November - Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender

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November - Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender

RfW-BO Amann: Förderung der

betrieblichen Lehre Seite 2

Cybercrime-Report 2012: Kriminalität

im Internet steigt Seite 10/11

Wirtschaft aktiv

RING FREIHEITLICHER WIRTSCHAFTSTREIBENDER Nr. 2/2012

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Ing. Wolfgang Klinger

Erfolgreiche Bilanz des RfW-OÖ


WKÖ Vizepräsident Amann:

”Der Wirtschaftsbund bekleckert sich nicht mit

Ruhm in Sachen zukunftsorientierter Lehrlingspolitik,

denn die Expresslehre ist Gift für das duale

Ausbildungssystem!”

cityfoto - Andreas Maringer

WKÖ Vizepräsident Amann:

Ohne entsprechende Förderung der betrieblichen Lehre ist

es bald vorbei mit den Erfolgen bei World- und Euro Skills!

RfW-Bundesobmann Fritz Amann

gratuliert den jungen Fachkräften

und den ausbildenden Unternehmen,

die solche Ausbildungsergebnisse

und Erfolge wie bei den Euro

Skills 2012 einfahren konnten. Dass

das möglich ist, ist aber nicht das

Verdienst der Lehrlings- und Bildungspolitik

der Regierung. Aber

auch die Wirtschaftskammer, allen

voran die Mehrheitsfraktion Wirtschaftsbund,

"bekleckert" sich -

Stichwort "Express-Lehre" - nicht

gerade mit Ruhm in Sachen zukunftsorientierter

Lehrlingspolitik!

Die WK-Mehrheitsfraktion Wirtschaftsbund

hat dabei zugeschaut,

wie das gute duale Ausbildungssystem

systematisch von SPÖVP in

Salamitaktik finanziell "ausgehungert"

und damit langfristig an die

Wand gefahren wird. "Abschaffung

des Erfolgsmodells Blum Bonus, Abschaffung

des Ausbildungsnachweises

zur Mitte der Lehrzeit auf der einen

Seite, rund 220 Millionen Euro

Steuergeld jährlich für die staatlich

gelenkten Lehrausbildungsstätten

auf der anderen: Damit forciert und

"belohnt" die Regierung eine "Nivellierung

nach unten" geradezu. Auch

die Bildungspolitik von Rot und

Schwarz ist völlig verfehlt, das bestätigen

uns die Pisa-Ergebnisse immer

wieder. Und statt unsere jungen

Menschen in der Pflichtschulausbildung

wirklich rundum fit zu machen

für eine Lehrausbildung, versucht

die Regierung ihr Versagen zu kaschieren,

indem Jugendliche in der

"Scheinwelt" ÜLA (überbetriebliche

Lehrlingsausbildung) "zwischengeparkt"

würden. "Und das nennt man

dann Ausbildungsgarantie!

Dramatisch ist allerdings, dass sich

Präsident Leitl nun auch aktiv an

der "Demontage" der Lehre zu beteiligen

scheint. Die Idee einer einjährigen

Express-Lehre schadet dem

Image der Lehre, sie ist praxisfern

und sie vermittelt auch den Maturanten

ein völlig falsches Bild der

Anforderungen. Maturanten mit

solch einer Express-Lehre werden

keinesfalls Erfolge einfahren - bei

keinem Wettbewerb. Und was noch

dramatischer ist: auch nicht am Arbeitsmarkt.

"Bei den World Skills haben uns die

Koreaner und andere Staaten bereits

überholt. Wenn wir nicht sofort

und rasch alles daran setzen, dass

das duale Ausbildungssystem entsprechend

gefördert und auch finanziert

wird - Stichwort "Blum Bonus

Neu" - und eine entsprechende Qualitätssicherung

im System verankert

wird, ist es auf lange Zeit vorbei mit

Erfolgen bei den World- und Euro

Skills! Das muss auch dem WKÖ

Präsidenten ins Stammbuch geschrieben

werden.

Zukunft sichern:

Qualität der Lehre muss erhalten und

verbessert werden!

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Wirtschaft Aktiv Nov. / 2012


Matthias Krenn:

„2013 muss eine neue Lösung für die Grundbuch-Eintragsgebühr

stehen. Die alte Regel (bei Erbschaft/Schenkung gilt der

Einheits-, bei Kauf der viel höhere Verkehrswert) ist nicht verfassungskonform.

Die „Lösungen“ der ÖVP-Ministerin heißen

„versteckte Erbschaftssteuer“ oder Rechtsunsicherheit.”

Matthias Krenn zur Grundbuch-Eintragungsgebühr:

„Management by ÖVP-Chaos“

2013 muss eine neue Lösung für die

Grundbuch-Eintragsgebühr stehen.

Die alte Regel (bei Erbschaft/Schenkung

gilt der Einheits-, bei Kauf der

viel höhere Verkehrswert) ist nicht

verfassungskonform. Die „Lösungen“

der ÖVP-Ministerin heißen „ver–

steckte Erbschaftssteuer“ oder

Rechtsunsicherheit.

Unsere Lösung: Gebühren vom Verkehrswert

berechnen, aber den Prozentsatz

soweit senken, dass die Kosten

nicht steigen!

Die bisherige Regelung für die

Grundbuch-Eintragsgebühr hob der

Verfassungsgerichtshof (VfGH) auf,

weil er die unterschiedlichen Bemessungsgrundlagen

für verfassungswidrig

hält: Bei Erbschaft oder Schenkung

von Grund und Immobilien gilt

als Berechnungsgrundlage für die Gebühr

der Einheitswert, bei einem

BO WKÖ Vizepräsident Amann ist

überzeugt, dass es dringende Struktur-Reformen

und rasche Steuersenkungen,

vor allem beim Faktor Arbeit,

braucht. Derzeit bestraft die

Rot-Schwarz Regierung Betriebe, die

Arbeitsplätze schaffen, mit enormen

Lohnkosten. Die Devise kann nur

sein: "Runter mit den Steuern, keine

Steuererhöhungen und als erster

Schritt die Eindämmung der kalten

Progression!“

Das aktuelle "Schröpfpaket" schraubt

die Abgabenquote auf 46 Prozent

Kauf wird die Gebühr vom viel höheren

Verkehrswert („Marktwert“) weg

berechnet. Die verfassungskonforme

Lösung, die auch keine zusätzlichen

Kosten bedeutet, heißt: Die Gebühren

sollen generell vom Verkehrswert berechnet

werden, aber der Prozentsatz

von derzeit 1,1 Prozent soweit abgesenkt

werden, dass die Kosten für die

Betroffenen nicht steigen. Das ist eine

ehrliche Lösung! Den Verkehrswert

könnte man über den öffentlich zugänglichen

Preisspiegel ohne Zusatzkosten

ermitteln.

Die ÖVP-Lösung bringt wieder keine

Rechtssicherheit. Zuständig für die

„Reparatur“ der Grundbuch-Eintragsgebühr

ist ÖVP Ministerin Karl.

Ihre erste „Idee“: Großteils sollte der

viel höhere Verkehrswert die Berechnungsbasis

sein. Erben oder „Beschenkte“

würden mindestens zehnmal

so hohe Eintragungsgebühren für

Die Stagnation beim Wirtschaftswachstum ist

ein “Weckruf” für die Regierung!

Wohnungen und Co. zahlen. Statt ein

paar hundert Euro wären nun mehrere

tausend fällig! Jetzt soll es für Erbschaften

und Schenkungen in der engeren

Familie und bei Betriebsübergaben

Ausnahmen geben: Die Grundbucheintragungsgebühr

soll weiter

vom günstigeren Einheitswert weg

berechnet werden.

Aber: Rechtssicherheit sieht anders

aus! Verfassungsexperten betonen,

dass diese Regelung wieder nicht verfassungskonform

ist und der VfGH

sie wieder kippen könnte! Zu

Deutsch: Familien und Betriebe wissen

nicht, ob die Ausnahme-Regelungen

(Berechnung nach dem Einheitswert)

„hält“.

Wenn die ÖVP so weitermacht, heißt

das: Wenn jemand alles, was er hat,

verkauft und das Geld verschenkt

oder vererbt, wären die Begünstigten

besser dran!

hoch, gleichzeitig werden "milliardenschwere"

Reformen einfach nicht

angegangen. Die "Besteuerungsorgien"

der Bundesregierung treffen die

Betriebe dreifach, nämlich als Steuerzahler,

als Arbeitgeber und durch den

Rückgang des privaten Konsums.

"Bereits bei den letzten Kollektivvertragsverhandlungen

haben die Betriebe

geblutet. Richtig abgesahnt

und profitiert hat letztlich nur die Finanzministerin,

nicht die Beschäftigten.

Dass der Konsum der privaten

Haushalte zum zweiten Mal hintereinander

stagniert,

ist daher

kein Wunder

und trifft vor allem

die kleinen

und mittleren

Unternehmen

"in Mark und

Bein". Die Anpassung

der

Steuerprogression an die Teuerungsrate

und eine Steuersenkung sind daher

existentiell für Binnenkonsum,

Wirtschaft und Arbeitsplätze.

Wirtschaft Aktiv Nov. / 2012 3


RfW

RfW Oberösterreich

Pochestraße 3, 4020 Linz

Tel. 0732/774814

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www.rfwooe.at

Der Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) ist

eine starke Gemeinschaft von selbständigen Unternehmern

und Führungskräften aus allen Branchen.

Wir arbeiten aktiv in der Interessenvertretung der

Selbständigen, in der Wirtschaftskammer ebenso wie

in Zusammenarbeit mit der Freiheitlichen Partei

Österreich in den Gemeinderäten, im Landtag und

im Nationalrat.

Wir stehen für freies Unternehmertum und den

Schutz des Privateigentums in einer Marktwirtschaft

mit sozialer Verantwortung.

Leistung muß sich für alle lohnen, sie muß gefördert

und unterstützt werden.

Unser besonderes Anliegen ist die Förderung und

der Schutz der kleinen und mittleren Betriebe. Fairer

und ehrlicher Wettbewerb ist die Grundvoraussetzung

dafür.

Halbzeit: RfW legt Bilanz

Zur Halbzeit der Funktionsperiode

in der oö. Wirtschaftskammer

(2010 – 2015) kann der Ring freiheitlicher

Wirtschaftstreibender

(RfW) eine in jeder Hinsicht positive

Bilanz vorlegen:

80 Prozent der RfW-Anträge im

Wirtschaftsparlament erhielten eine

deutliche Mehrheit bzw. wurden

überhaupt einstimmig angenommen,

darunter z.B. folgende:




Maßnahmen zur

Unterstützung

von Kleinbetrieben

Anheben des Freibetrags zur

Kommunalsteuer

Erhöhung des



Gewinnfreibetrags für KMU

Umweltauflagen müssen

wirtschaftlich vertretbar sein

Fairness für die Gastronomie

Zusätzlich wurden im November

2012 vier weitere Initiativen gestartet:

Prüfung der Kosten neuer

Gesetze für die Wirtschaft

Vereinfachung bei der

sogenannten Mehrfachversicherung

Abschaffung der Bagatell–

steuer – insbesondere der

Lustbarkeitsabgabe

Steuerliche Gleichbehandlung

der Kapitaleinkünfte von

Klein- und Mittelbetrieben

RfW in der Wirtschaftskammer OÖ

2 Mandate im Erweiterten Kammerpräsidium

7 Delegierte zum oö. Wirtschaftsparlament

9 Vertreter in den Spartenkonferenzen

105 Mandate in 66 Innungs- bzw. Gremialausschüssen der einzelnen Branchen

Alle Mandatare und Delegierten des RfW sind ehrenamtlich tätig

und erhalten keine Bezüge aus ihren Funktionen!

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Wirtschaft Aktiv Nov. / 2012


RfW Landesobmann Klinger:

„Es ist Aufgabe des

OÖ. Landtags, deregulierend

tätig zu sein und die

Wirtschaft nach Möglichkeit

zu entlasten”

Wolfgang Klinger:

Lustbarkeitsabgabe streichen -

Wirtschaft entlasten

Antrag im Landtag

„Es ist Aufgabe des OÖ. Landtags,

deregulierend tätig zu sein und die

Wirtschaft nach Möglichkeit zu entlasten“,

so der RfW-Landesobmann

Abg. Ing. Wolfgang Klinger im OÖ.

Landtag.

„Daher der freiheitliche Antrag, das

Lustbarkeitsabgabegesetz aufzuheben.

Denn dieses Gesetz ist die

Grundlage für eine Bagatellsteuer,

die für unnötige Bürokratie sorgt

und insbesondere der Tourismusund

Freizeitwirtschaft zusätzliche

Belastungen aufbürdet“, so Klinger.

„Es ist

weiters eine

Tatsache,

dass in vielen

Gemeinden die Eintreibung der

Lustbarkeitsabgabe dazu führt, dass

den Veranstaltern wiederum eine

entsprechend hohe Förderung gewährt

wird. Diesen Aufwand können

wir uns wirklich sparen!“ so

Klinger.

„Auch die Wirtschaftskammer, die

feststellte, dass bei über 80 Prozent

der Gemeinden der bürokratische

Aufwand bei der Einhebung der

Lustbarkeitsabgabe höher ist als der

Ertrag, verlangt die Aufhebung des

antiquierten Lustbarkeitsabgabegesetzes.

Mit diesem Rückenwind gehen

die Freiheitlichen jetzt in die

kommenden Verhandlungen“, erklärt

Klinger.

Der freiheitliche Antrag wurde im

Landtag dem zuständigen Ausschuss

zur weiteren Beratung zugewiesen.

Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser

Unter dieser Devise ist der Ring freiheitlicher

Wirtschaftstreibender

(RfW) im Kontrollausschuß der

Wirtschaftskammer aktiv.

Hier wird neben der zahlenmäßigen

Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der

Kammerfinanzen insbesondere auch

die Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit

und Zweckmäßigkeit der gesamten

Gebarung geprüft.

Dazu der stv. Obmann des Kontrollausschusses,

Klaus Kurzthaler (RfW-

OÖ): „Sowohl die Landeskammern

selbst als auch alle Fachorganisationen

(Innungen, Gremien ….) inklusive

der ausgegliederten Rechtsträger

werden durch speziell geschulte Experten

penibel durchleuchtet.“

Jährlich erfolgt eine Revision der

Bilanzen und Erfolgsrechnungen an

Ort und Stelle einschließlich der

Einschau in alle Aufzeichnungen

und Geschäftsunterlagen. Dazu

kommt die Prüfung der widmungsgemäßen

Verwendung der Förderbeiträge.

Kurzthaler: „Beanstandete Unregelmäßigkeiten

werden in den meisten

Fällen sofort bereinigt bzw. abgestellt,

jedenfalls wird aber die Kammer

verpflichtet, alle Maßnahmen

zu treffen, um Verstöße gegen die

Gebarungsgrundsätze zu vermeiden.

In besonderen Fällen bzw. bei Gefahr

in Verzug können auch jederzeit

Sonderprüfungen erfolgen.“

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NAbg Themessl: UBS-Studie zeigt Versagen der Bundesregierung

Österreich ist in der Euro-Zone

der große Verlierer!

Allen Propagandalügen zum Trotz

zeigt eine Studie der Schweizer Großbank

UBS, dass Österreich der große

Verlierer der Euroeinführung ist. So

sind laut Studie die Einkommen der

Österreicher in den vergangenen zehn

Jahren quer durch alle sozialen

Schichten zurückgegangen. Besonders

dramatisch ist die Situation

bei den untersten Einkommensschichten,

die bis zu 35 Prozent ihres

ohnehin geringen Einkommens eingebüßt

haben.

Dies zeigt in erschreckendem Ausmaß

das Versagen der Bundesregierung, da

diese keinerlei Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung

gesetzt hat, die laut

dieser UBS-Studie maßgeblich für

die Einkommensverluste der Österreicher

verantwortlich ist.

Den Beleg dafür sieht Themessl darin,

dass etwa Deutschland bei weitem

nicht so betroffen ist wie Österreich.

„Besonders die Sozialdemokratie hat

hier dramatisch versagt, denn die

Hauptbetroffenen dieser hausgemachten

Inflation sind die untersten

Einkommensschichten, betont Themessl.

Der Versuch der Arbeiterkammer,

den Unternehmern diesbezüglich

den schwarzen Peter in die Schuhe zu

schieben, sei absurd.

Österreich hat eine der höchsten Abgabenquoten

in der EU. Das haben

nicht die Unternehmer beschlossen,

sondern die SPÖ-ÖVP-Regierungen.

Themessl verweist darauf, dass bei

Massensteuern immer die untersten

Einkommensschichten am stärksten

betroffen sind. Es ist daher angesichts

dieser erschreckenden Studie höchste

Zeit für die Bundesregierung, ihre

Hochsteuerpolitik zu überdenken und

den Faktor Arbeit deutlich zu entlasten.

Förderung für thermische Gebäudesanierung

Bis zum Jahresende 2012 kann noch um eine Förderung

für Betriebe angesucht werden. Gefördert werden Maßnahmen

zur Verbesserung des Wärmeschutzes für betrieblich

genutzte Gebäude, die älter als 20 Jahre sind.

Beispiele: Dämmung der Außenwände bzw. der obersten

und untersten Geschoßdecke (auch Dach und Kellerboden),

Sanierung bzw. Austausch der Fenster und Außentüren,

Wärmerückgewinnungsanlagen bei Lüftungssystemen.

Energieausweis vor und nach der Sanierung ist notwendig,

wichtig ist auch, dass der Heizwärmebedarf um zumindest

50 % reduziert wird.

Nicht förderbar sind z. B. Innenausbauten oder hinterlüftete

Fassadenschalungen.

Die Förderhöhe kann bis zu 35 % der umweltrelevanten

Kosten betragen, Antragstellung unbedingt vor Baubeginn.

Achtung: Wird im Zuge der thermischen Gebäudesanierung

eine weitere Maßnahme im Bereich Energiesparen

umgesetzt, kann zusätzlich ein Bonus vergeben werden –

es muss aber dafür separat angesucht werden. Beispiele:

Wärmepumpe, LED-Beleuchtung, thermische Solaranlage,

Fernwärmeanschluß usw.

Förderung für thermische Gebäudesanierung

Alle Infos: Serviceteam Thermische Gebäudesanierung

Kommunalkredit Public Consulting GmbH

Türkenstr. 9, 1092 Wien

Tel. 01-31631-712

E-Mail: umwelt@kommunalkredit.at

Webseite: www.umweltfoerderung.at Für Betriebe Energiesparen Thermische Gebäudesanierung

HINWEIS: Auch 2013 wird es eine Förderaktion für thermische Sanierung geben!

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Wirtschaft Aktiv Nov. / 2012


Service

Neuerungen in der Umsatzsteuer

Aufgrund der Anpassungen der EU-

Mehrwertsteuerrichtlinie kommt es

im Bereich der Umsatzsteuer zu Änderungen.

Ab 2013 sind folgende

Neuerungen vorgesehen:

Die langfristige Vermietung von Beförderungsmitteln

(z. B. Autoleasing)

an Private ist am Wohnsitz des

Leasingnehmers steuerpflichtig.

Neu soll auch der „Normalwert“ als

Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer

eingeführt werden, wenn

das Entgelt aus außerbetrieblichen

Motiven vom Normalwert abweicht.

Der Normalwert ist dann nicht der

Einkaufspreis, sondern der Verkaufspreis.

Weitere geplante Änderungen betreffen

die e-Rechnung und die

Rechnungsstellung.

Betreffend grenzüberschreitende

Leistungen wird festgelegt, dass die

Rechnungsausstellung den Vorschriften

des Mitgliedstaates unterliegt,

von dem aus der leistende

Unternehmer sein Unternehmen betreibt.

Anspruchszinsen

Ab 1. Oktober 2012 bis zur Zustellung

des Steuerbescheides 2011 werden

für Einkommen- und Körperschaftsteuernachzahlungen

sogenannte

Anspruchszinsen verrechnet.

Sollte sich aus der Veranlagung ein

Guthaben ergeben, werden die Zinsen

gutgeschrieben. Derzeit beträgt

der Zinssatz 2,38% pro Jahr.

Anspruchszinsen können durch eine

freiwillige Anzahlung in Höhe der

zu erwartenden Steuernachzahlung

vermieden werden. Diese muss unter

der Bezeichnung „E 1-12/2011“

(Einkommensteuer) bzw. „K 1-

12/2011“ (Körperschaftsteuer) auf

das Finanzamtkonto einbezahlt

werden. Anspruchszinsen sind steuerlich

nicht absetzbar – Gutschriften

sind steuerfrei. Erfolgt die Zahlung

über das betriebliche Kontokorrentkonto,

können daraus resultierende

Bankzinsen als Betriebsausgabe

abgesetzt werden.

Immobilien-Ertragssteuer

Es gibt

einen kleinen

Zinsvorteil,

der beachtet werden

sollte. Anspruchszinsen

werden erst ab einer Höhe von EUR

50 festgesetzt. Dadurch ergibt sich

beispielsweise, dass eine Nachzahlung

der Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer

in Höhe von Euro

10.000 bis Anfang Dezember zinsenfrei

bleibt.

ESt, wenn die Verpflichtung mindestens

50 Prozent des Verkehrswertes

beträgt. Die Aufteilung des ehelichen

Gebrauchsvermögens oder

die einvernehmliche Scheidung führen

zu keiner Steuer.

Die neue Immobilienertragsteuer

(ImmoESt) wirft mehr Fragen als

Antworten auf. Das Bundesministerium

hat dazu Antworten veröffentlicht,

wie die neuen Regelungen über

die Versteuerung von Immobilienverkäufen

zu handhaben sind. Geklärt

wird zum Beispiel, wann ein

steuerpflichtiger Veräußerungstatbestand

und wann eine nicht steuerpflichtige

unentgeltliche Übertragung

vorliegt.

So führt eine mit dem Grundstück

übernommene Schuld zur Immo-

Kompliziert wird es bei der Übertragung

von Grundstücken mit Ausgleichsverpflichtung.

Hier gilt als

Grundregel, dass solche Verpflichtungen

unbeachtlich sind, wenn sie

aus dem übertragenen Vermögen

stammen. Genauso sind Erbübereinkommen

unschädlich, wenn bei einem

Barausgleich die nachlassfremden

Mittel den Verkehrswert der aus

dem Nachlass stammenden Mittel

nicht überschreiten. (Quelle VN)

Wirtschaft Aktiv Nov. / 2012 7


Die Seite für Klein- und Mittelbetriebe

RfW: Klein- und Familienbetriebe

unterstützen

Mehr als 240.000 Ein-Personen-

Unternehmen (EPU) und weitere

zehntausende Betriebe, die als nahezu

reine Familienunternehmen geführt

werden – das sind die Fakten.

Fakt ist auch, dass gerade diese Selbständigen

einem immer härter werdenden

Wettbewerb, ständig steigenden

Belastungen und bürokratischen

Hürden ausgesetzt sind. Daher ist es

nötiger denn je, diese Kleinbetriebe

zu unterstützen und ihnen ein ordentliches

Wirtschaften zu ermöglichen.

Der Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender

(RfW) setzt sich seit Jahren

dafür ein. Dabei geht es nicht

darum, großartige Wirtschaftsprogramme

zu entwickeln, die sich oft

nur als reine Ankündigungspolitik

erweisen.

Es geht darum, rasch konkrete

Schritte zu setzen, wie zum Beispiel:

keine automatische Erhöhung

von Steuervorauszahlungen bei

Kleinstbetrieben

wirksame Entlastung von Bürokratie,

z.B. Ausnahmen für

kleinere Betriebe bei gewerberechtlichen

Vorschriften




leistbare Kranken- und Pensionsversicherung,

rasche

finanzielle Hilfe bei Unfällen

Vorsteuerabzug für betrieblich

benötigte PKW / Kombis

günstige Kredite nicht nur für

Neugründungen, sondern

insbesondere für bestehende

Betriebe

Urbefragung der Sozialversicherung – wie geht es weiter?

Bei der von der Sozialversicherungsanstalt

der Selbständigen

(SVA) kürzlich durchgeführten Urbefragung

haben sich rund 120.000

Personen beteiligt (ca. 22 % der

Versicherten).

Jeweils rund 80 % sind für die Beibehaltung

des Selbstbehaltes und

gegen eine Beitragserhöhung sowie

für nach dem Einkommen gestaffelte

Versicherungsbeiträge.

Weitere Punkte: Verbesserung bei

Wochen- und Kinderbetreuungsgeld

und beim Krankengeld.

Weitere Anliegen: Vereinfachung der

Ausnahmen von der Pflichtversicherung

bei geringen Einkünften und

bei der sogenannten Mehrfachversicherung

(also wenn man z.B. bei

SVA und als Unselbständiger gleichzeitig

bei der Gebietskrankenkasse

Beiträge zahlt). Gefordert wird auch

die Senkung der Mindestbeiträge

und verbesserte Hilfe bei Zahlungsschwierigkeiten

(je 25 % der Befragten).

Was davon konkret wirklich umgesetzt

wird, bleibt fraglich, weil es

einerseits um im Parlament zu beschließende

gesetzliche Änderungen

geht, andererseits die Verhandlungen

mit dem Gesundheits- und Sozialministerium

sowie dem Wirtschaftsministerium

noch bevorstehen.

Unterstützung bei längerer Krankheit

Für Selbständige mit weniger als 25

Beschäftigten soll es künftig Krankengeld

geben.

Die vorgesehene Höhe ist rund 28,--

Euro täglich. Anspruch darauf hätte

man aber erst ab dem 43. Tag der

Arbeitsunfähigkeit bis zur Höchstdauer

von 20 Wochen.

Dies wäre zwar ein erster Schritt,

allerdings ist es gerade für Ein-Personen-Unternehmen

kaum möglich,

6 Wochen (42 Tage) Ausfall ohne

existenzbedrohende Einbußen zu

überstehen.

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Wirtschaft Aktiv Nov. / 2012


Die Seite für Klein- und Mittelbetriebe

Förderungen und Kredite für Kleinunternehmen

Haftungen für Mikrokredite

Gefördert werden Maßnahmen zur Sicherung und Verbesserung

der Wettbewerbsfähigkeit durch Haftungsübernahme

für Kredite bis Euro 30.000,--.

Einreichung über die Hausbank vor Durchführung des Vorhabens

(materielle und immaterielle Investitionen, Betriebsmittel).

erp-Kleinkredit

Für Modernisierungs- und Erweiterungsinvestitionen, Aufbau

und Erweiterungen von Dienstleistungen. Bis max. Euro

100.000,--. Einreichung bei einer Treuhandbank des ERP-

Fonds.

Achtung: Hier gelten besondere Richtlinien.

Ansprechpartner WK-OÖ: Förder-Service,

Mag. Gerhard Braun

Email: gerhard.braun@wkooe.at, Tel. 05-90909-3698

Aktionsprogramm Steiermark „Start! Klar“

Für Unternehmensgründung oder Betriebsübernahmen, die

zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen.

Zuschuß für Beratungskosten, Weiterbildung, Büro- und

Geschäftsausstattung, Bau, Maschinen und Anlagen etc.

Einreichung: Steirische Wirtschaftsförderungs-GmbH

www.sfg.at, Email: office@sfg.at, Tel. 0316-7093

Für beide Aktionen:

Info über genaue Richtlinien und Details:

www.awsg.at bzw. unter Tel. 01-50175-100 oder

24h-auskunft@awsg.at

Mikrokredit OÖ

Für Neugründungen oder Erweiterung, Nebeneinkommen

im Rahmen eines Dienstverhältnisses bis max. 20 Wochenstunden

möglich.

Kredit bis max. Euro 12.500,-- für Einzelpersonen, für Personengesellschaften

max. Euro 25.000,--.

Kleingewerbeförderung Vorarlberg

Gefördert werden Erweiterungsinvestitionen, Schaffung von

Arbeitsplätzen.

Erwerb von Fahrzeugen, unbebaute Grundstücke sowie Investitionen

in Büroausstattung sind nicht förderbar.

Einmalzuschuß bis zu 10 % der Nettoinvestition

Kredithöhe Euro 25.000,-- bis Euro 100.000,--

Einreichung vor Inangriffnahme des Projekts über die Hausbank.

Ansprechparnter WK-Vorarlberg: Dr. Heike Müller, Förderservice,

Tel. 05522-305-312, Email: mueller.heike@wko.at

Die wichtigsten Infos zur Sozialversicherung

Ausnahme von der Krankenund

Pensionsversicherung

Bei jährlichen Einkünften bis

4.515,-- und jährlichem Umsatz bis

30.000,-- Antrag bei der Landesstelle

der SVA nötig (ab 60. Lebensjahr

oder während der letzten 5 Jahre

nicht mehr als 12 Monate GSVG

versichert).

WochengeldfürUnternehmerinnen

Ca. 27,-- Euro täglich, wenn gleichzeitig

eine Arbeitskraft mindestens

4 Tage pro Woche oder im Ausmaß

von 20 Wochenstunden zur Entlastung

eingesetzt wird. Die Entlastungskraft

muß eine betriebsfremde

Hilfe sein, nur wenn eine solche

nicht zur Verfügung steht, können

Eltern, Mitarbeiter etc. eingesetzt

werden. 2013 soll eine Erhöhung auf

50 Euro täglich kommen.

Der Eintritt der Schwangerschaft

ist der SVA spätestens am Beginn

des dritten Monats vor der Entbindung

zu melden (ärztliches Zeugnis).

Wichtig: Meldet man die Erwerbstätigkeit

während der Dauer des Wochengelds

ruhend, entfällt die Beitragszahlung

zur Krankenversicherung,

der Versicherungsschutz

bleibt aufrecht (tritt erst im Laufe

des Jahres 2013 in Kraft).

Betriebshilfe

Für Selbständige, die infolge

Krankheit, Unfall oder Schwangerschaft

längere Zeit nicht arbeitsfähig

sind.

Voraussetzung: Arbeitsunfähigkeit

von mehr als 14 Tagen, jährliche Gesamteinkünfte

unter 18.370,--.

Betriebshilfe wird als Sachleistung

gewährt – kostenlose Betriebshelferin.

Wenn ein zusätzlicher Mitarbeiter

eingestellt und vom Unternehmen

bezahlt wird, kann auch eine

Geldleistung (= Zuschuß zum Mehraufwand)

erfolgen – max. 61,-- Euro

pro Tag. Alle Auskünfte: SVA Landesstellen

Befreiung vom Kostenanteil

Bei Sachleistungen der Krankenversicherung

ist grundsätzlich ein

Kostenanteil von 20 % durch den

Versicherten zu zahlen. Versicherte,

die an einem Gesundheitsprogramm

teilnehmen (z.B. SVA Präventionsprogramm

„Selbständig Gesund“)

zahlen nur die Hälfte, also 10 %.

Wenn das monatliche Einkommen

unter Euro 815,-- liegt (bei Ehepaaren

im gemeinsamen Haushalt Euro

1.222,--) kann man sich auf Antrag

vom Kostenanteil befreien lassen.

Pro Kind erhöht sich die Einkommensgrenze

um Euro 126,--.

Wichtig: Auch bei Behandlungen

mit überdurchschnittlichen Kosten

(z.B. Chemotherapie, Dialyse) kann

ein Antrag auf Kostenbefreiung bei

der SVA gestellt werden.

Wirtschaft Aktiv Nov. / 2012 9


Cybercrime

CYBERCRIME - Report Österreich

Betrügereien im Netz steigen weiter an

Der im Oktober 2012 veröffentlichte Cybercrime-Report des Bundeskriminalamtes

zeigt es klar auf:

Die Delikte im Bereich Internetkriminalität stiegen allein im letzten Jahr um rund

15% auf mehr als 5.000, wobei die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher liegt.

Die Hälfte der Tatverdächtigen sind Ausländer, die Aufklärungsquote liegt bei 44%.

Die Tricks der Computerkriminellen

Der Hauptanteil der Straftaten entfällt

auf Betrugsdelikte. Hier ist ein

Anstieg um rund 36 % zu verzeichnen

(von 2010 auf 2011).

Die häufigsten Formen:

Bestellbetrügereien

Waren werden mit dem Vorsatz bestellt,

nicht zu bezahlen. Vielfach

werden falsche Namen angegeben

bzw. versandte Pakete mit falscher

Unterschrift angenommen.

Fake – Webshop

Es werden vorgetäuschte („gefakte“)

Webshops eröffnet, wobei Waren

jeglicher Art angeboten werden. Die

Käufer bestellen und zahlen, die

Ware wird jedoch nie geliefert. Von

den Tätern werden Serverstandorte

in Ländern gewählt, die behördliche

Ermittlungen nahezu unmöglich

machen. Die Fake-Shops existieren

meist nur wenige Wochen.

Phishing

Hier wird versucht, den Empfängern

mittels E-Mail Zugangsdaten und

Passwörter zu entlocken – meist im

Zusammenhang mit Online-Banking

oder ähnlichen Zahlungssystemen –

oft werden zur Täuschung der Opfer

Internetseiten von Bankinstituten

täuschend ähnlich nachgeahmt.

Seit einiger Zeit sind aber auch spezielle

Softwarelösungen aufgetaucht,

die unter Verwendung von

Trojaner-Programmen Daten der

Opfer unbemerkt an die Täter übermitteln.

Telefonanlagen-Hacking

Besonders betroffen sind hier Kleinund

Mittelbetriebe. Dabei werden

Telefone gehackt, um Anrufe zu

Mehrwertnummern oder ins Ausland

zu tätigen, meist an Wochenenden

oder Feiertagen, wenn die Firma

unbesetzt ist. Dabei wird eine einfache

Rufumleitung im System eingerichtet,

die dann mißbräuchlich verwendet

wird.

fotolia - jrb

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Wirtschaft Aktiv Nov. / 2012


Cybercrime

So schützen Sie sich im Internet

Schutz des PC

Neben Anti-Viren – Programm und Firewall sollten Sie vermehrt

darauf achten, auch externe Datenträger wie CD’s

oder USB-Sticks vor ihrer Nutzung auf Viren zu prüfen.

E-Mails

Dubiose Mails löschen, verdächtige Anhänge keinesfalls

öffnen, Vorsicht auch bei Links zu unbenannten Webseiten.

Durch das Aufrufen dieser Seiten wird Ihnen möglicherweise

Schadsoftware installiert. Achten Sie auch darauf,

welche Zusatzprogramme („Plug-Ins“) Sie installieren.

Online-Shopping

Zeichen für die Seriosität sind ein Impressum mit Nennung

und Anschrift der Firma, der UID-Nummer und klare Geschäftsbedingungen

(AGB).

Überprüfen Sie dennoch, wo Sie bestellen und vor allem,

wohin Sie bezahlen.

Vorsicht bei Vorauszahlung mittels Überweisung.

Online-Banking

Die Verbindung zum Bankcomputer muß verschlüsselt sein

(erkennbar an den Buchstaben „https“ in der Adresse der

Webseite).

Fragen Sie Ihre Bank nach dem modernsten verfügbaren

Verfahren, Ihre Transaktionsnummer (TAN) einzugeben.

Relativ sicher ist z. B. das mTAN-Verfahren: Hier werden

die Daten dem Kunden aufs Handy geschickt und sind nur

kurzzeitig gültig.

Passwörter

Je länger ein Passwort, desto schwerer ist es zu knacken.

Vorteilhaft ist ein mindestens 8 Zeichen langes, aus verschiedenen

Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und

Sonderzeichen bestehendes Passwort.

Einfach ist es, sich dazu einen Satz zu merken und von jedem

Wort den ersten Buchstaben sowie alle Zeichen und

Zahlen zu verwenden. Zum Beispiel: „Mein Geburtstag ist

am 26. August“ ergibt Passwort: MGia26.A

Spezielle Sicherheitstipps für Unternehmen

Beim Verlassen des Arbeitsbereiches Computer

sperren, Papierdokumente und Datenträger sicher

verwahren.

Keine Informationen leichtfertig preisgeben,

Dokumente, Datenträger etc. vor Entsorgung

fachgerecht vernichten.

Keine vorgegebenen Standard-Passwörter von

Geräteherstellern verwenden, bei Wireless-LAN den

Hersteller-Schlüssel durch eigenen geheimen Schlüssel

ersetzen.

Regelmäßige Sicherheit-Updates durchführen.

Vertrauliche Infos auf Webservern nur in einem

passwort-geschützten Verzeichnis ablegen.

Mitarbeiter im Hinblick auf Sicherheitsstandards

sensibilisieren und schulen!

In die Sicherheitsmaßnahmen auch Handys

(z. B. Firmenhandys von Mitarbeitern) einbeziehen –

z.B. PIN, PUK, Rufnummer, SIM-Nummer und

IMEI (Seriennummer des Telefons) sicher aufbewahren,

da diese Daten für die Sperre und Anzeige im Falle von

Verlust oder Diebstahl nötig sind.

IMEI kann am Handy mittels *#06# abgerufen werden.

So hilft die Polizei

Strafanzeigen nimmt jede Polizeidienststelle

entgegen.

Rund um die Uhr kann die Meldestelle

im Bundeskriminalamt unter

against-cybercrime@bmi.gv.at kontaktiert

werden.

Bei Bedarf untersucht die Polizei

den PC bzw. sichert Beweismittel

wie E-Mails und Log Files.

Info im Internet:

www.bundeskriminalamt.at

Unternehmen können sich kostenlos

direkt an eine der Kriminalpräventionsstellen

wenden (Tel. 059-133)

Landeskriminalämter - Kriminalprävention:

Oberösterreich:

Gruberstr. 63, 4021 Linz,

Tel. 059133-40-3750

E-Mail:

LPK-O-LKA-Praevention@polizei.gv.at

Steiermark:

Strassgangerstr. 280, 8052 Graz,

Tel.: 059133-60-3750

E-Mail:

LPK-ST-LKA-Praevention@polizei.gv.at

Vorarlberg:

Bahnhofstr. 45, 6900 Bregenz,

Tel.: 059133-80-3750

E-Mail:

LPK-V-LKA-Praevention@polizei.gv.at

Wirtschaft Aktiv Nov. / 2012 11


Adabei

Verleihung

Der Landesobmann des Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender

(RfW) Oberösterreich, Wolfgang Klinger, wurde

mit dem Berufstitel „Kommerzialrat“ ausgezeichnet.

Das Dekret wurde vom oö. Kammerpräsidenten Trauner

im Beisein von WKO-Präsident Leitl überreicht.

Klinger übernahm als gelernter Tiefbau-Ingenieur 1984

die Firma Klinger Transporte in Gaspoltshofen, die er zu

einem modernen und leistungsfähigen Unternehmen

ausbaute. Das gilt auch für den Landgasthof Klinger mit

Haubenniveau. Neben seinen Unternehmen widmet sich

Klinger auch mit Engagement öffentlichen Aufgaben.

Veranstaltung des RfW Wels-Stadt/Land: „Wie komme ich zu meinem Geld?“

Ein volles Haus gab es auf Einladung des RfW zu den Vorträgen

von Seiten der Creditreform, der D.A.S. Rechtsschutz und eines

Rechtsanwaltes. Vor allem die Themen Forderungsmanagement

und Inkasso mit interessanten Tipps standen im Vordergrund.

Alle Teilnehmer waren von den kompetenten Vortragenden begeistert

(vlnr: Wolfgang Kubis (RfW-BO-Stv.), Manfred Wiesinger

(RfW-Bezirksobmann), Gerald Waffek (Creditreform Wirtschaftsauskunftei

Kubicki KG), Mag. jur. Klaus Hehenberger (Rechtsanwalt),

Markus Krazl (D.A.S. Rechtsschutz), Komm.Rat Willi Baumgartner

(RfW-BO-Stv.).

Eröffnung der Strudengauer Messe

Die Freiheitlichen bei der Eröffnung der Strudengauer

Messe - vlnr: Sylvia Waidhofer, NAbg. Mag. Roman

Haider, RfW-Landesobmann Komm.Rat Ing. Wolfgang

Klinger, LAbg. Alexander Nerat, Brigitte Peböck (WK-

Bezirksstellenausschuß Perg).

Mandatare im Einsatz

Unsere Mandatare im Einsatz - Bezirksstellenausschuß

der Wirtschaftskammer

Wels-Stadt / Wels-Land in der Hessen-Kaserne

in Wels - 1. Reihe 4. und 5. von

rechts: Die Bezirksstellenausschußmitglieder

des RfW Wolfgang Kubis und Manfred

Wiesinger.

RfW-Bezirkstag Schärding

Beim Bezirkstag des RfW Schärding wurde der bisherige Obmann

einstimmig wiedergewählt - vlnr: Komm.Rat Ing. Wolfgang

Klinger (RfW-Landesobmann), Josef Widegger (RfW-

BO-Stv.), Stefan Aichmayr (RfW-Bezirksobmann), Harald

Wintersteiger (RfW-BO-Stv.).

Foto: Erhardt

12

Wirtschaft Aktiv Nov. / 2012


Liberaler Klub

Wirtschaft Aktiv Nov. / 2012 13


Kommentar Komm.Rat Winfried Waibel

Österreich fehlen nicht nur die

politische Hygiene, sondern auch

qualifizierte Politiker!

Die Untersuchungsausschüsse sind

vorbei, die Regierungsparteien machten

die Mauer, also ging man auf die

Regierungszeit von Schwarz/Blau los.

Offen blieb vieles, auch die Frage,

war das alles neu, gab es in Zeiten der

SPÖ Alleinregierung oder Rot/Blau

bzw. der großen Koalition keine

Skandale, die politisch aufgearbeitet

werden müssten. Auch die Frage der

Qualifikation der Regierungsmitglieder

und der Mitarbeiter im Umfeld

wurde nie erörtert.

Der Zinsendienst für

Österreichs Staatsverschuldung

geht in Richtung

10 Milliarden Euro

In der Ära Kreisky mussten kurzfristig

einige gehen, weil sie „braune

Flecken“ hatten. Der damalige Justizminister

war nach Kriegsende als

KPÖ Abgeordneter im NÖ Landtag,

was offenbar keine Rolle spielte, wie

aus der KPÖ einfach die SPÖ wurde.

Es gab aber auch Söhne von Ministern,

die kurzzeitig Finanzminister

waren und dann in der Versenkung

verschwanden. Auch der AKH Skandal

mit seinem Milliardengrab wurde

nie aufgearbeitet. Der Noricum Waffendeal

mit Ministerselbstmord oder

die Waldheim Affäre mit Falschaussagen

von Ministern sind weitere Beispiele

der politischen Unhygiene in

diesem Land.

In den 90er Jahren kam zu Tage, dass

der SP Finanzminister und sein ÖVP-

Staatssekretär der österreichischen

Post samt Postsparkasse jahrelang

zwischen 8 und 15 Milliarden Schilling

weggenommen haben, um sie als

außerordentliche Erträge ins Bundesbudget

einfließen zu lassen. Der

Skandal war 2-fach.

Es geschah ohne Wissen des Parlaments

und der Staatsbetrieb wurde

finanziell ausgehöhlt, weil er seine Investitionen

mit teuren Krediten finanzieren

musste. Beim Schulden

Stand von 100 Mrd. Schilling platzte

die Bombe.

Der Minister trat zurück und war

dann – man höre und staune – Konsulent

von staatlichen Großbanken.

Hätte es damals einen Untersuchungsausschuss

gegeben, man hätte

viele offene Fragen im Sinne der

Steuerzahler zu klären gehabt.

Es ließen sich noch viele Beispiele

aufzeigen. Daher nochmals die Frage:

Waren die Personen alle qualifiziert

für ihr Amt? Wie kann es sein, dass

ein Minister innerhalb kürzester Zeit

Wissenschafts-, Verkehrs- und Innenminister

oder Umwelt- und Finanzminister

sein kann oder ein so wichtiges

Ministerium wie das Infrastrukturministerium

seit Jahrzehnten mit

Ausnahme der Frau Dr. Forstinger

von keinen Fachleuten geführt wurde.

Vom Bio Bauern aus Kärnten,

über den Backmaschinenverkäufer

aus Vorarlberg, dem früheren Obmann

des SPÖ-nahen Mieterschutzvereines

und heutigem Bundeskanzler

bis zur ehemaligen Parteiangestellten

hat es keinen befähigten Ressortchef/in

gegeben. Solch eine negative

Entwicklung findet man aber

auch in den anderen Ministerien, wo

Parteisoldaten und keine Experten

das Sagen haben.

Kein Wunder also, dass die Schulden

stetig steigen und das Budget aus dem

Ruder läuft, wenn wir von unqualifizierten

Leuten regiert werden. Allein

der Zinsendienst für die Staatsverschuldung

geht in Richtung 10 Mrd.

Euro. Gute Nacht Österreich! Wenn

wir nicht bald die Notbremse ziehen

und uns Experten anvertrauen, dann

werden wir die Zukunft unserer jungen

Generation verspielen. Daher wäre

es notwendig gewesen, die Konsequenzen

aus den Untersuchungsausschüssen

zu ziehen und nicht Vertuschungsversuche

der SPÖ, die ihren

Kanzler in der Inseratenaffäre schützen

will, seitens der Regierungsparteien

abzusegnen.

Ihr

Komm.Rat Dir. Winfried Waibel

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Wirtschaft Aktiv Nov. / 2012


unter der Lupe

Begrüßungen

Kleine

Länderkunde

Der Advent – die nur dem Namen nach stillste Zeit im Jahr – hat begonnen und

mit ihm steigt in gespannter Erwartung des kommenden Heils auch alljährlich die

Zahl der Gegrüßten. Dies aber nicht nur in den Kirchen des Landes beim Gegrüßet

seist du Maria, das man als Buße für die Sünden aufzusagen hat, sondern auch

ganz profan bei jeder sich bietenden anderen Gelegenheit.

Begrüßt wird beispielsweise der neue Rekord an Verkaufszahlen (irgendwie bringt

das die Statistik alle Jahre wieder hin), das bevorstehende Neue Jahr, die Vermehrung

der Touristen und vieles andere mehr.

„Russland ist nicht Griechenland.“

Vladimir Putin

„Frankreich ist nicht Griechenland.“

Christine Lagarde, IWF-Direktorin

„Italien ist nicht Griechenland.“

Silvio Berlusconi

„Irland ist nicht Griechenland.“

Angela Merkel

„Portugal ist nicht Griechenland.“

Pedro Passos Coelho,

Portugiesischer Premier

„Österreich ist nicht Griechenland.“

Karlheinz Kopf, ÖVP-Klubobmann

„Ungarn ist nicht Griechenland.“

György Matolcsy,

Ungarischer Wirtschaftsminister

Beispiele aus den letzten Tagen gefällig?

Berlakovich begrüßt den 5-Parteien-Antrag zum Atomausstieg, der ARBÖ die Reform

der Pendlerpauschale, Hundstorfer das OGH-Urteil über die Banken, Fekter

das Inkrafttreten des ESM, Österreich als Ganzes begrüßt die Harmonisierungsbemühungen

der EU und die Gemeinde Wals den Heiligen Michael. Alonso begrüßt

den Wechsel Hamiltons und der Salzburger Zoo das Nashornmännchen

„Athos“. Laut Aussendung der Landwirtschaftskammer ging kürzlich sogar ein

Grazer Krauthäuptel auf Steiermark-Begrüßungstour, und das in Anwesenheit von

Landesrat, Bürgermeister und Kammerdirektor. Ob ein Wiener Häup(t)l ebenfalls

auf Tour war, ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich.

Begrüßt wird auch der Herbst (oder nach Bedarf der Winter, Frühling oder Sommer)

im allgemeinen, der gerade durchgeführte Schwenk der SPÖ (von der ÖVP)

und der jedenfalls noch kommende Schwenk der ÖVP (von der SPÖ). Die Grünen

verwahren sich betroffen dagegen und begrüßen ihren eigenen Schwenk.

Alle begrüßen (wenn schon nicht heiß, dann zumindest lauwarm) das erwartete

Gesetz zur Bekämpfung der Korruption, allerdings wird dieses dann im Nationalrat

gleich wieder verabschiedet, ebenso wie der zuvor begrüßte Anti-Korruptionsausschuß.

Überhaupt haben sich in letzter Zeit viele verabschiedet, nicht nur die Abgeordneten

des BZÖ von ihrer Partei oder die rote Ministerin Schmied von einem Hochschulrektor,

der ihr politisch nicht in den Kram passte. Verabschiedet hat sich auch

der Bundeskanzler Faymann von seinem Versprechen, das er dem Onkel Hans sel.

gegeben hatte, im Fall der Änderung der EU-Verträge das Volk abstimmen zu lassen.

Und mit den ESM-Verträgen haben sich Rot, Schwarz und Grün von der Souveränität

Österreichs verabschiedet.

So viele Gegrüßet seist du Maria, wie dafür als Buße fällig sind, können die alle

miteinander nicht in hundert Jahren hersagen, meint

Ihr

Agilus

„Spanien ist nicht Griechenland.“

Mariano Rajoy,

Spanischer Ministerpräsident

„Weder Spanien noch Portugal

sind Irland.“

Angel Gurria,

OECD-Generalsekretär

„Italien ist nicht Spanien.“

Ed Parker, Rating-Agentur Fitch

„Griechenland ist nicht

Argentinien.“

Yannis Stournaras,

Griechischer Finanzminister

„Spanien ist nicht Uganda.“

Mariano Rajoy,

Spanischer Ministerpräsident

„Uganda will gar nicht Spanien

sein.“

Asuman Kiyingi,

Außenminister Ugandas

„Die Schweden sind keine Holländer.“

Franz Beckenbauer

Wirtschaft Aktiv Nov. / 2012 15


Reformen

für die

Wirtschaft

Wirtschaft stärken - mit den richtigen Maßnahmen!

- Mittelstand entlasten!

- Zurückdrängen von Verwaltung und Bürokratie!

- Finanzierungen und Haftungen erleichtern!

- Vorsteuerabzug für Betriebs-PKW!

Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) - Oberösterreich, Pochestraße 3, 4020 Linz

Tel.: 0732/774814, Fax 0732/774814-20; buero@rfwooe.at, www.rfwooe.at

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW), Landesorganisation Oberösterreich, ZVR-Nr.: 284146541; 4020 Linz, Pochestraße 3 zugl. Anschrift Redaktion,

Verwaltung, Anzeigen. Druck: NÖ Pressehaus, St. Pölten


Ich möchte dem RfW beitreten

Ja, ich interessiere mich für die

Aktivitäten des RfW und möchte

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An den

Ring freiheitlicher

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