In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

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2.9.1.2. Buffalo-Rat-Liver-Zellen als Feederlayer

BRL-Zellen in Form eines Feederlayers unterstützen die Entwicklung von

Rinderembryonen (LIU et al., 1995). Auch REHMANN et al. (1994) zeigen, daß die

BRL-Zellen als eine kommerziell erwerbliche Zellinie eine gute Alternative zu einer

Eileiterzellkokultur bezüglich der Entwicklung von Rinderembryonen darstellt. Sie

führen den embryotrophen und embryoregulierenden Einfluß der BRL-Zellen auf die

Sekretion eines weiten Spektrums an Faktoren zurück.

BRL-Zellen synthetisieren den Leukaemia inhibitory factor (LIF; KURZROCK et al.,

1991), den Transforming growth factor-β (TGF; MASSAGUÉ et al., 1985) und haben

eine „Multiplication stimulating activity“ (MSA; DULAK & TEMIN, 1973). Die MSA

ist sowohl strukturell als auch funktionell dem IGF II ähnlich (MARQUARDT et al.,

1988). Es handelt sich um eine Polypeptid-Familie, die der im Serum vorhandene

Multiplication Stimulating Activity identisch ist und die Proliferation

serumabhängiger Zellen in serum-freien Medien unterstützten (DULAK & TEMIN,

1973).

2.10. Beurteilungsmöglichkeiten der Embryonenqualität

2.10.1. Morphologische Beurteilung

Zumeist erfolgt eine Beurteilung der Embryonenqualität durch eine subjektive

Klassifizierung ihres morphologischen Erscheinungsbildes in Anlehnung an LINDNER

& WRIGHT (1983) und KAUFFHOLD & THAMM (1985). Die Blastomerenanzahl und

deren Kompaktheit im einzelnen Embryo wird hierzu herangezogen. Allerdings führen

diese Beurteilungsparameter gerade bei Schweineembryonen zu Fehldeutungen. Sehr

oft liegt eine große Anzahl an Blastomeren vor, die jedoch

Degenerationserscheinungen nach Fragmentation oder auch parthenogenetischen

Ursprungs sein können. Es gilt also, die Anzahl vitaler Blastomeren durch ihre

mitotisch aktiven Kerne in einem lebenden Zytoplasma zu bestätigen.

2.10.2. Beurteilung durch Essisäure/Alkohol-Präparation

WURTH et al. (1994) unterscheiden mittels der Aceto-Orcein Färbung nach Fixierung

in Essigsäure/Alkohol zwischen pyknotischen und mitotisch aktiven Kernen. Eine

Methode zur Präparation der Metaphase-Chromosomen wurde von MIZOGUCHI &

DUKELOW (1981) vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine sehr elegante Giemsa-

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