In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

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In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

sein, so daß die Ovarien bis zur Verbringung in den Thermosbehälter Wärme verlieren

und starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.

Dieser Temperatureinfluß kann vor allem im Winterhalbjahr extrem sein, wie die

Untersuchungen von NAGAI et al. (1983) bestätigen. YOSHIDA et al. (1993) weisen

darauf hin, daß Wärmeverluste während der gesamten Oozytenpräparation vermieden

werden müssen.

Eine extreme Schädigung der Oozyten kann durch den Brühprozeß der Sauen erfolgen.

Die Tiere werden vor der Eröffnung der Bauchhöhle mit 63-65°C heißem Wassser

abgebrüht, um Schmutz und Borsten von der Außenhaut entfernen zu können.

Eingehende Untersuchungen von SCHLIEPER & HOLTZ (1986) über den Effekt des

Brühprozesses auf die Embryonenqualität mit der Implantanationsrate als biologischen

Prüfparameter zeigen deutlich, daß das Brühen einen signifikant negativen Einfluß hat.

Die intraperitoneal gemessene Körpertemperatur der Tiere erhöhte sich von der vor der

Betäubung ermittelten Rektaltemperatur von 39,6 ± 0,3.°C um durchschnittlich 1,2°C

auf 40,8 ± 0,5°C. Nach Vergleich zweier verschiedener Gewinnungsverfahren für

Embryonen (chirurgisch und post mortem vor und nach dem Brühen) war die

chirugische Gewinnungsmethode der Spülung nach Schlachtung und Brühen sowohl in

der Gesamtzahl der Feten, der Anzahl normal ausgebildeter Feten als auch der

Implantationsrate signifikant überlegen. Durch den Prozeß des Brühens könnten die in

den Oozyten vorhandenen Speicherlipide und Membranen zerstört und

Chromosomendefekte ausgelöst werden. Dem gegenüber stehen Tierarten, die nicht

diesem Brühprozess unterliegen und bei denen die In-vitro-Fertilisation als etabliert gilt

(Rind, Schaf, Maus). Möglicherweise werden aus diesem Grund bessere Ergebnisse nach

In-vitro-Befruchtung erzielt. MEINECKE et al. (1982) geben bei der Verwendung von

Schlachthausmaterial zu bedenken, daß eine Beeinträchtigung der empfindlichen

Enzymsysteme, die für die Steroidsekretion verantwortlich sind, nicht ausgeschlossen

werden können.

Im Gegensatz zu Schlachthausovarien vom Rind, die oft eine Negativauswahl alter und

kranker Tiere darstellen (BERG, 1993), findet man beim Schwein kaum pathologisch

veränderte Ovarien, da es sich hier um Masttiere definierten Alters und Gewichts

handelt.

Der Zykusstand der als Eizellspender ausgewählten Tiere wurde durch Festlegung der

minimalen und maximalen Follikelgröße eingegrenzt, so daß mit einem annährend

homogenen Ausgangsmaterial von Oozyten gearbeitet wurde.

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