Aufrufe
vor 4 Jahren

Beobachtungsstelle des Bausektors 2013 - Cassa Edile

Beobachtungsstelle des Bausektors 2013 - Cassa Edile

Vorwort ERSTER TEIL |

Vorwort ERSTER TEIL | Der Bausektor in Südtirol im Jahr 2013 1. DIE LANGFRISTIGE ENTWICKLUNG DES BAUSEKTORS Beobachtungsstelle des Bausektors tumsrate als in ganz Österreich. Der negative Verlauf im Trentino ähnelt hingegen, auch in absoluten Werten, sehr dem Trend in Südtirol. Die in Italien aufgetretene Abnahme der Anzahl der Unternehmen, Arbeiter und gearbeiteten Stunden war auch in Südtirol und im Trentino zu spüren, wenn auch in gemäßigterem Ausmaß. Im Gegensatz dazu scheint für Tirol eine Zunahme sowohl der Unternehmen, als auch der Arbeiter auf, die allerdings im Vergleich zu den gesamtstaatlichen österreichischen Daten etwas schwächer ausfällt. Die Krise in Südtirol hat zweierlei Gründe: zum einen die lange Expansionsphase im Bausektor von 1996 bis 2007, die durch die Anlage der Ressourcen der Haushalte, der Unternehmen und des öffentlichen Sektors in „Bauziegel“ bedingt war, zum anderen die zweifache Rezession 2008-2009 und 2012-2013 (wobei die erste eine internationale Krise war, die zweite Krise hingegen durch die Verschuldung und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit ausgelöst wurde). Aufgrund der allgemeinen Krise sind die Investitionen im Bausektor und die private Nachfrage der Haushalte drastisch gesunken (Einbruch der Familieneinkommen, der Kredite, des Immobilienmarktes und der Preise), demzufolge auch die Produktion und die Beschäftigung im Baugewerbe. In der Wachstumsphase ist es uns nicht gelungen, den Sektor zu erneuern; weiters hat die Kleinstruktur unserer Betriebe (2013 beträgt die durchschnittliche Beschäftigtenzahl in Italien 4,3, im Trentino 5,8 und in Südtirol 7,6) die Effizienz und den Wettbewerb eingeschränkt. In Österreich und Tirol ist das Bauwesen von regelmäßigeren Entwicklungen und eindeutig größeren Betrieben (die durchschnittliche Beschäftigtenzahl pro Betrieb beträgt jeweils 13,9 und 10,4) geprägt; daher konnte die Krise der letzten Jahre überwunden und wieder ein Wachstum verzeichnet werden, allerdings mit absoluten Werten, die mit unseren vergleichbar, bzw. tiefer als unsere sind. Laut Daten der Bauarbeiterkasse über die Jahre von 1990 bis 2013 stieg bis 2005 die Anzahl der Unternehmen und aktiven Arbeiter kontinuierlich an, während in den letzten acht Jahren ein Rückgang derselben deutlich wird. Die Anzahl der Unternehmen hat den Stand des Jahres 1997 erreicht, jene der Arbeiter den Stand von 1994. Die im Laufe des Jahres tätigen Betriebe sind von 1.401 im Jahr 1990 auf 2.386 im Jahr 2005 gestiegen, um dann bis 2013 auf 1.768 zurückzusinken. Einem durchschnittlichen Jahreszuwachs um 67 Einheiten in den Neunziger Jahren und um 63 Einheiten in den ersten fünf Jahren des neuen Jahrtausends steht also eine drastische Abnahme in den letzten acht Jahren gegenüber (-77 Unternehmen pro Jahr). Die Zahl der aktiven Arbeiter stieg von 12.116 im Jahr 1990 auf 19.181 im Jahr 2005, fiel dann jedoch 2013 auf 13.355 zurück. Gegenüber einem durchschnittlichen Wachstum pro Jahr um 517 Einheiten im Zeitraum 1990-2000 und um 379 in den Jahren 2000-2005 wird in den letzten acht Jahren eine durchschnittliche Abnahme pro Jahr um 728 Arbeiter verzeichnet. 2013 sinken die Unternehmen und Arbeiter im Vergleich zum Vorjahr jeweils um 62 und 372 Einheiten (Tab. 1 und Schaubilder 1 und 2). Die prozentuelle Abnahme der Arbeiterzahl war höher als jene der Unternehmen, mit einer entsprechenden Schmälerung der durchschnittlichen Betriebsgröße. Schienen 1988 noch 8,9 Arbeiter pro Unternehmen auf, so waren es 2013 nur noch 7,6. Dabei wurde die stärkste Abnahme bei den Industriebetrieben deutlich, deren durchschnittliche Arbeiteranzahl von 19,7 auf 12,8 sinkt. Die geleisteten Arbeitsstunden, die den genauesten Indikator für die laufende Entwicklung darstellen, bestätigen das von 1990 bis 2005 verzeichnete Wachstum: In den Neunziger Jahren entsprach der durchschnittliche Zuwachs pro Jahr 411.000 Stunden und von 2000 bis 2005 durchschnittlich 436.000 Stunden. In den letzten acht Jahren hingegen wurde im Schnitt pro Jahr ein Rückgang um 698.000 Arbeitsstunden verzeichnet (Tab. 2 und Schaubild 3). Seit 2005 sind die gearbeiteten Stunden um 29,5%, die Lohnsumme um 10,4% bei laufenden Preisen und um 25,8% mit Bezug auf die Inflation gesunken. Anders ausgedrückt ist der durchschnittliche Stundenlohn von 8,62 Euro bei laufenden Preisen (10,40 Euro zum aktuellen Wert) auf 10,94 Euro im Jahr 2013 gestiegen. Die positive Entwicklung der geleisteten Arbeitsstunden ist in den Neunziger Jahren vornehmlich der Bauindustrie und in den ersten fünf Jahren des neuen Jahrtausends dem Handwerksbereich zuzuschreiben. Die jüngste negative Entwicklung ist auf die Abnahme der gearbeiteten Stunden sei es im Handwerk (durchschnittlich -250.000 pro Jahr), als auch in der Industrie (-449.000 pro Jahr) zurückzuführen. Interessant ist auch die genauere Betrachtung der Begründung für die Abwesenheitsstunden und ihrer zeitlichen Entwicklung. Von 2000 bis 2008 folgten die Abwesenheiten dem Verlauf der geleisteten Arbeitsstunden und betrugen im Schnitt 22,6% der insgesamt gemeldeten Stunden. In den letzten fünf Jahren stiegen die Abwesenheitsstunden auf 24,5%, vor allem infolge der Zunahme der Lohnausgleichskasse und der unentschuldigten Abwesenheiten, die die Abnahme der Abwesenheiten wegen Krankheit, Unfall, Urlaub und Ausbildung vollkommen ausgeglichen haben (Tab. 3). 4 MAGAZINE 2014 2014 MAGAZINE 5

CIHD Magazin 20 04/2013 - Chinesischer Industrie- und ...
Herbst 2013 · Frühjahr 2014 - Baumschule Hachmann
Sommersemester 2013 - Weiterbildungsstudium ...
Wintersemester 2013/2014 - Weiterbildungsstudium ...
TrendreporT 2/2013
Landesergänzungsvertrag Industrie vom 20.12.2006 - Cassa Edile
TrendreporT 2/2013
GfM-Forschungsreihe 04/2013
Mrs.Sporty Pressemappe 2013
MQ Juni 2013 - SAQ
Workability Manager 2013 - Innovation Campus
VERANSTALTUNGS- SOMMER 2013 DREWAG-RALLYE
3 / 2013 - Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis
MQ Januar/Februar 2013 - SAQ
Steuern & Trends September 2013 - Gruber & Partner ...
Arbeitgeber-Magazin Ausgabe 07/2013 - KAV Berlin
Oktober 2013 - Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg eV
ProfIle 2013 - PROFILE - Die Arbeitgeber der Region im Porträt
BGW mitteilungen Ausgabe 1/2013 herunterladen (PDF, 3MB)
Context Nr. 5 / Mai 2013 - Zeitmanagement (PDF ... - KV Schweiz
Context Nr. 5 / Mai 2013 - Zeitmanagement (PDF ... - KV Schweiz
TRAIL-RUNNING-CAMP 2013 GARDASEE / ITALIEN - Trail Magazin
Mrs.Sporty Pressemappe 2013
AssociateNews Erstausgabe 2013 - AssociateNet