Onlinebefragung 2005 - Unics.uni-hannover.de

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Onlinebefragung 2005 - Unics.uni-hannover.de

ptb

Psychologisch-Therapeutische Beratung für Studierende

Zentrale Einrichtung der Universität Hannover

Leitung: Dr. Waltraud Freese, Dipl.-Psych.,

Psychologische Psychotherapeutin

ptb

Online-Befragung zur Akzeptanz von Onlineberatung

unter Studierenden der Universität Hannover

Hannover, im August 2005

Welfengarten 2 c, 30167 Hannover

Tel.: 0511/762-3799 - Fax: 0511/762-5884

E-mail: info@ptb.uni-hannover.de

www.unics.uni-hannover.de/ptb


Vorbemerkung

(Dr. Waltraud Freese)

Nach einer Reihe von Vorüberlegungen 1 , Austausch mit KollegInnen anderer psychologischer

Beratungsstellen im Hochschulkontext (beispielsweise aus Bremen und Braunschweig) sowie mit

ExpertInnen psychologischer Beratung und Therapie wurde erstmals im Sommersemester 2004 das

seit mittlerweile 35 Jahren sehr gut angenommene Beratungsangebot der Psychologisch-

Therapeutischen Beratung für Studierende (ptb) um eine (vorgeschaltete) Onlineberatung ergänzt.

Angemerkt sei, dass die Nachfrage nach vertraulicher Einzelberatung seit Jahren gestiegen ist und

mittlerweile an die Belastungsgrenze der personellen Möglichkeiten der ptb rührt.

Im Dezember 2003 wurde Martin Paulick, nach seinem Abschluss als Diplom-Sozialwissenschaftler

seit 2003 Wissenschaftliche Hilfskraft in der ptb, durch zone35, Berlin mit den Grundzügen von

Online-Beratung vertraut gemacht. Die Schulungskosten wurden aus dem Etat der ptb getragen. Für

die Öffentlichkeitsarbeit des Angebots wurden jeweils zu Semesterbeginn jene Möglichkeiten genutzt,

mit denen auch das herkömmliche Angebot von Einzel- und Gruppenberatung 2 bekannt gemacht wird.

Zusätzlich wurde das Angebot mit den Internet-Seiten der ptb verlinkt. Das Onlineangebot wurde im

Sommersemester 2004 sowie im Wintersemester 2004/05 eher marginal genutzt, obwohl mit Beginn

des Wintersemesters ein leichter Anstieg festgestellt werden konnte. Dennoch zeigte sich nach

Auswertung bzw. Supervision der wenigen Beratungsprotokolle im Teamkontext

- dass der zunächst angesetzte Zeitrahmen von 20 Minuten nicht ausreicht, um den

Beratungsfokus einem annähernd befriedigenden Resultat zuzuführen

- dass der Gedanke, dieses Angebot als ein „vorgeschaltetes“ zu begreifen, das als

interaktive Beratungsmöglichkeit einen ersten, weitgehend anonymen Kontakt

ermöglicht, der nach subjektivem Empfinden weniger in die Autonomie der

Studierenden eingreift, von den bisherigen NutzerInnen offenbar ebenso gesehen

und eingesetzt wurde

- dass dementsprechend bei tiefer und weiter gehenden Problemen eine face-to-face

Beratung nicht ersetzt werden kann.

Um die bisherigen Erkenntnisse entsprechend objektivieren, die Akzeptanz unter Studierenden

erfassen und die Aufrechterhaltung des Angebots bei den eingeschränkten finanziellen und

personellen Ressourcen der ptb überdenken zu können, erschien eine größere Datenbasis

unumgänglich, so dass mit Beginn des Sommersemesters 2005 und in Kooperation mit dem Leiter des

Dezernats 6, Herrn Weltz, dem ich an dieser Stelle für seine unbürokratische Unterstützung sehr

danke, von Martin Paulick und E. Henniges (Dez. 6) die nachstehend beschriebene und kommentierte

Onlinebefragung unter Studierenden der Universität Hannover realisiert wurde.

Es liegt durchaus nahe, dass in Zukunft durch stringentere Strukturierung der Studiengänge die

zeitliche Flexibilität der Studierenden größeren Einschränkungen unterworfen ist. Diese Entwicklung

könnte bei allen Studierenden und verstärkt bei bestimmten Gruppierungen 3 den Wunsch nach Online-

Beratung bei studienbedingten und persönlichen Problemlagen erhöhen, die auf der Grundlage

hochschulrelevanter Feldkompetenz durchgeführt wird. Als Leiterin der Psychologisch-

Therapeutischen Beratung für Studierende am Hochschulstandort Hannover ist es mir ein Anliegen,

entsprechenden Entwicklungen mit einem qualifizierten Team zukunftsorientiert entgegen zu sehen.

Abschließend ist all jenen Studierenden zu danken, die sich an der Befragung beteiligt haben und eine

Datenbasis ermöglichten, die mehr Klarheit in die Frage der Akzeptanz von Online-Beratung an der

Universität Hannover bringt.

Hannover, im August 2005

1 vgl. Freese 2002/03, Tätigkeitsberichte der Psychologisch-Therapeutischen Beratung für Studierende (Punkt 6:

Ausblick und Perspektiven)

2 vgl. hierzu Freese (ebd., 3.6. Kooperation und Öffentlichkeitsarbeit)

3 zu denken ist an Studierende höherer Semester, die ein ortsfernes Praktikum machen, ein Auslandssemester

durchführen, an Studierende mit Kind(ern), an ausländische Studierende


Methodisches Vorgehen und Auswertung

Bearbeitung: Martin Paulick, Dipl. Sozial-Wiss.

Die Psychologisch-Therapeutische Beratung für Studierende (ptb) führt seit dem

Sommersemester 2004 Onlineberatung als vorgeschaltetes Beratungsangebot durch. Dabei

handelt es sich ausschließlich um eine Einzel-Chat-Beratung. Zwischen Ratsuchender/m und

Berater wird vorab ein Termin vereinbart, zu welchem beide einen nur für sie reservierten

Chat aufsuchen. Die Ratsuchenden sind dem Berater unbekannt. Zwar gibt es mittlerweile die

Möglichkeit der/m KlientIn eine Nachricht zukommen zu lassen, allerdings bleibt die E-

Mailadresse sowie alle anderen persönlichen Daten dem Berater verborgen. Lediglich das frei

gewählte Pseudonym ist bekannt. Weitere Angaben können aus einem so genannten

Monitoring entnommen werden, welche freiwillig gemacht werden und nicht überprüft

werden können.

Die nach außen hin abgesicherte (SSL-verschlüsselte) Plattform von beranet.de ermöglicht,

dass Ratsuchende/r und Berater gleichzeitig in einem virtuellen Raum online sind. Das

Beratungsthema wird dann in einem Austausch von Frage und Antwort, also in einem

schriftlich geführten Gespräch, bearbeitet. Folgekontakte sind möglich. Termine wurden

jeweils donnerstags zwischen 14.00-16.00 Uhr à 20 Minuten zur Verfügung gestellt. Seit

Mitte Oktober 2004 werden halbstündige Termine angeboten, da erste Erfahrungen mit dem

Onlinechat gezeigt haben, dass 20 Minuten eine zu kurze Zeitspanne für einen ausreichenden

Austausch waren.

Um zu ermitteln, inwiefern das Angebot an der Universität Hannover bekannt ist und welche

Resonanz es bei den Studierenden hervorruft, wurde im Mai/Juni 2005 eine Online-Befragung

zum Onlineberatungsangebot der ptb in Zusammenarbeit mit dem Dezernat 6 durchgeführt.

Insgesamt wurden bei einer ersten Befragung 791 E-Mailadressen angeschrieben

(Anschreiben s. Anhang), davon kamen 148 fehlgeschlagene Mails zurück, die nicht mehr

existent waren bzw. nicht mehr abgefragt wurden. 643 Studierende der Universität Hannover

hatte das Anschreiben folglich erreicht. Sie waren theoretisch in der Lage, die Umfrage

durchzuführen, sofern sie dem angegebenen Link folgten. Dabei ist zu beachten, dass nicht

alle Studierenden ihr Postfach während des Befragungszeitraumes in Augenschein genommen

haben müssen und dass bei einigen eventuell die technischen Voraussetzungen (z.B. veralteter

Browser, schlechte Übertragungsraten etc.) für die Durchführung der Online-Befragung

fehlten bzw. die Handhabung fehlerhaft geschah, was die nicht unerhebliche Abbrecherquote

der Umfrage von ca. 40% erklären könnte 4 .

Bei der Abfrage erster Zwischenergebnisse stellte sich ein Problem mit der genutzten

Software 5 heraus, welches vorher nicht abzusehen war. Die Befragung (23.5.-6.6.05) wurde

nach 15 Tagen daraufhin vorzeitig beendet. Insgesamt beendeten zu diesem Zeitpunkt 166

Studierende (25,8%) die Befragung vollständig. Zwar konnten die Zahlenwerte für Ja/Nein-

Antworten ermittelt werden, allerdings wurden die offenen Antworten ständig überschrieben

und konnten nicht gespeichert werden 6 . Deshalb kamen ptb und Dezernat 6 überein, die

Befragung ein zweites Mal zu starten. Zu diesem Zweck wurden 791 E-Mailadressen, die in

der ersten Befragung nicht angeschrieben wurden, selektiert und am 7.6.05 mit dem

vorherigen Anschreiben, das diesmal noch den Zusatz, möglichst den Microsoft Internet

4 Diesbezüglich gab es auch eine Rückmeldung per Mail, dass beim Versuch, die Umfrage durchzuführen, nach

der 2. Frage die Befragung abbrach.

5 rogator

6 Die Ergebnisse der ersten Befragung werden – soweit relevant – zur Vervollständig ebenfalls angeführt.


Explorer bzw. Mozilla Firefox als Browser zu verwenden 7 , angeschrieben. Der Hinweis

bewirkte ein Absinken der Abbrecherquote auf unter 20%.

Demografische Daten

Bei der zweiten Umfrage kamen 115 fehlgeschlagene Mails und zwei Abwesenheitsnotizen

zurück. Folglich hatten diesmal 674 Studierende nach Kenntnisnahme die Gelegenheit, die

Befragung durchzuführen (31 mehr als bei der ersten Umfrage). Die Befragung endete nach 9

Tagen am 15.6.05 8 . Der größte Teil der Befragung wurde sowohl bei der ersten als auch

zweiten Umfrage, in den ersten drei Tagen durchgeführt. An den Folgetagen gingen nur noch

vereinzelt Ergebnisse ein (insgesamt unter 10%), so dass der kürzere Befragungszeitraum im

Vergleich zur ersten Umfrage nicht sonderlich ins Gewicht fiel. Insgesamt beantworteten 175

Studierende (26%) die Befragung vollständig (9 mehr als bei der ersten Umfrage). Davon

waren 92 (52,6%) männlichen und 83 (47,4%) weiblichen Geschlechts 9 .

Geschlecht

männlich

92

weiblich

83

78 80 82 84 86 88 90 92 94

Beantwortet wurde die Umfrage vor allem von sich in mittleren Semestern (64/36,6%) bzw.

am Ende des Studiums (77/44%) befindenden Studierenden. Lediglich 34 (19,4%) befanden

sich am Anfang des Studiums 10 .

In welcher Studienphase befinden Sie sich?

Am Anfang des Studiums

34

In der Mitte des Studiums

64

Am Ende des Studiums

77

0 10 20 30 40 50 60 70 80 90

7 geschah auf Anraten von rogator

8 mit Ablauf der Nutzungslizenz der rogator-Software

9 Bei der ersten Umfrage kam es zu einem vergleichbaren Ergebnis von 88 männlich (53%) und 78 weiblich

(47%).

10 Bei der ersten Umfrage lag der Anteil der Studierenden im Grundstudium bei 44 (25,6%). Mittlere Semester

waren mit 66 (39,8%) am häufigsten, sich am Ende des Studiums befindende Studierende (56/33,7%) am

zweithäufigsten vertreten. Hier konnte der einzige signifikante Unterschied der beiden Umfragen festgestellt

werden.


Der AusländerInnenanteil lag bei 10,9% (n=19) 11 .

Nationalität

deutscher Nationalität

156

ausländischer Nationalität

19

0 20 40 60 80 100 120 140 160 180

Da sich die Zahlenwerte der ersten und zweiten Umfrage nicht signifikant unterscheiden, wird

im Weiteren lediglich auf die zweite Umfrage eingegangen, da hier auch offene Antworten

berücksichtigt werden konnten.

Befragung

Frage 1 - Kennen Sie das Onlineberatungsangebot der ptb?

6%

3%

0%

Nein

Ich habe schon davon gehört

Ich habe schon mal daran gedacht, teilzunehmen

91%

Ich habe bereits teilgenommen

Über 90 % der befragten Studierenden (n=159) kannten das Onlineberatungsangebot bisher

nicht. 16 Studierende (9%) hatten zumindest von der Einzelchatberatung erfahren. Fünf

Studierende hatten mit dem Gedanken gespielt, die Onlineberatung in Anspruch zu nehmen,

immerhin fast jede/r dritte, die/der in Kenntnis des Angebots war. An einer

Einzelchatberatung teilgenommen hatte bisher keine/r.

Viele Studierende begeben sich erst in einer Bedarfssituation auf die Suche nach möglichen

Hilfsangeboten. Plakate, Ankündigungen, Aushänge etc. werden zuvor anscheinend nur

bedingt wahrgenommen. Der hohe Nicht-Bekanntheitsgrad lässt nicht den Rückschluss zu,

dass Onlineberatung allgemein keine Akzeptanz bei den Studierenden genieße. Dafür spricht

der relativ hohe Zustimmungswert, zumindest eine Onlineberatung in Erwägung gezogen zu

haben, sobald das Angebot bekannt ist.

11 bei der ersten Umfrage lag der AusländerInnenanteil bei 12,1% (n=20).


Welche Vorteile hat Ihrer Meinung nach die Onlineberatung im Vergleich zur

herkömmlichen Einzelberatung (face to face)?

Die Beratung ist anonym

Ja

121

Nein

54

0 20 40 60 80 100 120 140

Ich kann mich von zu Hause aus beraten lassen

Ja

100

Nein

75

0 20 40 60 80 100

120

Ich habe weniger Hemmungen, mich im Chat zu öffnen

Ja

73

Nein

102

0 20 40 60 80 100 120


Offene Antworten 12

- keine Vorteile

- keine direkten Vorteile, aber kein Termindruck

- Die Beratung ist zeitlich flexibler, z.B. per Mail.

- keine (geringere) Wartezeit

- Ich bekomme vielleicht schneller einen Termin im Notfall.

- gut für Fragen und Kurzauskünfte

- KEINE MEINUNG

- Die Online-Beratung wuerde ich auch machen, wenn ich nicht wirklich davon ueberzeugt waere,

eine Beratung zu machen.

- ist für derartige Beratungen der persönliche Kontakt nicht erforderlich? m.E. höchstens zur Kontakt-

aufnahme (Schwellenangst) sinnvoll

- Ich kann für mich keine Vorteile erkennen.

- hat sie Vorteile?

- Die Vorteile sehe ich bezüglich der ersten bzw. anfänglichen Kontaktaufnahme. Eine Einzelberatung

bei "ernsten" Problemen kann die Onlineberatung nicht ersetzen.

- jederzeit möglich

- Da ich es noch nicht in Anspruch genommen habe, könnte ich nur Vermutungen äußern. Dann würde

ich alle drei Punkte ankreuzen. Außerdem würde ich hoffen, dass es terminunabhängig ist.

- ermoeglicht ersten Kontakt zur Beratungsstelle

- keine

- Die Beratung ist sofort möglich (keine Wartezeit auf einen Termin)

- Ich kann mir nicht vorstellen mich online beraten zu lassen: 1.Manche Fragen ergeben sich aus der

Gesprächssituation. 2. Besonders persönliche Beratungsgespräche müssen face-to-face passieren.

Sinnvoll könnte die Frage nach Fakten online sein.

- Ich habe auch Sprache Probleme

- man kommt durch oben genanntes wahrscheinlich schneller und zielorientierter antworten bzw

Lösungsvorschläge, da es sich auf das wesentliche konzentriert

Bei der Frage nach den Vorteilen von Onlineberatung wurden drei mögliche Antworten

vorgegeben sowie eine offene Beantwortung als Option zur Verfügung gestellt, von der 20mal

Gebrauch gemacht wurde. Mehrfachantworten waren möglich. Die meisten Studierenden

(n=121/69%) sehen den größten Vorteil in der Anonymität der Beratung. Auch die räumliche

Flexibilität, sich z.B. von zu Hause aus beraten zu lassen, wurde überwiegend als Vorteil

empfunden (n=100/57%). Das in einer Chatberatung eventuelle Hemmungen leichter abgelegt

werden, wird nur von einem Teil der Befragten bestätigt (n=73/42%). In den offenen

Antworten kommt eine zeitliche Flexibilität als weiterer Vorteil zum Tragen. Eventuelle

Wartezeiten erscheinen beim Chattermin verkürzt. Mehrfach wird auch die

Niedrigschwelligkeit des Angebots hervorgehoben, die eine erste Kontaktaufnahme leichter

erscheinen lässt. In drei Antworten erschien Onlineberatung lediglich für einen kurzen

Informationsaustausch sinnvoll. Fünfmal wurde ausdrücklich kein Vorteil bzw. keine

Meinung genannt.

12 Bis auf offensichtliche Rechtschreibfehler wurden die offenen Antworten 1:1 transkribiert übernommen


Und welche Nachteile hat Ihrer Meinung nach die Onlineberatung?

Ich sehe den Berater nicht

Ja

109

Nein

66

0 20 40 60 80 100 120

Die Zugangsweise ist kompliziert

Ja

22

Nein

153

0 20 40 60 80 100 120 140 160 180

Die Beratungszeiten (Donnerstag zwischen 14:00 und 16:00 Uhr) sind

ungünstig

Ja

75

Nein

100

0 20 40 60 80 100 120


Offene Antworten 13

- kein freies Gespräch möglich

- keine Nachteile

- Wie wird eine "Vertrauensbasis" online aufgebaut?

- umständliche Kommunikation bei schwierigen Fragen

- Entgegen dem zuvor genannten Vorteil, scheint doch keine Beratung per e-Mail möglich zu sein, was auf

Kosten der zeitlichen Flexibilität geht.

- Keine

- daher unwirkliche Ebene

- mündlich kann ich besser formulieren

- Anonymität hat in diesem Moment durchaus Nachteile, z.B. offen zu sein, wer sitzt einem gegenüber, kann

ich dieser Person vertrauen, ist sie kompetent in meinen Augen

- keine Menschlichkeit

- Ich weiß nicht, wer vielleicht mitliest.

- mögliche technische Probleme

- nicht geeignet für wirkliche Probleme, eher niedrigschwelliges Angebot um ersten Kontakt herzustellen

- Spezifische Fragen sind schwieriger zu stellen und zu beantworten.

- Ich glaube nicht, dass die Beratung ein persönliches Gespräch ersetzen kann

- Vielleicht kommt es zu Missverständnissen, die bei einer face to face Beratung nicht entstanden wären.

- Keine

- Gespräch könnte etwas unpersönlich sein!

- Umfangreiche Probleme können nicht ausreichend besprochen werden

- Unpersönlich

- Verbale Kommunikation ist schneller.

- Der Berater bekommt nicht das richtige Bild von meinem Problem vermittelt.

- ich hab noch nie dran teilgenommen....

- Der/Die Berater/in sieht "mich" nicht.

- Der Berater kann nicht erkennen, wie meine Mimik, Gestik.... ist, die eine Menge über den Gefühlszustand

des Patienten aussagt

- man könnte Sprachprobleme haben, nicht für jeden geeignet

- mir fällt im Moment kein Nachteil ein

- keine, man sollte es als Zusatz sehen

- das Problem könnte dem Berater vielleicht nicht ganz klar werden

- kurze Beratungszeit

- zu unpersönlich

- zu unpersönlich

- Anonymität bzw. Chatatmosphäre verfälscht echte zwischenmenschliche Reaktionen, da die Gestik fehlt.

- das kann ich nicht beurteilen, inwieweit was Nachteile wären, da ich das Angebot nicht wahrgenommen habe

- der angebotene Zeitraum ist zu kurz

- Da ich den Berater nicht sehe, kann nur schwer ein Vertrauensverhältnis entstehen.

Auch bei der Frage nach den Nachteilen wurden wieder eine offene und drei vorgegebene

Antworten angeboten. Wiederum waren Mehrfachantworten möglich. Als größter Nachteil

wird der fehlende Face-to-Face-Kontakt empfunden (n=109/62%). Nur wenige halten die

Zugangsweise für kompliziert (n=22/13%). Es zeigt sich, dass ein überwiegender Teil der

Studierenden, die zumindest an der Befragung vollständig teilgenommen haben, sich

theoretisch zutrauen, Anmeldemodalitäten und Betreten eines Chatrooms durchzuführen. Ein

geteiltes Echo rufen die bisherigen Beratungszeiten (donnerstags zwischen 14:00 und 16:00

Uhr) hervor. 75 Studierende halten sie für eher ungünstig (43%), 100 für günstig (53%). Aus

den offenen Antworten geht besonders häufig eine empfundene Unpersönlichkeit des

Kontakts als Kritik hervor. Ergänzend zum fehlenden Face-to-Face-Kontakt wird häufig auch

eine besondere „Umständlichkeit“ eines Onlinegespräches erwartet, was eventuell aufgrund

fehlender Mimik und Gestik zu Missverständnissen führen könnte. Des Weiteren scheint die

13 Bis auf offensichtliche Rechtschreibfehler wurden die offenen Antworten 1:1 transkribiert übernommen


Plattform für einige nicht geeignet, tiefer liegende Problemlagen auf Chatbasis zu bearbeiten,

zum Teil auch, weil die Beratungszeit zu kurz bemessen ist. Immerhin drei Befragte können

sich nicht vorstellen, dass im Einzelchat ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden kann. Als

Nachteil wurde einmalig bedauert, dass derzeit keine E-Mail-Beratung angeboten wird, was

zu Lasten der erwarteten Flexibilität gehe 14 . Jeweils einmal wurden Sicherheitsbedenken bzw.

mögliche technische Probleme befürchtet. Insgesamt fünf Antwortende sahen ausdrücklich

keinen Nachteil im Angebot.

Würden Sie das Onlineberatungsangebot bei Bedarf nutzen?

Würden Sie das Onlineberatungsangebot bei Bedarf nutzen?

Ja

77

Nein

29

Weiß nicht

69

0 10 20 30 40 50 60 70 80 90

Obwohl nur eine geringe Zahl (n=16/9%) das Angebot der ptb bisher wahrgenommen hat, können sich

immerhin 77 Studierende (44%) vorstellen, Onlineberatung bei Bedarf in Anspruch zu nehmen. Nur 29

Studierende (16,6%) würden im Bedarfsfall auf Chatberatung verzichten. 69 Studierende (39,4%) sind

unentschlossen, was unter anderem wegen der bisherigen geringen Kenntnisnahme des Angebots nicht

verwundert.

14 E-Mails, die einen Beratungswunsch beinhalten, können an den herkömmlichen Account: info@ptb.unihannover.de

gerichtet werden.


Offene Antworten 15

Haben Sie Verbesserungsvorschläge zu unserem Beratungsangebot?

- längere Öffnungszeiten, Wahl freundlicheres Teams

- Öfter Beratungszeiten

- Beratungszeiten ausweiten, vielleicht ein Forum einstellen

- Vielleicht mehr Termine ermöglichen?

- flexiblere Zeiten

- bessere Beratungszeiten anbieten, flexibler sein

- Kenne doch das Beratungsangebot nicht!!!

- Längere "Öffnungszeiten"

- Ich weiß nicht so recht, werde mir Gedanken machen

- Eine personelle Aufstockung wäre sicherlich von Vorteil

- es sollte auch per E-Mail möglich sein fragen zu senden

- bessere Öffentlichkeitsarbeit, Hinweise auf das Angebot

- mehr Berater wären vonnöten

- da es wohl um eine zeit von 2 Std. in der Woche geht, in der die Online-Beratung angeboten wird?

Angebot erweitern

- mehr werben

In den Verbesserungsvorschlägen, die als offene Antwortoption angeboten wurden, kam

insbesondere der Wunsch nach einer Ausweitung der Beratungszeiten zum Ausdruck, um

flexibeler auf das Angebot reagieren zu können. Auch eine Aufstockung der Beratenden ist

für 3 Studierende wünschenswert. Zweimal wurde vorgeschlagen, die Öffentlichkeitsarbeit

auszuweiten. Jeweils einmal wird der Wunsch nach einem möglichen Forum bzw. E-Mail-

Beratung geäußert. Von 160 Studierenden (91%) kamen keine weiteren

Verbesserungsvorschläge.

15 Bis auf offensichtliche Rechtschreibfehler wurden die offenen Antworten 1:1 transkribiert übernommen


E-Mail-Anschreiben und Fragebögen:

Anhang

Von: ”Universität Hannover – ptb“

An:

Gesendet: Dienstag, 7.Juni 2005 11:15

Betreff: Online-Befragung der Uni Hannover

Sehr geehrte/r Frau/Herr …,

die Psychologisch-Therapeutische Beratung (ptb) bietet seit dem Sommersemester 2004

neben dem herkömmlichen Beratungsangebot (Einzelberatung/Gruppenangebote) Online-

Beratung an.

Die Universität Hannover ist daran interessiert, was Sie von der Online-Beratung halten, ob

Sie schon einmal daran gedacht haben, das Angebot wahrzunehmen und welche

Verbesserungsvorschläge Sie haben.

Durch Ihr Engagement soll die Akzeptanz und Aufrechterhaltung des Angebotes "Online-

Beratung" ermittelt werden.

Zur Befragung klicken Sie bitte hier.

Vielen Dank, dass Sie sich für die Befragung Zeit nehmen.

Ihre ptb

Hinweis zum Datenschutz:

Die Befragung umfasst 5 Fragen, erfolgt anonym, ist ohne Verpflichtung und in wenigen

Minuten zu beantworten. Die ptb hat keinen direkten Zugriff auf Ihre persönlichen Daten. Ihre

E-Mail-Adresse wurde nach dem Zufallsprinzip durch die Universitätsverwaltung ausgewählt

und versendet. Die Befragung unterliegt den Bestimmungen des nds. Datenschutzgesetzes.

Falls Sie noch Fragen haben sollten, wenden Sie sich bitte direkt an die ptb unter 762-3799

oder antworten auf diese E-Mail!


Kennen Sie das Onlineberatungsangebot der ptb?

Nein

Ich habe schon davon gehört.

Ich habe schon mal daran gedacht teilzunehmen.

Ich habe bereits teilgenommen.

Frage 1 von 8

Welche Vorteile hat Ihrer Meinung nach die Onlineberatung

im Vergleich zur herkömmlichen Einzelberatung (face to face)?

Mehrfachantworten möglich!

Die Beratung ist anonym.

Ich kann mich von zu Hause aus beraten lassen.

Ich habe weniger Hemmungen, mich im Chat zu öffnen.

Ihre Antwort:

Frage 2 von 8


Und welche Nachteile hat Ihrer Meinung nach die Onlineberatung?

Mehrfachantworten möglich!

Ich sehe den Berater nicht.

Die Zugangsweise ist kompliziert.

Die Beratungszeiten (Do 14-16 Uhr) sind ungünstig.

Ihre Antwort:

Frage 3 von 8

Würden Sie das Onlineberatungsangebot bei Bedarf nutzen?

Ja.

Nein.

Weiß nicht.

Frage 4 von 8


Haben Sie Verbesserungsvorschläge zu unserem Beratungsangebot?

Nein.

Ja, und zwar:

Frage 5 von 8

Vielen Dank, dass Sie sich für die Befragung Zeit genommen haben.

Drei Angaben würden wir noch gerne von Ihnen erfahren.

Sind Sie:

Männlich?

Weiblich?

Frage 6 von 8


In welcher Studienphase befinden Sie sich?

Am Anfang des Studiums.

In der Mitte des Studiums.

Am Ende des Studiums.

Frage 7 von 8

Sind Sie:

Deutscher Nationalität?

Ausländischer Nationalität?

Frage 8 von 8

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