Ausgabe 05/2001

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Ausgabe 05/2001

S EITE 4

Die SAP Deutschland AG ist eine deutsche

Firma, die weltweit vertreten ist.

SAP steht für Systeme, Anwendungen

und Produkte in der Datenverarbeitung.

Die SAP Deutschland AG hat die Standardsoftware

SAP R/3 für den Einsatz

in Unternehmen und öffentliche Institutionen

entwickelt und auf den Markt

gebracht. Standardsoftware bedeutet,

dass die Software nicht speziell für ein

Unternehmen entwickelt wurde, sondern

allgemein eingesetzt werden

kann. Die Standardsoftware SAP R/3 ist

wie ein Baukastensystem aufgebaut.

Die Bausteine nennt man Module, die

nach Bedarf des Kunden, z.B. dem des

Landes Hessen, zusammengestellt werden

können. Die Verwendung einer

Standardsoftware senkt Entwicklungskosten

und das System kann schneller

eingesetzt, angepasst, weiterentwickelt

und verbessert werden. Damit es

in der gesamten Landesverwaltung

eingesetzt werden kann, ist eine vorherige

Anpassung, ein sogenanntes

„customizing“, notwendig.

In der Software SAP R/3 steht „R“ für

Realtime und bedeutet Echtzeit, d.h.

eingegebene Daten werden verbucht

und stehen sofort - jedem gleichzeitig -

aktualisiert zur Verfügung.

„3“ steht für die dritte Generation des

Produktes.

Im Rahmen der Einführung des SAP-

Systems in die hessische Landesverwaltung

werden vorerst 7 Module eingeführt.

MM

HR

FM

AA

CO

FI

SD

Materials Management

Materialwirtschaft

Human Resources

Personalmanagement

Funds Management

Haushaltsmanagement

Asset Accounting

Anlagenbuchhaltung

Controlling

Kostenrechnung

Financing

Finanzbuchhaltung

Sales & Distribution

Vertrieb

NVS aktuell

+++ HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN +++ WAS SIE SCHON IMMER WISSEN

WOLLTEN +++ FAQ‘S ++++ FREQUENTLY ASKED QUESTIONS +++

Ab dieser Ausgabe beantworten wir besonders häufig gestellte Fragen im Zusammenhang mit der

Neuen Verwaltungssteuerung.

WAS IST SAP?

WAS IST DAS LRM?

MM

PP

SD

QM

PM

HR

R/3

FM

FI

CO

AA

EC

TR

PS

© SAP

Kurzbeschreibung der Module:

FI

Im Modul FI werden Buchungen in

den Bereichen Finanzbuchhaltung,

Hauptbuchhaltung, Debitoren- und

Kreditorenbuchhaltung vorgenommen.

Es ist z.B. bei der Bezahlung eines

Gegenstandes betroffen.

CO

Das Modul CO ist das Modul zur Steuerung

und Planung. Es ordnet die Kosten

dem Verursacher zu. Beim Kauf eines

Gegenstandes würde dieser z.B.

einer Abteilung oder Behörde zugeordnet.

AA

Modul AA stellt das Vermögen dar, sodass

ein Gegenstand gegebenenfalls

als Anlagenzugang in einem Verzeichnis

erfasst wird.

MM

Modul MM wird bei der Bestellung

und Auftragsbearbeitung eines Gegenstandes

eingesetzt.

FM

Modul FM erfüllt z.B. beim Kauf eines

Gegenstandes die Mindestpflicht an

Kameralistik, indem es weiterhin kamerale

Aufzeichnungen anfertigt, also

solche, wie sie bisher durchgeführt

wurden.

HR

Modul HR ist für die Personaldatenhaltung

und -verwaltung zuständig.

SD

Das Modul SD bildet die Warenlieferungen

ab und ist für die Rechnungserstellung

zuständig.

AIM

Hinter einem einheitlichen Landesreferenzmodell,

oder kurz LRM, verbirgt

sich die auf die Bedürfnisse der Landesverwaltung

angepasste Software

SAP R/3.

In dem LRM werden landesweit alle

Verwaltungsprozesse in einem datenverarbeitungsgestützten

Verfahren

hinterlegt.

Das LRM ist folglich eine „Version“ der

Software SAP R/3, die speziell auf die

Anforderungen der Hessischen Landesverwaltung

zugeschnitten ist.

Derzeit werden zwei verschiedene

“Arten“ von Landesreferenzmodellen

(LRM's) erarbeitet. Zum einen das LRM

Rechnungswesen, welches allgemein

als „LRM“ bezeichnet wird, und zum

anderen das LRM HR (= Human Resources

= Personalwesen). Für die

oben genannte Entwicklung der

LRM's sind die Entwicklungsprojekte

“Entwicklung eines einheitlichen Landesreferenzmodells

als Einstiegslösung“

und „Personalwesen“ zuständig.

Das LRM (Rechnungswesen) bildet

einheitliche, landesweit gültige Verwaltungsprozesse

ab, wie z.B. das Beschaffen

von Büromaterial, nachdem

Geschäftsprozesse optimiert und angepasst

wurden. Im Rahmen der Einführung

wird das LRM, soweit nötig,

den verschiedenen Bereichen der Verwaltung

angepasst, um so auf die unterschiedlichen

Bedürfnisse der verschiedenen

Bereiche der Verwaltung

einzugehen, da bspw. ein Finanzamt

nicht wie die Polizeidienststellen Pistolen

als Vermögen aufnehmen muss.

Diese Anpassung nennt man

“customizing“.

Das LRM wird kontinuierlich weiterentwickelt

und angepasst.

Die derzeitige Version LRM 1 beinhaltet

die Kostenstellenrechnung, d.h.,

dass wir nachvollziehen können, wo

Kosten angefallen sind. Es wird zur

Zeit in den Umsetzungsprojekten eingeführt.

An dem LRM 2 wird momentan noch

nicht gearbeitet, da es erst ab

(Fortsetzung auf Seite 5)

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