Jagdbeilage 2013 - Jägerschaft Cloppenburg

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Jagdbeilage 2013 - Jägerschaft Cloppenburg

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Samstag, 19. oktober 2013

Use Jäger un sien Wild

Münsterländische Tageszeitung

Jäger haben den Überblick:

„Wir wissen, was los ist im Revier“

Dr. Thomas gr. Beilage, erster Vorsitzender der Jägerschaft Cloppenburg

„Bei der Wahl zum Vorsitzenden

der Jägerschaft Cloppenburg begleitete

mich regelmäßig die Frage

„Warum machst du das eigentlich?

Du hast doch sonst

schon genug zu tun!“ oder

„Ohne das Amt kommst du sicher

häufiger zum Jagen.“

Das ist alles richtig und wert darüber

nachzudenken. Allerdings

ist Jagd heute viel mehr, als nur

mit der Flinte loszumarschieren,

auch wenn es früher so gewesen

sein mag. Wir haben gerade hier

in unserer Umwelt sehr ernste

Nutzungskonflikte zwischen

Landwirtschaft, Gewerbe und

Gesellschaft, außerdem Tierschutzdebatten

usw.. Wer Jäger

„Jäger sind tief verwurzelt

und echte Partner

der Natur“

Dr. Thomas gr. Beilage, 1. Vorsitzender.

Foto: Elisabeth gr. Beilage

aus Überzeugung ist, muss sich

entsprechend seinen Möglichkeiten

für den Schutz und die

nachhaltige Nutzung unserer

Umwelt einschließlich der Tiere

engagieren, damit wir gemeinsam

mit anderen gute Lösungen

finden. Dazu reichen medienwirksame

Gedanken alleine, wie

sie heute gerne von einigen Politikern

geäußert werden, nicht

aus – häufig führen sie in letzter

Konsequenz genau zum Gegenteil

dessen, was eigentlich bezweckt

werden sollte. Wir brauchen

pfiffige Ideen, die auch zu

Ende gedacht werden und in ihren

Wirkungen nachhaltig gut

sind. Diese müssen wir unseren

Mitmenschen vermitteln und

sie begeistern. Dafür brauchen

wir gute Leute, die mitten im

Thema sind und für ihre Überzeugungen

eintreten.

Wir Jäger sind in unserer Bevölkerung

und in der Heimat

verwurzelt, wir wissen was los

ist im Revier – aktuell und im

Laufe der Jahre. Damit sind Jäger

echte Partner der Natur und

nicht umsonst ist die Jägerschaft

ein anerkannter Naturschutzverband.

Meine Aufgabe sehe

ich darin, die Themen der Jagd

in der Sache wie in der Öffentlichkeit

nach vorne zu bringen,

zusammen mit einer starken Gemeinschaft,

begeistertem Nachwuchs

und viel Engagement.

Cloppenburg hat als größte Jägerschaft

Niedersachsens mit

2.400 Mitgliedern ideale Voraussetzungen

die gesellschaftlichen

Herausforderungen in Sachen

Jagd und Naturschutz anzupacken

und mitzugestalten.

Packen wir es gemeinsam an

– dann hat auch jeder einzelne

noch Möglichkeit und genügend

Zeit mit gutem Gewissen auf

Jagd zu gehen. Ich freue mich

darauf!“

Impressum

Sonderveröffentlichung der

Münsterländischen Tageszeitung.

Herausgeber:

H. Imsiecke Druck und Verlag GmbH

Redaktion: Jutta Wilde, Bernd Götting, Anetta

Homann

Fotos: Fotolia/Autoren/Jägerschaft

Druck: OM-Druck GmbH & Co.KG

Anzeigenleitung:Renate Haupt


Münsterländische Tageszeitung Use Jäger un sien Wild Samstag, 19. oktober 2013 3

„Verantwortungsbewusst handeln!“

Stephan Eilers, stellvertretender Vorsitzender der Kreisjägerschaft

„Mein Name ist Stephan Eilers

und ich bin seit April dieses Jahres

stellvertretender Vorsitzender in

unserer Jägerschaft Cloppenburg.

Zusammen mit meiner Frau

Andrea und unseren drei Kindern

wohnen wir in der Gemeinde Cappeln,

in der ich seit acht Jahren Hegeringleiter

bin. Beruflich arbeite

ich als Kundendienstmonteur in

der Heizungs- und Regeltechnik.

Meine Frau und ich sind leidenschaftliche

Jagdhornbläser

und Mitglied in der Bläsergruppe

Cappeln. Zusätzlich bin ich im

„Stapelfelder Parforce Ensemble“.

Neben den jagdlichen Aktivitäten

engagiere ich mich auch

als Angler in der Gruppe der Cappelner

Fischereifreunde.

Die neue Aufgabe in der Jägerschaft

Cloppenburg hat in den

ersten Monaten gezeigt, dass es

lohnend ist, sich mit kompetenten

Vorstandsmitgliedern und

Hegeringleitern, für die Natur

und die Jagd einzusetzen. Verantwortungsbewusst

und nachhaltig

handeln wird unser zukünfti -

ges Bestreben sein. Ich freue

mich schon auf die Herausforderungen

und verbleibe mit einem

kräftigen Waidmannsheil.“

Wildtiere erleben: Viele Hegeringe

bieten zur 5. Wildwoche die

Möglichkeit, die Faszination Jagd

live zu erleben.

© Bergringfoto/Fotolia

Stephan Eilers ist stellvertretender Vorsitzender der Kreisjägerschaft.

Foto: Eilers

„Jagd ist mehr als die

erlegte Strecke“

Friedrich Sadelfeld ist Schatzmeister der Jäger

©Sadelfeld

Schatzmeister

Friedrich Sadelfeld

„Mein Name ist Friedrich Sadelfeld.

Ich bin seit Mai 2000 Mitglied

der Jägerschaft Cloppenburg

und somit auch im

hiesigen Hegering. Einige Jahre

später wurde mir die Kasse des

Hegerings anvertraut. Seit April

2013 bin ich Schatzmeister der

Jägerschaft Cloppenburg e.V.

Für mich bedeutet Jagd mehr

als die erlegte Strecke am Ende

des Jagdtages. Zur Lebensgemeinschaft

der Natur gehören

neben den wild lebenden Tieren

auf Pflanzen und Insekten.

Auch der Wind, die Sonne und

der Regen haben innerhalb der

Natur eine wichtige Funktion

zu erfüllen.

Seit ich Mitglied der Jägerschaft

bin, habe ich eine ganz

andere Einstellung zur Natur

bekommen und nehme mehr

Rücksicht auf die Bedürfnisse

der Tiere und der Natur.“


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Samstag, 19. oktober 2013

Use Jäger un sien Wild

Münsterländische Tageszeitung

Altes Motto, neuer Wert: Jäger = Heger

Kreisjägermeister Herbert Pitann über die Leistungen der Weidfrauen und -männer

„Einmal mehr möchte ich die Leistungen

der Jäger für den Naturhaushalt

ansprechen. Dem Verlust

von Lebensräumen und dem

Rückgang von Tierarten versuchen

die Jäger entgegenzuwirken

durch Maßnahmen wie die Anlage

von Hegebüschen, Blühstreifen

und Wildäckern. Aufgrund des

hohen Flächendrucks ist dieses

Ansinnen jedoch immer schwieriger

geworden.

Bei den Hegebüschen ist dies

aufgrund deren langfristiger

Nutzungsbindung sehr stark zu

spüren, kaum mehr wird hierfür

Grundfläche zur Verfügung gestellt.

Ersatzweise wird auf die

zwar nicht dauerhaft wirkenden

Blühstreifen zurückgegriffen. Im

vergangenen Jahr wurden hiervon

im Landkreis rd. 95 Hektar

(ha) angelegt, was in diesem Jahr

auf rd. 135 ha gesteigert werden

konnte. Diese Blühstreifen kommen

nicht nur den jagdbaren

wildlebenden Tieren als Deckungs-

und Äsungsflächen zu

Gute, sondern finden auch bei

den Insekten wie z.B. den Bienen

Zuspruch. Gerade die Bienen tragen

mit der Bestäubung vor allem

beim Obstanbau doch als erheblicher

Wirtschaftsfaktor bei.

Die Zahl der Wildäcker ist

gleichwohl größer und erfüllt die

gleichen Zwecke. All diese Maßnahmen

sind natürlich nicht umsonst

und, das muss hier auch

einmal deutlich gesagt werden,

sie werden aus Eigenmitteln der

Jäger finanziert.

Kreisjägermeister Herbert Pitann.

Foto: Elisabeth Pitann

Als weitere Leistungen

möchte ich die Wildunfallprävention

nennen. Hier wird durch

das Anbringen von Wildwarnreflektoren

bzw. Anlage von Duftzäunen

versucht, die Zahl der

Wildunfälle und der damit verbundenen

Personen- und Sachschäden

zu minimieren.

Auch bei der Ermittlung von

Rückgangsursachen, wie gegenwärtig

beim Fasan, wirken die Jäger

mit, indem Totfunde im Revier

wie auch erlegte und gefangene

Tiere für Untersuchungszwecke

zur Verfügung gestellt

werden.

Bei amtlichen Untersuchungen

erfolgt ebenso eine Mithilfe,

indem Proben von erlegten Tieren

z.B. im Zuge eines Wildvogelmonitorings

gezogen und

dem Veterinäramt zur Verfügung

gestellt werden. Bei erlegten

Wildschweinen werden Blutproben

zur Untersuchung des

Vorkommens der Wildschweinepest

gezogen.

Darüber hinaus gibt es noch

viele weitere Hegemaßnahmen,

die ihren Nutzen für Flora und

Fauna haben. Als anerkannte Naturschützer

beteiligen sich die Jäger

aktiv am amtlichen Naturschutz,

aktuell im Landkreis

Cloppenburg durch ein Prädatorenmanagement

zum Schutz der

Wiesenvogelpopulation in den

Raddetälern in den Hegeringen

Löningen, Lindern. Lastrup und

Molbergen. Hierbei wird die

Jagdausübung auf Krähen, Elstern

und Raubsäuger, die dem

Jagdrecht unterliegen, zum

Schutz der Gelege von Wiesenvögeln

intensiviert.

Die Jagdausübung auf nutzbare

jagdbare Tiere stellt im Verhältnis

zu den von den Jägern erbrachten

Leistungen nur einen

untergeordneten Teil dar und

wird dabei nur im Rahmen der

Nachhaltigkeit ausgeübt, d.h. es

wird nicht über die tatsächlichen

natürlichen Zuwächse hinaus abgeschöpft.

Dieses erfolgt zum Eigenverbrauch

in der eigenen Küche

aber auch, wie jetzt in der

Wildwoche zu sehen, für andere

die Lust auf Wild haben. Ich

möchte Sie bitten, diese Leistungen

der Jäger, die auch dem Allgemeinwohl

dienen, anzuerkennen.“

Die MT k nnen Sie auch per App lese

www.app.mt?news.de


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Samstag, 19. oktober 2013

Use Jäger un sien Wild

Münsterländische Tageszeitung

Wild erleben - Wild zubereiten - Wild genießen

5. Wildwoche im Oldenburger Münsterland vom 27. Oktober bis 3. November

Oldenburger Münsterland. Die

Wildwoche ist in den Landkreisen

Cloppenburg und Vechta zu einer

festen Institution geworden. Seit

zehn Jahren findet dieses Event

alle zwei Jahre in der großen Form

statt.

Anetta Homann aus Cappeln,

Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit

in der Jägerschaft Cloppenburg,

erzählt von den Anfängen: „Damals

wohnten wir noch in Lohne,

wo ich mich in der Initiative

„Lernort Natur“ engagierte. Martina

Böckermann war gerade zur

Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit

berufen worden und begleitete

mich mit einer Gruppe aus Lohne/Kroge,

um diese Arbeit einmal

kennenzulernen. Anschließend

unterhielten wir uns darüber, wie

man das Image der Jäger in der

Öffentlichkeit verbessern oder

auch bekannt machen könnte. Da

hatte ich schon einige Anregungen:

Seit Jahren gab es schon die

Spargel- und Grünkohlwochen

im Oldenburger Münsterland, so

etwas müssten wir auch machen,

war meine Anregung.

Zu dem Zeitpunkt gab es in

unserer Region auch noch reichlich

Niederwild und der Absatz

Zur 5. Wildwoche im Oldenburger Münsterland laden Restaurants in

den Landkreisen Cloppenburg und Vechta ein. © Ch. Jung/Fotolia

der Strecken war manchmal recht

schwierig. Auch dafür hatte ich

eine Idee: Es muss ein regionales

Kochbuch erarbeiten werden, für

jeden verständlich und mit Zutaten,

die in jeder Küche vorhanden

sind. So fing alles an.

2005 gab es dann die „1. Oldenburger

Münsterland Wildwoche“.

PR-Frau Martina Böckermann

hatte ganze Arbeit geleistet. Sie

hat die Jägerschaften Cloppenburg

und Vechta unter einen Hut

gebracht und den Verband Oldenburger

Münsterland und die

Dehoga-Mitglieder beider Landkreise

mit ins Boot genommen.

Als Sponsoren für die Aktion konnten

die Volks- und Raiffeisenbanken

im Oldenburger Münsterland,

die Öffentlichen Versicherungen

Oldenburg, die Oldenburger Volkszeitung

und die Münsterländische

Tageszeitung gewonnen werden.

Unter dem Motto „Wild erleben

– Wild zubereiten – Wild

genießen“ stellten sich die Jägerschaften

mit einem breiten Rahmenprogramm

mit unterschiedlichen

Angeboten vor und ließen

jedermann/frau hinter die Kulissen

schauen. Das große Highlight

war die Jagd-Ausstellung. Auch

die Kochkurse waren sehr schnell

ausgebucht.

Die erste Wildwoche wurde zu

einem großen Erfolg, sodass die

Jägerschaften entschieden, dass

die Veranstaltung alle zwei Jahre

stattfinden sollte. Die Dehoga

und ihre Restaurants führen sie

jährlich durch.

Fortsetzung nächste Seite...


Münsterländische Tageszeitung Use Jäger un sien Wild Samstag, 19. oktober 2013 7

Wildkochbuch ist sehr beliebt

Rezepte von Köchen, Landfrauen und Jägerfrauen

n Rezept

Fortsetzung...

In der Zwischenzeit wurde ich

2005 in das Amt zur Obfrau für

Öffentlichkeitsarbeit für die Jägerschaft

Cloppenburg berufen,

rechtzeitig zu Beginn der zweiten

Wildwoche. Da die Wildkochkurse

so gut angenommen

wurden, setzten wir uns daran,

das „Oldenburger Münsterland

Kochbuch“ bis zur zweiten Wildwoche

zu erarbeiten. Unterstützung

fanden wir vor allem von

Weid?

manns ?

heil!

Vom 27. Oktober bis 3. November

2013 startet zum

fünften Mal die „Wildwoche

Oldenburger Münsterland“.

Die Kreisjägerschaften

Cloppenburg und

Vechta sowie der Verbund

Oldenburger Münsterland

laden wieder gemeinsam

mit der regionalen Gastronomie

zu Jagdimpressionen

und kulinarischen Genüssen

aus der heimischen

Wildküche ein. Unterteilt

in die drei Themenbereiche

„Wild erleben“, „Wild zubereiten“

und „Wild genießen“

wird in zahlreichen

Veranstaltungen über

das Jagdwesen im Oldenburger

Münsterland informiert

und heimisches

Dieter Evers vom Gasthof Evers

in Lüsche, von den Landfrauenvereinen

Cloppenburg und

Vechta sowie von vielen Jägerfrauen,

die uns mit Rezepten und

Tipps halfen. Trotz vieler Skeptiker

kam das Kochbuch mit einer

Auflage von 3500 Exemplaren

auf den Markt und ist zu 99 Prozent

ausverkauft.

Jetzt heißt es also zum fünften

Mal „ Oldenburger Münsterland

Wildwoche“ und wir arbeiten

immer noch nach den drei

Schwerpunkten: Wild erleben –

Wild zubereiten – Wild genießen.

Wenn der Erfolg weiter so

gut ist, sehen und hören wir uns

in zwei Jahren mit unserem Programm

und der großen Ausstellung

wieder, dann im Kreishaus

in Cloppenburg.

Hier und an dieser Stelle ein

herzliches „Danke“ an Martina

Böckermann, die die Ideen von

damals so fantastisch umgesetzt

hat.“

Wildbret als klassisches Produkt der Region in

den Blickpunkt gerückt. Reviergänge oder Jagdbegleitungen

gehören zum Themenbereich „Wild

erleben“, ebenso wie ein Malwettbewerb für Kinder.

Interessantes und Wissenswertes rund um

das Theam Jagd, Natur und Umwelt ist in der großen

Jagdausstellung im Kreishaus Vechta zu sehen.

Eröffnung ist am Sonntag, 27. Oktober, mit einem

Aktionstag, der ein Programm

für die ganze Familie

bietet. Natürlich ist

auch für das leibliche

Wohl gesorgt. „Wild zubereiten“

heißt es im

zweiten Themenbreich.

Aus frischem Wildbret

von Reh, Wildschwein,

Hase, Fasan und Co. lassen

sich vielfältige Köstlichkeiten

zubereiten. Die

Möglichkeiten reichen

von einfachen und schnellen

Gerichten bis hin zu

raffinierten Feinschmekkermenüs.

Auch in der

fünften „Wildwoche Oldenburger

Münsterland“

bieten wieder zahlreiche

Gastronomen Kurse rund

um das Thema Wildbretzubereitung

an – eine gute

Gelegenheit, leckere Wildgerichte

selbst zu kochen,

© DJV

Rehspieße

Zutaten:Rehrücken, rote

und gelbe Paprika, Zucchini,

Gemüsezwiebel, Bauchspeck,

Rosmarin, Olivenöl, Gewürze

Zubereitung: Rehrücken

auslösen und in etwa gulaschgroße

Würfel schneiden.

Bauchspeck in kleine Würfel

schneiden. Gemüsezwiebel,

Paprikaschote und Zucchini

würfeln. Nun alle Zutaten abwechselnd

auf Spieße stecken,

anschließend die Spieße für

zirka fünf Stunden in einer Marinade

aus Olivenöl, Pfeffer, Basilikum,

Petersilie und Muskatnuss

einlegen. Dann ab auf den

Grill oder in dei Pfanne.

Tipp: Kein Salz, da es dem

Fleisch Wasser entzieht. Gegebenenfalls

erst kurz vor dem

Grillen/Braten.

Guten Appetit!


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Samstag, 19. oktober 2013

Use Jäger un sien Wild

Münsterländische Tageszeitung

Fakten

n Hier können Sie frisches

Wild nach Absprache bekommen:

n Altenoythe: Hermann

Wreesmann 04491/1705

n Barßel: Rudolf Schulte

04497/8211

n Bösel: Dominik Hempen

04494/91243

n Cappeln: Stephan Eilers

04478/953727

n Cloppenburg: Martin

Neekamp 04471/947020

n Emstek: Ludger Grafe

04473/2817

n Essen : Dr. Thomas gr.

Beilage 05434/809090

n Friesoythe: Udo Ahrens

04491/3667

n Garrel: Heinz Otten

04474/930136

n Lastrup : Bernd Böckmann

04472/1262

n Lindern: Berthold Kuhlmann

05957/414

n Löningen : Christian Lübbers

05432/902063

n Markhausen/Gehlenberg:

Theo Schütte 04491/897

n Molbergen: Christof

Rippe 0174/1629806

n Ramsloh: Edmund Eilers

04498/922996

n Scharrel: Dr. Heinrich

Norrenbrook 04492/1371

n Strücklingen: Gerold

Janssen 0173/5601311

Herbstzeit ist Wildbretzeit

Frisches Fleisch von Wildtieren gibt es direkt beim Jäger

Mit dem Aufgang der Jagden im

Herbst hat hochwertiges, regionales

Wildbret Hochsaison. Am 1.

September beginnt die Hauptjagdsaison:

Rehwild, Rotwild,

Wildschwein,Hase oder Fasan

sind jetzt frisch bei Jägerinnen und

Jägern, bei der örtlichen Metzgerei

oder auf dem Wochenmarkt erhältlich.

Generell gilt bei Wildbret die

gleiche Zubereitungs- und

Würzmethode wie bei Fleisch

vom Rind oder Hausschwein. Jedoch

sollte Wildbret bei einer

Temperatur von 220 Grad Celsius

immer gut durchgegart werden

(Kerntemperatur von 80

Grad Celsius über 10 Minuten).

Um den Garzustand festzustellen,

eignen sich verschiedene

Prüfmethoden.

Die Druckmethode: Lässt sich

der Braten mit dem Finger weit

eindrücken, ist er noch sehr roh.

Gibt das Fleisch leicht nach, ist

es rosa. Gibt es nicht mehr nach,

ist es durchgegart.

Das Bratthermometer: Sicherheit

verschafft in jedem Fall dieser

kleine, technische Helfer, der

mit seinem spitzen Ende einfach

in das Fleisch gesteckt wird.

Die Garprobe: Diese verschafft

letzte Sicherheit. Wird nach Ablauf

der regulären Garzeit mit einer

Nadel ins Wildbret gestochen,

sollte der ausfließende Saft

nicht mehr rosa sein.

Bei Federwild gilt gleiches wie

bei zahmem Geflügel: Immer gut

durchbraten.

Frische pur: Wer direkt beim

Jäger kauft, erhält garantiert frisches

Wildbret. © Fotolia

Wildbret ist ein Produkt, das

zu allen Jahreszeiten schmeckt.

Im Herbst ist es besonders

schmackhaft, weil die Wildtiere

mehr Fett für die Winterzeit anlegen.

Wildgerichte im Herbst

müssen nicht schwer im Magen

liegen: Spitzenkoch Artur Renz

zeigt in fünf YouTube-Videos,

wie die wilden Spezialitäten auch

mit modernen Rezepten gelingen.

Der Koch, der erfolgreich ein

Wildrestaurant im baden-württembergischen

Neukirch führt,

erklärt in einfachen Schritten

zum Beispiel die Zubereitung

von „Reh-Ravioli“ oder Reh-Rillettes.

Die Filme hat der DJV unter

www.youtube.com/DJV

Jagdschutzverband bereitgestellt.

Wo gibt es frisches Wild?

Frisches Wildbret aus heimischen

Revieren bekommen Sie

direkt beim Jäger. Die Gewinnung

des hochwertigen und gesunden

Lebensmittels unterliegt

selbstverständlich strengen

fleischhygienerechtlichen Vorschriften.

Alle Jäger, die Wild verkaufen

haben entsprechende

Schulungen absolviert und sich

so zu „kundigen Personen“ geschult.

Wann hat was Saison?

Für jede Wildart gibt es bestimmte

Jagd- und Schonzeiten.

Diese richten sich überwiegend

am natürlichen Lebenszyklus

der Tiere. Wann eine Tierart bejagt

werden darf, ist gesetzlich genau

festgelegt. Frisches Wildbret

aus heimischen Revieren ist deshalb

nur in der jeweiligen Hauptjagdsaison

zu haben:

Rehwild: Mai bis Ende Januar

Damwild: September bis Januar

Schwarzwild: ganzjährig

Hasen: Oktober bis Mitte Janunar

Fasane: Oktober bis Mitte Januar

Wildtauben: November bis

Februar

Wildenten: September bis Januar


Münsterländische Tageszeitung Use Jäger un sien Wild Samstag, 19. oktober 2013 9

Dat Wildswien inne Köke

Erzählung auf Platt - Ein Wildschwein sorgt für Turbolenzen

von A. & E. Stegemann, Gehlenberg

Sönnahmd was et, de Sunne

schiene. De lüe wörn uppe Straaten

taugange un harken Loof

oder fegen de Gossen. Nahbers

stunnen bi de schöne Witterung

uk woll an Tune un klönen en

bettchen, denne Ahms schöll de

Ährnball in Schüttenhuse wäsen.

Dor wollen veele hen.

Dor köm doch in Swiensgalopp

een grieset, grootet Deiert

mit strutt hochstahnen Steert de

Röstebänken lang e’stört, leip up

de Krüzung nan Uetzer Wege,

keim justemang an’n Auto varrbi

un neihe mit vuller Wucht gegen

Grotewohls Tun. Holt splittere,

dat Deiert berappele sick wedder

und renn inne Sniederstraate rin.

De Lüe keiken mit open Munne

hinnerher un meinen: „Wo

kummt dat denne her, dat is joh

en utwussen Wildswien?“

Düt Deiert was derwiel wieder

rennt un bi de Mosterie twüschen

lauter Lüe mit Appelsäcke, Kisten,

Wogens un Flaschen geroen. Et

krache, bumse un klappere.

De Minschen krieschen un

wussten gor nich, wat passiere.

Dat Swien neihe mit Karacho

dorch de Halle, hinnen wedder

rut, dorch den nächsten Tun in

Nahbers Gohrn rin, de en halben

Meter deiper leig. Hier reteriere

üt nu up de Terrassendör tau, de

in Dutten güng.

De Husfrue lag taun Middagslaap

uppen Sofa un varjage sick

nicht slechte, as düt groote

Wildswien up öhr tausprung,

öhr uppe Bost tratt un wieder int

Hus uppe Deele wische. De Frue

neihe bi’n Hochkom sick den

Kopp noch wisse an’n Kaminsims

un was ganz beswiemelt.

Sei wolln dat Swien uppe

Nicht nur in der Literatur, sondern auch im realen Leben haben Wildschweine

schon mal erstaunliche Auftritte.

© Fotolia

Deele insparrn, ober dat glücke

nich, dat varbiesterte Deiert reteriere

inne Köke rin. Geistesgegenwarig

moken sie hille de Kökendör

tau. – „Wat nu, büst du

dulle lädiert?“ frogen se ersmol

de Frue. „Oh, mien Kopp un

miene Bost, ober süss bün ick

heile! Wie möt ersmol seihn, dat

wi dat Deiert tau faten krieget!“

Sei hole de Polizei, de können

ober nix moken un meinen, de

Jägers mössen et dotscheiten. –

Na korte Tiet keim ein von de Jägers

mit siene Flinte an, meine

ers, dorcht Finster mösset woll

tau erleggen wäsen. Ober dat

güng nich, „umme Ecke scheiten

kann ich nich“, meine hei. „Mokt

mol de Dör en ganz bettchen

open, mol seihn, ob et sau gaht.“

Sei mössen binahe lachen, de

ulle Wildsu satt ganz bedröppelt

uppe Eckbank un jappe, de könn

uk nich mehr. De Jäger ziele, et

knalle lue un sei wöltere sick uppen

Fautbodden.

Ober wi sach de Kök ut, as

wenn ne Bombe inneslan här, alles

vull Splittern, Pottscharben,

Blaut und Dreck, middeninne

dat doige Swien.

Inne Stube un inne Deele sach

et un kich bäter ut, dor här dat

Deiert uk allens ummeretten.

Wat en Verjach!

Varr düsse Lüe was dat Ährnbeier

nu tau Enne, de Husfrue

mösse ersmol nohn Doktor. Gott

sei Dank was sei nich tau slimm

varletzet, wenn de blauen Placken

uk noch lange tau seihn

wörn un weih dähn. De Dörpslüe

uppen Balle häm ober düchdig

wat tau snatern, wo dat

Swien woll herkommen was un

wer nu varr den Schaen upkomen

mösse. Later höre man, dat

et woll ut Eickeln herreteriert

was, dor härm se en Maisfeld

e’meihet un dor was et rutekommen.


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Samstag, 19. oktober 2013

Use Jäger un sien Wild

Münsterländische Tageszeitung

Beste Ergebnisse bei Kreismeisterschaften

Nirgendwo in Deutschland ist das Leistungsniveau so hoch wie im Landkreis Cloppenburg

Meisterhaft getroffen: Kreisjägermeister Herbert Pitann, Kreismeister 2013, Andreas Knappe aus Emstek,

und Dr. Thomas gr. Beilage, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Cloppenburg (v.l.). Foto: Philipp Homann

Cloppenburg. Zu den Aktivitäten

rund um die Jagd gehört auch das

jagdliche Schießen mit Flinte,

Büchse und Kurzwaffe. Vom

Grundsatz her natürlich um zu

üben, damit der Schuss auf ein

Stück Wild gelingt und das Stück

Wild sofort verendet. Um diese

Fertigkeit zu erlangen und auch zu

behalten, sollte der Jäger mehrmals

im Jahr einen Schießstand

besuchen. Einige Jäger fahren

auch zu weiterführenden Meisterschaften.

Von den gut 2400 Jägern im

Landkreis Cloppenburg beteiligen

sich etwa 500 Jäger an den

Schießveranstaltungen der Hegeringe,

ca. 150 an der alljährlichen

Kreismeisterschaft, 60 an

der Bezirksmeisterschaft, 40 an

den verschiedenen Landesmeisterschaften

und etwa 15 Jäger

fahren bis zur Deutschen Meisterschaft.

Zwei Jäger sind in diesem

Jahr in der Niedersachsenauswahl

vertreten und haben an

der Europameisterschaft in Ungarn

teilgenommen.

Das Leistungsniveau im Landkreis

ist sehr hoch. Nirgendwo in

Deutschland sind die Ergebnisse

bei der Kreismeisterschaft so

hoch wie im Landkreis Cloppenburg.

Schon viele Bezirks-, Landes-

und Deutsche Meister kamen

aus Cloppenburg.

Im Jahr 2013 sind z.B. bei der

Bezirksmeisterschaft alle Sieger

der Offenen-, Senioren-, Altersund

Juniorenklasse an Cloppenburger

gegangen. Außerdem lagen

die Mannschaft der offenen

Klasse, der Senioren-, der Juniorenklasse

und die Kurzwaffenmannschaft

auf den ersten Plätzen.

Auch bei den Landesmeisterschaften

lag die A- Mannschaft

vorn, die Junioren und die

Kurzwaffenmann schaften belegten

jeweils den zweiten Platz.

Das jagdliche Schießen ist ein

Mannschaftssport und führt

durch alle Altersklassen. Der

jüngste Schütze ist 16 Jahre alt,

der älteste 78. Es wird in vier Altersklassen

geschossen. Sechs

Schützen bilden dabei eine

Mannschaft. Um zu gewinnen

muss die Harmonie zwischen

den Schützen passen.

Ein tolles Jahr für die Jagdhornbläser

Das Jahr 2013 war aus Sicht der

Jagdhornbläser sehr erfolgreich

und von zahlreichen öffentlichen

Auftritten geprägt. Im Januar

wurde eine neue

Bläserspange in Form einer

Hornfesselspange in Kupfer ins

Leben gerufen, um den Bläsernachwuchs

zu fördern. Im Juni

fand der Bundeswettbewerb

am Jagdschloss in Kranichstein

statt. Die Bläsergruppe Cappeln

hat hier den 13. Platz und die

Bläsergruppe Bösel den 17. Platz

erzielt. Unser Bild entstand während

des gemeinschaftlichen

Blasens beim Kreisbläsertreffen

in Ramsloh. Foto: Gerd Peter


Münsterländische Tageszeitung Use Jäger un sien Wild Samstag, 19. oktober 2013 11

Naturschutz: Die Jägerschaft Cloppenburg setzt sich für die sachgerechte Pflege von Biotopen ein.

Lebensraum für Bienen

und Niederwild

Jägerschaft Cloppenburg pflegt Biotope

Cloppenburg. Im Zuge der Flurbereinigungen

Altenoythe und Altenoythe–Hohefeld

ist es in den

vergangenen Jahren zu Landschaftseingriffen

durch Wegebau

oder Beseitigung von Landschaftselementen

wie Gehölzreihen,

Gräben oder Wege gekommen.

Für diese Eingriffe müssen

nach dem Naturschutzgesetz Ausgleichs-

und Ersatzmaßnahmen

angelegt werden. Die Teilnehmergemeinschaften

der beiden Flurbereinigungsverfahren

legte daher

auf geeigneten Flächen Hecken,

Bracheflächen, Stillgewässer, Extensivgrünland,

Altarme oder

Blühstreifen an.

Um den ökologischen Nutzen

auch dauerhaft sicherzustellen,

müssen diese Flächen gepflegt

werden. Da die Teilnehmergemeinschaft

das auf Dauer nicht

gewährleisten kann, wurde die

Jägerschaft Cloppenburg als gesetzlich

anerkannter Naturschutzverband

gebeten, die sachgerechte

Pflege der vielfältigen

Biotope zu übernehmen.

Die Kreisjägerschaft Cloppenburg

kam dieser Bitte gerne nach

und übernimmt nun diese Aufgabe

mit Hilfe der örtlichen Revierinhaber.

Der erweiterte Vorstand

der Jägerschaft Cloppenburg

besichtigte im August

diese Naturschutzflächen und

zeigte sich zuversichtlich, dass

diese Bereiche langfristig nicht

nur Lebensräume für unser heimisches

Niederwild sondern darüber

hinaus auch für andere Arten

der extensiv genutzten

Kulturlandschaft bieten können.

Frage 1:

Wie heißt das Specht auf der Kinderseite?

Picus Clopp Spechti Hubertus

Frage 2:

Wie viele Hegeringe gibt es in der Gemeinde Saterland?

2 Hegeringe 3 Hegeringe 5 Hegeringe

Frage 3:

Wieviele Mitglieder hat die Jägerschaft Cloppenburg?

1400 2000 2400

Bitte kreuzen Sie die richtigen Fragen an senden Sie den

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Name

Vorname

Straße

PLZ/Ort

Foto: Hermann Wreesmann



Preisr tse

1. Preis: Ein Wildessen für zwei Personen

2.- 4. Preis: Ein Wildkochbuch Oldenburger Münsterland

5. - 7. Preis: Einen hochwertigen Kalender

8. - 10. Preis: Ein Sachbuch

Mitmachen kann jeder. Einfach den Coupon ausfüllen und an Jägerschaft

Cloppenburg, Anetta Homann, Brouksträke 7, 49692 Cappeln

senden.

Alle Lösungen finden Sie in der Beilage. Die Gewinner werden unter

den richtigen Antworten ausgelost. Einsendeschluss: 3. November

2013.Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, außer dem Kreisvorstand

der Jägerschaft. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


12

Samstag, 19. oktober 2013

Use Jäger un sien Wild

Münsterländische Tageszeitung

Alljährlich im Herbst laufen die Brauchbarkeitsprüfungen für Jagdhunde.

Alte Weisheit: Jagd ohne Hund ist Schund

Bei vielen Jagdarten muss ein brauchbarer Hund mitgeführt werden

Jedes Jahr werden von Anfang Mai

bis September in den Hegeringen

der Jägerschaft Cloppenburg

Hunde für die jagdliche Brauchbarkeitsprüfung

vorbereitet. Ein

guter Jagdhund ist unserer bester

Freund und Kamerad. Außerdem

ist es gesetzlich vorgeschieben,

dass bei vielen Jagdarten ein

„brauchbarer Hund“ aus Tierschutz

rechtlicher Sicht mitgeführt

werden muss.

Die Brauchbarkeitsprüfung

besteht aus verschiedenen Fächern.

Allgemeines Verhalten und

Gehorsam: Der Gehorsam ist Voraussetzung

eines jeden Hundes.

Dieser wird auf der gesamten

Prüfung beobachtet. Er hat sich

während der Prüfung und der Arbeit

von anderen Hunden so zu

verhalten, dass er seinen Führer

und Mitjäger nicht stört, nicht

winselt, jault oder bellt. Auch

muss er sich verträglich gegen

Menschen und seinen Artgenossen

zeigen

Leinenführigkeit: Der angeleinte

Hund soll den Führer

durch den Wald um Bäume herum

so folgen, dass sich die

Leine nicht verfängt und den

Führer nicht am schnellen Vorwärtskommen

hindert. Beim

Stehenbleiben hat sich der Hund

zu setzen.

Haarwild- und Federwildschleppe:

Hier wird Stück Haarwild,

bzw. Federwild über eine

Wiese und im Wald hinter sich

her gezogen, ohne dass der Hund

es sieht. Der Hund muss die Spur

annehmen, ausarbeiten und das

Wild zu seinem Führer bringen

und abgeben. Hier wird eine

jagdliche Situation nachgestellt,

so dass kein beschossenes Tier

leiden muss oder verloren geht.

Freiverlorensuchen und Bringen

von Federwild: Immer wieder

kann auf Jagden ein Fasan in

Raps oder andere hohe Früchte

auf dem Feld fallen. Der Hund

muss in der Lage sein, das Stück

zu suchen, zu finden und zum

Führer zu bringen.

Schweißarbeit: Bei Verkehrsunfällen

oder auch einem nicht

sofort tödlichen Schuss kann ein

Stück Wild verletzt werden,

nicht sofort verenden und in

Wald oder Feld flüchten. Der

Hund muss dann in der Lage

sein, der Spur des verletzten Tieres

im Wald nach zu gehen und

es zu finden.

Wasserarbeit: Als erstes wird

Foto: Josef Böckmann

bei den Arbeiten im Wasser, wie

auch im Feld festgestellt ob der

Hund nicht ängstlich oder scheu

beim Schießen reagiert. Dann

wird eine tote Ente in Schilf oder

evtl. auch auf eine Insel geworfen.

Der Hund muss die Ente suchen,

finden und zum Führer

bringen. Damit wird eine Entenjagd

nach gestellt.

Verhalten auf dem Stand: Hier

wird eine Treibjagd nachgestellt.

Der Hund muss neben seinem

Herrn ruhig liegen bleiben, auch

während andere Jäger vorbei laufen,

Krach machen und schießen.

Diese Prüfungsfächer müssen

alle absolviert werden um die

jagdliche Brauchbarkeitsprüfung

bestehen. Die Prüfungen finden

im September und Oktober statt.

n Kurz notiert

Hubertusmesse

in Cloppenburg

Cloppenburg. In der Pfarrkirche

St. Andreas in Cloppenburg findet

am Sonntag 3. November, eine

Hubertusmesse statt. Sie beginnt

um 8.30 Uhr. Zelebrant ist Dechant

Bernd Strickmann. Für jagdliche

Klänge sorgt das Stapelfelder

Parforce Ensemble.

Malwettbewerb:

Frist verlängert

Cappeln. Beim Malwettbewerb

für Kinder wird aufgrund der

Herbstferien die Annahmefrist füfür

die Bilder verlängert, bis zum

22. Oktober 2013, 14.30 Uhr bei

Anetta Homann, Brouksträke 7,

49692 Cappeln. Alles, was bis dahin

vorliegt, kann mit in die Bewertung

kommen.

Hubertusmesse

in Löningen

Löningen. Die Hubertusmesse

findet nicht, wie im Flyer angekündigt,

am 11. November, sondern

am Sonntag, 10. November

um 10.30 Uhr in der St.-Vitus-Kirche

in Löningen statt.

Hubertusmesse

in Ramsloh

Ramsloh. Am Samstag, 2. November,

findet in der St.-Jakobus-Kirche

in Ramsloh um 17 Uhr eine

Hubertusmesse in der Besetzung

mit B-Parforce und Fürst Pless

Hörnern statt. Die Messe wird zelebriert

von Pastor Ernst Halbe.

Altenoythe:Jägerball

Altenoythe. Am 30. November

finden ein Wildessen und Jägerball

im Dorfgemeinschaftshaus in

Altenoythe statt. Jeder ist herzlich

eingeladen. Anmeldungen sind erbeten

bei Hans Blome, Altenoythe,

Telefon 04491/3315

Großes Wildbüfett

Löningen. Im Centralhof Breher

findet am 1. November ab 19.30

Uhr ein reichhaltiges Wildbüfett

statt. Erleben Sie einen gemütlichen

Abend in geschmückten

Räumen mit kulinarischen Köstlichkeiten

und Verlosung. Tischreservierungen

unter

Tel.05432/2188.

Fotos: © Fotolia (2)


Münsterländische Tageszeitung Use Jäger un sien Wild Samstag, 19. oktober 2013 13

In der Öffentlichkeit präsentieren die Jäger ihre Leistungen für den Natur- und Artenschutz.

Hegering Ramsloh bejagt 3200 Hektar

60-jähriges Jubiläum gefeiert - 72 Mitglieder sind in sieben Jagden aktiv

Foto: Edmund Eilers

Ich darf Ihnen, liebe Leserinnen

und Leser, in der heutigen Ausgabe

„ Use Jäger und sien Wild“

den Hegering Ramsloh in der Gemeinde

Saterland vorstellen:

In der Gemeinde Saterland

gibt es drei Hegeringe. Der Hegering

Ramsloh hat heute 72

Mitglieder. Die 3200 ha jagdbaren

Flächen werden von 4 Jagdgenosenschaften

und 3 Eigenjagden

genutzt.

In diesem Jahr haben wir unser

60-jähriges Jubiläum gefeiert.

Unsere Bläsergruppe konnte bei

der Ausrichtung des Kreisbläsertreffens

auf ihr 50-jähriges Bestehen

zurückblicken.

Eine von vielen Aufgaben in

unserem Hegering liegt im Bereich

des Naturschutzes. Mit

dem Anlegen von Blühstreifen,

Wildäckern, Hegebüschen,

Streuobstwiesen, extensiven

Grünlandflächen, Zwischenfrüchten,

Neuaufforstungen von

Waldflächen bzw. Unterpflanzungen

schaffen wir auch heute

noch in der starken und intensiven

Landwirtschaft immer wieder

neue Lebensräume für unser

Wild bzw. für die gesamte Tierwelt.

Weitere Aufgaben im Hegering

liegen in der Hundeausbildung

und den Ablegen der einzelnen

Prüfungen. Hiermit wird

gewährleistet, dass für die Jagdausübung

die geprüften Hunde

zur Verfügung stehen. Aber auch

in der Handhabung und dem

Führen der Jagdwaffen bietet der

Hegering immer wieder

Übungsschießen auf den einzelenen

Ständen an.

Vielfältige Aufgaben liegen in

der Öffentlichkeitsarbeit. Mit der

„Rollenden Waldschule“ der Jägerschaft

Cloppenburg kann

man den Kindern im Kindergarten

bzw. den Schülern in der

Schule die heimischen Tiere und

Pflanzenarten vorstellen.

Sie sehen, wie vielfältig die Aufgaben

in den einzelnen Hegeringen

der Jägerschaften sind. Mit der Beilage

„Use Jäger und sien Wild“ versuchen

wir Ihnen die Jagd etwas

näher zu bringen und Sie zugleich

auf das große Angebot in den einzelnen

Jägerschaften aufmerksam

zu machen.

Nutzen Sie das Angebot der

einzelnen Veranstaltungen und

genießen Sie in einem der vielen

Restaurants unser heimisches

Wild.

Hegering Ramsloh

Edmund Eilers

(Hegeringleiter)

Mitteilung: Am 2. November

findet um 17 Uhr in der St.-Jakobus-Kirche

Ramsloh eine Jägermesse

statt.

Hegering Molbergen

jetzt auch im Netz

Molbergen. Mit einer neuen Internetseite

präsentiert sich der Hegering

Molbergen nun auch im Internet.

Unter

www.hegering-molbergen.de informiert

der Hegering seine Mitglieder

und Interessenten über aktuelle

Termine und Ereignisse.

Eine Fotogalerie und verschiedene

Downloadangebote runden

die neue Plattform ab.


14

Samstag, 19. oktober 2013

Use Jäger un sien Wild

Münsterländische Tageszeitung

Was machen die Tiere im Winter?

Vögel plustern sich auf / Manche Tiere verschlafen den Winter einfach

ganz dick aussehen. Man sagt, sie

plustern sich auf. Das ist ziemlich

schlau, denn durch die viele Luft

zwischen ihren Federn wird ihnen

nicht so schnell kalt.

Picus Clopp weiß Bescheid.

Im Winter, wenn es so richtig kalt

ist, was macht ihr dann? In der

Wohnung dreht ihr die Heizung

auf, damit es schön warm ist.

Wenn ihr nach draußen zum Spielen

geht, packt ihr euch dick ein:

Schal, Handschuhe, warme Jacke

und gefütterte Schuhe. Und was

machen die Tiere?

Bestimmt habt ihr schon mal

gesehen, dass Vögel im Winter

Tiere, die ein Fell haben, legen

sich für den Winter ein extra dickes

Winterfell zu. Das kennt ihr

sicher von Hunden und Katzen.

Im Frühjahr fallen die Haare wieder

aus und fliegen überall im

Haus rum und man muss ständig

den Staubsauger schwingen.

Auch Rehe, Wildschweine und

viele andere Wildtiere bekommen

so ein dickes Winterfell.

Manche Tiere verschlafen den

Winter einfach. Zum Beispiel der

Igel. Er frisst am liebsten Insekten

und Schnecken. Die gibt es

im Winter aber nicht. Deshalb

Rehe im Winter.

© Rolfes/DJV

futtert er im Sommer und im

Herbst ganz viele davon und legt

sich eine Fettschicht zu. Dann

kuschelt er sich in einen Laubhaufen

und schläft einfach solange

bis wieder Frühling ist. Damit

seine Fettschicht lange hält

und er keinen Hunger bekommt,

atmet er nur noch ganz selten

und sein Herz klopft langsamer.

Auch seine Körpertemperatur ist

viel niedriger. Das läuft genauso

wie bei eurer Heizung zu Hause. Je

niedriger die Temperatur am Thermostat

eingestellt ist, desto weniger

Öl oder Gas verbraucht ihr.

Wenn Tiere den Winter verschlafen

und dabei weniger atmen

und ihr Herz auch seltener

schlägt, dann nennt man das

Winterschlaf. Es gibt aber auch

Tiere, die schlafen nur, wenn das

Wetter draußen wirklich ganz

fies ist. Sobald die Sonne wieder

scheint, kommen sie aus ihrem

Bau und suchen sich was zu fressen.

So macht das nämlich auch

der Dachs. Wenn er schläft, dann

atmet er ganz normal und auch

sein Herz schlägt ganz normal

und seine Körpertemperatur ist

auch ganz normal. Man sagt: Der

Dachs hält Winterruhe.

Man kann sich also warm anziehen

oder den Winter einfach

verschlafen.

Eule im Winter.

© Rolfes/DJV

Igel: Die niedlichen Stacheltiere machen Winterschlaf.

© Siegel/djv

Dachse halten Winterruhe.

© Siegel/djv


Münsterländische Tageszeitung Use Jäger un sien Wild Samstag, 19. oktober 2013 15

Mach mit! Wir bauen

einen Futterbaum

Du brauchst Stöcke, zwei Baumscheiben,

Gardinenhaken, Kordel,

Meisenknödel (oder andere Leckereien

für Vögel), Handbohrer

und Gartenschere. Und so geht es:

Fünf oder sieben Stöcke mit der

Schere auf verschiedene Längen

zuschneiden. In die Mitte jedes

Stocks ein Loch bohren. Erst eine

größere Baumscheibe, dann die

Stöcke nach Größe gestaffelt auf

die Kordel fädeln, jeweils unter

die Scheibe und Stöckchen einen

Knoten machen, damit nichts

verrutscht. Die Gardienenhaken

dienen als Aufhänger für die Meisenknödel,

dafür müssen sie mit

einer Kordel fest am Stock verknotet

werden. Nun an jeden Haken

eine Leckerei hängen, einen

schönen Platz suchen und fertig.

Futterbäume schmücken die

kahlen Bäume und Sträucher

und dienen als Futterplatz für

unsere Vögel im Winter.

Am Futterbaum finden Meisen

und andere Vögel Leckereien.

Foto: Anetta Homann

Der Natur ganz nah: Anetta Homann erklärt Kindern und Jugendlichen

Flora und Fauna.

Foto: Homann

Übers Jahr 60 Termine

Jägerschaft informiert mit Aktionen und Vorträgen

Die Öffentlichkeitsarbeit in unserer

Jägerschaft, die das Umfeld

der Jagd an sich der Bevölkerung

näher bringen soll, hat viele Facetten.

Zeitungsartikel in der örtlichen

Presse sowie in der Fachpresse

gehören dazu. Mein persönlicher

Schwerpunkt liegt in

der Initiative „Lernort Natur“,

dazu gehört auch unsere „Rollende

Waldschule“. Hiermit haben

wir im Jahr mehr als 60 zum

Teil mehrtägige Termine, wobei

viele davon mehrtägig sind. Um

unsere heimische Natur der Bevölkerung

wieder näher zu bringen,

arbeiten wir mit allen Altersklassen,

vom Kindergarten über

Schulen bis zu Seniorengruppen

In vielen Hegeringen finden

Ferienpassaktionen statt, wobei

es keine Seltenheit ist, dass sich

daran über 100 Teilnehmer da beteidigen.

Inzwischen sind in vielenHegeringen

Personen entsprechend

geschult, um dieses Anliegen,

den Kindern und auch Erwachsenen

näher zu bringen und endsprechend

pädagogisch zu vermitteln.

Bei einer Umfrage, die

auch von mir an Cloppenburger

Schulen durchgeführt wurde,

zeigte sich, wie weit unsere Jugend

von der Natur entfernt ist.

Auch die alle zwei Jahre stattfindende

Wildwoche mit ihren

zahlreichen Programmpunkten

ist immer wieder eine große Herausforderung.

Die große Ausstellung

findet in diesem Jahr

von der Jägerschaft Vechta in

Vechta statt und ist in zwei Jahren

voraussichtlich wieder in

Cloppenburg. Hier werdenGruppen

und Interessiert durch die

Ausstellung geführt. Die Nachfrage

steigt stetig und ich bin mal

gespannt, ob wir die über 50

Gruppen toppen können.

Dies ist allerdings auch Organisatorisch

eine große Herausforderung,

da die Schulen nur

vormittags Zeit haben.

So, nun hoffe ich, dass Ihnen

unsere schöne Beilage gefällt

und Sie viel Spaß beim Durchlesen

haben werden.

Anetta Homann

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