Besuchszeit Oktober 2012 - Klinikum Friedrichshafen GmbH

klinikum.friedrichshafen.de

Besuchszeit Oktober 2012 - Klinikum Friedrichshafen GmbH

29 · Oktober 2012

BesuchsZEIT

Das Magazin

für unsere Patientinnen

und Patienten

OP-MEthode

Magnetband

gegen

Sodbrennen

S. 3

Technik

Volldigital

Modernes

Röntgen

S. 4

REPORTAGE

Zehn Jahre

Geriatrische

Rehaklinik

S. 12


Inhalt & Editorial

AKTUELL

■ Neue Methode: Magnetband gegen Sodbrennen 3

■ Volldigital: Hochmoderne Röntgentechnik 4

Klinikum schreibt schwarze Zahlen 5

Patientenbefragung: Studenten haben viele Ideen 6

Wo ist denn das? Das Klinikum-Bilderrätsel 6

4

Fünfeinhalb Jahre Babyseite in der Schwäbischen Zeitung 7

Seelsorger-Kolumne: Ich war krank. Und?! 7

Neues aus dem Klinikum 8,10

Veranstaltungen im Klinikum Friedrichshafen 14

Humangenetische Beratung 14

REPORTAGE

■ Zehn Jahre Geriatrische Rehaklinik 12

INTERVIEW

Eberhard Amrein: Arbeit macht immer noch Spaß 14

GUT ZU WISSEN

Die Geschichte der Krankenpflege 11

DOKTOR FIX

Unsere bunte Seite für Kinder 16

ZU GUTER LETZT

Das Klinikum auf einen Blick 18

Unser Service für Sie 19

Die Titelthemen dieser Ausgabe sind mit ■ gekennzeichnet.

11

14

6

16

IMPRESSUM

Besuchszeit ist das kostenlose

Magazin der Klinikum

Friedrichshafen GmbH.

Erscheinungsweise:

4-mal jährlich

Herausgeber:

Klinikum Friedrichshafen

GmbH, Röntgenstraße 2,

88045 Friedrichshafen,

www.klinikum-fn.de

Redaktion:

Susann Ganzert (ga), E-Mail:

s.ganzert@klinikum-fn.de

Autoren: Ganzert (ga), Oschwald

(ao), Kranz (sk) , Klaus (ck)

Fotos: Ganzert, TORAX, Klaus,

Kranz, Fotolia.com (flashpics, Sergiy

Bykhunenko, Julien Tromeur), privat

Gestaltung: Teamwork Kommunikation

und Medien GmbH,

www.teamwork-kommunikation.de

Druck: Siegl Druck, Friedrichshafen

Auflage: 5 000 Stk.

Liebe Leserin, lieber Leser,

2012 ist ein Jubiläumsjahr! Neben unserer Hauptaufgabe, Patienten

zu pflegen, zu behandeln und Leiden zu lindern, hat sich

schon sehr früh das ehemalige Karl-Olga-Krankenhaus der Ausbildung

von Krankenschwestern und Krankenpflegern gewidmet.

Diese wichtige Aufgabe, für den beruflichen Nachwuchs zu sorgen,

und dies nicht nur für unser Krankenhaus, sondern auch für viele

andere Krankenhäuser, jährt sich in diesem Jahr zum 50. Mal.

Seit 1962 sind zahlreiche Krankenschwestern und Krankenpfleger

aus dieser Ausbildungsstätte hervorgegangen. Aber nicht nur

die Krankenpflegeausbildung, sondern auch die Ausbildung zum

Operationstechnischen Assistenten (OTA), die ganz wesentlich

mit dem Namen der früheren

Pflegedirektorin, Frau Hilde

Hestler, verbunden ist, feiert

ein Jubiläum, ebenso die Weiterbildung

für Anästhesie- und

Intensivpflege und OP-Pflege.

Also Grund genug, stolz zu sein

auf diese „Nebenaufgabe“ des

Klinikums und dass sich diese Herzlichst Ihr

Jubiläen alle im Jahr 2012 kristallisieren.

Johannes Weindel,

Geschäftsführer

2

Besuchszeit 3.2012


Neue Methode: Magnetband gegen

chronisches Sodbrennen

Als eine der ersten Kliniken in Deutschland wendet das Klinikum Friedrichshafen jetzt ein innovatives Verfahren

zur Behandlung von Menschen mit chronischer Refluxkrankheit (chronisches Sodbrennen) an.

Dabei wird ein kleines flexibles Band

aus titanummantelten Magneten

direkt oberhalb des Magens um

die Speiseröhre gelegt. Die Anziehungskraft

zwischen den Magneten

hält den unteren Teil der Speiseröhre

geschlossen, um einen Rückfluss

von Magensäure und Galle

(Reflux) zu verhindern. Mit dem

„LINX® Reflux Management-System“

wird die natürliche Barriere

des Körpers gegen den ungewollten

Rückfluss wieder hergestellt,

die Symptome der chronischen Refluxkrankheit

(GERD) werden eliminiert.

Dazu erklärt Dr. Fritz Schäfer,

Leiter der Sektion Adipositaschirurgie

am Klinikum Friedrichshafen:

„Die Refluxtherapie mittels des

Magnetbandes stellt für Patienten

eine fortschrittliche Behandlungsoption

dar, mit der sie relativ unkompliziert

und dauerhaft von den

unangenehmen Symptomen befreit

werden. Die Lebensqualität der Patienten

nimmt ohne das Sodbrennen

wieder deutlich zu.”

Volkskrankheit Sodbrennen

Die Häufigkeit der Gastroösophagealen

Reflux-Erkrankung (GERD) mit

den Hauptsymptomen Sodbrennen

und Aufstoßen hat sich in den letzten

Jahrzehnten deutlich erhöht. In

Deutschland leiden etwa 30 Prozent

der Bevölkerung unter Sodbrennen

oder unter anderen Symptomen

wie Halsentzündungen, Husten und

Brustschmerzen. In den meisten

Fällen kann die Erkrankung nicht

auf eine bestimmte Ursache zurückgeführt

werden. Es gibt aber

Faktoren, die zu ihrer Entstehung

beitragen. Dazu gehören unter anderem

Alkoholkonsum, Übergewicht

und eine schlechte Körperhaltung.

Implantation geht schnell

Zur Linderung der Symptome werden

normalerweise Medikamente

verordnet, die den Reflux jedoch

nicht unterbinden. Bei vielen Menschen

halten die GERD-Symptome

trotz regelmäßiger Einnahme

hochdosierter Arzneimittel an. Das

„LINX®-System“ stellt eine vollkommen

neue Behandlungsmöglichkeit

für Menschen dar, deren

Symptome sich mit Medikamenten

nicht gut behandeln lassen, die sich

aber keiner komplexeren Operation

unterziehen möchten. Mit dieser

OP-Methode können GERD-Symptome

behandelt werden, ohne die

Anatomie des Magens verändern

zu müssen. Die Implantation des

Magnetbandes dauert weniger als

eine Stunde und wird im Klinikum

Friedrichshafen durch die erfahrenen

Operateure der Chirurgischen

Klinik I, Allgemein- und Viszeralchirurgie,

vorgenommen.

Der Patient kann sofort wieder richtig

schlucken, sich einen Tag später

wieder normal ernähren und innerhalb

einer Woche seine gewohnten

Aktivitäten aufnehmen. (ga)

Schnelle und schonende Operationsmethode:

Ein kleines Magnetband

um die Speiseröhre verhindert den

Rückfluss von Magensäure und Galle

(Reflux).


Aktuell

Volldigital und schonend:

Hochmoderne Röntgentechnik im Klinikum

Gestochen scharfe Bilder von Gelenken,

Hüfte oder Lunge durch

hochmoderne Röntgentechnik

im Klinikum Friedrichshafen: Das

neu eingeführte Verfahren schont

die Patienten, weil die Strahlenbelastung

reduziert ist und bietet

viele Vorteile für die medizinische

Behandlung.

„Kein Zutritt – Röntgen“ – hinter

der Tür, an der dieses Hinweisschild

im Klinikum Friedrichshafen

hängt, verbirgt sich seit Kurzem

ein technisch runderneuerter

Röntgenarbeitsplatz, den Patienten

eigentlich nie sehen. Zu dem

Arbeitsplatz gehört auch ein neues,

volldigitales Röntgengerät. Und

das sehen die Patienten nicht nur,

sie profitieren auch davon. Das

alte Röntgengerät wich einem Instrument

der neuesten Generation,

das im Klinikum nun für den

Löwenanteil aller Röntgenaufnahmen

im Einsatz ist, erläutert

Gerhard Blauert, leitender Medizinisch-technischer

Röntgenassistent

(MTRA).

Strahlungsarme Technik

Das neue Gerät liefert Bilder auf

höchstem Niveau. Gerade bei Spezialuntersuchungen

wie Aufnahmen

vom ganzen Bein, beispielsweise

bei Knieoperationen, macht

sich der medizintechnische Fortschritt

bezahlt. Allein solche Aufnahmen

fallen pro Jahr rund 400

Mal an, rechnet Blauert vor. Und

weil zum neuen Gerät auch ein

Stehpodest gehört, an dem sich

die Patienten bequem festhalten

können, bringt es ganz nebenbei

auch mehr Komfort und Sicherheit.

Das Röntgengerät arbeitet

Hochmoderner Arbeitsplatz: Elke Kiechle, Medizinisch-technische Röntgenassistentin im Klinikum Friedrichshafen,

bedient die neue Röntgenanlage.

computergesteuert und dadurch

sehr präzise. So fährt es exakt an

die richtige Stelle und positioniert

sich automatisch. „Dadurch haben

wir mehr Zeit, uns um den Patienten

zu kümmern.“

Nach wie vor aber obligatorisch ist

die Bleiweste zum Schutz der Patienten

– auch wenn die Strahlenbelastung

durch die neue digitale

Technik noch einmal deutlich reduziert

werden konnte, gelte laut

Blauert bei Röntgenuntersuchungen:

„So selten wie möglich.“

Kein Filme und Kassetten mehr

Ein Blick hinter die Kulissen ermöglicht

zu sehen, was der MTRA

tut: Im mit mehreren Monitoren

ausgestatteten Nebenraum drückt

Blauert den Auslöseknopf, den

Rest erledigt wiederum die Maschine.

So haben sich auch die

Arbeitsabläufe vereinfacht, und

das heißt: „Kein Film mehr, keine

Kassette, alles geht elektronisch.“

Die digitalen Bilder sind im System

gespeichert und nach der Freigabe

sofort auf allen Computern des

Klinikums, mit entsprechender

Berechtigung, verfügbar. Die behandelnden

Ärzte haben darauf

umgehend Zugriff. „Wir können

die Bilder auch auf CD brennen,

sie anderen Kliniken und Ärzten

außerhalb des Klinikums elektronisch

zur Verfügung stellen.“ Die

Zeiten der großen braunen Umschläge

mit Röntgenbildern, die

transportiert werden mussten,

sind vorbei. „Das ist der Riesenvorteil

der Digitaltechnik“, sagt

Blauert. Außerdem erfasst das Gerät

alle relevanten Daten, wie etwa

die tatsächlich angewandte Strahlung

pro Aufnahme. Gleiches gilt

auch für Mammographien, auch

hier setzt das Klinikum auf hochmoderne

und strahlungsarme

Technik. Nadelkristalldetektoren

minimieren die Strahlung um bis

zu 14 Prozent.

Neue MRT-Anlage kommt

Neben der modernen Röntgenausstattung

hat das Klinikum

Friedrichshafen auch in eine neue

MRT-Anlage investiert, die in wenigen

Monaten einsatzbereit sein

wird. Gerhard Blauert freut sich

schon jetzt auf eine „Maschine der

neuesten Generation mit vielen

Highlights.“ (ck)

4

Besuchszeit 3.2012


2011: Mehr Patienten, mehr Neugeborene,

mehr medizinische Kompetenz

Die Klinikum Friedrichshafen

GmbH, eine 100-prozentige Tochter

der Stadt Friedrichshafen,

schreibt trotz schwierigster Rahmenbedingungen

schwarze Zahlen.

Die Erlöse wurden 2011 um

2,5 Millionen Euro auf 75,5 Millionen

Euro gesteigert, das positive

Jahresergebnis liegt bei 542 446

Euro (Vorjahr 3,81 Mio. Euro).

1033 Mitarbeiter des Klinikums

Friedrichshafen versorgten im vergangenen

Jahr in den zehn Kliniken

und Instituten und den sechs

Sektionen 19 019 stationäre Patienten

(plus 772), 1626 Patienten

wurden ambulant operiert (2010:

970), 908 Kinder erblicken im

Kreißsaal das Licht der Welt (plus

73), und 467 zumeist ältere Menschen

wurden in der Geriatrischen

Rehabilitation umsorgt (2010: 431).

Die stationäre Verweildauer der

Patienten im Klinikum sank weiter,

auf nunmehr 5,83 Tage im

Schnitt (2010: 5,88).

Das Einzugsgebiet des Klinikums

Umsatz und Ergebnis > Objekt > Aussehen umwandeln…

Front: 100/90/80/70/60% - links: 80/70/60/50/40% - oben: 30%

www.klinikum-fn.de

Friedrichshafen spiegelt

dessen Funktion als Krankenhaus

der Zentralversorgung

wider, werden hier

doch Patienten aus dem gesamten

Bodenseekreis und

der angrenzenden Region,

Bürger aus Friedrichshafen

und Touristen medizinisch

und pflegerisch versorgt:

44,46 Prozent der Patienten

kommen aus Friedrichshafen,

39,35 Prozent

aus den anderen Gemeinden

des Bodenseekreises

und 16,18 Prozent der Patienten

leben außerhalb

des Landkreises.

Die Klinikum Friedrichshafen

GmbH ist ein modernes

Schwerpunktkrankenhaus

und gut

vernetzt mit niedergelassenen

Ärzten und Therapeuten.

Auf dem Gelände des

Klinikums wurden die vielfältigen

Bautätigkeiten abgeschlossen,

die den Grundstein für den „Medizin

Campus Bodensee“

bildeten. Auch innerhalb des

Hauses gab es 2011 wichtige Entwicklungen:

Die neue Hauptabteilung

Neurologie wurde gegründet,

Geschäftsbericht 2011

erstmals operierten

die Urologen

mit dem

Da-Vinci-OP-Roboter,

und die Sektion Plastische

und Ästhetische Chirurgie komplettiert

das Angebot des Klinikums

Friedrichshafen. (ga)

Leistungsentwicklung

Front: 100/90/80/70/60% - links: 80/70/60/50/40% - oben: 30%

19.019

17.933

18.247

16.699

17.086

Fallzahlen

2007

2008

2009

2010

2011

2007

2008

2009

2010

2011

Patienten (stationär)

Seit 2004 gilt die politische Forderung „ambulant vor stationär“, der die Klinikum

Friedrichshafen GmbH seither Rechnung trägt. Trotz allem werden seit

2006 Jahr für Jahr mehr stationäre Patienten versorgt, so auch 2011.

• Geburten

• Geborene Kinder

876

886

854

878

787

808

814

835

891

908

Geburten

Mit der Eröffnung des Mutter-Kind-Zentrums Ende 2010 wurde die Geburtshilfe

gestärkt. Der moderne Kreißsaal, die kompetente Betreuung durch die

freiberuflichen Hebammen in Zusammenarbeit mit den Gynäkologen und

dem Pflegepersonal schlägt sich auch in der Neugeborenzahl nieder, die erneut

angestiegen ist.

Ambulantes Operieren

Besuchszeit 3.2012 5


90 Minuten

Zeit blieb den

potenziellen ZU-

Studenten, um

eine praktikable

Idee zu entwickeln,

mit der

das Klinikum

Umfragen zur

Patientenzufriedenheit

gestalten

könnte.

Patientenbefragung: Studenten haben viele Ideen

Von Online-Fragebögen bis

Zum zweiten Mal kooperierten die

ten sollen. Die Vorschläge reich-

beeindruckt und merkte an „Die

Check-Out-Terminals: Bewerber

Zeppelin University Friedrichsha-

ten vom klassischen Fragebogen

Qualität der medizinischen Ver-

für ein Studium an der Zeppelin-

fen und das Klinikum Friedrichs-

auf Papier über persönliche Ge-

sorgung ist am wichtigsten, aber

Universität (ZU) diskutierten im

hafen und überlegten sich eine

spräche bis hin zu multimedialen

auch am schwersten zu bewer-

Klinikum Friedrichshafen über

Fallstudie für das Auswahlverfah-

Vorgehensweisen wie Online-Fra-

ten“. Gemeinsam mit dem stell-

Patientenbefragungen.

ren der künftigen ZU-Studenten.

gebögen oder sogar „Check-Out-

vertretenden Geschäftsführer des

Nach knapp 90 Minuten eifrigen

Terminals“. Diese

könnten bei

Klinikums, Jochen Wolf, stellte Dr.

In der großen roten Uhr rieselt

Diskussionen waren sich alle fünf

Entlassung automatisch eine Pa-

Jäger den 35 jungen Leuten, die

unablässig der Sand. Nach fünf

Arbeitsgruppen einig: die Quali-

tientenbefragung durchführen und

gerne an der ZU studieren wol-

Minuten signalisiert sie das un-

tät der medizinischen Versorgung

vielleicht sogar von einer Start-up-

len, das Klinikum Friedrichshafen

erbittliche Aus für die jeweilige

steht für Patienten klar im Vor-

Firma von ZU-Studenten zuerst

vor und gab einen kurzen Einblick

Arbeitsgruppe und lässt nicht zu,

dergrund. Aber auch Service, In-

für das Klinikum Friedrichshafen

in das deutsche Gesundheitswe-

dass die potentiellen ZU-Studen-

frastruktur und Atmosphäre seien

umgesetzt werden.

sen. Jochen Wolf dankte den Teil-

ten all ihre Ideen zum Thema „Pa-

wichtige Aspekte, die ein Kran-

Priv.-Doz. Dr. Detlev Jäger, Chef-

nehmern für die innovativen und

tientenbefragung“

präsentieren

kenhaus zu berücksichtigen habe.

arzt der Medizinischen Klinik II,

einiges versprechende Verbesse-

können. Trotzdem genügt die Zeit,

Verschiedene Vorstellungen hat-

der die Fallstudie in Kooperati-

rungsvorschläge, die das Klinikum

um einige interessante Konzepte

ten die Arbeitsgruppen aber zu der

on mit der ZU vorbereitete, zeigte

in jedem Fall nochmals genauer

vorzustellen.

Frage, wie Patienten dies bewer-

sich von den Gruppenleistungen

analysieren werde. (ga)

Wo ist denn das?

Das Klinikum-Bilderrätsel

Sie kennen sich aus auf dem Medizin Campus Bodensee? Dann wissen Sie

sicher, wo sich das „Ding“ befindet, von dem wir Ihnen hier nur einen Ausschnitt

zeigen. Sie haben keine Ahnung? Na, dann schauen Sie sich doch

einfach mal ein bisschen genauer um. Gefunden? Dann schicken Sie uns Ihre

Lösung. Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir Preise. Teilnahmeschluss

ist der 30. November 2012. Die Auflösung gibt es in der nächsten Besuchszeit,

Mitte Dezember. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Senden Sie Ihre Antwort bitte an: Klinikum Friedrichshafen, Unternehmenskommunikation,

Stichwort Besuchszeit, Röntgenstraße 2, 88048 Friedrichshafen.

6

Besuchszeit 3.2012


Aktuell

Kooperation: Fünfeinhalb Jahre

Babyseite in der Schwäbischen Zeitung

Tim, Clara, Vincent, Genja, Felix-

Leon, Justin, Elias, Abdus, Gemze,

Priska, Marlon, Selin, Anastasia,

Jakob, Melvin-Joel und

Amalia – so lauteten die Vornamen

der Kinder, die im Februar

2007 auf der allerersten Babyseite

in der Schwäbischen Zeitung

abgebildet waren.

Das Klinikum Friedrichshafen und

die SZ beschritten damit Neuland

– zum einen konnte und kann man

auf der Website des Klinikums in

der Baby-Galerie viele Neugeborenen

anschauen und zum anderen,

das Einverständnis der Eltern vorausgesetzt,

begeistern die Bilder

der Winzlinge auch alle 14 Tage die

Leser der „Schwäbischen“.

134 Babyseiten erschienen seit Februar

2007 insgesamt, und allein

im ersten Jahr konnten die SZ-

Leser Bilder von 397 Säuglingen

anschauen. Damals fotografierten

die Hebammen im Häfler Kreißsaal

die Neugeborenen, meist wenige

Minuten nachdem sie auf die

Welt kamen. Seit Juli 2008 kommen

professionelle Fotografinnen

ins Klinikum, setzen die kleinen

So vergeht die Zeit: Tim Stibi nach seiner Geburt im Februar 2007 (links) und

heute (rechts)!

Menschenkinder in Szene. Mal mit

Plüschtier, mal ohne. Mit Mamas

Hand oder dem großen Bruder,

dem Zwillingsbruder, schlafend

oder mit geöffneten Augen… In jedem

Fall sind die Bilder ein Hingucker,

und die Babygalerie auf

der Website des Klinikums wird so

häufig angeklickt wie keine andere

Seite.

Tim war der Erste

Das allererste überhaupt für die

Babyseite fotografierte Kind war

Auflösung

Tim Stibi: Geboren am 5. Februar

2007, 48 Zentimeter groß und

2430 Gramm schwer. Tim ist heute

fünfeinhalb Jahre alt und wohnt

mit seinen Eltern in Friedrichshafen-Allmansweiler.

(ga)

Die Babygalerie

finden Sie im Internet unter

www.klinikum-fn.de

Haben Sie’s auch erkannt? In der letzten Ausgabe

der Besuchszeit haben wir Ihnen einen Ausschnitt

vom großen Campus-Hinweisschild an

der Zufahrtsstraße zum Klinikum gezeigt. Aus

den zahlreichen Einsendungen zu unserem ersten

Rätsel haben wir einen Gewinner gezogen

(der Rechtsweg ist ausgeschlossen): Pünktlich

zum Herbstbeginn schicken wir einen großen Regenschirm

des Klinikums an Ramona Schnekenbühl

in Immenstaad. Herzlichen Glückwunsch!

Ich war krank. Und?!

Schön, dass Sie als Besucher

da sind. Und einen oder mehrere

Patienten besuchen. Denn

viele Patienten warten. Auf Besuch.

Auf Sie.

Ein Krankenbesuch kann einfach

sein: Zeit mitbringen, hören,

was einem gesagt wird und

es nicht bewerten; sprechen

über das, was dem Kranken

auf dem Herzen liegt. Sonne

in den Klinikalltag bringen mit

Blumen, einem Lächeln, einem

Gebet. Trost spenden, Hoffnung

geben. Kurz: ein Herz haben.

Das ist Barm-Herz-igkeit.

Und es kann signalisiert werden:

Gott ist da. Er lässt uns

nicht allein. Auch und gerade

in der Krankheit ist er da und

begleitet uns. So verstanden

kann ein Krankenbesuch viel

bewirken: dass sich der Patient

verstanden fühlt in seiner Sorge,

dass er Zuversicht schöpft.

Dass er sich in die Arme Gottes

geben kann, der ihn hält und

auffängt. Manche Kranke sagen

mit den Worten Jesu: „Ihr habt

mich besucht.“ Manche sind

enttäuscht und klagen: „Ich war

krank, und Ihr habt mich nicht

besucht. Dabei habe ich doch so

auf Euch gewartet.“

Machen wir uns also auf den

Weg und besuchen die Kranken.

Denn: Was wir einem unserer

Brüder und Schwestern getan

haben, das haben wir auch Jesus

getan. Es ist also gut, dass

Sie als Besucher da sind.

Ihnen und den Patienten wünsche

ich Segen und Heil.

Ihr

Diakon

Ulrich Föhr

Besuchszeit 3.2012 7


Aktuell

Umbau der Cafeteria

Die Besuchercafeteria des Klinikums,

inklusive des Kiosk, wird umgebaut:

Am 4. Oktober beginnen die

vorbereitenden Arbeiten, die kaum

jemand übersehen kann. Schließlich

befinden sich Cafeteria und Kiosk

ja unmittelbar am Eingangsbereich

des Krankenhauses. Hinter

den hohen Staubschutzwänden gibt

es dann bis Anfang Dezember keinen

Kaffee und Kuchen, sondern

viele fleißige Hände, die dem Cafeteria-

und den Aufenthaltsbereich ein

modernes Outfit verpassen.

Auf Kaffee, Kuchen, Zeitschriften

und Süßigkeiten müssen die Patienten

und Besucher während des

Umbaus aber nicht verzichten: Im

Bereich des bisherigen Kiosk wird

es ein kleineres aber ausreichendes

Angebot an all diesen Dingen geben.

Der Umbau und der anschließende

Betrieb der Besucher-Cafeteria

läuft in Regie der „Kanne-Group“.

Lassen Sie sich überraschen, und

freuen Sie sich mit dem Klinikum

auf die neue Cafeteria. (ga)

Klinikum sponsert

Jugendfußballturnier

Zum zweiten Mal war das Klinikum

im Juli Hauptsponsor des Jugendfußballturniers

der SG Fischbach/

Schnetzenhausen. 720 Fußballer

hatten großen Spaß daran und

streiften stolz nach Turnierende die

knallroten Shirts mit dem Logo des

Turniers und des Klinikums über.

Besonders gut spielten wahrscheinlich

die Teams, die in den Genuss

des Frühstücks kamen – das wurde

von der Klinikumsküche vorbereitet

und pünktlich um sechs Uhr geliefert.

(ga)

Herzrhythmusstörungen

erkennen und behandeln

Wenn das Herz stolpert, klopft

oder rast: Herzrhythmusstörungen

können viele Ursachen haben.

Manche davon bleiben lange

unerkannt.

Schwindel, schlechter Schlaf, ein

Patiententag

Bei dem nächsten EPU-

Patiententag am 24. November

2012 können sich

Interessierte bei Vorträgen

und einer Labor-Führung

über moderne Diagnoseund

Behandlungsmöglichkeiten

informieren.

allgemeiner Leistungsknick und

Nervosität. Symptome, die man

nicht unbedingt mit dem Herz in

Verbindung bringt. Und doch können

sie auf eine Herzrhythmusstörung

hinweisen – vom gelegentlich

auftretenden „Herzstolpern“ bis hin

zum gefährlichen Vorhofflimmern.

Um diese zu untersuchen, gibt es

in der Medizin zwar ein breites Instrumentarium,

vom EKG bis hin

zum unter die Haut implantierten

Event-Recorder. Doch manchmal

lässt sich auf diesen Wegen trotzdem

einfach nicht feststellen, worin

genau das Problem beim einzelnen

Patienten liegt. Hier kann eine

Elektrophysiologische Untersuchung

(EPU) helfen, wie sie in dem

hochmodern ausgestatteten EPU-

Labor am Klinikum Friedrichshafen

möglich ist.

Mit Hilfe geringer elektrischer Impulse

werden dabei Rhythmusstörungen

provoziert und die

verantwortlichen Bereiche per

Große Resonanz

beim letzten

EPU-Patiententag:

Im neuen

EPU-Labor

am Klinikum

Friedrichshafen

ließen sich

interessierte

Besucher von

Mirjam Schmid

die verschiedenen

Herzkatheter

zeigen.

Röntgenaufnahme geortet. So können

auch bislang verborgene Erkrankungen

aufgespürt werden,

wie Dr. Hansjörg Bauerle, Leiter

der Sektion Elektrophysiologie,

berichtet. Doch wie läuft eine solche

EPU ab? „In örtlicher Betäubung

werden über die Leistenvene

Katheter ins Herz geschoben“, um

dann sozusagen „ein EKG im Herz“

zu machen. Vorteil: den Beschwerden

kann nicht nur exakt auf den

Grund gegangen werden, oft können

über gezielte Impulse zugleich

auch krankhafte Gewebezellen verödet

werden. Auf diese Weise – so

Dr. Bauerle – sei es in vielen Fällen

möglich, Herzrhythmusstörungen

ganz zu heilen und eine weitere

medikamentöse Therapie überflüssig

zu machen. In der Regel sei bei

einer EPU nur ein etwa zweitägiger

Krankenhausaufenthalt nötig. (ck)

8

Besuchszeit 3.2012


WZ_12/08-080

Mehr als gut versorgt

Wann immer Menschen uns brauchen, sind wir für sie da.

Wir helfen unseren Patienten, nach einem Krankenhausaufenthalt alle Kräfte zu mobilisieren, wieder Mut zu fassen und

neue Perspektiven zu sehen. Dabei legen wir großen Wert auf eine individuelle Behandlung, denn jede Patientin, jeder

Patient hat seine eigene Geschichte.

Unsere Spezialgebiete:

Orthopädie

Innere Medizin/Onkologie

Psychosomatik

Argentalklinik, Isny-Neutrauchburg

Rehabilitationsklinik Saulgau, Bad Saulgau

Klinik im Hofgarten, Bad Waldsee

Klinik Schwabenland, Isny-Neutrauchburg

Parksanatorium Aulendorf

Klinik Alpenblick, Isny-Neutrauchburg

Um uns frühzeitig auf Sie und Ihre spezielle Situation einzustellen, arbeiten wir eng mit dem Klinikum Friedrichshafen

zusammen. Und wir wollen mehr sein als Ihr medizinischer Partner. Wir wollen, dass Sie sich bei uns wohl fühlen.

Fast wie zu Hause.

Waldburg-Zeil Kliniken

88316 Isny-Neutrauchburg

Telefon +49 (0) 7562 71-1135

www.wz-kliniken.de


Aktuell

„Wissen was geht“: Schüler informieren sich

Selbst Infusionen legen, einen Inkubator

aus der Nähe anschauen

und dem beeindruckenden OP-

Roboter „Da Vinci“ gegenüberstehen.

All das wurde insgesamt 16

interessierten Schülern durch das

Klinikum Friedrichshafen geboten.

Im Rahmen der Aktion „Wissen

was geht“ der Wirtschaftsförderung

Bodenseekreis begrüßte das

Klinikum die Teilnehmer, um ihnen

einen Einblick in die Berufe

am Klinikum zu geben. Personalleiter

Peter Boemans gab einführend

einen kurzen Überblick über

den Ausbildungsbetrieb Klinikum

Friedrichshafen. Anschließend

hatten die Schüler die Möglichkeit,

sich über die einzelnen Berufe genauer

und direkt bei den anwesenden

Azubis des Klinikums zu

informieren. Führungen durch die

Apotheke, das Lager und den OP-

Bereich sowie eine Demonstration

der Aufgaben eines Krankenpflegers

und Kinderkrankenpflegers

rundeten den Vormittag ab. (ga)

Absolventen: „Sie werden dringend gebraucht“

Grund zum Feiern für 60 junge

erste Kurs, der die theoretische

stark gewachsen: Wurden anfangs

Frauen und Männer: Sie haben

die dreijährige Ausbildung an der

Gesundheitsakademie Bodensee-

Oberschwaben zum Operationstechnischen

Assistenten (OTA),

Gesundheits- und Krankenpfleger

oder Kinderkrankenpfleger abgeschlossen.

Unter den erfolgreichen

Absolventen: 16 Azubis, die

im Klinikum Friedrichshafen den

praktischen Ausbildungsteil bewältigten

und dabei alle Bereiche

des Klinikums kennenlernten.

Ausbildung

Das Klinikum Friedrichshafen

bietet jährlich fünf

OTA-Ausbildungsplätze an,

20 für Gesundheits- und

Krankenpfleger und nunmehr

auch Plätze für die

Ausbildung zum Kinderkrankenpfleger.

Mehr über

den Ausbildungsbetrieb

Klinikum Friedrichshafen

unter www.klinikum-fn.de

Ausbildung komplett in den Räumen

der Gesundheitsakademie in

Weingarten absolvierte, richtete

sich Jörg an die Absolventen und

die Vertreter der Gesellschafter,

zu denen auch die Klinikum Friedrichshafen

GmbH seit deren Gründung

im Jahr 2005 gehört.

Die Ausbildung hat am Klinikum

aber ein wesentliche längere Vorgeschichte:

Im November 2012

werden dort 50 Jahre Krankenpflegeausbildung

(siehe auch

120 Schüler gezählt, sind es heute

270. Und auch die Zahl der Lehrkräfte

hat sich verdoppelt. „Die

Akademie ist zukunftssicher“, so

Ingrid Jörg, die dies auch auf die

Kooperation mit neun Kliniken

aus der Region bezog. Johannes

Weindel, Geschäftsführer der Klinikums

Friedrichshafen, pflichtete

ihr bei: Die Akademie sei beispielgebend

für ganz Süddeutschland.

„Mir ist nicht bange, wenn wir mit

Ihnen in die Zukunft gehen“, wand-

Die frisch gebackenen Fachkräf-

nächste Seite), 35 Jahre Fachwei-

te sich Weindel an die Absolventen,

te werden in einen Arbeitsmarkt

erlichen Zeugnisübergabe. „Sie

terbildung

Anästhesie/Intensiv-

die er als überaus engagiert und

entlassen, auf dem Personalman-

werden dringend gebraucht“, sag-

medizin und 15 Jahre OTA-Ausbil-

gut ausgebildet schätze.

gel herrscht. „Ihnen steht relativ

te deshalb auch Ingrid Jörg, ge-

dung gefeiert.

Die Mehrzahl der Häfler Gesund-

gut die Welt offen“, so Schulleite-

schäftsführende Akademieleiterin.

Die Gesundheitsakademie ist in

heitsakademie-Absolventen wird

rin Barbara Birnbaum bei der fei-

Der Jahrgang 2009/2012 sei der

den vergangen sieben Jahren

vom Klinikum übernommen. (ga)

Den frisch

examinierten

Gesundheitsund

Krankenpflegern

des

Klinikums

Friedrichshafen

gratulierten

unter anderem

Geschäftsführer

Johannes

Weindel (2. von

rechts) und

Schulleiterin

Barbara Birnbaum

(2. von

links).

10

Besuchszeit 3.2012


Gut zu wissen

Krankenpflegeausbildung – so fing alles an

Seit 1962 werden in Friedrichshafen Gesundheitsund

Krankenpfleger für das Klinikum Friedrichshafen

ausgebildet. 50 Jahre Krankenpflegeausbildung

– Anlass für eine kleine Zeitreise von der frühmittelalterlichen

katholischen Ordenspflege und dem

„Ur-Typ“ der Krankenschwester in Tracht, Schürze

und Haube bis zur professionellen Krankenpflege der

Gegenwart. Dabei hat sich im Laufe der Jahrhunderte

viel mehr verändert als nur die Berufskleidung.

Die Anfänge: Strukturiert wurde Krankenpflege in

grauer Vorzeit, um die christliche

Nächstenliebe praktisch umzusetzen.

Im Frühmittelalter übernahmen

katholische Ordensschwestern

diese Aufgabe, später folgten

Diakonien ihrem Vorbild und

pflegten ebenfalls Kranke, Hilfsbedürftige

und Arme. Neben dem leiblichen Wohl

der Patienten sollte vor allem das Seelenwohl durch

religiöse Gespräche mit den Schwestern in Ordnung

gebracht werden. Zum Thema Ausbildung gab es

eine klare Meinung: die Zuständigen glaubten an die

„natürliche Fähigkeit zur Krankenpflege“.

Vom 14. bis 18. Jahrhundert: Als die Bevölkerungszahlen

anstiegen, reichten die klösterlichen Hospitale

und Diakonien nicht mehr aus. Städtische Spitäler

wurden gegründet. In diesen verdienten sogenannte

„weltliche Pflegerinnen“, die an keinerlei Ordensregeln

gebunden waren, durch ihre pflegerische

Tätigkeit ihren Unterhalt. Trotz ihres bedeutenden

Einsatzes für Kranke wurden diese freiberuflichen

Krankenpflegerinnen vor allem im 14. und 15. Jahrhundert

oft der Hexerei und Ketzerei beschuldigt. Im

16. Jahrhundert wurde der Beruf der Krankenpflegerin

meist nur noch von Frauen mit zweifelhaftem Ruf

und Qualifikation übernommen, was das Ansehen

der Tätigkeit weiter herabstufte. Frauen mit gewissem

Bildungsniveau war es aus ideologischen Gründen

zur damaligen Zeit untersagt, den Pflegeberuf zu

ergreifen. Erst Ende des 18. Jahrhunderts wurde die

erste öffentliche Krankenpflegeschule Deutschlands

gegründet. Jedoch war die Ausbildung fachlich mangelhaft,

und die Anerkennung der Krankenpflegerinnen

in der Bevölkerung blieb aus.

Erste professionelle Ausbildung: Die Wende brachte

dann die britische Krankenschwester Florence

Nightingale. Mit anderen Kolleginnen pflegte sie im

Krimkrieg fürsorglich britische Soldaten und präsentierte

damit ein gewandeltes Bild des Berufes

in der Öffentlichkeit. Die Krankenpflege wurde gesellschaftsfähig

und etablierte sich als anerkannter

Berufsweg für junge Frauen. 1860 gründete Nightingale

die erste Schwesternschule Englands. Die

„Nightingale Training School for Nurses“ legte den

Grundstein für eine professionelle Ausbildung von

Krankenpflegern unter ärztlicher Leitung und mit

modernsten wissenschaftlichen und technischen Erkenntnissen.

Krankenpflege in Deutschland: Auch in Deutschland

stieg die Bildung, was die sogenannten „Krankenwärterinnen“

allerdings nicht davor schützte,

unter schwersten Arbeitsbedingungen leiden zu

müssen.

Erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die

Krankenpflegeausbildung neuorganisiert. 1957 legte

das neu erlassene Krankenpflegegesetz

eine zweijährige Ausbildung

fest. Zwei Jahre später

wurde es durch

die neue Ausbildungs-

und

Prüfungsordnung

erweitert und dann schließlich

an europäische Standards

angepasst.

Heute: Seit 2004 lautet die Berufsbezeichnung

nicht mehr

„Krankenschwester/-pfleger“,

sondern „Gesundheits- und Krankenpfleger/in“,

um so auf den

erweiterten Aufgabenbereich von

Prävention und Gesundheitserhaltung

hinzuweisen. Heute umfasst

die Krankenpflege ein vielseitiges

Aufgabenspektrum, das hohe

Anforderungen, Selbstständigkeit

und Verantwortung verlangt. Verstärkt

wurde der Trend durch akademische

Pflegestudiengänge, die

sich immer stärker etablieren.

Heute arbeiteten in Deutschland

etwa 640 000 ausgebildete Gesundheits-

und Krankenpfleger

– bei einer Frauenquote von übrigens

„nur“ noch rund 86 Prozent.

Zahlen bitte…

0,05 Millimeter dünn ist die

Oberhaut des Menschen

im Durchschnitt.

27 bis 30 Tage braucht die

Haut, um sich komplett zu

erneuern.

Mehr als 1,9 Milliarden

Euro geben die Krankenhäuser

in Deutschland

pro Jahr für Lebensmittel

und damit für das leibliche

Wohl ihrer Patienten aus.

9 bis 26 Milliarden Euro

Produktivitätsverlust

entstehen der deutschen

Wirtschaft durch chronische

Rückenschmerzen,

zehn bis 21 Milliarden

aufgrund von Depressionen,

elf Milliarden durch

Bluthochdruck und fünf

bis neun Milliarden wegen

rheumatischer Arthritis.

Besuchszeit 3.2012 11


Reportage

Zehn Jahre Geriatrische Rehaklinik:

Wer fernsehen will, muss laufen

Seit zehn Jahren gehört zum Klinikum Friedrichshafen eine Geriatrische Rehabilitationsklinik. Besonders ältere

Menschen werden hier von einem interdisziplinären Team nach einer akuten Situation, wie einem Schlaganfall

oder einer Fraktur, gefördert und trainiert, um für das Leben zu Hause wieder fit zu werden.

In der Geriatrischen

Reha werden

Patienten individuell

gefördert.

Informationen

Eine ältere Frau geht am Rollator

den Flur entlang. Vorsichtig, aber

zielstrebig steuert sie ein heimtrainerähnliches

Gerät in dem offenen

Bereich an. Eine Fachkraft

stellt ihr das Motomed-Gerät ihrer

Größe entsprechend ein. Mit

langsamen kreisenden Bewegungen

beginnt die Seniorin die Pedale

zu treten, um ihre Muskulatur,

Ausdauer und Belastbarkeit zu

trainieren. Im Therapieraum fliegen

weiche bunte Bälle durch die

Luft. Die Therapeutin fordert die

Senioren auf, den Ball der gegenübersitzenden

Person zuzuwerfen.

Ein großes Segeltuch liegt für

die nächste Übung bereit. Die Teilnehmer

sollen es gemeinsam zum

Schwingen bringen. Nebenan im

Speiseraum sind für den anschließenden

Nachmittagskaffee die Tische

liebevoll eingedeckt und mit

Blumen dekoriert. In der Geriatri-

Dr. Morad

Siahidoozazar

ist

der Sektionsleiter

der neuen „Sektion

Geriatrische Rehabilitation“.

Die Reha gehört seit

einem Jahr zur Neurologischen

Klinik, die von

Dr. Roman Huber geleitet

wird, und seit zehn Jahren

gehört sie zum Klinikum,

in das sie vor fünf Jahren

räumlich zog. Ende Juni

2012 wurde die Klinik zertifiziertschen

Rehabilitationsklinik (Reha)

in der vierten Etage des Klinikums

herrscht eine ruhige, entspannte

Atmosphäre. In einigen Räumen

erwartet den Besucher ein atemberaubender

Blick auf den Bodensee,

wie etwa im Fernsehzimmer.

Hier können Patienten nicht nur

die wunderschöne Sicht genießen,

sondern auch aktuelle Filme anschauen.

Es gibt 28 Plätze

Es ist zehn Jahre her, dass die

Geriatrische Reha Teil des Klinikums

wurde, und vor sieben

Jahren konnten die Räume im

Klinikum, individuell auf die Bedürfnisse

älterer Menschen und

der nötigen Therapien eingerichtet,

bezogen werden. Den Patienten,

die meisten sind 75 Jahre und

älter, stehen insgesamt 28 Plätze

zur Verfügung. Aufnahmegründe

gibt es viele: häufig sind es Brüche

im Oberschenkel und Hüftbereich,

Schlaganfälle, aber auch Operationen

oder Gehstörungen, etwa

aufgrund einer Parkinsonerkrankung.

„Zu 95 Prozent kommen

unsere Patienten aus Akutkrankenhäusern“,

erklärt Dr. Ursula

Winkler, Ärztin in der Geriatrischen

Reha, und sie erzählt, dass

es Patienten aus dem Klinikum

Friedrichshafen, der Klinik Tettnang,

aus Überlingen und Konstanz

sowie Ravensburg und Ulm sind.

Ganz wichtig bei der Aufnahme

ist, dass die Person rehawillig und

-fähig ist. Nur wenn die jeweilige

Krankenkasse den Reha-Antrag

bewilligt hat, entwickelt ein Team

aus Ärzten, Pflegern und Therapeuten

das auf den Patienten abgestimmte

Programm.

Kurze Wege im Klinikum

„Ziel der Reha ist, dass unsere Patienten

alleine, mit Hilfe von Angehörigen

oder eines Pflegedienstes

zu Hause wohnen können“, erklärt

Dr. Ursula Winkler. „Wir bemühen

uns, den Patienten dafür individuell

zu fördern, aber nicht zu

überfordern“, ergänzt Jutta Gärtner-Sturm,

die

pflegerische Leitung.

„Pflege und

Therapie arbeiten

dabei Hand in

Hand.“

„Ziel der Reha ist, dass

unsere Patienten alleine,

mit Hilfe von Angehörigen

oder eines

Pflegedienstes zu Hause

wohnen können.“

Dr. Ursula Winkler


Ein kompetentes Team: das medizinische Personal der Sektion Geriatrische Rehabilitation am Klinikum Friedrichshafen.

Die Geriatrische Reha ist eine Sektion

der Neurologischen Klinik des

Klinikums, die Chefarzt Priv.-Doz.

Dr. Roman Huber leitet. Die Sektion

selbst ist seit wenigen Monaten

zertifiziert und wird von Dr. Morad

Siahidoozazar, den hier alle nur Dr.

Sia nennen, geleitet.

Neben Pflege und Therapie wird

im Klinikum auch die medizinische

Behandlung sichergestellt.

„Durch die Nähe zum Akutkrankenhaus

kann der Patient bei Problemen

rasch behandelt und eventuell

verlegt werden“, so Dr. Ursula

Winkler.

Oft sind es kleine Schritte, mit denen

die Patienten lernen, sich wieder

sicherer zu bewegen, längere

Strecken zurückzulegen und

für ihr Zuhause mobil zu werden.

Um die Mobilisierung zu fördern,

gibt es auf den Zimmern keine TV-

Geräte. Die Patienten müssen sich

zum Fernsehraum auf den Weg

machen. Einzeln oder in Gruppen

werden außerdem Koordination

und Gleichgewicht

trainiert, im Bewegungsbad

wird

trainiert, Krankengymnastik

und

Massagen gehören dazu, Logopäden

helfen bei Schluck- oder

Sprachstörungen. Manche Patienten

absolvieren auch ein Bus- oder

Treppentraining und üben hauswirtschaftliche

Tätigkeiten neu.

Um die Mobilisierung

zu fördern, gibt es auf

den Zimmern keine

TV-Geräte.

Ein Team aus

Ärzten, Pflegern

und Therapeuten

entwickelt

das auf den

jeweiligen Patienten

abgestimmte

Reha-

Programm.

Heimatnahe Versorgung

„Auch die heimatnahe Versorgung

durch uns ist von großem Vorteil“,

meint Dr. Winkler weiter, denn die

Angehörigen werden eng in die

Reha eingebunden, um sie so auf

die Betreuung und Pflege zu Hause

vorzubereiten, unter anderem

auch durch die nötige Hilfsmittelversorgung.

(ao)

Besuchszeit 3.2012 13


Veranstaltungen

Interview


Veranstaltungen

im Klinikum Friedrichshafen

bis Dezember 2012

bis zum 24. November

Ausstellung im Kapellenflur: „Wie aus Wolken Spiegeleier werden“,

Alzheimer und Kunst

Samstag, 6. Oktober

Kreißsaalführung, Treffpunkt Foyer Mutter-Kind-Zentrum , 10 Uhr

Mittwoch, 10. Oktober

„mittwochs im mukiz“ – Maskenschnitzer Jogi Weiß aus Ravensburg,

15.30 Uhr

Samstag, 3. November

Kreißsaalführung, Treffpunkt Foyer Mutter-Kind-Zentrum, 10 Uhr

Samstag, 20. Oktober

Patiententag Gefäße, Sektion Gefäßchirurgie, 9 Uhr

Mittwoch, 7. November

Patientenvortrag von Anna Maria Weymayer zum Thema Trophotraining

(in Kooperation mit der BKK Gildemeister-Seidensticker),

Auditorium, 19 Uhr

Mittwoch, 14. November

„mittwochs im mukiz“ – „Peterchens Mondfahrt“ mit dem Kindertheater

Hella Degen, 15.30 Uhr

Samstag, 24. November

Patiententag Elektrophysiologie, Sektion EPU, 11 Uhr

Ausstellung im Kapellenflur von Vesnau Rau (bis zum 5. Januar 2013)

Samstag, 1. Dezember

Kreißsaalführung, Treffpunkt Foyer Mutter-Kind-Zentrum, 10 Uhr

Sonntag, 2. Dezember

Der große Weihnachtsbaum vor dem Klinikum wird angezündet,

16.30 Uhr

Mittwoch, 5. Dezember

Patientenvortrag von Alexandra Scheit, Sektionsleiterin Pädiatrische

Psychosomatik, zum Thema „Psychosomatik, ein ganzheitliches

Behandlungskonzept“, Auditorium, 19 Uhr

Donnerstag, 6. Dezember bis Sonntag, 16. Dezember

Kleiner Weihnachtsmarkt vor dem Klinikum, zum Teil mit Live-Musik,

täglich von 15.30 bis 17.30 Uhr

Mittwoch, 12. Dezember

„mittwochs im mukiz“ – Weihnachtslieder unterm großen Weihnachtsbaum

mit Diakon Ulrich Föhr, 15.30 Uhr

Humangenetische Beratung

Menschen, die selbst von einer genetisch

bedingten Erkrankung betroffen

sind oder in deren Familie

solche Fälle vorkommen, können

sich am Klinikum Friedrichshafen

von Dr. Gertrud Strobl-Wildemann,

Fachärztin für Humangenetik

und Psychotherapeutische

Medizin, beraten lassen. Im persönlichen

Gespräch werden die eigene

Krankheitsgeschichte beurteilt,

mögliche Risiken für weitere

Familienmitglieder erörtert, gegebenenfalls

eine nähere Untersuchung

in die Wege geleitet und

über Behandlungsmöglichkeiten

informiert.

Telefonische Terminvereinbarung

unter 07541 96-71267.

Herr Amrein, Sie sind Krankenpfleger auf der chirurgischen

Ambulanz – wie hat das angefangen?

Ich hatte eine Lehre im kaufmännischen Bereich gemacht,

die mich aber nicht zufrieden stellte. Danach

leistete ich meinen Zivildienst, und die Frage kam auf,

ob man daraus nicht noch mehr machen könnte. In einem

Vorpraktikum wurde mir relativ schnell klar, dass

ich mir die Arbeit im Pflegebereich zutraue. Die Ausbildung

hatte damals noch einen ganz anderen Status,

denn auf 20 Azubis im Jahrgang kamen zwei Männer,

und unsere heutigen Krankenpflegeschüler müssen

viel mehr Theorie lernen als noch vor 40 Jahren. Ausschlaggebend

war für mich auch die damalige Kursleitung,

eine Nonne, zu der wir ein sehr freundschaftliches

Miteinander hatten.

Ich habe diesen Schritt nie bereut. Das war ein Meilenstein

in meinem Leben, hat mich persönlich und

auch charakterlich sehr nach vorne gebracht. Aus

dem heutigen Blickwinkel gesehen war das die richtige

Entscheidung, und meine Arbeit macht mir immer

noch Spaß.

Sie üben diesen Beruf seit 40 Jahren aus, was hat sich in

der Zeit verändert?

Die Krankenhauslandschaft hat sich politisch und personell

stark verändert. Es ist ein hartes Geschäft für

alle, die dort tätig sind. Wir haben uns früher nie Gedanken

machen müssen, was etwas kostet. Entweder

es wurde angeschafft oder eben nicht. Heute muss

man wirtschaftlich ganz anders denken, und die Budgetierung

hat einen enorm hohen Stellenwert bekommen.

Natürlich hat sich auch der technische Bereich weiterentwickelt.

Früher haben wir alles per Hand erfasst,

Statistisches wurde in mühevoller Kleinarbeit auf

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Besuchszeit 3.2012


Eberhard Amrein (59) ist von Beruf Krankenpfleger, und das seit 40

Jahren. Seit vier Jahrzehnten hat er auch denselben Arbeitgeber:

das Klinikum Friedrichshafen.

Die Arbeit macht

immer noch Spaß

Papier gemacht. Der Computer ist sicher von Vorteil

und erleichtert vieles, setzt aber auch viel Fachwissen

voraus, was Dokumentation anbelangt. Ein weiterer

Nachteil ist, dass die Kommunikation darunter ein

Stück weit leidet. Heute haben wir alle E-Mailadressen,

früher hatten wir nur ein einziges Stationstelefon.

Spürbar hat sich aber auch die Personalstärke verändert,

heute müssen wir mit deutlich weniger Mitarbeitern

zurechtkommen. Der Arbeits- und Aufgabendruck

wird größer, die Zahl der Nachtdienste nimmt zu

und auch der Umfang der Verantwortung für den Einzelnen

in einer so große Abteilung wie der Ambulanz.

Das klingt nach einer hohen Belastung. Wie gehen Sie

damit um?

Ich lebe ein Stück weit von meiner Routine. Manche

Dinge lasse ich nicht mehr so nah an mich heran und

ich treibe privat sehr viel Sport, das macht den Kopf

frei. Und ein intaktes Familienleben stärkt mir den Rücken.

Was hat sich im Umgang mit den Patienten verändert?

Das Anspruchsdenken der Patienten hat sich mächtig

verändert. In einer Klinik wie unserer wird in relativ

kurzer Zeit eine Maximaltherapie geleistet. Zu uns

in die Ambulanz kommen viele Patienten, die gut zu

einem niedergelassenen Arzt gehen könnten und es

nicht tun. Vielleicht aus Bequemlichkeit oder Zeitmangel.

Bei manchem würde vielleicht ein Pflaster

genügen, stattdessen gehen die Menschen „vorsichtshalber“

gleich in die Notfallambulanz. Und wenn die

Patienten dann warten müssen, weil es wirkliche Notfälle

gibt, sorgt das auch wieder für Diskussionen.

Auch die Medizin hat große Fortschritte gemacht, vieles

kann ambulant durchgeführt werden. So lag man

früher mit einer Blinddarmentzündung und Operation

acht Tage in der Klinik, heute geht das alles viel

schneller.

Wie viele Patienten werden im Schnitt pro Tag in der

chirurgischen Ambulanz versorgt?

In die Notfallambulanz kommen zwischen 60 und 70

Patienten pro Tag. Auf das Jahr gerechnet sind das

20 000 bis 22 000 Patienten, die wir versorgen. Vom

Pflasterkleben bis hin zum schweren Polytrauma.

In 40 Jahren im Pflegeberuf haben Sie sicher viel erlebt?

Man kann schon manchmal darüber schmunzeln, was

den Menschen so alles zustoßen kann. Diese Ereignisse

sind vielleicht für den Patienten nicht besonders

angenehm, aber dem professionellen Klinikpersonal

bleiben sie doch in Erinnerung, weil sie recht kurios

sind. So wie vor kurzem, als ein Landwirt mit einer

Pfählungsverletzung zu uns kam. Durch beide Wangen

steckte ein Holzstab. Das sieht spektakulär aus,

und so etwas hatte ich selbst, in 40 Berufsjahren, noch

nicht gesehen. Zum Glück nahm es sogar der Patient

mit relativem Humor.

Was raten Sie jungen Leuten, die sich für den Pflegeberuf

interessieren, was muss man mitbringen?

Der Beruf bietet nach wie vor gute Perspektiven. Aber

die Pflege braucht Personal, das den Patientenbezug

nicht verliert, das fachlich, medizinisch und in der Persönlichkeit

gefestigt ist. Man sollte einen starken Charakter

haben, um den Druck auszuhalten, und man

muss mit den Arbeitszeiten rund um die Uhr leben

können. (sk)

Besuchszeit 3.2012 15


Doktor Fix erklärt

Körpergeräusche (Teil 3)

Schluckauf, Pupsen und mehr

du einen Hund im Bauch, oder wer knurrt da so?“ Wenn du starken Hunger hast und Essen

riechst oder auch nur an Essen denkst, dann kommen komische Geräusche aus deinem Magen: das

„Hast

Magenknurren. Das ist ganz normal und einfach zu erklären: Dein Magen ist leer, weil du vielleicht

schon lange nichts mehr gegessen hast. Trotzdem hast du immer eine Flüssigkeit – den Magensaft – und verschluckte Luft in

deinem Bauch. Und dieses Gemisch aus Flüssigkeit und Luft kann ganz schön Lärm machen. Das ist so ähnlich, als wenn du

mit einem Strohhalm in ein Glas mit Wasser pustest. „Borborygmus“

heißt das Magenknurren in der Fachsprache, und es bedeutet, dass das

Verdauungssystem in Ordnung ist und richtig funktioniert.

Doktor Fix

Ein Känguru für das Mutter-Kind-Zentrum

Der Name „Känguru“ kommt aus der Sprache der Aborigines, der australischen

Ur-Einwohner. Was er genau bedeutet, ist nicht bekannt, aber Ihr wisst alle, wie

so ein Känguru aussieht. Was heißt „ein“ Känguru – es gibt mehr als 80 verschiedene

Arten. Und bald gibt es noch eine weitere Art, nämlich das „MuKiZ“-Känguru.

Leider können wir die Idee der Meersburger Geschwister von einem „MuKiZ“-

Zebra nicht in die Tat umsetzen und haben uns jetzt für ein Känguru entschieden.

„Und warum nun ein Känguru?“, höre ich Euch fragen. Dafür gibt es einige Gründe.

Einer ist, dass so ein Känguru gut zu unserem Mutter-Kind-Zentrum passt.

Kängurus bringen meist nur ein Junges auf die Welt, die sind – das wisst ihr bestimmt

– winzig klein, ungefähr so groß wie ein Gummibärchen und wiegen weniger

als ein Gramm. Die Neugeborenen sind kaum entwickelt und ähneln einem

Embryo: Augen und Ohren kaum ausgebildet, der Körper nackt und die Hinterbeine

ganz kurz. Dennoch krabbelt das Neugeborene durch das Fell der Mutter,

bis es innerhalb weniger Minuten nach der Geburt den Beutel an ihrem Bauch

erreicht hat. Den richtigen Weg findet es mit Hilfe seines Geruchssinns. Im Beutel

saugt es sich an der Zitze der Mutter fest. Die Zitze schwillt dann an, sodass

das Neugeborene sie nicht mehr loslassen kann. Anfangs

ist es auch zu schwach zum Saugen, deshalb

spritzt die Mutter ihrem Kind die Milch in den

Mund. Das Neugeborene verbringt die nächsten

neun Monate – wieder so wie bei uns Menschen

- ausschließlich im Beutel der Mutter. Und wenn

das Junge den Beutel verlassen hat, säugt die Mutter

es oft noch bis es ein Jahr oder älter ist.

So, und deshalb werden wir bald ein MuKiZ-Känguru haben.

Ihr könnt schon echt gespannt sein und Euch freuen. (ga)

Früher haben die Menschen in der Kirche übrigens immer Fenchelsamen

dabei gehabt: Während der stundenlangen Predigten

knurrte vielen Kirchgängern der Magen – die Fenchelsamen halfen

dagegen. (ga)

Unser Buchtipp

für Euch:

Was macht das Baby

in Mamas Bauch?

Was isst das Baby in Mamas Bauch zum

Frühstück?

Nachts, wenn Jakob zu Mama und Papa ins

Bett krabbelt, beginnt ein großes Gerummel

in Mamas Bauch. „Was treibt das Baby bloß

um diese Zeit?“, fragt Papa. „Ist doch klar“,

sagt Jakob. Jakob weiß nämlich immer, was

das Baby gerade

macht: Handstand,

wenn Mama sich

bücken muss, und

Schwimmübungen,

wenn Mama zu viel

trinkt. Jakob kann

sich sogar vorstellen,

dass das

Baby die Sommerwochen

am

Meer genießt...

Ein sehr

vergnügliches

Buch für Familien,

die sich auf das nächste Baby freuen.

Mit vielen schönen Bildern und Klappen zum

Nachsehen, was das Baby gerade macht. (ga)

Thomas Svensson: Was macht das Baby in

Mamas Bauch? Ellermann-Verlag, Hamburg;

ISBN 978-3-7707-5631-5, 12,95 Euro

16 Besuchszeit 3.2012


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MAN KANN SICH JA NICHT

ALLES MERKEN:

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so erstatten wir nun auch Kosten für OSTEOPATHIE und NATURARZNEIMITTEL. Sie haben die Wahl! Wir

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Zu guter Letzt

Leistungsspektrum:

Das Klinikum Friedrichshafen auf einen Blick

Adipositaschirurgie

Sektionsleiter Dr. Stefan Tange

Telefon 07541 96-1309

Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Thorsten Lehmann

Telefon 07541 96-1301

Anästhesie und Intensivmedizin

Chefarzt Prof. Dr. Dierk Schwender

Tel. 07541 96-1391

Apotheke

Annegret Heintges

Telefon 07541 96-1160

Augenheilkunde (Belegabteilung)

Prof. Dr. Arnd Gandorfer

Telefon 07541 96-1570

Elektrophysiologie

Sektionsleiter Dr. Hansjörg Bauerle

Telefon 07541 96-1251

Gastroenterologie

Chefarzt Prof. Dr. Christian Arnold

Telefon 07541 96-1201

Gefäßchirurgie

Sektionsleiter Dr. Malte Gerbig

Telefon 07541 96-1301

Geriatrische Rehabilitationsklinik

Dr. Morad Siahidoozazar

Telefon 07541 96-1905

Gynäkologie und Geburtshilfe

Chefarzt Dr. Hans-Walter Vollert

Telefon 07541 96-1401

HNO (Belegabteilung)

Telefon 07541 96-0

Kardiologie

Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Detlev Jäger

Telefon 07541 96-1251

Lokale Schlaganfalleinheit

Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Roman Huber

Telefon 07541 96-1901

Neurologische Klinik

Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Roman Huber

Telefon 07541 96-1901

Notaufnahme

Sektionsleiter Dr. Günther Welte

Telefon 07541-96-1274

Pädiatrie und Neonatologie

Chefarzt Dr. Udo Radlow

Telefon 07541 96-1451

Pädiatrische Psychosomatik

Sektionsleiterin Alexandra Scheit

Telefon 07541 96-1677

Plastische-, Ästhetischeund

Handchirurgie

Sektionsleiter Dr. Michael Ruggaber

Telefon 07541 96-1936

Pulmologie

Sektionsleiter Dr. Andreas Schaum

Telefon 07541 96-1274

Radiologie und Nuklearmedizin

Chefarzt Prof. Dr. I. Kaare Tesdal

Telefon 07541 96-1501

Unfallchirurgie, Orthopädie

und Endoprothetik

Chefarzt Prof. Dr. Eugen Winter

Telefon 07541 96-1311

Urologie

Dr. Wilhelm Esser-Bartels,

Dr. Claus F. Fieseler,

Dr. Eberhard Köhler

Telefon 07541 96-1595

Akademisches Lehrkrankenhaus

der Universität Tübingen

Dr. Udo Radlow

Telefon 07541 96-1451

Standort des DRF-Rettungshubschraubers

„Christoph 45“

Telefon 07541 96-1654

Brustzentrum

Dr. Hans-Walter Vollert

Telefon 07541 96-1401

Gefäßzentrum

Priv.-Doz. Dr. Thorsten Lehmann

Telefon 07541 96-1301

Ambulantes OP-Zentrum

Telefon 07541 96-1372

Medizinisches Versorgungszentrum

Ärztlicher Leiter: Dr. med. Günther Tauber

Telefon 07541 96-3600

Schmerzambulanz

Telefon 07541 96-3600

Sportdiagnostik

Jan Heckel

Telefon 07541 391400

Wirbelsäulen-Zentrum Bodensee

Dr. Thomas Benz

Telefon 07541 96-3630

Stationäre

Patientenversorgung

Geriatrische Rehabilitation

Jutta Gärtner-Sturm

Telefon 07541 96-3504

Mutter-Kind-Zentrum

Marie-José Falzone

Telefon 07541 96-1466

Zentrum Innere Medizin

Birgitt Müller

Telefon 07541 96-1236

Zentrum Operative Medizin

Zentrumsleitung

Telefon 07541 96-1331

Komfortplus-Station

Edith Weber

Telefon 07541 96-1432

www.klinikum-fn.de

18

Besuchszeit 3.2012


Unser Service im Klinikum für Sie

■■Bargeldlos zahlen

Rechnungen, Rezept- und Praxisgebühren

können Sie im Klinikum

auch bargeldlos mit Ihrer ECoder

Kreditkarte bezahlen.

■■Cafeteria

Während des Umbaus des Cafeteria

gibt es ein reduziertes Angebot

an Speisen und Getränken,

Zeitungen und Zeitschriften im

Kiosk (befindet sich im Eingangsbereich)

zu den dort ausgeschriebenen

Öffnungszeiten.

■■Empfangsservice

Sie haben Fragen oder wissen

nicht, wo sie was finden?

Brauchen eine Busverbindung

oder Hilfe mit dem Gepäck? Die

freundlichen Mitarbeiterinnen

unseres Empfangsservice am

Haupteingang helfen Ihnen gerne

weiter. Auch am Wochenende.

■■Fußpflege

Immer am Donnerstagnachmittag

kommt auf Wunsch die Fußpflege

zu Ihnen auf das Zimmer. Informationen

und Termine erhalten

Sie telefonisch bei der Rezeption

(07541 96-9).

■■Grüne Damen

Die Damen des ehrenamtlichen

Besuchsdienstes kommen gerne

zu Ihnen, wenn Sie es wünschen.

Wenden Sie sich einfach an das

Pflegepersonal oder das Sekretariat

der Pflegedirektion (Telefon

07541 96-1151).

■■Klinik-TV

Den Klinik-Info-Sender finden Sie

auf Kanal 11 Ihres Fernsehgeräts.

Das Programm ist auf die Bedürfnisse

und Interessen kranker

Menschen abgestimmt. Hier gibt

es auch einen Film über das Klinikum

zu sehen.

■■Klinikum-Shuttle

Bequem und kostenlos zum Klinikum:

Außer im Winter pendelt jeden

Werktag von 8 bis 16 Uhr zwischen

Klinikum und Hauptparkplatz unser

Klinikum-Shuttle. Die Haltestellen

sind beschildert. Dieser Gratis-Service

steht Besuchern und Patienten

zwischen März und Anfang November

zur Verfügung.

■■Lob, Anregung, Kritik

Wenden Sie sich einfach an unsere

Mitarbeiter oder direkt an das

Beschwerdemanagement, das

Sie unter der Telefonnummer

07541 96-1386 oder per E-Mail an

s.ganzert@klinikum-fn.de erreichen.

Für einen persönlichen Kontakt

nutzen Sie die Sprechstunde

am Donnerstag von 14 bis 16 Uhr.

Borreliose-Selbsthilfeverein

■■Parken

Patienten, Besucher und Gäste

können ihr Fahrzeug auf dem

großen Parkplatz oder im Klinikumsparkhaus

abstellen. Die

Parkdauer wird halbstündlich

abgerechnet und es gibt eine Tageshöchstgebühr.

Kurzparker,

die ihr Auto maximal 30 Minuten

abstellen, zahlen nichts.

■■Patientenbücherei

Unser Service für Leseratten:

Auf allen Etagen finden sie ein

Bücherregal in der Nähe des

Knotenpunkts. Ihre Wunschlektüre

können Sie dort aus einem

reichhaltigen Angebot auswählen,

und wir freuen uns, wenn Sie bei

Ihrer Entlassung das Buch dorthin

zurückbringen.

■■Patientenpost

Schon gewusst? Über die Internetseite

www.klinikum-fn.de können

schnell und direkt Grüße, Glückund

Genesungswünsche an unsere

Patienten geschickt werden. Ist

Ihnen der Postweg lieber, adressieren

Sie Ihre Briefe bitte an:

Klinikum Friedrichshafen GmbH,

Röntgenstraße 2, 88048 Friedrichshafen.

Der seit 14 Jahren bestehende Borreliose-Selbsthilfeverein

Oberschwaben-Bodensee-Allgäu e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht,

Aufklärung und Prävention über die durch Zecken übertragene

bakterielle Erkrankung Borreliose zu leisten. Der Verein

bietet Betroffenen, Angehörigen und Interessierten Hilfestellung

im Umgang mit dieser Erkrankung an und berät in Fragen der

Alltags- und Lebensgestaltung. Auch in Kindergärten und Schulen

wird mit Infomaterial über Borreliose aufgeklärt.

Die Ansprechpartnerin Hanne Leonhardt ist zu erreichen

unter Telefon 07546 917972. Weitere Infos im Internet:

www.borreliose-bund.de und www.borrelioseforum.de

■■Seelsorge

Wenn Sie mit einem Seelsorger

sprechen möchten, wenden Sie

sich entweder an die evangelische

Seelsorgerin Susanne Vetter (Telefon

07541 96-1155) oder an den

katholischen Seelsorger Ulrich

Föhr (Telefon 07541 96-1156).

Beide sind auch über die Zentrale

unter 07541 96-0 zu erreichen.

■■Sozialdienst

Manchmal geraten Menschen

durch den Aufenthalt im Krankenhaus

unverschuldet in eine Notsituation.

Wenden Sie sich in diesen

Fällen an unseren Sozialdienst

unter 07541 96-1157 oder -1639.

Auch unser Pflegedienst hilft Ihnen

gerne weiter.

■■Verein der Freunde

und Förderer des

Klinikums Friedrichshafen

Die Mitglieder des Vereins der

Freunde und Förderer des Klinikums

Friedrichshafen fühlen

sich dem Klinikum und seinen

Patienten eng verbunden. In dem

eingetragenen Verein kann jeder

Mitglied werden. Aus den

Mitgliedsbeiträgen und Spenden

werden Projekte finanziert. Mehr

Informationen erhalten Sie im

Internet unter www.klinikum-fn.

de oder bei Vorstand Priv. Doz.

Dr. Hans Joachim Simmendinger

(Telefon 07541 42391).

■■Website

Ganz aktuell informiert sind Sie

immer auf der Website des Klinikums

www.klinikum-fn.de oder,

wenn es um den Medizin Campus

Bodensee geht unter

www.medizin-campus-bodensee.de

Besuchszeit 3.2012 19

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