POM 15

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POM 15

POW1S

Von Iris Kachle, Hamburg

Anamnesegruppen in Hamburg

Es gab sie schon einmal - doch inzwischen

ist keiner von den ersten Teilnehmerinnen

mehr dabei. Nach ein

paar Semestern Pause, in denen das

Bestehende verschwand fanden sich

Tutorinnen zusammen, um Anamnesegruppen

auch in Hamburg wieder zu

etablieren. Wie auch bei den früheren

Gruppen, erklärte sich zunächst nur

die Hautklinik dazu bereit, uns Patientinnen

zu vermitteln. Die Räume stellte

uns die Medizinische Psychologie zur

Verfügung ebenso die Supervisorrinnen.

Da nun keiner eine Vorstellung,

geschweige denn Ausbildung zum/zur

Tutorln hatte, organisierten wir den

Ablauf wie folgt: Die Aufgaben der

Tutorinnen waren zunächst darauf beschränkt,

das Organisatorische am

Anfang des Semesters zu erklären.

Nach jedem Anarnnesegesprach, in

dem wir neben den medizinischen Inhalten

versuchen den Schwerpunkt

auf die Erhebung der Sozial - und Familienanamnese

zu legen, haben wir

die Möglichkeit uns innerhalb der

Gruppe über den Ablauf des Gesprächs

und die wahrgenommenen

Eindrücke kritisch zu unterhalten. In

der Supervision reden wir dann in der

ganzen Gruppe über die zwei vorangegangenen

Anamnesen. Das ermöglichte

allen Mitgliedern eine ausführliche,

professionell geleitete Nachbesprechung.

So haben wir vor drei Semestern

mit drei kleinen Gruppen (a 5

- 8 Teilnehmerinnen) angefangen. Als

nächsten Schritt haben wir uns dann

letztes Semester vorgenommen, in

Kontakt zu anderen Kliniken zu kommen.

Mit Unterstützung des Studiendekans

und einer Professorin der Medizinischen

Psychologie sind wir dieser

Erweiterung nähergekommen: Im

nächsten Semester werden wir dann

auch Patientinnen aus anderen Fachrichtungen

sehen können, was eine

willkommene Abwechslung zu den

Hautpa-tientlnnen darstellen wird. Ein

weiteres Ziel ist es, eventuell eine Art

Tutorlnnen-Training zu ermöglichen,

um ,,Neulingen" den Schritt zur Anleitung

zu erleichtern.

Eigentlich hat er jetzt schon genug von Fischsuppe und Matjes mit

Bratkartoffeln, aber in Lübeck mit den Anamneslern, die er über die

Homepage kennengelernt hat, live zu ehalten, ein Besuch bei den

Buddenbrooks, und nicht zuletzt die Aussicht auf das gute Marzipan

lassen ihn dann doch den Bummelzug über Bargteheide, Ahrensburg

und Bad Oldesloe nehmen. Irgendwie ist das platte Land hier oben ja

doch ganz abwechslungsreich: Kühe, Schafe, Kühe, Schafe, Kühe,

Vogelscheuche.,.

Bericht aus Lübeck

Von Sonja Pfäffle, Martin Petersen und Tilo Kiesse, Lübeck

Nur durch Zufall und über Kontakte

durch die neue Homepage der Anamnesegruppe

haben wir vom POM erfahren.

Wir, das sind Sonja, Martin

und Tilo - Tutoren der Lübecker

Anamnesegruppen. Womit wir gleich

bei unserem Hauptproblem wären, seit

zwei Jahren haben wir kaum noch

Verbindung mit anderen Anamnesegruppen

in Deutschland. Mit diesem

Artikel hoffen wir wieder mehr Kontakte

zu knüpfen und wollen Euch

deshalb kurz über unsere Gruppen

berichten.

Anamnesegruppen gibt es in Lübeck

seit 1994. Angefangen hat es erst mit

einer Gruppe, spater entstanden dann

noch zwei weitere mit wechselnder

Mitgliederzahl. Etwas Spezielles in

Lübeck ist die Schirmherrschaft durch

die Klinik für Psychiatrie (oder ist das

gar nicht speziell, sondern überall so

?). Es gab in der Anfangszeit häufig

Probleme mit der „Freigabe" der Patientinnen

durch einige Stationsärztinnen

für unsere Gespräche, fanden

diese doch in einem separaten Raum

außerhalb der Stationen

hörten oft das Argument:

statt. Wir

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