Study Program Winter 2009/2010 - Zentrum für Nordamerika ...

zenaf.uni.frankfurt.de

Study Program Winter 2009/2010 - Zentrum für Nordamerika ...

Goethe - Universität Frankfurt am Main

Zentrum für Nordamerika-Forschung

ZENAF

Center for North American Studies

Studienprogramm

Nordamerika

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

Wintersemester 2009/2010

Zentrum für Nordamerika-Forschung

(ZENAF)

Carl-Bosch-Haus

Varrentrappstr. 40-42

60486 Frankfurt a. M.

Tel.: (069) 798-28521

Fax: (069) 798-28527

Email: zenafdir@em.uni-frankfurt.de

Homepage: http://www.zenaf.uni-frankfurt.de


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Das Wissenschaftliche Zentrum für Nordamerika-Forschung (ZENAF) ist ein

von den Fachbereichen 1, 2, 3, 8, 10 und 11 eingerichtetes Zentrum der Johann

Wolfgang Goethe-Universität (§ 26 Abs. 2 HUG).

Das ZENAF dient den Bedürfnissen der Universität und unterstützt die

Fachbereiche mit Schwerpunkten im Bereich der Nordamerika-Studien; das

sind in erster Linie der Fachbereich 1 (Rechtswissenschaft), der Fachbereich 2

(Wirtschaftswissenschaften), der Fachbereich 3 (Gesellschaftswissenschaften),

der Fachbereich 8 (Philosophie und Geschichtswissenschaften), der Fachbereich

10 (Neuere Philologien) und der Fachbereich 11 (Geowissenschaften/Geographie).

Dem ZENAF kommen dabei insbesondere folgende Aufgaben zu:

1. Koordination und Ergänzung des in den verschiedenen Disziplinen

und Fachbereichen der Universität vorhandenen Fachwissens über

Nordamerika;

2. systematische und kontinuierliche Schwerpunktbildung in

Forschung und Lehre für den Bereich Nordamerika an der

Universität Frankfurt.

Die Forschung am ZENAF dient der Erarbeitung von Erkenntnissen über

politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen und

Strukturen im Nordamerika der Gegenwart, ihre historischen Voraussetzungen

und ihre Bedeutung für das internationale System.

Das Lehrangebot der am ZENAF beteiligten Wissenschaftler/innen dient der

exemplarischen und interdisziplinären Vermittlung von Lerninhalten aus den

Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Recht, Kultur, Literatur,

Geographie und Geschichte Nordamerikas. Es dient damit insbesondere der

Ausbildung von Politolog/inn/en, Historiker/inne/n, Ethnolog/inn/en,

Amerikanist/inn/en, Jurist/inn/en und Volkswirt/inn/en sowie allen übrigen

Studierenden, die für ihr Berufsfeld einen Schwerpunkt auf Nordamerika legen

wollen.


Fachbereich 1: Rechtswissenschaften

Vorlesung: American Legal Concepts

Timothy Kautz

Fr 10-12 Ort: HZ 11

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Grundzüge der grundlegenden Bereiche des U.S.-amerikanischen Rechts

werden im Überblick im Zusammenhang mit amerikanischen Rechtsbegriffen

dargestellt. Darüber hinaus werden Vergleiche zum deutschen Recht gezogen.

Die abzuhandelnden Rechtsgebiete schließen insbesondere Verfassungs-,

Vertrags-, Delikts-, Sachen-, Verfahrens-, Gesellschafts-, und Kapitalmarktrecht

ein. Die Veranstaltung besteht aus Vorlesung sowie gelegentlicher

Diskussion von Fallbeispielen.

Literatur:

Materials on the University Website Peter Hay, US-amerikanisches Recht,

(3. Aufl.) Ch.H. Beck 2005; Black's Law Dictionary, West Publishing.

Vorlesung: American Law and U.S. Legal Terminology

George Mehren

Do 18-20 Ort: HZ 11

The purpose of the course is to provide an introduction of United States’ laws

and the US legal system to law students in Germany. Whereas the course is

designed as an overview, it also provides a strong basis for students

considering potential later LLM-studies in the United States. Students will

also gain insight into distinctive US legal terminology. Beginning with a

thorough foundation in US constitutional law, material covered includes, inter

alia, contracts, corporations, corporate governance, torts, federal civil

procedure, and criminal law, as well as certain international legal issues and

current legal events. The course will be taught in ten two-hour units. The

primary lecture method is traditional, whereby on occasion, and depending on

attendance, students will be introduced to the Socratic approach to lecturing as

commonly used in most US law schools. As lectures will be conducted

exclusively in English, students should have a good understanding of the

English language. (Students may, however, if necessary ask questions in

German, which will be answered in English). Students however need not have

extensive prior understanding of specific US legal terminology or knowledge

of specific US legal concepts, as these items will be transmitted during the

course of the lecture series.

Students’ performance shall be evaluated solely on the basis of a written

examination administered at the end of the semester. The examination shall

consist of multiple choice, short answer and brief essay segments. Students

will be graded on a “pass/fail” basis.

Literatur:

To be announced. Acquiring a legal dictionary is recommended. Certain

materials, such as handouts, will be provided in class and/or made available


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online. Additionally, students will be expected to read a number of cases

during the semester.

Seminar:

Deutsches, Europäisches und Internationales Datenschutzrecht

Rainer Nickel

Di 18-20 Ort: RuW 2.102

Die Vorbesprechung findet in der letzten Semesterwoche statt. Ort und Zeit

werden durch Aushang und auf der Homepage bekannt gegeben.

Das Seminar beschäftigt sich im Schwerpunkt mit dem Datenschutzrecht für

den öffentlichen Bereich, wird aber auch herausragende Probleme des

Datenschutzes im nichtöffentlichen Bereich (insbesondere den

Arbeitnehmerdatenschutz) erörtern. Im Zentrum stehen neuere Entwicklungen

im europäischen Datenschutzrecht und deren (Nicht-) Umsetzung in

bundesdeutsches Recht (zB. hinsichtlich des Ausländerzentralregisters AZR),

sowie Rechtsprobleme des internationalen Datenschutzrechts (z.B. die

Flugpassagierdaten-Verträge zwischen der EG/EU und den USA und die

„Terrorlisten“ des UN-Sicherheitsrats). Darüber hinaus werden aktuelle

Probleme des bundesdeutschen Datenschutzes erörtert, insbesondere der

Datenschutz im Rahmen strafrechtlicher Ermittlungsverfahren (Fall

Staatsanwaltschaft Darmstadt/Nadja Benaissa).

Literatur:

Zum Ende des Sommersemesters werden das Veranstaltungsprogramm sowie

ausführliche Literaturhinweise auf der Homepage zur Verfügung gestellt.

Seminar:

Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot

Joachim Zekoll, Manfred Wandt

Blockveranstaltung. Für Vorbesprechung und weitere Informationen: Aushang

und Homepage der Lehrstühle.

Ziel des Willem C. Vis Moot Courts ist es, das Interesse von Studenten am

Internationalen Wirtschaftsrecht und an der Internationalen Schiedsgerichtsbarkeit

zu fördern, indem sie die Position eines fiktiven Mandanten vor echten

Schiedsrichtern vertreten. Dies geschieht auf der Grundlage selbst erarbeiteter

Schriftsätze und mündlicher Vorträge, die mit den Leistungen anderer Teams

verglichen werden. Der Willem C. Vis Moot Court gehört mit mehr als 220

teilnehmenden Universitäten von allen Kontinenten zu den weltweit

wichtigsten und prestigeträchtigsten Wettbewerben dieser Art

Voraussetzungen

Der Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot ist ein

internationaler Hochschulwettbewerb auf dem Gebiet der privaten

Schiedsgerichtsbarkeit. Der Wettbewerb findet einmal jährlich in Wien statt

und wird von der Pace University in New York in Zusammenwirken mit

UNCITRAL organisiert. Vorwissen im Schiedsrecht oder UN-Kaufrecht wird

von den Teilnehmern nicht erwartet. Gute Englischkenntnisse sind hingegen

unverzichtbar. Der Wettbewerb beginnt Anfang Oktober 2009 und endet im

April 2010 mit den mündlichen Verhandlungen in Wien.


Fachbereich 3: Gesellschaftswissenschaften

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Proseminar: Die Entstehung und Entwicklung von Wohlfahrtsstaaten im internationalen

Vergleich

Jens Borchert

Do 14-16 Ort: AfE 904

Über lange Zeit galten mehr oder minder stark ausgebaute staatliche

Sicherungssysteme zum Schutz vor den Lebensrisiken Alter, Krankheit,

Arbeitslosigkeit und Unfall, Transferleistungen für die sozial Bedürftigen und

soziale Dienste als Infrastrukturleistung des Staates, als unumkehrbare

historische Errungenschaften. Das hat sich in den letzten 30 Jahren deutlich

verändert. Inzwischen ist fast nur noch vom Umbau bzw. Abbau sozialer

Leistungen die Rede. Dennoch ist der Wohlfahrtsstaat als ein Ensemble von

Institutionen, Ansprüchen und Leistungen erhalten geblieben. Dieses Seminar

gibt einen Überblick sowohl über die Auf- und Ausbauphase des

Wohlfahrtsstaates von den 1880er bis zu den 1970er Jahren wie auch über die

Um- und Abbauphase seitdem. Da die Entwicklung in beiden Fällen nicht

einheitlich verlief, werden wir dabei international vergleichend vorgehen.

Teilnahmebestätigungen können durch ein mündliches Referat erworben

werden, Leistungsscheine/Modulabschlussprüfungen erfordern ein mündliches

Referat und eine schriftliche Hausarbeit.

Verbindliche Anmeldung in der Zeit vom 01.10.-15.10.2009 über das in HIS-

LSF dann bereit gestellte Online-Anmeldeformular. Die Veranstaltung ist auf

40 Teilnehmer/Teilnehmerinnen beschränkt.

Literatur:

Christopher Pierson: Beyond the Welfare State? 3. Aufl., Blackwell, Oxford

2006. Franz-Xaver Kaufmann: Varianten des Wohlfahrtsstaats. 5. Aufl.,

Suhrkamp, Frankfurt 2006. Manfred G. Schmidt et al. (Hg): Der

Wohlfahrtsstaat. VS Verlag, Wiesbaden 2007. Carsten G. Ullrich: Soziologie

des Wohlfahrtsstaates. Campus, Frankfurt 2005.

Proseminar: Migration und Literatur: Migrationserfahrung als Leitmotiv in der

Gegenwartsliteratur

Antje Grabenhorst

Mi 12-14 Ort: FLAT 4

In diesem Seminar wird sich dem Thema "Migration" von zwei Seiten

genähert: zum einen wird die soziologische Perspektive betrachtet, wobei die

Bereiche Migration, Adoleszenz und Generation in einen Zusammenhang

gebracht werden. Zum anderen wird an ausgewählten Romanen und

Autobiograpien untersucht, in wie weit Autoren und Autorinnen ihre

Migrationserfahrungen und -erlebnisse in fiktiver oder autobiographischen

Erzählungen verarbeiten. Dabei soll der literaturwissenschaftliche Aspekt eher

untergeordnet betrachtet werden,wohingegen der politisch-historische Kontext

zu berücksichtigen sein wird und im Zusammenhang mit den erworbenen

soziologischen Kenntnissen diskutiert werden soll.


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Die Studierenden sollen einen Roman oder eine Biographie ihrer Wahl

vorstellen.

Sehr gute Englischkenntnisse sind erforderlich.

Literatur:

Zu Beginn des Semesters wird ein Reader mit den soziologischen Texten

bereitgestellt.

Proseminar: Religiöser Fundamentalismus und die politische Mobilisierung von Frauen

Miriam Moayedpour

Einzeltermine am 09.11. (10-15 Uhr) sowie am 19.01., 20.01., 21.01. und

22.01. (jeweils 10-15.30 Uhr) in NM KIII

Die politische Mobilisierung von Frauen innerhalb der fundamentalistischen

Bewegungen ist ein universelles Phänomen. Sie beschränkt sich keineswegs

auf die islamisch geprägten Staaten, sondern betrifft auch Weltregionen, die

vom Hinduismus, Christentum und Judentum geprägt sind.

Die aktive Beteiligung von Frauen in fundamentalistischen Bewegungen

deutet auf eine Paradoxie hin. Einerseits führt die Mobilisierung und

Aktivierung von Frauen innerhalb dieser Bewegungen zu ihrer Identifikation

mit einer Ideologie, die sie auf die häusliche Sphäre zurückdrängt, für eine

Stärkung der traditionellen Familien und Sexualmoral plädiert und die

Gleichberechtigung der Geschlechter ablehnt. Andererseits politisieren

fundamentalistische Bewegungen Frauen und verschaffen ihnen den Zugang

zur Öffentlichkeit, die eher zur Stärkung ihres Selbstbewusstseins führt,

anstatt sie, wie ursprünglich beabsichtigt, unterzuordnen.

Was bewegt Frauen dazu, sich innerhalb der fundamentalistischen

Organisationen zu engagieren, sich den männlichen Autoritätsstrukturen zu

unterwerfen und somit entgegen ihrer eigenen Interessen zu handeln? Welche

Folgen hat das zunehmende Engagement von Frauen innerhalb dieser

Bewegungen für das fundamentalistische Rollenverständnis der Geschlechter?

Fördert sie entgegen ihrer Intention die Emanzipation von Frauen?

Diese Fragen stehen in diesem Proseminar im Mittelpunkt der Diskussion. Im

Rahmen einer vergleichenden Untersuchung zwischen dem islamischen und

dem protestantischen Fundamentalismus (am Beispiel einiger islamisch

geprägten Staaten und den Vereinigten Staaten von Amerika) befassen wir uns

gemeinsam mit englischen- und deutschsprachigen Texten und analysieren die

Gemeinsamkeiten und Gegensätze dieser Fundamentalismen und diskutieren

über theoretische Zusammenhänge.

Literatur:

Roy, Olivier (2006): Der islamische Weg nach Westen. Globalisierung,

Entwurzelung und Radikalisierung; Habermas, Jürgen (2004): Der gespaltene

Westen; Kepel, Gilles (2004): Die neuen Kreuzzüge. Die arabische Welt und

die Zukunft des Westens, Wiesebrodt, Martin (2001): Die Rückkehr der

Religionen. „Fundamentalismus und der Kampf der Kulturen"; Bendroth,

Margaret L. (2003): Fundamentalism and Gender, 1875 to the Present;

Brasher, Brenda E. (2003): Godly Women. Fundamentalism and Female

Power.


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Seminar:

Theorien zu Integration in Einwanderungsgesellschaften

Renate Bitzan

Mi 10-12 s.t. Ort: NM 114

Obwohl es in der Bundesrepublik Deutschland seit der Nachkriegszeit diverse

Einwanderungsprozesse gibt, wurde dies im offiziellen politischen

Selbstverständnis erst vor wenigen Jahren anerkannt. „Integrationspolitik"

fand jahrzehntelang kaum statt, entsprechende Segregationsphänomene

zwischen alteingesessener und migrantischer Bevölkerung werden statt dessen

konjunkturhaft skandalisiert und zumeist als selbstverschuldetes „Anpassungsproblem"

der Zugewanderten eingeordnet, wenngleich in neueren Politikversuchen

wie dem „Nationalen Integrationsplan" - zumindest auf dem Papier

- von einer allseitigen Verantwortung gesprochen wird, Integration also auch

als Aufgabe der Mehrheitsgesellschaft postuliert wird. Welche grundsätzlichen

normativen Vorstellungen und welche beobachtbaren Gesetzmäßigkeiten für

ge- oder misslingende „Integration" kennt die Sozialwissenschaft? Im Seminar

soll es darum gehen, auf theoretischer Ebene unterschiedliche Modelle von

„Integration" (bzw. „Assimilation" oder „Inkorporation") in Einwanderungsgesellschaften

kennen zu lernen und kritisch zu würdigen.

Anmeldung zur Veranstaltung in der Zeit vom 20.09. - 20.10.09 in das im

HIS-LSF dann bereit gestellte online-Anmeldeformular (ohne

Teilnahmebegrenzung).

Literatur:

Pries, Ludger: Internationale Migration, Bielefeld 2001. Seifert, Wolfgang:

Geschlossene Grenzen - offene Gesellschaften? Migrations- und Integrationsprozesse

in westlichen Industrienationen, Frankfurt a.M. / New York 2000.

Treibel, Annette: Migration in modernen Gesellschaften: Soziale Folgen von

Einwanderung, Gastarbeit und Flucht, 4. Auflage, Weinheim u. München

2008.

Seminar:

Institutionenwandel, Teil I

Jens Borchert

Do 10-12 (14-tägl.) Ort: NM 133

sowie zwei Blöcke (23.01., 06.02.), jeweils 10-16 Uhr, FLAT 613

Politische Institutionen sind schon immer ein, wenn nicht das zentrale Thema

der Politikwissenschaft gewesen. Seit gut 20 Jahren gibt es jedoch eine

theoretisch fundiertere Auseinandersetzung mit Institutionen, ihrer

Binnenstruktur und Eigenlogik sowie mit den Mechanismen, die ihnen

Stabilität verleihen oder auch Wandel bewirken können. Im Rahmen des sog.

Neo-Institutionalismus sind nach verschiedenen Zählweisen drei bis fünf

Spielarten der Institutionentheorie entstanden: der Rational Choice- oder

ökonomische Institutionalismus, der historische Institutionalismus, der

soziologische Institutionalismus, der akteurszentrierte Institutionalismus und

der interpretative Institutionalismus.

Bevor die verschiedenen Arbeitsgruppen sich im zweiten Teil des

Studienprojektes mit ausgewählten Prozessen institutionellen Wandels vertieft


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auseinandersetzen, wird es in diesem ersten Teil darum gehen, die

theoretischen Grundlagen des Institutionalismus zu rekonstruieren und sich

zudem mit methodischen Fragen der Analyse institutionellen Wandels

auseinander zu setzen.

Teilnahmebestätigungen können durch mündliche Referate und Moderationen

erworben werden, Leistungsscheine/Modulabschlussprüfungen erfordern

einen schriftlichen Projektbericht am Ende des zweiten Semesters.

Verbindliche Anmeldung in der Zeit vom 01.10.-15.10.2009 über das in HIS-

LSF bereit gestellte Online-Anmeldeformular. Die Veranstaltung ist auf 30

Teilnehmer/Teilnehmerinnen begrenzt.

Literatur:

Peter Hall und Rosemary Taylor: Political Science and the Three New

Institutionalisms, in: Political Studies 44, 936-957. 1996. B. Guy Peters:

Institutional Theory in Political Science. 2. Aufl.,Continuum, London 2005.

Paul Pierson: Politics in Time. Princeton University Press, Princeton 2004.

Seminar:

"For I'm a raindog too" - Tom Waits als Chronist des "anderen Amerika".

Empirische Musiksoziologie mit Maxda

Peter Gostmann, Claudius Härpfer

Mi 16-18 Ort: AfE 2102/2

Das Ziel der Veranstaltung ist es, eine praxisorientierte Einführung in die

sozialwissenschaftliche Methode der qualitativen Inhaltsanalyse zu geben; als

Hilfsmittel wird die Auswertungssoftware maxqda eingeführt. Den

Studierenden soll die Möglichkeit geboten werden, unter fachlicher

Begleitung selbst inhaltsanalytisch zu arbeiten und so Erfahrungen mit dieser

Methode zu sammeln.

Den Forschungsgegenstand bildet das Werk des amerikanischen Künstlers

Tom Waits. Waits hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten den Ruf eines

Chronisten des ›anderen‹ Amerika erworben. Das heißt: seine intellektuellen

Produktionen als Musiker, aber auch als Schauspieler, kreisen nicht um die

Idee des American Dream und den sie verkörpernden sozialen Typus des

Selfmade-man, sondern evozieren die Welt der Abenteurer, Gaukler,

Anarchisten und kleinen Gangster, die Typen des Hobo, des Tramp oder des

Bum. Insofern dies das Personal der ›klassischen‹ Soziologie des Fremden (G.

Simmel, R.E. Park, A. Schütz) ist, ist Waits' Werk ein interessanter

Gegenstand für die empirische Sozialforschung: Wie wird hier das ›andere‹

Amerika konstruiert? Wie die Parameter sozialer (Un-)Ordnungen jenseits von

Washington und Wall Street? Welche Elemente des kulturellen Gedächtnisses

werden von Hobos, Tramps und Bums verkörpert, und welches sind die

Träume, die diese Amerikaner träumen? Die Veranstaltung soll Fragen wie

diesen systematisch mit der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse

nachgehen. Dem Forschungsgegenstand entsprechend bildet den Rahmen der

Inhaltsanalyse ein kurzer Überblick zur Soziologie des Fremden und zu

Fragen der Musiksoziologie.

Da die Zahl der Seminarplätze begrenzt ist, ist eine Voranmeldung bei einem

der beiden Veranstalter erforderlich.


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Literatur:

Andreas Diekmann (2007), »Inhaltsanalyse«. S. 576-622 in: ders. (Hg.),

Empirische Sozialforschung Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Reinbek

bei Hamburg: Rowohlt. Patrick Humphries (2008), The Many Lifes of Tom

Waits. Berlin: Bosworth.

Seminar:

Gerechtigkeitsansprüche in internationalen Konflikten (Empiriepraktikum),

Teil II

Harald Müller, Carmen Wunderlich

Mi 12-14 Ort: AfE 2304

Das zweisemestrige Empiriepraktikum ist für MA-, Magister- und

Diplomstudierende geeignet. Im Zentrum steht die Frage, ob, und wenn ja,

welche Gerechtigkeitsansprüche die Teilnehmer an internationalen

Verhandlungen erheben und in welchem Verhältnis diese Ansprüche zu

herkömmlichen „Interessen“ stehen. Als mögliche Felder, in denen diese

Forschung durchgeführt werden soll, werden Rüstungskontrolle/Abrüstung/Nichtverbreitung;

Kleinwaffen/Rüstungsexportvertrag,

Humanitäre Intervention/Responsibility to Protect und die Reform des

Sicherheitsrats in Erwägung gezogen. Das Empiriepraktikum arbeitet auf der

Grundlage der Sekundärliteratur ein Forschungsdesign für die Erhebung und

Bewertung von Gerechtigkeitsansprüchen aus, wählt das Datenmaterial aus,

führt die empirischen Untersuchungen durch und wertet sie zur Beantwortung

der Forschungsfrage aus. Die Arbeit findet in Arbeitsgruppen von 3-6

Studierenden statt. Englischkenntnisse und Grundbegriffe der empirischen

Sozialforschung sind Voraussetzung.

Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Studierende beschränkt. Die elektronische

Anmeldung an die Adresse mueller@hsfk.de ist erforderlich. Eine Teilnahme

ohne die elektronische Bestätigung der Anmeldung durch den Lehrenden ist

nicht möglich.

Seminar:

Theorie und Praxis repräsentativer Demokratie

Jürgen Petersen

Fr 14-16 Ort: FLAT 6

Repräsentation ist ein zentrales Konzept der demokratischen Verteilung und

Rückbindung politischer Entscheidungsmacht. Aber ist Repräsentation ein in

westlichen Demokratien akzeptiertes und als legitim betrachtetes Verfahren -

oder müssen wir von einer Krise der repräsentativen Demokratie sprechen?

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass Repräsentation erstaunlich

widersprüchlich und komplex ist, in normativer und theoretischer Hinsicht

ebenso wie in der politischen Praxis. Im Seminar wird politische

Repräsentation deshalb zuerst innerhalb eines größeren

demokratietheoretischen Rahmens verortet (liberale, partizipatorische und

elitäre Demokratie), um darauf aufbauend neuere Repräsentationstheorien

(Hanna Pitkin, Michael Saward) zu diskutieren. In den folgenden Sitzungen

betrachten wir dann verschiedenste Aspekte und Probleme von


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Repräsentation, unter anderem: Responsivität, Symbolik der Repräsentation,

Verantwortung, Repräsentation von Gruppen und Minderheiten, Rollen und

Stile von politischen Repräsentanten.

Das Seminar basiert auf Referaten sowie gemeinsam zu lesenden Texten

(teilweise auf Englisch; Reader zu Semesterbeginn im „Kopierwerk",

Adalbertstr. 21A erhältlich). Dabei behandeln wir sowohl theoretische

Grundlagen, als auch empirische Studien zu einzelnen Aspekten von

Repräsentation. Besondere theoretische oder methodische Vorkenntnisse sind

aber nicht erforderlich.

Voraussetzungen für die Erlangung eines Leistungsnachweises sind die

regelmäßige Teilnahme an den Seminarsitzungen sowie die Lektüre der

Seminartexte. Teilnahmeschein: Referat (ca. 25 Min.) oder Übernahme einer

Seminardiskussion plus Kurzessay zu einem Seminartext (ca. 5 Seiten).

Leistungs-/Modulschein: Referat (ca. 25 Min. = 30 Prozent der Note) plus

Hausarbeit (= 70 Prozent der Note).

Verbindliche Anmeldung in der Zeit vom 03.08. - 15.10.2009 über das in

HIS-LSF bereit gestellte Online-Anmeldeformular. Eventuell ist eine

Begrenzung der Teilnehmerzahl erforderlich. Dann entscheidet die

Reihenfolge der Anmeldung.

Literatur:

Manin, Bernard: Kritik der repräsentativen Demokratie. Matthes & Seitz

(engl.: The Principles of Representative Government. Cambridge: Cambridge

University Press), Berlin 2007. Mansbridge, Jane: Rethinking Representation.

American Political Science Review, Vol. 97 (4), 515-528, 2003. Pitkin, Hanna

F.: The Concept of Representation.University of California Press, Berkeley

1967.

Seminar:

Analyse von bildungstheoretischen Konzepten als Antwort auf Fragen der

Integration

Sandra Reitz

Di 10-12 Ort: AfE 904

Spätestens seit PISA und weiteren internationalen Studien ist klar, dass sich in

Deutschland die Bildungschancengleichheit seit Jahrzehnten eher

verschlechtert als verbessert. Insbesondere auf die Fragen der Integration - von

Kindern mit Migrationshintergrund, aus bildungsfernem Elternhaus und von

Behinderten - scheint die deutsche Bildungspolitik keine ausreichenden

Antworten und Konzepte zu finden. Diese Lehrveranstaltung setzt sich zum

Ziel, verschiedene Konzepte zu Fragen der Integration näher zu analysieren.

Dabei sollen die bislang getrennt geführten Debatten über die

Bildungsbenachteiligung einerseits und über die bildungstheoretischen

Konzepte mit dem Schwerpunkt auf antirassistischer und interkultureller

Pädagogik andererseits zusammengeführt werden.

Zu Beginn der Veranstaltung wird die Ausgangslage mittels einiger

einschlägiger Studien untersucht: Wo genau liegen die Probleme in Bezug auf

Integration in unserer Bildungsgesellschaft? Nicht vernachlässigt werden darf,

dass Wertevermittlung generell, auch von Werten wie Toleranz und


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Solidarität, durchaus kritisch beleuchtet werden muss, nicht zuletzt mit

Hinblick auf die Frage, wer die Werte bestimmt, die vermittelt werden.

Die Konzepte, die anschließend analysiert werden, reichen von historisch

bedeutenden bildungspolitischen Theorien über aktuelle allgemeine Konzepte

der Integration, wie „No Child Left Behind" in den USA, Zweisprachigkeit

und Behindertenintegration. Auch spezielle, direkt wertevermittelnde

Programme wie Toleranzerziehung, Diversity-Programme, interkulturelle

Pädagogik und Menschenrechtsbildung werden untersucht.

Eine elektronische Anmeldung unter https://anmeldung.unifrankfurt.de/_fb03/ws09_10/index.html

sowie das Erscheinen zur ersten

Sitzung (in der ersten Vorlesungswoche) sind die Voraussetzung für eine

mögliche Teilnahme.

Eine Literaturliste wird im Seminar ausgeteilt.

Seminar:

Die gegenwärtige Krise des Kapitalismus

Thomas Sablowski

Di 14-16 Ort: GV 315

Die Krise, die im Jahr 2007 vom Hypothekenmarkt in den USA ausging, hat

sich zunächst zu einer Krise des Bankensystems und dann zu einer

umfassenden Weltwirtschaftskrise entwickelt. In mancher Hinsicht handelt es

sich um die schwerste Krise seit der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre.

Die historische Erfahrung lehrt, dass politische Krisen oft mit einer gewissen

Verzögerung auf ökonomische Krisen folgen. Was sind die Ursachen und

Mechanismen dieser Krise? Was sind ihre sozialen und politischen Folgen?

Wie ist das staatliche Krisenmanagement einzuschätzen? Erleben wir eine

Rückkehr des Keynesianismus oder einen Übergang zu einem

„Staatskapitalismus"? Sind der „Neoliberalismus" und der

„Finanzmarktkapitalismus" am Ende? Mit welchen Machtverschiebungen im

Weltsystem geht diese Krise möglicherweise einher? Handelt es sich um das

definitive Ende der Hegemonie der USA? Dies sind nur einige der Fragen, die

sich in diesem Zusammenhang stellen und die wir in dem Seminar diskutieren

wollen. Dabei soll die gegenwärtige Krise auch mit früheren Krisen des

Kapitalismus verglichen werden, und die Auswirkungen der Krise sowie das

Krisenmanagement sollen international vergleichend analysiert werden.

Literatur:

Thomas Sablowski: Die Ursachen der neuen Weltwirtschaftskrise. In:

Kritische Justiz. Vierteljahresschrift für Recht und Politik, Heft 2/2009.

Seminar:

Qualitative Methoden zur Analyse internationaler Beziehungen

Reinhard Wolf

Einzelveranstaltungen am 13.11. und 04.12. (jeweils Jüg 32 B) sowie 05.12.

(FLAT 10), 22.01. (Jüg 6 C) und 23.01. (FLAT 10). Alle Termine jeweils 09-

18 Uhr.

Das Seminar wird vorwiegend als Blockveranstaltung durchgeführt. Dabei

sollen zur Vorbereitung auf eigene Qualifikationsarbeiten vor allem die


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Möglichkeiten und Grenzen von qualitativen Methoden im Bereich der

Internationalen Beziehungen erörtert werden. Hierzu werden neben

einschlägigen Methodenbüchern vor allem vorbildliche Monographien einer

kritischen Lektüre und Diskussion unterzogen. Auf diese Weise sollen

Studierende am konkreten Beispiel erarbeiten, wie man eine wichtige

Forschungsfrage überzeugend beantworten kann, oder - noch konkreter - was

man von solchen Studien für sich „abschauen" kann. Einen weiteren

Schwerpunkt bildet die kreative Anwendung der Methoden auf einen

Themenkomplex, der an der Professur aktuell bearbeitet wird.

Seminar:

Zur soziologischen Relevanz der Theorie von John Searle

Ferdinand Zehentreiter

Do 10-12 Ort: FLAT 2

Grundlage des Seminars ist eine Verschraenkung von zwei Perspektiven:

Erstens möchte es eine Einführung in Searles Theorie der Sprechakte und der

Intentionalität anbieten durch eine immanente Analyse zentraler Texte,

zweitens soll dabei die grundlagentheoretische Bedeutung Searles für die

Soziologie rekonstruiert werden. Dies soll ergänzt werden durch eine kritische

Betrachtung der Rezeption Searles in der Theorie des kommunikativen

Handelns von Jürgen Habermas.

Literatur:

Apel, K.-O. (Hg.), Sprachpragmatik und Philosophie, Frankfurt/Main 1982

Habermas, J., Nachmetaphysisches Denken, Frankfurt/Main 1988; ders.,

Theorie des kommunikativen Handelns 2 Bde, Frankfurt/Main 1981 Searle, J.,

Ausdruck und Bedeutung, Frankfurt/Main 1982 ders., Geist, Sprache und

Gesellschaft, Frankfurt/Main 2004 ders., Intentionalität, Frankfurt/Main 1991

ders., Sprechakte, Frankfurt/Main 1983.

Fachbereich 4: Erziehungswissenschaften

Seminar:

Schulwesen in Einwanderungsgesellschaften, Kanada und Deutschland im

Vergleich

Ghodsi Hejazi

Do 14-16 Ort: GV 315

Internationale Migration in einer globalisierten Welt verstärkt Heterogenität in

modernen Gesellschaften. Ziel des Seminars ist es aufzuzeigen, dass die

Länder Kanada und Deutschland nicht nur von unterschiedlichen

Staatskonzepten geprägt waren und sind, sondern auch sehr differente Formen

des sozialen und pädagogischen Umgangs mit Heterogenität entwickelten.

Das Seminar wird sich mit historischen und strukturellen Bedingungen sowie

konzeptionellen Orientierungen von Bildungssystemen der beiden

Gesellschaften beschäftigen. Im Kontext spezifischer Gesellschaftsgeschichten


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und unterschiedlichen Voraussetzungen für Einwanderung werden die

Entwicklungslinien des Schulwesens in beiden Ländern dargestellt. Hierbei

werden die daraus entstandenen jeweiligen Rahmenbedingungen, Steuerung,

Organisation und innere Gestaltung des Schulwesens dargestellt und ihre

unterschiedlichen Antworten auf die Anforderungen einer

Einwanderungsgesellschaft verglichen.

Die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung ist nur nach vorheriger

Anmeldung über LSF möglich.

Für alle Seminarteilnehmer verbindliche Literatur wird in der ersten Sitzung

bekannt gegeben.

Literatur:

Bos, W./ Krüger-Potratz, M./ Henze, J./Hornberg, S./Kopp von, B/Kotthof, H-

G./ Schwippert, K./ Waterkamp, D./ Weber, P. (Hrsg.) (2007): Schulleistungen

und Steuerungen des Schulsystem im Bundesstaat. Kanada und Deutschland

im Vergleich.

Seminar:

Konzeptionen der Early Childhood Education im internationalen Vergleich

Christian Huf

Do 12-14 Ort: AfE 702

Die frühkindliche Bildung und Erziehung wird als eines der ´most powerful

tools for enhancing children´s quality of life, their achievements, aspirations

and life chances´erachtet.

Das Seminar möchte der der frühkindlichen Bildung und Erziehung

zugedachten Bedeutsamkeit nachgehen, die dieser zugrunde liegenden

theoretischen Perspektiven analysieren und nach bildungspolitischen und

curricularen Realisierungen im internationalen Vergleich fragen.

Die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte und Dokumente ist

Voraussetzung zur Teilnahme am Seminar.

Seminar:

Theorien und Konzepte der "New Social Studies of Childhood"

Marion Ott

Mo 14-16 Ort: AfE 702

Im Seminar werden theoretische und konzeptionelle Ansätze der neueren

sozialwissenschaftlichen Kindheitsforschung beleuchtet, die sich in den letzten

20 Jahren vor allem im anglo-amerikanischen, skandinavischen und deutschen

Wissenschaftsraum entwickelt haben. Forschungsarbeiten aus diesen "New

Social Studies of Childhood" richten den Blick auf die gegenwärtigen

Lebensbedingungen der Sozialgruppe Kinder und die sozialen Prozesse, in

denen Kindheit als kulturelles Muster - unter anderem auch von Kindern selbst

- hervorgebracht wird. Im Fokus dieses Forschungsfeldes steht entsprechend

nicht die Frage nach dem "Wesen" von Kindern, sondern die Praktiken,

Strukturen und Funktionen der gesellschaftlichen Herstellung der Differenz

zwischen Kindern und Erwachsenen. Im Anschluss an grundlegende Texte zu

diesem Perspektivwechsel in der Erforschung von Kindern und Kindheit

werden vier analytische Differenzierungslinien innerhalb des Forschungs-


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feldes der neueren Kindheitsforschung erarbeitet und anhand exemplarischer

Studien diskutiert: 1. Kindheit als Lebenslage und soziale Strukturkategorie, 2.

Kindheit als Lebensphase, 3. Kindheit als Lebensweise und 4. Kindheit als

Diskurs. Zudem werden Positionen zur Frage der spezifisch

erziehungswissenschaftlichen Konturierung der sozialwissenschaftlichen

Kindheitsforschung erörtert. Ziel des Seminars ist es, in neuere Theorien,

Forschungskonzepte und Ergebnisse der "New Studies of Childhood"

einzuführen und deren Relevanz für die pädagogische Praxis in reflexiver

Perspektive zu erörtern.

Eine intensive selbständige Textlektüre zur Vorbereitung der Seminarsitzungen

wird erwartet.

Literatur:

Hengst, H. / Zeiher, H. (Hrsg.)(2005): Kindheit soziologisch. VS Verlag

James, A.,/ Jenks, C./ Prout, A. (1998): Theorizing childhood. Cambridge

Press Honig, M.S. / Leu, H.J. / Nissen, U. (Hrsg.) (1996): Kinder und

Kindheit. Sozio-kulturelle Muster - sozialisationstheoretische Perspektiven.

Juventa.

Fachbereich 8: Philosophie und Geschichtswissenschaften

Institut für Philosophie

Proseminar: Lektürekurs: Die Sozialphilosophie von Charles Taylor

Titus Stahl

Do. 16-18 Ort: NG 731

Der kanadische Philosoph Charles Taylor ist einer der wichtigsten Vertreter

der Sozialphilosophie des 20. Jahrhunderts und hat in allen wichtigen

Debatten, wie etwa zur Gesellschaftskritik, Philosophie der Sozialwissenschaften,

Gerechtigkeitstheorie und zum Multikulturalismus grundlegende

Beiträge geliefert. Den Kern seines philosophischen Modells bildet die Idee,

dass wir soziales Handeln nur verstehen können, wenn wir uns in

interpretativer Weise den zentralen moralischen Wertungen nähern, die den

Identitäten der Handelnden zugrunde liegen.

Im Seminar werden die wichtigsten Aufsätze und Auszüge aus Büchern von

Charles Taylor - von seinen frühen Studien zur Handlungstheorie bis zu seinen

neueren Aufsätzen zur Kritik moderner Gesellschaften - gelesen und kritisch

diskutiert werden.

Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger

Texte, zur Beantwortung einer kurzen wöchentlichen Frage und zur

Übernahme eines Referats.

Seminar:

Antigone-Lektüren: Hegel, Lacan, Butler

Dirk Quadflieg

Mi 14-16 Ort: IG 251


15

Leistungsnachweis: Anmeldung bis 12. Februar; Abgabe bis 31. März;

Rücktritt bis 26. März; Wiederholungstermine: werden im Bedarfsfalle

angegeben.

Institut für Historische Ethnologie

Seminar:

Ethnographie Kaliforniens

Markus Lindner

Do 14-16 Ort: IG 501

Das Seminar soll wichtige Aspekte der indigenen Kulturen Kaliforniens

beleuchten - von der Kolonialisierung durch die Spanier bis ins 20.

Jahrhundert.

Die indigene Bewohner des kalifornischen Kulturraums galt Beobachtern in

der Geschichte als die unterentwickelsten Menschen der Welt, da sie trotz

hervorragender klimatischer Bedingungen reine Jäger und Sammler waren.

Das Bild hat sich heute gewandelt.Kalifornien war in voreuropäischer Zeit, der

dichtbesiedelste Raum Nordamerikas, mit einer großen Zahl von Kulturen und

Sprachen. Mit ihrer Lebensweise als "Complex Hunter-Gatherers"

widersprachen sie dem evolutionischten Bild der Kulturentwicklung. In

Deutschland wurde diese Region Nordamerikas bisher weitgehend

vernachlässigt und vielfach bis heute nur mit Eichelverabreitung und

Korbflechterei in Verbindung gebracht, obwohl dies nur zwei Aspekte des

indigenen Kalifornien waren.

Literatur:

Robert F. Heizer (Hg.) (1978), California (Handbook of Northamerican

Indians 8). Washington D.C.: Smithsonian Institution. Alfred L. Kroeber

(1925), Handbook of the Indians of California. Washington, D.C.:

Government Printing Office.

Seminar:

Native Arts of North America: Identity and Cultural Adaption

Markus Lindner

Einzelveranstaltung: Sa 03.10.2009, 13-20 Uhr s.t. Ort: IG 457

Historisches Seminar

Proseminar: Einführung in das Studium der neueren Geschichte: Die Entnazifizierung

in den Ländern der amerikanischen Besatzungszone 1945-1949

Markus Wedel

Mi 13-16 Ort: IG 454

Das Proseminar möchte die Praxis der Entnazifizierung in den drei Ländern

der Amerikanischen Besatzungszone (Bayern, Württemberg-Baden und


16

Hessen) sowie die verschiedenen Phasen zwischen 1945 und dem Abschluss

der Entnazifizierung 1949 anhand verschiedener Aspekte behandeln. Zugleich

bieten sich Einblicke in die unmittelbare Nachkriegsgeschichte in den Ländern

Bayern, Württemberg-Baden und Hessen.

Literatur:

Vollnhals, Clemens, (Hg.), Entnazifizierung. Politische Säuberung und

Rehabilitierung in den vier Besatzungszonen. München 1991. Kropat, Wolf-

Arno, Hessen in der Stunde Null 1945/1947. Politik, Bildung und Wirtschaft

in Dokumenten. Wiesbaden 1979.

Seminar:

Die Weltwirtschaftskrise

Andreas Fahrmeir

Di 14-16 Ort: NG 731

Kaum ein historisches Ereignis dürfte dieses Jahr mit so großem

Praxisbezug zitiert worden sein wie der Crash von 1929 und die ihm

folgende Weltwirtschaftskrise. Das Seminar soll Gelegenheit geben, die

historischen Hintergründe genauer zu erarbeiten und die

?Vorbildfunktion? von 1929 intensiver zu diskutieren. Dabei richtet

sich der Blick genauso auf die Vorgänge an der Börse und im

Bankensektor wie auf die Veränderung von Alltag, Lebensgefühl und

Lebenswelten. Im Mittelpunkt stehen die Vorgänge in den USA,

Großbritannien und Deutschland, mit Ausblicken auf Frankreich und die

kleineren europäischen Staaten.

Literatur:

John Kenneth Galbraith, The Great Crash, 1929. Penguin 1992 (ursprünglich

1955), derzeit erhältlich für ca. 5,99 Pfund (Listenpreis 9,99 Pfund). Harold

James, The End of Globalization: Lessons from the Great Depression. Harvard

2001 (vergriffen). Niall Ferguson, The Ascent of Money: A Financial History

of the World. London 2009, derzeit erhältlich für ca. 5,99 Pfund (Listenpreis

9,99 Pfund).

Vor Beginn des Seminars ist einer der Titel zu lesen; einer

der Leistungspunkte für die kleinere Leistung wird mittels eines Quiz

vergeben.


17

Fachbereich 10: Neuere Philologien

Institut für Romanische Sprachen und Literaturen

Proseminar: Kolumbus in der nueva novela histórica des 20. Jahrhunderts (Carpentier,

Posse, Roa Bastos)

Frank Estelmann

Di 10-12 Ort: IG 5.201

In diesem Proseminar stehen Formen und Funktionen der Kolumbus-Figur im

lateinamerikanischen Roman der Moderne im Vordergrund. Ausgehend von

der Lektüre von Alejo Carpentiers El arpa y la sombra (1979), das den

nachfolgenden historischen Romanen als Referenztext dient, soll analysiert

werden, welche Rolle Kolumbus und der ‚Entdeckung' Amerikas von

verschiedenen modernen Romanciers für die Geschichte Lateinamerikas

zugewiesen wird. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Los perros del

paraíso (1983) von Abel Posse und Vigilia del Almirante (1992) von Augusto

Roa Bastos gelegt. Die Veranstaltung soll auch dazu dienen, sich mit

gattungsgeschichtlichen Grundproblemen des historischen Romans und seiner

Aktualität im Feld der nueva novela histórica vertraut zu machen.

Die zu behandelnden Texte können in der ersten Semesterwoche in Form

eines Readers im Copy-Shop "script&kopie" (Wolfsgangstraße) erworben

werden.

Es wird empfohlen, sich in den Semesterferien zumindest Carpentiers El arpa

y la sombra in Buchform zu besorgen und zu lesen. Des weiteren ist es von

Vorteil, sich mit der Geschichte der ersten Amerikareise von Kolumbus

vertraut zu machen.

Teilnahmevoraussetzung für L3-Studierende (modularisiert): abgeschlossenes

literaturwissenschaftliches Propädeutikum.

Literatur:

Heydenreich, Titus (Hg.) (1992): Columbus zwischen zwei Welten.

Historische und literarische Wertungen aus fünf Jahrhunderten. 2 Bände.

Frankfurt am Main: Vervuert (Lateinamerika-Studien, 30).

Seminar: Analyse von Dokumenten der Eroberungsgeschichte Amerikas aus dem 15.

und 16. Jahrhundert

Elmar Eggert

Fr 12-14 Ort: Cas 1.812

Die Entdeckung der heute Amerika genannten Kontinente ist eine

Entwicklung über einen größeren Zeitraum hinweg, welche die gesamte Welt

und Weltsicht verändern sollte. Dabei sind nicht nur geographische, politische

und soziale Konsequenzen von großer Bedeutung, auch sprachliche

Auswirkungen sind deutlich zu beobachten. Durch den einsetzenden

Humanismus, der auch in Spanien - wenngleich auch weniger als in anderen

Gebieten Europas - eine Veränderung der Perspektiven herbeigeführt hat, setzt

sich auch das Spanische als Sprache wissenschaftlicher und politischer Texte


18

allmählich durch. Vor diesem Hintergrund ist auch die spanische Version des

Kolumbusbriefs zu deuten wie auch die späteren Beschreibungen

verschiedener Missionare oder Chronisten (z.B. die Historia general de las

Indias des Francisco López de Gómara 1552, die Historia verdadera de la

conquista de la Nueva España von Bernal Díaz del Castillo ~1568 bis zur

Historia General del Perú des Inca Garcilaso de la Vega im 17. Jh.). Diese

und weitere historischen Dokumente werden in ihren historischen und

kulturellen Rahmen eingeordnet und gerade im Hinblick auf sprachliche

Besonderheiten der Zeit analysiert.

Literatur:

Ein Einblick verschafft die kommentierte Textanthologie Janik, Dieter/Lustig,

Wolf (Hrsg.) (1989): Die spanische Eroberung Amerikas. Akteure, Autoren,

Texte, Frankfurt a.M.: Vervuert.

Seminar:

Acadianité und français acadien

Jürgen Erfurt

Mi 12-14 Ort: IG 6.201

Institut für England- und Amerikastudien

AMERIKANISTIK

Vorlesung: Amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte I: Anfänge bis 1800

Susanne Opfermann

Di 10-12 Ort: HZ 13

Die Vorlesung ist der erste Teil des viersemestrigen Vorlesungszyklus zur

amerikanischen Literatur- und Kulturgeschichte. Sie gibt einen Überblick über

die englischsprachige Literatur und Kultur in Amerika von den Anfängen bis

zum frühen 19. Jahrhundert.

Für alle Studiengänge. Magisterstudierende der Amerikanistik können im

Rahmen der Vorlesung den Schein für Teil II der Einführung in die

Literaturwissenschaft erwerben (Klausur).

SCHWERPUNKT I: AMERIKANISCHE LITERATUR UND

LITERATURWISSENSCHAFT

Proseminar: Einführung in die Literaturwissenschaft

Bernd Herzogenrath, Felix Holtschoppen, Birgit Pretzsch

Mo 16-18 (Holtschoppen) Ort: NG 701

Di 12-14 (Holtschoppen) Ort: NG 2.701

Di 16-18 (Herzogenrath) Ort: IG 411

Mi 8-10 (Pretzsch) Ort: HZ13

Do 8-10 (Pretzsch) Ort: Cas 1.811


19

Schriftliche Anmeldung ist erforderlich, und zwar bis Do., 08. Oktober 2009,

16 Uhr. Listen hängen ab Di., 01. September 2009 am Sekretariat des Instituts

(4.251) aus.

Herzogenrath: This class provides an introduction to key-texts and methods

of interpretation and analysis, focusing on the field of US literary and cultural

history. We will discuss a variety of genres and texts, ranging from prose,

drama, and poetry, to film, plus some texts from the Wonderful World of

Theory...

Please purchase Auster's The New York Trilogy. A reader with additional

material will be made available. Participation for this class is limited to 36

students.

Holtschoppen: Bitte besorgen Sie sich unbedingt bereits vor

Veranstaltungsbeginn Michael Meyer: English and American Literatures.

UTB basics. Tübingen und Basel: Francke 2008. ISBN: 978-3825225261,

William Shakespeare: The Tempest. Oxford: Oxford UP 2008. ISBN: 978-

0199535903. Weitere Texte werden in einem Reader bereitgestellt, der ab

Semesterbeginn im Copyshop Skript & Kopie (Wolfsgangstr. 141) zu

erwerben ist.

Pretzsch: Dieser Kurs bietet Ihnen einen Überblick über das Fach Anglistik.

Sie werden lernen wie man Referate hält und Hausarbeiten schreibt, was die

drei Gattungen der anglo-amerikanischen Textwissenschaft ausmacht (Drama,

Lyrik und Prosa) und wie man ein Theaterstück, ein Gedicht, einen Roman

analysiert und interpretiert. Sie bekommen einen Überblick über die Epochen

der englischen Literatur und einen ersten Einblick in die wichtigsten

Werkzeuge der Literaturwisschaftlerin, die theoretischen Ansätze: vom

Strukturalismus, über New Historicism, Postkolonialismus, Feminismus, bis

hin zu lesbian/gay/queer studies. Die Unterrichtssprache ist sowohl deutsch als

auch englisch.

Folgende Bücher brauchen Sie unbedingt: Tom Stoppard, Arcadia (1993),

Jeanette Winterson, Oranges Are Not the Only Fruit (1985), Michael Meyer,

English and American Literatures (3. Auflage, 2008). Weitere Texte werden

in einem Reader bereitgestellt, der ab Semesterbeginn im Copyshop Skript &

Kopie (Wolfsgangstr. 141) zu erwerben ist.

Kurs:

Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten

Michaela Bank

Mi 12:30-14 Ort: IG 4.211

Proseminar: Frontier Fiction

Christa Buschendorf

Di 08:30-10 Ort: IG 1.411

According to the historian Richard Hofstadter, Americans “had been involved

with conquering, securing, occupying, and developing their continental

empire. It is hard to believe that this process of westward settlement, so

demanding, so preoccupying, so appealing to the imagination, so productive of


20

new and rich resources for the economy, could have been carried on for so

long without having some effect upon their politics and diplomacy, the pattern

of their nationalism, their manners, literature, and their habits and

institutions.” Undoubtedly, westward expansion was as central to American

history as it was to the shaping of myths of national identity. We will focus on

notions of culture versus wilderness that were developed in confrontation with

living conditions at the frontier, concepts of white civilization versus Indian

savagery as well as theories about civilizing and decivilizing processes.

A reader with theoretical and fictional texts will be ready by the beginning of

the semester.

Please register at c.buschendorf@em.uni-frankfurt.de until October 6, 2009.

Proseminar: Early Film: Tod Browning

Bernd Herzogenrath

Mo 18-20 Ort: NG 2.701

The director of financial successes – Dracula – and financial disasters –

Freaks – filmmaker Tod Browning's work has remained somewhat undertheorized.

An auteur of the early modern Horror Movie, Browning has been

called the 'Edgar Allan Poe of the cinema.' This seminar aims at introducing a

fascinating filmmaker of early Hollywood, whose legacy continues in the

work of directors such as David Lynch, John Waters, Alejandro Jodorowsky

and others.

The texts we will discuss in class will be made available in a reader at the

beginning of the course. You must have passed the Introduction to Literary

Studies. Participation for this class is limited to 36 students. Please register by

sending an email to brundlefly@web.de

Proseminar: Nathaniel Hawthorne

Susanne Opfermann

Do 16-18 Ort: Cas 1.812

This class will introduce the work of one of the masters of nineteenth-century

American literature, Nathaniel Hawthorne. We will read and discuss a number

of his stories and tales as well as his famous novel The Scarlet Letter (1850).

Special attention will be paid to Hawthorne's historical imagination and to the

varieties of critical readings his work has engendered.

You must have passed the Introduction to Literary Studies. Participation for

this class is limited to 36 students. Please register by sending an email to

opfermann@em.uni-frankfurt.de

Literatur:

We will use the following editions in class: Nathaniel Hawthorne, Tales, ed.

James McIntosh. Norton Critical Edition. New York, London: 1987. Nathaniel

Hawthorne, The Scarlet Letter, 3d. Edition, ed. Seymour Gross et al. Norton

Critical Edition. New York: London, 1988.


Proseminar: Cultures of Eloquence: Public Speaking in the 19th Century

Johannes Völz

Mi 12-14 Ort: IG 3.201

21

Public orature occupied a central place in the culture of the nineteenth-century

U.S. While civic and religious eloquence already played a prominent role in

North America in the seventeenth and eighteenth centuries, it was in the

nineteenth century that public speaking became increasingly informal and

geared at what Alexis de Tocqueville referred to as the “bombastic style” of

American orators. In the religious realm, this development took place in the

context of the Second Great Awakening. In the secular world, there emerged

new institutions like the lyceum, in which public speaking became an art form

in its own right. Indeed, some lyceum lecturers took eloquence so far that it

became an early form of popular entertainment. The prominence of eloquence

also sheds light on the forces that propelled the American public sphere in an

age before the arrival of electronic mass media. Politicians like Abraham

Lincoln practiced an American style of eloquence particularly conducive to

reaching a diverse constituency, while “the magic of the real presence”

(Harriet Beecher Stowe) was skillfully employed in the public performances

of former slaves like Fredrick Douglass and Sojourner Truth. African

American speakers are of particular interest because they drew not only on

Western rhetorical traditions, but also on an African American oral tradition.

In sum, the concern with eloquence anchored politics in a plurality of publics

(none of them fully inclusive), and rendered the public poetic. In this seminar

we will study a number of prominent public speakers, among them Daniel

Webster, R. W. Emerson, Wendell Philips, Frederick Douglass, Sojourner

Truth, and Abraham Lincoln. To do so we will analyze their rhetorical styles,

place them in their institutional and political contexts (such as the lyceum, or

the well-publicized debates between Lincoln and Stephen Douglas), and

consider the theories of eloquence from which they drew, and which some of

them articulated.

Requirements for credit (Schein): regular attendance, weekly readings (will be

tested by weekly quizzes), in-class participation, moderation of class

discussion, term paper. The majority of the readings will be available on

webct. The seminar will be taught in English. Pre-registration per email is

required.

Proseminar: Passing

Katharina Worch

Di 16-18 Ort: IG 3.201

Seminar:

Violence in African-American Fiction

Christa Buschendorf

Di 18-22 (14tägl. ab 13.10.) Ort: IG 251


22

Relations between white and black Americans have been shaped by an

imbalance of power. The types of power exerted by the group of established

over the group of outsiders comprise various forms of violence, from physical

brutality to various forms of symbolic power. In fact, “in the routine flow of

day-to-day life, power is seldom exercised as overt physical force: instead, it is

transmuted into a symbolic form, and thereby endowed with a kind of

legitimacy that it would not otherwise have.” (From: Pierre Bourdieu,

Language and Symbolic Power, 1991, Editor’s Introduction”, p.23) In this

seminar, we will concentrate on those less obvious forms of exerting violence:

“Symbolic power is an ‘invisible’ power which is ‘misrecognized’ as such and

thereby ‘recognized’ as legitimate. The terms ‘recognition’ [Anerkennung]

and ‘misrecognition’ [Verkennung] play an important role here: they

underscore the fact that the exercise of power through symbolic exchange

always rests on a foundation of shared belief. (...) They recognize or tacitly

acknowledge the legitimacy of power in which they are embedded; and hence

they fail to see that the hierarchy is, after all, an arbitrary social construction

which serves the interests of some groups more than others.” (ibid.) We will

start by studying excerpts from Bourdieu’s theory of symbolic violence; we

will then discuss the African American novels listed below.

You must qualify for the 'Hauptstudium,' i.e. you must have passed your

'Zwischenpruefung'. Participants will be limited to 36. Please register at

c.buschendorf@em.uni-frankfurt.de until October 6, 2009.

Seminar:

South Asian Diasporas today: Voices from Canada, the USA, Australia and

Great Britain

Sissy Helff

Fr 12-14 Ort: NG 2.701

Exploring the dispersion of South Asians across four geographic regions and

spheres (Canada, the USA, Australia and UK), this course seeks to

accommodate diaspora studies as a vibrant and new research area amid

Anglophone literary and cultural studies. In class we’ll discuss

interdisciplinary theorizations of diaspora (Clifford, Cohen, Mishra, Safran,

etc.) as well as reflect on diasporic histories and modalities. In light of our

selected novels we’ll examine a variety of narrative techniques and themes

which often highlight globalisation and transculturality as central moments

within South Asian diasporic writing.

Please make sure that you attend the first meeting on 16th of October!

Literatur:

There will be four texts for this seminar: Michael Ondaatje In the Skin of a

Lion (1987), Ruth Prawer Jhabvala My Nine Lives: Chapters of a Possible

Past (2004), Suneeta Peres da Costa Homework (1999) and Nadeem Aslam

Maps for Lost Lovers (2004). These texts have been ordered at the usual

bookshop and should be read during term break. All other texts required for

the seminar will be collected in a reader that will be available at the beginning

of the term-break (Skript & Kopie - Kopieshop).


23

Seminar:

An American Body Politic – A Materialist Approach

Bernd Herzogenrath

Mo 14-16 Ort: Cas 1.812

This seminar explores the oscillation between the 'real,' material body, and the

social 'body politic' in American Culture. It will deal with how the materiality

of the body – its biological, physical, viral etc. systems – 'prefigures' and

constitutes models of the social and the political. As such, this seminar will

necessarily occupy a space between 'the natural' and 'the cultural,' an

interdisciplinary space that ranges from and connects the Natural and the

Human Sciences, Biology and Political Theory, Life Sciences and Cultural

Studies. It aims at opening up the traditional figure of the Body|Politic in such

a way that it focuses on specific materialities that ground this metaphor, that it

asks not primarily about how the Body|Politic – as a 'universal metaphor' –

inscribes actual bodies into a system (the 'default' direction of impact of

Cultural Studies), but on what 'version' of the material body the image of the

Body|Politic is grounded. One of the guiding questions of this seminar thus

can be posed as follows: What is the relation between the material body and

the anthropomorphic metaphor, or: on what kind of body is this metaphor

based? Perhaps ultimately, the concept of the Body|Politic is not only a

metaphor? Maybe there is a relation between the body and the 'body politic'

that goes beyond metaphorical representation.

You must have qualified for the Hauptstudium, i.e. you must have passed your

Zwischenprüfung. Participation for this class is limited to 36 students. Please

register by sending an email to brundlefly@web.de that contains the following

information: Studiengang, Studienfächer, Fachsemesterzahl,

Zwischenprüfung.

The texts that we will read in this class will be made available in a reader at

the beginning of the seminar.

Seminar:

Reading Theory

Bernd Herzogenrath

Mi 8.30-10 Ort: IG 411

Welcome to the Wonderful World of Theory! One of the most fascinating

aspects of literary and cultural studies are – without doubt – the theoretical

approaches and perspectives that have formed and influenced university

discourses. In this seminar we will discuss and 'close-read' key texts from

various theoretical schools – challenging pieces by Freud, Lacan, Deleuze, etc.

– and also situate them in their socio-historical context.

You must have qualified for the Hauptstudium, i.e. you must have passed your

Zwischenprüfung. Participation for this class is limited to 36 students. Please

register by sending an email to brundlefly@web.de that contains the following

information: Studiengang, Studienfächer, Fachsemesterzahl,

Zwischenprüfung.

The texts that we will read in this class will be made available in a reader at

the beginning of the seminar.


24

Seminar:

Black Power: African American Drama

Thomas Leuchtenmüller

Mo 10-12 Ort: NM 112

This seminar will make familiar with the most important African American

plays of the last 50 years. Focussing on the two-time Pulitzer Prize winner

August Wilson (1945-2005) and crucial dramas of his ten-play cycle on black

history, the reading list includes classical representatives of the genre: the

integrative Lorraine Hansberry ("A Raisin in the Sun", 1959), the radical

Amiri Baraka ("Dutchman", 1964) and Ed Bullins ("In the Wine Time", 1968)

as well as the experimental Ntozake Shange ("For Colored Girls Who Have

Considered Suicide/When the Rainbow is Enuf", 1976). The insights into the

power of long-established black dramatists will be added by getting to know

the new star kid on the block, Tarell Alvin McCraney ("The Brothers Size",

2007), and the current production conditions of African American theater.

Participants will be required to give a presentation.

Literatur:

Samuel A. Hay: African American Theatre. An Historical and Critical

Analysis. Cambridge: Cambridge University Press, 1994.

Christopher Bigsby (ed.), The Cambridge Companion to August Wilson.

Cambridge University Press, 2007.

Seminar:

Modern American Poetry

Susanne Opfermann, Helmbrecht Breinig

Di 16-18 Ort: IG 4.201

Mit Edgar Allan Poe, Emily Dickinson und Walt Whitman hatte die

amerikanische Lyrik bereits im 19. Jahrhundert wichtige Vorbereiter auf dem

Weg zur literarischen Moderne vorzuweisen. Das Seminar wird sich nun

dieser Moderne selbst zuwenden, das heißt Texten, die seit dem Beginn des

20. Jahrhunderts erschienen sind. Behandelt werden Schlüsselgestalten des

Modernismus, u.a. Robert Frost, William Carlos Williams, Ezra Pound, T. S.

Eliot, H.D. (Hilda Doolittle), Marianne Moore, Wallace Stevens, e.e.

cummings, aber auch Lyriker der ethnischen Minoritäten wie Countee Cullen,

Langston Hughes, Gwendolyn Brooks; zudem die wichtigsten lyrischen

Schulen wie Imagismus, Vortizismus, Objektivismus und andere. Ziel ist die

Einübung von Interpretationstechniken in Verbindung mit einem

literaturgeschichtlichen Überblick über wichtige Entwicklungen der

amerikanischen Dichtung.

Bitte melden Sie sich für dieses Seminar per e-mail an: opfermann@em.unifrankfurt.de

und nennen sie Ihren Studiengang, Studienfächer,

Fachsemesterzahl, Zwischenprüfung. Sie erhalten postwendend eine

Bestätigung für Ihre Anmeldung.

Literatur:

Wir werden folgende Anthologie benutzen, obwohl sie mit ca. 57 € recht teuer

ist. Dafür brauchen Sie aber keine weiteren Bücher anzuschaffen.


25

Cary Nelson et al. eds. Anthology of Modern American Poetry. Oxford UP,

2000.

Seminar:

Gender and Aging in Literature

Susanne Opfermann

Do 10-12 Ort: IG 254

American culture has a reputation of being particularly "youth-ridden." But

what is it like to be old? What images of aging are projected in American

literature? How is the aging body, female and male, represented in visual

culture? How are age and gender currently being performed? Is there a double

standard of aging for men and women? What is our complicity in

constructions of ageism? This class will explore the significance of aging in

contemporary society by discussing fears and facts, fiction, non-fiction, poetry

and visual images.

You must have qualified for the Hauptstudium, i.e. you must have passed your

Zwischenprüfung. Participation for this class is limited to 36 students. Please

register by sending an email containing to the following information:

Studiengang, Studienfächer, Fachsemesterzahl, Zwischenprüfung to

opfermann@em.uni-frankfurt.de. I will promptly confirm your registration in

a return mail.

Literatur:

A reader with primary and secondary material will be available at the

beginning of term. In addition please acquire the following book:

Diana Athill, Somewhere Towards the End. London: Granta, 2008.

Seminar: Arab-American before and after 9/11

Birgit Spengler

Di 14-16 Ort: IG 251

Long described as the "invisible minority" within the multicultural social

landscape of the United States, the status of many Americans of Near or

Middle Eastern descent has changed drastically after the events of 9/11. In this

class, we will explore the history of Arab Americans in the United States, their

presence in various forms of media, and, above all, their literary, artistic, and

political contributions to American culture before and after the events of 9/11.

An emphasis of this class will be on the literary output of Arab Americans

from the 1990s onward. Amongst others, we will be studying texts by authors

such as Naomi Shihab Nye, Laila Halabi, Suheir Hammad, Lisa Suhair Majaj,

Khaled Hosseini, and Samuel Hazo.

Please note: Our first session will be on October 27. Due to this fact, there

will be a make-up session on Saturday, January 23, 10 a.m. - 2 p.m.

Attendance of this session is obligators, so please plan your semester

accordingly.

Be prepared to cope with a substantial reading load and to take over various

small tasks in the course of the semester, such as doing background research


26

on a given author or artist, being responsible for a co-moderation and/or for a

short presentation.

Seminar:

Fictions of Security

Johannes Völz

Mo 16-18 Ort: NG 1.741b

In the contemporary United States, “security” has increasingly come to

structure public and political culture. “National security” and “homeland

security” have become largely unquestioned rationalities of governance, as if

there existed a self-evident and unquestionable imperative to “secure

security.” Moreover, anxieties and fantasies about security have become

dominant ways of imagining national belonging. While “national security” is a

term that gained currency only after World War II, fantasies and anxieties

about security have pervaded American culture from early on, going back to

colonial times. In this two-part Hauptseminar (part II will follow in the

summer semester 2010), we will trace the changing security concepts as they

were articulated in American fictional texts. Usually, the notions of security

contained therein are not presented in an explicit security discourse but need to

be inferred from related concerns, such as the metaphysical quest for secure

knowledge. We will examine how these neighboring concerns interact with

the emergence of political/social notions of security. In particular, we will pay

attention to the ways in which the texts’ genre characteristics helped bring

forth specific concepts of security. In this upcoming winter semester, we will

concentrate on works from the colonial period up to the Civil War. But before

engaging the literary texts, we will start by discussing a number of theories of

security from the realms of political philosophy and sociology (e.g. Hobbes,

Elias, Foucault, Beck). Literary texts will most likely include Mary

Rowlandson’s captivity narrative “The Sovereignty and Goodness of God”

(1682), Charles Brockden Brown’s Arthur Mervyn (1799), James Fenimore

Cooper’s The Wept of Wish-Ton-Wish (1829), and Harriet Beecher Stowe’s

Dred (1856). You may want to begin reading these books over the summer,

though the selection of texts remains subject to change.

Requirements for credit: weekly readings (will be tested by a weekly quiz),

regular attendance, class moderation, term paper. This class will be taught in

English. Secondary sources will be available on webct. Many of the novels are

available on googlebooks. If you decide to use these, you are required to print

them out, rather than reading from your laptop screen.

Pre-registration per email is required.

Kolloquium: ZENAF – Kolloquium

Christa Buschendorf

Do 18-20 (14tägl. ab 15.10.) Ort: Carl-Bosch-Haus 039

Dieses interdisziplinäre Kolloquium richtet sich an DoktorandInnen aller

Disziplinen, die an einem Dissertationsprojekt mit Bezug zu Nordamerika

arbeiten, sowie an Studierende eines Fachs mit Nordamerikabezug, die sich in


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der Endphase des Studiums befinden. Es bietet ein Forum für DoktorandInnen,

ihre Dissertationsprojekte in einem interdisziplinären Kreis vorzustellen und

zu diskutieren.

Bitte melden Sie sich unter c.buschendorf@em.uni-frankfurt.de bis zum

5. Oktober 2009 an.

Kolloquium: Amerikanisten – Kolloquium

Susanne Opfermann

Di 18-20 (14tägl. ab 20.10.) Ort: IG 4.201

Laufende Forschungen zu Literatur, Kultur, Geschichte Nordamerikas. Die

Veranstaltung richtet sich an Studierende in der Endphase des Studiums,

sowie Doktorandinnen und Doktoranden. Teilnahmebedingung ist die

Bereitschaft, ein eigenes Projekt zur Diskussion zu stellen. Bitte melden Sie

sich per e-mail an: opfermann@em.uni-frankfurt.de

SCHWERPUNKT II: AMERIKANISCHE KULTUR UND KULTURWISSENSCHAFT

Proseminar: Einführung in die amerikanische Kultur und Kulturwissenschaft

Stefanie Müller, Birgit Spengler

Mi 9-12 (Spengler) Ort: Cas 823 (ab 28.10!)

Mi 18-21 (Müller) Ort: IG 454

Die auf eine dreistündige Veranstaltung zusammengelegten zwei Teile der

Einführung in die Kulturwissenschaft und in die amerikanische

Kulturgeschichte haben ein notwendig dichtes Programm. Die Einführung

versucht anhand ausgewählter Kulturtheorien eine Klärung des Begriffs

"Kultur" und der Disziplin Kulturwissenschaft. Sie vermittelt einen Überblick

über die amerikanische Kulturgeschichte und will darüberhinaus in das 'Lesen'

von Dokumentarphotographie, Malerei und Film einführen.

Pflichtveranstaltung für die Studiengänge L3 + MA. Anmeldung per E-mail

bis zum 2. Oktober 2009 an n.nowak@em.uni-frankfurt.de

Ein Reader wird zu Beginn des Semesters erstellt sein. Einzelheiten zu

Organisation, Scheinerwerb und Tutorium werden in der ersten Sitzung

erläutert.

Spengler: Our first session will be on October 28. Dues to this fact, there will

be a make-up session on saturday, November 28, 9:30 a.m. - 3

p.m. Attendance of this session is obligatory, so please plan your semester

accordingly.

Proseminar: Family in the US from 1700 to the present

Michaela Bank

Mo 10-12 Ort: HZ 13


28

When we consider recent representations for example of presidential

candidates’ families during campaigns, we notice a deeply rooted sense of the

importance of family life in US culture – and also politics. Such

representations convey to us certain ideals and norms of family life. Who

constitutes a family, how is kinship defined? In this course we will read and

discuss sources that present to us ideals and norms of the American family on

the one hand, and lived experiences and accounts of everyday life in US

families on the other hand. We will approach the “American family” as a

social institution which is normatively regulated and simultaneously diverse in

experience. In comparing these accounts over roughly three centuries of

history and distinguishing also different ethnic groups’ family lives we will be

able to identify historical changes, developments and revolutions in family

norms and family experiences. This insight into what the American family

was, is and should be can further our understanding of the diversity of

experiences in US society and of normative ideas of social relations.

Please, sign up for this course on WebCT (participation is limited to 36

students) – organizational information regarding for example texts and reader

will be posted there as well. This online-platform for our course will be

available towards the end of September.

Proseminar: Gender and Race in American History

Michaela Bank

Mi 16-18 Ort: IG 4.201

Although the US has been committed to universal equality of all its citizens,

the commitment has been continuously neglected when we consider how

gender and race have limited opportunities to participate in society and to

belong to the nation on equal terms. Questions of women’s citizenship, racial

segregation, racist sentiments among feminist movement communities,

misogynist notions in anti-slavery societies, representations of black women’s

bodies, or the racist/sexist principles underlying transformations in the

profession of the midwife in the twentieth century for example will be

discussed in this course as instances of gender and race inequalities in US

history. These historical episodes after all shall shed light on an understanding

of how gender and race intersect and foster multilayered conditions of social

inequality in the US.

Please sign up for this course on WebCT (participation is limited to 36

students) – organizational information regarding for example texts and reader

will be posted there as well. This online-platform for our course will be

available towards the end of September.

Proseminar: Migration and Ethnicity in American History

Michaela Bank

Mo 16-18 Ort: IG 4.201

What is ethnicity actually and where does it evolve from, how is it produced

and what is its cultural significance in US society? Is it In tracing the history


29

of migration and ethnic communities in the US in the 19th and 20th centuries

– of European, Asian, and Middle-American descent – we will tackle these

questions of the nature and effects of ethnicity. The history of migration and

ethnicity in this course attempts to understand the underlying power structures

of ethnic orders in the US, its changes and revolutions. In addition to historical

sources and narrations of ethnic experiences we will read and discuss

theoretical texts that offer explanations of the historical production of ethnicity

as well as the novel “Accordion Crimes” by Annie Proulx. Please purchase a

copy well in advance since delivery of English books sometimes takes longer

than expected.

Please sign up for this course on WebCT (participation is limited to 36

students) – organizational information regarding for example texts and reader

will be posted there as well. This online-platform for our course will be

available towards the end of September.

Proseminar: Frontier Fiction

Christa Buschendorf

Di 08:30-10 Ort: IG 1.411

Kommentar: siehe SP I

Proseminar: Introduction to Modern American Drama

James Fisk

Mi 12-14 Ort: IG 1.411

The aim of this course is to help students establish a basis in how to analyze a

play so that they can apply this to their study and appreciation of American

dramatic literature. To this end, we will initially be taking a more historical

and stylistic perspective to theatre in general before we take a look at theatre

in the United States. Even then, our work after that will not immediately

concentrate on plays but rather on scenes and sections from various works so

that we can focus in a more detailed fashion on different ways at looking at a

script. In addition, we will be using a number of paradigms to help us in our

understanding of the complexity of modern American drama.

A reader for the historical and theoretical parts of the course is available for

purchase at the Script & Kopie copy shop. Master copies of the plays to be

discussed will be made available in Room 17.

Proseminar: Early Film: Tod Browning

Bernd Herzogenrath

Mo 18-20 Ort: NG 2.701

Kommentar: siehe SP I


Proseminar: Cultures of Eloquence: Public Speaking in the 19th Century

Johannes Völz

Mi 12-14 Ort: IG 3.201

Kommentar: siehe SP I

Proseminar: Action Theory

Katharina Worch

Do 16-18 Ort: IG 3.201

30

Seminar:

Grundbegriffe relationssoziologischer Kulturtheorie

Christa Buschendorf

Blockseminar im Haus Bergkranz, 27.09. - 03.10.2009

Im Seminar sollen Grundbegriffe des relationssoziologischen Ansatzes

diskutiert werden, den Pierre Bourdieu in Auseinandersetzung mit

entsprechenden Vorprägungen der philosophischen, psychologischen und

soziologischen Tradition des 19. und 20. Jahrhunderts entwickelt hat: u.a. der

Relationsbegriff und die Methode des relationalen Denkens vor der Folie von

Ernst Cassirers Funktions- und Norbert Elias’ Figurationsbegriff; das Konzept

des Feldes vor dem Hintergrund des gleichnamigen Konzepts des Psychologen

Kurt Lewin; die kulturalistisch-soziologische Erweiterung des ökonomischen

– durch Karl Marx elaborierten – Kapitalbegriffs; der partiell durch Max

Weber inspirierte Klassenbegriff in Absetzung von dem des strukturalistischen

Marxisten Nicos Poulantzas; das Konzept des Habitus im Gegensatz zu

entsprechenden Konzepten bei John Dewey, Arnold Gehlen und wiederum

Norbert Elias; zentrale Facetten des Konzepts der symbolischen Gewalt wie

das der Verschränkung von Anerkennung und Verkennung vor dem

Hintergrund des Hegelschen Anerkennungskonzepts und des Marxschen

Ideologiebegriffs.

Bitte melden Sie sich bis zum 10. August 2009 per email an:

c.buschendorf@em.uni-frankfurt.de. Sie erhalten dann nähere Informationen.

Seminar:

Violence in African-American Fiction

Christa Buschendorf

Di 18-22 (14tägl. ab 13.10.) Ort: IG 251

Kommentar: siehe SP I

Seminar:

An American Body Politic – A Materialist Approach

Bernd Herzogenrath

Mo 14-16 Ort: Cas 1.812

Kommentar: siehe SP I


31

Seminar:

Reading Theory

Bernd Herzogenrath

Mi 8.30-10 Ort: IG 411

Kommentar: siehe SP I

Seminar:

Black Power: African American Drama

Thomas Leuchtenmüller

Mo 10-12 Ort: NM 112

Kommentar: siehe SP I

Seminar:

Gender and Aging in Literature

Susanne Opfermann

Do 10-12 Ort: IG 254

Kommentar: siehe SP I

Seminar:

Chicano/a Studies: Phases in the Development of Mexican American

Culture

Bernd Peyer

Fr 14-16 Ort: FLAT 4

Latinos/as, currently the largest “ethnic minority” in the United States, have

been shaping North American history, culture, and geography since the early

16th century, or long before the advent of English settlers. This seminar

focuses on the most prominent segment of the Latino/a population, namely

Mexican Americans, and traces the evolution of their complex “borderland

culture” through four distinguishable historical epochs: Spanish Colonial

(1518-1810), Mexican National (1810-1848), Transitional (1848-1950s), and

Chicano/a (1960s-present). Lectures, audio-visual presentations, and a student

reader comprise the main source of information and provide the basis for class

discussions. Knowledge of Spanish is definitely an advantage but not a

prerequisite for participation as all reading materials and presentations are in

English (including translations of original Spanish texts) with occasional

digressions into “Spanglish.”

Seminar: Arab-American before and after 9/11

Birgit Spengler

Di 14-16 Ort: IG 251

Kommentar: siehe SP I


32

Seminar:

Fictions of Security

Johannes Völz

Mo 16-18 Ort: NG 1.741b

Kommentar: siehe SP I

Seminar:

Picture America

Eva-Sabine Zehelein

Einzelveranstaltungen am 23.10. (14-19 Uhr), 24.10. (09-18 Uhr), 30.10. (14-

19 Uhr) und 31.10. (09-18 Uhr), jeweils IG 3.201.

SCHWERPUNKT III: AMERIKANISCHE GESCHICHTE UND GESELLSCHAFT

Proseminar: Einführung in die amerikanische Ideen- und Sozialgeschichte I

Michaela Bank

Do 12-14 Ort: N.N.

Do 16-18 Ort: IG 251

Chronologically, we will get to know US history from colonial times to the

Civil War, focusing on major social and political developments in these times.

We will also learn about the major ideas and thoughts which have shaped

conceptions of American identity that still have an impact in today’s society

and politics in the US.

A tutorial in conjunction with this introductory course will be offered and

participation is strongly advised.

In order to participate, please send me a short email (name, course of studies,

semester) since participation is limited to 40 students. In addition, sign up for

this course on WebCT – organizational information regarding for example

texts, reader and the tutorial will be posted there as well. This online-platform

for our course will be available towards the end of September.

Proseminar: Family in the US from 1700 to the present

Michaela Bank

Mo 10-12 Ort: HZ 13

Kommentar: siehe SP II

Proseminar: Gender and Race in American History

Michaela Bank

Mi 16-18 Ort: IG 4.201

Kommentar: siehe SP II


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Proseminar: Migration and Ethnicity in American History

Michaela Bank

Mo 16-18 Ort: IG 4.201

Kommentar: siehe SP II

Seminar:

Violence in African-American Fiction

Christa Buschendorf

Di 18-22 (14tägl. ab 13.10.) Ort: IG 251

Kommentar: siehe SP I

Seminar:

Chicano/a Studies: Phases in the Development of Mexican American

Culture

Bernd Peyer

Fr 14-16 Ort: FLAT 4

Kommentar: siehe SP II

Seminar:

Picture America

Eva-Sabine Zehelein

Einzelveranstaltungen am 23.10. (14-19 Uhr), 24.10. (09-18 Uhr), 30.10. (14-

19 Uhr) und 31.10. (09-18 Uhr), jeweils IG 3.201.

ANGLISTIK

Seminar:

South Asian Diasporas today: Voices from Canada, the USA, Australia and

Great Britain

Sissy Helff

Fr 12-14 Ort: NG 2.701

Kommentar: siehe Amerikanistik, SP I

Fachbereich 11: Geowissenschaften / Geographie

Institut für Humangeographie

Exkursion: Seminartage vor Ort: „Mexico Borderlands“ (u.a. Tijuana, San Diego, Los

Angeles)

Christian Berndt


34

Exkursion des Seminars „Orte der Globalisierung – Vertiefung

Wirtschaftsgeographie: US-Mexico Borderlands: Globale Geographien einer

transnationalen Region“, siehe unten.

Seminar:

Orte der Globalisierung - Vertiefung Wirtschaftsgeographie: US-Mexico

Borderlands: Globale Geographien einer transnationalen Region

Christian Berndt

Mi 10-11

Ort: RM 6-8 / 13a

Vorbesprechungstermin: Mittwoch, 14.10., 10 Uhr c.t., RM 13a (Robert-

Mayer-Straße 6-8).

Im Seminar werden die Studierenden auf die Exkursion nach Baja California

(Mexiko) und das südliche Kalifornien vorbereitet. Wichtige gesellschaftliche

Veränderungsprozesse in den USA und Mexiko werden aus aktuellen

theoretischen Perspektiven diskutiert.

Die Veranstaltung wird voraussichtlich in Kooperation mit dem

geographischen Institut der Universität Mainz durchgeführt. Deshalb sind

zusätzlich zu regelmäßigen internen Treffen gemeinsame Blocktermine

vorgesehen. Die genaue Terminplanung wird zu Beginn der Veranstaltung

bekannt gegeben.

Gute Kenntnisse der englischen Sprache, Spanischkenntnisse erwünscht.

Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltung online an. Die Online-

Anmeldung findet in der Zeit von Montag, 8. Juni 2009, 00:00 Uhr bis

Montag, 29. Juni 2009, 00:00 Uhr statt.

Weitere Informationen zum Verfahren und einen Link zum Anmeldeformular

finden Sie unter: http://www.geo.uni-frankfurt.de/ifh/Studium/online/

index.html.

Anmeldungen, die nach dem Ende der Anmeldefrist oder auf anderem Wege

(z.B. E-Mail) eingehen, können nicht berücksichtigt oder beantwortet werden.

Literatur:

Wird zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben.

Universität des Dritten Lebensalters

Vorlesung: Ungleichzeitigkeit und Moderne – Eine amerikanische Kulturlandschaft

Olaf Hansen

Mo 16-18

Ort: Jügelhaus – H2

Theorien der Moderne betonen zumeist den Zusammenhang von Fortschritt

und Erfahrungsverlust. Ob Benjamin, Weber, oder Heidegger, sie alle

beklagen, aus unterschiedlichen Gesichtspunkten ein der Moderne inhärentes

Defizit. (Auraverlust, Entzauberung der Welt, Technikdominanz). Weder

diese, noch entsprechende Säkularisierungstheorien scheinen in den

amerikanischen Südstaaten Geltung zu haben. Als extremes Beispiel dient das

Mississippi-Delta, als einzigartige Kulturlandschaft, in seiner Geschichte und

Gegenwart. Hier finden wir in Kunst, Kultur und Gesellschaft, eine


35

Koexistenz von Tradition und Moderne in der Literatur, der Musik, der

Religion.

Literatur und Sekundärliteratur wird in der Form eines „Readers“ zur

Verfügung gestellt.

Seminar:

Carlos Fuentes: Erzählen auf Mexikanisch

Diana Garcia Simon

Fr 12-14 Ort: NM 111

Mit seinen Essays, Romanen und Erzählungen stößt Carlos Fuentes (geboren

1928 in Panama) eine Tür zur europäischen Avantgarde auf, ohne die Wurzeln

der Kolonialliteratur Mexikos zu vernachlässigen. Sein Diskurs pendelt

zwischen dem spanischen Erbe und den neuen Richtungen der Literatur

Englands und Frankreichs, zwischen der Stadt als Utopie und dem Land als

Metapher der mexikanischen/lateinamerikanischen Identität. Um es mit seinen

Worten auszudrücken: "Die Literatur ist eine Form des Exorzismus. Sie treibt

die Dämonen aus, die wir in uns haben".

Literatur:

Fuentes, Carlos: Constantia. Frankfurt a. M. 2000; ders.: Unheimliche

Gesellschaft. Sechs phantastische Erzählungen, Frankfurt a. M. 2008.


************************************************

Studium in Nordamerika

Informationen und Beratung zu Studienmöglichkeiten in Nordamerika:

International Office, Frau Brigitte Wilhelm, Sozialzentrum der Universität/Neue

Mensa (Bockenheim), Raum 523-524; Tel.: 798-22307, Email: B.Wilhelm@em.unifrankfurt.de

Dr. Birgit Spengler, IEAS/IG-Farben-Hochhaus (Westend), Raum 4.218, Email:

b.spengler@em.uni-frankfurt.de

Die Informationsbroschüre des International Office zum Auslandsstudium finden Sie als

pdf-Datei unter: http://www.uni-frankfurt.de/international/doku/ausland.pdf

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