In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

dragon.ivf.com

In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

östrischem Kuhserum fand eine reduzierte Entwicklung der Rinderembryonen in

hitzeinaktiviertem Medium statt.

Follikelflüssigkeit hatte in den eigenen Untersuchungen zwar äußerst

reifungsfördernde Fähigkeiten, allerdings waren die Befruchtungszahlen tendentiell

schlechter als in den mit Anti-Inhibin oder aktivem Ziegenserum kultivierten Gruppen.

Es muß also in Einklang mit den oben genannten Autoren davon ausgegangen werden,

daß durch die unterlassene Hitzeinaktivierung Proteinstrukturen im Serum erhalten

blieben, die die in-vitro gereiften Oozyten mit embryotrophen Faktoren unterstützten.

Das Wirkungsspektrum an Nährstoffen und Wachstumsfaktoren, die endokrin,

parakrin und autokrin auf die Oozyten Einfluß haben, wurde durch den Einsatz von

Eileiter- und BRL-Feederlayern zusätzlich zu den Proteinquellen erweitert. Die zu

maturierenden Oozyten konnten in den eigenen Versuchen in einem qualitativ und in

quantitativ angepaßten Wirkungsspektrum während der langen Kulturphase optimal

ernährt werden. Beispielsweise bestätigen IM & PARK (1995) einen positiven Effekt auf

Embryonenentwicklungen von Wachstumsfaktoren wie Epidermal growth factor (EGF),

der von Eileiterfeedern sezerniert wird.

Der Eileiterfeeder in Kombination mit der porcinen Follikelflüssigkeit stellt ein Milieu

dar, das den In-vivo-Bedingungen während Ovuluation und Befruchtung in der Ampulle

eines Säugetieres am nächsten kommt und deshalb auch sehr gute Reifungs- und

Befruchtungserfolge im 5. und 8. Versuch dieser Arbeit ermöglichte. Es wird vermutet,

daß der Feederlayer in der Lage ist, als Osmoregulator zu agieren (NAGAO et al., 1994;

SPINDLE, 1995). KANO et al. (1994) und PAVASUTHIPAISIT et al. (1994) erörtern,

daß Oviduktzellen einen löslichen Faktor besitzen, der eine verbesserte

Embryonalentwicklung ermöglicht. Dieser Faktor ist nicht Spezies-spezifisch, denn die

Autoren setzten zur Kultur von Rinderembryonen die Zellen des Eileiters vom Schwein

ein. Das Schwein gehört zu den mehr-gebärenden Tieren, so daß die Hypothese

aufgestellt wurde, daß die Zellen vom Schweineeileiter eine besonders hohe Potenz an

wachstumsfördenden Faktern sezernieren (KANO et al., 1994; PAVASUTHIPAISIT et

al., 1994).

WISEMAN et al. (1992) finden große Mengen von den Wachstumsfaktoren IGF I und II

in der Oviduktflüssigkeit vom Schwein, so daß die Feederzellen dieser Tierspezies auch

ein Medium mit den Faktoren anreichern müßten. Schon WHITE et al. (1989) stellten

durch den Einsatz von Eileiterfeederlayern eine verbesserte embryonale Entwicklung

von frühe Embryonen beim Schwein fest. Leider wurden die spezifischen embryotrophen

Faktoren noch nicht beschrieben. BRL-Feederlayer konnten sich ebenfalls in der

94

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine