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BAHN EXTRA 1970-1989: Zwei spannende Jahrzehnte Bundesbahn (Vorschau)

Strecken, Züge, Betrieb

Strecken, Züge, Betrieb | DR. ROLF BRÜNING UND DIE BAUREIHE 403 Gegen Ende seiner Einsatzzeit hatte der „Airport Express“ bereits zahlreiche Fahrgäste an reguläre IC-Züge abgegeben. So genügte eine dreiteilige Garnitur, wie hier 403 001 als LH 1006 auf der linken Rheinstrecke bei Trechtingshausen unwirtschaftlich sind, wurde zwischen den Flughäfen Frankfurt Rhein-Main und Düsseldorf die „Flughöhe Null“ eingeführt – der 403 als Zug ersetzte das Flug zeug. Dafür wurde in jedem Wagen eine Galley eingebaut und in der nicht mehr benötigten Küche ein Abteil für Gepäck-Container vorgesehen. Äußerlich erhielten die Triebwagen einen Anstrich in Lufthansa-Farben, und zwar Kieselgrau mit melonengelbem Strei - fen unterhalb der Fenster. Spötter haben behauptet, das sei wegen des gelben Schnabels von „Donald Duck“ erforderlich gewesen. In diesem Outfit konnte man die eleganten Zü - ge vom 28. März 1982 bis 1993 als „Lufthansa Airport Express“ mehrmals täglich auf der linken Rheinstrecke bewundern. Die als „LH 100x“ bezeichneten Züge – in den ersten Jahren im Rang eines TEE – konnten allerdings nur mit einem relativ teuren Flugticket benutzt werden; normale IC-Fahrkarten für die 1. Klasse wurden nicht akzeptiert. Mitfahrt im Führerstand Damals hatte ich beruflich öfter in Amerika zu tun, und es gab eine spezielle Regelung, dass bei einem Überseeflug ein kostenloser Inlandflug abfiel. Bisher hatte ich dafür eigentlich keine Verwendung gehabt. Aber plötzlich sah ich doch eine Möglichkeit: die zur „geschenkten Fahrt“ im „Airport Ex - press“ 403. Nach mehreren meiner USA-Reisen war man im Reisebüro so freundlich, das angesammelte Guthaben für vier Inlandsflüge umzuwandeln in je ein Ticket für meinen Sohn und mich für den „Flug im Zug“ vom Rhein-Main-Flughafen nach Düsseldorf und zurück. So stiegen wir am 14. November 1982 im S-Bahnhof am Frankfurter Flughafen in den LH 1002 ein. Da ich Plätze ganz vorne im ersten Wagen gebucht hatte, waren wir schnell beim Lokführer. Noch vor dem Start 30 Aufnahme: Prof. Klaus Nicol Zur Person Der Autor Dr. Rolf Brüning, Jahrgang 1940, hat im Fachbereich physikalische Chemie promoviert. Seit 1969 war er bei einem Unternehmen in Hanau tätig, unter anderem als Leiter der Entwicklungsabteilung. Von 1989 an leitete er die Patentabteilung einer Konzernfirma, seit 2003 arbeitet er freiberuflich als Patentanwalt. Für die Eisenbahn begeistert er sich seit der Kindheit; seit 1955 ist er auch als Eisenbahn-Fotograf aktiv. Der spannende Augenblick bei der Mitfahrt im Zug LH 1002: Vom Führerstand „seines“ 403 aus erlebt Dr. Rolf Brüning, wie mit LH 1003 vor dem Bahnhof Rolandseck ein weiterer „Airport Express“ entgegen kommt fragten wir ihn und seinen Begleiter, ob wir bei geöffneter Türe im Führerstand stehend mitfahren dürften. Die freundlichen Herren hatten Verständnis für unseren Wunsch, so dass wir die häufig fotografierte Strecke aus erster Hand genießen durften. Noch vor Bischofsheim wurde per Funk durchgegeben, dass der Mainzer Hauptbahnhof ausgelastet sei und daher der Zug um - geleitet werde: Der Alternativweg führte von Bischofsheim über den Main und durch die südlichen Wiesbadener Vororte. Von Amöneburg aus fuhren wir dann über die Kaiserbrücke nach Rheinland-Pfalz und erreichten die Gleise der linken Rheinstrecke westlich des Mainzer Hauptbahn hofs. In rascher Fahrt ging es weiter nach Bingen, wo auf der Nahebrücke die Kilo metrie - rung der Strecke von Köln endet und mit „Null“ nach Mainz neu beginnt. Hinter den ausgedehnten Gleisanlagen von Binger - brück erschloss der „Airport Express“ den romantischen Abschnitt des Mittelrheins: Burgen, Rebenhänge und die kurvige Strecke, das alles von einem exklusiven Zug mit der 1. Klasse aus – es gab sicher weniger angenehmen „Ersatz“ für einen Inlandsflug. Für uns hatte die Reise auch noch eine Besonderheit zu bieten: Kurz nach dem Haltepunkt Rolandseck mit dem berühmten Arp-Museum tauchte in der langen Linkskurve bei Rolandswerth am Streckenkilometer 44,6 plötzlich ein weiterer 403 auf: der Gegenzug LH 1003. Er kam gerade richtig, um ein Foto zu schießen. Und wie man dabei sieht: Keiner der Triebzüge hat sich zusätz - lich in die Kurve geneigt. Nach sehr interessanter Fahrt erreichten wir Düsseldorf und kehrten in dem besonderen Zug auch später zurück. Ende der Einsätze Nachdem 1993 weder Bundesbahn noch Lufthansa die Kosten für eine fällige Ausbesserung mit Behebung von Korrosions schä - den aufbringen wollten, sind die 403er ausgemustert worden. Nach langer Ungewiss - heit und einigen Irrfahrten landeten die Züge nunmehr bei der Privatbahn National Express. So bleibt zu hoffen, dass zumindest eine vierteilige Einheit wieder in Betrieb genommen wird; derzeit läuft die Aufarbeitung im Netinera-Werk in Neustrelitz.

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