POM 15

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Ein paar Berliner Bonbons

POTK 15

Ein paar Berliner Bonbons

Von Tillmann Jacobi, Berlin

Berlin: große Stadt, drei (bzw. zwei)

Universitätsklinika, viele Krankenhäuser

von alter oder top-moderner

Ausstattung, mehrere Schwerpunktstationen...

Im Grunde ein Traum für

Medizinstudenten oder Anmnesegruppen.

Beim Wechsel aus dem kleinen

Homburg hierher war ich persönlich

ganz baff, was es noch so alles gibt

oder geben kann, die Anamnesegruppenarbeit

zu ergänzen. Im Nachhinein

denke ich, nicht bloß in großen Städten

mildem schnelleren Puls, sondern

überall, wenn man die Beteiligten nur

aktiviert, Die meisten Institutionen sind

sehr kooperativ und hilfsbereit. In Berlin

sind so regelmäßig Gruppen zu

Gast in einer Abteilung für Naturheilkunde

im Krankenhaus Moabit, in der

mit „alternativen" Methoden und Erkenntnissen

gearbeitet wird, z.B. diätische

Maßnahmen u.a.. Im Auguste-

Viktoria-Krankenhaus im Süden Berlins

befindet sich ein Schwerpunkt für

HIV/AIDS, im Jüdischen Krankenhaus

für Suchtpatienten, insbesondere Alkoholiker.

Auch wenn die Thematik in

beiden Bereichen sensibel zu handhaben

ist und viele Tabus gestreift werden,

zeigen sich die Mitarbeiter dort

sehr vertrauensvoll und lassen uns

Gruppe machen, ohne daß ein Arzt

dabei sein will oder muß.

Ein wichtiger weiterer Pluspunkt: Fortbildungen,

etwa ein bis zweimal pro

Semester. Wir -können uns relativ

spontan Seminare bei Spezialisten

organisieren, die meist kostenfrei von

ihrer Arbeit erzählen oder uns auch

konkrete Anleitung für Problemthemen

geben, z.B. Sexualanamnese,

Schmerztherapie, Suchtproblematik.

Es hat sich gezeigt, daß es den Dozenten

gar nicht so wichtig ist, wer

Anamnesegruppentutoren überhaupt

sind und was sie genau machen, sondern

daß es akzeptiert wird, wenn sich

einfach „etwa 10 Studenten, die etwas

zu einem Thema lernen und erfahren

wollen" anmelden. Der Wille und das

Interesse, noch neben dem Studienalltag

etwas zu erfahren, reichen als

Argument, dazu muß man sich nicht

als Tutor ausweisen. Bestimmt auch in

anderen Städten, oder?!!

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