Jahresbericht 2011 - Universitätsklinikum Regensburg

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Jahresbericht 2011 - Universitätsklinikum Regensburg

Jahresbericht 2011


Inhalt

Das Universitätsklinikum im Überblick

2010 2011

Behandlungsfälle ambulant * 112.179 115.516

Patientenzahl stationär ** 30.659 31.388

Ø Verweildauer in Tagen 8,13 7,98

Ø Auslastung in Prozent *** 79,85 80,14

Case-Mix-Index 1,87 1,87

Landesbasisfallwert in € 2.982,50 2.982,60

*

inkl. Zahnkliniken

**

voll- und teilstationäre Fälle

*** Stufenweise Inbetriebnahme der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin


Inhalt

3

4 Vorwort

6 Rückblick

14 Forschung und Lehre

16 Forschung

17 Lehre

18 Organe und Gremien der Fakultät für Medizin

20 Klinisch-theoretische Institute der Fakultät für Medizin

24 Patientenversorgung

26 Geschichte des Universitätsklinikums Regensburg

28 Gremien des Universitätsklinikums Regensburg

30 Zahlen und Fakten

31 Pflege

Kliniken und Abteilungen

32 Klinik für Anästhesiologie

32 Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

33 Klinik und Poliklinik für Chirurgie

33 Abteilung für Unfallchirurgie

34 Klinik und Poliklinik für Dermatologie

34 Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

35 Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und herznahe

Gefäßchirurgie

35 Abteilung für Thoraxchirurgie

36 Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I

36 Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie

37 Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II

37 Abteilung für Psychosomatische Medizin

38 Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin

38 Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

39 Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie

39 Abteilung für Neuropathologie

40 Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie

40 Abteilung für Nuklearmedizin

Zahnkliniken

41 Poliklinik für Kieferorthopädie

41 Poliklinik für Zahnärzliche Prothetik

42 Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie

Institute des Universitätsklinikums

43 Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin

43 Institut für Röntgendiagnostik

Kliniken und Lehrstühle in kooperierenden Häusern

44 Klinik und Poliklinik für Neurologie

44 Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

45 Lehrstuhl für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Schwerpunkt Geburtshilfe

45 Lehrstuhl für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Schwerpunkt Frauenheilkunde

46 Lehrstuhl für Orthopädie

46 Lehrstuhl für Urologie

47 Kooperationen in der Patientenversorgung

48 Leistungszahlen

49 Daten und Fakten

50 Kurzüberblick 2011

51 Top-25 DRGs

52 Bilanz

53 Gewinn und Verlustrechnung

Beteiligungen

55 Comparatio Health GmbH

55 KrankenhausDienstLeistungen (KDL)

55 Sterilgut-Service-Center-Regensburg (SSC)


Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

in einem erneut schwieriger gewordenen Umfeld hat

das Universitätsklinikum Regensburg 2011 seine Stellung

in der deutschen Universitätsmedizin gefestigt.

Es arbeitet weiterhin in Forschung und medizinischer

Versorgung auf höchstem Niveau. Die Absolventen der

ärztlichen Prüfungen gehören seit Jahren bundesweit

zur Spitzengruppe. Gleichzeitig ist es auch 2011 wieder

gelungen, die wirtschaftlichen Herausforderungen

erfolgreich zu bewältigen. Der Jahresbericht 2011 gibt

Ihnen die Möglichkeit, sich selbst ein fundiertes Bild

über Forschungsschwerpunkte und klinische Profile zu

machen.

Ausdruck der positiven Entwicklung des Universitätsklinikums

sind unsere Leistungszahlen. Die Zahl der

stationären Patienten ist gegenüber 2010 um über 600

gestiegen, die der ambulanten sogar um über 3.300.

Nach einem leichten Rückgang im Vorjahr konnte die

Auslastung wieder auf über 80 % gesteigert werden.

Die durchschnittliche Verweildauer der Patienten sank

knapp unter die Schwelle von acht Tagen. Beim Case-

Mix-Index steht Regensburg mit 1,87 weiterhin an der

Spitze der Universitätsklinika in Deutschland.

Im Bereich der Fakultät für Medizin sind 2011 die

folgenden personellen Veränderungen hervorzuheben:

Zum 1. Oktober übernahm Herr Prof. Dr. Dr. Torsten E.

Reichert, Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-,

Kiefer- und Gesichtschirurgie für vier Jahre das Amt

des Dekans und folgt damit Herrn Prof. Dr. Bernhard

Weber, Direktor des Instituts für Humangenetik, nach.

Am 10. Juni wurde Herr Prof. Dr. Rainer Rupprecht


Vorwort 5

auf den Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie

berufen. Als Nachfolger von Herrn Prof. Dr. Dr. Helmfried

Klein leitet er ab diesem Zeitpunkt auch die Klinik

und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im

Bezirksklinikum Regensburg.

Im Universitätsklinikum konnten 2011 neue Funktionsbereiche

implementiert werden. Zum 1. Januar hat die

neue Abteilung für Neuropathologie unter Leitung von

Herrn Prof. Dr. Markus J. Riemenschneider ihre Arbeit

aufgenommen. Eng verknüpft mit ihr ist die von der

Wilhelm Sander-Stiftung geförderte Therapieeinheit

NeuroOnkologie. Sie wurde am 17. Februar eröffnet

und steht unter der kommissarischen Leitung von

Herrn PD Dr. Peter Hau, Oberarzt an der Klinik und

Poliklinik für Neurologie im Bezirksklinikum Regensburg.

Die Abteilung für Neuropathologie und die Wilhelm

Sander Therapieeinheit arbeiten im Zentrum für

Hirntumoren interdisziplinär zusammen und entwickeln

gemeinsam modernste Therapieverfahren auf molekularer

Basis zur individualisierten Behandlung bestimmter

Hirntumoren.

Zu spüren bekommt auch das Universitätsklinikum

den zunehmenden Fachkräftemangel und den

dadurch bedingten Wettbewerb um qualifiziertes

Personal in vielen Berufsgruppen. Die Verantwortlichen

aller Funktionsbereiche und die Personalentwicklung

nehmen diese Herausforderungen eigeninitiativ

an und entwickeln effiziente Maßnahmen zur

Personalgewinnung und –bindung. Ein Baustein aus

diesem Maßnahmenkatalog ist das 2011 gestartete

Traineeprogramm für den Führungsnachwuchs in der

Pflege. Gezielt soll es geeignete Mitarbeiter bei ihrer

Karriereplanung unterstützen und sie fit machen für

künftige Führungsaufgaben. Es leistet damit auch

einen wesentlichen Beitrag zur Bindung qualifizierter

Nachwuchskräfte an das Haus.

Das Universitätsklinikum Regensburg und die

Fakultät für Medizin der Universität Regensburg

stellen sich täglich den großen Herausforderungen in

Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Mit großer

Zufriedenheit können beide auf das Jahr 2011 zurückschauen

und nehmen die Erfolge als Ansporn für die

konsequente Weiterentwicklung im Jahr 2012. Der

Vorstand möchte sich bei den Mitarbeitern und bei

allen sonstigen Personen, Förderern, Organisationen

und Institutionen für deren Mitarbeit bzw. Unterstützung

bedanken.

Der Vorstand

Prof. Dr. Günter Riegger Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert Dipl.-Kfm. Klaus Fischer Alfred Stockinger

Ärztlicher Direktor Dekan der Fakultät f. Medizin Kaufmännischer Direktor Pflegedirektor


6

Rückblick

Januar

UKR untersucht Einfluss von

EU-Gesetzgebung auf Entwicklung

neuartiger Therapien

Das Universitätsklinikum ist Teil eines europäischen Verbunds, der

die europäische Gesetzgebung auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüft.

Der Arzneimittelsektor ist einer der am strengsten regulierten

Bereiche überhaupt. Neben nationalen Gesetzen und Verordnungen

gewinnen zunehmend europäische Vorschriften Einfluss. Dies ist besonders

bei den sogenannten Arzneimitteln für neuartige Therapien

(ATMP) der Fall. Dabei werden menschliche Zellen als Arzneimittel

angewendet, wenn die klassische Pharmazie an ihre Grenzen stößt.

Eine neue europäische Verordnung könnte den Entwicklungsprozess

solcher Arzneimittel deutlich verlangsamen und die Anwendung

am Patienten erschweren. Die Europäische Kommission stellt

daher ihre Gesetzgebung in diesem Bereich auf den Prüfstand. Sie

fördert ein Netzwerk europäischer Wissenschaftler, das den Einfluss

der geltenden Richtlinien und Verordnungen auf die Entwicklung

solcher neuartigen Therapien in akademischen Einrichtungen untersuchen

soll. Unter Federführung der Medizinischen Hochschule

Hannover haben sich Wissenschaftler aus Deutschland (Universität

Regensburg, Goethe-Universität Frankfurt), England (Universität

Newcastle upon Tyne, Imperial College London, University College

London) und Schweden (Universität Lund) zusammengeschlossen,

um Vorschläge hinsichtlich verbesserter Rahmenbedingungen für

Universitätsklinika und andere akademische Einrichtungen zu erarbeiten.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Es wird mit einer

halben Million Euro gefördert. Das Universitätsklinikum Regensburg

vertritt in diesem Konsortium Prof. Dr. Matthias Edinger, Leiter des

José-Carreras-Centrums für Somatische Zelltherapie.

Februar

Nationale und internationale

Leber-Experten tagen in Regensburg

Mehr als 400 Ärzte und Wissenschaftler haben am dreitägigen Kongress

„rund um die Leber“ teilgenommen. Die Jahrestagung der „Deutschen

Gesellschaft zum Studium der Leber“ (GASL) organisierte der

Präsident der Deutschen Leberforscher, Prof. Dr. Hans J. Schlitt, Direktor

der Klinik und Poliklinik für Chirurgie am UKR. Schwerpunkte waren

die vielfältigen Aspekte von Leberkrankheiten sowie aktuelle Forschungsergebnisse

zu Entzündungsvorgängen in der Leber. Diskutiert

haben die Forscher zudem neue Entwicklungen bei der Operation von

Lebertumoren und bei Lebertransplantationen.

Hochleistungs-Computertomograph

für die Herz-Diagnostik

Das Klinikum untersucht Auswirkungen

von Gesetzen auf die Forschung.

Der neue Computertomograph senkt die Strahlenbelastung.

Regensburg leitet eine neue Ära in der bildgebenden Diagnostik ein:

Der neue Hochleistungs-Computertomograph nimmt 128 Schichtbilder

gleichzeitig auf, verkürzt dabei die Rotationszeiten und senkt

die Strahlenbelastung der Patienten. Dank neuester Software ist

eine dreidimensionale Ansicht zum Beispiel von Herzkranzgefäßen

in Sekundenschnelle verfügbar. Das neue Siemens-Gerät verfügt

über eine dual-source-Technologie, bei der zwei Röntgenquellen

gleichzeitig arbeiten. „Die Technik macht es möglich, jodhaltige

Kontrastmittel im Körper treffsicherer als bisher zu erkennen, Nierensteine

besser zu charakterisieren und Ablagerungen wie etwa

Gicht-Kristalle genauer zu differenzieren“, sagt Prof. Dr. Christian

Stroszczynski, Direktor des Instituts für Röntgendiagnostik am Universitätsklinikum

Regensburg.


Rückblick

7

Prof. Dr. Ulrich Bogdahn (Neurologie), Bernhard Knappe (Vorstandsvorsitzender

der Wilhelm-Sander-Stiftung), Prof. Dr. Oliver Kölbl

(Strahlentherapie), Prof. Dr. Markus Riemenschneider (Neuropathologie),

PD Dr. Peter Hau (komm. Leiter Wilhelm-Sander-Therapieeinheit),

Prof. Dr. Alexander Brawanski (Neurochirurgie).

Eröffnung der Wilhelm Sander-

Therapieeinheit NeuroOnkologie

Das UKR unterhält eines der größten Forschungs- und Behandlungszentren

für Patienten mit Hirntumoren in Deutschland. Gefördert

durch die Wilhelm Sander-Stiftung stärkt die neue Therapieeinheit

NeuroOnkologie das 2009 gegründete interdisziplinäre Zentrum für

Hirntumoren (ZHT).

„Interdisziplinäre Arbeitsstrukturen sowie modernste diagnostische

und therapeutische Ausstattung ermöglichen uns eine optimale

Versorgung der Patienten“, erläutert Prof. Dr. Alexander Brawanski,

Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie und Sprecher

des ZHT. Fester Bestandteil ist die Erforschung und Evaluierung

neuer Therapieverfahren. Die Regensburger Mediziner haben sich

dabei auf die Entwicklung und Überführung molekular begründeter

Therapiemodelle aus der Grundlagen- und klinischen Forschung

in die klinische Praxis spezialisiert. „Die Sander-Therapieeinheit

NeuroOnkologie im ZHT ebnet den Weg zu individualisierten Therapieentscheidungen

und damit zur besseren Behandlung dieser

schwerwiegenden Erkrankungen“, erklärt Prof. Dr. Ulrich Bogdahn,

Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie. Sprecher und kommissarischer

Leiter der Wilhelm Sander-Therapieeinheit ist PD Dr.

med. Peter Hau, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Neurologie

am Bezirksklinikum und Leiter der Arbeitsgruppe NeuroOnkologie.

Pflegeschüler tagen in Regensburg

Der Start in das berufliche Leben: „Der Countdown läuft!“ – so lautet

der Titel des 2. Regensburger (Krankenpflege-)Schülerkongresses.

Gegen den Fachkräftemangel: 340 Pflegeschüler tagen in Regensburg.

Der Mangel an qualifizierten Krankenpflegekräften wird immer deutlicher

spürbar. Pflegeberufe müssen deswegen attraktiver werden,

eine noch höhere gesellschaftliche Akzeptanz erfahren und stärker

als bisher Aufstiegsmöglichkeiten bieten. Der Regensburger Schülerkongress

gibt Einblick in die Praxis, erläutert Bewältigungskonzepte

für die Prüfung und vermittelt Tipps zur Strategie der erfolgreichen

Bewerbung sowie zum Berufsstart als Anfänger im neuen

Team. „Dass diese Themen für die Pflegeberufe wichtig sind, zeigt

die große Resonanz auf unseren Kongress“, sagt Organisator Thomas

Bonkowski. „Aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazitäten

konnten wir nur rund 340 Teilnehmern aufnehmen, angefragt hatten

rund 1.000 Interessenten.“

Neue Genvariante zur Regulation der

Eiweißausscheidung im Urin identifiziert

Eine große internationale Studie hat eine neue

Genvariante identifiziert, die mit der Menge der

Ausscheidung des Eiweißes Albumin im Urin

zusammenhängt. Beteiligt waren rund 70.000

Probanden aus Europa und den USA sowie Wissenschaftler

aus 12 Ländern. Die Ergebnisse

dienen der Weiterentwicklung von Diagnose-,

Präventions- und Therapiemaßnahmen. Eine

erhöhte Albuminausscheidung im Urin ist Frühzeichen

für Nierenschäden und Herz-Kreislauf-

Erkrankungen.

Privatdozent

Dr. Carsten Böger

In Deutschland beteiligten sich unter anderem die Universitätskliniken

Regensburg, Freiburg, Greifswald, Lübeck und Leipzig sowie

das Helmholtz Zentrum München an der Studie. Für Regensburg

war das Forscherteam um Privatdozent Dr. Carsten Böger und Prof.

Dr. Iris Heid eingebunden. Die Ergebnisse hat das renommierte, auf

Nierenerkrankungen spezialisierte, Wissenschaftsmagazin Journal

of the American Society of Nephrology (JASN) veröffentlicht.


8

März

April

Neues Kompetenzzentrum für

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Die Klinik und Poliklinik für Chirurgie am UKR erhält die Zertifizierung

als Kompetenzzentrum für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse.

Das Zertifikat gilt als höchstes Gütesiegel, das an strengste Anforderungen

geknüpft ist und Patienten höchste Versorgungsqualität verspricht.

Die Zertifizierung erfolgt durch die Deutsche Gesellschaft für

Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV).

Zu den Behandlungsschwerpunkten des Kompetenzzentrums zählen

insbesondere bösartige Tumore aber auch akute und chronische Entzündungen

der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis). „Für die Behandlung

von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen arbeiten am UKR hoch

qualifizierte Ärzte und Spezialisten verschiedener Fachrichtungen

Hand in Hand zusammen“, sagt Prof. Dr. Hans-Jürgen Schlitt, Leiter

der Klinik und

Poliklinik für Chirurgie.

Oberarzt PD Dr.

Stefan Farkas,

Prof. Dr. Hans-

Jürgen Schlitt und

Oberarzt PD Dr.

Martin Loss (von

links).

Professor Riemenschneider leitet neue

Abteilung Neuropathologie

Prof. Dr. Markus

Riemenschneider

Eine neue Abteilung für Neuropathologie stärkt

das „Bayerische Zentrum für Hirntumore“ am

Universitätsklinikum. Als klinisch-theoretische

Abteilung behandelt sie Patienten nicht selbst.

Sie unterstützt Neurologie und Neurochirurgie

bei Prophylaxe, Diagnose und Therapie, hauptsächlich

von Erkrankungen des zentralen und

peripheren Nervensystems und der Skelettmuskulatur.

Die Neuropathologie fügt sich in das 2009 gegründete

„Bayerische Zentrum für Hirntumore“ ein. Das Zentrum bietet

Patienten mit Hirntumoren eine kompetente und integrierte Diagnostik

und Behandlung. Intensiv erforscht es innovative Behandlungsansätze.

Prof. Dr. med. Markus J. Riemenschneider als neuer Leiter der Neuropathologie

untersucht seit vielen Jahren molekulare Grundlagen von

bösartigen Hirntumoren – den so genannten Glioblastomen. Zusammen

mit seiner Arbeitsgruppe forscht er an Ursachen für die ungünstige

Prognose dieser Tumoren, mit dem Ziel, neue Therapien zu entwickeln.

Finanziell unterstützt die Arbeit unter anderem die Deutsche

Krebshilfe.

Dr. Kerstin Galler erhält den

„Förderpreis für junge Wissenschaftler“

Dr. Kerstin Galler, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Poliklinik

für Zahnerhaltung und Parodontologie, erhält den „Förderpreis für

junge Wissenschaftler“. Ihre Arbeit „Peptid-basierte Hydrogele zur

Regeneration der dentalen Pulpa“ befasst sich mit der Stimulierung

des Wachstums des „Zahn-Nervs“, der Pulpa, nach Wurzelbehandlungen.

Der Freie Verband

deutscher Zahnärzte e.V.

hat Dr. Galler den Preis im

Rahmen des 43. Zahnärztlichen

Fortbildungskongress

in Davos verliehen.

Die Forschungsergebnisse

zeigen, dass die

Neubildung des Pulpagewebes

möglich ist. Langfristig

könnten sie neue

Behandlungskonzepte bei

Wurzelbehandlungen eröffnen.

Dr. Kerstin Galler bei der Preisverleihung.

Boys and Girls Day macht Jungs und

Mädchen Lust auf die Arbeit an der Uniklinik

Der Beruf des MTRA (Medizinisch-technischer Radiologieassistent)

gilt allgemein als ein typisch weiblicher Beruf. Die Berufe

in der Technischen Zentrale des Universitätsklinikums gelten

hingegen als typisch männlich. Um mit diesen Klischees aufzuräumen,

nahm das UKR am bundesweiten Aktionstag „Boys and

Girls Day“ teil.

Sieben Jungs führte MTRA Claus Becker durch die Bereiche der

Röntgendiagnostik. Sie bekamen tiefe Einblicke in den Bereich

der klassischen Röntgenaufnahmen und durften sich von der

großen magnetischen Kraft eines MRT überzeugen. Ganz anders

sah das Betätigungsfeld der vier Mädchen in der Elektrotechnik

aus. Im vierten Untergeschoss lernten sie die Kastenförderanlage

kennen, mit der man Medikamente, Proben oder Dokumente vom

einen Ende der Klinik zum anderen schicken kann. Markus Karl

und Karl-Heinz Fischer aus der Elektrotechnik zeigten den Schülerinnen

noch viele weitere komplexe Systeme, unter anderem

die Notstrom- und die Aufzugsanlagen.

Roswitha Happach, Leiterin Personalentwicklung, die klinikintern

den „Boys and Girls Day“ organisiert hat, war mit dem Verlauf

des Tages rundum zufrieden. „Ich denke wir haben es geschafft,

die Jungs und Mädchen für einen Beruf im Gesundheitswesen zu

begeistern und werden sicherlich den ein oder anderen hier am

Universitätsklinikum wiedersehen.“


Rückblick

9

Mai

Juni

Heisenberg-Professur für Regensburger

Chirurgen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Dr. Stefan

Fichtner-Feigl zum 1. Mai 2011 eine Heisenberg-Professur verliehen.

Der 38-jährige Oberarzt der Abteilung Bauchchirurgie

erforscht die Auswirkungen des Immunsystems auf Darmerkrankungen.

Er hat sich auf die Langzeitkomplikationen von chronischen

Entzündungen spezialisiert. „Wir wollen den Einfluss des

Immunsystems bei der Entstehung von Darmkrebs genauer verstehen

und langfristig die Immuntherapie als zusätzliche Säule

bei der Behandlung etablieren“, sagt Prof. Fichtner-Feigl. Mit der

Professur will er die Forschung im Bereich der Bauchchirurgie

stärken und den Weg für den wissenschaftlichen Nachwuchs ebnen.

Die DFG hat die Heisenberg-Professur seit ihrer Einführung

2005 das 100. Mal vergeben – dieses Jahr zum ersten Mal an

einen Bauchchirurgen.

Neuer Standort für universitäre

Ausbildung in Bogen

Das Universitätsklinikum und die Klinik Bogen arbeiten seit Juni

2011 bei der Ausbildung von Medizinstudenten und in der Patientenversorgung

zusammen. Die Klinik Bogen wird neues akademisches

Lehrkrankenhaus. „Lehrkooperationen bieten den großen Vorteil,

dass angehende Mediziner praktische Erfahrungen auch außerhalb

eines Universitätsklinikums sammeln“, sagt Prof. Dr. Günter Riegger,

Ärztlicher Direktor des UKR. „Die enge Vernetzung garantiert

darüber hinaus eine optimale medizinische Versorgung für die Patienten

aus der Region.“

Neues Zentrum für kindliche

Hörstörungen

Prof. Dr. Jürgen Strutz, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-

Ohren-Heilkunde, hat das Regensburger Zentrum für kindliche Hörstörungen

eröffnet. „Wir haben unsere Kompetenz gebündelt. Wir wollen

hier die neuesten Konzepte zur Früherkennung und Behandlung kindlicher

Hörstörungen perfektionieren.“

Das Zentrum verfügt über modernste Methoden der Hörprüfung, um

Schwerhörigkeit bei Kindern sicher zu diagnostizieren. Alle Kinder

und Jugendliche behandelt ein spezialisiertes, interdisziplinäres Team.

Rechtzeitige Therapie eröffnet allerbeste Entwicklungschancen, um betroffenen

Kindern eine Teilhabe an Bildung und später dem Erwerbsleben

zu ermöglichen. Mehr als 150 Fachleute wohnten der Eröffnung bei.

Rechtzeitige Therapie eröffnet hörgeschädigten Kindern die volle

Teilhabe an Ausbildung und Berufsleben.

Professor Schmalz ist Senator

der Leopoldina

Prof. Dr. Gottfried Schmalz,

Direktor der Poliklinik für

Zahnerhaltung und Parodontologie,

ist seit April

2011 Senator der Deutschen

Akademie der Naturforscher

Leopoldina.

Schmalz vertritt die Sektion

20 mit den Fachbereichen

Ophthalmologie,

Oto-Rhino-Laryngologie Prof. Dr. Gottfried Schmalz

und Stomatologie. Die Arbeitsgebiete

der Sektion 20 sind die Wissenschaft vom Auge und

Augenerkrankungen, sowie deren Therapie (Ophthalmologie), die

Wissenschaft, die sich mit Erkrankungen und Therapie im Hals-

Nasen-Ohren Bereich befasst (Oto-Rhino-Laryngologie) und die

Wissenschaft der Heilkunde und Therapie der Krankheiten der

Mundhöhle, also der Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten (Stomatologie).

„Ich freue mich auf die neuen Aufgaben als Senator

der Akademie“, so Prof. Schmalz nach seiner Wahl. Er amtiert für

vier Jahre.


10

Juli

Erster automatischer

Schmerz-Schrittmacher eingesetzt

Onko-Team des Jahres: KUNO-Mitarbeiter leisten Außergewöhnliches.

beiten auf einer onkologisch/hämatologischen Station sowie in der

Poli- und Tagesklinik im neuen KUNO-Gebäude. Dabei zeigte das

Team neben besonders hohem persönlichem Engagement große soziale

Kompetenz.

September

Der Schmerzschrittmacher verspricht Hilfe bei Rückenschmerzen.

Das Universitätsklinikum setzt weltweit den ersten automatischen

Schmerz-Schrittmacher mit bewegungsempfindlicher Technik ein.

Dank dem darin verbauten „RestoreSensor“ kann Patienten mit

chronischen Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule besser geholfen

werden. Wegen degenerativer Veränderungen, Bandscheibenvorfällen,

Instabilitäten und Tumoren operiert die Klinik und Poliklinik

für Neurochirurgie pro Jahr über 600 Patienten an der Wirbelsäule.

Aber nicht bei allen Patienten ist eine Operation möglich. „Nun können

wir auf den neuartigen Schmerz-Schrittmacher zurückgreifen. Er

passt seine Stimulationsstärke den Bewegungen und Aktivitäten des

Patienten an“, erklärt der implantierende Arzt, PD Dr. med. Jürgen

Schlaier. „Der ‚RestoreSensor’ ist ein Neurostimulator, der direkt im

Rückenmark wirkt und zusätzlich seine Stimulationssignale den Bewegungen

des Patienten anpasst. Damit lässt sich der Schmerz mit

elektrischen Impulsen praktisch abschalten.“

KUNO-Klinik:

„Deutschlands Onko-Team des Jahres“

Die Mitarbeiter der Kinder-Universitätsklinik Ostbayern, KUNO, haben

den Preis „Onko-Team des Jahres“ gewonnen. Die Konferenz der Onkologischen

Kranken- und Kinderkrankenpflege (KOK) der Deutschen

Krebsgesellschaft e.V. hatte den Preis ausgeschrieben. Er zeichnet

Pflegeteams für ihre außergewöhnliche Leistung bei der Betreuung

von Krebspatienten aus. Neben dem Pflegeteam der Kinderonkologie

vom UKR gewann das Pflegeteam vom Krankenhaus St. Marienwörth,

Bad Kreuznach. Die Mitarbeiter des Pflegeteams aus Regensburg ar-

Magnetresonanztomograph mit

kinderspezifischer Ausstattung

Seit Juli verfügt das Universitätsklinikum über einen neuen Magnetresonanztomographen

mit kinderspezifischer Ausstattung. Mitte

September präsentierte das Institut für Röntgendiagnostik in Zusammenarbeit

mit der KUNO-Stiftung das Gerät der Öffentlichkeit.

Über 300 Menschen besuchten den Tag der offenen Tür.

Der neue 3-Tesla-Magnetresonanztomograph (MRT) macht selbst

kleinste Strukturen, wie zum Beispiel Gefäße bei Säuglingen, sichtbar.

Besonders macht den MRT unter anderem, dass der Untersuchungstunnel

mit einem Durchmesser von 70 Zentimetern viel mehr

Freiraum als herkömmliche MRT bietet. Das Gerät arbeitet durch

spezielle Flüster-Sequenzen besonders leise. Entscheidender Vorteil

ist jedoch gerade für Kinder, dass sich die Untersuchungszeiten

um die Hälfte reduzieren. Die KUNO-Stiftung hat die spezielle Ausstattung

des Geräts für Kinder finanziert.

Oktober

‚Nobelpreis der Krebsforschung‘ für

Regensburger Wissenschaftler

Professor Dr. Christoph Klein vom Lehrstuhl für Experimentelle Medizin

und Therapieverfahren hat den Dr.-Josef-Steiner-Preis erhalten.

Die mit einer Million Schweizer Franken dotierte Auszeichnung

gilt unter Fachleuten als „Nobelpreis der Krebsforschung“.

Geehrt wurde Prof. Klein für seine Grundlagenforschung. Sie setzt

sich mit der Suche und Charakterisierung der Gründerzellen von

Metastasen auseinander. Ziel ist, das latente Stadium einer syste-


Rückblick

11

matischen Krebserkrankung zu erforschen und

zu verstehen: In welchem Zustand liegen die gestreuten

Tumorzellen in den Organen vor, welche

Signalwege benutzen sie, um zu überleben

und sich mit einer fremden, zum Teil feindlichen

Umgebung zu arrangieren und wie wachsen

diese schlafenden Tumorzellen schließlich zu

einer lebensbedrohlichen Metastase heran? Die

Antworten auf diese Fragen sollen helfen, neue

Medikamente zu entwickeln sowie vorhandene

anders und gezielter zu nutzen, um Metastasen

zu verhindern. Prof. Klein teilt sich den Preis mit

dem Berner Zellbiologen Eduardo Moreno.

Hilft Curry bei Alzheimer und

Netzhautdegeneration?

Prof. Dr.

Christoph Klein

Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass Curry als natürliches

Medikament wirken könnte. Der pflanzliche Aromastoff Curcumin

legt bestimmte Zellen still, die bei Alzheimer, Parkinson oder Netzhauterkrankungen

aktiv sind. Das fand ein Forschungsteam um

Prof. Dr. Thomas Langmann mit dem Biologen Marcus Karlstetter

und Doktorandin Elena Lippe heraus. Langmann hat die „Pro

Retina“-Stiftungsprofessur für Netzhautforschung am Institut für

Humangenetik inne.

Der pflanzliche Aromastoff Curcumin, Hauptbestandteil der Kurkuma-Wurzel,

stellt entzündlich aktivierte Mikrogliazellen praktisch

ruhig. In den Zellen werden dabei bis zu 50 verschiedene Gene

angesteuert, um die Sekretion von neurotoxischen Substanzen zu

hemmen und die Migration der Zellen stark zu vermindern. Dies hat

direkte neuroprotektive Auswirkungen. In einer weiteren Studie wollen

die Forscher nun diese positiven immun-regulierenden Effekte

von Curcumin auch in vivo nachweisen. Die Erkenntnisse daraus

könnten die Basis dafür legen, das Curry-Gewürz als natürliche Therapieform

für neurodegenerative Erkrankungen einzusetzen.

Innovationspreis für Regensburger

Dermatologen

PD Dr. Philipp Babilas von der Klinik und Poliklinik für Dermatologie

hat den Innovationspreis der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft

(DDL) erhalten. Die Ehrung basiert auf drei Arbeiten, die

sich mit Anwendung der Intense pulsed light (IPL) Technologie auseinandersetzen.

Das spezielle therapeutische Laserverfahren nutzt

hoch energetische Lichtblitze.

In seinen Beiträgen konnte Babilas erfolgreich belegen, dass sich

die IPL-Technologie zum einen zur Behandlung von Feuermalen eignet

und zum anderen als Lichtquelle im Rahmen der Photodynamischen

Therapie einsetzbar ist. In einer dritten Arbeit stellte er den

aktuellen Stand der Wissenschaft zur IPL-Technologie in der Dermatologie

vor und diskutierte die Ergebnisse vor dem Hintergrund

persönlicher Erfahrungen.

Die Lasertechnik ist bei modernen dermatologischen Therapieverfahren

unverzichtbar geworden. Aus diesem Grund vergibt die DDL

seit mehreren Jahren ihren Innovationspreis. Der mit 3.000 Euro

dotierte Preis wurde Anfang Oktober im Rahmen der Jahrestagung

der DDL in Karlsruhe überreicht.

Der Preisträger PD Dr. Philipp Babilas (2. von rechts) mit dem Vorstand

der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, Dr. Wolfgang

Kimmig, Dr. Gerd Kautz und Dr. Nikolaus Seeber.

Transplantations-Experten diskutieren

eklatanten Organmangel

Franz Badura als Vertreter der Pro Retina Stiftung,

Prof. Dr. Thomas Langmann, Rektor Prof. Dr. Thomas Strothotte.

Die Elite deutscher Transplantationsmedizin hat in Regensburg getagt.

Hauptthema der 20. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft

war der eklatante Organmangel mit seinen negativen

Auswirkungen auf die Transplantationsmedizin. Die Experten

diskutierten mögliche Lösungsansätze sowie aktuelle Entwicklungen

bei der Novellierung des Transplantationsgesetzes. Weitere

Schwerpunkte lagen im Bereich der Forschung, zum Beispiel neue

immunsuppressive Therapiestrategien und grundlagenorientierte

Ansätze zu den Mechanismen der Transplantschädigung. Gastgeber

war von 6.-8. Oktober das Uniklinikum mit den Tagungspräsidenten

Prof. Dr. Hans J. Schlitt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie;

Prof. Dr. Bernhard Banas, MBA, Klinik und Poliklinik für Innere

Medizin II und Generalsekretär der Dt. Transplantationsgesellschaft.


12

Anästhesiologie zertifiziert

Die größte Klinik am Universitätsklinikum Regensburg, die Klinik

für Anästhesiologie, setzt auf Qualität. Nach langer Vorbereitung

und eingehender Prüfung verlieh der TÜV Süd dem Bereich das

Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:2008. Das Zertifikat bescheinigt,

dass die Klinik für die Bereiche der klinischen Allgemeinanästhesie,

Regionalanästhesie, Kinderanästhesie, Intensivmedizin,

Notfallmedizin, Schmerztherapie sowie Forschung und Lehre ein

Qualitätsmanagementsystem eingeführt hat und anwendet.

Die Prüfer des TÜV bewerteten zwei Tage lang alle Arbeitsfelder

der Klinik. Neben den klassischen klinischen Tätigkeiten begutachteten

sie Forschungsprojekte und Lehrveranstaltungen. „Die

Zertifizierung war dringend nötig“, erklärt Prof. Dr. Bernhard M.

Graf, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, der neben seinem

medizinischen Hochschulabschluss auch einen Master in Health

Care Management besitzt. „Die Anästhesiologie weist vielfältige

Schnittstellen innerhalb und außerhalb der Klinik auf. Deswegen

sind optimale Abläufe wichtig.“ In jährlichen Re-Zertifizierungen

wird künftig die Arbeit kontinuierlich weiter optimiert.

Prof. Dr. Günter Riegger, Ärztlicher Direktor des UKR, Prof. Dr. Bernhard

M. Graf, MSc., Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Oberarzt

Dr. Martin Kieninger, QM-Beauftragter der Klinik für Anästhesiologie,

Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert, Dekan der Fakultät für Medizin.

November

3,2 Millionen Euro für

Hautkrebs-Forschung

Die Deutsche Krebshilfe Prof. Dr. Anja Boßerhoff

fördert das bundesweite

Projekt „Melanomverbund“

für wei tere drei

Jahre mit 3,2 Millionen

Euro. Der Verbund erforscht

unter Beteilung

von Medizinern des Universitätsklinikums

molekulare

Mechanismen

des schwarzen Hautkrebs.

Ziel ist, neue

Therapien zu entwickeln.

Bereits 2008 entstand

der nationale For-

Prof. Dr. Anja Bosserhoff

schungsverbund, um neue Therapieverfahren gegen den schwarzen

Hautkrebs zu entwickeln. Als Koordinatorin und Sprecherin des

Verbundes fungiert Prof. Dr. Anja Bosserhoff vom Institut für Pathologie

der Universität Regensburg. Aufgrund der exzellenten Ergebnisse

der ersten Förderperiode erhält der Melanomverbund für

weitere drei Jahre 3,2 Millionen Euro.

Im Rahmen des Verbundprojekts arbeiten vierzehn universitäre

Kliniken und Institute in Regensburg, Berlin, Bonn, Essen, Heidelberg,

Jena, Köln, Leipzig, Lübeck, München, Rostock, Tübingen

und Würzburg zusammen.

Internationale Wundexperten verabschieden

Regensburger Konsens-Papier

Zum 2. internationalen Wundkongress haben sich Mitte November

internationale Größen der Wundversorgung am Universitätsklinikum

getroffen. Zusammen verabschiedeten sie ein Regensburger Konsens-Papier

mit Empfehlungen zum Umgang mit gefährlichen Bakterien,

Viren und Pilzen in offenen Wunden. Sterilisation und hygienische

Handdesinfektion sind wesentliche präventive Maßnahmen,

um die Verbreitung von Mikroorganismen so weit wie möglich zu

unterbinden. Dennoch infizieren sich Patienten immer wieder mit gefährlichen

Bakterien, Viren und Pilzen in offenen Wunden. Das Konsens-Papier

gibt Empfehlungen zum Umgang mit diesen Infektionen.

Tumorstoffwechsel als

Angriffspunkt in der Therapie

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine weitere

Klinische Forschergruppe am Universitätsklinikum Regensburg.

Thema der Gruppe ist „der Tumorstoffwechsel als Modulator von

Immunantwort und Tumorprogression“. Die Forscher haben sich

das Ziel gesetzt, den in vielerlei Hinsicht stark veränderten Stoffwechsel

von Tumorzellen und seinen Einfluss auf das Immunsystem

des Patienten zu analysieren. So wollen die Wissenschaftler

konkrete therapeutische Angriffspunkte in den Stoffwechselwegen

zur Hemmung des Tumorwachstums und der Reaktivierung

des Immunsystems finden.

Insgesamt werden die sechs Projekte, die unter dem Dach der

Gruppe vereint sind, mit einer Fördersumme von ca. 3,4 Millionen


Rückblick

13

Euro unterstützt. Bereits seit 2007 existiert in

Regensburg ein Forschungsverbund, der sich

mit dem Stoffwechsel von Tumorzellen befasst

– damals durch Mittel der Fakultät für

Medizin der Universität Regensburg finanziert.

Mit der neuen Zuwendung kann diese Arbeit

nun konsequent fortgeführt werden. Den Forschungsverbund,

der nun in der Klinischen

Forschergruppe 262 aufgegangen ist, haben

der Sprecher der KFO 262, Prof. Dr. Peter

Oefner, Institut für Funktionelle Genomik, sowie die designierte

Leiterin der Forschergruppe, Prof. Dr. Marina Kreutz, Abteilung für

Hämatologie und internistische Onkologie, gemeinsam initiiert.

Dezember

Vierter Regensburger Chirurg in

Exzellenzakademie

PD Dr. Andreas Schnitzbauer aus der Klinik

und Poliklinik für Chirurgie ist in die Exzellenzakademie

der Deutschen Gesellschaft für Allgemein-

und Viszeralchirurgie aufgenommen

worden. Mit vier Mitgliedern in der Akademie

ist das Universitätsklinikum unangefochtener

Spitzenreiter.

Dass so viele junge Mitarbeiter sowohl klinisch

als auch wissenschaftlich in seiner Klinik exzellent

sind, führt der Klinikdirektor Prof. Dr. Hans

Prof. Dr.

Peter Oefner

PD Dr. Andreas

Schnitzbauer

J. Schlitt auf die stimulierende, konstruktive und sehr motivierende

Stimmung im gesamten chirurgischen Team zurück. „Die Freude ist

natürlich riesig. Als klinischer Forscher in die Exzellenzakademie

aufgenommen zu werden zeigt, dass ich trotz des extrem hohen

Arbeitsaufwands in den letzten neun Jahren den richtigen Weg gegangen

bin“, betont Neumitglied Privatdozent Dr. Schnitzbauer.

Qualitätsprädikat: Zertifizierte Apotheke

Die Bayerische Landesapothekerkammer bescheinigt der Apotheke

des Universitätsklinikums erneut die Erfüllung höchster Standards.

Die Apotheke entspricht der weltweiten Qualitätsnorm DIN EN ISO

9001:2008, außerdem speziellen Anforderungen des Berufstandes.

Die Apotheke des UKR nahm frühzeitig die gesetzliche Herausforderung

an, in allen Bereichen des Gesundheitswesens ein umfassendes

Qualitätsmangagement (QM) vorzusehen. Bei ihrer Erstzertifizierung

2005 war sie deshalb eine der ersten Krankenhausapotheken

Bayerns, die sich der Prozedur unterzogen. Die Re-Zertifizierungen

2008 und im Dezember 2011 erfolgten ohne jegliche Beanstandung.

Die Klinik-Apotheke hat sich damit auch für die Zukunft richtig

positioniert. Aufgrund neuer Marktanforderungen und Gesetzesänderungen

wird ein funktionierendes QM-System für Apotheken

demnächst gesetzlich

verankert. „Dieser Entwicklung

können wir

aufgrund unserer jahrelangen

Erfahrung gelassen

entgegensehen“,

so Ulrich Rothe, Leiter

der Klinikapotheke.

Von Anfang an entschied

sich die Apotheke

des Universitätsklinikums

Regensburg für

Gerlinde Meier, PTA und QM-Beauftragte;

Ulrich Rothe, Leiter der Apotheke

das QM-System der Bayerischen Landesapothekerkammer (BLAK).

Dieses bietet den Vorteil, dass es die Qualitätselemente der DIN

EN ISO 9001 aufnimmt, auf die Apotheke überträgt und durch die

Qualitätssicherung in den pharmazeutischen Bereichen erweitert.

Der Schwerpunkt liegt auf den pharmazeutischen Tätigkeiten und

Dienstleistungen, die ergänzt werden durch betriebswirtschaftliche

und organisatorische Abläufe. Das Qualitätsmanagementsystem der

BLAK geht über die Vorschriften der DIN EN ISO 9001 hinaus.

Mitarbeiter für 25 und 40 Jahre

öffentlicher Dienst geehrt

Gemeinsam blicken die Jubilare des Universitätsklinikums Regensburg

auf 570 Jahre Tätigkeit im öffentlichen Dienst zurück. Kaufmännischer

Direktor Klaus Fischer und die Vorgesetzten dankten

den Mitarbeitern für ihre lange Treue und Einsatzbereitschaft. Sie

überreichten Urkunden, Blumen und Geschenke.

„Wir freuen uns, wenn Mitarbeiter dem Klinikum treu bleiben und

wollen mit dieser Veranstaltung die Gelegenheit nutzen, uns bei Ihnen

für die geleistete Arbeit und das Engagement zu bedanken“,

betonte der Kaufmännische Direktor in seiner Ansprache. Auch die

Vorgesetzten der einzelnen Jubilare nutzten die feierliche Gelegenheit,

sich bei ihren Mitarbeitern zu bedanken. Da das UKR erst 1992

in Betrieb genommen wurde und selbst noch keine 25 Jahre zählt,

haben die Jubilare zuvor entweder in der 1983 eröffneten Zahnklinik

gearbeitet, oder waren an der Universität und anderen öffentlichen

Häusern beschäftigt.

Zusammen haben die Dienstjubilare 570 Jahre im öffentlichen

Dienst gearbeitet.


Forschung und Lehre

Forschung und Lehre am Universitätsklinikum Regensburg

besitzen einen hervorragenden Qualitätsstandard.

Eine Vielzahl von Förderprojekten sowie Spitzenplätze

bei den studentischen Examina sind deutliche

Belege hierfür.

Kenngrößen 2010 2011

Studierende inkl. Vorklinik und PJ

(Staatsexamen) (Stichtag jeweils im WS) 1.810 1.873

Studierende

(sonst. Abschlüsse, z.B. Promotion) 39 67

Promotionen 174 152

Habilitationen 31 23

Drittmittelprojekte 1.231 1.232

Drittmittel-Einnahmen in Tsd. € 27.932 25.182

› davon Weitergabe an Vertragspartner in Tsd. € 3.477 505

Verausgabte Drittmittel in Tsd. € 25.284 24.619

› davon Weitergabe an Vertragspartner in Tsd. € 3.477 505


Fakultät für Medizin der

Universität Regensburg

15


16

Forschung

Die Fakultät für Medizin hat sich drei inhaltlich eng zusammenhängende

Forschungsschwerpunkte gesetzt. Sie werden von immunologischen

Fragestellungen geprägt (Immunpathologie und

-therapie), durch besondere Techniken und Methoden gestützt

(Funktionelle Genomik) und sind klinisch insbesondere auf den

Ersatz von Organen ausgerichtet (Transplantationsmedizin). Ziel

ist, grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse mit therapeutischen

Optionen in der klinischen Praxis anzuwenden (Translationale

Medizin).

Die krankheitsbezogene, immunologisch ausgerichtete Forschung

befasst sich in der Immunpathologie und –therapie auf zellulärer

und molekularer Ebene mit der Transplantation von Spenderorganen

und Implantaten, mit unzureichenden, fehlgeleiteten oder

überschießenden Immunantworten und Immuninsuffizienzen, bösartigen

Erkrankungen des Blutes und anderer Organe sowie Infektionserkrankungen.

Sie will immunbezogene, innovative Therapien

bei der Behandlung von Krebs-, Infektions- und Autoimmunerkrankungen

entwickeln.

Als klinisch-wissenschaftlicher Schwerpunkt konzentriert sich die

Transplantationsmedizin auf die Organe Niere, Herz, Leber und

Knochenmark. An kontinuierlich steigenden Transplantationszahlen

lässt sich die Entwicklung des Schwerpunkts ablesen.

Infrastrukturell unterstützten die Forschung auf dem Gebiet der Immuntherapie

und Transplantationsmedizin das Bayerische Immuntherapie-Netzwerk

(BayImmuNet) und das José Carreras-Zentrum

für somatische Zelltherapie.

Das Ende 2010 neu gegründeten Regensburger Centrum für Interventionelle

Immunologie (RCI) bündelt die vorhandenen medizinischen

und wissenschaftlichen Kompetenzen. Unter Leitung von

Prof. Dr. Reinhard Andreesen (Abteilung für Hämatologie und Internistische

Onkologie) zielt es auf die Erforschung, Entwicklung und

schnellere Anwendung verbesserter Therapieansätze gegen Krebs,

Infektionen, Autoimmunerkrankungen sowie in der Organ- und

Stammzelltransplantation. Das RCI ist eine zentrale Einrichtung der

Universität. Es soll in den nächsten Jahren als Leibniz-Institut in

Ostbayern etabliert werden.

Die Ende 2011 unterzeichnete Forschungsallianz Immunmedizin

soll künftig standortübergreifend die an den Universitäten Erlangen-Nürnberg,

Regensburg und Würzburg vorhandenen Kompetenzen

enger vernetzen. Ziel der Allianz ist, verbesserte Therapieansätze

gegen Krebs, Infektionen, Autoimmunerkrankungen sowie in

der Organ- und Stammzelltherapie zu entwickeln und schneller in

die Anwendung zu bringen. Dazu will der Verbund auch eng mit

Unternehmen der Pharma- und Biotechnologiebranche zusammenarbeiten.

Zunächst übernimmt die Universität Regensburg die Rolle

als Sprecher der Forschungsallianz. Die beteiligten Universitäten

finanzieren die Aktivitäten aus eigenen Forschungsmitteln. Für den

langfristigen Ausbau der Forschungsschwerpunkte zu außeruniversitären

Einrichtungen sieht der Freistaat Bayern bereits erste konkrete

Finanzierungsschritte vor.

Die Integrierte Funktionelle Genomik charakterisiert lebende (Modell-)Systeme

im regulären Zustand wie in krankheitsbedingter

Abweichung auf den Ebenen Genomik, Epigenomik, Proteomik und

Metabolomik. Strukturell gestärkt hat den Schwerpunkt der erstmals

besetzte Lehrstuhl für Experimentelle Medizin und Therapieverfahren

zum Jahreswechsel 2010/11. Der neue Lehrstuhlinhaber,

Prof. Dr. Christoph Klein, leitete zuvor bereits einige Jahre eine Abteilung

für Onkogenomik. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit der

Erforschung und Charakterisierung der Gründerzellen von Metastasen.

Seine Arbeit wurde 2011 mit dem renommierten Dr. Josef-

Steiner-Preis ausgezeichnet. Prof. Klein teilt sich den mit einer Million

Schweizer Franken dotierten Preis mit dem Berner Zellbiologen

Eduardo Moreno.

Ebenfalls unter Leitung von Prof. Klein hat das Fraunhofer-Institut

für Toxikologie und Experimentelle Medizin 2011 an der Universität

Regensburg eine Fraunhofer-Gruppe mit dem Titel „Personalisierte

Tumortherapie“ eingerichtet. Sie entstand aus einer gemeinsamen

Initiative der Fraunhofer-Gesellschaft, des Landes Bayern und der

Universität Regensburg.

Die Förderung im Rahmen des Bayerisches Genomforschungsnetzwerkes

BayGene unterstützt seit 2011 eine Klinische Forschergruppe

der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unter Führung

von Prof. Dr. Peter Oefner.

Im Jahr 2011 fördert die DFG an der Fakultät damit insgesamt zwei

Forschergruppen, drei klinische Forschergruppen, die Koordination

eines Schwerpunktprogramms und die Beteiligung an einem Sonderforschungsbereich.

Weitere Unterstützung erhielt die Forschung

an der Fakultät aus dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm und

durch die Teilnahme an internationalen klinischen Studien.

Die von der Wilhelm-Sander-Stiftung geförderte Therapieeinheit

Neuroonkologie und die eng damit verbundene neue Abteilung

für Neuropathologie unter Leitung von Prof. Dr. Markus J. Riemenschneider

erforschen und evaluieren seit Anfang 2011 neue Therapien

bei Gehirntumoren. Vorrangig sollen molekular begründete

Therapiemodelle entwickelt und anschließend aus der Grundlagenund

klinischen Forschung in die klinische Praxis überführt werden.

Das BMBF fördert in den kommenden Jahren eine Nationale Kohorte

zur Erforschung der Ursachen und Risikofaktoren von häufigen

chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen,

Krebs, Lungenerkrankungen, Diabetes, Infektionskrankheiten und

Demenz erkrankungen. Regensburg ist eines von 18 Studienzentren.

Eine entsprechende Vorstudie hat 2011 das Institut für Epidemiologie

und Präventivmedizin unter der Leitung von Prof. Dr. Michael

Leitzmann initiiert.


Forschung und Lehre 17

Die Deutsche Krebshilfe genehmigte im Juli 2011 die zweite Förderperiode

zum Verbund „Molekulare Mechanismen der Entstehung und

Progression des malignen Melanoms“. Der Verbund, dem Arbeitsgruppen

an 14 universitären Standorten angehören, erhält damit für

weitere drei Jahre 3,2 Millionen Euro. Koordinatorin und Sprecherin

des Verbunds ist Prof. Dr. Anja Bosserhoff vom Institut für Pathologie

der Universität Regensburg.

Seit dem Wintersemester 2011/2012 vergibt die Fakultät für Medizin

Promotionsstipendien an Studierende der Zahn- bzw. Humanmedizin.

Mit dem Exzellenzprogramm fördert und gewinnt die Fakultät exzellenten

wissenschaftlichen Nachwuchs. Sie wählt besonders anspruchsvolle

Promotionsprojekte und Bewerber für Stipendien aus. Dem wissenschaftlichen

Nachwuchs stehen auch in der Lehr- und Forschungseinheit

Allgemeinmedizin kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Lehre

Die studentische Lehre der Fakultät für Medizin belegt in Deutschland

einen Spitzenplatz. Das bestätigen über die letzten Jahre regelmäßig

sehr gute Platzierungen bei den bundesweit vergleichbaren

schriftlichen Staatsexamina. Die Ergebnisse der Ärztlichen Prüfungen

im Frühjahr und Herbst 2011 fielen hervorragend aus. Die

Herbstprüfung 2011 schlossen die Regensburger Teilnehmer mit

dem bundesweit zweitbesten Resultat ab.

Ihren hohen Standard verdankt die Fakultät im wesentlichen der

ausgezeichneten Arbeit und dem großen Engagement der Dozenten.

Zusätzlich stützen ihn besondere strukturelle Maßnahmen.

So unterhält die Fakultät unter anderem ein Kompetenzzentrum

für Medizindidaktik, finanziert aus Sondermitteln des bayerischen

Wissenschaftsministeriums. Die Mittel stehen den fünf bayerischen

medizinischen Fakultäten zur Verfügung. Regensburg entwickelt innerhalb

des Kompetenznetzwerks zur Lehre Konzepte zur Schulung

der Dozenten und schärft damit das pädagogische Profil in der medizinischen

Lehre. Das Kompetenzzentrum für Medizindidaktik wurde

zu einem „Zentrum für Medizinische Lehre“ ausgeweitet. Es ist in

das universitätsweite Angebot „Quirl“ (Qualität in der Regensburger

Lehre) integriert.

Redundanzen zu vermeiden. Eine wichtige Funktion für die Lehre

erfüllt die Lehr- und Forschungseinheit „Allgemeinmedizin“, die von

niedergelassenen Fachärzten für Allgemeinmedizin getragen wird.

Als spezifische Regensburger Entwicklung beteiligen sich Universitätsklinikum

und Fakultät für Medizin maßgeblich am Studiengang

„Medizinische Informatik“ der Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Seit 2008 kommt der neue Ausbildungs- und Studienweg

den Anforderungen des heutigen Gesundheitssystems und dem

Wunsch nach neuen Berufsbildern in der Medizin nach. Seit 2011

ergänzt ihn der Kooperationsstudiengang „Biomedical Engineering“.

Im Jahr 2010 hat die Fakultät das Konzept zur Einführung eines Bachelor-

und Master-Studiengangs Molekulare Medizin auf den Weg

gebracht. Eng verzahnen sich die Fachbereiche Medizin und Biologie.

Die Fakultät für Biologie und Vorklinische Medizin übernimmt die

Bachelor-, die Fakultät für Medizin die Masterausbildung. Bachelorund

Master-Studiengang sind interdisziplinär angelegt. Sie verbinden

Fragestellungen der Medizin mit den Methoden moderner Biochemie,

Molekularbiologie und Zellbiologie.

Außerdem unterhält die Fakultät das Studentische Ausbildungs- und

Trainingszentrum (StATUR). Die Studierenden der Human- und Zahnmedizin

üben und vertiefen in Selbststudium und Kleingruppenunterricht

praktische Fertigkeiten. Ärztliche Dozenten leiten die Gruppen,

unterstützt von studentischen Tutoren. An standardisierten Patienten

trainieren die jungen Mediziner gezielt kommunikative Fähigkeiten.

Durch viel Praxisnähe und konkrete Programme bereitet die Einrichtung

auf den späteren Berufsalltag vor. Seit Frühjahr 2010 ist StATUR

in einem eigenen Gebäude untergebracht, das Einrichtungen für die

studentische Lehre wie Lernbibliothek, Fachschaftsvertretung, Prüfungsamt

und Studiendekanat zusammenfasst.

Die Fakultät für Medizin möchte die Lehre in hohem Maß standardisieren.

Bestandteil dessen soll ein inhalts- und kompetenzbasierter

Lernzielkatalog für den klinischen Studienabschnitt sein. Der Katalog

soll als Grundlage für Kurs- und Prüfungskonzeptionen dienen. Ziel

ist, einerseits für hohe Transparenz der Inhalte zu sorgen, andererseits

Lehrveranstaltungen besser zu fokussieren und übermäßige


18


Organe und Gremien der Fakultät für Medizin

1. Fakultätsvorstand

Prof. Dr. Bernhard Weber, Dekan (bis 30.09.)

Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert, Dekan (ab 01.10.)

Prof. Dr. Hans J. Schlitt, Prodekan (bis 30.06.)

Prof. Dr. Bernhard Weber, Prodekan (ab 01.10.)

Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert, Prodekan (bis 30.09.)

Prof. Dr. Horst Helbig, Prodekan (ab 01.10.)

Prof. Dr. Oliver Kölbl, Forschungsdekan (bis 27.11.)

Prof. Dr. Bernhard Weber, Forschungsdekan (ab 28.11.)

Prof. Dr. Wolfgang Jilg, Studiendekan

Prof. Dr. Günter Riegger, Ärztlicher Direktor

Dipl.-Kfm. Klaus Fischer, Kaufmännischer Direktor

2. Fakultätsrat

Dekane

Prof. Dr. Bernhard Weber (bis 30.09.)

Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert (ab 01.10.)

Prodekane

Prof. Dr. Hans J. Schlitt (bis 30.09.)

Prof. Dr. Bernhard Weber (ab 01.10.)

Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert (bis 30.09.)

Prof. Dr. Horst Helbig, Prodekan (ab 01.10.)

Forschungsdekane

Prof. Dr. Oliver Kölbl (bis 27.11.)

Prof. Dr. Bernhard Weber (ab 28.11.)

Studiendekan

Prof. Dr. Wolfgang Jilg

Frauenbeauftragte

PD Dr. Marianne Federlin

Dr. Edith Reuschel (stv.)

Prof. Dr. Claudia Reicheneder (stv.)

Mitglieder kraft Amtes

Prof. Dr. Ulrich Bogdahn

Prof. Dr. Alexander Brawanski

Prof. Dr. Dr. André Gessner

Prof. Dr. Bernhard Graf

Prof. Dr. Joachim Grifka

Prof. Dr. Horst Helbig (bis 30.09.)

Prof. Dr. Ferndinand Hofstädter

Prof. Dr. Oliver Kölbl (ab 28.11.)

Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Landthaler

Prof. Dr. Michael Melter

Prof. Dr. Olaf Ortmann (bis 30.09.)

Prof. Dr. Michael Osterheider (bis 09.06.)

Prof. Dr. Dr. Peter Proff (ab 01.10.)

Prof. Dr. Günter Riegger

Prof. Dr. Rainer Rupprecht (ab 10.06.)

Prof. Dr. Bernd Salzberger

Prof. Dr. Hans J. Schlitt (ab 01.10.)

Prof. Dr. Gottfried Schmalz (bis 30.09.)

Prof. Dr. Christof Schmid

Prof. Dr. Gerd Schmitz

Prof. Dr. Birgit Seelbach-Göbel (ab 01.10.)

Prof. Dr. Christian Stroszczynski

Prof. Dr. Jürgen Strutz

Prof. Dr. Wolf Wieland

gewählte Mitglieder

Gruppe der Professoren

Prof. Dr. Reinhard Andreesen

Prof. Dr. Anja Bosserhoff

Prof. Dr. Christoph Eilles (bis 30.09.)

Prof. Dr. Martin Fleck (ab 01.10.)

Prof. Dr. Edward Geissler (bis 30.09.)

Prof. Dr. Okka Hamer (ab 01.10.)

Prof. Dr. Gerhard Handel (bis 30.09.)

Prof. Dr. Eugen Kerkhoff (ab 01.10.)

Prof. Dr. Christoph Klein (ab 01.10.)

Prof. Dr. Dr. Michael Leitzmann (bis 30.09.)

Prof. Dr. Thomas Loew (bis 30.09.)

Prof. Dr. Andreas Luchner (ab 01.10.)

Prof. Dr. Daniela Männel

Prof. Dr. Michael Nerlich

Prof. Dr. Peter Oefner (ab 01.10.)

Prof. Dr. Michael Pfeifer

Prof. Dr. Birgit Seelbach-Göbel (bis 30.09.)

Prof. Dr. Rainer Straub (bis 30.09.)


Forschung und Lehre

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Gruppe der wiss. Mitarbeiter

apl. Prof. Dr. Ernst Holler

Dr. Gerhard Liebisch

PD Dr. Wulf Schneider

apl. Prof. Dr. Reiner Wiest

Gruppe der sonst. Mitarbeiter

Luise Eder

Sylvia Pietsch

Gruppe der Studenten

cand. med. dent. Thomas Dowerk (bis 30.09.)

cand. med. Carolin-Silvia Klotz (ab 01.10.)

cand. med. dent. Felix Lampe (bis 30.09.)

cand. med. Hannes Löw (ab 01.10.)

cand. med. Ann Sophie Shen (FSS, ab 01.10.)

cand. med. Martina Stadler (FSS, bis 30.09.)

cand. med. Sandra Zeuner (bis 30.09.)

3. Kommission Lehre

Die Fakultät für Medizin hat eine ständige „Kommission Lehre“

eingesetzt, um die gleichbleibend hohe Qualität des studentischen

Unterrichts zu sichern. Zu den Aufgaben der Kommission Lehre

gehören zum Beispiel die Abstimmung und Harmonisierung der

Lehrinhalte, konzeptionelle Arbeiten zur Lehrevaluation oder die

Initiierung und Einführung neuer Lehrverfahren. Die Kommission

besteht aus sieben gewählten Mitgliedern sowie dem Dekan und

dem Studiendekan.

Die gewählten Mitglieder sind:

Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Landthaler (bis 30.09.)

PD Dr. Jörg Marienhagen

Prof. Dr. Michael Melter

Prof. Dr. Michael Pfeifer

Prof. Dr. Dr. Peter Proff (ab 01.10.)

Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert (bis 30.09.)

Prof. Dr. Bernd Salzberger

Prof. Dr. Hans-Jürgen Schlitt

Prof. Dr. Christoph Schmid (ab 01.10.)

4. Forschungsrat

Zur Koordinierung der Schwerpunktbildung der Forschungsaktivitäten,

zur gezielten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

und zur leistungs- und belastungsbezogenen Vergabe

von Forschungsressourcen ist in der Fakultät für Medizin ein

Forschungsrat etabliert. Er wird vom Forschungsdekan geleitet.

Weiterhin gehören ihm sechs gewählte Mitglieder an. Diese sind:

Prof. Dr. Dr. André Gessner (ab 01.10.)

Prof. Dr. Joachim Grifka

Prof. Dr. Ferdinand Hofstädter (bis 30.09.)

Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Landthaler

Prof. Dr. Matthias Mack

Prof. Dr. Daniela Männel

Prof. Dr. Hans-Jürgen Schlitt

Erweitert um ein Mitglied aus den Naturwissenschaften (Prof. Dr.

Ernst Tamm / Fakultät für Biologie und Vorklinische Medizin) und

eine Mittelbauvertretung (apl. Prof. Dr. Michael Rehli) begutachtet

der Forschungsrat als „ReForM-Kommission“ auch Anträge nach

dem intramuralen Forschungsförderprogramm ReForM (Regensburger

Forschungsförderung in der Medizin) und entscheidet über

Förderungen daraus. Den Vorsitz der ReForM-Kommission führt

Prof. Dr. Ernst Tamm.


20

Klinisch-theoretische Institute

der Fakultät für Medizin

Institut für Epidemiologie und

Präventivmedizin

Institut für Funktionelle Genomik

am BioPark Regensburg

Lehrstuhl für Funktionelle Genomik

Direktor: Prof. Dr. Dr. Michael Leitzmann

Telefon: 0941 944-5201

Direktor: Prof. Dr. Peter Oefner

Telefon: 0941 943-5054

Forschungsschwerpunkte

Untersuchungen zur Adipositas und ihre Beziehung zur Tumorprävention,

Tumorprogression sowie Tumormortalität

Untersuchung der Einflüsse der Adipositas und ihrer metabolischen

Begleit- bzw. Folgezustände auf die Lebensqualität von

Krebspatienten

Identifizierung von Genvarianten für chronische Erkrankungen

Quantifizierung des genetischen Risikos

Entwicklung und Evaluation präventiver Maßnahmen, z.B. Programme

zur gesunden Ernährung

Untersuchungen zu Strukturen und Prozessen ärztlicher Versorgung

Geschlechtsspezifische Aspekte bei chronischen Erkrankungen

Quantitative und qualitative Methoden in Public Health Research

und Versorgungsforschung

Forschungsschwerpunkte

Entwicklung von bioanalytischen Methoden

Neue Ansätze in der Induktionstherapie der akut lymphatischen

Leukämie

Gekoppelte Massenspektrometrie und Kernspinresonanzspektroskopie

von Biomaterialien

DNA-Reparatur und familiärer Brustkrebs

Mitochondriale Proteomik und zellulärer Energiehaushalt

Tumormetabolismus und Krebstherapie

Genetik und Pathobiochemie der postpartalen Stoffwechselentgleisung

bei Milchkühen

Chronische Nierenerkrankungen

Lehrstuhl für Statistische Bioinformatik

Lehrstuhlinhaber: Prof. Dr. Rainer Spang

Telefon: 0941 943-5053

Forschungsschwerpunkte

Medizinische Bioinformatik, Biostatistik und Systembiologie

Analyse hochdimensionaler genomischer Daten

Scientific Computing

Statistische Modellierung zellulärer Signalwege und deren

Störung in Tumoren

Statistische Methoden zur Diagnose von Signalwegstörungen

in Tumoren

Modelle der Tumorprogression


Forschung und Lehre

21

Institut für Humangenetik

Institut für Immunologie

Direktor: Prof. Dr. Bernhard Weber

Telefon: 0941 944-5401

Direktorin: Prof. Dr. Daniela Männel

Telefon: 0941 944-5461

Forschungsschwerpunkte

Humangenetische Beratung und Sprechstunde für Patienten

und Familien mit genetisch bedingten Erkrankungen

Klinisch-genetische Diagnostik (Abklärung seltener Krankheitsbilder

und Syndrome; Ermittlung von Wiederholungsrisiken)

Molekulargenetische Diagnostik genetisch bedingter Erkrankungen,

insbesondere bei hereditären Netzhautdystrophien

und familiären Tumordispositionen

Aufklärung der Ursachen hereditärer Netzhautdystrophien

Genetik und Biochemie der komplexen altersabhängigen Makuladegeneration

(AMD)

Entwicklung von Ansätzen zu gezielten therapeutischen

Maßnahmen an ausgewählten Tiermodellen der Neurodegeneration

Forschungsschwerpunkte

Untersuchungen zur Funktion des Tumor-Nekrose-Faktor-

Rezeptor-Ligand-Systems

Biologische Funktionen von Beta-Defensinen

Infektionsmodelle (Leishmanien, Staphylokokken, Aspergillen)

Einfluss von psychosozialem Stress auf den Immunstatus

Einfluss des Immunsystems auf Metastasierung im humanisierten

Mausmodell

STAT 5-Signaltransduktion

Immunregulation durch myeloide Zellen


22

Klinisch-theoretische Institute

der Fakultät für Medizin

Institut für Medizinische

Mikrobiologie und Hygiene

Institut für Pathologie

Direktor: Prof. Dr. Dr. André Gessner

Telefon: 0941 944-6401

Direktor: Prof. Dr. Ferdinand Hofstädter

Telefon: 0941 944-6601

Forschungsschwerpunkte

Epidemiologie resistenter Erreger und Antibiotic Stewardship

Strategien

Verbesserung und Beschleunigung diagnostischer Untersuchungsverfahren

T-Zell Diagnostik zur Unterscheidung akuter von abgelaufenen

Infektionsprozessen

Molekulare Pathogenese- und Impfstoffforschung bei Adeno-,

Cytomegalie-, EBV-, Hepatitis-, HIV- und Parvoviren

Zytokinrezeptorforschung

Tierexperimentelle Forschung zu Entzündungs- und Abwehrprozessen

bei bakteriellen Infektionen (Lyme Erkrankung,

Pneumonie, Sepsis)

Generierung neuer transgener und Gen-defizienter Mausmodelle

Forschungsschwerpunkte

Histologische Diagnostik (Biopsien, Stanzen, OP-Präparate)

Zytologische Diagnostik

Schnellschnittdiagnostik

Hämatopathologie

Transplantationsdiagnostik

Immunhistochemische Diagnostik

Molekularpathologische Diagnostik

Elektronenmikroskopische Gewebe- und Virendiagnostik

Klinisch-pathologische Konferenzen

Klinische Obduktion

Identifizierung diagnostischer und prädiktiver Marker

Molekulare Onkologie (Dickdarm-, Papillen- , hepatozelluläres

Karzinom, Melanom)

Erbliche Tumorerkrankungen

Fibrosierende Erkrankungen (Leberfibrose, Sklerodermie)

Knorpelerkrankungen

Qualitäts-Management-System


Forschung und Lehre

23

Lehrstuhl für Experimentelle

Medizin und Therapieverfahren

Leiter: Prof. Dr. Christoph Klein

Telefon: 0941 944-6720

Forschungsschwerpunkte

Analyse der minimalen Resterkrankung von Krebspatienten

Entwicklung von Technologien zur Molekularanalyse einzelner

Zellen

Entwicklung von Strategien zur personalisierten Krebstherapie,

Suche nach neuen therapeutischen Zielstrukturen

Tumorbiologie: Streuung von Tumorzellen und Entstehung von

Metastasen

Biologie normaler und maligner Stammzellen

Diagnostik

Diagnostik der minimalen Resterkrankung von Krebspatienten

(Sonderlabor DTC)

Nachweis gestreuter Tumorzellen im Knochenmark , Blut und

Lymphknoten von Karzinompatienten

Bestimmung der HER2-Genamplifikation in einzelnen gestreuten

Tumorzellen

Nachweis von KRAS, BRAF, NRAS Mutationen in einzelnen

gestreuten Tumorzellen


Patientenversorgung

Unser Ziel sind zufriedene Patienten. Das wollen wir

durch beste medizinische Behandlung und Pflege erreichen

– in einer menschlichen Atmosphäre, die Würde

und den Willen unserer Patienten respektierend.

Kenngrößen 2010 2011

Anzahl der Behandlungsfälle

(DRG-Fallpauschalen, voll- / teilstationär) 28.321 28.701

Ø Verweildauer in Tagen 8,13 7,98

Ø Auslastung in Prozent * 79,85 80,14

Ambulante Behandlungsfälle 112.179 115.516

Fallzahl ambulante Operationen nach

§115 b SGB V 2.291 2.166

* Stufenweise Inbetriebnahme der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin


Der Mensch im Mittelpunkt

25


26

Geschichte des Universitätsklinikums Regensburg

Am 18. Juli verabschiedet

der Bayerische

Landtag das Gesetz zur

Gründung einer Universität

mit vollem Fächerspektrum

in Regensburg

Konstitution der

Planungsgruppe

Beschränkung

des ursprünglich

für 1.600 Betten

geplanten Klinikums

auf rund 1.000

Betten

Inbetriebnahme der

„Klinik und Poliklinik

für Zahn-, Mund- und

Kieferkrankheiten der

Universität Regensburg

Inbetriebnahme des

2. Bauabschnitts:

Aufnahme des stationären

Betriebs

1962

1970

1976

1984

1992

1969

1971

1978

1985

1993

Berufung des medizinischen

Beirats

für die Planung und

Struktur der Medizinischen

Fakultät

Ideenwettbewerb

für die Klinikumsbauten

Am 26. September

Grundsteinlegung

für das Klinikum;

Baubeginn des

1. Bauabschnitts:

Zahn-, Mund- und

Kieferklinik

Beginn des

2. Bauabschnitts

mit rund 500

Betten

Beschluss der

Bayerischen

Staatsregierung,

einen 1. Teil des

abschließenden

3. Bauabschnitts

mit 300 (von 500)

Betten ohne Mitfinanzierung

des

Bundes zu errichten

Rechtsform: Anstalt des öffentlichen Rechts


Patientenversorgung

27

Am 18. April feierlicher

erster Spatenstich

und Baubeginn

des 1. Teils des

3. Bauabschnitts

Am 25. März Spatenstich

und Baubeginn

des 2. Teils des

3. Bauabschnitts mit

zwei neuen Gebäuden

für Forschung

und Lehre

Richtfest für den Neubau

der KinderUNiklinik

Ostbayern (KUNO) und

den Forschungsbau D4

Einweihung des José-

Carreras-Zentrums für

Somatische Therapie

1994

2002

2007

2009

1998/99

2006

2008

2010

Inbetriebnahme des

1. Teils des 3. Bauabschnitts.

Das

Klinikum verfügt

jetzt über 804

Betten, davon 82

Intensivbetten, 40

tagesklinische

Behandlungsplätze

und 12 Dialyseplätze

Am 9. März Inbetriebnahme

des 2. Teils

des 3. Bauabschnitts

mit zwei neuen Gebäuden:

einem Hörsaal- und Seminargebäude

sowie einem

Institutsgebäude für die

klinisch-theoretischen

Fächer Epidemiologie und

Präventivmedizin, Immunologie

und Humangenetik

Richtfest des José-

Carreras-Zentrums für

Somatische Therapie

Inbetriebnahme der

KUNO-Klinik für Kinderund

Jugendmedizin.


28


Gremien des Universitätsklinikums Regensburg

Mitglieder der Aufsichtsrat

Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch

Vorsitzender Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft,

Forschung und Kunst

Vertreter: Ministerialdirigent Dr. Adalbert Weiß

Ministerialrat Franz Schallmayer (bis 31.05.)

Bayerisches Staatsministerium der Finanzen

Vertreter: Ministerialrat Dr. Tobias Haumer

Ministerialrat Dr. Tobias Haumer (ab 01.06.)

Bayerisches Staatsministerium der Finanzen

Vertreter: Ministerialrat Robert Saliter

Ministerialrätin Dr. Gabriele Hartl

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt,

Gesundheit und Verbraucherschutz

Prof. Dr. Thomas Strothotte

Rektor der Universität Regensburg

Prof. Dr. Oliver Kölbl

Vertreter der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg

Vertreter: Prof. Dr. Jürgen Strutz

Dr. Volker Kronseder

Vorstandsvorsitzender der KRONES Aktiengesellschaft,

Neutraubling

Prof. Dr. Heribert Schunkert

Direktor der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums

Schleswig-Holstein, Lübeck

Ministerialdirigent Dr. Adalbert Weiß (bis 30.04.)

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Ministerialdirigent Ulrich Hörlein (ab 01.05.)

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Ministerialrat Harald Dierl (bis 30.04.)

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Ministerialrat Florian Albert (ab 01.05.)

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Klinikumsvorstand

Prof. Dr. Günter Riegger, Vorsitzender

Ärztlicher Direktor

Vertreter: Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Landthaler

Dipl.-Kfm. Klaus Fischer

Kaufmännischer Direktor

Vertreter: ORR Robert Lerchenberger

Alfred Stockinger

Pflegedirektor

Vertreter: Tony Ebeling

Prof. Dr. Bernhard Weber

Dekan der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg

(bis 30.09.)

Vertreter: Prof. Dr. Hans Schlitt

Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert

Dekan der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg

(ab 01.10.)

Vertreter: Prof. Dr. Bernhard Weber


Patientenversorgung

29

Klinikumskonferenz

Ständige Mitglieder

gem. Art. 11 Abs. 2 S. 2 BayUniKlinG:

Prof. Dr. Reinhard Andreesen Prof. Dr. Alexander Brawanski

Prof. Dr. Christoph Eilles Prof. Dr. Stefan Feuerbach

Prof. Dr. Bernhard Graf Prof. Dr. Gerhard Handel

Prof. Dr. Horst Helbig Prof. Dr. Stefan Hofmann

Prof. Dr. Oliver Kölbl

Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Landthaler

Prof. Dr. Thomas Loew Prof. Dr. Michael Melter

Prof. Dr. Michael Nerlich Prof. Dr. Dr. Peter Proff

Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert Prof. Dr. Günter Riegger

Prof. Dr. Hans-Jürgen Schlitt Prof. Dr. Gottfried Schmalz

Prof. Dr. Christof Schmid Prof. Dr. Gerd Schmitz

Prof. Dr. Jürgen Strutz Prof. Dr. Christian Stroszczynski

Frauenbeauftragte:

Dr. Marianne Federlin

PD Dr. Carola Kolbeck

Gleichstellungsbeauftragte:

Gabriele Lang

Vorsitzende des Personalrats:

Helene Hübl (bis 31.07.)

Reinhard Steiner (ab 01.08.)

Gewählte Mitglieder

gem. Art. 11 Abs. 2 S. 3 BayUniKlinG:

sonstige Professoren einschließlich Juniorprofessoren

Prof. Dr. Christian Hengstenberg

Prof. Dr. Bernd Salzberger

sonstiges ärztl.-wiss. Personal:

PD Dr. Marcus Scherer

Dr. Theodor Bimmerle

Pflegedienst:

Monika Eichenseer

Beate Baumer

Beratende Mitglieder

gem. Art. 11 Abs. 2 S. 5 BayUniKlinG:

Prof. Dr. Bernhard Weber

Dipl.-Kfm. Klaus Fischer

Alfred Stockinger

Personalrat

Helene Hübl, Vorsitzende, Gruppenvertreterin Arbeitnehmer

(bis 31.07.)

Stefan Mrosek, 1. stv. Vorsitzender, Gruppenvertreter Beamte

(bis 31.07.)

Reinhard Steiner, 2. stv. Vorsitzender, stv. Gruppenvertreter

Arbeitnehmer (bis 31.07.)

Bernd Stöckl, weiteres Vorstandsmitglied (bis 31.07.)

Reinhard Steiner, Vorsitzender, Gruppenvertreter Arbeitnehmer

(ab 01.08.)

Helene Hübl, 1. stv. Vorsitzender (ab 01.08.)

Stefan Mrosek, 2.stv. Vorsitzender, Gruppenvertreter Beamte

(ab 01.08.)

Maria Leibig, weiteres Vorstandsmitglied (ab 01.08.)

Mitglieder

Silvia Döbereiner

Anna Forster-Kreuzer

Josef Fruth

Wolfgang Gleißner

Beate Kaim Manfred Karl (bis 31.07.)

Maria Leibig (bis 31.07.) Dr. Carsten Neumann

Harald Richter (bis 31.07.) PD Dr. Sigrid Wittmann (bis 31.07.)

Margit Dankerl (bis 31.07.)

Sigrid Gaber (ab 01.08.) Wolfgang Lokotsch (ab 01.08.)

Falk Riebschläger (ab 01.08.) Birgit Tege (ab 01.08.)

Klaus Völcker (ab 01.08.)

Schwerbehindertenvertretung

Eva-Maria Klingwarth

Jugend- und Auszubildendenvertretung

Reinhard Frey

sonstiges nichtwiss. Personal:

Irene Bleicher

Robert Lerchenberger


30

Zahlen und Fakten

Patientenzahl

Kostenträger (in Prozent)

2010 2011

Fallzahl stationär 30.659 31.388

- vollstationär 28.471 28.957

- teilstationär 2.188 2.431

bei durchschnittlicher Verweildauer in Tagen 8,13 7,98

Fallzahl ambulant 112.179 115.516

- kurativ 99.066 101.356

- Notfälle 10.822 11.994

2010 2011

Allgemeine Ortskrankenkassen 40,00 39,93

Ersatzkassen 19,97 19,43

Betriebskrankenkassen 17,30 18,13

Landwirtschaftliche Krankenkasse 3,08 3,11

Innungskrankenkasse 1,98 1,94

Sonstige Kostenträger 6,26 6,27

Selbstzahler / Private Kassen 11,41 11,18

- ambulante Operationen 2.291 2.166

Patientenherkunft (in Prozent)

Großgeräte

2010 2011

Oberpfalz 55,14 55,83

- Regensburg Stadt 12,62 11,95

- Regensburg Landkreis 14,38 14,68

- übrige Oberpfalz 28,14 29,20

Niederbayern 27,98 27,52

übriges Bayern 13,64 13,58

übrige Bundesländer 2,39 2,14

Ausland 0,85 0,93

Bettenzahl

2010 2011

Computer-Tomographen 4 3

Kernspin-Tomographen 2 3

Dialysegeräte 53 51

Digitale Subtraktions-Angiographiegeräte 4 5

Gammakameras 3 4

Herz-Lungen-Maschinen 4 5

Linksherzkatheter-Messplätze 3 4

Linearbeschleuniger 3 3

Positronen-Emissions-Computer-

Tomographen (PET) 2 2

2010 2011

Planbetten und tagesklinische Behandlungsplätze 873 873

- Planbetten vollstationär 833 833

- Teilstationäre Behandlungsplätze 40 40

davon Dialyseplätze 12 12

davon Plätze Kinder- und Jugendmedizin 12 12

davon Plätze Onkologie * 16 16

* Die Plätze teilen sich auf die Bereiche Hämatologie/Onkologie,

Gastroenterologie und Strahlenheilkunde auf


Patientenversorgung

31

Pflege

Ein Traineeprogramm für den Führungsnachwuchs soll die Zukunft der

Pflege sichern. Das Klinikum bereitet damit geeignete Mitarbeiter binnen

zwei Jahren auf künftige Führungspositionen vor. Erfahrene Führungskräfte

(Berater) begleiten die Teilnehmer (Trainees) und führen

sie praxisnah an die Aufgabenkomplexe einer Leitungsposition heran.

Bei Hospitationseinsätzen in den verschiedenen Leistungsstellen lernen

die Trainees die Komplexität des Universitätsklinikums kennen.

In Arbeits- oder Projektgruppen erlernen die Trainees Methoden- und

Managementkompetenzen. Den Theorie-Praxis-Transfer stellen ausgewählte

Bildungsangebote in den Bereichen Führung, Organisation und

Kommunikation sicher.

Das Traineeprogramm ist ein Ergebnis des „Runden Tischs Pflege“.

Vertreter aus Pflege, Personalabteilung, Unternehmensentwicklung

und Personalrat haben in verschiedenen Arbeitsgruppen Konzepte und

Maßnahmen zum Thema „Personalgewinnung und Personalbindung,

Führungskräfteentwicklung in der Pflege“ erarbeitet. Ziel der Arbeitsgruppen

ist, dem gegenwärtigen und in Zukunft zunehmenden Fachkräftemangel

in der Pflege entgegen zu wirken.

Dem Universitätsklinikum Regensburg ist es gelungen, das Ende des

Zivildiensts als Chance zu nutzen. Nach Ende der Wehrpflicht und damit

des Zivildiensts musste das Klinikum rund 40 Stellen ersetzen. Eine

Arbeitsgruppe der Pflegedirektion hat bestimmte Kernaufgaben der Zivis

im hauswirtschaftlichen Bereich, Servicetätigkeiten, Mithilfe bei der

Grundpflege und im Hol- und Bringdienst identifiziert. Diese Arbeiten

übernimmt seit Mitte 2011 eine neuen Berufsgruppe, die Servicekräfte

auf den Allgemeinstationen. Bereits nach wenigen Wochen zeigten

sich die Vorteile der neuen Servicemitarbeiterinnen und -mitarbeiter.

Sie entlasten die Pflegekräfte, die dadurch mehr Spielraum für ihre eigentlichen

pflegerischen und medizinischen Aufgaben erhalten. Auch

die Patienten honorieren den Dienst. Sie nehmen die standardisierten

Service- und Komfortleistungen positiv wahr.

2011 hat eine Projektgruppe im Rahmen der Implementierung des Nationalen

Expertenstandards Schmerzmanagement in der Pflege gearbeitet.

Sie bestand aus Mitarbeitern des Pflegedienstes, des Bildungszentrums

und der Schmerzambulanz/Klinik für Anästhesiologie. Für

das Klinikum hat die Gruppe den „Pflegestandard zum Akutschmerzmanagement

in der Erwachsenenpflege“ entwickelt. Er basiert auf den

aktualisierten StOPs zur medikamentösen (Akut-)Schmerztherapie, die

einen interprofessionellen Work-Flow beinhalten. Teil der Dokumentation

der Pflegeanamnese ist jetzt eine Schmerzanamnese. Flankierende

Standards eröffnen Möglichkeiten nicht-medikamentöser Maßnahmen

im Schmerzmanagement. Informationsflyer sollen die Patienten künftig

besser informieren.

Patienten profitieren von einer professionsübergreifenden Standardisierung

des Schmerzmanagements: Schmerzen werden frühzeitig erfasst,

die Patienten zeitnah und umfassend behandelt.

Nach der offiziellen Genehmigung der einzelnen Standardbausteine beginnt

im 2. Halbjahr 2012 die Schulung von Modellstationen. Als Multiplikatoren

werden einzelne Mitarbeiter des Pflegedienstes schmerztherapeutisch

weiterqualifiziert.

Trotz des hohen Arbeitsaufwandes im Alltag engagieren sich viele Pflegende

am UKR in Arbeits- und Projektgruppen. Sie entwickeln innovative

Konzepte, um den Berufsalltag auf den Stationen angenehmer

zu gestalten. Der 1. Pflegepreis des Universitätsklinikums honoriert

den Einsatz. Leitthema war „Gesundheitsförderung von Mitarbeitern“.

Der zweite Preis im Wert von 500 Euro ging ans Universitätsklinikum

Regensburg. Christine Peter und Renate Berzl wurden für ihre Arbeit

„Gemeinsam gesund geht´s besser“ ausgezeichnet. In diesem kurz

„REESI“ genannten Konzept erläutern die beiden Pflegekräfte, wie sich

präventive Maßnahmen zur Mitarbeitergesundheit speziell in den Bereichen

Rücken, Ergonomie, Entspannung, Soziales und Irritation in den

Alltag einer Intensivstation integrieren lassen.

Zwei wichtige Meilensteine verzeichnete die Aus-, Fort- und Weiterbildung

im Pflegedienst im Herbst: Zum einen den Beginn der Ausbildung

für Operationstechnische Assistenten in Kooperation mit dem IAFW-

Institut, Regensburg, als Ausbildungsträger, zum anderen den Start

des ersten Weiterbildungskurses für Pädiatrische Intensivpflege (DKG-

Richtlinien) am UKR. Im Oktober haben die ersten zwölf Absolventen

ihre Zertifikate zur/zum „Case Manager/in im Gesundheits- und Sozialwesen

(DGCC)“ entgegen genommen.

Auf großes Interesse mit jeweils ausgebuchten Hörsälen stießen

die bewährten Kongresse des „Vereins der Freunde und Förderer

der Pflegenden e.V.“:

2. Regensburger Schülerkongress

„Ängste im Pflegealltag“ (17. Regensburger Pflegetag)

„Erfolgsmodell Intensivstation“ (4. Regensburger Intensiv-Pflegekongress)

„Dokumentation“ (4. Pflege-Recht-Symposium)

Die Pflegedirektion bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

für ihre große Einsatzbereitschaft und hohe Motivation in der

Versorgung der Patienten am Klinikum.


32

Kliniken und Abteilungen

Klinik für Anästhesiologie

Klinik und Poliklinik für

Augenheilkunde

Direktor: Prof. Dr. Bernhard Graf

Telefon: 0941 944-7801

2010 2011

Narkosen (Ø 3,2 Std.) 17.800 18.055

Intensivmed. Versorgung von

operativen Patienten 4.235 4.649

Stationäre Akutschmerz-Patienten 1.832 834

Ambulante Patienten mit

Chron. Schmerzsyndrom 1.962 2.801

Direktor: Prof. Dr. Horst Helbig

Telefon: 0941 944-9201

2010 2011

Patientenzahl ambulant 15.097 16.794

Patientenzahl stationär 2.817 2.991

Ø Verweildauer in Tagen 4,42 4,13

Anzahl der Betten 42 42

Case-Mix-Index 0,75 0,73

Anzahl der Betten 14 14

Klinische Schwerpunkte

Vorbereitung und Optimierung vor Operationen

Narkoseführung während operativer Eingriffe in allen

Altersgruppen

Interdisziplinäre operative Intensivmedizin

Akute und chronische Schmerztherapie

Ärztliche Besetzung des Notarztwagens Regensburg Süd

Betrieb des Luftrettungszentrums Regensburg

Boden- und Luftgebundene Verlegungstransporte

schwerstkranker Patienten

Forschungsschwerpunkte

Anästhesie

Narkosetiefemonitoring

Transientes Restless Legs Syndrom nach Regionalanästhesie

Erweitertes hämodynamisches Monitoring

Maschinelle Autotransfusion

Wachkraniotomie

Kardio- und Myotoxizität von Lokalanästhetika

Toxizität von Allgemeinanästhetika bei Früh- und Neugeborenen

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Netzhauterkrankungen: Chirurgische Behandlung von Netzhautablösungen,

Verletzungen des Auges, Löcher in der Netzhautmitte

Alterskorrelierte Makuladegeneration

Behandlung der feuchten altersbedingten Makuladegeneration

mittels Injektionen von Medikamenten in den Glaskörper

Diabetische Retinopathie

Ursachen und Mechanismen verschiedener Netzhauterkrankungen

Refraktive Hornhautchirurgie

Schieloperationen

Kinderophthalmologie

Erbliche Netzhautdystrophien

Intensivmedizin

Sepsis

Akutes Lungenversagen

Temporäre Organersatzverfahren (Lunge, Niere, Herz)

Neurovaskuläre Forschung


Patientenversorgung

33

Klinik und Poliklinik

für Chirurgie

Abteilung für Unfallchirurgie

Direktor: Prof. Dr. Hans-Jürgen Schlitt

Telefon: 0941 944-6801

2010 2011

Patientenzahl ambulant 4.293 4.236

Patientenzahl stationär 3.730 3.647

Ø Verweildauer in Tagen 9,27 9,08

Anzahl der Betten 128 128

Case-Mix-Index 2,82 2,76

Leiter: Prof. Dr. Michael Nerlich

Telefon: 0941 944-6805

2010 2011

Patientenzahl ambulant 8.217 8.909

Patientenzahl stationär 2.176 2.359

Ø Verweildauer in Tagen 8,88 8,20

Anzahl der Betten 59 59

Case-Mix-Index 1,64 1,52

Klinische Schwerpunkte

Viszerale Tumorchirurgie

Gastro-ösophageale Chirurgie

Hepato-pankreato-biliäre Chirurgie

Kolorektale Chirurgie (inkl. entzündliche Darmerkrankungen)

Proktologie

Endokrine Chirurgie

Transplantation (Niere, Leber, Pankreas)

Hepato-biliäre Chirurgie (inkl. Lebertransplantation) bei Kindern

Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie

Operative Intensivmedizin, Sepsis

Forschungsschwerpunkte

Zelluläre und molekulare Transplantationsimmunologie

Zelluläre und molekulare Immunologie entzündlicher

Darmerkrankungen

Molekulare Onkologie

Gen- und Proteintherapeutische Ansätze zur Gewebeprotektion

Immunmodulatorische Zelltherapie

Immunsuppression

Gastrointestinale Onkologie

Endovaskuläre Chirurgie

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Behandlung verletzter Patienten jeder Verletzungsschwere

Operative Behandlung des gesamten Bewegungsapparates,

inklusive plastischer Weichteildeckung

Spiegelung (Arthroskopie) aller großen Gelenke

Endoprothetischer Gelenkersatz

Behandlung unfallchirurgisch-orthopädischer Leiden

(Schulter, Hand, Wirbelsäule, Hüfte, Knie und Fuß)

Tissue Engineering: Züchtung von Zellen „im Reagenzglas“ zur

Implantation in den Bewegungsapparat und Auffüllung von

Defekten

Biomechanik: Entwicklung, Test und Modifizierung von

neuesten Operationstechniken und Implantaten

Verkehrsunfallforschung


34

Kliniken und Abteilungen

Klinik und Poliklinik für

Dermatologie

Klinik und Poliklinik für

Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Direktor: Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Landthaler

Telefon: 0941 944-9601

2010 2011

Patientenzahl ambulant 15.902 17.791

Patientenzahl stationär 2.515 2.585

Ø Verweildauer in Tagen 5,97 6,12

Anzahl der Betten 45 45

Case-Mix-Index 0,82 0,79

Direktor: Prof. Dr. Jürgen Strutz

Telefon: 0941 944-9401

2010 2011

Patientenzahl ambulant 12.556 12.516

Patientenzahl stationär 3.752 3.734

Ø Verweildauer in Tagen 4,80 4,82

Anzahl der Betten 56 56

Case-Mix-Index 1,06 1,05

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Behandlung von Hautkrankheiten inkl. medikamentöse

Tumortherapie

Operative Behandlung gut- und bösartiger Tumore (Nävi, Basalzellkarzinome,

spinozelluläre Karzinome, maligne Melanome)

und anderer Hauterkrankungen (Akne inversa, Hyperhidrose)

Allergologie (Hyposensibilisierung bei Bienen- und Wespengiftallergien,

Arzneimitteltestungen, Arzneiprovokationstestungen)

Modernes Wundmanagement

Phlebologie

Lasertherapie von Gefäßfehl- und Neubildungen der Haut

Entfernung von Tätowierungen

Laser- und Lichttherapie entzündlicher Hautkrankheiten

Diagnostik und Therapieverfahren für weißen und schwarzen

Hautkrebs

Transplantationssprechstunde für Organtransplantationen

Photodynamische Therapie

Graft-versus-Host-Disease (GvHD)

Hautphysiologie (pH- und O ² -Messungen, Mikrozirkulation)

Plasmamedizin

Antimikrobielle Photodynamische Therapie

Molekulargenetik benigner epithelialer Hauttumoren und

kongenitaler Mosaiksyndrome

Molekulare Pathogenese vaskulärer Tumoren

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Bayerisches Cochlear Implant Centrum zur Behandlung

der hochgradigen Schwerhörigkeit und Taubheit

Schädelbasiszentrum

Tinnituszentrum

Zentrum für Kopf- und Hals-Tumoren (ZKH)

Hörzentrum für Kinder und Erwachsene

Bayerisches Hörscreening-Zentrum

Mittelohrchirurgie bei chronischer Mittelohrentzündung

Unfallverletzungen des Gesichts und der vorderen Schädelbasis

Therapie der chronischen Nebenhöhlenentzündung

Plastische und rekonstruktive Chirurgie der Kopf- und

Halsregion

Therapie von Speichelsteinen

Operation von Speicheldrüsentumoren mit Facialis-Monitoring

Schilddrüsenoperationen mit Monitoring der Kehlkopfnerven

Stimm- und Sprachstörungen

Schluckstörungen

Lasertherapie

Schwindelsprechstunde

Allergiesprechstunde

Kopf- und Halschirurgie

Plastische und rekonstruktive Chirurgie der Kopf-Halsregion


Patientenversorgung

35

Klinik und Poliklinik für Herz-,

Thorax- und herznahe Gefäßchirurgie

Abteilung für Thoraxchirurgie*

Direktor: Prof. Dr. Christof Schmid

Telefon: 0941 944-9801

2010 2011

Patientenzahl ambulant 962 1.005

Patientenzahl stationär 1.628 1.837

Ø Verweildauer in Tagen 12,02 11,37

Anzahl der Betten 64 64

Case-Mix-Index 5,23 5,15

Klinische Schwerpunkte

Minimal-invasive Koronar- und Herzklappenchirurgie,

Koronare Bypass-Operation

Rekonstruktive Klappenchirurgie

Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI)

Aortenchirurgie

Ablation von Vorhofflimmern

Kunstherzunterstützung und Herztransplantation bei

terminalem Herzversagen

Mini-Herz-Lungen-Maschine

Forschungsschwerpunkte

Mechanische Kreislaufunterstützung mit internen und externen

Blutpumpen

Künstlicher Lungenersatz

Endothelzellfunktion und Besiedelung künstlicher Oberflächen

Herstellung künstlicher Blutleiter

Optimierung der immunsupressiven Therapie

Leiter: Prof. Dr. Hans-Stefan Hofmann

Telefon: 0941 944-9801

Klinische Schwerpunkte:

Multimodale Therapie des Bronchialkarzinoms

Chirurgische Therapie von pulmonalen Metastasen

Mesotheliombehandlung mit intraoperativer hyperthermer

Perfusion

Interdisziplinäre Behandlung von Thymomen

Resektion von Tumoren der Lunge und des Mediastinums mit

Hilfe der extrakorporalen Zirkulation

Minimal-invasive Thoraxchirurgie (VATS–Lobektomie)

Forschungsschwerpunkte:

Hypertherme Perfusion bei primären und sekundären Tumoren

der Pleura

Thoraxchirurgische Eingriffe mit einem Lungenuntzerstützungssystem

MGTX: internationale Studie zur Effektivität der Thymektomie

bei Patienten mit Myasthenia gravis

Mikrometastasen im Knochenmark bei Patienten mit Bronchialkarzinom

Erweiterte Resektionen bei Thymustumoren

* Statistik in der Hauptabteilung Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und

herznahe Gefäßchirurgie enthalten


36

Kliniken und Abteilungen

Klinik und Poliklinik für

Innere Medizin I

Abteilung für Hämatologie und

Internistische Onkologie

(Gastroenterologie, Endokrinologie, Rheumatologie

und Infektiologie, Notfallmedizin)

komm. Direktor: Prof. Dr. Bernd Salzberger *

Telefon: 0941 944-7001

2010 2011

Patientenzahl ambulant 7.979 7.885

Patientenzahl stationär 3.604 2.995

Ø Verweildauer in Tagen 6,97 7,86

Anzahl der Betten 92 92

Case-Mix-Index 1,32 1,47

Leiter: Prof. Dr. Reinhard Andreesen**

Telefon: 0941 944-5501

2010 2011

Patientenzahl ambulant 3.429 3.511

Patientenzahl stationär 1.333 1.328

Ø Verweildauer in Tagen 14,29 14,19

Anzahl der Betten 56 56

Case-Mix-Index 3,64 3,36

Klinische Schwerpunkte:

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Gastrointestinale Tumoren

Metabolische und hormonelle Erkrankungen

Chronische Lebererkrankungen, Vorbereitung zur

Lebertransplantation

Komplikationen der Leberzirrhose

Akute Pankreatitis

Diabetes mellitus

Rheumatoide Arthritis

Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes und

Sklerodermie

Sepsis

HIV-Infektion

Forschungsschwerpunkte:

Funktion und Störungen der intestinalen Barriere

Bildgebung bei Darm- und Lebererkrankungen

Leberzellkarzinom

Adipokine bei Diabetes, gastrointestinalen

und hepatischen Störungen

Interaktion zwischen Nervensystem, endokrinen und

immunologischen Faktoren und Entzündungsvorgängen

Gestörte Immunabwehr und Infektionen

Therapieansätze Autoimmunerkrankungen

Metabolisches Syndrom und Fettleberhepatitis

Interaktion von Metabolismus und Immunsystem

Strukturiertes Studienzentrum

* Komm. Leitung des klinischen Betriebs

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Erkrankungen des blutbildenden Systems wie Leukämien,

Lymphome und Myelodysplasie

Störungen der Blutbildung (Polyzythämie-, Anämie- und

Thrombopenieabklärung)

systemisch metastasierte Tumorerkrankungen solider Organe

Blutungs- und Gerinnungsneigung (Hämostaseologie)

Stammzelltransplantation, allogen und autolog

Erforschung neuer Ansätze zur Pathophysiologie, Prophylaxe

und Therapie der Graft-versus-Host Erkrankung

pulmonale Komplikationen nach Stammzelltransplantation (Max

Eder Nachwuchsgruppe der Deutschen Krebshilfe)

Erforschung biologischer Grundlagen und klinische Erprobung

zellulärer Therapien (Klinische Forschergruppe „Zell-vermittelte

Suppression von Immunreaktionen“, José-Carreras Zentrum für

Somatische Zelltherapie)

Genetik und Epigenetik der Hämatopoese und von malignen

Tumoren

biomodulatorische Therapie bei soliden Tumoren

Tumormetabolismus

** Komm. Leitung des wissenschaftl. Betriebs des Lehrstuhls f. Innere Medizin I


Patientenversorgung

37

Klinik und Poliklinik für Innere

Medizin II

(Kardiologie, Nephrologie, Pneumologie, Internistische

Intensivmedizin)

Direktor: Prof. Dr. Günter Riegger

Telefon: 0941 944-7201

2010 2011

Patientenzahl ambulant 5.701 5.978

Patientenzahl stationär 5.384 5.485

Abteilung für Psychosomatische

Medizin*

Leiter: Prof. Dr. Thomas Loew

Telefon: 0941 944-7240

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Behandlung psychosomatischer Symptome

Übergewichtsbehandlung

Qualitätssicherung der Körper(psycho-) und Familientherapie

Ø Verweildauer in Tagen 6,60 6,46

Anzahl der Betten 115 115

* Statistik in der Hauptabteilung Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II enthalten

Case-Mix-Index 1,70 1,74

Klinische Schwerpunkte:

Kardiologie: Herzinfarkt, Herzkranzarterienverengung

(Ballondilatation, Stentimplantation), Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen,

Elektrophysiologie, Ablationstherapie,

(Vorhofflimmern, etc.) Transfemoraler Aortenklappenersatz,

Septum- und Herzohrverschluss, Mitralclip

Nephrologie: Akutes und chronisches Nierenversagen, entzündliche

Nierenerkrankungen, Dialyse, Nierenpunktion,

Nierentransplantation, Arterielle Hypertonie

Pneumologie: Schwere Lungenkrankheiten, wie chronisch

obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenhochdruck,

Asthma, Bronchialkarzinom, endobronchialer Ultraschall (EBUS)

Internistische Intensivmedizin: Beatmungszentrum

(schwere Lungenversagen, acute respiratory distress syndrome

(ARDS), extrakorporale Organersatzverfahren (ECMO)),

kardio gener Schock

Forschungsschwerpunkte:

Genetische Untersuchungen zur Koronaren Herzkrankheit (KHK)

Ursachen der Herzinsuffizienz, kardiale Marker

MRT bei Klappenvitien

Metabolisches Syndrom

Niereninsuffizienz

Glomerulonephritis, Diabetische Nephropathie und

Transplantatschädigung, Nierenfibrose, Kardiorenales Syndrom

Endotheliale Dysfunktion (Diabetes, Hypertonie)

Pulmonale Hypertonie

Schlafstörungen bei Herzinsuffizienz

Kardiomyopathien und KHK

Herzrhythmusstörungen

Extrakorporaler Lungenersatz


38

Kliniken und Abteilungen

Klinik und Poliklinik

für Kinder- und Jugendmedizin*

am Universitätsklinikum und am Krankenhaus

Barmherzige Brüder Regensburg - Klinik St. Hedwig

Direktor: Prof. Dr. Michael Melter

Telefon: 0941 944-2001

2010 2011

Patientenzahl ambulant 1.666 2.007

Patientenzahl stationär 1.151 1.814

Ø Verweildauer in Tagen 8,24 6,10

Anzahl der Betten 52 52

Case-Mix-Index 1,97 1,83

Klinik und Poliklinik für Mund-,

Kiefer- und Gesichtschirurgie

Direktor: Prof. Dr. Dr. Torsten E. Reichert

Telefon: 0941 944-6301

2010 2011

Patientenzahl ambulant 1.253 1.464

Patientenzahl stationär 1.452 1.477

Ø Verweildauer in Tagen 5,27 5,77

Anzahl der Betten 28 28

Case-Mix-Index 1,19 1,26

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Pädiatrische Gastroenterologie und Hepatologie

(GPGE-Zentrum für Kindergastroenterologie)

Onkologie

Allgemeinpädiatrie und Neonatologie (Perinatalzentrum)

Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Polytrauma,

Organersatztherapien bei Kindern und Jugendlichen

Leber- und Leberzelltransplantation

Alle endoskopischen Methoden (einschließlich ERCP)

in jedem Alter

Pädiatrische Aspekte der Immunsuppression und von

Lebererkrankungen

* Stufenweise Inbetriebnahme der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Lippen-Kiefer-Gaumenspalten

Gesichtsfehlbildungen

Mundhöhlen-, Gesichtshaut- und Kiefertumoren

Gesichts- und Schädelverletzungen

Plastische und rekonstruktive Chirurgie

Kieferorthopädische Chirurgie

Zahnimplantate

Kieferknochenaufbau

Entzündungen im Kiefer- und Gesichtsbereich

Mundschleimhauterkrankungen

Zahnärztliche Chirurgie

Biologische Grundlagen und neue Therapieansätze von

Mundhöhlentumoren und Vorstufen

Bedeutung der Tumorstammzellen

Mechanismen der Tumormetastasierung

Geweberegeneration und Tissue engineering

Biologische Verträglichkeit alloplastischer Materialien in der

MKG-Chirurgie


Patientenversorgung

39

Klinik und Poliklinik für

Neurochirurgie

Abteilung für Neuropathologie

Direktor: Prof. Dr. Alexander Brawanski

Telefon: 0941 944-9001

2010 2011

Patientenzahl ambulant 3.051 3.113

Patientenzahl stationär 1.794 1.816

Ø Verweildauer in Tagen 9,16 8,77

Anzahl der Betten 56 56

Case-Mix-Index 2,81 2,72

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Vasculäre Neurochirurgie (Versorgung von Aneurysmen, Gefäßmalformationen)

Eingriffe bei Hirntumoren, Hirnblutungen und Schädel-Hirn-

Verletzungen

Wirbelsäulenchirurgie (degenerative Wirbelsäulenerkrankungen,

Instabilität, Tumorerkrankungen, Schmerzsyndrome)

Funktionelle Neurochirurgie bei Bewegungsstörungen

(Implantation von Hirnschrittmachern bei M. Parkinson,

Tremor, Dystonien)

Neurobiologie der Hirntumoren

Bildverarbeitung intracranieller Prozesse

Nichtinvasives Sauerstoffmonitoring der cerebralen Cortex

Modellierung der cerebralen Sauerstoffversorgung nach

Schädel-Hirn-Trauma und Subarachnoidalblutung

Mathematische Modellberechnung von Flussdynamik in

Aneurysmen sowie cerebraler Sauerstoffparameter in kritisch

kranken Patienten

Leiter: Prof. Dr. Markus. J. Riemenschneider

Telefon: 0941 944-5150

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Diagnostik von Läsionen des zentralen und peripheren Nervensystems

sowie der angrenzenden Weichgewebe und des Knochens

Begutachtung von stereotaktischen Hirnbiopsien

Biopsiediagnostik von Skelettmuskeln, peripheren Nerven

(N. suralis) und Gefäßen (A. temporalis)

Zytologische Untersuchung von Liquores und Zystenpunktaten

Autoptische Untersuchungen des Gehirns und des Rückenmarks

Molekularpathologische Hirntumordiagnostik

Mechnismen der Tumorzellmigration und –invasion

(Max-Eder-Programm der Deutschen Krebshilfe)

Epigenetische Veränderungen in Hirntumoren

(Methylierung, Histonmodifikationen, miRNAs)

Identifizierung diagnostischer, prognostischer und prädiktiver

Marker

Einbindung in die Sander-Therapieeinheit für Hirntumoren


40

Kliniken und Abteilungen

Klinik und Poliklinik für

Strahlentherapie

Abteilung für Nuklearmedizin

Direktor: Prof. Dr. Oliver Kölbl

Telefon: 0941 944-7601

2010 2011

Patientenzahl ambulant 1.820 1.862

Patientenzahl stationär 539 440

Ø Verweildauer in Tagen 10,66 12,75

Anzahl der Betten 18 18

Case-Mix-Index 2,21 2,58

Leiter: Prof. Dr. Christoph Eilles

Telefon: 0941 944-7501

2010 2011

Patientenzahl ambulant 3.807 3.106

Patientenzahl stationär 1.143 1.129

Ø Verweildauer in Tagen 4,09 4,14

Anzahl der Betten 8 8

Case-Mix-Index 0,91 0,91

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Gesamtes Spektrum der modernen Radiotherapie, gemäß

nationalen und internationalen Konzepten und Studien

Komplexe Strahlentherapietechniken (Ganzkörperbestrahlung,

stereotaktische Strahlentherapie, Radiochirurgie von Hirntumoren,

Körperstereotaxie bei Lungen- und Lebertumoren)

Intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT)

Volumetric Modulated Arc Therapy (VMAT)

Image-Guided-Radiotherapy (IGRT)

Radiochemotherapie bei soliden Tumoren

Interstitielle und intrakavitäre Brachytherapie

Zusammenarbeit mit ambulanter und stationärer Palliativpflege

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Diagnostik und Therapie mit radioaktiven Arzneimitteln

(Radiopharmaka)

Schilddrüse: v.a. Abklärung der Schilddrüsenfunktion und

Schilddrüsenknoten (kalte/heiße Knoten)

Therapie von Tumoren

Skelettszintigraphie (um Veränderungen des Knochenstoffwechsels,

z.B. bei Metastasen, aufzuzeigen)

Therapie von Knochenmetastasen

Abklärung von Erkrankungen der Herzkranzgefäße

Funktionsdiagnostik des Gehirns: Hirnszintigraphie zur

frühzeitigen Diagnose von demenziellen Erkrankungen

(z.B. Alzheimer)

Krebsdiagnostik mittels Positronen-Emissionstomographie

(Früherkennung von Tumorzellen)

Schilddrüsenkarzinom sowie neuroendokrine Tumore

Entwicklung neuer Diagnoseverfahren (molekulare Sonden)

zur frühzeitigen Darstellung von Funktionsveränderungen

von Gewebestrukturen


Patientenversorgung

41

Zahnkliniken

2010 2011*

Patientenzahl ambulant 21.724 19.864

Poliklinik für Kieferorthopädie

Poliklinik für

Zahnärztliche Prothetik

Direktor: Prof. Dr. Dr. Peter Proff

Telefon: 0941 944-6095

Direktor: Prof. Dr. Gerhard Handel

Telefon: 0941 944-6062

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Effizienzoptimierung von herausnehmbaren und festsitzenden

kieferorthopädischen Apparaturen

Untersuchung zellulärer und molekularer Grundlagen der

kieferorthopädischen Zahnbewegung

Untersuchungen zu Schädelentwicklung/-wachstum

Untersuchung von biologischen und werkstoffkundlichen

Eigenschaften kieferorthopädischer Apparaturen

Kieferorthopädische Biomechanik

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Überkronung des Einzelzahnes

Alle Formen des festsitzenden Brückenzahnersatzes

Versorgung reduzierter Restgebisse und zahnloser Kiefer

durch herausnehmbaren Zahnersatz

Einsatz von Vollkeramik und Implantaten

Untersuchung neuester CAD/CAM-Systeme, Dentalkeramiken,

Verbundmaterialien, Komposite und Kunststoffe

Cranio-mandibuläre Dysfunktionen

Versorgung multipler Zahnnichtanlagen bei Kindern

Forschung im Bereich Werkstoffkunde und Materialentwicklung

Bakterielle Anlagerungen auf mit Speichel kontaminierten

Werkstoffoberflächen

Simulation des Kauorgans

* Sanierung der Zahnkliniken im laufenden Betrieb


42

Zahnkliniken

Poliklinik für Zahnerhaltung

und Parodontologie

Direktor: Prof. Dr. Gottfried Schmalz

Telefon: 0941 944-6024

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Zahnerhaltung und Prophylaxe von Zahnschäden

Behandlung von Zahnfleischerkrankungen

Knochen- und Zahnregeneration

Wurzelkanalbehandlung zur Vermeidung von Zahnverlusten

Prüfung der Verträglichkeit von zahnärztlichen Werkstoffen

(z.B. Kunststoffen)

Entwicklung neuer Füllungswerkstoffe

Entwicklung von Zellkulturmethoden zum Ersatz von Tierversuchen

Studien zur konservativen und chirurgischen Therapie von

Zahnfleischerkrankungen

Entwicklung und Prüfung neuer Werkstoffe mit karieshemmenden

Eigenschaften

Unterweisung in Kindergärten und Schulen


Patientenversorgung

43

Institute des Universitätsklinikums

Institut für Klinische Chemie

und Laboratoriumsmedizin

Institut für Röntgendiagnostik

Direktor: Prof. Dr. Gerd Schmitz

Telefon: 0941 944-6201

2010 2011

GOÄ-Punkte 251.486.210 270.505.900

bewertete Blutprodukte in € 4.160.515 4.747.922

Direktor: Prof. Dr. Christian Stroszczynski

Telefon: 0941 944-7401

2010 2011

Zahl der Untersuchungen 79.325 76.865

MRTs 4.818 5.357

CTs (nach Körperregionen) 23.046 25.041

Interventionelle Maßnahmen 1.812 1.982

Angiographien 2.346 2.187

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

In vitro Diagnostik und transfusionsmedizinische Versorgung

Identifizierung neuer diagnostischer Marker und therapeutischer

Ansätze für die Bereiche Diabetes (REDEPPS-Studie),

Arteriosklerose, Alzheimer und andere chronisch degenerative

Alterserkrankungen

Veränderungen an Zellmembranen und Forschung nach lipidomischen

Biomarkern in einem internationalen Forschungsverbund

(LipidomicNet)

Etablierung blutzellspezifischer molekularer Diagnostik

(Cytomik) auf der Basis funktioneller genomischer Analyse

Aufbau einer Gesundheitsportal (E-Health) integrierten Biobank

(Danubian Biobank Project) mit dem Ziel einer personalisierten

Diagnostik und Behandlung, die auf dem individuellen genetischen

Risiko und der Lebensweise des Einzelnen beruht

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Abdominelle Bildgebung und Intervention

Interventionelle Onkologie (RFA / transarterielle Chemoemboli

sation / selektive interne Radiotherapie im Zusammenhang mit

der Nuklearmedizin)

Interventionelle Radiologie des Gefäßsystems

Kardiovaskuläre Bildgebung (CT der Koronararterien, Dual

Source-Diagnostik im CT)

Ultraschallforschung

(US-Kontrastmittel, Molekulares Imaging, Interventionsführung)

Neue MRT-Techniken (Versorgungsforschung)


44

Kliniken und Lehrstühle

in kooperierenden Häusern

Klinik und Poliklinik für

Neurologie

am Bezirksklinikum Regensburg

Direktor: Prof. Dr. Ulrich Bogdahn

Telefon: 0941 941-3001

Klinik und Poliklinik für

Psychiatrie und Psychotherapie

am Bezirksklinikum Regensburg

Direktor: Prof. Dr. Rainer Rupprecht (seit 10.06.)

Telefon: 0941 941-1001

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Neuroonkologie (medikamentöse Therapieentwicklung,

immunologische Therapie, Stammzelltherapie)

Neurodegeneration

(Morbus Parkinson, Amyotrophe Lateralsklerose)

Neuroimmunologie (Multiple Sklerose)

Neuromuskuläre Erkrankungen (Myasthenie, klinische

Studien zur Rolle der Thym-/Thymomektomie)

Neurophysiologie

(Dokumentation von Schäden am peripheren Nervensystem)

Schlaganfall (Stroke Unit, TEMPiS)

Epileptologie (ausführliche Diagnostik, neue Therapiestudien)

Intensivmedizin (Akutmedizin schwerstkranker neurologischer

Patienten, zerebrovaskuläre Erkrankungen, Neuroinfektologie,

schwere Autoimmunerkrankungen)

Bayerischer Verbund für Stammzellforschung (ForNeuroCell)

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Molekulare Neurowissenschaften/Neuropsychopharmakologie

Affektive Störungen (Depressionen/Angsterkrankungen)

Psychoneuroendokrinologie

Humanexperimentelle Angstmodelle

Transkranielle Magnetstimulation, Neuroplastizität , Tinnitus

Funktionelle Bildgebung, Emotion, soziale Kognition

Schlafforschung

Genetik und Molekularbiologie

Klinische Suchtmedizin

Klinische Pharmakologie

Gerontopsychiatrie/Demenzen

Forensische Psychiatrie

• Sexualwissenschaftliche Abteilung

• Diagnostik forensisch relevanter Störungen

• Emotionsverarbeitung forensisch relevanter Störungen

* Komm. Leitung Prof. Michael Osterheider (bis 31.05.)


Patientenversorgung

45

Lehrstuhl für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe Schwerpunkt Geburtshilfe

am Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg

Klinik St. Hedwig

Direktorin: Prof. Dr. Birgit Seelbach-Göbel

Telefon: 0941 369-5201

Lehrstuhl für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe Schwerpunkt Frauenheilkunde

am Caritas Krankenhaus St. Josef Regensburg

Direktor: Prof. Dr. Olaf Ortmann

Telefon: 0941 782-3410

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Höchste Rate an Mehrlingsgeburten in Bayern (5 %)

Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe für

komplizierte Schwangerschaften bzw. Geburten

Pränatale Diagnostik und Therapie

Zertifiziertes Brustzentrum

Urogynäkologischer Schwerpunkt

Immunologie und Infektiologie in der Schwangerschaft

Prä- und intrapartale Genese kindlicher Hirnschäden

Präeklampsie

Hellp-Syndrom

Schwangerschaftsdiabetes

Fetale Wachstumsretardierung

Fetale Programmierung

Fetales EKG/Pulsoxymetrie

Geburtshilfliche Psychosomatik

Minimal-invasive Chirurgie

Laparoskopische Hysterektomie

Operative Hysterektomie

Endometriumablation

Endoskopische Myomenukleation

Frühgeburtsprävention

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Zertifiziertes Brustzentrum

Zertifiziertes gynäkologisches Krebszentrum

Gynäkologische Onkologie: Therapie des Mammakarzinoms

(brusterhaltende Therapie, rekonstruktive Chirurgie, adjuvante

Chemotherapie, Hormontherapie) und der Genitalkarzinome

Minimal-invasive Chirurgie bei gutartigen Erkrankungen

(Adnexoperationen, Myomenukleationen, Hysterektomien,

komplexe Endometrioseoperationen, hysteroskopische

Operationen)

Zertifiziertes Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Rekonstruktive Chirurgie des weiblichen Beckenbodens

(Kolposacropexien, Mesh Repairs u.a.)

Geburtshilfe

Pränatale Diagnostik bei Frühschwangerschaften

Molekulare Wirkmechanismen endokriner Therapien des

Mammakarzinoms

Funktion vom Estrogenrezeptor β

ErbB-Rezeptor basierte target spezifische Therapien

Prognostische und prädiktive Biomarker

Systembiologisches, ErbB-Rezeptor abhängiges cell-signaling

Zielgerichtete Therapiestrategien bei Mamma- und Genitalkarzinomen

Versorgungsforschung in der Gynäkologischen Onkologie


46

Kliniken und Lehrstühle

in kooperierenden Häusern

Lehrstuhl für Orthopädie

am Asklepios Klinikum Bad Abbach

Lehrstuhl für Urologie

am Caritas Krankenhaus St. Josef Regensburg

Direktor: Prof. Dr. Joachim Grifka

Telefon: 09405 18-2401

Direktor: Prof. Dr. Wolf Wieland

Telefon: 0941 782-3510

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte:

Erkrankungen und Verletzungen der Schulter-, Ellenbogen-,

Hand-, Finger-, Hüft-, Knie-, Fuß- und Sprunggelenke

Endoprothetik, Rheuma- und Arthrosebehandlung

Rheumachirurgie

Unfallchirurgie

Minimal-invasive Therapieverfahren

Gelenkerhaltende Verfahren in der klinischen Versorgung, Knorpelzelltransplantation

Orthopädietechnische und orthopädieschuhtechnische Versorgung

Wirbelsäulenchirurgie

Schmerztherapie, konservative Arthroseverfahren

Diabetischer Fuß, komplexe Wundtherapie

Gelenkinfektionen und Protheseninfektionen

Navigationsgestützte OP-Verfahren

Kinderorthopädie

Sportverletzungen, Sportorthopädie, Kreuzbandchirurgie

Klinische und Forschungs-Schwerpunkte::

Uro-onkologische transurethrale, laparoskopische und offenoperative

Chirurgie

Uro-onkologische Chemotherapie

Steinmetaphylaxe und Steintherapie (ESWL, PNL, URS)

Bildgebung und Detektion des Prostatakarzinoms

Blasenentleerungsstörungen und Inkontinenz (Beckenbodenzentrum,

Zentrum für Sakrale Neuromodulation)

Molekularbiologie uro-onkologischer Tumore


Patientenversorgung

47


Kooperationen in der Patientenversorgung

Kooperation in der Kinder- und Jugendmedizin

Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg – Klinik St. Hedwig

Steinmetzstraße 1-3

93049 Regensburg

Kooperation in der Rheumatologie

und klinischen Immunologie

Asklepios Klinikum Bad Abbach

Kaiser-Karl V.-Allee 3

93077 Bad Abbach

Kooperation in der Pneumologie

und Psychosomatik

Klinik Donaustauf

Ludwigstrasse 68

93093 Donaustauf

Kooperation in der Thoraxchirurgie

Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg

Prüfeninger Straße 86

93049 Regensburg

Kooperationen zur Förderung einer

versorgungsstufen-übergreifenden

Krankenhausbehandlung in der Region

Kreiskrankenhaus Bogen

Mussinanstr. 8

94327 Bogen

Kreiskrankenhaus Mallersdorf

Krankenhausstr. 6

84066 Mallersdorf-Pfaffenberg

Kreiskrankenhaus Wörth a. d. Donau

Krankenhausstr. 2

93086 Wörth a. d. Donau

Goldberg-Klinik Kelheim GmbH

Traubenweg 3

93309 Kelheim

Kreiskrankenhaus Eggenfelden

Simonsöder Allee 20

84307 Eggenfelden


Leistungszahlen

Wirtschaftliche Betriebsführung eines Krankenhauses und die

Forderung nach medizinisch und pflegerisch hochwertigen

Leistungen schließen sich keineswegs aus. Bestmögliche Patientenversorgung

muss mit vertretbarem Aufwand erreicht

werden.

Auf einen Blick 2010 2011

Umsatz in Tsd. € 282.131,04 301.256,82

Jahresüberschuss in Tsd. € 236,63 139,47

Kenngrößen 2010 2011

Case-Mix 52.747 53.699

Case-Mix-Index effektiv 1,87 1,87

Landesbasisfallwert 2.982,50 2.982,60


Daten und Fakten

49


50

Universitätsklinikum Regensburg: Kurzüberblick 2011

DRG-Daten 2010 2011

Fälle (voll- und teilstationär) 28.321 28.701

Case-Mix effektiv 52.747 53.699

Bilanzdaten 2010 2011

Bilanzsumme (in T €) 389.647,22 389.699,81

Umsatzvolumen (in T €) 282.131,04 301.256,82

Case-Mix-Index effektiv 1,87 1,87

Landesbasisfallwert 2.982,50 2.892,60

Ø Verweildauer in Tagen 8,13 7,98

Vollkräfte 2010 2011

Anzahl beschäftigte Vollkräfte 2.895 3.043

Anzahl beschäftigte Mitarbeiter

(„Kopfzahl“) 3.542 3.732

Planbetten und tagesklinische

Behandlungsplätze gesamt 2010 2011

Planbetten vollstationär 833 833

Teilstationäre Behandlungsplätze 40 40

Ausbildungsplätze 2010 2011

Kaufleute im Gesundheitswesen 6 6

Zahnmedizinische Fachangestellte 11 8

Fachinformatiker Fachrichtung

Systemintegration 1 2

Informatikkauffrau/-kaufmann 1 3


Leistungszahlen

51

Top-25 DRGs* im Überblick 2011

* Rangliste nach effektivem Case-Mix

Anzahl DRG DRG-Text eff. CM CMI

560 F06 Koronare Bypass-Operation 2.512,93 4,49

97 A09 Intensivmed. Behandlung inkl. Beatmung > 499 und < 1000 Stunden 2.257,53 23,27

256 A13 Intensivmed. Behandlung inkl. Beatmung > 95 und < 250 Stunden 2.052,41 8,02

326 F03 Herzklappeneingriff mit Herz-Lungen-Maschine 1.989,12 6,10

129 A11 Intensivmed. Behandlung inkl. Beatmung > 249 und < 500 Stunden 1.716,88 13,31

50 A01 Lebertransplantation 1.435,07 28,70

57 A04 Allogene Knochenmarktransplantation / Stammzelltransfusion 1.361,19 23,88

104 F98 Endovaskuläre Implantation eines Herzklappenersatzes oder transapikaler Aortenklappenersatz 1.197,71 11,52

323 B20 Kraniotomie oder große Wirbelsäulen-Operation 853,78 2,64

25 A07 Intensivmed. Behandlung inkl. Beatmung > 999 und < 1800 Stunden 803,60 32,14

761 C03 Eingriffe an der Retina mit Pars-plana-Vitrektomie oder Entfernung des Augapfels mit

gleichzeitiger Einführung eines Implantates 769,56 1,01

14 A05 Herztransplantation 713,20 50,94

157 B02 Komplexe Kraniotomie oder Wirbelsäulen-Operation 662,20 4,22

7 A18 Beatmung > 999 Stunden und Transplantation von Leber, Lunge, Herz und

Knochenmark oder Stammzelltransfusion 592,18 84,60

91 F51 Endovaskuläre Implantation von Stent-Prothesen an der Aorta 577,83 6,35

36 A36 Intensivmedizinische Komplexbehandlung > 552 Aufwandspunkte bei bestimmten

Krankheiten und Störungen oder komplizierende Konstellation bei Versagen und

Abstoßung eines Transplantates hämatopoetischer Zellen 577,42 16,04

181 I09 Bestimmte Eingriffe an der Wirbelsäule 561,05 3,10

107 R60 Akute myeloische Leukämie 520,99 4,87

588 D06 Eingriffe an Nasennebenhöhlen, Mastoid, komplexe Eingriffe am Mittelohr und

andere Eingriffe an den Speicheldrüsen 509,93 0,87

696 D30 Tonsillektomie außer bei bösartiger Neubildung oder verschiedene Eingriffe an Ohr, Nase,

Mund und Hals ohne äußerst schwere CC oder Eingriffe an Mundhöhle und Mund außer bei

bösartiger Neubildung, ohne Mundboden- oder Vestibulumplastik, Alter < 3 Jahre 502,01 0,72

533 F49 Invasive kardiologische Diagnostik außer bei akutem Myokardinfarkt 488,58 0,92

363 R61 Lymphom und nicht akute Leukämie 483,08 1,33

31 F36 Intensivmedizinische Komplexbehandlung > 552 Aufwandspunkte mit bestimmter

OR-Prozedur oder komplexem Eingriff oder mehrzeitige komplexe OR-Prozeduren

bei Krankheiten und Störungen des Kreislaufsystems 475,23 15,33

66 A15 Autogene Knochenmarktransplantation / Stammzelltransfusion 453,31 6,87

276 I10 Andere Eingriffe an der Wirbelsäule 431,89 1,56


52

Bilanz

Universitätsklinikum Regensburg

Anstalt des öffentlichen Rechts Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva (Beträge in €)

30.12.2010 30.12.2011

A. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 8.082,15 720,69

B. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 481.233,51 980.089,88

II. Sachanlagen 318.886.041,21 322.574.833,18

III. Finanzanlagen 30.500,00 30.500,00

C. Umlaufvermögen

I. Vorräte 14.358.323,71 15.886.204,19

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 44.986.777,39 51.670.312,88

III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.227.202,89 6.795.341,60

D. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 669.055,69 761.808,65

389.647.216,55 398.699.811,07

Passiva (Beträge in €)

31.12.2010 31.12.2011

A. Eigenkapital

I. Festgesetztes Kapital 21.644.599,51 21.644.599,51

II. Kapitalrücklage 9.773.793,86 9.774.152,02

III. Gewinnvortrag/ Verlustvortrag 2.326.595,80 2.563.228,46

IV. Jahresüberschuss 236.632,66 139.468,22

B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 294.317.561,74 296.721.557,51

C. Rückstellungen 24.069.678,28 25.624.371,53

D. Verbindlichkeiten 37.212.346,49 42.232.433,82

E. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 66.008,21 0,00

389.647.216,55 398.699.811,07


Leistungszahlen

53

Gewinn- und Verlustrechnung

Universitätsklinikum Regensburg

Anstalt des öffentlichen Rechts Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011

(Beträge in €)

30.12.2010 30.12.2011

1. Erlöse aus Krankenhausleistungen 181.389.360,80 186.559.902,23

2. Erlöse aus Wahlleistungen 2.213.763,21 4.297.716,90

3. Erlöse aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses 13.787.483,12 15.379.320,89

4. Nutzungsentgelte der Ärzte und Sachkostenerstattungen aus Beteiligungsverträgen 4.766.029,40 4.643.185,61

5. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen -333.617,75 612.595,83

6. Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand soweit nicht unter Nr. 10

a) Zuweisungen und Zuschüsse des Landes 37.521.226,75 38.726.590,00

b) Sonstige Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand 8.503.054,72 9.080.690,20

7. sonstige betriebliche Erträge 34.283.744,11 41.956.821,79

8. Personalaufwand

282.131.044,36 301.256.823,45

a) Löhne und Gehälter -118.822.979,63 -125.644.453,00

b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

-- davon für Altersversorgung EUR 10.146.835,93 (i.Vj. EUR 9.961.191,49) -- -29.929.924,04 -31.447.775,48

9. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -76.054.467,46 -84.465.882,52

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -22.700.137,56 -24.250.547,45

-247.507.508,69 -265.808.658,45

34.623.535,67 35.448.165,00

10. Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen 26.467.595,90 26.286.111,73

11. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens 21.702.804,29 24.161.757,80

12. Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/ Verbindlichkeiten zur Finanzierung

aufgrund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens -26.467.595,90 -26.286.111,73

13. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und

Erweiterung des Geschäftsbetriebs -21.663.286,45 -23.586.913,88

14. Aufwendungen für Lehre und Forschung in anderen Krankenhäusern (Kooperationen) -8.318.277,93 -8.287.413,68

15. sonstige betriebliche Aufwendungen -24.653.197,68 -27.427.922,63

1.691.577,90 307.672,61


54

Fortsetzung: Gewinn- und Verlustrechnung

30.12.2010 30.12.2011

16. Erträge aus Beteiligungen

davon aus verbundenen Unternehmen EUR 214.646,25 (i.Vj. 214.646,25) 214.646,25 85.858,50

17. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 100.732,27 111.155,59

18. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -259.321,87 -173.358,33

19. Außerordentliche Aufwendungen -1.066.551,00 0,00

20. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 681.083,55 331.328,37

21. Steuern -444.450,89 -191.860,15

22. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 236.632,66 139.468,22


Beteiligungen

55


Beteiligungen

Comparatio Health GmbH

Rechtsform: GmbH

Expo Plaza 3

30539 Hannover

Beteiligungen:

Universitätsklinikum Regensburg 14,29 %

Universitätsmedizin Göttingen 14,29 %

Universitätsmedizin Greifswald 14,29 %

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf 14,29 %

Medizinische Hochschule Hannover 14,29 %

Universitätsklinikum Magdeburg 14,29 %

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein 14,29 %

Kooperationspartner:

Charité - Universitätsmedizin Berlin

Klinikum der Universität München

Beschäftigte: 22 Mitarbeiter (in Vollzeit)

Betätigungsgebiet

Für die von den Gesellschaftern betriebenen oder getragenen

öffentlich-rechtlichen Gesundheitseinrichtungen Beratungsund

sonstige Dienstleistungen im Bereich Einkauf und Logistik,

insbesondere für den medizinischen Bedarf.

Betätigungsgebiet

Reinigungsdienste

Patientenbegleitdienst

Hol- und Bringdienst

Fensterreinigung

Sicherheitsdienste

Spüldienste

Winterdienst

Sterilgut-Service-Center-Regensburg (SSC)

Rechtsform: SSC Sterilgut-Service-Center-GmbH

Beteiligungshöhe Universitätsklinikum: 51 %

Beteiligungshöhe VANGUARD Integrierte

Versorgungssysteme GmbH: 49 %

VANGUARD Integrierte Versorgungssysteme GmbH

Friedrichstraße 78

10117 Berlin

Beschäftigte: 30 Personen (in Voll- und Teilzeit)

Betätigungsgebiet

Sterilgutaufbereitung

KrankenhausDienstLeistungen (KDL)

Rechtsform: KDL Krankenhaus-Dienstleistungs-Gesellschaft mbH

Beteiligungshöhe Universitätsklinikum: 51 %

Beteiligungshöhe Götz-Management-Holding AG: 49 %

Götz-Management-Holding AG

Hofer Straße 10

93057 Regensburg

Beschäftigte: ca. 290 Personen (in Voll- und Teilzeit)


Universitätsklinikum Regensburg

Franz-Josef-Strauß Allee 11

93053 Regensburg

Telefon 0941 944-0

Internet

www.ukr.de

Herausgeber

Universitätsklinikum Regensburg

Redaktion

Stabsabteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Leitung / Pressesprecherin

Cordula Heinrich, MPH

Gestaltung

PR+Werbung Ludwig Faust, Regensburg

www.pr-faust.de

Fotografie:

UKR Fotoabteilung: Julius Bogar, Franziska Holten, Monika Caro Ortiz,

Sandra Scholz, Klaus Völcker

HL Studios GmbH: Jürgen Hinterleithner

fotolia: ©mars, ©Kim D. French, ©Alexey Klementiev,

©Monkey Business, ©kristian sekulic

Druck:

Rotaplan Offset Kammann Druck GmbH, Regensburg

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