In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

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In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

Embryokultivierung etablieren und angemessene Embryoentwicklungsraten bei

Rinderembryonen hervorbringen (VOELKEL & HU, 1992). Die Wirkungsweise der

Feederlayer ist bis heute nicht vollständig geklärt. So postulieren NAKAO &

NAKATSUJI (1990), daß lediglich der Kontakt der Embryonen mit den Feederzellen

einen ebenso wirkungsvollen Effekt besitzt wie die von den Zellen sezernierten

Faktoren. Aus den vorliegenden Daten wird deutlich, daß beide Feederlayer in der Lage

sind, das Serum als Proteinquelle im Medium zu ersetzen, was auch Untersuchungen

von DUNFORD & STUBBINGS (1992) und KATSKA et al. (1995) ergaben. Die

Ergebnisse dieser Arbeit zeigen auch, daß mindestens eine Proteinquelle in Form von

Feederlayern oder Serumzusatz vorhanden sein, um akzeptable Ergebnisse zu erzielen.

Bei der Entscheidung für den Einsatz eines Feederlayers im Kultursystem muß der

Mehraufwand für die Zellkultur bedacht werden. Dabei zeigten die eigenen

Untersuchungen deulich, daß es schwieriger war durch das Spülen von Eileitern Zellen

zu gewinnen und in einer Anzuchtkultur keimfrei zu passagieren, als kommerziell

erhältliche BRL-Zellen für die Feederkultur zu benutzen.

REHMANN et al. (1994) erzielten bei Rinderembryonen mit der Kokultur aus

etablierten BRL-Zellen, die ein konstantes Faktorenspektrum sezernieren, bessere

Ergebnisse als mit Eileiterfeedern. Die Arbeitsgruppe von VAN INZEN et al. (1995)

stellten die Problematik der Überwucherung der kultivierten Embryonen mit nicht

inaktivierten Feederlayerzellen in ihren System fest, was natürlich die Entwicklung der

Embryonen behinderte. Aus diesen Gründen sind die Autoren zu konditionierten

Medien übergegangen, daß heißt sie benutzten nur den aus einer Feederlayerkultur

angereicherten Medienüberstand. Innerhalb dieser Arbeit konnten diese

Überwucherungen nicht festgestellt werde, obwohl auch mit nicht inaktivierten

Feederlayern gearbeitet wurde. Einer Inaktivierung von Feederlayern geht eine

Mitomycinbehandlung des Zellrasens voraus, um die Mitoserate der kultivierten

Feederzellen zu stoppen. Das Mitomycin wird durch Waschen der Kultur nach einer

gewissen Einwirkdauer zwar wieder entfernt, doch könnten noch immer Spuren des

Mitosehemmers vorhanden sein, so daß aus diesem Grund in der vorliegenden

Untersuchung auf diese Methode verzichtet wurde.

Weiterhin wurde in dieser Arbeit die These aufgestellt, daß nur aktive, lebende Zellen

in der Lage sind, kontinuierlich Faktoren zu sezernieren und toxische

Stoffwechsekprodukte zu eliminieren, um so dem In-vivo-System näher zu kommen. Der

lebende Organismus ist durch eine kontinuierliche Fluktuation von endokrinen,

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