Wasserrückgewinnungermöglicht

einen effi zientenProduktionsprozess.

Steinbeis Temming hat

ein Verfahren entwickelt, mit dem

Störstoffe gezielt aus dem Abwasser entfernt

werden können.

Das Unternehmen ist aufgrund des umwelt- und verfahrenstechnischen

Know-hows Betreiber einer Kläranlage

mit modernster biologischer Abwasser-Technologie.

Die als Rückstand bei der Klärung entstehenden

Schlämme werden zu 100 Prozent genutzt,

statt sie zu deponieren. Die größte Menge wird in

verbrannt, die gewonnene Energie wird in Form

von Strom oder Wasserdampf aktiv in den Produktionskreislauf

zurückgeführt. Das Restprodukt Asche

wird als Füllstoff an die Zementindustrie geliefert.

Nachhaltigkeit = Ökologie +

Ökonomie

Nachhaltigkeit ist bei Steinbeis Temming Teil der Unternehmensphilosophie.

In einem ganzheitlichen

Umweltmanagement-System stehen die einzelnen

Abteilungen vom Gewässerschutz über das Qualitätsmanagement

bis zum Immissionsschutz und

Öko-Audit gleichbedeutend nebeneinander - ein

wichtiger Erfolgsfaktor für effi ziente und nachhaltige

Umweltpolitik.

Eine ganze Reihe von Auszeichnungen zeigt, dass

dieses Engagement anerkannt wird: „Blauer Engel“,

das niederländische Umweltzeichen „Milieukeur“,

der „Nordische Schwan“, „Umweltfreundlicher Betrieb“,

sowie TÜV- und EMAS-Zertifi kate für Quali-

täts- und Umweltmanagement. Der hohe Qualitätsstandard

zeigt: Recyclingpapier ist keine Alternative,

sondern ein hochwertiges Produkt mit vielfältigen

Vorteilen und eigenständigem Profi l. Es gibt

heutzutage keine Anforderung an Papier, der Recyclingpapier

nicht gerecht werden kann. (bu) n

Zahlen und Fakten

Produktionsmenge/Jahr: 266.000 t

Produktionsmenge/Tag: 760 t

Altpapieraufbereitung: 1.000 t/Tag

Umsatz: 192 Mio. €

Exportanteil: 34 Prozent

Steinbeis Temming Papier GmbH & Co

Stadtstr. 2-14, 25348 Glückstadt

Tel. 04124.911 01

4 www.stp.de

stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März 25


tipps & termine:

Unsere tipps & termine erheben keinen

keinen Anspruch auf Vollständigkeit,

sondern stellen jeweils ausgesuchte

Veranstaltungen vor, die für

die Stadtblatt-LeserInnen interessant

sein können.

Musik

Emily Smith & Band

Scottish Folk.

9. Feb., 20:00 Uhr

Hattingen, Altes Rathaus, Untermarkt 9

4 www.hattingen.de

Ornette Coleman And His Quartet

Meet Joachim Kühn

14. Feb., 20:00 Uhr

Essen, Philhamonie

4 www.theater-essen.de

Jazz Trotz(t) Karneval

Die schon traditionelle Jazzveranstaltung

jenseits des Narrenfestes.

17. Feb., 20:00 Uhr

Gelsenkirchen, Consol Theater, in der Kellerbar

4 www.consoltheater.de

Julia Hülsmann Trio Feat. Daniel

Mattar. Jazz

23. Feb., 20:00 Uhr

Dortmund, domicil

4 www.domicil-dortmund.de

Götz Alsmann

- »Mein Geheimnis«

1. März, 20:00

Uhr

Dortmund,

Konzerthaus

4 www.konzerthaus-dortmund.de

McCoy Tyner

Trio & Roy

Haynes

Quartet

10. März,

20:00 Uhr

Dortmund,

Konzerthaus

4 www.konzerthaus-dortmund.de

Good Girls - A-Capella Gesang.

23.. März, 19:30 Uhr

Hagen, AllerWeltHaus, Potthofstr. 22

4 www.allerwelthaus.org

Kleinkunst & Kabarett

Neues aus Vogelheim.

Das Spardosen Terzett

Gast: Popette Betancor

13. Feb, 20:00 Uhr

Essen, Café Central

4 www.spardosen-terzett.de

26 stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März

Die Dortmunder Hafenliebe

Ein farbenfroher Abend im Hafenamt

23. Feb, 19:30 Uhr

Dortmund, Hafenamt, Sunderweg 130

4 www.kulturvergnuegen.com

Schwerter Kleinkunstwochen

u.a. mit Corpus (Canada), Figurentheater

Tübingen, Marcus Jeroch, Pago & Koch und

Familie Flöz.

23. Feb., 20:00 Uhr

Schwerte, Rohrmeisterei

4 www.kuwebe.de

Fritz Eckenga: Mitteilungen für

Interessierte Dorfbewohner

Gast: Wilfried Schmickler

25. Feb., 12:00 Uhr

und

25. März, 12:00 Uhr

Gast: Severin Groebner

Dortmund, Harenberg City-Center

4 www.harenberg-city-center.de

Fritz Eckenga: Ein Gesellschaftsabend

zu Gast: Dietmar Wischmeyer

31. März.,20:03 Uhr

Dortmund, Fritz-Henßler-Haus,

4 www.proticket.de

Literatur & Lesungen

Suchers Leidenschaften

zu Gast: Senta Berger liest Prosa von Arthur

Schnitzler

13. März, 20 Uhr

Essen, Grillo Theater

4 www.theater-essen.de

Theater & Tanz

Susanne Linke: Schritte Verfolgen.

Ballett der Preisträgerin des Deutschen

Tanzpreises 2007

16. Feb., 20:00 Uhr,Premiere

Essen, PACT Zollverein

4 www.pact-zollverein.de

Tanz.BO Mit Dem Folkwang Tanzstudio

Essen: IF AND ONLY IF

Ein Theaterabend mit Otto Sander.

25. Feb., 19 Uhr

Bochum, Schauspielhaus

4 www.Schauspielhaus-Bochum.de

Kunst & Ausstellungen

Rembrandt Entdecken

Die 65 schönsten Radierungen aus der

Sammlung der Kunsthalle Hamburg

bis 15. April

Dortmund, Museum für Kunst und Kulturgeschichte

4 www.mkk.dortmund.de

Picasso - Malen Gegen Die Zeit

Im Zentrum dieser Ausstellung steht das furiose,

ausufernde Spätwerk des Künstlers,

der sich 1961 mit seiner letzten Lebensge-

fährtin und Frau, Jacqueline Roque, nach

Mougins zurückzog. bis 28. Mai

Düsseldorf, K20, Grabbeplatz 4

4 www.picasso-k20.de

Living Stones

Die Natur als

Künstlerin.

Die Ausstellung

„Living Stones“

macht die

faszinierende

Vielfalt der

Beziehungen

zwischen der

Formenwelt der

natur und der

Kunst erlebbar.

10. Feb.-5.Mai

Oberhausen, Ludwiggalerie im Schloss

Oberhausen

4 www.ludwiggalerie.de

Zum Sterben Schön

Der Tod in der Kunst des 20. Jahrhunderts.

11. Feb.-15. April

Recklinghausen, Kunsthalle

4 www.kunst-re.de

Tony Cragg – Das Potential der Dinge

25. Feb.-15. April

Duisburg, Lehmbruck Museum

4 www.lehmbruckmuseum.de

Märkte & Messen

Wärmepumpen-Wochen NRW

10.-24. März

überall in NRW

4 www.waermepumpen-marktplatz-nrw.de

Unternehmensbesichtigungen

14. März, 11:00 Uhr

Bochumer Eisenhütte Heintzmann GmbH &

Co. KG & Bogestra

4 www.unternehmen-entdecken.de

Vorträge & Diskussionen

Prof. Karl Lauterbach über Bürgerversicherung

Die Bürgerversicherung – Eine Perspektive

für eine solidarische Finanzierung des Gesundheitswesens?

Prof. Dr. Karl Lauterbach, Köln

1. März, 19:15 - 21:45 Uhr

Bochum, VHS, Clubraum

4 www.attac.de/bochum

„Kein Fair Light europaweit!“

Fachgespräch zum EU- Bericht über Fairen

Handel und Entwicklung

mit Dr. Frithjof Schmidt, Mitglied des

Europäischen Parlaments,

Anja Osterhaus, Fair Trade Advocacy Offi ce,

Brüssel

2. März, 14:00 Uhr

Düsseldorf, InWEnt gGmbH

4 www.eine-welt-netz-nrw.de


Prof. Heinz-J. Bontrup: Arbeit Fair

Teilen

Arbeitszeitverkürzung, Grundsicherung,

Mindestlohn

Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup, Recklinghausen

29. März, 19:15 - 21:45 Uhr

Bochum, VHS, Clubraum

4 www.attac.de/bochum

fi lmtipp:

Angry Monk - Eine Reise durch

Tibet

Schweiz, 2005. R: Luc Schaedler.

Dolby. 97 Min. teils OmU.

Tibet, geheimnisvolles Dach der Welt, Sitz erleuchteter

Mönche – nur einer legt sich quer: Gendun

Choephel heißt der streitbare Mönch, der sich 1934

vom klösterlichen Leben abwendet und in die Moderne

aufbricht. Er ist ein Rebell, der die Gemüter

der tibetischen Obrigkeit erhitzt. Ein reinkarnierter

Lama, der auch die Frauen und den Alkohol liebt.

Ein Freigeist, der seiner Zeit weit voraus ist und

heute zu einem Hoffnungsträger für ein freies Tibet

geworden ist. Die cineastische Zeitreise nimmt

die Lebensgeschichte dieses unorthodoxen Mönchs

zum Anlass, um ein Bild von Tibet aufzudecken,

das gängigen Klischees zuwiderläuft. Zahlreiche

verblüffende und seltene historische Aufnahmen

werden hier erstmals einer breiten Öffentlichkeit

zugänglich gemacht. Elegant und überraschend

verwebt der Film Damals und Heute: Archivbilder

von prächtigen Karawanen und Klöstern wechseln

sich ab mit Szenen von Discos und Bildern von

mehrspurigen Schnellstraßen in Lhasa, wo Pilger

sich niederwerfen, um ihr Heiligtum zu umrunden.

Angry Monk wirft ein anderes, bisweilen subversives

Bild auf ein Land, dass in den letzten Jahren

mit vielen Klischees betrachtet wurde.

Endstation.Kino,

Bochum, Bahnhof Langendreer

ab 22. Feb.

4 www.endstationkino.de

festspieltipp:

Ruhrfestspiele Recklinghausen

vom 1. Mai bis 17. Juni

Zu den diesjährigen Festspielen wird zwar kein

Oscar-Preisträger erwartet, dafür gibt es wieder

eine Vielfalt hochkarätiger Inszenierungen

aus dem In- und Ausland zu sehen: Bekannte

Namen wie Fritzi Haberland und Ben Becker im

Schauspiel, Tim Fischer und Gianna Nannini im

Bereich Musik, Regisseure wie Simon McBurney,

jan Bosse, Choreografen wie Angelin Preljocaj

werden die Highlights setzen, für die man zeitig

Karten sichern sollte:

4 www.ruhrfestspiele.de

kunsttipp:

Die Liebe zum Licht

Fotografi e im 20. und 21. Jahrhundert

Die Ausstellung „Die Liebe zum Licht“ spiegelt erstmalig

und in beeindruckender Bilderfolge den Facettenreichtum

in der Auseinandersetzung der Lichtbildner

des 21. und 20. Jahrhunderts mit der sowohl künstlerischen

als auch materialen Substanz der Fotografi e -

dem Licht. In den großügigen Räumen des Museums

Bochum sind mehr als 220 Arbeiten 67 internationaler

Künstler zu einem, in seiner Multidimensionalität

herausfordernden, begehbaren Bild versammelt.

Museum Bochum

bis 9. April

4www.museum-bochum.de

Foto: Museum am Ostwall

Wo ist Zuhause?

Eine Ausstellungsreihe zu Identität und

Migration

Die Reihe „Wo ist Zuhause?“ zeigt fünf aktuelle

künstlerische Positionen zu den Themen Migration

und Identität. Sie wirft die Frage auf, wie Menschen

zu Fremden (gemacht) werden, wie „migrantische

Identität“ geprägt wird und wie sich verschiedene

kulturelle Backgrounds vermischen. Zu sehen sind

Arbeiten von Jun Yang, Rauminstallationen Ivan

Bazaks, Videoarbeiten von Andrijana Stojkovic und

Valeriano Lopez sowie Rauminstallationen und ein

neues Projekt von Anny und Sibel Öztürk.

bis 18. März

Dortmund, Museum am Ostwall

4 www.museumamostwall.dortmund.de

Auguste Rodin.

Der Kuss. Die Paare.

Auguste Rodins skulpturales Hauptwerk „Der

Kuss“ ist als Ikone der sinnlichen Liebe Teil des

kollektiven Gedächtnisses. Die Ausstellung offenbart

nun andere, vielleicht widersprüchliche

Aspekte dieser wohl populärsten Schöpfung des

großen französischen Bildhauers (1840-1917).

bis 8. April

Essen, Museum Folkwang

4 www.museum-folkwang.de

musiktipp:

Nguyên Lê:

The Hendrix Project

Nguyên Lê gilt als einer

der wichtigsten zeitgenössischen

Gitarristen.

Er verkörpert wie kein

anderer die Verschmelzung

unterschiedlicher

Kulturen zu einer Weltmusik.

Sein Hendrix-Project zeigt folglich auch

nur eine Facette dieses Ausnahmegitarristen. Der

in Paris lebende Musiker hat bereits durch eine

Vielzahl internationaler Erfolge auf sich aufmerksam

gemacht: Auftritte in Montreux oder mit der

WDR Bigband, auf dem Berliner Jazzfest oder die

Kooperation mit Carla Bley und Randy Brecker

belegen die Kompetenz des 46-jährigen. Das Jimi

Hendrix Project ist beileibe keine Coverversion

der Musik des amerikanischen Rocksuperstars.

Vielmehr gelingt Nguyên Lê eine eigenständige

und glaubhafte Interpretation des Gitarrenklassikers,

die aber durchgehend der musikalischen

Gegenwart verpfl ichtet ist und den Rang des

Musikers als Erneuerer seines Instruments unterstreicht.

17. Feb, 20:00 Uhr

Dortmund, domicil

AK/VVK 19/16 Euro

4 www.domicil-dortmund.de

Foto: Rose Anne Jarrett

Klavierfestival Ruhr

Beethoven, Neue Klavierwerke, JazzLine und Education

„Mozarts Erbe: Ludwig van Beethoven“

- mit diesem Programmschwerpunkt schreibt das

Klavier-Festival Ruhr seinen dreijährigen Mozart-

Zyklus fort. Vom 12. Mai bis 20. Juli erklingt nahezu

das gesamte Klavier-Œuvre des in Bonn geborenen

Komponisten. Exklusiv-Wochenenden

ermöglichen intensive Begegnungen mit den

Künstlern Michel Camilo, Marc-André Hamelin

und Andreas Staier bei jeweils drei Konzerten.

In der JazzLine des Klavier-Festivals Ruhr 2007

gibt der große Keith Jarrett (Foto) mit seinen

Triopartnern Gary Peacock und Jack DeJohnette

sein spektakuläres Festival-Debüt. In Deutschland

war das Trio zuletzt 1989 in Köln zu hören.

12.Mai- 20.Juli

4 www.klavierfestival.de

stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März 27


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stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März 29


unsymp:

Als die Bahn aus dem Gleis geriet

Weniger Mehdorn wäre Mehrwert

Mehdorn? Hartmut Mehdorn, ja? Sicher, kennt jeder,

ist aber lange tot. Richtig: Das war dieser Mensch, der

Anfang des Jahrtausends den öffentlichen Schienenverkehr

zur Strecke brachte. Der Anfang vom Ende war

das, wir erinnern uns gut – aber nicht gern. Mehdorn

bedeutete das Ende des klimafreundlichen Verkehrs in

Europa, und wir ließen ihn machen. Noch heute steht

„Mehdornen“ für das Torpedieren guter Ideen gegen

jede Vernunft. „Mensch, mehdorn´ hier nicht rum“,

heißt es, wenn einer mal wieder meint, das Ruder

für seine eigenen Interessen herumreißen zu müssen.

Wenn sie ruft „Du bist mein Mehdorn!“ ist damit der

quälende Stachel im Fleisch einer eigentlich guten Beziehung

gemeint. Mehdorn ist das Symbol des genervten

Gegenwillens geworden. Mehdorn, das ist wider

die Mehrheit und für die Merkwürdigkeit.

Mehdorn. Was ein Typ. Während der Blick in den Dauerregen

fällt – falls man überhaupt etwas sieht – wird

eine unwirkliche Masse Mensch aus Macht, Monstranz

und Scheinmoral sichtbar. Mehdorn war als profi lsüchtiger

Flugzeugmanager mit seiner Mannschaft 1999

bei der Deutschen Bahn AG eingestiegen. Das Ziel der

Flugzeugbauer, die von MBB, Airbus und der Deutschen

Aerospace geschickt worden waren: Die Vernichtung

des schienengebundenen Verkehrs zugunsten von

Billigfl iegern und Spritfressern. Auch für einen gestandenen

Luftwaffen-Hauptmann, Verdienstkreuzträger,

Ehrenlegionär und Ehrendoktor keine leichte Aufgabe.

Doch das gemütliche Speisen in eigens dafür eingerichteten

Wagen (Speisewagen), das Überall-Hinkommenzum-geringen-Preis

(Interregio) und ein einfacher Fahrkartenkauf

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Verlag: Im Selbstverlag, Druckaufl age: 50.000

Verbreitung: kostenlos im Großraum Ruhrgebiet

Herausgeberin & Chefredakteurin: Barbara Underberg (bu)

Tel. 0234.950 9401 Fax 0234.577 0747

redaktion@stadtblatt-ruhr.de

Anzeigenvertrieb: Markus Schumann,

Tel. 0234.388 8942 ms@stadtblatt-ruhr.de

Redaktion: Ralf Bindel (rb), Frauke Pilarek (fp), Georg Schulze (gs),

Ina vom Endt (ive),

Freie Mitarbeit: Anita Horn (ah), Volker K. Belghaus (vkb)

Kolumne: Fritz Eckenga, www.eckenga.de

Karikaturen: Michael Hüter, Bochum

Fotos Joy Delanane: Philipp Wente,

www.philippwente.com

30 stadtblatt: 1 l 2007 Februar-März

Wie alle unangenehmen Erinnerungen auch, denn

Mehdorn wollte auch keine Ausstellung zum Schicksal

von 11000 jüdischen Kindern, die während des zweiten

Weltkriegs mit Hilfe der Deutschen Reichsbahn in

das Vernichtungslager Auschwitz deportiert worden

waren – das war ihm dann doch zu tödlich, obwohl

es sein Vorhaben vielleicht sogar beschleunigt hätte.

Nachdem Mehdorn anfänglich noch von einigem Widerstand

gebremst worden war (Preissystem), konnte

er in den ersten zehn Jahren des Jahrtausends doch

der Bahn den Todesstoß versetzen. Börsengang, war

sein Zauberwort, Privatisierung sein Mantra. Damals

gab es die Börse noch, eine Art Wettsystem für Vermögensverwaltungen

und Glücksgläubige. Und das

umweltfreundliche Verkehrssystem aus Schienen und

Bahnfahrzeugen gehörte seinerzeit auch nicht Mehdorn

selbst, sondern einer Art Vermögensverwaltung,

dem so genannten Staat, der Steuern von Tagelöhnern

einnahm und sie jahrzehntelang in „öffentliche“ Infrastruktur

gesteckt hatte.

Dem zähen Mehdorn gelang, was vorher keiner geschafft

hatte: Ein Gesetz zur Privatisierung wurde erlassen,

die Bahn AG für den Bruchteil ihres Wertes an

wenige Vermögende verkauft. Innerhalb weniger Jahre

wurden die Preise erhöht und nur noch teure Schnellverbindungen

zwischen Metropolen angeboten. So,

wie es die Flugzeugbauer aus dem Luftfahrtwesen

kannten. Warentransporte wurden ganz auf damals

noch häufi g verkehrende Lkw verschoben. Hinzu kam

eine Mischung aus Verspätungen, Missmanagement,

Mängelservice, Personalmangel und Bausünden, das

der bis dahin funktionierenden Bahn den Rest gab. Andere

europäische Bahnen wurden hineingezogen, weil

Layout: Peter Liffers, Agentur für Unternehmenskommunikation,

Essen, www.liffers.de

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Bahnchef Mehdorn weitere Bundesgenossen von Börsengängen

überzeugt und eingekauft hatte. Die Folge:

Das Netz verlor immer mehr Stränge, bis es schließlich

bis auf ein paar unbeugsame Schweizer Bergbahnen

ganz verschwand. Schließlich hatte der Staat schon

lange kein Geld mehr, um das Netz zusammenzuhalten

und neben dem Interesse außerdem die Verfügungsgewalt

darüber verloren.

Mehdorn und seine Manager waren im Glück. Allerdings

zeigte sich, dass der zunehmende Luft- und Straßenverkehr

das Klima doch stärker belastete als angenommen.

Als Aufsichtsrat beim Energiekonzern RWE

hatte Mehdorn mit seinem Freund Müller gleich noch

die Verbrennung der Braunkohle gefördert. Erwärmung

und Extremwetter nahmen zu, bis nach einigen Jahren

dieser elende Dauerregen einsetzte, der bis heute nicht

endet und alles in Schlamm, Schmutz und Schimmel

versinken lässt. In dieser feindlichen Atmosphäre ist an

„Verkehr“ gar nicht mehr zu denken. Die Menschen

wandern unterirdisch durch Rohre, den meisten fehlt

das Geld, um sich einen der streng bewachten Batterieroller

zu leihen. Mehdorn hatte damals die „Börsenbahn“

gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung

durchgesetzt, Staatsverwalter ihm geholfen – die Bürger

ihre Bahn aufgegeben, obwohl es Modelle für eine

konstruktive Modernisierung nach Schweizer Vorbild

gab. Schade, dass sie nicht selbst erleben, was sie uns

eingebrockt haben. Verfl uchter Regen.

Humanoid-Nr. X890B234N90, Ruhrarena 51018c421,

Februar 2053 (rb) n

Im April haben wir wieder einen interessanten

Interviewpartner. Seien Sie

gespannt!

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11. April 2007

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