Einladungsflyer Bericht aus Japan

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Einladungsflyer Bericht aus Japan

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D I E F I L M P R E M I E R E

Donnerstag, 13. Oktober 18 Uhr Immanuel-Kant-Schule Flensburger Str. 10 27570 Bremerhaven


Bericht aus Japan

D i e F i l m p r e m i e r e

Eine Einladung für die Medienwerkstatt der Immanuel-Kant-Schule zum Forum "Bildung für

nachhaltige Entwicklung" (Education for sustainable development) im August 2011 in Tokyo

brachte den Stein ins Rollen. Unsere Arbeit konnten wir so auch in internationalen Kontexten

zur Diskussion stellen. In Anbetracht der Katastrophe vom 11. März 2011, im

Volksmund "Genpatsu Shinsai" genannt, brannten uns aber andere Fragen unter den

Nägeln. Zu dramatisch waren die Folgen des großen Erdbebens, des verheerenden Tsunamis

und der anschließenden Atomkatastrophe in der Provinz Fukushima. Wie geht ein hochindustrialisiertes

und dichtbewohntes Land mit den Folgen dieser Katastrophe um? Bewirkt

eine solche Katastrophe eine neue Sicht auf die nachhaltige Entwicklung und Zukunft eines

Landes? Wie haben sich die Menschen in Japan in dieser schweren Zeit gefühlt?

In Deutschland wirkte die Berichterstattung zu "Genpatsu Shinsai" auf die Atomkatastrophe

reduziert. Doch mehr als 15.000 Menschen verloren ihr Leben in den Fluten des

Tsunamis. Als sich das Meer zurückzog, hinterließ es eine Verwüstung, die dem Müll von

etwa 23 Jahren entspricht. Japan liegt an der Grenze von sich ständig verschiebenden

Kontinentalplatten. Wie organisieren die Japaner ihren Alltag mit dem Wissen, dass eine

derartige Katastrophe sich jederzeit wiederholen kann?

Das kleine Team aus den Schülern Lisa Walther und Marvin Marquard sowie dem Lehrer

Jens Carstensen, wurde von dem Filmemacher Vahid Zamani begleitet. Auf der Suche nach

Antworten auf die obigen Fragen, haben sie sich in Tokyo und der vom Tsunami betroffenen

Stadt Asahi (Präfektur Chiba) umgesehen. So konnten sie sich mit zahlreichen Menschen

über die Ereignisse austauschen und einen unabhängigen Eindruck der Situation gewinnen.

Der entstandene Film dokumentiert diese Erkundungsreise. Dabei konnte die Immanuel-

Kant-Schule auf ein Netz von Kontakten zurückgreifen, die diese anspruchsvolle Arbeit

überhaupt erst möglich machten. Neben dem Schulamt der Stadt Bremerhaven hat ein privater

Spender sich großzügig an den Reisekosten beteiligt. Die Besuche von Asahi mit der

Japanisch-Deutschen Gesellschaft von Chiba, dem Gemeindezentrum der Evangelischen

Kirche Tokyo und dem Erdbeben Simulations Center in Meguru gehörten zu den prägendsten

Eindrücken der Reise. All die Kontakte verdanken wir dem hervorragenden internationalen

Netzwerk von Dr. André Michael Schultz.

Henning Stöcks - Organisator des Forums in Tokyo - übernahm abermals die Aufgabe, einen

Kontakt in die japanische Bildungsorganisation des "Junior United Nation Eco Workshop"

(JUNEC) zu organisieren. Der Leiterin Tomoko Izawa gebührt ein großes Dankeschön für die

Einladung und den damit verbundenen Einblick in die Arbeit von japanischen

Bildungsinstitutionen zum Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Die Bundesvereinigung

Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. förderte den Fachaustausch "Media

Project" in die japanische kulturelle Bildungsszene. Die Senatorin für Bildung des Landes

Bremen unterstützte die medienpädagogische Arbeit. Die beiliegende DVD wurde aus

Mitteln des Programmes "Wohnen in Nachbarschaften" finanziert.

Die 12 Tage in Japan vom 11. bis 22. August waren aufreibend, intensiv, informativ, emotional

und lebendig. Sie haben uns der japanischen Kultur ein Stück näher gebracht. Wir

sind glücklich, diese Erfahrung ermöglicht bekommen zu haben!

Unser Dank gilt den zahlreichen Gesprächspartnern und Unterstützern in Japan!

Jens Carstensen

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