POM 15

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Essen Verdauen Wiederkäuen Balintgruppe ?

POW ?5

Essen Verdauen Wiederkäuen Balintgruppe ?

Von Christine Mussner - Seeber & Iris Huber, Innsbruck

Im Sommerseinester 1997 wurde uns

in der fortgeschrittenen studentischen

Anamnesegruppe die freudige Botschaft

verkündet: Fortsetzung folgt! Dr.

Thiel, Dr. Libal, Mag. Mumelter gründeten

eine Gruppe zur Betreuung/Begleitung

chronisch Kranker;

Anamnesegrüppler bevorzugt! Offen

für Neues wagten wir uns zürn ersten

Treffen. Um in der Praxis bestehen zu

können, wappneten uns unsere Betreuer

mit einem Theoriegerüst: In einem

vierstündigen Gespräch wurden

wir mit folgenden Themen konfrontiert:

• die Situation von chronisch Kranken

• die Reaktionen des sozialen Umfelds

• unsere Rollen, Erwartungen und

Ängste.

Anschließend wurden die Claims abgesteckt.

Der nächste Schritt bestand

darin, mit Station und Patient in Kontakt

zu treten. Hier lagen für einige von

unseren Kommilitonen so manche

Stolpersteine im Weg: Keine geeigneten

Patienten, vom Arzt „überzeugte"

Patienten, unerreichbare Götter in

Weiß, skeptisches Stationspersonai.

Letztendlich konnte sich jeder mit Gesprächen

Sättigen...rülps...vom

konstitutionellen

Typ und von der Kostzusammesetzung

abhängig, variierte die

Verdauung: Dem einen bekam es gut,

der andere hatte länger daran zu kauen.

Manch einer plagte sich mit Sodbrennen

bis zum nächsten Gruppentreffen,

wo es durch Supervision behandelt

wurde. Die erste Runde des

Abends wird einer Reflexion zur eigenen

Patientenbeziehung gewidmet...

wiederkäuen... Aufkommende Probleme

werden in der Runde diskutiert und

- wenn möglich - gelöst. Einen guten

Beitrag dazu leisten Erfahrung, Kompetenz

und praktischen Tips der Betreuer.

Auf diese Art und Weise erleichtert,

sind wir bereit für unsere

nächsten Patientenbesuche. Mahlzeit!

Uns. Christine und Iris, munden diese

Menüs sehr und wir können es für andere

Universitätsspeisekarten heiß

empfehlen.

Nach all den spannenden Diskussionen in Innsbruck denkt POM

Fritz mal wieder, wie schade es doch ist, daß man so wenig von den

anderen mitbekommt. Es wäre doch gut wenn die ganze Anamnesegruppenlandschaft

besser vernetzt wäre. Neulich hat er doch über

einen Freund von der Schwester eines Bekannten erfahren, daß es

in Lübeck Gruppen gibt, die überhaupt keinen „Außenkontakt" haben,

(Seite 37). „Gab es da nicht so ein Angebot von der Balint -

Gesellschaft 7 " In Würzburg soll es jemanden geben der sich damit

auskennt...

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