In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

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Weiterhin muß das reife Oozytenzytoplasma einen Faktor synthetisieren, der für die

Dekondensation des eingedrungenen Spermienkopfes sorgt. Hierbei handelt es sich um

den sogenannten Male-Pronucleus-Growth-Faktor (MPGF) (MOOR, et al., 1983).

Nach Erreichen der Metaphase I wird ein Polkörper in den perivitellinen Raum der

Oozyte ausgeschleust und die Eizelle wird in der Metaphase II durch den

cytostatischen Faktor (CSF) abermals arretiert. Nur eine eingedrungene Spermatozoe

ist in der Lage, die Arretierung aufzuheben und die Meiose der Oozyte vollenden zu

lassen. Findet diese Spermienpenetration nicht statt, stirbt die Oozyte -je nach

Spezies- mehr oder weniger schnell ab.

Erste grundlegende Erkenntnisse zu den Befruchtungsvorgängen wurden von

GURDON 1968 und 1973 extrakorporal an Xenopus laevis erforscht.

2.1.2.1. Inhibin als lokaler Regulator der Follikulogenese

Ein Faktor, der für die Hemmung der Follikel-und Oozytenentwicklung verantwortlich

gemacht wird, ist das Inhibin.

Durch Inhibin wird die Freisetztung von Follikelstimulierendem Hormon (FSH) aus

dem Hypophysenvorderlappen gehemmt. Die Bioaktivität von Inhibin in Form einer

Unterdrückung der FSH-Produktion durch die hpophysären Zellen wurde zuerst von

De JONG & SHARP (1976) beschrieben. Inhibin wird von den Granulosazellen

synthetisiert und sezerniert und akkumuliert sich in der Follikelflüssigkeit (BICSAK

et al., 1986; MOORE et al., 1994). Duch die Isolierung und Aufreinigung von Inhibin

aus Follikelflüssigkeit wurde festgestellt, daß Inhibin zu Mitgliedern der Transforming

Growth Factor-β-Familie gehört, die auf extragonadales Gewebe eine parakrine und

autokrine Wirkung ausübt (MASON et al., 1985; FINDLAY, 1993; FINDLAY et al.

1993).

Es konnte weiterhin gezeigt werden, daß Inhibin in vivo signifikante Veränderungen

der FSH Werte mit einhergehenden Änderungen der Follikulogenese induziert.

So vermindert Inhibin den post-ovulatorischen FSH-Anstieg bei der Ratte und

unterdrückt die Rekrutierung der Follikel für den nächsten Zyklus. Beim weiblichen

Rhesusaffen verhindert eine Injektion mit Follikelflüssigkeit zu Beginn der

Follikelphase eine Follikelrekrutierung gefolgt von einer unzureichenden Lutealphase.

In vitro zeigen die Lutealzellen dieser behandelten Tiere eine verminderte hCG-

Sensibilität (STOUFFER & HODGEN, 1980). Inhibin-immunisierte Schafe und Rinder

zeigen eine zahlenmäßig gesteigerte Ovulationsrate und Follikelentwicklung, indem

die Wirkung von Inhibin durch Antikörper neutralisiert wird (HENDERSON et al.,

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