Wirtschaftswoche Ausgabe vom 13.10.2014 (Vorschau)

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35 000 Tonnen

wurden jetzt in Deutschland geerntet, das ist etwa ein

Drittel der weltweiten Produktion. Der Großteil davon

wird in der bayrischen Hallertau zwischen Landshut

und Ingolstadt angebaut. In den vergangenen

Jahren gingen die Anbauflächen zurück. Doch 2014

gab es wieder einen Anstieg, für Experten eine

Trendwende. Ein Grund: die wachsende Nachfrage

nach Spezialhopfen für Craft-Bier.

Hopfen

1 Prozent der weltweiten Bierproduktion erzeugen

die kleinen, unabhängigen Brauer allein in

den USA, wo der Trend zum Craft-Bier entstanden ist.

Dabei verbrauchen sie jedoch zehn Prozent der weltweiten

Hopfenernte, da die Spezialbiere wie India

Pale Ale oft viel bitterer sind. Zudem nutzen die kleineren

Brauer besondere Hopfensorten. Das „Gewürz

des Bieres“ verleiht diesem so besondere Noten.

5 der 17 deutschen Sorten kamen in den vergangenen

zwei Jahren neu auf den Markt, darunter Polaris „mit

der Note eines Gletschereisbonbons“.

30 Euro kostet ein Kilo der Sorte Centennial.

Für normale Sorten bekommen die Hopfenbauern

im Schnitt fünf Euro. Der Anteil der Aromahopfen

macht inzwischen in Deutschland 55 Prozent aus.

„Trotzdem sind die sogenannten feinen Aromahopfen

der Ernte 2014 schon weitestgehend ausverkauft“,

sagt Thomas Raiser, Verkaufsleiter des weltgrößten

Hopfenhändlers Joh. Barth & Sohn aus Nürnberg.

oliver.voss@wiwo.de, thorsten firlus

Besondere Hopfensorten und ihre Aromen

Aurora

Menthol,

Zitrus,

Holz und

Kräuter

Cascade

Litschi,

Zitrus,

Sahne,

Kräuter und

rote Beeren

Centennial

Harz, Holz

und

rote Beeren

Citra

Grüne

Früchte,

rote Beeren,

Limette,

Mango,

florale Noten

Hallertau

Blanc

Menthol,

grüne Früchte,

fruchtigblumig,

Zitronengras

FOTO: LAIF/BERND JONKMANNS

WirtschaftsWoche 13.10.2014 Nr. 42 7

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