In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

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In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

follikelzell-konditionierten Medien gute Erfolge bezüglich der Vorkernbildung und

somit einer zytoplasmatischen Reifung liefert. Ähnliche Ergebnisse von DING et al.

(1992b), MATTIOLI et al., (1988a, b), ZHENG & SIRARD (1992), NAGAI et al., (1993)

ABEYDEERA (1998) bestätigen diese Ergebnisse. DING & FOXCROFT (1994) betonen

allerdings, daß nur FSH ohne LH im konditionierten Medium diese guten Ergebnisse

liefert, während MATTIOLI et al. (1988a) beide Hormone einsetzen.

Neben der nuklearen und zytoplasmatischen Reifung in vitro ist die Kumulusreifung

mit einhergehender Expansion eine weitere Voraussetzung der In-vitro-Maturation.

Die Zellen des Kumulus oophorus werden als Ergebnis von Hyaluronsäure-

Einlagerungen unter anderem durch die Stimulation durch FSH getrennt und die

zellverbindende Substanz durch Schleim ersetzt (EPPIG, 1979a). Auch ein in vivo

ovuliertes Säugerei besitzt diese muzifizierten Kumulusmassen (EPPIG, 1980).

Wahrscheinlich spielt diese Muzifizierung für die Passage der ovulierten Oozyte durch

den Eileiter eine wichtige Rolle (SZÖLLÖSI, 1993). Die Expansion des Kumulus

oophorus wird von vielen Autoren als ein Hinweis auf sowohl nukleare als auch

zytoplasmatische Reifung angesehen (GILULA et al., 1978; LEIBFRIED & FIRST,

1979; EPPIG, 1980; SÜSS et al, 1988; WERT & LARSEN, 1988; CHEN et al.,1990).

YOSHIDA et al. (1992) halten diese Korrelation für sehr unwahrscheinlich, da man

nach der In-vitro-Maturation hohe Raten an expandierten Oozyten, ohne

Manifestation der Metaphase II beobachten kann.

Es wurde beobachtet, daß die Kumulusexpansion in vitro schneller stattfindet

als in vivo, womit die schlechten Entwicklungsraten bei der In-vitro-Befruchtung im

porcinen System erklärt werden könnten. Das lange Beibehalten der intrazellulären

Verbände während der Maturation scheint also beim Schwein eine sehr wichtige Rolle

zu spielen, um einer überstürzten Reifung vorzubeugen (MOTLIK et al., 1986;

MATTIOLI et al., 1988b). SZÖLLÖSI (1980) vermutet, daß sobald die Gap junctions

zwischen der Oozyte und der Corona radiata verschwinden, eine gleichzeitige

Entlassung der Kortikalen Granulae einhergeht, so daß die unreife Oozyte durch

Veränderungen der Zona verfrüht nicht mehr penetrierbar ist. Dieser Vermutung

steht allerdings die hohe Rate an Polyspermie bei der porcinen In-vitro-Fertilisation

entgegen.

Der Epidermal growth factor (EGF) ist ein potentieller Stimulator der

Kumulusexpansion (DOWNS et al., 1988). VANDERHYDEN (1993) stellte fest, daß die

Oozyten von Maus und Ratte als Antwort auf EGF einen Faktor sezernieren, der den

Kumulus zur Expansion befähigt. Die Oozyte des Schweines sezerniert ebenfalls

diesen Faktor, allerdings ist die Kumulusexpanision dieser Spezies von ihm

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