Jahresbericht 2006 (PDF, 906 KB) - Unfallkasse Freie Hansestadt ...

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Jahresbericht 2006 (PDF, 906 KB) - Unfallkasse Freie Hansestadt ...

Unfallkasse

Freie Hansestadt Bremen

2006

Jahresbericht


Inhalt

Sonderseiten

Seite

3

1. Allgemeines

6

1.1 Aufgaben 6

1.2 Bekanntmachungen 6

2. Organisation 7

2.1 Selbstverwaltung 7

2.2 Rentenausschuss 11

2.3 Widerspruchsausschuss 12

2.4 Rechtsmittelverfahren 13

2.5 Verwaltung 13

3. Rechtsentwicklung 14

3.1 Gesetze 14

3.2 Verordnungen 14

3.3 Bekanntmachungen 14

3.4 Satzung 14

3.5 Unfallverhütungsvorschriften 14

4. Versicherte 15

4.1 Allgemeine Unfallversicherung 15

4.2 Schülerunfallversicherung 16

5. Prävention 17

5.1 Präventionsausschuss 17

5.2 Präventionsabteilung 17

6. Unfälle 25

6.1 Unfallstatistik 25

6.2 Renten 27

7. Haushaltsführung 28

7.1 Einnahmen 28

7.2 Ausgaben der Allgemeinen Unfallversicherung 30

7.3 Ausgaben der Schülerunfallversicherung 31

7.4 Erläuterungen zu den Ausgaben 32

7.5 Darstellung der Gesamtausgaben 32

8. Mitgliedschaften 33

8.1 Bundesverband der Unfallkassen e.V. (BUK), München 33

8.2 Landesverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften 33

8.3 Berufsgenossenschaftlicher Verein für Heilbehandlung Hamburg e.V. 34

8.4 Verein für Berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Bremen e.V. 34

8.5 Kooperation Bremen / Niedersachsen

34

8.6 Tätigkeiten 34

Vermögensaufstellung 36

1


Sonderseiten

Einschulungsveranstaltung 2006 auf dem Bremer Marktplatz

Am 16.07.2006, an einem Sonntag,

wie er in jedem Bilderbuch

oder in einer Reisezielbeschreibung

vom Wetter her nicht besser

beschrieben werden könnte, war

auf dem Bremer Marktplatz ungewöhnliches

Treiben zu beobachten.

Hier fand nämlich das zweite

Einschulungsevent statt, zu dem

Die Bremer Senatorin für Arbeit,

Frauen, Gesundheit, Jugend und

Soziales drückte der Veranstaltung

ebenso einen farblichen Stempel

auf wie die „Wilden Kerle“, die Vertreter

von Feuerwehr, Polizei und

Verkehrswacht, Info-Stände, Radio-Moderatoren

und Rockmusiker

für Kinder.

Der Erfolg der beiden bisherigen

Einschulungsveranstaltungen ermutigt

die Unfallkasse zu weiteren

Aktivitäten für die neuen Erstklässler.

alle ABC-Schützen, ihre Familien

und alle anderen Interessenten

herzlich eingeladen waren, sich

auf ernste aber vor allem unterhaltsame

Weise mit dem Thema

Sicherer Schulweg auseinander zu

setzen und spielerisch das richtige

Verhalten im Straßenverkehr zu

lernen.

Unter dem Motto „Den Schulweg

find´ ich sicher“ wollte die Unfallkasse

mit Spiel und Spaß, Moderation

und Musik, vielen Verkehrserziehungsspielen

und einem

bunten Kinderprogramm bei Kindern

und Erwachsenen das Bewusstsein

für die Gefahren im

Straßenverkehr schärfen.

3


Sonderseiten

75 Jahre Unfallkasse Freie Hansestadt Bremen

Die Gelegenheit für Verwaltung

und Selbstverwaltung der Unfallkasse

sich selbst zu feiern, ergab

sich am 16.07.2006.

„Zum Jubiläum spreche ich der

Eigenunfallversicherung der Freien

Hansestadt Bremen und dem

Bremischen Gemeinde-Unfallversicherungs-Verband

meine herzlichen

Glückwünsche aus. Mit der

Gratulation verbindet sich vor

allem der Dank für die Sicherstellung

des sozialen Schutzes für einen

großen Teil der Bevölkerung

Bremens und Bremerhavens auf

dem Gebiet der gesetzlichen Unfallversicherung.“

Im Zusammenhang mit der Einschulungsveranstaltung

lud die

Unfallkasse ein zu einer kleinen

Feierstunde anlässlich des 75-jährigen

Bestehens des Trägers der

gesetzlichen Unfallversicherung in

Bremen in das Parlamentsgebäude,

dem Haus der Bremischen

Bürgerschaft.

Frau Senatorin Karin Röpke

Professor Dr. Mathias Jerusalem,

FU Berlin

Dieses Grußwort schrieb der damalige

Präsident des Senats, Bürgermeister

Hans Koschnick, in der

Festschrift zum 50-jährigen Bestehen

der Unfallversicherungsträger

der öffentlichen Hand in Bremen,

also vor gut 25 Jahren. Im Jahre

2006 hätte der Bürgermeister es

leichter, denn die Unfallversiche-

Herr Artur Lau,

Vorstandsvorsitzender

rung gibt es heute noch, aber seit

dem 1. Januar 1998 gibt es nur

noch die Unfallkasse Freie Hansestadt

Bremen als Rechtsnachfolgerin

der oben genannten Einrichtungen.

Ihre Aufgabe ist es, nach

Maßgabe des Sozialgesetzbuches

VII mit allen geeigneten Mitteln

Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten

sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren

zu verhüten beziehungsweise

zu entschädigen.

Während der Vorarbeiten Anfang

der 30er-Jahre für die Gründung

von Versicherungsträgern zeigte

u. a. die Stadt Oldenburg Interesse

an einer Beteiligung an der

Bremischen Unfallversicherung.

Oldenburg kam damals wegen der

zu geringen Einwohnerzahl für

eine eigene Trägerschaft nicht

infrage.

4


Sonderseiten

75 Jahre Unfallkasse Freie Hansestadt Bremen

An diesem Interesse an einer Zusammenarbeit

zwischen Bremern

und Oldenburgern hat sich bis

heute nicht viel geändert. So

wurde im Januar 2005 ein Kooperationsvertrag

zwischen der Unfallkasse

Bremen und dem

Gemeinde-Unfallversicherungsverband

Oldenburg geschlossen,

Publikum

1952 wieder hergestellt. Alle sechs

Jahre werden bei den Sozialwahlen

für die Vertreterversammlung

jeweils neuen Vertreter der Arbeitgeber

und der Versicherten und für

den Vorstand je drei Vertreter

gewählt.

Dieses Bekenntnis fand auch Eingang

in die Beiträge der Festredner

während der Feierstunde. Aus

der Landesregierung, aus dem

Parlament, aus der Selbstverwaltung

waren neben durchaus kritischen

Bemerkungen zu aktuellen

sozialpolitischen Themen viel Lob

für die vergangene und Zuversichtliches

für die künftige Arbeit der

Unfallkasse zu hören.

Frau Dr. Karin Mathes,

Vizepräsidentin der

Bremischen Bürgerschaft

dem im Oktober 2005 die Verbände

aus Braunschweig und

Hannover sowie die Landesunfallkasse

Niedersachsen beitraten.

Nachdem entsprechende Gesetze

1939 die Selbstverwaltung abgeschafft

hatten, wurde sie durch das

Gesetz über die Selbstverwaltung

und über Änderungen von Vorschriften

auf dem Gebiet der Sozialversicherung

vom 13. August

Einerlei, ob in ruhigeren oder stürmischen

Zeiten, ob als einzelner

Träger oder als Zusammenschluss,

ob allein oder mit Partner,

eins stand und steht immer im

Mittelpunkt des Handelns sowohl

der Selbstverwaltung als auch der

Beschäftigten der Verwaltung:

immer zum Wohle des Versicherten.

Und daran soll sich auch künftig

nichts ändern.

5


1. Allgemeines

1.1

Aufgaben

1.2

Bekanntmachungen

Die Unfallkasse Freie Hansestadt

Bremen ist als landesunmittelbare

Körperschaft des öffentlichen

Rechts Träger der gesetzlichen

Unfallversicherung für den kommunalen

und staatlichen Bereich

des Landes Bremen. Ihr Sitz ist

Bremen.

Das autonome Recht der Unfallkasse

wird im Amtsblatt der Freien

Hansestadt Bremen bekannt gemacht.

Sie hat nach den Vorschriften des

Sozialgesetzbuches VII (SGB VII)

die Aufgabe, mit allen geeigneten

Mitteln

für die Verhütung von Arbeitsunfällen,

Berufskrankheiten und

arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren

und für eine wirksame

Erste Hilfe zu sorgen (Prävention);

nach Eintritt von Arbeitsunfällen

oder Berufskrankheiten die Gesundheit

und die Leistungsfähigkeit

der Versicherten wiederherzustellen

(Rehabilitation);

die Verletzten und Berufserkrankten

oder ihre Angehörigen

und Hinterbliebenen durch Geldleistungen

zu entschädigen (Entschädigung).

Die Unfallkasse Bremen ist insbesondere

zuständig für Kinder während

des Besuchs von Tageseinrichtungen

sowie für Schüler und

Studierende.

Die Unfallkasse untersteht der

Aufsicht des Senators für Arbeit,

Frauen, Gesundheit, Jugend und

Soziales in Bremen.

6


2. Organisation

2.1

Selbstverwaltung

2.1.1

Die Grundlagen für die Rechtsstellung

der Sozialversicherungsträger

als Körperschaften des

öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung

sind in den §§ 29 bis 66

SGB IV, den „Gemeinsamen Vorschriften

für die Sozialversicherung“,

festgelegt. Einzelheiten

regelt die Satzung der Unfallkasse.

Die Selbstverwaltung wird paritätisch

durch Versicherten- und

Arbeitgebervertreter ausgeübt.

Diese Tätigkeit erfolgt durch ihre

Mitglieder ehrenamtlich.

Die Amtsdauer der Mitglieder der

Selbstverwaltungsorgane beträgt

in der Regel sechs Jahre. Sie

endet jedoch unabhängig vom

Zeitpunkt der Wahl mit dem

Zusammentritt der in den nächsten

allgemeinen Wahlen neu

gewählten Selbstverwaltungsorgane.

In den konstituierenden

Sitzungen wurde beschlossen,

dass der Vorsitz jeweils zum

1. Oktober eines Jahres zwischen

Versichertenvertretern und Arbeitgebervertretern

wechseln soll.

Der Vorstand ist das Exekutivorgan.

Er verwaltet den Sozialversicherungsträger,

führt Gesetze,

Satzung und Beschlüsse der

Vertreterversammlung aus und

legt die Grundsätze für die Tätigkeit

der Verwaltung fest.

Der Geschäftsführer führt hauptamtlich

die laufenden Verwaltungsgeschäfte

der Unfallkasse. Er

gehört dem Vorstand mit beratender

Stimme an.

Bei den Sozialversicherungswahlen

2005 wurden die unter

2.1.2 aufgeführten Personen gewählt

bzw. benannt.

Die Vertreterversammlung stellt als

oberstes Organ das Legislativorgan

dar. Sie beschließt u. a. die

Satzung, Unfallverhütungsvorschriften

und den Haushaltsplan

der Unfallkasse. Darüber hinaus

wählt sie den Vorstand und den

Geschäftsführer.

7


2. Organisation

2.1.2

Vertreterversammlung

(Stand 01. Mai 2007)

Vorsitzender

Wittfoth, Uve, Fachdienste für

Arbeitsschutz, Bremen

Stellvertreter

Otersen, Günther, Senator für

Finanzen, Bremen

Gruppe der Versicherten

Mitglieder

1. Dukez, Alen, Amt für Straßen

und Verkehr, Bremen

2. Gimbel, Gertraud, Schulzentrum

Neustadt, Bremen

3. Heim, Thomas, Fachdienste

für Arbeitsschutz, Bremen

4. Krebs, Karl-Heinz,

Gewerkschaft ver.di, Bremen

5. Lüdtke, Reiner, Universität

Bremen

6. Rohdenburg, Markus, Klinikum

Bremen-Ost

7. Schneider, Rolf, Klinikum

Bremerhaven-Reinkenheide

8. Tietje, Inge, Magistrat der Stadt

Bremerhaven, Personalrat

Soziales, Familie, Gesundheit

und Sport

9. Wittfoth, Uve, Fachdienste für

Arbeitsschutz, Bremen

Gruppe der Arbeitgeber

Mitglieder

1. Adamek, Wolfgang, Senator

für Bau, Umwelt und Verkehr,

Bremen

2. Behrens, Ralph, Magistrat der

Stadt Bremerhaven, Schulamt

3. Cappelmann, Eva,

Magistrat der Stadt Bremerhaven,

Personalamt

4. Matthies, Hans-Georg,

KiTa Bremen

5. Meyer, Friedhelm, Senator für

Finanzen, Bremen

6. Otersen, Günther, Senator für

Finanzen, Bremen

7. Ruberg, Manfred, Senator für

Bildung und Wissenschaft,

Bremen

8. Schoppmann, Petra, Senator

für Finanzen, Bremen

9. Spradau, Henry,

Versorgungsamt, Bremen

Stellvertreter/-innen

1. Bubendey, Jutta, Magistrat

der Stadt Bremerhaven,

Seestadt Immobilien

2. Litfil, Hartmut,

Bremer Entsorgungsbetriebe

3. Tebje, Ingo,

Universität Bremen

4. Wellbrock, Martina, bremenports

GmbH, Bremerhaven

5. Fischbeck-Borrmann, Inge,

Entsorgungsbetriebe Bremerhaven

6. Barth, Sigrid, Amt für

Straßen und Verkehr, Bremen

7. Brill, Erwin,

GeoInformation Bremen

8. Brannys, Barbara, Klinikum

Bremerhaven-Reinkenheide

9. Suhrhoff, Frank, Magistrat der

Stadt Bremerhaven,

Gartenbauamt

Stellvertreter/-innen

1. Facklam, Rolf-Gerhard,

Senator für Inneres und Sport,

Bremen

2. Bartels, Markus, Kommunaler

Arbeitgeberverband Bremen

e.V., Bremen

3. Beermann, Sikko, Amt für

Straßen und Verkehr, Bremen

4. Lippek, Thomas, Senator für

Arbeit, Frauen, Gesundheit,

Jugend und Soziales, Bremen

5. Hild, Susanne, Magistrat der

Stadt Bremerhaven, Amt für

Jugend und Familie

6. Jasker, Lutz, Senator für

Bildung und Wissenschaft,

Bremen

7. Cordes, Werner, Senator für

Arbeit, Frauen, Gesundheit,

Jugend und Soziales, Bremen

8. Pusch, Sibylle, Senator für Bau,

Umwelt und Verkehr, Bremen

8


2. Organisation

2.1.3

Vorstand

(Stand 01. Mai 2007)

Vorsitzender

Godehus-Meyer, Gerhard,

Performa Nord, Bremen

Stellvertreter

Lau, Artur, Senator für Bau,

Umwelt und Verkehr, Bremen

Gruppe der Versicherten

- Mitglied (lfd. Nr.), erste (a) und

zweite (b) Stellvertreter/-innen -

1. Bonnet, Peter, Senator für

Arbeit, Frauen, Gesundheit,

Jugend und Soziales, Bremen

a) Sonnemann, Jutta,

Senator für Inneres und Sport,

Bremen

b) Krause, Bernd, GeoInformation,

Gesamtpersonalrat,

Bremen

2. Lau, Artur, Senator für Bau,

Umwelt und Verkehr, Bremen

a) Sossna, Wiltrud,

KiTa Bremen

b) Fehr, Tina, Klinikum

Bremen-Mitte, Bremen

3. Zager, Jörg, Magistrat der

Stadt Bremerhaven,

Gesamtpersonalrat

a) Kromrei, Astrid, Magistrat der

Stadt Bremerhaven, Sozialamt

b) Follstich, Angelika, Magistrat

der Stadt Bremerhaven, Amt

für Jugend und Familie

Gruppe der Arbeitgeber

- Mitglied (lfd. Nr.), erste (a) und

zweite (b) Stellvertreter/-innen -

1. Godehus-Meyer, Gerhard,

Performa Nord, Bremen

a) Knorr, Karl-Heinz,

Feuerwehr, Bremen

b) Kammer, Karl-Heinz, bremenports

GmbH, Bremerhaven

2. Jacobsen, Frank, Magistrat der

Stadt Bremerhaven, Seestadt

Immobilien

a) Kuhlmann, Martina, Magistrat

der Stadt Bremerhaven,

Magistratskanzlei

b) Imrie, Kerstin, Magistrat der

Stadt Bremerhaven,

Baureferat

3. Schmidt, Uwe, Klinikum

Bremen-Nord, Bremen

a) Rohde, Ulf, Klinikum

Bremen-Nord, Bremen

b) Rabe, Volker, Senator für

Justiz und Verfassung,

Bremen

9


2. Organisation

2.1.4

Ausschüsse

(Stand 01. Mai 2007)

Rentenausschuss

Versichertenvertreter

Rohdenburg, Markus, Bremen

Stellvertreter

Krebs, Karl-Heinz, Bremen

Arbeitgebervertreter

Schoppmann, Petra, Bremen

Stellvertreter

Adamek, Wolfgang, Bremen

2.1.5

Tätigkeit der Organe

Im Jahre 2006 sind zwölf Sitzungen

des Vorstands und vier

Sitzungen der Vertreterversammlung

abgehalten worden.

Die Jahresrechnung 2005 wurde

durch den Prüfungs- und Beratungsdienst

des Bundesverbandes

der Unfallkassen e.V.,

München, geprüft.

Widerspruchsausschuss

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

Lüdtke, Reiner, Bremen

Spradau, Henry, Bremen

Gimbel, Gertraud, Bremen Meyer, Friedhelm, Bremen

Stellvertreter

Stellvertreter

1. Schneider, Rolf, Bremerhaven 1. Matthies, Hans-Georg, Bremen

2. Brill, Erwin, Bremen 2. Cappelmann, Eva, Bremerhaven

Satzungsausschuss

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

Lau, Artur, Bremen

Godehus-Meyer, Gerhard, Bremen

Wittfoth, Uve, Bremen

Jacobsen, Frank, Bremerhaven

Zager, Jörg, Bremerhaven

Otersen, Günther, Bremen

Der Prüfbericht sowie die Stellungnahme

des Geschäftsführers

wurden der Vertreterversammlung

in der Sitzung am 30. Juni 2006

vorgelegt.

Die Vertreterversammlung erteilte

dem Vorstand und dem Geschäftsführer

für das Jahr 2005

Entlastung.

Der Satzungsausschuss hat im

Jahre 2006 nicht getagt.

Näheres zum Präventionsausschuss

siehe Ziffer 5.1.

Stellvertreter

Bonnet, Peter, Bremen

Stellvertreter

Schmidt, Uwe, Bremen

Präventionsausschuss

Vorsitzender

Jacobsen, Frank, Bremerhaven

Stellvertreter

Wittfoth, Uve, Bremen

Versichertenvertreter

Dukez, Alen, Bremen

Tietje, Inge, Bremerhaven

Heim, Thomas, Bremen

Arbeitgebervertreter

Otersen, Günther, Bremen

Ruberg, Manfred, Bremen

Schmidt, Uwe, Bremen

Stellvertreter

Kromrei, Astrid, Bremerhaven

Sonnemann, Jutta, Bremen

Stellvertreter

Behrens, Ralph, Bremerhaven

Spradau, Henry, Bremen

10


2. Organisation

2.2

Rentenausschuss

Der Rentenausschuss ist ein besonderer

Ausschuss gemäß § 36 a

SGB IV. Nach § 20 der Satzung

obliegt ihm die förmliche Feststellung.

Die Satzung regelt u. a. die

Zusammensetzung und Bestellung

der Mitglieder des Rentenausschusses.

Das Nähere bestimmt

die Geschäftsordnung.

Der Rentenausschuss trat im

Berichtsjahr zu zwölf regelmäßigen

Sitzungen zusammen und

erließ folgende Bescheide:

Allgemeine - UV

Schüler - UV

2004 2005 2006 2004 2005 2006

Neufeststellungen 20 11 13 6 2 4

Gesamtvergütungen 5 5 2 - - 1

Rente für zurückliegende Zeiträume 8 6 12 3 6 3

Abfindungen 1 - 1 1 - -

Erhöhungen 3 3 3 - - 1

Herabsetzungen 1 1 3 - 2 1

Entziehungen 4 3 4 1 - -

Ablehnungen 28 28 21 4 7 3

Anerkennung Versicherungsfall (ohne Rentenanspruch) 30 12 9 7 3 5

Sonstige Bescheide 12 22 13 2 1 6

Insgesamt 112 91 81 24 21 24

Im Rahmen des Widerspruchsverfahrens

überprüfte der Rentenausschuss

im Berichtsjahr 18

(2005 = 32) Bescheide.

11


2. Organisation

2.3

Widerspruchsausschuss

Der Widerspruchsausschuss ist

- wie der Rentenausschuss - ein

besonderer Ausschuss gemäß

§ 36 a SGB IV. Er entscheidet gemäß

§ 21 der Satzung über Widersprüche

gegen Verwaltungsakte,

denen durch die zuständige Stelle

nicht abgeholfen worden ist.

Der Widerspruchsausschuss erließ

im Berichtsjahr in drei

Sitzungen 33 (41) Widerspruchsbescheide.

Die Widerspruchsbescheide

ergingen in folgenden

Angelegenheiten:

Inhalt:

Anzahl

2005 2006

Herabsetzung der Rente 1 1

Ablehnung der Rentengewährung 7 2

Dauer der Gewährung einer vorläufigen Rente 2 1

Höhe der Rentengewährung / MdE-Einschätzung 3 1

Dauer der Entschädigungspflicht 2 4

Ablehnung einer Rentenerhöhung - 1

Ablehnung einer Neufeststellung der Rente 1 2

Entziehung der vorläufigen Rente 2 2

Ablehnung eines Unfalls als Arbeits-/Wegeunfall - 4

Ablehnung einer Erkrankung als Berufskrankheit 4 4

Ablehnung eines Entschädigungsanspruchs 13 5

Anerkennung eines Versicherungsfalls ohne Rentenzahlung 2 2

Ablehnung der Rücknahme eines Bescheides 1 -

Ablehnung der Neufeststellung des Jahresarbeitsverdienstes - -

Ablehnung von weiteren Unfallfolgen - 1

Ablehnung der Rentengewährung nach Gesamtvergütung 2 3

Dauer der Beitragspflicht für eine Haushaltshilfe 1 -

Insgesamt 41 33

18 (2005 = 25) Widerspruchsbescheide

wurden bindend.

Gegen 15 (15) Widerspruchsbescheide

wurde Klage beim

Sozialgericht erhoben.

Es wurde zwei Widersprüchen

(2005 = 3) durch den Widerspruchsausschuss

stattgegeben.

5 (18) Widersprüche wurden

durch die Widerspruchsführer im

Laufe des Widerspruchsverfahrens

zurückgezogen.

12


2. Organisation

2.4

Rechtsmittelverfahren

Revisionen/

Nichtzulassungsbeschwerden

Widersprüche Klagen Berufungen

Ende 2005 (2004) noch anhängig 25 (38) 42 (41) 15 (16) - (-)

2006 (2005) eingelegt 51 (49) 16 (15) 6 (3) - (-)

Zusammen: 76 (87) 58 (56) 21 (19) - (-)

Im Berichtsjahr 2006 (2005)

zurückgezogen/sonst erledigt 5 (19) 6 (15) 1 (2) - (-)

stattgegeben/Anerkenntnisse 2 (3) 2 (-) - (-) - (-)

teilweise abgeholfen/Vergleiche - (-) 1 (2) - (2) - (-)

nicht stattgegeben/

ab- bzw. zurückgewiesen 33 (40) 11 (5) - (1) - (-)

Ende 2006 (2005) noch anhängig: 36 (25) 38 (34) 20 (14) - (-)

2.5

Verwaltung

Anzahl der Mitarbeiter am 31. Dezember 2002 2003 2004 2005 2006

DO-Angestellte 3 3 3 3 3

Angestellte 32* 32* 33* 34* 36*

Arbeiterin 1 1 1 1 1

Aus- und Fortzubildende 3 4 4 4 5

insgesamt 39 40 41 42 45

* davon mit halber Wochenstundenzahl 8 9 10 11 12

Zum Datenschutzbeauftragten der

Unfallkasse Freie Hansestadt Bremen

wurde Herr Fritz Herrmann

Wermter bestellt.

Ärztlicher Berater der Unfallkasse

Freie Hansestadt Bremen war bis

zum 31.03.2006 Herr Dr. med.

Jörg Huebner, ehemals Chefarzt

der Berufsgenossenschaftlichen

Unfallbehandlungsstellen Bremen.

Seit 01.04.2006 übt Herr Dr.

Torsten Möller diese Tätigkeit aus.

13


3. Rechtsentwicklung

Für das Jahr 2006 wurden folgende

Rechtsvorschriften, die die

Arbeit der Unfallkasse besonders

betreffen, neu gefasst bzw. geändert:

3.1

Gesetze

Gesetz zur Änderung des

Sechsten Buches Sozialgesetzbuch

und anderer Gesetze vom

27.12.2003 (BGBl. I S. 3013)

Eine Anpassung der Geldleistungen

in der gesetzlichen Unfallversicherung

mit Ausnahme des

Verletzten- und Übergangsgeldes

zum 01.07.2006 wurde ausgesetzt.

Die Mindest- und Höchstbeträge

für das laufende Pflegegeld

betragen weiterhin 295,00 € bzw.

1.180,00 € monatlich. Dementsprechend

wurden auch die

monatlichen Rahmenbeträge für

die Entschädigung für Kleider- und

Wäschemehrverschleiß nicht angepasst.

Sie betragen weiterhin

18,00 € bis 115,00 €. Das Futtergeld

für einen Blindenführhund

bzw. der als Ersatz der Aufwendungen

für fremde Führung zu

gewährende Betrag liegt weiterhin

bei 141,00 €.

3.2

Verordnungen

Sachbezugsverordnung 2006

vom 16.12.2005 (BGBl. I

S. 3493)

Durch die Verordnung werden ab

01.01.2006 die Sachbezugswerte

für freie Verpflegung in den alten

Bundesländern auf 202,70 € (bis

31.12.2005 200,30 €) und für freie

Unterkunft auf 195,60 € (bis

31.12.2005 194,20 €) angehoben.

Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung

2006 vom

21.12.2005 (BGBl. I S. 3627)

Die Bezugsgrößen für das Jahr

2006 wurden für die alten Bundesländer

auf jährlich 29.400,00 €

(2005: 28.980,00 €) und monatlich

2.450,00 € (2005: 2.415,00 €) festgesetzt.

Der für die Berechnung

von Renten, Hinterbliebenenbeihilfen

sowie in sonstigen Fällen

von Verletztengeld und Übergangsgeld

wichtige Mindestjahresarbeitsverdienst

gemäß § 85

Abs. 1 SGB VII beträgt somit ab

01.01.2006 in den alten Bundesländern:

für Versicherte, die das 18.

Lebensjahr vollendet haben

60 v. H. der Bezugsgröße =

17.640,00 € (bis 31.12.2005

17.388,00 €),

für Versicherte, die das 15.,

aber noch nicht das 18.

Lebensjahr vollendet haben

40 v. H. der Bezugsgröße =

11.760,00 € (bis 31.12.2005

11.592,00 €).

Der Jahresarbeitsverdienst für

Kinder nach § 86 SGB VII beträgt

damit:

für Versicherte, die das 6., aber

noch nicht das 15. Lebensjahr

vollendet haben

33 1/3 v. H. der Bezugsgröße =

9.800,00 € (bis 31.12.2005

9.660,00 €),

für Versicherte, die das 6.

Lebensjahr noch nicht vollendet

haben

25 v. H. der Bezugsgröße =

7.350,00 € (bis 31.12.2005

7.245,00 €).

3.3

Bekanntmachungen

3.3.1

Bekanntmachung über die Anpassung

des Verletzten- und Übergangsgeldes

in der gesetzlichen

Unfallversicherung ab 01.07.2006

(Bundesanzeiger 2006 vom

07.06.2006 S. 4205). Mit dieser

Bekanntmachung wurden das

Verletzten- und Übergangsgeld ab

01.07.2006 mit 1,0035 v. H. angepasst.

3.4

Satzung

Die Satzung der Unfallkasse Freie

Hansestadt Bremen vom

16.11.2001 wurde im Amtsblatt

der Freien Hansestadt Bremen Nr.

126 vom 21.12.2001 bekannt

gemacht.

3.5

Unfallverhütungsvorschriften

Unfallverhütungsvorschriften wurden

im Berichtsjahr nicht beschlossen

oder aufgehoben.

14


4.

Versicherte

4.1

Allgemeine Unfallversicherung

Im Berichtsjahr setzte sich der Versichertenbestand wie folgt zusammen

(die Zahlen des Vorjahres sind in Klammern angegeben):

Stadtgemeinde

Bremen

Stadt

Bremerhaven

Freie Hansestadt

Bremen

Beschäftigte der

3.887 (3.927) 2.709 (2.787) 10.124 (10.248)

Verwaltung*

Beschäftigte der

18.315 (17.893) 3.836 (3.742) - (-)

Wirtschaftsunternehmen

Arbeitsgelegenheiten gemäß

- (-) - (-) 7.475 (-)

SGB II (1-Euro-Jobs)

Hausangestellte in

7.464 (7.438) 1.324 (1.320) - (-)

Privathaushaltungen

Pflegepersonen** 12.305 (12.115) 2.397 (2.098) - (-)

Ehrenamtlich Tätige 2.107 (2.120) 1.097 (1.120) 6.913 (9.841)

In Hilfeleistungsunternehmen

475 (498) 142 (137) 1.312 (1.445)

Tätige

Selbsthelfer im sozialen

2.246 (2.820) 495 (645) - (-)

Wohnungsbau, nicht

gewerbsmäßige Bauarbeiten**

Strafgefangene* - (-) - (-) 849 (802)

Blutspender 4.878 (6.420) 1.117 (1.415) 7.745 (8.414)

Sonstige Versicherte - (-) - (-) 730 (779)

Zusammen 51.677 (53.231) 13.117 (13.264) 35.148 (31.529)

Insgesamt 99.942 (98.024)

*

**

Stand 31. Dezember

Die Versichertenzahlen wurden aufgrund einheitlicher Erfassungskriterien

ermittelt, die aufgrund statistischer Auswertungen des BUK

vorgegeben wurden.

15


4. Versicherte

4.2

Schülerunfallversicherung

Im Berichtsjahr waren in der Schülerunfallversicherung versichert

(die Zahlen des Vorjahres sind in Klammern angegeben):

Kinder in Tageseinrichtungen /

Tagespflege

Stadtgemeinde

Bremen*

Stadt

Bremerhaven*

Freie Hansestadt

Bremen*

9.280 (9.723) 1.398 (1.572) 12.420 (13.045)

Allgemeinbildende Schulen

Grundschulen

(einschl. Vorklassen)

Schulzentren des Sekundarbereichs

I (Haupt- und Realschulen,

Sekundarschulen,

Gymnasien Klassen 5-10)

18.455 (20.408) 4.008 (3.981) 1.502 (2.861)

19.779 (15.443) 4.623 (4.057) 2.013 (1.436)

Schulzentren des

6.098 (5.930) 1.915 (2.776) 695 (600)

Sekundarbereichs II

(Gymnasien Klassen 11-13)

Gesamtschulen 6.334 (5.625) 1.619 (1.623) 763 (860)

Sonderschulen 1.879 (1.868) 607 (648) 155 (152)

Berufsbildende Schulen 20.281 (19.765) 5.178 (5.148) 695 (673)

Studierende an Hochschulen - (-) - (-) 35.064 (35.324)

Zusammen 82.106 (78.762) 19.348 (19.805) 53.307 (54.951)

Insgesamt 154.761 (153.518)

* Kostenträger der Unfallversicherung

16


5.

Prävention

Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und

arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, Erste Hilfe.

5.1

Präventionsausschuss

Der Präventionsausschuss unterstützt

und berät den Vorstand bei

Maßnahmen zur Verhütung von

Unfällen, Berufskrankheiten und

arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren

sowie zur Sicherstellung

einer wirksamen Ersten Hilfe in

den Mitgliedsunternehmen. Dem

Ausschuss gehören je vier Vertreter

der Versicherten und der Arbeitgeber

an.

Im Berichtsjahr befasste sich der

Ausschuss u. a. mit den Themenbereichen:

Förderung von Projekten des

betrieblichen Gesundheitsmanagements

Umsetzung der Gefahrstoffverordnung

Umsetzung der Arbeitsstättenverordnung

Gewaltprävention an Schulen

Entwicklung der gesetzlichen

Unfallversicherung

Betriebliches Eingliederungsmanagement

Folgende Unfallverhütungsvorschriften

waren Gegenstand der

Beratung:

„Grundsätze der Prävention“

GUV-V A1

„Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure

und andere Fachkräfte

für Arbeitssicherheit“

GUV-V A6/7

„Kindertageseinrichtungen“

GUV-V S2, Stellungnahmeverfahren,

Fachgruppenentwurf

5.2

Präventionsabteilung

Überwacht, ob der Unternehmer

seinen Verpflichtungen

hinsichtlich des § 14 SGB VII

zur Verhütung von Arbeitsunfällen,

Berufskrankheiten und

arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren

nachkommt.

Überwacht die wirksame Erste

Hilfe in den Unternehmen.

Berät Unternehmer und Versicherte.

Geht den Ursachen von

arbeitsbedingten Gefahren für

Leben und Gesundheit nach.

Überwacht in Zusammenarbeit

mit den Gewerbeaufsichtsämtern

die Durchführung des

Arbeitsschutzgesetzes.

Arbeitet bei der Verhütung

arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren

mit den Krankenkassen

zusammen.

Arbeitsschutzorganisation im

Bereich Schule

5.2.1

Überwachung und Beratung der Betriebe

Organisation der Ersten Hilfe

Kooperation Arbeitsschutzbehörden

und Unfallversicherungsträger

Aus- und Fortbildung von

Arbeitsschutzexperten

Allgemeine

Unfallversicherung

Ermittelt die arbeitstechnischen

Voraussetzungen im Berufskrankheitenverfahren.

Schülerunfallversicherung

2005 2006 2005 2006

Unfalluntersuchungen 58 46 37 41

Besichtigungen 98 102 172 186

Beratungen 1.052 1.013 971 1.109

Messungen 21 15 17 21

17


5. Prävention

5.2.2

Schulungsveranstaltungen

Die Unfallkasse Freie Hansestadt

Bremen bietet Schulungsveranstaltungen

für die Aus- und Fortbildung

der Personen an, die in

Unternehmen mit den Aufgaben

des Arbeitsschutzes betraut sind.

Zu folgenden Fragestellungen und

Themenbereichen wurden Seminare

und Veranstaltungen

durchgeführt:

für Sicherheitsbeauftragte

Grundlagen- und Aufbauseminare

„Ergonomische und gesundheitsgerechte

Gestaltung von

Büro- und Bildschirmarbeitsplätzen“

für Führungskräfte und Beschäftigte

„Kundenorientierung

Konflikt- und Stressfrei gestalten“

für Führungskräfte und Beschäftigte

„Burn on, vom

Konfliktmanagement zum

partnerschaftlichen Umgang

am Arbeitsplatz“

„Qualifizierung von Reinigungsfachkräften“

Durchführung der Fachtagung

Flughäfen, Flugplätze des

Bundesverbandes der Unfallkassen

am Airport Bremen

Elternabende in Bewegungskindergärten

Innerbetriebliche Schulung

von Sicherheitsbeauftragten in

verschiedenen Mitgliedsunternehmen

Gefahrstofftag an der Universität

Bremen

Deeskalationstraining im

Gesundheitswesen und in

der Pflege

Ergonomie-Training in Förderzentren

für Führungskräfte aus Kindertageseinrichtungen

„Gesunde

Erzieherinnen bringen Kinder

in Bewegung“

„Betriebliches Gesundheitsmanagement“

für verschiedene

Zielgruppen

Innerbetriebliche Schulungen

unterschiedlicher Personenkreise

zu Themen wie z. B.

Gefahrstoffe, Ladungssicherung,

Prüfung von Arbeitsmitteln

Durchführung eines Fachtags

Spielgeräte

Gestaltung von Bewegungslandschaften

in der Primarstufe

„Arbeits- und Gesundheitsschutz

in schulischen Werkstätten“

„Sicherheit und Gesundheit in

Schulen“

Sicherheit und Gesundheit

beim Umgang mit optischer

Strahlung

„Hand aufs Herz“, Erste-Hilfe-

Wettbewerb für Schulen

„Den Weg zur Schule find´ ich

sicher ...“ Verkehrssicherheitstag

für Schulanfänger

„Pflege in der Familie“,

Informationstag für pflegende

Angehörige

5.2.3

Ausbildung in Erster Hilfe

Unternehmen müssen eine wirksame

Erste Hilfe bei Arbeitsunfällen

sicherstellen. Dazu werden im

Betrieb ausgebildete Ersthelfer in

ausreichender Anzahl benötigt.

Inhalt und Umfang der Ausbildung

zum Ersthelfer sind in einem

Abkommen der Spitzenverbände

der Wohlfahrtseinrichtungen und

gesetzlichen Unfallversicherungsträger

festgelegt. Die Kosten für

die Erste-Hilfe-Aus- und -Fortbildung

werden von den Unfallversicherungsträgern

getragen. Für

Personen, die zu einer Berufsgruppe

gehören, zu deren Berufsbild

medizinische Fachkenntnisse

bzw. Kenntnisse der Ersten Hilfe

gehören, können die Ausbildungskosten

nicht übernommen

werden.

5.2.3.1

Allgemeine Unfallversicherung

Im Berichtsjahr 2006 wurden in

Kooperation mit den Hilfeleistungsunternehmen

625 Personen

in Erster Hilfe aus- oder fortgebildet.

5.2.3.2

Schülerunfallversicherung

Im Bereich der Schülerunfallversicherung

werden die Ersthelfer in

einem speziellen Programm ausgebildet.

In Kindertageseinrichtungen bietet

die Unfallkasse ein auf die Belange

der Ersten Hilfe am Kind

ausgerichtetes Ausbildungsprogramm

gemeinsam mit verschiedenen

Hilfeleistungsunternehmen

an. Nach dem Erlass des Senators

für Bildung und Wissenschaft

vom 11.09.2000 werden

alle Beschäftigten in Bremer und

Bremerhavener Schulen in Erster

Hilfe geschult. Im Jahre 2006

haben insgesamt 2.104 Personen

aus den genannten Einrichtungen

an den angebotenen Ausbildungsmaßnahmen

teilgenommen.

5.2.3.3

Kosten der Ersten Hilfe

Die Unfallkasse Freie Hansestadt

Bremen hat laut § 23 SGB VII die

Kosten der Aus- und Fortbildungsmaßnahmen

für Ersthelfer zu tragen.

18


5. Prävention

Im Jahre 2006 wurden für die

Durchführung von Erste-Hilfe-

Lehrgängen 61.451,87 € aufgewendet.

Davon im Bereich der allgemeinen

Unfallversicherung

14.501,30 €. Im Bereich der Schülerunfallversicherung

betrugen die

Ausbildungskosten 46.950,57 €.

5.2.4

Weitere Aktivitäten der

Prävention

Mitwirkung in Ausschüssen, Fachgruppen,

Arbeitskreisen

Zur Umsetzung der Ziele von Präventionsarbeit

wirkt die Präventionsabteilung

in nachstehenden

Fachgruppen, Gremien und Arbeitskreisen

mit:

Organisationsdienst für nachgehende

Untersuchungen

(ODIN)

Zentrale Erfassungsstelle Asbeststaub

gefährdeter Arbeitnehmer

(ZAs)

Junge Familien in Schwung

Arbeitsgruppe „Innenraumluft“

Arbeitsgruppe „Künstliche Mineralfasern“

Landesarbeitskreis für Arbeitssicherheit

des Landes Bremen

Arbeitskreis „Sicherheit im

Hafen“

Arbeitskreis „Verkehrsflugplätze“

Arbeitskreis „Sicherheit und

Gesundheitsschutz (ASG)“ der

Arbeitsmediziner und Fachkräfte

für Arbeitssicherheit des

öffentlichen Dienstes

Landesvereinigung Gesundheit

Bremen

Präventionsrat Bremerhaven

5.2.5

Drucksachen und Zeitschriften

Zur Information von Betrieben und

Versicherten bietet die Unfallkasse

ein breites Angebot von Informationen.

Unfallverhütungsvorschriften,

Richtlinien und Merkblätter

werden kostenfrei abgegeben.

Darüber hinaus werden den

Mitgliedseinrichtungen die Zeitschriften

„Sicherheitsbeauftragter“,

„faktor arbeitsschutz“, „Pluspunkt“,

„Sicherheitsingenieur“,

„Kinder, Kinder - sicher/gesund“,

„Nachrichten-Seminare“ zur Verfügung

gestellt.

5.2.6

Arbeitsschwerpunkte der

Präventionsabteilung

Beratungen

Die Beratung der Mitgliedsunternehmen,

der Versicherten und

Dritter steht im Mittelpunkt der

Präventionsarbeit.

Beratungsschwerpunkte in 2006

waren:

Bauberatung bei der Planung

von Neu- und Umbauten Bremer

und Bremerhavener Schulen

und Kindertageseinrichtungen

Beratung bei der Planung von

Neubauten und Modernisierung

von technischen Anlagen

Prüfung von Spielgeräten

Gestaltung von Spielplätzen

Gestaltung und Prüfung von

Einrichtungen und Arbeitsmitteln

Erste Hilfe in der Schule,

Schulsanitätsdienst

Sicherheit in der Sporthalle

Bewegungskindergärten

Bewegungslandschaften in der

Primarstufe

Umsetzung der Betriebssicherheitsverordnung

im öffentlichen

Dienst, Beratung bei der

Umsetzung neuer technischer

Regeln, Explosionsschutz

Planung und Umsetzung von

Projekten des betrieblichen

Gesundheitsmanagements

Umsetzung der Gefahrstoffverordnung

im öffentlichen

Dienst

Ausbildung von Fachkräften für

Arbeitssicherheit

Durchführung von Gefährdungs-

und Belastungsanalysen

Umsetzung der Anforderungen

des Arbeitsschutzgesetzes in

Schulen

Gewaltprävention in Schulen

Erstellung von praxisorientierten

Handlungshilfen für die betriebliche

Umsetzung von neu

erlassenen Verordnungen zum

Arbeitsschutz und bedarfsorientiert

zu verschiedenen,

betrieblichen Fragestellungen

Lärmprävention in der KiTa

und Grundschule

Erhöhte Spielebenen in der

Kindertagesstätte und

Grundschule

Besondere Gefahren bei

Arbeiten am Wasser

Beratung und Mitwirkung bei

der betrieblichen Analyse der

Arbeitsbedingungen und möglicher

Beanspruchungsfolgen

Umsetzung der UVV

„Grundsätze der Prävention“

(GUV-V A1) im öffentlichen

Dienst

19


5. Prävention

5.2.7

Besondere Maßnahmen und Arbeitsschwerpunkte

5.2.7.1

Hand aufs Herz - 1. Tag der Ersten Hilfe in Bremen

Um den Akteuren die Zeit bis zum

Start bzw. bis zur Siegerehrung zu

verkürzen, wurde ein attraktives

Rahmenprogramm geboten: neben

Aktivitäten rund um die Erste

Hilfe heizte die Band „Tekfu“ den

Teilnehmern von der Bühne aus

ein, während die Schauspielerin

Nova Meierhenrich von der ARD-

Serie „Verbotene Liebe“ draußen

am Stand der Unfallkasse Autogramme

gab. Selbst das Team von

Radio Bremen 4 sorgte auf der

Bühne dafür, dass den Mitschülern

beim Zugucken nicht langweilig

wurde.

Der Wettbewerb „Hand aufs Herz“

geht auf eine Initiative der Bremer

Bürgerschaft zurück, die sich für

eine Intensivierung der Erste-Hilfe-

Ausbildung an Schulen stark

gemacht hat. Im Rahmen eines für

Schüler attraktiven Wettbewerbes

mit informativem Rahmenprogramm

wurde am 17.07.2006 erstmalig

eine Veranstaltung durchgeführt,

die gemeinsam von allen in

Bremen tätigen Erste-Hilfe-Organisationen

in Kooperation mit der

Unfallkasse und unterstützt von

den senatorischen Behörden

Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend

und Soziales sowie Bildung

und Wissenschaft organisiert

wurde.

Für die Veranstaltung, die in den

Räumen des Pier2 am Space Park

stattfand, konnten sich Teams mit

je fünf Schülerinnen und Schülern

der Jahrgangsstufen 7 bis 10

anmelden. Dies taten insgesamt

47 Teams, die sich am Veranstaltungstag

samt eigenen „Fanclubs“

im Pier2 einfanden. Im Rahmen

des Wettbewerbs stellte sich jedes

Team vier Aufgaben aus dem Bereich

der Ersten Hilfe. Dazu gehörten

das Auffinden einer bewusstlosen

Person, Durchführen von Wiederbelebungsmaßnahmen,

Versorgen

einer Sportverletzung und

einer stark blutenden Wunde. Alle

Teams waren im Vorfeld von den

Erste-Hilfe-Organisationen zu der

Thematik fortgebildet worden.

Die Bewertung

der Aufgaben erfolgte

durch Mitglieder

der Organisationen,

die

als Schiedsrichter

fungierten.

Den Erstplatzierten

winkten attraktive

Preise,

darunter die Teilnahme

an einem

Livekonzert im

Radio Bremen

Sendesaal.

Am Ende kam es zu einem spannenden

Stechen unter vier Schulen

mit gleicher Punktzahl, das die

Gesamtschule Bremen Mitte für

sich entscheiden konnte.

Die Nachfrage nach diesem Wettbewerb

durch die Schulen und die

Resonanz auf die durchgeführte

Veranstaltung haben alle an der

Organisation beteiligten Institutionen

schnell davon überzeugt, die

Veranstaltung auch in 2007 durchzuführen.

Der 2. Tag der Ersten

Hilfe wird am 16.07.2007 in Bremen

im AWD-Dome stattfinden. In

Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern

der Unfallkasse

Bremen, den öffentlichen Unfallversicherungsträgern

in Niedersachsen,

werden auch Teams aus

Schulen des Bremer Umlands zu

dem Wettbewerb eingeladen.

20


5. Prävention

5.2.7.2

Pflege in der Familie - Prävention für pflegende Angehörige

Leistungen der Unfallversicherung,

Pflegeversicherung

Rückengerechtes Arbeiten

Pflegebetten und ihre Handhabung

se gepflegt. Im Jahre 2020 soll die

Zahl der Pflegebedürftigen um insgesamt

eine Million wachsen. Aus

der Politik gibt es Signale, mehr

Gewicht auf die häusliche Pflege

zu legen. Das heißt, die Pflegeversicherung

soll so reformiert werden,

dass es weniger finanzielle

Unterstützung bei Unterbringung in

Altenheimen gibt, dafür aber mehr

Unterstützung für die häusliche

Pflege.

Am 4. September 2006 fand die

erste Infoveranstaltung für pflegende

Angehörige im „Haus im

Park“ des Klinikums Bremen-Ost

statt. Der Tag war eine gemeinsame

Präventionsveranstaltung

des Klinikums Bremen-Ost und der

Unfallkasse Bremen.

Mit dieser Veranstaltung sollten die

häuslich Pflegenden über Maßnahmen

zur Unfallverhütung und

zum Gesundheitsschutz informiert

werden, denn alle nicht erwerbsmäßig

tätigen häuslichen Pflegepersonen

(Familienangehörige,

Freunde, Nachbarn) sind bei den

öffentlichen Unfallversicherungsträgern

beitragsfrei versichert,

wenn sie einen Pflegebedürftigen

im Sinne des § 14 des Sozialgesetzbuches

XI in häuslicher Umgebung

pflegen.

Insgesamt gab es elf Fachvorträge

und 14 themenbezogene Demonstrationen

und Präsentationen, in

denen folgende Inhalte vermittelt

wurden:

Möglichkeiten des barrierefreien

Wohnens

Tragehilfen und Lifter

Rollstühle und Gehhilfen

Hausnotrufsysteme

Möglichkeiten der Wundversorgung

Ratgeber für Ernährung

Stressbewältigung im Pflegealltag

Leben mit Demenz

Neben den genannten Vorträgen

und Ausstellungen zahlreicher Firmen

präsentierten sich insgesamt

neun Selbsthilfegruppen.

Die Pflegebedürftigkeit stellt eine

besondere Herausforderung dar,

denn die Angehörigen, Freunde

oder Nachbarn werden mit Aufgaben

konfrontiert, für die sie in

den meisten Fällen nicht ausgebildet

sind.

Eine Krankheit oder ein Unfall führen

manchmal zu gravierenden

Veränderungen im Leben einer

Familie. Betroffene und Angehörige

müssen lernen, mit der neuen

Situation fertig zu werden und sie

seelisch zu verarbeiten. In

Deutschland sind derzeit 2,1 Millionen

Menschen pflegebedürftig.

Davon werden 72 Prozent zu Hau-

Es stellt sich die Frage, ob die

häusliche Pflege als Vollzeitjob

weiter in den Familien geleistet

werden kann. 80 Prozent der Pflegenden

sind Frauen und das bei

gestiegener Erwerbsfähigkeit und

steigendem Geburtsalter. Andererseits

erkranken pflegende Angehörige

oft selbst. 75 Prozent leiden

unter Rückenschmerzen, Schlafstörungen,

Erschöpfungszuständen.

88 Prozent fühlen sich ausgebrannt

und überfordert. Drei

Viertel der Angehörigen will nicht

selbst von Angehörigen später gepflegt

werden. Wir möchten, dass

die pflegenden Angehörigen bei

Ausführung dieser wichtigen Tätigkeiten

gesund bleiben.

Die Teilnahme an der Veranstaltung

war kostenlos und die Angehörigen

hatten den ganzen Tag

lang Gelegenheit, die offene Veranstaltung

zu besuchen und sich

zu verschiedenen Themen zu informieren.

Besonders hervorzuheben

sind die Diskussionen im Anschluss

an die einzelnen Vorträge

sowie die zahlreichen meist auch

sehr persönlichen Gespräche an

den Ständen der Selbsthilfegruppen.

Gerade diese Gespräche

haben den Veranstaltern und

Organisatoren gezeigt, wie viel

Informationsbedarf zu diesem

Thema besteht. Wegen der guten

Resonanz werden wir auch in 2007

diese interessante Infoveranstaltung

für pflegende Angehörige

durchführen.

21


5. Prävention

5.2.7.3

Lärm sichtbar machen

Lärmbelastung am Arbeitsplatz?

Kaum einer denkt dabei an Kindertagesstätten

- außer den Betroffenen.

Über 50 Prozent der Erzieherinnen

schätzen den Lärm an

ihrem Arbeitsplatz als „ziemlich“

bis „sehr stark belastend“ ein, so

das Ergebnis einer jüngst abgeschlossenen

wissenschaftlichen

Untersuchung, bei der 957 pädagogische

Mitarbeiterinnen aus Kindertagesstätten

befragt wurden.

Eine wichtige Voraussetzung für

ein ruhiges Miteinander ist eine

ausreichende Ausstattung aller

Aufenthaltsräume mit Akustik-dekken.

Die Erfahrung zeigt je-doch,

dass auch in akustisch gut ausgestatteten

Räumen Ge-räuschpegel

auftreten können, die als belastend

empfunden werden. In diesem Fall

sind pädagogisches Geschick und

Ideenreichtum der Erzieherinnen

gefragt.

Um Kinder zu mehr Ruhe zu erziehen,

ist es hilfreich, ein Lärmbewusstsein

zu schaffen. Hierzu

bietet sich ein pädagogisches

Hilfsmittel an, das Lärm auf leicht

verständliche Weise sichtbar

macht - das Lärmohr.

Das Lärmohr (SoundEar) ist ein

Lautstärkeindikator in Form eines

Ohres. Im unkritischen Lärmbereich

leuchtet ein grünes Ohr.

Nähert sich der Lärmpegel der gewählten

Lärmgrenze, erscheint als

Vorwarnstufe ein gelbes Ohr. Ist

die Lärmgrenze erreicht, leuchten

ein rotes Ohr und der Schriftzug

„ACHTUNG“ auf.

Das Lärmohr gibt einen Anreiz, mit

Lärm bewusst umzugehen und

sich zu bemühen, den Geräuschpegel

zu dämpfen, ohne dass

jedoch der Spieleifer darunter leiden

muss oder der Spaß am Spiel

verloren geht.

Die Unfallkasse verleiht kostenlos

Lärmohre für vier Wochen an interessierte

Kindertagesstätten und

Grundschulen.

5.2.7.4

IMPULS Test: Eine praxis-orientierte

Analysemethode der

Arbeitsbedingungen

Die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit

einer Organisation hängt

insbesondere von der Leistungsbereitschaft,

Motivation und Arbeitszufriedenheit

ihrer Mitarbeiter

ab. Dieser Zusammenhang wird

gerade dort deutlich, wo Arbeitsbedingungen

starken Veränderungen

unterliegen. Viele Unternehmen

und Institutionen unterliegen

diesem Wandel und sind deshalb

bemüht, Wohlbefinden und Gesundheit

ihrer Beschäftigten zu

erhalten oder zu verbessern, um

den Strukturwandel erfolgreich zu

bestehen.

Arbeit dient nicht ausschließlich

dem Lebensunterhalt. Vielmehr

wünschen wir uns auch Anerkennung,

Erfolge und ein positives

Miteinander bei der Arbeit.

Es liegt auf der Hand, dass diese

Interessen - auf der einen Seite

das erfolgreiche Unternehmen, auf

der anderen Seite die motivierten

und zufriedenen Mitarbeiter - sich

nicht ausschließen, sondern vielmehr

ergänzen und gegenseitig

befördern. Unternehmenserfolg,

Arbeitszufriedenheit, Motivation

und Gesundheit hängen unmittelbar

von den Arbeitsbedingungen

ab. Dieser Zusammenhang lässt

sich in Projekten des betrieblichen

Gesundheitsmanagements nutzen.

Die Analyse der Arbeitsbedingungen

ermöglicht, die störenden

Einflüsse auf Motivation, Arbeitszufriedenheit

und damit mittelbar auf

die Gesundheit innerhalb einer Organisation

zu erkennen und

Interventionsmaßnahmen zur Verbesserung

der Situation abzuleiten.

Diese störenden Einflüsse

(Stressoren) haben gemeinhin zur

Folge, dass die Belastungen aus

der täglichen Arbeit als Stress

empfunden werden, dessen Aus-

22


5. Prävention

prägung, Empfindung und Folgen

zudem individuell sehr differenziert

sein können. Stressoren können

unterschiedlichster Natur sein. Sie

reichen von einer mengenmäßigen

Überbelastung über Eintönigkeit,

inhaltliche Über-, Unterforderung

bis hin zu negativen Arbeitsumgebungsbedingungen

wie z. B. störender

Lärm, schlechtes Raumklima

oder mangelhafte Arbeitsmittel.

Das persönliche Stressempfinden

und dessen Folgen sind abhängig

von der individuellen Disposition

der betroffenen Person. Kurz gesagt:

Eine vergleichbare Belastung

wird in ihrer Wirkung von Menschen

durchaus sehr unterschiedlich

beurteilt. Dies ist abhängig von

den persönlichen Ressourcen, der

Fähigkeit mit Stressoren umzugehen,

sie zu mildern oder auszugleichen.

Dies kann soweit gehen,

dass eine Arbeitssituation von der

einen Person als positiv und anregend

oder einer anderen Person

als negativ und hemmend empfunden

wird.

An dieser Stelle stellt sich die

Frage, wie bei einer solchen Komplexität

der Einflussgrößen und

Wechselwirkungen, bestehend aus

äußeren und individuellen Faktoren,

mit vertretbarem Aufwand eine

Analyse in der Praxis durchgeführt

werden kann.

Im Rahmen eines Projektes zum

betrieblichen Gesundheitsmanagement,

das in einem Mitgliedsunternehmen

der Unfallkasse Bremen

durchgeführt und von der Unfallkasse

personell und finanziell

gefördert wurde, kam der sogenannte

IMPULS Test zum Einsatz.

Bei diesem Test handelt es sich um

eine wissenschaftlich entwickelte

und evaluierte Methode zur

Analyse der Arbeitsbedingungen,

die darauf abzielt, Stressoren zu

identifizieren und die individuellen

Ressourcen der Betroffenen zu

erkennen. Auf Basis dieser

Ergebnisse der Ist-Analyse lassen

sich auf einfache Weise in einer

anschließenden Feinanalyse notwendige

Interventionsmaßnahmen

ableiten. Darüber hinaus genügt

dieses Verfahren den Anforderungen,

die an die Ermittlung psychischer

Belastungen im Rahmen der

Beurteilung der Arbeitsbedingungen

gemäß der §§ 5 und 6 Arbeitsschutzgesetz

gestellt werden.

Der IMPULS Test ist ein arbeitspsychologischer

Fragebogen basierend

auf 26 Fragen, deren Antworten

die individuelle Bewertung

der Arbeitssituation anhand von elf

empirisch ermittelten Kenngrößen

ermöglicht:

1. Handlungsspielraum

2. Vielseitiges Arbeiten

3. Ganzheitliches Arbeiten

4. Soziale Rückendeckung

5. Zusammenarbeit

6. Passende inhaltliche Arbeitsanforderungen

7. Passende mengenmäßige

Arbeit

8. Passende Arbeitsabläufe

9. Passende Arbeitsumgebung

(Klima, Licht, Arbeitsmittel

usw.)

10. Information und Mitsprache

11. Entwicklungsmöglichkeiten

Diese werden im Rahmen einer

Befragung anonym von den

Beschäftigten individuell mit einer

Zahl von 1 (trifft gar nicht zu) bis 5

(trifft völlig zu), der sogenannten

Impulszahl, bewertet. Nach der

Bewertung der eigenen Arbeitssituation

notiert man sich die

„gewünschte“ Bewertung.

Anschließend werden die Werte

der Beurteilung und die gewünschten

Werte des Sollzustandes in ein

Diagramm, den „IMPULS-Stern“,

übertragen. Die Punkte werden zu

einer Fläche verbunden. Diese

Darstellungsform ist bewusst plakativ

gewählt. Sie ermöglicht ein

schnelles Erkennen von Bereichen,

in denen Handlungsbedarf

besteht.

Wie sind die Kennwerte zu interpretieren?

Wie kann Handlungsbedarf

erkannt werden?

Dabei hilft das HEP-Ampelmodell:

H

Werte unter 2,5:

Es liegen Stressfaktoren vor. Hier

ist dringender Handlungsbedarf

gegeben.

23


5. Prävention

E

Werte von 2,5 bis 3,5:

Handlungsspielraum

Hier handelt es sich um Entwicklungspotentiale.

Es ist erforderlich,

Stress vermindernde Maßnahmen

einzusetzen. Auf vorhandene

Ressourcen kann aufgebaut

werden.

P

Werte über 3,5:

Information,

Mitsprache

Ganzheitlichkeit

Entwicklungsmöglichkeiten

Vielseitigkeit

der Arbeit

Hinter diesen Werten können Ressourcen

gesehen werden. Dennoch

gilt es, diese Ressourcen zu

pflegen und zu erhalten.

Arbeitsumgebung

Soziale

Rückendeckung

Die Abbildung soll dies verdeutlichen.

Die rote Fläche zeigt die Ergebnisse

der Beurteilung der Ist-

Situation. Die grüne Fläche zeigt

den Sollzustand, wie er von den

Beschäftigten gewünscht wird.

Überall dort, wo bei der Bewertung

des Ist-Zustandes Werte kleiner

2,5 ermittelt wurden, besteht

Handlungsbedarf. In diesem Beispiel

bei der Ganzheitlichkeit der

Aufgabenbearbeitung, der sozialen

Rückendeckung und der Zusammenarbeit.

Darüber hinaus ist erkennbar,

dass zwischen den Istwerten

und den Sollwerten zum

Teil erhebliche Differenzen bestehen.

Insgesamt zeigt dieses Beispiel

eine Situation, bei der vornehmlich

das Miteinander gestört ist, aber

auch die Beschäftigen zu mehr

Verantwortung bereit sind und großes

Entwicklungspotenzial für das

Unternehmen und die Beschäftigten

existiert. Im Grunde eine

zunächst nicht zufriedenstellende,

dennoch verheißungsvolle und

chancenreiche Situation.

Das beschriebene Verfahren lässt

sich auf beliebige Betriebsgrößen

anwenden, ist wenig aufwendig

Passende

Arbeitsabläufe

Einschätzung der Ist-Situation

Passende

Arbeitsmenge

und bietet dennoch sehr schnell

eine Abschätzung des Handlungsbedarfs.

Darüber hinaus lässt es

sich während der oder nach durchgeführten

Interventionsmaßnahmen

als Instrument der Wirksamkeitsbeurteilung

nutzen.

Dies bestätigen auch unsere Erfahrungen

aus der praktischen

Anwendung. Der große Nutzen

dieser Methode besteht in der

Anwenderfreundlichkeit, der augenfälligen

Darstellung und der

damit verbundenen Eindeutigkeit

bei der Identifizierung von Handlungsfeldern

sowie deren Priorisierung.

Passende inhaltliche

Anforderungen

Zusammenarbeit

Wunschwert, Sollzustand

In größeren Einrichtungen lassen

sich mithilfe dieses Tests auch sehr

gut die Beziehungen von Unternehmensteilen

zueinander und

deren Stellung im Gesamtzusammenhang

ermitteln.

Insgesamt zeigen unsere bisherigen

Erfahrungen, dass der Einsatz

des aufgezeigten Verfahrens eine

gute Möglichkeit darstellt, eine von

der Betriebsart unabhängige Methode

einzusetzen, die eine wirksame

Präventionsarbeit in den

Betrieben, die Steigerung deren

Produktivität und Qualität sowie

die Gesundheit und das Wohlbefinden

der Beschäftigten unterstützt

und fördert.

24


6.

Unfälle

6.1

Unfallstatistik

6.1.1

Allgemeine Unfallversicherung

2003 2004 2005 2006

Summe aller angezeigten Unfälle 3.687 3.542 3.057 2.837

Abgaben 481 602 136 339

nicht meldepflichtige Unfälle 2.015 1.775 1.807 1.725

meldepflichtige Unfälle 1.191 1.165 1.114 773

davon:

Arbeitsunfälle 880 893 775 518

Wegeunfälle 311 272 249 230

Berufskrankheiten 104 91 90 25

Arbeitsunfälle mit Todesfolge - - - -

Wegeunfälle mit Todesfolge 2 - 1 -

Berufskrankheiten mit Todesfolge - - 2 -

6.1.2

Schülerunfallversicherung

2003 2004 2005 2006

Summe aller angezeigten Unfälle 14.448 14.427 14.578 13.653

davon:

Abgaben 287 276 662 510

Schulunfälle 12.794 12.969 12.707 11.917

Wegeunfälle 1.367 1.182 1.209 1.226

davon mit Todesfolge:

Schulunfälle - - - -

Wegeunfälle 2 - - -

25


6. Versicherungsfälle

6.1.3

Aus dem Berufskrankheitengeschehen

Im Jahre 1980 wurde der Unfallkasse

Bremen mitgeteilt, dass bei

einer Versicherten der Verdacht

auf eine Hepatitis-B-Infektion nach

der BK-Nummer 3101 Berufskrankheitenverordnung

(BKV) besteht.

Die Versicherte war sechs Jahre

auf der Hepatitisstation als Krankenschwester

tätig.

Nach einem Entlassungsbericht

über die stationäre Behandlung sei

die Hepatitis-B-Infektion 1980 ausgeheilt

gewesen.

Es erfolgten keine weiteren Behandlungen.

Die Hepatitis-B-Infektion wurde als

Berufskrankheit ohne Minderung

der Erwerbsunfähigkeit anerkannt.

Im Jahre 2002 teilte der Betriebsarzt

der Unfallkasse Bremen mit,

dass bei der Versicherten Lebertumore

festgestellt wurden, möglicherweise

als Folge der 1980 gemeldeten

Hepatitis-B-Erkrankung

und somit eine berufsbedingte

Erkrankung. Daraufhin wurden

Ermittlungen eingeleitet.

Am 18.08.2002 verstarb die Versicherte.

Es wurde ein Gutachten nach

Aktenlage vergeben. In dem

Gutachten wurde festgestellt, dass

man davon ausgehen kann, dass

bei der Versicherten keine

Ausheilung der Hepatitis vorgelegen

hat.

Der Autopsiebericht ergab, dass

die Versicherte an den Folgen

einer chronischen Hepatitis-B-Infektion

mit Leberzirrhose starb.

2002 ergingen Bescheide über

Rente auf unbestimmte Zeit (rückwirkend),

über Witwenrente, Sterbegeld

und Waisenrente an den

Witwer und an die Waisen.

Am 11.03.2003 teilte uns die Tochter

der Verstorbenen mit, dass bei

ihr eine Hepatitis-B-Infektion festgestellt

wurde.

Es ist davon auszugehen, dass sie

sich damals während der Schwangerschaft

bzw. der Geburt bei ihrer

Mutter angesteckt hat. Die Geburt

erfolgte im Jahre 1980.

Kurz nach der Geburt der Tochter

wurde der Verstorbenen die

Hepatitis-B-Infektion nachgewiesen.

Die Berufskrankheit wurde am

21.02.2006 mit einem Bescheid

nach § 12 SGB VII (Versicherungsfall

einer Leibesfrucht) anerkannt.

Die Folgen der Hepatitis-B-Erkrankungen

liegen zurzeit in rentenberechtigtem

Grade vor.

Alle Kosten der stationären Behandlungen

aufgrund der anerkannten

Berufskrankheiten werden

durch die Unfallkasse getragen.

26


6. Unfälle

6.2

Renten

6.2.1

Rentenbestand im Dezember

Allgemeine - UV

Schüler - UV

2004 2005 2006 2004 2005 2006

Rentenberechtigte 594 592 583 201 202 203

davon:

Verletztenrenten 534 531 523 201 202 203

Witwen-, Witwerrenten 49 51 52 - - -

Waisenrenten 11 10 8 - - -

6.2.2

Die Höhe der Rente richtet sich

nach der durch den Unfall bedingten

Minderung der Erwerbsfähigkeit

(MdE) und der Höhe des

Jahresarbeitsverdienstes.

Versicherte

unter 6 Jahren

Versicherte

unter 15 Jahren

Versicherte

unter 18 Jahren

Versicherte

ab 18 Jahren

Jahresarbeitsverdienst

2005


2006


Die Verletztenrente

daraus betrug 2006

zum Beispiel

MdE

100 v. H.

mtl. €

MdE

20 v. H.

mtl. €

7.245,00 * 7.350,00 * 408,33 81,67

9.660,00 * 9.800,00 * 544,44 108,89

11.592,00 * 11.760,00 * 653,33 130,67

17.388,00 * 17.640,00 * 980,00 196,00

bis höchstens 72.000,00 ** 72.000,00 ** 4.000,00 800,00

* Mindestjahresarbeitsverdienst

gem. § 85 Absatz 1 SGB VII

und Jahresarbeitsverdienst für

Kinder gemäß § 86 SGB VII.

**

Höchstjahresarbeitsverdienst

gem. § 85 Absatz 2 SGB VII in

Verbindung mit der Satzung

der Unfallkasse Freie Hansestadt

Bremen.

27


7. Haushaltsführung

7.1

Einnahmen

7.1.1

Allgemeine Unfallversicherung

Der Haushaltsplan für das Jahr

2006 wurde vom Vorstand in der

Sitzung am 14. Oktober 2005 aufgestellt

und von der Vertreterversammlung

am 18. November 2005

festgestellt.

Die Buchführung erfolgt nach der

Verordnung über den Zahlungsverkehr,

die Buchführung und die

Rechnungslegung in der Sozialversicherung

(SVRV) vom 15. Juli

1999 (BGBl. I S. 1627) sowie der

Allgemeinen Verwaltungsvorschrift

über das Rechnungswesen

in der Sozialversicherung

(SRVwV) vom 15. Juli 1999,

Beilage zum Bundesanzeiger Nr.

145 a vom 06.08.1999.

Nach Abschluss eines Rechnungsjahres

erfolgt die Prüfung

der Jahresrechnung durch von

dem Vorstand bestimmte Revisoren,

die das Ergebnis dem

Vorstand vorlegen.

Mit der Prüfung der Jahresrechnung

wurde der Prüfungs- und

Beratungsdienst des Bundesverbandes

der Unfallkassen e.V.,

München, beauftragt.

Der Vorstand hat die Jahresrechnung

2005 und den Prüfbericht an

die Vertreterversammlung weitergeleitet.

Diese beschloss am

30. Juni 2006 die Entlastung des

Vorstandes und des Geschäftsführers.

Beiträge und Gebühren

Beiträge und Gebühren

2005


2006


Beiträge von Gemeinden und sonstigen 5.200.000,00 5.000.000,08

öffentlich-rechtlichen Körperschaften

Verzugszinsen, Säumniszuschläge 3.204,00 0,00

Vermögenserträge und sonstige Einnahmen

2005


2006


Beiträge von Gemeinden und sonstigen 5.703.225,30 5.698.800,36

öffentlich-rechtlichen Körperschaften

Beiträge für Hausangestellte 352.473,67 311.151,57

Sonstige Beitragseingänge 1.212.239,92 541.090,00

Verzugszinsen, Säumniszuschläge 672,50 1.252,50

Vermögenserträge und sonstige Einnahmen

Umlagewirksame Vermögenserträge 64.084,69 82.587,22

(Zinsen)

Sonstige Erträge 3.987,18 4.962,30

Einnahmen aus öffentlichen Mitteln 21.013,05 23.940,11

Einnahmen aus Ersatzansprüchen 293.955,42 253.673,91

Übrige Einnahmen 25,42 12,19

Entnahme aus den Betriebsmitteln 0,00 0,00

Zusammen 7.651.677,15 6.917.470,16

7.1.2

Schülerunfallversicherung

Umlagewirksame Vermögenserträge 64.084,69 82.587,22

(Zinsen)

Sonstige Erträge 3.987,18 4.962,29

Einnahmen aus Ersatzansprüchen 295.305,21 240.832,05

Entnahme aus den Betriebsmitteln 0,00 0,00

Übrige Einnahmen 6,08 113,84

Zusammen 5.566.587,16 5.328.495,48

28


7. Haushaltsführung

7.1.3

Erläuterungen zu den

Einnahmen

7.1.3.1

Beiträge und Gebühren

Allgemeine Unfallversicherung

Der Finanzbedarf der Unfallkasse

wird durch jährliche Beiträge der

Mitglieder gedeckt.

Die Mitglieder werden nach der

Summe aller Arbeitsentgelte ihrer

Beschäftigten zur Beitragsleistung

herangezogen.

Für Hausangestellte in Privathaushaltungen

wird ein von der

Vertreterversammlung festgesetzter

einheitlicher Beitrag erhoben.

Im Berichtsjahr wurde rückwirkend

für 2005 ein Beitrag von 40,00 € je

Hausangestellte/n erhoben.

Schülerunfallversicherung

Der Finanzbedarf der Schülerunfallversicherung

wird in Höhe von

10 v. H. durch die Freie Hansestadt

Bremen getragen. Die

Stadtgemeinden Bremen und

Bremerhaven werden im Verhältnis

ihrer Einwohnerzahl zum

Beitrag herangezogen.

7.1.3.2

Vermögenserträge und sonstige Einnahmen

Nach den Beiträgen der Mitglieder

sind Einkünfte aus Regressansprüchen

die wichtigste Einnahmequelle.

Im Berichtsjahr betrug die Einnahme

aus Schadensersatzansprüchen

insgesamt 494.505,96 €.

Hierauf entfallen auf den Bereich

der Allgemeinen Unfallversicherung

253.673,91 € und auf

die Schülerunfallversicherung

240.832,05 €.

Regressansprüche entstehen,

wenn ein Versicherter einen Arbeits-

oder Wegeunfall erlitten und

deshalb Leistungen von der Unfallkasse

erhalten hat, aber ein

Dritter für diesen Unfall haftet.

Dann gehen die Schadensersatzansprüche

des Versicherten gegenüber

dem Dritten bis zur Höhe

der von der gesetzlichen Unfallversicherung

erbrachten Leistungen

auf die Unfallkasse über.

Hier ein Beispiel aus der Praxis:

Bei uns sind unter anderem die

Verkehrsüberwacherinnen des

Stadtamtes Bremen bei der Ausübung

ihrer Tätigkeit gesetzlich

unfallversichert.

Er kam aus einem Café und ging

auf die Verkehrsüberwacherin zu,

um sie zur Rede zu stellen. Es kam

zu einem Wortgefecht, bei dem

der Halter des Fahrzeugs abschließend

wutentbrannt in sein Fahrzeug

stieg, den Motor startete und

mit quietschenden Reifen auf die

Verkehrsüberwacherin zufuhr.

Diese konnte sich nur durch einen

Sprung zur Seite retten, um nicht

von dem PKW angefahren zu werden.

Hierbei stürzte sie allerdings.

Der Fahrzeughalter flüchtete anschließend.

Die Verkehrsüberwacherin erlitt

durch den Sturz erhebliche

Prellungen am ganzen Körper und

einen psychischen Schock, sodass

sie über neun Wochen arbeitsunfähig

gewesen ist.

Dadurch, dass die Verkehrsüberwacherin

bereits das Kennzeichen

des PKWs notiert hatte, war der

Verursacher leicht zu ermitteln.

Mittlerweile hat der Halter des

Fahrzeugs sein Verschulden anerkannt

und zahlt den Schaden

durch monatliche Raten ab.

Tätliche Übergriffe auf diesen

Versichertenkreis haben in den

letzten Jahren erheblich zugenommen.

Im Februar 2006 wollte eine

Verkehrsüberwacherin einen PKW

aufschreiben, der auf einem

Seitenstreifen parkte und dessen

Parkscheibe mittlerweile abgelaufen

war. Dies sah der Halter des

Fahrzeugs.

29


7. Haushaltsführung

7.2

Ausgaben der Allgemeinen Unfallversicherung

Leistungen

2005


2006


Ambulante Heilbehandlung 706.002,84 901.887,53

Zahnersatz 18.719,37 23.136,31

Stationäre Behandlung und häusliche Krankenpflege 583.459,30 445.935,72

Verletztengeld und besondere Unterstützung 206.536,89 348.861,09

Sonstige Heilbehandlungskosten 204.683,51 253.813,85

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben 30.400,20 60.671,50

Renten an Versicherte und Hinterbliebene 3.004.662,26 2.933.018,98

Beihilfen an Hinterbliebene 0,00 0,00

Abfindungen an Versicherte und Hinterbliebene 10.243,35 139.899,99

Sterbegeld und Überführungskosten 16.560,00 12.540,00

Mehrleistungen und Aufwendungsersatz 51.036,92 49.866,98

Prävention 342.810,16 332.255,29

5.175.114,80 5.501.887,24

Vermögensaufwendungen und sonstige Ausgaben

Sonstige Aufwendungen 1.230.221,55 546.215,86

Zuführungen zu den Betriebsmitteln und der Rücklage 476.485,61 112.271,19

1.706.707,16 658.487,05

Persönliche und sächliche Verwaltungskosten

Persönliche Verwaltungskosten 489.356,11 508.871,00

Sächliche Verwaltungskosten 114.388,06 105.142,60

Aufwendungen für die Selbstverwaltung 21.141,06 19.392,31

Vergütung an Andere für Verwaltungsarbeiten 59.785,01 57.260,42

684.670,24 690.666,33

Verfahrenskosten

Kosten der Rechtsverfolgung 36.784,25 13.808,65

Kosten der Unfalluntersuchungen und der Feststellung der

Entschädigungen 48.400,70 52.580,91

Vergütungen für die Auszahlung von Renten 0,00 39,98

85.184,95 66.429,54

Zusammen 7.651.677,15 6.917.470,16

30


7. Haushaltsführung

7.3

Ausgaben der Schülerunfallversicherung

Leistungen

Ambulante Heilbehandlung 1.305.647,05 1.263.554,13

Zahnersatz 55.542,36 72.714,66

Stationäre Behandlung und häusliche Krankenpflege 654.134,49 823.238,27

Verletztengeld und besondere Unterstützung 19.771,13 24.408,47

Sonstige Heilbehandlungskosten 365.677,39 374.431,35

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben 37.864,00 46.536,04

Renten an Versicherte und Hinterbliebene 813.221,65 807.160,83

Beihilfen an Hinterbliebene 0,00 0,00

Abfindungen an Versicherte und Hinterbliebene 1.779,16 2.915,30

Sterbegeld und Überführungskosten - 4.218,00 0,00

Mehrleistungen und Aufwendungsersatz 0,00 0,00

Prävention 514.215,21 498.382,97

2005


2006


3.763.634,44 3.913.342,02

Vermögensaufwendungen und sonstige Ausgaben

Sonstige Aufwendungen 1.374,31 4.357,76

Zuführungen zu den Betriebsmitteln und der Rücklage 765.448,57 368.607,82

766.822,88 372.965,58

Persönliche und sächliche Verwaltungskosten

Persönliche Verwaltungskosten 734.034,19 763.306,47

Sächliche Verwaltungskosten 171.582,07 157.713,93

Aufwendungen für die Selbstverwaltung 31.711,60 29.088,46

Vergütung an Andere für Verwaltungsarbeiten 72.772,73 67.991,82

1.010.100,59 1.018.100,68

Verfahrenskosten

Kosten der Rechtsverfolgung 3.841,44 772,50

Kosten der Unfalluntersuchungen und der Feststellung der

Entschädigungen 22.187,81 23.254,72

Vergütungen für die Auszahlung von Renten 0,00 59,98

26.029,25 24.087,20

Zusammen 5.566.587,16 5.328.495,48

31


7. Haushaltsführung

7.4

Erläuterungen zu

den Ausgaben

Leistungen

In den Kosten der Prävention sind

die Personal- und Sachkosten der

Präventionsabteilung enthalten.

Persönliche und sächliche

Verwaltungskosten

Zwischen der Allgemeinen Unfallversicherung

und der Schülerunfallversicherung

erfolgte die

Aufteilung der nicht ausscheidbaren

Kosten im Verhältnis 40 : 60

laut Empfehlung des Bundesverbandes

der Unfallkassen e.V.

(BUK).

7.5

Darstellung der

Gesamtausgaben

Das Schaubild zeigt die Ausgaben

in den einzelnen Kontenbereichen.

Im Rahmen dieser Darstellung

werden die unter Kontengruppe

67 „Zuführung zu den Betriebsmitteln

und der Rücklage“ gebuchten

Beträge nicht berücksichtigt.

Gesamtausgaben 2006

11.765.086,63 Euro

Verfahrenskosten

90.516,74 Euro

0,77 %

Sonstige Aufwendungen

550.573,62 Euro

4,68 %

Verwaltungskosten

1.708.767,01 Euro

14,52 %

Heilbehandlungskosten

4.531.981,38 Euro

38,52 %

Renten und Geldleistungen

3.945.402,08 Euro

33,54 %

Prävention

830.638,26 Euro

7,06 %

Berufsfördernde

Leistungen

107.207,54 Euro

0,91 %

32


8.

Mitgliedschaften

8.1

Bundesverband der Unfallkassen e.V. (BUK),

München

Die Unfallkasse ist Mitglied des

Bundesverbandes der Unfallkassen

e.V. (BUK), München, des

Landesverbandes Nordwestdeutschland

der gewerblichen

Berufsgenossenschaften, Hannover,

des Berufsgenossenschaftlichen

Vereins für Heilbehandlung

Hamburg e.V. und

des Vereins für Berufsgenossenschaftliche

Heilbehandlung Bremen

e.V.

Außerdem hat der Verband einen

Sitz im Beirat des Neurologischen

Rehabilitationszentrums für Kinder

und Jugendliche, Friedehorst,

Bremen.

8.1.1

Mitgliederversammlung - Delegierte -

Versichertenvertreter

Zager, Jörg, Bremerhaven

Stellvertreter

Wittfoth, Uve, Bremen

8.1.2

Vorstand

Arbeitgebervertreter

Godehus-Meyer, Gerhard, Bremen

Stellvertreter

Jacobsen, Frank, Bremerhaven

Otersen, Günther, Bremen

stellvertretendes Mitglied des Vorstands als Versichertenvertreter

Lau, Artur, Bremen

8.2

Landesverband der gewerblichen

Berufsgenossenschaften

Mitgliederversammlung - Delegierte -

Versichertenvertreter

Lau, Artur, Bremen

Stellvertreter

Zager, Jörg, Bremerhaven

Wittfoth, Uve, Bremen

Arbeitgebervertreter

Schmidt, Uwe, Bremen

Stellvertreter

Godehus-Meyer, Gerhard, Bremen

Jacobsen, Frank, Bremerhaven

33


8. Mitgliedschaften

8.3

Berufsgenossenschaftlicher Verein für

Heilbehandlung Hamburg e.V.

Mitgliederversammlung - Delegierte -

Versichertenvertreter

Lau, Artur, Bremen

Stellvertreter

Zager, Jörg, Bremerhaven

Wittfoth, Uve, Bremen

Arbeitgebervertreter

Schmidt, Uwe, Bremen

Stellvertreter

Jacobsen, Frank, Bremerhaven

Otersen, Günther, Bremen

8.4

Verein für Berufsgenossenschaftliche

Heilbehandlung Bremen e.V.

Mitgliederversammlung - Delegierte -

Versichertenvertreter

Lau, Artur, Bremen

Stellvertreter

Zager, Jörg, Bremerhaven

Arbeitgebervertreter

Godehus-Meyer, Gerhard, Bremen

Stellvertreter

Schmidt, Uwe, Bremen

8.5

Kooperation Bremen / Niedersachsen der Unfallversicherungsträger

der öffentlichen Hand

Am 14.01.2005 schloss die Unfallkasse

mit dem Gemeinde-Unfallversicherungsverband

Oldenburg

eine Kooperationsvereinbarung

mit dem Willen, in allen Arbeitsbereichen

wie Selbstverwaltung,

Allgemeine Verwaltung, Prävention,

Leistung und Öffentlichkeitsarbeit

zusammenzuarbeiten.

Dieser Vereinbarung traten am

12.10.2005 der Braunschweigische

Gemeinde-Unfallversicherungsverband,

der Gemeinde-

Unfallversicherungsverband Hannover

und die Landesunfallkasse

Niedersachsen bei.

Ziel der Kooperation ist es, die

Leistungsfähigkeit und die Wirtschaftlichkeit

und damit die

Zukunftsfähigkeit der Partner zu

erhalten und zu stärken. Die

bewährte Versicherten- und Mitgliedernähe

mit der individuellen,

dienstleistungsorientierten und erfolgreichen

Betreuung und Beratung

in Prävention und Rehabilitation

wird gesichert.

Zahlreiche Treffen der Selbstverwalter,

regelmäßige Veranstaltungen

der Beschäftigten der Kooperationspartner

aus allen Arbeitsbereichen

und gemeinsame Seminare

haben im Berichtszeitraum

stattgefunden.

8.6

Tätigkeiten

8.6.1

Bundesverband der

Unfallkassen e.V. (BUK),

München

Die Delegierten der Unfallkasse

und Herr Lau als Mitglied des

BUK-Vorstands nahmen an der

Mitgliederversammlung des BUK

am 29./30.11.2006 in Münster teil.

Herr Lau nahm außerdem an

mehreren Sitzungen des BUK-

Vorstands sowie des Vorstands

der Bundesarbeitsgemeinschaft

für Rehabilitation (BAR) teil.

8.6.2

Landesverband der gewerblichen

Berufsgenossenschaften

Nordwestdeutschland,

Hannover

Die Delegierten der Unfallkasse

vertraten die Interessen der Unfallkasse

in der Landesverbandsversammlung

am 30./31.10.2006

in Husum.

8.6.3

Berufsgenossenschaftlicher

Verein für Heilbehandlung

Hamburg e.V.

Die Delegierten der Unfallkasse

nahmen an den Mitgliederversammlungen

des Vereins am

13.02.2006 in Bremen und am

23./24.08.2006 in Travemünde

teil.

34


8. Mitgliedschaften

8.6.4

Verein für

Berufsgenossenschaftliche

Heilbehandlung

Bremen e.V.

Die Delegierten der Unfallkasse

nahmen an der Mitgliederversammlung

des Vereins am

08.12.2006 in Bremen teil.

Bei den unter 8.6.1 bis 8.6.4

genannten Tagungen handelte es

sich um Arbeitstagungen, bei

denen u. a. die Entgegennahme

des Jahresberichts und des Rechnungsprüfungsberichts

sowie die

Abnahme der Jahresrechnung für

das Vorjahr mit Entlastung des

Gesamtvorstands und des Geschäftsführers

der jeweiligen Einrichtung

behandelt wurden.

8.6.5

Neurologisches

Rehabilitationszentrum für

Kinder und Jugendliche,

Friedehorst, Bremen

Der Geschäftsführer der Unfallkasse

ist Vorsitzender des Beirats

der Einrichtung und leitete im

Jahre 2006 zwei Sitzungen.

8.6.6

Geschäftsführerkonferenz

Im Berichtsjahr nahm der Geschäftsführer

an vier Geschäftsführerkonferenzen

des BUK teil.

Die Konferenzen dienten neben

einem Organisations- und Erfahrungsaustausch

hauptsächlich der

Unterrichtung der Mitglieder über

den neuesten Stand der Gesetzgebung

und Rechtsprechung.

Bremen, im Mai 2007

Gerhard Godehus-Meyer

Vorsitzender des Vorstands

Lothar Jackwerth

Geschäftsführer

35


Anhang

Vermögensaufstellung

Inventar 2005 2006

Das Vermögen betrug am 01. Januar 234.138,25 € 245.298,06 €

Inventar wurde im Berichtsjahr angeschafft

in Höhe von + 87.916,27 € + 14.051,17 €

Abgeschrieben wurden im Berichtsjahr - 76.756,46 € - 95.347,83 €

Das Vermögen betrug am 31. Dezember 245.298,06 € 164.001,40 €

Außenstände

Am Jahresende waren Außenstände in Höhe

von 413.253,41 € zu verzeichnen, die sich wie

folgt zusammensetzen:

1. 2005 2006

Forderungen gegen Dritte (z. B. § 105 SGB X)

Allgemeine Unfallversicherung 84.145,12 € 61.420,47 €

Schülerunfallversicherung 135.420,15 € 109.429,38 €

2.

Regressforderungen (z. B. § 116 SGB X und § 110 SGB VII)

Allgemeine Unfallversicherung 155.665,08 € 124.405,13 €

Schülerunfallversicherung 155.809,24 € 117.998,43 €

Langfristige Vermögensanlagen

Grundstücke und Gebäude für

die Verwaltung

Das Verwaltungsgebäude der

Unfallkasse in der Walsroder

Straße 12-14, 28215 Bremen,

stellt eine langfristige Vermögensanlage

in Höhe von 475.435,12 €

dar.

Grundpfandrechte an sonstigen

Grundstücken

Bundesverband der

Unfallkassen e.V. (BUK)

Dem BUK wurde im Jahre 1989

zur Errichtung des Verwaltungsgebäudes

ein Darlehen in Höhe

von 127.989,14 € gewährt.

Am 31. Dezember 2006 betrug

die Darlehensforderung noch

102.082,49 €.

Reha-Zentrum Friedehorst

Dem Neurologischen Rehabilitationszentrum

FRIEDEHORST

wurde im Jahre 1998 für die

Finanzierung der Kosten der

Einrichtung einer Station für neurologische

Frührehabilitation ein

Darlehen in Höhe von

153.387,56 € gewährt.

Am 31. Dezember 2006 betrug

die Darlehensforderung noch

113.904,66 €.

Beteiligungen an

Gemeinschaftseinrichtungen

Träger des Berufsgenossenschaftlichen

Unfallkrankenhauses

Hamburg ist der Berufsgenossenschaftliche

Verein für Heilbehandlung

und Berufshilfe Hamburg e.V.

Die Unfallkasse ist seit 1968

Mitglied dieses Vereins mit einer

Beteiligung von 25.564,60 €.

36

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