1982-2002 - Gräber | Architekten & Ingenieure

graeberarchitekten

1982-2002 - Gräber | Architekten & Ingenieure

Grafenstraße 39

64283 Darmstadt

Tel 06151-997744

Fax 06151-291403

ulrich.graeber@t-online.de

Dipl.Ing. Ulrich Gräber

Freier Architekt BDA

Gräber | Architekten & Ingenieure


1981-2002


Architektur schafft Ordnung.

Architektur dient der Orientierung.

Einfache und klare Formen fügen sich ordnend

in den jeweils vorgefundenen Ort ein und

werten zugleich den umgebenden Raum auf.

Das Gebäude ist immer ein Zusammenspiel

aus Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Funktionalität.

Im Vordergrund steht für uns das

Entstehen eines Gebäudes, welches den

Interessen der privaten und öffentlichen Bauherren

ebenso gerecht wird wie denen der

Nutzer. Ziel ist immer eine städtebaulich,

funktional und konstruktiv in sich schlüssige,

saubere Lösung. Die sorgfältige Auseinandersetzung

mit Konstruktion, Funktion und Form

sowie die Präzision bis ins Detail kennzeichnet

die Arbeit unseres Büros. Unsere Architektur

lässt sich nicht auf einen durchgängigen,

formalen Stil festlegen. Der architektonische

Lösungsansatz ist immer geprägt durch die

jeweilige Interpretation der Bauaufgabe, die

Bedingungen des Ortes und die zu organisierende

Funktion.

Unser Leistungsspektrum umfasst die gesamte

Objektplanung von der Konzeption und Planung,

über die Vorbereitung und Mitwirkung

bei der Vergabe, bis hin zur Bauüberwachung

und Objektbetreuung.

Darüber hinaus bieten wir mit der Generalplanung

die Übernahme sämtlicher Architektenund

Ingenieurleistungen als alleiniger Vertragsund

Ansprechpartner des Auftraggebers an.

Neben der Planung und Realisierung von Neubauten

haben wir uns zunehmend mit dem

Bauen im Bestand, der Umnutzung und der

Modernisierung auseinandergesetzt. Die sorgfältige

Analyse von Bauaufgabe und Situation

erfolgt in Zusammenarbeit mit Fachingenieuren

und Tragwerksplanern. In erster Linie aber

verstehen wir unsere Arbeit als ein ganzheitliches

Planen und Bauen, das die Überlegungen

zur Innenraumgestaltung ebenso einschliesst

wie Beleuchtungskonzepte und Aussenanlagen.

Unser Tätigkeitsfeld erstreckt sich von der

Realisierung kleiner Um- und Anbauten bis

hin zu schlüsselfertigen Hochbauprojekten.

Mit der Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben

erfahren wir immer wieder neue

Impulse und zugleich eine Bewertung durch

neutrale Gremien.

Die vorliegende Projektbroschüre stellt die

Arbeit unseres Büros vor. Sie verschafft Einblick

in eine Bandbreite an Projektrealisierungen

und Wettbewerbsbeiträgen aus den letzten

zwanzig Jahren und zeigt die Entwicklungsschritte

im Entwerfen sowie im Umgang mit

unterschiedlichen Darstellungstechniken auf.

Dipl.Ing. Ulrich Gräber, Freier Architekt BDA


1995-2001

Wohn- und Geschäftshaus

Leipzig

Planungs- und Bauzeit:

1995-1998/ 2000-2001

Standort: Kochstrasse 64/ 66

04275 Leipzig-Connewitz

Bauherr: Fam. Dürbeck GbR

Frankfurt/ Main

LPH 1-8 mit Aussenanlagen

Die Sanierung des denkmalgeschützten

Gründerzeitgebäudes bildet, verbunden mit

der Realisierung eines fünfgeschossigen

Neubaus, ein Ensemble aus Alt und Neu, das

zur Aufwertung des Stadtviertels beiträgt.


Ein seit dem Krieg brachliegendes

Eckgrundstück und ein stark sanierungsbedürftiges,denkmalgeschütztes

Wohnhaus aus der Gründerzeit

waren Ausgangspunkt für eine

umfangreiche Stadtreparatur in der

Leipziger Südvorstadt. Die städtebauliche

Entwicklung in Connewitz,

eine verkehrstechnisch hervorragende

Anbindung an das Zentrum

und die unmittelbare Nachbarschaft

zu den weitreichenden Grünflächen

entlang der Wasserläufe von Parthe,

Pleisse und Weisser Elster bilden den

Hintergrund für ein harmonisches

Ensemble aus Alt und Neu.

Lageplan


Der Entwurf entwickelt sich aus

den städtebaulichen Strukturen

und Merkmalen des Quartiers und

schliesst die Ecke Kochstrasse/

Fichtestrasse. Die Gestaltung der

Gebäude leitet sich ab von Elementen

der um die Jahrhundertwende

entstandenen villenartigen Wohnhäuser.

Dekorative Ornamente prägen

das Strassenbild im Gegensatz zu

einer reduzierten, schlichteren

Gestaltung der Hoffassaden. Das der

traditionellen Dachform angepasste

Krüppelwalmdach wird Teil der

umgebenden Dachlandschaft. Der

Glaserker an der Strassenkreuzung

akzentuiert die Gebäudeecke in der

bestehenden Bebauung.

In dem fünfgeschossigen Neubau

befinden sich 27 Wohneinheiten

unterschiedlichen Typs, sowie mehr

als 1000 m² aufteilbare Büro- und

Ladenflächen im Erdgeschoss und

1. Obergeschoss. Die dazugehörigen

Nebenräume sind im 1. und 2. Untergeschoss

auf gleichem Niveau mit

der Tiefgarage.

Das Gründerzeitgebäude wurde in

seiner baulichen Struktur von Grund

auf saniert. Der Erhaltung und

Sanierung der Straßenfassade, der

Rekonstruktion des Dekors und der

Ornamentik kamen hierbei besondere

Bedeutung und Aufmerksamkeit

zu. Dabei wurden die Fenster und

gestaltprägenden Fassadenelemente

durchgängig in den bestehenden

Proportionen erneuert.

Hofseitig, zwischen Alt- und

Neubau, befindet sich der Haupteingang

zu den Wohnungen. Die

Ladenflächen im Erdgeschoss und

die Büros des 1. Obergeschosses im

Neubau werden direkt von der

Strasse erschlossen.

Mit dem Ausbau des Dachgeschosses

im Altbau wurden acht Wohneinheiten

realisiert. Die Läden im

Erdgeschoss - teilweise halbgeschossig

versetzt - sind in ursprünglicher

Gestalt wiederhergestellt. Durch

eine neue Grundrissorganisation,

die Orientierung nach Westen zum

Innenhof, sowie die Galerieausbildung

im Dachgeschoss erfahren

die Wohnungen eine wesentliche

Qualitätsverbesserung.

An konstruktiven Eingriffen wurden

neben der Trockenlegung des Kellermauerwerks

das Einbringen neuer

Stahlbetondecken, der Einbau eines

neuen Treppenhauses mit Aufzug,

die Errichtung des Dachstuhles

sowie der haustechnische Neuausbau

aller Geschosse vorgenommen.

Die Materialität der Fassaden

wird im wesentlichen durch Glas-,

Klinker- und Putzflächen bestimmt.

Alle Verglasungen wurden als

Leichtmetall-Pfosten-Riegel-

Konstruktionen ausgeführt, die

Wandflächen erhielten ein Wärmedämm-Putzsystem

mit einer fein

strukturierten Oberfläche.

In Verbindung mit der restaurierten

Fassade des Altbaus entsteht hier

nicht nur eine gestalterische Einheit,

sondern auch ein spürbarer

und spannungsvoller Kontrast von

Alt und Neu.


1. Obergeschoss


Ansicht Hofseite


2. Obergeschoss


Die Ausführungen des Innenausbaus

orientieren sich an den jeweiligen

Nutzungen: Wohnen,

Erschliessungs-, Büro- und Ladenflächen.

In Alt- und Neubau erfüllen

die Wohnungen einen gleich hohen

Standard: putzbündige Sockelausbildungen,

raumhoch geflieste

Bäder und WCs, Parkettböden und

hohe Türelemente mit umlaufenden

Schattenfugen unterstreichen den

hochwertigen Ausbau. Helle Böden

aus Betonwerkstein sowie das

Weiss der Wände und Decken mit

Einbaustrahlern in Treppenhäusern,

Fluren und Laubengängen vermitteln

eine großzügige Wirkung.

Für die Büroflächen im 1. Obergeschoss

wurde ein flexibler

Grundausbau mit Hohlraumboden

vorgesehen. Separat zu steuernde

Aussenraffstores bieten die nötigen

Verschattungsmöglichkeiten,

Oberlichter sorgen in den innenliegenden

Erschliessungszonen für

zusätzliches Tageslicht.

Der Innenhof erweitert die Anlage

um einen attraktiven Aussenraum

für Kinderspiel und Aufenthalt.

Eine überdachte und begrünte

Stahlkonstruktion umfasst den

Wohnhof, der sich in Grünflächen

und Baumgruppen, wassergebundene

Decken und Pflasterbeläge

gliedert.

Vermessung:

IB Riehl, Hochheim

IB Messmer, Grimma

Baugrund:

Fa. Baugeo, Leipzig

Statik, Schall- und Wärmeschutz:

IB Heusel und Schantz, Michelstadt

Prüfstatik:

Prof. Mann und Bernhardt,

Darmstadt/ Leipzig

HLSE/ Fö:

HL Technik, München/ Frankfurt

IB von der Beck, Haiger

IKL und Partner, Leipzig

Gutachterl. Begleitung:

HJW Prof.Dr. Wittig, Leipzig

Brandschutz:

IB Eulitz, Dresden

Beratung Fassade:

IB Zimmermann/ Puchheim,

IB Rau/ Wendlingen

Glas-Sonderkonstruktionen:

IB Wörner und Partner, Darmstadt

Bauleitung:

1996 -1998 in Zusammenarbeit

mit Dipl.Ing. Hartmut Straub

2000 - 2002 in Zusammenarbeit

mit Dipl.Ing. Jens Gäbelein

Mitarbeiter:

Frank Hördler,

Miroslav Kubani,

Rainer Lortz,

Katja Merz,

Michael Protsch,

Alexander Radoske,

Ulrike Schulte-Harlinghausen,

Daniele de Tina,


Schnitt Neubau/ Hofansicht Altbau


1999-2000

Produktions-, Forschungs-,

und Verwaltungsgebäude

Muegge Electronic

Reichelsheim

Standort: Hochstrasse 4-6

64385 Reichelsheim

Bauherr: Muegge Electronic

Reichelsheim

LPH 1-8 mit baufertigen und

losen Einbauten

und Aussenanlagen

Das Familienunternehmen legte bei der

Realisierung grossen Wert auf eine gestalterische

Umsetzung seiner offenen

Firmenphilosophie.


Die Firmenzentrale von Muegge

Electronic befindet sich in einer

landschaftlich reizvollen Umgebung,

eingebettet in die Höhenzüge des

Odenwaldes. Das Familienunternehmen,

führend auf dem Gebiet

der Mikrowellen- und Plasmatechnik,

legte bei der Realisierung

grossen Wert auf die gestalterische

Umsetzung seiner offenen Firmenphilosophie.

Auf eine hierarchische

Trennung von Geschäftsleitung und

Mitarbeitern sollte verzichtet, den

Anforderungen an Verwaltung,

Forschung und Entwicklung Rechnung

getragen werden.

Es galt, ein architektonisches

Konzept zu finden, das, unterteilt

in zwei Bauabschnitte mit jeweils

2000 m² Nutzfläche, die Anforderungen

der unterschiedlichen

Nutzungsbereiche erfüllen und auf

die topografischen Begebenheiten

reagieren sollte.

Einfache, klare Baukörper wurden

so auf dem abschüssigen Gelände

platziert, dass sie sich wie selbstverständlich

in das Gelände einfügen.

Im Norden bildet ein massiver

dreigeschossiger Büroriegel mit

einem flachgeneigten, weit auskragenden

Metalldach das Rückgrat

der Anlage. Daran schliesst der

zweigeschossige Servicebereich mit

Neben- und Technikräumen an.

Nach Süden, eingeschnitten in den

Hang, liegt die eingeschossige Halle

in leichter Stahlkonstruktion mit

den Sonderflächen und dem offenen

Untergeschoss, welches über

500 m² niveaugleiche Andienungsund

Lagerflächen verfügt.

Vermessung:

IB Kolb, Darmstadt

Baugrund:

Prof. Schmidt, Darmstadt

Statik, Schall- und Wärmeschutz:

IB Heusel und Schantz, Michelstadt

HLSE/Fö:

IB v. d. Beck, Haiger

Brandschutz:

IB Eulitz, Dresden

Mitarbeiter:

Joachim Britz, Anja Leger


Ansicht Verwaltung

Die Haupterschliessung erfolgt

über die Hochstrasse. Hier befinden

sich Haupteingang, Parkplätze für

Besucher und Geschäftsleitung

sowie die Anlieferungszone für

Fertigungs- und Forschungsbereich.

Personaleingang, Stellplätze für

Mitarbeiter und die Andienung der

grossen Lagerflächen im offenen

Untergeschoss sind auf der Hofseite

angeordnet.

Durch die Verknüpfung der Gebäude

entstehen kurze Wege

zwischen den einzeln Nutzungsbereichen.

Offene Flure und ein

zentrales Treppenhaus sind ein

wesentlicher Bestandteil der

kommunikativen Zonen und ermöglichen

die Sichtbeziehungen

zum Aussenraum.

2. Bauabschnitt


Erdgeschoss


Der klaren Gebäudestruktur entsprechend,

entschied man sich für wenige

unterschiedliche Materialien, die die

technische Eleganz und Prägnanz in

den Vordergrund stellen. Die Gebäudehülle

wurde im Hinblick auf kurze

Fertigungs- und Montagefristen,

Kosten und Bauunterhaltung, insbesondere

aber unter energetischen

Wärmeschutzaspekten optimiert und

umgesetzt. Sie besteht aus einer metallenen

Verkleidung mit horizontalen

Sinuswellen, kombiniert mit grün

abgesetzten Glaspaneelen.

Dunkelblaue Wandscheiben trennen

die unterschiedlichen Nutzungszonen.

Die Brüstungsbereiche in der Nord-

fassade sind mit endlackierten,

wärmegedämmten Stahlkassettenelementen

ausgeführt.

Das Dach der Produktionshalle - die

‘fünfte Fassade’ - ist als extensives

Gründach ausgeführt. Spannungsvoll

unterbrochen wird die Oberfläche

durch diagonal eingesetzte quadratische

Lichtkuppeln.

Der Innenausbau folgt der schlichten

Sprache des äusseren Erscheinungsbildes.

Der fugenlose, anthrazitfarbene

Spezialestrich des Hallenbodens

und die Stahlkonstruktion mit weissen

Innenblechen stehen im Kontrast

zu den dunkelblauen Wandscheiben.

Die hellen Fliesen der Nebenräume

und WC’s, der anthrazit-schwarze

Rekomarmor mit putzbündigen

Sockeln als Fussbodenbelag im

Erdgeschoss, Untergeschoss und

Treppenhaus sowie die weissen

Wand- und Deckenflächen zeugen

von einer reduzierten Farbigkeit und

einem schlichten, eleganten Ausbau.

In den Bürobereichen mit dunklen

Teppichböden unterbrechen raumhohe

Türen mit Oberlichtern die

Schrankwandzonen der Flure.

Die Langfeldleuchten der Produktions-

und Bürobereiche wurden mit

einem Leuchtenhersteller eigens für

das Projekt entwickelt.

Querschnitt


1998-1999

Stadtbücherei Ebracher Hof

Schweinfurt

Wettbewerb

1.+2. Stufe / e.W.

Der gläserne Kubus der Stadtbücherei

definiert im Einklang mit dem Museum

Georg Schäfer den neuen Stadteingang.


Konzept

Städtebau

Städtebauliche Situation

Struktur


Mit der neuen Stadtbücherei im

Ebracher Hof wird eine Aufwertung

und Ordnung des Quartiers

angestrebt. Die geplanten kulturellen

Einrichtungen - Museum

und Bücherei - sollen in Zukunft

das Viertel prägen und gestalten.

Durch die Sanierung der Hofanlage

aus dem 16. Jahrhundert und das

neue, eigenständige Erweiterungsgebäude

an der Ecke Paul-Rummert-

Ring/ Brückengasse ergibt sich, in

Verbindung mit dem Museum, ein

harmonisches Gebäudeensemble.

Ansicht vom Paul-Rummert-Ring


Erdgeschoss


Hofansicht Zehntscheune / Schnitt Neubau Querschnitt Zehntscheune / Hofansicht

Dem Konzept liegt besonders die

Verflechtung im städtischen Raum

zu Grunde. Mit der Erweiterung

der Stadtbücherei stellt sich die

Aufgabe, die sensible, durch den

Ausbau des Paul-Rummert-Rings

städtebaulich 'beschädigte' Eingangssituation

der historischen

Altstadt zu reparieren und neu zu

formulieren. Der Entwurf sieht

einen gläsernen Kubus vor, der,

in Verbindung mit dem Museum

Georg Schäfer, den neuen Stadteingang

definiert und klare Begrenzungen

schafft. Die Wahrung

masstäblicher Distanz des Neubaus

zum Ebracher Hof unterstreicht

die Bedeutung der mittelalterlichen

Zehntscheune als zentrales

Element.

Das Ensemble besteht aus drei

Baukörpern - der Zehntscheune,

dem Seitenbau und der Erweiterung.

Im Erdgeschoss der Scheune

befinden sich der Marktbereich

mit Lesecafé und Verbuchungstheke,

in den Geschossen darüber

die Kinder- und Jugendbibliothek.

Im Neubau ist auf drei Geschossen

die Erwachsenenbibliothek untergebracht,

ein Laden im Erdgeschoss

bildet einen transparenten Sockel,

auf dem der Kubus ‘schwebt’. Der

Seitenbau beinhaltet die Verwal-

tung. Verbunden wird das Ensemble

über einen kleinen 'Glaswürfel',

der sich zwischen Zehntscheune

und Seitengebäude einfügt und

die ehemalige Sackgassensituation

des Hofes öffnet. Er bildet den

Zugang zur Bücherei von der Rittergasse

durch den Hof kommend

und vom Paul-Rummert-Ring aus.

Die Sanierung der Altbauten erfolgt

sowohl unter Berücksichtigung der

Belange des Denkmalschutzes, als

auch der erforderlichen Bedingungen

infolge einer neuen Nutzung.

Besondere Bedeutung kommt der

Restaurierung der mittelalterlichen

Tragkonstruktionen zu.

Die beiden Bibliotheksbereiche -

Zehntscheune und Neubau - stehen

in ihrer Materialität in einem

spannungsvollen Gegensatz. Der

Charakter der Scheune ist geprägt

von Massivität und Schwere, der

Glaskubus mit zweischichtiger

Lamellenfassade setzt sich dem

leicht und transparent entgegen.

Der Kontrast der Baukörper spiegelt

sich in den Beleuchtungskonzepten

wider: bei Dunkelheit werden die

denkmalgeschützten Strukturen in

Szene gesetzt und erzeugen einen

interessanten Kontrast zum leuchtenden

Kristallkörper des Neubaus.


1998

Zentralbibliothek Ulm

Wettbewerb

Der Entwurf lebt vom Gegenspiel

der fliessenden Form und einem

stabilisierenden ‘Rücken’.


Die neue Zentralbibliothek besetzt einen

prägnanten Ort im Stadtgefüge. Aus

zwei Baukörpern bestehend bildet sie

an der Verbindung von Schwörhaus und

Weinhof zum Marktplatz eine Passage

und formuliert so einen fliessenden

öffentlichen Raum. Die beiden Elemente

des Bibliotheksgebäudes symbolisieren

einen spannungsvollen Gegensatz: ein

stringenter, stabilisierender 'Rücken'

und ein sich öffnender, weicher 'Bauch'.

Der statische Rücken reagiert auf die

städtebauliche Situation, er schliesst

räumliche Kanten. Er bietet seinen

sortierten, gereihten Inhalt dem Besucher

an und stellt, einer Vitrine gleich,

den Bücherbestand im Stadtraum aus.

Mit seinen fliessenden Bewegungen

ermöglicht der 'Bauch' den Zugang zur

Bibliothek ohne Hemmschwellen

entstehen zu lassen. Er lädt ein, führt

den Besucher vom Marktplatz in das

Gebäude hinein und leitet ihn weiter

nach oben. Die Form folgt der Bewegung.

Im Erdgeschoss setzt sich die

Charakteristik des öffentlichen Stadtraumes

fort: hier befinden sich ein

Café, Läden und Aufenthaltsflächen.

Auf den oberen Ebenen präsentieren

sich die Bibliotheks- und Arbeitsbereiche.

Verbindungsstege zwischen

den Baukörpern ermöglichen direkte

Erreichbarkeit und den freien Blick in

den Innenraum der Passage.

Platzabfolge ‘Hart und Weich’ Zugang - Rückgriff


Städtebauliche Situation


Querschnitt

Ebene 3

Ebene 2

Ebene 1

Erdgeschoss


Längsschnitt


1998

Neubau Kreisverwaltung

Nordwestmecklenburg

Grevesmühlen

Wettbewerb

1.+2. Stufe / e.W.

Der Neubau steht im Dialog mit der denkmalgeschützten

Malzfabrik und bildet ein

harmonisches Gegenüber von Alt und Neu,

in dessen Zwischenraum ein Binnenbereich

mit neuen städtebaulichen Qualitäten

entsteht.


Raumbildung Platzsituation Mittelzone


Der Landkreis Nordwestmecklenburg beabsichtigte,

durch einen Neubau die bereits

vorhandenen Verwaltungsflächen in der

Malzfabrik Grevesmühlen zu erweitern und

damit die zu diesem Zeitpunkt dezentral

angeordneten Abteilungen an einem Ort

zusammenzulegen. Das Grundstück befindet

sich in einer räumlich unstrukturierten

Situation am Stadtrand. Geprägt ist der Ort

zum einen durch die umgenutzte Malzfabrik,

zum anderen durch die benachbarte klein-

teilige Wohnbebauung und die angrenzenden

weitläufigen Grünflächen. Der Neubau der

Kreisverwaltung fungiert als vermittelndes

Element zwischen dem massigen Volumen

der Malzfabrik und der räumlich diffusen

Umgebung. Die Anordnung der Baukörper

fasst die äusseren Strassenkanten und schafft

zwischen Malzfabrik und Neubau eine Hofsituation.

Die Zugänge des neuen Ensembles

von der Stadt und den Parkplätzen aus werden

durch die geschwungene Bauform markiert.

Städtebauliche Situation


Ansicht Lübeckerstrasse

Erdgeschoss


Nach aussen agieren Malzfabrik und Neubau

als Gebäudeensemble, im Innenbereich thematisieren

sie den Gegensatz von Alt und

Neu. Das drei- bis viergeschossige Gebäude

besteht aus einem äusseren und einem

inneren Bund als hofseitiges Gegenüber zur

Malzfabrik. Gemeinsam umschliessen sie

einen multifunktionalen inneren Raum,

dessen Geschosse über Lufträume von oben

belichtet werden. In diesem Mittelbereich

befinden sich die Haupterschliessung sowie

die Beratungs-, Warte- und Servicezonen.

Die Verwaltungs- und Bürobereiche zeigen

sich flexibel in ihrer Grundrissorganisation,

räumlich offen und transparent für den

ankommenden Besucher.

Für Fussgänger aus der Innenstadt gut

sichtbar öffnet sich der Haupteingang der

Kreisverwaltung zum Innenhof und stellt

den Bezug zum Eingang der Malzfabrik her.

Der Neubau knüpft an die Gebäudegeometrie

des Altbaus an, unter Aufnahme

wichtiger Kanten entwickeln sich Wegebeziehungen.

Die Gebäude sind fussläufig

durch Stege verbunden - die punktuellen

Anbindungen schaffen gleichzeitig Nähe

und Distanz.

Die Materialien der Fassade reflektieren

die gestalterische Absicht des Entwurfgedankens:

Transparenz und Leichtigkeit

bestimmen die Situation zum Platz. Je

nach Standort gibt die gläserne Fassade

den Blick frei ins Innere des Gebäudes oder

reflektiert die gegenüberliegende Malzfabrik.

Zur Strassenseite dominiert Geschlossenheit,

die Gliederung und Textur der Klinkerfassade

vermittelt zum kleinteiligen Masstab der

benachbarten Wohnbebauung.

Längsschnitt

Querschnitt


1994-1995

Volksbank Gersprenztal-

Otzberg

Reinheim

Wettbewerb

e.W.

Fehlende städtebauliche Rahmenbedingungen

erfordern die Konzeption

einer eigenständigen Gebäudestruktur,

die in Gestalt und Form die räumliche

Situation neu definiert.


Die Volksbank eG Gersprenztal-

Otzberg beabsichtigte, in Reinheim

eine neue Hauptgeschäftsstelle zu

errichten. Das Bankgebäude sollte

auf die sich verändernden Bedingungen

des Marktes reagieren:

optimale Kundenbetreuung, ein

offenes und persönliches Ambiente,

sowie die Flexibilität der

Nutzungen und Funktionen sind

bestimmende Faktoren für ein

bauliches Konzept.

Das Grundstück befindet sich am

Ortsausgang von Reinheim in optimaler

Verkehrsanbindung an die

Bundesstrasse 38. Die periphere

Bebauung, mehrgeschossige

Wohnbauten sowie die Industrieansiedlungen

bilden das städtebauliche

Umfeld. Der Entwurf

hat zum Ziel, inmitten der eher

belanglosen und strukturlosen

Umgebung eine Gebäudeform

zu entwickeln, die eine räumliche

Situation neu definiert.

Die Komposition der Baukörper

bildet, in Verbindung mit den

Baumgruppen und der Platzierung

im Grundstück, spannungsreiche

und erlebbare Aussen- und

Innenräume.

Städtebauliche Situation


Eingangshalle


Die Gebäudestruktur besteht im

wesentlichen aus zwei Baukörpern,

die sich über das Verbindungselement

einer mehrgeschossigen

gläsernen Eingangshalle zum

Strassenraum hin öffnet. Der viergeschossig

geschlossene Gebäuderiegel

der bankinternen Bereiche

bestimmt die Baukante zum

Einkaufszentrum im Norden, die

beiden Kuben mit der offenen

Kundenhalle bilden den Übergang

zur Wohnbebauung nach Süden.

Über einen großzügigen, leicht

ansteigenden Vorplatz erfolgt die

Erschliessung der neuen Hauptgeschäftsstelle

in die mehrgeschossige

luft- und lichtdurchflutete

Eingangshalle. Kundenbereiche

und Eingangshalle sind durch die

Ansicht Goethestrasse

offenen Geschosse und Galerien

räumlich zusammengefasst und

symbolisieren die gewünschte

Transparenz und Offenheit.

Basierend auf den differenzierten

Forderungen des Raumprogramms

ist die Gebäudestruktur durch ein

variierendes Grundraster gekennzeichnet.

Die innere Organisation

bietet eine Flexibilität der

Nutzungen in allen Geschossen:

so lässt sich beispielsweise der

Sozial- und Mehrzweckbereich

im Dachgeschoss bei Bedarf auch

für Grossveranstaltungen nutzen.

In der Materialität setzt sich der

Serviceriegel im Norden durch seine

geschlossene Mauerwerksfassade

vom offen gehaltenen, transparenten

Kundenbereich ab.


Erdgeschoss

Querschnitt


1994


Verwaltungsgebäude der

Nord-West-Ring EG

Frankfurt

Wettbewerb

2. Preis

Der Neubau bildet mit dem angrenzenden

Wohngebäude eine gestalterische Einheit,

die sich im neu konzipierten Cafégarten

zwischen den Verwaltungsgebäuden als

Aufwertung des sanierten Literaturhauses

fortsetzt.


Städtebauliche Situation

Inhalt des Wettbewerbes war die

Konzeption eines Verwaltungsbaus

der Nord-West-Ring Schuh-

Einkaufsgenossenschaft auf dem

firmeneigenen Grundstück.

Zusätzlich galt es, sich mit der

Neugestaltung eines bereits bestehenden

siebengeschossigen

Gebäudes auseinanderzusetzen.

Die städtebaulichen Anforderungen

im Umgang mit dem parkähnlichen

Grundstück an der Bockenheimer

Landstrasse - in Nachbarschaft zu

Palmengarten und Amerikanischem

Konsulat - sind der zu erhaltende

alte Baumbestand, die Erschliessung

von der Bockenheimer Landstrasse

und der Siesmayerstrasse aus, sowie

die räumliche Einbeziehung der

bestehenden Bauten.

Resultierend aus den spezifischen

Bedingungen des Grundstücks -

dem Erhalt der alten, raumbildenden

Bäume und der strukturellen Typologie

des Viertels - entwickelte sich

eine Gebäudeform aus zwei

dreigeschossigen, übereinander

geschichteten Winkeln, die jeweils

auf die bestehenden Raumkanten

des Stadtblocks reagieren.


Ansicht Bockenheimer Landstrasse

Eingangshalle


Erdgeschoss


Ansicht Nord

Von der Bockenheimer Landstrasse

aus erfolgt die Erschliessung über

eine mehrgeschossige verglaste

Eingangshalle, deren visuellen

Abschluss der Gartenhof mit der

mächtigen alten Buche bildet.

Sekundäre Erschliessungsmöglichkeiten

befinden sich im Bereich

der Siesmayerstrasse und dem

Innenhof bzw. Cafégarten.

Die flexible innere Organisation

und Struktur des Gebäudes ermöglicht

unterschiedliche Nutzungen.

Denkbar wäre, den an die Eingangshalle

angeschlossenen Teil

des Gebäudes an der Bockenheimer

Landstrasse als Bank zu nutzen

oder die zum Hof und zur Siesmayerstrasse

orientierten Bereiche

für Wohn- bzw. Büronutzungen

vorzusehen.

Im Dialog mit den bestehenden

Gebäuden der Nachbarschaft

greift im Besonderen die Fassade

an der Bockenheimer Landstrasse

die Fluchten und Proportionen des

Literaturhauses auf.


1992-1994

Haus Streit

Standort : Erich-Kästner-Weg 2

64625 Bensheim-Auerbach

Bauherr: Fam. Streit

Bensheim

LPH 1-9 mit Innenausbau

und Aussenanlagen

Ein klarer Grundriss mit fliessenden

Übergängen und lichtdurchfluteten

Räumen erfüllt den Wunsch nach

Offenheit und Grosszügigkeit.


Planungsgrundstück für den Bau

des Wohnhauses einer fünfköpfigen

Familie war die Eckparzelle

eines neu erschlossenen Baugebietes

in Bensheim-Auerbach. Am

Ende einer bereits bestehenden

Häuserzeile liegt es in direkter

Nachbarschaft zu den weitläufigen

Grünflächen einer Schule.

In den Entwurf floss neben den

gezielten Vorstellungen der

Familie vor allem der Wunsch

nach Offenheit, nach optimaler

Belichtung und dem freien Blick

auf die Weinberge der Bergstrasse

ein. Hieraus entwickelte sich der

klare, quadratische Grundriss mit

fliessenden Übergängen und

grosszügigen, lichtdurchfluteten

Räumen. Bedingt war die Grundrissabmessung

zusätzlich durch

die Festlegungen des Bebauungsplanes

und der daraus folgenden

Baugrenze. Die Orientierung zum

grossflächigen Grün war wesentliches

Entwurfskriterium.

Mittelpunkt des zweigeschossigen

Baukörpers ist die offene, nach

oben verglaste Eingangs- und

Treppenhalle, die auf der Südseite

direkt mit Wintergarten und Terrasse

verknüpft ist. Um die Halle

gruppieren sich im Erdgeschoss

Küche, Wohn- und Esszimmer.

Der Wintergarten lässt sich über

verglaste Falttüren dreiseitig öffnen:

er fungiert als verbindendes

Element zwischen dem Wohnbereich

und der Terrasse.

Im Obergeschoss liegen die

räumlich voneinander getrennten

Kinder- und Elternschlafbereiche

mit jeweils separaten Bädern und

Ankleiden. Die Büroräume des

Untergeschosses erhalten dank

des vertieften Gartenhofes ausreichend

natürliche Belichtung

und lassen sich über eine Aussentreppe

direkt erschliessen.

Der offene Grundriss und die

Transparenz der Fassade erlauben

zahlreiche Blicke in das üppige

Grün des Gartens, gleichzeitig

filtern Glasbausteinwände das

Licht nach innen.

Ein zart grauer Betonstein, filigrane

Stahl-/ Glaskonstruktionen

der Balkone sowie eine hellgraue

Dacheindeckung, kombiniert mit

einer Zinkstehfalzdeckung, unterstreichen

eine sachliche Eleganz,

die sich mit den Rankbepflanzungen

und dem Grünkonzept

der Aussenanlagen zu einem

harmonischen Gesamtbild vervollständigt.

Vermessung:

IB Kolb, Darmstadt

Statik, Schall- und Wärmeschutz:

IB Heusel und Schantz,

Michelstadt

HLSE:

IB Hoffarth, Michelstadt


Erdgeschoss


1993

Generalverwaltung der

Max-Planck-Gesellschaft

München

Wettbewerb

e.W.

Das Entwurfskonzept der fünf Baukörper

bildet, ergänzend zum denkmalgeschützten

Marstall und dem neu gestalteten Marstallplatz,

ein eigenständiges Quartier.


Strassenansicht Grünbeziehungen Altstadtkante Stadtstruktur

Städtebauliche Situation


Die Neuordnung des Marstall-

Areals in München - eines der

letzten eigenständigen Quartiere

im denkmalgeschützten 'Ensemble

Altstadt' in unmittelbarer Nachbarschaft

zu Residenz, Staatskanzlei

und den wichtigsten Einkaufsstrassen

- ist im Zusammenhang mit dem

Neubau der Generalverwaltung der

Max-Planck-Gesellschaft als ein

städtebauliches Gesamtkonzept

zu sehen.

Durch das Einbinden der denkmalgeschützten

Altbausubstanz, den

Rückbau des Altstadtringes zum

Boulevard, den Neubau der Max-

Planck-Gesellschaft und weiterer

Dienstleistungseinrichtungen soll

das Quartier eine städtebauliche

Aufwertung erfahren.


Ansicht Ost

Mit der Definition städtischer

Räume lässt sich ein attraktiver

Ort schaffen, der den Besucher

zum Verweilen einlädt. Der über

einen grosszügigen Vorplatz

erschlossene Neubau der Max-

Planck-Gesellschaft bildet die

nördliche Platzkante. Verbunden

mit der Hofgarten-Galerie und

der denkmalgeschützten Fassade

der Stallungen entsteht eine

räumlich spannungsvolle Gebäudekonstellation,

die im östlichen

Bereich, am Boulevard, durch

einen sechsgeschossigen Baukörper

mit Dienstleistungseinrichtungen

gefasst wird.

Der Marstallplatz bindet sowohl

die Bereiche bis zur Hofgartenstrasse,

als auch jene bis zur

Akademie der Wissenschaften

mit ein. Leichte pavillonartige

Baukörper vervollständigen die

Gebäudeflucht an der Marstallstrasse.

Zur Definition der südlichen

Platzkante werden die

bestehenden denkmalgeschützten

Gebäude durch weitere Bauten

und Hallen ergänzt, die für

Dienstleistung und Verkauf vorgesehen

sind.


Erdgeschoss

Ansicht Nord


1993

Schule mit Stadtteilzentrum

Darmstadt-Kranichstein

Wettbewerb

Der Typus Schule als solcher erfährt

durch die gleichzeitige Nutzung als

Stadtteilzentrum eine neue Interpretation

und somit die besondere

Signifikanz im städtischen Raum.


Grundlage des Entwurfes ist die

Schaffung eines Ortes, an dem

neben der schulischen Funktion

unterschiedliche Nutzungen und

Veranstaltungen für die Öffentlichkeit

- sowohl getrennt als

auch kombiniert - stattfinden

können. Das Planungsgrundstück

liegt in einem Baugebiet am

Rande eines Grünzuges der

Kranichsteiner Seenplatte.

Die städtebaulich räumlichen

Beziehungen ergeben sich aus

der besonderen Lage entlang

der Nord-Süd-Erschliessung der

Bartningstrasse, der Einbeziehung

des Grüngürtels und der direkten

Nachbarschaft zu weiteren gemeinschaftlichen

Einrichtungen.

Hier befinden sich bereits ein

Kindergarten, ein Jugendclub

und ein ökumenisches Zentrum.

Eingangshalle


Städtebauliche Situation

Ansicht West / Strassenseite


Längsschnitt

Der zweigeschossige Baukörper

erstreckt sich entlang der Bartningstrasse

und definiert, in Verlängerung

eines dreigeschossigen Wohnblocks,

den räumlichen Abschluss

des Wohngebietes. An der Kreuzung

Bartningstrasse / Eselbornstrasse

erfolgt die Erschliessung der Anlage,

der Vorbereich wird durch die freistehende

Bibliothek markiert und

betont den Bezug zum öffentlichen

Strassenraum.

Durch eine raumübergreifende,

gläserne Eingangshalle werden die

einzelnen Gebäudevolumen zu einer

Einheit zusammengefasst. Mit den

anschliessenden Mehrzweckbereichen

bilden sie eine baulich

integrative und offene Anlage.

Im Erdgeschoss des hinteren

Gebäuderiegels liegen Volkshochschule,

Familienbetreuung und

Cafeteria. Die schulischen und

öffentlichen Einrichtungen können

separat erschlossen werden. Der

Ganztagesbereich mit der Eingangshalle

öffnet sich nach Süden zum

Kranichsteiner Grünzug. Diesem

vorgelagert sind Forum, Schulgarten

und die Sport- und Freizeitbereiche.

Leicht geneigte Dächer mit extensiver

Begrünung, filigrane Balkonkonstruktionen

und die aufgelösten

Dachüberstände als Sonnenschutz

charakterisieren die architektonisch

gestalterischen Absichten.

Das gläserne Dach der Flurzonen,

das den Bezug zum Aussenraum

herstellt und die Orientierung

erleichtert, unterstützt den Ausdruck

von Transparenz.


Ansicht Süd / Kopfansicht

Erdgeschoss


1992

Akademie

der bildendenden Künste

München

Wettbewerb

e.W.

Der Erweiterungsbau, eine dynamische

Komposition innerhalb der Kulisse des

Parks und des städtischen Raumes, setzt

sich in einen spannungsvollen Kontrast

zum Altbau der Akademie.


Städtebauliche Situation


Innerhalb des unter Naturschutz

stehenden Akademiegartens plante

die Akademie der bildenden Künste

eine Erweiterung zur Unterbringung

von Studienwerkstätten, Vortragssälen,

Ausstellungs- und Aufenthaltsbereichen.

Das Grundstück ist, neben

dem Park und seinem alten Baumbestand,

geprägt von dem denkmalgeschützten

Altbau der Akademie.

Aus dem Ort heraus entwickelt sich

eine Gebäudestruktur, die sich, unter

Einbeziehung der bestehenden

Baumgruppen, spannungsreich in

das denkmalgeschützte Ensemble

einfügt. Die erforderlichen Funktionsbereiche

gliedern sich in ablesbare

Baukörper.

Der viergeschossige Rundbau umschliesst

die hohe Eingangshalle

und orientiert sich zum Park,

somit ist die Voraussetzung für

optimale Belichtung der Arbeitsbereiche

geschaffen. Durchstossen

wird er von einem zweigeschossigen

Verwaltungsriegel, der sich über die

Vortragssäle im Erdgeschoss legt

und ein Gegenüber zur Stadt symbolisiert.

Die vorgelagerte Caféteria

präsentiert sich als freistehendes

Element im Park.

Ansicht Akademiestrasse


Das Ensemble bietet einen

geeigneten Rahmen für 'kunstvolle'

Inszenierungen, Vernissagen und

Ausstellungen. Für Großveranstaltungen

sind Vortrags- und

Sitzungsräume, sowie das Foyer im

Erdgeschoss zusammenschaltbar.

Über Verbindungsstege in den

Obergeschossen erfolgt die Anknüpfung

an die Alte Akademie.

Die Materialien der Fassade -

unterschiedlich strukturierte

Glasflächen und leichte Konstruktionen

- sind Bestandteil des Entwurfsgedankens

und reflektieren

die gestalterischen Absichten von

Transparenz und Leichtigkeit gegenüber

Park und Alter Akademie.

Abwechslung bieten Wandscheiben

und eingestellte Kuben mit flächigen

Natursteinverkleidungen. Zahlreiche

Dachterrassen und Freiflächen bieten

zusätzlichen Raum für Ateliers und

Aufenthaltsbereiche.

Querschnitt


Erdgeschoss


1991

Museum des 20. Jahrhunderts

Nürnberg

Wettbewerb

e.W.

Das Museum des 20. Jahrhunderts:

kulturelle Plattform, Diskussionsort

und gesellschaftlicher Treffpunkt.


Städtebauliche Situation


Im Zuge der Realisierung der

Nürnberger Kulturmeile plante die

Stadt Nürnberg zuerst den Bau des

Staatlichen Museums des 20. Jahrhunderts.

Der Standort ergab sich aus

den Empfehlungen eines vorausgegangenen

städtebaulichen Wettbewerbes.

In der historischen Altstadt befand

sich eine Baulücke, umgeben von

mittelalterlichen Befestigungsanlagen

und dem Stadtgraben, der als Grüngürtel

die Altstadt umschließt.

Mit dem neuen Museum und der

Erweiterung der bereits bestehenden

Kulturbauten sollte das Quartier neu

geordnet werden. Das Konzept nimmt

die Verflechtung im städtischen Raum

auf. Es versucht, eine Form zu entwickeln,

die zum einen als öffentliches

Gebäude erkennbar ist und sich zum

anderen in die Proportionen des

Stadtbildes einbindet.

Das Museumsgebäude ist sehr klar

gegliedert. Es besteht aus einem

dreigeschossigen Kubus, der durch

einen frei gestalteten, schwungvoll

geformten Baukörper gefasst wird.

Eingangshalle und Vortragssaal, der

vorgelagerte Platz, ein Innenhof mit

Übergang zum neuen Design-Zentrum

und die zusätzlichen Wegeverbindungen

bilden eine räumliche Einheit.

Gastronomie, Läden und Galerien

sind entsprechend platziert.

Gebäudeelemente


Entwurfsgedanke war, einen

Museums-Typ zu entwickeln, in

dem Kunst und Kommerz, Ausstellungen

und Galerien mit dem

öffentlichen Raum korrspondieren.

Durch ein differenziertes Flächenangebot

mit Räumen unterschiedlicher

Proportionen bieten sich

verschiedene Möglichkeiten,

Gegenwartskunst und Design in

einem spannungsvollen Nebeneinander

zu präsentieren und so

eine Plattform für Begegnung,

Kommunikation und kulturellen

Austausch zu schaffen.

Ansicht Ost


Querschnitt

Erdgeschoss


Umbau und Erweiterung

Sparkasse Bad Hersfeld

Wettbewerb + Planung

1. Preis – Projekt

Eine Synthese aus Alt und Neu zu

einer klaren raumbildenden Struktur,

die sich ordnend in die städtebauliche

Situation einfügt.

1990-1991


Städtebauliche Situation

Ausgangssituation für eine

Sparkassenerweiterung ist die

Einbeziehung des bestehenden

Bankgebäudes aus den 60er Jahren,

sowie die Sanierung des unter

Denkmalschutz stehenden Hauses

Dudenstrasse 17. Hieraus ergibt

sich die Möglichkeit, zusätzliche

Büroflächen und eine grosszügigere

Kundenhalle zu schaffen. Das Grundstück

der Sparkasse liegt am Rande

der Bad Hersfelder Altstadt. Die

daran angrenzende Bebauung ist

aufgrund zahlreicher Nutzungen

und Strukturen, Materialien und

Dachneigungen ohne Ordnungs-

prinzip. Der Entwurf versteht sich

als eine Synthese von Alt und Neu

zu einem neuen Ganzen. Der Baukörper

entwickelt sich entlang dem

'Schwung' der Grundstücksgrenze,

schiebt sich in und über das 60er-

Jahre-Gebäude und schliesst mit

einem klaren Versatz, unter Ausbildung

einer markanten Ecke, an den

Giebel des Hauses Dudenstrasse 17

an. Die Orientierung an der Grundstücksgrenze

ergibt eine klare,

raumbildende Situation, die sich als

ordnende Struktur einfügt und die

Eckbebauung als 'Stadteingang am

Grüngürtel' definiert.


Auf neue vertikale Erschliessungselemente

kann im Neubauteil verzichtet

werden, da die Erschliessung

über das schon bestehende Gebäude

erfolgt. Dem Eingang Reichsstrasse

wird eine grosszügige Treppenanlage

vorgelagert. Haupterschliessung

und Eingang Reichsstrasse werden

beibehalten und greifen in der neu

konzipierten Kundenhalle ineinander,

um so spannungsvolle Raumerlebnisse

zu erzeugen. Von einer

zentralen Kontrolle aus können

Eingänge, Kundenbereiche und die

Kassen überwacht werden.

Die Kundenhalle verknüpft die

Situationen von Alt und Neu und

umfasst alle Kundenbereiche

(Privat-/ Firmenkunden), Kassen

und Informationsbereiche. Durch

grossflächige Oberlichter erhält die

Halle zusätzliches Licht und die nötige

Transparenz. Im Obergeschoss

befinden sich die Räumlichkeiten

des Vorstandes, die über einen

Luftraum mit dem Erdgeschossbereich

verbunden werden. Der

Kundentresor liegt im erweiterten

Untergeschoss. In den übrigen

Obergeschossen finden sich die

einzelnen Finanzabteilungen.

Die Fassadengestaltung ist geprägt

durch horizontal gegliederte Putzund

Natursteinflächen, aber auch

durch das Wechselspiel zwischen

Lochfassade und voller Transparenz

und Offenheit. Die verwendeten

Materialien unterstützen eine zurückhaltende

Einfügung der fünfgeschossigen

Baustruktur in die

Umgebung. Eine lichtdurchlässige,

teilweise begrünte Innenhoffassade

vermittelt zwischen den unterschiedlichen

Bauformen und Materialien

der umgebenden Bauteile.

Erdgeschoss


1.Obergeschoss

Querschnitt

2.Obergeschoss Ansicht Dudenstrasse


1990

Büroüberbauung Flughafen

Frankfurt/ Main

Wettbewerb

e.W.

Im Zuge einer wachsenden Frequentierung

des Flughafens Frankfurt und der Entflechtung

interner Abläufe wurde die Neuorganisation

der Flugsteige, der Zugänge zu Besucherterrassen,

Galerien, Austellungs- und Vortragsräumen

zwingend notwendig.


Lageplan

Um interne Betriebsabläufe entflechten

zu können, galt es, die

Flugsteige A und C sowie die Zugänge

zu Besucherterrasse, Galerien

und Vortragsräumen neu zu organisieren.

Die bestehende lineare

Struktur des Hauptgebäudes, die

zwingenden Betriebsabläufe und die

vertikalen Konstruktionselemente

berücksichtigend, sieht der Entwurf

vor, die vorhandene Situation zu

respektieren und durch Erweiterung

aufzuwerten.

Zu den entscheidenden Planungen

zählt das Andocken der beiden

Büroriegel östlich und westlich des

Bestehenden, eine Entzerrung des

Auslandsbereiches C von der zweiten

zur dritten Ebene, gleichzeitig

das Ausbilden eines klaren Gelenkpunktes

mit dem Kreis als trennendes,

gleichzeitig verbindendes

Element im Kreuzungsbereich In-/

Ausland, die Herstellung von

horizontalen und vertikalen Sichtbezügen

durch markante Orientierungspunkte

und Lufträume, die

Schaffung von Aufenthaltsbereichen

in den Flugsteigen, sowie die

Definition eindeutiger Zugänge zu

Terrasse und Restaurant in der

Ebene 3 durch Erweiterung der

bestehenden Rolltreppenanlage.

Aufgrund der Lage in geräuschvoller

und lärmbelasteter Kulisse,

wird eine mehrschichtige Fassade

vorgesehen, die die Anforderungen

eines modernen Bürogebäudes erfüllt.

Die vorgelagerten, horizontal

angeordneten Metall-Lamellen

bestimmen das äussere Erscheinungsbild.

Der technische Ausbau

des Gebäudes und der Büroräume

muss unter den Aspekten der

Wirtschaftlichkeit und Variabilität

besonders behandelt werden.

Weitestgehend wird an das

bestehende Netz angeschlossen.


1988

Verwaltungsgebäude /

Parkhaus Schenck AG

Darmstadt

Wettbewerb

e.W.

Die drei Gebäude des Komplexes stehen

in harmonischer Debatte zueinander und

betonen in ihrer Form und Materialität die

Dynamik des Zusammentreffens von Stadt

und Industriegelände.


Ansicht Landwehrstrasse

Lageplan


Die Aufgabe des an der Kasinostrasse/

Ecke Landwehrstrasse

entstehenden Bürogebäudes besteht

darin, eine städtebaulich

diffuse Situation zu definieren,

die von der Schnittstelle der

Innenstadt mit Industrie und

Gewerbe bestimmt ist.

Die Bebauungsstruktur muss der

Erweiterung der Innenstadtbereiche

hin zu Industrieflächen eine

Koexistenz mehrerer Funktionen

ermöglichen. Die Kasinostrasse

bleibt als Hauptverkehrs- und

Erschliessungsachse erhalten,

definiert sich aber gleichzeitig neu

in ihrer Rolle als 'Tor zur Stadt'

und der Verwandlung in eine

grüne Allee.

Die neuen Gebäudekörper grenzen

direkt an beide Strassen an und

markieren so die Konturen des

städtischen Raumes. Zur Kasinostrasse

zeigen sich die Gebäudeelemente

Büro und Parkhaus als

klar ablesbare, plastische Körper.

Dort, wo sich Haupteingang und

Einfahrt befinden, präsentiert sich

Erdgeschoss

das Bürogebäude zur Landwehrstrasse

hin in seiner Gesamtheit.

Gleich einer Brücke symbolisiert

es seine repräsentative Funktion

als Verbindungselement - die

Verbindung von Stadt und Randgebiet.

Im Grundriss bilden sowohl der

Kreis als auch die vertikalen

Treppenelemente die verknüpfenden

Elemente und definieren

so das Zentrum des gesamten

Bürokomplexes und das Erscheinungsbild

der Firma.


Erweiterung Amtsgericht

Bad Hersfeld

1984-1991

1984 Gutachterlicher Wettbewerb

1. Preis

LPH 1-8 mit Innenausbau und

Aussenanlagen

Standort: Dudenstrasse 17

36251 Bad Hersfeld

Bauherr: Land Hessen, vertreten durch

das Staatsbauamt Bad Hersfeld

Im Mittelpunkt steht eine moderne

Interpretation des öffentlichen Gebäudes

mit dem Ziel, die staatliche Institution

gesellschafts- und bürgernah zu gestalten

und erlebbar zu machen.


Die Erweiterung des Amtsgerichtes

um 2.200 m² Bürofläche findet

unter Einbeziehung eines vorhandenen,

unter Denkmalschutz stehenden

Gebäudes statt. Das Grundstück

befindet sich in der Altstadt Bad

Hersfelds, nahe der Fußgängerzone.

Grundgedanke des Entwurfes ist,

verbesserte städtebauliche Bedingungen

zu schaffen und gleichzeitig

die organisatorischen Erfordernisse

über ein reibungsloses Funktionieren

hinaus zu berücksichtigen.

Die Erweiterung des Amtsgerichts

verknüpft sensibel Alt und Neu. Die

Architektursprache intepretiert die

Bauaufgabe als öffentliches Gebäude

neu, indem sie die staatliche

Institution für seine Nutzer, die

Bürger, erlebbar macht.

Entstanden ist ein Gebäude, das

sich durch einfache, klare Formen

auszeichnet. Es entwickelt sich aus

dem Ort und setzt sich mit den

Bauformen seiner Umgebung auseinander.

Das Verhältnis zwischen

wirtschaftlicher Zweckmässigkeit

und dem Arbeiten in angenehmer

Atmosphäre bleibt ausgewogen.


Ansicht Dudenstrasse

Aus der Strassenflucht zurückgesetzt,

erlaubt die Positionierung

des Neubaus die Ausbildung einer

platzartigen Vorzone. Das unter

Denkmalschutz stehende Amtsgerichtsgebäude

wird dadurch

deutlich hervorgehoben und in

seiner Bedeutung betont. Der Baukörper

möchte sich ordnend in die

bestehenden Strukturen einfügen

und den Strassenraum fassen.

Dadurch kommt der Eckausbildung,

ähnlich wie bei den Gebäuden der

direkten Nachbarschaft, besondere

Bedeutung zu. Form und Inhalt

bewirken eine Aufwertung des

Stadtbildes und einen differenzierten

Strassenraum. Der Baukörper ist

so ausgebildet, dass er sich massstäblich

einfügt. Gleichzeitig weicht

er an städtebaulich markanten

Punkten von der beruhigenden

Strenge ab. Zum Innenhof öffnet

sich das Gebäude durch Herausdrehen

der Sitzungsräume. Diese

nehmen einen besonderen Platz

innerhalb des Gesamtgefüges ein.

Durch ihre plastische, schwere

Form löst sich der Bereich von der

technischen, begrünten Innenhoffassade.

So werden die Funktionen

ablesbar, die Orientierung erleichtert

und die räumliche Beziehung

zum Altbau hergestellt.


Erdgeschoss


Altbau Neubau


Die Anknüpfung an das alte Amtsgericht

kann nur dort erfolgen, wo

sich früher das Wachtmeisterhäuschen

befand, da die Randbedingungen

eine Erschliessung über

das alte Treppenhaus verhindern.

Der Entwurf verzichtet auf den

Erhalt des Häuschens zugunsten

einer eindeutigen Verbindung

von Alt- und Neubau durch eine

transparente, mehrgeschossige

Eingangshalle.

Im Erdgeschossbereich des Neubaus

befinden sich neben den

Sälen die Sanitäts-, Anwalts-,

Anwärter- und Referendarräume

sowie Kasse, Post und Wache. Im

1. Obergeschoss sind die puplikumsintensiven

Bereiche angeordnet -

Vollstreckungsgericht, Zivilrecht,

Handel, Strafsachen und Familienrecht.

Das 2. Obergeschoss dient

den internen Büroräumen und der

Verwaltung. Im Dachgeschoss sind,

neben der Hausmeisterwohnung

mit Blick über das Gesamtareal,

Erweiterungsflächen vorhanden.

Die Büroräume werden natürlich

be- und entlüftet und verfügen

über einen direkten Blick in den

grünen Innenhof.

Die Tragstruktur mit einem Grund-

raster von 7,20 beziehungsweise

3,60 x 4,50 x 2,10 Meter basiert

auf einer wirtschaftlichen Erfordernissen

folgenden Mischkonstruktion

aus Stahlbetonflachdecken, tragenden

Innen- und Aussenwänden,

sowie statisch und konstruktiv

notwendigen Stahlbetonstützen

und Wandscheiben.

Das äussere Erscheinungsbild des

Gebäudes ist geprägt durch gegliederte

Mauerwerksfassaden

und Stützen in Putzbauweise mit

farblich behandelter, witterungsbeständiger

Holzverschalung.

Fensterbänke und Abdeckungen

in naturrotem Sandstein stehen

im Einklang mit Fensterelementen,

Sonnenschutzelementen und

Ziegeleindeckungen, sie wirken

sich gestaltungsweisend auf das

Sanierungsgebiet der Hersfelder

Altstadt aus.

Im Kontrast dazu stehen die

transparenten, begrünten Innenhoffassaden

mit zahlreichen

Rankgerüsten und Raffstores, die

das Grün des Hofes am Gebäude

fortsetzen. Der Giebel des neuen

Baukörpers antwortet auf die

Giebel der gegenüberliegenden

Bebauung.


Vermessung:

Land Hessen

Baugrund:

Land Hessen

Statik, Schall- und Wärmeschutz:

IB Jorde, Bad Hersfeld

Heizung, Sanitär:

IB Klöffel, Bruchköbel

Elektro:

IB Thiem, Rodenbach

Fördertechnik:

IB Jappsen und Stangier,

Oberwesel

Fassade| Glas-Sonderkonstruktion:

IB Rau, Wendlingen

Bauleitung:

in Zusammenarbeit mit

Dipl.Ing. Kurt Merz

Oberleitung:

Staatsbauamt Bad Hersfeld

vertreten durch OBR Hasper

Mitarbeiter:

Jörg Blume, Jan Bustorff,

Harald Heusser, Gerd Kaut,

Herbert Kleinkopf,

Sabine Korell, Christian Nasedy,

Uwe Schmidt-Vosgerau,

Beate Stanka, Roman Suchy


1984-1986

Gemeinschaftspraxis

Dr. Brinkmann / Dr. Keudel

Lindenfels

Standort: Graben 1

64678 Lindenfels/ Odw

Bauherrin: Frau Gudrun Keudel

LPH 1-9 mit Innenausbau und

Aussenanlagen

In die schmale Baulücke fügt sich die

neue Arztpraxis mit Wintergarten und

Dachterrasse ein.


Die Grundstückssituation begrenzt

sich auf eine schmale Baulücke

zwischen mehrgeschossigen Gebäuden,

die direkt an das bereits

existierende Wohnhaus angrenzt.

Der Neubau der Arztpraxis umfasst

zwei Geschosse. Durch die

Ausbildung der obersten Ebene

zur Dachterrasse und mit der

Ergänzung eines Wintergartens

erfährt die Wohnqualität des

Hauses Keudel eine deutliche

Verbesserung und Aufwertung.

Der Dachgarten selbst bietet unvergleichliche

Ausblicke über den

südlichen Odenwald und Teile der

Bergstrasse, Einblicke dagegen

gewährt er nicht.

Im Erdgeschoss der Praxis befinden

sich Anmeldung, Wartebereich,

EDV-Raum und Labor, im Obergeschoss

die Behandlungs- und

Untersuchungsräume.

Die Belichtung der Wartebereiche

und Erschliessungszonen erfolgt

über ein grosses Oberlicht über

der Haupttreppe.

Die Fassade zeigt eine horizontale

Gliederung und spannt sich wie

ein 'überdimensionaler Bilderrahmen'

zwischen den vorhandenen

Gebäuden auf.

Vermessung:

IB Hechler, Bensheim

Baugrund:

IB Dr. Sommer, Darmstadt

Statik, Schall- und Wärmeschutz:

IB Heusel und Schantz, Michelstadt

HLSE:

in Zusammenarbeit mit

HL Technik, Frankfurt

Mitarbeiter:

Harald Heusser, Gerd Kaut


Erdgeschoss


1982-1983

Verwaltungsgebäude der

Daimler-Benz AG

Stuttgart-Möhringen

Wettbewerb

1982/ 83

1. Stufe – Preisgruppe

1983

2. Stufe – 3. Preis

Weiterbeauftragung zur Überarbeitung

Nicht Einzelbauwerke hervorzubringen ist

Ziel des Entwurfes, sondern eine durchgrünte

‘Architekturlandschaft’ zu verwirklichen.


Die Daimler-Benz AG mit Sitz in

Stuttgart plante die Realisierung

eines neuen Verwaltungszentrums

inklusive Museum, Neuwagenausstellung

und dem möglichen

Sitz des Vorstandes.

Verkehrstechnisch optimal angebunden,

liegt das Grundstück in

landschaftlich reizvoller Umgebung

- eingerahmt von Waldkulisse und

Obstbaumlandschaft. Es befindet

sich an der Nahtstelle von Naherholungsgebieten,

gewachsenen

Dorfstrukturen, neuen Wohnsiedlungen

und beziehungslosen

Solitärbauten.

Der Entwurf folgt dem Gedanken,

die städtebauliche Situation

aufzubessern und eine hohe

Funktionalität zu gewährleisten.

Daraus entwickelt sich eine eigenständige

Gebäudestruktur - eine

'Architekturlandschaft’, die sich in

die Umgebung einfügt aber auch

die unterschiedlichen Funktionen

sichtbar macht.

Der Gebäudekomplex ist einfach

und klar geordnet und bietet ein

hohes Mass an Flexibilität und

optimalen Arbeitsbedingungen.

Büro- und Aufenthaltszonen wenden

sich dem ruhigen Grün zu, das

Museum in Verbindung mit der

Neuwagenausstellung bezieht sich

als Sonderform auf den öffentlichen

Strassenraum. Im Schnittpunkt aller

Funktionen fungiert die Eingangshalle

als räumlich verbindendes

Ansicht Plieninger Allee

Element. Die zukünftige Plieninger

Allee bildet die Haupterschliessung

zwischen Waldgrenze und Möhringen

und dient als Rückgrat zwischen

den unterschiedlichen Bereichen

und der repräsentativen Vorzone.

Drei- bis sechsgeschossige, terrassierte

Baukörper bestimmen mit

differenzierten, zum Landschaftsraum

orientierten Innenhöfen das

äussere Erscheinungsbild.

Der Hauptzugang für Besucher

erfolgt über die Plieninger Allee.

Hier befinden sich weitere interne

Zugänge zu Museum, Neuwagenausstellung,

VIP- und Schulungsbereichen.

Mitarbeiter erreichen

das Gebäude von den westlichen

Parkdecks aus über eine Passarelle,

an der alle vertikalen Verbindungselemente

angeschlossen sind.

Im Bereich der passagenartig

gestalteten Eingangszone sind

betriebsinterne Einrichtungen wie

Bibliothek, Cafeteria und Konferenzbereiche

untergebracht.

Die Materialien des Gebäude-

Ensembles verbinden sich mit den

begrünten Dachterrassen und den

berankten Fassaden zu einer harmonischen

Einheit. Dunkelrotes

Sichtmauerwerk formuliert mit

farblich abgestimmten Elementen

für Fassaden und Sonnenschutz

eine zurückhaltende Geste, die

sich in die landschaftlich geprägte

Stadtrandsituation angemessen

einfügt.


Lageplan


Projekte und Wettbewerbe 2002-1980


Wettbewerb 1998

Rathausneubau Gorxheimertal

Wohn- und Geschäftshaus

Leipzig

1995-2001

1996 1995

Gutachten/ Auftrag 1996

Raiffeisenbank Offenbach-Bieber

Produktion,Forschung und Verwaltung

Fa. Muegge Electronic

1999-2000

Haus Rauch 1995-96

Leipzig-Burghausen

1999

Wettbewerb 1999

Handwerkskammer Wiesbaden

Wettbewerb 1998

Kreisverwaltung Nordwestmecklenburg

Grevesmühlen 1.+2.Stufe/e.W.


Blockrandbebauung 1995-96

Prager Strasse Leipzig

1998

Wettbewerb 1998-99

Stadtbücherei 'Ebracher Hof'

Schweinfurt 1.+2.Stufe/e.W.

Forsthaus Kronberg 1996-98

Planung, Umbau und Neubau

Wettbewerb 1998

Zentralbibliothek Ulm

2.Stufe

Kindergarten 1995-96

Homberg/ Ohm 1)

1997

Wettbewerb 1998

Mehrzweckhalle und Messegelände

Passau-Kohlbruck

Planung 1997-98

Haus Schuhmann Zwingenberg


1994

Wettbewerb 1994-95

Volksbank Gersprenztal-Otzberg

Reinheim e.W.

Wettbewerb 1994

Bauliche Neuordnung ‘Obere Stadt’

Aschaffenburg

1992 1991

Wettbewerb 1992

Akademie der bildenden Künste

München e.W.

Wettbewerb 1991

Stadthalle Schwetzingen

Wettbewerb 1991-92

Hallenbad Chinonplatz

Hofheim/ Taunus 4. Preis

Wettbewerb 1991

Mehrzweckhalle Oppenheim

Wettbewerb 1994

Verwaltung Nord-West-Ring eG

Frankfurt 2. Preis

Planung 1990-91

Wohnanlage 'Schloss Reichenberg'

Reichelsheim


1993

Wettbewerb 1991

Museum des 20. Jahrhunderts

Nürnberg e.W.

1990

Wettbewerb 1993

Generalverwaltung Max-Planck Gesellschaft

München e.W.

Wettbewerb 1991

Zentralbibliothek der Medizin

Köln

Wettbewerb 1993

Grundschule Riedstadt e.W.

Wettbewerb 1990

Mehrzweckhalle

Reichelsheim e.W.

Wettbewerb 1993

Schule mit Stadtteilzentrum

Darmstadt-Kranichstein

Wettbewerb+Planung 1990-91

Umbau und Erweiterung Sparkasse

Bad Hersfeld 1.Preis/ Projekt

Haus Streit 1992-94

Bensheim

Wettbewerb 1990

Wohn- und Geschäftshaus

'Völklinger Strasse' Düsseldorf


Wettbewerb 1990

Büroüberbauung

Flughafen Frankfurt e.W.

Vorentwurf 1988

Kurklinik Bad König

Wettbewerb 1988

Bürgerzentrum Martinsviertel

Darmstadt

1989

Wettbewerb 1988

Verwaltung Schenck AG

Darmstadt e.W.

Wettbewerb 1989

Rathaus Butzbach 5. Preis

Wettbewerb 1988

Stadtquartier 'Bahnhofstrasse/ Louisenstrasse'

Bad Homburg v.d.H.

1986

Erweiterung 1984-91

Amtsgericht Bad Hersfeld

Wettbewerb 1988

Kindergarten Reichelsheim

1985


Wettbewerb 1989

Landratsamt

Lauterbach Ankauf

Wettbewerb 1988

Kurzentrum Bad König

Haus Roelle 1985-86

Michelstadt

Wettbewerb 1989

Volks- und Raiffeisenbank

Kommun. Zentrum Melsungen 4.Preis

Wettbewerb 1989

Rathaus Riedstadt 2. Preis

1988


Haus Dr.Hartung 1985-87

Darmstadt

Sanierung 1984-88

'Alte Post' Reichelsheim

Gutachten 1985

Festhalle Messe AG

Frankfurt Preis

1984

Planung 1984-85

Sanierung 'Alte Post'

Lindenfels


Wettbewerb 1984

Rathaus Lautertal

1.Ankauf

1983

Haus Heusel 1983-84

Michelstadt

Wettbewerb 1982

Bundespostmuseum

Frankfurt e.W.

Wettbewerb 1984

Behördenzentrum

Frankfurt 1.Ankauf


1981

Planung 1983

Appartmenthaus

Wiesbaden-Frauenstein

Wettbewerb + Überarbeitung 1982-83

Verwaltungsgebäude Daimler-Benz AG

Stuttgart 2. Stufe/ 3. Preis-Projekt

Wettbewerb 1981

Landratsamt Erbach 3. Preis

Planung 1981-82

Haus Uhlich

Homberg 1)

Gemeinschaftspraxis 1983-84

Dr. Brinkmann/ Dr. Keudel

Lindenfels

Wettbewerb 1981

Landratsamt Heppenheim

SO-Ankauf/ Überarbeitung

1982

Ausführungsplanung 1981

Reihenhausgruppe

Homberg Ohm 1)


Wettbewerb 1981

Rathaus Bad Wildungen 2)

3. Preis

Wettbewerb 1981

Sonderschule Erbach 3. Preis

Haus Maiss 1982

Holzständer/ Leimkonstruktion

Homberg 1)

1)

in Zusammenarbeit mit H.H.Dörr

2) in Zusammenarbeit mit W.Schmidt

Planung 1982

Wohnanlage Weppler

Alsfeld


Projekte und Wettbewerbe 1980-1969

Umbau und Erweiterung Wohnhaus und Praxis

Zahnarzt Gräber Reichelsheim 1)

Umbauplanung ‘Hotel Löwen’ Zwingenberg 1)

Wettbewerb Verwaltung Landratsamt des

Main-Taunus-Kreises, Hofheim 2)

Wettbewerb Grundschule Lindenfels

Vorentwurfsplanung und Gutachten

für die Verwaltung Reinhold + Mahla AG

Mannheim 2)

Wettbewerb Verwaltung BWB Koblenz 2)

Wettbewerb Rathaus Bensheim 2)

Wettbewerb Mehrzweckhalle Harreshausen 2)

Wettbewerb Bürgerhaus Griesheim

Entwurf und Ausführungsplanung 2)

Wettbewerb Rathaus Fürth

Vorentwurf und Entwurfsplanung 2)

Haus Prof. Dr. Seeger, Reinheim 1)

Wettbewerb Geschäfts- und

Verwaltungszentrum Ingelheim 2)

Entwurf und Ausführungsplanung sowie

technische und geschäftliche Oberleitung

Gesamtschule Alsfeld 2)

Wettbewerb Typenplanung von vier

Berufsfachschulen in Saudi-Arabien 2)

1979-1980

1979-1980

1. Ankauf 1980

2. Preis 1980

1979

1. Ankauf 1979

2. Preis 1979

1. Preis 1979

1. Preis 1978 - 1979

1. Preis 1978-1979

1978-1979

4. Preis 1978

1977 - 1979

3. Preis 1977


Entwurf und Ausführungsplanung sowie

Innenausbau für den Officer’s Club der

US Air Force, Rhein-Main-Air-Base 2)

Wettbewerb Kommunales Zentrum

Nieder-Ramstadt 3)

Vorentwurf einer Großsporthalle Darmstadt 3)

Haus Dr. Felderbauer Reichelsheim 3)

Wettbewerb Gesamtschule Modautal 3)

Werk- und Detailplanung für ein

Schwesternwohnheim Darmstadt 3)

Ausführungsplanung, Projektleitung,

Bauleitung und Abrechnung Gesamtschule

Ober-Ramstadt 3)

Wettbewerb Sportzentrum Mainspitze 4)

Vorentwurf, Entwurf, Bauvorlagen und

Ausführungsplanung für das Ärztehaus am

Herrengarten in Darmstadt 4)

Vorentwurf, Entwurf, Bauvorlagen und

Ausführungsplanung für die

Erweiterungsbauten der Bundessportschule

in Frankfurt am Main 4)

1) in Zusammenarbeit mit Heide Spalt

2) in Zusammenarbeit mit Seidel,

Hausmann + Partner

3) in Zusammenarbeit mit Büro Dr.Halbig

4) in Zusammenarbeit mit Büro

Dr. Samesreuther

1977 - 1978

e. W. 1976

1976

1975 - 1977

2. Preis 1974

1974 - 1976

1972 - 1974

2. Preis 1970

1969 - 1970

1969 - 1970


Mitarbeiter

Stefan Bachmann

Mikhail Barachkov

Thomas Baumgarten

Werner Beck

Jörg Blume

Jan Bustorff

Joachim Britz

Loretto Buti

Torsten Butz

Ja-Yeon Cho

Daniele De Tina

Mario Frenzel

Frank Friebe

Harald Gmehlin

Robert Hagen

Andreas Haller

Harald Heusser

Dirk Hohoff

Kirsten Hohoff

Frank Hördler

Teawon Kang

Gerd Kaut

Michael Kerguenne

Herbert Kleinkopf

Sabine Korell

Brita Köhler

Miroslav Kubani

Julia Kull

Anja Leger

Jochen Leinberger

Dietrich Lohmann

Rainer Lortz

Grigoris Meimaridis

Katja Merz

Christian Nasedy

Chinh Nguyen

Oleg Nikolajenko

Wolfgang Ott

Burkhard Pahl

Michael Protsch

Alexander Radoske

Uwe Schmidt-Vosgerau

Ulrike Schulte-Harlinghausen

Kirsten Schwarz

Robert Sobich

Beate Stanka

Georg Stoffelen

Roman Suchy

Heike Ulrich

Lars Urspruch

Volker Vogel

Oliver N. Walthaner

Monika Weber


Biografie

12.07.1946

1963 – 1966

1965 – 1966

1966 – 1969

1969 – 1971

1971 - 1977

1972 – 1976

1974

1977 – 1979

1979

1979 - 1980

1979 - 1989

1981

1981 - 1982

1981 - 1984

1984

ab 1985

1986 – 1991

1996 – 2001

Gräber, Ph. Ulrich

geb. in Reichelsheim/ Odw.

Zeichnerlehre im Atelier Prof. Grund, Darmstadt

Baupraktikum bei Siemens Bauunion

München mit Besuch der Abendschule

Bauingenieur- und Architekturstudium an der Staatlichen

Ingenieurschule Darmstadt

Mitarbeit im Architekturbüro Dr. Samesreuther, Darmstadt

Studium der Architektur an der

Technischen Hochschule Darmstadt

Freie Mitarbeit im Architekturbüro Dr. Ing. Halbig, Darmstadt

Studienreisen Schweiz, England, Italien, Österreich

Eintragung in die Architektenkammer Hessen

Freie Mitarbeit im Architekturbüro

Seidel, Hausmann+Partner, Darmstadt

Mehrmonatige Studienreise durch USA

und Kanada mit Besuch verschiedener

Architekturbüros und Hochschulen

Partner im Architekturbüro Seidel, Hausmann+Partner

Lehrauftrag an der Technischen Hochschule Darmstadt

Fachbereich Architektur–Entwerfen/ Baukonstruktion I

Gründung des eigenen Architekturbüros

Büro in Reichelsheim/ Odw.

Büro in Lindenfels/ Odw.

Berufung zum ordentlichen Mitglied des BDA Hessen

Büro in Darmstadt, Grafenstrasse 39

Projektbüro Bad Hersfeld

Projektbüro Leipzig


Impressum

Fotografie:

e-eins Fotoproduktion/ Eicken-Mack-Ott

e-eins@t-online.de

Gräber | Architekten & Ingenieure

Druck:

Lautertal-Druck/ Franz-Bönsel GmbH,

Lautertal

Repro:

Reprozentrum Marquardt GmbH,

Darmstadt

Lasertype, Satz und Grafik-Atelier GmbH,

Darmstadt

Konzeption + graphische Gestaltung:

Brita Köhler + Julia Kull, Darmstadt

Texte + Satz:

Gräber | Architekten und Ingenieure

Brita Köhler, Darmstadt

Reinzeichnung + Beratung:

Florian Heiberger, Darmstadt

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