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Hochschule Vechta Band 1

Online - Schriftenreihe zur Sozialen Arbeit

Hochschule Ve

Andreas Hoenig

Konfrontative Pädagogik –

Zauberformel für die Arbeit mit aggressiver Klientel?!

Alltagstauglichkeit einer „besonderen“ Pädagogik

VVSWF

Vechtaer Verlag für Studium, Wissenschaft und Forschung


Hochschule Vechta Band 1

Online - Schriftenreihe zur Sozialen Arbeit

Andreas Hoenig

ist Diplom-Pädagoge, Sozialtherapeut und seit fünf Jahren

praktizierender AAT/CT ® Trainer. Nach ca. 10 Jahren in der

Jugendhilfe verlegte er seinen Arbeitsschwerpunkt in die

Resozialisierungsarbeit mit Strafgefangenen, hierbei

bevorzugt Gewalttäter. Seit 2007 ist er Lehrkraft für Soziale

Arbeit an der Hochschule Vechta. Er ist Vater einer

siebenjährigen Tochter.

VVSWF ISBN 978-3-937870-06-7


Konfrontative Pädagogik –

Zauberformel für die Arbeit mit aggressiver

Klientel?!

Alltagstauglichkeit einer „besonderen“ Pädagogik

Andreas Hoenig

Vechta 2008


Die Online - Schriftenreihe zur Sozialen Arbeit wird herausgegeben von:

Prof. Dr. Klaus-Dieter Scheer, Universitätsprofessor (Pädagogik und Sozialpädagogik) am Institut für

Erziehungswissenschaft der Hochschule Vechta

Detlev Lindau-Bank, Dipl.-Päd., Dipl.-Sozpäd., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für

Erziehungswissenschaft der Hochschule Vechta

Autor:

Andreas Hoenig, Dipl.-Päd., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Erziehungswissenschaft der

Hochschule Vechta

Die Deutsche Bibliothek – CIP-Einheitsaufnahme

Andreas Hoenig: Konfrontative Pädagogik – Zauberformel für die Arbeit mit aggressiver Klientel?!

Alltagstauglichkeit einer „besonderen“ Pädagogik

Vechtaer Verlag für Studium, Wissenschaft und Forschung, 2008

ISBN 978–3–937870–06-7

Alle Rechte vorbehalten.

© 2008 by VVSWF – Vechtaer Verlag für Studium, Wissenschaft und Forschung

Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung in anderen als den

gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der schriftlichen Einwilligung des Verlages.

Umschlaggestaltung: Lindau-Bank, Scheer, Siemer


Gliederung

Kapitel Titel Seite

Vorwort

1. Glen Mills Schools – zwischen Knast und Schule

1.1 Historischer Überblick und pädagogisches Konzept 1

1.2 Wirksamkeit der Glen Mills Schools 9

1.3 Kritikpunkte und Übertragbarkeit des Programms auf Deutschland 13

2. Jugendhilfe und Jugendrechts-pflege im Spiegel der

Konfrontativen Pädagogik

2.1 Zum Stand der Diskussion 18

2.2 Die Zielgruppen der Konfrontativen Pädagogik 21

2.3 Die vergessene „väterliche“ Seite der Pädagogik 28

2.4 Konfrontative Pädagogik in Jugendhilfe und Jugendrechtspflege 30

2.5 Lebensweltorientierung – ein Dogma mit Eigendynamik 36

3. Das Anti-Aggressivitäts-Training

3.1 Geschichte des Anti-Aggressivitäts-Trainings in Deutschland 41

3.2 Das mehrphasige Anti-Aggressivitäts-Training 46

3.2.1 Die biographische Analyse oder Deskritionsphase 46

3.2.2 Die Konfrontationsphase (Heißer Stuhl) 52

3.2.3 Die Attraktivitäts- oder Soziale Kompetenzphase 65

3.2.4 Die Realisationsphase 78

3.3 Nicht besser – aber auch nicht schlechter?! Wirksamkeitsforschung

zum Anti-Aggressivitäts- Training 80

4. Konfrontative Pädagogik an der Schule Coolnessund

Konfrontative Schulsozialtrainings

4.1 Die Schulsozialarbeit in Zeiten der Veränderung 87

4.2 Gewalt an der Schule 88

4.3 Die Methodik des Konfrontativen Schulsozialtrainings 92

5. Zusammenfassung und Abschluss

5.1 Zusammenfassung 101

5.2 Persönliches Schlusswort 108

Literaturverzeichnis


Vorwort

Diese Arbeit will versuchen den Beweis zu führen, dass die Konfrontative Pädagogik

in Deutschland eine Daseinsberechtigung hat und sich als alltagstauglich erwiesen

hat.

Methodisch werde ich dabei wie folgt vorgehen. Zum besseren Verständnis werde

ich im ersten Kapitel die Anfänge der Konfrontativen Pädagogik in den Glen Mills

Schools, Pennsylvenia, USA darstellen. Nach einem kurzen historischen Überblick

werde ich mich dem pädagogischen Selbstverständnis der Glen Mills Schools und

ihres Leiters Cosimo (Sam) Ferrainola zuwenden. Im weiteren Verlauf dieses

Kapitels werde ich den Stand der Wirksamkeitsforschung zu Glen Mills näher

betrachten. Als Grundlage hierfür sollen eine Studie von Grant Grissom und William

Dubnov aus dem Jahr 1989, sowie eine Expertise des Deutschen Jugend Instituts im

Auftrag der Bundesregierung aus dem Jahr 2002 dienen. Abschließen möchte ich

dieses Kapitel mit der Überprüfung der Frage, ob sich ein Glen Mills Programm auch

in Deutschland zur Arbeit mit aggressiv-delinquenter, jugendlicher Klientel realisieren

ließe. Auch hierbei werde ich mich weitgehend auf die Studie des Deutschen

Jugendinstituts beziehen.

Das zweite Kapitel soll sich dann mit der aktuellen Diskussion um eine Konfrontative

Pädagogik in Deutschland beschäftigen. Unter dem Titel „Jugendhilfe und

Jugendrechtspflege im Spiegel der Konfrontativen Pädagogik“ soll versucht werden,

die kontroverse Diskussion um zentrale Fragen einer pädagogischen Haltung mit

ihrem Für und Wider zu beleuchten. Neben vielen persönlichen Erfahrungen werden

hierbei die Protagonisten dieser besonderen pädagogischen Schule zu Worte

kommen. Hierbei werde ich besonders die Autoren Jens Weidner, Rainer Kilb und

Reiner Gall, sowie Wolfgang Tischner und Jörg-Michael Wolters zu Worte kommen

lassen. Aber auch die Kritiker sollen hier zu Wort kommen, namentlich allen voran

Albert Scherr. Auch auf die Gefahr hin, dass diese Vorgehensweise wenig

wissenschaftlich erscheinen mag, werde ich zu diesem frühen Zeitpunkt eigene

Erfahrungen aus Jugendhilfe und Justiz einfließen lassen. Im Sinne der Authenzität


habe ich mich gegen die Risiken einer solchen Vorgehensweise bewusst dafür

entschieden.

Das dritte Kapitel wird sich dann mit einer bereits seit ca. 20 Jahren in Deutschland

praktizierten Methode der Konfrontativen Pädagogik auseinandersetzen, dem Anti-

Aggressivitäts-Training. Auch hier werde ich zunächst einen kurzen historischen

Überblick liefern, um im weiteren Verlauf das mehrphasige Modell des Anti-

Aggressivitäts-Trainings nach Michael Heilemann und Gabriele Fischwasser von

Proeck vorzustellen. Zur besseren Verdeutlichung werde ich aber in diesem Kapitel

auch Praktiker zu Worte kommen lassen, die hohe Erfahrungswerte mit der Methode

haben. Hierbei handelt es sich um das Ulmer Team von Anti-Aggressivitäts-Trainern,

Rupert Morath, Sandra und Thea Rau und Wolfgang Reck.

Den Abschluss dieses Kapitels soll dann ein Blick auf die Wirksamkeitsforschung

zum Anti-Aggressivitäts-Training bilden. Zu diesem Zweck werde ich eine Studie des

Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen unter Leitung des ehemaligen

niedersächsischen Justizministers Christian Pfeiffer von Thomas Ohlemacher und

anderen im Jahr 2001 veröffentlicht wurde.

Coolness- oder auch Konfrontative Schulsozialtrainings sollen als weitere Methode

im vierten Kapitel betrachtet werden. Hierbei gilt es zunächst eine Blick auf sich

verändernde Schullandschaft aus der Perspektive der Schulsozialarbeit zu werfen.

Hierzu erscheint es mir nützlich den 12. Jugendbericht der Bundesregierung aus

dem Jahr 2005 heran zu ziehen, der sich unter anderem mit diesem Thema

beschäftigt. Für eine Konfrontative Pädagogik ist das Thema Gewalt an der Schule

von Bedeutung, dass ich unter Zuhilfenahme einer Studie von Klaus-Jürgen Tillmann

und Heinz-Günther Holtappels unter Leitung von Wolfgang Heitmeyer von der

Universität Bielefeld im Jahr 1997 veröffentlicht wurde, vertiefen werde.

Den Abschluss dieses Kapitels soll dann eine Vorstellung der Methodik dieser

Trainigsform bilden, die von den Autoren geprägt sein wird, die auch schon bei der

Methodik des Anti-Aggressivitäts-Trainings zu Worte kamen.

Den Abschluss dieser Arbeit sollen schließlich eine Zusammenfassung des

Geschriebenen, der Versuch der Beantwortung der Eingangsfragestellungen, sowie

persönliche Schlussworte bilden.

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