Pressemitteilung - Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin eV

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Pressemitteilung - Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin eV

Pressemitteilung:

Transformation Flughafen Tegel – vom Flugfeld zum

Lebensraum

Berlin, den 19. Oktober 2012. Mit der Schließung des Flughafens Tegel steht ab Mitte

2013 ein Areal von rund 450 ha Größe für Nachnutzungen zur Verfügung. Die beteiligten

Bezirke und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt untersuchen seit

Jahren die Chancen und Entwicklungspotenziale dieser Flächen. Die dazu parallel

entwickelten Masterpläne werden seit Ende 2008 in einer Abfolge von

Standortkonferenzen der Stadtöffentlichkeit vorgestellt. Unter dem Titel „Transformation

TXL – Vom Flugfeld zum Lebensraum“ knüpft der Architekten- und Ingenieur-Verein zu

Berlin mit seinem diesjährigen 158. Schinkel-Wettbewerb an diese Diskussion an.

„Der Wettbewerb soll nicht als Konkurrenz zu den laufenden Planungen der

Senatsverwaltung verstanden werden, sondern diese hinterfragen und ergänzen“,

sagt Dr. Melanie Semmer. Die Architektin, Vorsitzende der Jury des Ideenwettbewerbs und

AIV-Vorstandsmitglied erklärt: „Als größte offene Fläche in Berlin mit rund 450 ha bieten

sich Teile des Flughafenareals auch für die Bebauung mit günstigen Wohnungen an.

Dieses einmalige städtebauliche Potenzial sollte der Senat angesichts eines erwarteten

Neubedarfs von jährlich 5.000 bis 10.000 Wohnungen in den kommenden Jahren nicht

brachliegen lassen.“

Während sich der vorliegende Masterplanentwurf der Senatsverwaltung auf die

Entwicklung eines Forschungs- und Industrieparks im Umfeld des Flughafengebäudes

konzentriert, rückt die Aufgabenstellung des AIV-Schinkel-Wettbewerbs eine Reihe von

ergänzenden Aspekten ins Blickfeld. Neben einer Auseinandersetzung mit den Themen

Mobilität und Nachhaltigkeit gehören dazu auch die Entwicklung von Perspektiven für den

Schutz der landschaftlichen Weite sowie eine Qualifizierung der Übergänge zu den

benachbarten Stadtquartieren. Ein weiterer Schwerpunkt sieht die Auseinandersetzung mit

unterschiedlichen Formen der Mischung von Wohnen und Arbeiten vor.

Diese sehr breit angelegte Untersuchung wird möglich durch die besondere Ausrichtung

des Verfahrens. Als Nachwuchswettbewerb konzipiert, richtet sich der 158. Schinkel-

Wettbewerb an Studierende und Absolventen der Fächer Architektur, Stadtplanung,

Landschaftsarchitektur, Kunst sowie Konstruktiver Ingenieurbau, Verkehr und

Eisenbahnbau. Neben jeweils fachbezogenen Sichtweisen zielt der Wettbewerb

insbesondere auf die interdisziplinäre Kooperation zwischen unterschiedlichen

Fachsparten ab.

Mit dem Wettbewerb bietet der AIV Studierenden und Berufseinsteigern eine Plattform für


junge und unkonventionelle Diskussionsbeiträge. Eingebettet in aktuelle Planungsdebatten

dienen sie insbesondere dazu bestehende Standpunkte zu hinterfragen bzw. diese um

Alternativen zu bereichern.

Die Anmeldung ist bis zum 7.Januar möglich; im Februar wird juriert. In jeder der sieben

Fachsparten kann ein mit 2.500 Euro dotierter Schinkelpreis gewonnen werden.

Insgesamt stehen für den Wettbewerb Preisgelder in Höhe von rund 20.000 Euro zur

Verfügung. Die Schirmherrschaft für das AIV-Schinkelfest 2013, der feierlichen

Preisverleihung im März, übernimmt Prof. Dr. Dr. hc. mult. Klaus Töpfer.

Weitere Informationen im Internet auf www.aiv-berlin.de

Presseanfragen: Jörg Brause - Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin,

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: (030) 24532-125,

Mobile: (0170) 6878 007 E-Mail: presse@aiv-berlin.de

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