In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

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In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

2.7.1.1.4. Wachstumsfaktoren

Insulinrezeptoren existieren schon im frühen Embryo (WATSON et al, 1992). Durch

Insulin wird der Aminosäuretransport (KAYE et al., 1986), die Mitose (GARDNER &

KAYE, 1991) und die Proteinsynthese (HARVEY & KAYE, 1988; SAITO & NIEMANN,

1991) unterstützt. Der Zusatz von Insulin zum Maturationsmedium verbessert die

Kumulusexpansion und die Fertilisationsraten (ZHANG et al., 1991). Während

THIBODEAUX et al., (1995) berichten, daß Insulin, Transferrin und Natriumselenit

einen großen Einfluß auf die embryonale Proliferation ausüben, konnten

EBERHARDT et al. (1994) diesen Effekt nur in Zusammenhang mit BSA erkennen.

Auf der Zelloberfläche wird die Rezeptorenanzahl für Insulin-like-growth factor durch

den Zusatz von Insulin gesteigert, so daß dem Insulin von GRAHAM et al. (1990) eine

große Bedeutung bei der IVF zugesprochen wird.

DIAMOND et al. (1985) erkennt, daß eine hohe Insulinkonzentration im Follikel der

Frau auf gut fertilisierbare Oozyten hinweist. DORINGTON et al. (1987) weisen

darauf hin, daß IGF-I zu den lokalen Faktoren gehört, die von den Granulosazellen des

Follikels selber gebildet werden und als Verstärker der Gonadotropinwirkung

fungieren.

Transferrin wird die Fähigkeit zugeschrieben, Eisen in die Zelle zu transportieren. In

Kombination mit Insulin und Natriumselenit kann es die Wirkung von Aminosäuren

unterstützen (PRATTEN et al., 1988; ZHANG & ARMSTRONG, 1990).

2.8. Proteinzusätze

Serum wird bei der In-vitro-Fertilisation als Proteinquelle eingesetzt. Dabei ist der

Einfluß auf die Embryonenentwicklung beim Einsatz von östrischem Serum besser.

BÖTTCHER et al. (1992) führen dies auf die hohen Östradiol- und Progesteronwerte

im Vergleich zum sonst benutzten Kälberserum (FKS) zurück. Blutseren werden

weiterhin zur Verhinderung der Klebrigkeit der Embryonen in der Zellkultur

eingesetzt (PALASZ et al., 1995).

2.8.1. Follikelflüssigkeit

Die Follikelflüssigkeit ist das natürliche Milieu für das Wachstum und die Reifung der

Oozyten im Follikel. Sie steht im ständigen Stoffaustausch mit dem Blut (EDWARDS,

1974). Die Zusammensetzung der Follikelflüssigkeit ändert sich während des

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