POM 15

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POM 15

„Neuer Wind in den Ulmer Anamnesegruppen"

PÖM15

kann und wie wichtig es doch ist, sich

jetzt schon mit Einfühlungsvermögen

und Geduld darin zu üben,

Evaluation der Ulmer Anamnesegruppen:

Im Rahmen meiner Dissertationsarbeit

mit dem Thema: „Die Effektivität

der Ulmer Anamnesegruppen"

werden von den Anamnesegruppenteilnehmerinnen

jeweils zu Beginn

und am Ende des Semesters eigens

dafür entwickelte Fragebögen ausgefüllt.

Dabei interessiert vor allem, ob

sich die Erwartungen und Wünsche

der Teilnehmerinnen erfüllen, und inwiefern

sich durch die Teilnahme an

einer Anamnesegruppe die Einstellungen

im Hinblick auf die Arzt-Patient-

Beziehung ändern. Ferner sind die

Fragebögen auch ein wichtiges Feedback

für die Tutorlnnen, weil auch die

Arbeit der Tutorlnnen darin beurteilt

wird. (Wer sich für die Fragebögen

interessiert, kann sich bei mir gerne

melden,}

Wozu ein „Casebook"? Die eigentliche

Idee eine Art von Logbuch einzuführen,

war die, daß während der vielen

Treffen der Gruppen zum Teil hilfreiche

Diskussionen und wertvolle

Gedanken aufkommen, die zu einem

späteren Zeitpunkt wieder sehr nützlich

sein könnten. Ein Protokollheft

wollten wir nicht, weil das viele von

vorn- herein abschreckt. So entwarfen

wir ein gebundenes Buch, indem die

wesentlichen Erkenntnisse eines

Anamnesegruppentreffens jeweils von

einem/einer anderen Teilnehmer/-in

eingetragen werden. Zu den im Casebook

einheitlich vorgegebenen Stichpunkten

(Datum, Patient/-in, Fachgebiet,

Gesprächsführer/-in; jetztige Beschwerden,

Eigen-, Familien-' Sozialanamnese

und Nachgespräch) soll

Wichtiges wiedergegeben und „Aha"-

Effekte festgehalten werden. Bei konsequenter

Führung liegt am Ende des

Semesters ein Kompendium mit allen

Patientlnnengespächen und den daraus

gewonnen Erkenntnissen vor. Das

Casebook wird am Semesterende vervielfältigt,

so daß jede/-r auf die Eintragungen

zurückgreifen kann, Bei regelmäßiger

Teilnahme wird die erste

Seite von einem beigelegten SCHEIN

geschmückt, offiziell von der Abteilung

ausgestellt (!), der neben dem Casebook

als handfeste Erinnerung an die

Zeit in der Anamnesegruppe dienen

soll.

: j.

Voll motiviert will er jetzt mal das nähere Ausland und seine Anamnesetätigkeiten

erkunden, was läge da näher, als nach Innsbruck zu

trampen? „Wenn ich an Ärzte denke, fallen mir immer nur Prof.

Brinkmann und George Clooney ein", lacht sein Fahrer, und es entspinnt

sich ein spannendes Gespräch über Ärzte und Medien (auf

Seite 117).

In Innsbruck angekommen, liest er das Programm: „Uff, das hört sich

nach schwerer Kost an, aber gespannt bin ich trotzdem, wie die

Gruppen mit chronisch Kranken und AIDS Patientinnen laufen."

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