In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

dragon.ivf.com

In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

(1982) erklären diese widersprüchlichen Angaben durch Unzulänglichkeiten der

Färbemethoden in der Beurteilung der meiotischen Phasen. Sie finden weder in der

Follikelflüssigkeit noch in den Membranen der Granulosa-Zellen OMIsynthetisierende

Faktoren.

Dagegen ist es WESTERGAARD (1988) gelungen, in großen präovulatorischen

Follikeln der Frau und des Rindes ein LH-Peak abhängiges Auftreten einer „Meiosis-

Inducing-Substance“ (MIS) nachzuweisen.

2.9. Kultursysteme

Porcine Oozyten und Embryonen unterscheiden sich zu den Gameten anderer

Säugetiere durch einen hohen Anteil an Fetten im Zytoplasma, so daß eine längere Invitro-Kultivierung

diese Zellen alsbald erschöpfen läßt. Die Arbeit von YOUNGS et al.

(1994) zeigt die Zusammensetzung einer in vivo entwickelten porcinen Blastozyte.

Diese Embryonen weisen im Gegensatz zu anderen Säugetierembryonen hohe

Phospholipid-(0,31-0,54µg), Cholesterol-(5,38-7,09µg), Triacyglycerol- (1,13-1,41µg) und

Fettsäurengehalte auf.

Somit müssen die Kulturbedingungen für unreife porcine Oozyten den hoch

spezifischen Ansprüchen bezüglich des Lipidgehaltes der Zelle angepaßt werden

(HOMA et al., 1986).

Lipide liefern nicht nur Nährstoffe für die Zelle, sondern spielen auch bei der

Modifikation der physikalischen Eigenschaften und der biologischen Funktionen der

Zellmembranen eine entscheidene Rolle (STUBBS & SMITH, 1984). Auch die

Fähigkeit vieler Membranproteine Hormonrezeptoren auszubilden, beruht auf der

Zusammensetzung der Fettsäuremuster der Membranlipide (HIRATA et al., 1979).

2.9.1. Kokultursysteme

Eine Möglichkeit, Embryonenen zu kultivieren, ist der Einsatz von Kokultursystemen.

Hierbei handelt es sich um sogenannte Helfer- oder Ammenzellen, die durch die

Sezernierung von embryotrophen Faktoren ins Kulturmedium die Vitalität der

kultivierten Zellen unterstützten.

Neuere Arbeiten von BEHBOODI et al. (1995) und GROCHOLOVÁ et al. (1995) haben

abermals gezeigt, daß sich Kokultursysteme unterstützend auf die Vitalität von

Säugerembryonen auswirken können.

KANE et al. (1992) schreiben Kokultursystemen drei hauptsächliche Eigenschaften zu:

28

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine