ITEC-Nachlese - Deutsches Tuba Forum

tubaforum.de

ITEC-Nachlese - Deutsches Tuba Forum

Nr. 23 | 2013 / 2014

Verbands- und Mitgliedszeitschrift

des Deutschen Tubaforums e.V.

Wo r k s h o p s

We t t b e we r b e

Po r t r a i t s

A u s b i l d u n g

I n s t r u m e n t e

N o t e n

CD´s

ITEC-Nachlese


Dornröschen

ist nicht aufgewacht, weil der Prinz sie geküsst hat,

sondern weil die hundert Jahre vorbei waren ...

Wir alle haben das Glück, nach einer Phase des Aufbruchs

jetzt auch an vielen Orten schon die Zeit des Durchbruchs

miterleben zu können. Das Melton-Tuba-Quartett tourt

erfolgreich durch die Republik und spielt ein Solo-Konzert

für vier Tuben und Sinfonieorchester mit namhaften

Kulturorchestern, der EchoKlassik-Preis, die wichtigste

Anerkennung der Musikindustrie wird an den Tubisten

Andreas Hofmeir vergeben, Ruben Durá de Lamo, Tubastudent

aus Hannover, gewinnt den Deutschen Musikwettbewerb

2013 in Stuttgart. Jörg Wachsmuth füllt

mit seiner grandiosen Leistung u.a. an der Riesentuba

Presse, Funk und Fernsehen.

Aber auch auf anderen Ebenen geht es munter zur Sache:

die Damenwelt erobert die Tuba und zieht stolz mit

den Koffern durch die Flure der Schulen und Konzertsäle,

Schülerinnen und Schüler sind klanglich und haptisch

begeistert vom Euphonium, welches einigen (Mode) Instrumenten

an Attraktivität den Rang abläuft.

Das alles geht einher mit einer zunehmenden Emanzipierung

des Konzertpublikums. Das klassische Publikum,

welches in Konzertprogrammen ausschließlich die Namen

bekannter Komponisten erwartet, gibt es vielerorts

im Genre der Bläsermusik schon gar nicht mehr. Das

Interesse am Klang, an der Besetzung und die Freude

am Neuen bestimmt den Zulauf zu Konzerten der neu

entstehenden und etablierten Ensembles.

Neue Werke für sinfonisches Blasorchester sehen die

Tuba in ihrer eigentlichen Funktion, als weit mensuriertes

Bassinstrument mit großem Klang und in allen Lagen

virtuosen Möglichkeiten. Und der Mut, Werke dieser kreativen

Zeitgenossen aufzuführen, wird belohnt.

Während vor einigen Jahren noch ausschließlich Bearbeitungen

für Tuba zu hören waren, gibt es jetzt Einspielungen

von Originalwerken. Andreas Hofmeir hat z.B.

schon seine zweite CD mit diesen Werken für Solo-Tuba

in Kammermusik oder mit Orchester herausgebracht.

Man kann deutlich erkennen: Dornröschen ist erwacht,

eine ganze Reihe von Prinzen hat das Schloss erreicht,

und bereits zum Kuss angesetzt.

Auf der anderen Seite des Schlosses kämpfen allerdings

weitere Prinzen mit immer schneller wachsenden Dornenranken,

die ein Durchkommen kaum möglich machen.

Tuba und Euphonium warten im regulären Konzertbetrieb

immer noch auf die Anerkennung, die Aufnahme

als selbständiges Soloinstrument.

Als Vorsitzender des Deutschen Tubaforums hatte ich die

Ehre, im Mai an einem Empfang des Bundespräsidenten

im Schloss Bellevue teilnehmen zu dürfen. Anlass war

das 50jährige Bestehen des Wettbewerbs "Jugend musiziert".

Das DTF stiftet zu jedem Bundeswettbewerb einen

Sonderpreis in Höhe von 500 € für besondere Leistungen

an Tuba oder Euphonium.

Dort wurde mit einem Schmunzeln erklärt, die "höheren

Töchter" gäbe es nicht mehr. Dem konnte wohl jeder

zustimmen, allerdings bestimmen die Instrumente der

"höheren Töchter" immer noch sehr dominant das Konzertgeschehen.

Die im Anschluss an den Empfang stattfindenden Wandelkonzerte

hatten wie üblich die klassischen Soloinstrumente

auf dem Programm. Abgesehen von einem

neu im Wettbewerb aufgenommen Instrument, der

türkischen Langhalslaute sowie einem Schlagzeugduo

waren (wieder mal) nur Streicher, Gesang und Klavier zu

hören (in früheren Zeiten die Instrumente der "höheren

Töchter").

Chance vertan, konnte man doch im Bundeswettbewerb

2012 (Solowertung Blechblasinstrumente) phantastische

Leistungen an Trompete, Horn, Posaune, Euphonium und

Tuba erleben. Ach ja, ich vergaß: Im Schloss Bellevue

wurden die eintreffenden Gäste an der Garderobe von

einem Hornquartett empfangen ...

Auch auf den im Anschluss an die Bundeswettbewerbe

erscheinenden Preisträger - CD´s findet man Blechbläser

wenn überhaupt, dann am Anfang als festliche Eröffnung.

Im weiteren Verlauf wie übrigens auch bei vielen

Preisträgerkonzerten hingegen sucht man vergeblich.

Die Veröffentlichung eines Hauptsponsors im Rahmen

von "50 Jahre Jugend Musiziert" mit vielen Fotos aus

dem Wettbewerb erweckt den Eindruck, Blechblasinstrumente

seien nicht dabei.

Wohlgemerkt spreche ich hier nicht nur von Tuba und

Euphonium, auch Posaune und Trompete führen dies

Schattendasein in der Anerkennung als seriöses und

"normales" Soloinstrument.

Hier Absicht zu unterstellen wäre sicherlich falsch.

Schlimmer noch: die Leistungen der Blechbläser verschwinden

hoch gelobt in Schubladen, die auch zur

Gestaltung von Konzerten und CD-Programmen leider

nicht wieder geöffnet werden. Auch im Radio ist dies

zu beobachten. An der Angst vor Bearbeitungen kann

es nicht liegen, hört man doch die berühmten Cellisten

oder bekannte Streichquartette munter Transkriptionen

von Jazz, Rock-und Popklassikern spielen.

Bis zur fröhlich verkündeten Vielseitigkeit im instrumentalen

Musizieren ist es noch ein langer Weg.

Bei einem Schulkonzert präsentierte ein junger 14jähriger

Posaunensolist eine überzeugende Weber-Romanze.

Die Presse stürzte sich allerdings in Bild und Text auf die

achtjährige Spielerin am Kontrabass und ihrem ausgefallenen

Instrumentenwunsch. Wenig motivierend ...

Ein "Crossover" der jungen Stargeiger von der sog. Klassik

in den Jazz/Rock/Pop - Bereich wird groß gefeiert

und publikumswirksam vermarktet, ein "Crossover" der

Blechbläser aus den bierseligen Wechselbassstuben in

die hellen Konzertsäle scheint nicht möglich.

Access denied ...

Und hat Aschenputtel doch einmal den hellen Ball (Konzert)saal

erreicht, nützt ihr die gute Erziehung und das

liebreizende Wesen gar nichts. Vielmehr wird es an der

Tür darauf hingewiesen, dass die Frisur nicht sitze und

sie bereits auf dem Hinweg beide Schuhe verloren habe .

Access denied ...

Auch bei der Preisverleihung des EchoKlassik stand für

viele nicht die Leistung des Solisten Andreas Hofmeir im

Vordergrund, sondern sein Auftreten und die tatsächlich

sehr gewöhnungsbedürftige sog "Laudatio" eines

namhaften deutschen Komikers. Dieser lobte nicht die

Leistung des Preisträgers, sondern erwähnte innerhalb

kürzester Zeit noch einmal sämtliche Klischees, die die

Tuba umgibt. Kenner versicherten mir anschließend,

dies sei seine Art, satirische Spitzen zu setzen, dafür sei

er bekannt...

Und warum das alles, warum diese vehemente Fürsprache

für die Anerkennung von Tuba und Euphonium?

Weil es Nachwuchs gibt, und dieser Nachwuchs braucht

Vorbilder. Die großartigen Ensembles unserer Zeit präsentieren

die wahre Vielseitigkeit unserer Instrumente.

Auch das von Schulmusikern und Politikern gefeierte,

von Instrumentalpädagogen an der Basis eher kritisch

gesehene Modell der Bläserklassen an allgemein bildenden

Schulen bringt immer wieder einzelne begeisterte

Fans und Talente hervor.

Das Kompliment einer Konzertbesucherin nach einem

meiner Konzerte war im Grunde keines: "Wunderbar, das

klang so schön, das klang gar nicht wie Tuba ...!"

Ich sah es positiv, haben wir doch so immer noch die

Möglichkeit, die Zuhörer zu überraschen.

Also, auf geht´s, küsst die Frösche, fragt die (Übe) Spieglein

an der Wand, und fragt: Großmutter, was hast Du für

eine große Trompete. Viel Spaß beim Lesen

Wolfram Krumme


w o r k s h o p

...a fabulous instrumentalist who stretches

his ’’ medium’s possibilities to the extreme.

(Ostlandsposten, Norway) ’’

ØYSTEIN BAADSVIK

und seine Es-Tuba 283

„Norwegian Star”

„Ich habe nie eine Tuba mit

einer besseren Intonation gespielt“,

sagt Øystein Baadsvik

über die Es-Tuba 283 „Norwegian

Star”. Der komplett

neu entwickelte Korpusverlauf

und das Schallstück mit

400 mm Durchmesser sorgen

für einen in allen Registern

gleichmäßigen, vollen Klang.

Der Ton ist in allen Lagen klar

definiert, das Instrument weist

eine sehr gute Ansprache im

gesamten Dynamikspektrum

auf. Der strahlende und reiche

Klang bleibt vom fortissimo

bis zum leisesten piano erhalten.

Øystein Baadsvik, dessen Ziel

es war, die Es-Tuba seiner

Träume zu bauen, stellt

heute stolz fest: „Das Ergebnis

meiner Zusammenarbeit

mit Miraphone ist die wohl

beste Es-Tuba der Welt.“

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5

ECHO Klassik - Verleihung

Andreas Martin Hofmeir, Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs

2005 und Tubist der bayerischen Kult-Band

LaBrassBanda, erhält den ECHO für sein erstes Solo-Album „Uraufnahmen“,

das vom Leipziger Label GENUIN in Kooperation

mit Deutschlandradio Kultur und dem Deutschen Musikrat in

der Reihe PRIMAVERA herausgegeben wurde. Es enthält ausschließlich

Erstaufnahmen von Werken für Tuba und Orchester

sowie verschiedene Kammermusikbesetzungen, die eigens

für Hofmeir und seinen Harfe spielenden Duopartner Andreas

Mildner (Stipendiat des DMW) komponiert wurden. Das Album

entstand im Rahmen der Preisträger-Förderung des Deutschen

Musikwettbewerbs.

Es war ein ganz besonderes Jubiläum: Am Sonntag, dem 6.

Oktober 2013 vergab die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut

des Bundesverbandes Musikindustrie, zum 20. Mal

den ECHO Klassik. Wie in den vergangenen zwei Jahren fand

die Verleihung auch diesmal wieder vor der imposanten Kulisse

des Konzerthauses Berlin statt.

„Eine Tuba-CD gehört in jeden gut sortierten Haushalt“

Zu den insgesamt 54 Preisträgern zählen außerdem unter

anderem Sol Gabetta, Daniel Hope & Max Richter sowie Joyce

DiDonato. Alexander Krichel, Andreas Martin Hofmeir und viele

weitere Preisträger nahmen ihre Trophäe persönlich entgegen.

Hofmeir zeigte sich besonders erfreut darüber, dass der ECHO

Klassik immer wieder neue Instrumente auszeichnet. Mit ihm

wurde zum ersten Mal ein Tubist „Instrumentalist des Jahres“.

Und das, obwohl eine Tuba-CD in jeden gut sortierten Haushalt

gehöre, meinte Hofmeir.

"Ich freue mich sehr über den ECHO, vor allem weil zum ersten

Mal ein Instrument aus der Kategorie Triangel und Melodika

ausgezeichnet wird. Die ECHO-Jury orientiert sich ja gleichermaßen

an Qualität und Verkaufserfolg. Bei meinen 113 verkauften

Exemplaren in eineinhalb Jahren nehme ich an, dass

die Qualität ein ausschlaggebendes Kriterium war. Das freut

mich. Und dass ich am 6. Oktober spielen darf, ist natürlich

herrlich. Da werden sich bestimmt viele Leute über die Tuba

wundern."

Melton-Tuba-Quartett 2014:

Auch im nächsten Jahr ist das Melton-Tuba-Quartett unterwegs.

Hier die Termine:

• 4 Konzerte Grand Concerto 4 Tubas mit den

Brandenburger Symphonikern unter Chefdirigent

Michael Helmrath, am 23., 24. und 25.1.2014 in

Brandenburg sowie am 26.1.2014 in Potsdam.

• 4.2.2014 in Mülheim an der Ruhr Grand Concerto 4 Tubas

mit dem Philharmonischen Orchester Hagen unter

Chefdirigent Florian Ludwig

• 2. März 2014 Konzert in Hille bei Minden/Westfalen

• 30. Mai 2014 Konzert im Theater der Stadt Schweinfurt

• 17. August 2014 Konzert in Bad Berka beim

mdr Musiksommer

• 24. bis 26. Oktober 2014 Workshop des Deutschen

Tubaforums in Volkach, dort Konzert am 25.10.

„Exotenkonzert“ oder „back to the roots“ –

Dr. Manfred Heidler Gastdozent an der University of Memphis

[http://www.meltontubaquartett.com]

Beim diesjährigen Low-Brass-Workshop an der University of

Memphis hatte der Vizepräsident des Deutschen Tubaforums

e.V., Dr. Manfred Heidler, die Ehre als Gastdozent mitzuwirken.

Auf Initiative von und begründet durch die langjährige

Freundschaft mit John Mueller, Ass. Professor für Euphonium

und Posaune an der Rudi E. Schmidt School of Music, erhielt

er die Einladung zu einem Gastvortrag und Solokonzert bei der

Eröffnungsveranstaltung der Musikfakultät in diesem Jahr.

John Mueller, ehemals Mastersergeant und Soloeuphonist der

US-Army Band „Pershing’s Own“ in Washington, ist seit seiner

Pensionierung vor 11 Jahren Professor an der UoM und eröffnet

jährlich wiederkehrend den Studenten zusätzliche Möglichkeiten

zum Austausch mit renommierten Gastdozenten und

Instrumentalsolisten.

So war die zweitägige Veranstaltung am 25. und 26. Januar angefüllt

mit einer Reihe von künstlerischen, instrumentalen und

musikologischen Beiträgen rund um die Blechblasinstrumente

Posaune, Euphonium und Tuba.

Dieses Konzept bereicherte ein Vortrag von Dr. Manfred Heidler

unter dem Titel „Back to the roots“, indem die faszinierende

aber weithin ausgeblendete Geschichte der Tenorblechblasinstrumente

mit Ventilen dargestellt wurde. Im Zentrum der

Betrachtung stand dabei das deutsche Tenorhorn, dessen

Entwicklung aus dem Tenortrompetenbass des Jahres 1821

hervorging und die „Eroberung der Tiefe“ (Christian Ahrens) der

Blechbläser einleiten sollte. Dr. Heidler verdeutliche der großen

Zahl von Studenten und Fachkollegen anhand pointierter Zitate

und z.T. unveröffentlichter Dokumente und Bilder die Hintergründe

sowie die Entwicklungsschritte zu diesem Instrument

und wies vor allem auf die gemeinsame Basis zu Saxhorn und

Euphonium hin. Die Vielzahl von Fakten und Aspekten erstaunte

die interessierte Zuhörerschaft und unterstrich einmal mehr

die Bedeutung seiner in einem Buch veröffentlichten Forschungen

zu dieser weitgehend unbekannten Thematik. Dabei zeigte

er zudem die Problematik von nationaler Instrumentaltradition

und heute propagiertem globalem Instrumentationsstandard

auf. Eine breite Diskussion mit den Zuhörern schloss sich an

seinen Vortrag an.

Als Ergänzung zur theoretischen Erörterung nahm er die Gelegenheit

gerne wahr, auch die klanglich-stilistischen Unterschiede

beim Abschlusskonzert der Gastdozenten solistisch

aufzuzeigen. Mittels seiner Literaturauswahl deutschsprachiger

Komponisten setzte er auch hierbei selbstbewusste bläserische

Akzente und verdeutlichte so nationale Instrumentaltradition

und spieltechnische Eigenheit. „What a great sound!“,

war der einhellige Tenor des Publikums nach seinem Vortrag.

Somit schloss sich der Kreis dieser hochgradigen Veranstaltung

in die zudem ein Qualifizierungswettbewerb für die Studenten

integriert war. Preisträger wurde hierbei ein junger Euphoniumstudent,

der mit seiner Interpretation des Concertos von

Vladimir Cosma künstlerisch sehr überzeugte.

Masterclasses von Prof. David Vining, Posaune, und Prof. Fritz

Kaenzig, Tuba, sowie eine Vielzahl von Ensemblekonzerten von

Posaunen, Euphonien und Tuben ließen so einen eigene Erlebniswelt

für die Vielzahl von Studenten und Amateuren entstehen,

die den eigenen musikalischen Horizont erweiterten

und zudem den Aufbau von Netzwerken mit Gleichgesinnten

ermöglichten.

Neue Freundschaften wurden geschlossen, alte bekräftigt und

nun kennen wieder ein paar MusikerInnen mehr „The German

Tenorhorn“!


6

tubaforum e. V.

»Impressum«

» Herausgeber:

Deutsches Tubaforum e.V.

Johanniterstraße 8

49434 Neuenkirchen-Vörden

Telefon: 05493/996041 | Fax: 05493/996042

www.tubaforum.de | info@tubaforum.de

» Layout, Grafik: Wolfram Krumme

» Fotos: Wolfram Krumme, Hilke Romann

» 1. Vorsitzender : Wolfram Krumme, Tel. 05493/996041

» Finanzen: Frank Schroeder, Rotkehlchenweg 10 a

33758 Schloss Holte-Stukenbrock

Das Deutsche Tubaforum e.V. wurde 1987 als Freundeskreis

gegründet mit dem Ziel, alle Themen rund um die Tuba neu

zu überdenken und so weit wie möglich zu fördern.

Es entstand ein Netzwerk von Musikerinnen und Musikern

der tiefen Blechblasinstrumente aus dem Laien- und Profibereich,

Instrumentenbauern- und händlern sowie weiteren

an den Instrumenten Tuba, Tenorhorn, Bariton und

Euphonium Interessierten.

Das Deutsche Tubaforum e. V. ist eine Interessengemeinschaft,

deren Mitglieder im gesamten europäischen Raum,

aber auch in Australien und Amerika zu finden sind.

Der Verband ist selbstlos tätig, er verfolgt ausschließlich

und unmittelbar gemeinnützige Ziele.

[www.tubaforum.de]

Exklusiv für unsere Mitglieder

Als Mitglied haben Sie exklusiv die Möglichkeit, sich aus

der umfangreichen „Notenbank“ des Deutschen Tubaforums

e.V. Noten herunterzuladen. Neben Übungen und

Solostücken aus allen zeitlichen Epochen finden Sie dort

auch Ensemblewerke für mehrere tiefe Instrumente unter

Berücksichtigung der entsprechenden Transposition.

Bei unseren eigenen Workshops gewähren wir den Mitgliedern

des Deutschen Tubaforums e.V. einen deutlichen

Preisnachlass auf die Kursgebühr, z.T. auch gratis-Kurse!

Über die anstehenden Fortbildungen informieren wir per

Post und im Internet [www.tubaforum.de] [www.tubaworkshop.de].

Mitgliedern des DTF, die eine eigene Fortbildung

veranstalten, gewähren wir auf Antrag finanziellen

Zuschuss.

Für das eigene Spiel im Ensemble stellen wir unser umfangreiches

Notenmaterial in gedruckter Form kostenlos

zur Verfügung.

Bitte geben Sie uns rechtzeitig Bescheid, welche Arrangements

Sie benötigen. Sollten diese in der genannten Zeit

verfügbar sein, senden wir Ihnen diese zu.

Neben den regionalen Workshops, die zumeist am Wochenende

mit einem ausgewählten Dozententeam stattfinden,

lädt das DTF alle zwei Jahre zum Internationalen Meisterkurs

in die Bayerische Musikakademie Hammelburg ein.

Der Unterricht dort wird von internationalen Konzertsolisten

und hochkarätigen Lehrern im Solo- und Ensemblespiel

erteilt.

Unsere exklusive Sammlung „TubaLibre” ist inzwischen in

sechs Bänden erschienen und umfasst Ensemblestücke und

Solowerke für tiefe Blechbläser in allen möglichen Transpositionen.

Diese Hefte erhalten Mitglieder des Deutschen Tubaforums

gratis als Unterrichts- und Fortbildungsmaterial

(solange der Vorrat reicht).

Auf der Homepage des Deutschen Tubaforums e.V. finden

Sie u.a. eine Instrumentenbörse. Sie haben hier als Privatperson

die Möglichkeit, Ihr Instrument zum Verkauf zu stellen

oder eine Suchanzeige aufzugeben, natürlich gratis.

Die Zugriffszahlen unserer Homepage zeigen ein großes Interesse

an diesen Onlineangeboten und werden von Tubisten

und Tenoristen aus ganz Europa gelesen und genutzt.

Neben diesen Angeboten haben Sie auch die Möglichkeit,

sich persönlich bei uns Rat zu holen. Sie erreichen uns per

Mail unter [mail@tubaforum.de] und telefonisch unter

05493/996041. Wolfram Krumme

Das neue TubaLibre ist erschienen.

In dieser Sammlung findet man Ensemblestücke alter

Meister, die Wassermusik von Händel, Auszüge aus

der Feuerwerksmusik, den

berühmten "Einzug der Gäste"

von Richard Wagner sowie die

Ouvertüre zu "Nabucco" von

Guiseppe Verdi. Ebenso sind

dort bekannte Bearbeitungen

von Konzerten für Horn

und Orchester für Tuba bzw.

Euphonium abgedruckt.


konzertberichte

7

Französische Meisterwerke für Bläser

Tubisten-Quartett zu Gast bei der Bläserphilharmonie Osnabrück

Ganz im Zeichen der französischen Romantik und Moderne

stand das vergangene Orchesterkonzert der Bläserphilharmonie

Osnabrück unter der Leitung von Jens Schröer: Nach

Maxime Aulios Frühwerk „Les murmures du vent“ mit seinen

spannungsreichen Stimmungen, nebelhaften Linien und

leuchtenden, zum Teil orientalischen Farben führte Camille

Saint-Saëns „Orient et Occident“, – der gleichermaßen die

Vorliebe für Exotisches und Orientalisches nachzeichnet – den

konzeptionellen Gedanken fort. Das Orchester verstand es vortrefflich,

jene Farben der beiden Werke herauszuarbeiten und

die je eigene Tonsprache schlüssig zum Klingen zu bringen.

In den fünf Sätzen von Darius Milhauds „Suite Francaise“ zeigte

sich die Bläserphilharmonie stilistisch von einer weiteren Seite:

Von baskischer Folklore bis hin zu polytonalem Großstadtgetummel

bietet Milhauds musikalische Hommage einen großen

Farbenreichtum bei dem vor allem die filigranen und leichtfüßig

im Ausdruck gestalteten Sätze gefielen. Schröer gelang es

dabei, die Themenengführungen der französischen Volkslieder

und ihre Phrasierung transparent und überzeugend zu gestalten.

Elegische Feinfühligkeit besaß besonders der vierten Satz

„Alsace-Lorraine“, der einen heimlichen Höhepunkt bildete.

Gleichermaßen bewiesen sich die Osnabrücker Bläser aber auch

im kammermusikalischen, intimen Klang von Ravels „Pavane

pour une infante défunte“ mit seiner schwelgenden Hornmelodie

in der feinfühligen Transkription Makio Kimuras.

Neben den genannten Meisterwerken stand zugleich ungewöhnlicherweise

die Tuba und das Euphonium im Zentrum des

durch und durch französischen Programms: In Kooperation mit

dem „Deutschen Tubaforum e.V.“ kam zudem Maxime Aulios

Solokonzert „Les Trois Mousquetaires“ („Die drei Musketiere“)

für Tuba-Quartett und Blasorchester zur Aufführung.

Mit Hans-Reiner Schmidt, Jörg Wachsmuth, Wolfram Krumme

und Matthew Segger waren vier renommierte Blechbläser zu

Gast in Osnabrück, die bereits am Vortag einen Workshop gaben,

bei dem etwa 40 Teilnehmer aus ganz Deutschland vom

Können der vier Solisten profitierten.

Aulio richtet in seinem Tuba-Quartett den Fokus auf die Figur

des „D´Artagnan“, den sensiblen, romantischen aber vor allem

auch naiven, ungestümen Charakter, der sich leicht von Frauen

bezaubern lässt. „Mit stolz geschwellter Brust“ stürzten

sich auch die vier Solisten sinnbildlich mit Fanfaren über das

Orchester ins Abenteuer und brillierten mit vollem, sonorem

Ton. Besonders der zweite romantisch anmutende Satz traf

unmittelbar ins Herz.

Flankiert wurde das Solokonzert letztlich von Martin Ellerbys

„Paris Sketches“, das aus der sakralen Atmosphäre der gotischen

Pariser Kathedralen hinausführt auf die Rummelplätze

um den Montmartre, zu den paradiesisch grünen Alleen des

„Père Lachaise“ und zu den großen Pariser Markthallen.

Die Bläserphilharmonie überzeugte einmal mehr, ob im atmosphärisch

dichten zweiten Satz oder aber auch im pulsierenden,

nach vorn treibenden 12/8 Rhythmus des letzten Satzes.

Mit dem zitierten Themenkopf von Hector Berlioz „Te Deum“

mündeten letztlich die „Paris Sketches“ in ein majestätisches,

geradezu hymnisches Finale einer Konzert-Matinee „à la française“

– eben mit Bläsermusik auf französische Art.

[eurowinds]

Riesentuba auf Rekordflug

Der 16. August ist ein lauer Sommerabend in Dresden.

Auf dem Schlossplatz wird das Stadtfest auf einer großen Bühne

mit einem Konzert der Dresdner Philharmonie eröffnet, ja

- mit einem klassischen Sinfonieorchester statt heiterer Stimmungsmusik.

Doch trotz der servierten "schweren Kost" von

Wagner und Strauss ist das Publikum gut gelaunt und zahlreich

- ungefähr 20.000 Zuhörer sind da. Ein Raunen geht durch das

Publikum: Auch wenn es nicht im Programmheft des Konzerts

steht, die Zeitungen berichteten schon über eine spektakuläre

Wette, die an diesem Abend ausgetragen werden sollte. Wie

ein Gerücht wird es über den Platz getuschelt - "Hat er schon

gespielt?" - "Stimmt das mit der Riesentuba?" - "Wann kommt

der Weltrekordversuch?"

Schließlich wird Tatsache, worauf viele der Anwesenden gewartet

haben. Prof. Jörg Wachsmuth, Solotubist der Dresdner

Philharmonie wird zum Interview auf die Bühne gebeten,

hinter ihm die Riesentuba herangerollt. Auch dabei: Axel

Frech, Chef der Radeberger Brauerei. Er wiederholt nochmals

seine Wette: Sollte Wachsmuth es schaffen, Rismky-Korsakoffs

"Hummelflug" schneller zu spielen als der Halter des Guinessbuch-Rekords,

stiftet er Bier. Sehr viel Bier. Für das Orchester

und natürlich den Solisten.

54,24 Werner Sekunden Lohr (DTF), gilt Carol es zu Jantsch schlagen. (Principal Wachsmuth Tuba Philadelphia tritt Orchestra), an, der

Wolfram Krumme (Vorsitzender DTF)

Klicktrack gibt das Tempo vor. Wachsmuth holt kräftig Luft -

und los geht es. Im Eiltempo rast er durch den Hummelflug,

nimmt eine Schikane nach der anderen, rauf und runter. Das

Publikum versucht mitzuklatschen, kommt aber kaum hinterher.

Dann ist das Stück auch schon zu Ende, nur 53,82 Sekunden

hat es gedauert!

Ob es dieser Rekord ins Guinessbuch schafft, ist allerdings noch

fraglich - die Guinness-Buch-Redaktion nimmt nach eigener

Aussage keine Tempo-Rekorde auf Instrumenten mehr an, weil

sie schwer nachzuprüfen wären. Dennoch, Jörg Wachsmuth hat

ohne Frage eine hochinteressante Wette gewonnen, die Limits

der Tuba erweitert und hoffentlich etwas gegen die üblichen

Vorturteile gegenüber den "langsamen" Tubisten erreicht!

Wer Prof. Wachsmuth und die Riesentuba erleben will, dem

sei das Neujahrskonzert "Prosit Tuba - Mit Riesenspaß ins neue

Jahr!" der Chursächsischen Philharmonie Bad Elster empfohlen.

Termin ist der 1.1.2014, 15.00 Uhr im König Albert Theater,

Bad Elster.

Ludwig Angerhöfer


MUSIC IS OUR PASSION

In unserer Brass-Abteilung arbeiten ausschließlich erfahrene Könner ihres

Fachs, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Jegliche Art von Reparaturen,

Überholungen und Umbauten werden von einem qualifizierten, meistergeführten

Instrumentenbauer-Team mit handwerklichem Geschick und

größter Sorgfalt ausgeführt. Ausgestattet mit den neuesten und modernsten

Werkzeugen ist Ihr Instrument hier in den allerbesten Händen. Bei uns in

Treppendorf bei Bamberg können Sie übrigens das gesamte Sortiment ausprobieren.

Über 2500 spielbereite Holz- und Blechblasinstrumente warten auf Sie.

Schauen Sie doch mal rein: www.thomann.de


markt

9

Neues Service-Center

Musikhaus Thomann mit weltweit größtem

Service-Center der Musikinstrumentenbranche

Das Musikhaus Thomann hat nach dreijähriger Vorbereitungsund

Bauzeit das neue Service Center eröffnet. Mit drei Gebäuden,

einer Gesamtfläche von rund 5.000 Quadratmetern und

einem Team von derzeit 135 Mitarbeitern stellt Thomann den

weltweit größten Servicebereich in der Musikinstrumentenbranche.

Bis zu 1.500 Reparatur-Rücksendungen können hier

täglich bearbeiten werden.

Ob Blasinstrument, Gitarre, Verstärker oder Geige: In elf getrennten

Fachwerkstätten warten und reparieren Experten

fachgerecht verschiedenste Instrumente und das dazugehörige

Equipment. Neben Technikern und Servicemitarbeitern stehen

auch Instrumentenbaumeister und Ingenieure bereit, selbst

komplexere Probleme möglichst gleich vor Ort zu lösen. Dank

der sehr gut ausgestatteten Werkstätten, mehrerer Prüflabore,

einer eigenen Lackiererei sowie großem Ersatzteillager kann

Thomann qualifizierte Reparaturen zügig erledigen.

Zeitaufwändiger Weiterversand an Hersteller lässt sich so oft

vermeiden. Dies spart natürlich nicht nur Zeit, sondern auch

Kosten!

Die Gebäude selbst wurden nach modernsten Kriterien unter

besonderer Berücksichtigung von Energie- und Umweltgesichtspunkten

gebaut: Mit Erdwärme beheizt weist das Service-Center

die Energiebilanz eines Passivhauses vor.

„Wir möchten mit diesem Service-Center ein Zeichen setzen“,

kommentiert Hans Thomann den Neubau. „Unsere Kunden sollen

nicht nur ihre bestellten Artikel schnell bekommen – wir

möchten ihnen auch zügig und unbürokratisch helfen, wenn

einmal etwas repariert oder gewartet werden muss.“

Kompetentes Werkstatt-Team

für Blasinstrumente

Das Werkstatt-Team für Blasinstrumente besteht aus zwei

Blech- und einem Holzblasinstrumentenbaumeister, vier

Blechblasinstrumentenbauern, einem Fagottbauer sowie zwei

Holzblasinstrumentenmachern. Sämtliche Reparaturen können

daher vor Ort erledigt werden. Ausgestattet mit den neuesten

und modernsten Werkzeugen sind die Instrumente hier in den

allerbesten Händen.

Das Thomann-Team nimmt neben Reparaturen auch sämtliche

Umbauten an Metall- und Holzblasinstrumenten vor. Hierzu

zählen individuelle Optimierungen, wie Werkstattleiter Wolfgang

Reiser erklärt: „Wir warten, reparieren und optimieren

Ihr Instrument entsprechend Ihren persönlichen Vorstellungen

und bieten von der Generalüberholung bis zum speziellen Triggerumbau

einen rund-um-Service.“

Persönliche Reparaturannahme

Um den persönlichen Kundenkontakt auch bei Problemen zu

garantieren, bietet Thomann die Möglichkeit, das Instrument

vor Ort abzugeben. Im Gespräch mit den Fachleuten lassen sich

oftmals schon direkt bei der Annahme viele Fragen in der Kundenwerkstatt

gleich vor Ort klären.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit der Kontaktaufnahme

per E-Mail oder telefonisch im eigens für Servicefälle eingerichteten

Call-Center. Um Kunden im In- und Ausland gleichermaßen

zu helfen, arbeiten im Call-Center Muttersprachler aus 12

europäischen Nationen.

Mundstück für die Riesentuba

Firma Werner Chr. Schmidt fertigt Mundstück für

Riesentuba

Seit nun mehr als 170 Jahren

baut die Firma Werner Chr.

Schmidt in Markneukirchen,

bereits in 7. Generation, hochwertige

Blechblasinstrumente

sowie Mundstücktypen jeglicher

Art. Dabei folgen sie stets einer

seit Jahrhunderten in Sachsen

erfolgreichen Tradition – der

Manufakturfertigung, ein Sinnbild

für Qualität und Individualität. Auch im 21. Jahrhundert

genießen die in Handarbeit gefertigten Produkte weltweit große

Wertschätzung. Neben dem handwerklichem Geschick sind

es vor allem das Streben nach Perfektion, Individualität und

eine unverkennbare Liebe zum Detail entgegen der herkömmlichen

Massenproduktion. Dies schätzen auch die Kunden, wie

Hobby- und Berufsmusiker und Professoren, die auch oft gern

den persönlichen Kontakt im Werkstattatelier suchen, um die

Instrumente und die Mundstücke zu testen und dabei gut beraten

zu werden. Um nur ein paar von Ihnen zu nennen die die

Mundstücke spielen: Prof. Carlos Crespo, Prof. Jörg Wachsmuth,

Prof. Walter Hilgers, Prof. Peter Lohse sowie viele andere. Spezielle

Änderungen sowie Reparaturen werden gern, auf Kundenwunsch

durchgeführt. Und auch die Zukunft des Unternehmens

ist durch Enkel und Auszubildenden Max abgesichert.

So wurde anlässlich des 650-jährigen Stadtrechts von Markneukirchen

am 6.6.2010 von den hier ansässigen Instrumentenbauern

eine Riesentuba gebaut. Die Arbeiten wurden schon vor

Jahren begonnen. Der Firma Schmidt war es aufgetragen und

auch eine große Ehre, ein passend großes Mundstück dazu zu

drehen. Das größte Mundstück, welches je gedreht wurde, ist

mit 1.700g sechs mal so schwer wie ein normales Tubamundstück.

Zum allerersten Mal erklang die Rießentuba am 15. Mai

2012 in der Musikhalle Markneukirchen durch Prof. Jörg Wachsmuth.

Doch hiermit war es noch längst nicht getan, Prof. Jörg

Wachsmuth stellte am 31.12.2012 im Albertinum zur Silvesternacht

in Dresden mit dem schnellsten Hummelflug auf der

Riesentuba einen neuen Rekord auf. Nur mit einem zu hundert

Prozent auf den Kunden zugeschnittenen Mundstück ist solch

ein Weltrekord aufzustellen.

[www.schmidt-brass.de]


10

medizin | person

Der alterssichtige Tubist

Die Alterssichtigkeit ist ein Schicksal, dem niemand

entrinnt, sobald er die Mitte 40 erreicht hat. Erst streckt

der Mensch beim Lesen die Arme aus, dann kommt die

Lesebrille auf die Nase. Er erkennt, dass er der Jugend

endgültig entwachsen ist und erwartet als nächsten

Schritt die grauen Haare. So trifft dieses Schicksal auch

irgendwann einmal jeden Tubisten.

Alterssichtigkeit ist keine Krankheit, sondern man bezeichnet

als Alterssichtigkeit den fortschreitenden altersbedingten Verlust

der Nahanpassungsfähigkeit des Auges. Ein scharfes Sehen

ist dann ohne Korrektur nicht mehr möglich. Ursache ist ein

Elastizitätsverlust des Augenlinsenkerns. Kann ein Schulkind

noch bei einer minimalen Sehweite von ca. 7,5 cm unter der

Bettdecke lesen, rückt der Nahpunkt beim 45-Jährigen auf ca.

30 cm, was sich darin äußert, dass er Zeitungen und Bücher

immer weiter vom Körper halten muss, um noch deutlich lesen

zu können. Der 50-Jährige hat einen Nahpunkt von 40 cm, der

60-Jährige von 1m und der 70-jährige von 2m. Notenlesen ist

dann schon lange nicht mehr ohne Korrektur möglich.

Um die altersbedingte schwächer werdende Naheinstellungsfähigkeit

des Auges auszugleichen, gibt es optische Hilfsmittel,

in der Regel eine Lesebrille. Bei vorbestehenden Brechungsfehlern,

z.B. Kurz- oder Weitsichtigkeit, wird eine zusätzliche

Korrektur für die Nähe, die Nahaddition, erforderlich. Die Stärke

der Nahkorrektur nimmt altersabhängig zu, kann individuell

aber sehr unterschiedlich sein, richtet sich aber immer auch

nach der Entfernung zum Auge. So ist die Distanz zwischen

Auge und Notenpult deutlich weiter als die normale Lesedistanz

- mit großen individuellen Schwankungen.

Zur Anpassung einer optimalen Korrekturbrille für das Tubaspielen

sind tubaspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen.

Die Tuba wird entweder vor dem Körper getragen oder

häufiger beim Spielen im Sitzen auf den Oberschenkeln abgestellt.

Beide Haltungen führen durch das Blasen ins Mundstück

zu einer fixierten Position des Kopfs zum Instrument ohne

Rotationsmöglichkeit in der Halswirbelsäule, somit zu einem

eingeschränkten Blickfeld. Lediglich über Augenbewegungen

sind beim Tubaspielen Notenlesen und Blickkontakt mit dem

Dirigenten möglich.

Zur Korrektur der Alterssichtigkeit werden Brillen angeboten,

die sich mehr oder weniger zum Tubaspielen eignen:

Lesebrillen mit Einfachgläsern bieten ein großes Gesichtsfeld

im Nahbereich, eignen sich deshalb nur zum Üben.

Halbbrillen haben auch Einfachgläser. Sie ermöglichen für die

Fernsicht den Blick über den oberen Brillenrand. Sie sind gut

geeignet für Tubisten, die außer zur Korrektur der Alterssichtigkeit

keine Brille brauchen. Die Halbbrille sollte möglichst groß

sein, einen horizontalen Oberrand haben und idealerweise

etwa 2/3 des Gesichtsfelds nahkorrigieren (s.u.).

Bifokalbrillen korrigieren einen Sehfehler und haben normalerweise

einen großen Fernteil und im unteren Glasbereich

einen halbrunden Nahteil ohne Übergangszone. Diese Brillen

sind wegen der Aufteilung von Nah- und Fernteil zum Tubaspielen

nicht geeignet, weil der Nahteil zum Notenlesen bei

fixiertem Kopf viel zu klein ist.

Sehr gut geeignet ist dagegen für Tubisten mit einem vorbestehenden

Sehfehler eine Bifokalbrille mit großem Nahteil

und kleinem Fernteil im oberen Glasanteil mit einer horizontalen

Trennlinie. Sie bietet ähnlich der Halbbrille einen

großen über die gesamte Brillenbreite reichenden Nahteil von

etwa 2/3 bis ¾ Glashöhe. Die Trennlinie sollte der Tubist selbst

bestimmen, z.B. indem er sich im Probenraum in gewohnter

Position vor sein Pult setzt und es optimal in Höhe und Entfernung

einstellt. Eine zweite Person sollte dann ein Papierblatt

von oben horizontal vor die Brille halten, bis der Tubist gerade

noch den Oberrand der Noten auf dem Pult sieht. Diese Linie

wird als Trennlinie markiert. Des weiteren muss noch der Abstand

von der Nasenwurzel zum Notenpult gemessen werden.

Mit diesen zusätzlichen Angaben kann ein Optiker anhand seiner

von der vorhandenen Brille bekannten Werte eine für das

Tubaspielen optimierte Musikerbrille anfertigen.

Trifokalbrillen werden verwendet, wenn neben der Ferne in

der Nah- und Halbdistanz scharfes Sehen erforderlich ist, was

in der Regel beim Tubaspielen nicht erforderlich ist.

Gleitsichtbrillen haben von etwa der Mitte des Glases bis

zum Unterrand eine graduelle Zunahme der Brechkraft ohne

Trennlinie und sind derzeit im Alltag die am häufigsten getragenen

Korrekturbrillen. Sie eignen sich für das Tubaspielen

aus o.a. Gründen nicht, weil das Nahfeld nur zentral und noch

kleiner ist als bei einer normalen Bifokalbrille.

Es gibt noch weitere Korrekturmöglichkeiten wie u.a. Lasern,

multifokale Korrekturlinsen oder die Monovision, bei der ein

Auge durch eine Kontaktlinse auf die Nähe abgestimmt wird,

und man dann nach Training durch ein Auge weit und das andere

nah sehen kann. Die praktische Relevanz ist derzeit noch

beschränkt.

Optiker befassen sich zunehmend mit Spezialbrillen – eben

auch für Musiker. Wünschenswert wäre eine vermehrte Kundennachfrage,

denn so könnte die Beratung gefördert und

sicher der Preis für eine Musikerbrille gesenkt werden. Man

sollte auch seinem Augenarzt mitteilen, dass man Tuba spielt

und ihn auf die Besonderheiten des Tubaspielens aufmerksam

machen.

Es sei noch erwähnt, dass der alterssichtige Tubist das größte

Problem bekommt, wenn er seine Noten von der Marschgabel

lesen soll. Da hilft nur auswendig zu spielen - oder er wendet

sich an einen spezialisierten Optiker, der Brillen für Marschmusiker

baut.

Die hier beschriebene Bifokalbrille mit horizontaler Trennlinie

und großem Nahteil erleichtert nicht nur dem alterssichtigen

Tubisten das Musizieren, sondern weitere Instrumentalisten,

die beim Spiel bei fixierter Kopfposition nur durch Augenbewegungen

die Noten lesen können, profitieren von dieser Musikerbrille,

allen voran Kontrafagottisten und Bassaxofonisten,

Zum Schluß meine eigenen Erfahrungen: Als mir als Brillenträger

vor Jahren das altersbedingte schlechtere Notenlesen das

Tubaspielen zunehmend zur Qual machte, nutzte ich meine

beruflichen Kenntnisse aus der Arbeitsmedizin und Musikmedizin

sowie Kontakte zu musizierenden Augenärzten und ließ

mir eine Brille anpassen wie oben beschrieben. Ich war begeistert:

Ich spürte keine Einschränkungen mehr, und die alte

Spielfreude war wieder da. Seither habe ich mir immer wieder

viele Klagen über schlechtes Sehen beim Musizieren anhören

müssen, konnte dann aber den Kollegen mit instrumentenspezifischen

Ratschlägen und Empfehlungen wieder zu besserer

Sicht verhelfen.

Dr. Winfried Westermann

Allgemeinmedizier, Arbeitsmediziner · Tubist und Kontrabassist

Jugend musiziert

2013

Der vom Deutschen Tubaforum

für den Bundeswettbewerb

"Jugend musiziert" gestiftete

Sonderpreis ging in diesem Jahr

an Kilian Scheuring und seine

Duo-Partnerin Lena Wiesner

aus Volkach. Sie überzeugten die Jury der Wertung Duo

"Klavier und ein Blechblasinstrument" und erhielten die

Höchstzahl von 25 Punkten.

Kilian und Lena haben in diesem Jahr auch die Sonderpreise

der Bayerischen Sparkassenstiftung und des Deutschen Notenverlegerverbandes

erhalten. Beim Deutschen Tubaforum

bedankten sich die beiden für den Sonderpreis.

Der 51. Wettbewerb "Jugend musiziert" im Jahr 2014 ist

ausgeschrieben für die Solowertung Klavier, Harfe, Gesang,

Gitarre (Pop), Drum-Set (Pop) sowie die Ensemblewertung

Streicher-Ensemble, Bläser-Ensemble, Akkordeon-Kammermusik,

Neue Musik.

[www.jugend.musiziert.org]

Deutscher Musikrat

Ruben Durá de Lamo Preisträger beim

Deutschen Musikwettbewerb 2013

Foto: DMW/Michael Haring

Beim Deutschen Musikwettbewerb 2013 in Stuttgart entschieden

zwei Cellisten, ein Tubist und eine Schlaginstrumentalistin

die renommierte Klassik-Meisterschaft für sich.

29 weitere junge Musiker und Ensembles erspielten sich mit

ebenfalls außerordentlichen Leistungen ein Stipendium.

Die Entscheidung über die Vergabe der diesjährigen Auszeichnungen

fiel in den Schlussrunden für Kammermusik

und im Rahmen der zwei Orchesterfinale.

Vier Finalisten überzeugten schließlich die 30-köpfige Gesamtjury

und wurden für ihre herausragenden Leistungen

mit dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2013 belohnt.

[www.musikrat.de/]

Neuerscheinungen

Zwei neue Solotuba-Einspielungen

Daniel Ridder, Mitglied im Deutschen Tubaforum und

Solotubist im Musikkorps der Bundeswehr in Siegburg, hat

zwei CD Aufnahmen für den Verlag Dehaske mit dem Musikkorps

aufgenommen. Es handelt sich um "Panoptikum vom

Thomas Doss" und das das "Andante & Rondo" von Antonio

Capuzzi.

http://www.dehaske.com/product/detail/41287/a-savannah-symphony

http://www.dehaske.com/product/detail/57768/the-story-of-anne-frank


konzertbericht

11

Fast ein Finale in Hammelburg!

Tuba-Euphonium-Ensemble "Tiefflug" des Luftwaffenmusikkorps 2, Karlsruhe

Im Rahmen des diesjährigen internationalen Fortbildungskurses

des Deutschen Tubaforum e.V. gastierte das Tuba-

Euphonium-Ensemble "Tiefflug" des Luftwaffenmusikkorps 2

aus Karlsruhe am 6. Mai an der Bayerischen Musikakademie in

Hammelburg zum dritten und leider auch letzten Mal.

Die derzeit laufende Bundeswehrreform macht auch vor dem

Luftwaffenmusikkorps 2 nicht halt, da dieses im nächsten

Jahr zusammen mit vier weiteren Orchestern aufgelöst wird.

Damit geht auch die künstlerische Erfolgsgeschichte dieses im

Bereich des Militärmusikdienstes der Bundeswehr einmaligen

Ensembles, die in Hammelburg einmal ihren Anfang nahm,

nun leider zu Ende.

Das von Oberstabsfeldwebel Jürgen Weber als Spiritus Rector

gegründete und organisierte Ensemble entstand im Nachlauf

eines Besuches der Tuba-Euphonium-Conference der US-

Army vor 10 Jahren. Dort treffen alljährlich die Meister ihres

Faches mit Idealisten zusammen, um gemeinsam sich für die

Emanzipation dieser Instrumentengruppe auszutauschen und

zu engagieren. Vorbild wurden so für die Karlsruher Luftwaffenmusiker

die bereits seit langem bestehenden Tuba-Euphoniumformationen,

die gerade auf dieser Fachkonferenz sich

einem zahlreichen Publikum bis heute präsentieren.

Von den jeweils amtierenden Chefs des Luftwaffenmusikkorps

2 tatkräftig unterstützt (auch der Verfasser gehörte dazu),

gelang es Oberstabsfeldwebel Jürgen Weber eine Formation

innerhalb des Orchesters zu formieren, die von Beginn an auf

künstlerisch-musikalische Eigenständigkeit gründete und sich

eben nicht als Kopie vorbildhafter amerikanischer Originale

sah. Dazu gehört ein eigenwilliges Literaturkonzept in Verbindung

mit deftig-würzigen Programmen, sowie die Hinzunahme

von Schlagzeug/Percussion und ggf. Klavier zur Besetzung

mit drei Euphonien und zwei Tuben.

Handverlesene Arrangements aus der Feder von Roland Kreid,

langjähriger „Chefarrangeur“ des LMK 2, sowie Hans-Rainer

Schmidt u.a. bildeten anfangs die Repertoirebasis neben etwas

„aufgepeppten“ Werken diverser Herausgeber. Professionelles

Musizieren und eine gefällige Bühnenshow ergaben jenen

Rahmen, der Konzerte der Karlsruher Tiefflieger zum musikalischen

Ereignis heranreifen ließ. Kein Wunder, dass die Beiträge

dieses Ensembles zu einem eigenen Markenbegriff blechbläserischer

Präsentation in Uniform wurden und der in Washington

erstmals aufgeführte Klodeckel-Swing á la Tuxedo Junction

zum eigentlichen Erkennungszeichen der "funny boys aus Old

Germany" wurde.

Mit einem artifiziell anspruchsvollen und ansprechenden Programm

eröffnete das Ensemble den diesjährigen Fortbildungskurs

des DTF e.V. in dessen „Mutterhaus“ in der Bayerischen

Musikakademie in Hammelburg. Das Zentrum des humorvoll

moderierten Programms bildete dabei die Uraufführung einer

Auftragskomposition in Anwesenheit des Komponisten.

Die "Groteske Suite in fünf Sätzen" von Dr. Tim Steinke, Hamburg,

erklang erstmals und sowohl die Akteure als auch der

Tonsetzer wurden vom zahlreichen Fachauditorium gebührend

gefeiert. Harmonische Dichte und eine eigenwillige und nicht

minder ausdrucksstarke Klangsprache kennzeichnen dieses

zeitgemäß zu nennende Werk. Der Interpretation durch das

Tuba-Euphonium-Ensemble Tiefflug zollten nicht nur die zahlreichen

Fachdozenten aus dem In- und Ausland Respekt und

Anerkennung. Diese Komposition unterscheidet sich wiederum

wohltuend von einer Vielzahl von Werken für diese speziellen

Tiefblechformationen und es bleibt zu hoffen, dass dieses Opus

einen hohen Grad an Popularität erreicht und viele weitere

Aufführungen folgen werden.

Das zwischenzeitlich erreichte spielerische Niveau des Ensembles

manifestierte sich in allen Programmbeiträgen, wobei

gerade das Arrangement von Gabriels Oboe (Roland Kreid) mit

Jürgen Weber als Euphoniumsolisten einen besonderen Akzent

innerhalb des Konzertes setzte. Die gewohnt geschätzte Mischung

von differenten Musikstilen und Werken macht einen

Teil des Erfolges des Ensembles aus, und erhielt durch furiose

und brillante Einlagen von Alexander Felz, Tuba und Alexander

Wurz, Posaune/ Tenorhorn, zusätzliche erstaunliche solistische

Stimulans. Die Pianoparts spielte wieder in bewährter Manier

der derzeitige Chef des Luftwaffenmusikkorps 2, Major Martin

Wehn.

Mit diesem Konzert dokumentierte das Tuba-Euphonium-

Ensemble Tiefflug nochmals seine bekannte Spielfreude, bläserisches

Musizieren auf höchstem Niveau in Verbindung mit

profilierter selbstbewusster Bühnenpräsenz und das leider fast

schon zum letzten Mal. Es war wieder ein Konzerterlebnis der

besonderen Art an diesem Abend, das seitens der Dozenten des

Kurses so besonders treffend kommentiert wurde:

„Ein besonderes Ensembles, mit geschätzten Fachkollegen in

Uniform, die auf höchstem musikalisch-künsterlischem Niveau

die gesamte Szene bereichern!“

Doch auch das kollegiale Lob wird die Auflösung des Luftwaffenmusikkorps

2 nicht abwenden.

Nicht zu ändern und schade! Aber vielleicht musiziert das

Ensemble zu projektbezogenen Anlässen auch nach der Auflösung

weiter….

Dr. Manfred Heidler


12

fortbildungen 2013

It´s a kind of magic ...

Oystein (tuba) und Kasia (piano)


fortbildungen 2013

13

Impressionen von Hammelburg 2013

Wie immer ein sehr kreativer Mix aus ergiebiger Arbeit in Gruppen und im

Einzelunterricht, Konzerten, Vorträgen, einer der wohl größten Ausstellungen

von Tuba und Euphonium sowie ein Treffen Gleichgesinnter in den

alten und neuen Mauern des ehrwürdigen Klosters. Eingeladen hatte das

Deutsche Tubaforum e.V. in Verbindung mit der Bayerischen Landesmusikakademie

Hammelburg im Mai 2013.


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neue CD

15

Neue CD: Why not - Tuba und Harfe im Duett

Andreas Martin Hofmeir, Tuba | Andreas Mildner, Harfe

Jörg Duda (*1968) Fantasia II, Op. 29/2 (2001)

Georg Philipp Telemann (1681-1767) Fantasia for Flute No. 2 in A minor TWV 40:3

Quinto Maganini (1897-1974)

L`Apres Midi d´une Crocodille

Gisbert Näther (*1948) Duo for Tuba and Harp, Op. 120

Astor Piazzolla (1921-1992) Oblivion from the film "Enrico IV" (1984)

André Caplet (1878-1925)

Deux Divertissiments

Jörg Duda Threnodie and Arabesque, Op. 73/3

Astor Piazzolla

Nightclub from "Histoire du Tango"

Jules Massenet (1842-1912)

Méditation from the opera "Thais"

Auf die Frage "Why not: Tuba & Harfe?" können nur eingefleischte Miesepeter, Acid

House Fans aus Niederbayern und von Sodbrennen geplagte Kettenraucher von den

äußeren Hebriden mit Unverständnis reagieren. Welche Instrumentenkombination

wäre besser geeignet, Magnanis Krokodilfräulein oder Massenets griechische Hetäre

Thaïs mit ihren Rundungen zu musikalischem Leben zu erwecken? Instrumentale Perfektion

und vollendetes Zusammenspiel sind für die Musikrats-Preisträger Andreas

Martin Hofmeir (Tuba, "LaBrassBanda") und Andreas Mildner (Harfe) nur Grundvoraussetzung

für ihr GENUIN-Zweitling. Einfühlungsvermögen und Humor kennzeichnet

die beiden, die zu den virtuosesten Musikern ihrer Zunft gehören.

[www.genuin.de] GEN 12231 23.3.2012 Edition: Primavera 18.90 €

MUSIKALISCHE LESUNGEN

mit Andreas Hofmeir

Das Kabarett lässt ihn nicht los: Nach sechs Jahren mit

der Musikkabarettgruppe „Star Fours“ (Hallertauer Kleinkunstpreis,

Schweiger Kleinkunstpreis, Thurn und Taxis

Kabarettpreis, Goldene Weisswurscht) und dem Theaterkabarett

„Die Qualkommission“ (Bronzener Koggenzieher,

Kleines Scharfrichterbeil) wählt Andreas Martin Hofmeir

altersbedingt die Lesevariante.

In seinem trockenen Stil liest er aus seinen Erfahrungen

als Tubist und Weltreisender, in epischer Breite und lyrischer

Würze. Dazu gibt’s Musik aus der Tuba, begleitet von

Guto Brinholi an der Gitarre.

Auftritte: http://andreas-martin-hofmeir.com/termine/

Die Tuba, das tiefste Blechblasinstrument, sieht wuchtig

und monumental aus. Aber wenn man die Augen

schließt, das Äußere dieses voluminösen Klangerzeugers

vergisst und sich nur auf die Töne konzentriert,

zeigt sie ihre filigranen Seiten. So mag die Verbindung

mit der ätherischen Harfe überraschen. Im Programm

von „Why not?“ von Tubavirtuose und frischgebackenem

Echo-Klassik-Preisträger Andres Hofmeir und

Harfenist Andreas Mildner erweist sie sich als äußerst

schmackhafte Musik-Rezeptur, und das durch alle

Stile: von Massenets Belcanto-Melodienseligkeit bis

Piazzolla.

Rondo 4/2013

Egal, Marty kennt sie alle!

Man darf konstatieren: Das Experiment ist auf ganzer

Ebene gelungen. Und wer jetzt immer noch Zweifel

gegen die Besetzung hegen sollte, der möge bitteschön

einfach nur einmal in das erste, jüngste und vielleicht

sogar beste Stück der CD von Jörg Duda hineinhören,

das sofort für die Kombination Tuba und Harfe

einnimmt. Melodisch, weich, ja geradezu verführerisch

schmiegen sich die beiden Instrumente aneinander,

dass es nur so eine Freude ist.

“Schöner Erkenntnisgewinn: Eine XL-Blechkiste kann tatsächlich Und wahrlich, Hofmeir und Harfenist Mildner lassen

federleicht klingen und amüsante Stories erzählen. Doch dieser sich die Chance nicht entgehen, einen ganzen Wald

fabelhafte Musiker versteht sich auch auf selbstironische, stoisch voller Lanzen für eine kammermusikalische Gattung

vorgetragene Texte von beinah Poltschem Format.

sui generis zu brechen. Interpretation, Klangqualität,

Der Saal wiehert.”

Repertoireauswahl und Ausstattung der CD, hier kann

Nürnberger Nachrichten man nur Bestnoten vergeben.

Viel Blech, viel Musik bei der Probe im Kammermusiksaal... Burkhard Schäfer, ENSEMBLE 4-2013

Abschlussplenum: es kann ja nicht so schlecht gewesen sein ...


einladung

17

Die Mundstückauswahl

Die Frage, die sich sicher jeder Bläser schon einmal gestellt

hat „Wie finde ich das passende Mundstück für mich?“ ist

relativ leicht zu beantworten: Ausprobieren, am Besten zusammen

mit einem Fachmann.

Warum kann man nicht einfach in einer Liste nachsehen

und sich eins aussuchen? Weil ganz viele Faktoren zusammenspielen,

damit ein Bläser „sein“ Mundstück findet.

Und selbst wenn man eines gefunden hat, ändert sich mit

der Zeit die ein oder andere Gegebenheit und ein Neues ist

notwendig.

Was also gibt es zu beachten bei der Mundstückwahl?

Zum einen bringt jeder Bläser andere Voraussetzungen mit

und zum anderen ist der Einsatzbereich (z. b. Klassische,

Blas- oder Jazzmusik) des Mundstückes unterschiedlich.

Beim Bläser kommt es auf seine Technik, die Atmung und

welche Luftmenge er aufbringen kann an. Wie ist die Mundpartie

beschaffen, hat er schmale oder breite Lippen, ja sogar

die Zahnstellung spielt eine Rolle.

Davon abhängig wird die Randauflage (schmal, breit, flach,

gewölbt), der Kesseldurchmesser, die Kesseltiefe und die

Kesselform (Schale – offen und geschlossen, Birne – leicht

und ausgeprägt, Trichter – kurz und tief) gewählt. Je nach

Mundstücktyp dann die dazu passende Bohrung, Luftführung

und Schaftbohrung gewählt werden.

Ob das Mundstück dann passt, merkt man erst beim Spielen

mit dem Instrument, denn auch das spielt selbstverständlich

eine Rolle.

Beim Anspielen merkt der Fachmann sofort, wo Veränderungen

beim Mundstück angebracht sind. Beim Probieren

verschiedener Modelle spürt dann auch der Bläser die unterschiedlichen

Auswirkungen auf Ansatz, Ansprache und

Tonqualität.

[www.mundstueckbau-tilz.de]

Baseler Tuba Christmas 2013

Sonntag 15. Dezember 2013

Weihnachtsmusik für einen guten Zweck

Die Basler Tuba

Christmas hat

seit 15 Jahren im

vorweihnachtlichen

Basel Tradition.

Immer am ersten

verkaufsoffenen

Sonntag treffen sich

Bass-, Sousaphon-,

Tenorhorn- und

BaritonspielerInnen

um gemeinsam

Weihnachtslieder

zu spielen. Mit

einer flotten Marschparade locken sie zahlreiche Zuhörer zu

den Konzerten. Der Erlös der Kollekte kommt der Arbeit mit

krebsbetroffenen Menschen in der Region zugute und wird der

Krebsliga Basel überwiesen.

MusikantInnen aus der ganzen Schweiz und den Nachbarländern

sind eingeladen.

Ablauf:

13.30 Uhr: Vorprobe

15.00 Uhr: Marsch durch die Innenstadt/Platzkonzert

auf dem Weihnachtsmarkt

16.00 Uhr: Konzert auf dem Marktplatz vor dem Rathaus

Anmelden können sich alle Bass-, Sousaphon-, Tenorhornund

BaritonspielerInnen bis 30. November 2013.

Musikgesellschaft Concordia Allschwil

Karin Hopf

Paradieshofstr. 162 - 4054 Basel

karin.hopf@bluewin.ch

Das ad hoc Ensemble

'Les Tubas de

Noël' bringt mit

seiner speziellen

Zusammensetzung

klangliche

Wärme in die kalte

Jahreszeit. Dieses

traditionelle

Weihnachtsmusizieren, welches bereits zum dreizehnten Mal

ausgetragen wird, findet am Samstag, 14. Dezember 2013

um 11.00 Uhr beim Weihnachtsmarkt auf dem Franziskanerplatz

in Luzern statt.

Es-Horn, Bariton, Euphonium bis hin zu allen erdenklichen

Tuben musizieren gemeinsam festliche und weihnachtliche

Stücke. Ursprünglich als Auftritt der Blechbläserklassen von

Remo Capra an den Musikschulen Luzern und Zug gestartet,

musizierten bald ehemalige Schüler, Freunde und Bekannte,

Alt und Jung gemeinsam.

Es entwickelte sich mit den Jahren ein Anlass, bei welchem

nicht nur der Nachwuchs des tiefen Bleches gefördert wird,

sondern auch den bereits gestandenen Bläserinnen und Bläsern

die Möglichkeit bietet mitzuspielen und Gleichgesinnte zu

treffen oder kennen zu lernen.

Während die Musikschüler das Repertoire über mehrere Wochen

im Unterricht erarbeiten, gibt es für das gesamte Ensemble

nur gerade mal eine einzelne Probe.

Diese findet am gleichen Tag vor dem Auftritt statt. Alles in

einer begrenzten und überschaubaren Zeit zwischen 8.00 und

12.00 Uhr. Danach bietet sich die Gelegenheit für einen Weihnachtsbummel

durch den Luzerner Weihnachtsmarkt oder ein

interessantes Gespräch mit den Teilnehmern. Die gesammelte

Kollekte wird der wohltätigen Weihnachtsaktion der Neuen

Luzerner Zeitung gespendet.

Notenmaterial und weitere Informationen erhalten sie bei

Remo Capra (capra.music@hispeed.ch)

[capra.music@hispeed.ch]

Willson Euphonium Akademie mit Ueli Kipfer im Musikhaus Beck

Auch für Tenorhorn & BaritonspielerInnen

Samstag, 14. Dezember 2013

Die Idee, Einzel- oder Kleingruppen-Unterricht verteilt über ein Jahr bei einem Profi zu erhalten, wurde begeistert angenommen.

Ueli Kipfer, ein international renommierter Euphonium-Solist aus der Schweiz konnte dafür gewonnen werden.

Für Anfänger, Amateure, bis hin zum Profi bieten wir die Möglichkeit, sich beim Schweizer Solisten weiterzubilden.

Instrumente:

Unterrichtsdauer:

Unterrichtszeit:

Buchung:

Kosten:

Euphonium, Bariton, Tenorhorn. Gerne können im Unterricht auch Testeuphonien angespielt

werden. An 3 Samstagen über 1 Jahr verteilt kann Einzel- oder Gruppen-Unterricht bei Ueli Kipfer

gebucht werden. Der Unterricht findet im Musikhaus statt.

Im Idealfall kann für alle 3 Samstage Unterricht gebucht werden.

Damit könnte eine kontinuierliche Arbeits- und Übphase erreicht werden.

Es ist jedoch nicht vorgeschrieben, an allen Samstagen zu buchen.

Die Regelunterrichtszeit ist 1 Stunde. Es kann im Einzelunterricht auf Wunsch auch eine halbe

Stunde gebucht werden. Gruppen können auch bis zu 2 Stunden buchen.

An den Samstagen von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 13.30 Uhr bis 18.30 Uhr.

Telefonisch: 07123-972775. Direkte Buchung nur möglich im Musikhaus Beck.

Am Telefon können wir Ihnen sofort mitteilen, welche Stunden noch frei sind und wir für

Sie buchen können.

Das Musikhaus Beck und Willson (Schweizer Hersteller professioneller Blechblasinstrumente)

übernehmen die kompletten Nebenkosten.

Deshalb werden die Profistunden sehr preiswert mit € 65,- und die halbe Stunde mit € 35,-

verrechnet. Bezahlt wird direkt am Unterrichtstag.

Erste Dettinger Tubachristmas mit Ueli Kipfer

Am 15. Dezember, 3. Advent 2013 um 17.30

- (Probe um 15.30 im Saal)

Ueli Kipfer musiziert mit möglichst vielen Tiefblech-Spielern

(Tuba, Euphonium, Bariton und Tenorhorn) auf dem Dettinger

Marktplatz. Ein wunderschönes Ambiente mit großem Christbaum

und vielen Zuhörern sorgt für eine weihnachtliche Vorfreude.

Alle sind herzlich eingeladen.

Gespielt wird 4-stimmige Weihnachtsliteratur, einfach gesetzt

von Ueli Kipfer. Die Noten können einen Monat vor der Tubachristmas,

ab dem 18. November unter www.musikbeck.de

gratis bezogen werden. Die Dauer der Tubachristmas ist auf

eine gute halbe Stunde geplant.

Der Posaunenchor Dettingen wird für das leibliche Wohl sorgen.

Jeder Teilnehmer erhält ein Heißgetränk, einen kleinen Imbiss

und 3 € Ermäßigung bei Konzertbesuch des Galakonzerts der

BBOA um 19 Uhr in der Dettinger Stiftskirche (direkt neben dem

Marktplatz).

Ueli Kipfer dirigiert die Brass Band Oberschwaben-Allgäu. Programminfos

unter www.musikbeck.de

Bitte unbedingt anmelden, damit wir planen können.

Musikhaus Beck: 07123-972775 – info@musikbeck.de

Weitere Infos ab 18. November unter musikbeck.de


18

markt

Miraphone erhielt die Zulassung zum bekannten

Versender nach VO (EG) Nr. 300/2008

Weitere Serviceverbesserungen für internationale Kunden

bei Miraphone

Zum „Bekannter Versender“ wurde Miraphone eG vom Luftfahrtbundesamt

(LBA) zertifiziert. Durch die Zulassung können

ohne weitere Sicherheitskontrollen bei Dienstleistern, Luftfrachtsendungen

auf Flugzeuge verladen werden. Dadurch ist

sichergestellt, dass die internationalen Kunden von Miraphone

weiterhin ohne Zeitverzögerung und zusätzliche Kosten ihre

Frachtstücke erhalten.

Aufgrund verschärfter Sicherheitsbestimmungen im Luftfahrtverkehr

traten im Frühjahr 2013 neue Vorschriften in Kraft.

Jedes Packstück muss seither aufwendig durch Röntgen oder

Sprengstoffspürgeräte sicherheitsgeprüft werden. So werden

ab diesem Zeitpunkt nur noch Luftfrachtsendungen von Unternehmen

als „sicher“ angesehen, die durch das Luftfahrtbundesamt

(LBA) als „Behördlich Bekannter Versender (BV)“

anerkannt sind.

Um die Servicequalität für ihre Kunden immer auf dem höchsten

Niveau zu halten, beschritt das Unternehmen diesen Weg.

Für die Zulassung zum „Bekannten Versender“ musste Miraphone

ein Sicherheitsprogramm erstellen, bei dem die Verfahren

im Vertrieb, Produktion, Lagerung und Transport beschrieben

werden. In einer Überprüfung durch das Luftfahrtbundesamt

erhielt das Unternehmen die Zulassung. Das verkürzt die

Durchlaufzeit für den Transport und am Flughafen.

Die Funktion als Luftsicherheitsbeauftragte bei Miraphone

übernehmen Vorstand Christian Niedermaier und Versandleiterin

Claudia Zettl.

Ebenso wurden 15 weitere Mitarbeiter entlang der Lieferkette

beteiligte Personen in einem eigens erarbeiteten Schulungsprogramm

geschult.

Miraphone erhielt vor zwei Jahren auch die Zulassung von der

US-Zollbehörde, welche die Richtlinien des C-TPAT (Customs-

Trade Partnership Against Terrorism) Programms vor Ort auf

Einhaltung prüften.

Ein hoher finanzieller und personeller Aufwand, weiß die Geschäftsführung,

aber somit ist auch in Zukunft die reibungslose

Abwicklung der Luftfracht gewährleistet.

Miraphone und Harmonic Brass unterstützen

Musikunterricht für Kinder in Südafrika

Bei einer Tournee in Südafrika 2012 begleitete das bekannte

Blechbläserquintett „Harmonic Brass“ aus München einen Tag

lang den engagierten Musiklehrer Shaun Cloete in ärmste,

entlegenste Dörfer rund um Kapstadt, der Kindern aus den

sozial schwächsten Familien Musikunterricht mit Blechblasinstrumenten

erteilt. Die Universität Stellenbosch (Kapstadt) hat

dieses Förderprogramm ins Leben gerufen und Shaun Cloete

beauftragt, Kinder durch eine sinnvolle und schöne Beschäftigung,

dem Erlernen von Musikinstrumenten, vor Drogen und

Kriminalität zu schützen.

Shaun Cloete fuhr dabei mit nur 7 Instrumenten von Dorf zu

Dorf, wo teilweise 50 Kinder auf ihn warteten. Harmonic Brass

fasste dabei den Entschluss hier zu helfen. Sie starteten einen

Aufruf bei ihren zahlreichen Fans, alte, nicht mehr gebrauchte

Blechblasinstrumente zu spenden. Diese Spendenaktion war

ein großer Erfolg. Auf diese Weise kamen über 100 Instrumente

zusammen, die jedoch teilweise in einem schlechten Zustand

waren. Harmonic Brass bat daraufhin den bekannten Markenhersteller

von Metallblasinstrumenten, Miraphone diese zu

reparieren und wieder bespielbar zu machen.

Selbstverständlich kamen die Instrumentenbauer von Miraphone

dieser Bitte nach und reparierten mit Freude und der

gewohnten Professionalität die Instrumente für die Kinder in

Südafrika.

So wurden bereits letzten Oktober 26 Instrumente nach Südafrika

an Shaun Cloete geschickt. Aber auch dieses Jahr im

Juli arbeiteten die Instrumentenbauer von Miraphone an den

verbliebenen Instrumenten. Somit wird es auch diesen Oktober

wieder eine Instrumentenlieferung nach Kapstadt geben und

noch mehr Kindern die Möglichkeit geboten, Musikunterricht

zu erhalten.

Startschuss für neue Vertriebspartnerschaft auf

der “Music China 2013” in Shanghai

Miraphone kooperiert mit der KHS Group

Asiens größte Musikmesse hatte ihre Tore für eine Woche geöffnet.

Das Neue Internationale Ausstellungszentrum in Shanghai

(SNIEC) beherbergte die „Music China” nun bereits zum achten

Male erfolgreich. Miraphone stellte auf dieser Messe bereits im

Jahre 2006 aus, als die „Music China“ in die Pilotphase ging.

Markus Theinert, der bei Miraphone für die Märkte in Übersee

verantwortlich zeichnet, brachte nun Marke und Produkte der

Firma wieder zurück nach Shanghai, um im bevölkerungsreichsten

Land der Erde ein neues Kapitel im Vertrieb der Premium-Instrumente

„Made in Waldkraiburg“ aufzuschlagen.

Theinert schätzt das Potenzial für Miraphone sehr hoch ein,

zumal das kulturelle und musikalische Selbstverständnis der

Volksrepublik China ständig wächst.

Während die Militärorchester der zentralen Armee in Peking

nunmehr bereits seit fast drei Jahrzehnten auf Miraphone Baritonen

und Tuben musizieren, sind es jetzt in zunehmendem

Maße die professionellen Solisten, Professoren und ihre Studenten

an den zahlreichen Konservatorien des Landes, die großes

Interesse an der bekannten bayerischen Edelmarke zeigen.


digital

19

17. Internationaler Horn-

Tuba-Workshop in Jever

(Details unter www.horn-tuba-workshop.de)

Veranstalter:

Bläserkreis Wilhelmshaven, c/o Karsten Heger,

Rheiderlandweg 41, 26441 Jever

in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tubaforum e.V.

Zielgruppe:

Laienbläser aus Posaunenchören und Amateurorchestern

der Instrumente Horn, Tenorhorn/Bariton, Euphonium

und Tuba, (Teilnahme von Posaunen und Trompeten

in begrenzter Anzahl möglich)

Ausbildungsziel:

Unterricht in Kleingruppen und Einzelunterricht bei

Fachlehrern nach eigener Wahl zur Verbesserung der

individuellen Fertigkeiten auf dem Instrument,

Ensemblespiel in tiefer Besetzung

Referenten:

Jon Sass (Tuba), ALCHEMY (Euphonium/Tuba-Quartett)

aus den USA und weitere in der Ausbildung erfahrene

Musiker der oben genannten Instrumente

Kosten: Workshopteilnehmer 105,00 €

Schüler, Studenten, Arbeitslose 65,00 €

Eintritt Eröffnungskonzert: Vorverkauf 8,00 €,

Abendkasse 12,00 €

Sonstige Verpflegungskosten und Getränke sind

enthalten.

Unterbringung:

Hotels und Pensionen vor Ort

(per e-mail über tourist-info@stadt-jever.de) oder

Tourist-Information, Alter Markt 18 in 26441 Jever,

Telefon 71010, Fax 8929927

oder kostenfreies Matratzenlager á la Kirchentag im

Schulzentrum

Rückfragen:

Telefon: 0170 / 7719 223

Fax: 04461 / 759 757

Mail: karsten.heger@online.de

15. -16. Februar 2014

DIGITALES & WEB

TubaLibre-Noten jetzt im Format musicXML

Die Noten der TubaLibre-Reihe sind ja bekanntlich auch in der

Notenbank des Deutschen Tubaforums zu finden, auf das jedes

Mitglied Zugriff hat.

Auf vielfachen Wunsch hin werden die Arrangements jetzt

auch im musicXML - Dateiformat dort zu finden sein. Dieses

plattform- und softwareübergreifende Dateiformat bietet die

Möglichkeit, Formatierungen, Texte, Layouts usw. zu übernehmen.

So können die Daten in einer anderen als der Ursprungssoftware

weiter bearbeitet und für die persönlichen Bedürfnisse

angepasst werden. Den Im-und Export im Format musicXML

bieten beispielsweise die großen Programme Finale, Sibelius

und Capella an.

SmartMusic als App - automatische Begleitung

Auch SmartMusic ist jetzt als App erhältlich! So entfällt das

lästige Mitschleppen eines Laptops in den Unterrichts-oder

Überraum. In Smart Music können viele hundert Dateien von

Originalwerken oder Bearbeitungen angezeigt werden. Über

das eingebaute Mikrophon des iPads wird der App mitgeteilt,

an welcher Stelle der Solist sich gerade befindet. So passt sich

die Begleitung automatisch dem Solisten an.

Das macht mächtig Spaß, da auch Noten anderer Soloinstrumente

für Tuba angezeigt und abgespielt werden. Transponieren

ist möglich, ebenso das manuelle Anpassen des Tempos.

Die Begleitung geschieht per Klavier, Cembalo, Orchester oder

Band, je nachdem, welches Ensemble oder Einzelinstrument

hinterlegt wurde.

Das Vaughan-Williams-Konzert, das Gregson-Konzert, oder

vielleicht eine Barocksonate mit Cembalo? Laden - und los.

Möchte man die ganze Vielfalt der Begleitungen nutzen, ist

allerdings die kostenpflichtige Registrierung erforderlich.

Verständlich bei diesen Möglichkeiten.

App - Finale Song Book

Für die Fans und Besitzer des iPads gibt es jetzt eine schicke

Möglichkeit, die auf unserer Notenbank bereit gestellten Noten

anzuhören, ohne das Programm Finale zu besitzen.

Für das iPad ist die kostenlose APP „Finale SongBook“ erhältlich.

Ladet dort einfach die Original - Finale - Dateien und spielt sie

ab. Das im Original hinterlegte Instrument, Tempo und Dynamik

werden übernommen, ein Anpassen des Tempos an die

eigenen Bedürfnisse ist möglich. So kann sich jeder ein eigenes

Playback erstellte, wobei per Cursor die aktuelle Position

angezeigt wird. Sollten in der Ursprungsdatei Einzelstimmen

definiert worden sein, so können auch diese angezeigt und

abgespielt werden.

iReal b- ein echtes Schätzchen

Kein Ersatz für Marty Erickson, aber nahe dran

Im Appstore stehen über 1 Millionen (!) Apps zum Download

bereit, täglich kommen hunderte hinzu- ein eigener Markt

mit Umsätzen in Millionenhöhe. Allerdings ist es immer

noch extrem schwer, als Musiker geeignete Progrämmchen

zu finden- im Wirrwarr der sprechenden Katzen und tanzenden

Einhörnern braucht es viel Zeit und Geduld, bis man

etwas Brauchbares gefunden hat.

Allerdings gibt es auch Lichtblicke. Und einer dieser Lichtblicke

heißt iReal b.

Diese App vereint mehrere Funktionen wie Real Book, einen

Editor für Leedsheets und ein frei konfigurierbares Playbackprogramm.

Die Bedienung ist denkbar leicht: Mit nur wenigen Klicks

sind in Sekundenschnelle 1300 Jazzstandards heruntergeladen.

Besser gesagt die Changes, denn die Melodie ist aus

Datenschutzgründen nicht im Programm enthalten. Ebenfalls

kann man sich insgesamt 200 weitere Akkordblätter

kostenlos ziehen, die sich stilistisch im zeitgenössischem

Jazz und in südamerikanischen Stücken bewegen.

Nun kann man sich die Blätter anzeigen lassen, oder man

erstellt ein Playback. Dieses erwartet den Nutzer mit motivierend

vielen, aber dennoch sehr übersichtlich gestalteten

Funktionen: Das Tempo lässt sich manuell oder mit

Tap-Funktion einstellen. Von Anfang an sind die Begleitstile

„Medium Swing", „Bossa Nova" und „Rock-Pop" enthaltenandere

Stile müssen (leider) per inApp-Purchase zugekauft

werden.

Die meiner Meinung nach beste Funktion ist das stufenlose

Einstellung der einzelnen Hintergrundstimmen: Das Playback

setzt sich zusammen aus Drums, Bass und Piano, die

erstaunlich realen Session-Sound besitzen. Die Lautstärke

dieser Stimmen lässt sich jeweils so verändern, wie ich es

mir wünsche: Wenn ich Bass spiele, stelle ich die Bassstimme

aus, spiele ich Piano, drehe ich die Klavierstimme runter

usw.

Zudem lassen sich Akkorddiagramme, Skalen und Grifftabellen

während des Spielens anzeigen, die man leider für

echtes Geld hinzukaufen muss.

Eine weitere Funktion, die diese App so goldwert macht, ist

der Akkordgenerator, mit dem man bestehende Changes

verändern kann und neue kreieren. Neben den Grundfunktionen

wie m7 und dacapo hat man zudem fortgeschrittene

Möglichkeiten, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Zu guter Letzt besteht die Möglichkeit, sowohl die Sheets als

auch die Playbacks in verschiedenen gängigen Formaten zu

exportieren und zu verschicken.

Fazit: Diese App eignet sich hervorragend und motiviert

zum Üben. Die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten

und Funktionen lassen jedes Jazzerherz höher schlagen.

Einziger Wermutstropfen: Die teuren inApp- Käufe der Stile

und Skalen. Wer langfristig iReal b nutzen möchte, kommt

darum nicht herum. Allerdings erhält man für unter 20€

(6,99€ für die Grundversion sowie (optional) jeweils 5,49€

für Stile und Skalen) einen benutzerfreundlichen und mobilen

Kompagnion, den man nicht mehr missen möchte.

iReal b ist für iOS und Android erhältlich und kostet momentan

in der Grundversion 6,99€.

Felix Krumme


20

fortbildungen 2013/2014

Tiefblech-Workshop mit Manfred Kahmen

Am 8. April 2013 fand im Proberaum des Musikverein Dollendorf

(Blankenheim/Eifel) ein Workshop für tiefes Blech statt,

der vom Volksmusikerbund NRW, Kreisverband Euskirchen organisiert

wurde. Dozent war Manfred Kahmen aus Siegburg.

Zur Person:

Manfred Kahmen (geb. am 24.11.1967 in Stadtlohn/Westf.)

begann seine musikalische Ausbildung in den Fächern Tenorhorn/Bariton/Tuba

mit 8 Jahren an der Musikschule in Stadtlohn.

Sein Musikstudium absolvierte er von 1988 bis 1992 an

der Robert-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf. Dort

bekam er Tuba-Unterricht bei Prof. Hans Gelhar. Sein Studium

schloss Manfred Kahmen als Diplom-Orchestermusiker mit der

Note „sehr gut“ ab. Als Tubist ist er im Musikkorps der Bundeswehr

in Siegburg tätig.

Ständig stehen Seminare und Weiterbildungslehrgänge, u.a.

an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung

in Trossingen sowie an der Landesmusikakademie NRW in

Nienborg auf seinem Programm. Manfred Kahmen wird als

exzellenter Tubist, Dirigent und Musikpädagoge sowie als herausragender

Fachmann für Blasmusik, gerade im Bereich „Tiefblech“

geschätzt. Seine Erfolge resultieren aus hoher fachlicher

Kompetenz und der Fähigkeit, die Stärken seiner Seminarteilnehmer

zu erkennen und zu fördern, ohne den Blick auf das

Machbare zu verlieren.

Am Seminar nahmen insgesamt 13 Tenorhornisten/Baritonund

Euphoniumspieler, sowie 7 Tubisten teil. Sie lernten an

diesem Tag viel über grundlegende Inhalte, wie Atemtechnik,

Ansatz und Intonation. Aber auch das Zusammenspiel (u.a. mit

Noten aus Tuba Libre) kam an diesem Tag nicht zu kurz. Es war

dies bereits der dritte erfolgreiche Tiefblech-Workshop in den

vergangenen Jahren, wobei Manfred Kahmen schon mehrmals

als Dozent zur Verfügung stand.

Ulrich Daniels

Tubaworkshop 2013 am Steinhuder Meer

Foto: Walter Pepperle

Zum zweiten Tubaworkshop nach 2011 hatte der Posaunenchor

Großenheidorn am Steinhuder Meer am Wochenende 19./20.

Oktober 2013 eingeladen. Vierzig Bläserinnen und Bläser von

Tenorhorn, Bariton, Euphonium und Tuba waren der Einladung

gefolgt.

Ziel der Veranstaltung war es, neben der persönlichen technischen

Verbesserung am Instrument gemeinsam musikalisch

einen Gottesdienst und eine anschließende 20 minütige Matinee

in der Steinhuder Petrus-Kirche zu musizieren. Es wartete

ein umfangreiches Programm auf die Teilnehmer in dem viel

geblasen wurde.

In Instrumentengruppen und im Ensemble wurden die Musikerinnen

und Musiker gekonnt und professionell von den

Tuba-Workshop mit Wolfgang Neidhöfer

Am 26.1.2013 fand an der Berufsbildenden Schule Cochem

(Mosel) ein ganztägiger Workshop für Tuba statt, der von der

Kreismusikjugend Cochem-Zell hervorragend organisiert wurde

(Danke Patrick Schuster!). Als Dozenten stand Wolfgang

Neidhöfer zur Verfügung. Wolfgang Neidhöfer (Jahrgang 1973)

studierte Instrumental- und Gesangspädagogik mit Hauptfach

Tuba (Dozent Lothar Uth) in Augsburg und ist Diplommusiklehrer.

Ferner studierte er Blasorchesterleitung bei Prof. Maurice

Hamers. Zur Zeit ist Wolfgang Neidhöfer in Ochsenhausen als

Musikschulleiter, Instrumentallehrer, Dozent und Dirigent verschiedener

Orchester tätig. Insgesamt sieben interessierten und

ambitionierten Hobbytubisten vermittelte Wolfgang Neidhöfer

an diesem Tag wichtige Inhalte zum Thema Atemtechnik, Ansatztechnik,

Intonation, Artikulation und Zusammenspiel. Ein

insgesamt sehr gelungener Workshop für Tuba, an dem auch

nicht dem Kreisverband Cochem angehörige Musiker teilnehmen

durften.

Ulrich Daniels

Dozenten Wolfram Krumme (Vorsitzender des Deutsche Tubaforums),

Florian Gerling (1. Posaunist beim Heeresmusikkorps

1) und Ruben Durá (Student aus Hannover sowie Sieger des

Deutschen Musikwettbewerbes) angeleitet und zu einem tollen

Hörgenuss motiviert.

Begleitet wurde die Veranstaltung von der Firma Fachmarkt

Blasinstrumente FMB aus Gütersloh mit einer großen Tuba-

Ausstellung. Hier konnten Interessierte die verschiedenen

Instrumente nicht nur bewundern sondern auch gleich im

praktischen Gebrauch testen!

Am Sonntag konnte dann der gut besuchte Gottesdienst mit

einem tollen tiefen Chor begleitet werden. Die Besucher waren

so begeistert und freuten sich schon auf die anschließende Matinee.

Hier glänzte Ruben Dura mit einem Solostück für Tuba.

Zum Ende der Matinee verabschiedeten sich die Bläserinnen

und Bläser mit dem Stück „Over the rainbow“, die Zuhörer

antworteten mit einem langanhaltenden Applaus. Ein schöner

Abschluss des Workshops.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen traten die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer dann wieder hochmotiviert die

Heimreise an. Alle waren mit der Organisation, Programm und

den Dozenten sehr zufrieden und verlangen eine Wiederholung,

vielleicht im Jahr 2015!

Jörg Nickel

Tuba-Treff des Musikerbundes

Oldenburger Münsterland

Jährlich am Samstag nach Aschermittwoch veranstaltet der

Kreisverband Vechta des NMV einen Tubaworkshop in dem Ort,

der das nächste Kreismusikfest ausrichtet.

Im nächsten Jahr ist das der 8. März 2014 in Steinfeld. Dozent

ist Josef Bruns. Das handgeschnitzte Schild wird bei jedem

Kreismusikfest im Festzelt aufgehängt, wo sich dann alle Tubisten

der Mitgliedsorchester treffen. Dort herrscht immer ein

reges Treiben.

Internationale Tubatage Salzburger Grossarl Tal

Von 31.5.2014 bis 1.5.2014 finden im Salzburger Grossarl Tal

die 5. Internationalen Tubatage statt.

Sämtliche Dozenten sind ehemalige Schüler von Andi Hofmeir.

Informationen unter http://www.musicmania.at/.


neue noten

21

Neue Notenausgaben

Wie immer an dieser Stelle, so präsentieren wir auch in diesem Tubajournal wieder neue Notenausgaben

für Tuba oder Euphonium, wie sie uns von den Verlagen mitgeteilt wurden.

Diesmal sind sogar einige Quartett speziell für unsere Fortbildungen für Tubaquartett umgearbeitet

worden. In der Praxis haben sie sich bestens bewährt, da sie für alle Alters- und Leistungsstufen

spielbares Material bieten. Vielen Dank an Bruno Uetz!

Notenverlag Bruno Uetz, Halberstadt [ www.uetz.de,music ]

... Katalog mit pdf-Dateien

Best of Dixieland, arr. von Jürgen Hahn

Die Hits für Quartett: Oh when the Saints, Ice Cream, New Orleans Time, Just a closer Walk, Lady be

Good, Maple Leaf Bar, Summertime, My Bonnie is over the Ocean, Blues on the Roof, Down by the

Riverside, leicht-mittel

Diese Sammlung gibt es gibt es auch auf CD oder zum Gratis-Download als mp3-Datei

Auf besonderen Wunsch des Dt. Tubaforums gibt es diese tolle Sammlung jetzt auch für 4 Tubas

(Nr. BU 4020tq)

Alternativ oder zusätzlich ( für je 4,-) erhältlich sind die Stimmen 1+2 auch für Tenorhorn.

Wer sich daran wagt, wird erkennen, was für ein unglaubliches Gute-Laune-Potenzial Dixieland hat!

BU4020tq ... 16,-

CD 4022 ... 8,-

... Tolle Möglichkeiten für die praktische Umsetzung bieten die verschiedenen möglichen Besetzungen der

Quartette ... Da ist gute Laune im Ensemble schon vorprogrammiert (Magazin Forte 10/2011)

Best of Gershwin (Jürgen Hahn) - Die Hits für 2 Baritone und 2 Tubas

Enthält: I got Rythm, Foggy Day, Lady be Good, Summertime, Someone to watch over me, Strike up

the Band, 's Wonderful etc., Tolle Stücke! (Alternativstimmen für 1. und 2. Tenorhorn in B je 5,-)

BU 4432 ... 24,50

Rock, Funk & Soul (Jürgen Hahn)

Eine super Sammlung zur Einführung in moderne Stile! Ideal für den Unterricht an Musikschulen. BU 4433 ... 18,-

Jazzy Christmas Carols (Trad./Keith Terrett)

8 swingende Weihnachtslieder, m,

Die perfekte Sammlung für den swingenden Teil des Weihnachtskonzerts. Enthält: Ding dong merrily

on high, Stille Nacht, We three Kings, Away in a manger, God rest you merry Gentlemen, Deck the

Halls, Good King Wenzeslas, Joy to the world ..die Lieder sind allesamt wunderschön...

BU 1420 ... 13,-

..die Lieder sind allesamt wunderschön... Keith Terrets Satz ist spannend, keinesfalls platt und hebt sich

von vielen anderen Arrangements von Weihnachtsliedern ab (Forte)

Italian Arias (Terrett)

Pavarotti für Tuba und Klavier! Enthält die Hits des italienischen Bel Canto.

Vesti La Giubba (Zieh dein Gewand an)-Leoncavallo, O Sole Mio-Di Capua, Ach so fromm, ach so traut

(M'Appari Tutt' Amor) - von Flotow, Una Furtiva Lagrima-Donizetti, Musetta's Waltz-Puccini, Ritorno

al Surrento (Come Back To Sorrento)-De Curtis, Nessun Dorma-Puccini, Mattinata-Leoncavallo

BU 1422 ... 13,-

Bordogni-Vocalisen für die Basis

"Die Basis ist immer unten", dachte sich Stefan Kaundinya, als

er die bei Blechbläsern beliebten Vocalisen für die tiefe Lage

der Kontrabasstuba transponierte. Das Konzept ging auf, die

zweibändige Ausgabe ist inzwischen weit verbreitet. Nun

überträgt er die Idee auf die Tenor- und Baritoninstrumente, in

dem dieselbe Zusammenstellung eine Oktave höher erscheint.

Bei der Kontrabasstuba liegt es auf der Hand, die tiefe Lage zu

üben, aber auch bei den Tenorinstrumenten sind die Vorteile

nicht von der Hand zu weisen: Zum einen können auch Instrumentalisten,

die (noch) nicht über eine gute Höhe verfügen, die

beliebten Gesangsetüden spielen (selbst für Musikstudenten

sind die Originaltonarten oft sehr hoch und anstrengend), und

zum anderen muss man, um in der tiefen Lage noch phrasieren

zu können, eine gute Luftführung entwickeln. Das verbessert

nicht nur den Klang, sondern hilft einem paradoxerweise auch

beim Ausbau der Höhe.

Die zwei Bände erscheinen in jeweils zwei Ausgaben, nämlich

im Bassschlüssel (z.B. für Euphonium, Posaune oder Tuba in oktavierter

Posaunenchor-Schreibweise) und im Violinschlüssel in

B (z.B. für Tenorhorn oder Bariton). Erhältlich sind die Noten voraussichtlich

ab der Adventszeit, aber man kann sie jetzt schon

beim Verlag unter [www.blechpresse.de] vorbestellen.

Für nächstes Frühjahr plant der Herausgeber ein Heft mit der

Klavierbegleitung, die dann zu allen drei erschienenen Versionen

passt.

[www.blechpresse.de]

NEUERSCHEINUNG:

Hubert Hoche -

piece for a reverberant

room for Tuba and

Percussion

H.H.-Musikverlag;

www.partitur.de

12,90€ (inkl. Stimme)


22

markt

Workshops in Planung

Kürnbach 2014

vom 28.05. - 01.6.

Veranstalter: Blasmusikverband Baden-Württemberg in

Verbindung mit dem Deutschen Tubaforum e.V.

Wolfenbüttel 2014 - Tagesseminar

am Samstag, dem 3. Mai von 9.30 - 18.00 Uhr

Landesmusikakademie Niedersachsen in Verbindung mit dem

Deutschen Tubaforum e.V.

Grundlagen der Atem-und Spieltechnik, Übungen, Solo- und

Ensemblespiel für Spielerinnen auf Euphonium und Tuba aus

Blasorchester, Posaunenchor und Bläserklassen

Volkach 2014

vom 24. - 26. Oktober

Nordbayerischer Musikbund in Verbindung mit dem

Deutschen Tubaforum e.V.

Diesmal von Freitag bis Sonntag!

Am Samstagabend Konzert des Melton-Tuba-Quartetts

Verkaufe B-Tuba - 4. Ventil neuwertig ...

Fragen, die man immer und immer wieder und dennoch gerne beantwortet

Schnappschuss aus der Fortbildungspraxis

Wozu braucht man eigentlich das vierte Ventil?

So oder so ähnlich könnte es heißen, wenn man sich so die landesüblichen

Griffweisen anschaut. Bestätigt wurde mir auch

eine Fortbildung, auf der am ersten Nachmittag die meiste

Zeit dafür verwandt wurde, bei allen B-Tuben das vierte Ventil

wieder gängig zu machen.

Erschreckend auch und besonders traurig die Feierstunde am

Volkstrauertag, wo beim anwesenden Bläserchor nur ein Euphonium

mitspielte, alle Stimmzüge "drin" und das C dauernd

(zu hoch) auf 1/3.

Daher hier noch einmal laut und deutlich: das vierte Ventil ist

absolut notwendig! Gerade bei der durchgängig grundtönigen

Bassstimme ist eine saubere Intonation Voraussetzung für einen

guten und stabilen Gesamtklang. Die Gründe für die Unbeliebtheit

des vierten Ventils sind vielfältig: Der Spieler kommt

von Trompete oder Tenorhorn, oder er/sie hatte bei einem

Trompetenlehrer Unterricht, der auf die saubere Intonation

wenig Wert legte. Oder es ist einfach zu unbequem, mit dem

kleinen Finger das vierte Ventil zu drücken.

Orchesterleiter, die die Tubisten nicht darauf hinweisen, dass

bei bestimmten Tönen unbedingt das vierte Ventil zu nutzen

ist, handeln grob fahrlässig im Sinne der Intonation.

Leider dominiert auch in den vielerorts üblichen Bläserklassen

das dreiventilige Euphonium. Wie üblich aus Kostengründen

wurde auf das vierte Ventil verzichtet. Dass das tiefe C mit dem

Griff 1/3 viel zu hoch klingt, ist allerdings oft das kleinste Problem

in den Bläserklassen... Erschwerend kommt hinzu, dass

einige Instrumentalschulen für Bläserklassen nur für dreiventilige

Bassinstrumente geschrieben sind.

Daher bitte beachten: C auf 4, Kontra-H auf 2/4, Kontra-F auf

4, Kontra-E auf 2/4. Und diese Töne kommen sehr häufig vor.

Bei der Trompete liegen die Töne, die einen sog. "Trigger" erforderlich

machen, am Rande des genutzten Tonumfangs, bei der

Tuba liegen die zu korrigierenden Töne in der Mitte.

Es lohnt sich also, dieses Ventil beweglich sowie den Stimmzug

gängig zu halten.

Wolfram Krumme

Geschenktipps zum Weihnachtsfest:

Grand Concerto 4 Tubas

Works by John Stevens

Melton Tuba Quartett | Duisburger Philharmoniker, Ltg. Carl St.Clair

2011 Acousence records ACO-CD 10911

Uraufnahmen

Originalwerke von Jörg Duda, Gisbert Näther, Kjell Reikjer

Andreas Martin Hofmeir · Tuba | Michael Martin Kofler · Flöte

Hinrich Alpers · Klavier | Junge Philharmonie Salzburg

Andreas Mildner · Harfe | Albert Osterhammer · Blassklarinette

Neubrandenburger Philharmonie

www.genuin.de | GEN 12231 23.3.2012 Edition: Primavera

Trio EUPHONY

Musik für Sopran, Harfe und Tuba

Elena Fink (Sopran), Manuela Randlinger (Harfe) und Hartmut Müller (Tuba)

:: CD Bestellungen

Hartmut Müller, Kremenholl 36, 42857 Remscheid

Tel: +49 2191 7818-20 | Fax: +49 2191 7818-16

info@trioeuphony.de | http://www.trioeuphony.de

Immer wach(sam) bleiben, gerade als Tubist!

Eingesandt von Tubaforum-Mitglied Marcus Seyferth, Bayreuth


MP-AZ-D Tuba 148x105 23.05.2012 7:28 Uhr Seite 1

Seit 1946

Kennen nur einen Klang - den Allerbesten:

Die B-Tuba Modell 91 und

die B-Tuba Modell 98 „Siegfried“

Weitere Informationen zu unseren hochwertigen Blechblasinstrumenten

„Made in Germany“ finden Sie unter

www.miraphone.de


Experience the

Sound of Quality

Beim Musikspezialisten Adams finde ich den “Spielraum“, den ich mir zur

Realisierung meiner persönlichen Klangvorstellungen wünsche.

Hans Reiner Schmidt

HR-Sinfonie-Orchester Frankfurt/Main, Brass Band Hessen

Focus on Excellence

www.adams-music.com

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