In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

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In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

In einer abschließenden Untersuchung wurden in-vivo gereifte Oozyten in-vitro

gereiften Oozyten gegenübergestellt. Beide Eizelltypen wurden in vitro befruchtet und

kultiviert und anschließend auf Empfängersauen übertragen. In beiden

Versuchsgruppen traten keine Trächtigkeiten. Es wird vermutet, daß die Anzahl der

übertragenen Embryonen zu gering war, da man sich an Transferversuche mit in-vivo

erzeugten Embryonen gehalten hat, wo nur bis zu 18 Embryonen übertragen werden.

Das Schwein benötigt bis zum 15. Trächtigkeitstag das Signal von mindestens 4

intakten Embryonen, um die Trächtigkeit aufrecht zu erhalten (POLGE et al., 1966,

DZIUK, 1968). Die Embryonen aus der In-vitro-Kultur sind allem Anschein nach nicht

so vital, was sich durch eine geringere Anzahl nachweisbarer Kerne sowie einer

reduzierten Induzierung von Trächtigkeiten äußert (TORRES & RATH, 1992; RATH et

al., 1995) und müssen deshalb in sehr großer Zahl in den Eileiter der Sau transferiert

werden. Von YOSHIDA (1987) wurde beschrieben, daß nach In-vivo-Reifung und Invitro-Befruchtung

porciner Oozyten der Transfer von nur 17 Zweizellern in den Eileiter

einer synchronisierten Empfängersau einen Wurf von 4 Ferkeln ergab. Spätere

Untersuchungen von YOSHIDA et al.(1990) beschäftigten sich dann mit In-vitro

maturierten Oozyten. Hier wurden 190 geteilte Embryonen auf 4 Empfänger übertragen

(47,5 Embryonen/Tier). Nach erneuter Spülung der Uterushörner nach 7 Tagen konnten

9% der Embryonen als Blastozyste wiedergewonnen werden. Die Zahl transferierter

Embryonen pro Empfängertier wurde hier also drastisch gesteigert. Trotzdem war die

Zahl sich entwickelnder Embryonen eher gering. Ob eine Trächtigkeit bis zur Geburt

weitergelaufen wäre, bleibt offen. 1993 teilten YOSHIDA et al. mit, daß nach Transfer

von 75 Embryonen auf einen Empfänger aus einer In-vitro Maturation 3 gesunde Ferkel

hervorgegangen sind. 4% der übertragenen Embryonen haben sich also zu Ferkeln

entwickeln können. MATTIOLI et al. (1989) konnten nach Transfer von 40-50

Embryonen pro Empfänger ebenfalls 2 Trächtigkeiten erzeugen.

VAJTA et al., 1991 konnten nach Transfer von 20-24 Embryonen aus einer In-vitro-

Maturation eine Trächtigkeit erzeugen, die aber nur per Ultraschall nachgewiesen

wurde.

Schlußfolgernd läßt sich zusammenfassen, daß Anti-Inhibin in der hier dargebrachten

Form nur einen tendentiellen positiven Effekt auf die In-vitro-Maturation von

Schweineoozyten besitzt. Signifikant positive Effekte können aber dem Feederlayer

sowohl in der Maturation als auch bei der Kultur von porcinen Zellen zugesprochen

werden. Dabei sollte dem BRL-Feederlayer der Vorzug gegeben werden, da dieser in

Konstanz der Sezernierung des Wirkungsspektrums und der Handhabung besser sind.

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