Tierwelten - Umweltbildung in der Offenen Ganztagsschule

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Tierwelten - Umweltbildung in der Offenen Ganztagsschule

UMWELT-

KINDER

-TAG

13. Juni 2002 13. Juni 2002

Tierwelten


Pamela Großer und Dennis Wilms

vom Tigerentenclub wollen den

Umwelt-Kinder-Tag in diesem Jahr

unterstützen und haben die Schirmherrschaft

übernommen.

“Tiere sind der Motor der Natur. Sie brauchen

uns nicht, aber wir sie!

Jedes Tier, das durch uns leidet, bringt unser

eigenes Leben in Gefahr.”

Inhalt

Liebe Kinder!

“Eklige” Tiere?

Die Geschichte vom Pudel Paul

Unter uns - Tiere in der Stadt

Muh, Grunz und Kikeriki - Tiere auf dem Bauernhof

Was kreucht und fleucht - Tiere in Wald und Wiese

Leben anderswo - fremde Tiere

Tierschutz

Und noch mehr Tipps

Wichtige Tipps für eure Aktionen

Liebe Erwachsene!

Feedbackbogen

Tipps zum Weiterlesen - die Literaturliste

Impressum

Die Adressen der BUNDjugend-Landesverbände

Seite

3

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10-13

14-18

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39

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Liebe Kinder,

Toll, dass ihr am 13. Juni beim großen Umwelt-Kinder-Tag 2002

dabei seid!

Dieses Mal habt ihr die Gelegenheit, kleinen und großen,

auffälligen und unscheinbaren Tieren auf die Spur zu kommen.

Dazu gibt es auf den folgenden Seiten jede Menge spannender

Dinge zu erfahren.

Diese Aktionsmappe enthält

nämlich haufenweise Infos, Tricks

und Tipps. Damit könnt Ihr eure

eigene Aktion zum Umwelt-

Kinder-Tag auf die Beine stellen

und so allen zeigen, dass euch

Tiere nicht schnuppe sind.

Also, auf geht’s und viel Spaß bei eurer Aktion!

euer Umwelt-Kinder-Tag-Team

der BUNDjugend

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Eklige” Tiere?


Sicher kennt ihr viele Tiere, die kuschlig

und niedlich sind. Die möchte man am

liebsten sofort streicheln. Dann gibt es

aber auch noch ganz andere Tiere: Die

haben nicht nur zwei Augen, mehr als

vier Füße und sehen überhaupt ganz

komisch aus. Manche sieht man sogar

überhaupt nicht, denn sie sind ganz

winzig oder sie können sich prima tarnen, dass sie nicht auffallen.

Da gibt es Spinnen, Käfer, Würmer,

Bienen, Fliegen, also viele Insekten und

andere Krabbeltiere – von denen sagen

die meisten Erwachsenen „die sind

eklig“. Ihr wisst aber sicher, dass solche

Tierchen spannend sind und ein ganz aufregendes Leben

haben. Nehmt euch einmal Zeit, sie zu beobachten. Ihr

werdet sehen, dass sie gar nicht eklig

sind. Sie haben auch einen ganzen

Haufen wichtiger Aufgaben zu

erfüllen: Die Ohrwürmer fressen zum

Beispiel Blattläuse auf und helfen so

den Pflanzen. Sie müssen aber auch

aufpassen, dass sie selbst nicht gefressen

werden, denn für einen Vogel ist so ein Ohrwurm ein

leckerer Happen.

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Da seht ihr, dass jedes dieser Krabbeltiere genauso wichtig ist wie ein

Vogel oder ein Fuchs.

Deshalb sollten wir auch mehr auf diese kleinen Tierchen achten und sie

nicht von überall vertreiben.

Die Spinne Anette Die Spinne Anette

Viele Menschen versprühen nämlich

giftige Stoffe, um die Pflanzen in ihrem

Garten vor solchen Tieren zu

schützen. So bringen sie aber auch

die Krabbeltiere um, die sonst

andere, noch kleinere Tierchen, so

gennannte “Schädlinge”

auffressen.

Und die können sich nun

ungestört über den guten Salat

hermachen, weil ihnen das Gift

nichts ausmacht. Auch für uns

Menschen sind solche Stoffe sehr

schädlich.

Viele Menschen finden Spinnen eklig. Das stört auch die Spinne Anette, obwohl

sie nicht einmal einen Grund dafür weiß.

Immer wenn sie sich ein Netz spinnt, denkt sie: „Schaut her, wie schön ich spinnen

kann und wie wunderschön die Tautropfen auf dem Netz glitzern.“ Doch die

Menschen machen ihre Spinnenweben immer wieder kaputt und vertreiben so die

arme Anette.

Deshalb macht sie sich eines Tages auf, um zu schauen, wie andere Tiere leben. Ob

die Menschen die auch eklig finden?

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Tipps, Tipps, Tipps!

Tipps, Tipps, Tipps!

Wenn du dir einmal Zeit nimmst, diese kleinen Krabbeltiere zu beobachten,

dann wirst du eine Menge spannender Dinge entdecken. Dazu musst du nicht

unbedingt einen Wald vor der Haustür haben. Such dir ein Plätzchen und leg

dich auf die Lauer – schon findest du dich wieder in der Welt der ganz

kleinen Tiere.

Krabbeltier-Ausstellung

Beim Beobachten kannst du eine Menge

spannender Infos sammeln. Mach doch

eine Ausstellung darüber, dann können

deine Freunde und die Erwachsenen

staunen, was diese kleinen Tierchen alles

können.

Ohrwurm-Wohnung

Auch die Insekten brauchen ein

Zuhause: Auf dem Schulhof, im

Garten oder im Park könnt ihr

Schlafplätze für diese Tiere bauen.

Das können Reisig- oder

Laubhaufen sein, die ihr an einer

ruhigen Ecke liegen lasst. Oder

ihr füllt Holzwolle in einen

Blumentopf, befestigt sie mit

Draht am Topf und hängt ihn

umgedreht in Bäume und

Sträucher. In diese „Häuser“

ziehen dann Ohrwürmer ein, die

sehr nützlich sind. Sie schützen die

Pflanzen, denn sie fressen

Blattläuse. Solche „Ohrwurm-

Häuser“ könnt ihr auch an Passanten

verteilen und ihnen erklären, warum

wir Insekten schützen sollten.

Theater machen! Theater machen!

Schreibt doch ein Theaterstück über

die Tiere und zeigt deren Leben einem

staunenden Publikum.

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Die Die Geschichte vom Pudel

Paul

Hallo, ich bin Paul, der Pudel!

Ihr glaubt nicht, was mir neulich passiert ist:

Marie, mein Frauchen, ging mit mir und meiner besten Freundin Bella

Bernhardiner spazieren. Wenn wir am Waldrand angekommen sind, dürfen

wir immer ohne Leine laufen. Ich habe gehört, dass es Hunde geben soll,

die nie ohne Leine laufen dürfen. Wie schrecklich!

Marie ging mit uns diesmal einen anderen Weg als sonst – der ist in der

Hundeszene als Schleichweg bekannt. Als wir 100 Tapse gelaufen waren,

hörten wir aus der Ferne schreckliches Gejaule. Bella und ich hatten den

gleichen Gedanken. „Looos!“

Plötzlich standen wir vor einem Zaun. Den gingen wir entlang und fanden ein

Loch. Da ich der Mutigste von uns beiden bin, musste Bella zuerst durchkriechen.

Wir konnten unseren Augen nicht

trauen. Überall sahen wir Hunde

und Katzen in großen Käfigen.

Eine Katze erzählte mir, dass ihr

geliebtes Herrchen sie weggegeben

hätte, weil die neue

Wohnung zu klein gewesen sei.

Sowieso wäre sie den ganzen Tag

allein in der Wohnung gewesen und

durfte nicht mal in den Garten.

Ich konnte es nicht glauben.

Ich dachte, jeder hätte solch ein tolles Frauchen wie ich.

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„Ah Marie! Die wird sich bestimmt schon Sorgen machen.“

„Ah Marie! Die wird sich bestimmt schon Sorgen machen.“

Ich nahm Bella am Ohr, um mit ihr zum Ausgang zu gehen, als wir beide etwas

zischen hörten.

Wir drehten uns langsam zur der Tür, wo das Geräusch herkam.

Da ich ja sonst immer der Mutige war, sollte Bella jetzt mal vorgehen. Ich schob

sie vor mir her, als wir beide rechts und links von uns riesige Terrarien mit

Meerschweinchen und Schlangen sahen. Sie unterhielten sich angeregt. Bella

und ich lauschten ihnen.

“Ich komme ursprünglich aus Australien.”,

“Ich komme ursprünglich aus Australien.”,

sagte die Schlange. „Erst haben sie mich gefangen genommen

und in einen Käfig gesteckt und später in ein Terrarium. Als ich

mich dann mal getraut habe, über den Rand zu kriechen, wurde

ich sofort hierher gebracht.“

Ein lauter Seufzer ging durch den Raum.

“Ich weiß, dass meine Vorfahren aus Südamerika kommen.”,

“Ich weiß, dass meine Vorfahren aus Südamerika kommen.”,

piepste das Meerschweinchen.“Wir leben in großen Gruppen

und brauchen viel Bewegung. Mich aber haben sie allein in

einen viel zu engen Käfig gesteckt und nie heraus gelassen.

Erst war ich das schönste Geschenk zu Weihnachten

und jetzt bin ich hier im Tierheim.“ Ein noch

lauterer Seufzer ging durch den Raum.

Da hatten Bella und ich eine Idee.

Da hatten Bella und ich eine Idee.

Wir verabschiedeten uns von den Tieren und liefen zurück zu Marie.

Wir hörten schon ihre Rufe. Als wir bei ihr ankamen, war sie erst super sauer,

doch nachdem wir sie abgeschleckt hatten, nahm sie uns wieder freudig in die

Arme.

Wir stubsten sie mit unseren Nasen in Richtung Tierheim. Wir wussten, wenn sie

die Tiere erst mal gesehen hätte, würde sie nicht mehr nein sagen können. Wir

zeigten ihr mit Bellen, wen sie dort herausholen solle, denn schließlich konnten wir

nicht alle mitnehmen. Heute sind wir fünf Tiere und vier Menschen in einem großen

Haus.

8

ENDE


Tipps, Tipps, Tipps!

Tipps, Tipps, Tipps!

Haustier - Hitliste

Haustier - Hitliste

Fragt doch mal eure

Freunde, ob sie Haustiere

haben. Wer hat welches

Tier und wie sollten

sie gehalten werden?

Wie sehen zum

Beispiel die

Vorfahren von Dackel

Waldi aus? Ihr könnt

euren Mitschülern etwas

über ihr Haustier erzählen

und ihnen Tipps geben, wie

man mit diesen Tieren umgeht.

Vielleicht könnt ihr eine „Hitliste”

der beliebtesten Haustiere eurer Schule

aufstellen.

Die Katze im Aquarium...?

Die Katze im Aquarium...?

Habt ihr vielleicht eine Zoohandlung in eurer Nähe oder ein Geschäft, in dem

Tiere verkauft werden? Schaut doch mal, was es da für Tiere gibt! Kennt ihr alle

Tiere, die sich dort befinden und wisst ihr, wo sie herkommen? Wenn nicht, dann

fragt doch den Verkäufer. Wissen eigentlich die Käuferinnen, wo ihre

Schützlinge herkommen und vor allem, wie man sie artgerecht hält?

Startet Interviews mit Verkäuferinnen und Käufern. Sicher habt ihr für alle

spannende Informationen...

Helft dem Tierheim!

Helft dem Tierheim!

Wenn ihr schon einmal in einem Tierheim wart,

dann wisst ihr sicher, dass sich dort auch jemand um

die Tiere kümmern muss. Die Leute, die dort arbeiten,

haben oft gerade genug Zeit, die Tiere zu füttern.

Deshalb freuen sie sich sicher, wenn ihr ihnen helft! Ihr

könnt zum Beispiel Hunde ausführen oder mit den

Tieren spielen. Wichtig ist vor allem, dass ihr

regelmäßig dort hingeht!

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Unter uns - Tiere in der Stadt

Unter uns - Tiere in der Stadt

Wenn ihr in der Stadt wohnt und aus dem Fenster guckt, dann seht ihr

wahrscheinlich zuerst Häuser, Autos und Menschen. Vielleicht auch den

Nachbarn, der mit seinem Pudel spazieren geht. Aber sonst auf den ersten Blick

kein Tier. Oder doch?

Es gibt nämlich viele wilde Tiere in der Stadt – ihr musst sie nur finden.

„Wild“ heißen sie übrigens nicht, weil sie so gefährlich sind, sondern weil

sie sich selbst um ihr Futter und ihre Schlafplätze kümmern müssen –

anders als der Pudel des Nachbarn.

Deshalb: Augen auf in der Stadt! Ihr könnt eine Menge tun, damit die

Stadttiere sich wohl fühlen!

Viele Stadttiere leben dort, wo es Pflanzen gibt: Das kann der Stadtpark sein, aber

auch ein Garten, ein Hinterhof, oder ein einzelner Baum an der Straße. Am besten

gefällt es ihnen da, wo sie wenig von den Menschen gestört werden – zum Beispiel

auf einem verwilderten Grundstück, um das sich niemand kümmert.

Die ganz Kleinen: Käfer&Co.

Die ganz Kleinen: Käfer&Co.

Auch wenn sie winzig sind: Alle, die summen, kriechen oder

krabbeln können, sind sehr wichtig. Käfer zerkleinern altes Laub

und helfen so, dass sich neue Erde bildet. Bienen bestäuben die

Blumen und Bäume, so dass sich die Früchte (zum Beispiel

Kastanien) bilden können. Regenwürmer lockern die Erde

auf, und das Wasser kann besser ablaufen. Manche

von ihnen, wie Mücken, Fliegen oder

Ameisen, können uns manchmal ganz

schön nerven.

Trotzdem sind auch sie

wichtig, denn ohne

sie würden viele

andere Tiere,

wie Vögel

oder

Fledermäuse,

nicht satt.

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Guck mal nach oben: Stadt-Vögel

Guck mal nach oben: Stadt-Vögel

In der Stadt flattern ganz schön viele verschiedene Vögel herum. Dazu gehören

natürlich die Spatzen, die manchmal ganz nah an Menschen herankommen – vor

allem, wenn der Mensch gerade ein Brot isst und dabei köstliche Krümel auf den

Boden fallen.

Aber auch Meisen, Rotkehlchen, Amseln und viele andere Singvögel könnt ihr sehen,

wenn ihr genau hinguckt. Und weil sie eben Singvögel sind, heißt es hier: Nicht nur

Augen auf, sondern auch Ohren! Wenn ihr deren Zwitschern hört, könnt ihr leicht

herausfinden, woher es kommt. Und dann vielleicht mit einem Bestimmungsbuch

(gibts in jeder Bücherei zum Ausleihen) herausfinden, wer da singt!

Auf vier Beinen durch die Stadt

Auf vier Beinen durch die Stadt

Mit etwas Glück könnt ihr im Park oder auf

einem Friedhof Kaninchen, Eichhörnchen oder

Mäuse beobachten. Andere Stadttiere verstecken

sich so gut, dass man sie nur ganz selten sieht:

Füchse und Marder sind meistens nachts

unterwegs und verstecken sich sofort, wenn ein

Mensch in ihre Nähe kommt. Und in manchen

Städten gibt es sogar Wildschweine, die

manchmal in Mülltonnen nach leckeren Abfällen

suchen.

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Und hier kommt... die Fledermaus

Und hier kommt... die Fledermaus

Fledermäuse haben nichts mit Mäusen zu tun – und auch nicht mit Vögeln,

obwohl sie prima fliegen können. In Deutschland sind sie leider ziemlich selten

geworden, weil sie immer weniger Schlafplätze finden. Sie lieben dunkle Ecken

und Winkel, zum Beispiel zwischen Hauswand und Dach, oder in hohlen

Bäumen, oder in Holzstapeln.

Sie halten einen richtigen Winterschlaf und dabei wollen sie auf keinen Fall

gestört werden. So einen Schlafplatz zu finden ist ganz schön schwer, aber

vielleicht könnt ihr ein Fledermaus-Haus bauen und an einem ruhigen Platz

aufhängen? Wie das genau funktioniert, erfahrt ihr bei der BUNDjugend

(Telefon: 030 – 27 58 65 72).

Gut geschwommen...

Gut geschwommen...

Gibt es in eurer Nähe einen Teich? Hier findet Ihr

nämlich auch eine Menge ganz verschiedener Tiere.

Enten und Schwäne wohnen oft dort, und Fische

natürlich, aber auch Frösche, Kröten und viele

Insekten. Übrigens muss so ein Teich gar nicht groß

sein: Vielleicht gibt es in eurer Schule einen Platz, wo

ihr einen Schulteich anlegen könnt?

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Tipps, Tipps, Tipps!

Tipps, Tipps, Tipps!

Wie im >Paradies...!

Wie im >Paradies...!

Klärt die Leute mit Handzetteln darüber auf, welche Tiere in eurer Stadt wohnen

und warum sie so wichtig sind! Fragt sie, ob sie eigene Ideen haben, wie man

den Stadttieren helfen kann. Wenn ihr dann noch kleine Tütchen mit

Blumensamen an Passanten verteilt, können sie ihr eigenes

Insektenparadies säen. Die Leute freuen sich bestimmt, wenn auch in ihrem

Garten oder auf ihrem Balkon viele verschiedene Insekten ein Zuhause

finden.

Ein Plätzchen zum Schlafen...

Ein Plätzchen zum Schlafen...

Baut doch einen Schlafplatz für die

Tiere. Das können Nistkästen für

Vögel sein, aber auch ein Haufen

trockener Äste oder ein Stapel

Steine für Käfer und andere

Tiere. Ihr stapelt sie einfach

aufeinander, so dass möglichst

viele Ritzen dazwischen sind.

Schmetterlingstark

Seht euch mal auf eurem Schulhof um:

Würde man sich da als Biene oder

Schmetterling wohl fühlen? Schreibt eure

Gedanken dazu auf und macht daraus

eine Ausstellung. Ihr könnt auch Pläne,

Bilder oder Modelle basteln, wie es besser

sein könnte! Die besten Vorschläge könnt

ihr dann auch gemeinsam umsetzen.

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Muh, Grunz und Kikeriki -

Tiere auf dem Bauernhof

Sicher wart ihr schon einmal auf einem Bauernhof. Dort leben ganz viele Tiere,

die man als Nutztiere bezeichnet. Nutztiere heißen sie deshalb, weil wir Menschen

einen Nutzen von ihnen haben, die Kuh gibt z. B. Milch, die Hühner legen Eier

und Schweine liefern Fleisch. Sogar die Katze ist so ein Nutztier, weil sie die

Mäuse in den Ställen fängt.

So war’s früher...

So war’s früher...

Jeden morgen treibt der Bauer seine

Kühe auf die Weide. Dort haben Sie viel

Platz, Luft und jede

Menge saftiges Futter.

80 kg Weidegras, das ist

schon eine riesige Menge,

frisst eine Kuh täglich. Dafür

liefert sie uns auch viel Milch, nämlich 20 Liter.

Früher gab es übrigens viele verschiedene Kuhrassen.

Die Menschen haben wenige davon weiter gezüchtet, die viel

Milch oder Fleisch geben. Deshalb seht ihr heute meist schwarzweiße

Kühe.

Schweine...

... sind sehr schlaue und gesellige Tiere. Sie laufen

gern umher und erkunden neugierig ihre Umgebung.

Das Schwein frisst alles, was es finden kann. Aber

besonders gerne mag es

Kartoffeln, Wurzeln,

Beeren, Insekten und

Würmer. Wenn eine

Muttersau Ferkel, die jungen

Tiere, zur Welt bringt, dann

sind das auf einen Schlag

meistens gleich zehn.

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Noch ein Korn... Noch ein Korn...

Früher fand man auf fast jedem Bauernhof

Hühner. Dort liefen sie wild umher und

pickten und scharrten nach Körnern,

Schnecken und Würmern.

Richtig zickig... Richtig zickig...

Auch Ziegen hielt sich der Bauer. Die fanden auch dort noch allerhand

Nahrhaftes, wo es für Kühe nicht mehr genug zu fressen gab. Die Menschen

tranken ihre Milch oder machten daraus Käse.

Hü und hott Hü und hott

Pferde waren für die Arbeit auf dem

Feld sehr wichtig. Sie mussten den

Pflug oder den Wagen ziehen. Heute

macht der Bauer oder die Bäuerin diese

Arbeiten mit dem Traktor. Pferde findet

man heute hauptsächlich auf Reiterhöfen.

Echt Scha(r)f! Echt Scha(r)f!

Früher sind viele Hirten mit ihren Schafen über das Land gezogen, aber sind

Schafherden bei uns selten geworden. Heute dürfen die Schafe mit den

Kühen zusammen auf die Weide. Schafe grasen hinter den Kühen her und

knabbern die kurzen Halme, die die Kühe stehengelassen haben. Dem

Menschen liefern die Schafe auch viele wertvolle Dinge, nämlich Wolle und

Fleisch.

Wie Hund und Katz

Wie Hund und Katz

Hunde und Katzen fand man auch auf fast jedem

Bauernhof. Denn die Hunde mußten den Hof bewachen

und bellen, wenn Fremde kamen oder sie wurden zum Schafehüten eingesetzt.

Und die Katzen waren natürlich zuständig für’s Mäusefangen.

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Heute...

... leben leider die meisten Tiere in „Massentierhaltung“. Das heißt, es

leben nur Schweine, Kühe oder Hühner zusammen, aber dafür ganz eng

zusammengequetscht.

Hühner leben in einer solchen

„Tierfabrik“ in Etagen übereinander

gestapelt. Dort hocken sie in Käfigen, die

kaum so groß sind wie sie selbst. Die

Schweine kauen traurig an den

Gitterstäben, da sie kein festes Futter

bekommen. Neugeborene Kälber leben

ganz allein in winzigen Boxen und suchen

ihre Mütter.

Damit die Tiere schneller wachsen, viel Milch

geben oder viele Eier legen und dabei nicht

krank werden, bekommen sie Medikamente in

ihr Futter gemischt. - Medikamente

bekommen ohne krank zu sein - das hört sich

komisch an. Ist es auch, denn Medikamente

helfen zwar kranken Tieren oder Menschen,

doch für den Körper von Gesunden sind

sie schädlich!

Wenn ihr das Fleisch dieser Tiere später

esst, könnten sie auch euch schaden!

Sobald die Schweine und Rinder ihr Schlachtgewicht erreicht haben,

müssen sie eine lange Reise antreten: Der Weg zum Schlachter kann bis zu 28

Stunden Transport bedeuten! Wasser und Futter bekommen sie während der Fahrt

nur sehr wenig – es gibt sogar Tiere, die während der Fahrt vor Angst sterben.

Das Fleisch und die Lebensmittel, die wir durch diese Tiere gewinnen, sind für uns

sehr billig, doch die Tiere haben ein qualvolles Leben.

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Zu Besuch bei glücklichen Hühnern

Zu Besuch bei glücklichen Hühnern

Auf dem Bio-Bauernhof gibt es glückliche Tiere, denn dort können sie

so leben wie sie wollen!

Schweine suhlen sich im Dreck, Kälber

tollen mit ihren Müttern auf der Weide

herum und freilaufende, gesunde Hühner

scharren im Gras und picken Körner.

Hmm - lecker! Hmm - lecker!

Die Tiere bekommen

Futter, das der Bauer

selber angebaut hat und

da der Bio-Bauer seinen

Acker nur mit natürlichen

Mitteln düngt, ist das

Futter weniger von Giften

belastet. Dadurch

bekommen nicht nur

seine Tiere gesünderes

Futter und wir gesünderes

Fleisch auf unseren Teller:

Auch auf seinem Acker

finden viele vom Aussterben

bedrohte Kleintierarten eine

Heimat.

Der Bio-Bauer ist also ein wahrer Umweltschützer, da alles auf seinem Hof so

natürlich wie möglich passiert. Doch was so toll klingt,

bedeutet viel Arbeit!

Diese Arbeit hat ihren Preis und daher

wirken Produkte, die vom Bio-

Bauern kommen, auf den ersten

Blick viel teurer, als Produkte aus

dem Supermarkt.

Wenn wir alle dazu bereit sind,

etwas mehr Geld für gesunde

Lebensmittel zu zahlen, werden sich

immer mehr Bauern dafür entscheiden,

einen biologischen Hof zu haben.

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Tipps, Tipps, Tipps!

Tipps, Tipps, Tipps!

Landluft schnuppern

Landluft schnuppern

Bei euch in der Nähe findet ihr

sicher einige Biobauernhöfe.

Fragt bei den Bauern nach, ob

ihr sie besuchen dürft und

dabei könnt ihr sie

interviewen, z.B. über ihre

Arbeit auf dem Hof und die

Tiere, die dort leben. Vergleicht

sie danach miteinander und

vielleicht läßt es sich auch

einrichten, dass ihr für einen Tag ein

bisschen mithelft.

Masttier-Parade

Verkleidet euch als

Mastschweine, -kühe und

Legebatteriehühner. Zieht

mit in einem

Demonstrationszug durch

die Stadt. Ihr könnt euch

Schilder basteln: „Wir wollen

wieder draußen spielen!“ oder

„Mehr Platz für Tiere!“ und

ähnliches.

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Ab in den Käfig!

Stellt einen Hühnerkäfig (zum

Beispiel einen großen Karton) auf

den Marktplatz. Bietet den Leuten an,

darin Platz zu nehmen. Dann könnt

ihr sie interviewen: „Stellen Sie sich

vor, Sie wären ein Huhn: Wie ist das

Leben in so einem Käfig?...“

Klärt die Erwachsenen darüber auf,

dass Hühner lieber frei rumlaufen,

als in Legebatterien (so heissen die

Hühnerkäfige in der

Massentierhaltung) zu leben.

Wegrand-Ausstellung

Wißt ihr eigentlich, wie viele Tierarten am

Wegrand leben? Besonders dort, wo

wenig gemäht wird und Pflanzen und

Tiere nicht mit Chemikalien bespritzt

werden, ist eine Menge los!

Sucht euch solch einen Wegrand und

schaut, wieviele verschiedene Tiere ihr

entdeckt. Darüber könnt ihr auch eine

spannende Austellung machen, mit der

ihr den Erwachsenen zeigt, wie bunt der

Rand eines Weges sein kann, wenn man

der Natur Platz lässt.


Was kreucht und fleucht -

Tiere in Wald und Wiese

Nein, ihr müsst nicht extra nach Afrika fahren, auch

bei euch vor der Haustür könnt ihr auf Safari

gehen. Unzählig viele wilde Tiere warten

nur darauf, von euch entdeckt zu

werden!

Als angehende

Tierforscher wisst ihr

sicher, dass es Tiere gibt, die so

groß sind, dass ihr sie schon aus einiger

Entfernung beobachten könnt. Andere sind so

klein, für die braucht ihr eine Lupe. Manche Tiere

sind Menschen gewöhnt und lassen euch recht nah an

sich heran kommen, andere nehmen sofort Reißaus, sobald

sie euch bemerken.

Und bestimmt wisst ihr auch, dass Tiere unterschiedliche

Lebensräume benötigen. Bestimmt erwartet ihr nicht, dass eine

Ente im Waldlaub badet, ein Wildschwein auf einer Wiese grast oder Vögel eine

Höhle im Boden buddeln.

Wer isst wen? - die Nahrungskette

Wer isst wen? - die Nahrungskette

Tiere sind nicht nur von einer bestimmten Art von Natur wie Wald,

Wiese oder Teich abhängig. Sie brauchen auch andere Tiere, die im

selben Gebiet leben und ihnen als Nahrung dienen.

Beispielsweise wird eine Assel von einem Käfer gefressen. Der Käfer

wird von einer Spitzmaus verspeist, die wiederum später von einem

Fuchs gefangen wird. Schließlich erbeutet ein Adler den Fuchs.

All diese Tiere sind voneinander abhängig. Würde es zum Beispiel

keine Käfer geben, würde die Spitzmaus vielleicht verhungern

müssen. Dann hätte auch der Fuchs nichts zu fressen, und schließlich

auch der Adler nicht. Das nennt man Nahrungskette.

Jedes Tier - und sei es noch so klein oder unbeliebt - hat somit eine

wichtige Position und darf auch bei Naturschutzaktionen nicht

vergessen werden.

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über Stock und Stein...

über Stock und Stein...

Habt ihr einen Wald in der Nähe? Klasse!

Vielleicht begegnet ihr da dem Waldkauz. Er gehört

zwar zu den Nachtvögeln, trotzdem ist er auch

tagsüber unterwegs und nimmt dann und wann

ein Sonnenbad. Der Waldkauz baut kein Nest,

sondern legt seine Eier in Baum- oder

Mauerlöcher. Hört ihr lautes Vogelgezeter

in einem weiter entfernten Baum, kann es

sein, dass die Vögel dort ihre Artgenossen

vor einem Kauz warnen, der im Baum sitzt.

Oder ihr könnt vielleicht in der Ferne Rehe

entdecken. Dazu müsst ihr allerdings

besonders leise sein, denn die Rehe sind sehr

ängstlich und flüchten sofort, wenn sie ein

verdächtiges Geräusch hören.

...dorthin, wo’s plätschert...

...dorthin, wo’s plätschert...

Aber ihr braucht nicht unbedingt einen Wald. Auch an einem Teich lassen sich

interessante Tiere beobachten.

Beispielsweise Libellen. Sie können ihre Flügel unabhängig voneinander bewegen.

Deshalb ist es ihnen möglich, unbeweglich in der Luft zu „stehen“. Sie fangen ihre

Beute im Flug und fliegen gegen Mittag dicht über dem Wasser.

Oder Wasserläufer. Sie sind so gebaut, dass sie einfach über dem Wasser laufen

können, als wäre es ein fester Boden.

...und wo’s surrt und krabbelt.

...und wo’s surrt und krabbelt.

Ihr habt keinen Teich und keinen Wald in der Nähe? Kein Problem. Eine

Wiese reicht vollkommen aus!

Am besten nehmt ihr da eine Lupe mit,

denn bei den Tieren, denen ihr dort

begegnet, entgeht euch sonst das

Beste.

Ihr werdet Erdläufer, Käfer und

Spinnen beobachten können.

Verstehen sie sich untereinander?

Oder verjagen sie sich gegenseitig?

Wie bewegen sie sich fort? Wie sehen

sie genau aus? Fragen über Fragen,

die ihr jetzt klären könnt.

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Also: Auf geht’s, ihr werdet staunen!


Tipps, Tipps, Tipps!

Tipps, Tipps, Tipps!

Augen auf! Augen auf!

Wenn ihr mit offenen Augen durch euer Safari-Gebiet lauft, begegnet ihr

bestimmt Tieren, die ihr noch nicht kennt. Prägt sie euch möglichst gut ein,

damit ihr zuhause nachschlagen könnt, welches Tier ihr da getroffen habt.

Wenn ihr ein Tier gefunden habt, für das ihr euch interessiert, versucht

durch euren Lehrer oder Bücher mehr darüber herauszufinden. Zum

Beispiel wovon es sich ernährt, wo es am liebsten lebt...

Möglicherweise findet ihr heraus, dass ihr den Tieren mit Futterquellen,

Nistplätzen oder der Säuberung seines Wohnraumes helfen könnt..

Schmetterlings-”Tankstellen”

Schmetterlinge benötigen Futterquellen

wie z.B.:Brennesseln und Sommerflieder.

Doch gerade Brennesseln sind bei uns

Menschen unbeliebt. Setzt euch dafür ein,

dass Futterpflanzen für Schmetterlinge in

eurer Umgebung erhalten bleiben oder

gepflanzt werden.

Den Wald putzen?

Den Wald putzen?

Häufig wird der Lebensraum der Tiere

durch unbedachte Menschen verdreckt.

Vielleicht könnt ihr ja mit einer

“Putzaktion” die Natur vom Müll

befreien. Falls ihr in eurer Umgebung

einen Naturschutzverein habt, könnt ihr

ja doch auch nachfragen, ob ihr euch bei

einer Biotoppflege beteiligen könnt.

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Leben anderswo - fremde Tiere

Leben anderswo - fremde Tiere

Einige Tiere wandern im Laufe eines Jahres zu anderen

Orten, weil sie dort in einer bestimmten Jahreszeit besser

Nahrung finden oder sich fortpflanzen können.

Vögel im Zug? Vögel im Zug?

Bestimmt habt ihr auch schon von Zugvögeln gehört. Die Weißstörche sind

zum Beispiel so welche. Es ist ihnen im Winter zu kalt bei uns, deshalb

machen sie sich im Herbst auf den Weg nach Afrika. Sie fliegen große

Umwege, um zu vermeiden, dass sie lange übers Meer fliegen müssen.

Schon im Februar treten sie wieder den Rückflug an, immerhin liegen 10.000 km

vor ihnen!

Andere Zugvögel bei uns sind z.B. Kranich, Gans, Star und

Krähe. Auch viele kleine Singvögel ziehen im Winter in den

Süden. Ihre Reise ist besonders gefährlich, denn sie gelten

in südeuropäischen Ländern als Leckerbissen und werden

oft gefangen, wenn sie in den Wäldern Rast machen.

Es gibt noch andere Tiere, die wandern, z.B. Heuschrecken,

Luchse und auch Kröten.

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Wandernde Kröten

Wandernde Kröten

Im Frühling habt ihr bestimmt schon kleine Zäune entlang der Straße

gesehen, diese sollen die Kröten bei ihren Wanderungen davon abhalten,

einfach auf die Straße zu hüpfen. Damit sie nicht von Autos überfahren werden,

sammeln Helfer sie ein und tragen sie in Eimern sicher über die Straße.

Warum wandern Kröten denn

eigentlich? Sie legen immer in dem

Teich ihre Eier ab, in dem sie selbst

geboren wurden. Und weil inzwischen

viele Wälder und Wiesen von Straßen

zerschnitten sind, ist die Reise sehr

gefährlich für die Kröten geworden.

Tiere machen vor Grenzen nicht halt – ihr Schutz auch nicht!

Tiere machen vor Grenzen nicht halt – ihr Schutz auch nicht!

Deshalb gibt es mehrere weltweite Tierschutzorganisationen. Es gibt

auch eine Regelung für den Handel mit gefährdeten Tieren, das

Washingtoner Artenschutzabkommen.

Das Washingtoner Artenschutzabkommen regelt den

internationalen Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Es

wurde 1973 abgeschlossen und seitdem von 154 Staaten

unterschrieben. Alle zwei Jahre werden mehr gefährdete Arten auf

die Liste aufgenommen. Sie dürfen dann nicht mehr gejagt und

verkauft werden.

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Ein Besuch im Zoo

Ein Besuch im Zoo

Vielleicht wart ihr ja schon einmal im

Zoo und habt viele Tiere gesehen,

die normalerweise nicht bei uns

leben.

In Zoos werden Tiere aus der

ganzen Welt in Gehegen

gehalten. Habt ihr euch schon

einmal gefragt, ob sich die

Tiere dort auch wohlfühlen?

Stellt euch vor...

Stellt euch vor...

...ihr seid ein Spitzmaulnashorn. Dann lebt ihr normalerweise in der

Savanne in Tansania. Dort, in Afrika, könnt ihr viele Kilometer weit

durch das hohe Gras laufen und mit eurer Oberlippe leckere Blätter

von den dornigen Büschen pflücken. Mit euch leben viele andere

Tiere dort. Zum Beispiel Giraffen und Elefanten, Gnus und Zebras.

Auch einige unserer Zugvögel rasten in der Nachbarschaft.

Und jetzt stellt euch vor, ihr lebt im Zoo. Euer Gehege ist vielleicht

hundert Meter lang – gerade genug für einen Spaziergang. Andere

Tiere seht ihr kaum. Vielleicht könnt ihr

durch den Zaun ja ein Zebra

sehen. Und vielleicht

brüllt ab und zu ein

Löwe in der Ferne.

Bestimmt glaubt ihr nun, dass man die Nashörner und alle anderen Tiere aus dem

Zoo freilassen sollte. Doch obwohl ein Nashorn in Afrika besser aufgehoben

scheint, ist es trotzdem wichtig, Nashörner im Zoo zu haben. In der Freiheit werden

Nashörner gejagt, weil manche Menschen glauben, aus ihrem Horn könne man

Medizin machen. Dabei ist das Unsinn, denn die Hörner von Nashörnern sind aus

dem selben Material wie unsere Haare und Fingernägel!

24


So wie den Nashörnern...

So wie den Nashörnern...

...geht es vielen Tieren. Die Menschen machen aus ihren Lebensräumen

Äcker, Reisfelder oder Grasflächen für Kühe, deshalb müssen die Wildtiere

auswandern. Andere werden gejagt, weil sie als Nahrung für die Menschen

dienen. Manche Tiere sind beinahe ganz verschwunden, viele sind sogar

ausgestorben! Einige Tierarten gibt es nur noch in Zoos. Doch wenn man es

schafft, dass sie im Zoo Junge bekommen, kann man ein paar davon

vielleicht zurück dorthin bringen, wo ihre Eltern gefangen wurden.

Fremde Tiere in unseren Wäldern

Fremde Tiere in unseren Wäldern

Es gibt noch andere fremde Tiere bei uns.

Weil aus der ganzen Welt Waren zu uns

kommen, werden Tiere und Pflanzen

eingeschleppt. Die meisten davon

sterben, ohne dass sie jemand

bemerkt, weil sie bei uns nicht

leben können. Aber ein paar

Tierarten schaffen es immer wieder,

bei uns heimisch zu werden.

Ein gutes Beispiel ist der Waschbär. Er

kommt eigentlich nur in Amerika vor, lebt

aber heute auch in unseren Wäldern. Man

sieht ihn fast nie, denn er ist nachts

unterwegs und ist dabei sehr vorsichtig.

Wenn er an Flüsse kommt, trifft er andere

Tierarten, die aus Amerika kommen.

Der amerikanische Flusskrebs ist dafür ein Beispiel. Vor vielen Jahren hatte

ihn wahrscheinlich ein Schiff zufällig mitgebracht. Aber der amerikanische

Flusskrebs brachte auch eine Krankheit mit,

die für ihn nicht sehr gefährlich war, für

den europäischen Flusskrebs aber

tödlich: er starb beinahe aus.

25


Gefährlich wird es, wenn fremde Tiere viel erfolgreicher als unsere

heimischen werden. Wenn sie zum Beispiel viel Nahrung wegfressen. Oder

wenn sie sich weit verbreiten und dabei Schaden anrichten. Die Bisamratte zum

Beispiel hat schon Überschwemmungen ausgelöst, weil sie Tunnel in Deiche

gräbt. Am Meer und an großen Flüssen kann das gefährlich sein! Die

Bisamratte kam früher hier auch nicht vor. Vor langer Zeit sind ein paar

Exemplare aus einer Zucht ausgebrochen, seitdem verbreitet sie sich in

ganz Europa.

Tipps, Tipps, Tipps!

Tipps, Tipps, Tipps!

Interview im Zoo

Interview im Zoo

Im Zoo könnt ihr herausfinden, ob die

Tiere dort genügend Platz haben. Schaut

euch um und fragt die Tierpfleger und

die Zooleitung aus. Ihr könnt auch

Passanten befragen und sie auf die

Zustände im Zoo aufmerksam machen.

Vögel im Zug? Vögel im Zug?

Sucht Zugvögel, die in Eurer

Umgebung zu Hause sind, erforscht

ihre Wanderwege und macht eine

Ausstellung darüber! Sicher wissen

viele Leute gar nicht, was diese

Vögel jedes Jahr leisten, wenn sie so weit

reisen.

26

Patenschaft für Tiere in Not

Patenschaft für Tiere in Not

Nicht nur hier bei uns, sondern auch woanders brauchen Tiere eure

Hilfe. Viele Tierschutzorganisationen haben Projekte oder machen

Aktionen, bei denen sie auf die Probleme gefährdeter Tiere hinweisen

und übernehmen Patenschaften für solche Tiere. Fragt bei diesen

Organisationen nach, ob ihr solch eine Patenschaft für Tiere in Not

übernehmen und ihnen damit helfen könnt.

Mit einem Stand in der Fußgängerzone könnt ihr dann Passanten auf

euer Projekt aufmerksam machen und ihnen erklären, dass auf diese

Weise auch sie Tieren helfen können.


Tierschutz

Bestimmt sind euch schon mal „wilde“ Tiere in der Natur über den

Weg gelaufen, wie zum Beispiel Rehe, Igel oder Enten. Natürlich leben in

der Natur noch viel mehr Tiere, aber die bekommt man nur selten zu sehen.

Denn entweder sind sie sehr scheu oder es gibt nur noch wenige von ihrer Art.

Solche seltenen Tierarten sind auf einen bestimmten Lebensraum angewiesen,

der immer

kleiner wird: So

finden Fischotter

immer weniger saubere

Bäche, in denen sie auf Fischjagd

gehen können. Und dem scheuen

Kranich sind viele Wälder zu laut,

um dort in Ruhe seine Jungen groß zu

ziehen.

Für seltene Tiere gibt es in Deutschland

eine „Rote Liste“. Da sind neben Tieren

Rote Liste... Rote Liste...

auch alle Pflanzen aufgelistet, die bedroht

sind. Und meistens ist der Grund dafür

der mangelnde Lebensraum. Denn weil

ständig Straßen gebaut oder Feuchtgebiete

trockengelegt werden, bleibt für

viele Tiere und Pflanzen immer weniger

Platz zum Überleben. Sie müssen

auswandern und verschwinden auf

„nimmer Wiedersehen“.

Damit das nicht passiert, versucht man,

die Lebensräume von Tieren und Pflanzen

zu schützen: Zum Beispiel durch

Nationalparks oder Naturschutzgebiete,

in denen die Natur mit allen Tieren und

Pflanzen streng geschützt ist.

...grüne Ecken ...grüne Ecken

Manchmal reicht auch

schon wenig Platz, um

Tieren und Pflanzen eine

Heimat zu bieten, wie zum

Beispiel ein Teich oder eine

Blumenwiese. Denn je mehr

„grüne Ecken“ geschützt

werden, desto mehr Platz haben

viele Tiere und Pflanzen zum

Leben!

27


Tierversuche

Nicht nur seltene Tiere müssen geschützt werden.

Denn alle Tiere sind Lebewesen und als solche sollten

wir sie auch behandeln! In Deutschland sind daher

verschiedene Gesetze erlassen worden, die den Schutz

von Tieren garantieren sollen.

Dennoch müssen gerade in Tierversuchen immer

noch viele Tiere unnötig leiden. Tierversuche

gibt es zum Beispiel in der Medizin. Es gibt

Gesetze, die vorschreiben, dass Arzneimittel

getestet werden müssen, damit sicher ist, dass wir

Menschen sie vertragen.

Gerade in den letzten Jahren hat die Wissenschaft einige

Testmethoden entwickelt, mit der man Tierversuche vermeiden kann. Damit

kann man auch viel besser die Wirksamkeit von Medikamenten überprüfen. In

der Medizin werden solche Methoden in den letzten Jahren vermehrt

eingesetzt.

Tierversuche für weiße Zähne

Tierversuche für weiße Zähne

Es gibt auch Tierversuche in der Kosmetikindustrie. Hier werden die

Stoffe getestet, die sonst mit dem menschlichen Körper in Berührung

kommen, wie zum Beispiel Cremes, Seifen oder Zahnpasta. Auf solche

Tierversuche kann man verzichten, weil es andere bessere Verfahren gibt.

Zum Beispiel kann man einige Tests mit Hilfe eines Computers

durchführen. Andere Tests lassen sich auch an so genannten

“Zellkulturen” machen. Das sind Zellen, die man in Glasschälchen

vermehrt. Diese Tests ohne lebende Tiere sind oft viel besser geeignet,

um die Wirkung von Stoffen zu untersuchen.

28


Tipps, Tipps, Tipps!

Tipps, Tipps, Tipps!

Bei einem

Protestzug der

“wilden” Tiere

könnt ihr den

Leuten mit

Handzetteln

und Plakaten

zeigen, dass täglich

Tierarten bedroht sind,

die wir zum Teil noch nicht

mal gesehen haben. In Gesprächen

könnt ihr als “wilde” Tiere auch erzählen, warum ihr so bedroht seid.

Wenn ihr euch übrigens als Tiere verkleidet, die so selten sind, dass wir sie selber

noch nie gesehen haben, könnt ihr eurer Fantasie natürlich freien Lauf lassen!

Naturschutz-Tipps für Umweltmuffel

Naturschutz-Tipps für Umweltmuffel

Schaut mal, ob es in eurer Umgebung

Naturschutzgebiete gibt. Welche

seltenen Tiere und Pflanzen

gibt es dort? Und wie verhält

man sich richtig in einem

solchen Gebiet? Sammelt

eure Ergebnisse und

zeigt sie in einer

Ausstellung oder

verteilt sie als Faltblatt-

Tipps an die staunenden

Besucher des Gebietes.

Einkaufen ohne Tierversuche

Einkaufen ohne Tierversuche

Macht doch eine Ausstellung im Supermarkt, mit der ihr die Erwachsenen über

Tierversuche aufklärt. Auf Handzetteln könnt ihr ihnen Tipps geben, was sie tun

können, damit es weniger Tierversuche gibt. Zum Beispiel, dass sie nur solche

Kosmetikprodukte kaufen sollen, die nicht durch Tierversuche geprüft werden.

Eine Liste, auf der solche Produkte aufgeführt sind (und weitere Infos), erhaltet ihr

beim: Bundesverband der Tierversuchsgegner – Menschen für Tierrechte e.V., Roermonder

Str. 4a, 52072 Aachen

Und nicht vergessen, den Besitzer des Supermarktes vorher um Erlaubnis für eure

Aktion zu fragen!

29


... und noch mehr Tipps...

... und noch mehr Tipps...

Eure eigene grüne Ecke

Eure eigene grüne Ecke

Ihr könnt eine Beetpatenschaft übernehmen. Sucht Euch

eine Grünfläche in Eurer Nähe und fragt bei der

Stadtverwaltung, dem Gartenbauamt oder dem

Grünflächenamt nach, ob Ihr Euch um die Fläche

kümmern dürft. Wenn Ihr die Zusage habt, könnt

Ihr ein Paradies aus bunten Blumen für viele

Schmetterlinge, Bienen und Käfer daraus machen!

Ihr könnt auch ein Schild mit dem Namen Eurer

Gruppe darin aufstellen – so sehen alle Passanten, wer sich so toll um

dieses Beet kümmert!

Theater machen!

Denkt euch doch ein Theaterstück

über die Stadttiere aus und führt es in

der Schule auf! Oder verkleidet euch

als Stadttiere und macht ein großes

Tierfest (z.B. im Stadtpark oder an einem

anderen Platz, wo viele Menschen euch

sehen).

Wilde Wiese

Wisst Ihr was mit Wiesen passiert, die man einfach wachsen lässt, ohne ihnen mit

dem Rasenmäher zu Leibe zu rücken? Richtig, auf ihnen wachsen herrlich bunte

Blumen und es wimmelt von kleinem Getier, den Insekten. Das ist viel schöner

und interessanter anzuschauen, als der kurzgeschorene Rasen der meisten Parks,

Schulhöfe oder den Gärten zu Hause, bei denen „Betreten verboten“ ist. Schlagt

Eurem Direktor oder Bürgermeister doch mal vor, einen Teil Eures

Schulgartens oder des Stadtparks wachsen zu lassen. Dann könnt Ihr

beobachten, welche Tiere und Pflanzen zum Vorschein kommen. Zeigt auch

Passanten, wie spannend diese Natur in der Stadt ist.

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An An der der Schule klettern

Knöterich, Efeu, Wein und Geißblatt sind

Pflanzen, die wunderbar an Hauswänden

empor ranken. Solche grünen Fassaden sehen

toll aus und bieten vielen Insekten, Vögeln

und anderen Tieren ein Zuhause. Außerdem

kann man mit solchen Pflanzen an den

Wänden jede Menge Energie sparen!

Verpasst eurer Schule so ein neues Gesicht!

Wenn euch Lehrer, die Schulleiterin und das

Schulamt unterstützen, kann die

Begrünungsparty steigen!


Wichtige Tipps für eure Aktionen

Wichtige Tipps für eure Aktionen

Ihr müsst euch natürlich nicht an unsere Aktionsvorschläge halten. Bestimmt

habt ihr jede Menge eigene Ideen.

Fragt doch mal in eurer Klasse, eurer Schule, eurer Gruppe oder eurem

Kindergarten nach, ob nicht auch andere Kinder Lust auf ein Riesen-

Umwelt-Fest haben. Außerdem könnt ihr versuchen, die Erwachsenen

davon zu überzeugen, euch bei der Riesenaktion zu helfen.

Wichtig!

Wenn ihr Aktionen auf der Straße oder auf

öffentlichen Plätzen plant, müsst ihr das

vorher beim Ordnungsamt anmelden. Fragt

einen Erwachsenen, ob er die Aktion

betreuen und begleiten möchte!

Strom kann sehr gefährlich werden. Bei allen

Aktionen, bei denen ihr es mit Strom zu tun

habt, sollte euch deshalb immer ein

Erwachsener unterstützen.

Aktionsmaterial

Manchmal ist es ziemlich schwierig, eine tolle Umweltaktion zu

machen, weil die Idee zwar gut ist, aber die Dinge, die dafür nötig

sind, eine Menge Geld kosten. Lasst euch davon nicht entmutigen,

denn ihr könnt, auch ohne Geld eine Menge machen. Und gerade

kleinere Geschäfte verschenken schon mal Sachen wie ein paar

Tuben Farbe oder Pinsel. Erzählt ihnen, was ihr machen möchtet.

Und denkt dran: Fragen kostet ja nichts.

Vor allem an Reste, die sowieso nicht mehr gebraucht werden,

kommt ihr leicht ran: Farbe beim Maler, Holz beim Schreiner etc.

Papier, Kartons und bunte Papiere bekommt ihr in Druckereien oft kostenlos. Oder

fragt nach Zeitungsendrollen bei eurer Zeitung. Alte Leintücher für Transparente

gibt es manchmal in Krankenhäusern, Altenheimen oder großen Hotels.

Kümmert euch auf jeden Fall immer rechtzeitig darum, damit die Leute die

Materialien noch für euch sammeln können (Sie würden sie nämlich sonst

wegwerfen.)

31


Wenn ihr wirklich Geld braucht, könnt ihr zum Beispiel beim Jugendamt

eurer Stadt Geld beantragen. Die geben je nach Lage der Dinge bis zu 150

Euro für Projekte. Ihr könnt auch bei Sparkassen, Raiffeisenbanken oder

Krankenkassen nachfragen. Es gibt fast immer Möglichkeiten, wie man an

brauchbares Aktionsmaterial kommt. Übrigens kann das Zusammensammeln der

vielen Dinge einen Heidenspaß machen.

Werbung und Presse

Werbung und Presse

Wäre es nicht klasse, von sich selbst in der Zeitung zu lesen?

Denn jeder soll sehen, wie viele ihr seid und was ihr bewegen

könnt. Möglichst viele andere Kinder und Erwachsene sollen von

eurer Aktion erfahren; am besten natürlich vorher. Dann können sie

nämlich am Umwelt-Kinder-Tag bei

euch vorbeikommen und

sich euch gleich

anschließen. Wenn bei eurer

Aktion eine Reporterin

dabei ist, wird sie später

darüber berichten. So

erfährt die ganze Stadt,

was ihr auf die Beine

gestellt habt. Außerdem

wäre dann der

Umwelt-Kinder-Tag

in aller Munde.

So kommt eure Aktion in die Zeitung

So kommt eure Aktion in die Zeitung

Am besten wendet ihr euch an Zeitungen, die aus eurer Stadt oder der

Umgebung berichten. Denn die sind dafür da, über euch und eure Aktion zu

schreiben. Wenn ihr bei der Zeitung anruft, könnt ihr einen Reporter

einladen. Der kann euch am Umwelt-Kinder-Tag besuchen, um zu sehen, was

ihr Tolles macht.

Die Telefonnummer und Adresse der Zeitungen

findet ihr im so genannten Impressum der Zeitung.

Am Telefon ist es wichtig, folgendes klar zu stellen:

Was macht ihr genau? Wer veranstaltet die Aktion?

Was soll wie ablaufen? Warum macht ihr das? Und

ganz wichtig: Wann und wo findet alles statt?

32


Manchmal muss man allerdings etwas hartnäckig sein, damit die

Reporter auch kommen. Wenn sie aber erst mal da sind, erscheint

bestimmt ein Artikel über euch in der Zeitung.

Außerdem könnt ihr auch alle Informationen über eure Aktion

aufschreiben und das per Post oder Fax an die Zeitung schicken. So ein

Schreiben nennt man Pressemitteilung. Wenn ihr nach eurer Aktion alles

aufschreibt und an die Presse schickt, wissen die Reporter Bescheid, auch wenn

sie nicht zu eurer Aktion kommen konnten.

Fotos machen Fotos machen

Manchmal kann man die Reporter

überzeugen, im Nachhinein über die

Aktion zu berichten, auch wenn sie selbst

nicht dabei sein konnten. Macht deshalb

viele Fotos, auf denen man eure Aktion

gut sehen kann. Fragt nach, ob die

Zeitung von euch auch einen

unentwickelten Film annimmt.

Manchmal ist das den Zeitungen sogar

lieber; denn bei denen muss

oft alles furchtbar schnell

gehen. Dann könnt ihr den

Film (und eure

Pressmitteilung) noch am

selben Tag dort

vorbeibringen.

Zeitung? - Es gibt noch mehr!

Zeitung? - Es gibt noch mehr!

Außer der Zeitung gibt es natürlich noch andere Mittel, um eure Aktionen bekannt

zu machen. Auch Radiosender könnt ihr anrufen und mit eurer Pressemitteilung

versorgen.

Wenn sie bei eurer Aktion auftauchen: Gebt Interviews! Das macht riesig Spaß.

Fragt unbedingt, wann sie das Interview senden. Denn dann könnt ihr euch

selbst im Radio hören.

Werbung machen Werbung machen

Presse, Radio und Fernsehen

sind noch lange nicht alle, die ihr

ansprechen könnt, um auf eure

Aktionen aufmerksam zu

machen.

Damit ihr richtig dafür werben

könnt, gibt es von uns ein großes

Plakat, das ihr überall aufhängen

könnt: beim Bäcker, in der Schule,

an Hauswänden (Besitzer fragen!)

oder auf Holztafeln in der

Fußgängerzone.

Wenn ihr eine Aktion in der Fußgängerzone oder auf dem Marktplatz macht, könnt

ihr noch kurz vorher Handzettel verteilen, auf denen steht, was ihr macht und wo

das stattfindet. So können noch mehr Leute eure Aktion am Umwelt-Kinder-Tag

miterleben.

33


Liebe Erwachsene, Liebe Erwachsene,

mit großen Schritten naht der Umwelt-Kinder-Tag 2002. Am 13. Juni ist es soweit: Für Kinder kann

dieser Tag zu einem wundervollen und prägenden Erlebnis werden, denn sie merken, dass sie selbst

aktiv werden und mit ihrer Aktion Beachtung und Anerkennung von den Erwachsenen bekommen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie einige Hilfsmittel, mit denen Sie Kinder bei der Planung und

Durchführung ihrer eigenen Aktion unterstützen können.

Was ist der Umwelt-Kinder-Tag?

Was ist der Umwelt-Kinder-Tag?

Zum inzwischen siebten Mal ruft die BUNDjugend (Jugend im Bund für

Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.) Kinder in ganz Deutschland

auf, sich am Umwelt-Kinder-Tag zu beteiligen. Im Mittelpunkt stehen die

großen und kleinen „tierischen“ Freunde der Kinder, denn das Thema in

diesem Jahr heißt „Tierwelten“.

Was kreucht und fleucht da überall? Welche pelzigen, gefiederten und

geschuppten Lebewesen lassen sich überall in unserer Umgebung

aufspüren? Der Umwelt-Kinder-Tag will Kinder animieren, sich auf die

Suche nach kleinen und großen, auffälligen und ganz unscheinbaren

Tieren zu machen. Dabei können neugierige Adleraugen nicht nur im

Wald und auf der Wiese, sondern auch in der Stadt aufregende und

spannende Dinge entdecken.

Weshalb sind manche Tiere nicht im ganzen Jahr hier bei uns und

warum müssen so viele Lebewesen geschützt werden? Wieso ist

es wichtig, auch die Rechte „tierischer Erdbewohner“ zu beachten?

Der Umwelt-Kinder-Tag versucht, die Kinder auf diese Fragen

aufmerksam zu machen und ihnen neben den alltäglichen

Auswirkungen auch die ökologischen Folgeerscheinungen und global

sozialverträgliche Zusammenhänge näher zu bringen.

Die Aktionsmappe...

Die Aktionsmappe...

In dieser Aktionsmappe finden Sie Sachtexte sowie Aktionsideen und praktische Tipps, damit der

Umwelt-Kinder-Tag für Kinder ein voller Erfolg wird.

34

...und der Wettbewerb

...und der Wettbewerb

Alle Kinder können beim Wettbewerb des Umwelt-Kinder-Tags mitmachen, indem sie ihre Aktion

dokumentieren und an uns, die BUNDjugend, schicken. Wie sie ihre Aktionen dokumentieren, bleibt

den kleinen Umweltschützern selbst überlassen: Sie malen, filmen, fotografieren und schreiben ihre

ganz eigene Umwelt-Kinder-Tag-Geschichte.

Die Kinder mit den schönsten und pfiffigsten Aktionen werden mit tollen Preisen prämiert.

Die Unterlagen “der Wettbewerb” liegen dazu bei. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2002.


Und so können SIE den Kindern helfen:

Bühne frei für unsere Kinder

Bühne frei für unsere Kinder

Während die Kinder im Scheinwerferlicht stehen,

agieren wir Erwachsene hinter den Kulissen,

bereiten vor, unterstützen bei der Durchführung der

Aktion und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Auch

für Erwachsene ist der Umwelt-Kinder-Tag eine

Herausforderung und bringt neue Erfahrungen mit

sich: Meist ist es für uns nicht einfach, Kindern

einen freien Handlungsspielraum zuzugestehend,

ohne lenkend und kontrollierend eingreifen zu

wollen. Gerade wir Erwachsene können aber auch

eine ganze Menge lernen, wenn wir genau hinhören

und Kinder und ihre Ideen ernst nehmen.

Kinder brauchen Freiräume, um kreativ Ideen

zu entwickeln, sie anzupacken und umzusetzen.

Der Umwelt-Kinder-Tag möchte Kinder

unterstützen, zu selbständigen,

verantwortungsvollen und umweltbewussten

Menschen heranzuwachsen.

Kinder spielen die Hauptrolle!

Der Umwelt-Kinder-Tag ist eine Aktion für und mit Kindern.

Kinder entscheiden.

Kinder bestimmen den Inhalt und die Form ihrer Aktion.

Kinder sind an allen Vorbereitungen beteiligt.

Kinder stehen am 13. Juni im Rampenlicht. Sie sind diejenigen, die das Wort haben

und handeln.

...Erwachsene helfen den Kindern bei der Umsetzung ihrer Ideen.

Beispiel geben Beispiel geben

Kinder orientieren sich an uns Erwachsenen. Unser

Verhalten ist für sie ein wichtiger Maßstab, denn

sie nehmen sich unsere Gewohnheiten an. Wir

Erwachsene sollten uns diese Verantwortung vor

Augen führen: Wenn wir uns umweltbewusst

verhalten, werden auch Kinder das tun.

Deshalb ist es wichtig, gemeinsam ein Bewusstsein

zu entwickeln, Fragen über den Zusammenhang

zwischen unserem Lebensstil und unserem

Umgang mit Tieren zu stellen, Antworten darauf zu

finden und Konsequenzen für das eigene Handeln

daraus zu ziehen. Wir wollen Sie und Ihre Kinder

ermutigen, sich auf dieses Experiment einzulassen.

35


Die Umwelt-Kinder-Tag-Checkliste

Die Umwelt-Kinder-Tag-Checkliste

Ist alles vorbereitet? - Worauf Kinder und Erwachsene am 13. Juni achten sollten:

Die Kinder haben sich intensiv mit dem Thema “Tierwelten” auseinandergesetzt und wissen

darüber Bescheid.

Eine spritzige Aktionsidee ist gefunden!

Die Aktion ist mit der Rückmeldekarte beim Umwelt-Kinder-Tag-Team der BUNDjugend

angemeldet.

Es gibt genügend Helferinnen.

Ein Schirmherr unterstützt die Aktion: Er (z.B. die Bürgermeisterin) ist vor Ort bekannt und

macht Werbung für die Aktion der Kinder und hilft vielleicht auch sonst mit.

Sponsoren und andere mögliche Geldgeberinnen sind gefunden (siehe Kapitel “Letzte Tipps”).

Alle Materialien für die Aktion sind besorgt.

Falls notwendig: Das Ordungsamt ist über die Aktion informiert und hat sie genehmigt.

Für die Aktion wird kräftig die Werbetrommel gerührt.

Die Presse ist informiert (siehe Kapitel “Letzte Tipps”).

Die Aktion wird per Fotoapperat, Tonband oder ähnlichem für den Wettbewerb dokumentiert.

Aber vor allem: Die Aktion macht zu jeder Zeit allen viel Spaß!

Umwelt-Kinder-Tag-Materialien

Wenn Sie und Ihre Kinder noch mehr Faltblätter, Aktionsmappen oder Wettbewerbsunterlagen

wünschen, dann können Sie diese bei uns bestellen. Die Aktionsmappe kostet 3 •.

Ihre Kritik ist erwünscht! Auf der nächsten Seite finden Sie einen Fragebogen. Dieser soll uns dabei

helfen, die Umwelt-Kinder-Tag-Materialien verständlich und kindgerecht zu gestalten. Deshalb

senden Sie den Bogen bitte ausgefüllt an uns zurück.

Wenn Sie noch Fragen haben, rufen Sie uns einfach an (030 - 275 86 586) oder schreiben

Sie uns ein E-Mail (umweltkindertag@bund.net)!

Wir wünschen Ihnen und Ihren Kindern viel Freude beim Lesen der Aktionsmappe und viel Spaß und

Erfolg am 13. Juni 2002!

36

Ihr Umwelt-Kinder-Tag-Team der BUNDjugend

P.S.: Wir sind sehr gespannt, wie Ihre Aktion aussehen wird! Bitte senden Sie deshalb unbedingt

die Rückmeldekarte an uns zurück. Vielen Dank!


Ihre Adresse:

BUNDjugend

Am Köllnischen Park 1

10179 Berlin

Liebe Erwachsene,

bei uns ist Ihre Kritik erwünscht. Wir freuen uns sehr, wenn Sie diese Seite für Lob und Tadel nutzen

und an uns zurückschicken. So können wir den Umwelt-Kinder-Tag verbessern.

1. Ist das Thema kindgerecht aufgearbeitet?

Ja

Nein, weil

2. Ist die Gestaltung der Mappe kindgerecht?

Sind die Seiten übersichtlich gestaltet?

Sind die Bilder ansprechend?

Was fällt Ihnen sonst noch daran auf?

Ja

Ja

Nein

Nein

3. Was haben Sie an der Mappe vermisst?

4. Haben Sie Verbesserungvorschläge oder Ideen für

- den nächsten Umwelt-Kinder-Tag?

- und deren Mappe?

37

Vielen Dank!


Tipps zum Weiterlesen - die Literaturliste

Tipps zum Weiterlesen - die Literaturliste

Haustiere bei uns und anderswo: Christine Wolfrum, Susanne Braunig, Harald Vorbrugg

Bei Ferkel zu Besuch / Der Lernort Bauernhof in der Primärstufe:

Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Lebensmittel aus ökologischem Landbau:

Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft

Fledermäuse: D. Nill, B. Siemers

Massentierhaltung: N. Kleinschmiedt, W.-M. Eimler

Das Tierschutz Buch: B. Veit

Tipps zur Saison (gibt’s bei der BUNDjugend):

Nr. 3 Garten

Nr. 7 Leben in der Stadt

Nr. 15 Praktischer Artenschutz

Nr. 18 Krabbeltiere

Nr. 19 Gesundheit und Nahrung

Nr. 31 Nutztiere

Nr. 48 Tierschutz

Da fliegt was!: Lange/Faltermayr, Patmos-Verlag

Siehst du mich?: Lange/Walentowitz, Patmos-Verlag

Apfelbaum und Weidentraum: Clausen/Tebbenhoff/Seelig, Patmos-Verlag

...und im Internet:

...und im Internet:

www.anthropods.de - spannende Seite über die Welt der Insekten

www.kinder-tierlexikon.de

www.kiti.de - Kinder für Tiere e.V.

Impressum

Die Aktionsmappe zum Umwelt-Kinder-Tag 2002

© BUNDjugend 2002

38

Herausgeberin:

Redaktion:

Weitere Autoren:

Illustrationen:

Titelbild:

Gestaltung:

Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUNDjugend),

Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin

E-mail: umweltkindertag@bund.net

Tel: 030 - 275 85 586

Peter Weise, Madeleine Schumacher, Lisa Specht, Claudia Grötschel (V.i.S.d.P.)

Maria Roth, Boris Falkenstein, Kathrin Oporek, Anna Hutter,

Arne Erpenbach, Juliane Gontermann

Carolin Just

Carolin Just, Claudia Grötschel

Claudia Grötschel, Peter Weise


Adressen der Landesverbände

Adressen der Landesverbände

BUNDjugend Baden-Württemberg

Rotebühlstr. 86/1

70178 Stuttgart

Tel: 0711 - 61 97 020

BUNDjugend Bayern (JBN)

Trivastr. 13

80637 München

Tel: 089 - 15 98 96 30

BUNDjugend Berlin

Jagowstr. 12

10555 Berlin

Tel: 030 - 39 28 28 0

BUNDjugend Brandenburg

Zeppelinstr. 44

14471 Potsdam

Tel: 0331 - 95 11 97 1

BUNDjugend Bremen

Am Dobben 44

28203 Bremen

Tel: 0421 - 79 002 40

BUNDjugend Hamburg

Loehrsweg 13

20249 Hamburg

Tel: 040 - 46 03 432

BUNDjugend Hessen

Triftstr. 47

60528 Frankfurt/Niederrad

Tel: 069 - 67 73 76 30

BUNDjugend Schleswig-Holstein

Lerchenstr. 22

24103 Kiel

Tel: 0431 - 66 06 06 0

BUNDjugend Mecklenburg-Vorpommern

Zum Bahnhof 20

19053 Schwerin

Tel: 0385 - 500 78 18

BUNDjugend Niedersachsen (JANUN)

Goebenstr. 3a

30161 Hannover

Tel: 0511 - 39 40 41 5

BUNDjugend Nordrhein-Westfalen

Postfach 1121

59471 Soest

Tel: 02921 - 33 64 0

BUNDjugend Rheinland-Pfalz

Gärtnergasse 12

55116 Mainz

Tel: 06131 - 23 19 73

BUNDjugend Saarland

Evangelisch-Kirsch-Str. 8

66111 Saarbrücken

Tel: 0681 - 81 37 00

BUNDjugend Sachsen

Schützengasse 16-18

01067 Dresden

Tel: 0351 - 49 43 33 20

BUNDjugend Sachsen-Anhalt

Olvenstedter Str. 10

39108 Magdeburg

Tel: 0391 - 54 40 97 8

BUNDjugend Thüringen

Trommsdorfstr. 5

99084 Erfurt

Tel: 0361 - 55 50 31 0

Das Das Projekt wurde gefördert durch:

die Ikea-Stiftung

das Bildungs- und Förderungswerk der GEW e.V.

die Deutsche Umwelthilfe

das Deutsche Kinderhilfswerk

39


Und jetzt noch die Erde retten...

Und jetzt noch die Erde retten...

„BUNDjugend“ – das bedeutet Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz

Deutschland.

Hier passiert nicht nur am Umwelt-Kinder-Tag etwas, denn der Umweltschutz

steht bei uns jeden Tag auf dem Programm. Wie auch ihr möchten wir nämlich

nicht, dass unsere Umwelt weiter so zerstört wird wie bisher.

Deshalb braucht die Erde Freunde – also Kinder wie euch, die mit Phantasie

und Energie die Umwelt retten.

Wir von der BUNDjugend machen viele verschiedene Dinge: Vor allem aber

Aktionen, mit denen wir uns für die Umwelt einsetzen.

Die Kinder- und Jugendgruppen der BUNDjugend erkunden Wälder, Bäche, Seen und

Wiesen. Außerdem organisieren wir Seminare zu verschiedenen Umweltthemen und

informieren so uns und andere über den Umweltschutz.

Spannend sind also alle Projekte, und jede Menge Spaß ist auch dabei.

Mitmachen bei der BUNDjugend ist ganz einfach: Wer Lust hat, kann einfach

vorbeischauen. Denn in vielen Orten gibt es bereits eine BUNDjugend-Kindergruppe,

die sich freut, wenn ihr dazukommt.

Also, auf geht’s:

Sucht euch aus der Liste auf der vorherigen Seite eure nächstgelegene BUNDjugend

heraus und ruft dort an. Die können euch dann sagen, wann und wo sich

Umweltgruppen in eurer Nähe treffen.

Habt ihr Lust, selbst eine Umweltgruppe zu gründen, dann schreibt uns nach

Berlin. Wir schicken euch viele nützliche Informationen dazu. Auch wenn ihr

Fragen zum Umweltschutz habt, schreibt uns gern.

Wir freuen uns auf eure Post!

BUNDjugend

Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin

E-mail: umweltkindertag@bund.net

Internet: www.umweltkindertag.de

Tel: 030 - 275 85 586

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