Leitlinien zur Schmerztherapie bei chirurgischen Patienten ...

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Leitlinien zur Schmerztherapie bei chirurgischen Patienten ...

Leitlinien zur Schmerztherapie bei chirurgischen Patienten

Zusammenfassung der Empfehlungen:

Überlege hier:

Grundsätzlich sind jeweils Kontraindikationen zu

beachten und in speziellen Fällen adaptierte

Verordnungen indiziert (z.B. Schwangere, nach

Neuro- oder Wirbelsäulen-chirurgischen Eingriffen).

Leitlinien zur Schmerztherapie bei chirurgischen Patienten

im Auftrag der Arzneimittelkommission des USB

M. Haschke, I. Fulco, I. Wyss, B. Scheidegger, C. Nickel, W. Ruppen

Regionalanästhesie

mit Sz-Katheter

möglich?

JA

Bedenke: Regionalanästhesie ist hoch

wirksam und ohne wesentliche

systemische Nebenwirkungen (anders als

systemische medikamentöse Sz-Therapie)

NEIN

Kontraindikationen

für

NSAR? 1)

NEIN

Ibuprofen 3 x 400 per os für drei Tage,

dann Stopp

allenfalls Ketorolac 3 x 30 mg i.v. für max.

48 h (wenn immer möglich aber Ibuprofen

per os)

JA

NEIN

Starke oder

sehr starke Sz.

zu erwarten? 2)

JA

NEIN

Kontraindikationen

für

Metamizol 3)

NEIN

Metamizol 4 x 1 g per os für drei Tage

allenfalls Metamizol 4 x 1 g i.v. für drei Tage

(wenn immer möglich per os abgeben)

JA

Opiatreserve 4) ?

NEIN

Vorbestehende

Opiattherapie?

NEIN

JA

JA

Niereninsuffizienz ? 5)

Kein Morphin wenn Clearance < 30 ml/mi

Alternativen: Methadon (Cave sehr lange

und individuell unterschiedliche T1/2),

Fentanyl PCA, Buprenorphin

vorbestehende Opiattherapie belassen, ev.

Pain oder sonstigen Experten hinzuziehen ,

wenn immer möglich schmerzhaftes Areal

durch Regionalanästhesie Verfahren

"abdecken"

Wenn immer möglich: Mo (0.2 mg/kg) oder

Methadon (0.1mg/kg) als Trpf. per os

(gleich gut & rasch wirksam wie s.c.-Gabe)

Morphin 0.1 mg/kg KG 2 - 4 stündlich s.c

.

Methadon 0.1 mg/kg KG 4 bis 6 stündlich

s.c. (auf gute Hydrierung des Pat. achten)

Falls Metamizol

und (!!) NSAR

kontraindiziert 1)

JA, &

nur dann

Paracetamol 4 x 1 g fix, wenn möglich

p.o. z.B. als Brause, Tabl. oder Odis

Darreichung

allenfalls Paracetamol 4 x 1 g i.v.

(wenn immer möglich per os abgeben)

Fussnoten :

1)

Vgl. nachfolgende Liste der wichtigsten (!) Kontraindikationen .

2)

Erwäge die Gabe von Opiaten mittels PCA (patient controlled analgesia)

3)

Regelmässige Leukozytenkontrollen

4)

Wenn immer möglich dasselbe Opiat für die Basisanalgesie sowie für die Reservemedikation (z.B. MST, dann Mo-Trpf.. Oxycontin -> Oxynorm Trpf.) verwenden

5)

Falls initial eine eingeschränkte Nierenfunktion besteht und Morphin oder NSAR gegeben werden sollen, dann vorgängig eine Clearance Bestimmung

durchführen

Tel. Nr. Acute pain service: 86580

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