Stiftungsreport 2009 (PDF ca. 78MB) - Förde Sparkasse

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Stiftungsreport 2009 (PDF ca. 78MB) - Förde Sparkasse

s Förde

Sparkasse

StiftungsReport 2009


Inhalt

Grußwort des Vorstandes 4

Veranstaltungsbericht 6

Stifter im Porträt 8

Neuer Transportinkubator

für die Uni-Kinderklink in Kiel 10

Tätigkeitsbericht 2009 12

Individuell. Effektiv. Komfortabel:

Ihr Weg zur Stiftung. 14


Grußwort des Vorstandes

Liebe Leserinnen und Leser!

Seit Jahrhunderten lebt das Stiftungswesen

von engagierten Menschen, die einen Teil

ihres finanziellen Potenzials dauerhaft für

gemeinnützige Zwecke bereitstellen und

damit Eigentum und Vermögen nachhaltig

mit der Wahrnehmung gesellschaftlicher

Verantwortung verbinden. Weitgehend unabhängig

von externen Vorgaben können

Stifterinnen und Stifter ihr Engagement

dort entfalten, wo aus ihrer Sicht Bedarf

besteht und private Initiative notwendig

erscheint. Stiftungen sind zu einem unverzichtbaren

Teil unserer Gesellschaft

geworden.

Auch für uns gehören Stiftungen fest zur

Tradition. Mit den Stiftungen der Förde

Sparkasse engagieren wir uns seit vielen

Jahren aktiv für eine bunte Vielfalt gemeinnütziger

Zwecke in unserer Region. Damit

sind wir in der Sparkassen-Finanzgruppe in

bester Gesellschaft. Mit ein bisschen Stolz

dürfen wir behaupten, dass die Sparkassen-

Finanzgruppe die stifterisch aktivste

Unternehmensgruppe in Deutschland ist.

Beinahe jede 20. Stiftung wurde von einem

ihrer Unternehmen gegründet.

Wer stiftet, will Gutes tun – das gilt heute,

wie schon vor Hunderten von Jahren. Die

Gründung einer eigenen Stiftung war bislang

allerdings nur für wenige Bürger eine

wirkliche Option, um dauerhaft Gutes für

unsere Gesellschaft zu tun.

4

Der hohe Gründungsaufwand, die anspruchsvolle

Verwaltung und die scheinbar hohen

Vermögensanforderungen sind häufig genannte

Gründe, warum noch immer viele

Menschen den Weg scheuen, ihre gemeinnützigen

Ideen über eine Stiftung dauerhaft

umzusetzen. Dabei muss stifterisches Engagement

nicht an diesen Hürden scheitern.

Mit der Stiftergemeinschaft der Förde Sparkasse

haben wir ein „Dach“ geschaffen, das

einer offenen Zahl von stiftungswilligen

Bürgern mit den unterschiedlichsten Ideen

einen individuellen und unkomplizierten

Weg zur Stiftung ermöglicht. Durch das

gemeinsame Zusammenwirken vieler Personen

möchten wir dem Wohl der Bürger in

unserer Region dienen und viele Menschen

dazu motivieren, mit kleinen und großen

Beträgen gemeinsam Werte für die Zukunft

zu schaffen und zu bewahren.

Mit dem „StiftungsReport 2009“ bieten wir

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einen

Einblick in die Vielfalt stifterischen Engagements

in unserer Region. Ich wünsche Ihnen

eine interessante und inspirierende Lektüre

und freue mich, wenn der „StiftungsReport

2009“ Sie zum Stiften motivieren kann.

Sprechen Sie mit uns über Ihren persönlichen

Weg zur Stiftung.

Götz Bormann

Vorsitzender des Vorstandes


Veranstaltungsbericht

Der Schleswig-Holsteiner Stiftungstag 2009

Am 16. Mai 2009 fand im Finanzzentrum

der Förde Sparkasse in Kiel sowie in der

Industrie- und Handelskammer zu Kiel der

Schleswig-Holsteiner Stiftungstag 2009 statt.

Nach zwei Veranstaltungen in Lübeck gelang

es, den dritten landesweiten Stiftungstag

für die Landeshauptstadt Kiel zu gewinnen.

Eine bunte Stiftungsmesse, Interviews mit

prominenten Stifterpersönlichkeiten, Fachvorträge

und Workshops gaben den rund 1.000

Besuchern aus ganz Schleswig-Holstein einen

umfassenden Einblick in die Vielfalt des Stiftungswesens.

Rund 50 Stiftungen und Aussteller stellten die

Arbeit ihrer Stiftungen vor und zeigten Möglichkeiten

auf, sich im Rahmen einer Stiftung für

das Gemeinwohl zu engagieren. Besonderes

Interesse fand die Podiumsdiskussion mit dem

damaligen Innenminister Lothar Hay, der seinerzeit

amtierenden Kieler Oberbürgermeisterin

Angelika Volquartz, Unternehmer und Stifter

Prof. Dr. Klaus Murmann und Götz Bormann,

dem Vorstandsvorsitzenden der Förde Sparkasse.

Die Förde Sparkasse hat sich als Förderer sowohl

finanziell als auch organisatorisch aktiv an der

Ausrichtung des Schleswig-Holsteiner Stiftungstages

2009 beteiligt.

6

1. „Kieler StiftungsGespräche“ bringen

Stiftungen aus der Region zusammen

37 Vertreter aus mehr als 30 gemeinnützigen

Stiftungen der Kieler Region kamen im November

2009 für die 1. „Kieler StiftungsGespräche“

in der Förde Sparkasse in Kiel zusammen. Auf

Einladung der Stiftergemeinschaft der Förde

Sparkasse galt es, Netzwerke zu knüpfen und

über gemeinnützige Stiftungsarbeit in der

Region ins Gespräch zu kommen.

Als erste Veranstaltung dieser Art in Kiel wurden

die 1. „Kieler StiftungsGespräche“ würdig eröffnet

durch den Kieler Oberbürgermeister Torsten

Albig, der selbst in zahlreichen Stiftungsgremien

aktiv ist. Danach sprach Renate Menken, Vorstandsvorsitzende

der Possehl-Stiftung aus

Lübeck, über ihr Wirken in einer der größten

Stiftungen unseres Landes und schlug mit ihrem

Vortrag eine Brücke zwischen der historisch

gewachsenen Stiftungsvielfalt in der Hansestadt

und dem ausbaufähigen Potenzial in der Landeshauptstadt.

Schwerpunkt der Veranstaltung aber war die

anschließende Vorstellungsrunde, die von den

Gästen gern dazu genutzt wurde, die von ihnen

vertretene Stiftung und insbesondere deren

gemeinnützige Arbeit in der Region vorzustellen.

Die Vielfalt der Schwerpunkte, die Erfahrungsberichte

und die Hintergründe der einzelnen

Stiftungen stießen durchweg auf großes Interesse

bei den Zuhörern.


Große Einigkeit herrschte in der Ansicht, dass

ehrenamtliches und besonders auch finanzielles

Engagement für die Arbeit der regionalen Stiftungen

zunehmend wichtiger werde. Hier gelte

es, mehr Bürgerinnen und Bürger zu begeistern,

sich im Rahmen einer Stiftung nachhaltig für

einen guten Zweck einzusetzen.

“Wir haben die ‘Kieler StiftungsGespräche’

ins Leben gerufen, weil wir von der besonderen

Bedeutung regionaler Netzwerke für gute Stiftungsarbeit

überzeugt sind“, so Götz Bormann,

Vorstandsvorsitzender der Förde Sparkasse

und in dieser Funktion auch Vorstand der Stiftergemeinschaft

der Förde Sparkasse. Dies helfe

den Stiftungen bei der klaren Profilierung in der

regionalen Stiftungslandschaft und erleichtere

es ihnen, die eigenen Mittel optimal einzusetzen,

mögliche Gemeinsamkeiten zu nutzen und ungewollte

Überschneidungen zu vermeiden.

Auf positive Resonanz stieß die erklärte Bereitschaft

der Förde Sparkasse, zukünftig regelmäßig

derartige „StiftungsGespräche“ auszurichten,

um somit einem unmittelbaren Informations-,

Gedanken- und Erfahrungsaustausch zu gemeinnütziger

Stiftungsarbeit in der Region eine

geeignete Plattform zu bieten.

Fotos: Stefan Mannes


Stifter im Porträt

Konstantin Rohde, Stiftungsbetreuer in der

Förde Sparkasse, traf sich zum Gespräch mit

Gerhard Jaron, Stifter und Vorsitzender des

Stiftungsrats der Irmgard-Jaron-Stiftung.

Herr Jaron, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit

genommen haben, um mit uns über Ihre Stiftung

zu sprechen. Sie geben damit anderen

Menschen in unserer Region einen wertvollen

Einblick, wie der individuelle Weg zur Stiftung

konkret gestaltet werden kann.

Als Erstes möchten wir gern von Ihnen wissen,

was Sie und Ihre Frau Irmgard überhaupt

dazu bewegt hat, sich stifterisch zu engagieren?

Seit vielen Jahren haben wir gemeinnütziges

Engagement unterstützt, indem wir regelmäßig

Geld für entsprechende Einrichtungen und Projekte

gespendet haben. Die Idee, eine eigene Stiftung

zu gründen, kam uns in den Sinn, weil wir

unser Erspartes auch langfristig gern für gute

Zwecke einsetzen wollten. Wir wussten, dass

eine Stiftung hierfür ideal geeignet ist.

Mit der Irmgard-Jaron-Stiftung fördern Sie

das Internationale Katholische Missionswerk

und das Deutsche Rote Kreuz. Welche Gedanken

haben Sie zur Wahl dieses Stiftungszwecks

bewogen?

Unsere Stiftung soll nachhaltig einer kirchlichen

und einer weltlichen Einrichtung zugute kommen.

Zudem sollen soziale Aufgaben im internationalen

und im lokalen Bereich gefördert

werden.

8

Die Irmgard-Jaron-Stiftung ist eine nichtrechtsfähige

Treuhandstiftung unter dem Dach der Stiftergemeinschaft

der Förde Sparkasse und wurde von den Eheleuten Gerhard

und Irmgard Jaron 2008 zu Lebzeiten gegründet.

Stiftungszweck ist die Förderung der Schwesternausbildung

in den zurzeit noch weniger entwickelten Gegenden der Welt

und die Unterstützung der Altenpflege in unserer Region.

Am 2. April 2008 wurde die Irmgard-Jaron-Stiftung vom

Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

Nach unserer Überzeugung ist es wichtig, in den

zurzeit noch weniger entwickelten Gegenden der

Welt für Bildung und Gesundheit einzustehen.

Das Internationale Katholische Missionswerk

ermöglicht die Ausbildung einheimischer

Schwestern, die sich in Krankenhäusern und

Schulen, in Flüchtlingslagern und in Waisenhäusern

um die Menschen ihres Kulturkreises

kümmern.

Auf lokaler Ebene unterstützt unsere Stiftung die

Altenpflege des Deutschen Roten Kreuzes. Hier

liegt uns die Pflege und Betreuung älterer Mitbürger

am Herzen. Meine Frau und ich konnten

selbst erfahren, wie hilfreich und wertvoll diese

Unterstützung zum Beispiel durch den DRK-Pflegedienst

oder durch das „Essen auf Rädern“ ist.

Die Irmgard-Jaron-Stiftung ist eine nichtrechtsfähige

Treuhandstiftung unter dem

Dach der Stiftergemeinschaft der Förde Sparkasse.

Was war für Sie ausschlaggebend,

diesen Umsetzungsweg für Ihre Stiftungsidee

zu wählen?

Tatsächlich hatten unsere ersten Überlegungen

die Gründung einer rechtsfähigen Stiftung zum

Ziel. Allerdings nicht aus Überzeugung, sondern

schlicht, weil wir keine geeignete Alternative

sahen. Die Rechtsfähigkeit als solches war für uns

ohne Belang. Uns ging es nur darum, unsere Stiftungsidee

nachhaltig umzusetzen. Die Stiftergemeinschaft

und das Modell der Treuhandstiftung

lernten wir im Gespräch mit dem Stiftungsbetreuer

der Förde Sparkasse kennen. Diese

Alternative wies deutliche Vorteile für uns auf:

Der Gang zum Innenministerium blieb uns beispielsweise

erspart, weil eine Treuhandstiftung

keiner staatlichen Anerkennung bedarf.


Zudem erhielten wir weitreichende Unterstützung

von der Gestaltung der Satzung bis hin zur

späteren Anerkennung beim Finanzamt. Besonders

bedeutend für uns war es aber, dass die

Stiftergemeinschaft langfristig die komplette Verwaltung

unserer Stiftung übernimmt. Dadurch

ist sichergestellt, dass die Erträge des Stiftungsvermögens

auch wirklich für die Erfüllung des

Stiftungszwecks und nicht für eine kostspielige

Verwaltung einer selbstständigen Stiftung

verwendet werden.

Herr Jaron, Ihre Stiftung hat die eigentliche

Stiftungsarbeit aufgenommen und konnte

jüngst die zweite Ausschüttung an die von

Ihnen bestimmten Einrichtungen vornehmen.

Wie sehen Ihre weiteren Planungen aus?

Es ist ein gutes Gefühl, die tatsächliche Arbeit der

eigenen Stiftung mitzuerleben. Zudem kann ich

als Vorsitzender des Stiftungsrats die Stiftungsarbeit

aktiv begleiten und mitgestalten. Die restlichen

mir verbleibenden Ersparnisse sollen jetzt

aber erst noch der Bestreitung meines weiteren

Lebensabends und der eventuell notwendigen

Pflege dienen. Was dann noch übrig bleibt, wird

mein Nachlassverwalter zu gegebener Zeit in die

Stiftung einbringen.

Herr Jaron, wir danken Ihnen für das

Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrer

Stiftung weiterhin viel Erfolg und

Wohlergehen.

Foto: missio


Neuer Transportinkubator

für die Uni-Kinderklinik in Kiel

10.000 € für den Förderverein K.its e.V. von

der Stiftergemeinschaft der Förde Sparkasse.

Vor 15 Jahren hat sich der Förderverein K.its e.V.

die Verbesserung der Patientenversorgung in

der Kinderklinik des Universitätsklinikums

Schleswig-Holstein zum Ziel gesetzt. Besonders

in Zeiten knapper öffentlicher Kassen und zunehmender

Einsparungsbestrebungen im

Gesundheitswesen ist der Förderverein für die

Kinderklinik und deren kleine Patienten zu

einem unverzichtbaren und hoch geschätzten

Unterstützer geworden. Zahlreiche wichtige

Anschaffungen, von kleineren Gegenständen

wie spezieller Kleidung für Frühgeborene, bis

hin zu modernen medizinischen Apparaten wie

Beatmungsgeräten, konnten seitdem durch die

Spendenaktionen des Fördervereins ermöglicht

werden.

Das aktuelle Spendenziel ist das bisher größte

in der Anschaffungssumme: Für einen sanften

und schonenden Transport frühgeborener und

schwer kranker neugeborener Kinder wird dringend

ein neuer Transportinkubator benötigt,

der ein fast 30 Jahre altes Gerät ersetzen soll.

10

Pünktlich zum Vereinsjubiläum im Juni 2009

erhielt der Förderverein K.its e.V. die gute Nachricht:

Der Förderantrag an die Stiftungen der Förde

Sparkasse hatte Erfolg. Die Stiftergemeinschaft

der Förde Sparkasse bestätigte eine Spende über

10.000 € zur Anschaffung eines neuen Transportinkubators

für die Früh- und Neugeborenen

Intensivstation der Kinderklinik in Kiel.

„Eine echte Herausforderung“, betont Anja

Bünte, Vorsitzende des Vereins und selbst Kinderkrankenschwester

auf der Kinderintensivstation.

„Damit ein neues Gerät auch langfristig möglichst

nützlich ist, muss es auch für einen Transport

unserer Kleinsten mit dem Hubschrauber

geeignet sein. Nur so ist ein schneller, sicherer

und schonender Transport auch aus entfernten

kleineren Kliniken und abgelegenen Gegenden,

z. B. von den Inseln und Halligen, gewährleistet.

Ein solches Gerät schlägt aber mit 60.000 € Anschaffungskosten

zu Buche. Diese stattliche

Summe zusammenzubekommen, wird uns noch

eine ganze Weile intensiv beschäftigen.“

Ein vielversprechender Auftakt für dieses große

Vorhaben ist mit der Anschubspende der Stiftergemeinschaft

bereits gelungen. Zahlreiche

Spender haben sich dem Beispiel der Stiftergemeinschaft

angeschlossen und haben kleinere

und größere Beträge gespendet. So sind bis heute

innerhalb nur eines Jahres stolze 38.000 € zusammengekommen.

Ein guter Zwischenstand

und Ansporn, die fehlenden 22.000 € noch im

laufenden Jahr 2010 zu erreichen. „Wir haben

große Ziele und sind fest entschlossen, diese zu

erreichen“, erklärt Anja Bünte. „Allerdings sind

wir auch weiterhin dringend auf Unterstützung

durch großzügige Spenden angewiesen.“

Nähere Infos zur Arbeit des Vereins, zu bisherigen

Aktionen, Mitgliederanträge und Kontaktmöglichkeiten

finden Sie im Internet unter

www.foerderverein-kits.de.


Sie möchten den Förderverein K.its e.V. und

die Anschaffung des Transportinkubators

mit Ihrer Spende unterstützen?

Empfänger: Förderverein

K.its e. V.

Spendenkonto: 1400082580,

BLZ 21050170

(Förde Sparkasse)

Verwendungszweck: Spende

Möchten Sie sich langfristig engagieren?

Sprechen Sie mit uns über die Errichtung

Ihres individuellen Stiftungsfonds in der

Stiftergemeinschaft der Förde Sparkasse.


Tätigkeitsbericht 2009

Stiftungen gehören fest zur Tradition der Förde

Sparkasse: Seit vielen Jahren unterstützen die

sechs Stiftungen der Förde Sparkasse aktiv

gemeinnütziges Engagement in unserer Region.

Kindergärten, Museen oder soziale Einrichtungen

sind nur ein kleiner Ausschnitt aus einer Vielzahl

von Einrichtungen und Projekten, die durch Stiftungsausschüttungen

Jahr für Jahr gefördert

werden.

Wenn auch untrennbar mit der Förde Sparkasse

und ihrem öffentlichen Auftrag verbunden, sind

die Stiftungen der Förde Sparkasse doch rechtlich

selbstständige juristische Personen. Sie unterstehen

der staatlichen Stiftungsaufsicht durch

das Innenministerium des Landes Schleswig-

Holstein und sind den Finanzbehörden regelmäßig

zum Nachweis ihrer Gemeinnützigkeit

verpflichtet.

Im Jahr 2009 haben die Stiftungen der Förde

Sparkasse Fördermittel in Höhe von insgesamt

243.748,- EUR (2008: 234.665,- EUR) für 87

gemeinnützige und mildtätige Einzelprojekte

und –initiativen vergeben. Der gesetzlich vorgeschriebene

Erhalt des Stiftungsvermögens war

zu jeder Zeit vollumfänglich gewährleistet. Die

Stiftungen der Förde Sparkasse haben sich somit

auch im gesamtwirtschaftlich schwierigen Jahr

2009 als nachhaltig stabiler und verlässlicher

Partner gemeinnützigen Engagements in

unserer Region bewährt.

12

Auch über die satzungsmäßige Ausschüttung

ihrer Erträge hinaus wirken die Stiftungen der

Förde Sparkasse für das Gemeinwohl in unserer

Region. So unterstützen sie mit einer eigenen

Kindertageseinrichtung seit 1967 eine umfassende

Betreuung von Kindern in Kiel-Dietrichsdorf.

Um zudem möglichst viele Menschen zu

motivieren, selbst stifterisch aktiv zu werden,

ermöglicht die „Stiftergemeinschaft der Förde

Sparkasse“ als Dachstiftung die Umsetzung der

unterschiedlichsten gemeinnützigen Stiftungsziele

und –ideen. In dieser Funktion sichert sie

als Trägerin nachhaltig die Zweckerfüllung

zweier unselbstständiger Treuhandstiftungen,

der „Prof. Dr. Behnke-Stiftung“ sowie der

„Irmgard-Jaron-Stiftung“.

Die Stiftergemeinschaft ebnet durch die Aufnahme

und Verwaltung von Zustiftungen und

Stiftungsfonds* außerdem praktisch jedem

einen schnellen und unkomplizierten Weg zur

Stiftung, egal ob mit großen oder mit kleinen

Beträgen.

* Infos zu den Möglichkeiten, mit Stiftungsfonds nachhaltig

Werte zu schaffen, finden Sie auf Seite 14.


Fördermittelvergabe der Stiftungen der Förde Sparkasse 2009

Gesamt: 243.748 €

Gesundheit 11 %

27.945 €

Wissenschaft, Forschung,

Erziehung und Bildung 7 %

18.000 €

Sport 19 %

45.565 €

Mildtätige und

Soziale Zwecke 18 %

42.918 €

Jugend- und Altenhilfe 26 %

63.115 €

Kunst und Kultur 19 %

46.205 €


Individuell. Effektiv. Komfortabel:

Ihr Weg zur Stiftung.

Mit Zustiftung und Stiftungsfonds nachhaltig

Werte schaffen.

Es ist ein Dienstagmorgen im späten November.

Es ist kalt geworden und die ersten Sonnenstrahlen

kündigen einen schönen Tag an. Wie jeden Morgen

geht Herr Schmidt noch vor dem Frühstück eine

Runde mit dem Hund spazieren. Sein täglicher Weg

führt an einer denkmalgeschützten Windmühle und

am örtlichen Kindergarten vorbei, der schon jetzt

erfüllt ist mit dem bunten Treiben spielender Kinder.

Seit Herr Schmidt in Pension ist, genießt er diesen

Weg ganz besonders. Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit

spendet er daher, damit die Mühle instand

gehalten werden kann und der Kindergarten

neues Spielzeug kaufen kann.

Am liebsten wäre es ihm, wenn diese Zuwendungen

auch nach seinem Ableben noch regelmäßig erfolgen

könnten. Eine Stiftung wäre hierfür ideal geeignet,

hat er jüngst in einer Zeitschrift gelesen. Doch ist

nicht eine Unmenge an Arbeit mit der Errichtung

einer eigenen Stiftung verbunden? Und wer soll die

Stiftung später verwalten? Und überhaupt: So viel

Geld hat er nun auch wieder nicht übrig.

Wie Herr Schmidt beschäftigen sich immer

mehr Menschen mit der Idee, gemeinnütziges

Engagement auch über das eigene Leben hinaus

finanziell zu unterstützen. Fragen wie diese sind

häufig der Grund, dass noch immer viele Menschen

den Weg scheuen, ihre Stiftungsidee

dauerhaft umzusetzen. Dabei muss es gar nicht

zwingend eine eigene Stiftung sein. Entscheidend

ist, wie die eigenen Ideen effektiv und

nachhaltig umgesetzt werden können. So kann

oftmals eine Zustiftung in eine bereits bestehende

Stiftung eine durchaus attraktive Alternative

zur eigenen Stiftung sein.

14

Die Zustiftung

Zustiftungen werden auch als Vermögensstockspenden

bezeichnet und dienen einer dauerhaften

Erhöhung des zu erhaltenden Kapitals einer bestehenden

Stiftung. Diese verwendet die Erträge

aufgenommener Zustiftungen im Rahmen ihrer

Satzung grundsätzlich für ihre eigenen Projekte

und Fördertätigkeiten. Sofern ein Stifter einen

Zweck vor Augen hat, den eine andere Stiftung

bereits erfolgreich abdeckt, bietet es sich an, mit

der Stiftung in Kontakt zu treten und sich dieser

mit einer Zustiftung anzuschließen. Dies ist nicht

komplizierter als eine gewöhnliche Spende und

häufig bereits der zielführende Weg zur Stiftung.

Der Stiftungsfonds

Naturgemäß ist aber nicht jeder bereit, seine

Zuwendung einer Stiftung uneingeschränkt zu

überlassen. Viele möchten den eigenen Namen

oder den des Ehepartners erhalten oder haben

wie Herr Schmidt die Realisierung ganz bestimmter

Zwecke vor Augen. Für diese Stifter besteht

daher die Möglichkeit zur Errichtung eines Stiftungsfonds.

Ein Stiftungsfonds ist eine Zustiftung

unter Auflage, bei der die aufnehmende Stiftung

sich dazu bereit erklärt, diese dauerhaft im

Namen des Zustifters (oder unter einer anderen

Bezeichnung) zu führen und ihre Erträge für

konkret bestimmte Zwecke zu verwenden. Doch

nichtjedeStiftungwilloderkannZustiftungen

als Stiftungsfonds annehmen bzw. führen. Hier

gilt es, eine geeignete Trägerstiftung zu finden.

Dachstiftungen wie die Stiftergemeinschaft der

Förde Sparkasse haben allerdings eine besonders

breite Zweckpalette und sind bereits auf die

Aufnahme und Verwaltung von Stiftungsfonds

vielfältiger Art ausgerichtet.


Fazit

Für Stifter, die den Gründungs- und Verwaltungsaufwand

für eine eigene Stiftung scheuen, kann

eine Zustiftung eine attraktive Alternative sein.

Soll zudem der eigene Name bewahrt werden

und ein eigens bestimmter Zweck verwirklicht

werden, besteht die Möglichkeit, einen eigenen

Stiftungsfonds in einer Dachstiftung wie der

Stiftergemeinschaft der Förde Sparkasse zu

errichten.

Wie immer sich Stifter auch entscheiden: Beide

Stiftungsformen ermöglichen interessierten

Menschen eine unkomplizierte und überaus

komfortable Umsetzung individueller Stiftungsideen.

Konstantin Rohde ist

geprüfter Stiftungsspezialist

in der Förde Sparkasse

und Ansprechpartner

für stiftungsinteressierte

Privatpersonen und

Institutionen.

Wussten Sie schon?

Hinsichtlich der steuerlichen Abzugsmöglichkeiten

sind Zustiftungen und Stiftungsfonds der

Errichtung einer eigenen gemeinnützigen Stiftung

gleichgestellt. Je Ehegatte können demnach

bis zu 1 Mio € über einen Zeitraum von insgesamt

zehn Jahren abgesetzt werden.


Förde Sparkasse

Stiftungsmanagement

Lorentzendamm 28-30

24103 Kiel

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