In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

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In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer ... - Dragon IVF

der Granulosazellen einen 80%igen Abfall der Inhibin-Produktion feststellten. In der

eigenen Untersuchung wurde die In-vitro-Maturation in einem Medium durchgeführt,

das mit einem an Ziegenserum gebundenen Antikörper gegen Inhibin supplementiert

worden war. Dieses Anti-Inhibin wurde von Inhibin -immunisierten Ziegen gewonnen

(HENNIES et al., 1992). Dieser Antikörper sollte freies Inhibin aus der porcinen

Follikelflüssigkeit und von den Kumuluszellen der Oozyten abfangen, und so den

reifungshemmenden Einfluß des Hypophysenhormones neutralisieren. Im In-vivo-

Modell konnten O`SHEA et al. (1994) sowie GLENNCROSS et al. (1994) zeigen, daß

eine Immunisierung gegen Inhibin eine signifikant größere Ovulationsrate beim Schaf

induziert. DIETRICH et al. (1995) zeigen am Modell der Ziege, daß eine Immunisierung

gegen Inhibin die Follikelzahl erhöht. Das bedeutet, daß durch eine Immunisierung

mehr Follikel für die anstehende Ovulation rekrutiert wurden, in denen die Oozyten die

Meiose wieder aufnahmen.

Die Versuchsgruppen im zweiten Versuch mit Anti-Inhibin zu 1 und 0,1% ergaben

Reifungsraten porciner Oozyten von 62 und 72%. Die dazuzugehörigen

Kontrollversuchsgruppen mit 1 bzw. 0,1% nicht hitzeinaktiviertem Ziegenserum zeigten

hingegen nur 64 und 61% Oozyten, die die Metaphase II erreicht haben.

Hitzeinaktiviertes Ziegenserum hingegen zeigte nur zu 47% reife Oozyten. Somit kann

dem Anti-Inhibin bezüglich der Reifung von porcinen Oozyten eine positive Wirkung

zugeschrieben werden, die durch den reifungsreduzierenden Effekt des Ziegenserums an

sich herabgesetzt wurde. Die besten Reifungsergebnisse wurden mit reiner porciner

Follikelflüssigkeit erreicht (84%).

Aufgrund dieser Beobachtung wurde versucht die positiven Effekte des Antikörpers

gegen Inhibin der porcinen Follikelflüssigkeit zu kombinieren, indem verschiedene

Mischungsverhältnisse im Hinblick auf die Maturation untersucht wurden.

In der Literatur gehen die Meinungen über den positiven Effekt von Follikelflüssigkeit

auf eine abgeschlossene nukleare und zytoplasmatische Reifung auseinander. Während

viele Arbeitsgruppen der Follikelflüssigkeit einen reifungsfördernden Effekt

zuschreiben (MATTIOLI et al., 1988; NAITO et al., 1989; YOSHIDA et al., 1993),

sprechen andere von einem eher inhibierenden Einfluß (TSAFIRI & CHANNING, 1975).

FUNAHASHI & DAY (1993) schreiben pFF in der In-vitro-Maturation den Einfluß einer

Senkung der Polyspermierate zu. Die angeblich maturationshemmende Wirkungsweise

porciner Follikelflüssigkeit wurde erstmals von TSAFIRI & CHANNING (1975)

publiziert.. RACOWSKY & McGAUGHEY (1982) erklären diese Diskrepanz der

Aussagen mit einer Fehlinterpretation der whole-mount-Präparate, die sich bei

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