Jahresbericht 2008 Universitätsspital Basel

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Jahresbericht 2008 Universitätsspital Basel

Jahresbericht 2008

Universitätsspital Basel


Jahresbericht 2008

Universitätsspital Basel


Inhaltsverzeichnis

MS – neue Erkenntnisse, neue Medikamente Seite 5

Tinnitus – leben lernen mit Nebengeräuschen Seite 13

Nanowissenschaft – was bringt sie der Medizin? Seite 21

Besseres Licht – auch unserer Umwelt zuliebe Seite 29

Notärzte – Dienst für die ganze Region Seite 37

Herz und Thorax – Chirurgie auf Wachstumskurs Seite 45

Geburtshilfe- und Schwangerschaftsmedizin Seite 53

Nierenspende – «Ich würde es wieder tun ...» Seite 61

Freiwilligendienst – wichtig und wertvoll Seite 69

Knochen – Hilfe aus dem Reagenzglas Seite 77

Die Notfallstation – Belastungstest Euro 08 Seite 85

USB-Lehre – vom Praktikum zum Diplom im eigenen Haus Seite 93

Jahresrechung Seite 101 – 118


3

Editorial

Geschätzte Leserin

Geschätzter Leser

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das trifft auch für die Themenauswahl beim Jahresbericht zu. Das Universitätsspital

Basel könnte – wie in jedem Jahr – eine Fülle an attraktiven Beiträgen präsentieren, die Ihr Interesse gewiss

ebenso wecken würde. Wir müssen uns zwangsläufig beschränken auf eine Kostprobe dessen, was wir an Besonderem

zu bieten haben.

Themenvielfalt ist ohnehin das Grundmerkmal eines grossen

Spitals mit universitärer Ausrichtung. Eines Spitals, wo

komplexe medizinische Behandlungen und Therapien sowie

spezifische pflegerische Qualitäten für eine umfassende

Versorgung unserer Patientinnen und Patienten

sorgen. Mehr denn je ist jedoch nicht allein die Menge

medizinischer Behandlungsmöglichkeiten massgebend,

entscheidend ist deren Qualität. Auf Qualität setzen wir.

Qualität beginnt bei jeder einzelnen Leistung, bei jeder

Handlung für den und am Patienten. Ein Qualitätsbewusstsein

zu schaffen, ist ein umfassender Auftrag, den wir mit

Sorgfalt erfüllen wollen. Nach aussen und nach innen. Für

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsspitals

Basel bedeutet dies Selbstkontrolle, jedoch auch Ansporn,

immer besser zu werden. Wir treten quasi in einen

Wettbewerb untereinander. Gut zu sein, darf und kann

nicht genügen. Besser werden gibt die Richtung vor.

Die Universitätsspitäler der Schweiz stehen schon seit

geraumer Zeit in einem Wettbewerbsverhältnis zueinander.

Dieser Wettbewerb wird sich im Hinblick auf die

Neuorganisation der hoch spezialisierten Medizin in der

Schweiz und auf die bevorstehende freie Spitalwahl für

allgemein versicherte Patientinnen und Patienten weiter

verschärfen. Das Universitätsspital Basel bündelt deshalb

seine Kräfte noch stärker als in der Vergangenheit,

indem es die Schwerpunkte von Universität und Universitätsspital,

Klinischer Forschung und Medizinischer

Fakultät, noch enger miteinander vernetzt. Hinsichtlich

landesweiter Positionierung des Basler Universitätsspitals

in der hoch spezialisierten Medizin verschafft uns

dies eine ausgezeichnete Ausgangslage.

Vorhaben der Zukunft basieren auf den Erfahrungen

und Ergebnissen von gestern. Das Jahresergebnis ist

ein Spiegel unserer Leistungen. Mit Blick auf die Resultate

des vergangenen Geschäftsjahres fällt die erneut erhöhte

Produktivität auf. Betrachtet man die Produktivität

pro Mitarbeiter oder Mitarbeiterin, so hat sich diese

markant erhöht, nämlich um 5 % im Vergleich zum Vorjahr.

Das ist eine beachtliche Leistung, die grosse Anerkennung

verdient.

Das Universitätsspital Basel erfreut sich eines anhaltend

starken Patientenzustroms, dem wir auch in Zukunft mit

starken Leistungen, mit Fachkompetenz auf höchstem

Niveau und mit intensiver Patientenorientierung gerecht

werden wollen. Das Potenzial, laufend Verbesserungen

anzubringen, haben wir. Wir gehen sportlich an den Start

für die Ziele, die in Reichweite liegen, und für jene, die

sich abzeichnen, gemäss dem Motto: «Wer aufhört, besser

werden zu wollen, hört auf, gut zu sein.»

Dr. Werner Kübler, MBA

Direktor


MS – neue Erkenntnisse, neue Medikamente

Multiple Sklerose ist eine chronische Erkrankung,

die meist junge Erwachsene befällt und sie ein Leben

lang begleitet, in den meisten Fällen mit zunehmender

Behinderung. Heute leiden in der Schweiz etwa

10 000 Menschen an MS. Schon Robert Bing, erster

Professor für Neurologie in Basel, beschäftigte

sich Anfang des 20. Jahrhundert intensiv mit der

Krankheit. Heute pflegt das Universitätsspital Basel

einen interdisziplinären MS-Betreuungs- und -Forschungsschwerpunkt,

der im internationalen Vergleich

sehr gut aufgestellt ist und in der rasanten

Entwicklung auf diesem Gebiet eine aktive und

insbesondere in der Therapieforschung führende

Rolle spielt.

06

Multiple Sklerose


01

MS – neue Erkenntnisse,

neue Medikamente

In der Schweiz leiden etwa 10 000 Menschen an multipler Sklerose. Die Beschäftigung

mit dieser chronischen Erkrankung hat in Basel eine lange Tradition. Entsprechend

gut aufgestellt ist der interdisziplinäre MS-Forschungsschwerpunkt am

Universitätsspital Basel.

05

Multiple Sklerose


Spezialsprechstunde

Die Neurologische Poliklinik am USB unterhält eine

MS-Spezialsprechstunde, in welcher jährlich über

1000 Betroffene betreut werden, meist in Zusammenarbeit

mit praktizierenden Neurologinnen und

Neurologen sowie Hausärztinnen und Hausärzten.

Zum Sprechstundenteam gehören auch Fachpersonen

der Neuropsychologie und der Pflege sowie

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Medikamentenanwendungsberatung,

der neurologischen

Physiotherapie und des Sozialdienstes. Sie pflegen

eine enge Zusammenarbeit mit dem klinisch-neuroimmunologischen

Labor sowie der Neuroradiologie.

Das MS-MRI-Evaluationszentrum ist aus Neurologie

und Neuroradiologie hervorgegangen und

heisst jetzt Medical Image Analysis Center (MIAC).

Es dient als zentrales Referenzzentrum zur Auswertung

von MRI-Befunden verschiedener internationaler

Studien. Professionelle Unterstützung in der

Planung und Durchführung von Studien ist durch

die Clinical Trial Unit (CTU) des USB gewährleistet,

in welche ab 2009 auch das MIAC als selbstständige

Einheit integriert ist.

Bisher Erreichtes

Betainterferon und Glatirameracetat, zwei Medikamente,

die seit nun rund 15 Jahren für die Behandlung

der MS eingesetzt werden, vermindern

die Anzahl von Schüben um circa 30 Prozent und

verzögern damit auch die Anhäufung von neurologischen

Störungen. In einer grossen europäischkanadischen

Studie konnten wir zeigen, dass der

Beginn der Behandlung mit Interferon beta-1b unmittelbar

nach dem ersten Schub nicht nur die

Wahrscheinlichkeit eines zweiten um rund 50 Prozent

reduziert, sondern auch die Entwicklung von

bleibenden Störungen aufhält.


MS – neue Erkenntnisse, neue Medikamente

Neue Therapien

Das bessere Verständnis der Interaktion von Immunsystem

und Nervensystem erlaubt aber auch

die Entwicklung neuer Therapieprinzipien:

• Natalizumab ist der erste für die Behandlung der

MS zugelassene monoklonale Antikörper. An seiner

klinischen Entwicklung war das MS-Zentrum

am USB führend beteiligt. Er verhindert den Übertritt

von Immunzellen aus der Blutbahn in das zentrale

Nervensystem. Mit diesem Wirkungsmechanismus

konnte die Schubhäufigkeit im Vergleich zu

Placebo um gut zwei Drittel verringert werden.

• FTY720 (Fingolimod) ist eine als Tablette erhältliche

Substanz. Sie hindert potenziell schädliche

Immunzellen daran, aus den Lymphknoten wieder

auszutreten und über die Blutbahn schliesslich

das zentrale Nervensystem zu erreichen. In

einer vom USB-Forschungszentrum geleiteten

Phase-II-Studie konnte ein im Vergleich zu Placebo

deutlicher Effekt auf die Zahl von MS-Herden

in monatlich durchgeführten MRI, aber auch eine

Verminderung der Schubhäufigkeit um gut 50 Prozent

nachgewiesen werden. In einer ersten Phase-

III-Studie mit mehr als 1000 Patienten trat auch

eine im Vergleich zu Interferon signifikant bessere

Unterdrückung der Schubaktivität zu Tage.

10

Multiple Sklerose


• Ebenfalls in einer von hier aus geleiteten Phase-

II-Studie erfolgreich war ein orales Präparat, das

ursprünglich von einem kleinen Schweizer Unternehmen

für die Behandlung der Schuppenflechte

entdeckt worden ist. Dimethylfumarat hat einen

entzündungshemmenden Effekt, der aber die Immunreaktion

insgesamt nicht unterdrückt und zudem

auch zytoprotektive, also die Zellen schützende,

Wirkungen verspricht.

• Neuere Erkenntnisse der Forschung weisen auf

eine bedeutende Rolle von B-Lymphozyten und

Antikörpern in der Entstehung und Unterhaltung

des Krankheitsprozesses hin. Zurzeit läuft eine Phase-II-Studie

unter Beteiligung des USB, mit der die

Wirkung von Ocrelizumab, eines monoklonalen Antikörpers

gegen B-Zellen untersucht wird. Eine weitere

Studie, an der das MS-Forschungszentrum im

Haus führend teilnimmt, betrifft ein rekombinantes

Protein namens Atacicept. Es bindet an Moleküle,

die für die Steuerung von B-Zellen wichtig sind und

beeinflusst damit gezielter die Funktion von Plasma-

und B-Zellen.

Die genannten, bereits zugelassenen und auch neu

überprüften Medikamente greifen vor allem in der

frühen, eher entzündlichen Phase der Erkrankung

ein. Mit neu zu entwickelnden Präparaten sollte

auch der mehr degenerative, nicht mehr so direkt

von der krankhaften Immunreaktion abhängige Anteil

am Krankheitsgeschehen beeinflusst werden,

der die spätere Phase der langsam zunehmenden

Behinderung prägt.

Blick in die Zukunft

Bei aller Freude über das Erreichte stellen sich mit

der zunehmenden Zahl an therapeutischen Optionen

auch immer drängender neue Fragen. Für

wen ist welches Präparat am besten geeignet? Wer

braucht eine Kombination verschiedener Therapieprinzipien?

Wie können wir die Therapie besser

steuern, um bei potenteren Medikamenten Risiken

möglichst gering zu halten? Hier müssen mithilfe

sorgfältiger klinischer Dokumentation, eines

Monitorings mit neuen bildgebenden Verfahren

und zunehmend mit molekularbiologischen Untersuchungstechniken

Kriterien für eine phasenadaptierte

und möglichst individualisierte Therapie entwickelt

werden.


02

Tinnitus – leben lernen

mit Nebengeräuschen

Ohrgeräusche sind lästig und können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Im

Universitätsspital Basel lernen Betroffene in einem interdisziplinären Therapieprogramm,

wie man Tinnitus mit der Zeit «überhören» kann.

13

Tinnitus


Tinnitus – leben lernen mit Nebengeräuschen

Mit Tinnitus bezeichnen wir ein Rauschen oder Pfeifen

in den Ohren. Das Symptom ist häufig: Nahezu

die Hälfte aller Menschen hört ab und zu ein Ohrgeräusch,

zehn Prozent davon ständig, wobei sich

nur wenige dadurch derart gestört fühlen, dass sie

einen Arzt aufsuchen. In diesen Fällen beeinträchtigt

das ständige Pfeifen oder Rauschen die Konzentrationsfähigkeit

der Betroffenen; sie schlafen

schlecht, sind nervös, gereizt und werden manchmal

sogar depressiv.

Ohrgeräusche sind normal

Woher kommen Ohrgeräusche? Grundsätzlich hören

sie fast alle Menschen nach einer gewissen Zeit

vollständiger Ruhe, zum Beispiel, wenn wir uns in

14

Tinnitus


einer akustisch vollständig isolierten Kammer aufhalten.

Das Geräusch verschwindet wieder, sobald

wir den schalltoten Raum verlassen. Deshalb gehen

die Forscher inzwischen davon aus, dass Ohrgeräusche

in uns allen vorhanden sind, auch wenn

wir sie in der Regel nicht hören. Durch äussere

Auslöser können sie plötzlich stärker und dadurch

als störend wahrgenommen werden. Solche Auslöser

können akute Erkrankungen im Hals-Nasen-

Ohren-Bereich sein, Erkrankungen der Blutgefässe,

der Halswirbelsäule und des Kiefergelenks oder

aber seelische Anspannung, Stress- oder Belastungssituationen.

Auch bei Depressionen kann ein

Ohrgeräusch auftreten oder ein schon vorhandenes

lauter und dadurch unerträglich werden. Was

können wir dagegen tun?

Training statt Medikamente

Oft hören die Betroffenen vom Arzt dann den wenig

hilfreichen Satz: «Lernen Sie, damit zu leben; es

gibt nichts, was man dagegen tun kann.» Dies gilt

insbesondere in Fällen, in denen kein eindeutiger

körperlicher Auslöser gefunden wird. Kann man

wirklich nichts tun? Medikamente gegen Tinnitus

existieren noch keine, aber es gibt Hilfe in Form

spezieller Trainingsprogramme. Ein solches bietet

die Hals-Nasen-Ohren-Klinik des Universitätsspitals


Tinnitus – leben lernen mit Nebengeräuschen

Basel in Zusammenarbeit mit der Abteilung Psychosomatik

der Inneren Medizin seit einigen Jahren

an. In diesem Programm lernen die Betroffenen,

dass der Tinnitus, der in schweren Fällen dauerpräsent

ist und Wahrnehmung, Fühlen und Denken

vollständig dominiert, durchaus in den Hintergrund

verschoben werden kann. Wenn das gelingt,

wird er nicht mehr als störend wahrgenommen und

verschwindet manchmal sogar komplett. Es ist, wie

wenn wir bei offenem Fenster und Strassenlärm ein

Telefongespräch führen, und uns dabei durch die

Geräuschkulisse nicht stören lassen, sondern konzentriert

und entspannt telefonieren.

«Bewertungsmuster» ändern

An diesem Programm können Patientinnen und

Patienten teilnehmen, die wir vorgängig in der interdisziplinären

Sprechstunde untersucht und das

Krankheitsbild umfassend abgeklärt haben. Liegt

eine Hörstörung vor, wird diese behandelt und –

wenn nötig – eine Hörgeräteanpassung durchgeführt.

Im Anschluss an die medizinische Abklärung

erfolgt eine erste, ausführliche Beratung. Das Trainingsprogramm

wird in der Tinnitusbewältigungsgruppe

vermittelt. Jeweils zehn bis maximal zwölf

Patientinnen und Patienten bilden eine geschlossene

Gruppe. In zehn Doppelstunden lernen sie im

18

Tinnitus


1- bis 2-Wochen-Rhythmus- den Umgang mit dem

Tinnitus. Dabei werden die Ursachen für die starke

Beeinträchtigung analysiert, einzelne Situationen

besprochen und andere, alternative Bewertungsmuster

innerhalb der Gruppe entwickelt und eingeübt.

Das Programm fördert auch das Erlernen

von Entspannungs- sowie speziell für Tinnitus entwickelten

Imaginationstechniken und enthält Elemente

autogenen Trainings.

die Teilnehmer, ihren Tinnitus anders zu bewerten.

Allein diese mentale Fähigkeit führt bei einem hohen

Prozentsatz der Betroffenen zu einer nachhaltigen

Reduktion des Tinnitus und damit zu einer

deutlichen Steigerung der Lebensqualität.

Dank diesem interdisziplinären Trainingsprogramm,

das in der Nordwestschweiz einzigartig ist, lernen


03

Nanowissenschaft –

was bringt sie der Medizin?

Die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts wird auch die Medizin nachhaltig

beeinflussen und verändern. Das Universitätsspital Basel ist schweizweit die führende

Klinik in der interdisziplinären Forschung auf diesem Gebiet.

21

Nanowissenschaft


Nanowissenschaft – was bringt sie der Medizin?

Neue technologische Entwicklungen waren in der

Medizin stets Meilensteine für besseres Verständnis

und wirksamere Therapien. So erlaubte der Bau des

ersten Lichtmikroskops die Entdeckung der Bakterien

und führte damit zur Entwicklung der Antibiotika.

Die Nanowissenschaft ist sehr jung und wird

oft als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts

betrachtet. Sie befasst sich mit sehr kleinen Objekten

(nanos = Zwerg) wie Molekülen, Partikeln und

Oberflächen, welche mit neuartigen Instrumenten

untersucht und gezielt strukturiert werden. Hier berühren

sich Physik, Chemie, Biologie und Medizin,

was dieses Forschungsgebiet einzigartig interdisziplinär

macht. Welche Auswirkungen aber haben die

Nanowissenschaften auf die Medizin der Zukunft?

22

Nanowissenschaft


Werkzeuge und Methoden

• Rastermikroskope tasten Oberflächen punktweise

ab und produzieren Bilder mit enormer Auflösung

bis hin zum Einzelatom. Diese Mikroskope sind

in der biomedizinischen Bildgebung wichtig. Die

Technologie kann auch für empfindliche Sensoren

für die medizinische Diagnostik eingesetzt werden.

• Die Nanooptik kann das Zusammenspiel zweier

Moleküle untersuchen. Dies erlaubt den Bau nanooptischer

Sensoren für den Nachweis von Krankheitsmarkern.

• Nanomaterialien: Die Nanostruktur eines Objektes

hat enorme Auswirkungen auf seine Eigenschaften.

Nanostrukturierte Materialien sind wichtig

für die Biokompatibilität von Implantaten und

Medikamententrägern und für neuartige medizinische

Labortests.

• Nanofluidik: Nanomedizinische Messmethoden

kommen mit sehr kleinen Probemengen aus. Mit

einem einzelnen Tropfen Blut kann eine grosse Zahl

verschiedener Messungen durchgeführt werden.

• Nanosysteme: Damit im Körper gezielte Therapien

mit optimaler Wirksamkeit bei minimalen Nebenwirkungen

erreicht werden können, sind Nanoobjekte

mit komplexer Funktionalität nötig. Derartige

«intelligente» Nanoobjekte sind durch biologische

Vorbilder im menschlichen Körper inspiriert. Dass


Nanowissenschaft – was bringt sie der Medizin?

keine Notwendigkeit besteht, genetisches Material

zu transferieren, und auch die Verwendung von

Stammzellen nicht nötig ist, ist in gewissen Situationen

ein Vorteil.

Früherkennung

Krankheiten wie die Arteriosklerose können mit

nanomedizinischen Methoden schon im Frühstadium

erfasst werden, was etwa bei arteriosklerosekranken

Mäusen schon gut funktioniert. In Zukunft

könnten somit Personen mit hohem Risiko

für Schlaganfälle oder Herzinfarkte – also Krankheiten,

die zu viel Leiden, Verlust der Selbstständigkeit

und hohen Kosten im Spital und ausserhalb führen

– schon vor dem Krankheitsfall behandelt werden.

Wird die Nanomedizin eines Tages sogar die

Arteriosklerose als Krankheit ausrotten können?

Nachhaltige Nanomedizin

In der Nanomedizin genügen kleinste Substanzmengen

für die Diagnostik und für die gezielte Therapie:

Hundertfach kleinere Substanzmengen können dieselbe

Wirkung erreichen wie herkömmliche Medikamente.

Miniaturisierte diagnostische Tests reduzieren

den Verbrauch an chemischen Reagenzien und

Proben massiv. Dies birgt ein grosses Potenzial für

eine nachhaltige und umweltverträgliche Medizin.

26

Nanowissenschaft


Offene Fragen

Welche Krankheiten werden von den Erkenntnissen

der Nanowissenschaft am meisten profitieren? Wie

werden sie den Krankheitsverlauf, die Lebensqualität

und die Prognose beeinflussen? Unsere Umwelt

enthält grosse Mengen von so genannten Nanopartikeln,

beispielsweise aus Ölheizungen, Zigaretten,

Fotokopiertonern, Papieren, Sonnen crèmes oder

Mobiltelefonbatterien. Es ist wichtig, zu verstehen,

wie der Körper mit diesen Partikeln umgeht, sie aufnimmt

und ausscheidet. Dies wird in den Nanowissenschaften

intensiv erforscht.

Das Universitätsspital Basel hat die strategische

Wichtigkeit der Nanomedizin, die einen bleibenden

Einfluss auf die Medizin der Zukunft haben wird,

früh erkannt. Es ist in der interdisziplinären Forschung

«Nanowissenschaften / Medizin» die führende

Klinik in der Schweiz. Basel ist der Treffpunkt

der europäischen Pioniere dieses Gebietes, die sich

jährlich an der Europäischen Konferenz für klinische

Nanomedizin treffen.


04

Besseres Licht –

auch unserer Umwelt zuliebe

Die Optimierung der Beleuchtung in Patientenzimmern und an Arbeitsplätzen

eines Universitätsspitals setzt beträchtliche Investitionen voraus. Das USB hat

diese in einem innovativen Vertrag an die Industriellen Werke Basel delegiert.

29 Energiesparcontracting


Besseres Licht – auch unserer Umwelt zuliebe

Die Ansprüche an die Lichtverhältnisse in Räumen

sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlich

gestiegen und die Vorgaben strenger geworden.

Was vor dreissig Jahren standardmässig an

Beleuchtung installiert wurde und für einen Büroarbeitsplatz

mit Schreibmaschine genügte, ist

heute, an einem Arbeitsplatz mit PC ein Ärgernis.

Zudem gilt es, Energie möglichst effizient zu

nutzen und den Stromverbrauch zu senken. Kein

leichtes Unterfangen in einem energieintensiven

Betrieb wie einem Spital, aber eine Herausforderung,

der sich das Universitätsspital Basel gerne

stellt. Neben den betrieblichen und ökonomischen

Vorteilen, die mit den entsprechenden

Massnahmen verbunden sind, können wir dabei 30 Energiesparcontracting


auch unserer Verantwortung der Umwelt gegenüber

nachkommen.

Herausfordernde Aufgabe

Damit wir Menschen uns in einem Raum wohlfühlen,

sind neben der richtigen Temperatur und

der richtigen Feuchte vor allem die Lichtverhältnisse

wichtig. Dafür sind in den vergangenen Jahren

ausgeklügelte Beleuchtungssysteme mit modernen

Leuchtkörpern entwickelt worden, die im Vergleich

zu herkömmlichen Systemen weniger Strom

verbrauchen. Bei grösseren Gebäuden, zum Beispiel

im Klinikum 2 des USB, kann die Erneuerung

der Beleuchtung jedoch unmöglich immer mit der

rasch fortschreitenden Entwicklung Schritt halten.

Dieses Gebäude wurde vor mehr als dreissig Jahren

in Betrieb genommen und die Beleuchtung entspricht

nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Die

in die Decken eingelassenen Leuchtkörper lassen

sich nur mit grossem Aufwand ändern. Auch ist es

schwierig, Anpassungen so zu gestalten, dass sie

mit dem übrigen Erscheinungsbild harmonieren.

Umfangreiche und aufwendige Erneuerungsarbeiten

waren aber letztlich nicht mehr zu umgehen. So

galt es, die Beleuchtung von insgesamt 3195 Bettenzimmern,

Büros und Fluren anzupassen. Total

waren 5580 Leuchtkörper betroffen. Zuerst muss-


Besseres Licht – auch unserer Umwelt zuliebe

ten wir die Finanzierung für diese Rundumerneuerung

sichern und traten deshalb mit den Industriellen

Werken Basel (IWB) in Kontakt.

Verblüffende Lösung

Der kantonale Energieversorger bietet seit vielen

Jahren so genannte Energiesparcontractings an.

Dabei handelt es sich um Verträge zwischen den

IWB und einem Energiebezüger. Dabei verpflichten

sich die IWB, die notwendigen Investitionen vorzunehmen.

Bedingung ist, dass die so finanzierten

Anpassungen einen geringeren Energieverbrauch

zum Ziel haben. Der Energiebezüger seinerzeit geht

die Verpflichtung ein, während einer festgelegten

Dauer weiterhin die Energiekosten zu bezahlen, die

vor der Investition angefallen sind. Mit der Differenz

zwischen den früheren (hohen) und den neu

tatsächlich anfallenden (tiefen) Energiekosten wird

die Rückzahlung der Investition an die IWB sichergestellt.

Die Verträge sind so ausgelegt, dass die

Nutzungsdauer der Investition ein Vielfaches der

Vertragsdauer beträgt. Damit profitiert der Energiebezüger

noch eine lange Zeit nach Ablauf des

Vertrages vom tieferen Verbrauch und den niedrigeren

Kosten.

34 Energiesparcontracting


Nachhaltige Ergebnisse

Für die Erneuerung der Beleuchtung im Klinikum 2 –

mit direktem Nutzen für unsere Patientinnen, Patienten

und Mitarbeitenden – haben wir nahezu

eine halbe Million Franken investiert, ohne dass wir

dafür unsere eigenen Mittel angreifen mussten. Wir

erreichten damit Stromeinsparungen in der Höhe

von 535 000 kWh pro Jahr und senkten die Kosten

um jährlich mehr als Fr. 100 000.–. Das war bereits

das vierte Projekt, welches wir mittels Energieeinspar-Contracting

realisiert haben. Total haben wir

damit bisher Einsparungen von 2,9 Mio. kWh pro

Jahr erzielt. Dies entspricht etwa dem Energieverbrauch

von 112 Einfamilienhäusern. Wäre die eingesparte

Energie durch ein Heizkraftwerk erzeugt

worden, hätte dies zu einer CO 2 -Reduktion von 730

Tonnen pro Jahr geführt.

Alles in allem: Eine nachhaltige Erfolgsgeschichte,

die im USB bestimmt eine Fortsetzung finden

wird – auch der Umwelt zuliebe!


05

Notärzte –

Dienst für die ganze Region

365 Tage im Jahr und 24 Stunden täglich ist für Basel, die Nordwestschweiz und

die trinationale Regio Basiliensis ein Notarzt oder eine Notärztin verfügbar. Sie stellen

bei lebensbedrohlichen Unfällen oder Erkrankungen bereits vor dem Eintritt ins

Spital die Akutversorgung sicher.

37 Notärztlicher

Dienst


Notärzte – Dienst für die ganze Region

Von den Notfällen, zu denen die Sanität Basel pro

Jahr ausrücken muss, handelt es sich rund 500

Mal um schwere, zum Teil lebensbedrohliche Situationen.

In solchen Fällen zieht das Sanitätsteam

eine Notärztin oder einen Notarzt aus dem Universitätsspital

Basel bei. Dort sind zu jeder Zeit

erfahrene Anästhesisten im Dienst, die sofort ihren

Arbeitsplatz verlassen können, die Sicherheitskleidung

anziehen und dann auf der Notfallstation

vom Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) abgeholt werden.

Zusammen mit dessen Fahrer oder Fahrerin

und den beiden Sanitätern bilden der Notarzt oder

die Notärztin ein qualifiziertes Viererteam für die

Erstversorgung vor Ort.

38 Notärztlicher

Dienst


Am Boden ...

Zu den Kernkompetenzen der Notärzte gehört die

Stabilisierung der Vitalfunktionen. Bei Atemnot

oder Atemstillstand sichern sie die Atemwege und

leiten wenn nötig die Beatmung ein, um eine ausreichende

Versorgung mit Sauerstoff zu gewährleisten.

Bei Kreislaufproblemen müssen sie auch bei

schlechten Umgebungsbedingungen einen venösen

Zugang finden können, um mittels Infusionen

oder Medikamenten den Kreislauf zu stabilisieren.

Dies gilt für Schocksituationen gleichermassen wie

für hypertensive Zustände mit extrem hohen Blutdruckwerten.

Sie behandeln Herzrhythmusstörungen

medikamentös oder elektrisch. Bei den rund

100 Herz-Kreislauf-Stillständen pro Jahr leiten sie die

Reanimation. Diese Fähigkeiten gehören auch zum

Pflichtenheft der Anästhesistinnen und Anästhesisten.

Daher ist die Verbindung Anästhesie/präklinische

Notfallmedizin logisch und konsequent, denn

die beiden Fachgebiete weisen viele Überschneidungen

auf. Ein Jahr Weiterbildung in Anästhesie

ist denn auch verbindlich im FMH-Curriculum für

den Fähigkeitsausweis Notarzt vorgeschrieben.

... und in der Luft

Im Rahmen eines seit Jahren bestehenden Vertrages

werden erfahrene Notärztinnen und Notärzte


Notärzte – Dienst für die ganze Region

auch an die Rega-Basis Basel «ausgeliehen». Diese

komplettieren das Team mit Rettungssanitäter

und Pilot. Gemeinsam wird so eine fliegende Intensivstation

zur Patientin oder zum Patienten gebracht,

teilweise weitab von befahrbaren Strassen.

Häufig leistet aber der bodengebundene Rettungsdienst

die Erstversorgung. «Rega 2» (Rufname der

Helikopterbasis Basel) ergänzt die Behandlung und

fliegt die Patienten schnell, sicher und schonend ins

nächste geeignete Spital, meist ein grösseres Kantons-

oder Universitätsspital. Rega 2 transportiert

aber nicht nur Verletzte und Kranke innerhalb des

Schweizer Staatsgebiets. Als Primärhubschrauber

des DRK Lörrach wird sie in Süddeutschland und

zunehmend auch im Elsass aufgeboten.

Umfassende Ausbildung

Das Universitätsspital Basel ist das nationale Kompetenzzentrum

für Anästhesie und Notfallmedizin

der Schweizerischen Akademie für Militär- und

Katastrophenmedizin (SAMK) und eine zertifizierte

Weiterbildungsstätte für die Notarztausbildung.

Zum FMH-Curriculum gehören neben der praktischen

Ausbildung auch notfallmedizinische Kurse,

welche von der Anästhesie durchgeführt beziehungsweise

unterstützt werden. Angeboten

werden Notarzt-, Trauma- und Reanimationskurse,

42

Notärztlicher Dienst


aber auch ein Dienstarztkurs für Grundversorgerinnen

und -versorger. In Zusammenarbeit mit dem

Koordinierten Sanitätsdienst (KSD) wurde ein Lehrgang

Sanitätsdienstliche Führung Grossereignis

(SFG) für Einsatzleiter /Bereichsleiter Sanität und

Leitenden Notarzt (LNA) erarbeitet, der national

seit 2004 angeboten wird.

unter freiem Himmel die notfallmedizinische Versorgung

sicherstellen. Genau diese wichtige Tätigkeit

leisten Anästhesistinnen und Anästhesisten

des USB für die Region Basel, die Nordwestschweiz

und das angrenzende Ausland.

Wer «Anästhesie» und «Narkose» hört, stellt sich

kaum Notärztinnen und -ärzte in leuchtender Sicherheitskleidung

und guten Schuhen vor, welche

in der Wohnstube, aber auch bei Regen und Kälte


06

Herz und Thorax –

Chirurgie auf Wachstumskurs

In den beiden vergangenen Jahren wurde die Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie in

zwei eigenständige Kliniken für Thoraxchirurgie und Herzchirurgie aufgeteilt. Dies

erleichterte beiden Fachrichtungen die weitere Spezialisierung und Fokussierung auf

ihr operatives Spektrum und verhalf ihnen zu einer Zunahme der Patientenzahlen.

45 Herzchirurgie


Herz und Thorax – Chirurgie auf Wachstumskurs

Die Klinik für Herzchirurgie des Universitätsspitals

Basel ist zusammen mit der Klinik für Herzund

Gefässchirurgie des Universitätsspitals Bern

in einem gemeinsamen universitären Zentrum für

Herzchirurgie Basel Bern eingebunden, einem Kooperationsbereich

der beiden Universitäten Basel

und Bern. Mit diesem Modell wurde ein Meilenstein

der interkantonalen Kooperation gesetzt; damit

können auch die Leistungen in diesem Bereich

der hoch spezialisierten Medizin in Gegenwart

und Zukunft abgedeckt werden. Die beiden autonomen

Kliniken arbeiten eng zusammen in strategischen

Absprachen des operativen Angebots

sowie in Bereichen der Personalplanung, des Einkaufs,

der Ausrichtung der Forschung sowie der 46 Herzchirurgie


Teilnahme an multizentrischen Studien. Das Forschungslabor

der Herzchirurgie wurde restrukturiert,

neue Projekte wurden lanciert und die Kooperation

mit Personalaustausch mit ausländischen

Forschungsanstalten wie z.B. Johns Hopkins Universität

in Baltimore (USA) intensiviert.

2007: deutliche Steigerung

Die Abteilung für Herzchirurgie wurde bis Ende

März 2008 von Prof. Thierry Carrel ad interim geleitet.

Aus dem grossen zeitlichen und persönlichen

Einsatz aller Mitarbeitenden und von Professor

Carrel selbst resultierte im Jahr 2007 eine deutliche

Steigerung der Eingriffe im Vergleich zu 2006.

Im April 2008 erfolgte die ordentliche Berufung von

Prof. Friedrich Eckstein als Chefarzt und Ordinarius.

Trotz verringertem Personalbestand im Gegensatz

zu den vorangegangenen Jahren konnte das Operationsaufkommen

zahlenmässig stabilisiert und

gleichzeitig das Leistungsspektrum der Klinik erweitert

werden. So zeigte die Statistik deutliche

Steigerungen im Bereich der Kombinationseingriffe,

der rekonstruktiven Herzklappenchirurgie, der komplexen

Chirurgie der Aorta ascendens und des Aortenbogens

sowie der minimalinvasiven Eingriffe. In

enger Kooperation mit den Kollegen der interventionellen

Kardiologie wurden die ersten transapikalen


Herz und Thorax – Chirurgie auf Wachstumskurs

Aortenklappenimplantationen am schlagenden Herzen

ohne Herz-Lungen-Maschine in Basel durchgeführt.

Diese Therapieform bietet sich speziell für

Patientinnen und Patienten an, für die eine konventionelle

Operation bislang ein zu hohes Risiko bedeutete.

Kooperation bringt Qualität

In der konventionellen Herzchirurgie werden zunehmend

komplexere Operationen an älteren und kränkeren

Patienten durchgeführt. Im klinischen Alltag

bedingt dies eine enge Kooperation mit und eine

Einbindung von anderen chirurgischen Fächern sowie

eine konstruktive Teamarbeit mit den Partnerdisziplinen

Kardiologie, Anästhesie und Intensivmedizin.

Nur durch eine gemeinsame Fokussierung

und Spezialisierung kann bei der immer komplexer

werdenden Tätigkeit das geforderte hohe Mass an

Qualität in der Behandlung erreicht werden. Vor und

nach der Operation werden Herzpatienten durch

hohe Kompetenz und Verantwortung des Pflegepersonals

auf den Bettenstationen fachspezifisch

pflegerisch betreut. Es besteht eine enge und konstruktive

Zusammenarbeit mit der Kardiologie des

Universitätsspitals, mit Personalrotation und täglichen

gemeinsamen Besprechungen der prä- und

postoperativen Herzpatienten. Zusätzlich wurde 50 Herzchirurgie


die klinische Kooperation mit den niedergelassenen

Ärzten und kardiologischen Abteilungen der umliegenden

Spitäler in Basel und den Nachbarkantonen

intensiviert und ausgebaut sowie die Notfallversorgung

von Patientinnen und Patienten auch aus dem

angrenzenden Ausland garantiert.

Zusammenfassend gesagt hat die Klinik für Herzchirurgie

des Universitätsspitals Basel eine wichtige

Funktion innerhalb des Zentrumsspitals und nimmt

in der Region Nordwestschweiz eine herausragende

Stellung in der routine- und notfallmässigen Behandlung

von erworbenen Krankheiten des Herzens

und seiner angrenzenden grossen Gefässe ein.


07

Geburtshilfe- und

Schwangerschaftsmedizin

Geburtshilfe ist mehr als «einem Kind auf die Welt helfen». Zum Spektrum medizinischer

Behandlungen an der Universitätsfrauenklinik tragen verschiedene Disziplinen

bei. Ein Überblick am Fall einer Zwillingsgeburt.

53 Geburtshilfe


Geburtshilfe- und Schwangerschaftsmedizin

Familie S. feiert heute einen besonderen Tag: Die

Zwillinge Linus Phil und Finn Leon kommen nach

Hause. Sie wurden 8 Wochen zu früh geboren und

mussten deshalb für einige Wochen auf die Neonatologie

aufgenommen werden. Nun aber freut

sich der Grosse, der zweieinhalbjährige Luca Florim,

über die zwei Geschwister. Er muss zwar ab

jetzt seine Eltern mit ihnen «teilen», aber dafür ist

er der King unter den Brüdern.

Breites Behandlungsspektrum

Zwillingsgeburten sind ein gutes Beispiel für das

Behandlungsspektrum an der Universitätsfrauenklinik,

da diese sowohl in der Schwangerschaftsbetreuung

als auch während des Geburtsvorgangs 54 Geburtshilfe


als Risikoschwangerschaften eingestuft werden

und von einem multidisziplinären Team begleitet

werden sollten. Besonders wichtig ist zu Beginn

der Schwangerschaft die Ultraschalluntersuchung.

Da wird abgeklärt, ob es sich um ein- oder

zweieiige Zwillinge handelt. Je nachdem laufen

dann die Schwangerschaftskontrollen aufgrund

unterschiedlicher Risiken mit anderen Schwerpunkten

ab.

Gezielte Interventionen

Eine zentrale Frage ist die Abschätzung des Frühgeburtsrisikos,

das heisst einer Geburt vor der 37. beziehungsweise

der 34. Schwangerschaftswochen.

Es geht bei der Schwangerschaftskontrolle darum,

den richtigen Weg zu finden zwischen ambulanten

engmaschigen Kontrollen und gezielten Interventionen,

häufig im Rahmen einer stationären Aufnahme.

Aber es kann bei Zwillingen auch unter der

Geburt spezielle Probleme bei der Mutter oder den

Kindern geben, die dazu führen, dass die Kleinen zu

früh auf die Welt kommen. Dann ist oft eine hoch

spezialisierte Therapie auf der neonatologischen

Intensivabteilung des UKBB notwendig. Ferner ist

bei Zwillingsmüttern die körperliche und seelische

Umstellung im Wochenbett manchmal komplizierter.

Auch hier sind verschiedene Abteilungen der


Geburtshilfe- und Schwangerschaftsmedizin

UFK und des Universitätsspitals in der Betreuung

involviert.

Mehr Mehrlinge

2008 kamen in der Geburtsabteilung der Universitätsfrauenklinik

mit 63 Zwillingspaaren und 2 Mal

Drillingen mehr als ein Zwillingspaar pro Woche

auf die Welt. Diese Zunahme entspricht einem internationalen

Trend. Neben der hochstehenden

medizinischen Kompetenz, der räumlichen Nähe

der involvierten Abteilungen und dem optimalen

Raumkonzept der Mutter-Kind-Einheit sind es vor

allem die routinierten Ärzte und das erfahrene Pflegepersonals,

die Schwangerschaften im Universitätsspital

Basel zu einem glücklichen Ende und gesunden

Kindern führen.

58 Geburtshilfe


08

Nierenspende –

«Ich würde es wieder tun ...»

Der 34-jährige Markus Breitenstein hat etwas Ungewöhnliches getan. Der kerngesunde

junge Mann hat eine seiner Nieren gespendet – nicht einem Familienmitglied

oder einem Freund, sondern aus gläubiger Nächstenliebe einem ihm

völlig Fremden.

61 Organspende


Nierenspende – «Ich würde es wieder tun ...»

Markus Breitenstein weiss nicht, wem seine Niere

zu neuer Lebensqualität verholfen hat. Das hat für

seine altruistische Entscheidung auch keine Rolle

gespielt. Im September 2008 haben ihm die Nephrologen

am Universitätsspital Basel eine Niere

entnommen. Die Operation verlief ohne Komplikationen.

Der Spender hat sich physisch und psychisch

rasch wieder erholt. Die Basler Ärzte, erzählt

Breitenstein, seien anfangs schon überrascht

gewesen. Sie sind es nicht gewohnt, dass ihre Patienten

Organe von einer lebenden Person erhalten,

die nicht dem sozialen Umfeld der Empfänger

angehören.

62 Organspende


Spender fehlen

In der Schweiz herrscht Mangel an Spenderorganen.

Die fortgeschrittene Transplantationschirurgie

ist zwar in der Lage, vielen Menschen das Leben

zu retten, dennoch sterben in der Schweiz jährlich

mehrere Dutzend Menschen, weil für sie kein

Spenderorgan verfügbar ist. Im Jahr 2008 waren

dies 62 Personen. In diesem Jahr nahm die Zahl der

Spender zwar erfreulicherweise zu, doch gleichzeitig

verlängerte sich die Warteliste. Besonders

Patientinnen und Patienten mit Nieren- und Lebererkrankungen

sind dringend auf die Hilfe von

Spendern angewiesen.

Selbstverständlicher Altruismus

Markus Breitenstein ist 34 Jahre alt. Der gelernte

Konstruktionszeichner lebt im Aargau und arbeitet

als Leiter Fabrikation bei einem Maschinenbauunternehmen.

Seine altruistische Spende führt er

auf seinen Glauben zurück. Breitenstein ist zwar in

einem christlichen Umfeld aufgewachsen, fühlte

sich aber bald zum Buddhismus hingezogen. «Für

uns Buddhisten gibt es keinen Gott, der für unsere

Handlungen zuständig ist. Wir übernehmen

dafür selbst die Verantwortung», sagt er. Hilfe für

Kranke zu leisten, betrachtet er daher als Selbstverständlichkeit.

«Das entspricht unserem Werteverständnis.»

Seit seinem 16. Lebensjahr spendet

Breitenstein regelmässig Blut.

Am USB aus Sympathie zu Basel

Ans Universitätsspital Basel kam Markus Breitenstein,

weil ihm der gute Ruf des Hauses als Transplantationszentrum

bekannt war, «und weil mir als

Aargauer Basel sympathischer ist als Zürich». Der

Empfang in der Abteilung für Transplantationsimmunologie

und Nephrologie sei sehr herzlich gewesen,

erzählt er. Die Spezialisten klärten zuerst ab,

ob er als Spender in Frage komme. Zusätzlich fand

ein Gespräch mit einem Psychosomatiker statt.


Nierenspende – «Ich würde es wieder tun ...»

«Mit dem Operateur hatte ich gleich einen guten

Kontakt. Er hat mir die technischen Abläufe von

der Narkose über die Entnahme der Niere bis zum

postoperativen Prozess anschaulich erklärt und mir

Vertrauen eingeflösst. Wenn ich Fragen hatte, war

immer jemand da, der sie mir beantwortet hat. So

erhielt ich ein Gefühl der Sicherheit», sagt Markus

Breitenstein.

Die richtige Entscheidung

Ende September erfolgte dann die Operation. Sie

verlief reibungslos. Nur die Narbe war für Markus

Breitenstein noch eine Zeit lang zu spüren. Nach

kurzer Zeit war er dann aber völlig schmerzfrei.

Auch im Abstand einiger Monate ist er überzeugt,

dass er eine richtige Entscheidung getroffen hat.

«Ich würde es noch einmal tun und bin froh, dass es

mir mit meiner Spende gelungen ist, meinen moralischen

Überzeugungen Ausdruck zu verleihen.»

Markus Breitenstein findet es bedauerlich, dass es

in der Schweiz trotz der hoch entwickelten medizinischen

Standards kranke Menschen gibt, denen

nicht rechtzeitig mit einer Organspende geholfen

werden kann – nicht nur aus moralischen, sondern

auch aus ökonomischen Gründen. Er weist

darauf hin, dass die vielen Dialysepatienten nicht

nur unter schwerwiegenden Beeinträchtigungen 66 Organspende


zu leiden hätten, sondern dass ihre Dialyse auch

enorme Kosten verursacht. Der Appell, den Organspendeausweis

auszufüllen, ist ihm daher ein Anliegen,

und er wünscht sich von Politikern und Medien,

dass sie sich engagierter für Organspenden

einsetzen.

Kontakt verboten

Den Menschen, den Markus Breitenstein mit seiner

Spende von der Dialyse erlöst hat, kennt er nicht.

Die Ärzte hätten ihm nur mitgeteilt, dass es ihm gut

gehe. Von Gesetzes wegen ist es verboten, dass

Spender und Empfänger miteinander Kontakt haben.

Damit soll verhindert werden, dass kommerzielle

Aspekte bei der Organspende eine Rolle spielen.

Breitenstein akzeptiert diese Einschränkung,

meint aber doch: «Ich fände es schön, wenn wir

uns in ein paar Jahren einmal kennen lernen und

eine Tasse Kaffee miteinander trinken könnten.»


09

Freiwilligendienst –

wichtig und wertvoll

Der Freiwilligendienst des Universitätsspitals Basel begleitet Patientinnen und Patienten

im Spitalalltag. Für die Kranken ist der zwischenmenschliche Kontakt ein

zusätzlicher positiver Aspekt in ihrem Heilungsprozess; für die Pflege bedeutet er

eine Entlastung.

69 Freiwilligendienst


Freiwilligendienst – wichtig und wertvoll

Mehr als 40 Freiwillige unterstützen das Personal

des Universitätsspitals Basel in der Betreuung seiner

Patientinnen und Patienten. Sie begleiten Menschen,

die zu einer Operation eintreffen, und andere

zu Voruntersuchungen, besuchen Patientinnen und

Patienten und kümmern sich um Besorgungen.

Begleitung zur Dialyse

Eine der Freiwilligen ist Elsbeth Hösli. An diesem

Freitagvormittag besucht sie eine Patientin auf der

Dialysestation. Die Frau ist dement und wird drei

Mal pro Woche aus einem Heim zum Unispital gebracht.

Die Patientin spricht kaum, doch in ihren

Augen und aus ihrem Lächeln wird deutlich, dass

sie Frau Hösli erkennt und sich über ihren Besuch 70 Freiwilligendienst


freut. Während der drei bis vier Stunden dauernden

Dialyse hält sich diese am Bett der Patientin auf,

liest ihr aus der Zeitung vor, streichelt ihr gelegentlich

über Schulter und Beine und sorgt dafür, dass

sie bequem liegt. Die Patientin geniesst die Aufmerksamkeit,

die sie erfährt. Ruhig und entspannt

liegt sie da.

Fortschritte dank Begleitung

Das war nicht immer so. Bevor Elsbeth Hösli ihre

regelmässigen Besuche aufnahm, war die Patientin

mitunter so unruhig, dass ihr Arm fixiert werden

musste. Es hätte sonst die Gefahr bestanden, dass

die Schläuche, die sie mit dem Dialysegerät verbinden,

herausgerissen worden wären. Gelegentlich

war das Unwohlsein so gross, dass die Pflegefachkräfte

keine andere Wahl hatten, als zum Beruhigungsmittel

zu greifen. Neben Frau Hösli kümmert

sich noch eine weitere Freiwillige um die Nierenpatientin.

Die Besuche der beiden Frauen haben bewirkt,

dass die Patientin die Dialyse nun nicht mehr

als Belastung empfindet. «Die Arbeit der Freiwilligen

bedeutet für uns eine grosse Hilfe», sagt die

Pflegeleiterin der Nephrologie. Zwar sei die Dialyse

an sich nicht schmerzhaft. Die Patientin habe aber

womöglich aufgrund ihrer Demenz das Eindringen

der Nadeln nicht als medizinische Hilfe, sondern

als Gewaltakt betrachtet. «Die Freiwilligen gliedern

sich bei uns hervorragend in die Abläufe ein und

beweisen viel Geduld und Feingefühl im Umgang

mit den Patienten», sagt die Pflegeleiterin. Es sei

eindrücklich gewesen, wie Elsbeth Hösli nur anhand

von Mimik und Gestik ein Vertrauensverhältnis

zur Patientin aufgebaut habe.

Wortlose Kommunikation

Immer dann, wenn eine der Pflegefachfrauen zur

Kontrolle ans Bett der Dialysepatientin tritt, ergreift

Frau Hösli die Hand der Patientin, um beruhigend

auf sie einzuwirken. Die Kommunikation zwischen


Freiwilligendienst – wichtig und wertvoll

den beiden hat einen stark nonverbalen Aspekt, da

die Patientin kaum spricht. Trotzdem ist im Laufe

der Zeit eine emotionale Bindung zwischen den

beiden Frauen entstanden. Für die Patientin ist die

Anwesenheit Elsbeth Höslis eine der wenigen Kontakte

ausserhalb von Heim und Spital. «Und ich

habe den Eindruck, etwas Wichtiges zu tun. Ich

spüre die Dankbarkeit der Patientin. Das macht mir

Freude», sagt Frau Hösli. Im Kontakt mit der Patientin

habe sie viel über die Psyche und die Bedürfnisse

alter Menschen gelernt, was für sie auch den

Umgang mit ihrer eigenen 92-jährigen Mutter einfacher

gemacht habe. Aus dem Dialysegerät dringt

nun ein akustisches Signal. Die Sitzung ist beendet.

Vorsichtig zieht die Pflegefachfrau die Nadeln

aus dem Unterarm der Patientin. Diese muss jetzt

noch einen Augenblick ruhen, dann wird sie in ihren

Rollstuhl gesetzt und Elsbeth Hösli schiebt sie

durch die Flure des Spitals zum Transportfahrzeug.

Engagement macht Freude

Frau Hösli ist dem USB schon seit mehr als 20 Jahren

verbunden. Vor ihrer Pensionierung hat sie in

der Abteilung Zentrales Patientenwesen gearbeitet.

Unter den Mitarbeitenden des Freiwilligendienstes

befinden sich mehrere Ehemalige und Pensionierte.

Aber auch jüngere Menschen empfinden es 74 Freiwilligendienst


als Bereicherung, sich unentgeltlich zu engagieren.

Der jüngste Freiwillige ist 32 Jahre alt. Elsbeth Hösli

geniesst nach ihrer Pensionierung den Ruhestand,

sagt aber: «Ich habe aber dann doch das Unispital

vermisst und mich daher beim Freiwilligendienst

gemeldet. Das gibt mir die Gelegenheit, einige der

ehemaligen Kolleginnen und Kollegen wiederzusehen.»

Auch zwischen den Mitarbeitenden des

Freiwilligendienstes finden Austausch und regelmässige

Treffen statt. Frau Hösli will gern auch in

Zukunft im Freiwilligendienst mitwirken und lobt

dessen Leitung. Der Einstieg werde einem leicht

gemacht, man erhalte eine hervorragende Einführung

und viel Unterstützung, sodass die Freiwilligenarbeit

viel Freude bereite.


10

Knochen –

Hilfe aus dem Reagenzglas

Stammzellen im menschlichen Fett können zur Heilung und Neubildung von Knochensubstanz

eingesetzt werden. Eine Forschungsgruppe am Universitätsspital

Basel steht kurz vor der Prüfung dieser neuen Perspektive am Patienten.

77 Knochen

aus dem Reagenzglas


Knochen – Hilfe aus dem Reagenzglas

Fett hat keinen guten Ruf; insbesondere die eigenen

Pölsterchen werden in der Regel wenig geschätzt.

Es hat allerdings auch sehr nützliche Bestandteile.

So findet sich darin in grosser Zahl ein

einzigartiger Zelltyp: die Stammzelle. Dabei handelt

es sich um eine allgemeine Vorläuferzelle, die in der

Lage ist, sich beispielsweise zur Knorpel-, Knochenoder

Bindegewebszelle weiterzuentwickeln.

Stammzellen im Fett

Viele Gewebe des menschlichen Körpers enthalten

einen kleinen Anteil dieser Stammzellen, die Heilungsprozesse

unterstützen können. Bekannt ist

hier insbesondere das Knochenmark. Erst seit wenigen

Jahren weiss man jedoch, dass sich Stamm- 78 Knochen

aus dem Reagenzglas


zellen auch im leicht zugänglichen Fett direkt unter

der Haut finden lassen. Daraus ergibt sich ein immenses

therapeutisches Potenzial, das am Universitätsspital

Basel erforscht wird.

Praxisbezogene Forschung

Nach zehnjähriger eigener Forschungstätigkeit und

aufgrund vieler Kontakte zu Spezialisten im In- und

Ausland können in unserer Forschungsgruppe Wissenschaftler

verschiedenster Fachrichtungen auf

einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen. In

Zusammenarbeit mit erfahrenen Chirurgen unterschiedlicher

Spezialitäten suchten sie immer den

Bezug zur Praxis und berücksichtigten die Bedürfnisse

der Patientinnen und Patienten.

Einsatz in der Knochenheilung

Neben Projekten zur Heilung von Knorpeldefekten,

wie man sie beispielsweise in abgenutzten Gelenken

findet, oder zum Ersatz gealterten Bandscheibengewebes

gilt ein besonderes Interesse der Möglichkeit,

mithilfe dieser Stammzellen die Knochenheilung zu

unterstützen. Bisher nutzte man hierzu körpereigene

Knochensubstanz, beispielsweise aus dem Becken.

Die Entnahme an dieser Stelle führt jedoch häufig

zu lang anhaltenden Schmerzen und schwächt die

dortige Knochenstruktur. Die Fettentnahme dage-


Knochen – Hilfe aus dem Reagenzglas

gen belastet den Patienten kaum und führt nicht zu

einer strukturellen Schädigung.

Prüfung an Patienten geplant

Den Wissenschaftlern ist es im Labor bereits gelungen,

Knochen zu züchten und im Tiermodell zu

testen. Besonders faszinierend ist, dass dieser Knochen

über ein von Spender- und Empfängerzellen

gemeinsam gebildetes Gefässsystem versorgt wird

und so eine funktionelle Einheit bildet. Diese Tatsache

ist für den weiteren therapeutischen Einsatz

essenziell, da der Knochen ohne Gefässanschluss

abstürbe. Aufgrund der bisherigen Ergebnisse ist

eine Prüfung am Patienten geplant. Nach Optimierung

der Prozesse sollte es sogar möglich sein, in

einem Eingriff Stammzellen aus dem Fett zu isolieren

und wieder zu implantieren. Zu Beginn einer

Operation wird dem Patienten zunächst vom plastischen

Chirurgen eine geringe Menge Fett abgesaugt.

Während der Orthopäde oder der Unfallchirurg

die Fraktur einrichtet, werden die Stammzellen

unter sterilen Bedingungen im Operationssaal isoliert.

Sie werden auf Knochenersatzmaterialien, wie

sie bereits seit Langem klinisch verwendet werden,

aufgebracht und in die Bruchzone implantiert. Dort

bilden sie einerseits neuen Knochen, regen vermutlich

aber auch den vorhandenen zur Heilung an. 82 Knochen

aus dem Reagenzglas


Chance für Osteoporosebehandlung

Diese Fähigkeit der Stammzellen will man sich zunächst

in der Behandlung von Frakturen am osteoporotischen

Knochen zunutze machen. Mit den

bisherigen Methoden lassen sich nämlich gerade

in einer älteren Patientengruppe trotz besonderer

Expertise auf dem Gebiet der Osteoporosebehandlung

beispielsweise bei Oberarmbrüchen nicht immer

zufriedenstellende Ergebnisse erzielen, da die

Heilungsfähigkeit und die Stabilität des osteoporotischen

Knochens deutlich vermindert sind. So

kommt es trotz operativer Versorgung häufig zu

einem Ausreissen der eingesetzten Platten oder

Schrauben, zu einer verzögerten Knochenheilung

oder einem Absterben des Oberarmkopfes. Diese typischen

Komplikationen bedeuten für die Patienten

Schmerzen, häufige Arztbesuche, erneute Operationen

und eine starke funktionelle Einschränkung.

Ärzte und Wissenschaftler sind zuversichtlich, mit

dem Einsatz von Stammzellen diese Ergebnisse

verbessern zu können.


11

Die Notfallstation –

Belastungstest Euro 08

Im Vorfeld der Euro 08 wurde die Katastrophenorganisation des Kantons auf Vordermann

gebracht. Der Notfallstation kam eine wichtige Rolle im Dispositiv zu.

Anlässlich der «Oranje-Invasion» haben ihre Mitarbeitenden den Stresstest mit

Bravour bestanden.

85 Die

Notfallstation


Die Notfallstation – Belastungstest Euro 08

Ein Jahr hatte die Vorbereitung gedauert. Die Zeit

für Sitzungen, Planungen und Gespräche hatte

Freizeit und Vorfreude zünftig reduziert. Die Notfallstation

des Unversitätsspitals Basel war mit ihren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur mit

der Planung der eigenen Versorgung beschäftigt,

sondern auch sehr stark in der Gesamtplanung im

Fachbereich Sicherheit der lokalen und nationalen

Euro-08-Organisation engagiert. So wurden unter

anderem das Computersystem IES des koordinierten

Sanitätsdienstes miterprobt, die Massendekontamination

von Patienten in den Räumlichkeiten der

Physiotherapie geübt und Einsatzübungen mit allen

Partnern durchgeführt.

86 Die

Notfallstation


Hochbetrieb im Vorfeld

Zur gleichen Zeit lief der Normalbetrieb auf vollen

Touren. Die ersten fünf Monate des Jahres 2008

brachten die höchsten Patientenzahlen, die unsere

Notfallstation je zu verzeichnen hatte. «Und nun

auch noch die Euro?», fragten sich viele sorgenvoll.

Sorgen machten sich auch die Verantwortlichen auf

allen Ebenen. Die Regierung beschloss, die Messehalle

5 zu einem Feldlazarett umzugestalten, um die

Notfallstation von den erwarteten Massen betrunkener

Fussballfans zu entlasten. Die Direktion des

USB sprach ein zusätzliches Budget, um sicher genügend

Arztpersonal und Pflegende vor Ort zu haben,

wenn es zur Überlastung kommen sollte. Alle

Kliniken und Bereiche halfen mit: Von der Chirurgie

und der Kardiologie wurden Ärzte in die Messehalle

5 delegiert, die Physiotherapie liess Mitarbeitende

zu ABC-Dekontaminationsfachleuten ausbilden

(wobei anlässlich einer Übung in den schweisstreibenden

orangefarbenen Schutzanzügen leider ein

echter Unfall mit Verletzungsfolge passierte), und

die Intensivstationen stellten der Notfallstation prophylaktisch

Personal zur Verfügung. Altgediente

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Chirurgie liessen

sich auf der Chirurgischen Poliklinik noch einmal

für den richtig grossen Einsatz einteilen. Der

Aktivitätspegel stieg auf bisher ungekannte Hö-


Die Notfallstation – Belastungstest Euro 08

hen, und die Spannung vor dem Eröffnungsspiel

war kaum zu überbieten. Notfallleitung und Ereignisstab

verbrachten nun auch die Spielabende im

Spital, um schnell vor Ort zu sein, wenn sich ein

Grossereignis ankündigte. Nur – wo blieben die Patientinnen

und Patienten?

Verhaltener Start

Die grosse Erleichterung kam schon bald. Die

Tschechen waren nicht in Massen angereist. Die

Schweizer Fans blieben offenbar lieber zu Hause

in der warmen Stube, statt im kühlen Regen am

Rhein zu sitzen. Und die Türken nahmen uns schon

nach einer Woche die letzte Hoffnung auf ein grosses

Fussballfest. Ganz im Gegenteil zur tristen Ambiance

in der Stadt hob sich die Stimmung auf der

Notfallstation von Tag zu Tag. Man war noch einmal

mit einem blauen Auge davongekommen. Zwar

herrschte Hochbetrieb, was die «einheimischen Patienten»

betraf – bis zum Jahresende stellten sie mit

41 499 Patienten (über 2500 mehr als je zuvor) einen

neuen Rekord auf –, aber die blessierten Fussballfans

blieben weitgehend aus. Die Messehalle 5 mit

ihrer Kapazität für über hundert Personen wurde nur

vereinzelt aufgesucht; die wenigen Verletzten aus

dem Stadion und der Fanmeile konnten zu 90 Prozent

vor Ort behandelt werden.

90 Die

Notfallstation


Höhepunkt Hollandfans

Doch dann kamen die Holländer. So etwas hatte

weder Basel noch der Notfall je erlebt. Wer konnte

sie schon zählen? Hunderttausend oder mehr?

Und alle mit der Flasche in der Hand. Schon am

Morgen. Konnte dies gut gehen? Die Hilfsstellen

in den Fanmeilen benötigten bald mehr Material

von der Notfallstation, die erhitzten Fans sprangen

immer häufiger von der mittleren Brücke ins kühle

Nass des Rheins – bis sich die ersten Unfälle ereigneten.

Fazit: 3 schwer verletzte Brückenspringer,

70 leicht Verletzte in der Notfallstation und gegen

700 in den Sanitätshilfsstellen vor Ort. Auch wenn

fast alle traurig waren über das Ausscheiden der

fröhlichen «Oranjer» aus dem Turnier, hatte sich ihretwegen

schliesslich die ganze Planung doch gelohnt.

Der Härtetest war bestanden worden.


12

USB-Lehre – vom Praktikum

zum Diplom im eigenen Haus

Das Universitätsspital Basel bereitet als Stätte von Lehre und Forschung Studierende

auf ihre späteren Berufe vor. In seinen Kliniken und Dienstleistungsbereichen bildet

es aber auch Berufsleute für die meisten Bereiche des Gesundheitswesens aus.

93 USB

als Lehrbetrieb


USB-Lehre – vom Praktikum zum Diplom im eigenen Haus

Die fünfzigjährige Emma Gerter* arbeitet als diplomierte

Pflegefachfrau am Universitätsspital Basel.

Neben dieser Tätigkeit engagiert sie sich als Berufsbildnerin

in der Ausbildung im Betrieb und als Dozentin

am Bildungszentrum Gesundheit Basel. Sie

zeigt mit ihrem beeindruckenden Werdegang auf,

welche Möglichkeiten bestehen, sich ausgehend

von der einfachsten Grundausbildung bis hin zur

hoch qualifizierten Fachfrau weiterzuentwickeln.

Viele Ausbildungsmöglichkeiten

Mit sechzehn Jahren entschied sich Emma Gerter,

am USB ein einjähriges Praktikum als Spitalgehilfin

zu absolvieren. In den folgenden Jahren bildete

sie sich stetig weiter, erwarb zuerst den Titel 94 USB

als Lehrbetrieb


einer praktischen Krankenpflegerin und durchlief

die Ausbildung zur Gruppenleiterin. Danach arbeitete

sie einige Jahre auf einer Langzeitabteilung am

USB. In den darauffolgenden Jahren durchlief sie

zuerst ein Passerellenprogramm zur Pflegefachfrau

DN1 und erlangte einige Jahre später den Ausweis

zur diplomierten Pflegefachfrau DN2. Im Anschluss

daran absolvierte sie eine Weiterbildung in der Pflege

(Höfa1).

USB als Ausbildungsstätte

Das Universitätsspital Basel ist auch eine Ausbildungsstätte.

Als solche stellt es neben den Studienplätzen

im Fach Medizin pro Jahr etwa 250 Plätze in

über 30 verschiedenen Ausbildungsgängen zur Verfügung.

Im Bereich des Gesundheitswesens sind

dies zum Beispiel Ausbildungen in Pflege, Medizinischer

Radiologie, Labor, Operationstechnik, Physiotherapie,

Ergotherapie, Logopädie und zur Hebamme.

Daneben werden Ausbildungen im kaufmännischen

Bereich, in Hauswirtschaft, Küche, Informatik, Elektronik,

Betriebsunterhalt und Logistik angeboten.

Die Lehrgänge bewegen sich je nach Berufssparte

auf verschiedenen Niveaus: Berufslehre, höhere

Fachschule, Fachhochschule, Hochschule. Das USB

ist zudem Bildungsanbieter für die Nachdiplomstudien

HF und Weiterbildungen in Pflege (Anästhesie-,


USB-Lehre – vom Praktikum zum Diplom im eigenen Haus

Notfall- und Intensivpflege sowie Höfa1) und bildet

dabei Studierende zahlreicher Partnerspitäler der

ganzen Schweiz aus. Zudem ist das USB stark in die

akademische Ausbildung für Medizinstudentinnen

und -studenten zur Erlangung des Staatsexamens

bzw. die Weiterbildung zur Erlangung des Facharzttitels

FMH eingebunden.

Kompetente Begleitung

Für die Ausbildung am Universitätsspital ist ein spezialisiertes

Kernteam zuständig. Es begleitet neben

den Lernenden und Studierenden auch eine grosse

Anzahl Berufsbildner und Berufsbildnerinnen,

welche diese vor Ort individuell betreuen. Entsprechend

den neusten pädagogischen Erkenntnissen

werden die Konzepte zur betrieblichen Ausbildung

entwickelt und den Berufsbildnern und -bildnerinnen

zur Verfügung gestellt. Ein wesentliches Ziel

besteht darin, den Auszubildenden die bestmögliche

Vorbereitung auf ihre berufliche Zukunft zu bieten

und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich beruflich

weiterzuentwickeln.

Spezialisierung im Haus

«Kein Abschluss ohne Anschluss» ist ein wichtiger

Leitgedanke des Ausbildungsangebotes des Universitätsspitals

Basel. Dass dies nicht nur eine Idee 98 USB

als Lehrbetrieb


ist, sondern gelebte Realität, zeigt die Geschichte

von Emma Gerter. Der Weg, den sie mit viel Eigeninitiative

und zum Teil auch auf eigene Kosten auf

sich genommen hat, gehört heute zum Gesamtkonzept:

Nach jeder Ausbildung soll eine weitere

Spezialisierung möglich sein. So bieten wir zum

Beispiel Absolventinnen und Absolventen einer

Grundausbildung die Möglichkeit, im Haus eine anschliessende

Ausbildung auf der Ebene einer höheren

Fachschule anzugehen. Und im Anschluss daran

bietet sich eine weitere Spezialisierung in einem

Nachdiplomstudium an.

Zurzeit absolviert Emma Gerter den Kurs zur Erlangung

des eidgenössischen Fachausweises als Berufsbildnerin

an der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Dieser Ausweis wird es ihr ermöglichen,

ihre Dozentinnentätigkeit auszuweiten. Es ist zu

hoffen, dass sie, hoch qualifiziert und kompetent,

dem Universitätsspital noch lange erhalten bleibt.

* Name geändert


101

Jahresrechnung 2008


103

Kennzahlen

im Überblick

Der Abschluss 2008, wie auch des Vorjahrs, wurden gemäss

den Vorschriften (REKOLE © ) des Spitalverbandes

H+ erstellt.

Der Personalaufwand stieg um 15.2 Mio. CHF bzw. 3.4 %

gegenüber dem Vorjahr an. Die Entwicklung des Sachaufwandes

war um 51.7 Mio. CHF bzw. 22.8 % höher.

Der Gesamtertrag im Jahr 2008 stieg um 28.7 Mio. CHF

auf 549.7 Mio. CHF.

Das Ertragswachstum im Universitätsspitals Basel

war von verschiedenen Faktoren geprägt. Im Bereich

der Dienstleistungen für die Gesundheitsversorgung

stieg die Anzahl der behandelten stationären Patientinnen

und Patienten gegenüber dem Vorjahr um 598 auf

27 400. Gleichzeitig erhöhte sich die Anzahl der Pflegetage

um rund 4.1 %. Zudem beeinflussten die neu ausgehandelten

Tagestaxen und Tarife für die allgemeine

Abteilung den Verlauf der Erträge positiv. Ebenso wurden

Anpassungen an die Teuerungsentwicklung der

vergangenen Jahre bei den Preisen der halbprivat und

privat versicherten Patientinnen und Patienten vorgenommen.

Schliesslich führte die deutlich zunehmende

Nachfrage nach ambulanten Leistungen zu höheren Erträgen.

All diese Faktoren resultieren in einer Steigerung

der Erträge aus Patientenleistungen von 27.4 Mio. CHF

bzw. 6.3 % gegen über dem Vorjahr.

Der Finanzertrag verringerte sich um 1.0 Mio. CHF, während

bei den Erträgen aus Leistungen für Dritte und Personal

eine Steigerung zu verzeichnen war, der insbesondere

auf erhöhte Verkäufe von Medikamenten an die

Spitäler der Region und übrige Dienstleistungen an Dritte

zurückzuführen ist.

Die Besoldungen und Löhne sind um 10.5 Mio. CHF gegenüber

dem Vorjahr gewachsen, was im Wesentlichen

mit einer erhöhten Beschäftigung (volle Stellen) erklärbar

ist. Die totale Beschäftigung per 31.12.2008 betrug

3543 Stellen und liegt damit 51 Stellen über dem Vorjahr.

Die Arzthonorare stiegen als Folge der höheren

Einzelleistungstarife gegenüber dem Vorjahr insgesamt

um 11.8 %.

Der Aufwand für den medizinischen Bedarf ist um

15.6 Mio. CHF gewachsen. Der Mehrverbrauch ist insbesondere

beim Verband-, Naht- und Implantationsmaterial

sowie bei den Instrumenten und Utensilien

festzustellen, die überwiegend im invasiven und chirurgischen

Bereich zum Einsatz kommen. Einen Zuwachs

verzeichnete auch der Einkauf für Chemikalien und Reagenzien.

Die medizinischen Fremdleistungen konnten

hingegen reduziert werden. Der Lebensmittel- und

Haushaltsaufwand stieg um rund 8.7 %. Der Aufwand

für den Unterhalt von Mobilien und Immobilien fällt um

1.6 Mio. CHF (10.3 %) höher aus als im Vorjahr.

Als Folge höherer Frequenzen im medizinischen Bereich

und des umgebauten, attraktiveren und damit mehr besuchten

Personalrestaurants erhöhte sich der Lebensmittelaufwand

wie auch der Aufwand für Haushaltsartikel,

Textilien und Berufskleider.

Der Betriebsaufwand betrug 740.6 Mio. CHF und lag damit

66.9 Mio. CHF bzw. 9.9 % über dem Vorjahr. Darin

enthalten ist erstmals die kalkulatorische Miete in Höhe

von CHF 30.5 Mio.

Der Aufwand für Anlagennutzung enthält neben den

Abschreibungen und den Sonderabschreibungen für

Kleininvestitionen erstmals die kalkulatorische Miete

von 30.5 Mio. CHF, weshalb der Aufwand für Anlagennutzung

mit 60.7 Mio. CHF gesamthaft um rund 100 % über

dem Vorjahr liegt. Aufgrund der neu geltenden Regeln der

Raumbewirtschaftung im Kanton Basel-Stadt wird in der


Kennzahlen im Überblick

104

Erfolgsrechnung des Universitätsspitals ab 1.1.2008 der

in Rechnung gestellte Mietaufwand verbucht.

Beim Aufwand für Energie und Wasser wurde dieses

Jahr der Vorjahreswert als Folge der Teuerungstendenzen

im Energiemarkt deutlich überschritten.

Der Verwaltungs- und Informatikaufwand ist um 0.6 Mio.

CHF gestiegen. Der Zuwachs ist überwiegend im Bereich

der Informatik angefallen.

Beim übrigen nicht patientenbezogenen Aufwand trugen

vor allem höhere Haftpflicht-Versicherungsprämien

zum Wachstum bei. Hinzu kamen Zusatzaufwendungen

im Bereich der Qualität und der Sicherheit.

Im Rahmen der Auflösung einer Rückstellung, die seinerzeit

für allfällige Rückzahlungen aus der Abrechnung

vom Basler Spitalvertrag gebildet wurde, resultiert ein

ausserordentlicher Ertrag.

Das abgeschlossene Jahr zeigt finanziell ein positives

Bild. Auf der Ertragsseite wurde ein deutlicher Zuwachs

des Fakturierungsvolumens für Patientenleistungen

realisiert. Damit konnte der zusätzliche angefallene Aufwand

vollumfänglich gedeckt werden. Die erstmals verbuchte

kalkulatorische Miete belastet das Ergebnis zusätzlich

um gut CHF 30 Mio. gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt zeigen die finanziellen Kennzahlen des Universitätsspitals

verbunden mit einer weiteren Produktivitätssteigerung

jedoch eine befriedigende Entwicklung.


105

Bilanz des

Universitätsspitals Basel

in 1000 Franken 31.12.2008 31.12.2007

Aktiven

Flüssige Mittel 1’459 1’519

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 113’445 109’282

Übrige Forderungen 333 296

Warenvorräte 9’077 8’778

Aktive Abgrenzungsposten 10’742 7’505

Umlaufsvermögen 135’056 127’380

Immobilien 23’869 24’342

Betriebseinrichtungen 102’016 92’577

Anlagevermögen 125’885 116’919

Summe Aktiven 260’941 244’299

Passiven

Kurzfristige Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen 37’743 35’229

Übrige Verbindlichkeiten 197’320 181’742

Passive Abgrenzungsposten 5’228 4’018

Kurzfristiges Fremdkapital 240’291 220’989

Rückstellungen 20’650 23’310

Rückstellungen 20’650 23’310

Summe Passiven 260’941 244’299


Erfolgsrechnung des

Universitätsspitals Basel

106

in 1000 Franken 2008 2007 Veränderung

Besoldungen und Löhne 336’861 326’387 10’474

Arzthonorare 27’489 24’591 2’898

Sozialleistungen 93’772 92’940 832

Übriger Personalaufwand 4’304 3’269 1’035

Personalaufwand 462’426 447’187 15’239

Medizinischer Bedarf 149’557 133’953 15’604

Lebensmittelaufwand 7’157 6’517 640

Haushaltaufwand 10’937 10’130 807

Unterhalt und Reparaturen von Immobilien 8’243 7’667 576

Unterhalt und Reparaturen von

Betriebseinrichtungen 8’547 7’551 996

Aufwand für Anlagennutzung 60’706 30’121 30’585

Zinsaufwand 206 198 8

Aufwand für Energie und Wasser 9’208 8’515 693

Verwaltungs- und Informatikaufwand 17’343 16’761 582

Übriger patientenbezogener Aufwand 1’487 1’223 264

Übriger nicht patientenbezogener Aufwand 4’764 3’799 965

Sachaufwand 278’155 226’435 51’720

Betriebsaufwand 740’581 673’622 66’959


107

in 1000 Franken 2008 2007 Veränderung

Erträge aus medizinischen, pflegerischen

und therapeutischen Leistungen 207’285 200’132 7’153

Erträge aus ärztlichen Leistungen 83’635 78’262 5’373

Erträge aus übrigen Spitalleistungen 175’706 160’768 14’938

Erträge aus übrigen Leistungen für Patienten /-innen 944 1’016 –72

Finanzertrag 2’056 3’077 –1’021

Ertrag aus Leistungen für Dritte und Personal 23’573 21’255 2’318

Beiträge und Subventionen 56’473 56’474 –1

Betriebsertrag 549’672 520’984 28’688

Ausserordentlicher und betriebsfremder

Aufwand und Ertrag 1’792 –7’030 8’822

Erfolg gemäss Bewertungsvorschriften H+ –189’117 –159’668 –29’449

Überleitung zur Staatsrechnung 0

Erfolg gemäss Bewertungsvorschriften H+ –189’117 –159’668 –29’449

Differenz Abschreibung / Investitionen H+ /

Staatsrechnung –6’551 –8’977 2’426

Saldo laufende Rechnung Basel-Stadt –195’668 –168’645 –27’023


Anhang zur

108

Jahresrechnung 2008

Grundlagen und Grundsätze zur

Jahresrechnung

Die Bilanz und die Erfolgsrechnung sind in Anlehnung an

die Rechnungslegungsvorschriften von H+ und die Vorschriften

gemäss Spitalgesetz erstellt worden. Die Rechnungslegung

entspricht den allgemein gültigen kaufmännischen

Grundsätzen, d.h., alle bis zum Bilanzstichtag

abgeschlossenen Geschäfte sind in der Jahresrechnung

als Aufwand und Ertrag erfasst und nach anerkannten

Grundsätzen wie der Bilanzklarheit und -wahrheit, der

Wesentlichkeit sowie der Periodizität ausgewiesen. Die

Vorschriften von H+ wurden umgesetzt und die Rechnungslegungsgrundsätze

gemäss REKOLE © von H+ angewandt.

Da es sich beim Universitätsspital Basel (USB) um eine

Dienststelle des Kantons Basel-Stadt handelt, hat die Bilanz

nur eine beschränkte Aussagekraft. Die Position Eigenkapital

fehlt deshalb gänzlich, und die Immobilien widerspiegeln

bei Weitem nicht den tatsächlich getätigten

Investitionsaufwand in Sachanlagen der vergangenen

Jahrzehnte. Die vom Universitätsspital Basel verwalteten

Gelder von Drittmittelfonds sind in der Jahresrechnung

nicht enthalten.

Bilanz

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In dieser Position sind sämtliche Forderungen gegenüber

Patientinnen und Patienten, Versicherungen, Krankenkassen,

Kantonen und Dritten sowie Vorauszahlungen

an Lieferanten, sonstige Forderungen enthalten wie

auch Vorauszahlungen von Debitoren und durchlaufende

Positionen.

Das Delkredererisiko ist mit einer entsprechenden Wertberichtigung

berücksichtigt worden. Nicht mehr einbringliche

Forderungen wurden abgeschrieben.

2. Warenvorräte

Bei den Warenvorräten handelt es sich um Produkte

des medizinischen Bedarfs (z.B. Medikamente, Implantate,

Instrumente, Utensilien, Verbandmaterial usw.) sowie

um Textilien, Lebensmittel, Büromaterial, Werkzeuge

und Bestandteile für die technische Infrastruktur. Die

Bewertung erfolgt zu durchschnittlichen Einstandspreisen.

Es besteht eine Wertberichtigung für sich nicht im

Umlauf befindende Waren.

3. Aktive/passive Abgrenzungsposten

Die aktiven und passiven Abgrenzungsposten beinhalten

die Aufwands- sowie Ertragsabgrenzungen für noch

nicht fakturierte Leistungen und Erträge zum Zeitpunkt

der Rechnungsschliessung.

4. Immobilien

Kleinere wertvermehrende Investitionen, die über einen

definierten Standardausbau der von der Immobilien Basel-

Stadt gemieteten Räume hinausgehen, machen die Position

Immobilien aus. Alle anderen Investitionen in Grundstücke

und Gebäude werden nicht in der Dienststelle,

sondern global in der Staatsrechnung ausgewiesen.

5. Betriebseinrichtungen

Unter der Position Betriebseinrichtungen sind Investitionen

in medizinische Apparate, Einrichtungen, Fahrzeuge

und in die Informatik enthalten. Kleininvestitionen

(Beschaffungen pro Gegenstand unter 3000 CHF) von

Mobilien, Betriebseinrichtungen und medizinischen Apparaten

werden nicht aktiviert und über die Erfolgsrechnung

als Aufwand verbucht. Die vom Staat zwingend als

Objektkredite über CHF 0.3 Mio. vorgegebenen Budgetpositionen

werden, sofern sie nicht aktiviert und in die

Anlagenbuchhaltung aufgenommen worden sind, ebenfalls

als Aufwand für Anlagennutzung behandelt.


109

6. Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen / übrige Verbindlichkeiten

Der Austausch von Lieferungen und Leistungen sowie

der gesamte Geldfluss zwischen dem USB, den Drittmittelfonds

und anderen Dienststellen des Kantons Basel-

Stadt wird über Kontokorrentkonten abgewickelt. In den

übrigen Verbindlichkeiten sind die Verpflichtungen des

USB gegenüber der Dienststelle des Finanzdepartements

inbegriffen. Kontokorrentkonten zwischen staatlichen

Dienststellen im eigenen Gemeinwesen werden

nicht verzinst.

7. Rückstellungen

Bestehende Risiken (z.B. tarifliche oder rechtliche Risiken)

sind mit dieser Position abgedeckt. Im Weiteren

sind auf Basis der Erhebung der Jahresendsaldi der Ferien,

Überzeiten und Gleitzeit entsprechende Rückstellungen

zulasten der Erfolgsrechnung getätigt worden.

Erfolgsrechnung

8. Ausserordentliche Positionen

Unter «Ausserordentlicher und betriebsfremder Aufwand

und Ertrag» werden Aufwendungen und Erträge für Anpassungen

von Rückstellungen für Risiken aus früheren

Geschäftsjahren und aus Anlagenverkauf ausgewiesen.

9. Aufwand für Anlagennutzung

Mit dem Regierungsratsbeschluss vom 14. November

2006 wurde ein internes Mietreglement verabschiedet,

das ab 1.1.2008 neu eine Miete für Räume vorsieht. Für

die vom Universitätsspital Basel in Anspruch genommenen

Räume bestehen Verträge, die gestützt auf das

interne Mietreglement mit Immobilien Basel-Stadt abgeschlossen

wurden. In der Erfolgsrechnung wird der

Mietaufwand für die Räume erstmalig ausgewiesen.

unter 3000 CHF von Mobilien, Betriebseinrichtungen

und medizinischen Apparaten, die nicht aktiviert werden,

ausgewiesen. Die Objektkredite über CHF 0.3 Mio.,

die gemäss den Vorgaben der Staatsrechnung definiert

sind, werden, sofern sie nicht aktiviert und in die Anlagenbuchhaltung

aufgenommen worden sind, ebenfalls

in dieser Position ausgewiesen.

10. Differenz Abschreibung / Investitionen

H+ / Staatsrechnung

Die Differenz der Abschreibungen gemäss Staatsrechnung

und nach H+ wird hier aufgeführt. In Abzug gebracht

werden die gemäss den Vorgaben H+ über Aufwand

gebuchten Investitionen, die in der Staatsrechnung

aktiviert werden.

Übrige Punkte zur Jahresrechnung

Nicht bilanzierte Leasingverbindlichkeiten

Alle Leasingverbindlichkeiten sind entsprechend in der

Bilanz ausgewiesen.

Brandversicherungswerte der Anlagen

Die Brandversicherungswerte der Anlagen werden durch

die Rimas AG verwaltet.

Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten.

Neben den Abschreibungen gemäss den Vorgaben von

H+ werden hier auch Beschaffungen pro Gegenstand


Anhang zur Jahresrechnung 2008

110


111


Anhang zur Jahresrechnung 2008

112

1. Entwicklung Aufwand / Ertrag | Entwicklung Beitrag Basel-Stadt

Der Betriebsaufwand des Universitätsspitals Basel beziffert sich auf 729.1 Mio. CHF Damit war er um 9.2 Mio. CHF

höher als im Vorjahr. Gleichzeitig erhöhte sich der Betriebsertrag um 30.6 Mio. CHF auf 561.6 Mio. CHF. Neu wurden

30.5 Mio. CHF kalkulatorische Miete belastet. Der Beitrag Basel-Stadt entspricht den Nettoausgaben der Staatsrechnung

des Universitätsspitals.

Entwicklung Aufwand/Ertrag

Entwicklung Aufwand/Ertrag Aufwand

in Mio. Franken

in Mio. Franken

Ertrag

Entwicklung Beitrag Basel-Stadt

Entwicklung Beitrag Basel-Stadt

in Mio. Franken

in Mio. Franken

700

600

500

400

300

200

600

500

400

300

200

100

100

2004 2005 2006 2007 2008

Aufwand

Ertrag

0

2004 2005 2006 2007 2008

2. Entwicklung Personalaufwand | Anzahl stationäre Akutpatientinnen und -patienten

In den Akutkliniken hat sich die Zahl der behandelten Patientinnen und Patienten um 598 auf 27 400 erhöht.

Entwicklung Personalaufwand

Entwicklung Personalaufwand

in 1000 Franken

in 1000 Franken

Anzahl stationäre

Anzahl stationäre

Akutpatientinnen und -patienten

Akutpatientinnen und -patienten

600

500

400

300

200

100

32’000

30’000

28’000

26’000

24’000

22’000

0

20’000

2004 2005 2006 2007 2008 2004 2005 2006

2007 2008


113

3. Anzahl Pflegetage im Akutbereich

Die Pflegetage stiegen um 9 154 auf 234 765. Die Bereiche Chirurgie, Medizin und Medizinische Querschnittsfunktionen

legten zu, der Bereich Spezialkliniken blieb unter dem Vorjahreswert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer

stieg um 0.2 auf 8.6 Tage.

Anzahl Pflegetage im Akutbereich

Anzahl Pflegetage im Akutbereich

235’000

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer

im

Durchschnittliche

Akutbereich

Aufenthaltsdauer im Akutbereich

in Tagen

10

230’000

225’000

9

220’000

215’000

8

210’000

205’000

2004 2005 2006 2007 2008 2004 2005 2006

7

2007 2008

4. Anzahl Patien ten /-innen der Geriatrischen Universitätsklinik

Die Anzahl Patientinnen und Patienten stieg um 29 auf 617. Die Pflegetage stiegen um 783 auf 10 369,

die durchschnittliche Aufenthaltsdauer um 0.5 auf 16.9 Tage.

Anzahl Patienten/-innen der

Geriatrischen Universitätsklinik

und der Pflegeheime

Austritte

Anzahl Pflegetage der Geriatrischen

Universitätsklinik und der Pflegeheime

700


Jahresdaten 2008

zum stationären Bereich

114

Anzahl Anzahl Aufenthalts- Durschn. Betten-

Patienten / Pflege- tage je betriebene bestand am

-innen tage*** Patient /-in Betten 31.12.08

Bereich Medizin

Innere Medizin 7’223 71’991 10.0 203.0 203.0

Kriseninterventionsstation 562 2’630 4.7 8.0 8.0

Neurologie 835 8’911 10.7 24.0 24.0

Notfallstation** 3’166 11’138 **0.9 15.0 15.0

Bereich Chirurgie

Chirurgie (alle Disziplinen) 8’685 85’388 9.8 252.3 252.3

Bereich Spezialkliniken

Augenklinik 855 3’591 4.2 12.0 12.0

Dermatologie 229 3’811 16.6 12.0 12.0

HNO 990 6’717 6.8 19.0 19.0

Gynäkologie 1’130 6’971 6.2 24.0 24.0

Mutter und Kind 2’236 14’629 6.5 45.0 45.0

Bereich

Querschnittsfunktion

Nuklearmedizin 688 2’491 3.6 6.0 6.0

Übrige Abteilungen** 187 6’128 **1.5 21.0 21.0


115

Anzahl Anzahl Aufenthalts- Durchschn. Betten-

Patienten/ Pflege- tage je betriebene bestand am

-innen tage*** Patient/-in Betten 31.12.08

Total Akutbereich 26’786 224’396 8.4 641.3 641.3*

Akutgeriatrie 614 10’369 16.9 28.0 28.0

Total

Akutbereich /

Akutgeriatrie 27’400 234’765 8.6 669.3 669.3

* Davon: Akut-

Stationsbetten (somatisch) 579.3

Intensivpflege- und

Notfallbetten 54.0

Psychiatriebetten

(Krisenintervention) 8.0

Total 641.3

** Relation externe Austritte und interne Übertritte zu Anzahl Pflegetage

*** Zählweise gemäss Definition vom Bundesamt für Statistik

(Pflegetage nach bisheriger Zählweise: 228 725)

5. Jahresdaten zum stationären Bereich

Sowohl die Pflegetage als auch die Patientenzahl nahmen im Vergleich zum Vorjahr zu. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer

im akut-somatischen Bereich stieg um 0.2 auf 8.4 Tage. Im Akutbereich und in der Akutgeriatrie stieg

die durchschnittliche Aufenthaltsdauer um 0.2 auf 8.6 Tage. Die Anzahl der teilstationären Behandlungen stieg um

179 auf 4144.


Pflegetage des

Universitätsspitals Basel

116

Pflegetage 2008 nach Wohnort der Patientinnen und Patienten Pflegetage*** %

(Akutbereich inkl. Akutgeriatrie)

BS 139’374 59.4

BL 47’271 20.1

AG 10’365 4.4

SO 7’190 3.1

Jura 7’322 3.1

Übrige Schweiz 7’862 3.3

Baden-Württemberg 9’694 4.1

Elsass 1’909 0.8

Übriges Ausland 3’778 1.6

Total 234’765 100.0

*** Zählweise gemäss Definition vom Bundesamt für Statistik

(Pflegetage nach bisheriger Zählweise: 228 725)

6. Pflegetage 2008 nach Wohnort der Patientinnen und Patienten

59.4 Prozent der Pflegetage stammen von Patienten aus Basel-Stadt. Die restlichen 40.6 Prozent gehen fast zur Hälfte

auf das Konto von Basel-Landschaft. Die Pflegetage von ausländischen Patientinnen und Patienten stammen zu rund

63 Prozent von Personen aus Süddeutschland (Baden-Württemberg).

Durchschnittliche Kosten pro Pflegetag (in CHF) 2007 2008

Gesamtspital 1’445 1’606

7. Durchschnittliche Kosten pro Pflegetag

Die Kosten pro Pflegetag haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 11.1 Prozent auf 1 606 CHF erhöht. In diesem

Betrag ist der Aufwand für Lehre und Forschung nicht enthalten, damit die Vergleichbarkeit mit anderen Spitälern

gewährleistet ist. Der absolute Betrag reflektiert die komplexen und kostenintensiven Behandlungen, welche vom

Universitätsspital Basel für die Patientinnen und Patienten der Nordwestschweiz einschliesslich des grenznahen Auslands

angeboten werden.


117

Personal des

Universitätsspitals Basel

Personalbestand, Stellen per 31.12.2008 (ohne Drittmittel) Anzahl Stellen inkl. LuF

Medizin 794.2 861.6

Chirurgie 464.5 501.2

Spezialkliniken 396.0 420.4

Medizinische Querschnittsfunktionen 829.6 856.4

Direktion / Stäbe 99.5 99.5

Informatik 50.1 50.1

Projekte 6.7 6.7

Ressort Personal / Finanzen / Betrieb 711.9 711.9

Ressort Gesundheitsberufe 12.5 14.4

Departement Forschung 0.0 39.8

Total 3’365.0 3’562.0

Quelle:

Beschäftigungsentwicklung nach Bereichen per 31.12.2008

Verteilung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

nach Wohnort Personen %

Basel-Stadt 2’106 45.1 %

Basel-Landschaft 1’272 27.2 %

Übrige Schweiz 414 8.9 %

Deutschland 564 12.1 %

Frankreich 311 6.7 %

Übrige Länder 3 0.1 %

Total 4’670 100.0 %


Organigramm des

Universitätsspitals Basel

118

Direktor

Dr. Werner Kübler

Direktionsstab

Christian Schuhmacher

Departement

Biomedizin

Prof. Radek Skoda

Bereich Chirurgie

Dr. Peter H. Lessing

Bereich Medizin

Prof. Jürg A. Schifferli

Bereich Spezialkliniken

Dr. Norbert Spirig

Bereich Medizinische

Querschnittsfunktionen

Sabine Braendle

Bereich

Personal und Betrieb

Mario Da Rugna

Ressort

Medizinische Prozesse

und Qualität

Prof. Michael Heberer

Ressort Entwicklung

Gesundheitsberufe

Silvia Rosery

Ressort Finanzen

Martin Gerber

• Allgemeinchirurgie

- Gefässchirurgie

- Traumatologie

• Herzchirurgie

• Thoraxchirurgie

• Institut für chir.

Forschung und

Spitalmanagement

• Neurochirurgie

• Orthopädie

• Urologie

• Wiederherstellende Chir.

• Innere Medizin

• Spez. Abteilungen

• Neurologie

• Psychiatrische Poliklinik

• Akutgeriatrie

• Medizinische Poliklinik

• Notfallstation

• Frauenklinik

• Augenklinik

• Dermatologie

• Hals-Nasen-Ohren-Klinik

• Anästhesie

• Pathologie

• Radiologie

• Spitalpharmazie

• Therapiedienste

• Labormedizin

• Study Coordination

Center

• Human Resources

• Hotellerie

• Infrastruktur

• Logistik

Ressort Prozessunterstützung

und Informatik

Jürg Lindenmann

Ressort

Lehre und Forschung

Prof. Albert

Urwyler (Dekan)

6_09


120

Impressum

Redaktion Andreas Bitterlin (Leitung), Urs Flury, Christian Schuhmacher

Konzeption, Gestaltung, Typografie und Prepress Schaffner & Conzelmann AG, Basel

Fotos Schaffner & Conzelmann AG, Basel, Urs Flury, USB

Druck Steudler Press AG, Basel

Ein statistischer Anhang zum vorliegenden Jahresbericht 2008 – mit detaillierten Angaben zu den einzelnen

Departementen, Kliniken, Instituten und Bereichen – ist bei der Direktion des Universitätsspitals Basel erhältlich.

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