Besucherführungssystem

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Besucherführungssystem

SPeZiaL Messen – Ausstellungen – MArkenArchitektur 02_07

Markenwelt auf 3.500 qm: Wie DHL Kunden

und Partnern die Logistik der Zukunft präsentiert


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----- Technik und logisTik

Funktionsschema GuidePort

PraxisanwendunGen ----------

Nimbus Design Stuttgart präsentierte auf der Light &

Building vom 23. bis 27. 04. 2006 hochwertige LED-

Lampen. Eingesetzt wurden 20 Empfänger für die

Besucher; die entsprechenden Tonsequenzen wur-

den mit Hilfe von Identifiern automatisch gestartet.

Eingesetztes Equipment: 20 GuidePort Empfänger

[4-Tasten-Version] inklusive Einohrkopfhörer, sechs

GuidePort Identifier zur automatischen Auslösung

der Audiotexte, zwei GuidePort Ladeschalen für je

zehn Empfänger.

Auf dem Messestand der Firma Glastechnische

Industrie Peter Lisec GmbH auf der glasstec Düs-

seldorf vom 9. bis 13. November 2004 beinhal-

tete die Präsentation sieben Großbildschirme

[Screentowers] mit je einem Informationsvideo

zu einem bestimmten Thema, jedes in vier Spra-

chen produziert – GuidePort liefert den Ton dazu,

lippensynchron, jeder Film individuell für jeden

Besucher wählbar in der gewünschten Sprache.

Eingesetztes Equipment hier: 70 GuidePort Emp-

fänger [16-Tasten-Version – für Auslösung der

Audioinformationen durch Eingabe einer 3-stel-

ligen Kennziffer] inklusive Einohrkopfhörer, sie-

ben GuidePort Ladeschalen für je zehn Empfän-

ger, sieben GuidePort Zellsender inklusive Anten-

nenmodul aktiv

kurzinFo GuidePort ----------

--- zentral organisierte aktuelle Information

--- drahtlose Technik mit automatischem

Toninformationsstart

--- mehrere Sprachen und Informationslevels

speicherbar

--- jederzeit Änderungen von Inhalten und

Standorten möglich

--- Real Time Audio Funktion

--- Auswertung von Besucherfrequenzen

und -verhalten

sPezial-equiPment Für messePräsentationen

Besucherführungssystem

So könnte es sein: Auf ihrem Messestand bewegen sich zeitgleich wie von Geisterhand geführt

circa 30 bis 40 Personen, die in unterschiedlicher Reihefolge einzeln oder in Gruppen unterschied-

licher Größe die Exponate und Ausstellungswände des Standes erkunden. Ein Blick in die zufrie-

denen Gesichter zeigt ihnen, dass sie sich ruhig zurücklehnen und sicher sein können, dass alle

Besucher optimal informiert werden. Und zwar in deutscher, englischer, französischer und japa-

nischer Sprache. Das haben sie vorher so festgelegt, ebenso wie die Inhalte, mit denen sich ihre

Besucher an den jeweiligen Ausstellungsstücken und -wänden auseinandersetzen können. Sie

und ihr Team stehen nur noch bereit, um auf gezielte Nachfragen zu antworten und intensive

Gespräche zu führen, bei denen sie sich voll auf ihren Gesprächspartner konzentrieren und ihrer

Kernaufgabe für die Messe gerecht werden können: vorhandene Kundenkontakte zu pflegen

und Neukontakte anzubahnen. Und die Besucher ihres Standes können sich ebenfalls voll kon-

zentriert informieren, ohne von anderen Gesprächen auf dem Stand oder vom Hallenlärm gestört

zu werden. Eine Vision aus der Zukunft? Keinesfalls.

Möglich wird dieses Szenario durch den Einsatz des GuidePort-Systems von Sennheiser, das

ursprünglich für Themenparks und Museen entwickelt worden ist, zunehmend aber auch Ver-

breitung auf Messepräsentationen findet. Grund genug, das System einmal genauer unter die

Lupe zu nehmen. Auf den ersten Blick betrachtet ist der GuidePort ein Kopfhörer mit ange-

schlossenem Empfänger. Aber der Empfänger hat es in sich. Er reagiert auf Signale, die bei ein-

er bestimmten Impulsstärke eine fest definierte Informationssequenz über den Kopfhörer ab-

spielen. Da die Stärke des Impulses mit der Annäherung an ein Objekt kombiniert wird, löst die

Bewegung des Besuchers selbst die Wiedergabe der Information aus. In welcher Auswahl und

welcher Reihenfolge, das bestimmt sein Weg. GuidePort besteht also aus einer intelligent ges-

teuerten Kombination von Sender, Empfänger und Kopfhörer. Mit dem System wird eine neue

Art der Besucherführung ermöglicht. Es nutzt die drahtlose Übertragungstechnik, um Ausstel-

lungen und Präsentationen mit Leben zu füllen.

Jeder Besucher erhält einen leichten Komfortkopfhörer mit einem portablen Empfänger.

Tritt er nun auf ein Objekt zu, startet automatisch die dazugehörige Toninformation. Mit-

tels kleiner unauffälliger Identifier an den jeweiligen Objekten werden immer die passenden

Informationen gestartet. Egal wie viel Exponate oder Besucher versorgt werden müssen,

die Technik bewältigt große wie auch kleine Ansprüche mühelos. Anstelle der Identifier las-

sen sich auch Touchscreens einsetzen, mit denen die Besucher selbst die Toninformationen

starten können.

GuidePort-Set [Foto: Sennheiser] ----------


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Die absolute Bedienfreundlichkeit für den Besucher sichert ein problemloses Funktionieren der

Technik. Nur vier Tasten genügen für den komfortablen Betrieb. Mit ihnen regelt der Besucher

selbst die Lautstärke seines Kopfhörers, kann die laufende Information stoppen oder die abge-

laufene wiederholen lassen.

Die Schaltzentrale des gesamten Besucherführungssystems bildet ein PC, über den die Dat-

en den einzelnen Zellen zugespielt werden. Diese Daten zu den einzelnen Exponaten werden

in lokalen Einheiten, den Zellsendern, gespeichert und von dort auch für die jeweilige Zelle

über lokal angebrachte Antennen abgestrahlt. Die Anzahl der Zellen ist dabei nahezu beli-

ebig. Eine Änderung der Inhalte ist jederzeit möglich, ohne die gesamte Anlage oder wes-

entliche Teile davon abzuschalten. Damit ist auch die Chance verbunden, zu jedem Zeitpunkt

notwendig gewordene Modifikationen vorzunehmen. In der Praxis bedeutet dies, dass sich

die Toninformationen auch im Verlauf einer Messe noch anpassen lassen, so beispielsweise

um einen Bezug zu aktuellen Ereignissen herzustellen. Weiterhin ist es möglich, unterschiedli-

che Versionen vorzuhalten. Während zum Beispiel im ruhigen Normalbetrieb bei entsprech-

ender Besuchsfrequenz die Standardversion läuft, kann starkem Besucherandrang auf eine

Kurzversion in einigen oder allen Ausstellungsbereichen zurückgegriffen werden, um einen

schnelleren Besucherfluss zu ermöglichen. Auf diese Weise lassen sich Staus an einzelnen Ob-

jekten gezielt auflösen und Wartezeiten verringern.

Die Empfänger lagern in Ladegeräten und sind nach Gebrauch innerhalb von drei Stunden wie-

der betriebsbereit. Nach dem Gebrauch durch den Besucher können aus dem Empfänger Daten

über das Nutzerverhalten ausgelesen werden. So lässt sich eine verlässliche Auswertung vornehm-

en, die genau festhält, an welchen Exponaten Besucher wie lange verweilen, welche Objekte

am besten ins Auge fallen beziehungsweise bevorzugt angeschaut werden. Dieses elektronische

Gedächtnis des Systems kann dem Betreiber wichtige Hinweise zur optimalen Gestaltung der

Präsentation liefern, was die Platzierung von Exponaten, Besucherführung sowie die Aufstellung

von Ausstellungswänden betrifft. ---------- INFO: www.sennheiser.com ---------- GuidePort-Set [Foto: Sennheiser]

mobile 360°- kuPPelProjektion

dreidimensionales erlebnis ----------

Das Münchner Unternehmen Sky-Skan Europe und

Zendome aus Berlin entwickelten gemeinsam eine

mobile 360°- Kuppelprojektion. Anlässlich des 30-

jährigen Jubiläums einer deutschen Bank in Luxem-

burg kam diese Entwicklung in Form eines mobilen

Planetariums zum Einsatz. Sky-Skan bespielte die 150

qm große Zendome-Kuppel mit einem 360°-Pro-

jektionssystem. Die von Sky-Skan produzierte Show

zeigte einen Videomix aus Sternen, Planeten und Ga-

laxien. Initiator dieser Weltpremiere war die Medien-

fabrik Trier, die mit ihrem Konzept sowohl die Einbin-

dung mobiler Räume als auch die 360°-Potentiale für

ihren Kunden umsetzte.

Diese Technik soll es künftig erlauben, mobile [Mar-

ken-]Welten entstehen zu lassen, die das Publikum

in ein dreidimensionales Erlebnis taucht. Das mobile

360°-Projektionssystem wird künftig unter dem Be-

griff Zendome.definiti als Paket für die verschiedenen

Zendome-Größen verfügbar sein.

---------- INFO: www.zendome.de

mehrwertForum der telekom realisiert ----------

FachkonGress im exPocentre xxi

Mehr als 600 Besucher informierten sich beim T-

Com MehrwertForum in Köln über die neuesten

Trends und Technologien im Bereich der Mehrwert-

lösungen. Seit seiner Premiere vor zwei Jahren hat

sich das Forum zu einem etablierten Treffpunkt für

den Dialog in der Branche entwickelt. Neben Infor-

mationen zu aktuellen Technologie- und Branchen-

trends präsentierten Experten von T-Com und Ko-

operationspartnern Anwendungen, Produkte und

Lösungen. Unter dem Motto „Creating better so-

lutions“ fand der zweitägige Fachkongress im ver-

gangenen Jahr erstmals im denkmalgeschützten Ex-

poCentre XXI statt.

Der Kölner Veranstaltungsdienstleister Light

Event Veranstaltungstechnik GmbH war für die

technische Betreuung des Forums zuständig. Das

Unternehmen stattete die 4.000 qm große Hal-

le des ExpoCentre XXI mit Beleuchtung, Beschal-

lung, Bühnenkonstruktionen und AV-Technik aus.

Die Halle wurde dabei in drei Bereiche aufgeteilt,

um die Abendveranstaltung, die Konferenz sowie

das Foyer räumlich voneinander zu trennen. Zudem

stellte Light Event für fünf Seminarräume Beschal-

lungs- und AV-Technik zur Verfügung. Insgesamt

verbauten die Kölner für den Telekom-Event 700

Meter Traversen sowie 60 Motoren.

---------- INFO: www.light-event.de

lichtdurchlässiGer beton

neuheit am bau ----------

Die HeidelbergCement AG hat den ersten licht-

durchlässigen Beton entwickelt. Möglich wird der Ef-

fekt durch lichtleitende Fasern, die in Beton einge-

bettet werden und die Helligkeit verlustarm hindurch-

leiten. Abwechselnd folgen Fasergewebe auf Beton-

schichten, mit dem Anteil der Lichtleiterschichten

steigt auch die Menge des durchscheinenden Lichtes.

Den bislang extrem aufwendigen und teuren Herstel-

lungsprozess hat HeidelbergCement inzwischen so-

weit optimiert, dass in absehbarer Zeit eine Kleinse-

rienproduktion anlaufen kann. Drei Standardgrößen

mit Kantenlängen bis zu 30 mal 90 cm und maximal

10 cm Stärke sind schon heute verfügbar, andere Ab-

messungen sind auf Anfrage möglich.

„Wir können mit dem neuen Material vor allem im

Innenausbau ganz neue Effekte erzielen“, so Wolf-

gang Gruschwitz. Der Münchner Architekt und Bau-

unternehmer wird den Baustoff europaweit exklusiv

einsetzen und sieht eine große Vielfalt von Einsatz-

möglichkeiten, etwa im Innen- und Ladenbau: „Tran-

szulente Empfgangstresen oder Ladentheken - stabil

wie Beton und lichtdurchlässig wie Reispapier, durch-

scheinende Raumteiler, Duschabtrennungen oder In-

nenwände - vieles wird möglich „, sagt Gruschwitz.

---------- INFO: www.gruschwitz-gmbh.de

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