Tatort: Borowski und die heile Welt - Florian Froschmayer
Tatort: Borowski und die heile Welt - Florian Froschmayer
Tatort: Borowski und die heile Welt - Florian Froschmayer
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tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
Sonntag, 3. Mai 2009, 20.15 Uhr<br />
<strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong><br />
Der <strong>Tatort</strong> aus Kiel
tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
<strong>Tatort</strong>:<br />
<strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong><br />
Mit<br />
Axel Milberg<br />
Maren Eggert<br />
Katharina Wackernagel<br />
u. a.<br />
Drehbuch Elke Schuch, Marc Blöbaum<br />
Regie <strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong><br />
Redaktion Doris J. Heinze<br />
Sendetermin Sonntag, 3. Mai 2009, 20.15 Uhr, Das Erste
tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
Inhalt<br />
Nadine <strong>und</strong> Thies Nowak sind im ärgsten Ehekrach: das<br />
nicht florierende Restaurant, Nadines Schwangerschaft<br />
<strong>und</strong> Thies’ Unaufmerksamkeit sind <strong>die</strong> Gründe. Da hält<br />
es ihre Tochter Michelle nicht mehr aus <strong>und</strong> läuft davon.<br />
Am nächsten Morgen wird das kleine Mädchen tot auf<br />
einer Fördefähre aufgef<strong>und</strong>en. Keine Zeugen – das<br />
Oberdeck der Fähre war an dem regnerischen Abend<br />
wie leergefegt. Erste Resultate der Obduktion: Michelles<br />
Leiche weist Hämatome <strong>und</strong> einen verheilten Rippenbruch<br />
auf. Beides ältere Verletzungen, <strong>die</strong> nichts mit<br />
ihrem Tod zu tun haben. Michelle wurde zweifelsfrei mit<br />
ihrer eigenen Jacke erstickt – einige St<strong>und</strong>en nachdem<br />
ihre Mutter <strong>die</strong> Polizei wegen Michelles Verschwinden<br />
alarmiert hatte. Bei der Überprüfung des Umfelds der<br />
Familie Nowak stoßen Kommissar <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> Frieda<br />
Jung auf Tim Hansen, einen Kellner in Thies’ Restaurant.<br />
Er bestätigt <strong>Borowski</strong>, Kontakt zu Michelle gehabt zu<br />
haben. Doch ist er wirklich tatverdächtig, nur weil er mit<br />
dem Mädchen mal beim Schwimmen war? Die Situation<br />
bei den Nowaks eskaliert, nicht zuletzt, weil Thies’ Ex-<br />
Fre<strong>und</strong>in Saskia wieder in seinem Leben aufgetaucht ist.<br />
Ein Gr<strong>und</strong> mehr für Frieda Jung <strong>und</strong> <strong>Borowski</strong>, sich <strong>die</strong><br />
familiäre Situation genauer anzusehen ...<br />
Stab<br />
Drehbuch Elke Schuch, Marc Blöbaum<br />
Regie <strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong><br />
Kamera Roman Nowocien<br />
Schnitt Birgit Bahr<br />
Kostümbild Katja E. Waffenschmied<br />
Szenenbild Susanne Müller<br />
Musik Oliver Kranz<br />
Ton Frank Ahrens, Kai Nührmann<br />
Producer Danela Pietrek<br />
Produktionsleitung Peter Nawrotzki<br />
Produzentin Kerstin Ramcke<br />
Redaktion Doris J. Heinze<br />
Besetzung<br />
Klaus <strong>Borowski</strong> Axel Milberg<br />
Frieda Jung Maren Eggert<br />
Roland Schladitz Thomas Kügel<br />
Nadine Nowak Katharina Wackernagel<br />
Thies Nowak Fabian Hinrichs<br />
Vera Zimmer Marita Breuer<br />
Dr. Stormann Samuel Finzi<br />
sowie Jan Peter Heyne, Edward Piccin, Karin Giegerich,<br />
Knud Riepen, Esther Francksen, Ingrit Dohse, Daniel Bill,<br />
Karina Thayenthal, Vivien Ciskowski u. a.<br />
Produktionsangaben<br />
Drehzeit 10. April bis 13. Mai 2008<br />
Drehort Kiel<br />
Länge 90 Minuten<br />
Der „<strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong>“ wurde hergestellt<br />
von Studio Hamburg Produktion Kiel GmbH im Auftrag des NDR.
tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
Elke Schuch<br />
Drehbuch<br />
Elke Schuch wurde 1974 in Hanau geboren. Nach dem<br />
Abitur lebte sie für einige Zeit in Schottland, arbeitete<br />
als Zimmermädchen in einem Hotel <strong>und</strong> als Au Pair in<br />
Edinburgh. Später stu<strong>die</strong>rte sie in Erlangen Theater-,<br />
Film- <strong>und</strong> Me<strong>die</strong>nwissenschaften. Sie arbeitete als<br />
Filmvorführerin in einem kommunalen Kino <strong>und</strong> drehte<br />
einige Kurzfilme auf Video <strong>und</strong> 16mm, bevor sie sich<br />
entschloss, Drehbuchautorin zu werden. Nach ihrem<br />
Magisterabschluss stu<strong>die</strong>rte sie Film an der Universität<br />
Hamburg (Bereich Drehbuch). Ihr Diplomfilm „Die rote<br />
Jacke“ wurde mehrfach ausgezeichnet. Er gewann unter<br />
anderem den Student Academy Award <strong>und</strong> wurde für<br />
den Kurzfilm-Oscar nominiert. Elke Schuch lebt <strong>und</strong><br />
arbeitet als freie Drehbuchautorin in Hamburg. Einen<br />
Teil ihrer Drehbücher verfasst sie in Zusammenarbeit<br />
mit Marc Blöbaum.<br />
Filmografie (Auswahl)<br />
Fernsehen<br />
2008 <strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong><br />
(mit Marc Blöbaum)<br />
2006 Die Cleveren (drei Folgen)<br />
Post Mortem (zwei Folgen)<br />
2005 Die Gerichtsmedizinerin: Per Anhalter<br />
in den Tod (mit Marc Blöbaum)<br />
2004 <strong>Tatort</strong>: Verlorene Töchter (mit Marc Blöbaum)<br />
2002 Die rote Jacke<br />
2001 Benny X<br />
Marc Blöbaum<br />
Drehbuch<br />
Marc Blöbaum, Jahrgang 1970, stu<strong>die</strong>rte in Berlin Film-<br />
<strong>und</strong> Fernsehwissenschaft sowie Romanistik. 1998<br />
machte er seinen Magister. Gleichzeitig arbeitete er als<br />
Redakteur beim R<strong>und</strong>funk. Für „Fritz“, den Jugendsender<br />
des RBB, war er außerdem als Autor <strong>und</strong> Regisseur von<br />
interaktiven Hörspielkrimis tätig. Von 2000 bis 2002<br />
stu<strong>die</strong>rte Marc Blöbaum Film in Hamburg, wo er heute<br />
als freier Drehbuchautor arbeitet.<br />
Filmografie (Auswahl)<br />
Fernsehen<br />
2008 <strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong><br />
(mit Elke Schuch)<br />
<strong>Tatort</strong>: Wolfsst<strong>und</strong>e<br />
2007 Einsatz in Hamburg: Ein sauberer Mord<br />
(mit Elke Schuch)<br />
2006 – 2009<br />
Notruf Hafenkante (div. Folgen)<br />
2004/05 Die Gerichtsmedizinerin (div. Folgen)<br />
2004 <strong>Tatort</strong>: Verlorene Töchter (mit Elke Schuch)<br />
2003 Die Rettungsflieger (div. Folgen)<br />
Die Cleveren: Kinder (mit Elke Schuch)<br />
<strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong><br />
Regie<br />
<strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong> wurde 1972 in Zürich geboren.<br />
Zunächst arbeitete er als Cutter beim Schweizer Fernsehen.<br />
Von 1998 bis 2002 drehte er mehrere Image-/<br />
Werbefilme. 1999 gab er mit dem Film „Exklusiv“ sein<br />
Leinwanddebüt in der Schweiz. Seit 2001 arbeitet<br />
<strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong> auch für das deutsche Fernsehen.<br />
So führte er beispielsweise bei Serien wie „Küstenwache“<br />
<strong>und</strong> „SOKO“ Regie. Seine Folgen für „Die Sitte“ waren<br />
für den Adolf-Grimme-Preis nominiert. Auch <strong>die</strong> Serie<br />
„R.I.S.“, für <strong>die</strong> er sieben Folgen inszenierte, wurde 2007<br />
<strong>und</strong> 2008 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert.<br />
Im Jahr 2004 begleitete der Regisseur <strong>die</strong> Schweizer<br />
Fußballnationalmannschaft für den Dokumentarfilm<br />
„Nous les Suisses“ bei der EM in Portugal. Im Januar<br />
<strong>die</strong>ses Jahres drehte <strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong> in Baden-Baden<br />
den neuen Klara-Blum-„<strong>Tatort</strong>“ ab.<br />
Filmografie (Auswahl)<br />
Fernsehen<br />
2009 <strong>Tatort</strong>: Fre<strong>und</strong> oder Feind (AT)<br />
2008 <strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong><br />
2007 R.I.S. (vier Folgen)<br />
2006 R.I.S. (drei Folgen)<br />
Post Mortem (zwei Folgen)<br />
2005 Die Spezialisten: Kripo Rhein-Main<br />
(zwei Pilotfolgen)<br />
Küstenwache (drei Folgen)<br />
SOKO 5113 (fünf Folgen)<br />
Carwash (Serienpilot)<br />
2004 Nous les Suisses (Dokumentarfilm)<br />
Im Namen des Gesetzes (zwei Folgen)<br />
2003 Im Namen des Gesetzes (drei Folgen)<br />
Küstenwache (vier Folgen)<br />
2002 Küstenwache (drei Folgen)<br />
Die Sitte (drei Folgen)<br />
2001 Küstenwache (drei Folgen)<br />
Motions<br />
(fünf Kurzfilme; Regie, Produktion, Schnitt)<br />
Kino<br />
2001 L.A. X (Regie, Produktion, Schnitt)<br />
1999 Exklusiv<br />
(Regie, Drehbuch, Schnitt, Koproduktion)
tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
„Ich mag es, <strong>die</strong> Abgründe des<br />
Menschlichen zu erforschen.“<br />
Interview <strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong><br />
Was hat Sie an dem Stoff fasziniert?<br />
Zuerst einmal: Für mich war es ein großer Glücksfall,<br />
gerade <strong>die</strong>sen Stoff umsetzen zu dürfen. Er hat mich<br />
sofort begeistert, da ich <strong>die</strong> stillen, tiefen Geschichten<br />
mag. Ich mag es, <strong>die</strong> Abgründe des Menschlichen zu<br />
erforschen <strong>und</strong> <strong>die</strong> Geschichte ist, <strong>Borowski</strong> eingeschlossen,<br />
mit ihren vier Hauptpersonen sehr klar erzählt,<br />
so dass wir uns gut in <strong>die</strong> Tiefe begeben konnten, was<br />
bei einem „Whodunit“ sonst schwierig ist. Daher erzählt<br />
<strong>die</strong>se Folge neben einem packenden Krimi auch ein<br />
großes, klassisches Drama. Diese Kombination gelingt<br />
selten. An <strong>die</strong>ser Stelle will ich deshalb eine Lanze brechen<br />
für <strong>die</strong> Autoren Elke Schuch <strong>und</strong> Marc Blöbaum.<br />
Es heißt immer, in Deutschland hätten wir ein Autorenproblem.<br />
An <strong>die</strong>ser Stelle zeigt sich, dass dem nicht so<br />
ist. Schon <strong>die</strong> erste Buchfassung war so stark, dass ich<br />
das Gefühl hatte, kurz vor einer Drehfassung zu stehen.<br />
Waren Sie an der Buchentwicklung beteiligt?<br />
Bis zur ersten Fassung hatte ich das Buch nicht gesehen.<br />
Erst da hatten wir uns zum ersten Mal getroffen. Am<br />
Hauptstrang wurde nichts geändert. Wir haben viel über<br />
<strong>die</strong> Mutter der Hauptfigur Nadine, Vera Zimmer, gesprochen,<br />
weil sie für mich eine absolute Schlüsselfigur<br />
ist, obwohl sie eine kleinere Rolle einnimmt. Dann haben<br />
wir den Strang <strong>Borowski</strong>-Jung mit dem drohenden Weggang<br />
von Frieda Jung in <strong>die</strong> Schweiz gestärkt. Es ging<br />
uns vor allem darum, <strong>Borowski</strong> mehr unter emotionalen<br />
Druck zu setzen <strong>und</strong> gleichzeitig Frieda Jung enger in<br />
seine Konflikte einzubinden.<br />
Ist der klassische „Whodunit“ <strong>die</strong> Gelegenheit, solides<br />
Handwerkskönnen zu zeigen, weil man bei <strong>die</strong>ser klaren<br />
Erzählform weniger schummeln kann?<br />
Die Gr<strong>und</strong>lage eines guten „Whodunit“ entsteht wie <strong>die</strong><br />
eines jeden guten Films im Drehbuch. Für mich ist es nun<br />
spannend, <strong>die</strong> Figuren nach vorne zu bekommen <strong>und</strong> zu<br />
verhindern, dass sie von dem Rätsel <strong>und</strong> seiner Lösung<br />
in den Hintergr<strong>und</strong> gedrängt werden. In unserem Fall<br />
erlaubte mir <strong>die</strong> sehr gute Struktur, mich auf <strong>die</strong> Figuren<br />
zu konzentrieren.<br />
Wie bereitet man sich auf ein Thema wie Kindsmord vor?<br />
Geht das überhaupt?<br />
Ich glaube, es ist vermessen zu sagen, dass man sich<br />
darauf adäquat vorbereiten kann. Es ist ja nicht nur ein<br />
Kindsmord, es ist auch ein Kindstod. Letzteres ist gerade<br />
in meinem Umfeld passiert <strong>und</strong> es ist einfach nicht<br />
fassbar. Unsere Verantwortung war, aus dem Kindstod<br />
kein Kapital zu schlagen, sondern <strong>die</strong> Geschichte der<br />
Figuren, <strong>die</strong> zurückbleiben, <strong>und</strong> nicht primär das Schreckliche<br />
an <strong>die</strong>sem Tod zu erzählen. Unsere Herangehensweise<br />
war: Wie reagiert <strong>Borowski</strong>? Wie reagiert Vera<br />
Zimmer? Wie reagiert eine Mutter oder ein Vater?<br />
Vor jeder Szene habe ich mich mit Axel Milberg darüber<br />
unterhalten, wo <strong>Borowski</strong> emotional gerade steht,<br />
wo er hergekommen ist, was er durchgemacht hat,<br />
um <strong>die</strong>se Reise auch sauber durch den ganzen Film<br />
hindurch zu erzählen.<br />
Wie war <strong>die</strong> Arbeit mit den Schauspielern?<br />
Ich habe mich sehr ausführlich mit jedem einzelnen<br />
Schauspieler über seine Figur unterhalten <strong>und</strong> wir haben<br />
uns Gedanken gemacht, wie jeder Mensch für sich funktioniert,<br />
auch wenn er eben nicht in <strong>die</strong>ser Geschichte<br />
agiert. Dann wurde natürlich vor jeder Szene besprochen,<br />
wo sich jeder Charakter befindet <strong>und</strong> wohin er möchte.<br />
Ein ganz wesentlicher Teil der Filmarbeit ist aber auch<br />
<strong>die</strong> Kameraarbeit, denn sie zeigt, wie wir auf etwas<br />
schauen. Eine der Schlüsselszenen ist <strong>die</strong> Szene, in der<br />
<strong>Borowski</strong> <strong>die</strong> Todesnachricht überbringt. Da liegt dann<br />
Nadine, <strong>die</strong> trauernde Mutter, am Ende des Flurs.<br />
Das ist nicht etwas, was man planen kann. Wir haben<br />
zwar viel über <strong>die</strong>se Szene gesprochen, doch als wir<br />
sie gedreht hatten, haben wir geschaut, was bei der<br />
Probe herauskommt. Ich stand dabei im Flur, um das<br />
Set frei zu machen <strong>und</strong> hatte <strong>die</strong> Perspektive inne, <strong>die</strong><br />
wir schließlich benutzt hatten. Dabei war mir sofort klar,<br />
dass wir von außen draufgucken müssen. Wir nehmen<br />
den Zuschauer ja an <strong>die</strong> Hand <strong>und</strong> führen ihn durch <strong>die</strong><br />
Geschichte <strong>und</strong> <strong>die</strong> Frage ist: Wie machen wir es, damit<br />
es erträglich bleibt?<br />
Sie haben mehrere kleine charakterbeschreibende<br />
Szenen eingebaut, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Geschichte auflockern <strong>und</strong><br />
zugleich <strong>die</strong> Charaktere natürlicher in ihrem Verhalten<br />
erscheinen lassen. Etwa den Streit zwischen dem Kellner<br />
<strong>und</strong> seinem Bruder oder als Vera, Nadines Mutter,<br />
ihre Kopfschmerztabletten sucht.<br />
Mir ist es immer wichtig, auf mehreren Ebenen zu erzählen.<br />
Ich habe natürlich <strong>die</strong> Struktur der Geschichte<br />
<strong>und</strong> <strong>die</strong> Figuren. Mit ihrer Hilfe kann ich über <strong>die</strong> kleinsten<br />
Verhaltensweisen etwas erzählen. Die Kopfschmerztablette<br />
war eine Idee der Autoren, um zu zeigen, dass<br />
Vera eine Person ist, <strong>die</strong> sofort versucht, in den Mittelpunkt<br />
zu gelangen, wenn es mal nicht um sie geht.<br />
Im Gr<strong>und</strong>e ist das eine sehr starke Szene. Es geht um<br />
eine trauernde Mutter. Doch anstatt ihrer Tochter<br />
tröstend zur Seite zu stehen, reißt Vera das Drama an<br />
sich. Und <strong>die</strong>s sagt sowohl etwas über Vera als auch<br />
sehr viel über Nadine aus, was gerade für das Gesamtverständnis<br />
der Geschichte wichtig ist.<br />
Wie gelingt es, einen eigenen Ton in einem „<strong>Tatort</strong>“<br />
zu bekommen, der mit seinen ständigen Ermittlern<br />
bereits klare Vorgaben hat?<br />
Ein „<strong>Tatort</strong>“ ist gerade deswegen ein großartiges Format<br />
für einen Regisseur, weil er sich einerseits auf ein funktionierendes<br />
Gerüst stützen kann <strong>und</strong> andererseits<br />
erzählerische Freiheit genießt, um seine Vision umzusetzen.<br />
Das wurde von der Studio Hamburg Produktion<br />
auch ausdrücklich so gewünscht. Bei Szenen wie der<br />
Flurszene, <strong>die</strong> nicht jede Woche in der Form im „<strong>Tatort</strong>“<br />
zu sehen sind, haben wir uns im Vorfeld allerdings<br />
abgesprochen. Dabei ging es nicht darum, sich eine<br />
Erlaubnis abzuholen. Es ging darum, meine Idee verständlich<br />
zu machen. Und <strong>die</strong> Produzenten wollten es<br />
sehen. Das gemeinsame Verständnis war, dass etwas<br />
Neues machbar ist, solange es der Geschichte <strong>die</strong>nt.<br />
Wenn sich <strong>die</strong> Form nicht in den Vordergr<strong>und</strong> drängt,<br />
funktionieren neuartige Bilder.
0 tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
Axel Milberg<br />
ist Klaus <strong>Borowski</strong><br />
Nach seiner Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München gehörte<br />
Axel Milberg von 1981 bis 1998 dem Ensemble der Münchner Kammerspiele an.<br />
Er spielte in Inszenierungen von Zadek, Lang, Langhoff, Dorn, Herzog, Steckel oder<br />
Griem <strong>und</strong> stand in Klassikern wie „Kalldewey Farce“, „Kirschgarten“, „Der zerbrochene<br />
Krug“, „Wie es euch gefällt“, „Tartuffe“ <strong>und</strong> „Woyzeck“ auf der Bühne. Bereits während<br />
der Theaterarbeit drehte Milberg sechs Kriminalgeschichten mit Bruno Ganz als<br />
Privatdetektiv Tassilo Grübel. Durch den Kinofilm „Nach Fünf im Urwald“, den Mehrteiler<br />
„Der Schattenmann“, das Remake „Es geschah am hellichten Tag“ oder <strong>die</strong><br />
Produktion „Der tote Taucher im Wald“ wurde Axel Milberg dem Film- <strong>und</strong> Fernsehpublikum<br />
bekannt.<br />
Zu seinen herausragenden Rollen zählen ebenso „Long Hello And Short Goodbye“,<br />
„Jahrestage“, <strong>die</strong> Fernsehdokumentation „Jud Süß – Ein Film als Verbrechen?“ oder<br />
„Stahlnetz: PSI“. Seit 2003 ermittelt Axel Milberg in seiner Heimatstadt Kiel für den<br />
NDR „<strong>Tatort</strong>“. Zu seinen weiteren Projekten zählen das 2006 mit dem Deutschen<br />
Fernsehpreis ausgezeichnete Kammerspiel „Silberhochzeit“ <strong>und</strong> „Doktor Martin“,<br />
wofür Milberg 2008 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, sowie<br />
<strong>die</strong> Fernsehfilme „Das Feuerschiff“ <strong>und</strong> „Das tapfere Schneiderlein“. Darüber hinaus<br />
ist er in Tom Tykwers Kinofilm „The International“ <strong>und</strong> im nächsten Teil von „Die Drei<br />
???“ zu sehen. Als Kriminalhauptkommissar Klaus <strong>Borowski</strong> löst Axel Milberg im<br />
„<strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong>“ seinen zwölften Fall.<br />
Filmografie (Auswahl)<br />
Fernsehen<br />
2008 <strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong><br />
(Regie: <strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong>)<br />
<strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> einsamen Herzen<br />
(Regie: Lars Jessen)<br />
Das tapfere Schneiderlein<br />
(Regie: Christian Theede)<br />
Donna Leon: Die dunkle St<strong>und</strong>e<br />
der Serenissima (Regie: Sigi Rothem<strong>und</strong>)<br />
2007 <strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> das Mädchen im Moor<br />
(Regie: Claudia Garde)<br />
Das Feuerschiff (Regie: <strong>Florian</strong> Gärtner)<br />
Stolberg (Regie: Ulrich Zrenner)<br />
<strong>Tatort</strong>: Macht der Angst<br />
(Regie: <strong>Florian</strong> Baxmeyer)<br />
Im Gehege (Regie: Kai Wessel)<br />
2006 Doktor Martin<br />
(Regie: Markus Imboden/Josh Broecker)<br />
<strong>Tatort</strong>: Das Ende des Schweigens<br />
(Regie: Buddy Giovinazzo)<br />
<strong>Tatort</strong>: Mann über Bord (Regie: Lars Becker)<br />
2005 <strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> in der Unterwelt<br />
(Regie: Claudia Garde)<br />
Durch Himmel <strong>und</strong> Hölle<br />
(Regie: Matthias Tiefenbacher)<br />
<strong>Tatort</strong>: Sternenkinder (Regie: Hannu Salonen)<br />
Silberhochzeit (Regie: Matti Geschonneck)<br />
2004 <strong>Tatort</strong>: Schattenhochzeit<br />
(Regie: Kaspar Heidelbach)<br />
<strong>Tatort</strong>: Stirb <strong>und</strong> Werde (Regie: Claudia Garde)<br />
Speer <strong>und</strong> Er (Regie: Heinrich Breloer)<br />
Der Mann von nebenan lebt!<br />
(Regie: Miguel Alexandre)<br />
Spiele der Macht (Regie: Markus Imboden)<br />
2003 <strong>Tatort</strong>: Väter (Regie: Thomas Fre<strong>und</strong>ner)<br />
<strong>Tatort</strong>: Schichtwechsel<br />
(Regie: Christine Hartmann)<br />
Stauffenberg (Regie: Jo Baier)<br />
Die Rosenzüchterin<br />
(Regie: Erhard Riedlsperger)<br />
2002 Balthasar Blitz (Regie: Andrea Katzenberger)<br />
Unter Verdacht (Regie: Friedemann Fromm)<br />
2001 Stahlnetz: PSI (Regie: Markus Imboden)<br />
Der Mann von nebenan (Regie: Dror Zahavi)<br />
2000 Jahrestage (Regie: Margarethe von Trotta)<br />
Jud Süß – Ein Film als Verbrechen?<br />
(Regie: Horst Königstein)<br />
Frightmares (Regie: M. Cross)<br />
1996 Es geschah am hellichten Tag<br />
(Regie: Nico Hofmann)<br />
1995 Der Schattenmann (Regie: Dieter Wedel)<br />
1990 Tassilo: Ein Fall für sich (Regie: Hajo Gies)<br />
Kino<br />
2009 The International (Regie: Tom Tykwer)<br />
Die Drei ??? – Das Geheimnis von Terror Castle<br />
(Regie: <strong>Florian</strong> Baxmeyer)<br />
2005/06 Neben der Spur (Regie: Detlef Bothe)<br />
2003 Baltic Storm (Regie: Reuben Leder)<br />
2002 Vienna (Regie: Peter Gersina)<br />
2001 Leo <strong>und</strong> Claire (Regie: Joseph Vilsmaier)<br />
Babij Jar (Regie: Jeff Kanew)<br />
1999 Der tote Taucher im Wald<br />
(Regie: Marcus O. Rosenmüller)<br />
1998 Long Hello And Short Goodbye<br />
(Regie: Rainer Kaufmann)<br />
St. Pauli Nacht (Regie: Sönke Wortmann)<br />
1997 Der Campus (Regie: Sönke Wortmann)<br />
1996 Rossini (Regie: Helmut Dietl)<br />
14 Tage lebenslänglich<br />
(Regie: Roland Suso Richter)<br />
1995 Irren ist männlich (Regie: Sherry Horman)<br />
Nach Fünf im Urwald<br />
(Regie: Hans-Christian Schmid)
tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
„Ich kann gar nicht wirklich<br />
abgrenzen, wer <strong>Borowski</strong> ist.“<br />
Interview mit Axel Milberg<br />
Wenn jemand in einem Krimi sein Kind verliert, ist man<br />
als Zuschauer emotional gleich mehr eingeb<strong>und</strong>en als<br />
bei einem Mord an einem Erwachsenen. Bereiten Sie<br />
sich in einem solchen Fall anders vor?<br />
Wenn ich echte Kriminalbeamte frage, was für sie das<br />
Schlimmste an ihrer Arbeit ist, dann antworten sie:<br />
wenn Kindern etwas zustößt <strong>und</strong> Fälle, <strong>die</strong> wir nicht abschließen<br />
können. Aber wenn man eine solche Geschichte<br />
fiktional erzählt, muss man sich schon überlegen,<br />
ob man <strong>die</strong> Situation nutzt, um <strong>die</strong> Emotionen der Zuschauer<br />
ohne große erzählerische Anstrengung frei Haus<br />
zu bekommen. Es gibt ja regelmäßig Filme, in denen<br />
Kinder Opfer werden. Gut ist, wenn der Film dem Zuschauer<br />
etwas geben kann. Etwa was es bedeutet zu<br />
trauern. Wie trauere ich? Um das zu vermitteln, muss<br />
ich mir überlegen, wie ich Szenen gestalte, <strong>die</strong> Gefühle<br />
zeigen <strong>und</strong> beim Zuschauer erzeugen. Also: Wie überbringe<br />
ich der Mutter <strong>die</strong> Todesnachricht? Als ich das<br />
Buch gelesen habe, habe ich gesagt: Da kann ich nicht<br />
alleine hingehen. Dabei muss mich <strong>die</strong> Psychologin<br />
Frieda Jung begleiten. <strong>Borowski</strong> musste es aber alleine<br />
durchstehen. Als wir <strong>die</strong> Szene dann gespielt hatten,<br />
ging es fast von alleine. Katharina Wackernagel ist eine<br />
so starke Schauspielerin, dass alles ineinander griff <strong>und</strong><br />
sich sofort richtig anfühlte, so dass man sich schauspielerisch<br />
nichts mehr ausdenken musste. Ihr Spiel hat<br />
mich quasi geführt.<br />
Wie ist <strong>die</strong> Stimmung am Set, wenn man sich mit<br />
<strong>die</strong>sem Thema auseinandersetzt?<br />
Wenn ein Schauspieler trauert, weint, vor Schmerz schreit<br />
<strong>und</strong> brüllt, überträgt sich das auf das Team. Es ist sensibilisiert<br />
<strong>und</strong> eingeschüchtert <strong>und</strong> flüstert nur noch.<br />
Der Zuschauer lernt in <strong>die</strong>ser Folge recht viel über<br />
<strong>Borowski</strong>. Gleich zweimal haut es ihm emotional <strong>die</strong><br />
Beine weg. Einmal, als er <strong>die</strong> Todesnachricht überbringen<br />
muss, <strong>und</strong> zum zweiten Mal, als er erfährt,<br />
dass Frieda Jung nach Zürich wechseln will.<br />
Was für ein Typ ist <strong>Borowski</strong>?<br />
Der Zuschauer ist sehr nahe an <strong>Borowski</strong> dran <strong>und</strong> bekommt<br />
so seine Emotionen mit. Vor anderen würde er<br />
sie nicht zugeben, weil er sich nicht schwach zeigen<br />
möchte. Er will auch nicht, dass man weiß, dass es ihm<br />
etwas ausmachen würde, wenn sie geht. Nach außen<br />
zeigt er nicht mehr als in einer professionellen Arbeitsbeziehung<br />
angemessen ist. Das macht ihn mir angenehm.<br />
Ich kann gar nicht wirklich abgrenzen, wer<br />
<strong>Borowski</strong> ist. Das wird von den Autoren bestimmt.<br />
Manchmal geht es mehr ins Humoristische, dann wieder<br />
ins Dramatische. Jeder Autor interessiert sich ja für<br />
etwas anderes.<br />
Diese Folge ist ein klassischer „Whodunit“.<br />
Ist das eine Krimiform, <strong>die</strong> Sie anspricht?<br />
Ich finde das nicht sonderlich interessant, weshalb<br />
wir sie in den anderen Folgen auch vermieden haben.<br />
Aber hier sind <strong>die</strong> Figuren <strong>und</strong> <strong>die</strong> Familiengeschichte<br />
stark <strong>und</strong> spannend. Auch strahlt der Film eine eigene<br />
Atmosphäre aus <strong>und</strong> ist sehr dynamisch. Das, was<br />
man sieht, ist auch etwas anderes als das, was man<br />
den Gesprächen entnehmen kann.<br />
Dieser „<strong>Tatort</strong>“ beschäftigt sich auch damit, wie Familie<br />
funktioniert. Haben Sie sich in <strong>die</strong>sem Zusammenhang<br />
wieder daran erinnert, was Familie für Sie selbst<br />
bedeutet?<br />
Während der Arbeit hatte ich zuerst <strong>die</strong> Filmfamilie im<br />
Blick <strong>und</strong> gesehen, was dort alles falsch ist. Ich hätte<br />
gerne zu Nadine gesagt: Siehst du denn nicht, wie gewaltbereit<br />
dein Mann ist? Warum deckst du ihn? Warum ist<br />
er so pampig? In <strong>die</strong>ser Familie fehlt <strong>die</strong> Zusammengehörigkeit,<br />
obwohl Nadine sich bemüht, eine Familie<br />
zu schaffen. In Wirklichkeit fliegt ihnen aber alles um<br />
<strong>die</strong> Ohren. Es gibt zu viele kleine fehlerhafte Entscheidungen<br />
<strong>und</strong> dadurch schlittert sie dann in <strong>die</strong> schlimme<br />
Situation, <strong>die</strong> der Film beschreibt.<br />
Wie war <strong>die</strong> Zusammenarbeit mit dem Regisseur?<br />
Sehr interessant. <strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong> ist ein sehr höflicher,<br />
jungenhafter Schweizer, der uns nicht viel von<br />
seinen Plänen verraten wollte. Aber immer wenn ich<br />
nachfragte, konnte er sehr akkurat antworten. Nach<br />
einer Weile merkte ich dann: Lass den mal machen, der<br />
hat da was vor <strong>und</strong> weiß genau, wie er <strong>die</strong> Geschichte<br />
filmisch <strong>und</strong> ästhetisch erzählen will. So habe ich ihm<br />
sehr schnell vertraut. Ich glaube, dass wir noch weiter<br />
von ihm hören werden. Er arbeitet sehr fein <strong>und</strong> eigen.
tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
Maren Eggert<br />
ist Frieda Jung<br />
Die gebürtige Hamburgerin absolvierte von 1994 bis<br />
1998 ihre Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-<br />
Schule in München. Noch während ihrer Schauspielschulzeit<br />
schnupperte Maren Eggert Theaterluft <strong>und</strong> ist<br />
der Bühne bis heute treu geblieben. So holte sie Leander<br />
Haußmann 1998 an das Schauspielhaus Bochum, wo<br />
sie große Erfolge feierte. Seit 2000 ist sie festes Mitglied<br />
im Ensemble des Thalia Theaters in Hamburg. Im Jahr<br />
2002 wurde <strong>die</strong> Künstlerin für <strong>die</strong> Darstellung der „Klara“<br />
in „Klaras Verhältnisse“ von Dea Loher, der „Agnes“ in<br />
„Das Kind“ von Jon Fosse <strong>und</strong> für zwei weitere Rollen<br />
mit dem Boy-Gobert-Preis der Görber-Stiftung ausgezeichnet.<br />
In der Spielzeit 07/08 ist Maren Eggert im<br />
Thalia-Theater in Hamburg u.a. im „Thalia Vista Social<br />
Club“ von Erik Gedeon, als Warwara Michajlowna in<br />
Maxim Gorkis „Sommergäste“, in Goethes „Clavigo“<br />
<strong>und</strong> in der „Endstation Sehnsucht“-Inszenierung von<br />
Stephan Kimmig zu sehen.<br />
Der preisgekrönte Kinofilm „Das Experiment“, der auch<br />
international erfolgreich war, machte sie über Nacht<br />
dem großen Kinopublikum bekannt. Dort spielte sie<br />
<strong>die</strong> Fre<strong>und</strong>in des von Moritz Bleibtreu verkörperten<br />
Journalisten. In dem Kinofilm „Marseille“ (Regie: Angela<br />
Schanelec) war sie in der weiblichen Hauptrolle zu<br />
sehen. Weitere Kinofilme mit Maren Eggert sind Rainer<br />
Kaufmanns „Die Apothekerin“ oder „Marianne Hoppe –<br />
Die Königin“. Auch Fernsehfilmen wie „Commissario<br />
Brunetti“, „Die Verbrechen des Prof. Capellari“ <strong>und</strong><br />
„Die Frau am Ende der Straße“ (Regie: Claudia Garde)<br />
verlieh sie durch ihre außerordentliche schauspielerische<br />
Leistung Profil. 2007 wurde Maren Eggert mit dem<br />
Ulrich-Wildgruber-Preis für Nachwuchsschauspieler<br />
geehrt, 2008 erhielt sie den Kritikerpreis des Verbandes<br />
der deutschen Kritiker e.V. in der Kategorie „Fernsehen“.<br />
Filmografie (Auswahl)<br />
Fernsehen<br />
2008 Tod bei Ankunft (Regie: Lars Becker)<br />
<strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong><br />
(Regie: <strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong>)<br />
<strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> einsamen Herzen<br />
(Regie: Lars Jessen)<br />
2007 <strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> das Mädchen im Moor<br />
(Regie: Claudia Garde)<br />
<strong>Tatort</strong>: Macht der Angst<br />
(Regie: <strong>Florian</strong> Baxmeyer)<br />
Das Gelübde (Regie: Dominik Graf)<br />
2006 <strong>Tatort</strong>: Das Ende des Schweigens<br />
(Regie: Buddy Giovinazzo)<br />
<strong>Tatort</strong>: Mann über Bord (Regie: Lars Becker)<br />
2005 <strong>Tatort</strong>: Sternenkinder (Regie: Hannu Salonen)<br />
<strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> in der Unterwelt<br />
(Regie: Claudia Garde)<br />
Die Frau am Ende der Straße<br />
(Regie: Claudia Garde)<br />
2004 <strong>Tatort</strong>: Schattenhochzeit<br />
(Regie: Kaspar Heidelbach)<br />
<strong>Tatort</strong>: Stirb <strong>und</strong> werde (Regie: Claudia Garde)<br />
2003 <strong>Tatort</strong>: Schichtwechsel<br />
(Regie: Christine Hartmann)<br />
<strong>Tatort</strong>: Väter (Regie: Thomas Fre<strong>und</strong>ner)<br />
2002 Schattenlinie (Regie: Markus Imboden)<br />
2001 Commissario Brunetti: Nobilita<br />
(Regie: Sigi Rothem<strong>und</strong>)<br />
1997 Eine ungehorsame Frau (Regie: Vivian Naefe)<br />
Die Verbrechen des Prof. Capellari:<br />
Still ruht der See<br />
(Regie: Hans-Christoph Blumenberg)<br />
1996 Eine Frau für alle Fälle (Regie: Maria Knilli)<br />
Kino<br />
2003 Marseille (Regie: Angela Schanelec)<br />
2000 Das Experiment (Regie: Oliver Hirschbiegel)<br />
1999 Marianne Hoppe – Die Königin<br />
(Regie: Werner Schröter)<br />
1997 Zwei Frauen, zwei Männer: 4 Probleme<br />
(Regie: Vivian Naefe)<br />
1996 Die Apothekerin<br />
(Regie: Rainer Kaufmann)
tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
„Wenn ein Kind das Opfer ist,<br />
ist man betroffener.“<br />
Interview mit Maren Eggert<br />
Mord ist nicht gleich Mord. Wenn Kinder <strong>die</strong> Opfer sind,<br />
berührt das noch mehr als bei Erwachsenen.<br />
Wie bereitet man sich auf so eine Konstellation vor?<br />
Wenn ein Kind das Opfer ist, ist es in der Tat so, dass man<br />
betroffener ist <strong>und</strong> das Gefühl bekommt, das Thema<br />
noch vorsichtiger angehen zu müssen. Einerseits als<br />
Privatperson, aber natürlich auch in meiner Rolle als<br />
Psychologin bzw. Ermittlerin. Da überlege ich mir schon<br />
genauer, wie ich vorsichtig <strong>und</strong> korrekt mit der Fallkonstellation<br />
umgehe, ohne dadurch eine offensichtliche<br />
Betroffenheit auszustrahlen. Ohnehin finde ich<br />
es nicht so gut, wenn <strong>die</strong> Ermittler so wahnsinnig betroffen<br />
sind – egal worum sich jetzt der Fall dreht.<br />
Das gefällt mir weder persönlich noch denke ich, dass<br />
<strong>die</strong>s das Thema eines Krimis ist. So muss man einen<br />
Mittelweg finden: Es muss gezeigt werden, dass es sich<br />
bei Kindsmord um etwas Besonderes handelt, ohne<br />
dass es vor Betroffenheit trieft.<br />
Dem wird Rechnung getragen, wenn <strong>Borowski</strong> anmerkt,<br />
dass sich Nadine normal für eine Mutter verhalte, <strong>die</strong><br />
ihr Kind verloren habe, <strong>und</strong> Frieda Jung erwidert, dass<br />
sie nicht wisse, was in einem solchen Fall normal sei.<br />
Genau. Und da sieht man auch <strong>die</strong> Qualität des Drehbuchs,<br />
denn man hätte ja auch anbiedernd, einfühlsam<br />
antworten können: „Oh ja, da haben Sie Recht. Man muss<br />
sich fürchterlich fühlen, wenn das Kind getötet wurde.“<br />
Ich finde Frieda Jungs Antwort gut, denn solange man<br />
es nicht selbst erfahren hat, kann man nicht wissen,<br />
wie es ist, <strong>und</strong> man darf auch nicht vergessen, dass jeder<br />
Mensch auf seine Weise auf einen Mord reagiert.<br />
Ein Ermittler hat zwar objektiv zu sein, dennoch nicht<br />
ganz ohne Gefühle?<br />
Im wirklichen Leben bin ich nun kein Ermittler, aber es<br />
kommt mir schon so vor, als sei man als Ermittler Tag <strong>und</strong><br />
Nacht mit einem Fall beschäftigt, um <strong>die</strong> Lösung zu finden.<br />
Da dürfte es schon passieren, dass man emotional<br />
in einen Fall hineingezogen wird beziehungsweise dagegen<br />
ankämpfen muss, dass <strong>die</strong> Gefühle <strong>die</strong> Objektivität<br />
beeinträchtigen.<br />
Wie intensiv können Sie sich mit einem Drehbuch <strong>und</strong><br />
ihrer Rolle vor Drehbeginn auseinandersetzen?<br />
Das hängt von der Drehbuchentwicklung ab. Aber ich<br />
bekomme das Buch spätestens sechs Monate vor<br />
Drehbeginn. Falls das nicht klappt, weiß ich zumindest<br />
frühzeitig schon ziemlich genau, worum es geht <strong>und</strong><br />
wie meine Rolle in der Geschichte aussieht.<br />
Wie bereiten Sie sich auf Ihre Rolle vor, sprechen Sie<br />
mit Psychologen?<br />
Die Rolle gestalte ich nach meiner eigenen Vorstellung.<br />
Es gibt ja immer wieder Interviews mit echten Polizeipsychologen,<br />
<strong>die</strong> dann erzählen, dass es zwischen der<br />
Wirklichkeit <strong>und</strong> den Fernsehkrimis erhebliche Unterschiede<br />
gibt. Das zweifle ich nicht an. Wir stellen Fiktion<br />
her <strong>und</strong> wenn ich nun versuchte, an Reales anzuknüpfen,<br />
würde das <strong>die</strong> Sache nur verkomplizieren. Viel wichtiger<br />
bei der Gestaltung der Rolle ist hingegen <strong>die</strong> Zusammenarbeit<br />
mit den Kollegen <strong>und</strong> <strong>die</strong> Abstimmung der Arbeit<br />
auf das gewünschte Gesamtbild.<br />
Wie war in <strong>die</strong>sem Fall <strong>die</strong> Zusammenarbeit mit den<br />
Kollegen <strong>und</strong> dem Regisseur?<br />
<strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong> ist ein junger, engagierter Regisseur,<br />
dem das Projekt sehr wichtig war, <strong>und</strong> mit Katharina<br />
Wackernagel zu arbeiten war sehr angenehm. Sie war<br />
gut vorbereitet <strong>und</strong> konzentriert.<br />
„<strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong>“ geht auch der Frage nach,<br />
was Liebe für Auswirkungen hat. Frieda Jung beschreibt<br />
hier eine neurotische Disposition, in der sich zwei perfekt<br />
ergänzen. <strong>Borowski</strong> erwidert darauf: „Ich dachte,<br />
das nennt man Liebe.“ So weit auseinander liegt das<br />
für viele Menschen doch nicht?<br />
Nicht unbedingt. Ich würde schon sagen, wenn zwei sich<br />
finden, dann tun sie das, weil sie sich auf <strong>die</strong> ein oder<br />
andere Weise ergänzen, weil der Andere etwas hat, was<br />
man selber nicht hat oder sucht. Das muss aber nicht in<br />
eine Kollision führen. Spannender ist allemal der Aspekt,<br />
dass Liebe in eine Abhängigkeit führen kann. Das thematisieren<br />
wir auch. Nadine bekommt kaum mehr alleine<br />
etwas hin <strong>und</strong> ist in den meisten Dingen auf ihren<br />
Mann angewiesen, wodurch sie in eine Abhängigkeit<br />
geraten ist.<br />
Eine Abhängigkeit, <strong>die</strong> auch im Verhältnis von <strong>Borowski</strong><br />
<strong>und</strong> Frieda Jung aufblitzt. Besteht <strong>die</strong> Gefahr, dass<br />
<strong>Borowski</strong> nur mit Frieda Jung voll leistungsfähig ist?<br />
Nein, das glaube ich nicht. <strong>Borowski</strong>s Problem ist nicht,<br />
dass er in irgendeiner Art abhängig ist von Frieda Jung,<br />
sondern dass er seine Gefühle ihr gegenüber nicht zugeben<br />
kann. Wenn er normaler mit seinen Gefühlen umgehen<br />
könnte, wäre das viel unspektakulärer. Es würde<br />
schon reichen, wenn er sagte, ich sei eine wichtige Mitarbeiterin<br />
für ihn. Weiter muss er ja nicht gehen, aber<br />
schon das kann er nicht zugeben. Da er nicht in Kontakt<br />
mit seinen Gefühlen ist, staut sich alles in ihm auf <strong>und</strong><br />
dann ist es nicht verw<strong>und</strong>erlich, wenn er von der Nachricht,<br />
Frieda Jung könnte nach Zürich gehen, kalt erwischt<br />
wird.
tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
Katharina Wackernagel<br />
ist Nadine Nowak<br />
Katharina Wackernagel wurde in Freiburg geboren. Bis 1996 ging sie in Kassel zur<br />
Schule. Seit 1996 lebt <strong>die</strong> Schauspielerin in Berlin. Für ihre erste Titelrolle in „Tanja“<br />
wurde sie 1998 mit dem Goldenen Löwen als Beste Schauspielerin in einer Serie<br />
ausgezeichnet. Seit dem Jahr 2002 spielte sie in der Krimi-Reihe „Bloch“ <strong>die</strong> Rolle der<br />
Tochter des Psychotherapeuten Dr. Maximilian Bloch. Darüber hinaus war sie zum<br />
Beispiel in „Das W<strong>und</strong>er von Lengede“, „Die Luftbrücke“ oder „Mein Mörder kommt<br />
zurück“ zu sehen, für den sie 2008 mit dem Hessischen Fernsehpreis ausgezeichnet<br />
wurde. 2006 lief ihr bisher erfolgreichster Film „Contergan“, der 2007 den Bambi-<br />
Sonderpreis der Jury gewann <strong>und</strong> für den Katharina Wackernagel 2008 mit dem<br />
FIPA D‘OR des Festival International de Programmes Audiovisuels Biarritz für ihre<br />
Hauptrolle, dem Bayerischen Fernsehpreis als Beste Schauspielerin sowie der<br />
„Goldenen Nymphe – Best Performance“ des Monte Carlo Television Festivals für<br />
<strong>die</strong> beste schauspielerische Leistung geehrt wurde. Aktuell hat sie <strong>die</strong> Hauptrollen<br />
in den Fernsehfilmen „Strals<strong>und</strong>“ <strong>und</strong> „Der Vulkan“ inne.<br />
Auf der Kinoleinwand war <strong>die</strong> authentische <strong>und</strong> ausdrucksstarke Schauspielerin in<br />
„Das W<strong>und</strong>er von Bern“, in der Hauptrolle in „Die Boxerin“ <strong>und</strong> im „Baader Meinhof<br />
Komplex“ zu sehen. Und auch <strong>die</strong>ses Jahr wird sie mit „Der Fürsorger“ <strong>und</strong><br />
„Résiste – Aufstand der Praktikanten“ wieder dort präsent sein.<br />
Filmografie (Auswahl)<br />
Fernsehen<br />
2008 Der Vulkan (Regie: Uwe Janson)<br />
Strals<strong>und</strong> (Regie: Martin Eigler)<br />
<strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong><br />
(Regie: <strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong>)<br />
2007 Commissario Brunetti: Wie durch ein<br />
dunkles Glas (Regie: Sigi Rothem<strong>und</strong>)<br />
Polizeiruf 110: Letzter Halt<br />
(Regie: Wolfgang Münstermann)<br />
2006 Mein Mörder kommt zurück<br />
(Regie: Andreas Senn)<br />
Bloch: Der Kinderfre<strong>und</strong> (Regie: Kilian Riedhof)<br />
Bloch: Die Blaue St<strong>und</strong>e<br />
(Regie: Thorsten Näter)<br />
Contergan – Eine einzige Tablette<br />
(Regie: Adolf Winkelmann)<br />
2005 Bloch: Die Wut (Regie: Christoph Stark)<br />
Bloch: Der Mann im Smoking<br />
(Regie: René Heisig)<br />
Fre<strong>und</strong>innen fürs Leben (Regie: Buket Alakus)<br />
Die Luftbrücke (Regie: Dror Zahavi)<br />
2004 Bloch: Der Fre<strong>und</strong> meiner Tochter<br />
(Regie: Kilian Riedhof)<br />
Bloch: Krankes Herz (Regie: Michael Hammon)<br />
Die letzte Schlacht<br />
(Regie: Hans-Christoph Blumenberg)<br />
Bettgeflüster <strong>und</strong> Babyglück<br />
(Regie: Annette Ernst)<br />
2003 Bloch: Schwestern (Regie: Edward Berger)<br />
Bloch: Ein Fleck auf der Haut<br />
(Regie: Stephan Wagner)<br />
Das W<strong>und</strong>er von Lengede<br />
(Regie: Kaspar Heidelbach)<br />
2002 Bloch: Silbergraue Augen<br />
(Regie: Marcus O. Rosenmüller)<br />
Bloch: Tausendschönchen<br />
(Regie: Christoph Stark)<br />
2001 Am Ende der Wahrheit (Regie: Micky Rowitz)<br />
2000 Hat er Arbeit? (Regie: Kai Wessel)<br />
1999 Schrei, denn ich werde dich töten<br />
(Regie: Robert Sigl)<br />
1998 Plätze in Städten<br />
(Regie: Angela Schanelec)<br />
1996 – 1998<br />
Tanja (Regie: Berengar Pfahl)<br />
Kino<br />
2008 Résiste – Aufstand der Praktikanten<br />
(Regie: Jonas Grosch)<br />
Der Fürsorger (Regie: Lutz Konermann)<br />
Die Schimmelreiter (Regie: Lars Jessen)<br />
2007 Der Baader Meinhof Komplex (Regie: Uli Edel)<br />
2006 GG 19 – Artikel 3 (Regie: Andreas Samland)<br />
2004 Die Boxerin (Regie: Catharina Wortmann)<br />
2002 Das W<strong>und</strong>er von Bern<br />
(Regie: Sönke Wortmann)<br />
2000 Venus Talking (Regie: Rudolf Thome)
0 tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
„Nadine habe ich als Person<br />
gesehen, <strong>die</strong> sich eine eigene<br />
Realität geschaffen hat.“<br />
Interview mit Katharina Wackernagel<br />
Wie bereitet man sich auf eine emotional so fordernde<br />
Rolle vor wie <strong>die</strong> einer Mutter, <strong>die</strong> ihr Kind verliert?<br />
Ich versuche nicht, mir extrem schreckliche Dinge vorzustellen<br />
<strong>und</strong> sie dann im Spiel umzusetzen. Ich versetze<br />
mich nicht permanent in den angenommenen emotionalen<br />
Zustand des Charakters. Vielmehr ist mir wichtig,<br />
schon vorab in Zusammenarbeit mit dem Regisseur den<br />
Charakter einer Figur zu definieren, herauszufinden,<br />
was eine Figur ausmacht, was in ihr vorgeht. Ich möchte<br />
<strong>die</strong> Möglichkeit haben, <strong>die</strong> Figur, <strong>die</strong> ich spiele – egal ob<br />
sie traurig ist oder glücklich – einmal als Ganzes vor<br />
Augen zu haben, um sie als Person verstehen zu können.<br />
Beim Dreh selbst versuche ich dann das Drumherum<br />
so weit wie möglich wegzublenden, <strong>die</strong> Situation des<br />
Augenblicks aufzunehmen <strong>und</strong> sie so echt wie möglich<br />
nachzuspielen. Als Schauspielerin bleibt es für mich<br />
immer ein Spiel. Es ist nicht so, dass ich emotional völlig<br />
aufgelöst bin, weil ich alles lebensecht nachvollziehe.<br />
Das kann ich auch gar nicht. In <strong>die</strong>sem Fall auch deshalb<br />
nicht, weil ich selber keine Mutter bin. Wenn ich von<br />
der Figur überzeugt bin <strong>und</strong> mit dem Regisseur eine<br />
Vereinbarung getroffen habe, wie sie sich erzählt,<br />
dann funktioniert es durch <strong>die</strong> Fantasie, mich in einen<br />
Charakter hineinfallen zu lassen.<br />
Welche Vereinbarung über Nadine Nowak haben Sie<br />
mit dem Regisseur getroffen?<br />
Als wir uns zum ersten Mal trafen, hatten wir beide ein<br />
ziemlich genaues Bild von Nadine <strong>und</strong> waren beide der<br />
Meinung, <strong>die</strong>sen Typ von Frauen genau zu kennen. Wir<br />
sind dann <strong>die</strong> emotionalsten Szenen <strong>und</strong> Bögen gemeinsam<br />
durchgegangen, um herauszufinden, ob wir auch<br />
das Gleiche meinen. Es ist oft so, dass Dinge einfließen,<br />
<strong>die</strong> man bei anderen Menschen schon erlebt hat, selbst<br />
dann, wenn man <strong>die</strong> extremen Charakterzüge in der<br />
Regel nicht schon mal gesehen hat.<br />
Haben Sie sich in spezieller Weise damit auseinandergesetzt,<br />
wie es ist, wenn das Kind ermordet wird?<br />
Man hätte sich natürlich mit einem Psychologen zusammensetzen<br />
können. Aber ich weiß nicht, ob mir das<br />
geholfen hätte, denn wichtig für <strong>die</strong> Figur ist, dass sie<br />
ges<strong>und</strong> <strong>und</strong> rational wirkt. Als ich das Buch zum ersten<br />
Mal las, hatte ich mir eine ganz andere Frau vorgestellt<br />
als <strong>die</strong>, <strong>die</strong> ich verkörpern könnte. Andererseits ist es so,<br />
dass man nicht unberührt bleibt von dem, was um einen<br />
herum passiert <strong>und</strong> <strong>die</strong>s Denken, Verhalten <strong>und</strong> Arbeit<br />
beeinflusst. Während des Drehs wurde <strong>die</strong> Geschichte<br />
von Fritzl bekannt, der in Österreich seine Tochter gefangen<br />
gehalten <strong>und</strong> Kinder mit ihr bekommen hatte. Im<br />
Zuge <strong>die</strong>ser Geschichte tauchten plötzlich lauter schreck -<br />
liche Meldungen über Kindstötungen <strong>und</strong> -missbrauch<br />
auf. Das mischte sich in den Arbeitsprozess <strong>und</strong> veränderte<br />
ihn vielleicht auch.<br />
Was hat Sie an der Figur am meisten fasziniert?<br />
Dass sie sich eine Fantasiewelt baut. Einerseits ist sie eine<br />
erwachsene Frau <strong>und</strong> Mutter, aber in ihrem Verhalten<br />
ist sie auch ein Kind. Ihrer Mutter widerspricht sie barsch,<br />
aber gegenüber ihrem Ehemann möchte sie wie eine<br />
kleine Puppe sein. Das ist eine spannende Konstellation.<br />
Nadine Nowak nimmt eine zentrale Rolle in dem Film<br />
ein. Wie war <strong>die</strong> Interaktion, <strong>die</strong> Zusammenarbeit mit<br />
den Kollegen, den anderen Figuren?<br />
Nadine habe ich als Person gesehen, <strong>die</strong> sich eine eigene<br />
Realität geschaffen hat, in <strong>die</strong> sie sich immer wieder<br />
zurückzieht – auch in Kontakt mit anderen Personen.<br />
<strong>Borowski</strong> ist einer <strong>die</strong>ser Fremden. Von ihm denkt sie<br />
außerdem, er wolle ihre <strong>Welt</strong> zerstören. Daher zieht sie<br />
sich extremer als sonst in ihr Schneckenhaus zurück.<br />
Ihren Ehemann hingegen erkennt sie nicht, wie er wirklich<br />
ist, sondern sieht ihn nur, wie er in ihrer <strong>Welt</strong> sein<br />
soll. Das war beim Dreh etwas eigenartig, da ich immer<br />
so gespielt habe, als sei ich in einem Kokon. Aber natürlich<br />
geben <strong>die</strong> verschiedenen Figuren immer wieder<br />
neuen Spielraum. Wenn Frieda Jung versucht, Nadine<br />
zu erreichen, gab mir das andere Möglichkeiten als im<br />
Spiel mit <strong>Borowski</strong> oder wenn Nadine fordernd gegenüber<br />
ihrem Ehemann wird.
tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
Fabian Hinrichs<br />
ist Thies Nowak<br />
Fabian Hinrichs, geboren 1974, absolvierte <strong>die</strong> Westfälische<br />
Schauspielschule Bochum. Seitdem ist er regelmäßig<br />
am Theater zu sehen. Im Jahr 2000 spielte er zum<br />
Beispiel unter der Regie von Leander Haußmann am<br />
Schauspielhaus Bochum <strong>und</strong> als Ensemblemitglied an<br />
der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin.<br />
Dort war er 2001 außerdem in „Endstation Amerika“<br />
<strong>und</strong> „Desire“, 2002 in „Stadt als Beute“, „Rosebud“,<br />
<strong>und</strong> „Der geteilte Himmel“, 2003 in „Forever Young“,<br />
2004 in „Eisstadt“ <strong>und</strong> „Atta Atta“ zu sehen. Danach<br />
spielte er u. a. in München, Hamburg, Zürich <strong>und</strong> Köln.<br />
2000 erhielt er den Förderpreis für Nachwuchsdarsteller<br />
vom B<strong>und</strong>esministerium für Bildung <strong>und</strong> Forschung.<br />
Seit 2006 widmet sich Fabian Hinrichs auch Film <strong>und</strong><br />
Fernsehen. Vor allem in Krimis überzeugt er mit seinem<br />
Talent. Bisher wurden zwei seiner Kinofilme preisgekrönt:<br />
„Schussangst“ von Regisseur Dito Tsintsadze wurde als<br />
Bester Film mit dem „Concha de Oro“ beim Filmfestival<br />
San Sebastian <strong>und</strong> auf dem International Film Festival<br />
Tbilisi ausgezeichnet. Für seine Hauptrolle des Hans<br />
Scholl in „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ gewann<br />
Fabian Hinrichs den BUNTE New Faces Award. Außerdem<br />
lief der Film auf zahlreichen internationalen Festivals.<br />
Aktuelle Produktionen sind „Schwerkraft“ <strong>und</strong> „66/67“.<br />
Filmografie (Auswahl)<br />
Fernsehen<br />
2008 <strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong><br />
(Regie: <strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong>)<br />
Dutschke (Regie: Stefan Krohmer)<br />
<strong>Tatort</strong>: Mit ruhiger Hand (Regie: Maris Pfeiffer)<br />
2007 Der Dicke: Wahlverwandtschaften<br />
(Regie: Lars Jessen)<br />
Luginsland: Franziska, <strong>die</strong> Liebe <strong>und</strong> andere<br />
Gespenster (Regie: Nina Grosse)<br />
Einsatz in Hamburg: Ein sauberer Mord<br />
(Regie: Lars Jessen)<br />
Das Beste kommt erst (Regie: Rainer Kaufmann)<br />
2006 Bella Block: Blackout (Regie: Rainer Kaufmann)<br />
Der Kriminalist (Regie: Sherry Hormann)<br />
Bloch: Der Kinderfre<strong>und</strong> (Regie: Kilian Riedhof)<br />
Kino<br />
2008 66/67<br />
(Regie: Carsten Ludwig, Jan Christoph Glaser)<br />
Schwerkraft (Regie: Sherry Hormann)<br />
2007 Songs From The Southern Sea<br />
(Regie: Marat Sarulu)<br />
2006 Früher oder später (Regie: Ulrike von Ribbeck)<br />
2005 Neandertal<br />
(Regie: Ingo Haeb, Jan Christoph Glaser)<br />
2004 Sophie Scholl – Die letzten Tage<br />
(Regie: Marc Rothem<strong>und</strong>)<br />
Bluthochzeit (Regie: Dominique Deruddere)<br />
Blackout (Regie: Maximilian Erlenwein)<br />
2003 Schussangst (Regie: Dito Tsintsadze)
tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
Marita Breuer<br />
ist Vera Zimmer<br />
Marita Breuer, Jahrgang 1953, wurde von 1975 bis 1978<br />
an der Folkwang-Hochschule in Essen ausgebildet. Bis<br />
2005 spielte sie an mehreren Theatern, unter anderem<br />
an der Städtischen Bühne Köln, am Stadttheater Düsseldorf,<br />
am Rheinischen Landestheater in Neuss sowie fünf<br />
Jahre lang am Theater Aachen. Zu Beginn ihrer Kino-<br />
<strong>und</strong> Fernsehkarriere steht Edgar Reitz’ Elfteiler „Heimat“<br />
von 1980, für den Marita Breuer mit dem Bayerischen<br />
Filmpreis <strong>und</strong> dem Deutschen Darstellerpreis für ihre<br />
Hauptrolle ausgezeichnet wurde. Es folgten viele erfolg-<br />
reiche Fernsehfilme wie „Marleneken“, „Das Mädchen<br />
Rosemarie“ oder „Teufelsbraten“ sowie Krimi-Folgen wie<br />
„<strong>Tatort</strong>“, „Die Sitte“ oder „SOKO“. Im Kino war sie unter<br />
anderem in Tom Tykwers „Der Krieger <strong>und</strong> <strong>die</strong> Kaiserin“<br />
zu sehen. Für Kaspar Heidelbach stand sie in „Berlin 36“<br />
vor der Kamera. 2002 führte Marita Breuer im ARTE-<br />
Dokumentarfilm „Abenteuer Gottes“ erstmals Regie.<br />
Filmografie (Auswahl)<br />
Fernsehen<br />
2008 Dreibeinige H<strong>und</strong>e (Regie: Aelrun Goette)<br />
Abgekocht (Regie: Andreas Senn)<br />
<strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong><br />
(Regie: <strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong>)<br />
2007 Großstadtrevier (Regie: Felix Herzogenrath)<br />
SOKO Köln: Guter Bruder, böser Bruder<br />
(Regie: Michael Schneider)<br />
Die dunkle Seite (Regie: Peter Keglevic)<br />
Maddin in Love (Regie: Michael Karen)<br />
Der perfekte Schwiegersohn<br />
(Regie: Michael Rowitz)<br />
2006 Zeit zu leben (Regie: Matti Geschonneck)<br />
Teufelsbraten (Regie: Hermine Huntgeburth)<br />
2005 <strong>Tatort</strong>: Gebrochene Herzen<br />
(Regie: Jürgen Bretzinger)<br />
Die Sitte: Machtspiele<br />
(Regie: Rolf Wellingerhof)<br />
2003 Die Wache: Schatten der Vergangenheit<br />
(Regie: Ulli Baumann)<br />
Rosenheim Cops: Die Leibwächter der<br />
schönen Barbara (Regie: Wilhelm Engelhardt)<br />
2002 Die Mutter (Regie: Matti Geschonneck)<br />
2000 Donnas Baby (Regie: Bettina Wörnle)<br />
1998 Mein zweites Leben (Regie: Dominique Gerard)<br />
1997 <strong>Tatort</strong>: Bombenstimmung<br />
(Regie: Kaspar Heidelbach)<br />
1996 Das Mädchen Rosemarie<br />
(Regie: Bernd Eichinger)<br />
Der König (Regie: Axel de Roche)<br />
1994 Ein Fall für Zwei (Regie: Frank Strecker)<br />
1995 Spurlos (Regie: Gunther Scholz)<br />
1994 Hecht <strong>und</strong> Haie (Regie: Martin Gies)<br />
Das Deutschlandlied<br />
(Dreiteiler; Regie: Tom Toelle)<br />
Tadesse, warum (Regie: Ch. Baudissin)<br />
Weihnachtsgeschichte<br />
(Regie: Marie Th. Wagner)<br />
1993 Nicht nur eine bittere Pille<br />
(Vierteiler; Regie: Dieter Kehler)<br />
Christian Morgenstern (Regie: Christoph Böll)<br />
Die Reise nach Surinam (Regie: Dieter Kühn)<br />
1991 Geboren 1999 (Regie: Kai Wessel)<br />
1990 Marleneken (Regie: Karin Brandauer)<br />
Fre<strong>und</strong> unter Fre<strong>und</strong>en (Regie: J. Bretzinger)<br />
1986 Ein Fall für Zwei (Regie: Jörg Grünler)<br />
1980 Heimat (Elfteiler; Regie: Edgar Reitz)<br />
Kino<br />
2008 Berlin 36 (Regie: Kaspar Heidelbach)<br />
This is love (Regie: Matthias Glasner)<br />
Für Miriam (Regie: Lars Gunnar Lotz)<br />
2006 Flug der Störche (Regie: Martin Repka)<br />
Die Anruferin (Regie: Filix Randau)<br />
2005 24 St<strong>und</strong>en (Regie: <strong>Florian</strong> Mischa Boeder)<br />
2000 Der Krieger <strong>und</strong> <strong>die</strong> Kaiserin<br />
(Regie: Tom Tykwer)<br />
1997 Vollmond (Regie: F. Murer)
tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
Samuel Finzi<br />
ist Dr. Stormann<br />
Samuel Finzi, geboren 1966 im bulgarischen Plovdiv, ist an der Staatlichen Theater-<br />
<strong>und</strong> Filmakademie VITIZ in Sofia ausgebildet worden. Seit dem Jahr 1992 ist er an<br />
deutschen, österreichischen <strong>und</strong> Schweizer Theaterbühnen zu sehen. Für seine<br />
Theaterarbeit wurde Samuel Finzi mehrfach ausgezeichnet. Bereits 1993 erhielt er<br />
<strong>die</strong> Kritikerauszeichnung als „Bester Nachwuchsdarsteller Nordrhein-Westfalens“.<br />
Ein Jahr später folgte der „Preis für den besten Nachwuchsdarsteller“ beim 13. Theatertreffen<br />
NRW. 1995 war Samuel Finzi dann „Bester Darsteller des Jahres Nordrhein-<br />
Westfalens“ <strong>und</strong> 1996 wurde er mit dem Förderpreis der Stadt Düsseldorf für darstellende<br />
Kunst geehrt. Stationen seiner erfolgreichen Bühnenkarriere sind u.a.<br />
das Schauspielhaus Düsseldorf, das Thalia Theater Hamburg, das Burgtheater Wien,<br />
das Schauspielhaus Hamburg, <strong>die</strong> Volksbühne Berlin <strong>und</strong> das Deutsche Theater in<br />
Berlin, wo er seit zwei Jahren festes Ensemble-Mitglied ist. Zu seinen Film- <strong>und</strong><br />
Fernseharbeiten, <strong>die</strong> seit 1999 parallel zur Theaterarbeit laufen, zählen Auftritte in<br />
Krimireihen wie „<strong>Tatort</strong>“, „Bella Block“ oder „KDD – Kriminaldauer<strong>die</strong>nst“, Fernsehfilme<br />
wie „Am Ende der Hochzeitsnacht“ oder „Delphinsommer“ sowie Kinoproduktionen<br />
wie „Wir sagen Du! Schatz.“, „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ <strong>und</strong> zuletzt „Die<br />
Besucherin“. 2001 gewann Samuel Finzi den „Golden Chest als Bester männlicher<br />
Darsteller“ auf dem International Television Festival Plovdiv in seinem Heimatland<br />
Bulgarien.<br />
Filmografie (Auswahl)<br />
Fernsehen<br />
2008 Bella Block: Der Fall Bella Block<br />
(Regie: Markus Imboden)<br />
<strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> <strong>Welt</strong><br />
(Regie: <strong>Florian</strong> <strong>Froschmayer</strong>)<br />
2007 Bella Block: Eine fast perfekte Liebe<br />
(Regie: Julian Pölsler)<br />
KDD – Kriminaldauer<strong>die</strong>nst<br />
(Regie: Andreas Prochaska)<br />
SOKO Köln: Lackschaden<br />
(Regie: Michael Schneider)<br />
2006 Bella Block: Weiße Nächte<br />
(Regie: Christian von Castelberg)<br />
Ein Sommer mit Paul (Regie: Claudia Garde)<br />
<strong>Tatort</strong>: Mann über Bord (Regie: Lars Becker)<br />
2005 <strong>Tatort</strong>: Sternenkinder (Regie: Hannu Salonen)<br />
Bella Block: Barmherzige Brüder<br />
(Regie: Hans Steinbichler)<br />
Kunstfehler (Regie: Marcus O. Rosenmüller)<br />
<strong>Tatort</strong>: <strong>Borowski</strong> in der Unterwelt<br />
(Regie: Claudia Garde)<br />
2004 Delphinsommer (Regie: Jobst Oetzmann)<br />
2003 Bella Block: Gewaltige Liebe<br />
(Regie: Christian von Castelberg)<br />
Balko: Sauber eingelocht (Regie: Thomas Jahn)<br />
2002 Schimanski: Asyl (Regie: Edward Berger)<br />
2001 Am Ende der Hochzeitsnacht<br />
(Regie: Olaf Kreinsen)<br />
2000 Einsatz in Hamburg: St<strong>und</strong>e der Wahrheit<br />
(Regie: Matthias Tiefenbacher)<br />
Studers erster Fall (Regie: Sabine Boss)<br />
Bella Block: Am Ende der Lüge<br />
(Regie: Martin Enlen)<br />
Blueberry Hills (Regie: Alexander Mortov)<br />
1999 Bella Block: Abschied im Licht<br />
(Regie: Christian von Castelberg)<br />
Tolle Lage (Regie: Sören Voigt)<br />
Das Glück ist eine Katze<br />
(Regie: Matthias Steuber)<br />
Kino<br />
2007 Die Besucherin (Regie: Lola Randl)<br />
2006 Wir sagen Du! Schatz. (Regie: Marc Meyer)<br />
Der Totenwächter (Regie: Ilian Simeonov)<br />
2005 <strong>Welt</strong>verbesserungsmaßnahmen<br />
(Regie: Jörn Hintzer <strong>und</strong> Jakob Hüfner)<br />
2004 Ein ganz gewöhnlicher Jude<br />
(Regie: Oliver Hirschbiegel)<br />
Aller Tage Abend<br />
(Regie: Andreas Schimmelbusch)<br />
2002 Das W<strong>und</strong>er von Bern<br />
(Regie: Sönke Wortmann)<br />
2001 Gebürtig<br />
(Regie: Norbert Schindel <strong>und</strong> Lukas Stepanik)<br />
2000 Santa (Kurzfilm; Regie: Jophi Ries)<br />
Jetzt oder Nie – Zeit ist Geld<br />
(Regie: Lars Büchel)<br />
The Devil‘s Tail (Regie: Dimiter Petkov)<br />
1999 Abschied (Regie: Jan Schütte)<br />
1998 Touchés par la Grâce (Regie: Peter Popslatev)<br />
1997 Sofia – Sick of it all<br />
(Kurzfilm; Regie: Nils Willbrandt)<br />
1994 Die verbotene Frucht (bulgarische Produktion;<br />
Regie: Krassimir Krumov)
tatort: borowski <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>heile</strong> welt<br />
Impressum<br />
Herausgegeben von NDR Presse <strong>und</strong> Information<br />
Redaktion: Julia Scheper<br />
Bildredaktion: Lara Louwien<br />
Bildnachweis: © Marion von der Mehden / NDR;<br />
Fotos: www.ard-foto.de<br />
Mitarbeit: Anja Meier, Julia Milbrodt<br />
Interviews: Thomas Steiger<br />
Gestaltung: Klasse 3b<br />
Druck: Eggers Druckerei<br />
<strong>und</strong> Verlag GmbH<br />
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