In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

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Licht ausgesetzt wird, nimmt die Produktion zytotoxischer Produkte zu (ZAIGLER et

al., 1985). Weiterhin führen die Autoren an, daß ein Ersatz von Natriumbicarbonat

durch HEPES zu einer Imbalance der Bicarbonationen im Medium führt.

Die Inkubationstemperatur von Gameten ist von der Kerntemperatur der jeweiligen

Spezies abhängig. LENZ et al. (1983) haben am Rind gezeigt, daß die körperähnlichen

Inkubationstemperaturen bezüglich der Gameteninteraktion vorteilhafter sind als

höhere oder niedrigere Temperaturen.

ENG et al. (1986) und TROUNSON (1992) bestätigen diese Aussage am Schwein und

raten, daß in weiteren Studien die Kernkörpertemperatur beachtet werden sollte. So

werden Schweinegameten von NAITO et al. (1989) und HAJDU et al. (1994) bei 39°C

erfolgreicher als bei 37°C kultiviert

Hohe NaCl-Konzentrationen ohne Anwesenheit von Glutamin verhindern bei der

Maus eine Embryonalentwicklung in vitro (TROUNSON et al., 1994). Für die

verschiedenen Kultivierungsphasen porciner Oozyten und Embryonen gelten

unterschiedliche Toleranzen bezüglich der Osmolarität. McGAUGHEY (1975; 1977)

sowie FUNAHASHI et al., (1994b) berichten, daß eine Osmolarität von 305 mOsmol/kg

bei der Kultivierung von Oozyten nicht überschritten werden sollte, da sonst eine

nukleare Reifung nicht gewährleistet ist. REED et al. (1992) sehen allerdings keine

Probleme bei der Kultivierung von Schweinembryonen bei hohen Osmolaritäten.

2.7.1 1. Energetische Versorgung

2.7.1.1.1. Aminosäuren

Die Anwesenheit von Aminosäuren im Medium ist für die Embryonalentwicklung als

Energiequelle absolut notwendig (TROUNSON et al, 1994).

Neben Glutamin als Energielieferant (ROSENKRANS et al., 1989) agiert Taurin als

ein Osmoregulator, indem es Zellen mit seiner antioxidativen Wirkung vor toxischen

Substanzen schützt (SPINDLE, 1995, KANE et al., 1992). Taurin und sein Vorläufer

Hypotaurin sind schwefelhaltige ß-Aminosäuren, die auch im weiblichen

Reproduktionstrakt in großen Konzentrationen vorkommen (MEIZEL et al., 1980).

CHANG et al. (1976) untersuchten die Aminosäuregehalte in kleinen, mittleren und

großen Follikeln sowie die Gehalte im Serum von Sauen. Bezüglich Taurin stellten sie

fest, daß es zu 9,6 µM/dl in kleinen Follikeln, 8,9µM/dl in mittleren und 7,3µM/dl in

großen Follikeln enthalten ist. Das Serum enthält sogar 18 µM/dl.

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