Vollbiologische Tullner Kläranlage

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Vollbiologische Tullner Kläranlage

Vollbiologische Tullner Kläranlage

Entstehungsgeschichte und Ablauf des Projektes

• Bestehende Kläranlage

o 1975 Errichtung als mechanische Kläranlage für 15.000 Einwohnergleichwerte

(EGW)

o 1986 Erweiterung als mechanisch-biologische Kläranlage für 25.000 EGW

o 1997 Erneuerung der Anlagenteile zur Klärschlammbehandlung

• Handlungsbedarf in der Abwasserreinigung

o Volle Auslastung der bestehenden Anlage aufgrund wachsender Bevölkerungszahl

und laufender Ansiedlung von Betrieben

o Zusätzlich erforderliche Anpassung der Kläranlage an den Stand der Technik

infolge Vorschreibung durch die Wasserrechtsbehörde (Entfernung von Stickstoff)

Erweiterung und Modernisierung der Abwasserreinigung notwendig

• Variantenuntersuchung

o beengte Platzverhältnisse im Bereich der bestehenden alten Kläranlage

Erweiterung der Anlage in konventioneller Bauweise nicht möglich.

o 3 Varianten unter Beibehaltung des bestehenden Standortes mittels Einsatz von

„Spezialtechnologie“

Insgesamt zu unerprobt, keine Möglichkeiten für zukünftige Erweiterungen

o 4 Varianten des Kläranlagenneubaues in konventioneller Bauweise auf

verschiedenen Standorten

o Zusätzlich Sub-Varianten unter Weiternutzung der alten Kläranlage für einen

Abwasser-Teilstrom für ca. 10-20 Jahre

• Neubau der Kläranlage

o 2006 EU-weite Ausschreibung der Leistungen zur Planung und Errichtung der

Anlage

o Vergabe an den Bestbieter: Arbeitsgemeinschaft evn wasser / WTE Wassertechnik

o 2007 Detailplanungen für das bisher größte Umweltprojekt der Stadtgemeinde

Tulln: Gesamtinvestition 12,6 Mio. EUR

o 2008 Spatenstich der 1. Ausbaustufe der Neuen Kläranlage für 22.500 EGW

o 3.3.2010 Eröffnung der 1. Ausbaustufe der neuen vollbiologischen Kläranlage

Tulln


Ausschreibung

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Ausschreibungsverfahren:

Ausschreibung im EU-weiten nicht offenen (d.h. 2-stufigen) Verfahren

„Funktionalausschreibung“: Bieter konnten die Errichtung der Kläranlage

entsprechend dem ausgearbeiteten „Leitprojekt“ anbieten, aber auch eigene

Projektvorschläge einbringen

Bewertung der Angebote nach dem „Bestbieterprinzip“: Berücksichtigung der

Errichtungskosten sowie der Betriebskosten über einen Zeitraum von 50 Jahren

Garantie der angebotenen Betriebskosten durch die Bieter (Kaution)

• Angebote:

o 6 Bieter / Bietergemeinschaften haben insgesamt 25 Angebote abgegeben

• Auftragsvergabe:

o Vergabe an Bestbieter: Bietergemeinschaft EVN wasser & WTE Wassertechnik

o Angebotenes Projekt dem zuvor ausgearbeiteten „Leitprojekt“ sehr ähnlich

Leistungen der ARGE evn wasser / WTE Wassertechnik

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Planung der Anlage, basierend auf der Planung der Dipl.-Ing. Vanek und Partner ZT

GmbH – nur geringfügige Abweichungen (Optimierungen) gegenüber dem

Leitprojekt:

Ergänzung um eine biologische Phosphor-Elimination

Optimierung der Primärschlamm-Eindickung

Optimierung der Biogasnutzung Strom- und Wärmegewinnung

Errichtung der gesamten Kläranlage (Baumeisterarbeiten, maschinelle und

elektrotechnische Ausrüstung) in den zwei Ausbaustufen

Errichtungskosten (Netto)

o 1. Ausbaustufe Neubau 22.500 EW60 ca. 9,1 Mio.

o 2. Ausbaustufe Erweiterung auf 45.000 EW60 ca. 2,0 Mio.

Summe: ca. 11,1 Mio.

o Führung des Probebetriebes nach Fertigstellung zum Nachweis / Garantie der

günstigsten Betriebskennwerte durch den Auftragnehmer

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