FRÄNZI – FORUM - Franziskanergymnasium Bozen

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FRÄNZI – FORUM - Franziskanergymnasium Bozen

Ex-Fränzi

Ein Interview

mit Clemens

Scherzer

Seite 2

Interview

Prof. Mair über

seinen Beruf

als Lehrer und

Erzieher

Seite 4

Sportlich

Ein Bericht vom

Professorenturnen

Seite 5

Vorträge

Don Mario

Gretter und

Christine Licci

zu Besuch

Seite 6

Knigge-Kurs

Der Benimm-

Kurs am

Nachmittag

Seite 7

Impressum

Seite 2

Spedizione in A.P.- 70% DCI BZ - quadrimestrale - in caso di mancato recapito, restituiere al CPO - Bolzano

Landesbeitrag

Das Erfreuliche gleich vorweg: die Landesregierung

hat die gesetzlichen Grundlagen dafür

geschaffen, dass die öffentliche Hand in Zukunft

einen deutlich höheren Anteil an den Führungskosten

der Privatschulen übernehmen kann als

bisher. Dafür sind wir dem Landesrat für die

Schule, Dr. Otto Saurer, und dem Landeshauptmann

Dr. Luis Durnwalder sehr dankbar.

90 Prozent unserer Personal-, also rund 80 Prozent

unserer Gesamtkosten, kann die öffentliche

Hand jetzt übernehmen allerdings muss sie es

nicht, und genau das ist unser Problem. Garantie

haben wir nämlich weiterhin keine über die

Höhe des Landesbeitrages.

Die Vergangenheit hat es uns gelehrt: wenn die

Haushaltsmittel knapper werden, bekommen wir

weniger Geld oder zumindest nicht mehr, was

im Laufe von wenigen Jahren auf dasselbe hinausläuft.

Die Kosten für den Schulbetrieb steigen nämlich

von Jahr zu Jahr, und wenn die Zuwendungen der

öffentlichen Hand nicht im selben Ausmaß mitwachsen,

schreiben wir rote Zahlen. Und genau

das ist in den vergangenen Jahren geschehen: der

Landesbeitrag ist über viele Jahre hinweg in etwa

Ausgabe 1/2006

FRÄNZI FORUM

F r a n z i s k a n e r G y m n a s i u m

Über Geld spricht man nicht…

Das leidige Thema der Schulfinanzen

gleich geblieben, machte aber 2005 nur mehr

rund 60 Prozent der Gesamtkosten der Schule

aus. Die Folge war ein Jahr für Jahr wachsendes

Defizit im Schulhaushalt, das allein im letzten Jahr

auf über 100.000 Euro angestiegen ist.

Schulgeld

Solche Löcher über eine Schulgelderhöhung zu

stopfen ist problematisch, weil das Schulgeld

dafür unverhältnismäßig stark angehoben werden

muss. Wir haben zusammen mit den Elternvertretern

beschlossen, das Schulgeld auf 1.500

Euro zu steigern mehr als ein Studienjahr an

vielen Universitäten kostet! , nur um ein weiteres

Jahr mit Defizit zu verhindern, sind damit

aber an eine Schmerzgrenze gestoßen, weil sich

viele Familien jetzt einen Schulbesuch ihrer Kinder

bei uns nicht mehr leisten können. Es gibt

zwar den Gymnasialverein, der gerne mit einem

Stipendium weiterhilft, doch scheuen sich leider

viele Eltern, sich an ihn zu wenden.

Drittes finanzielles Standbein

Ich habe deshalb einen Traum, der an vielen ausländischen

Privatschulen ganz selbstverständliche

Wirklichkeit ist: die ehemaligen Schüler

unterstützen „ihre“ Schule mit einem jährlichen

Beitrag und geben damit etwas von dem zurück,

was sie von ihr bekommen haben.

Ich bin davon überzeugt, dass nur ein drittes

finanzielles Standbein neben Landesbeitrag und

Schulgeld das Überleben der Schule langfristig

sichert, weil es sie finanziell unabhängiger

macht.

Landesverwaltung und Schülereltern tun bereits

ihr Möglichstes für den Erhalt des Franziskanergymnasiums.

Aber erst die Unterstützung durch

unsere Abgänger kann das Polster schaffen, das

uns auch über schwierige Zeiten hinweghilft.

Dir. Wolfgang Malsiner

Fränzi - Forum 1


Zur Person:

- Matura am Franziskanergymnasium

1988

- Oberarzt für Neurologie

und Direktor

des Laboratory for

Functional Genomics

am Brigham and Women’s

Hospital und an

der Harvard Medical

School

- George C. Cotzias

Memorial Fellow der

American Parkinson Disease

Association und

Beeson Scholar der

American Federation

for Aging

- Medizinstudium an

der Universität Wien,

Facharzt für Neurologie

an der Emory University,

Fellowships in

Movement Disorders

und in Genomics an

der Harvard Medical

School und dem Massachusetts

General

Hospital

Fränzi - Forum 2

Make your dreams become real

Interview mit Clemens Scherzer

Fränzi-Forum: Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf?

Clemens Scherzer: Ich wollte immer schon

verstehen, wie das menschliche Hirn funktioniert.

Ich bin zuerst von einer philosophischen

Sichtweise ausgegangen. Je mehr ich mich damit

beschäftigt habe, desto fokussierter und handfester

ist mein Bezugsrahmen geworden. Nach dem

Studium bin ich in die USA gegangen, because I

wanted to “play with the big boys“.

Fränzi-Forum: Worin besteht Ihre Arbeit genau?

Clemens Scherzer: Mein Labor arbeitet

an Bluttests zur Früherkennung der Parkinson-Krankheit

und anderer neurodegenerativer

Erkrankungen, an welchen ganze 25 Millionen

Menschen weltweit leiden.

Zur Zeit gibt es keine einfachen Tests, um die Parkinson-Krankheit

zu diagnostizieren. Das führt

dazu, dass Parkinson heutzutage erst diagnostiziert

werden kann, nachdem über 70 Prozent der

dopaminergen Nervenzellen im Mittelhirn schon

gestorben sind. Zu diesem Zeitpunkt ist der Zug

bereits abgefahren, und jede Hilfe mit neuroprotektiven

Therapien kommt zu spät.

Impressum: Fränzi - Forum

Eigentümer und Herausgeber: Wolfgang Malsiner,

Franziskanergymnasium Bozen

Eintragung beim Landesgericht Bozen: Nr. 2/2003

R.ST. am 20/3/2003

Deshalb brauchen wir dringend Bluttests, die den

Krankheitsprozess präzise und frühzeitig diagnostizieren

können. So ein Test wird es ermöglichen,

Medikamente zu entwickeln, die den Krankheitsverlauf

gleich am Anfang stoppen oder verlangsamen

können.

Fränzi-Forum: Wie sieht so ein Bluttest genau

aus?

Clemens Scherzer: Mein Team verwendet

GeneChips, um diese Bluttests zu entwickeln.

Diese GeneChips ermöglichen es uns, die Aktivität

aller 40.000 menschlichen Gene im Blut zu

messen und systematisch die bestmöglichen Tests

herauszufiltern. Unser zweiter Schwerpunkt ist

es, die krankheitsverursachenden Gene zu finden.

Man kann dann Medikamente entwickeln, die auf

diese Gene oder ihre Proteine wirken und den

Krankheitsprozess heilen. In meiner klinischen

Praxis bin ich Parkinson-Spezialist am Brigham

and Women’s Hospital und am Massachusetts

General Hospital und leite eine von der Michael-

J.-Fox-Foundation sponsorisierte klinische Biomarker

Studie und Biobank.

Fränzi-Forum: Wenn Sie für einen Monat am

Franziskanergymnasium unterrichteten, welches Fach

würden Sie wählen?

Clemens Scherzer: Biologie. Wir leben in

einer Pionierzeit der Neurologie im Besonderen

und der Medizin im Allgemeinen. Jeden

Monat werden neue bahnbrechende Entdeckungen

gemacht. Jetzt haben wir die technologischen

Werkzeuge, um Kernprobleme der Medizin zu

lösen. Die Medizin wird total revolutioniert.

Fränzi-Forum: Eine der wichtigsten Fragen aller

Maturanten: Was soll ich studieren?

Clemens Scherzer: Ich rate allen Fränzi: make

your dreams become real.

Simon Reckla (2. Klasse Lyzeum)

Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Walther Werth

Redaktion: Wolfgang Malsiner, Veronika Ebner,

Lea De Biasi, Elfriede Zanellati, Christian Romano,

Simon Reckla, Ivo de Concini

Gestaltung: Zoffel Hoff Naderer, Thomas Tschager

Druck: Ferrari Auer Bozen


Seit über 50 Jahren...

...das Zeltlager in Toblach

Für alle Buben am Franziskanergymnasium und

deren Freunde zwischen elf und 15, die gerne

einmal „etwas anderes“ im Sommer erleben

möchten, gibt es seit mehr als 50 Jahren das

Fränzi-Zeltlager in Altschluderbach bei Toblach.

Untergebracht sind die Teilnehmer in vier großen

Zelten und einer Schupfen, wo sie viel Natur

und manches Abenteuer, aber auch jede Menge

sportliche Aktivität, viel „Hetz“ und v.a. lang

andauernde Freundschaften erleben.

Br. Enrico, der das Zeltlager leitet, hebt besonders

diesen Aspekt hervor: „Mir ist aufgefallen,

dass die Teilnehmer am Zeltlager zu einer großen

Familie zusammenwachsen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl

innerhalb der Gruppe geht weit

über die zwei Wochen im Juli, die das Zeltlager

dauert, hinaus. Das Zeltlager „lebt“ deshalb das

ganze Jahr über weiter!“

Heuer geht das Zeltlager in Toblach vom 8. bis

zum 22. Juli. Anmelden kann man sich im Sekretariat

der Schule. Nähere Informationen gibt es bei

Br. Enrico (0471/327940) und im Internet unter

www.zeltlager-toblach.org.

Weihnachtsaktion 2005

Zeltlager

Daniel (2.A): “Das

Essen schmeckt prima

und auch das Schlafen

in Zelten ist super. Nur

wenn das Lager überfallen

wird, ist es nicht

so fein.“

Andreas Montagner

(5.A): “Die Anführer

sorgen dafür, dass die

Disziplin eingehalten

und respektiert wird.

Es gibt kaum Momente,

in denen die „Riffl“

unbeschäftigt sind. Zu

den Spielen, die organisiert

werden, gehören

ein Fußball-, Tischfußball-

und Wattturnier

ebenso wie eine

Schatzsuche mit tollen

Preisen für die Sieger.“

Oldrich (1.A): „Schade,

dass ich heuer nicht

mitfahren kann, denn

im letzten Jahr hat es

mir sehr gut gefallen.

Ich gehörte zu den

Jüngsten, weil ich erst

die fünfte Klasse Volksschule

besucht hatte,

doch es war ganz toll.“

Fränzi - Forum 3


Lieblingssportarten:

All jene, welche noch

nicht von Geld und

Geschäft bestimmt sind,

weil sie glaubwürdiger

sind.

Lieblingsautor:

Zur Zeit einmal wieder

Bob Dylan

Lieblingsbuch:

Als Student „Siddharta“

von Hermann Hesse

Lieblingsmusik:

Zur Zeit Lhasa

Lieblingsspeise:

Alles, was meine Frau

kocht!

Lieblingsreiseziel:

südliche, nicht vom

Tourismus überrannte

Gebiete

Karriere:

- 7-facher Hockey-Italienmeister

mit dem HC

Bozen

- 115 Länderspiele mit

der italienischen Nationalmannschaft

- 6 WM-Teilnahmen, 1

Olympiateilnahme

- Trainer des U20 Nationalteams,Konditionstrainer

des Olympiateams

für Nagano und

der Nationalmannschaft

für die WM und

für eine Olympiateilnahme

Beruf:

Sportlehrer (Mag. der

Philosophie, Studzwg.

Leibeserziehung und

Geschichte), unterrichtet

seit 1982 am Franziskanergymnasium

Fränzi - Forum 4

Sportlehrer und Erzieher

Professor Mair im Gespräch

Fränzi-Forum: Was bedeutet der Sport für Sie

persönlich?

Prof. Mair: Als Beruf ist Sport mein sehr

abwechslungsreicher und intensiver Alltag. Er ist

aber auch ein Spiel, in welchem ich Haupt- und

Nebendarsteller, Sieger und Verlierer, Regisseur

und Kommentator, Zuseher und Kritiker sein

kann. Und zum Glück gibt es in meinem Leben

nicht nur Sport und Spiel...

Fränzi-Forum: Was zeichnet Ihres Erachtens einen

guten Trainer bzw. Sportlehrer aus?

Prof. Mair: Sportlehrer und Trainer bewegen

sich an einer komplexen Schnittstelle: Hier Sport

als Erlebniswelt, sowie Erziehungs- und Ausbil-

Seit einigen Monaten treffen sich die Schüler

der Klasse 2B regelmäßig am Nachmittag, um an

der Realisierung einer Zeitung für Mittelschüler

zu arbeiten. Die Idee stammt von den Schülern

Richard Strobl und Alex Dapunt, die zu Beginn

des Schuljahres nach freiwilligen Mitarbeitern

für ihr Projekt suchten. Mit Unterstütztung von

Prof. Oberrauch wurde innerhalb kurzer Zeit ein

Redaktionsteam auf die Beine gestellt, welches im

Moment aus sechs Mitgliedern besteht, nämlich

Richard Strobl, Alex Dapunt, Armin Kousminscki,

Jakob Klotz, Oscar Brugger und Paul Phillip Netzbandt.

Jeder Redakteur ist dabei für ein bestimmtes

Ressort zuständig. Die Hauptthemen, die

behandelt werden, sind die Veranstaltungen an

der Schule, Witze und Quiz, Schülergedichte, der

Klatsch und Tratsch, eine Rubrik über die schöns-

dungsort. Dort eine nach zunehmender Spezialisierung

verlangende, aber auch schon marktgesteuerte,

v.a. ergebnisorientierte Sportwelt.

Deshalb kann ein guter Sportlehrer auch ein

„erfolgloser“ und ein sehr erfolgreicher Trainer

auch ein schlechter Trainer sein!...

Fränzi-Forum: Wie halten Sie sich fit?

Prof. Mair: Vorzüglich durch Laufen und Radfahren.

Fränzi-Forum: Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?

Prof. Mair: Die Begegnung mit Menschen.

Fränzi-Forum: Sie haben zwar auch Erfolge verzeichnet,

allerdings ist es in letzter Zeit mit Ihrer

Hockeymannschaft bergab gegangen. Was sind die

Gründe der letzten Niederlage und wie gehen Sie

damit um?

Prof. Mair: Mit den bescheidenen Möglichkeiten

meines Vereins war das Erreichen eines Play-Off-

Platzes (8. Position) ein großer Erfolg v.a. für die

einheimischen Spieler, welche sich gegen ungleich

stärker ausgestattete Gegner durchaus achtbar

geschlagen haben. „Niederlagen, sagt man, sind

Waisenkinder, Siege haben viele Väter!“... Für

beide Fälle gibt es immer vielerlei -, auch sehr

komplexe Ursachen. Ich muss als Trainer versuchen,

möglichst sachlich damit umzugehen, zu

analysieren und Konsequenzen zu ziehen.

Elfriede Zanellati (1. Klasse Lyzeum)

Schülerzeitung Discipuli

ten Fehler aus den Schularbeiten der Klasse, den

sogenannten Fehlerhits, und der Flohmarkt.

„Ich finde dieses Projekt toll, weil es eine Freizeitbeschäftigung

unter Freunden ist, bei der

nicht nur die Sprachkenntnisse verbessert werden,

sondern auch ein Vorgeschmack auf die spätere

Arbeit als Journalist geschaffen wird“, gibt

Paul Phillip Netzbandt in einem Gespräch zu

verstehen.

Auch Prof. Oberrauch zeigt sich sehr zufrieden

und betont: „Das Projekt ’Discipuli’ ist sehr wertvoll

für die Schüler, weil sie einerseits lernen mit

Themen selbst umzugehen und andererseits mit

der Verantwortung des Schreibens konfrontiert

werden, den Lesern eine Freude zu bereiten.“

Christian Romano (2. Klasse Gymnasium B)


Mens sana in corpore sano

Das Professorenturnen

Unter diesem Motto spielen im Franziskanergymnasium

Schüler mit sportlicher Begeisterung

einmal in der Woche zusammen mit Professoren

Volleyball, Basketball und Hockey. Die körperliche

Ertüchtigung und die faire sportliche

Auseinandersetzung stehen im Mittelpunkt des

wöchentlichen Treffens. Dass dabei auch manchmal

blaue Flecken nach Hause gebracht werden,

ist dem Ehrgeiz der Beteiligten zuzuschreiben;

weder Schüler noch Lehrer wollen in der spielerisch,

körperlichen Auseinandersetzung als Verlierer

hervor gehen, selbst wenn sie zumeist in

gemischten Mannschaften gegeneinander antreten.

Auf diese Art können die Schüler außerhalb

vom Unterricht die Professoren, aber auch die

Professoren die Schüler auf eine ganz andere

Weise kennen lernen. Direktor Wolfgang Malsiner,

der selbst immer mit vollem Sportgeist

daran teilnimmt, meint dazu: "Es ist wichtig für

die Fitness der Lehrkräfte und ein weiterer

Bereich, wo die Schüler viel von den Lehrern lernen

können." (lacht)

Ein mitspielender Schüler sagt: "Es ist ein guter

Ausgleich zum Schulalltag und es ermöglicht eine

Begegnung zwischen Lehrer und Schüler in einer

völlig anderen Umgebung."

Veronika Ebner (2. Klasse Gymnasium A)

Schule & Sport

Fränzi - Forum 5


Vorträge

Fränzi - Forum 6

Von Karriere und Familie

Christine Licci am Franziskanergymnasium

War es das Thema oder die Referentin (immerhin

war es das erste öffentliche Auftreten einer

der bekanntesten Südtirolerinnen in Bozen)?

Wie auch immer, auf Einladung des Gymnasialvereins

kamen so viele Zuhörer zum Vortrag von

Christine Licci „Karriere und Familie ist das zu

vereinen?“, dass er vom Heimsaal im Franziskanergymnasium

in die zur Aula umfunktionierte

Turnhalle verlegt werden musste.

Es seien vier Voraussetzungen notwendig, erklärte

die Referentin, damit eine Mutter in ihrem

Beruf erfolgreich sein könne: es müssten einmal

die infrastrukturellen Rahmenbedingungen (Kinderhorte,

Kindergärten, …) die Betreuung der

Kinder während der Arbeitszeit ermöglichen;

dann brauche es Betriebe, die auf die Bedürfnisse

der Familien Rücksicht nehmen, indem z.B. geeignete

Teilzeitarbeit erlaubt sei; drittens sei es notwendig,

dass der Ehemann seine berufstätige Frau

in ihrer Karriere unterstütze (was, nach Aussage

einiger Zuhörerinnen in der anschließenden Diskussion,

das Hauptproblem sei!), indem „er“ z.B.

akzeptiere, dass „sie“ mehr verdiene als „er“; und

viertens müsse die Frau, und das sei das Allerwichtigste,

sich ganz bewusst dafür entscheiden,

berufstätig sein zu wollen („Es ist wichtig zu wollen,

was man tut“).

Die Referentin stellte von allem Anfang an klar,

nicht als Mutter zu sprechen („Einige werden

beanstanden, dass ich zu diesem Thema spreche,

obwohl ich keine Kinder habe“), sondern

aus ihrer Erfahrung mit Müttern am Arbeitsplatz.

Die Überlegungen von Frau Licci gingen

allerdings über das Thema im engen Sinn hinaus

und beschäftigten sich auch mit den Möglichkeiten

überhaupt, die frau hat, Karriere zu machen.

Dabei betonte sie, wie gut es jedem Betrieb tue,

wenn neben der Sicht des Mannes auch die der

Frau in Entscheidungen mit einfließe.

Erfreut zeigte sich Frau Licci nicht nur über die

große Zuhörerzahl, sondern v.a. darüber, dass so

viele Männer ihren Ausführungen folgen wollten,

da ja gerade sie häufig ausschlaggebend dafür

seien, ob eine Frau berufstätig und v.a. ob sie bei

ihrer Arbeit auch erfolgreich sein könne allerdings

bleibt die Frage, ob es das Thema war, das

sie anlockte oder die Referentin …

Ivo de Concini (1. Klasse Lyzeum)

Islamexperte an unserer Schule

Don Mario Gretter berichtet von Kairo

Prof. Ellero mit Don Mario Gretter.

Am Freitag, den 3. Februar, wurde den Schülern

des Lyzeums eine ganz besondere Ehre

zuteil. Don Mario Gretter, der einzige Südtiroler

Priester, der zwei Jahre lang an der islamischen

Fakultät in Kairo studiert hat, führte die interessierten

Schüler in die Welt des Islam ein. Neben

seinem informativen und anschaulichen Diavortrag,

berichtete er auch von einigen persönlichen

Erfahrungen mit den Muslimen und ihren Bräuchen.

Da die Schüler viele Fragen an den Islamexperten

hatten, dauerte das aufschlussreiche

Gespräch ganze zwei Stunden lang. Dabei wurden

viele Unklarheiten z.B. über die Rolle der

Frau im Islam, die verschiedenen Möglichkeiten,

den Koran zu interpretieren, und die Haltung der

Muslime gegenüber der westlichen Welt aus dem

Weg geräumt. Doch auch zwei Stunden waren

leider viel zu wenig, um ein so umfangreiches

Thema ausführlicher besprechen zu können.

Trotzdem konnte Don Mario den Schülern einen

größeren Einblick in die Komplexität der ihnen

fremden Religion und Lebensweise gewähren.

Lea De Biasi (2. Klasse Gymnasium B)


Knigge „mein Freund“

Ein "Benimm-Kurs" am Nachmittag

Im "Knigge"-Kurs, einem der heurigen Nachmittagsangebote,

vermittelte Professor Oberrauch

seinen Schülern in Theorie und Praxis die

Grundlagen des richtigen Verhaltens, korrekter

Umgangsformen, Kleidung und Esskultur.

Dieses Projekt fand sehr großen Anklang und

war der heurige „Kassenschlager“.

Mit dem Ende des ersten Semesters ging auch

das Ende dieses Nachmittagangebots einher. In

Gesprächen mit Professor Oberrauch und einigen

Schülern, entstand ein sehr interessantes

Gesamtbild des Kurses und der Auffassung über

Verhaltensregeln.

„Die starke Präsenz in den Medien rund um das

Thema der ,guten alten Schule’ brachte mich

auf die Idee, einen solchen Kurs auch in unserer

Schule anzubieten, da ich der Meinung bin, dass

gutes Benehmen und moderne Umgangsformen

für die Schüler zunehmend wichtiger werden“,

so Professor Oberrauch.

Damit hat er wohl den Nagel auf den Knopf

getroffen, es wird nämlich viel über das Wiederaufleben

alter Werte und der ständig zunehmenden

Wichtigkeit der Verhaltensregeln, doch auch

über die in jeder Hinsicht globalisierte Welt, dem

Vergessen von Tradition und der „guten alten

Schule“ gesprochen. Einige sagen, die Globalisierung

verstärke dieses Verlangen nach den so

genannten Benimmregeln, andere sehen gerade

darin die Ursache für das Vergessen des Verhaltens,

da alles gemischt werde und niemand

mehr wisse, wie er sich richtig verhalten solle.

Angetrieben von der Sehnsucht nach Tradition,

also auch der Sehnsucht nach Kenntnis des richtigen

Verhaltens, „gilt es, in Zukunft den richtigen

Ausgleich zwischen Globalisierung, Weltoffenheit

und Tradition zu finden“, so die Meinung einiger

Knigge-Schüler.

Worüber sich sowohl Kursleiter, als auch die

Teilnehmer einig sind: “Knigge ist Allgemeinbildung,

zumindest die Grundkenntnisse sollte

jeder beherrschen!“

Knigge selbst ist für die einen „ein alter Mann,

der viel über richtiges Verhalten wusste“, für

die anderen eine interessante Erfahrung und für

einen Kursteilnehmer „mein Freund“.

Der große Ansturm auf dieses Bildungsangebot

und die äußerst positiven Feedbacks zeigen eindeutig,

dass die Anforderungen und Erwartungen

über korrektes Verhalten größer werden und,

darüber sind alle einer Meinung, die Lebensqualität

direkt und zum Positiven hin beeinflussen.

Auf die Frage, ob es eine Verhaltensregel gebe,

die er für sehr wichtig erachte, von welcher er

jedoch wisse, dass sie nur wenige beherrschen,

sagte Professor Oberrauch knapp „Grüßen!“

Dankeschön an Professor Lukas Oberrauch und

die Schüler für die Beantwortung der Fragen!

Auch Jugendlichen sind gute Umgangsformen wichtig.

Simon Reckla (2. Klasse Lyzeum)

Schon einige Male berichtete

das Fränzi-

Forum über die besonderenNachmittagsangebote

am Franziskanergymnasium.

Das,

was die Schulreform

mittlerweile für die

Grund- und die ersten

beiden Klassen der

Mittelschule vorsieht,

wird an unserer Schule

schon seit einigen

Jahren für alle Schüler

von den Kleinsten in

der ersten Klassen bis

hinauf zu den großen

Maturanten praktiziert:

einen Teil ihres

schulischen Curriculums

bestimmen die

Schüler selbst, indem

sie drei Stunden am

Nachmittag unter

einer Vielzahl von

Angeboten (heuer

sind es insgesamt 80)

auswählen und besuchen.

Darunter sind viele

Übungsstunden, v.a. in

den Fächern, die den

Schülern erfahrungs

gemäß die größten

Probleme bereiten

(die Sprachen und

Mathematik), manches

Ergänzende zum

Unterricht, z.B. die

Sportaktivitäten, dann

aber auch einige außergewöhnliche

Kurse,

die man sich an einer

Schule vielleicht nicht

erwarten würde.

In dieser Ausgabe

möchten wir einen

dieser Kurse vorstellen:

„Knigge gutes

Benehmen in allen

Lebenslagen“.

Fränzi - Forum 7


Gymnasialverein

Fränzi - Forum 8

Tagesordnung:

Der Vorstand des Gymnasialvereins lädt alle Mitglieder zur

Vollversammlung

am Mittwoch, 19. April 2006

um 05.00 Uhr in erster und

um 20.00 Uhr in zweiter Einberufung

in den Heimsaal des Franziskanergymnasiums.

1. Tätigkeitsbericht des Vorstandes

2. Kassabericht

3. Vorschau

4. Allfälliges

Der Vorstand des Gymnasialvereins bittet darum, den Mitgliedsbeitrag von 25,- € für das Jahr 2006

(Fördermitglieder: 100 €) auf eines der folgenden Konten zu überweisen:

Land Prüfziffer CIN ABI CAB K/K

Südtiroler Sparkasse IT 46 P 06045 11601 000000148600

Raiffeisen Landesbank IT 77 R 03493 11600 000300224405

Südtiroler Volksbank IT 96 B 05856 11601 050570242320

Studenten sind von der Beitragsentrichtung befreit.

Nicht für den Mitgliedsbeitrag, wohl aber für Spenden an den Gymnasialverein kann eine Spendenquittung

für die steuerliche Absetzung ausgestellt werden!

Wichtiger Hinweis: Heuer können neben den 8 ‰ für die katholische

Kirche weitere 5 ‰ der Einkommenssteuer ehrenamtlich

tätigen Vereinen zugesprochen werden. Auch der Gymnasialverein darf

damit bedacht werden, der mit diesem Geld die Schule unterstützen

kann. Wir bitten deshalb darum, auf der nächsten Einkommenssteuererklärung

(außer den 8 ‰ für die katholische Kirche) mit einer zweiten

Unterschrift in das dafür vorgesehene Feld („Unterstützung des Freiwilligendienstes,

…“) weitere 5 ‰ für den Gymnasialverein zu bestimmen;

dabei muss auch die Steuernummer des Gymnasialvereins angegeben

werden: 94030900214!

Wer keine Steuererklärung (Modell 730 oder UnicoPF) macht, kann das

vom Arbeitgeber abgefasste Modell CUD 2006 mit den entsprechenden

Unterschriften versehen innerhalb Juni 2006 in einem Umschlag

an einem Post- oder Bankschalter abgeben. Auf dem Umschlag müssen

folgende Angaben gemacht werden:

„Wahl für die Zweckbestimmung von (acht und) fünf Promille der

IRPEF“

Steuernummer des Steuerpflichtigen

Vor- und Zuname des Steuerpflichtigen

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