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Historisches Handbuch

der jüdischen Gemeinden

in Niedersachsen

und Bremen

Herausgegeben von

Herbert Obenaus

In Zusammenarbeit mit

David Bankier und

Daniel Fraenkel

unter Mitwirkung von

Andrea Baumert, Marlis Buchholz, Uwe Hager,

Jürgen Rund und Christiane Schröder

in Hannover

und Tamar Avraham,

Almuth Lessing und Antje C. Naujoks

in Jerusalem

Textauszüge

WALLSTEIN VERLAG


Helmstedt

Helmstedt

Herzogtum Braunschweig (-Wolfenbüttel) bis 1807, Königreich Westfalen

1807-1813, Herzogtum Braunschweig 1815-1918, Freistaat Braunschweig

1918-1945; Amt Helmstedt bis 1833, Kreis Helmstedt ab 1833; heute: Regierungsbezirk

Braunschweig, Landkreis Helmstedt.

Synagogengemeinde im Landrabbinat Braunschweig, angeschlossene Orte:

Emmerstedt.

Einwohner/darunter Juden 1831: 6.237/34; 1871: 7.571/13; 1885: 9.794/16;

1895: 12.891/26; 1925: 17.166/29 (mit Emmerstedt); 1933: 17.649/24 (und

Emmerstedt: 3); 1939: 18.210/6; 1942: ?/3.

Helmstedt wird erstmals 952 erwähnt. Ab Mitte des 12. Jh.s wird es als Stadt

bezeichnet. Stadtherren waren die Äbte von Werden a. d. Ruhr, denen das

Helmstedter Ludgerikloster unterstand. 1490 erlangten die Herzöge von Braunschweig

und Lüneburg die Herrschaft über die Stadt, die im Mittelalter in erster

Linie eine Gewerbe- und Handelsstadt (Tuch, Bier, Getreide) gewesen

war. Die protestantische Landesuniversität wurde mit ihrer Gründung 1576

bis zu ihrer Auflösung 1810 zu einem bestimmenden ökonomischen Faktor.

Nach der Schließung der Universität blieben den Einwohnern als Haupterwerbsquellen

lediglich Ackerbau, Viehzucht und Handwerk. Erst nach dem

Anschluß an die Eisenbahnlinie Braunschweig-Magdeburg 1872 entstanden

mehrere Fabriken und Ziegeleien, und die Einwohnerzahlen stiegen erheblich

an. Von der zweiten Hälfte des 19. Jh.s an wurde die Braunkohleförderung für

mehr als 100 Jahre zum bestimmenden Wirtschaftsfaktor in Helmstedt.

Juden werden erstmals 1247 in Helmstedt erwähnt. Sie unterstanden

direkt dem Abt von Werden an der Ruhr als dem Stadtherrn. Das Kloster

Werden war vom Reich mit dem Judenregal belehnt worden. Als

Judenschutzherr verfügte der Abt auch über die besondere Gerichtshoheit

über die Juden. 1322 erwarb die Stadt vom Abt für vier Jahre –

und später wiederholt – das Recht über die Juden.

Bereits 1320 wird eine Synagoge urkundlich erwähnt. Sie stand in

der heutigen Georgienstraße, die 1306 als »platea judeorum« bezeichnet

wird. Bis etwa 1350 wohnten die Juden ausnahmslos in dieser

Straße. Noch 1753 »Juden Straße« genannt, hat sich zwar ihr Name

im Laufe von 300 Jahren ohne jüdische Einwohner in Helmstedt erhalten,

wurde jedoch über »Jürgenstraße« zu »Georgienstraße« verschliffen.

Die Erwerbsquelle der Juden war der Geldhandel. Im 13. Jh.

ließen jüdische Geldhändler Tuche, die sie als nicht ausgelöstes Pfand

besaßen, von christlichen Schneidern zuschneiden. Daraufhin verbot

die Schneiderinnung 1301 ihren Angehörigen, im Hause eines Juden

Stoffe zu verarbeiten. Noch 1413 aber befreite der Rat den Juden

Heylemann aus Braunschweig für einen Zeitraum von drei Jahren von

Steuern und Abgaben. 1458 wurden in Gardelegen Juden aus Helm-

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Helmstedt

stedt des Sakramentsfrevels bezichtigt. In der zweiten Hälfte des 15.

Jh.s gehörte David de Jodde zur Stadtwacht. Nachdem sich der Rat

beim Abt über den angeblichen Wucher der Juden beschwert hatte,

erteilte der Abt 1479 für einen Geldbetrag von 500 rh. fl. der Stadt

das Privileg, »daß hinführo und zu ewigen Zeiten alhier … kein Jude

soll gelitten werden«. Nach zweimaligem Aufschub für die im Ort

Ansässigen verließ 1485 der letzte Jude die Stadt.

Nach dem Übergang der Stadtherrschaft an die Braunschweiger

Herzöge 1490 ließ sich der Rat jenes antijüdische Privileg bis in das

18. Jh. wiederholt bestätigen. Selbst Juden, die dem Landesherrn ein

Schutzgeld entrichtet hatten und im Herzogtum bleiben durften, wurden

in Helmstedt nicht geduldet. Herzog und Rat verfügten darüber

hinaus in den Jahren 1688, 1707 und 1747, daß durchreisende Juden

nicht in der Stadt verweilen durften, sondern von Torwärtern durch

die Stadt geleitet und weitergeschickt werden mußten. 1775 drohte

eine öffentliche Bekanntmachung Juden, die in Helmstedt Handel

treiben wollten, mit Arretierung und Verweis aus der Stadt. Ausgenommen

hiervon waren lediglich Juden, die mit Pferden und Haaren

handelten, und Petschierstecher.

Auch an der 1576 gegründeten Landesuniversität waren lediglich

Konvertiten zur Lehre zugelassen, so im 16. Jh. der angebliche Rabbi

Elchanan von Prag, später Paulus von Prag, oder im 18. Jh. der auf

den Namen Karl Anton getaufte Jude Moses Gerson Kohen. Im Zeitalter

der Aufklärung verlieh die Universität Helmstedt 1807 dem

Braunschweiger Kaufmann und Bankier Israel Jacobson, der sich als

Landrabbiner, Pädagoge und Kammeragent des Braunschweiger Herzogs

Ansehen erworben hatte, den Titel eines Ehrendoktors der Philosophie.

Nachdem die Westfälische Regierung Juden für gleichberechtigt

erklärt hatte, berief sich die Stadt 1808 und 1820 – diesmal jedoch

vergeblich – auf das antijüdische Privileg von 1479. Einzelne Bürger

forderten, die Juden sollten den Geldbetrag von 500 rh. fl. ersetzen,

den jenes Privileg die Stadt einst gekostet hatte. 1808 zog als erster

Jude der Händler Moritz Lehmann nach Helmstedt. Er amtierte 1812

als Gemeindevorsteher. 1819 wohnten bereits acht jüdische Familien

in der Stadt, die seit 1810 in der Neumärker Straße eine Synagoge besaßen.

1812 wurde ihnen am Schinderkamp auf dem Schwarzenberg

ein Friedhofsareal zugeteilt. Ein jüdischer Schulunterricht kam in

Helmstedt nur gelegentlich zustande. Bis 1831 hatte die Gemeinde

einen Religionslehrer, mußte ihn dann aber aus Kostengründen entlassen.

Unter den 1831 in Helmstedt lebenden 34 Juden befanden sich außer

Kaufleuten auch zwei Studenten der Medizin, ein Handschuh-

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Helmstedt

macher und ein Lohnkutscher. 1835 wurden in den Beitragslisten zum

Gehalt des Landrabbiners vier Trödler, ein Handelsmann und ein Kaufmann

erwähnt. Von 1840 bis 1875 waren die Helmstedter Juden zwar

weiterhin überwiegend als Händler und Kaufleute tätig, ihre Tätigkeiten

erscheinen jedoch differenzierter; als Berufe werden genannt: ein

Schnittwaren-, ein Produkten- und ein Modewarenhändler, eine Putzhändlerin,

ein Akkordeonfabrikant, ein Lotteriesubkollekteur, ein Arbeiter

und ein Arzt.

1847 trat die verarmte Putzhändlerin Henriette Salomon hochschwanger

zum katholischen Glauben über und heiratete den Uhrmacher

Trinks. Ein Sohn, der 1852 in Helmstedt geborene Franz Trinks,

wurde als Erfinder der »Trinks-Arythmotyp« bekannt, der ersten

schreibenden Rechenmaschine der Welt. In Braunschweig wurde eine

Straße nach ihm benannt. Ein Bruder Henriettes, der Arzt Hermann

Salomon, wurde 1855 zum Vorsteher der jüdischen Gemeinde gewählt.

Die Synagoge mußte aber 1857 aufgegeben werden, weil nur

noch fünf jüdische Familien in Helmstedt lebten. Ein erneuter Zusammenschluß

zu einer Gemeinde erfolgte 1859 unter dem Vorsteher

Louis Friede mit einer anderen Synagoge (Holzberg 22). Die Gemeinde

ging jedoch in den 1860er Jahren wieder ein, nachdem Hermann

Salomon unter dem Druck der wirtschaftlichen Verhältnisse zusammen

mit seiner Familie zum protestantischen Glauben konvertierte.

Weitere Versuche einer Gemeindebildung blieben ebenfalls ohne dauerhaften

Erfolg.

Eine Mikwe befand sich im 19. Jh. im Keller eines Hauses am Beek.

Nachdem der Plan des Gemeindevorstehers Louis Friede, den Friedhof

mit einer Mauer zu umgeben, aus Kostengründen gescheitert war,

wurde 1876 am Magdeburger Tor ein neuer Begräbnisplatz angelegt.

Der Gemeindevorsteher erklärte sich dazu bereit, das alte Friedhofsareal

am Schwarzenberg der Stadt zu überlassen. Erst der Einspruch

des Landrabbiners Gutmann Rülf führte dazu, daß man nur noch über

den unbelegten Teil verhandelte. 1899 sollen noch 13 Grabhügel zu

erkennen gewesen sein.

Erst als sich zum Ende des 19. Jh.s bei steigenden Gesamteinwohnerzahlen

auch die Zahl der Juden in Helmstedt auf 26 (1895) deutlich

erhöht hatte, wurde 1896 wieder eine Gemeinde gebildet, die bis

1900 bestand. 1913 wurde in Helmstedt Religionsunterricht durch

Lehrer aus Braunschweig erteilt. Im Ersten Weltkrieg fielen Hermann

Neuburger aus Emmerstedt und Bruno Herz aus Helmstedt. Zu einem

erneuten Gemeindezusammenschluß kam es erst wieder 1924; die Gemeinde

bestand diesmal bis 1933. Die Gemeindeleitung hatte 1932/33

Sally Stern inne. Die Juden im Dorf Emmerstedt (seit 1974 ein Ortsteil

von Helmstedt) waren der Synagogengemeinde angeschlossen.

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Helmstedt

Die Anfang der 1930er Jahre in Helmstedt und Emmerstedt ansässigen

jüdischen Familien besaßen in der Mehrzahl ein eigenes Geschäft

oder einen Betrieb. Für das Jahr 1924 werden sechs Kaufleute,

ein Produktenhändler, drei Viehhändler, ein Fabrikbesitzer, eine Buchhalterin

und eine Kassiererin genannt.

1925 wurde eine Ortsgruppe der NSDAP gegründet, die 1929 50

Mitglieder hatte. Bei den Reichstagswahlen 1930 und 1932 konnten

die Nationalsozialisten in Helmstedt Ergebnisse erzielen, die diejenigen

im Reich noch übertrafen: September 1930 19,7 % (18,3 %), Juli

1932 41 % (37,3 %), November 1932 33,5 % (33,1 %).

Bereits am 28. März 1933 wurde Siegfried Lilienfeld in Schutzhaft

genommen und in das SA-Heim Kornstraße gebracht, wo SA-Männer

ihn grob mißhandelten. Schon am nächsten Tag verließ die Familie

Helmstedt; der schwer verletzte Lilienfeld kam zur stationären Behandlung

in das jüdische Krankenhaus nach Hannover. Lilienfelds

konnten nach Paris emigrieren. Während Siegfried Lilienfeld dort kurz

vor dem Einmarsch der Deutschen starb, überlebten Frau und Tochter

die deutsche Besatzung im Versteck. Sohn Kurt wurde nach Kowno/

Litauen deportiert und ist dort umgekommen.

Siegfried Lilienfelds Bruder Julius wurde in der Nacht zum 7. Juli

1933 festgenommen und ebenfalls im SA-Heim Kornstraße mißhandelt.

Er emigrierte im August 1933 nach Paris. Auf der Flucht vor den

Deutschen wurde er 1942 in Südfrankreich verhaftet. Er überlebte das

Lager 21 bei Hallendorf, Auschwitz, das Warschauer Ghetto und

Dachau. Seine mit ihm nach Paris geflohene Ehefrau Martha und die

Kinder Horst und Marion wurden dort im Januar 1944 verhaftet, sie

starben in Auschwitz.

Nach den Mißhandlungen und Boykottmaßnahmen schlossen in

den Jahren 1933 bis 1935 außer der Viehhandlung und Schlachterei

der Brüder Lilienfeld das Haushaltsgerätegeschäft Lippmann und die

Patent-Tischfabrik Saalfeld. Hermann Saalfeld zog nach Magdeburg,

Familie Lippmann emigrierte nach Paraguay. Im Juli 1935 wurden

Bürger, die noch bei Juden einkauften, in einem Aushang öffentlich

angeprangert, im August inserierten 124 Geschäftsleute in mehreren

antisemitischen Sammelanzeigen, und von der SA wurden im Stadtgebiet

judenfeindliche Plakattafeln aufgestellt. Danach schlossen bis

1937 auch das Schuhhaus Stern und die Textilhandlung Rosemann.

Sally Stern zog nach Braunschweig, sein Sohn Manfred Stern wanderte

nach Amerika aus. Manfred Rosemann ging nach Paraguay. Der

Papierhändler David Wegmann wurde bei der Deportation polnischer

Juden am 28. Oktober 1938 an die polnische Grenze abgeschoben;

seine in Helmstedt geborene nichtjüdische Ehefrau besaß wie ihr

Mann die polnische Staatsangehörigkeit und mußte ihn begleiten.

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Helmstedt

Zollinhaltserklärung für ein Paket, das die nichtjüdische Ehefrau von David

Wegmann am 16. Dezember 1941 in das Ghetto von Warschau schickte.

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Helmstedt

Während sie nach Helmstedt zurückkehren konnte, kam David Wegmann

im Dezember 1939 nach Warschau. Aus dem im November

1940 eingerichteten Ghetto wurde er 1942 abtransportiert. Um einer

erneuten Verhaftung zu entgehen, ließ sich Agnes Wegmann im Februar

1943 von ihrem Mann scheiden.

Im Zusammenhang mit dem Novemberpogrom wurden am 10.

November 1938 einige Juden in Schutzhaft genommen und nach

Braunschweig gebracht. Während das Geschäft von David Wegmann

von Übergriffen verschont blieb, wurden die Textilhandlung Waldbaum

der Familie Mindus und der Süßwarenladen Henschel geplündert

und die Fensterscheiben zerschlagen. Die Inhaber mußten ihre

den schließen und ihre Häuser veräußern. Familie Mindus (Helmstedt)

sowie Iwan und Ida Neuburger (Emmerstedt) zogen 1939 nach

Hannover. Nach ihrer Zwangsumsiedlung in »Judenhäuser« im September

1941 wurden sie im Dezember von Hannover aus nach Riga

deportiert und kamen dort um. Iwan Neuburgers Sohn Werner überlebte

Riga und das KZ Stutthof und kehrte nach dem Krieg noch einmal

nach Helmstedt zurück. 1942 verurteilte ein Sondergericht den

mit einer Nichtjüdin verheirateten und daher noch nicht deportierten

Ziegeleiarbeiter Moritz Klein wegen eines Sexualdeliktes zum Tode.

Er wurde in Wolfenbüttel hingerichtet. In der Urteilsbegründung hieß

es: »Die Strafe für einen Juden kann nur Ausmerzung sein«. Die Witwe

Berta Henschel starb im Februar 1944 in Helmstedt nach einem

Bombenangriff. Daß sie nicht mehr deportiert wurde, hatte sie offenbar

dem Umstand zu verdanken, daß sie die Mutter eines im christlichen

Glauben erzogenen und noch unmündigen Sohnes war. Ilse Neuburger

aus Emmerstedt konnte sich mit ihrer Tochter in Italien verstekken,

während ihr Mann Hans Kahlberg in die Konzentrationslager

Mauthausen und Auschwitz gebracht wurde. Er überlebte und kehrte

nach dem Krieg mit seiner Familie in seinen Geburtsort Uslar zurück.

Die Mißhandlungen von 1933 im SA-Heim an der Kornstraße waren

1947 in Helmstedt Gegenstand eines Prozesses; der ehemalige

Kreisleiter der NSDAP, Herbert Lehmann, wurde zu zehn Jahren

Zuchthaus verurteilt; 18 weitere Angeklagte zu insgesamt 37 Jahren

und zehn Monaten Freiheitsentzug (darunter 27 Jahre Zuchthaus).

1950 wurde auch gegen den Vorsitzenden des Sondergerichtes, Hugo

Kalweit, wegen des Todesurteils gegen Moritz Klein Anklage erhoben.

Die Eröffnung der Hauptverhandlung wurde jedoch u. a. mit der Begründung

abgelehnt, daß eine antisemitische Haltung bei der Urteilsfindung

nicht nachzuweisen sei. Die nach der Pogromnacht von

1938 unter Zwang verkauften Grundstücke Henschel und Waldbaum/

Mindus wurden 1951 und 1953 den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben.

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Helmstedt

Heute leben in Helmstedt keine Juden mehr. Die letzte Bestattung

auf dem jüdischen Friedhof am Magdeburger Tor fand 1955 statt, er

wird heute vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen

in Hannover verwaltet. Eine Reliefstele von Siegfried Neuenhausen

aus dem Jahr 1985 greift das Thema des nationalsozialistischen

Antisemitismus lediglich in allgemeiner Form auf. 1993 und

1996 waren zwei Ausstellungen der jüdischen Geschichte in Helmstedt

seit dem Mittelalter und während der nationalsozialistischen

Diktatur gewidmet. Am 27. Januar 1998 wurde im Eingangsbereich

des Rathauses eine Gedenktafel für die Helmstedter Opfer der Shoah

angebracht.

Quellen und Literatur

Nds. StA Wolfenbüttel: 12A Neu 13g Nr. 13424; 128 Neu Abt. 24 Nr. 32.

YVA: M 122/358.

ZA: B.1/6 Asaria Nr. 122.

Fredersdorff, Leopold Friedrich: Promtuarium der Fürstlichen Braunschweig-

Wolfenbüttelschen Landes-Verordnungen in einem wesentlichen Auszuge,

Bde. 1-7, Braunschweig 1777, 1785, 1797, 1816.

Geitel, G. A.: Gesuch (s. Allgemeines Literaturverzeichnis).

Weihmann, Susanne: Ortsbesichtigung. Spuren jüdischer Geschichte in Helmstedt,

Helmstedt 1992.

Weihmann, Susanne: Vor 500 Jahren. »… kein Jude soll gelitten werden«, in:

Kreisbuch Landkreis Helmstedt, 1994/95, S. 19-25.

Weihmann, Susanne: »Die sind doch alle weggemacht.« Juden in Helmstedt

1933-1945, Helmstedt 1996.

Susanne Weihmann

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