MEIN PASSAU

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KURZMELDUNG

DER SCHÖPFER DES MAXIMILIANSTILS WIRD WIEDERENTDECKT

Friedrich Bürklein baute auch die evangelische Stadtpfarrkirche. Eine Ausstellung vermittelt sein Wirken

passauer erlebnisbad

Fotografie Franz Hanfstaengls

Stadtbilddiskussionen

sind kein Phänomen unserer

Tage. Geht es heute etwa um

Sichtbetonbauten, entzündete

sich Mitte des 19. Jahrhunderts

die Kritik am „Kachelofenstil“.

20 Dabei hatte der

aus Mittelfranken stammende

Georg Friedrich Christian

Bürklein (1813-1872) nur

den Erlass König Maximilians

II. umgesetzt, einen eigenen

bayerischen Architekturstil

zu entwickeln. Hatte

sein Lehrer Friedrich von

Gärtner unter Ludwig I. noch

auf klassizistische Elemente

gesetzt, verstand Bürklein

seine Arbeit progressiver. Ab

den 1840er Jahren entwarf

er Stahlbauten für zahlreiche

Bahnhöfe. Das Königreich

Bayern wurde in dieser Zeit

bahntechnisch erschlossen

und die Entwürfe für den

Münchner „Centralbahnhof“

machten europaweit Furore.

Bei Bürkleins Repräsentationsbauten

– zum Beispiel

dem Maximilianeum oder

dem Ensemble der Maximiliansstraße

in München –

fallen neogotische Elemente

ins Auge, doch adaptierte er

auch Stilelemente von Industriebauten

seiner Zeit.

Indes die öffentliche Kritik

hatte Bürklein zermürbt,

die Gunst des Königs erwies

sich als wandelbar (er holte

Gottfried Semper nach

München), Bürkleins Sohn

fiel 1870 in der Schlacht von

Sedan. Das brach ihn endgültig.

Bürklein starb angeblich

in geistiger Umnachtung in

der Heilanstalt Werneck.

Zu Lebzeiten unverstanden,

entdeckt man den Architekten

jüngst wieder, letztes

Jahr zu Bürkleins 200.

Geburtstag widmete ihm

die Regierung von Oberbayern

eine Ausstellung. In der

jedoch Bürkleins einziger

Kirchenbau, die Passauer

Evangelisch-Lutherische

Stadtpfarrkirche St. Matthäus,

erbaut 1856-59, fehlte.

Bettina Caspary aus dem

Kirchenvorstand regte an,

diesen Umstand konstruktiv

zu nutzen. Einen Monat lang

wird ein Teil der Münchner

Ausstellung nun im Saal des

Evangelischen Zentrums am

Dietrich-Bonhoeffer-Platz

gezeigt, zwei der Kirche gewidmete

Schautafeln wurden

ergänzt, gleiches gilt für

das vor der Drucklegung stehende

Begleitbuch. Bei der

Vernissage am Montag, 30.

Juni wird Ausstellungskurator

Wolfgang Fruth, Baudirektor

bei der Regierung

von Oberbayern sprechen.

An den drauf folgenden

Mittwochabenden folgen ab

jeweils 18 Uhr zeithistorische,

denkmalpflegerische

und spirituelle Schlaglichter

auf den Kirchenbau. Bis

zum Abschlussgottesdienst

der Festspiele Europäische

Wochen am 27. Juli kann die

Ausstellung Montag–Donnerstag,

8.00–16.00 Uhr sowie

Freitag, 8.00–13.00 Uhr

bei freiem Eintritt besichtigt

werden. Das Begleitprogramm

ist auf der Website

der Kirchengemeinde www.

passau-sankt-matthaeus.de

abrufbar.

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