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Sondersitzung IMR

Ein Krimi im Rathaus

Dienstag, 3. Februar 2009, 18:20 Uhr: Der

Ratssaal im Monheimer Rathaus platzt aus allen

Nähten. Mit ungläubigem Gesichtsausdruck

bahnen sich die Ratsmitglieder den Wege zu

ihren Sitzplätzen. Grund für das Spektakel ist die

Ratssondersitzung zum Thema „Ansiedlung der

IMR GmbH“ im Rheinpark.

Die IMR GmbH ist ein

Schrottwiederverwertungsunternehmen. Hinter

dem Monberg sollte eine Anlage zur

Schredderung von Metallen installiert werden. Die

Verträge darüber galten schon als sicher. Die

Ansiedlung ist in den letzten Wochen und

Monaten jedoch immer mehr in die Kritik geraten.

Durch erhebliche Erschütterungen und massive

Lärm- und Staubimmissionen sahen nicht nur die

Anwohner ihre Lebensqualität in Gefahr. Neben

Prestigeverlusten rechneten einige

Gewerbetreibende sogar damit, ihre Produktion

einstellen zu müssen. Auch die weitere

Vermarktung des Gewerbegebiets war damit ein

Risikofaktor.

Die Verwaltung versicherte zwar immer wieder,

dass alle Grenzwerte unproblematisch

eingehalten werden würden. Beweisen sollte dies

das noch durchzuführende Verfahren nach dem

Bundesimmissionsschutzgesetz. Unverständnis

wurde daher insbesondere der Tatsache

entgegengebracht, dass IMR einen dafür

notwendigen Antrag nicht einreichte.

Nachdem der Bürgermeister noch am 8. Januar

behauptete, man könne IMR nicht zur Stellung

des Antrags zwingen, fanden wir einige Tage

später in den Verträgen eine Klausel, nach der

der Antrag bereits bis zum 31.12.2008 hätte

gestellt werden müssen. Mit dem Hinweis auf

diese Abrede hatte die Stadt danach sehr wohl

eine Möglichkeit IMR zur Antragsstellung zu

bewegen. Wir wollten die Verwaltung

veranlassen, von dieser Option Gebrauch zu

machen. Wohl durch unsere Initiative dazu

getrieben, hatte IMR noch am morgen vor der

Sitzung den Antrag nach dem

Bundesimmissionsschutzgesetz gestellt.

Die Sitzung am 3. Februar sollte von Seiten der

Verwaltung somit primär als

Informationsveranstaltung dienen. Daher

bekamen zunächst die Bürger das Wort. Ihre Flut

von Fragen konnte durch die Fachvorträge kaum

gestoppt werden, die die Verwaltung in der

Hoffnung organisiert hatte, die Bedenken der

Kritiker zerstreuen zu können.

Das Ansiedlungsverfahren von IMR hatte den

Ratsmitgliedern vor Augen geführt, dass die

Niederlassung eines Unternehmens wie IMR nicht

mit den bestehenden Bebauungen im und um

den Rheinpark zu vereinbaren ist. Die Fraktionen

der SPD, der Grünen, der FDP und wir hatten

Kommunales / 4


daher gemeinsam einen neuen Antrag vor

bereitet. Zwar war auch die CDU von Anfang an

eingeladen gewesen sich an dem Antrag zu

beteiligen, sie lehnten dies jedoch ab. Vom

Rednerpult aus durfte ich als erste Sprecherin

unser Anliegen vorstellen und begründen.

Die Ratsmitglieder hatten in den letzten Wochen

feststellen müssen, nicht richtig informiert

worden zu sein. Wir prangerten daher

insbesondere an, dass wir bei unserer

Entscheidung keine Kenntnis davon gehabt

hatten, dass IMR die im Bebauungsplan

festgesetzten

Emissionskontingente

voraussichtlich nicht einhalten kann, daher eine

Ausnahmegenehmigung benötigt, die die

Verwaltung bereits vertraglich zugesichert hatte!

An der Rechtmäßigkeit dieser Vereinbarungen

hatte die PETO-Fraktion so große Zweifel, dass

wir uns gezwungen sahen, eine

Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den

Bürgermeister einzureichen, mit der Bitte den

Vertrag zu überprüfen.

Der fraktionsübergreifenden Antrag hatte eine

Änderung des Bebauungsplans zum Ziel. Wir sind

zu dem Schluss gekommen, dass es für eine

verträgliche städtebauliche Entwicklung

unerlässlich ist, den Bebauungsplan so zu

modifizieren, dass sich nur noch solche

Unternehmen ansiedeln können, die sich in die

bestehende Struktur einfügen. IMR müsste sich

dann einen anderen Standort suchen.

Mit einer Bitte an die CDU-Mitglieder, sich

unserem Anliegen anzuschließen, schloss ich

meine Rede. Während die Verwaltung unseren

Antrag eher unglücklich zur Kenntnis nahm,

wurde uns durch tosenden Beifall der Zuspruch

der Bürgerschaft offenbart.

Zu unserer Überraschung kündigte Herr Bosbach,

der Fraktionsvorsitzende der CDU, nun an, eine

Sitzungsunterbrechung zu benötigen und dann

möglicherweise einen anderen Stadtpunkt, als

ursprünglich ausgemacht zu vertreten. Zunächst

bestanden die antragsstellenden Fraktionen

jedoch darauf, dass alle Parteien ihre

Beweggründe darlegen sollten. Erst nach den

Ausführungen von Frau Schlösser für die SPD,

Frau Stamm für die Grünen und Frau Schröder-

Weber für die FDP konnte sich die CDU zur

Beratung zurückziehen.

Als der Rat sich nach der Pause wieder

zusammenfand, wurden wir von einer

gespaltenen CDU überrascht, die, erklärte, sie

wolle den Antrag unterstützen. Herr

Bürgermeister Dr. Thomas Dünchheim

konfrontierte die Ratsmitglieder mit seiner

Erwartung, dass IMR Schadensersatzforderung

i.H.v. 6,5 Mio Euro stellen würde. Für diesen

Betrag, so drohte er, müssten die Ratsmitglieder

dann persönlich aufkommen. Außerdem kündigte

er an, den zukünftigen Beschluss zu beanstanden,

weil er rechtswidrig sei. Unbeirrt von diesen

haltlosen Drohgebärden stimmte der Rat kurz vor

Mitternacht mit überwältigender Mehrheit

unserem Anliegen zu.

Inzwischen hat Herr Dünchheim unseren

Beschluss tatsächlich in einer erneuten

Ratssondersitzung am 26.02.2009 beanstandet.

Wir haben jedoch an unserem Ziel festgehalten

und direkt in dem nächsten Tagesordnungspunkt

den Aufstellungsbeschluss zur Änderung des

Bebauungsplans erneut gefasst. Von

Schadensersatz in der zuerst genannten Höhe ist

keine Rede mehr. Und auch die Drohung, die

Ratsmitglieder müssten persönlich haften, ist vom

Tisch.

Es ist damit zu rechnen, dass IMR gegen die

Bebauungsplanänderung klagen wird. Das

Verfahren wird sich daher noch einige Zeit

hinziehen. Fest steht aus unserer Sicht aber, dass

IMR sich nicht ansiedeln wird und wir die Qualität

unseres Rheinparks damit erfolgreich gesichert

haben.

Lisa

Kommunales / 5


Quelle: Musikschule Monheim

Erfolgsmodell MoMo

"Musikschule für alle" feiert Zehnjähriges

Wenn die Monheimer Musikschule ein rundes

Jubiläum für ihr Erfolgsmodell „MoMo –

Musikschule für alle“ feiert, dann dürfen neben

einer ganzen Reihe von Lehrern, Eltern und

Ehrengästen die Hauptbeteiligten nicht fehlen:

die vielen Grundschulkinder, die in den Genuss

kostenlosen bzw. später dann ermäßigten

Musikunterrichts kommen und dafür ein

Instrument ihrer Wahl zur Verfügung gestellt

bekommen.

Für Ende Januar hatte die Musikschule deshalb in

die Räume der Astrid-Lindgren-Schule

eingeladen, wo vor 10 Jahren alles begann.

Mehrere hundert Gäste waren gekommen und

bestaunten die Vorführungen der Grundschüler.

Auch ein paar ältere Musikschüler waren dabei,

die nämlich zu den ersten im Rahmen von MoMo

geförderten Jahrgängen gehören und

mittlerweile ihre Instrumente ganz

außerordentlich beherrschen.

Die Initiatoren des Projekts waren

Musikschulleiter Georg Thomanek und die

ehemalige Leiterin der Astrid-Lindgren-Schule,

Christa Nalbach, die nicht nur die Qualität des

Musikunterrichts an den Grundschulen

verbessern wollten, sondern auch nach Wegen

suchten, Kindern den Zugang zur Musik zu

ermöglichen, die unter regulären Bedingungen

kein Instrument lernen würden.

Seit einigen Jahren gibt es das Angebot nun

flächendeckend an allen Monheimer und

Baumberger Grundschulen. Im ersten Schuljahr

nehmen alle Kinder an einer musikalischen

Grundausbildung mit dem so genannten

Instrumentenkarussell teil. Hierbei steht das

Ausprobieren im Vordergrund. Die I-Dötzchen

lernen außerdem verschiedene Rhythmen und

einfache Melodien, bevor sie im zweiten

Schuljahr an den weiterführenden Angeboten

teilnehmen können, wo sie in Kleingruppen ein

Instrument ihrer Wahl lernen.

Ab dem zweiten Schuljahr ist das Angebot

freiwillig und setzt auch eine geringe

Teilnnahmegebühr voraus. Trotzdem melden

mehr als die Hälfte aller Eltern ihre Kinder an.

Eine große Besonderheit dabei ist, dass die

Instrumente den Kindern kostenlos zur

Verfügung gestellt werden. Der Förderverein der

Musikschule, Marke Monheim und die

Sparkassenstiftung sammeln hierfür kräftig Geld,

so dass ab dem kommenden Schuljahr auch alle

Viertklässler kostenlose Leihinstrumente erhalten.

Der Erfolg des Modells hat sich mittlerweile

herumgesprochen: Die Musikschule gewann

mehrere bundesweite Auszeichnungen und ist

eine der wenigen, die den Musikunterricht

wirklich flächendeckend anbieten kann.

Die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule und an den

anderen Grundschulen freut's.

Daniel

Kommunales / 6


10 Jahre PETO

Das kleine Jubiläum wird am 6. März groß gefeiert

Zum Jahreswechsel 1998/1999 wurde PETO in

Monheim gegründet. Im September 1999

nahmen wir zum ersten Mal an der

Kommunalwahl teil. Und fünf Jahre später, im

Oktober 2004, verbesserten wir unser Ergebnis

im Stadtrat auf den heutigen Stand.

All das ist mittlerweile Geschichte und als

Mitglieder habt ihr uns ein gutes Stück auf

diesem Weg begleitet.

Was haben wir bisher eigentlich erreicht? -

Einrichtungen wie das Sojus, das Haus der

Jugend oder das Jugendparlament sähen ohne

unseren Einfluss anders aus. Vom Kreisverkehr an

der Baumberger Kirche bis zur Monheimer

Kindergartenlandschaft haben wir die Stadt und

ihre Entwicklung in den verschiedensten

Themenbereichen zehn Jahre lang mit geprägt.

Auch über die Stadtgrenzen hinaus ist PETO

bekannt geworden. Immer wieder erhalten wir

Anfragen von außerhalb. Als letztes noch aktives

Gründungsmitglied toure ich zur Zeit gemeinsam

mit der Uni Duisburg-Essen durch Schulen in

Düsseldorf und im Ruhrgebiet, um als so

genannter „Praxisexperte“ von unserer

spannenden Anfangszeit, den Erfolgen, aber auch

den ein oder anderen Rückschlägen zu berichten.

Dass PETO mittlerweile tatsächlich Geschichte

geworden ist, davon zeugt auch unser Einzug in

diverse nordrhein-westfälische Schulbücher.

Natürlich ist für uns zum jetzigen Zeitpunkt noch

lange nicht Schluss. Der Geschichte sollen einige

weitere erfolgreiche Kapitel hinzugefügt werden.

Erst einmal ist das Jubiläum jedoch ein schöner

Anlass, die letzten 10 Jahre zu feiern. Und ihr seid

herzlich eingeladen, denn ohne die breite

Unterstützung und Sympathie, die uns von so

vielen Leuten entgegen gebracht wird, wäre

unser Erfolg nicht denkbar.

Wir würden uns daher freuen, möglichst viele von

euch auf der Jubiläumsparty begrüßen zu

können: ehemalige, alte und neue Aktive,

Mitglieder, Gründer, Sympathisantinnen und

Parteifreunde, Ratsfrauen und –herren,

Fraktionssekretäre und sachkundige Bürger.

Kommt vorbei und feiert mit uns!

Daniel

Jubiläumsparty

Freitag, den 6. März 2009 ab 20 Uhr

im Sojus 7, Kapellenstraße

Eintritt 3,- €

Mitglieder 1,50 €

Happy Hour

20 bis 21 Uhr und

0 bis 1 Uhr

Kommunales/ Intern / 7


Dreemol Monnem Helau

PETO zum siebten Mal beim Rosenmontagszug dabei

Auch die diesjährige Session hat wieder

bewiesen, was eigentlich schon allen klar war:

Monheim ist eine echte Karnevalshochburg.

In so einem Umfeld geben sich auch die Politiker

feierfreudig und mischen sich unters Narrenvolk.

Während wir nun schon im siebten Jahr in Folge

beim Rosenmontagszug dabei waren und auch

Ursula Schlößer von der SPD einige Monheimer

Karnevalsfeiern hinter sich hat, nahm Tim

Brühland (CDU) zum ersten Mal am Spektakel

teil. Er und seine rote Rivalin präsentierten sich

jeweils auf einem eigenen Wagen dem närrischen

Publikum und warben mit Schokolade bzw.

Pralinen für sich und ihre Politik.

Florian und ich warben weniger, denn wir waren

mit dem Ziehen unseres mit drei Metern

Durchmesser wieder viel zu groß geratenen

Handwagens beschäftigt. Das schwarze Ungetüm

hätte noch einige weitere

Bürgermeisterkandidaten aufnehmen können. Die

hätten wir dann allerdings nicht mehr freiwillig

durch Monheim gezogen.

Die 50 Tüten Wurfmaterial waren gemeinsam mit

der Musikanlage, dem Stromgenerator und den

Getränken für unterwegs schon Ballast genug,

der über den ganzen Zug hinweg in Bewegung

gehalten werden sollte.

Das diesjährige Motto der Gromoka „Hör mer op

ze lametiere, loss mer laache, danze, fiere.“

hatten wir abgewandelt in: „Hör mer op ze

lametiere, loss mer jäje de Pipeline rebelliere.“

Passend dazu hatten wir innerhalb nur einer

Woche einen großen Zaubertrankkessel gebastelt

und uns als Asterix und Obelix verkleidet.

So wie die sympathischen Gallier sich gegen die

Übermacht der Römer zu Wehr setzen, läuft es in

Monheim ja praktisch mit der größtenteils schon

fertig gebauten Kohlenmonoxidleitung.

Das Motto und die Anspielung auf den Kampf

gegen die Pipeline wird zwar im jecken Getümmel

niemand so richtig verstanden haben, aber es hat

trotzdem wie immer sehr viel Spaß gemacht, so

dass wir mit Sicherheit sagen können: Im

nächsten Jahr sind wir wieder dabei!

Daniel

Kommunales/ 8


Pausenclown der PETO

Christian bringt sein eigenes Buch heraus

Wenn ihr regelmäßig und im Idealfall schon seit

einigen Jahren das PETO-Blatt lest, dann ist euch

der Name unseres Chefkolumnisten Christian

Weiffen ein Begriff. Sein PETO-Blatt-Debüt hatte

er im Sommer 2002 mit einer Satire zur

damaligen Fußballweltmeisterschaft in Japan und

Südkorea.

Mittlerweile hat er unter dem Titel „Ansichten

eines Pausenclowns“ ein ganzes Buch

herausgebracht. Zu einem großen Teil besteht es

aus Christians PETO-Blatt-Kolumnen, die

thematisch geordnet und noch durch zusätzliche

Texte und Erläuterungen ergänzt sind. Das fällt

beim Lesen aber praktisch nicht auf. Das Buch

stellt vielmehr ein buntes Potpourri dar, dessen

Texte anekdotenhaft, unterhaltsam und nicht

immer ganz ernst gemeint das Leben eines

jungen Politikers schildern.

In seiner gewohnt launigen Art, die vom

sarkastischen Witz bis zur feinsinnigen Pointe so

ziemlich für jeden Geschmack etwas bereit hält,

verarbeitet Christian den letzten Monheimer

Kommunalwahlkampf genauso amüsant, wie

seine Erlebnisse als Student oder später als

Lehrer.

Eine ordentliche Ladung Selbstironie wird dabei

immer mitgeliefert, etwa dann, wenn Christian,

der mittlerweile Religion und Bio an einem

Duisburger Gymnasium unterrichtet, von seinen

Taten und Untaten im Schulalltag berichtet oder

seine eigene Kindheit und die Entstehung der

PETO aufs Korn nimmt.

Ein wenig Insiderwissen schadet nicht, wenn man

Christians Buch in der Hand hält, aber auch alle

übrigen Leserinnen und Leser werden auf ihre

Kosten kommen.

Getreu dem Motto des Autors kann man in Bezug

auf die „Ansichten eines Pausenclowns“ nur

empfehlen: lesen, lachen, glücklich sein!

Christians Buch erhaltet ihr zum Beispiel in der

Bücherstube Rossbach oder auch im PETO-

Onlineshop:

www.peto.de/shop

Weiffen, Christian

Ansichten eines Pausenclowns. Kolumnen über

das Leben, die Liebe und die Lage der Welt.

10,- €

ISBN 3-931708-05-4

Hoekstra-Verlag

Intern / 9


Strahlende Sieger

5. PETO-Fußballturnier in der Liselotte-Diem-Sporthalle

Es ist der 24. Januar, 9:00 Uhr morgens.

Eigentlich ein ganz gewöhnlicher

Samstagmorgen, in dem schönen Städtchen

Monheim am Rhein. Doch der Eindruck täuscht.

Die Mitglieder der PETO sind fleißig dabei, die

Liselotte-Diem-Halle in Baumberg,

für das 5.PETO-Hallenfußballturnier rauszuputzen.

Wasserkästen für die Mannschaften werden

bereitgestellt und Brötchen für den kleinen

Hunger zwischendurch geschmiert.

Es dauert nicht lange und die 12 Mannschaften,

die sich für dieses Turnier angemeldet haben

treffen ein, sodass mit einer kleinen Verzögerung,

um 10:05 Uhr, der Anpfiff für das erste Spiel

erklingt.

Alle Spieler sind höchst motiviert und kämpfen

mit vollem Körpereinsatz und fußballerischen

Können, um den ersten Platz und somit um den

Pokal. Auch die PETO kämpft um jeden Ball, doch

leider ohne großen Erfolg, sodass sie nicht am

Viertelfinale mitmischen konnten. Jedoch

erkämpfen sie sich mit einem 0:1 Sieg gegen

Bayer Düsseldorf 09 den neunten Platz! Auch der

VfgL Rheinland 04 schafft es nicht, den Titel

erneut zu verteidigen und scheidet im

Viertelfinale mit dem achten Platz aus. Die

Mannschaften, die sich mit super Spielzügen ins

Halbfinale dribbeln, sind die „Rheinischen

Chlorjunkies“, die gegen die Gypsis antreten und

die „Elbachiris“, die sich mit einem 3:0, gegen die

„Derizli Hähnchenk. 09“ ins Finale schießen.

15:00 Uhr, das finale Spiel steht an. Die Elbachiris

gegen die Gypsis, die sich im Spiel gegen die

Rheinischen Chlorj. Mit einem 4:2 durchgesetzt

hatten.

Das Spiel ist hart aber fair, von der Tribüne rufen

die Fans ihren Mannschaften zu und feuern sie

an.

Doch nach 8 Minuten Spannung steht der Sieger

fest. Die Elbachiris gewinnen das Spiel mit 1:3

und somit das Turnier, welches sie mit einem

strahlenden Lächeln und dem Pokal verlassen!

Annika

Kommunales / 10


Mutzen und Berliner

Ann Katrins Partyrezept: Kult zu Karneval

Mutzen

500 g Quark, (Magerstufe)

5 Eier

8 EL Zucker

2 Pkt. Vanillinzucker

500g Mehl

1 Pkt. Backpulver

Puderzucker zum Bestreuen

evtl. Zimt

1- 1 1/2 Stangen Fett oder Kokosfett

Berliner

1 kg Weizenmehl Type 550 oder 405

ca. 450 ml Milch

120 g Butter

75 g Hefe

100 g Zucker

150 g Vollei

60 g Eigelb

10 g Salz

Quark, Eier, Vanillezucker und Zucker cremig

rühren.

Mehl und Backpulver mischen und mit den

restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig

verarbeiten.

Einen Topf mit Fett (nicht zu heiß) erhitzen.

Wenn das Fett auf Temperatur gekommen ist,

nun esslöffelweise den Teig in den Topf

(alternativ Friteuse) geben und goldbraun

ausbacken lassen. Anschließend auf einen mit

Küchenpapier ausgelegten Teller geben und mit

Puderzucker bestreuen.

Tipp: Wer mag, kann unter den Puderzucker

noch Zimt geben.

Alle Zutaten intensiv zu einem Teig kneten. Den

fertigen Teig 30 Minuten ruhen lassen. In dieser

Zeit den Teig mehrmals zusammenschlagen.

Danach den Teig in 45 – 50 g schwere Stückchen

teilen. Diese rund wirken und mit dem Verschluss

nach unten auf bemehlte Tücher setzen. Die

Teigstücke mit Tücher abdecken, um ein

verhauten zu vermeiden. Bei Dreiviertel-Gare

werden die Teigstücke mit dem Verschluss nach

oben in 180°C heißem Fett eingelegt. Das

Volumen der Gebäcke wird größer und der

typisch weiße Rand in der Gebäcktaille breiter,

wenn die Fettpfanne mit einem Deckel abgedeckt

wird. Sobald die Unterseite die gewünschte Farbe

zeigt, werden die Teigstücke gewendet.

Berliner werden meist zweimal von jeder Seite

gebacken. Nach dem Backen werden die Kräppel

in Zucker gewälzt und gefüllt.

Partyrezept / 11


Kino-Tipp: Der Ja-Sager

Von Sven Schuhen

Jim Carey ist nicht jedermanns Sache. Die einen

lieben ihn, während die anderen mit seinen

Humor gar nicht zurechtkommen. Bei mir ist das

nicht ganz so einfach fest zu machen. In Die

Maske fand ich ihn super, im Dummschwätzer nur

so naja und Ace Ventura ging auch grad so. Als

Joker in dem früheren Batman Film fand ich ihn

wieder großartig.

In "Der Ja-Sager" spielt er einen

zurückgezogenen Versager der von einem alten

Bekannten zu einem obskuren Seminar überredet

und dort einer Art spontanen Gehirnwäsche

unterzogen wird, wenn man die Szene mal etwas

übertreibt. Er beschließt bei diesem Seminar eine

Abmachung mit sich selbst zu allem und jeden

„Ja“ zu sagen. Das bleibt natürlich nicht ohne

Folgen. Von nun glaubt man, das Chaos nimmt

seinen Lauf. Ein Obdachloser telefoniert ihm sein

Handy leer und er bleibt mit seinem Auto ohne

Sprit mitten im Nirgendwo stehen und kann

natürlich niemanden anrufen.

An der Tankstelle lernt er Alice kennen die ihm

nicht mehr aus dem Kopf geht und auf die er im

weiteren Verlauf des Films noch öfter treffen

wird. Auch der Umgang mit seinem Vorgesetzten

bringt einige Lachfalten aufs Gesicht.

Viele Szenen ziehen sich leider etwas werden

aber immer wieder durch echt gute Gags

aufgefrischt und so nimmt man die oder andere

kurze langweilige Phase dann doch nicht so war.

Urkomisch ist auf jede Fälle sein Besäufnis mit

den Kumpels, bei dem er zu keiner Abstrusität

nein sagt und am Ende ziemlich angeheitert ist.

Ebenso lustig ist die aufregende Motorradfahrt im

Krankenhaushemdchen. Viele kleine Einspieler

und kurze Zwischenszenen sorgen so immer

wieder für ausgelassene Stimmung.

Insgesamt betrachtet, ist der Film auf jeden Fall

als netter Stimmungskracher für gesellige DVD

Abende zu gebrauchen. Und selbst der ein oder

andere Jim Carey Muffel wird stellenweise ins

Schmunzeln kommen.

Das Eintrittsgeld für die Kinokasse hätte man

hingegen durchaus sinnvoller anlegen können.

Als Kommödie an sich bleibt "Der Ja-Sager"

dennoch unterhaltsam und bekommt letzlich von

mir 4 von 5 Punkten.

Kinotipp / 12


Sodoku-Rätsel

Einfach

Schwer

Rätsel / 13


PETO-Die ALTERnative

Wie lebt der Sack zwischen den jungen Hüpfern?

Der Himmel ist bleu, das Gras duftet fraîche, ihr

döst frankophil in der soleil und die Damen bzw.

Herren der Schöpfung, die vorüberziehen, sehen

oh là là aus. Und alles wird sanft ummantelt von

dieser himmlischen Ruhe: Keine notorischen

Schwarzseher, die das ganze Leben auf diesem

Planeten „pessimisieren“. Keine Voll-Pfosten, die

zu allem ihre Sülze dazu geben müssen und keine

Pausenclowns, die kläglich versuchen, billige

Lacher zu erhaschen. Doch ein dräuendes

Gerumpel und Gepumpel breitet sich urplötzlich

entlang des eben noch blauen Himmels entlang.

Dunkle Wolken am Firmament! Bricht nun endlich

diese dämliche Apokalypse herein, die uns schon

so oft versprochen wurde? Nein, es ist viel

schlimmer: Die Zeiten von niveauvollen Artikeln

und Texten mit Inhalt im PETO-Blatt sind vorbei:

Nicht wenige wähnten sich in trügerischer

Sicherheit. Ihr dachtet, dass ihr dem Grauen

entkommen wärt. Mit dieser Sicht der Dinge

gewinnt ihr allerdings weder einen Blumentopf

noch einen Lotto-Jackpot. Tja, my lovely mister

singing club! Mein lieber Herr Gesangsverein: The

old Sack is back!

Nach fast einem Jahr haben mich die PETO-Zivis

wieder in meinem Seniorenstift besucht, erstmals

das Licht wieder angeschaltet und mich an die

alte Schreibmaschine gerollt. Mein Gebiss hat

man mir allerdings nicht wieder eingesetzt, damit

ich meine Fesseln nicht durchbeißen kann. Leider

streichen meine Verdauungsenzyme, die in

meinem Speichel beheimatet sind, bei dem

robusten Abschleppseil, mit dem ich auf dem

Stuhl fixiert bin, die Segel und stellen ihre Spalt-

Aktivitäten ein. Doch was soll der ganze Mumpitz?

Meine lieben PETO Freunde aus Wülfrath…ähhh

…Monheim, ich bin angehalten euch heut’ von

Folgendem zu berichten: … und zwar … ich hab’s

vergessen! Ach nein! Die oft nie gestellte Frage

lautet wie ich mich als PETO-Alterspräsident und

Partei-Methusalem wohl unter den ganzen

Jungspunden dieser JUGENDpartei zurechtfinden

möge.

Der Tag im Leben des alten Mannes der PETO

beginnt mit der neuesten Nachricht meiner

Heimleiterin Lisa, dass wieder eine

Fraktionssitzung ansteht. Da es in meiner lang

vergangenen Jugend noch keine Computer und

schon gar kein „Internetz“ gab, habe ich mich

bisher konsequent dieser Technologie

verschlossen. Folglich bekomme ich die Einladung

zur Sitzung immer per Brieftaube „zugemailt“, die

mich mit ihrem „Guruguru“ stets in Verzückung

zu versetzen weiß. Wer brauch schon diesen

neumodischen Schnickschnack? Früher ging es

doch auch ohne dergleichen!

Nachdem ich mir eine Wagenladung 4711-

Duftwasser hinter die Öhrchen geschmiert habe,

geht es denn auch ab nach draußen, wo ich mit

meinem Papamobil gen Rathaus starte. In

Reportage / 14


Monheim ausgestiegen, weht mir schon der kalte

Wind entgegen und zerzaust meine beiden Haare.

Toll, die zwei Stunden vor dem Spiegel hätte ich

mir auch sparen können: Die Frisur ist hin!

Trotz dieser persönlichen Niederlage quäle ich

mich die Stufen über den nicht vorhandenen

Treppenlift hoch. Nach einem anschließenden

kurzen Besuch im Sauerstoffzelt geht es flink

schlurfend in Richtung Sitzungsraum. Dort werde

ich mit einem lauten: „Na, wie geht’s uns denn

heute, Herr Weiffen?“ begrüßt. „Hatten Sie schon

Stuhlgang?“ Danke der Nachfrage.

Von den netten Schwestern wird mir mein Platz

zugewiesen. Dort hängen schon fröhlich drapiert

meine Stützstrümpfe, die nur darauf warten

meine drahtigen Beine aufzunehmen. Endlich

sitzend wird mir die Schnabeltasse in die Schnüss

gerammt. Ich hole für wichtige Notizen meine

Schiefertafel heraus und beginne emsig

mitzuschreiben, so dass der selbst geklöppelte

Tafellappen vergnügt im Schreibtakt mitwippt. Da

meine trüben Augen auch schon bessere Tage

gesehen haben, werden mir sämtliche zu

besprechende Vorlagen in der Schriftart „Zeiten

Neu römisch“ in Größe 50 vorgelegt. Das alle 5

Sekunden fällige Umblättern, muss ich allerdings

selbst bewerkstelligen, was bei dem 80-Gramm-

Papier auch kein Zuckerschlecken darstellt. Um

den anderen zumindest akustisch folgen zu

können, hält sich jeder Redner bzw. jede

Rednerin ein Megaphon vor die Kauleiste. Sollte

mich bei dieser anstrengenden Prozedur einmal

der Hunger übermannen, greife ich zum für

unsere Fraktionssitzungen üblichen

Knuspergebäck. Da dies jedoch erstens alte

Restbestände aus der Bundeswehrkaserne und

somit zweitens hart sind, hätten meine „Drittens“

damit eine Menge Arbeit vor sich. Daher werden

mir die Kekse stets püriert gereicht. Die anderen

Parteimitglieder haben sie zuvor gewissenhaft

und aufopferungsvoll für mich vorgekaut.

Falls ich zwischenzeitlich mal den Mund freihaben

sollte, darf ich sogar bei den Abstimmungen

mitspielen und meinen Senf dazugeben. Für den

Fall (z.B. beim Thema Rohrleitungen), dass meine

Meinung mit derjenigen meiner jungen

Kolleginnen und Kollegen nicht in einen wohligen

Einklang zu bringen ist oder ich mal wieder nicht

weiß, was ich eigentlich will, stehe ich

gramgebeugt auf und verlasse vor dem Votum

alleine geschlossen den Saal. Damit ich mich aber

nicht erkälte, holen mich die Zivis danach wieder

rein, zumal sie meinen ältesten Rat oft benötigen.

Schließlich habe ich mehr Lebenserfahrung auf

einer Arschbacke abgesessen als diese ganze

Horde von Grünschnäbeln zusammen. So rette

ich manch’ festgefahrene heiße Diskussion mit

Sätzen wie: „Früher war alles besser!“, „Das

fangen wir gar nicht erst an!“ oder „Wir hatten ja

damals nichts!“

Insgesamt werde ich von der PETO-Rasselbande

wirklich nett behandelt, obwohl einige der Aktiven

meine Urenkel sein könnten, schließlich bin ich

schon 30! Hier wird gelungene Integration

vorgelebt und die PETO mutiert zum Mehr-

Generationen-Haus. Jung und Alt leben hier

harmonisch miteinander. Zum Abschluss einer

jeden Fraktionssitzung schauen wir dann mir zu

Liebe alle zusammen das Festival der Volksmusik.

Da können wir noch alle was lernen, schließlich

will Monheim ja bald im Konzert der Großen

mitspielen…

Christian

Reportage / 15

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